Page 1

CSSMagazin 2 | 2014

Gesund und gut versichert – 29 Fragen und Antworten

Wie gefährlich ist die Tigermücke? Frage 21

Wie haben Sie Ihre Schlafprobleme gelöst? Frage 26

Dossier:

Einheitskasse: Was sollte man alles wissen? Frage 07   – 17


Heute schon in den Spiegel geschaut? Liebe Leserin, lieber Leser Haben Sie heute bereits in den Spiegel geschaut? «Dumme Frage», mögen Sie sich sagen. Selbstverständlich steht jeder und jede von uns täglich vor dem Spiegel und prüft, ob alles sitzt. Vielleicht wäre es gut, wenn wir auch bei den Gesundheitskosten genauer hinschauen würden. Modernere Technologie, immer bessere Behandlungsmethoden, steigende Leistungsbezüge – die Gründe für den stetigen Kostenanstieg im Gesundheitswesen sind mannigfaltig. Und sie schlagen sich direkt auf die Prämien nieder. Diese sind ein Spiegelbild dessen, was täglich an Gesundheitskosten anfällt. Würden wir häufiger in diesen Spiegel blicken, könnte dies durchaus eine heilsame Wirkung haben. Denn wir würden feststellen, dass es die Krankenversicherungen mit ihren Prämien nicht auf unser Portemonnaie abgesehen haben. Denn sie dürfen in der Grundversicherung gar keine Gewinne erwirtschaften. Vielmehr zahlen wir mit unseren Prämien den Preis für ein sehr gutes, aber eben teures Gesundheitswesen. In dieser Ausgabe gehen wir vertieft auf das Thema Einheitskasse ein. Unter anderem sprechen wir mit jemandem, der aus dem Initiativkomitee ausgetreten ist, und erklären, weshalb ein verfeinerter Risikoausgleich mehr bringt als eine Radikallösung.

Roland Hügi Chefredaktor

Frage

01

Wie erreiche ich die CSS Versicherung? Bei Fragen zu den Produkten Die Beraterinnen und Berater unterstützen Sie gerne persönlich. Agenturfinder: www.css.ch /agentur Bei Fragen zu Leistungen und Rechnungen Die Serviceline hilft Ihnen von Montag bis Freitag, 8 – 18 Uhr, weiter: 0844 277 277 (Lokaltarif Festnetz Schweiz), info.serviceline@css.ch Für 24h Notfall und medizinische Beratung Die CSS ist für Sie da in Notfallsituationen und bei medizinischen Fragen während 24 Stunden an 7 Tagen die Woche: +41 (0)58 277 77 77 Für Adressänderungen Adressänderungen können per Mail (adressaenderung@css.ch) oder per Telefon der Serviceline der CSS (0844 277 277) mitgeteilt werden.

Wer hat’s gemacht? CSS Magazin 2 | 2014 Das CSS Magazin ist das Kundenmagazin der CSS Gruppe für die Versicherten von CSS, INTRAS und Arcosana. Es erscheint viermal jährlich in Deutsch, Französisch und Italienisch. Gesamtauflage: 780 000 Exemplare Unternehmen der CSS Gruppe: CSS Kranken-Versicherung AG, CSS Versicherung AG, INTRAS Kranken-Versicherung AG, INTRAS Assurances SA und Arcosana AG. Herausgeber, Redaktions­adresse: CSS Versicherung, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern, Telefon 058 277 11 11, Fax 058 277 12 12, css.magazin@css.ch Redaktion: Roland Hügi (Chefredaktion), Eveline Franz (Abschlussredaktion) Ständige Mitarbeit: Manuela Specker Redaktion CSS Exklusiv: Diana Bruggmann Konzept: Infel AG, Zürich Gestaltung, Produktion: Niki Bossert, Silvia Tschümperlin Redaktionskommission: Samuel Copt, Roland Gisler, Franziska Guggisberg, Esther Hashimoto, Helena Mettler, Bruno Schmid Druck: swissprinters AG, Zofingen Papier: UPM Star, FSC Mixed Sources CSS Magazin online: www.css-magazin.ch Copyright: Nachdruck nur mit Quellenangabe. Nur Texte, die als offizielle Mitteilung gekennzeichnet sind, haben rechtsverbindlichen Charakter.


Frage

08

Was steckt drin? Dossier Einheitskasse 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17

Frage

04

Risikoausgleich statt Einheitskasse? Schweizer Gesundheitssystem – gibt’s spannende Zahlen? Wann ist Wettbewerb sinnvoll? Was will die Volksinitiative? Wie steht es mit der Kundenzufriedenheit? Warum hat es die Einheitskasse schwer? Was sagen Sie dazu, Herr Cassis? Und die Mitarbeitenden? Was widerspiegeln die Prämien? Was ist faul im Staate England? Warum sind Sie plötzlich gegen die Einheitskasse?

Ernährung & Bewegung 04 Schwimmen mit vollem Magen – ein Problem? 06 Aubergine – das violette Wunder? 18 Warum ist Soft-Ice so soft?

Gesundheit & Vorsorge 03 20 21 23 25 27 28

Wie reagiert der Körper aufs Fliegen? Gesund altern? Wie gefährlich ist die Tigermücke? Wird psychisch kranken Menschen genug geholfen? Warum ist Hepatitis C so heimtückisch? Schmerzen: Wer hilft mir weiter? Weshalb sind hohe Ozonwerte schädlich?

Politik & Wirtschaft Frage

11

05 Prämien: Weshalb so unterschiedlich? 22 Haben es Ihnen die grossen Brummer angetan?

Leistungen & Angebote 01 02 19 24 26 29

Profitieren Sie von den attraktiven Angeboten unseres Kundenclubs CSS Exklusiv

Wie erreiche ich die CSS Versicherung? Wie gehe ich sorgenfrei in die Ferien? Warum gibt es bei der CSS keine Kunden? Neue Adresse? Wie haben Sie Ihre Schlafprobleme gelöst? Wissen Sie es?

Titelbild: Julie und Peter Foto: Matthias Jurt


Frage

Die Ferientage entspannt geniessen – dank einer Ferien- und Reiseversicherung

02 Wie gehe ich sorgenfrei in die Ferien?

Die Ferien- und Reiseversicherung der CSS schützt vor bösen Überraschungen. Text: Manuela Specker

Sommerzeit ist Ferienzeit. Vor lauter Vorfreude geht aber oft etwas Wesentliches vergessen: sich gegen Krankheiten und Unfälle abzusichern, vor denen man auch in dieser Zeit nicht gefeit ist. Ohne entsprechende Versicherung folgt schnell einmal das böse Erwachen. Die Grundversicherung in der Schweiz kommt zwar weltweit für einen Teil der im Notfall entstandenen Kosten auf, aber nur maximal für das Doppelte desPer Mausklick zum sen, was die gleiche Behandlung Ferienschutz in der Schweiz im eigenen WohnAuf www.css.ch/reisen kanton gekostet hätte. In Ländern lässt sich bis unmittelbar mit einem teuren Gesundheitsvor der Abreise eine system werden Spital-, Rettungsauf die individuelle Situa- und Transportkosten somit schnell tion abgestimmte einmal unbezahlbar. Die FerienFerien- und Reiseversiche- und Reiseversicherung der CSS rung abschliessen. schützt vor solchen bösen Gerne können Sie sich Überraschungen. auch persönlich auf Das Produkt lässt sich einer Agentur in Ihrer dank dem flexiblen BauNähe oder per Telefon kastensystem einfach und (0844 277 277) beraten unkompliziert auf die lassen. eigenen Bedürfnisse anpassen. Wer beispielsweise die Heilungskosten schon im Rahmen der Zusatzversicherung vollumfänglich abgedeckt hat, kann die Annullierungskosten- und Reisegepäck-Versicherung sowie die Personen-Assistance nach belieben einzeln abschliessen. Immer beliebter werden Jahresversicherungen, die sich bereits ab zwei Reisen pro Jahr lohnen. So muss nicht bei jeder Reise neu an den Versicherungsschutz gedacht werden.

Frage

03

CSSMagazin 2 | 2014

Wie reagiert der Körper aufs Fliegen? Langstreckenflüge können für den Körper Stress bedeuten. Vor allem ältere oder übergewichtige Menschen sowie Raucher und Schwangere sind erhöhtem Thrombose-Risiko ausgesetzt. Stundenlanges Sitzen mit angewinkelten Beinen kann einen Blutstau verursachen und schlimmstenfalls zu einer Lungenembolie führen. Um zu verhindern, dass das Blut in die Beine absackt, empfiehlt es sich, etwa einmal pro Stunde aufzustehen und sich zu bewegen sowie ab und zu im Sitzen mit den Zehen zu wippen. Wer unter einer Venenerkrankung leidet (z.B. Krampfadern), sollte Stützstrümpfe tragen. Für alle gilt: viel Wasser trinken, nicht nur der trockenen Luft wegen. Das unterstützt die Blutzirkulation.


Frage

Prisca Wolfensberger, Mediensprecherin SLRG

04 Schwimmen mit vollem Magen – ein Problem?

Die Schweizerische LebensrettungsGesellschaft SLRG hielt lange an der Zwei-Stunden-Regel fest: nach einem üppigen Essen zwei Stunden warten, bevor man schwimmen geht. Mittlerweile spielt der Zeitfaktor keine Rolle mehr. «Wir empfehlen, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und auf den Körper zu hören», sagt SLRG-Mediensprecherin Prisca Wolfensberger. Es komme schliesslich auch niemand auf die Idee, gleich nach einem üppigen Essen joggen zu gehen.

Vorsicht vor Kreislaufkollaps

Lange hiess es: Nach einem üppigen Essen ist Schwimmen tabu. Gilt das noch immer? Text: Manuela Specker

An diese Warnung mögen sich fast alle erinnern, die sich als Kind bei sommerlichen Temperaturen gerne in der Badi vergnügten: nach dem Essen keinesfalls direkt ins Wasser! In der kindlichen Logik war es die Vorstellung eines schweren Bauches, der einen in die Tiefe zieht. Tatsächlich war es der drohende Kreislaufkollaps, der Experten zur Empfehlung veranlasste, das Essen zuerst zu verdauen, bevor man ins kühle Nass springt.

Frage

Zwei-Stunden-Regel gelockert

Wenn der Organismus mit Verdauen beschäftigt ist, wird ein Teil des Blutes in die Magengegend gepumpt. Der restliche Körper ist in dieser Zeit schlechter durchblutet, und er fühlt sich müde und träge an. Bei grosser körperlicher Anstrengung kann dies theoretisch zu einem Kreislaufkollaps führen. Selbst wenn dieses Szenario nicht sehr wahrscheinlich ist: «Wenn im Wasser die Kräfte nachlassen, hat das schnell einmal schlimme Folgen», so Prisca Wolfensberger. Zu den Baderegeln der SLRG gehört deshalb nach wie vor, weder mit vollem noch mit leerem Magen zu schwimmen. www.slrg.ch

05 Prämien:

Weshalb so unterschiedlich?

In jedem Kanton der Schweiz verlangt die CSS andere Prämien. Dies hängt damit zusammen, dass die Versicherten je nach Kanton unterschiedlich hohe Kosten verursachen.

© Thinkstock

Text: Roland Hügi

Wer im Kanton Basel-Stadt oder im Kanton Genf wohnt, zahlt höhere Prämien als jemand, der in Appenzell-Innerrhoden zuhause ist. Was man vordergründig als Ungerechtigkeit taxieren könnte, hat seinen Grund in den unterschiedlichen GesundheitsCSSMagazin 2 | 2014

kosten, die in jedem Kanton anfallen. So musste die CSS 2013 für eine versicherte Person in Basel-Stadt 4629 Franken und im Kanton Genf 3842 Franken aufwenden, während eine Person in Appenzell-Innerrhoden Kosten von 2184 Franken verursachte. Die pro Kanton unterschiedlichen Prämien haben also nichts mit Föderalismus, sondern mit der Kostenstruktur zu tun: Je höher die Kosten pro Kopf sind, desto höher fallen die Prämien aus. Jeder Krankenversicherer stuft die Prämien nämlich nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden kantonal und regional ab, und der Bundesrat legt die Regionen für sämtliche Versicherer einheitlich fest. Je mehr Ärzte, Spitäler oder Apotheken in einem Kanton vorhanden sind, desto höher sind erfahrungsgemäss die Gesundheitskosten. Kantone mit einer hohen Ärzte- und Apothekendichte (zum Beispiel der Kanton Basel-Stadt oder der Kanton Genf) verfügen deshalb über die höchsten bezahlten Leistungen pro versicherte Person. Und wie wäre es bei einer Einheitskasse? Auch hier bestünden kantonal unterschiedliche Prämien. Mehr noch: Da pro Kanton noch eine einzige Prämie vorgesehen wäre, müssten in Kantonen mit mehreren Prämienregionen zahlreiche Personen höhere Prämien bezahlen.


