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CSS MAGAZIN 2 / 2017

Gesund und gut versichert – 26 Fragen und Antworten

Wie macht Wandern Spass? FRAGE 03

Melonen – gesundes, erfrischendes Gemüse? FRAGE 20

Hilft mir denn niemand? FRAGE 24

DOSSIER

Wie viele Gesichter hat der Humor?


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Liebe Leserin, lieber Leser Wann haben Sie letztmals gelacht? Gerade eben? Dann dauert es statistisch gesehen 48 Minuten, bis es wieder so weit ist – dies unter der Annahme, dass Sie acht Stunden schlafen und sich Ihr Lachen auf die übrigen sechzehn Stunden verteilt. Gemäss Wissenschaftern lacht nämlich eine erwachsene Person zwanzigmal am Tag. Viel zu selten, wenn man bedenkt, welche positiven Effekte das Lachen auf unser Umfeld und vor allem auf uns selber haben kann. Welche dies sind, das beschreiben wir im Dossier des vorliegenden Magazins, das wir dem Thema Humor gewidmet haben. Übrigens: Die zwanzig Lacher eines erwachsenen Menschen stehen in keinem Verhältnis zu den zahlreichen Lachern, die bei Kindern gezählt werden. Angeblich soll nämlich ein Kind jeden Tag rund 400-mal lachen. Da können wir uns noch ein gutes Stück abschneiden. Wir sollten also vermehrt wieder zum Kind werden – gerade weil es im Alltag oft nicht viel zu lachen gibt. Oder vielleicht doch? Roland Hügi Chefredaktor

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Ausgabe 2 | 2017

Titelbild: Cortis & Sonderegger | Thomas Zimmermann, Karikatur: David Müller

FRAGE


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Was steckt drin? LEISTUNGEN & ANGEBOTE

DOSSIER: DER HUMOR

ERNÄHRUNG & BEWEGUNG

01 Wie kann ich die CSS erreichen?

04 Von Kindern lernen?

03  Wie macht Wandern Spass?

02 Ab in die Ferien?

05 Machen Kichererbsen lustig?

11 Apotheke statt Arzt?

06 Echtes und unechtes Lachen?

14 Günstiger in die Badi?

07 Humor im Büro – wann macht Arbeit Spass?

16 Wer hilft auf der ganzen Welt? 08 Sind Clowns nicht mehr gefragt? 18 Trainieren, wo immer ich will?

13 Zwei Stunden nicht ins Wasser?

19 Brachliegendes Sparpotenzial?

15 Den Stromesel zähmen?

23 Wie lange aufbewahren?

20  Melonen – gesundes, erfrischendes Gemüse?

26 Wissen Sie es? 22 Essend glücklich werden?

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09 Lachen statt joggen?

POLITIK & WIRTSCHAFT

10 Wie viele Gesichter hat der Humor?

12 Nicht mehr nach Liechtenstein? 25 Offizielle Mitteilung: Die Prämien früher bezahlen?

GESUNDHEIT & VORSORGE 17 Was verlangt die Apotheke? 21 Kommt die grosse Plage? 24 Hilft mir denn niemand?

Adriano Heitmann | Patrick Ammann

Wer hat’s gemacht? Das CSS Magazin ist das Kundenmagazin der CSS Gruppe für die Versicherten von CSS, INTRAS und Arcosana. Es erscheint viermal jährlich in Deutsch, Französisch und Italienisch.

Unternehmen der CSS Gruppe: CSS Kranken-Versicherung AG, CSS Versicherung AG, INTRAS Kranken-Versicherung AG, INTRAS Versicherung AG und Arcosana AG Herausgeber, Redaktions­adresse: CSS Versicherung, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern

Telefon 058 277 11 11, Fax 058 277 12 12, css.magazin@css.ch Redaktion: Roland Hügi (Chefredaktor) Redaktionskommission: Samuel Copt, Judith Dissler, Roland Gisler, Franziska Guggisberg, Esther Hashimoto, Helena Mettler, Bruno Schmid Redaktion CSS Exklusiv: Diana Bruggmann Ständige Mitarbeit: Vera Sohmer Konzept: Infel Corporate Media, Zürich Gestaltung, Produktion: Niki Bossert, Silvia Tschümperlin

Ausgabe 2 | 2017

Gesamtauflage: 780 000 Exemplare Druck: swissprinters AG, Zofingen Papier: Novapress Silk, FSC Mixed Sources CSS Magazin online: blog.css.ch Copyright: Nachdruck nur mit Quellenangabe Hinweis: Bei redaktionellen Beiträgen über Versicherungsprodukte gelten jeweils ausschliesslich die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB). Nur Texte, die als offizielle Mitteilung gekennzeichnet sind, haben rechtsverbindlichen Charakter.


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Ab in die Ferien? Ferien sind schön – und können ganz schön teuer werden, falls etwas passiert. Mit einer Reiseversicherung ist man stets auf der sicheren Seite. Text: Luc-Etienne Fauquex

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Endlich Ferien! Den Alltag hinter sich lassen. Zwei Wochen Sonne und Strand geniessen. Doch manchmal kommt alles anders: Ein Unfall, eine Erkrankung oder ein Diebstahl vermiesen die gute Laune. Plötzlich laufen die Kosten aus dem Ruder. Hier hilft eine Reiseversicherung. Es braucht nur wenige Klicks auf der Website der CSS – und schon können Sie mit einem sicheren Gefühl in die Welt aufbrechen.

Ein umfassender Reiseschutz

FRAGE Doch braucht es überhaupt eine Reiseversi- Bei einem Unfall cherung? Die Grundversicherung deckt können die Notfälle zwar auch im Ausland. Der Schutz Kosten aus dem gilt jedoch nur beschränkt. So erfolgt in Eu- Ruder laufen. ropa die Kostenerstattung stets nach dem Recht des jeweiligen Landes. Zum Beispiel übernehmen Patienten in Frankreich 30 Prozent der Kosten, wenn sie einen Arzt oder ein Spital für eine ambulante Behandlung aufsuchen. In solchen Fällen bietet eine Reiseversicherung der CSS einen umfassenden Schutz an. Gar noch teurer können Notfallbehandlungen ausserhalb von EU-Staaten (sowie in Island, Norwegen und Liechtenstein) sein. Die Krankenversicherung zahlt höchs- Einfach und individuell tens das Doppelte der Kosten, die in der Schweiz angefallen Die Reiseversicherung der CSS richtet sich nach Ihren Bewären. Das reicht selten. Schon ein paar Stunden im dürfnissen. Sie zahlen nur für Leistungen, die Sie wirklich Spital können ein Vermögen kosten, etwa in brauchen, etwa für den Schutz vor hohen Spitalkosten, AnnulAustralien, Brasilien oder den Vereinigten lationen oder Rechtsstreitigkeiten. Zudem bestimmen Sie die Dauer der Versicherung. Haben Sie vor, im kommenden Staaten. Jahr nur einmal zu reisen? Dann können Sie sich für die Dauer von 17 oder 31 Tagen versichern. Wenn Sie mehrere Auslandaufenthalte planen, lohnt sich eine Jahresversicherung. Gemäss einem Vergleich des unabhängigen Schweizer Instituts für Qualitätstests (SIQT) vom Februar 2017 ist der Internetauftritt der CSS hinsichtlich Transparenz und Komfort sehr gut. Den ersten Platz belegt die CSS ausserdem in der Kategorie der Versicherungstarife für einzelne Reisen. Auf der Website der CSS können Sie die Versicherung bis unmittelbar vor der Abreise abschliessen. Wünschen Sie eine persönliche Beratung? Die CSS-Agentur in Ihrer Nähe informiert Sie gerne, welche Leistungen sich für Sie lohnen. In beiden Fällen gilt: Sie können ohne Sorgen in die Ferien.

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www.css.ch/reisen Ausgabe 2 | 2017

Ruslan Dashinsky, iStock | Floortje, iStock

FRAGE


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Über Stock und Stein in der freien Natur: Wandern macht Spass und ist gesund.

Kostenlos Die Broschüre «Über alle Berge» und die Karte «Hütten der Schweizer Alpen» können Sie kostenlos unter www.css.ch/club/sac

Wie macht Wandern Spass? Lust auf Berge und Hüttenromantik? Die neue Broschüre «Über alle Berge» wartet mit zahlreichen Tipps rund ums Wandern auf.

Patrick Ammann

Text: Luc-Etienne Fauquex

Beim Wandern die schöne Aussicht bestaunen – das ist Kindern egal. Spannend ist das Murmeltier, das in der Ferne pfeift. Oder der Ameisenhaufen am Wegrand. Kinder wollen etwas erleben. Das weiss auch die CSS-Versicherte Andrea Federer: «In einer Hütte zu übernachten – das Eine neue Broschüre war für unsere Kinder Angibt Tipps rund sporn, die Wanderschuhe ums Wandern. zu schnüren.» Die Familie wanderte von der Göscheneralp Richtung Bergseehütte. «Auf dem letzten Stück ging es zwar steil nach oben. Aber mit dem Ziel vor Augen haben unsere Kinder, Kai und Dylan, den Hang bezwungen.» In der Hütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) angekommen, genoss die Familie schon bald ein leckeres Abendessen, inklusive Kuchen zum Dessert. Ausgabe 2 | 2017

In einer immer hektischer bestellen – oder in der CSS-Agentur in Ihrer werdenden Zeit sucht der Nähe beziehen. Mensch nach Ausgleich. Die CSS möchte ihre Versicherten dabei unterstützen. Daher animiert sie ihre Kundinnen und Kunden als offizielle Haupt- und Gesundheitspartnerin des SAC, sich in die schöne Bergwelt zu begeben, einen erlebnisreichen Hüttenaufenthalt zu geniessen und mit dem Wandern etwas für die Gesundheit zu tun. CSS-Versicherte übernachten in hundert SAC-Hütten zu günstigeren Tarifen, nämlich zu SAC-Mitgliederkonditionen. Die Bandbreite der SAC-Hütten reicht vom schlichten Biwak auf 3500 Meter über Meer bis zum einfachen Gasthaus mit lokalen Spezialitäten auf der Speisekarte. «Wir erlebten die Bergseehütte als sehr kinderfreundlich», erzählt Andrea Federer, die das CSS-Angebot nutzte. «Vor dem Abendessen machten wir uns auf die Suche nach einem versteckten Kristall: Wir hatten vom Hüttenwart die entsprechende Schatzkarte erhalten.» Die meisten Hütten verfügen ausserdem über Gesellschaftsspiele und eine kleine Bibliothek.

