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CSSMAGAZIN Gesund und gut versichert – 31 Fragen und Antworten

Was muss ich über Diabetes wissen? Frage 19

Wer entscheidet, was bezahlt wird? Frage 28

Dossier:

Feriengenuss pur – was braucht es dazu? Frage 04–13


Kann man sich immer auf sein Glück verlassen? Liebe Leserin, lieber Leser Es gibt sie wirklich, die Glückspilze auf dieser Welt. Und ich darf mich dazuzählen. Zumindest wenn es um schönes Wetter während des Urlaubs geht. Entsprechend kreisten meine Gedanken beim Thema Ferien bis anhin sicher nicht um Krankheit oder Unfall. Und das war auch so, als ich mich an die Planung des vorliegenden Dossiers machte. Doch dank einer Arbeitskollegin habe ich zwischenzeitlich meine Einstellung revidiert. Sie erzählte mir die fast schon abenteuerliche Geschichte eines CSS-Versicherten, der während seines Urlaubs in Griechenland einen Herzinfarkt erlitt, als zeitgleich die Griechen streikten (Frage 11). Wie froh war der Patient, von einem tadellosen Versicherungsschutz zu profitieren. Wie froh war er, mit der Versicherungskarte Zugang zur notwendigen Behandlung zu erhalten, ohne zuerst in die Brieftasche greifen zu müssen. Heute denke ich: Gut reist, wer entsprechend versichert ist, denn es kann wirklich jeden treffen. Oder sehen Sie das anders?

Rita Bättig Chefredaktorin

Frage

01

Wie erreiche ich die CSS Versicherung? Bei Fragen zu den Produkten Die Beraterinnen und Berater unterstützen Sie gerne persönlich. Agenturfinder: www.css.ch/agentur Bei Fragen zu Leistungen und Rechnungen Die Serviceline hilft Ihnen von Montag bis Freitag, 8 – 18 Uhr, weiter. 0844 277 277 (Lokaltarif Festnetz Schweiz), info.serviceline@css.ch Für 24h Notfall und medizinische Beratung Die CSS ist für Sie da in Notfallsituationen und bei medizinischen Fragen während 24 Stunden an 7 Tagen die Woche. +41 (0)58 277 77 77 Bei Fragen für das CSS Magazin Allgemeine Leserfragen rund um die Themen Gesundheit und Versicherung beantwortet die CSS bei publizistischer Eignung im CSS Magazin. css.magazin@css.ch

Wer hat’s gemacht? CSS Magazin 2 | 2012 Das CSS Magazin ist das Kundenmagazin der CSS Gruppe für die Versicherten von CSS, INTRAS und Arcosana. Es erscheint viermal jährlich in Deutsch, Französisch und Italienisch. Gesamtauflage: 880 000 Exemplare Unternehmen der CSS Gruppe: CSS Kranken-Versicherung AG, CSS Versicherung AG, INTRAS Kranken-Versicherung AG, INTRAS Assurances SA und Arcosana AG. Herausgeber, Redaktionsadresse: CSS Versicherung, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern, Telefon 058 277 11 11, Fax 058 277 12 12, css.magazin@css.ch Redaktion: Rita Bättig (Chefredaktion), Eveline Franz (Abschlussredaktion) Ständige Mitarbeit: Silvia Weigel, Serge Hediger Redaktion CSS Exklusiv: Diana Bruggmann Konzept: Infel AG, Zürich Gestaltung, Produktion: Andrea Federer, Niki Bossert Redaktionskommission: Samuel Copt, Esther Hashimoto, Angela Jöhl, Sandro Mannino, Bruno Schmid Druck: swissprinters AG, Zofingen Papier: UPM Star, FSC Mixed Sources Copyright: Nachdruck nur mit Quellenangabe. Nur Texte, die als offizielle Mitteilung gekennzeichnet sind, haben rechtsverbindlichen Charakter.


Was steckt drin? Dossier Im Reisefieber 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13

Frage

05

Reiseimpfungen – wie muss ich vorgehen? Welche Versicherung gehört mit eingepackt? Wie halte ich mich über den Wolken fit? Wohin soll die Reise gehen? Sonnenschutz: sonnenklar, aber wie? Gibt es Schweizer Qualität zum Mitnehmen? Die Reiseapotheke – was muss mit? Was, wenn das Herz im Ausland still steht? Wie erkenne ich einen Sonnenstich? Was gehört in den Wanderrucksack?

Ernährung & Bewegung 03 Welche Sportarten entzücken meinen Rücken? 18 Die Melone – Gemüse oder Frucht? 22 Leben Vegetarier gesund?

Gesundheit & Vorsorge 16 17 19 24 26 29

Frage

20

Was steckt in unseren Köpfen? Wie alt werden unsere Kinder? Was muss ich über Diabetes wissen? Zeckenalarm – was nun? Was drückt mir da aufs Auge? Toxoplasmose: Untersuchung sinnvoll?

Politik & Wirtschaft 02 14 20 27 28

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Werden meine Globuli bezahlt? Wie stärkt Managed Care den Hausarzt? Wie wichtig ist die Putz-Equipe, Herr Marti? Was bringt DRG? Wer entscheidet, was bezahlt wird?

Leistungen & Angebote Frage

18

01 Wie erreiche ich die CSS Versicherung? 15 Wie kommt mein Insulin nicht «ins Schwitzen»? 21 Wie viele Sportarten kann ich in einer Nacht ausprobieren? 23 Wer erhält einen Leistungsfreiheitsbonus? 25 Wo finde ich die CSS-Spitallisten? 30 Wo melde ich meine neue Adresse? 31 Wissen Sie es?

Titelbild: strandperle


Frage

02 Fünf alternative Therapieformen sind seit 1. Januar 2012 für sechs Jahre wieder provisorisch in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen worden. Dabei handelt es sich um die anthroposophische Medizin, die Homöopathie, die Neuraltherapie, die Phytotherapie und die traditionelle chinesische Medizin. Die Leistungen werden jedoch nur vergütet, wenn die Behandlung von einem schulmedizinisch ausgebildeten Arzt mit entsprechender Zusatzausbildung angewendet wird. In den kommenden sechs

Jahren muss die Komplementärmedizin die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der fünf Therapieformen abschliessend beweisen, sollen die Methoden auch nach 2017 im Leistungskatalog der Grundversicherung bleiben. Die Alternativversicherung ist auch in Zukunft eine sinnvolle Ergänzung für Kunden, die von weiteren alternativen Heilmethoden Gebrauch machen möchten. www.css.ch/alternativ www.css.ch/myflex-alternativ

© ak123, Fotolia

Werden meine Globuli bezahlt?

Frage

03 Welche Sportarten entzücken meinen Rücken? Text: Karin Albisser

Der Rücken ist eines der komplexesten Systeme unseres Körpers. Er gibt ihm Stabilität, ermöglicht aber auch vielseitige Bewegungen. Da viele der auftretenden Rückenschmerzen muskulärer Natur sind, lohnt sich ein Rückentraining.

Sport regt nicht nur den Kreislauf an. Vielseitige Bewegungen trainieren den gesamten Rücken und stellen damit ein ideales Training dar. Neigt jemand zu Rückenschmerzen, ist von Sportarten, die ein Überstrecken der Wirbelsäule erfordern (beispielsweise Wurfbewegungen) oder mit Landungen wie nach einem Volleyballangriff verbunden sind, abzuraten. Bei Rückenbeschwerden ebenfalls nicht geeignet sind schwunghaft durchgeführte Bewegungen (beispielsweise Golfen). Lange nicht ausgeführte Sportarten sollen langsam angegangen werden – der Körper muss sich wieder daran gewöhnen. Zu den rückenschonenden Sportarten zählen Walken, Wandern, Velofahren in fast aufrechter Haltung, Inlineskaten, Klettern oder Schwimmen. Gezielt trainieren lässt sich die Rückenmuskulatur durch Kraftübungen, Rückengymnastik sowie Yoga oder Pilates. Eine korrekte Ausführung der Übungen bildet jeweils die Basis für das optimale Training.

Gesund: Mit regelmässigem Training Rückenbeschwerden vorbeugen CSSMAGAZIN 2 | 2012

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Schonung für einen gesunden Rücken war gestern. Heute gilt es, den Rücken durch genug Bewegung fit zu halten. Es bieten sich viele Möglichkeiten.