Frage

Auberginen lassen sich auf vielfältige Weise zu bereiten

06 Aubergine –

das violette Wunder? In südlichen Ländern gehört die Aubergine schon fast in den Babybrei. In der Schweiz indes: Fehlanzeige. Hier rangiert das Gemüse in hinteren Regionen der Hitrangliste. Text: Roland Hügi

Auberginen – ein Verkaufsschlager? «Nein», sagt der Gemüsehändler Franz Friedli, der in der Luzerner Altstadt einen Marktstand mit rund 150 Sorten Gemüse und Obst betreibt – ein Paradies für Gourmets. Vielleicht 15 Kilogramm verkauft er davon pro Woche. «Damit rangiert das violette Gemüse im hinteren Drittel der Hitrangliste, die vor allem im Sommer von den Tomaten dominiert wird.» Von diesen gehen wöchentlich über 100 Kilo über die Theke. Doch eigentlich geniesst die Aubergine zu Unrecht ein Nischendasein. Denn das ursprünglich aus Asien stammende Gemüse enthält – zumindest vor der Zubereitung – sehr wenig Kalorien und dazu Kalzium und Magnesium, aber auch geVor allem in der Türkei ringe Mengen an Nikotin, Bitterstoffe ist die Anzahl Auberginen-Rezepte sowie das schwach giftige Solanin, wie unerschöpflich. es auch in unreifen Tomaten vorkommt. Doch keine Angst: In modernen Zuchtgemüsen ist der Gehalt so gering, dass keine Gefahr besteht. Und die Bitterstoffe lassen sich durch Entwässern entfernen. Dazu die Auberginen schneiden, mit Salz bestreuen und einige Zeit stehen lassen.

Wahre Multitalente

Die Besten aus Sizilien Was ist übrigens Franz Friedlis Auberginen-Lieblingsrezept? «Ein mediterranes Mischgemüse», sagt er und nimmt eine grosse, hellviolette Viola-Aubergine in die Hand. «Diese sind die Besten – sie stammen aus Sizilien und haben ein festes Fleisch.» Nebst der Aubergine verwendet der Luzerner Gemüsehändler unter anderem Cherrytomaten, Trevisano Tardivo (eine Zichorienart, die auch heiss zubereitet werden kann) und Barba di Frate (Mönchsbart), eine saisonale Spezialität aus Italien, die fast aussieht wie Schnittlauch, aber geschmacklich an Spinat erinnert. «Einfach herrlich!», sagt Franz Friedli bloss – und schon läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

CSSMagazin 2 | 2014

© Gettyimages

Auberginen lassen sich auf vielfältigste Weise zubereiten, sind wahre Multitalente – nicht zuletzt wegen ihres milden Geschmacks, der sich trefflich mit anderen Aromen kombinieren lässt. Auberginen – es gibt sie weiss, fast schwarz, violett und gesprenkelt – schmecken sowohl gebraten, grilliert, gefüllt oder auch als Paste. Gerade in südlichen Ländern wird das Gemüse in grossen Mengen konsumiert und auf unterschiedlichste Art und Weise zubereitet, vor allem in der Türkei, wo der Anbau weit verbreitet und die Anzahl Rezepte schier unerschöpflich ist. Und wer kennt nicht das Ratatouille aus Frankreich, in dem die Aubergine einen wichtigen Bestandteil darstellt, oder das Moussaka Franz Friedli, Gemüsehändler aus Griechenland?


Dossier Einheitskasse Frage

07 Risikoausgleich statt Einheitskasse? Der vom Schweizer Parlament am 21. März 2013 beschlossene verfeinerte Risiko ausgleich ist ein richtiger und wichtiger Schritt zu einem besseren Versorgungssystem. Das sagt der Zürcher Gesundheitsökonom Willy Oggier. Text: Roland Hügi

Am 21. März 2014 hat das Schweizer Parlament mit einer klaren Mehrheit einen verfeinerten Risikoausgleich beschlossen – ein Anliegen, für das sich die CSS bereits seit 1996 starkgemacht hat. Mit dem Parlamentsentscheid erhält der Bundesrat die Kompetenz, weitere Indikatoren für die Morbidität zu definieren. Bevor er jedoch neue Indikatoren festlegt, muss er die Krankenversicherer anhören. Ausserdem muss jeder zusätzliche Indikator auf seine Wirkung hin analysiert werden. Für den Zürcher Gesundheitsökonomen Willy Oggier macht der Parlamentsentscheid den Ruf nach einer Einheitskrankenkasse hinfällig. Denn, so Willy Oggier: «Der nun eingeschlagene Der verfeinerte Weg hin zu einem vernünftigeren Risikoausgleich macht Wettbewerb ist gerade für kränkere den Ruf nach einer Menschen die sinnvollere Lösung als Einheitskasse hinfällig eine Radikalvariante wie die Einheitskasse.» Erfahrungen mit entsprechenden Systemen zeigten nämlich, dass bei chronisch kranken Menschen schnell einmal die Tendenz bestehe, Leistungen einzuschränken. «Und das wäre letztlich der Einstieg in die Rationierung von Gesundheitsleistungen.»

Schlüssel zu sinnvollem Wettbewerb

© Marco Sieber

Willy Oggier erachtet den Entscheid denn auch als Schlüssel «zu einem Wettbewerb, in dem sich die Krankenversicherungen künftig durch gute Betreuungs- und Versorgungsangebote profilieren können und nicht in erster Linie durch tiefe Prämien.» Bildlich gesprochen müssen die Krankenversicherer mit vielen jungen, gesunden und daher günstigen Versicherten nun mehr in einen gemeinsamen Topf einzahlen als bisher. «Dieser Topf wird dann an die Krankenversicherer verteilt, die höhere Kosten haben, weil sie mehr kränkere und vor allem chronisch kranke Menschen versichern.»

Viele Versicherte werden profitieren Wird die entsprechende Verordnung vom Bundesrat vernünftig ausgestaltet, können vor allem chronisch Kranke von der nun beschlossenen Gesetzesände-

rung profitieren. Willy Oggier: «Die integrierte Versorgung gewinnt an Attraktivität, und neue, innovative Modelle zur Betreuung dürften mithelfen, zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis zu kommen.» Mittel- und langfristig werden auch die Prämienzahlenden von der Verfeinerung des Risikoausgleichs profitieren. «Diverse Schweizer Krankenversicherer mit vielen älteren und chronisch kranken Versicherten werden durch das neue System finanziell entlastet. Dies wirkt sich positiv auf die entsprechenden Prämien aus», so Oggier. Umgekehrt müssten Billigkassen mit einer günstigen Versichertenstruktur ihre Prämien zwangsläufig nach oben anpassen. Genau dieser Effekt sei gewollt und werde dazu beitragen, dass die Krankenversicherer mehr Interesse an einer vernünftigen und kosteneffizienten Versorgung statt an Risikoselektion haben. Willy Oggier ist sich aber durchaus bewusst, dass sich die Jagd nach günstigen Risiken nie zu 100 Prozent unterbinden lässt. Er vergleicht es mit dem Zigarettenrauchen: Man könne wohl das Produkt durch hohe Steuern unattraktiv machen. «Aber dennoch wird es immer Raucher geben.» Bezogen auf den Risikoausgleich, heisst dies: Risikoselektion lässt sich nie ganz aus der Welt schaffen, aber sie kann für die Krankenversicherungen durch einen verfeinerten Risikoausgleich unattraktiver ge- Willy Oggier: Risikoausgleich als Schlüssel zu einem sinnvollen Wettbewerb macht werden.

CSSMagazin 2 | 2014


Dossier Einheitskasse

Frage

08 Schweizer Gesund-

heitssystem – gibt’s spannende Zahlen?

Geschichte Die CSS kann 2014 ihren 115. Geburtstag feiern. Sie wurde 1899 als Selbsthilfeorganisation gegründet und setzt sich seither für das Wohl ihrer Versicherten ein.

Text: Roland Hügi, Illustration: Daniel Karrer

Kosten Die Schweizer Krankenversicherer stehen im Wettbewerb zueinander und müssen ihre Kosten strikte im Griff haben. Jährlich verarbeitet und kontrolliert allein die CSS ungefähr 14 Millionen Rechnungen. Sie spart damit zugunsten ihrer Versicherten mehr als 200 Millionen Franken ein. Übrigens: 64,6 Milliarden Franken kostete gemäss Bundesamt für Statistik das – notabene schuldenfreie – Schweizer Gesundheitswesen 2011. Täglich sind das rund

180 Millionen Franken oder ein Stapel von 20er-Nötli, der fast viermal so hoch ist wie der Eiffelturm.

Zufriedenheit 76 Prozent aller Stimmberechtigten waren 2013 gemäss einer Umfrage des gfs-Instituts mit dem Schweizer Gesundheitswesen zufrieden oder gar sehr zufrieden. Noch nie lag dieser Wert so hoch.

Anrufe Service wird bei der CSS gross geschrieben: Jährlich nehmen die Mitarbeitenden der Serviceline rund 1,5 Millionen Anrufe von Versicherten persönlich entgegen und helfen diesen weiter – alle 23 Sekunden klingelt also das Telefon. Wie das wohl von einer Einheitskasse gehandhabt würde?


Agenturen Die CSS ist stets nach bei ihren Versicherten: Sie betreibt in der ganzen Schweiz 118 Agenturen, die den Versicherten bei Fragen oder Unklarheiten zu ihrer Versicherung zur Verfügung stehen; ein Service, den eine Einheitskasse wohl kaum bieten könnte.

Alternative Versicherungsmodelle 53 Prozent aller CSS-Versicherten profitieren von einem erheblichen Prämienrabatt: Sie haben eines von drei alternativen Versicherungsmodellen in der Grundversicherung gewählt: das Hausarzt-, das HMO- oder das Telemedizin-Modell. Mit einer Einheitskasse würde diese Wahlfreiheit wegfallen – sie sieht eine kantonal einheitliche Prämie vor.

Werbung

Lebenserwartung

Quelle: OECD, 2013

Die Schweizer Bevölkerung hat mit 82,8 Jahren weltweit die höchste Lebenserwartung. Sie liegt neu vor Japan, wo die Lebenserwartung bei 82,7 Jahren liegt. Dies zeigt: Die Schweiz verfügt heute über ein hervorragendes Gesundheitswesen.

78,7 Jahre

80,8 Jahre

82,7 Jahre

82,8 Jahre

Von jedem Prämienfranken in der Grundversicherung fliessen lediglich 0,3 Rappen in die Werbung. Würden also die Krankenversicherer auf jegliche Werbung verzichten, wäre eine Monatsprämie von 330 Franken gerade mal um einen Franken günstiger.


Dossier Einheitskasse

Kolumnen-Frage

09

In dieser Kolumne äussert sich fortan Reiner Eichenberger. Er ist Professor für Theorie der Finanzund Wirtschaftspolitik an der Universität Fribourg/ Freiburg.

Dank Kundenorientierung erhalten bei der CSS alle Versicherten nicht Einheitsware, sondern ein massgeschneidertes Angebot.