Über alle Berge Wer gerne wandert, findet in der Broschüre «Über alle Berge» zahlreiche Tipps rund um die Themen Reiseplanung, Wandern und Übernachtung. Die Broschüre macht Vorschläge für Wandererlebnisse und bietet eine Auswahl an Hütten, an denen sowohl Familien als auch erfahrene Alpinisten ihre Freude finden. Nützlich ist auch die Karte «Hütten der Schweizer Alpen». Sie gibt einen Überblick über alle SAC-Hütten und viele andere Berghütten in der Schweiz. Also: Hütte wählen, Datum reservieren und los geht’s – dem unvergesslichen Hüttenerlebnis steht nichts mehr im Wege.


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Der Humor FRAGE 04   –10

Cortis & Sonderegger

DOSSIER

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Von Kindern lernen? Im Gegensatz zu Kindern sind Erwachsene Spassbremsen. Immerhin aber können wir das Lachen wieder lernen. Text: Vera Sohmer

DOSSIER FRAGE

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Kinder lachen angeblich bis zu 400-mal am Tag, Erwachsene nur noch 20-mal. «Wissenschaftlich sind diese Zahlen nicht eindeutig nachgewiesen», sagt Lachforscher und Psychoanalytiker Michael Titze. Klar ist jedoch: Kinder sind emotionaler und damit grundsätzlich fröhlicher als Erwachsene. Sie haben einen unbefangeneren Zugang zur Welt. Tun das, was Lust verspricht – und meiden Dinge, die Unlust bereiten. Erwachsene hingegen haben gelernt, spontane Gefühle zu unterdrücken – und Lachen ist eine spontane Äusserung.

Wie man es wieder lernt? Sich das innere Kind zum Vorbild nehmen, dessen unmittelbare Spielfreude. Michael Titze legt es all jenen nahe, die sich zu viele Gedanken machen und alles richtig machen wollen. Die befürchten, unangenehm aufzufallen oder sich Bei jungen Männern zu blamieren. Wer dafür ist es cool, keine ein gutes Trainingsumfeld Miene zu verziehen. sucht, kann sich einem Lach-Club anschliessen, von denen es in der Schweiz einige gibt (www.humor.ch/ lachclubs/mainlachclubs). Teilnehmer berichten, dass sich die anfängliche Verkrampftheit nach einer Weile löst und sich bald ein Lachen einstellt, das einen alles vergessen lässt. So wie früher als Kind.

DOSSIER FRAGE

Resistente Männer Diese Selbstkontrolle sei der Grund dafür, warum sich Erwachsene – im Gegensatz zu Kindern – nicht mehr ohne Weiteres vom Lachen anderer anstecken lassen. Männer sind hier besonders resistent. Sie werden noch immer so sozialisiert, dass sie ihre Gefühle zu beherrschen versuchen. Unter männlichen Jugendlichen gilt es deshalb als besonders cool, keine Miene zu verziehen. Dabei täte das Lachen auch ihnen gut.

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Stuart Minzey, Gettyimages

Machen Kichererbsen lustig? Kichererbsen haben nichts damit zu tun, dass ihr Genuss lustig machen würde. Dass die Kichererbse – sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler – so heisst, hat sie ihrem lateinischen Namen «Cicer» zu verdanken. Dieser hat sich im Laufe der Jahrhunderte auch in der deutschen Sprache in leicht veränderter Form etabliert. Es gibt also nichts zu kichern. Erst recht nicht, wenn jedes Kicherböhnchen ein «duftendes» Tönchen erzeugt – was alles andere als lustig ist. Kichererbsen sind besonders reich an wertvollen Proteinen, Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Hauptanbaugebiete sind unter anderem Indien, Australien und Pakistan.

Erwachsene lachen 20-mal, Kinder aber 400-mal täglich.

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DOSSIER FRAGE

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auch wenn das Gegenüber unsympathisch ist und dessen Witze mitnichten komisch sind. Gelächter kann Ausdruck von Angst, Nervosität oder Verlegenheit sein. Und manchmal stecken Aggression, Häme und Schadenfreude dahinter. «So betrachtet ist es ein Trugschluss, anzunehmen, viel Lachen produziere automatisch mehr Glück», sagt Jenny Hofmann vom Psychologischen Institut der Universität Zürich.

Achtzehn Arten, zu lächeln Verhaltensforscher kennen achtzehn verschiedene Arten des Lächelns. Das beschriebene «American Smile» gehört dazu. Ernüchternd: Nur eine dieser Varianten ist echt, nämlich Ausdruck dafür, dass uns etwas wirklich erheitert. Immerhin lässt sich das eine Wahre von den anderen unterscheiden: Neben dem gros­sen Jochbeinmuskel der Mundregion wird dabei gleichzeitig in beiden Gesichtshälften der äussere Augenringmuskel Wer lacht, geht aktiviert. Es entstehen die typi- zufriedener schen «Krähenfüsse». Daher die durchs Leben. Aussage, das Lächeln habe die Augen erreicht. Willentlich lässt sich dieser Augenringmuskel praktisch nicht kontrollieren – es sei denn, jemand ist ein guter Schauspieler. In den Gesichtern der Menschen zu lesen, gehört zu Jenny Hofmanns Forschungsarbeit. Sie entdeckt dadurch Diskrepanzen zwischen dem, was Probanden sagen, und dem, was sie empfinden. Beispielsweise bei einem Humortest und der Frage: «Können Sie über sich selbst lachen? Auch dann noch, wenn Sie hohem Stress ausgesetzt sind?» «Klar», kreuzen viele im Fragebogen an. Doch ein eindeutiges Ergebnis bringt erst die Mimikanalyse.

Echtes und unechtes Lachen? Glücklich ist, wer viel lacht – von wegen. Menschen tun es aus ganz verschiedenen Gründen. Woran das echte Lachen zu erkennen ist. Text: Vera Sohmer

Amerikaner sind geübt im Lachen. Um es zu verstärken, zeigen sie viele Zähne. Und aktivieren im Gesicht besonders viele Muskelgruppen. Schnell schliesst man daraus, es handle sich um aufgestellte Menschen – und in den USA gebe es besonders viele davon. Das Beispiel zeigt: Lachen kann ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen. Es soll eine bestimmte Wirkung erzielen, etwa Optimismus. Wir lächeln zur Begrüs­ sung und zum Trost. Um Wohlwollen bei Kunden auszulösen. Uns einzuschmeicheln, Ausgabe 2 | 2017

David Gould Saphire, F1online

Verhaltensforscher kennen achtzehn verschiedene Arten des Lächelns.

Grundlage zum Glücklichsein Und diejenigen, die sich ein – wahres – Lachen abgewinnen, gehen glücklicher durchs Leben? «Zumindest sind sie zufriedener und verfügen über bessere Strategien, sich in einer misslichen Lage zu helfen», sagt die Psychologin. Und das ist schon mal eine gute Grundlage fürs Glücklichsein und Gesundbleiben (siehe Artikel «Lachen statt joggen?»).


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Humor im Büro – wann macht Arbeit Spass? Wer Humor hat und gerne lacht, ist leistungsfähiger und gesünder. Humor im Büro fördert die Belastbarkeit der Mitarbeitenden und wirkt sich positiv auf deren Befinden aus. Text: Franziska Jans Bachmann

Gemäss Job-Stress-Index 2016 der Gesundheitsförderung Schweiz fühlt sich jeder vierte Mitarbeitende gestresst. Der entsprechende Produktivitätsverlust beläuft sich für die Arbeitgeber auf rund CHF 5,7 Milliarden pro Jahr. Der wahrgenommene Leistungsdruck und die Beschleunigung in der Arbeitswelt dürften dazu führen, dass diese Zahlen gar noch steigen werden. Humor und Lachtraining können helfen, Belastungssituationen zu reduzieren. Ein solcher Perspektivenwechsel ermöglicht die nötige Distanz, um die Dinge neu anzugehen. Lachen verbindet Wenn wir herzhaft lachen, wird und fördert der ganze Körper erfasst, mehr die Kooperation als hundert Muskeln sind beteiim Team. ligt: Der Kreislauf wird angeregt, die Bronchien weiten sich, die (Muskel-)Zellen werden mit Sauerstoff versorgt und die Muskeln entspannen sich. Zudem kommt es im Gehirn zu einer Ausschüttung verschiedener Hormone wie Dopamin oder Serotonin, des Glückshormons. Stresshormone wie Adrenalin und Cortison werden vermindert ausgeschüttet. Humor animiert uns zudem, andere Teile des Gehirns zu gebrauchen, einfallsreicher, kreativer und intelligenter zu handeln, andere Herangehensweisen zu testen und neue Lösungswege zu finden. DOSSIER FRAGE

Shironosov, iStock

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Lachen am Arbeitsplatz ist gut für das Wohlbefinden.

Wussten Sie… … dass es einen Begriff für die Wissenschaft des Lachens gibt? Gelotologie, die Lachforschung. Dazu gibt es an der Universität in Stanford eine Abteilung, welche die bislang unter-

Gemeinsam lachen ist gut fürs Team

schätzten Zusammenhänge zwischen

Lachen ist ansteckend, verbinLachen, psychischer und physischer det und fördert die KooperaGesundheit erforscht. tion im Team. Spannungen können abgebaut und das Arbeitsklima kann mit Humor gestärkt werden. Voraussetzung für ein humorvolles Arbeitsklima ist ein vertrauensund respektvoller Umgang untereinander. Eine solche Arbeitsumgebung bietet auch die Möglichkeit, über eigene Fehler zu lachen. Wesentlich ist, dass mit- und nicht übereinander gelacht wird.

Tipps für Führungskräfte • Befürchtungen, dass Lachen am Arbeitsplatz als kindisch oder unprofessionell erachtet werden könnte, hemmen die Mitarbeitenden. Deshalb hat die Führungsperson eine entsprechende Vorbildfunktion. • Eine Teamsitzung mit einer Erfolgsgeschichte eröffnen, um ein Lächeln oder gar ein befreites oder erlösendes Lachen zu provozieren. • Pausen humorvoll gestalten. • Ein freundliches Lächeln zu Beginn eines angespannten Mitarbeitergesprächs kann für eine angenehmere Atmosphäre sorgen.