Dossier Im Reisefieber

04

Leser-Frage

Reiseimpfungen – wie muss ich vorgehen? Um den Urlaub geniessen zu können, sollte man sich frühzeitig über notwendige Impfungen informieren. Was es alles zu beachten gilt. Text: Rita Bättig, Bildmontage: CSS Grafik

Wer die schönsten Tage im Jahr unbeschwert geniessen will, tut gut daran, sich rechtzeitig mit dem Thema Impfungen auseinanderzusetzen. Für ausreichenden Schutz benötigen nämlich gewisse Impfungen über einen längeren Zeitraum mehrere Impfdosen. «Bei schweren Erkrankungen und komplizierten Reisen ist es sinnvoll, ein reisemedizinisches Zentrum oder einen Tropenarzt aufzusuchen, sonst reicht im Prinzip der Gang zum Hausarzt», erklärt Professor Johannes Blum vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel. Zur Erstbesprechung

gehören alle Impfausweise und eine Liste mit bestehenden Krankheiten sowie einzunehmenden Medikamenten mit. Ausser der Gelbfieberimpfung kann der Hausarzt alle Impfungen vornehmen. «Für Erstere braucht es eine spezielle Bewilligung, welche Tropenärzte und reisemedizinische Zentren haben», so Blum. Grundsätzlich gilt: Reisen unter einfachen Bedingungen und in Gebiete mit vermindertem medizinischem Angebot sowie Langzeitreisen erfordern einen Arzt mit reisemedizinischer Erfahrung. Reisen mit Kleinkindern, Kostenlose Impfberatung während der Schwangerschaft oder für CSS-Kunden: mit ernsthaften Erkrankungen sind +41 (0)58 277 77 77 mit zusätzlichen Risiken verbunden und bedürfen ebenfalls einer sorgfältigen Absprache mit einem Experten. www.swisstph.ch

Unbeschwerter Feriengenuss dank richtigem Impfschutz

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Dossier Im Reisefieber

Frage

05 Welche Versicherung gehört mit eingepackt? Wohin auch die nächste Reise führt, der richtige Versicherungsschutz gehört mit ins Reisegepäck. Was deckt die Grundversicherung? Und wo ist eine Zusatzversicherung sinnvoll? Text: Rita Bättig

Die Haustiere sind untergebracht, die Ersatzschlüssel für die Briefkastenleerung deponiert und das Reisegepäck ist beschriftet. Der schönsten Zeit im Jahr steht nichts mehr im Weg. Aber hat man wirklich an alles gedacht? Klar, ein plötzlicher Unfall oder eine unvorhergesehene Krankheit während des Urlaubs wünscht man niemandem. Sollte dieser Fall doch eintreten, ist man froh, sich noch zuhause um den richtigen Versicherungsschutz gekümmert zu haben.

Die Grundversicherung deckt nicht alles Denn, so schön die beliebten Reisedestinationen wie Amerika, Kanada oder Australien sind, so teuer sind auch deren Gesundheitssysteme. Die Grundversicherung kommt zwar weltweit für einen Teil der im Notfall entstandenen Kosten auf, aber nur maximal für das Doppelte dessen, was die gleiche Behandlung in der Schweiz im eigenen Wohnkanton gekostet hätte. Allfällige Selbstbehalte müssen gemäss Bestimmungen der Grundversicherung des Aufenthaltslandes direkt bezahlt werden. Bei Unfall und Erkrankung in der EU oder in einem EFTA-Staat sind die im Notfall entstandenen Leistungen analog zur Grundversicherung des Aufenthaltsstaates gedeckt. Die europäische Versicherungskarte (Rückseite der CSS-Versicherungskarte) berechtigt zur Kosten Übernahme der genannten Kosten durch die Krankenversicherung.

Grundsätzlich klingt das nach einem guten Schutz. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Spital-, Rettungs- und Transportkosten im Ausland oft so hoch sind, dass die Grundversicherung bei weitem nicht zur Deckung ausreicht. So lohnt es sich, vorhandene Lücken mit einer Ferien- und Reiseversicherung zu schliessen, um unliebsame finanzielle Folgen zu verhindern.

Individuell zusammenstellbarer Reiseschutz Die Ferien- und Reiseversicherung der CSS bietet drei Versicherungspakete an, die auf die persönlichen Reisebedürfnisse abgestimmt werden können. Die unlimitierte Deckung der Heilungskosten übernimmt zum Ortstarif alle notfallmässig anfallenden

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Frage

06 Wie halte ich mich über den Wolken fit? New York, München und Dubai innerhalb weniger Wochen. Das kann Körper und Kreislauf strapazieren. Folgende Tipps machen lange Flugreisen und das Angewöhnen an die verschiedenen Zeitzonen angenehmer: mehrmaliges Aufstehen, Umhergehen und Fussgymnastik während sowie Bewegung zwischen den Flügen helfen, die Blutzirkulation in den Beinen aufrechtzuerhalten. Aufgrund der trockenen Kabinenluft ist es wichtig, viel Wasser zu trinken (0,25 Liter pro Flugstunde) und auf Kaffee sowie alkoholische Getränke zu verzichten. Gegen Jetlag hilft bei Reisen in Richtung Osten, wenn man bereits während des Fluges schläft. Wer nach Westen fliegt, sollte wach bleiben.

Per Mausklick zum Ferienschutz Auf der CSS-Webseite kann bis unmittelbar vor der Abreise eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Ferienund Reiseversicherung abgeschlossen werden. Einfach Offerte einholen, die Versicherungsdeckung anpassen, Vertrag anfordern und bezahlen. www.css.ch/reisen

Frage

07 © istockphoto

Wohin soll die Reise gehen?

Kosten für Arzt, Medikamente oder Spitalaufenthalt. Ebenfalls gedeckt sind die Transportkosten in die Schweiz, Rettungsaktionen oder eine Besuchsreise für eine nahestehende Person an das Krankenbett, wenn der Spitalaufenthalt im Ausland länger als sieben Tage dauert (siehe Frage Nummer 11). Neben der Wahl eines passenden Versicherungspaketes können bei Bedarf zusätzlich eine Reisegepäck-, eine Annullierungskosten-Versicherung oder die Versicherung bei Tod oder Invalidität durch Unfall abgeschlossen werden. Und für Vielreiser lohnt sich der Abschluss einer Jahresversicherung. Bei Ablauf eines Jahres ohne Leistungsbezug kann zusätzlich von einem Leistungsfreiheitsrabatt von 10 Prozent profitiert werden. CSSMAGAZIN 2 | 2012

Die drei Nachbarländer Frankreich, Deutschland und Italien führten 2011 die Liste der beliebtesten Reiseziele von Herrn und Frau Schweizer an. Nach den fast ausschliesslich europäischen Ländern folgt Ägypten auf Rang 11 als beliebteste Reisedestination des schwarzen Kontinents. Thailand ist das meistbesuchDie Top-10-Reiseziele der Schweizer te asiatische Land und belegt 1. Frankreich Rang 13. Unter den Top2. Deutschland 20-Reisezielen verbuchten 3. Italien Grossbritannien, Griechen4. Spanien land, Ungarn und Portugal 5. Österreich einen Reiserückgang aus der 6. Grossbritannien Schweiz. 7. USA 8. Türkei 9. Griechenland 10. Ungarn Quelle: ebookers.ch


Frage

Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz aufsetzen

08 Sonnenschutz: sonnenklar, aber wie? Text: Rita Bättig, Illustration: Konrad Beck

Deckende Kleidung tragen (weite Hosen und langärmlige Oberteile)

Dem Hauttyp angepasste Sonnenschutzmittel auftragen

Auf Nackenschutz achten (Hut mit breitem Rand), dieser schützt vor allem gegen Sonnenstich Auch wasserfeste Sonnenschutzmittel nach dem Baden erneut auftragen

Kein Solarium besuchen, dieses schützt nicht vor schädlichen UV-Strahlen


Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben

Gut zu wissen Hauttyp Ob hell- oder dunkelhäutig, sich angemessen vor den UV-Strahlen zu schützen, gilt für alle. Das Kennen des eigenen Hauttyps hilft, sich angemessen zu verhalten und sich mit dem richtigen Sonnenschutzmittel zu schützen. www.hauttyp.ch

Bewölkung Kälte und Bewölkung täuschen über eine intensive Sonneneinstrahlung hinweg. Doch bei bedecktem Himmel dringen immer noch bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen durch die Wolkendecke.

Reflexion Helle Flächen wie Schnee, Beton, Wasser oder Sand reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so deren Wirkung. Schnee kann die UV-Strahlung gar bis zu 90 Prozent reflektieren.