Frage

10 Was will die Volksinitiative? Das Schweizer Gesundheitssystem ist hervorragend, aber auch teuer. Und jedes Jahr nehmen die Kosten für Leistungen zu. Und damit steigen auch die Prämien, um diese Kosten überhaupt decken zu können. Hier setzt die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» an. Das Volksbegehren wurde im Frühjahr 2012 eingereicht und verfolgt das Ziel einer Einheitskrankenkasse. Die Initiative fordert, dass «die soziale Krankenversicherung von einer einheitlichen, nationalen öffentlichrechtlichen Einrichtung durchgeführt wird. Deren Organe werden namentlich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone, der Versicherten und der Leistungserbringer gebildet.» Gemäss Vorstellung der Initianten verfügt die Kasse über kantonale oder interkantonale Agenturen. «Diese legen namentlich die Prämien fest, ziehen sie ein und vergüten die Leistungen. Für jeden Kanton wird eine einheitliche Prämie festgelegt; diese wird aufgrund der Kosten der sozialen Krankenversicherung berechnet.» Alles in allem ist der Initiativtext sehr offen formuliert. Erst im Rahmen einer langen politischen Debatte würde die exakte Ausgestaltung einer Einheitskasse also klare Konturen annehmen. Zur Website der Initianten: www.oeffentliche-krankenkasse.ch CSSMagazin 2 | 2014

Jurt

Die Versicherung von Gebäuden gegen Feuer- und Elementarschäden ist in Kantonen mit Einheitskassen deutlich billiger als in Kantonen mit konkurrierenden privaten Anbietern. Ist dieses wissenschaftlich gut belegte Ergebnis auf den Gesundheitsbereich übertragbar? Der Hauptvorteil von Wettbewerb ist, dass er den AnReiner Eichenberger, Universität Fribourg bietern starke Anreize gibt, ihre Produkte innovativ zu verbessern. Ein Nachteil ist, dass sich die Anbieter zuweilen teure Vertriebsaufwandswettläufe liefern. Entscheidend ist, ob die Vorteile grösser als die Nachteile sind. In der Gebäudeversicherung waren in den letzten hundert Jahren kaum grosse Innovationen nötig. Hingegen sind die Vertriebskosten privater Gebäudeversicherungen sehr hoch. Der Grund dafür ist, dass Feuerschäden sehr selten sind. Deshalb wissen die Kunden nur wenig über das Verhalten der Versicherer im Schadenfall, und die Versicherer wissen wenig über die Risiken der einzelnen Kunden. Folglich müssen die Versicherer grosse Verkaufsanstrengungen betreiben und die Risiken der Kunden aufwändig bewerten. Ganz anders sieht es bei den Krankenkassen aus: Die Kunden wissen schnell, wie gut eine Krankenkasse funktioniert, und die Risikobewertung ist unbedeutend. Deshalb sind die Vertriebs- und Verwaltungskosten von Krankenkassen sehr viel kleiner als von Gebäudeversicherungen. Zugleich sind wir auf die Innovationskraft der Krankenkassen angewiesen. Die Gesundheitskosten können nur ohne Qualitätsverluste gesenkt werden, wenn neue Managed Care-Modelle eingeführt und die Leistungserbringer wirksam kontrolliert werden können. Beides braucht innovative unternehmerische Höchstleistung. Im Gesundheitsbereich sind deshalb die Vorteile von Einheitskassen klein, ihre Nachteile aber riesig.

© Matthias

Wann ist Wettbewerb sinnvoll?


Frage

11 Wie steht es

mit der Kundenzufriedenheit? Eine hohe Kundenzufriedenheit ist einer der grossen Vorteile des heutigen Krankenversicherungssystems. Die Versicherer unternehmen alles, um ihre Kundinnen und Kunden zufriedenzustellen – so auch die CSS. Text: Roland Hügi

Die Versicherten sind mit ihren Krankenkassen zufrieden. Das zeigt die Ende März publizierte Erhebung des Vergleichsdienstes Comparis. Das Resultat erstaunt nicht, wird doch die Kundenorientierung bei den Schweizer Krankenversicherern gross geschrieben. Sie stehen zueinander im Wettbewerb, und nur

wer seine Versicherten in allen Belangen zufriedenKolumnen-Frage stellen kann, wird langfristig auf dem Markt Bestand haben. Um die Bedürfnisse ihrer Versicherten in Erfahrung zu bringen, misst die CSS im Anschluss an einen Kundenkontakt auf verschiedenen Kanälen (u.a. Telefon, Mail, SMS, aber auch in Workshops mit Versicherten) die Zufriedenheit mit der Bearbeitung eines Anliegens. Dadurch werden Schwachpunkte aufgedeckt und Verbesserungen in die Wege geleitet.

Der Mensch im Mittelpunkt Viel zu einer hohen Kundenzufriedenheit trägt die Serviceline der CSS bei: Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen hier jedes Jahr 1,5 Millionen Anrufe entgegen. «Der stetige Gedankenaustausch unter den Mitarbeitenden sowie die Kundenfeedbacks ermöglichen es, unseren Service immer wieder von neuem zu hinterfragen und uns im Sinne unserer Versicherten kontinuierlich zu verbessern», sagt Tamara Pinto von der Serviceline in Kriens. In erster Linie drehen sich die Telefonate um Rechnungen, bezahlte Leistungen sowie Fragen zur eigenen Police. Nicht selten geht es bei den Gesprächen aber auch um ganz persönliche Schicksale – nicht eine Policennummer, sondern der Mensch steht in diesen Fällen im Mittelpunkt. Denn die CSS will keine Krankenversicherung für anonyme Kunden sein – sondern für Menschen. Dieses Versprechen der CSS soll keine Worthülse sein, sondern mit Leben erfüllt werden.

Frage

12 Warum hat es

die Einheitskasse schwer? Mehrere Male schon hat das Stimmvolk die Einführung einer Einheitskasse verhindert. Das hat gute Gründe. Text: Manuela Specker

In der schweizerischen Gesundheitspolitik gibt es einen Dauerbrenner: die Forderung nach einer Einheitskasse. 1994, 2003 und 2007 sagten die Stimmberechtigten deutlich Nein zu einem solchen Vorhaben (siehe Grafik). Nun steht das Thema erneut zur Debatte, mit einem gewichtigen Unterschied zu früheren Vorlagen: Die Initianten möchten an der Finanzierung nicht grundsätzlich rütteln und sehen CSSMagazin 2 | 2014

deshalb davon ab, wie 1994 23,4 76,6 2007 die Kopfprämien 2003 27,1 72,9 durch einkommensab- 2007 28,8 71,2 Ja % Nein % hängige Prämien erset- zen zu wollen. Die Vorlage von 2007 In der Vergangenheit ist nicht nur wegen des wurde eine Einheitskasse Finanzierungsmodells stets wuchtig abgelehnt. Quelle: www.admin.ch gescheitert. Gegner bemängelten insbesondere fehlende Anreize zur Kostensenkung und den Schritt hin zur Staatsmedizin. Das Stimmvolk war denn auch nicht bereit, auf die Wahlfreiheit zu verzichten, und lehnte die Vorlage mit über 70 Prozent Nein-Stimmen ab. Genau diese Wahlfreiheit steht mit der bevorstehenden Abstimmung zur EinheitskassenInitiative der SP erneut auf dem Spiel. Das Fazit der Gegner einer Einheitskasse ist damals wie heute dasselbe: Eine Einheitskasse bekämpft lediglich die Symptome statt die Probleme. Für die Kostenentwicklung verantwortlich sind nämlich nicht die heute rund 60 Krankenversicherer, die in einem regulierten Wettbewerb funktionieren, der Sparanreize schafft und innovative Modelle fördert. Die Prämien sind nichts anderes als ein Abbild der bezogenen Leistungen, des medizinischen Fortschritts und der Anspruchsmentalität.


Dossier Einheitskasse

Frage

13 Was sagen

Sie dazu, Herr Cassis? Rund um die Einheitskasse machen zahlreiche Aussagen von Befürwortern die Runde. Wir haben einige davon herausgepickt und Ignazio Cassis, FDP-Nationalrat und Präsident von curafutura*, gebeten, Stellung zu nehmen. Text: Roland Hügi

«Die Versicherer versuchen, ihr Business zu optimieren. Sie versichern jene Risiken, die für ihr Geschäft am besten sind, anstatt sich um die Gesundheit der Versicherten zu kümmern.» (SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr, Aargauer Zeitung, 5.3.2014) Ignazio Cassis: Wenn Jacqueline Fehr mit «optimieren» meint, dass die Versicherungen genau hinschauen, was sie bezahlen, dann hat sie Recht. Dank strikter Rechnungskontrolle werden nämlich jedes Jahr rund In der Schweiz haben zwei Milliarden Franken Arm und Reich Zueingespart. Das ist im gang zur gleichen mediInteresse aller Versicherzinischen Betreuung. ten und deren Prämien. Zudem hat das Parlament am 21. März 2014 das Gesetz so geändert, dass die Betreuung von chronisch Kranken für die Krankenversicherer jetzt ins Zentrum rückt. Darüber freue ich mich als Arzt und Politiker sehr: Das macht Sinn. «Überhaupt dient der Wettbewerb unter den Versicherern alleine der Mengenausweitung, was die Kosten in die Höhe treibt.» (Jacqueline Fehr, Aargauer Zeitung, 5.3.2014)

Cassis: Diese Behauptung ist schlicht absurd. Die Schweizer Krankenversicherer wollen im Interesse ihrer Versicherten und deren Prämien den Konsum medizinischer Leistungen vernünftig halten und bezahlbar machen. Das gefällt natürlich den Leistungserbringern nicht immer und auch nicht dem einzelnen Patienten. Eine Mengenausweitung bei der staatlichen Einheitskasse wäre hingegen vorprogrammiert, weil deren Leitung (Bund, Kantone, Versicherte und Leistungserbringer) sich nicht erlauben könnte, unpopulär zu sein. «Der Pseudo-Wettbewerb zwischen den Krankenversicherern pervertiert unser Gesundheitssystem durch Fehlanreize und hat auf die Qualität der Leistungen negative Auswirkungen.» (FAQ Ärztekomitee, www.oeffentliche-krankenkasse.ch) Cassis: Wer so etwas behauptet, hat eine verzerrte Wahrnehmung. Unser Gesundheitswesen ist ausgezeichnet: Alle Menschen – Arm und Reich – haben gleichermassen Zugang zu einer guten medizinischen Betreuung. Diese ist letztlich das Resultat des heutigen Systems mit reguliertem Wettbewerb und nicht das Resultat einer staatlichen Lösung. Grund genug, keinen Systemwechsel zu wollen. Denn wir wissen, was wir mit dem heutigen System haben. «Der Wettbewerb funktioniert nicht. Indem die Versicherer sich gegenseitig Kunden abjagen, entstehen nur Kosten. Das ist ein Nullsummenspiel für alle Beteiligten.» (SP-Ständerätin Anita Fetz, Ständerats-Debatte vom 9. März 2013, zitiert in: Aargauer Zeitung, 10.Dezember 2013.) Cassis: Das wirksamste Instrument gegen Risikoselektion ist die Verfeinerung des Risikoausgleichs. Und dieser wurde am 21. März 2014 von Nationalund Ständerat mit einer klaren Mehrheit beschlossen. Selbst der Waadtländer Staatsrat Pierre-Yves Maillard, bekanntester Verfechter der Einheitskassen-Initiative in der Romandie, sagt, er unterstütze zwar die Initiative, aber man hätte ihr auch eine effektive Verbesserung des Risikoausgleichs gegenüberstellen können («Politik + Patient» 2/13). Genau das hat nun das Parlament gemacht und so den Initianten den Wind aus den Segeln genommen. «Eine Finanzierung aus einer Hand würde Hunderte von Millionen an CSSMagazin 2 | 2014

Marketing- und Werbekosten sparen, und statt einer Kostenabschiebung wäre endlich ein Kostenmanagement möglich.» (FDP-Ständerätin Christine Egerszegi, Aargauer Zeitung, 10.2.2010) Cassis: Die angeblich Hunderten von Millionen Franken an Marketing- und Werbekosten führt Christine Egerszegi wider besseres Wissen immer wieder ins Feld. Gemäss Bundesamt für Gesundheit betragen sie nämlich ledig-

lich knapp 80 Millionen Franken. Pro 100 Prämienfranken sind dies also rund 30 Rappen. Bei einem vollständigen Verzicht auf jegliche Werbung würden wir also auf 330 Prämienfranken einen einzigen Franken einsparen. Reden wir doch von den Kosten, die alleine der Umbau des heutigen Systems hin zu einer staatlichen Einheitskasse mit sich bringen würde. Gemäss einer Hochschulstudie


dürfte der Wechsel rund zwei Milliarden Franken kosten. «Weil eine Einheitskasse nur ihren eigenen Aufwand decken und keinen Gewinn erzielen müsste, könnten die Kosten spürbar gesenkt werden.» (Schwyzer SP-Regierungsrat Armin Hüppin, Neue Luzerner Zeitung, 16.1.2010) Cassis: Es erstaunt, wie viele Personen noch immer nicht wissen, dass es den

Die Versicherten finden sich kaum mehr zurecht.» (SP-Nationalrat Stephane Rossini, www.oeffentlichekrankenkasse.ch) Cassis: Vor allem dank des Wettbewerbs sind die Verwaltungskosten der Krankenversicherer seit 1996 massiv von zirka 8 auf 5 Prozent, gesunken. Dies kommt letztlich allen Versicherten zu gute. Zudem führt das wettbewerbliche System dazu, dass die Ver-

© ignaziocassis.ch

Ignazio Cassis: Allein schon der Wechsel zu einer Einheitskrankenkasse würde Kosten von rund zwei Milliarden Franken verursachen.