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Können Sie über sich selbst lachen? Ja – vorausgesetzt, ich habe eingesehen, dass ich mich danebenverhalten habe, zum Beispiel stur war. Wenn ich dann über mich selbst lache, bin ich einen Schritt weiter, betrachte mein Verhalten mit dem nötigen Abstand.

Humor heisst, eigene Schwächen anzunehmen?

DOSSIER FRAGE

Vielleicht vor allem dies. Wer ist schon perfekt? Wenn ich beispielsweise die Autobiografien von Charlie Chaplin oder Grock lese, scheint mir fast, sie nahmen sich privat so wichtig, dass der Humor dabei verloren ging.

Sind Clowns nicht mehr gefragt? Komisch wird es dort, wo das Tragische mitschwingt, findet Clownin Gardi Hutter. Weshalb «nur lustig» langweilig ist. Und wir auch dann lachen, wenn es um Leben und Tod geht. Interview: Vera Sohmer

Gardi Hutter, wann haben Sie das letzte Mal Tränen gelacht? Beim Clown-Frauen-Festival in Paris. Nach den Auftritten gab es ein grosses Fest, wir haben ausgelassen getanzt. Und lagen irgendwann tatsächlich Tränen lachend auf dem Boden.

«Das Kostüm aus Schaumstoff ist mir eine Leibmaske geworden.» Gardi Hutter

Wenn Sie privat irgendwo auftauchen, bleibt kein Auge trocken? Das meinen die Leute oft, aber so ist es nicht. Lustige Situationen entstehen unerwartet, aus dem Moment heraus, es ist ein Hin und Her zwischen den Menschen. In Paris habe ich das so erlebt. Das Ganze bekam plötzlich eine eigene Dynamik, verschnellerte sich, spitzte sich zu, verkehrte sich ins Komische. Ich denke, dass es genau solche überraschenden Wendepunkte sind, die uns zum Lachen bringen. Auch wenn wir nicht immer erklären können, was genau der Auslöser dafür war. Ausgabe 2 | 2017

Ihre Bühnenfiguren sind keine strahlenden Heldinnen – und am Ende meistens tot. Warum finden wir das komisch? Viele Menschen fasziniert diese Mischung aus Komik und Tragik. Nur lustig ist irgendwann langweilig und platt. Nur tragisch schnell moralisch und pathetisch. Spannend ist es dazwischen: wo etwas ganz furchtbar ist, man sich ein Lachen aber dennoch nicht verkneifen kann. In meinen Stücken suche ich genau diese Emotion. Und am meisten freue ich mich, wenn Leute sagen: «Ich habe so gelacht, aber auch ein bisschen geheult.»

Ist da manchmal Schadenfreude im Spiel? Das spüre ich im Theater und bei den Zuschauern nie. Es ist eher die Erleichterung, selbst davongekommen zu sein. Denn etwas Schlimmes hätte auch mich ereilen können. Schadenfreude hiesse: Geschieht dir recht, dass es dir wehtut! Es wäre eine bittere und böse Reaktion und das Gegenteil von Humor. Denn der hat immer ein offenes Herz.

Wo haben Sie schon gedacht, das kann ich nicht zeigen, es ist zu brutal? Beim Stück «Die Schneiderin». Sie stirbt einen Abend lang mit einer Schere im Kopf. Zunächst hatte ich Bedenken. Aber dieses Bild ist so überraschend und kommt mit einer derartigen Wucht, dass die Lacher meistens da sind. Dennoch wollte ich bei den Aufführungen vorsichtshalber keine Kinder dabeihaben. Es waren dann doch welche da – und sie haben am lautesten darüber gelacht.

Wie erklären Sie sich das? Es ist hier ebenfalls ein Gefühlsgemisch, wie es Märchen früher bei uns ausgelöst haben. Bei diesen geht das Leichte und

Stephan Bundi

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ist das Ziel erreicht, aber sie haben sich nur wieder ein Stück mehr an den Abgrund manövriert. Dies eins zu eins zu erzählen, wäre natürlich alles andere als amüsant.

Was macht die schweren Stoffe leichter?

Lichte oft mit dem Dunklen und Gruseligen einher. Und doch hatte das Gruselige auch etwas, das wir suchten und liebten. Sich fürchten, aber im nächsten Moment befreit darüber lachen. Kinder sind zudem unbefangener als Erwachsene. Diese urteilen schnell einmal, worüber man lachen darf und worüber nicht.

Sind Märchen der Fundus, aus dem Sie schöpfen? Ja, sowie Mythologien und griechische Tragödien. Sie beschreiben die ganze Bandbreite an existenziellen Nöten und zeigen die bösen Seiten der Menschen. Diese zetteln Konflikte an, führen Kriege, stechen Konkurrenten aus. Und tun alles, um die eigene Haut zu retten. Manchmal glauben sie, jetzt

Wo hört für Sie der Spass auf? Da, wo Menschen diskriminiert werden. Weil sie schwarz sind oder arabischstämmig. Oder weil es sich um Frauen handelt. Klar bin auch ich eine Frau, über die sich andere lustig machen. Aber die Leute lachen darüber, wie sehr sich diese Figuren abstrampeln und wie absurd das manchmal ist. Etwa wenn sie Kopf und Kragen riskieren, um ihren angehäuften Reichtum vor Eindringlingen zu schützen. Oder partout nicht einsehen wollen, dass der Nachwuchs nicht ins Clownfach will und eigene Pläne hat.

Gardi Hutter wurde 1953 in Altstätten SG geboren. 1974 bis 1977 Ausbildung an der Schauspiel-Akademie Zürich, danach drei Gesellenjahre als Clownlehrling in Italien. Seit 1981 tourt die Clownin mit eigenen Produktionen.

Das scheint aktuell zu sein: Sind Clowns heute nicht mehr gefragt?

Sie gab bislang 3500 Vorstel-

Wie andere Berufsgruppen unterliegen wir Modeströmungen; gerade ist Comedy angesagt. Clowns kamen bei uns vor ungefähr vierzig Jahren auf. Ich hatte damals das grosse Glück, dass komische Frauen rar waren. Die Leute haben darauf gewartet. Vor etwa fünfzehn Jahren ebbte die Clown-Welle ab. In Südamerika hingegen ist sie wieder am Entstehen, deshalb führen mich meine Tourneen oft dorthin. Und wer weiss, vielleicht kommt die Welle bald wieder nach Europa.

auf vier Kontinenten – etwa

lungen in 32 Ländern in Brasilien, China, Russland und den USA. Gardi Hutter gilt international als das weibliche Vorbild für Clowntheater. Sie ist zudem Autorin mehrerer Bühnenstücke und Kinderbücher. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern lebt im Tessin. www.gardihutter.com

Sie bleiben sich seit fast vierzig Jahren treu – samt rundlichem Kostüm und roter Nase. Haben Sie je versucht, ohne zu spielen? Ja, ich wollte nicht mehr dick sein, aber es hat nicht funktioniert. Das Kostüm aus Schaumstoff ist mir eine Leibmaske geworden. Ich schlüpfe hinein und bin diese Figur. Auch allen anderen signalisiert es: Das bin jetzt nicht mehr ich. Meine Verkleidung habe ich in all den Jahren nur in Details verändert. In den Grundzügen handelt es sich noch immer um die «tapfere Hanna», mit der alles begann. Ausgabe 2 | 2017

www.gardihutter.com

Gardi Hutter machte auch schon mal den Nationalratssaal in Bern unsicher.

Die Überzeichnung und Verzerrung und der krasse Gegensatz zur Realität, wenn jemand einem grossen Idol nacheifert. Da will eine Waschfrau Jeanne d’Arc sein und wird das Ideal nie erreichen. Clowns und Komiker stehen nicht über der Sache, heben als Erzähler nicht den Zeigefinger und tun so, als wüssten sie alles besser. Sie stecken mittendrin in der Misere und führen uns ihr Scheitern vor Augen. Ich finde, das macht sie nicht nur komisch, sondern auch sympathisch.


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Lachen statt joggen? Lachen ist für die Gesundheit ebenso wertvoll wie Laufen, sagen Experten. Ein Grund mehr, öfter ausgelassen fröhlich zu sein. Text: Vera Sohmer

DOSSIER FRAGE

pixelfit, iStock

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«Die positiven Wirkungen des Lachens muss man ernst nehmen», sagt Mediziner und Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Erfreulicherweise finde in den Gesundheitswissenschaften und der Psychologie ein Umdenken statt. Nicht mehr nur das, was Menschen krankmacht, stehe im Fokus. Es wird wichtiger, was sie gesund hält und vor seelischer Belastung schützt. Lachen gehört dazu. Kein Wunder, gibt es dazu einen eigenen, noch recht jungen Forschungszweig: Die Gelotologie beschäftigt sich seit den 1960er-Jahren damit, wie sich das Lachen auf Körper und Seele auswirkt und wie es therapeutisch eingesetzt werden kann.

Lachen hat zahlreiche frappante Auswirkungen auf Körper und Geist.

Das Leben heiter betrachten

Vorbeugend gegen Krankheiten

Die Erkenntnisse halten vermehrt Einzug in Altersheime, Krankenhäuser und Reha-Kliniken. Dabei geht es nicht darum, dass Patienten um jeden Preis lustig sein müssen. Sie sollen lernen, das Leben augenzwinkernd und heiter zu betrachten, ihm etwas Positives abzugewinnen – trotz Niederlagen und Schicksalsschlägen. Solche humorbezogenen Ansätze können andere psychotherapeutische Verfahren sinnvoll ergänzen, heisst es bei HumorCare. Die Fachgesellschaft will die «wissenschaftlich orientierte Anwendung von Humor» in Beratung, Pflege und Therapie fördern und unterstützen. Und sich klar abgrenzen von unreflektierten Tendenzen. Denn Sarkasmus und Zynismus seien ebenso schädlich, wie jemanden lächerlich zu machen oder zu mobben.