Höhenmeter Die Intensität der UV-Strahlen nimmt pro 1000 Höhenmeter um bis zu 10 Prozent zu.

Kinderhaut Kinderhaut ist empfindlicher als die von Erwachsenen. Die natürlichen Eigenschutzmechanismen sind in den ersten Lebensjahren noch nicht vollständig entwickelt. Kinderhaut benötigt deshalb besonderen Sonnenschutz.

Sonnenbrillen

Nicht bedeckte Körperstellen bei Kindern mit einem Sonnenschutzmittel von mindestens LSF 30 eincremen (Lippen, Ohren, Nase und Fussrücken nicht vergessen) Kleinkinder bis zum ersten Lebensjahr nicht der direkten Sonne aussetzen

Beim Kauf einer Sonnenbrille auf deren Schutzwirkung achten (Deklaration: 100 Prozent UV-Schutz bis 400 Nanometer oder CE-Zeichen). Dunklere Brillen bieten nicht per se einen besseren Schutz. Die UV-Filterwirkung wird in fünf Kategorien unterteilt. Eine Sonnenbrille der Kategorie 2 oder 3 reicht in der Regel in unseren Breitengraden aus. Bei extremer Sonnenaussetzung empfiehlt sich Kategorie 4.

Fensterscheiben Glas bietet kaum Schutz vor UV-Strahlen. Auch hinter Fensterscheiben gilt es, sich vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.


Dossier Im Reisefieber

09

International Health Plan (IHP) – die Vorteile • Ambulante und stationäre Kostendeckung • Weltweit freie Arzt- und Spitalwahl • Notfallhilfe über die Alarmzentrale der CSS Versicherung • Weltweit rund um die Uhr medizinische Beratung und Hilfestellung per Telefon • Übernahme von Rettungs- und Bergungskosten • Bei Rückkehr in die Schweiz: gleicher Versicherungsschutz wie IHP, ohne erneute Gesundheitsdeklaration www.css.ch/ihp

Leser-Frage

Gibt es Schweizer Qualität zum Mitnehmen? Die International-Health-Plan-Versicherung der CSS bietet Auswanderern bei Krankheit und Unfall weltweit Schweizer Versicherungsqualität. Text: Rita Bättig

695 100 Schweizerinnen und Schweizer lebten 2010 permanent oder vorübergehend im Ausland. Der Weg von der Idee bis zur Umsetzung ist gesäumt von unzähligen Fragen. So ist es unter anderem wichtig zu wissen, dass nach der offiziellen Abmeldung in der Schweiz, wenn auch nur temporär, der Versicherungsschutz nach dem schweizerischen Krankenversicherungsgesetz entfällt. Es gelten die gesetzlichen Gegebenheiten vor Ort.

Schweizer Versicherungsqualität im Ausland Die Erfahrung zeigt, dass die Grundversorgung und der gedeckte Leistungsumfang im Ausland sehr oft geringer ausfallen als in der Schweiz. Die International-Health-Plan-Versicherung (IHP) der CSS garantiert Auswanderern weltweit bei Krankheit und Unfall einen optimalen Versicherungsschutz. Und ist nach ein paar Jahren die Rückkehr ins Heimatland ein Thema, gewährleistet die CSS ungeachtet des Gesundheitszustandes neben der Grundversicherung zusätzlich eine Versicherungsdeckung, die dem Deckungsumfang der International-Health-Plan-Versicherung entspricht.

Frage

10 Die Reiseapotheke – was muss mit?

Checkliste Individuell Persönliche Medikamente Medikamente für Kinder Stützstrümpfe bei Venenproblemen Verletzungen und Wunden Desinfektionsmittel Wundsalbe Salbe für Prellungen und Verstauchungen Schnellverband, Gazen Pflaster, Blasenpflaster Elastische Binde Einweghandschuhe Schere und Pinzette Schmerzen und Erkältung Fieber- und Schmerzmittel Fieberthermometer (ohne Quecksilber) CSSMAGAZIN 2 | 2012

Mittel gegen Halsschmerzen Hustenmittel (soll bei Husten mit Auswurf nicht eingenommen werden) Allergien und Insektenstiche Persönliche Mittel gegen Allergien Insektenschutzmittel Mittel zur Behandlung von Insektenstichen Verdauungs- und Magenprobleme Medikament gegen Reisekrankheit und Übelkeit Medikament gegen Durchfall (Kohlepräparate), bei infektiösem Durchfall Arzt aufsuchen!


Frage

11 Was, wenn das Herz im Ausland stillsteht? Für die CSS-Versicherten Charles und Rita Gapany wurden die Badeferien zum Abenteuer: Infarkt, Herzstillstand, Streik. Text: Silvia Weigel, Illustration: Konrad Beck

«Ich habe noch nie solche Schmerzen erlebt», sagt Charles Gapany (63) aus Liebistorf FR. In den Ferien auf der griechischen Insel Kos wurde ihm plötzlich schwindlig, er musste sich übergeben. Dann begann das Stechen in der Brust. Seine Frau Rita (49) reagierte sofort. 50 Minuten später war die Ambulanz endlich da und brachte das Ehepaar ins Spital. Diagnose: Herzinfarkt.

Wertvolle Gratis-Beratung Während ihr Mann behandelt wurde, wählte Rita Gapany die Telefonnummer «24h Notfall & Medizinische Beratung» auf der CSS-Versicherungskarte. CSS-Versicherte können diese Dienstleistung des Schweizer Zentrums für Telemedizin Medgate kostenlos in Anspruch nehmen – auch im Ausland. Medgate teilte ihr einen persönlichen Ansprechpartner mit einer Direktnummer zu. Somit konnte Medgate

die notwendige Hilfe und die nächs- Pro Jahr beantwortet das ten Schritte koordinieren. «Das hat Schweizer Zentrum für Telemedizin Medgate rund sehr geholfen», sagt Rita Gapany. Der schlimmste Moment stand 40 000 Anfragen von den Eheleuten noch bevor. «Plötz- CSS-Versicherten; gegen lich hörte ich Schreie und den Lärm 4500 der Anrufe kommen herunterfallender Sachen aus dem aus dem Ausland. Diese Behandlungszimmer. Dann wurde Dienstleistung ist für die die Tür zum Zimmer meines Mannes Versicherten kostenlos. zugeschlagen.» Sein Herz stand still. «Ich hatte riesengrosse Angst und 24h medizinische Beratung fühlte mich unendlich machtlos», +41 (0)58 277 77 77 www.css.ch/carecenter sagt die Ehefrau. Charles Gapany erinnert sich nur daran, wie er wieder zu sich kam: «Ich spürte den letzten Stromstoss vom Defibrillator.» Er musste dringend in ein Herzzentrum. In einem Armeeflugzeug ging es Stunden später nach vielen Telefonaten in ein Herzzentrum auf der Insel Chios. «Die medizinische Behandlung war überraschend gut, der Rest abenteuerlich», sagt Rita Gapany. Zu allem Überfluss streikten auch noch die Taxifahrer, sodass sie keine Besorgungen machen konnte – das Gepäck war im Hotel geblieben. Die nächstgelegene Unterkunftsmöglichkeit war über vier Kilometer entfernt.

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Dossier Im Reisefieber «So verbrachte ich zwei Nächte auf dem Boden neben dem Spitalbett, eingewickelt in ein Leintuch.» Angehörige anderer Patienten halfen der Schweizerin in ihrer Not aus. «Die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Griechen war unglaublich», sagt sie.

Zusatzversichert – Gott sei Dank Das Abenteuer war damit längst nicht zu Ende. Charles Gapany sagt: «Als ich in der Schweiz in der Reha war, erlitt meine Frau eine Hirnblutung.» Inzwischen haben sich Rita und Charles Gapany gut erholt. Dass ihnen keine finanziellen Schäden entstanden sind, haben sie ihrem umfassenden Versicherungspaket zu verdanken (siehe auch Frage 05). Die Kosten für die Behandlung und Rückführung in die Schweiz im Ambulanzjet der Rega liegen im fünfstelligen Bereich. «Gott sei Dank hatten wir ein gutes Versicherungspaket, inklusive Ferien- und Reiseversicherung. Das kann man nur jedem empfehlen», sagen die Gapanys.