Krankenversicherern in der Grundversicherung per Gesetz verboten ist, Gewinne zu erzielen. Jeder Prämienfranken, der in die soziale Grundversicherung einbezahlt wird, muss für deren Finanzierung eingesetzt werden. «60 Kassen und eine Fülle von Versicherungsmodellen für eine gesetzlich definierte Leistung machen das System unnötig kompliziert.

sicherten zwischen verschiedenen Versicherungsmodellen (z.B. HMOoder Hausarztmodell) wählen und damit erheblich Prämien sparen können. Grösster Vorteil aber bleibt die Wahlmöglichkeit: Bin ich mit meiner Krankenversicherung nicht zufrieden, kann ich zu einer anderen mit besserem Service wechseln. Ich glaube kaum, dass ein mündiger Bürger damit überfordert ist. CSSMagazin 2 | 2014

«Eine Sozialversicherung muss eine einheitliche Prämie je Kanton haben.» (Stephane Rossini, www.oeffentliche-krankenkasse.ch) Cassis: Nebst vielen anderen Punkten ist genau diese Einheitsprämie pro Kanton einer der Schwachpunkte in den Forderungen nach einer Einheitskasse. Nehmen wir als Beispiel den Kanton Zürich. Hier bestehen derzeit drei Prämienregionen mit unterschiedlichen Prämien. Die Landbevölkerung zahlt viel tiefere Prämien, weil sie weniger Leistungen bezieht als die Stadtbevölkerung. Bei einer Einheitsprämie müssten also die Versicherten auf dem Land die Stadt subventionieren. «In der Schweiz gibt es kaum Disease-Management-Programme für chronisch kranke Der 1961 geborene Menschen, obwohl die Ignazio Cassis ist FDPQualitäts- und EffiNationalrat und zienzgewinne solcher Dr. med. Seit dessen Programme in anderen Ländern nachgewie- Gründung im April 2013 steht Ignazio Cassis sen sind. Grund dadem Krankenkassenverfür ist das Bestreben der band curafutura als Krankenkassen, Präsident vor. curafutura schlechte Risiken von wurde von den Krankensich fernzuhalten.» versicherern Helsana, (Gesundheitsökonomin Sanitas, KPT und CSS ins Anna Sax, «Fakten Leben gerufen. In seiund Argumente für eine ner Charta bekennt sich öffentliche Krankenkasse», Studie im Auftrag der Verband unter anderem zum Wettbeder SP Schweiz) Cassis: Diverse Schwei- werb im schweizerizer Krankenversicherer schen Gesundheitswekennen bereits seit lan- sen – als Grundlage gem entsprechende Pro- von Qualität und Ingramme für chronisch novation. www.curafutura.ch Kranke und bauen diese weiter aus. So bietet zum Beispiel die CSS Programme in den Bereichen Diabetes, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Depression, Schlafstörungen und chronische Schmerzen an. Diese Angebote sind für die Versicherten, die bei der CSS über eine Grund- sowie mindestens eine Zusatzversicherung verfügen, kostenlos.


Dossier Einheitskasse

Frage

EINHE

ITSKA

15 Was widerspiegeln

SSE

2 Milliarden CHF

die Prämien?

Frage

14 Und die Mit-

Ein hervorragendes Gesundheitswesen, wie es die Schweiz kennt, geht mit hohen Kosten einher. Diese schlagen direkt auf die Prämien durch. Eine Wechselwirkung, die gerne ausgeblendet wird. Text: Roland Hügi

arbeitenden? Was würde die Schaffung einer Einheitskasse für die Mitarbeitenden der heutigen Krankenversicherer bedeuten? Klar ist: Es käme zu vielen Kündigungen und sehr viele Angestellte müssten den Arbeitsort wechseln. Text: Roland Hügi

Die 60 Krankenversicherungen in der Schweiz beschäftigen heute in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss Bundesamt für Gesundheit 12 527 Personen (10 325 Vollzeitstellen, Stand 2011.) Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie hat berechnet, welche Auswirkungen eine Einheitskasse mit kantonalen Agenturen für die Mitarbeitenden hätte. Das Institut geht davon aus, dass die Innen- und Aussendienstmitarbeitenden in den Vertriebsagenturen abgebaut würden. 3954 Personen würden also ihre Stelle verlieren. Aber auch für die restlichen Angestellten würden sich einschneidende Veränderungen ergeben, entspräche doch die heutige Arbeitsplatzstruktur nicht der zukünftigen kantonalen Struktur der Einheitskasse. Ein Grossteil der Angestellten müsste deshalb den Arbeitskanton wechseln. Gemäss dem Institut dürften sich allein die zusätzlichen Personalkosten auf mehr als 700 Millionen Franken belaufen. Der Hauptteil davon entstünde aufgrund von Parallelstrukturen, könnte doch das eine System nicht per Knopfdruck durch das andere abgelöst werden. Insgesamt dürften bei einem Systemwechsel Kosten von gegen zwei Milliarden Franken anfallen – ein Betrag, der auch von den Initianten als realistisch erachtet wird. Diese Kosten müssten von den Versicherten übernommen werden. www.alliance-sante.ch CSSMagazin 2 | 2014

Die Schweiz verfügt weltweit über eines der besten Gesundheitssysteme. In der Grundversicherung haben alle – egal, ob Arm oder Reich – Zugang zu den gleichen Gesundheitsleistungen. Doch das hat seinen Preis: Die Kosten steigen stetig an. Nicht nur die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen trägt ihren Teil dazu bei, sondern auch technische und medizinische Fortschritte wirken Preis treibend. Bis heute hat die Politik keine Rezepte gefunden, dem Kostenwachstum etwas entgegenzusetzen. Zwischen Gesundheitskosten und Krankenversicherungsprämien besteht eine direkte Wechselwirkung: Jeder Franken, den Krankenversicherer für bezogene Leistungen ihrer Versicherten bezahlen, muss zuerst als Prämie eingenommen werden. Das ist heute so und das war auch vor zehn Jahren nicht anders. Bloss lagen damals die Bruttoleistungen der Krankenversicherer in der Grundversicherung gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei 18,048 Milliarden Franken. 2012 betrugen sie 25,901 Milliarden. Dass sich auch 2013 nahtlos in die Vorjahre einreiht, zeigen die Zahlen des BAG. Diesen Trend kann laut Bundesrat auch eine Einheitskasse nicht brechen. In seiner Botschaft zur Einheitskassen-Initiative sagt er klipp und klar, «dass die Initiative keine kostendämpfende Wirkung mit sich bringen würde». Gesundheitskosten- und Prämienvergleich in CHF 3500 3000 2500 2000 1 500 1000 500 0 2001 2003 2005 2007 2009 2011 – Prämien pro Versicherten in CHF – Verwaltungskostenaufwand plus Nettoleistungen pro Versicherten in CHF


Schottland England

16 Was ist faul im

Die Schweiz erreicht im Ranking die höchste Punktzahl – sie bietet europaweit den besten Zugang zur medizinischen Versorgung an.

Die Zwänge eines Staatsmonopols

In der Schweiz können die Versicherten den Arzt frei wählen – es sei denn, sie haben ein alternatives Versicherungsmodell ausgewählt, bei dem sie sich verpflichten, immer zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Im Gegenzug erQuelle: Euro Health halten sie dafür einen PrämienConsumer Index 2013 rabatt. Ein Gesundheitswesen mit einem regulierten Versicherungswettbewerb wie in der Der nationale Gesundheitsdienst (NHS) wird von Schweiz ist solidarisch und belohnt zugleich Eigenverantwortung. Auch ist es ein grosser Anreiz für die vielen Engländern verehrt. Doch das staatliche Versicherungen, innovative Modelle zu entwickeln. Monopol hat seine Schattenseiten. In einem solchen System sind die Sparanreize bedeuText: Manuela Specker tend grösser als unter einem staatlich gelenkten Monopol, wo unzufriedene Kunden nicht einmal die Das Gesundheitswesen in Grossbritannien ist voll- Möglichkeit haben, den Anbieter zu wechseln. umfänglich vom Staat gelenkt: Er nimmt sowohl bei der Finanzierung als auch bei der Erbringung von NHS stiftet Identität medizinischen Dienstleistungen eine zentrale Rolle Warum geniesst der NHS trotzdem unter vielen ein. «National Health Service» (NHS) heisst der Ge- Briten Sympathien? Zum einen dürfen Schreckenssundheitsdienst, auf den die Briten so stolz sind – meldungen nicht stellvertretend für das ganze trotz Horrormeldungen, die sich um lange Warte- Gesundheitssystem genommen werden. Zum andezeiten sowie falsche Behandlungen drehen. Einer ren hat der NHS eine identitätsstiftende Wirkung. der renommiertesten NHS-Mediziner, Keith Willet, In einem Land, wo das Klassendenken nach wie vor liess im Jahr 2013 verlauten, dass er besorgt wäre, sehr ausgeprägt ist und die sozialen Schichten ausmüssten seine Familienangehörigen am Wochenen- einanderdriften, vermittelt ein solches System ein de in ein britisches Krankenhaus eingeliefert werden. Gefühl des Zusammenhalts. Viele Briten sind so stolz auf ihren NHS, weil sie dessen Dienstleistungen kostenlos beziehen können und weil er allen EinwohneSchweiz schneidet besser ab Die staatliche Allmacht im Gesundheitsbereich hat rinnen und Einwohnern gleichen Zugang gewährt. Doch die Vorstellung von «kostenlos» ist eine Illuzweifellos ihre Schattenseiten. Im «Euro Health Consumer Index» von 2012 schneiden Länder mit staat- sion: Die Patienten zahlen indirekt über Steuern für ein lich gelenkten Gesundheitssystemen am schlechtes- System, das nach wie vor unter einem zu grossen ten ab. Die Schweiz hingegen darf sich rühmen, den Bürokratie-Apparat leidet; der NHS ist nach eigenen ersten Rang zu belegen. Nirgendwo sonst ist der Zu- Angaben mit mehr als 1,7 Millionen Angestellten der gang zu Allgemeinärzten und Spezialisten so gut, fünftgrösste Arbeitgeber der Welt. Systeme mit einem und die Wartezeiten sind kurz. In England müssen hohen staatlichen Einfluss tendieren überdies dazu, die Patienten immer zuerst jene Praxis für Allge- das Gesundheitssystem über Schulden zu finanzieren. meinmedizin aufsuchen, bei der sie registriert sind. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Einheitskasse in Der Zugang zu einem Spezialisten erfolgt erst nach Frankreich, die zwischen 1988 und 2011 ein Defizit von einer Überweisung. fast 90 Milliarden Euro angehäuft hat.

Staate England?

© Fotolia

225

Frage

125

138

Schweiz

CSSMagazin 2 | 2014


Dossier Einheitskasse

EVP-Nationalrätin Maja Ingold: «Es gibt keine Anhaltspunkte, die für die öffentliche Einheitskasse sprechen.»

Frage

17 Warum sind Sie

plötzlich gegen die Einheitskasse? Die Winterthurer EVP-Nationalrätin Maja Ingold gehörte einst dem EinheitskassenInitiativkomitee an. Sie sagt, warum sie sich mittlerweile gegen die Initiative stellt. Text und Bild: Manuela Specker

Frau Ingold, als Mitglied des Initiativkomitees sind Sie heute gegen die Einheitskasse. Was führte zu diesem Gesinnungswandel? Maja Ingold: In den letzten drei Jahren hat sich unter dem Druck der Volksinitiative Entscheidendes verbessert. Ich denke insbesondere an die Verfeinerung des Risikoausgleichs, den das Parlament im März gutgeheissen hat, und an das KrankenkassenAufsichtsgesetz. Angesichts dieser Verbesserungen sehe ich keinen Grund mehr, warum wir unser gutes Gesundheitssystem aufs Spiel setzen sollten mit einem totalen Systemwechsel – zumal es sich in einem schuldenfreien Zustand befindet und in Umfragen seit der Einführung der obligatorischen Krankenversicherung die höchste Akzeptanz findet.

