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Kooperatioun

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• Mënscherechter

de Magazin Entwécklung duerch Bildung Editeur: CSI asbl, ONG agréée

Edito

Februar 2013

Au service de l’éducation dans les pays en développement

Jedes Projekt will Brücken schlagen Werte Leser, Liebe Freunde von CSI,

Am 23. Januar unterzeichnete ich in den Räumlichkeiten der „Délégation de la Coopération au Développement“ einen neuen Rahmenvertrag für die Jahre 2013-2016 mit dem Luxemburger Staat. Dieser Tag beendete die Etappe der Vorbereitung und läutete definitiv die der konkreten Umsetzung der Projekte ein, die CSI in den nächsten Jahren verwirklichen will. Im Artikel Seite 1 erläutert Sylvie Grein Ihnen die Hauptmerkmale unserer Entwicklungszusammenarbeit, die den Menschen mit seiner Fähigkeit zu lernen und sich zu verändern in den Mittelpunkt setzt. 20% der finanziellen Mittel für unsere Projekte müssen durch Spenden von Privatpersonen oder Vereinigungen gedeckt werden. Dies ist eine große Herausforderung! Allerdings stellt dies auch sicher, dass der Kampf gegen Armut nicht einfach an den Staat und einige Hilfswerke delegiert wird, sondern, dass bei jedem Projekt, die Brücke zwischen den Menschen in den Partnerländern und den Menschen in Luxemburg neu geschlagen werden muss. Mit jeder Spende bauen Sie einen Teil dieser Brücke mit! Auf den Seiten 2 und 3 können Sie den Reisebericht aus Vietnam von Véronique Weis lesen. Ich kann mich noch sehr gut an meine letzte Reise nach Danang im Frühling 2008 erinnern. Damals hatten die „Soeurs de St Paul de Chartres“ eine kleine Schule, in der sie behinderte Kinder aufnahmen und sie hatten viele Projekte… Es ist schon atemberaubend, was in den letzten 5 Jahren für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Danang aufgebaut wurde. Auf Seite 4 finden Sie eine Einladung zu einem Konzert mit dem talentierten Luxemburger Pianisten David Ianni. Ich möchte Sie herzlich einladen, mit uns seine herrliche Musik zu genießen und dabei die Projekte der Brüder von Taizé in Bangladesch zu unterstützen. Vielen ielen D Dank ank für Ihr Vertraue Vertrauen!

Madame Marie-Josée Jacobs, Ministre de la Coopération et de l’Action humanitaire, et Robert Kirsch, président de CSI

Le 23 janvier 2013, CSI Lëtzebuerg a signé son deuxième accord-cadre avec la Délégation de la Coopération au Développement. Ainsi, notre association est partie pour quatre nouvelles années dans la coopération au développement! Ensemble avec 11 partenaires dans 8 pays en développement et sur 3 continents, CSI va s’engager aux côtés des plus pauvres en mettant l’accent sur l’éducation. L’éducation permet de briser le cercle de la pauvreté et elle pose les bases d’un développement intégral des personnes démunies. L’éducation ne se réduit pas à l’apprentissage de la lecture et de l’écriture, mais consiste également à redonner la dignité à la personne en lui ouvrant de nouvelles perspectives d’avenir. Ainsi des jeunes défavorisés sont encadrés et reçoivent une formation professionnelle au Burkina Faso, Congo (RDC) et Pérou. Au Bangladesh et au Vietnam, des programmes de bourses permettent à des jeunes démunis d’avoir accès aux études supérieures. La scolarisation des enfants est encore très faible dans certains pays. Ainsi, CSI soutient des orphelins du sida au Congo (RDC), construit des écoles au Soudan et au Soudan du Sud, encadre des enfants de la rue au Bangladesh et améliore la prise en charge éducative d’enfants handicapés au Vietnam. Renforcer les femmes en leur faisant connaître leurs droits (Burkina Faso) et en élargissant leurs connaissances en hygiène et nutrition (Burundi, Pérou) fait parti également des activités qui auront lieu de 2013 à 2016. Last but not least, le renforcement des capacités de nos partenaires sera à l’ordre du jour dans les années à venir. Investir dans nos partenaires sur le terrain est indispensable à la réussite des projets et a un impact direct sur les conditions de vie des bénéficiaires. Merci pour tout don pour les projets du nouvel accord-cadre 2013-2016 !