Frage

Frage

12 Wie erkenne ich einen Sonnenstich? Eine zu starke Sonnenbestrahlung von Kopf und Nacken kann eine Reizung von Hirnhäuten und Gehirn und somit einen Sonnenstich auslösen. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Nackensteife, Hitzegefühl, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, eventuell Fieber und Schüttelfrost, im Extremfall gar Bewusstseinsverlust. Die Symptome können erst Stunden später auftreten. Bei ersten Anzeichen muss die betroffene Person sofort mit aufrechtem Oberkörper im Schatten gelagert und ihr Körper gekühlt werden (kalte Umschläge, Trinken). Bei Bewusstseinsverlust, Krämpfen oder Fieber über 39 Grad ist ein Notarzt zu informieren und erste Hilfe zu leisten. www.css.ch/hausmittel

13 Was gehört in den Wanderrucksack? Genug Getränke und kohlenhydratreiche Lebensmittel sind der ideale Proviant für unterwegs und gehören in jeden Wanderrucksack.

Kohlenhydratreiche Mahlzeit: • Sandwichs • Teigwaren-, Reis- oder Kartoffelsalat in gut verschliessbarer Tupperware

Text: Alexia Sieber Ausreichend Getränke: • Wasser • Leicht gesüsster Tee • Verdünnter Fruchtsaft

Süsses – kohlenhydratreich und fettarm: • Biberli • Basler Läckerli • Löffelbisquits • Süsse Reiswaffeln • Willisauer Ringli

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Sinnvolle Zwischenverpflegung: • Frische Früchte wie Äpfel, Birnen, Melonen, Nektarinen, Aprikosen • Rohes Gemüse wie Karotten, Gurken, Fenchel, Peperoni, Kohlrabi • Dörrobst wie Sultaninen, Aprikosen, Äpfel, Mangos • Getreideriegel • Brot oder Vollkorncracker (Darvida) • Nüsse CSSMAGAZIN 2 | 2012


Frage

14 Wie stärkt Managed Care den Hausarzt? Am 17. Juni stimmt die Schweiz über die Managed-Care-Vorlage ab. Hausarzt Roman Buff erklärt, warum Managed Care die medizinische Grundversorgung aufwertet. Interview: Serge Hediger, Foto: Daniel Ammann

Herr Dr. Buff, warum setzen Sie sich für Managed Care ein? ROMAN BUFF: Als wir vor 17 Jahren die ersten Ärztenetzwerke im Kanton Thurgau gründeten, war die Zukunft von Managed Care noch sehr ungewiss. Heute jedoch ist jeder dritte Thurgauer in einem Hausarztmodell mit verbindlichen Verträgen mit den Krankenkassen versichert. Unsere Ärztenetzwerke in der Ostschweiz sind eine ErfolgsDr. med. Roman Buff geschichte. Rund 750 Mediziner in (65) ist Facharzt für Allge14 Netzwerken – Spezialisten einmeine Innere Medizin, führt gerechnet – stellen eine integrierte seit 31 Jahren eine HausVersorgung von der Hausarztpraxis arztpraxis im thurgauischen über den Spezialisten bis ins Spital Arbon und präsidiert den sicher – zum Wohle des Patienten. Verband Managed Care Managed Care sei «Billigmedizin», Ostschweiz, dem 14 lautet ein häufiger Vorwurf der Ärztenetzwerke in sechs Gegner. Kantonen mit knapp 300 000 Managed Care als koordinierte BeVersicherten angehören – treuung während der ganzen BeTendenz steigend. handlungskette ist nie billig. Durch die koordinierte Betreuung ersparen wir gerade chronisch Kranken überflüssige Behandlungen, doppelte Untersuchungen und unnötige Kosten. Die Ärzteschaft steht Managed Care gespalten gegenüber. Die Hausärzte setzen sich für die Vorlage ein. Wie kommt das? Die Übernahme der Betreuungsfunktion bei einer medizinischen Behandlung ist seit je Aufgabe des Hausarztes. Ist dieser in einem Netzwerk organisiert, so funktioniert er nicht mehr als Einzelkämpfer. Mehr noch: Regelmässige Qualitätszirkel sichern eine hochstehende medizinische Versorgung. Auf diese Weise stärkt Managed Care die Hausarztmedizin. Vergessen wir aber nicht: Managed Care bedarf Ärzte aller Stufen der Behandlung. Wir brauchen und verfügen auch über Spezial- und Spitalärzte in unseren Netzwerken.

Welche Vorteile bringt Managed Care dem Patienten? Der Patient weiss, dass er beim Arzt im Netzwerk eine kostenoptimierte und gleichzeitig optimale Betreuung über alle Behandlungsschritte vom ersten Arzttermin bis zum allenfalls notwendigen Spitalaufenthalt erhält. Er hat Zugang zu qualitativ hochstehender Medizin und – nach Überweisung durch den Hausarzt – auch zum richtigen Spezialisten. Ganz wichtig: Die freie Arztwahl ist auch in einem Netzwerk sichergestellt; der Patient wählt seinen Netzwerk- oder Hausarzt selbst.

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Hausarzt Roman Buff: Setzt sich seit 17 Jahren für Managed Care ein.


Vorteilhafte Konditionen für CSS-Versicherte bei MediService und der Apotheke Zur Rose: • Keine Taxen und Gebühren • Kostenlose Lieferung der ärztlich verschriebenen Medikamente • Rabatte auf Originalmedikamente und Generika • Kostenlose pharmazeutische telefonische Beratung www.css.ch/versandapotheken

Frage

15 Wie kommt mein Insulin nicht «ins Schwitzen»? Versicherte der CSS profitieren bei Partnerapotheken von mehreren Vorzügen wie der kostenlosen und gekühlten Lieferung ärztlich verschriebener Medikamente. Text: Silvia Gähwiler, Bild: Andreas Walker

Jeden Sommer das gleiche Problem für Diabetiker: Das Insulin muss gekühlt und möglichst rasch von der Apotheke oder dem Arzt nach Hause gebracht werden, damit die Wirkung des Medikamentes nicht verloren geht. Für den CSS-Versicherten Andreas Friedli kein Problem. Der Rentner bestellt sein Insulin seit Jahren per Internet* bei der Versandapotheke MediService. «Das Insulin wird mir in einer Kühlbox

geliefert, damit es auch bei hohen Temperaturen die volle Wirkung behält. Die Lieferung ist versandkostenfrei, und nebenbei können durch die Rabatte und das Nichtverrechnen der üblichen Apotheken-Taxen Gesundheitskosten gespart werden.» Es gehört zum Service der Versandapotheke, die vom Arzt verschriebenen Medikamente bequem, diskret und wenn nötig gekühlt nach Hause oder ins Büro zu liefern. 0800 817 827 (kostenlos) www.mediservice.ch * Einfaches Nachbestellen via Internet Andreas Friedli: Lässt nur bei Dauerrezepten sich das Insulin von MediService gratis nach Hause schicken.

Frage

16 Was steckt in unseren Köpfen? Das Gehirn ist unser leistungsstärkstes Organ. Im Vergleich zum restlichen Körper ist das Hirn relativ klein – es macht mit seinen knapp 1,5 Kilogramm nur rund zwei Prozent der Körpermasse aus. Trotzdem verbraucht es 20 Prozent der gesamten Energie. Bei angestrengtem Nachdenken «fressen» die grauen Zellen gar bis zu 50 Prozent des Sauerstoffs und der Nährstoffe. Das Gehirn eines Erwachsenen enthält rund 100 Milliarden Nervenzellen und 100 Billionen Synapsen. Die Synapsen verbinden die Nervenzellen. Über das Nervensystem werden elektrische Impulse rasend schnell ans Gehirn weitergeleitet; sie erreichen bis zu 400 Kilometer pro Stunde. Sie laufen in die Synapsen ein, wodurch chemische Botenstoffe ausgeschüttet werden. Diese rufen bestimmte Reaktionen in den Zellen hervor. Quelle: www.alz.org

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Das menschliche Gehirn ist in drei Hauptbereiche unterteilt. Grosshirn Erinnerung, Problemlösung, Denken, Fühlen, Bewegung Kleinhirn Koordination, Gleichgewicht Hirnstamm Atmung, Verdauung, Herzschlag, Blutdruck


Frage

79

tag feiern. Dies sagen jedenfalls deutsche und dänische Altersforscher voraus. Dass sich der Anstieg der Lebenserwartung verlangsamt, halten sie für unwahrscheinlich. Der stetige Anstieg seit mehr als 165 Jahren deute nicht auf ein Limit der menschlichen Lebensspanne hin, heisst es im Fachmagazin «The Lancet». Würde sich die Lebenserwartung einer Grenze nähern, würde sich der Anstieg vermutlich verlangsamen.