Die Befürworter einer Einheitskasse argumentieren nach wie vor so, als habe sich auf der politischen Ebene nichts bewegt. Mittlerweile geht es zu sehr um ideologische Fragen, sowohl auf der Seite der Befürworter als auch der Gegner. Dass zum Beispiel die Verwaltungskosten unter einer Einheitskasse sinken werden, ist fraglich und nicht einmal entscheidend. Die Verwaltungskosten der Krankenversicherer, inklusive Marketing und Werbung, betragen heute nur rund 5 Prozent. 95 Prozent der Ausgaben sind gegeben durch die Leistungen; daran ändert sich auch mit einer Einheitskasse nichts. Hier müssen wir ansetzen. Mit den erwähnten Reformen befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Wir müssen uns nun die Frage stellen, wie wir die kommenden Herausforderungen wie die demografische Entwicklung besser meistern können. Was ist Ihr Rezept? Ein gutes Care, Case und Disease Management. Die Schlüsselfrage ist, welches Versicherungssystem die bessere Antwort hat auf die Herausforderung der Zukunft: die wachsende Zahl von chronisch kranken und alten Menschen kostensparend und qualitativ hochstehend zu versorgen. Es gibt keine Anhaltspunkte, auch nicht Vorbilder im Ausland, die für die öffentliche Einheitskasse sprechen. Im Gegenteil: Es ist nicht einmal klar, ob eine Einheitskasse mit flächendeckenden Managed-Care-Modellen am Ende auch die freie Arztwahl in Frage stellt. Die freie Wahl der Versicherung, die wir heute haben, würden wir mit Sicherheit aufgeben. Umso wichtiger ist es, nicht aus einem «Prämienfrust» heraus einen Systemwechsel herbeiführen zu wollen. Wo sehen Sie die grösste Gefahr? Ein unzufriedener Kunde kann eine Einheitskasse nicht mehr verlassen, er ist ihr ausgeliefert, auch wenn sich die Servicequalität möglicherweise verschlechtert. Das ist ein allgemein bekanntes Risiko, wenn der Wettbewerb wegfällt. Ausserdem sind bei einer Megakasse und Monopolistin Zwang oder sogar Qualitätseinbussen nicht auszuschliessen. Wenn wir schon die Wahlfreiheit aufgeben würden, müssten wir die Gewähr haben, dass das neue System für die nächsten 50 Jahre in jeder Hinsicht das klar bessere ist. Der regulierte Wettbewerb, wie er mittlerweile mit den notwendigen politischen Reformen ausgestaltet ist, bietet angesichts dieser zahlreichen Risiken bessere Perspektiven, das Prämienwachstum über verschiedene integrierte Versorgungsmodelle zu dämpfen. Im heutigen System können sich die Versicherten freiwillig für ein solches Modell entscheiden. Wie hat eigentlich Ihr Umfeld auf Ihren Meinungsumschwung reagiert? Meine Risikoanalyse, meine kritischen Fragen und meine Schlussfolgerungen wurden anerkannt. Auch wenn man einmal eine Meinung getroffen hat, bleibt es wichtig, die Gegenseite und die politischen Entwicklungen anzuschauen und seine Meinung gegebenenfalls zu revidieren. Sonst geht es nicht mehr um die Sache, sondern um Ideologie.

CSSMagazin 2 | 2014


Frage

Glacegenuss auf Chinesisch

18 Warum ist SoftIce so soft?

Sanft vergeht es auf der Zunge, erfrischt den Kopf und erfreut das Gemüt: ein frisch «gezapftes» Soft-Ice. Doch weshalb ist diese Sommerspezialität eigentlich so soft? Und wer hat überhaupt die Glacé erfunden?

© Thomas Zimmermann

Text: Roland Hügi

Dass ein Soft-Ice überhaupt so cremig aus dem Automaten quillt, hängt gemäss Roger Walliser, verantwortlich für die Glace-Entwicklung bei Emmi, in erster Linie von der richtigen Kombination der verschiedenen Zuckerarten (Zucker, Glukosesirup und Traubenzucker/Dextrose) ab, die in der Produktion verwendet werden: «Im Gegensatz zu einem härteren Mix wird bei einem Soft-Ice ein bedeutender Anteil an Dextrose verwendet.» Nebst den verschiedenen Die wohl bekannteste Schweizer Zuckerarten enthält Soft-Ice Stängelglace ist die auch Magermilch, Rahm oder Rakete der Firma Pflanzenfett, MagermilchkonFrisco. Sie wurde zentrat, verschiedene Aroma1969 aus Anlass Extrakte sowie Binde- und der damaligen Landung Verdickungsmittel. «Diese opder Amerikaner auf timieren den Mix für den dem Mond lanciert und Abfüllprozess und die Lagerfäkostete 30 Rappen. higkeit», so der Glace-FachHeuer feiert der Glacemann der Firma Emmi. Dauerbrenner sein 45jähriges Jubiläum. Weniger kalt als Glace Dieser flüssige Mix wird im Zylinder der Soft-Ice-Maschine auf einige Minusgrade abgekühlt und quillt dann in seiner unvergleichlichen Cremigkeit in die Waffel. Übrigens trägt die Temperatur viel dazu bei, dass wir die Aromen in einem Soft-Ice besser wahrnehmen als in einer normalen Glace. Diese hat nämlich, wenn sie direkt aus dem Kühlschrank kommt, eine Temperatur von gegen minus 20 Grad, was für die Geschmacksknospen auf unserer Zunge fast zu kalt ist.

Glace gibt es übrigens nicht erst seit der Erfindung von Kühlmaschinen. Bereits die alten Chinesen erfrischten sich vor Tausenden von Jahren an einer Art Glace: Natureis, das mit verschiedenen Zutaten vermischt wurde. Dieses Prinzip wendeten auch die alten Römer an, indem sie Eis aus den Bergen nach Rom transportieren liessen, um es mit Früchten und Gewürzen zu verfeinern. Mit dem heutigen Speiseeis hatten jedoch die damaligen Kreationen wenig zu tun. Es war vielmehr eine Art Sorbet, das umgehend konsumiert werden musste. In der Schweiz werden gemäss Roger Walliser jedes Jahr rund sieben Liter Speiseeis pro Kopf konsumiert, insgesamt 55 Millionen Liter, davon etwa 1,5 Millionen Liter Soft-Ice. Die Produktion von Emmi beläuft sich auf rund 1,8 Millionen Liter Speiseeis. Nur ein Teil davon wird unter der Marke Emmi vertrieben. Den Grossteil ihrer Glace produziert Emmi für verschiedene grosse Abnehmer, beispielsweise im Schweizer Detailhandel. Für ihre Glace, die in Ostermundigen produziert wird, verwendet Emmi ausschliesslich Milch und Rahm aus der Schweiz.

CSSMagazin 2 | 2014

Nur mit der richtigen Kombination verschiedener Zuckerarten wird ein Soft-Ice auch wirklich soft.


Frage

19 Warum gibt es bei der CSS keine Kunden? Die CSS erweckt ihr Markenversprechen «ganz persönlich» zu neuem Leben und betont die Einzigartigkeit ihrer Versicherten. Es gibt nämlich nicht den Kunden – so wenig wie es die Wolke gibt. Text und Bild: Manuela Specker

Wer kennt ihn nicht, den Buben mit den aufgemalten Masern? Oder den rüstigen Senioren, der seinen jüngeren Gegner beim Tischtennis in Grund und Boden spielt? Diese beiden Sujets waren Teil der Kampagne, welche die Werthaltung der CSS auf den Punkt bringt. Sie stehen für die Tatsache, dass sie bestrebt ist, ihre Kundinnen und Kunden als Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu betreuen – ganz persönlich eben. «Wir interessieren uns nicht für den Durchschnitt. Wir interessieren uns für Sie», lautete die Hauptbotschaft. Nun geht die CSS einen Schritt weiter: Neu betont sie noch stärker die Einzigartigkeit eines jeden einzelnen Versicherten. Die CSS versteht sich nämlich nicht als Krankenversicherung für Kunden, sondern für Menschen. Dass die Unterschiedlichkeit Teil eines jeden Lebensbereichs ist, kommt unter anderem in der Bilderwelt der neuen Kampagne zum Ausdruck – der TV-Spot wird seit dem 18. Mai gesendet. Er zeigt, dass es den Schnupfen, die Wolke oder das Kleid nicht gibt – genauso wenig, wie es den Kunden gibt. Diese Werthaltung, fern jeglichen Schubladendenkens, ist für die Mitarbeitenden der CSS jeden Tag ein Ansporn, die Zufriedenheit ihrer Versicherten weiter zu erhöhen. Denn wo es um die Individualität von Menschen und nicht einfach um Kunden geht, wird die Arbeit als sinnstiftender und herausfordernder erlebt. CSSMagazin 2 | 2014

Frage

20 Gesund altern? «DO HEALTH» heisst eine europäische Studie, die sich mit dem gesunden Altern befasst. Sie wird vom Zentrum Alter und Mobilität (ZAM) der Universität Zürich koordiniert und geleitet. Derzeit werden Männer und Frauen über 70 gesucht, die selbständig zuhause wohnen. «DO HEALTH» untersucht, inwieweit mit drei einfachen Massnahmen (Vitamin D3, Omega-3-Fettsäuren und ein einfaches Heimtrainingsprogramm) die gesunde Lebenserwartung über die Förderung der allgemeinen Gesundheit verlängert werden kann. Die Studiendauer beträgt drei Jahre. Interessierte erhalten Informationen unter: Tel. 044 366 27 41. www.do-health.eu


Frage

21 Wie gefährlich ist die Tigermücke?

Das tropische Insekt, das gefährliche Krankheiten übertragen kann, ist auch in der Schweiz gesichtet worden. Text: Manuela Specker

Das Jahr 2007 wird in Ravenna nicht mehr so schnell vergessen. Damals breitete sich im norditalienischen Dorf das Chikungunya-Virus, ein tropischer Krankheitserreger, epidemieartig aus. Auslöser war ein Mann, der sich in Indien mit dem Virus infizierte und zurück in seiner italienischen Heimat von der Tigermücke gestochen wurde. Diese übertrug das Virus auf insgesamt 200 Personen, die in der Folge an grippeartigen Symptomen erkrankten.

Unerwünschter blinder Passagier Es ist also keineswegs harmlos, wenn die Tigermücke, die auch Trägerin des Dengue-Fieber-Erregers ist, nun plötzlich in den hiesigen Breitengraden ge-

sichtet wird. 2003 konnte sie erstmals im Tessin nachgewiesen werden. Ende 2013 teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit, dass im Rahmen eines Über- Medicine 2.0 wachungsprogrammes an drei Auto- Hilfe und Informationen bahnraststätten in der Deutschschweiz zum Thema InsektenAbleger ihrer Eier gefunden worden stiche bietet die CSS-App seien. Das Insekt gelangt vermutlich als medicine 2.0. www.css.ch/medicine blinder Passagier in Autos und Lastwagen nach Europa. Trotzdem besteht kein Grund zur Panik: Bei keiner der Mücken wurde das Virus gefunden. Für eine Übertragung müsste die Tigermücke also wie in Italien eine Person stechen, die den Erreger eingeschleppt hat. Dieses Szenario ist aber bereits in der Südschweiz aufgrund der geringen Populationsdichte unwahrscheinlich, heisst es beim Schweizerischen Tropenund Public-Health-Institut. Hinzu kommt, dass es die klimatischen Bedingungen der Mücke schwer machen – Temperaturen unter 0 Grad überleben die Eier nicht lange. Im Rahmen des Überwachungsprogrammes wurde jedenfalls festgestellt, dass sich in der Deutschschweiz keine Populationen etablieren konnten.

Wasseransammlungen vermeiden Die Behörden bleiben aber wachsam, zumal die Zahl der Dengue-Fälle auch in der Schweiz zunimmt. Die Alpennordseite wird in den kommenden Jahren durch das Bafu weiterhin überwacht. Zudem ist die Bevölkerung im Tessin nach wie vor dazu angehalten, Wasseransammlungen zu vermeiden. So können die Blutsauger auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. In Pfützen, Regentonnen oder Blumentopfuntersätzen finden Tigermücken nämlich ideale Brutplätze vor. www.bafu.admin.ch/tiere

© Prismaonline

Die Tigermücke ist tagaktiv und hat ein aggressives Stechverhalten. Opfer sind vorzugsweise Menschen. Die Stiche sind schmerzhaft.

Die Tigermücke lebt drei bis vier Wochen und legt in dieser Zeit bis zu vier Mal Eier, insgesamt zirka 300 Stück.

Quellen: Wikipedia, Bundesamt für Umwelt (Bafu)

CSSMagazin 2 | 2014

Die rund fünf Millimeter lange Tigermücke hat gestreifte Hinterbeine sowie einen weissen Strich auf dem Rücken und zwischen den Augen.


