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LES CAHIERS DE L’AUTONOMIE N° 19 • Dezember 2010

meine Schmerzen

JEDER TAG EIN GUTER TAG


INHALT

INHALTSVERZEICHNIS

Schmerz bei Kindern Docteur Fernand PAULY Médecin spécialiste en pédiatrie

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Vorgehensweise des Allgemeinarztes bei Schmerzen Dr Lammar, Médecin généraliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Nicht medikamentöse Methoden

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Interdisziplinäre Vorgehensweise: Ergotherapie Sophie Dubrez . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

José Luxen Generalkoordinator des Pflegenetzes Help

Physiotherapie/Schmerz Myriam Jacoby . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Berührungen Simone Majerus

Schmerz ist keine Fatalität. 12

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Im Jahr 1999 unterbreitete Help dem Sozialfonds Johnson und Johnson folgendes Konzept: "Création d'une antenne mobile concernant la prise en charge de la douleur à domicile" (Schaffung einer mobilen Pflegedienststelle für die Schmerzbehandlung zu Hause). Die Ausarbeitung von Ausbildungskursen, Lehrgänge bei Dr Wary in Thionville und verschiedene Konferenzen waren die ersten Schritte in diesem Projekt im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens.

Die zwischenmenschliche Vorgehensweise Christine Buttol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Die Gruppe „Schmerz“ bei Help Roselyne Caillet-Salvi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Schmerzerfassung - eine Verbesserungsmöglichkeit für die Institution Castor Aguilera . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Programm der Auslandsreisen, Ausflüge und Freizeitaktivitäten 2011

„Kultur fir jiddereen“ HELP-Muselheem asbl

Bis heute ermöglicht es Help den Patienten und Angehörigen sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und die Bedürfnisse an 22 Schmerzdelegierten weiterzuleiten, die in jeder Pflegezweigstelle arbeiten. Der Dialog mit den Ärzten und den verschiedenen Gesundheitsberufen ist Wirklichkeit geworden und somit wird Schmerz zu einer interdisziplinären Angelegenheit.

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Redaktionsvorstand: Die Mitarbeiter des Netzwerkes HELP Verantwortlicher Herausgeber: José Luxen, Generalkoordinator des Pflegenetzes Help Adresse der Redaktion: 54, rue Emile Mayrisch • L-4240 Esch-sur-Alzette Tel. 26 70 26 Ausführung: Paprika+ • Bascharage • Tel. 26 501 775 Druckerei: Watgen • Luxembourg • Tel. 43 84 86-1

Beim Lesen dieses “Cahier de l'autonomie“, halten wir uns stets das Bild des Bürgers vor Augen, der sich Gedanken über seine gesundheitliche Zukunft macht. Auf Seite 16 finden Sie die Programme „Freizeit und Aktivitäten“. Ich glaube, dass dieser Teil einen integralen Teil der Begleitung eines Schmerzpatienten bildet: die Lust am Leben wiederzufinden, Aktivitäten nachgehen die ihn begeistern und in die Gesellschaft einbinden. Für Kommentare sind wir immer offen und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Die “Cahiers de l’autonomie“ erscheinen 4 Mal pro Jahr. Die Veröffentlichung der Texte geschieht mit Verantwortung der verschiedenen Autoren. Auflage: 8.000 Exemplare.

elektrischer Schlag

Verbrennung

2

kneifen

Hitze

pressend, zusammendrückend

José Luxen

ziehend

jucken

stechend

kribbeln

Hammerschlag

Kälte

schwer, erdrückend

reissend

schlagend, klopfend

schneidend


Meine Schmerzen Vorgehensweise des Allgemeinarztes bei Schmerzen Den Schmerz im Pflegenetzwerk Help erkennen Die Interdisziplinarität: Physiotherapeut, Ergotherapeut, Psychologe, Arzt Die nicht medikamentÜsen Methoden Der Johnson & Johnson Fonds

Der Schmerz bei Kindern 3


Schmerz bei Kindern Docteur Fernand PAULY Médecin spécialiste en pédiatrie. Rééducation et réadaptation fonctionnelles. Diplôme interuniversitaire du traitement de la douleur chez l'enfant erkennen und zu verstehen was dieser für das Kind bedeutet

Wie empfindet das Kind Schmerz im Laufe seiner Entwicklung?

Empfindet ein neugeborenes Kind Schmerzen? Diese Frage kann im Jahr 2010 schockierend klingen. Trotzdem, wegen mangelnder Kenntnis der Physiologie der Schmerzwege beim Kind und aus Angst vor verschiedenen Nebenwirkungen von Medikamenten wurden bei Neugeborenen chirurgische Eingriffe vorgenommen ohne Schmerzmittel zu verabreichen und dies bis in die 80er Jahre. Erst nach einer umfassenden Studie im Jahr 1987, die befand, dass die Prognose bei Neugeborenen bei denen eine Herzoperation durchgeführt wurde, merklich verbessert wurde durch eine effiziente Behandlung der Schmerzen. Rezente Studien zeigen, dass zwischen der 20. Und 26 Woche der Schwangerschaft alle anatomischen Strukturen die es erlauben „Schmerzsignale“ zu leiten und zu analysieren, vorhanden sind. So ist auch die Schmerzempfindungsgrenze niedriger bei einem Kind das zu früh zur Welt kam als bei einem Neugeboren und die wiederum ist niedriger als die eines älteren Kindes oder einem Erwachsenen. Dies bedeutet, dass eine gleiche Handlung beim Neugeborenen schmerzvoller ist als bei einem Kind von 3 Jahren, auch wenn sein Ausdruck weniger heftig scheint. Schon bereits vor der Geburt besteht das sogenannte Phänomen der Schmerzspeicherung: Wiederholte schmerzvolle Handlungen (zum Beispiel Blutentnahme, Spritzen…) sensibilisieren das Kind was den Schmerz betrifft und können bei ihm eine Stressreaktion bei bloßem Anfassen verursachen. Das Kind gewöhnt sich nicht an Schmerz: Als Eltern und Pfleger müssen wir also lernen Schmerz zu

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Ein Kind von weniger als 2 Jahren ist gänzlich hilflos gegenüber Schmerzen und drückt dies durch eine allgemeine Hilfslosigkeit aus. Es besitzt keine Empfindung für den Ursprung dieses Schmerzes, keine Zeitempfindung und reagiert somit feindlich gegenüber dem Schmerz. Das Kleinkind zwischen 2 und 7 Jahren hat eine egozentrische Betrachtungsweise und lebt oft in einer Traumwelt in der magische Überlegungen mit einfließen. Schmerz kann mit dem Bösen gleichgestellt werden, einer Bestrafung oder einem Schuldgefühl: die Pfleger sind die Bösen. Bei älteren Kindern von 7 bis 10-12 Jahre entwickelt sich logisches Denken und es sucht nach Erklärungen, die im besten Fall zu einer Partnerschaftsvision führen, ansonsten zu einem Angstzustand und einer Vereinsamung in Erwartung der Dinge. Jungendliche besitzen Abstraktionsvermögen. Die Gruppe der Gleichaltrigen spielt eine wichtige Rolle. Die Behandlung muss erklärt und besprochen werden. Dem Jugendlichen muss eine gewisse Autonomie gewährt werden. Im Fall einer schlechten Behandlung des Schmerzes besteht das Risiko die Gruppenangehörigkeit zu verlieren und somit Angstzustände und regressives Verhalten hervorzurufen („großes Baby“).