Humor ist ein Therapeutikum für Kranke und Pflegebedürftige. Lachen wirkt aber auch vorbeugend gegen Krankheiten. Wer es oft und ausgiebig tut, lebe statistisch betrachtet länger, sagt Lachforscher und Psychoanalytiker Michael Titze. Die Wirkungen im Körper seien frappant: Lachen senkt den Blutdruck, baut Stresshormone ab und regt die Verdauungsdrüsen an. Es soll laut einer amerikanischen Untersuchung zudem gut sein für die Immunabwehr. Dafür gibt es eine spezielle Übung: das Reflexlachen. Man atmet dafür tief und intensiv ein – und wieder aus, kurz und stossweise. Titze empfiehlt es ein- bis zweimal die Woche für jeweils fünfzehn bis dreissig Minuten. Am besten geht es in einer Gruppe unter Anleitung. Weiterer Effekt: Wir schütten schmerzlindernde und euphorisierende Endorphine aus. Die Hormone lassen sich sonst nur selten im Blut nachweisen, beispielsweise nach längerem Joggen. Eine halbe Stunde herzhaftes Lachen am Stück hat demnach die gleiche Wirkung wie zwanzig Kilometer laufen. Es sei wie «Joggen im Sitzen», pflegte Gelotologie-Gründer William Fry zu sagen. Was freilich nicht heissen soll, dass man auf das Laufen verzichten sollte.

Lachen – wer es oft und ausgiebig tut, lebt statistisch gesehen länger.

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DOSSIER FRAGE

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Wie viele Gesichter hat der Humor? Text: Roland Hügi, Illustration: Rina Jost

Lachend abnehmen? Wer heftig lacht, kann innert zehn Minuten gegen fünfzig Kalorien verbrennen. Damit also eine ganze Tafel Schokolade «verbrannt» wird, braucht es eine ganze Stunde Gelächter. Wer nicht so viel zu lachen hat, kann auch eine Stunde joggen gehen. Das braucht etwa gleich viel Kalorien.

Kleinstmögliche Maske Es gibt Clowns, für die ist die rote Clownnase mit einem Stigma behaftet – schlicht weil es zu viele schlechte Clowns mit roter Nase gibt. Andere wiederum sind nie ohne rote Nase zu sehen, sozusagen die kleinste mögliche Maske, die ein Clown tragen kann. Einer von ihnen war der 2016 verstorbene Oleg Popov, der als einer der besten Clowns der Welt galt. «Als Mensch bin ich kontrolliert, mit Maske bin ich frei», sagte er in einem Interview.

Ansteckendes Lachen

Schwarzer Humor

Wer in einer Gruppe lachender Personen ist, beginnt mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls zu lachen. Der Grund dafür sind sogenannte Spiegelneu­ronen. Diese Nervenzellen im Gehirn sorgen – vereinfacht ausgedrückt – dafür, dass sich eine Stimmung, die wir beobachten, auf uns selber überträgt.

Werden Themen, die in der Regel ernsthaft angegangen werden sollten (wie zum Beispiel der Tod oder tragische Ereignisse), humoristisch abgehandelt, spricht man von schwarzem Humor. Oft wird die Stilform der Satire verwendet. Die Frage ist dabei stets: Wo hört Humor auf und wo fängt Geschmacklosigkeit an?

Vom Smiley zum Emoji Das Smiley, das lachende knallgelbe Gesicht, geht auf den amerikanischen Werbegrafiker Harvey Ball zurück. Er kreierte es im Jahr 1963 für eine Versicherungsgesellschaft. Ergänzt wird das Smiley seit einigen Jahren durch die sogenannten Emojis. Das sind all die kleinen Symbole, die wir täglich auf unseren Smartphones verwenden.

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Unser Humorzentrum Gemäss amerikanischen Wissenschaftern der University of Rochester besitzt der Mensch im vorderen Stirnlappen des Gehirns eine Art Humorzentrum. Was dann also hiesse, dass jeder Mensch Humor haben müsste. Was die Frage umso drängender werden lässt: Weshalb bloss haben so viele Menschen so wenig Humor?

Gelotophobie Es gibt Menschen, die haben panische Angst davor, ausgelacht oder lächerlich gemacht zu werden. Gelotophobie heisst diese Angst, die nicht selten darin wurzelt, dass eine Person in ihrer Kindheit häufig ausgelacht worden ist. Gelotophobiker meiden denn auch alle Situationen, in denen sie mit Gelächter konfrontiert sein könnten, und ziehen sich oft vollständig zurück.

Mit Humor geht’s länger Zwei der wichtigsten Essenzen für eine lange und glückliche Beziehung sind Humor und gemeinsames Lachen. Paare, die Humor in ihre Partnerschaft einfliessen lassen und immer wieder gemeinsam lachen können – auch über eigene Unzulänglichkeiten –, haben gute Chancen auf eine lange gemeinsame Zeit.

Gefährliches Dauerlächeln Wer von Berufes wegen stets lächeln muss, hat gute Chancen, krank zu werden. Das hat der deutsche Psychologe Dieter Zapf schon vor Jahren herausgefunden. Mögliche Folgen eines aufgesetzten Dauerlächelns können Kreislaufprobleme und Erschöpfung oder gar Depressionen sein. Dann doch lieber zwischendurch mal grimmig dreinschauen und dafür gesund bleiben …

Zwei «kindliche Wesen» Gerade für ältere Generationen waren Dick und Doof (alias Laurel und Hardy) das Komikerpaar schlechthin, das viele Menschen zu Lachstürmen hinriss. Die Website des Schweizer Fernsehens SRF erklärt die Beliebtheit der beiden so: «Sie sind nicht nur kindisch, sondern emotional glaubwürdige kindliche Wesen. Laurel ist ungefähr auf dem Entwicklungsstand eines Dreijährigen anzusiedeln.»

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Apotheke 11 statt Arzt? FRAGE

die in der Gesundheitspraxisversicherung (GPV) versichert sind und Kunde oder Kundin einer der drei Praxen sind, können am Versuch teilnehmen. Sie wurden alle persönlich angeschrieben.

Zuerst in die Apotheke

Inwiefern kann der Besuch in der Apotheke den Arztbesuch ersetzen? Dieser Frage geht die CSS derzeit in einem Pilotversuch im Kanton Zürich nach. Text: Roland Hügi

Eine Umfrage der CSS zeigt: Viele Versicherte wären bereit, bei gewissen gesundheitlichen Beschwerden zuerst die Apotheke und nicht gleich einen Arzt auf­zusuchen, so zum Beispiel bei Husten, Kopfschmerzen, Durchfall/ Verstopfung oder Fieber. Inwiefern die Versicherten ihren Worten auch Taten folgen lassen, testet die CSS derzeit im Grossraum Zürich mit dem Pilotprojekt «GPV PLUS». In den Versuch sind die drei mediX-Arztpraxen in Zürich Altstetten, am Stauffacher und in Dübendorf sowie zwanzig Amavita sowie Coop Vitality Apotheken involviert. Insgesamt über tausend CSS-Versicherte,

Das Prinzip ist einfach: Statt jeweils ihre Praxis aufzusuchen, haben die Versicherten die Möglichkeit, bei gesundheitlichen Problemen zuerst in eine von insgesamt zwanzig ausgewählten Apotheken zu gehen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Oft ist der Weg zur Apotheke näher als jener zum Arzt. Eine Anmeldung ist nicht nötig und viele Apotheken sind oft auch an Samstagen und Sonntagen geöffnet. Wie bei einem Arztbesuch ist auch in den teilnehmenden Apotheken die Vertraulichkeit gewährleistet, finden doch die Besprechungen in einem separaten Besprechungszimmer statt. Je nachdem wird der Fall direkt in der Apotheke abgeschlossen. Ist eine Überweisung an die Arztpraxis notwendig, wird noch in der Apotheke ein Termin vereinbart.

Arztpraxis ist immer im Bild

Im Gegensatz zu ähnlichen Modellen anderer Krankenversicherungen können die Versicherten im Pilotprojekt der CSS wahlweise den Arzt oder aber die Apotheke aufsuchen. Neu ist auch, dass die entsprechenden Informationen stets ausgetauscht werden. Ganz egal, ob es sich um eine Terminvereinbarung, eine Rezeptübermittlung oder um eine medizinische Information hanDie Vorteile liegen delt. Die versicherte Person auf der Hand: hat stets die Gewissheit, dass Oft ist der Weg zur ihre persönliche HausarztApotheke näher praxis immer auf dem aktuelals jener zum Arzt. len Stand ist und sofort Bescheid weiss, was in der Apotheke besprochen wurde. Das Patientendossier enthält immer alle wesentlichen Informationen – ein wichtiger Schritt hin zu einer integrierten Versorgung, bei der alle Beteiligten auf dem gleichen aktuellen Informationsstand sind.

FRAGE

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Nicht mehr nach Liechtenstein? Aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Schweiz und Liechtenstein konnten sich bis vor Kurzem Versicherte mit Wohnsitz in der Schweiz in Liechtenstein von einem Arzt oder Zahnarzt für gesetzlich versicherte Leistungen behandeln lassen. Nun hat das Bundesamt für Gesundheit diese Regelung angepasst. Neu können sich nur noch Personen in Liechtenstein behandeln lassen, die ihren Wohnsitz in den Kantonen St. Gallen oder Graubünden haben. Das Wahlrecht ist dabei auf Ärzte, die in die «liechtensteinische Bedarfsplanung» aufgenommen sind, und Zahnärzte beschränkt. Behandlungen bei anderen Leistungserbringern können nicht mehr vergütet werden.

Die Informationen dazu finden sich unter: blog.css.ch/liechtenstein

Ausgabe 2 | 2017


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Zwei Stunden 13 nicht ins Wasser? FRAGE

«Mindestens zwei Stunden darfst du nach dem Essen nicht ins Wasser!» Über Generationen hinweg wurde diese Baderegel Kindern und Erwachsenen eingetrichtert, wenn nach einem üppigen Mahl der Sprung ins erfrischende Nass lockte. Doch gilt diese meist unbeliebte Regel tatsächlich noch, und wie lauten eigentlich die übrigen Baderegeln, welche die SchweiAuf dem Blog zerische Lebensrettungsfinden Sie Gesellschaft erlassen hat?

alle wichtigen Informationen für einen ungetrübten Badetag.

Chev Wilkinson, Gettyimages

blog.css.ch/baderegeln

Ausgabe 2 | 2017


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Günstiger in die Badi?