Robert obert Kirsch Präsident

Sylvie Achuego-Grein


CSI-Magazin - CSI vor Ort in Vietnam „Entwicklung durch Bildung“ 2013-2016

Das neue Ausbildungszentrum für behinderte Jugendliche.

Unterwegs zu entlegenen Dörfern: Besuch der Familien junger Studenten in Long Phuoc.

Stationen einer Reise zu den Partnern von CSI in Vietnam Vom 5. bis zum 18. Januar 2013 stand für Ly Lan Do Le und mich die erste Projektreise im Rahmen des neuen „Accord-Cadre 2013-2016“ an. Sie führte uns nach Vietnam, wo wir die Partner von CSI besuchten. Es ging einerseits darum, die Projekte der Jahre 2010 bis 2012 definitiv abzuschließen. Andererseits sollten neue Projekte vorbereitet werden. Seit meiner ersten Reise nach Vietnam, im Dezember 2008, konnte ich viele positive Entwicklungen feststellen. Die Projekte der „Soeurs de St Paul de Chartres“ in Danang und in Vinh haben Familien mit behinderten Kindern geholfen. Die Eltern verstehen heute, dass nicht sie die Schuld an der Andersartigkeit ihres Kindes tragen. Außerdem haben sie in zahlreichen Kursen gelernt, wie sie ihre Kinder betreuen und beim Lernen unterstützen können. Einige Kinder konnten in eine Normalschule integriert werden, andere haben die Chance, ein spezialisiertes Zentrum, die Tanh Tam Schule in Danang, besuchen zu können. In dieser Schule haben wir Unglaubliches erlebt: taubstumme Mädchen, die traditionelle vietnamesische Tänze aufführten, körperlich behinderte Jugendliche, die eine Ausbildung zum Grafiker ablegen konnten und viele andere Jungen und Mädchen mit Behinderung, die das Bäcker-, Schreiner- oder Gärtnerhandwerk lernten. Das alles wurde möglich durch das 2012 erbaute Zentrum für Berufsausbildung für behinderte

Jugendliche. Es wurde Ende vergangenen Jahres eröffnet und die ersten Klassen werden seitdem ausgebildet. Nach ihrer Ausbildung erhalten die Jugendlichen ein offiziell anerkanntes Diplom, mit dem sie eine Arbeit finden können. Doch dabei werden sie nicht allein gelassen. Der Partner hat ein Netzwerk von potentiellen Arbeitgebern aufgebaut, die bereit sind, behinderten Jugendlichen ein Praktikum zu ermöglichen oder sie nach ihrer Ausbildung einzustellen. Während unserer Projektreise haben wir mehrere Betriebe besucht. So sind wir einer sehr dynamischen Frau begegnet, die ein Atelier mit Handstickerei führt, in dem ausschließlich behinderte Jugendliche arbeiten. In Zusammenarbeit mit Frauengruppierungen werden die Stickereien verkauft. Dieses und andere Beispiele machen deutlich, dass die Förderung der behinderten Kinder und Jugendlichen in Danang und Umgebung positive Resultate zeigt und dass die Projekte gut geführt werden. Auch die Arbeit mit Behinderten in Can Loc, nahe der Stadt Vinh, im Zentrum Vietnams (ein Projekt, das 2012 begonnen hat) zeigt erste konkrete Früchte. Wir besuchten Familien, die an einem ähnlichen Sensibilisierungsprogramm wie in Danang teilnehmen. Wir konnten ihre Dankbarkeit für die erhaltene Unterstützung erfahren und erkennen wie viel Freude und Stolz sie empfanden, weil ihre Kinder Fortschritte machten. Dabei sind die Bedingungen, unter denen die Schwestern vor Ort arbeiten und leben müssen, alles andere als ideal.

Weiterbildung der Partner vor Ort.

Einweisung einer Mutter mit ihrem behinderten Kind in Can Loc.


CSI-Magazin - CSI vor Ort in Vietnam

Eine junge Studentin mit ihren Eltern zu Hause.