Verhalten bei Schmerzen: • Akute Schmerzen führen zu Schreien, Weinen, Unruhe oder einer antalgischen Position. Diese Schmerzen sind leicht zu erkennen, können aber mit Stress, Ärger oder Unwohlsein verwechselt werden. • Länger anhaltende Schmerzen können nicht erkannt werden, denn das Weinen wird weniger, die Gesichtszüge und die Agitation verringern sich. Das Kind kann sich in sich zurückziehen, sich isolieren und nicht mehr kommunizieren. Dies zeigt sich durch wenig Bewegung und einem Desinteresse für die Außenwelt, man spricht von einer psychomotorischen Erschlaffung.


KINDERARZT

Die Wahl des Bewertungswerkzeugs? Je nach Alter des Kindes, muss vor dem 4 bis 6 Lebensjahr eine Heterobewertung vorgenommen werden, die nach diesem Alter durch eine Selbstbewertung ergänzt wird. Man unterscheidet zwischen akuten und andauernden Schmerzen, Schmerzen in Verbindung mit einer Behandlung oder einer mehrfachen Behinderung. Bei Neugeborenen und Kleinkindern ist es möglich bei akuten Schmerzen das Neonatal Facial Coding System (NFCS) einzusetzen, das auf einer genauen Analyse der Gesichtszüge des Kindes basiert. Anhaltende Schmerzen beim Neugeboren können mit der EDIN Skala (échelle de la douleur et d'inconfort du nouveau-né) bewertet werden. Bei etwas älteren Kindern, wird die FLACC Skala (Face Legs Activity Cry Consolability) eingesetzt, die ebenfalls auch für mehrfach behinderte Kinder angewandt wird. Die Evandol Skala (Evaluation enfant/douleur) gilt bei Kindern von 0 bis 7 Jahren für akute oder anhaltende Schmerzen. Bei Kindern ab 4 Jahren ist es möglich die 4 Chips anzuwenden (poker chip oder die FPS-R Gesichtskala bei der man dem Kind 6 Gesichter vorlegt und es fragt „zeig mir das Gesicht, das ausdrückt wie sehr es dir im Moment weh tut“). Die analoge vertikale visuelle Skala EVA wird beim Kind von 5 bis 10 Jahren der horizontalen Skala vorgezogen. Das Anmalen eines Männchens auf neutralen Figuren erlaubt es dem Kind mit 4 verschiedenen Farben je nach Intensität die schmerzhaften Zonen einzuzeichnen. Bei einem mehrfach behinderten Kind fördert die Skala von San Salvadour eine genauere Kommunikation zwischen den Eltern und den Pflegern, dank einer anfänglichen längeren Beobachtungsphase. Im Allgemeinen und für jedes Kind das älter als 4 Jahre ist, kann Schmerz durch eine Zeichnung des Kindes besser erkannt werden.

Chronische Schmerzen die häufig bei Kindern auftreten: Oft suchen die Eltern mit einem Kleinkind, insbesondere zwischen 0 und 2 Monaten, den Kinderarzt auf, weil es im Durchschnitt 2 Stunden am Tag schreit und insbesondere am Abend. Meistens ist dies nicht auf eine bestimmte Krankheit zurückzuführen sondern auf das Unwohlsein und die Anpassungsschwierigkeiten des Kindes. Der Kinderarzt wird die seltenen pathologischen Gründe ausschließen können. Kopfschmerzen sind häufig bei Kindern, es handelt sich dabei um Migräne, die sogar bei Kleinkindern entstehen können und bei ihnen den Wunsch nach Isolierung oder sich hinlegen hervorrufen können und mit Anzeichen von Übelkeit verbunden sind. Solche Schmerzen sind, ohne besondere Vorgeschichte in der Familie oft diffus, ohne Erbrechen oder Lichtempfindlichkeit. Bauchschmerzen treten häufiger bei Kindern auf, die bereits in die Schule gehen und weitere Untersuchungen sind nur bei Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust oder Wachstumsschwierigkeiten angebracht. Knochen und Gelenkschmerzen betreffen oftmals die Knie und die Beine und treten gegen Abend oder während der Nacht auf ohne lokale Anzeichen (keine Hautrötung, Ödeme, normale Bewegungsfreiheit). Diese Wachstumsschmerzen sind von Gelenkstörungen zu unterscheiden, bei denen das Kind hinkt oder über steife Glieder klagt, für die eine genauere Diagnose erforderlich ist. Schmerzen bei mehrfach behinderten Kindern sind ganz besonders häufig, dauerhaft und können zahlreiche Gründe haben. Hier gilt es die Ätiologie zu erkennen unter Betrachtung eines Magen-Darmsyndroms oder einer Verdauungsstörung. Sie können durch die unangemessene Lage des Kindes verschlimmert werden. Die Behandlung von Schmerzen bei Kindern muss weitgehend präventiv sein und ihm eine technisch einwandfreie und wenn möglich umfassende Pflege gewährleisten. Alle Ablenkungstechniken, eine imaginäre Reise, Sophrologie und eine psychologisch Verhaltensvorgehensweise sind zu bevorzugen. Bei Neugeboren und Kleinkindern besteht eine positive Reaktion auf die Verabreichung von 1 bis 2 ml Saccharoselösung mit 25 %, 1 bis 2 Minuten vor einer unangenehmen oder leicht schmerzhaften Behandlung. Bei älteren Kindern ist der Rückgriff auf Lachgas bei einer schmerzhaften Behandlung oder einer Injektion sehr wirksam unter der Bedingung über ein Team zu verfügen, das optimale Sicherheitsvorkehrungen gewährleisten kann. Nicht steroide Entzündungshemmer werden oftmals besser bei kurzzeitigen Behandlungen bei Kindern vertragen. Bei Bedarf können auch bei Kindern Morphiumprodukte angewendet werden ohne ein erhöhtes Risiko von Abhängigkeit.

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Les cahiers de l’autononomie - Nr 19 - Dezember 2010

• Schmerzen bewerten, heißt versuchen besser zu verstehen was das Kind empfindet. Die Bewertung muss auf einem anerkannten Werkzeug basieren, das von den Eltern und den Pflegern akzeptiert wird und als Kommunikationsmittel dient, um über eine mögliche Behandlung oder dessen Anpassung zu entscheiden. Eine solche Bewertung ist nicht nur die Anwendung einer normentsprechenden Messskala. Es gilt vor allem zu dem Kind eine Beziehung aufzubauen, es kennenzulernen, zu beobachten und sich eine Idee über seine Kommunikationsund Austauschfähigkeiten zu machen. Es ist unerlässlich auch die Haltung der Eltern zu verstehen, die fördernd und positiv sowie auch feindlich und resigniert sein kann.