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Die Lebenserwartung stieg im vergangenen Jahrhundert in den meisten Industrieländern um mehr als 30 Jahre – das ist ein Anstieg von fast 4 Monaten pro Jahr. 1876 starben Schweizer im Durchschnitt schon mit 40 Jahren. Heute werden Männer durchschnittlich 79 und Frauen 84 Jahre alt. Steigt die Lebenserwartung weiterhin so rasant an, können die meisten seit dem Jahr 2000 geborenen Kinder sogar ihren 100. Geburts-

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Wie alt werden unsere Kinder?

100

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Lebenserwartung 1876 2012 2100

40 Jahre 79 Jahre Männer 84 Jahre Frauen 100 Jahre

Frage

18 Die Melone – Gemüse oder Frucht? Von Juni bis Oktober bereichert sie unseren Speiseplan und ist aus einer frischen Sommerküche nicht wegzudenken: die Melone.

Bitte zugreifen Durch den hohen Wasseranteil von 90 bis 95 Prozent ist die Melone sehr kalorienarm und ein guter Durstlöscher. Melonen bieten eine breite Palette an Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem Zuckermelonen bieten viel Vitamin C und Beta-Carotin.

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Text: Alexia Sieber

Umgangssprachlich als Frucht bezeichnet, handelt es sich bei der Melone korrekterweise um ein Gemüse, denn sie gehört zu den Kürbisgewächsen. Es wird vorwiegend zwischen Wasser- und Zuckermelonen unterschieden. Zu den geläufigsten Zuckermelonen gehören die Honig-, die Netz- und Cantaloupe-Melonen. Letztere duften stark und müssen schnell konsumiert werden, da sie rasch verderben. Auch die Netzmelonen betören durch ihren Duft, sind aber relativ lange haltbar. Honigmelonen sind sehr süss und praktisch geruchlos. Sie reifen im Gegensatz zu den Netz- und Cantaloupe-Melonen nach der Ernte nicht weiter. Auch Wassermelonen reifen nach dem Pflücken nicht mehr nach. So ist es wichtig, sie möglichst reif zu kaufen. Reife Wassermelonen klingen beim Klopfen hohl und dumpf, während bei unreifen Melonen kaum ein Ton hörbar ist. CSSMAGAZIN 2 | 2012


Frage

19 Was muss ich über Diabetes wissen?

Diabetestypen 90 % Diabetes Typ 2 5 % Diabetes Typ 1 5 % Weitere Diabetesformen

Der Diabetes gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten. Welches sind die Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmassnahmen? Text: Rita Bättig, Bildmontage: CSS Grafik

Wer ist gefährdet?

«Zuckerkrankheit», wie Diabetes mellitus im Volksmund auch genannt wird, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die sich in einem erhöhten Blutzuckerspiegel zeigt. Bei Nicht-Diabetikern sorgt das körpereigene Hormon Insulin dafür, dass der aus der Nahrung gewonnene Zucker in die Körperzellen gelangt und dort in lebenswichtige Energie umgewandelt wird. Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel ständig erhöht, da der Zucker entweder durch Wegfall von Insulin (Diabetes mellitus Typ 1) oder durch eine verminderte Wirkung des Insulins (Diabetes mellitus Typ 2*) nicht verwertet werden kann.

Erbliche Veranlagung, Übergewicht, hoher Blutdruck, Bewegungsmangel und Fettstoffwechselstörungen können das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um das Fünf- bis Zehnfache erhöhen. Grundsätzlich tritt der Typ 2 erst im mittleren bis hohen Erwachsenenalter auf. Doch immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene leiden an dieser Diabetesform. 80 bis 90 Prozent der Diabetes-Typ-2-Patienten sind übergewichtig. Es ist sinnvoll, ab dem 45. Altersjahr alle drei Jahre den Blutzucker kontrollieren zu lassen. Risikopersonen sollten sich bereits ab 35 Jahren regelmässig kontrollieren lassen. Auf der Webseite der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft kann ein entsprechender Risikotest durchgeführt werden.

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Was ist Diabetes mellitus?

Welche Symptome treten auf? Diabetes Typ 2 macht sich meist schleichend mit kleinen Anzeichen wie Müdigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit bemerkbar. Darum erfolgt die Diagnose oft spät und zufällig, wenn bereits erste Spätfolgen wie schlecht heilende Wunden oder Sehstörungen auftreten. Neben diesen Symptomen besteht ein hohes Risiko für Herzinfarkt, Hirninfarkt und Verschlechterung der Nierenfunktion. Je früher Diabetes Typ 2 erkannt wird, umso erfolgreicher lassen sich diese Folgeschäden verringern oder ganz verhindern.

*90 Prozent der Diabetiker leiden an Diabetes mellitus Typ 2. Die Informationen im Beitrag beziehen sich primär auf den Typ 2.

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Was tut die CSS für Diabetiker?

Diabetesvorkommen Die Zahl der Diabetesfälle ist in den letzten zwanzig Jahren um mehr als das Siebenfache angestiegen. Weltweit 246 Millionen Europa 50 Millionen Schweiz 350 000 Quelle: International Diabetes Federation, IDF, 2007

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wie kann ich Diabetes Typ 2 vorbeugen?

Bei der Diabetestherapie geht es darum, den Blutzuckerspiegel zu senken und so Folgeerkrankungen zu vermeiden. In der Frühphase werden den Betroffenen eine gesunde Ernährung, Gewichtsabnahme und vermehrte Bewegungsaktivitäten empfohlen. In einer Diabetikerberatung werden der richtige Umgang mit der Krankheit und den vom Arzt verordneten Massnahmen gelernt. Verbessern sich mit diesen Massnahmen die Blutzuckerwerte nicht, erfolgt eine Therapie mit blutzuckersenkenden Medikamenten oder später mit Insulin.

Studien zeigen, dass mit einem aktiven Lebensstil das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um mehr als 50 Prozent gesenkt werden kann, auch wenn bei der Krankheit erbliche Faktoren mitspielen.

Bewegung in den Alltag einbauen • Zu Fuss oder mit dem Fahrrad einkaufen • Zwei Stationen früher aus dem Bus oder Tram aussteigen • Die Treppe anstelle des Lifts benutzen • Spazieren gehen während der Mittagspause

Worauf kann ich selber achten? Bei Erhalt der Diagnose Diabetes Typ 2 ist es wichtig, die Arztinstruktionen einzuhalten. Bewegung steigert die Wirkung des Insulins im Körper und senkt so den Blutzuckerspiegel. Auch eine vollwertige, zucker- und fettarme Ernährung verhilft zu tieferen Blutzuckerwerten. Alkohol ist eingeschränkt zu geniessen, und auf das Rauchen soll ganz verzichtet werden. Die regelmässige Selbstmessung des Blutzuckers wird bei einer Insulintherapie notwendig. Gegen Unterzuckerung sollte man im Notfall immer ein Stück Traubenzucker bei sich tragen. Auch Angehörige müssen für den Notfall bei Unterzuckerung geschult werden.

Ernährung optimieren • Gewicht halten oder allfälliges Übergewicht reduzieren • Vollkornprodukte bevorzugen, diese sind vitaminreicher, sättigen länger und erhöhen den Blutzuckerspiegel nur langsam. • Hochwertiges Pflanzenöl wie Oliven- oder Rapsöl verwenden, Fett sparsam einsetzen • Langsam essen, gut kauen und Essenspausen einbauen. Das Sättigungsgefühl stellt sich nach 15–20 Minuten ein. www.diabetesgesellschaft.ch CSSMAGAZIN 2 | 2012

Ergänzend zur ärztlichen Behandlung bietet die CSS ihren Versicherten kostenlos ein Betreuungsprogramm für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 an. Ziele dieser Dienstleistung sind mehr Sicherheit im täglichen Umgang mit der Krankheit und Verbesserung der Lebensqualität. Die spezifische Schulung soll auch dem Auftreten von Folgeerkrankungen entgegenwirken. www.css.ch/betreuungsprogramm


Jede dritte Spritze und jede dritte Infusionslösung stammt aus dem Haus von B. Braun Medical, das 930 Mitarbeitende beschäftigt.