„Man erreicht das Ziel nur, wenn man geradeaus schreitet.“ Das vietnamesische Sprichwort beschreibt meiner Ansicht nach bestens das Erfolgsrezept der Schwestern in Danang und Vinh. Das gleiche gilt auch für die Dominikanerinnen im Süden des Landes. Alle Projekte konnten abgeschlossen und die Umsetzung des neuen Rahmenvertrages 2013-2016 geplant werden. Besondere Aufmerksamkeit erhalten diesmal junge Studentinnen, die sich Studien an den Hochschulen oder Universitäten ohne fremde Unterstützung nicht leisten können. Deshalb ist in Long Phuoc, einer Stadt etwa 100 km nordöstlich von Saigon, der Bau eines Internats für Studentinnen aus armen Familien und aus ethnischen Minoritäten geplant. Wir besuchten mehrere Familien in den abgelegenen Dörfern und konnten uns von den schwierigen Lebensumständen der Familien, die meist von etwas Maniok- oder Pfefferanbau leben, überzeugen. Unsere Vietnamreise war eine Zeit, um mit unseren Partnern gemeinsam nachzudenken, bereits beschlossene Projekte zu planen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Das Ende eines „Accord-cadre“ ist stets ein wichtiger Moment, um zu analysieren: Was lief gut? Was lief weniger gut? Wie können wir unsere Arbeit weiter verbessern und effizienter gestalten? Wie können wir die langfristige Wirkung der Projekte besser garantieren? Bei der Planung und der Umsetzung des neuen „Accord-Cadre 2013-2016“ legt CSI eine starke Gewichtung auf den

Junge Behinderte im Praktikum für Stickerei.

Aufbau der Kapazitäten der verschiedenen Partner. Das Wissen und das Können müssen vor Ort aufgebaut werden, damit gute Projektarbeit gelingen kann und wir unserem Anspruch, der Armut in der Welt entgegenzuwirken, gerecht werden. Ein Projekt des neuen „Accord-cadre“ widmet sich direkt der Hilfe beim Kompetenzaufbau für unsere Partner. Selbst während unserer Reise haben wir drei Tage intensive Schulung in „Project Cycle Management“ mit 33 Mitarbeitern der verschiedenen Partner in Danang durchgeführt. Eine gute Erfahrung und eine Basis, auf der weitergearbeitet werden kann. „Entwécklung duerch Bildung“ bleibt der Leitfaden für den Rahmenvertrag 2013-2016 von CSI. Dies bezieht sich nicht nur auf die Nutznießer unserer Projektarbeit, sondern in mancher Hinsicht auch auf uns. Projektarbeit ist ein Prozess, in dem man immer wieder dazu lernen muss. Dies durften Ly Lan Do Le und ich erneut während unserer Reise erleben. Wir haben viel gelernt, unsere Partner ebenfalls und dies kommt den Projekten und den Empfängern unserer Hilfe zugute. Und so möchte ich mit einem anderen vietnamesischen Sprichwort diesen Reisebericht schließen: „Mit jedem Tag des Lebens, kommt ein Stück Weisheit hinzu.“ Véronique Weis

Junge Taubstumme erlernen den Bäckerberuf.


CSI-Magazin-CSI vor Ort in Luxemburg Menschenrechtsverletzungen in arabischen Staaten Syrien/Ägypten/Libyen – Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat Gräueltaten in Syrien angeprangert. In dem andauernden Konflikt hätten sowohl Regierungstruppen als auch Oppositionsgruppen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Die Menschenrechtler appellieren an den UN-Sicherheitsrat, den Internationalen Gerichtshof einzuschalten, um „weitere Gräueltaten und religiöse Rache“ zu verhindern sowie den Opfern in Syrien ein Mindestmaß an Wiedergutmachung zukommen zu lassen. Die anfängliche Euphorie der Staaten des Arabischen Frühlings ist der ernüchternden Herausforderung gewichen, rechtsstaatliche Demokratien aufzubauen. Dazu gehöre die Bildung effizienter staatlicher Institutionen, die Einrichtung einer unabhängigen Justiz und die Schaffung einer professionellen Polizei. Die neuen Regierungen seien zudem verpflichtet, die Rechte von Minderheiten, Frauen und gefährdeten Gruppen zu schützen. Besonders deutlich würden die Schwierigkeiten beim Menschenrechtsschutz angesichts der neuen ägyptischen Verfassung. Zwar verbiete sie Folter und willkürliche Verhaftungen, schränke jedoch Meinungs- und Religionsfreiheit sowie Frauenrechte ein, so die Organisation. Kritisch bewerten die Menschenrechtler auch die derzeitige Situation in Libyen. Viele Landesteile würden von Milizen kontrolliert, die schwere Menschenrechtsverletzungen verübten, ohne dafür strafrechtlich verfolgt zu werden. Gleichzeitig seien noch immer Tausende Menschen in Haft, von denen nur die wenigsten mit einer Anklage rechnen könnten.