Vorgehensweise des Allgemeinarztes bei Schmerzen Dr Lammar Médecin généraliste

Schmerz ist eines der am häufigsten angegebenen Symptome während den Haus- oder Praxisbesuchen. Es gilt diese Symptome immer ernst zu nehmen und der Arzt muss versuchen die Ätiologie hiervon zu finden. Schmerzen können akut (z.B. Koliken, Lumbago, Migräne) und chronisch (z.B. Arthrose, Tendinitis) auftreten. Schmerzen beeinträchtigen den Alltag.

Schmerz oder Leiden Schmerzen/Leiden stehen oft in engem Zusammenhang mit Angstgefühlen, Einsamkeit, versteckten Depressionen, welche somatische Schmerzen verstärken können. Besonders betroffen sind ältere Menschen mit erheblichen Gesundheitsproblemen und Palliativpatienten.

Physische Schmerzen

Eine genaue Befragung sowie eine umfassende klinische Untersuchung ermöglichen die Diagnose.

Bei älteren oder bettlägerigen Patienten ist eine Röntgenaufnahme nicht immer dringend erforderlich. Der Arzt wiegt hier Nutzen und Risiko ab, da es beim Transport zu erhöhten Risiken kommen kann, z.B. Sturzgefahr. Verschiedene Arten von Schmerzen: • Neuropathische Schmerzen • Psychogene Schmerzen

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Der Arzt sollte Schmerzen/Leiden in seiner Ganzheitlichkeit sehen und sich nicht nur auf die medikamentöse Therapie beschränken.

Schmerzen

Der Arzt muss einen Weg finden, um diese Schmerzen zu lindern und deren Ursprung zu finden.

Zusätzliche Untersuchungen wie Blutanalyse oder Radiografien, Echografien, TDM oder IRM können, falls erforderlich, weiteren Aufschluss geben.

Chronische Schmerzen können Gemütsschwankungen bis hin zu Depressionen auslösen.

Seelische Schmerzen

Leiden

Soziale Schmerzen

Psychologische Schmerzen


ARTZ

3 Stufen der Schmerzbehandlung WHO

Stufe 3

Zweites Stadium: leicht dosierte Opiate • Tramadol (Dolzam, Tramal) • Tilidine (Valtran, Valoron) • Verbindung von Medikamente des Stadiums 1 und 2

Stufe 2 Stufe 1

Zwischen dem Stadium 2 und 3

Selbst stärkste Medikamente auf Basis von Morphium können wirkungslos sein, wenn das psychische Leiden des Patienten nicht beachtet wird

Schmerzbehandlung Erstes Stadium: leichter oder mittlerer Schmerz • Paracetamol oder Azetylen-Salicylsäure • nicht steroide entzündungshemmende Mittel • Pyrazole: Natriummetamizol (NovalgineR)

Werkzeuge zur Schmerzbewertung





z.B: Skala für den Patienten um die Intensität seiner Schmerzen selbst zu bewerten.

Wie stark sind Ihre Schmerzen? Keine Schmerzen Schwache Schmerzen Mittlere Schmerzen Starke Schmerzen Extreme Schmerzen Sehr starke Schmerzen

• Buprenorphine (Temgésic sublingual oder Transtec durch die Haut) • Teilagoniste

Drittes Stadium: starke Opiate • Morphine (reiner Agonist) • Oxycodone, Hydromorphone (Palladone) • Fentanyl Patch (Durogesic)

Die Medikamente von Stadium 2 und 3 dürfen nicht kombiniert werden

Es gibt auch noch andere Wege Schmerzen zu lindern: • Transkutane Neurostimulierung • Lokale Massagen • Ultraschall • Kurzwellen • Kältetherapie • Akupunktur Medikamente zur Schmerzbehandlung in der Palliativmedizin sowie zu Hause stellen einen Teil der Therapie dar. Wichtig zur Schmerzlinderung ist die Einbindung/Präsenz von Familie und Freunden. Bei Anwesenheit eines Pflegeteams ist es wichtig dass der Patient Sicherheit erfährt und keine Angst verspürt über seine Schmerzen zu sprechen. Er soll

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adjuvante Therapie / co-Analgestika


ARTZ wissen dass seine Anliegen (z. B. Toilettengang) gehört werden und dementsprechend reagiert. Selbst wenn er das Bedürfnis hat „nur zu reden“. Durch die Sicherheit und das Wissen dass man reden kann, können physische Schmerzen gelindert werden.

Schlussfolgerung Den Patienten kann ich somit nur den Rat geben, keine Angst zu haben das Pflegeteam zu benachrichtigen und über seine Schmerzen zu reden. Chronischer Schmerz ist keine Fatalität mit der man leben muss. Dem Pflegepersonal kann ich nur mit auf den Weg geben die Wirkung von Medikamenten nicht über zu bewerten, manchmal hilft schon ein einfaches Wort, oder ihre Anwesenheit Schmerzen zu lindern.

In einigen Fällen werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt. Diese haben aber nur Sinn, wenn sie das Wohlbefinden des Patienten durch eine Anpassung der Behandlung und der Pflege verbessern können: Beispiel: • Biologie: - Harnstoff-Kreatinin: die Dosierung bei Niereninsuffizienz anpassen - Kalzium: eine Hyperkalzämie ist häufig in der Palliativpflege • Radiologie: - Risiko einer medullären Kompression bei Knochenmetastasen Die Bewertung der Schmerzen und die Suche nach ihrer Ätiologie dürfen uns nicht vergessen lassen, dass „Schmerz ist das, was der Kranke sagt, dass es ist und nicht das, was die Andren glauben, dass es sei" (Osler 1984). Verschiedene Dimensionen der Allgemeinmedizin, wie eine ganzheitliche Pflege, die enge Verbundenheit, die Langfristigkeit erlauben es uns bei unserer Arbeit sowohl den Patienten als auch seine Krankheit besser kennen zu lernen.

Schmerzeinstufung PHYSISCHE SCHMERZEN NOCICEPTIV Durch Stimulierung der Schmerzrezeptoren Somatische Schmerzen

Viszerale Schmerzen

Knochen - Muskeln - Gelenke - Haut

Ununterbrochen

Krampfhaft

PHYSISCHE SCHMERZEN NEUROGEN Durch Kompression, Zerstörung oder Dysfunktion der Nervenfasern

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Einfach

Begleitet

Paroxsystisch

Schmerzhaftes Syndrom Regional Komplexe

Jedoch nicht die Muskeln, Knochen und Gelenke oder die Haut

Von Paresthäsie, Dysesthäsie, Brennen, Stechen, Erstarren

Oder in Impulsen in Form von akuten Krisen

Multiple regionale Schmerzen zuerst mit der Beteiligung des autonomen Nervensystems (kalte Haut, Zynose) dann ohne diese Beteiligung (starre Haut)


Nicht medikamentöse Methoden Ablenkungsmethoden Mentale Bilder, Ablenkung, Gesang, Phantasiereisen

Zwischenmenschliches Vorgehen Helfende Beziehung, aktives Zuhören

Anpassung des Hilfs- und Pflegematerials Verschiedene Verbände, Schienen, Gips...