Frage

22 Haben es Ihnen

die grossen Brummer angetan? Seine Lastwagen sind in der Schweiz omnipräsent und ihre Anzahl erscheint riesig: Peter Galliker ist CEO der Galliker Transport AG in Altishofen LU, mit fast tausend Fahrzeugen eines der grösseren Transportunternehmen in der Schweiz. Interview: Roland Hügi, Foto: Marco Sieber

Peter Galliker, Sie sind CEO der Galliker Transport AG – waren Sie schon als Kind fasziniert von schweren Brummern? Peter Galliker: Auf jeden Fall. Ich kam zur Welt, kurz nachdem mein Vater 1962 den Betrieb von meinem Grossvater übernommen hatte. Und ich wuchs sozusagen im Unternehmen auf. Als ich im Kinderwagen lag, war oft das Büro mein Aufenthaltsort, und als ich auf eigenen Beinen stehen konnte, war ich schon bald einmal im Betrieb unterwegs. Sozusagen auf Entdeckungstour in der schönen und wohl für ein Kind riesengrossen Transportwelt. Genau. Ich mag mich gut erinnern, dass ich mich sehr oft in der Werkstatt aufhielt. Schon bald war ich

Unternehmens. Ich möchte fast sagen, dass er ein Visionär war und stets die richtigen und vor allem weitsichtige Entscheide getroffen hat. 1988 wurde in Liège (Lüttich) der erste Stand-

CSSMagazin 2 | 2014

© Galliker Transport AG

Ein Käsetransport in den 60er-Jahren

handwerklich etwas geschickter geworden, sodass ich mir mein eigenes Dreirad zusammenschweisste. Der Aufenthalt bei den Lastwagenmechanikern war faszinierend – ich hatte schon als kleiner Junge «Diesel unter den Fingernägeln», wie man in unserer Branche sagt. Und diese Diesel-Affinität wirkte sich auch auf Ihren beruflichen Werdegang aus. Zwar schwebte mir in der sechsten Primarklasse als Traumberuf vor, Peter Galliker Swissair-Pilot zu werden. Aber der Die Transportfirma Galliker Umstand, dass sich meine jungen Transport AG im luzerJahre in einem Transportunter- nischen Altishofen wurde nehmen abspielten, hatte mich ge- 1918 gegründet. Sie hat prägt. Als mir mein Vater mit verschiedene Standorte in 16 Jahren die entscheidende Frage ganz Europa und ist mit stellte, war die Antwort klar: «Ich 950 Lastwagen eines der will!» Ich erlernte in der Folge den grösseren TransportunterBeruf des Lastwagenmechanikers nehmen der Schweiz. und es folgte eine kaufmännische Peter Galliker (51) leitet das Ausbildung. In Auslandaufenthalten Unternehmen als CEO holte ich mir schliesslich den in der dritten Generation. sprachlichen Rucksack in Französisch und Englisch. 1962 hatte die 1918 gegründete Firma fünf Fahrzeuge und drei Angestellte. Tönt nostalgisch – was waren damals die hauptsächlichen Transportgüter? Wann schaffte die Galliker Transport AG den ersten Sattelschlepper an? In früheren Jahrzehnten wurden vor allem regionale Güter transportiert. Auf alten Bildern ist etwa ein Käsetransport zu sehen. Aber auch Holz und Futtermittel waren auf unseren Fahrzeugen zu finden. Erst 1975 schaffte das Unternehmen den ersten Sattelschlepper an. Dass dies so lange dauerte, liegt in erster Linie daran, dass die Galliker Transport AG vor allem im Inlandgeschäft aktiv war und noch immer ist. Und für die Feinverteilung von Gütern in der Schweiz sind Sattelschlepper nicht allzu gut geeignet. Dies erklärt auch, weshalb in unserem Land nach wie vor die Anhängerzüge weit verbreitet sind. Seither ist eine eigentliche Revolution durch die Transportlandschaft gegangen und heute ist die Galliker Transport AG in sechs Ländern tätig – braucht es diese Grösse, um im Transportgewerbe überleben zu können? Wer im nationalen Transportgewerbe tätig ist und nicht eine gewisse Grösse hat, wird früher oder später wegen der leistungsabhängigen Schwerverkehrssteuer (LSVA) Mühe haben. Deshalb machte sich mein Vater schon früh Gedanken über 1965 begann die Firma Autos die Entwicklung seines zu transportieren.


«Der Aufenthalt bei den Lastwagenmechanikern war faszinierend – ich hatte schon als kleiner Junge ‹Diesel unter den Fingernägeln›.» Peter Galliker, CEO

CSSMagazin 2 | 2014


Hat Ihre Firma nebst dem Transportwesen weitere Unternehmenszweige? Die Galliker Transport AG hat schon früh diversifiziert und mit Firmen, für die wir Güter transportieren, den Kontakt gesucht. Heute konfektionieren und verpacken Die Firma verfügt auch über wir an unserem Standort Logistikcenter mit Lager- und in Altishofen für zahlrei- Umschlagflächen. che Unternehmen Güter. So werden etwa Portionenkonfitüren sowie Biscuits einer bekannten Schweizer Marke abgepackt, aber auch Autos so aufbereitet, dass sie an die Kunden ausgeliefert werden können. 1300 Personen arbeiten in diesem zweiten Betriebszweig. Im Lastwagengewerbe sind die Ruhezeiten immer wieder ein Thema. Wie stellen Sie eigentlich sicher, dass diese in Ihrem Unternehmen eingehalten werden? Hier zählt für mich in erster Linie der Grundsatz der Eigenverantwortung. Doch klar: Als Unternehmer bin ich letztlich verantwortlich dafür, dass die geltenden Arbeitsgesetze eingehalten werden. Doch heute sind wir so weit, dass es in der Branche weniger schwarze Schafe gibt, wird doch alles elektronisch erfasst und von den kantonalen Stellen auch kontrolliert. Was unternimmt die Firma Galliker Transport AG für die Gesundheit ihrer Angestellten? Fitnessräume und dergleichen suchen Sie hier vergebens. Die meisten unserer Leute haben einen anstrengenden Job, der die Fitness sozusagen beinhaltet. So muss zum Beispiel ein Chauffeur im Stückgut jeden Tag rund 50 Mal ein- und aussteigen, um die Kunden zu bedienen. Da braucht es am Abend kein Training mehr. Aber selbstverständlich schauen wir schon, dass unsere Leute gesund bleiben, und arbeiten dabei auch mit der CSS zusammen. Ich möchte in diesem Zusammenhang etwa die Ernährungsberatungen erwähnen. Aber auch die Ergonomie geniesst einen hohen Stellenwert. Unsere Fahrzeuge verfügen über erstklassige Sitze, und derzeit beschaffen wir für schwere Güter Elektro-Rollis, um die Paletten zu transportieren. Und was tun Sie selber, um stets fit und leistungsfähig zu bleiben. Ich verfüge über eine gute Grundkonstitution und bin sehr viel im Unternehmen unterwegs. Das hält fit. Ab und zu bin ich auch auf dem Bike und auf der Skipiste anzutreffen. Die CSS hält für Unternehmen verschiedene Angebote bereit. Nebst Versicherungsprodukten sind dies vor allem das Absenzenmanagement und das betriebliche Gesundheitsmanagement. Die Galliker Transport AG hat bei der CSS eine Kollektive Krankentaggeldversicherung und eine Kollektive Heilungskostenversicherung abgeschlossen.

CSSMagazin 2 | 2014

© Galliker Transport AG

ort im Ausland eröffnet, um auch in der EU präsent zu sein. Heute sind wir zudem in Italien, Schweden, Luxemburg und seit 2006 in der Slowakei vertreten. Zudem haben wir allein in der Schweiz neun Standorte. Ist die Galliker Transport AG im Vergleich mit dem Ausland ein grosser Player? Absolut nicht. Wir sind international eine sehr kleine Schuhnummer. Dies, obwohl unser Unternehmen über 950 Lastwagen und 1000 Chauffeure verfügt. Auf den Strassen sieht man immer mehr Lastwagen aus Ostländern, wo die Kosten viel tiefer sind – wie behauptet man sich als Schweizer Unternehmen in diesem Umfeld? Diese Entwicklung macht uns in der Tat Sorgen. Das gegenseitige Geben und Nehmen war und ist das Erfolgsrezept der Schweiz, dank dem die Wirtschaft floriert. Immer mehr zählt aber bloss noch die nackte Zahl, die unter dem Strich rausschaut. Unser grosser Trumpf in diesem harten Umfeld ist sicher die Qualität, die wir bieten können. Wir sind flexibel und können Transportgüter «just in time» liefern. Wenn ein Kunde seine Ware um 10 Uhr haben muss, dann sind wir um 10 Uhr vor Ort. Dies macht uns stark. Könnte man nicht viele Güter auch auf dem Bahnweg transportieren? Man liest ja immer wieder von vermeintlich sinnlosen Transporten auf der Strasse. Aber auch das Transportgewerbe unterliegt letztlich den Prinzipien der Marktwirtschaft. Sehen Sie: Die Konsumenten wollen immer günstigere Produkte. Erstaunt es da, dass diese Produkte irgendwo hergestellt und dann weiter zum Verpacken transportiert werden, um anschliessend wieder irgendwohin gefahren zu werden? Wenn oft nur noch der Preis zählt, sind dies die Konsequenzen, die wir zu tragen haben. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Bahnen die Kapazitäten gar nicht hätten, um all diese Güter transportieren zu können. Grundsätzlich überlegt sich aber unser Unternehmen sehr wohl, wie wir die Strasse entlasten können. So sind zum Beispiel jede Nacht um die 50 Bahnwagen/Container für uns unterwegs, um zu verteilende Güter in unsere Niederlassungen in der Schweiz zu transportieren.


Frage

23 Wird psychisch

kranken Menschen genug geholfen? Integration statt IV-Rente: Zu viele Menschen fallen wegen einer psychischen Erkrankung aus dem Arbeitsprozess. Text: Manuela Specker

Unfallprävention am Arbeitsplatz ist heute eine Selbstverständlichkeit. Wer hingegen psychisch erkrankt, ist mit Vorurteilen konfrontiert und lässt sich aus Angst vor einer Stigmatisierung gerade deshalb nicht oder zu spät helfen. Das hat Folgen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Die OECD schätzt den wirtschaftlichen Schaden für die Schweiz auf jährlich 19 Milliarden Franken, insbesondere wegen der Produktivitätsverluste. Sie kritisierte die Schweiz, dass zu wenig dafür getan werde, Menschen mit psychischen Störungen im Arbeitsprozess zu halten.

Psychische Probleme können alle treffen. Es ist wichtig, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Folgen der Arbeitslosigkeit Das ist fatal, denn: «Arbeit verbessert die psychische Situation von Betroffenen», sagt der OECD-Projektleiter Christopher Prinz. Arbeit kann zwar auch krank

Frage

24

© Thinkstock

Neue Adresse? Jährlich nimmt die CSS rund 130 000 Adressmutationen vor. Doch manchmal vergessen Versicherte in der Hitze des (Umzugs-)Gefechts, ihre neue Adresse zu melden. Um allfällige Unannehmlichkeiten (z.B. Mahnungen aufgrund unzustellbarer Rechnungen) zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine Adressänderung jeweils umgehend zu melden. Am einfachsten passiert dies per Mail: adressaenderung@css.ch. Adressmutationen können auch der zuständigen Agentur oder der Serviceline der CSS mitgeteilt werden (0844 277 277). www.css.ch/adressaenderung

machen – aber keine Arbeit zu haben, verschlimmert die Situation früher oder später, weil ein Job auch Identität stiftet, Bestätigung verschafft und den Selbstwert steigert.

Ein Teufelskreis Gerade Jugendliche, die aufgrund psychischer Probleme eine IV-Rente zugesprochen erhalten, geraten in einen Teufelskreis, weil sie den Einstieg ins Erwerbsleben nicht mehr schaffen. Seit 1995 hat sich die Zahl der jungen Menschen, die wegen einer psychiatrischen Erkrankung eine IV-Rente beziehen, verdreifacht. Die OECD empfiehlt deshalb, mehr dafür zu tun, Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Es kann jeden treffen Menschen mit psychischen Problemen sollten nur schon deshalb nicht abgestempelt werden, weil es jeden treffen kann. Gemäss Swiss Mental Healthcare, der Vereinigung der Direktoren, Chefärzte und Pflegedirektoren der psychiatrischen Kliniken, leidet jede Person mindestens einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung. www.bsv.admin.ch

CSSMagazin 2 | 2014


Frage

25 Warum ist Hepatitis C so heimtückisch?

«Stille Epidemie» wird die Viruserkrankung auch genannt. Betroffene merken oft jahrzehntelang nichts von der Hepatitis-C-Infektion. Das kann fatale Folgen haben. Text: Manuela Specker, Illustration: infel corporate media

Die Leber ist ein kleines Wunder. Sie entgiftet den Körper, indem sie schädliche Substanzen in einen wasserlöslichen Zustand umwandelt und so über die Nieren (mittels Urin) oder über die Galle (mittels Stuhlgang) ausscheiden kann. Sie spielt eine zentrale Rolle beim Stoffwechsel und baut Medikamente ab, um nur einige der überlebenswichtigen Funktionen zu nennen. Eine Leberentzündung, in der Fachsprache «Hepatitis» genannt, darf deshalb nie auf die leichte Schulter genommen werden. Besonders heimtückisch ist das Hepatitis-C-Virus: Die Infektion verläuft oft jahrzehntelang unbemerkt und verursacht keine Beschwerden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist in der Schweiz bis zu 1 Prozent der Bevölkerung mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Mindestens die Hälfte weiss davon noch nichts.