Impressum Herausgeber: Chrëschtlech Solidaritéit International (CSI) asbl ONG agréée 140, rue Adolphe Fischer / L-1521 Luxemburg Tel. 26.64.93.89.20 / Fax. 26.64.93.89.24 / E-Mail: info@csi.lu CCPL: IBAN LU27 1111 0868 8772 0000 (Spenden sind steuerlich absetzbar) Erscheinungsweise: monatlich (Auflage: 1.100) Redaktion: Sybille Gernert, Robert Kirsch, Sylvie Achuego-Grein und Véronique Weis Nachrichten und Bildmaterial: CSI und Katholische Nachrichtenagentur (KNA) Graphische Gestaltung: Schmekies Medien & Druckerei, Konz (D) Gedruckt auf umweltzertifiziertem Papier aus 100% Altpapier. (RecyLux Matt) Redaktionsschluss: jeweils zum Monatsende · Der Nachdruck von Artikeln dieses Heftes ist unter Angabe von Quelle und Zustellung von zwei Belegexemplaren ausdrücklich erwünscht. Danke für Ihre Spenden und Ihre Gebete.

www.csi.lu

www.stoppdiearmut.lu

Fondation François-Elisabeth unterstützt Burundi mit 4.500 €

Jedes Jahr unterstützt die Fondation François-Elisabeth (Hôpital Kirchberg, Clinique Ste Marie und Clinique privée Dr Bohler) mit dem Erlös der Aktion „2 Stonne Velo Kierchbierg“ eine oder mehrere Wohlstätigkeitsorganisationen. Dieses Jahr konnte CSI sich einmal mehr über einen Scheck in Höhe von 4.500 Euro freuen, den Bob Kirsch anlässlich der Weihnachtsfeier der Fondation, am 23. November 2012, von Generaldirektor Paul Wirtgen in Empfang nahm. Das Geld fließt in ein gemeinsames Projekt, das zum Ziel hat, das medizinische Personal des Hôpital Rema in Burundi besser auszubilden. In den 3 vergangenen Jahren konnte ein Team um den Chirurgen Dr François Schank eine exzellente Arbeit in Ruyigi leisten. Ab 2013 übernimmt die Krankenschwester Sonja Backes die Verantwortung für die Koordination der Missionen nach Afrika. CSI und die Fondation François-Elisabeth wollen sich weiterhin gemeinsam für eine bessere Gesundheitsversorgung in Burundi einsetzen.

(Fotos zur Verfügung gestellt von Françoise Frieden.)

Save the date:

Benefizkonzert mit David Ianni am 9. März

CSI Lëtzebuerg lädt Sie herzlich zum Benefizkonzert mit dem Pianisten und Komponisten David Ianni ein. Präsentiert werden neben der Sonate vom US-amerikanischen Komponisten Richard Rice auch Kompositionen von David Iannis neuer Solo-CD „Prayers of Silence“. Seine Kompositionen für das Album der Zisterzienser Mönche aus Heiligenkreuz haben sich über 40.000 Mal verkauft. Das Konzert findet am 9. März um 19.30 Uhr im Centre ArcA in Bertrange statt. Der Eintritt des Konzertes ist frei. Alle Einnahmen kommen unserem Projekt in Bangladesch zu Gute. Wir freuen uns sehr diesen Abend mit Ihnen zu genießen!

CSI Magazin Februar 2012  

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