Respektieren des individuellen Rhythmus Tag- und Nachtrhythmus, Zusammenlegung oder Aufteilung der Pflegeleistungen

Informatives Vorgehen Informationen hinsichtlich: der Evaluation, der Suche nach schmerzlindernden Positionen, Vorsorge, Medikamenteneinnahme, PCA...

Spezifische Methoden Atem- und Muskelentspannung, die Jacobson Entspannung, Aromapflege, Beschäftigungs- und Reflexzonentherapie, Körper- und Gesichtspflege, Hypnose und Clowntherapie

Die Stimulation der Haut Berührungen, Massagen, Einreibungen , Heiß- und Kalt Anwendungen

Verminderung der Umwelteinflüsse Die Reduzierung von Lärm und Licht

Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Mobilisierung Seitenlagerungen, Transfer vom Bett in den Sessel, Transport

Anwendung von speziellem Lagerungsmaterial Lagerungskissen, Schienen, Halskrause, spezielle Matratze, Bett, Sessel...

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Ergotherapie Stellung und Schmerzen Sophie Dubrez Schmerzen können gelindert und sogar vermieden werden durch eine angemessene Lage und je nach Erkrankungen, regelmäßige Positionsänderung des Patienten.

Ergotherapeutin

erhöhen die oberen oder unteren Glieder, stabilisieren das Becken und positionieren Hand- und Fußgelenke, entlasten die Knie und die Füße.

Die Maßnahmen werden je nach Art der Schmerzen unterschiedlich sein: Gelenk, Muskel-, Sehnen-, tropische, vaskuläre oder neurologische Schmerzen. Ob im Sitzen oder im Liegen, eine angemessene Position fördert die Entspannung, begrenzt die Muskelanspannung und erlaubt es diesen sich auszuruhen. Hierfür kommen Kissen von unterschiedlicher Form (rund, viereckig, gebogen oder dreieckig, reifenförmig oder stiefelförmig), Größe und Dichte zum Einsatz. Sie können eine unterstützende Umgebung bilden, halten und stützen den Nacken, den Kopf, die Schultern,

Ein dreieckiges Kissen unter dem Vorderarm fördert den Venenrückfluss.

Die Positionierung erlaubt es ebenfalls schlechte Haltungen oder die Verspannung von wenig benutzten Gelenken durch schwache Muskeln oder Muskelgruppen vorzubeugen; es ist jedoch wichtig, dass bei jeder Person die verschiedenen Körperpartien durch unterschiedliche Bewegungen stimuliert werden; das therapeutische Personal, die Angehörigen, der Ergotherapeut und der Physiotherapeut werden besonders darauf achten.

Ein langes rundliches Kissen erlaubt es die Person zu stützen und das Becken zu entlasten wobei die Knie nicht aufeinander aufliegen. Es kann auch erforderlich sein die Fußgelenke anzuheben um die Fersen zu entlasten.

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Die Änderung der Lage und / oder der Kissen ermöglicht es auch die Druckstellen zu ändern und somit tropischen Schmerzen vorzubeugen.


INTERDISZIPLINARITÄT

Physiotherapie/ Schmerz

Myriam Jacoby Eines der Grundprinzipien in der Physiotherapie besteht darin, unter der Schmerzgrenze zu arbeiten. Dabei kommen 5 Arten von schmerzstillenden Techniken zum Einsatz.

findung und entspannt die Gelenke und Muskeln. Eine Massage mit Eiswürfeln oder mit einem COLD-pack hat schmerzlindernde Wirkung, verringert Entzündungen und Ödeme.

Die erste, und sicherlich die bekannteste, ist die Massage. Sie fördert den Kreislauf (Blut und Lymphdrüsen), die Muskel- und Gewebsentspannung, und die Nervenentspannung.

Die letzte Technik, die bei der Physiotherapie eingesetzt wird, ist die Entspannung mit Atemübungen. Sie stärkt das Körperbewusstsein sowie die körperliche und psychische Entspannung des Patienten.

Licenciée en kinésithérapie, spécialisée en cardio-respiratoire

Schlussfolgernd sieht man, dass die Physiotherapie eine ausschlaggebende Rolle in einer interdisziplinären Schmerzbekämpfung spielen kann und muss.

Danach kommt die Elektrotherapie zum Einsatz mit Hilfe eines TENS und Ultraschallgerätes. Ein TENS schickt einen wirksamen schmerzlindernden Strom und lindert akute und chronische Schmerzen (Rückenschmerzen, Arthrose, Neuralgien,...). Der Ultraschall lindern Schmerzen in den Gelenkkapseln, chronische Sehnenentzündungen, Arthrose und Ödeme. Weiterhin gibt es auch noch die Wärme- oder Kältetherapie. Einerseits fördert ein HOT-pack (eine in der Mikrowelle erhitze Kompresse) den Kreislauf, verringert die Schmerzemp-

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Die nächste basiert auf der Mobilisierung (Bewegung der Gelenke und Muskeln) und hat ebenfalls zahlreiche schmerzlindernde Vorteile. Sie verringert Verspannungen, Verkrampfungen sowie Bewegungseinschränkungen und somit die Schmerzen. Sie wirkt auch auf den Kreislauf und beugt Ödeme vor.


INTERDISZIPLINARITÄT

Berührungen Als Krankenpfleger bin ich der Ansicht, dass es sehr wichtig ist, auf wohlwollende Berührungen zu achten, die sich von den Pflegeberührungen unterscheiden. Zweckmäßige Berührungen sind unerlässlich bei den Pflegeleistungen, wie z.B. um Verbände anzulegen... Wer auf freundliche Art und Weise berührt wird, spürt dass er geschätzt wird. Wertschätzung erzeugt Selbstvertrauen. Die Berührungen der warmen sanften Hände eines Pflegers können eine bemerkenswerte entspannende oder beruhigende Wirkung haben. Sie können von Schmerzen ablenken, trösten oder das Wohlbefinden fördern.

