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BLUTGERINNUNGSHEMMER Ern채hrungstipps f체r Patienten

Mit praktischer Lebensmitteltabelle

Gesundheit gut und g체nstig


Impressum Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung und Vervielfältigung, vorbehalten. Ohne schriftliche Genehmigung der CT Arzneimittel GmbH darf kein Teil der Broschüre durch Mikroverfilmung, Fotokopie oder ein anderes Verfahren reproduziert werden. © 2008 CT Arzneimittel GmbH Lengeder Straße 42a, 13407 Berlin Konzept & Text: Jutta Heinze, Joachim-Mähl-Straße 1 a, 22459 Hamburg, jutta.heinze@hamburg.de Nährwertberechnungen: Uta C. Wandelt, Diplom-Oecotrophologin und Ernährungsberaterin, Hamburg Layout: Stefan Behrendt, Löwenstraße 54, 20251 Hamburg, info@bbpm.de Titelfoto: Martina Urban, Hofweg 66, 22085 Hamburg, urban@focus-on-food.de Schlussredaktion: TEXT+PLAN Dr. Ira Lorf, Fischers Allee 59 e, 22763 Hamburg, textundplan@t-online.de Fotos: Digital Vision/Getty Images (Seiten 2, 5, 7, 9), © plainpicture/Maskot (Seite 10)

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Inhalt Blutgerinnung: kompliziert und lebenswichtig

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Thrombosen: die Kehrseite der Medaille

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Antikoagulanzien halten das Blut im Fluss

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Vitamin K und Gerinnungshemmer

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Kein Verzicht: Gemüse – ja bitte!

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Regelmäßig das Richtige essen

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CT Arzneimittel: Gesundheit gut und günstig

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Blutgerinnung: kompliziert und lebenswichtig Bis ein kleiner Kratzer aufhört zu bluten, vergeht meist nur ein kurzer Augenblick. Das verdanken wir der Blutgerinnung (Koagulation, von coagulare = verklumpen) – einem komplizierten System, ohne das sich keine Wunde sicher schließen könnte. Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir schon bei der kleinsten Verletzung verbluten. Rund ein Dutzend verschiedene spezielle Bluteiweiße, sogenannte Gerinnungsfaktoren, sorgen jedoch dafür, dass dies nicht passiert. Sie verbinden sich mit den Blutplättchen (Thrombozyten) zu einem Blutgerinnsel, das die Wunde abriegelt.

Ohne Vitamin K läuft nichts Um diese Gerinnungsfaktoren bilden zu können, brauchen wir Vitamin K, das der Körper überwiegend selbst über die natürliche Darmflora herstellt und parallel dazu durch die Nahrung erhält. Oder umgekehrt betrachtet: Ein Mangel an diesem in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommenden Vitamin steigert die Blutungsneigung. Viele Medikamente, die die Blutgerinnung herabsetzen, die sogenannten Antikoagulanzien, fungieren daher als Vitamin-K-Gegenspieler. Dazu zählen in erster Linie Wirkstoffe vom Cumarin-Typ, auch als Marcumar® bekannt. Übrigens: Plättchenhemmer wie ASS und Clopidogrel gehören nicht zu dieser Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten! 4


Thrombosen: die Kehrseite der Medaille Nutzen und Schaden liegen beim Blutgerinnungssystem eng beieinander. Erbliche Veränderungen, manche Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) oder künstliche Herzklappen können beispielsweise die Gerinnungsaktivität derart verstärken, dass sich gefährliche Blutgerinnsel in den Blutgefäßen bilden. Diese verstopfen im schlimmsten Fall das Gefäß und können damit eine Thrombose verursachen. Je nachdem, wo dies passiert, kann das fatale Folgen haben (siehe Kasten Seite 6). Wer zu den oben genannten Risikogruppen gehört, muss daher meist gerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen. Von diesen Medikamenten brauchen die Patienten aber nur so viel, dass einerseits die Thrombosegefahr sinkt, andererseits aber die Blutungsgefahr gering bleibt. Dies erfordert eine genaue Einstellung des Patienten und regelmäßige Kontrollen. 5


Antikoagulanzien halten das Blut im Fluss Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) balancieren das Blutgerinnungssystem neu aus, indem sie die von Vitamin K abhängige Bildung der Gerinnungsfaktoren in der Leber hemmen. Wie stark die Blutgerinnung mit den Tabletten herabgesetzt werden soll, legt der Arzt mit dem therapeutischen Zielbereich fest. Dieser Wert ist eine wichtige Information im Antikoagulanzienpass, den die Patienten immer bei sich tragen sollten. Ebenso ein Muss: regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnungswerte.

Alles unter Kontrolle? Dafür bestimmt der Arzt den INR-Wert (International Normalized Ratio), der angibt, wie schnell das Blut gerinnt. Gesunde Erwachsene haben einen INR-Wert von 1, ihr Blut gerinnt innerhalb von rund 20 Sekunden. Bei bestimmten Erkrankungen (z. B. künstliche Herzklappen, Vorhofflimmern) ist diese Zeit zu kurz und muss daher medikamentös verlängert werden – je nach Krankheitsbild bis um das Vierfache (INR 4). In diesem Fall dauert die Blutgerinnung viermal so lange wie bei Gesunden. Alarmstufe Rot: Blutgerinnsel t Im Gehirn:

Schlaganfallgefahr

t Im Herzen:

Herzinfarktgefahr

t In der Lunge:

Lungenemboliegefahr

t In den Beinen: Venenthrombosegefahr

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Vitamin K und Gerinnungshemmer Da Vitamin K die Blutgerinnung fördert, wirkt es als Gegenspieler der gerinnungshemmenden Medikamente. Manche Patienten meiden daher Lebensmittel mit einem hohen Vitamin-K-Gehalt. Ein großer Trugschluss! Denn verschiedene Untersuchungen zeigen, dass selbst große Mengen Vitamin-K-reicher Lebensmittel den INR-Wert gar nicht oder nicht nennenswert beeinflussen. Außerdem stammt der Vitamin-K-Gehalt im Blut auch aus körperlicher Eigenproduktion – hergestellt von natürlichen Darmbakterien im Dickdarm. Vitamin K spielt übrigens nicht nur bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle, sondern sorgt auch für feste und gesunde Knochen. Besonders reichlich steckt es in Gemüse, das gleich noch eine Fülle wichtiger Mineralstoffe, weiterer Vitamine, sekundärer Pflanzenschutzstoffe und Ballaststoffe enthält. 7


Kein Verzicht: Gemüse – ja bitte! Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gehören daher täglich fünf Obstund Gemüseportionen auf den Tisch – mal roh, mal gekocht und möglichst abwechslungsreich. Das gilt auch für Patienten, die Antikoagulanzien einnehmen – bei gleichzeitiger Herzerkrankung umso mehr. Denn diese Betroffenen profitieren ganz besonders von den wertvollen Gemüse-Inhaltsstoffen. Die DGE steht daher auf dem Standpunkt, dass Patienten, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, keine spezielle Ernährungsweise berücksichtigen müssen. Mit einem kleinen Aber: Plötzliche, heftige Umstellungen der Ernährungsweise sollten Antikoagulanzienverwender vermeiden.

Lieber konstant als sprunghaft Denn große Schwankungen in der Ernährungsweise – speziell in puncto Vitamin K – können die Blutgerinnungswerte viel mehr durcheinanderbringen als regelmäßige Gemüseportionen. Von daher kann es eher schaden als nützen, eine vitaminarme Phase anschließend durch doppelt so große Gemüsemengen ausgleichen zu wollen. Vitamin K – das Gemüsevitamin Vor allem Blatt- und Kohlgemüse (speziell Blumenkohl, Spinat, Weißkohl) liefern viel Vitamin K. Der Vitamin-K-Tagesbedarf liegt bei 65 – 80 Mikrogramm.

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Regelmäßig das Richtige essen Die Vitamin-K-Menge an sich interessiert also viel weniger als eine möglichst konstante „Belieferung“ mit diesem Vitamin. Plötzliche einschneidende Ernährungsumstellungen, wie beispielsweise heftige und einseitige Schlankheitsdiäten, Fastenkuren oder den abrupten Wechsel zu einer streng vegetarischen Küche, sollten Sie daher vermeiden oder aber mit Ihrem Arzt besprechen. Er wird dann eventuell vorübergehend häufigere Blutkontrollen anordnen, bis sich der Körper an die veränderte Kost gewöhnt hat. Das Wichtigste auf einen Blick t Plötzliche Ernährungsumstellungen vermeiden bzw. mit dem behandelnden Arzt abklären. t Auf die pünktliche Einnahme des Gerinnungshemmers in der verordneten Dosis achten. t Regelmäßige Blutkontrollen (INR-Wert) durchführen lassen und protokollieren. t Antikoagulanzienpass immer bei sich führen. t Weitere Medikamente nur in Absprache mit dem Arzt nehmen.

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CT Arzneimittel: Gesundheit gut und günstig Ein Spezialist unter den Generikaherstellern ist das Berliner Traditionsunternehmen CT Arzneimittel. 1917 gründeten ein Apotheker und ein Kaufmann eine Arzneimittelgroßhandlung mit dem Ziel, die Bevölkerung schnell, effizient und umfassend mit Medikamenten zu versorgen. Rasch folgte die eigene Arzneimittelproduktion. Von Anfang an mit dabei: der beliebte Tussamag® Hustensaft. Seit über 20 Jahren hat sich CT Arzneimittel auf die Herstellung von Generika spezialisiert. Die Philosophie: erstklassige Qualität zu günstigen Preisen. Dass CT in puncto Qualität und Sicherheit ganz weit vorn liegt, beweist auch die freiwillige Zertifizierung nach der internationalen Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001:2000 – im Sinne einer optimalen Kundenorientierung. 10


Wissen ist die beste Medizin Neben der Herstellung und dem Vertrieb qualitativ hochwertiger und gleichzeitig günstiger Medikamente hat es sich CT Arzneimittel zur Aufgabe gemacht, Patienten, Ärzte und Apotheker mit kompetenten und wertvollen Informationen rund um Krankheiten und deren Behandlungsmöglichkeiten zu versorgen. CT hält deshalb für Sie noch weitere Broschüren bereit, die Sie kostenlos bei uns anfordern können: CT Arzneimittel GmbH Lengeder Straße 42 a, 13407 Berlin Fax: 0800 - 409 00 80-94 E-Mail: bestellservice@compliance-ct.de

Unsere aktuellen Themen: t t t t t t t t t t t t

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Soziales Engagement der CT Arzneimittel GmbH

Wer sich für traumatisierte Opfer einsetzt, steht vor besonderen Herausforderungen – ganz gleich, ob häusliche Gewalt, eine andere Gewalttat oder eine Katastrophe das Trauma ausgelöst hat. Viele Ärzte und auch Apotheker in Deutschland stoßen bei ihren Bemühungen zu helfen an ihre Grenzen. CT Arzneimittel engagiert sich daher seit 2004 für die Catania gemeinnützige GmbH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Versorgung und Betreuung traumatisierter Opfer zu verbessern. Jeder Verkauf und jede Verordnung eines Präparates von CT Arzneimittel unterstützt dieses Engagement.

SAP 134956 | Stand 06/08

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