Entzündungsgrad der Leber bei akuter Hepatitis-C-Infektion

bis 6 Monate

Schwierige Diagnose Nur bei rund 20 bis 30 Prozent machen sich innerhalb von sechs Monaten nach der Ansteckung überhaupt Symptome bemerkbar wie Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder Konzentrationsstörungen, sodass ein ärztlicher Untersuch angezeigt ist. Allerdings ist selbst dann eine Lebererkrankung nicht unbedingt offensichtlich. Deutlichere Anzeichen wie eine Gelbsucht oder erhöhte Leberwerte weisen längst nicht alle Patienten auf. Unbehandelt kann die Krankheit über Jahre hinweg die Leber schwer schädigen und zu einer Leberzirrhose führen – im schlimmsten Fall sind eine Leberinsuffizienz oder Leberkrebs die Folge. Oft liegt die Ansteckung schon so lange zurück, dass sich der Infektionsweg nicht einmal mehr nachvollziehen lässt.

Entzündungsgrad der Leber bei chronischer Hepatitis-C-Infektion

80 %

20–30 %

der Infektionen chronifizieren.

der HCV-Infizierten entwickeln eine Leberzirrhose/-fibrose.

0 bis 20 Jahre

20 bis 30 Jahre

CSSMagazin 2 | 2014


Entzündungsgrad der Leber bei einem Leberkarzinom

Entzündungsgrade der Leber bei Leberzirrhose/-fibrose

bei 1–4 % /Jahr der Infizierten kommt es zum Leberzellkarzinom.

ab 30 Jahren

Die Übertragungswege Das Virus wird durch kontaminiertes Blut übertragen, insbesondere über Spritzen, Nadeln und andere Stichutensilien. Gefährdet waren und sind also Personen, die intravenös Drogen konsumieren und untereinander Spritzen austauschen. In seltenen Fällen können unsachgemäss mit unsterilen Instrumenten durchgeführte Piercings und Tätowierungen die Ursache sein oder ungeschützter Geschlechtsverkehr, der mit Verletzungen einhergeht. In der Schweiz nahezu ausgeschlossen als Übertragungsweg sind heute Bluttransfusionen: Seit den 1990erJahren wird hier das Spenderblut routinemässig auf Hepatitis C getestet. Gerade weil das Hepatitis-C-Virus jahrzehntelang unbemerkt im Körper schlummern kann, dürften in den nächsten Jahren die registrierten Fälle zunehmen – sozusagen als Nachwirkungen der offenen Drogenszene, als Spritzen ausgetauscht wurden und eine staatliche Spritzenabgabe noch nicht Standard war. Die Schweizer Expertengruppe für virale Hepatitis (SEVHep) rechnet mit einem Höchststand an neuen Fällen zwischen 2020 und 2025. Laut Bundesamt für Gesundheit werden gegenwärtig rund 50 Fälle pro Jahr gemeldet.

Wer sich testen lassen sollte Wer je einem der erwähnten Risiken ausgesetzt war – also auch, wer vor 1991 eine Bluttransfusion erhalten hat –, sollte sich auf das Hepatitis-C-Virus testen lassen, selbst wenn er sich kerngesund fühlt und keinerlei Anzeichen für eine Lebererkrankung bestehen. Nicht umsonst wird das Hepatitis-C-Virus auch die «stille Epidemie» genannt. Die heutige Früherkennung ist ineffizient, kritisiert die SEVHep. Die Experten setzen sich für eine systematische Früherkennung aller Risikogruppen ein. Dazu gehören auch Personen mit HIV, Gesundheitspersonal sowie Migranten, welche aus Ländern mit einer verhältnismässig hohen Verbreitung von

Hepatitis C stammen. Die Früherkennung, die den Betroffenen viel Leid erspart und hohe Kostenfolgen vermeidet, soll laut SEVHep insbesondere über eine verstärkte Sensibilisierung Verbesserte Heilungsder Ärzte erreicht werden. Hepatitis C ist der häu- chancen figste Grund für eine Leber- Das Hepatitis-C-Virus wird oft zu transplantation. Weltweit sind spät bemerkt; eine Infektion schätzungsweise 130 bis verläuft in den meisten Fällen chro170 Millionen Menschen mit nisch. Doch es gibt auch eine dem Hepatitis-C-Virus infi- gute Nachricht: Die Behandlungsziert, und jedes Jahr sterben möglichkeiten haben in den 350  000 Menschen an den letzten Jahren grosse Fortschritte Folgekrankheiten der Infek- gemacht. Der erste grössere tion. «Die Markteinführung Behandlungserfolg konnte Ende immer wirksamerer Medi- der 90er-Jahre erzielt werden, kamente einerseits und die als Mediziner das bisher verwenZunahme der Fälle mit einer dete Medikament Interferon fortgeschrittenen Lebererkran- mit einem neuen Wirkstoff komkung andererseits rechtferti- binierten und dadurch die gen nicht länger eine «Wait- Heilungschancen um einen Viertel and-See-Strategie», bringt es erhöhen konnten. Seit 2011 SEVHep-Mitglied Francesco sind in der Schweiz zwei neue Negro vom Unispital Genf in Wirkstoffe zugelassen, so genannder «Schweizerischen Ärzte- te «Proteasehemmer», welche zeitung» auf den Punkt. Mit die Heilungschancen noch einmal anderen Worten: Trotz besse- deutlich verbessert haben. ren Behandlungsmethoden Anders als bei Hepatitis A (auch (siehe Kasten) ist die Strategie «Reisehepatitis» genannt) «Abwarten und zuschauen» und B existiert noch kein Impfstoff fehl am Platz, weil die Fälle gegen Hepatitis C – das Virus, von Patienten mit einer schwe- das übrigens erst im Jahr 1989 entren Lebererkrankung am Zu- deckt wurde, verändert sich viel zu rasch. nehmen sind. Die Schweizer Expertengruppe für virale Hepatitis SEVHep hat eine informative Broschüre mit 50 Fragen und Antworten verfasst, die auf dem Internet abrufbar ist: www.viralhepatitis.ch (unter «publications»).

CSSMagazin 2 | 2014


Frage

26 Wie haben Sie

Ihre Schlafprobleme gelöst? Schlaftabletten ade: Anna Kim schläft dank der Online-Schlaftherapie wieder tief und fest durch. Text: Manuela Specker

Mit Schlafentzug ins Reich der Träume Als fehlendes Puzzleteil entpuppte sich in ihrem Fall der Schlafdruck, der zu wenig hoch war. Zu diesem Schluss kam die Schlaftherapeutin, nachdem sie Anna Kims bisheriges Schlafmuster analysiert hatte. Anna Kim lag also zu lange wach im Bett. Die Lösung ihrer Schlafprobleme lag darin, zuerst Schlaf zu entziehen, damit sie danach von alleine in den Schlaf fiel. Sie durfte erst gegen Mitternacht ins Bett und musste bereits um 6 Uhr in der Früh wieder aufstehen – selbst wenn sie noch gerne weitergeschlafen hätte. So fand sie mit der Zeit zu einem regelmässigen, eigenen Schlafrhythmus. Selbst eine unruhige Nacht beeinträchtigt nun ihre Lebensqualität nicht mehr. Eine weitere Erkenntnis lag nämlich darin, sich nicht mehr über eine schlechte Nacht zu ärgern. Wer ständig darüber nachdenkt, endlich einschlafen zu können, blockiert sich erst recht. «Schlaf kann man nicht erzwingen, er kommt zu einem», lautete einer der Schlüsselsätze der Therapeutin.

Hilfe zur Selbsthilfe

Der rettende Anker Dann flatterte ihr ein Brief der CSS ins Haus, der für sie zum rettenden Anker werden sollte. Die Krankenversicherung machte sie auf die Online-Schlaftherapie aufmerksam, welche die CSS in Zusammenarbeit mit der Klinik für Schlafmedizin (KSM) in Luzern und Bad Zurzach anbietet. Zuerst war sie skeptisch – online, ohne persönlichen Kontakt, sollte ihr geholfen werden können? Drei Monate lang, zwischen Mai und Juli 2013, stand sie in permanentem schriftlichem Kontakt mit einer Therapeutin, führte ein Schlaftagebuch und setzte sich mit den wertvollen Ratschlägen zu unterschiedlichen Schlaftechniken auseinander. Heute schläft sie wieder gut, «einzig an meiner Atemtechnik muss ich noch arbeiten».

Die anfängliche Skepsis gegenüber der OnlineTherapie ist einer Begeisterung gewichen: «Gerade weil ich in meinen eigenen vier Wänden zu einem besseren Schlaf gefunden habe, werde ich mir auch in Zukunft selber helfen können», so Anna Kim. Die Online-Schlaftherapie ist in erster Linie eine Verhaltenstherapie. Vorgängig wird mittels Fragebogen und Telefongespräch genau abgeklärt, wer ins Programm aufgenommen wird. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ksm.ch/online-schlaftherapie www.css.ch/betreuungsprogramm

Anna Kim: Kann dank einer Schlaftherapie wieder gut schlafen.

© Thomas Zimmermann

Anna Kim verstand die Welt nicht mehr. 15 Jahre lang litt sie unter Schlafstörungen und unternahm alles mögliche, um Herrin über ihre Nachtruhe zu werden. Wechselte den stressigen Job, machte Entspannungsübungen, vermied schwere Speisen vor dem Schlafengehen – Anna Kim wusste so ziemlich alles über die Faktoren, die den Schlaf beDie CSS bietet für ihre einträchtigen. Aber nichts half wirklich. Versicherten in Zusam«Irgendwie fehlte ein Puzzlestück», menarbeit mit der Klinik so die 57-Jährige. Nach einer schlechfür Schlafmedizin (KSM) ten Nacht konnte sie sich tagsüber in Luzern und Bad kaum mehr konzentrieren. In RoutineZurzach eine Onlinearbeiten schlichen sich Fehler ein, ihr Schlaftherapie an. Sprechtempo verlangsamte sich merklich. «Meine Lebensqualität litt enorm.» Schlaftabletten waren ihr immer ein Graus, trotzdem konnte sie manchmal nicht anders, als zumindest eine halbe Tablette zu schlucken.


Wiederkehrende Schmerzen können einschränken und zermürben. Deshalb bietet die CSS zusammen mit den TopPharm-Apotheken neu ein Betreuungsprogramm bei Schmerzen an. Text: Roland Hügi

Wiederkehrender Schmerz kann das Leben zur Qual machen. Aus diesem Grund bietet die CSS in enger Zusammenarbeit mit der Apotheken-Gruppierung TopPharm ein Betreuungsprogramm für Menschen mit wiederkehrenden Schmerzen an. Das Programm richtet sich in Ergänzung zur ärztlichen Betreuung an Menschen mit Schmerzen am Bewegungsapparat,

Frage

28 Weshalb sind

hohe Ozonwerte schädlich? Eine hohe Ozonbelastung vermindert vorübergehend die Lungenfunktion – und kann sogar zu vorzeitigem Tod führen. Text: Manuela Specker

Die Augen brennen, der Hals kratzt: Treten solche Symptome an heissen Sommertagen auf, kann die Ursache das aggressive Reizgas Ozon sein. Sobald nämlich die Temperaturen ansteigen, erhöht sich das Risiko einer schädlichen Ozonbelastung, insbesondere an heissen, windstillen Tagen. Ozon ist schlecht wasserlöslich und dringt deshalb tief in die Lungen ein, wo es deren Funktionen beeinträchtigt. CSSMagazin 2 | 2014

Tessin stärker betroffen

Lugano 88 Tage

hilft mir weiter?