Simone Majerus infirmière spécialisée en soins palliatifs, Doheem versuergt

Die zwischenmenschliche Vorgehensweise Die zwischenmenschliche Vorgehensweise spielt eine wichtige Rolle im Umgang mit Schmerz bei einem Patienten. Die Tatsache dass man ihm zuhört und auf ihn eingeht, ist bereits ein erster Schritt um der Person zu helfen. Reden hilft Abstand zum Schmerz zu gewinnen, diesen zu äußern und zu analysieren und eine Identifizierung mit dem Schmerz zu verhindern. Es wird dann nicht mehr von einer „schmerzhaften Person“ gesprochen, sondern von einer „Person, die Schmerzen hat an einer bestimmten Stelle des Körpers, in einer bestimmten Lage und für die eine entsprechende Behandlung wirksam ist...“. Diese Betrachtungsweise gibt der Person eine aktive Rolle und setzt den

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Schmerz in ein anderes Licht. Ablenkung ist ein gutes Mittel gegen Schmerz, eine Tätigkeit die die Person begeistert oder mitreißt, kann helfen den Schmerz zeitweilig zu vergessen. Entspannung kann ebenfalls eine große Hilfe darstellen, da sie eine Auswirkung auf verkrampfte Muskeln haben kann und somit eine Erleichterung des Alltags für die Person bedeuten kann. Hypnose und Entspannungstherapie sind ebenfalls wirksame Vorgehensweisen, da sie die Person in einen tiefen entspannten Zustand versetzen können und sie dazu auffordern können die Schmerzempfindung in eine andere Empfindung wie warm oder kalt umzuwandeln. Die Schmerzen werden zum Beispiel nicht mehr so

Christine Buttol Responsable du Service Psychosocial stark wahrgenommen. Durch ein entsprechendes Training und unter der Bedingung, dass die Person für diese Vorgehensweise zugänglich ist, ermöglicht es die Hypnose bestimmte Körperteile zeitweilig zu betäuben, daher kann diese Technik auch bei besonders schmerzlichen Behandlungen zu Hause eingesetzt werden.


KRANKENPFLEGERIN

Die Gruppe „Schmerz“ bei Help Im Jahr 1999, hat der Sozialfonds Johnson und Johnson das Netzwerk Help mit 15.000 Euro unterstützt. Zweck dieses Fonds war die Entwicklung eines Projekts für die Schmerzbehandlung zu Hause. Diese finanzielle Unterstützung hat es uns in einem ersten Schritt erlaubt mehrere Konferenzen zu veranstalten wo wir unter anderem die Ärzte Catherine Boisanté und Bernard Wary sowie David Le Breton empfangen konnten. Im Durchschnitt haben 200 Personen diesen Konferenzen beigewohnt. Mehrere Pfleger haben ebenfalls ein Praktikum bei Doktor Wary im Hôpital Bel Air in Thionville absolviert. Sie lernten die Doloplus Skala kennen die es erlaubt Schmerzen von Menschen einzustufen, die sich nicht ausdrücken können. Der letzte Schritt war die Einführung eines Projekts bei Help das hier von Frau Roselyne Caillet-Salvi genauer beschrieben wird.

Roselyne Caillet-Salvi Responsable antenne de Steinfort Help/Doheem versuergt

• Angemessene Bewertungsmittel Nach einer Studie, die zeigte, dass eine Optimierung der einsetzen Schmerzbehandlung bei unseren Kunden erforderlich sei, wurde beschlossen eine Begleit- und Unterstützungs• Eine Schmerzanamnese erstellen gruppe für das Pflegepersonal einzurichten. Jede Pflegezweigstelle schickt einen Pfleger, • Für jeden Patienten der Schmerzen hat, werden diese bestimmt, der als Schmerzdelegierter bezeichnet wird, in diese bewertet und die benötigten Gruppe die 8 bis 10 Mal im Jahr zusammenkommt.

• Er ist eine Bezugsperson für seine Kollegen der Pflegezweistelle • Er trägt das Projekt in der Pflegezweigstelle • Er vergewissert sich, dass die Ziele der Pflegezweigstelle umgesetzt werden • Er überwacht die Unterlagen was die Schmerzbehandlung betrifft in Zusammenarbeit mit der Referenzperson • Er steht in Kontakt mit den anderen Schmerzdelegierten und PalliativCare Referenten um eine

angemessene Behandlung der Kunden zu gewährleisten • Er bildet sich weiter im Bereich der Schmerzbehandlung aus • Er sensibilisiert die neuen Mitarbeiter für die Vorgehensweise bei Help zur Schmerzbehandlung • Er steht in regelmäßigem Kontakt mit den behandelnden Ärzten

Die Mission der Gruppe ist die Unterstützung des Pflegepersonals vor Ort um die Ziele der Schmerzbehandlung bei Help zu erreichen:

• Eine Leitpflegeplan erstellen für Patienten die seit über mehr als 3 Tagen an Schmerzen leiden .../

Informieren, dass jeder fähig und zuständig dafür ist, Schmerzen zu behandeln

• Die Schmerzerkennungsrate erhöhen

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Die Mission des Schmerzdelegierten ist folgende:

Behandlungsmöglichkeiten (durch Medikamente oder nicht) angewendet um die Schmerzen zu lindern und den Patienten zufriedenzustellen


KRANKENPFLEGERIN /... Welche Person in ihrem Team kümmert sich um den Schmerzpatienten? Eine Person erkennen, die Schmerzen hat, erfolgt jeden Tag durch unser Pflegepersonal. Jeder Mitarbeiter ist dazu ausgebildet, die Anzeichen von Schmerz zu erkennen und diese zu übermitteln. Diese Erkennung kann erfolgen durch: • Die Haushaltshilfe (die am meisten Zeit bei den Patienten verbringt) • Ein(e) Krankenpflegehelfer(in) oder Krankenpfleger(in) während den Pflegeleistungen, • Eine andere Person wie Physiotherapeut, Ergotherapeut oder Psychologe

Reden Sie mit den Familienangehörigen über dieses Thema? Wir fragen systematisch bei den Familienangehörigen nach ob Schmerzen bekannt sind, diese seit längerem bestehen und der Arzt darüber informiert ist. Ein „Schmerzgespräch“ wird mit dem Patienten und dem (der) ReferenzKrankenpfleger(in) vereinbart. Dieser (diese) Krankenpfleger(in) wird: • „ich habe Schmerzen“ und/oder „mir geht es schlecht“ • das Ausmaß von „ich habe Schmerzen“ • die Art und Weise von „ich habe Schmerzen“ entschlüsseln. Der (die) Krankenpfleger(in) wird hierfür international anerkannte Werkzeuge einsetzen, die für alle Pflegezweigstellen die gleichen sind und diese den Angehörigen erklären. Wenn es die Situation erlaubt, werden die Angehörigen in die Behandlung mit eingebunden. Jede Behandlung ist verschieden!

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Sprechen Sie auch Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen auf das Thema “Schmerz” an?

Der (Die) Delegierte Krankenpfleger(in)

Der Patient kann sich an alle Mitarbeiter des Teams wenden, die Informationen werden bearbeitet und an den Arzt weitergeleitet.

HELP hat eine „Schmerz-Gruppe“ eingerichtet mit Vertretern aus jeder Pflegezweigstelle die als „Schmerzdelegierte“ bezeichnet werden.

Unsere Vorgehensweise ist interdisziplinär und oft werden die Kompetenzen von anderen Mitarbeitern des Netzwerkes beantragt, wie:

Die Funktionen des „Schmerzdelegierten“:

• Ergotherapeut • Physiotherapeut • Psychologe • Palliativpflegeteam Jede dieser Personen kann die Behandlung vervollständigen und die Schmerzen des Patienten lindern.