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FRAGE

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Jahresabos für unbeschränkten

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der Schweiz eine willkom-

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der CSS.

versicherungen der Fall),

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Den Stromesel zähmen? Elektrobikes boomen. Dank Motorenunterstützung lassen sich Distanzen und Steigungen leichten Trittes überwinden. Der Ritt auf dem Stromesel ist allerdings nicht ganz ungefährlich. Text: Flavian Cajacob

FRAGE

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Jährlich werden in der Schweiz rund 60 000 Pedelecs (Pedal Electric Cycles) – oder ganz einfach E-Bikes – verkauft. Kein Verwendungszweck, für den es nicht das passende Modell gäbe: Citybikes und Trekkingbikes für den Alltag, Cargobikes und Klappräder für die Arbeit, Mountainbikes und Rennräder für den Sport. Der kleine Motor reduziert auf Knopfdruck den Kraftaufwand. Selbst schwere Steigungen werden so elegant gemeistert.

Power für Herz und Kreislauf Weniger Schweiss, mehr Spass, zusätzliche Mobilität. Neusten Studien zufolge fährt gerade die Generation «Best Ager» (also die über Fünfzigjährigen) auf die motorisierAusgabe 2 | 2017

ten Zweiräder ab. Einkäufe werden mit dem E-Bike erledigt, das Auto bleibt in der Garage. Das spart nicht nur Sprit und schont die Umwelt, sondern stärkt auch Herz und Kreislauf. Fit mit Motor? Da bleibt dem puristisch veranlagten Velofahrer der Isostar-Riegel im Hals stecken! Dass ein paar Kilometer ohne Antriebsunterstützung der Gesundheit weit förderlicher wären als mit «technischem Doping», ist zwar auch für Helen Ganguillet klar. Allerdings gibt die Ärztin von vivit, dem Kompetenzzentrum für Gesundheit und Prävention der CSS, gleichzeitig zu bedenken: «Lieber mit Motor als überhaupt nicht.» Inzwischen hat man nämlich herausgefunden, dass E-Bike-Piloten


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Mit und ohne Ausweis Elektrobikes gibt es • mit Tretunterstützung bis 25 km/h (Motorleistung maximal 500 Watt) und • bis 45 km/h (Motorleistung maximal 1000 Watt). Während für die leichtere Kategorie kein Führerausweis notwendig ist, wird

Vor allem ungeübte Fahrer für die sogenannten «Powerbikes» ein Ausweis werden häufig vom Vorwärtsder Kategorie M («Töfflidrang ihres Gefährts überausweis») und ein Kontrollrascht. «Mit einem E-Bike schild (wie beim Mofa) fährt man bei gleichem Kraftbenötigt – ebenso besteht aufwand deutlich schneller für die schwere Kategorie als mit einem herkömmliHelmpflicht. E-Bikes dürfen chen Velo», weiss Gianantonio ab 14 Jahren gefahren Scaramuzza, Experte für werden. E-Bikes bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). «Und das führt automatisch zu einem längeren Bremsweg.» Kommt es zu einem Crash mit einem anderen Fahrzeug, fallen die Verletzungen häufig gravierend aus. Betroffen sind primär Kopf und Brustbereich.

Fahrkurs empfohlen

dreimal häufiger in den Sattel steigen als Fahrer von herkömmlichen Velos. «Insofern gleicht sich der Fitnesseffekt langfristig in etwa aus», so Helen Ganguillet.

Westend61, Gettyimages

Wählen Sie die E-Bike-Kategorie, die Ihren Bedürfnissen und Fahrfähigkeiten entspricht.

Vorsicht vor Selbstüberschätzung Die Velos mit zuschaltbarer Motorenunterstützung sind praktisch und animieren sogar Bewegungsmuffel zur körperlichen Aktivität. E-Bikes sind gleichzeitig aber auch nicht ganz ungefährlich. Das zeigt ein Blick auf die Schweizer Unfallstatistik. Im letzten Jahr sind im Strassenverkehr neun Elektrobike-Fahrer ums Leben gekommen, hinzu kamen 201 Schwerverletzte. Unfallursache Nummer eins: Nichtbeherrschen von Gefährt und Tempo. Ausgabe 2 | 2017

Gefahr geht aber auch von den anderen Verkehrsteilnehmern aus. Diese bekunden mitunter Mühe, das Tempo der heranbrausenden E-Bikes richtig einzuschätzen. «Zudem haben Velofahrer generell eine viel schmalere Fahrkurse Silhouette als Autos, des- sind beliebt und halb werden sie auch später eignen sich wahrgenommen», betont vor allem für Gianantonio Scaramuzza. Neulenker. Umso wichtiger ist es, mit dem E-Bike auch tagsüber mit Licht zu fahren, helle Kleidung und natürlich einen Helm zu tragen. Verschiedene Organisationen wie der TCS, Pro Velo oder Pro Senectute bieten seit einigen Jahren Fahrkurse für E-Bikes an. Die sind äusserst beliebt und eignen sich besonders für Neulenker und Wiedereinsteiger. Damit der Ritt auf dem Stromesel zu einem ganz entspannten wird – und nicht zum letzten.


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Wer hilft auf der ganzen Welt? Mitten in der Ägäis hatte der CSS-Versicherte Luciano Arnold akute medizinische Probleme. Dank der Assistance der CSS und der Rega nahm jedoch alles ein gutes Ende. Text: Roland Hügi

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Es war um vier Uhr in der Früh – irgendwo zwischen Santorini und Korfu. Luciano Arnold erinnert sich noch gut an jenen frühen Morgen im Oktober 2016 auf dem Kreuzfahrtschiff Celestyal Crystal. Er erwachte mit Schmerzen im Brustbereich. «Wird wohl nichts Schlimmes sein», dachte er und drehte sich auf die andere Seite. Kurz danach begann der linke Arm zu kribbeln. Doch erst, als der Druck auf der Brust immer grösser wurde und er Mühe hatte, richtig zu atmen, realisierte Luciano Arnold, dass mit seinem Herz etwas nicht mehr stimmen konnte. «Langsam schwand mein Bewusstsein» – und im letzten Moment konnte er noch die Schiffsréception anrufen. Schon kurze Zeit später wurde er auf der schiffseigenen Krankenstation umsorgt. Er erhielt unter anderem ein Nitroglycerin-Präparat und erholte sich rasch wieder.

Im Spital auf Korfu

Mit dem Rega-Jet wurde Luciano Arnold (hier auf der Liege) aus Griechenland repatriiert.

Fallnummer und alles Notwendige wurde in die Wege geleitet. Unter anderem nahm die Assistance mit dem Spital und der Rega Kontakt auf, um eine mögliche Repatri­ ierung zu koordinieren.

Planmässig lief das Schiff wenige Stunden später den Hafen von Korfu an. Luciano Arnold wurde mit einem Taxi in eine Privat- Rückblick mit Schaudern klinik gebracht, um sich genauer untersu- Vorerst aber erlebte Luciano Arnold einige chen zu lassen. Die Resultate liessen keine Episoden griechischer Gastfreundlichkeit Zweifel offen: Die Herzkranzgefässe des und Herzlichkeit der andern Art. Kaum heute 65-Jährigen waren verstopft. Die hatte er den Hörer aufgelegt, wurde er auf Schwester legte ihm ein Formular vor, eine Bahre verfrachtet und in ein anderes das er unterschreiben sollte – und langsam Spital gefahren, wo er in einem schmuddebekam er es mit der Angst zu tun. «Ich ligen Sechserzimmer untergebracht wurde. wusste nicht, was auf dem griechischen Noch heute läuft ihm ein Schauder über Formular stand», sagt Luciano Arnold. Und seinen Rücken, wenn er an die damalige er hatte keine Ahnung, was weiter gesche- Situation denkt. Personal war kaum vor hen sollte. In diesem Moment fiel ihm ein, Ort. Sein Bettnachbar hustete die ganze dass er die Assistance-Nummer der CSS bei Nacht, ein anderer übergab sich, seine Frau sich hatte. Er rief in die Schweiz an – mit schrie nach dem Arzt und niemand kümErleichterung hörte er eine schweizerdeut- merte sich um die Patienten. «Es war fürchsche Stimme. Umgehend erhielt er eine terlich.» Er befinde sich hier in einer der Ausgabe 2 | 2017

«In diesem Moment war ich unsäglich froh um die Assistance und die Rega.» Luciano Arnold

Luciano Arnold

FRAGE


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Genau abklären Im Ausland gelten spezielle Bedingungen bezüglich

modernsten Herzkliniken Europas, eröffnete ihm der Arzt. «Ich werde Sie nun operieren und nach vierzehn Tagen werden Sie das Spital als gesunder Mensch wieder verlassen.» Luciano Arnold schaute ihn mit grossen Augen an und antwortete dezidiert: «Nein – hier macht gar niemand etwas an meinem Herzen!» Doch erst, als er drohte, die Polizei zu holen, liess sich der Arzt von seiner Absicht abbringen. Nach dem Motto «Schau doch selber» schmiss er Luciano Arnold die Krankenakte vor die Füsse und verabschiedete sich.

Mit der Rega nach Hause «In diesem Moment war ich unsäglich froh um die Assistance und die Rega», blickt der CSS-Versicherte zurück. Gemeinsam erledigten sie innert Kürze alle Formalitäten mit Spital und Behörden und koordinierten die Rückreise. Bereits nach wenigen Stunden flog der Rega-Jet nach Korfu und noch am gleichen Abend erfolgte die Rückreise. Luciano Arnold wurde umgehend

Versicherungsdeckung. Es ins Zürcher Triemlispital empfiehlt sich, diese vorgebracht. Dort erfolgten gängig abzuklären und bei weitere Untersuche und allfälligen Versicherungsdie Fachärzte setzten ihm lücken (limitierte Heilkosten, drei Bypässe ein. Heute Repatriierung etc.) nötigenfühlt sich Luciano Arnold falls eine Reiseversicherung wieder topfit. So fit, dass er abzuschliessen. Weitere mit seinem Brabham BT 36 hilfreiche Informationen wieder an historischen Forzum Thema «Leistungen mel-2-Rennen teilnehmen und Ausland» finden sich kann. Mit einem Schmununter zeln denkt er dann und www.css.ch/downloads wann an die Episode auf Korfu zurück. Trotz der gemachten Erfahrungen ist ihm die Lust auf fremde Länder nicht vergangen und bereits plant er die nächste Reise. Denn er weiss, dass er im Notfall dank der Assistance der CSS auf der ganzen Welt umgehend und unbürokratisch auf Hilfe zählen kann.