Frage

20 Wie wichtig ist die Putz-Equipe, Herr Marti? B. Braun Medical zählt zu den weltweit führenden Gesundheitsversorgern. CEO Roland Marti über unternehmerische Verantwortung und den Wert geteilten Fachwissens. Interview: Serge Hediger, Foto: Marco Sieber

Herr Marti, die Auflistung der Tätigkeitsfelder Ihres Unternehmens umfasst im Geschäftsbericht 65 Positionen von A wie Angiografie bis Z wie zentrale Venenpunktion. Was ist die B. Braun Medical in einem Satz? Roland Marti ROLAND MARTI: Wir sind ein Ge(51) ist seit 2001 CEO der samtanbieter medizinischer VerB. Braun Medical AG brauchsgüter und ein Partner der Schweiz. Die TochtergesellAnwender unserer Produkte, beschaft des deutschen sonders der Spitäler. In jedem TätigMedizinaltechnikherstellers keitsfeld haben wir logischerweise hat ihren Schweizer mehrere Mitbewerber. Aber es gibt Hauptsitz in Sempach LU. weltweit kein gleichartiges UnterB. Braun Medical bietet nehmen. Wir sind eine sehr breit medizinische Produkte und diversifizierte Firma. Dienstleistungen für Wie behalten Sie bei so vielen Kliniken, Ärzte und den Tätigkeitsfeldern den Überblick? Alters- und Pflegeheim-/ Wir unterhalten auf Konzernebene Spitex-Bereich an. Für die eine eigene Wissensdatenbank. DieKrankentaggeld- und ses Knowledge Center enthält nach Unfallversicherung ihrer Stichworten geordnet alles über jeMitarbeitenden ist die des Produkt und jede Dienstleistung B. Braun Medical AG Kunde und wird weltweit von allen Standder CSS Versicherung. orten betrieben und unterhalten. In diesem Moment wird am Standort Crissier wohl gerade hochreines Wasser für Infusionslösungen produziert. Europaweit stammt jede dritte Infusion von B. Braun Medical. Das freut den Buchhalter, der Ethiker dagegen spürt Verantwortung … Verantwortung ist ein wesentlicher Teil unserer Fertigungskultur und reicht von der Mitarbeiterschulung

über die Einhaltung der sehr hohen Produktionsstandards bis hin zur Qualitätssicherung. Wie gehen Sie mit dieser Spannung um? Hinter jedem Ihrer Produkte steckt ja auch ein menschliches Schicksal: Inkontinenz, Diabetes, schlechte Wundheilung. Das Wissen, mit unseren Produkten und Dienstleistungen Leben erhalten und retten zu können, fordert uns täglich. Wer bei uns arbeitet, der wächst in diese Verantwortung hinein. Einige Mitarbeitende stammen übrigens aus Gesundheitsberufen, sind Ärzte oder Pflegefachleute. Was wird B. Braun Medical in 25 Jahren herstellen? Wohin geht die Entwicklung? Wir produzieren jährlich rund drei Milliarden Spritzen. Diese bilden zusammen mit den Infusionslösungen und Zubehör unsere so genannten «Brot-und-Butter-Produkte», die es immer brauchen wird. Der Trend in der Medizin geht zum einen dahin, Schmerz zu verhindern. So wird es Diabetikern vielleicht einst ermöglicht, Insulin nicht mehr spritzen zu müssen. Zum andern werden internetbasierte Systeme immer häufiger – Stichwort Telemedizin. Dabei messen die Patienten ihren Blutdruck selber oder werden den Urin selber analysieren können. Hier werden wir uns alle die Frage stellen müssen, wo die Verantwortung des Patienten endet und wo jene des Mediziners beginnt. Ein weiterer Trend sind minimalinvasive Eingriffe, die eine ambulante statt eine stationäre Behandlung ermöglichen. Hand aufs Herz: Wie wichtig ist Ihnen Gesundheit? Was tun Sie dafür? Essen Sie genug Früchte? Gesundheit beginnt im Kopf. Eine gute Grundeinstellung zum Leben hilft mit, dass es einem auch gesundheitlich gut geht. Mein gesundheitliches Verhalten ist durchschnittlich. Meine Frau achtet zuhause auf eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Früchten, Teigwaren aus Vollkorn. Aber ich bin auch ein Geniesser… Was tun Sie für Ihre Work-Life-Balance? Was für jene Ihrer Mitarbeitenden?

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«Ich bin einer von 930 Mitarbeitenden.» Roland Marti, CEO B. Braun Medical

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Zentral ist meine Einstellung: Das Glas ist halb voll. Diese Einstellung lebe ich im Betrieb vor. Auch muss der CEO morgens nicht der Erste und abends der Letzte sein. Alle Mitarbeitenden sind angehalten, ihre Zeit effizient und effektiv zu nutzen. Präsenzzeit abzusitzen und dicke Anträge oder Protokolle zu verfassen, damit es nach viel Arbeit aussieht, gehört nicht zu unserer Firmenkultur. Unsere Mitarbeitenden haben Jahresarbeitszeit, das Resultat zählt. Damit gewinnen wir Zeit – und Freude an der Arbeit. «Take Care for your health» heisst ein Gesundheitsprogramm für Ihre Mitarbeitenden. Diese erhalten einen Beitrag an das Abonnement im Fitnesscenter oder an ein Paar neue Laufschuhe. Jedem Mitarbeitenden ermöglichen Sie neuerdings auch einen medizinischen Gesundheitscheck. Das Signal ist wichtig. Wir wollen nicht nur von Gesundheit reden. Natürlich: Wirklich etwas für die Gesundheit tun, das kann jeder nur für sich alleine. Aber die Gesundheit unserer Mitarbeitenden soll ein Element unserer Firmenkultur sein. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement haben wir nicht eingeführt, weil wir in der Gesundheitsbranche tätig sind, sondern weil wir uns für eine Kultur einsetzen, in der offen gesprochen wird – beispielswei«Erfahrung teilen se auch über häufige Absenzen wegen ist unsere Grund- Krankheit. Wir möchten, dass all unsere Angestellten auch körperlich in der philosophie.» Lage sind, ihre Arbeit zu verrichten. B. Braun Medical bietet wissenschaftlich geführte Fort- und Weiterbildung. Es gibt einen B. Braun Pflegepreis für Pflegefachpersonen, einen Forschungs-Preis für Spitalpharmazie. Was steckt hinter dieser Vernetzung aller Anspruchsgruppen? Oder anders gefragt: Warum heisst es auf Ihren Firmenwagen «Sharing Expertise»? Erfahrung teilen ist unsere Grundphilosophie. Die Welt von heute ist so komplex und vernetzt, dass ein einzelner Mensch gar nicht mehr viel bewirken kann. Ein Unternehmen mit Mitarbeitenden, die gemeinsam ihr Wissen und Können teilen, ist erfolgreicher. Sie gelten als ausgesprochener Teamplayer. In einem Interview werden Sie mit dem Satz «Ich bin einer von 930» zitiert. Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit wirklich? In vielen Leitbildern vieler Unternehmen steht der Satz: Die Mitarbeitenden sind unser wichtigstes Kapital. Wir möchten den Tatbeweis erbringen, dass dem wirklich so ist, und bieten ein Familienteilzeitmodell an, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Mitarbeitende können im Rahmen der Kindererziehung oder der Pflege von kranken Angehörigen bei gleichbleibendem Lohn ihr Arbeitspensum reduzieren oder erhalten eine finanzielle Unterstützung an die Kinderfremdbetreuung. Ja, ich bin einer von 930 Mitarbeitenden. Wenn ich morgen nicht zur Arbeit komme, dann bemerkt niemand mein Fehlen. Aber wenn die Putz-Equipe der Produktionsräume nicht erscheint, dann müssen wir die Firma schliessen. CSSMAGAZIN 2 | 2012

Sportnacht Basel: 70 Sportarten warten darauf, von Gross und Klein ausprobiert zu werden.

Frage

21 Wie viele Sportarten kann ich in einer Nacht ausprobieren? Am 25. August wird Basel eine Nacht lang zum sportlichen Treffpunkt: Fitnesshungrige, Familien, Bewegungsmuffel, Jugendliche und Senioren haben die Gelegenheit, neue Aktivitäten auszuprobieren. Sportanbieter der Region präsentieren sich und ihre Sportarten – von afrikanischem Tanz über Fechten bis zu Kanu fahren – einer breiten Öffentlichkeit und laden die Teilnehmenden ein, sich an den verschiedenen Angeboten aktiv zu beteiligen. Dabei steht die Freude an der Bewegung in der von der CSS gesponserten Sportnacht im Vordergrund. Die breite Angebotspalette sorgt dafür, dass jeder eine Sportart findet, die ihm Freude bereitet. CSS-Versicherte erhalten gegen Vorweisen des Versichertenausweises 20 Prozent Rabatt auf das Sportnacht-Ticket, das ihnen Zutritt zu rund 70 verschiedenen Angeboten ermöglicht. www.sportnachtbasel.ch


Frage

22

23 Leser-Frage

Leben Vegetarier gesund? Vegetarische Ernährung kann grundsätzlich gesund und ausgewogen sein. Damit aber keine Nährstoffdefizite auftreten, muss auf eine vielseitige Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Wer erhält einen Leistungsfreiheitsbonus? Offizielle Mitteilung: Versicherte mit der Zusatzversicherung myFlex, die zwischen September 2009 und August 2011 keine Leistungen bezogen haben, erhalten einen Leistungsfreiheitsbonus. Dieser einmalige Bonus fällt je nach Versicherungsabschluss unterschiedlich aus und wird direkt mit der Juli-Rechnung vergütet.