Wird die Überwachung der Schmerzpatienten mit dem behandelnden Arzt besprochen? Nach einem „Schmerzgespräch“ nimmt der (die) Krankenpfleger(in) Kontakt mit dem behandelnden Arzt auf. Wir leiten die gesammelten Daten und das Ergebnis unserer „Schmerzbewertung“ an ihn weiter. Der Arzt ist die Bezugsperson, er entscheidet über die therapeutischen Maßnahmen. Wir müssen zusammen arbeiten um eine optimale Behandlung der Patienten zu gewährleisten. Die Wirksamkeit der Behandlung wird täglich gemessen und unsere Beobachtungen werden an den Arzt weitergeleitet.

Krankenpfleger(in) der (die) auf freiwilliger Basis ernannt wird, um die Behandlung von Schmerzen in der Pflegezweigstelle zu fördern und zu entwickeln. • der Schmerzdelegierte übernimmt die Rolle des Beraters und Ausbilders in seinem Team (führende Rolle bei der Behandlung der Patienten). • bei schwierigen Situationen übernimmt er die Überwachung der klinischen Aufgaben. • er nimmt regelmäßig an den Besprechungen der Gruppe „Schmerz“ teil und leitet die erhaltenen Informationen an seine Pflegezweigstelle weiter, um eine Vereinheitlichung der Vorgehensweisen zu gewährleisten. • er beteiligt sich an der Bewertung der Praktiken und Mittel was die Schmerzbekämpfung betrifft (Audit). Der Schmerzdelegierte ist eine Bezugsperson, die die anderen Pfleger(innen) nicht ersetzt, sondern deren Praktiken verbessern soll und sie in ihren Vorgehensweisen begleitet.

Wir sind gerne für Sie da wenn sie uns brauchen. Sie oder ein Angehöriger brauchen uns nur zu kontaktieren !


QUALITÄT DER PFLEGELEISTUNGEN

Schmerzerfassung - eine Verbesserungsmöglichkeit für die Institution "Guten Tag, wie geht es Ihnen?". Diese Frage wird tausend Mal von den Mitarbeitern von Help gestellt und scheint an sich ziemlich bedeutungslos, standardisiert manchmal sogar störend oder nicht angemessen, je nach Lebenslage. Sie erlaubt aber auch eine erste Kontaktaufnahme, eine Gelegenheit für den Anderen seine Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Wenn „etwas nicht in Ordnung“ ist, ist jeder Pfleger verpflichtet einzuschreiten, dies allerdings nur, wenn er die erforderlichen Kompetenzen hat, ansonsten soll er eine kompetentere Person beauftragen sich um das ���was nicht in Ordnung ist“ zu kümmern. Ist das Problem erkannt, erfolgt dann die Suche nach Lösungen. Oft liegt die Antwort auf der Hand, manchmal ist das Einbeziehen von Familie oder Freunden, dem Arzt, dem Spezialisten, der Sozialdienste, der Gemeinde, usw. erforderlich. In unserer täglichen Arbeit sind oftmals schmerzhafte Symptome ein Teil von dem „was nicht in Ordnung“ ist. Help hat somit seit 1999 Praktiken zur Bekämpfung dieser Schmerzen eingeführt. Sie basieren auf nationale und internationale guten Praktiken. Sie respektieren den ethischen und gesetzlichen Rahmen mit dem Ziel, unsere Dienstleistungen ständig zu verbessern.

Alle sind gefragt Der Wille Schmerzen zu bekämpfen, veranlasste die Hilfsund Pflegedienste des luxemburgischen Roten Kreuzes, Partner von Help, folgende Schritte zu unternehmen: • Ein Engagement der Direktion und die Überwachung von jährlichen Objektiven in der Schmerzbekämpfung. • Eine Reihe von Ausbildungen die es dem Pflegepersonal erlaubt, Schmerz besser zu erkennen, zu bewerten und zu behandeln. Schmerzvorbeugung, Schmerzerkennung, Linderung und Überwachung gehören zu den täglichen Aufgaben unserer pflegenden Mitarbeiter

Castor AGUILERA Infirmier, coordinateur qualité des Aides et Soins

Die Qualitätsobjektive des Hilfs- und Pflegedienstes: • Unseren Kunden, Ärzten und Angestellten zuhören, um ihre Bedürfnisse zu kennen um so unsere Dienste zu verbessern, • Die Anpassung der Kompetenzebenen und der beruflichen Bedürfnisse durch Weiterbildung zu gewährleisten, • Durch ein Arbeitshandbuch unsere Dienste festlegen und auf einander abstimmen, • Gezielt die Reklamationen der Kunden bearbeiten und den internen Nichtübereinstimmungen durch Verbesserungsaktionen entgegen wirken. • Den Anmerkungen von Ämtern und Institutionen mit denen wir zusammen arbeiten, Rechnung tragen. • Eine Supervision durch Gleichgestellte. Jede Pflegezweigstelle verfügt über einen Mitarbeiter der für Fragen betreffend die Schmerzen zuständig ist. • Die tägliche Benutzung von international anerkannten Schmerzskalen. Mittel allein jedoch genügen nicht und eine bestimmte Vorgehensweise zusammen mit einem gewissen „Know-how“ sind erforderlich, um eine individuelle Schmerzpflege zu gewährleisten. Bei jedem Besuch erfolgt eine Schmerzerfassung. Bei auftretenden Schmerzsymptomen wird ein Pflegeprozess eingeleitet. Festgelegte Schmerzverfahren und Patientenunterlagen erlauben eine individuelle Bewertung und eine interdisziplinäre Pflege der Schmerzpatienten. Bei komplexeren Fällen garantieren Besprechungen und Informationsaustausch der Mitarbeiter, die sich intensiv mit Schmerzfragen befassen, die gewünschte Qualität im ganzen Land. .../

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Eine tagtägliche Aufgabe !


QUALITÄT DER PFLEGELEISTUNGEN /...

Bewertung für weitere Verbesserung Als gemeinnützige Einrichtung, die vom Steuerzahler getragen wird, ist es wichtig festzustellen, ob die zur Verfügung stehenden Mittel, Früchte getragen haben und nicht eine Zeit- und Ressourcenverschwendung waren. Der Hilfs- und Pflegedient des Roten Kreuzes setzt also Instrumente ein, um die Effizienz seiner Schmerzbekämpfungsmaßnahmen zu bewerten: Schmerzaudit, Kompetenzbewertung, Arbeitshandbuch und Kundenzufriedenheitsumfrage sind einige davon. Ein Schmerzaudit, ist eine Ansammlung von Informationen über Schmerzen, die in den Patientenakten der verschiedenen Zweigstellen zusammengefasst werden. Diese Informationen geben eine Bestandsaufnahme der dokumentierten Praktiken. Diese „Momentaufnahme“ wird von Audit zu Audit verglichen und die Abweichungen zwischen dem Wünschenswerten und dem Ist-Zustand führen zu einem Verbesserungsplan für die jeweilige Pflegezweigstelle.