Notrufnummer +41 (0)58 277 77 77 (nach Anruf Taste 3 drücken)

Was verlangt die Apotheke? Wer in der Apotheke rezeptpflichtige Medikamente bezieht, bezahlt dafür zwei Pauschalen: den Medikamentencheck und den Bezugscheck. Hier eine kurze Erklärung der beiden Begriffe. Text: Roland Hügi

FRAGE

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Medikamentencheck Der Medikamentencheck ist die Entschädigung, die eine Apotheke unter anderem für die Rezeptkontrolle sowie die Informationen über die Anwendung und Einnahme verlangt. Der Medikamentencheck wird für jedes einzelne verschreibungspflichtige Medikament pro Abgabedatum verlangt und beträgt CHF 4.30. Werden vom gleichen Medikament zur gleichen Zeit Ausgabe 2 | 2017

mehrere Packungen bezogen, wird der Medikamentencheck nur einmal verrechnet. Sind aber auf einem Rezept verschiedene Medikamente verschrieben, gilt der Tarif für jedes einzelne Medikament.

Bezugscheck Eine weitere Entschädigung, welche die Apotheke von ihren Kundinnen und Kunden verlangt, ist der Bezugscheck. Diese Pauschale wird erhoben für das obligatorische Führen des Patientendossiers. Die Apotheke kann dank des Patientendossiers feststellen, ob sich die Medikamente von verschiedenen verschreibenden Ärzten vertragen. Zudem kann aufgrund der Häufigkeit der Medikamentenbezüge geprüft werden, ob die Einnahmevorschriften eingehalten werden. Auf Wunsch können auch selbst gekaufte rezeptfreie Medikamente im Patientendossier vermerkt werden. Für den Bezugscheck werden pro Bezug immer CHF 3.25 in Rechnung gestellt; er darf nur einmal pro Patient, pro Tag und pro Leistungserbringer verrechnet werden.


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FRAGE

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FRAGE

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Text: Roland Hügi

Immer mehr der jährlich rund 15,6 Millionen Rechnungen von Leistungserbringern treffen bei der CSS in elektronischer Form ein. An der Spitze liegen die Spitäler, die bereits weit mehr als 80 Prozent aller Rechnungen elektronisch überNur 45 Prozent der mitteln. Dank der digitalen Arztrechnungen Abwicklung kann die CSS erhält die CSS digital. Jahr für Jahr grosse Summen einsparen, die letztlich wieder den Versicherten zugutekommen. Ausgerechnet bei den Ärzten aber, die mit weit mehr als fünf Millionen Rechnungen pro Jahr das grösste Rechnungsvolumen generieren, harzt die Umstellung auf die digitale Rechnungstellung erheblich. Lediglich rund 45 Prozent der Ärzte und Ärztinnen zählen offensichtlich zur «digitalen Generation». Alle anderen reichen ihre Rechnungen wie vor Jahr und Tag in physischer Form ein, also via frankierten Brief.

CSS gar bis zu 100 Prozent der Kosten (Programm «Fitness»). Interessiert? Dann nichts wie los, NewMoove lässt sich während sieben Tagen kosten-

Brachliegendes Sparpotenzial? 2016 erhielt die CSS 5,5 Millionen Arztrechnungen. Fast die Hälfte davon noch immer auf Papier. Hier liegt ein grosses Sparpotenzial brach – für beide Seiten.

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Auch Ärzte würden sparen Die CSS schätzt, dass sie jährlich rund CHF 700 000 einsparen könnte, würden alle Ärzte auf die digitale Rechnung umstellen. Dieses Potenzial dürfte auf der Gegenseite gar noch einiges höher liegen angesichts des Umstandes, dass weder Papier noch Couvert, noch Frankatur nötig wären. Eine Umstellung auf die elektronische Rechnung würde zudem die Durchlaufzeiten verkürzen. Damit könnten die Rechnungen rascher beglichen werden. Gehört auch Ihr Arzt noch zur «Papier-Generation» und erhalten Sie als versicherte Person die Rechnungen noch immer per Post? Setzen Sie doch zu einem sanften Wink an und fragen Sie in der Praxis, ob die Rechnungen zum Vorteil aller nicht in elektronischer Form übermittelt werden könnten.

88 % Spitäler 80 % Apotheken 70 % Laboratorien 55 % Ärzte Quelle: CSS

Ausgabe 2 | 2017

Anteil elektronischer Rechnungen 2016


Melonen – gesundes, erfrischendes Gemüse? Melonen sind die Erfrischung an einem heissen Sommertag. Sie enthalten rund 90 Prozent Wasser und schmecken fruchtig-süss. Botanisch gesehen handelt es sich bei Melonen um Kürbisgewächse.

Merkmale einer reifen Melone • Stielansatz ist schrumpelig, leicht aufgerissen und bräunlich • Tönt dumpf beim Dagegen-

Text: Franziska Guggisberg

klopfen • Blassgelbliche Stelle bedeutet, dass die Melone

FRAGE

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Es gibt mehr als 500 verschiedene Melonensorten – grundsätzlich können aber zwei Gruppen unterschieden werden: die erfrischenden Wassermelonen und die süssen Zuckermelonen wie beispielsweise Honig-, Netz- oder Galiamelonen.

Wie gesund sind Melonen? Aufgrund des hohen Wassergehaltes sind Melonen kalorienarm. 100 Gramm Honigmelonen haben rund 50 Kalorien, halb so viel wie eine Banane. Noch weniger Energie liefert die Wassermelone, nämlich rund 30 Kalorien pro 100 Gramm. Die runde sommerliche Erfrischung enthält zudem viel Vitamin A und C und wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen. Importe aus fernen Ländern sind vermehrt mit Pestiziden belastet. Am besten die Melone also vor dem Schälen waschen, damit Giftstoffe, Bakterien oder Pilze erst gar nicht auf Messer, Finger oder Schneidunterlage gelangen.

Reif oder nicht?

kurz am Boden gelegen

Der vermeintliche Kenner hat und nicht unreif gepflückt wurde nimmt sich eine Melone he• Hohes Gewicht im Verraus und riecht am Blütenhältnis zur Grösse ansatz. Sieht professionell (für Fortgeschrittene) aus, ist aber keine zuverlässige Methode, um eine reife und süsse Melone herauszupicken. Honigmelonen riechen auch im reifen Stadium nach nichts. Der Drucktest eignet sich allenfalls bei dünnschaligen Sorten, wie es Galia eine ist.

Shestock, Blend Images, F1online

Woher kommt die Melone? Die Melone stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika. In der Kalahariwüste dienen die Kürbisgewächse immer noch als Durstlöscher. In den letzten Jahrhunderten haben sich die Melonen über Nordafrika bis nach Asien und Europa ausgebreitet. Während der Melonensaison zwischen Mai und September kommen die Kürbisgewächse, die wir hierzulande kaufen, aus Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich, der Türkei oder Israel. Geringe Mengen werden auch in der Schweiz angebaut. Manche Detailhändler verkaufen auch im Winter Melonen. Diese werden aus Südafrika oder Südamerika importiert, haben also einen langen Transportweg hinter sich.

Im Kühlschrank gelagert, verlieren Melonen ihren Geschmack oder nehmen das Aroma anderer Lebensmittel an. Ausgabe 2 | 2017


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Die Ambrosia-Pflanze dürfte in den kommenden Jahrzehnten zu einem grossen Problem werden.

Nicht mehr aufzuhalten

Kommt die grosse Plage? Ambrosia war in der griechischen Mythologie die Nahrung der Götter. Heute steht das Wort für eine aggressive Pflanze, die schon sehr bald vielen Menschen Probleme bereiten dürfte. Text: Roland Hügi

Eine einzige Ambrosia-Pflanze bildet 60 000 Früchte aus. Zudem bleiben die Samen bis zu vierzig Jahre keimfähig. Diese beiden Zahlen zeigen, wie schwierig es werden dürfte, einer Ausbreitung von Ambrosia Herr zu werden – auch wenn es sich um eine einjährige Pflanze handelt. Zu diesem Schluss kommt auch das Forschungsprojekt «Atopica», das von der Europäischen Union finanziert wird. Gemäss «Atopica» ist die Verbreitung in Europa bereits so weit vorangeschritten, dass ein komplettes Zurückdrängen der Pflanzen praktisch nicht mehr möglich sei.

Doppelt so viele Betroffene Wie dem vor Kurzem veröffentlichten Bericht des Projekts «Atopica» zu entnehmen ist, dürfte sich die Zahl der Menschen in Europa, die aufgrund von Ambrosia-Pollen unter Heuschnupfen leiden, bis 2050 mehr als verdoppeln: von derzeit 33 Millionen auf 77 Millionen. Künftig dürften also zahlreiche Menschen von einer Allergie betroffen sein, die heute noch keine Probleme haben. Den Grund für die rasante Ausbreitung der Allergien bis weit nach Nordeuropa sehen die «Atopica»-Forscher in erster Linie im Klimawandel.

FRAGE

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Sie sieht zwar nicht gar so schlimm aus. Die Pollen der Ambrosia-Pflanze (auch Traubenkraut oder Wilder Hanf genannt) allerdings haben es in sich. Noch vor wenigen Jahren eine Randerscheinung, breitet sich die Pflanze in ganz Europa rasant aus. Gefährlich ist Ambrosia vor allem deshalb, weil ihre Pollen hochallergen sind und allergische Reaktionen von Augen und Atemwegen auslösen, die nicht selten zu Asthma führen. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) reichen schon elf Ambrosia-Pollen pro Kubikmeter aus, um bei sensiblen Menschen Probleme zu verursachen. Nicht nur die hohe Allergenität, sondern auch der späte Blütezeitpunkt von Ambrosia ist für Allergiker fatal. Ambrosia beginnt nämlich genau dann zu blühen, wenn für Pollenallergiker in der Regel das Schlimmste vorbei ist, nämlich im August und September. Zu diesem Zeitpunkt fliegen die Gräserpollen nur noch in geringen Mengen. Ausgabe 2 | 2017

Im Internet finden sich zahlreiche Infos rund um das Thema Ambrosia, unter anderem auf www.ambrosia.ch www.pollenundallergie.ch

Dennis Kunkel, Prismaonline | Elena Elisseeva, Prismaonline

Pflanzen ausreissen Die einzige Möglichkeit, die weitere Ausbreitung von Ambrosia in der Schweiz zu verhindern (oder wohl eher zu verlangsamen), ist die Bekämpfung des invasiven Krauts. Die beste Methode ist das Ausreissen der Pflanzen. Allerdings sollten dazu immer Handschuhe getragen werden, können doch sonst Hautirritationen ausgelöst werden. Allergiker sollten auf jeden Fall die Finger von der hochallergenen Pflanze lassen.