Text: Franziska Guggisberg

Verschiedene Studien belegen, dass Vegetarier eine gute Gesundheit haben und seltener an Zivilisationskrankheiten leiden. Jedoch haben sie grundsätzlich einen gesünderen Lebensstil. Die Versorgung mit Mikronährstoffen ist oft gut, da grössere Mengen von nährstoffdichten Produkten (Gemüse, Vollkorn) verzehrt werden. Der Verzicht auf jegliche tierische Produkte, wie es bei der veganen Ernährungsform der Fall ist, kann zu Mangelerscheinungen bei wichtigen Nährstoffen wie Proteinen, Kalzium, Eisen, Jod, Vitamin D und Vitamin

B12 führen. Problematisch kann eine streng vegetarische Ernährung werden, wenn zusätzlich Nährstoffe benötigt werden; beispielsweise bei Schwangeren, Stillenden, Kindern, Säuglingen und Leistungssportlern. In diesen Fällen ist Vegetarische eine vegane Ernährung absolut unge- Ernährungsformen eignet. Bei Jugendlichen, die kaum Ovo-lakto-vegetarisch: Fleisch essen, sich aber einseitig und pflanzliche Nahrung, süssigkeitenreich ernähren («Pudding- Milchprodukte, Eier Vegetarier») können ebenfalls leicht Mangelerscheinungen auftreten.

Lakto-vegetarisch: pflanzliche Nahrung, Milchprodukte Ovo-vegetarisch: pflanzliche Nahrung, Eier

© strandperle

Vegan: nur pflanzliche Nahrung

Vegetarier sollten auf eine genügende Nährstoffzufuhr wie Proteine, Eisen, Vitamin D und Kalzium achten.


Frage

24 Zeckenalarm – was nun? Jedes Jahr lauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst die Gefahr, von einer Zecke gestochen zu werden. Das richtige Wissen hilft, die Natur trotzdem geniessen zu können. Text: Rita Bättig

Der Zeckenstich als solcher ist ungefährlich. Doch wenn das Milbentier Träger von Infektionskrankheiten ist, können diese auf den Menschen übertragen werden. In der Schweiz kommen die Borreliose und in gewissen Gebieten die Frühsommer-MeningoEnzephalitis (FSME), eine Art Hirnhautentzündung, vor. Anzeichen einer Borreliose ist eine Rötung, die sich ringförmig ausdehnt und erst Tage bis Wochen nach dem Stich erscheint. Als Nächstes treten grippeähnliche Symptome auf. Kommt es nicht zu einer Behandlung, folgen chronische Erkrankungen von Nerven, Gelenken, Haut und inneren Organen. Den Symptomen sollte besondere Beachtung geschenkt werden, denn eine geeignete Therapie soll möglichst früh beginnen.

Die Symptome von FSME sind unterschiedlich. Betroffene reagieren mit einer Art Erkältung oder auch mit hohem Fieber, sehr starken Kopfschmerzen und heftigem Erbrechen. Ein Ziehen im Nacken kann Hinweis auf eine Hirnhautentzündung sein, die immer vom Arzt behandelt werden muss. Sie heilt aber mehrheitlich gut. Eine Impfung bietet Schutz vor FSME.

Nach dem Stich sofort handeln Sticht die Zecke trotz getroffener Vorsichtsmassnahmen, muss das Tier so schnell wie möglich entfernt werden. Mit einer Pinzette wird der unliebsame Gast möglichst nah an der Haut gepackt und vorsichtig herausgezogen. Dabei darf die Zecke nicht zerdrückt werden, da sonst Viren oder Bakterien in den Körper gelangen können. Danach wird die Stichstelle gründlich desinfiziert. Befindet man sich in einem FSMERisikogebiet, sollte bei den ersten Erkältungszeichen sofort der Arzt aufgesucht werden. Trotz rechtzeitigem Entfernen des Tieres ist es unabdingbar, die Stelle in den nächsten Tagen zu beobachten (Borreliosegefahr).

Der richtige Schutz Einen absolut sicheren Schutz gibt es nicht. Doch man kann einige Punkte beachten, um Zeckenstiche zu vermeiden:

Richtige Kleidung

Körper absuchen

Zecken-Schutzimpfung

Lange Kleider sowie Socken über den Hosenbeinen oder Gummistiefel erschweren Zecken den Zugang zu unserem Körper. Auf heller Kleidung sind die Tiere besser erkennbar. Doch aufgepasst, Zecken können sich längere Zeit in den Kleidern aufhalten bis sie eine «geeignete» Stichstelle gefunden haben.

Zecken warten auf einen vorübergehenden Wirt und lassen sich von ihm abstreifen. So sollte man nach dem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper nach Zecken absuchen. Diese krabbeln am Körper herum, bevor sie sich eine geeignete Stelle zum Stechen aussuchen. Besondere Beachtung sollte man warmen Körperstellen wie Leisten, Beugen, Achselhöhlen, Hals, Ohren und Kopfhaut (vor allem bei Kindern) schenken.

Wer oft in der Natur unterwegs ist und in einem FSME-Gefahrengebiet lebt, sollte eine Zecken-Schutzimpfung in Betracht ziehen.

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Frage Fr

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Frage

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W finde ich die Wo C CSS-Spitallisten?

Was bringt DRG?

Offizielle Mitteilung: Die Liste «Spitäler ohne CSS-anerkann kannte oder verfügbare allgemeine und/oder halbprivate, private Abteilung» enthält Spitäler, die nach den Allgemeipriva nen Versicherungsbestimmungen der CSS Versicherung kein keine anerkannte oder verfügbare allgemeine und/oder halbprivate oder private Abteilung führen. Die Liste bezieht halbp sich ausschliesslich auf Leistungen aus Zusatzversicherungen (Spitalversicherung halbprivat, CSS-Standardversicherung, Zoom-Versicherung, CSS-Standardversicherung plus, Spital20, Spital30 und Spitalversicherung myFlex Economy und myFlex Balance). Diese Versicherungen decken in den genannten Spitalabteilungen nicht alle entstandenen Kosten. Leistungen aus der Grundversicherung nach KVG sind davon nicht betroffen. Die CSS-Spitallisten können bei der Serviceline nachgefragt oder bei den Agenturen eingesehen werden. www.css.ch/spitallisten

Frage

26 Was drückt mir da aufs Auge? Ist eine Talgdrüse am Augenlid entzündet, kann ein Gerstenkorn («Urseli») entstehen. Das Lid schwillt an, klebriges Sekret und Eiter werden abgesondert, es bildet sich ein kleiner Abszess. Ein verklebtes Lid sollte sanft gereinigt werden, dicke Krusten sind mit einem feuchten Lappen aufzuweichen, damit sie sich leichter lösen. Kühler Kamillentee eignet sich sehr gut zum Auswaschen des Auges (Vorsicht bei Kamille-Unverträglichkeit). Während der Entzündung sollte auf Kosmetika in Augennähe verzichtet werden. Eine entzündete Liddrüse reift und platzt schliesslich, der Eiter entleert sich und das «Urseli» verschwindet. Tritt innerhalb von zwei bis drei Tagen keine Besserung ein, ist eine Arztkonsultation nötig. www.css.ch/hausmittel