Allgemein, wie zufrieden sind Sie mit der allgemeinen Leistung der Hilfs- und Pflegeleistungen? Wirklich sehr zufrieden Sehr zufrieden Zufrieden Nicht zufrieden Gar nicht zufrieden

26% 54% 19% 1% 0%

Quelle: Enquête satisfaction client, TNS-ilres 2008

Patientenbefragungen werden von TNS-ilres, durchgeführt und erlauben es unsere Vorgehensweisen zu bewerten, was die Zufriedenheit der Kunden betrifft. Zusammen mit der Bearbeitung der Beschwerden können wir so unsere Stärken und Schwächen kennen lernen und entsprechende Verbesserungs- und Vorbeugungsmaßnahmen einleiten. Dank dieser Werkzeuge verfügen wir über objektive Informationen. Diese Informationen helfen bei wichtigen Ent-

Einige Resultate der Schmerzaudit von 2007 bis 2009

Die Bewertungsgespräche und Kompetenzbewertungen der Angestellten werden jährlich in Bezug auf Referenzwerte geführt. Die Bewertung der Kompetenzen ermöglicht es einen jährlichen Weiterbildungsplan sowohl für die Institution als auch für jeden einzelnen Mitarbeiter zu erstellen. Das Arbeitshandbuch besteht aus technischen Informationsblättern, Protokollen und Anweisungen über die Akten die das Pflegepersonal zu Hause verrichtet. Der Inhalt richtet sich nach rezenten internationalen Empfehlungen und wird von internen und externen Experten für gültig erklärt.

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scheidungen zu schlichten, welche dann in einem Betriebsprojektplan wiederzufinden sind. Die Ergebnisse der Qualitätsanstrebungen (Patientenbefragung, interne Audits, ISO Zertifizierung…) belegen diese Anstrengungen und das Engagement von allen Beteiligten. Für unsere Kunden, unsere Partner und andere Organisationen sind sie eine Garantie für ausgezeichnete berufliche Leistungen. Castor Aguilera castor.aguilera@croix-rouge.lu


FREIZEIT

Programm der Auslandsreisen, Ausflüge und Freizeitaktivitäten 2011 Einzelheiten über Termine, Preise, Themen und Orte werden Ihnen zu gegebener Zeit von der Helpline mitgeteilt unter der Nummer 26 70 26 22. Februar 2011 Winter- und Faschingsfest

3. Februar 2011- Kino a Kaffi Club Festessen mit Tanzmusik Die großen Klassiker des Films - 14 Uhr im Ratelach, Kulturfabrik in Esch - 20 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 2. Februar 2011, Helpline 26 70 26

- 80 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 20. Februar 2011, Helpline 26 70 26

März 3. März 2011 - Kino a Kaffi Club

10. Februar 2011 - Konzert Die großen Klassiker des Films Benefizkonzert des luxemburgischen Roten Kreuzes - 20 Uhr in der Philharmonie mit Buffet im ‚Foyer Sud' der Philharmonie ab 18 Uhr 30 - 20 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 2. Februar 2011, Helpline 26 70 26 17. Februar 2011- Kino a Kaffi Club Potiche, ein französischer Film von François Ozon im Jahre 2009 komplett in Belgien gedreht. Es handelt sich um die Umsetzung eines Theaterstückes von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu. - 14 Uhr im Kinosch, Kulturfabrik in Esch - 70 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 16. Februar 2011, Helpline 26 70 26

- 14 Uhr im Ratelach, Kulturfabrik in Esch - 20 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 2. März 2011, Helpline 26 70 26 17. März 2011 - Kino a Kaffi Club LIFE AS WE KNOW IT deutsche Fassung, amerikanische Komödie von Greg Berlanti Dauer: 115 Minuten

samen Freunden vorzustellen. Nach einem tragischen Unfall dieser Freunde stellen sie mit Erstaunen fest, dass sie von jetzt an in die Rolle von Ersatzeltern eines kleinen Mädchens gedrängt werden. Nach und nach finden sie Gefallen an dieser neuen Wende in ihrem Leben. - 14 Uhr im Kinosch, Kulturfabrik in Esch - 70 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 16. März 2011, Helpline 26 70 26 25. März 2011 - Gala Zinëma Filmvorführung eines großen Klassikers und anschliessend Kaffee und Kuchen. - 50 Plätze verfügbar Anmeldung bis zum 20. März 2011, Helpline 26 70 26

April 7. April 2011 - Kino a Kaffi Club

Mit Katherine Heigl und Josh Duhamel Die großen Klassiker des Films Das erste Date von Eric und Holly ist schlichtweg eine Katastrophe, schon in den ersten Minuten stellt sich heraus, dass die beiden aber auch nun so gar nicht zueinander passen. Sie beschließen nichtsdestotrotz sich weiter zu treffen und sich den gemein-

- 14 Uhr im Ratelach, Kulturfabrik in Esch - 20 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 6. April 2011, Helpline 26 70 26

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Les cahiers de l’autononomie - Nr 19 - Dezember 2010

Februar


FREIZEIT /... 21. April 2011 - Kino a Kaffi Club

17. Mai 2011 - Marie-Astrid

Les Petits Mouchoirs, französischer Film von Guillaume Canet aus dem Jahre 2010. Nach “Mon idole” und “Ne le dis à personne” ist “Les Petits Mouchoirs” Canets dritter Film. Die Hauptdarsteller des Films sind alle aus dem engsten Freundeskreis des Regisseurs. Der Streifen wurde während dem Sommer 2009 in Paris und auf Cap-Férrat gedreht. Mit unter anderen Marion Cotillard et Benoît Magimel.

Kreuzfahrt auf der Mosel mit der Marie-Astrid

- 14 Uhr im Kinosch, Kulturfabrik in Esch - 70 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 20. April 2011, Helpline 26 70 26

HOW DO YOU KNOW in deutscher Fassung, die neue amerikanische Komödie von James L. Brooks mit einer unglaubliche Besetzung: Reese Witherspoon, Paul Rudd, Owen Wilson und Jack Nicholson! Eine Dreiecksbeziehung: ein Geschäftsmann und ein professioneller Baseballspieler versuchen sich gegenseitig auszuspielen um das Herz einer jungen Frau zu gewinnen...

27. April 2011 - Frühjahrsfest Festessen mit Tanzmusik und Animation - 80 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 25. April 2011, Helpline 26 70 26

Mai

- Dieser Ausflug ist für Rollstuhlfahrer geeignet - 100 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 30. April 2011, Helpline 26 70 26 26. Mai 2011 - Kino a Kaffi

- 14 Uhr im Kinosch, Kulturfabrik in Esch - 70 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 25. Mai 2011, Helpline 26 70 26

5. Mai 2011 - Kino a Kaffi Club

27. Mai 2011 - Oktave

Die großen Klassiker des Films

Wallfahrt zur Oktave in Luxemburg-Stadt

- 14 Uhr im Ratelach, Kulturfabrik in Esch - 20 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 4. Mai 2011, Helpline 26 70 26 Vom 6. Mai bis zum 13.Mai 2011 Agadir Einwöchiger Aufenthalt im Robinson Club 5* - All inclusive. 3 Ausflüge, Musikspektakel, Themenabende, Marokkanische Folklore, Tanz unter freiem Himmel...