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Essend glücklich werden? Sich glücklich essen – tatsächlich können bestimmte Lebensmittel die Stimmung heben. Text: Vera Sohmer

Jeder hat wohl seine Lieblingsglücksmacher auf dem Teller: Spaghetti mit selbst gemachter Tomatensauce. Hackbraten mit Kartoffelstock – wie früher bei Mama. Oder ein Stück cremige Geburtstagstorte. Lebensmittel, mit denen wir gute Erinnerungen und Gefühle verbinden, machen nicht nur satt, sondern auch wohlig und zufrieden. Was nach Angaben der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung zudem als gesichert gilt: Das «Glückshormon» Serotonin lässt sich durch die Ernährung beeinflussen. Nicht indem Das «Glückshormon» man Lebensmittel isst, in Serotonin lässt sich denen Serotonin vorkommt. durch die Ernährung Um es bilden zu können, beeinflussen. braucht der Körper die Aminosäure Tryptophan. Sie ist in der Regel in kohlenhydrathaltigen und gleichzeitig eiweissarmen Lebensmitteln enthalten, schreibt Biologin Andrea Flemmer in ihrem Buch «Mood-Food – Glücksnahrung». FRAGE

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Dimitri Otis, Gettyimages

Schokolade als Klassiker Pasta mit fettarmen Saucen, Kartoffeln oder Bananen zählen demnach zu guten Serotonin-Produzenten. Für zwischendurch sind Trockenfrüchte wie Datteln ideal. Als Klassiker der Seelennahrung gilt Schokolade. Zucker, Fett und Kakao sind die Zutaten, die den Serotoninspiegel im Gehirn ansteigen lassen. Hier gilt: Nicht gleich eine ganze Tafel verdrücken, sie ist eine Kalorienbombe. Und: Dunkle Sorten eignen sich besser als Milchschokolade. Der Biss in eine Chili­ schote – auch der kann happy machen. Capsaicin heisst der Wirkstoff, der auf der Zunge brennt wie Feuer. Auf diesen Schmerzreiz folgt ein Glücksempfinden, ausgelöst durch Endorphine. Man spricht vom «Pepper-High-Effekt». Fachleute raten darüber hinaus, regelmässig Fisch zu essen,

Der Biss in eine Chilischote – auch der kann glücklich machen.

insbesondere fette Sorten. Sie liefern Omega-3-Fettsäuren. Zu wenig davon ist möglicherweise ein Risikofaktor für Depressionen. Bei mieser Laune in eine Zitrone beissen hebt die Stimmung aber nicht. Beim Sprichwort «Sauer macht lustig» handelt es sich um einen Übersetzungsfehler. Früher hiess es, Saures macht «gelüstig», also Appetit.

Wie lange aufbewahren?

Grundversicherung fünf Jahre ab Rechnungseingang beim Patienten, in der Zusatzversicherung lediglich zwei Jahre ab Behandlungsende. Innert

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Ausgabe 2 | 2017

Die Serviceline der CSS erhält

dieser Fristen müssen die

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Versicherten ihre Rechnungen

gar Jahren – Anfragen von

an die Krankenversicherung

Versicherten, die Kopien von

einsenden und sie bewahren

Leistungsabrechnungen

die Rechnungen von Ärzten,

einfordern, die sie nicht mehr

Spitälern etc. sinnvollerweise

finden können. Um den

auch so lange auf. Am ein-

Aufwand dafür zu minimieren,

fachsten geht dies für Versi-

empfiehlt die CSS, entspre-

cherte, die auf dem Kunden-

chende Dokumente aufzube-

portal myCSS angemeldet

wahren. Die Fristen für die

sind. Hier sind alle eingereich-

Bezahlung von Arztrechnungen

ten Rechnungen der letzten

etc. durch den Krankenver-

fünf Jahre in elektronischer

sicherer sind unterschiedlich

Form archiviert.

geregelt. Sie betragen in der

www.css.ch/mycss


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Hilft mir denn niemand? In vielen Lebenslagen können gemeinschaftliche Selbsthilfegruppen eine wertvolle Unterstützung sein. Bei Selbsthilfe Schweiz laufen die Fäden zusammen. Text: Roland Hügi

Neu gegründete Selbsthilfegruppen

2016: 155 2015: 169 2014: 125 2013: 101 In der Schweiz gibt es total 2680 Selbsthilfegruppen. Quelle: Selbsthilfe Schweiz

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«Gemeinschaftliche Selbsthilfe: Der beste Weg, um sich selbst zu helfen.» So steht es auf einem Plakat in einem Büro an der Laufenstrasse 12 in Basel. Hier ist der Sitz von Selbsthilfe Schweiz, dem Dreh- und Angelpunkt aller Selbsthilfeorganisationen in der Schweiz. In ihrer Datenbank sind derzeit gegen 300 Themen erfasst, zu denen in der Schweiz eine Selbsthilfegruppe besteht, von A wie Achalasie (eine seltene Erkrankung der Speiseröhre) bis Z wie Zwillinge. Die Auflistung zeigt, dass es oft Menschen mit einer seltenen Krankheit sind, die sich in einer Selbsthilfegruppe zusammenschliessen. Aber auch die Stichworte Arbeitslosigkeit, Demenz, Migräne, Schule oder Tinnitus finden sich auf der Liste. Themen also, mit denen die meisten von uns direkt oder indirekt irgendeinmal in Berührung kommen.

Tipp

Wichtige Unterstützung im Alltag Doch welche Bedeutung hat die gemeinschaftliche Selbsthilfe in der Schweiz? «Zwar fristet die Selbsthilfe hinsichtlich der gesellschaftlichen und rechtlichen Anerkennung noch immer ein Mauerblümchendasein», sagt Sarah Wyss, die Geschäftsführerin von Selbsthilfe Schweiz. «Doch für die Menschen, die in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen sind, stellt die Selbsthilfe eine wichtige Unterstützung in einer schwierigen Lebenslage dar.» Sie belegt dies mit einer Studie, deren Resultate seit Kurzem vorliegen. Demnach sind heute in der Schweiz rund 2500 Selbsthilfegruppen aktiv, in denen sich rund 43  000 Frauen und Männer regelmässig austauschen. Sarah Wyss relativiert jedoch: «Im Vergleich zu Deutschland stecken wir in der Schweiz noch in den Kinderschuhen.» In unserem nördlichen Nachbarland existieren nicht nur zwei- bis dreimal so viele Selbsthilfegruppen wie hierzulande. Deren finanzielle Unterstützung ist auch – via Beiträge der Krankenversicherer – gesetzlich verankert.

Knappe Finanzen

In der Schweiz bieten verschiedene Selbsthilfeorganisationen Foren an, in denen sich Betroffene und Interessierte virtuell austauschen können. Viele der Foren sind in die Suchmaschine von Selbsthilfe Schweiz integriert. www.selbsthilfeschweiz.ch

Von solchen Verhältnissen ist die Schweiz noch weit entfernt. Zwar unterstützt die öffentliche Hand (unter anderem das Bundesamt für Sozialversicherungen, BSV) die Selbsthilfe in der Schweiz. Allerdings reicht dies lediglich, um minimale lokale Infrastrukturen zu unterhalten. In den schweizweit zwanzig Selbsthilfezentren stehen Ausgabe 2 | 2017


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gerade mal rund 21 Vollzeitstellen zur Verfügung, und auch die Selbsthilfe Schweiz als zentrale Dienst- und Koordinationsstelle ist mit lediglich 180 Stellenprozenten dotiert. Gleichwohl konnte in den vergangenen Jahren in der Schweiz viel bewegt werden – nicht zuletzt dank der klaren Aufgabenverteilung. Während die Selbsthilfe Schweiz die Vernetzung (zum Beispiel mit Gesundheitsorganisationen) fördert, berät und Lobbying betreibt, fungieren die regionalen Selbsthilfezentren als lokale Drehscheiben für die gemeinschaftliche Selbsthilfe in ihrem Einzugsgebiet. «Hier erhalten Personen, die Hilfe suchen, Unterstützung, ebenso solche, die selber eine Gruppe ins Leben rufen möchten», erklärt Sarah Wyss zwei der zentralen Aufgaben der lokalen Institutionen. Überall dort, wo in den vergangenen Jahren Zentren entstanden sind, hat dies eine erfreuliche Entwicklung ausgelöst. So wurden etwa in der Romandie und im Tessin nach dem Aufbau neuer Selbsthilfezentren innert Kürze Hunderte neuer Selbsthilfegruppen gegründet. Ein Umstand, der Sarah Wyss besonders freut, «denn Selbsthilfegruppen sind keine

FRAGE

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Jammer-Klubs». Vielmehr sei die Selbsthilfe ein ergänzender Ansatz zu den Interventionen von Fachpersonen wie etwa Ärzten oder Therapeuten. «In den Gruppen finden Selbsthilfe ist ein erBetroffene einen geeigne- gänzender Ansatz ten Resonanzraum und zu den Interventionen können sich mit Gleich- von Fachpersonen. gesinnten austauschen – sei es, indem sie sprechen oder auch bloss zuhören. Alle Betroffenen sind Expertinnen und Experten in eigener Sache und helfen sich so gegenseitig, individuelle Lösungswege zu finden.»

Die Prämien früher bezahlen?