Zürich 33 Tage

27 Schmerzen: Wer

Kopfschmerzen/Migräne sowie neuropathischen Schmerzen. Eine zentrale Rolle spielen im neuen Programm die Apothekerinnen und Apotheker von TopPharm, die als so genannte «Schmerz-Coaches» aktiv werden. Einer von ihnen ist Dr. Walter Odermatt von der TopPharm Löwen-Apotheke in Sarnen, der – wie alle TopPharm-Apotheker – speziell für das Programm geschult wurde. «Unsere Beratung umfasst in einer ersten Phase einen Schmerz-Check. In dieser ‹Auslegeordnung› bringen wir die Schmerzprobleme eines Patienten in Erfahrung und überprüfen die bestehende Medikation. Zudem geben wir Empfehlungen für weitere Therapiemöglichkeiten ab», erklärt er den Ablauf des Programms. Innert nützlicher Frist findet ein Zweitgespräch statt. Falls erforderlich folgen weitere Gespräche. «In diesen überprüfen wir, inwiefern sich der Zustand der Person verbessert hat und ob weitere Massnahmen notwendig sind», so Dr. Walter Odermatt. Ziel sei es letztlich, die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen und ihre Therapieziele zu erreichen. Die CSS übernimmt die Kosten des Betreuungsprogrammes bei Schmerzen für Personen, die bei der CSS eine Grundversicherung sowie mindestens eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben. www.toppharm.ch www.css.ch/betreuungsprogramm

Davos 1 Tag

Frage

Untersuchungen des Bundesamtes für Umwelt haben ge- Während so vieler zeigt, dass bis zu 15 Prozent der Tage wurden Bevölkerung mit vorüberge- im Messjahr 2012/ 2013 in diesen henden gesundheitlichen EinStädten die Ozonschränkungen rechnen müs- grenzwerte übersen. Es kann aber auch zu schritten. Generell vorzeitigen Todesfällen kom- ist im Tessin die men, vor allem bei Menschen, Ozonbelastung am höchsten. die gesundheitlich bereits anQuelle: www.bafu.ch geschlagen sind. Der südliche Teil des Tessins ist tendenziell den ganzen Sommer hindurch von einer erhöhten Ozonbelastung betroffen. Das liegt nicht nur an der stärkeren Besonnung, sondern auch an den engen Tälern, in denen sich die Luft staut, und der Nähe zur Poebene mit ihren Industriezentren. Eine hohe Ozonbelastung ist aber nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Problem, trägt doch das Treibhausgas zum Klimawandel bei. Auch wirkt es sich negativ auf das Pflanzenwachstum aus. In höheren Schichten der Atmosphäre hat das Ozon für die Menschen allerdings eine überlebenswichtige Funktion: Es schützt die Erde vor zu starker Sonneneinstrahlung. www.bafu.admin.ch/luft


Frage

29 Wissen Sie es?

Das GOLF PANORAMA bietet Zeit zum Geniessen – eingebettet zwischen der voralpinen Hügelkette und dem Bodensee.

Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Preisrätsel und gewinnen Sie ein Gourmet-Wochenende im Wellnesshotel GOLF PANORAMA in Lipperswil.

Ihr Verwöhnwochenende beinhaltet für 2 Personen: 2 Übernachtungen im Komfort-Doppelzimmer, Begrüssungsgetränk bei Ankunft, reichhaltiges Frühstücksbuffet, nachmittags Kuchen, abends 4- bis 6-gängiges Gourmet-Menü, freie Nutzung der 2000 qm grossen Wellness- und Saunalandschaft, freie Teilnahme am Aktivprogramm. Buchbar auf Anfrage und nach Verfügbarkeit. CSS-Versicherte profitieren von einem 10 %-Rabatt auf die Tagesrate bei einer Buchung ab 2 Nächten. Buchbar für die Sommersaison 2014 auf Anfrage und nach Verfügbarkeit. So nehmen Sie an der Verlosung teil Schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte und schicken Sie diese an folgende Adresse: CSS Versicherung, Kreuzworträtsel CSS Magazin, Tribschenstrasse 21, Postfach, 6002 Luzern. Oder schicken Sie uns eine E-Mail an css.raetsel@css.ch. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 13. Juli 2014. Lösung des Kreuzworträtsels 1/14

Wir gratulieren dem Gewinner Jean-Louis Moratel, 1196 Gland

Lösungswort: CSSMagazin 2 | 2014


Weitere Angebote unter www.css.ch/exklusiv

Gesundheitsshop Sonderangebote

30 % 

Preis: CHF 52.50 statt CHF 75

Apotheke First Aid Kit Family. Dieses «ErsteHilfe-Set» ist geeignet für zuhause und unterwegs. Masse (L x B x H): 210 x 50 x 110 mm, Gewicht: 600 g Online-Rabattcode: CSS30 SMS-Keyword an 363: F617A

Online-Bestellung www.css.ch/vivit Erfassen Sie im Bestellablauf den OnlineRabattcode zum gewünschten Artikel. SMS-Bestellung SMS-Keyword an 363 (CHF 0.20/SMS) Sie erhalten eine Rechnung mit der Ware. Noch einfacher geht’s, wenn Sie für PostFinance Mobile angemeldet sind. Die Bezahlung erfolgt direkt und sicher über Ihr Postkonto. Anmeldung www.postfinance.ch/ mobile

30 % 

Kettler AB Roller

Preis: CHF 97.95 statt CHF 139.90 Telefon. Bestellung 058 277 60 00

Sehr gute Trainingshilfe für das Bauchmuskeltraining. Durch die integrierte Kopfstütze wird der Bauch effektiv trainiert und der Nacken dabei entlastet. Masse (L x B x H): 67 x 63 x 57,5 cm, Farbe: taubenblau/perlmuttweiss

Die Preise verstehen sich exklusiv Versandkosten. Das Angebot ist gültig bis zum 31. Juli 2014 oder solange Vorrat.

Online-Rabattcode: CSS30 SMS-Keyword an 363: K618R

20 % 

Solar-Ladegerät Taschen-Ladegerät für Mobiltelefone, iPods, PDAs, PSP/DS und MP3-Player. Sehr stabil, leicht, wasserfest. Batterie­ kapazität: 2200 mAh, Masse Akku (L x B x H): 90 x 35 x 36 mm, Gewicht Akku: 83 g, Masse Panel zugeklappt (L x B x H): 110 x 70 x 10 mm, Gewicht Panel: 82 g Online-Rabattcode: CSS20 SMS-Keyword an 363: S616L

CSSMagazin 2 | 2014

Preis: CHF 87.20 statt CHF 109

Diese Artikel sind von vivit, dem Kompetenzzentrum für Gesundheit und Prävention der CSS Versicherung, sorgfältig für Sie ausgesucht worden.


Faszinierende Unterwasserwelt Im SEA LIFE Konstanz tauchen Sie ein in die einzigartige Welt von über 3000 Tieren aus allen Gewässern des Pla­neten. Beobachten Sie die Eigenarten der Meeresbewohner aus nächster Nähe. Erforschen Sie auch die Sonderausstellung 2014 «Abenteuer Schildkröte». www.sealife.de | Konstanz (D)

2 für 1 Zwei Tageskarten zum Preis von einer

• In Begleitung eines voll zahlenden Erwachsenen erhält eine weitere Person eine Tageskarte für den gleichen Tag gratis • Kauf an der Kasse vor Ort, CSS-Versicherungskarte vorweisen • Keine Kumulation mit anderen Ermässigungen, Jahreskarten, Vorverkaufskarten, Onlinetickets Angebot gültig bis 31.10.2014

Luftige Aussichten Ihre unvergessliche Reise auf das Stanserhorn beginnt mit der OldtimerStandseilbahn; danach bringt Sie die Weltneuheit CabriO®-Luftseilbahn zum Gipfel. Eine fantastische Aussicht über Seen und Alpenkette sowie Wanderrouten, Grillstellen und Drehrestaurant Rondorama® sorgen für ein einmaliges Gipfelerlebnis. www.cabrio.ch | Stans

20 % 20 % Ermässigung auf die Bergund Talfahrt Stans – Stanserhorn einfach und retour

• Gültig für die ganze Familie • CSS-Versicherungskarte an der Talstation vorweisen • Kinder in Begleitung der Eltern/ Grosseltern fahren mit der Junior-/Enkelkarte gratis • Keine Kumulation mit anderen Vergünstigungen

Angebot gültig bis 16.11.2014

Hören ist Lebensqualität Amplifon ist der führende Spezialist für innovative Hörlösungen – schweizweit an 78 Standorten. Die ausgebildeten Hörgeräteakustiker nehmen sich gerne Zeit, damit Sie die beste Hörlösung erhalten. Profitieren Sie jetzt von vielfältigen Leistungen und attraktiven Rabatten auf Produkte und Service. www.amplifon.ch Servicenummer: 0800 800 881 (kostenlos)

CSSMagazin 2 | 2014

bis zu 15 % 10 % Rabatt auf Hörgeräte und AmpliService, das Rundum-Sorglos-Paket, 15 % Rabatt auf Standard- und massgefertigten Gehörschutz

• CSS-Versicherungskarte im Amplifon-Fachgeschäft vorzeigen • Kostenloser Hörtest, Beratung und Probetragen modernster Hörgeräte • Keine Kumulation mit anderen Vergünstigungen Angebot gültig bis 31.12.2014


Weitere Angebote unter www.css.ch/exklusiv

20 %

Raus ins Grüne

www.athleticum.ch

20 % Rabatt auf Outdoor-Bekleidung, Wanderschuhe, Rucksäcke

• Rabattbon ausschneiden, an der Kasse abgeben • Nicht kumulierbar mit anderen Rabatten, nicht gültig für Services und Geschenkkarten • Pro Person nur ein Bon einlösbar

Mit der richtigen Ausrüstung ist es noch schöner, die Schätze der Natur zu entdecken. Bekleidung, Wanderschuhe und Rucksäcke der Abteilung Outdoor erhalten Sie jetzt mit CSS Exklusiv bei athleticum 20 % günstiger. Gültig in allen athleticum-Filialen der Schweiz.

K

2'005'696 CSS INSERAT 20% OUTDOOR

Bon N° 2005696 ME 10 Angebot gültig bis 31.7.2014

Flexibel mobil Heute mit einem Kleinwagen in der Stadt, morgen mit dem Cabrio auf Passstrassen unterwegs? Mobility ermöglicht Ihnen den Zugang zu über 2650 Fahrzeugen an 1395 Standorten in der ganzen Schweiz – rund um die Uhr und in Selbstbedienung. www.mobility.ch/css-kunden 24h-Dienstleistungscenter 0848 824 812

55 % 55 % Rabatt auf die Jahresgebühr • Jahresgebühr für Neukunden CHF 130 statt CHF 290 (exkl. Stunden- und Kilometertarif) • Anmeldung unter www.mobility.ch/css-kunden • Erfassen Sie dabei Ihre CSS-Kundennummer und den Promo-Code «2014CSS» • Keine Kumulation mit anderen Vergünstigungen Angebot gültig für Neukunden bis 17.8.2014

Die Schweiz in Miniatur Swissminiatur in Melide zeigt über 120 Modelle der bekanntesten Bauten, Denkmäler und Transportmittel der Schweiz, alles im Massstab 1:25. Bewundern Sie auch die 3500 Meter lange Modelleisenbahn mit 18 Zügen, welche sich durch den einzigartigen Miniaturpark im Freien schlängelt.

20 % 20 % Rabatt auf den Einzeleintrittspreis • Gültig für die ganze Familie • CSS-Versicherungskarte an der Kasse vorweisen • Keine Kumulation mit anderen Vergünstigungen

www.swissminiatur.ch | Melide TI

Angebot gültig bis 26.10.2014

CSSMagazin 2 | 2014


Weitere Angebote unter www.css.ch/exklusiv

30 %

Optimal geschützt Einen besonders hautverträglichen Sonnenschutz mit optimalem UVA- und UVB-Filter, das benötigt Ihre Haut im Sommer. Der erfahrene Schweizer Hersteller Ultrasun entwickelt und produziert seit über zwanzig Jahren Sonnenschutzprodukte für die individuellen Hautbedürfnisse. Spüren Sie beim Auftragen das besondere, nicht fettige Hautgefühl. Ultrasun-Produkte sind frei von Parfüm, Emulgatoren und Konservierungsmitteln, gleichzeitig sind sie wasserfest. Aufgrund ihrer speziellen Zusammensetzung ziehen sie sehr schnell ein und hinterlassen absolut kein fettiges Gefühl auf der Haut. Dank ihrer optimalen Zusammensetzung eignen sie sich für die sehr sensible Haut, für Sportlerinnen und Sportler, für Kinder – für die ganze Familie. Gönnen Sie sich Gutes für die Schönheit und Gesundheit Ihrer Haut und profitieren Sie jetzt mit CSS Exklusiv.

30 % Rabatt auf alle Produkte im Online-Shop von Ultrasun • Bestellen Sie unter www.css.ch/exklusiv/ultrasun oder per Telefon 044 946 10 00 • Erfassen Sie im Online-Shop von Ultrasun den Gutscheincode «CSS2014» (nach der Produktewahl) oder erwähnen Sie den selben Gutscheincode bei telefonischer Bestellung • Keine Versandkosten • Keine Mindestbestellmenge • Angebot nicht kumulierbar mit anderen Rabatten

Weitere Informationen und Bestellung Mehr zu den Ultrasun-Produkten, Online-Bestellung und Broschüre zum Thema Sonnenschutz «Geschützte Haut – Gesunde Haut» unter www.css.ch/exklusiv/ultrasun Telefonische Bestellung bei Ultrasun via 044 946 10 00.

Angebot gültig bis 30.9.2014

Profile for CSS Versicherung

CSSM 2 2014 D  

CSSM 2 2014 D