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Herr Flückiger, profitieren die Versicherten von der neuen Spitalfinanzierung? ALAIN FLÜCKIGER: Ja. Die neue Spitalfinanzierung soll helfen, die stationären Kosten langfristig in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig entsteht mehr Transparenz, sodass Versicherte die Leistungen der Spitäler besser vergleichen können. Ausserdem ist es neu möglich, zwischen allen kantonal gelisteten Spitälern zu wählen. Diese Wahlfreiheit bedeutet für unsere Kunden, dass sie sich für ein Spital ihres Vertrauens entscheiden können. Braucht es dann überhaupt noch eine SpitalZusatzversicherung? Frei ist die Spitalwahl, weil der Wohnkanton für die Listenspitäler eine Vergütungspflicht hat. Die Vergütung entspricht jedoch nur den Tarifen des Wohnkantons. Lässt sich ein Patient in einem anderen Kanton behandeln, obwohl die gleiche Therapie im Wohnkanton möglich ist, muss er die Zusatzkosten selber tragen. Da diese empfindlich hoch ausfallen können, empfiehlt sich eine Spital-Zusatzversicherung, die diese Kosten abdeckt. Dazu kommen zahlreiche weitere Vorteile im Bereich der Komfortleistungen. Dazu zählt etwa die Unterbringung in Ein- oder Zweibettzimmern. Neu ist auch die Abrechnung nach diagnoseabhängigen Fallpauschalen (DRG). Zahlt die CSS meine Spitalrechnung trotz fehlender Datenlieferung der Spitäler? Die CSS hat entschieden, die Spitalrechnungen vorübergehend und unter Vorbehalt, im Sinne einer Übergangslösung, zu bezahlen, auch wenn die notwendigen Daten wie Diagnose, Behandlungsprozedur, Geschlecht und Alter des Patienten von den Spitälern nicht vollumfänglich geliefert werden. Dies, um den Kunden und den Spitälern finanzielle Engpässe zu ersparen. Wir werden aber nach Erhalt der Daten die Rechnungen genauer prüfen. Wir behalten uns vor, von den Spitälern zu viel berechnete Beträge zurückzuverlangen. Die Rechnungsprüfung entspricht dem gesetzlichen Auftrag der Krankenversicherer. Um diesen erfüllen zu können, sind sie auf die Datenlieferung angewiesen. Alain Flückiger (51) leitet seit 2009 den Konzernbereich Leistungen bei der CSS Versicherung.


Frage

28 Wer entscheidet, was bezahlt wird? Ob die Krankenkasse eine Leistung der Grundversicherung vergütet, ist für Patienten oft eine emotionale Frage. Dabei liegt die Entscheidung nicht beim Krankenversicherer.

kommission, ELGK) die obligatorische Krankenpflegeversicherung abdecken sollte. Der Bundesrat erhält eine entsprechende Empfehlung und trifft die Entscheidung allein. Welche Arzneimittel über die Grundversicherung abgedeckt werden, entscheidet Text: Silvia Weigel, Foto: Priska Ketterer das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das von der Eidgenössischen Arzneimittelkommission beraten Die Spielregeln für die Grundversicherung sind ge- wird. setzlich klar definiert. Für welche Leistungen der Die verschiedenen Kommissionen setzen sich Versicherer zahlen muss, bestimmt der Bundesrat in paritätisch aus Fachleuten verschiedener Bereiche der Verordnung über die Krankenversicherung. Da des Gesundheitswesens zusammen. Gabriella Chiesa sich die Medizin rasant entwickelt, muss der Bundes- von der CSS ist Präsidentin der EAMGK und Mitglied rat die Verordnung und die entsprechenden Listen der ELGK. «Die Kommissionen beurteilen, ob ein Geständig anpassen. Fachkommissionen unterstützen genstand oder eine Leistung wirksam, zweckmässig ihn bei der Entscheidung. Sie beraten unter ande- und wirtschaftlich ist», erklärt sie. Nur wenn alle drei rem, welche Analysen, Mittel und Gegenstände (Ana- Kriterien erfüllt sind, darf die Kostenübernahme durch lysen-, Mittel- und Gegenständekommission, EAMGK) die Grundversicherung angeordnet werden – so und welche Leistungen (Leistungs- und Grundsatz- schreibt es das vom Parlament verabschiedete Bundesgesetz vor. Auch und gerade Gabriella Chiesa im Gesundheitswesen spielen die (54) leitet das Ressort Kosten eine wichtige Rolle, da sie Innovation in der Abteilung sich letztendlich in den Prämien Versorgungsmanagement widerspiegeln. der CSS. Seit Anfang Jahr ist sie Präsidentin der Neue Leistung für Diabetiker Eidgenössischen Kommission für Analysen, Mittel Gabriella Chiesa erklärt an einem und Gegenstände und Beispiel, wie das Prinzip funktiogleichzeitig Mitglied der niert: «Neu entwickelte TechnoEidgenössischen Kommislogien in der Behandlung des sion für allgemeine Diabetes werden bei einer genau Leistungen und Grundsatzbestimmten Zielgruppe mit eifragen. nem Höchstvergütungsbeitrag finanziert.» So zum Beispiel das Glucosemonitoring für Diabetiker mit Insulinpumpe. Das Gerät überwacht die Zuckerwerte, sodass die Insulinpumpe besser gesteuert werden kann. «Solche Innovationen helfen, die Krankheit zu kontrollieren.»

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© shotshop, istockphoto

Frage

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Toxoplasmose: Untersuchungen sind nur in Verdachtsfällen sinnvoll.

Toxoplasmose: Untersuchung sinnvoll? Die Ergebnisse von Toxoplasmosetests stiften bei Schwangeren oft mehr Verwirrung, als dass sie zu einer Klärung führen. Experten kamen nun zu neuen Erkenntnissen. Text: Jörg Eimers

Frage

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die bei schwangeren Frauen in sehr seltenen Fällen auf das ungeborene Kind übertragen werden kann. Entsprechend werden nach wie vor viele Routineuntersuchungen (Screenings) durchgeführt. Gemäss neuesten Expertenerkenntnissen bringen diese Screenings keinen Nutzen, da Toxoplasmose-Erkrankungen bei Neugeborenen aufgrund einer Infektion während der Schwangerschaft äusserst selten sind und keine wirksame Behandlung mit ausreichenden Erfolgsaussichten bekannt ist. Darum hat das Bundesamt für Gesundheit die Kostenübernahmepflicht für solche Untersuchungen eingeschränkt. Die CSS rät nur in vom Arzt festgestellten Verdachtsfällen zu einer Untersuchung. Der Verzicht auf rohes oder nicht durchgegartes Fleisch sowie eine sorgfältige Küchenhygiene nach Arbeiten mit rohem Fleisch sind die wirksamsten Massnahmen, um sich während der Schwangerschaft nicht mit Toxoplasmose zu infizieren.

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30 Wo melde ich meine neue Adresse? Umgezogen oder eine Namensänderung vorgenommen? Die neue Anschrift muss nicht nur Freunden und Bekannten gesagt werden, sondern auch offiziellen Stellen wie Banken, Versicherungen oder Krankenkassen. Bei der CSS haben Sie folgende Wahlmöglichkeiten, um die neue Anschrift mitzuteilen: • mittels Onlineformular über den Schnellzugriff (unten rechts) auf www.css.ch, • bei Ihrer Agentur: www.css.ch/agentur, • über die Serviceline 0844 277 277


Besuchen Sie uns auf unserer neuen Website www.hotel-montana.ch.

Frage

31 Wissen Sie es? Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Preisrätsel und gewinnen Sie einen Aufenthalt im ART DECO HOTEL MONTANA Luzern

Gewinnen Sie zwei Übernachtungen in einer Penthouse-Spa-Suite inkl. Frühstück für zwei Personen. Das ART DECO HOTEL MONTANA in Luzern ist laut «HolidayCheck» eines der zehn beliebtesten Stadthotels der Welt. Es bietet ausserdem eine fantastische Aussicht auf den Vierwaldstättersee und in die Berge. Die CSS-Versicherten erhalten ein Upgrade in die nächsthöhere Zimmerkategorie bei der Übernachtung in einem Art-Deco-Zimmer (je nach Verfügbarkeit). Bitte CSS-Versicherungskarte vorweisen bei der Buchung. Ausgenommen sind die Monate August und September. So nehmen Sie an der Verlosung teil Schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte und schicken Sie diese an folgende Adresse: CSS Versicherung, Kreuzworträtsel CSS Magazin, Tribschenstrasse 21, Postfach, 6002 Luzern. Oder schicken Sie uns eine E-Mail an css.raetsel@css.ch. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2012. Lösung des Kreuzworträtsels 1/12

Wir gratulieren dem Gewinner Dario Guglielmetti aus 6900 Lugano.

Lösungswort: CSSMAGAZIN 2 | 2012


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CSS Magazin 2/2012 - Deutsch  

Das CSS Magazin ist das Kundenmagazin der CSS Gruppe für die Versicherten von CSS, INTRAS und Arcosana. Es erscheint viermal jährlich in Deu...

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