Prämien neu im Voraus einzufordern. So will es auch Artikel 90 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV). Betroffen sind alle Versicherungsgesellschaften der CSS Gruppe. Das führt zu einer finanziellen Belastung, denn wer seine Prämien monatlich bezahlt, muss die Mai- und die Juni-Abrech-

Matthew Fox Photography, Gettyimages

OFFIZIELLE MITTEILUNG

Bis anhin waren bei der CSS

nung praktisch gleichzeitig

die Prämien für einen

bezahlen. Deshalb bietet

laufenden Monat immer erst

die CSS ihren Versicherten die

zum Monatsende fällig;

Möglichkeit, ihre Juni-

die Prämienabrechnung war

Prämienabrechnung in Raten

also nachschüssig. Nun

zu begleichen.

hat das Bundesamt für Geangewiesen, bei ihren Versi-

Mehr Informationen gibt es unter

cherten per Mai 2017 die

www.css.ch/umstellung

sundheit (BAG) die CSS

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Simmentaler Glücksmomente Das Chalet-Hotel Waldrand steht erhöht über Lenk an sonniger Südlage. Die grosse Parkanlage vor dem Hotel ist ein Tummelplatz für Gross und Klein. Die gemütlichen Zimmer sind mit Holz ausgestattet. Im Restaurant «Chupferchessi» mit knistern-

PREISFRAGE

dem Kaminfeuer werden

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die Gäste mit Produkten aus dem Simmental und aus dem eigenen Biogarten verwöhnt. Das reichhaltige Frühstücksbuffet ist bei Gästen sehr beliebt.

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Testen Sie Ihr Wissen und gewinnen Sie vier Übernachtungen für zwei Personen inklusive Drei-Gang-Abendmenü im Hotel Waldrand in Lenk.

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So nehmen Sie an der Verlosung teil Schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte und schicken Sie diese an folgende Adresse: CSS Versicherung, Kreuzworträtsel CSS Magazin, Tribschenstrasse 21, Postfach, 6002 Luzern. Oder schicken Sie uns ein E-Mail an css.raetsel@css.ch. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendeschluss ist der 16. Juli 2017. Lösung des Kreuzworträtsels 1 /2017: «EMOTIONEN»

Wir gratulieren dem Gewinner: René Heller, Volketswil

Ausgabe 2 | 2017


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Ausgabe 2 | 2017

Die Preise verstehen sich exklusive Versandkosten. Das Angebot ist gültig bis zum 6. August 2017 oder solange Vorrat. Diese Artikel sind von vivit, dem Kompetenzzentrum für Gesundheit und Prävention der CSS Versicherung, sorgfältig für Sie ausgesucht worden.


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Sommer, Sonne, Sonnenbrille Erfolgreich vertreibt die Lunetta AG seit über 65 Jahren ein modisches und exklusives Sortiment an Sonnenbrillen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Alle Brillen verfügen über 100 % UV-400-Protection für optimalen Sonnenschutz, so auch die bewährte Suvasol®-Augenschutz-Linse. www.css.ch/club/lunetta

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Knies Kinderzoo – «Zoo herzig»! Einzigartig ist der neue, spielerisch aufgebaute Informationsparcours über zwanzig verschiedene Tierarten und -rassen. Nebst den Klassikern wie Kamel-, Elefanten- oder Ponyreiten gehören die Seelöwenshow und das Rösslitram zu den beliebtesten Aktivitäten. www.knieskinderzoo.ch Rapperswil SG

Gratis 1 Eintritt für ein Kind gratis in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen • CSS-Versicherungskarte und ID oder Pass an der Kasse vorweisen • Eintritt Erwachsene: CHF 19 Eintritt Kinder (4–15 Jahre): CHF 6 • Keine Kumulation mit anderen Vergünstigungen Angebot gültig bis 31.10.2017

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Fun, Action und Erholung Das Alpamare ist der grösste überdachte KultWasserpark Europas mit einer Gesamtrutschstrecke von ca. 1800 Metern. Geniessen Sie nebst den einzigartigen Rutschen auch den Kinderbereich (0–8 Jahre) auf 200 m2 und lassen Sie sich in der Alpa-Therme, im Rio Mare oder in der Jod-Sole-Therme umsprudeln. Fühlen Sie, wie gut dies tut. www.alpamare.ch Pfäffikon SZ

Ausgabe 2 | 2017

25 % Rabatt auf den regulären Eintrittspreis (Tageskarte, Aufenthalt 4 Stunden) • Max. 4 Personen pro CSS-Versicherungskarte, bitte an der Kasse vorweisen • Angebot nicht gültig für den Kindertarif 0–5 Jahre • Keine Kumulation mit anderen Vergünstigungen Angebot gültig bis 22.12.2017


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Spannende Verfolgungsjagd Foxtrail, die spannende Schnitzeljagd für Familien, Freunde und Kollegen, macht die Stadt zur Spielwiese. Um die Spur nicht zu verlieren, müssen die Teilnehmer knifflige Rätsel lösen, geheime Botschaften entziffern und Codes knacken – erleben Sie zehn Schweizer Regionen und drei Schlösser auf neue Art!

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Auf alle Foxtrail-Buchungen Foxtrail unter www.foxtrail.ch reservieren. Bon zusammen mit der FoxtrailBuchungsbestätigung am ÖV-Schalter vorweisen. Kein Rabatt auf den optionalen Schlussapéro. Maximal ein Bon pro Buchung einlösbar. Rail Bon Pay-Serie: 0217 0000 0728 Gültig auf alle Online-Buchungen bis zehn Personen, letztes Startdatum 31.12.2017 (ausgenommen

www.foxtrail.ch

Schlossfoxtrails im Revier Aargau)

Foxtrail: Aargau, Basel, Bern, Jura, Lausanne, Lenzerheide, Lugano, Luzern, St. Gallen, Thun, Zürich

Hüttenerlebnis Die mit einzigartigem Charme und Ambiente erfüllten SAC-Hütten bieten aktive Erholung an frischer Bergluft und schmackhafte Gerichte aus der Hüttenküche. Planen Sie Ihr nächstes Hüttenerlebnis mit der neuen Broschüre «Über alle Berge» sowie der Karte «Hütten der Schweizer Alpen». www.css.ch/club/sac

Angebot Übernachtung in rund hundert SAC-Hütten zu SAC-Mitgliederkonditionen •C  SS-Versicherungskarte bei Bezahlung in der Hütte vorweisen • Details zum Angebot und kostenlose Bestellung der Broschüre «Über alle Berge» sowie der Karte «Hütten der Schweizer Alpen» unter www.css.ch/club/sac Angebot gültig bis 31.12.2018

Besser sehen mit MrLens.ch Bestellen Sie jetzt Ihre Kontaktlinsen bei MrLens.ch. Nutzen Sie die attraktiven Angebote sowie den professionellen Kundenservice. Bei MrLens profitieren Sie von einem breiten Sortiment, unter anderem auch im Bereich Kontaktlinsen, zur Korrektur von Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit. www.mrlens.ch

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Ausgabe 2 | 2017


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arten Tagesk 1» «2 für ieren! Jetzt p

Schiff ahoi! Die Schweizer Schifffahrtsgesellschaften laden Sie auf Entdeckungsreise ein. Bewundern Sie auf Ihrer Fahrt ins Blaue Naturschönheiten wie atemberaubende Bergpanoramen mit schneegekrönten Gipfeln, liebliche Dörfer inmitten von Rebbergen, mittelalterliche Schlösser, Naturschutzgebiete mit einzigartiger Flora und Fauna. All dies sowie leckere Gaumenfreuden aus der Bordküche erwarten Sie auf Ihrer Schiffsreise. Auf geht’s. Kommen Sie an Bord und profitieren Sie vom Angebot CSS Exklusiv bei 13 teilnehmenden Schifffahrtsgesellschaften. Mehr Informationen zum Angebot und zu den Schifffahrtsgesellschaften finden Sie unter www.css.ch/club/vssu

13 teilnehmende Schifffahrtsgesellschaften Schaffhausen 6 5 1 Schifffahrtsgesellschaft Genfersee  Kreuzlingen 2 Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft  Basel Rheinfelden Romanshorn Greifensee Zürich 4 3 Schifffahrtsgesellschaft für den  Hallwil 7 Meilen Neuenburger- und Murtensee Rapperswil 9 Solothurn 4 Basler Personenschifffahrt,  10 Zug Biel/Bienne Quinten Luzern Rhein Basel -  Rheinfelden 2 Brunnen 8 5 Schweiz. Schifffahrtsgesellschaft  Neuchâtel 11 Untersee und Rhein Murten Flüelen 3 6 Schweiz. Bodensee-Schifffahrt 12  Brienz Thun Yverdon 7 Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee  Interlaken 8 Schiffsbetrieb Walensee  Lausanne 9 Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee 1  Montreux 10 Schifffahrtsgesellschaft für  Locarno Ascona Evian (F) Genève den Zuger- und Ägerisee Isole di Brissago 11 Schifffahrtsgesellschaft des  13 Gandria Lugano Vierwaldstättersees Campione (I) Morcote 12 BLS-Schifffahrt Thuner- und Brienzersee  13 Schifffahrtsgesellschaft Luganersee 

Verband Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen www.schweizer-schifffahrt.ch

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2 für 1 Zwei Tageskarten zum Preis von einer bei 13 Schifffahrtsgesellschaften Beim Kauf einer Tageskarte ist die 2. Tageskarte für den gleichen Tag und die gleiche Tarifklasse (1. oder 2. Klasse) gratis. Gültig am Kaufdatum bei allen Schifffahrtsgesellschaften (ausgenommen Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft, Zürichsee-Fähre HorgenMeilen AG, Schifffahrt Lago Maggiore). CSS-Versicherungskarte an der Kasse vorweisen, pro CSS-Karte max. eine Gratistageskarte erhältlich. GA von der Aktion ausgeschlossen, Halbtax-Abo gültig (ausser bei Schiffsbetrieb Walensee, Schweiz. Bodensee-Schifffahrt). Nicht kumulierbar. Angebot gültig auf allen fahrplanmässigen Kursen bis 31.10.2017 bzw. Saisonende der entsprechenden Schifffahrtsgesellschaft. Informieren Sie sich vorgängig über den Fahrplan.

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Wie viele Gesichter hat der Humor? CSS Magazin 02/17  

Gemäss Wissenschaftern lacht eine erwachsene Person 20 Mal am Tag. Viel zu selten, wenn man bedenkt, welche positiven Effekte das Lachen auf...

Wie viele Gesichter hat der Humor? CSS Magazin 02/17  

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