Heilige Messe in der Kathedrale Mittagessen im Grand Hotel Cravat mit anschließendem Besuch des ‚Märtchen' - Dieser Ausflug ist für Rollstuhlfahrer geeignet. - 40 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 30. April 2011, Helpline 26 70 26

Juni 1. Juni 2011 - Marie-Astrid

- 16 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 25. Februar 2011, Helpline 26 70 26

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Kreuzfahrt auf der Mosel mit der Marie-Astrid zweistündiger Aufenthalt in Schengen.

Dieser Ausflug ist für Rollstuhlfahrer geeignet. Aufgepasst! Dieser Ausflug ist länger als sonst, d.h. die Abfahrt ist früher und die Rückkehr ist später als üblich. - 70 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 30. April 2011, Helpline 26 70 26 Vom 6. bis au 9. Juni 2011 Knokke-Le-Zoute Aufenthalt von 4 Tagen (3 Übernachtungen) an der belgischen Küste - Transport im bequemen Bus von Voyages Emile Weber - Übernachtung im Hotel Pavillon, - Vollpension - 16 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 30 April 2011, Helpline 26 70 26 16. Juni 2011 - Kino a Kaffi De vrais mensonges Film von Pierre Salvadori aus dem Jahre 2010, mit Audrey Tatou und Nathalie Baye. Eines schönen Frühlingstages bekommt Emilie einen anonymen Liebesbrief. Sie wirft den Brief weg, sieht dann jedoch, später, eine Chance ihre Mutter zu retten, welche sich nie so richtig vom Weggang ihres Vaters erholt hat... - 14 Uhr im Kinosch, Kulturfabrik in Esch - 70 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 15. Juni 2011, Helpline 26 70 26 25. Juni 2011 - Das Musical CATS - 15 Uhr, Glacis in Luxemburg - 20 Plätze verfügbar - Anmeldung bis zum 15. Juni 2011, Helpline 26 70 26


KULTUR

“Kultur fir jiddereen” Die Projektgruppe „Kultur fir jiddereen“, an der sich viele Kooperationspartner des sozialen Sektors und die Aktionsgruppe „Leader Miselerland“ beteiligen, hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene kulturelle Attraktionen in unserer Region so zu organisieren, dass sie für jedermann barrierefrei und zugänglich sind. Hiermit sind auch Sie eingeladen, die vielfältigen, kulturellen Besonderheiten unserer Region kennenzulernen oder von Neuem zu entdecken. Bei der Auswahl unserer Programmpunkte achten wir auf Vielseitigkeit. Hiermit soll ein breites Spektrum unterschiedlicher Interessen der Menschen aus unserer Region, und somit hoffentlich auch Ihrer, in unser Angebot einbezogen werden. Ebenso versuchen wir, neue Angebote zu gestalten. Unsere Projektgruppe versucht, besondere Orte und Räume, Ihrem Alltag angepasst, für Sie zu „öffnen“. Auch Ihre Familie, Freunde, Bekannte und nicht zuletzt auch Betreuer sind herzlich eingeladen, an unseren Aktivitäten teilzunehmen. Folgendes Programm haben wir für das 1. Halbjahr 2011 für Sie zusammengestellt:

Karaoke-Nachmittag

Datum: Uhrzeit: Ort: Kosten: Verzehr:

Montag, 31. Januar 2011 14:30 bis 17:00 Uhr Kellerei der Domaines des Vinsmoselle in Wormeldange gratis wird individuell bezahlt

Filmnachmittag „Die Mosel - von der Quelle bis zur Mündung“ Der Film sowie die Entstehungsgeschichte dessen werden Ihnen präsentiert von Filmemacher Peter Friesenhahn Datum: Uhrzeit: Ort: Kosten:

Dienstag, 15. Februar 2011 14:30 bis 17:00 Uhr Hotel „am Klouschter“, Mondorf-les-Bains 10,00 € für Filmvortrag, Kaffee und Kuchen Visite guidée des Hotels möglich

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Les cahiers de l’autononomie - Nr 19 - Dezember 2010

mit Claudine Menghi von der Association „Letzkulti“ Mit der Karaoke-DVD „Mat Sang a Klang op der Musel“ verbringen wir einen geselligen Nachmittag mit Kaffee/Kuchen und einem Pättchen in gemütlicher Atmosphäre einer Kellerei.


KULTUR /... Philharmonie Luxembourg Besuch der Philharmonie und Möglichkeit an der Teilnahme einer Generalprobe der OPL an einem Nachmittag Datum: Ort: Kosten:

stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest Philharmonie Luxembourg gratis

Römertag in der Villa Borg Begrüssung durch den römischen Hausherrn und Führung durch die Villenanlage Multimediashow und Möglichkeit zum Spaziergang Mittagessen in der römischen Taverne Datum: Uhrzeit: Ort: Kosten:

Donnerstag, 12. Mai 2011 11:00 bis 16:00 Uhr Villa Borg in Perl 25,00 €, inkl. Eintritt, Führung und Mittagessen, Getränke extra

Schifffahrt auf der M.S. Marie-Astrid Geniessen Sie einen Tag mit kulinarischen Genüssen und guter Unterhaltung an Bord der M.S. Marie Astrid Datum: Uhrzeit: Ort: Kosten:

Mittwoch. 1. Juni 2011 11:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr ab Grevenmacher stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest

Für weitere Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an: HELP-Muselheem asbl, „Kultur fir jiddereen“ Mme Bettina Fries 12, rue St. Martin, L-6601 Wasserbillig Tel. 74 87 87, E-Mail: clubsenior.fries@muselheem.lu

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an den Veranstaltungen von „Kultur fir jiddereen“. Aktionsgruppe „Leader Miselerland“ Amiperas - Section Grevenmacher CIGR - Centre d'initiative et de gestion régional - Grevenmacher CIGR - Centre d'initiative et de gestion régional - Remich Croix Rouge luxembourgeoise - Service social proximité - Grevenmacher HELP - Doheem Versuergt - Remerschen HELP - Muselheem asbl - Wasserbillig HELP - Syrdall Heem asbl - Centre de Jour psycho-gériatrique - Remich Institut St. Joseph -Yolande asbl - Betzdorf Réimecher Heem - Foyer Yolande asbl - Remich Réseau Psy - Psychesch Hëllef Dobaussen asbl - Grevenmacher Solucare S.A. - Maison de Soins „Op Lamp“ - Wasserbillig Stëftung Hëllef Doheem - Centre d'aide et de soins - Grevenmacher Stëftung Hëllef Doheem - Centre d'aide et de soins - Junglinster Stëftung Hëllef Doheem - Centre de Jour psycho-gériatrique Foyer Aalbach - Mondorf Stëftung Hëllef Doheem - Centre d'aide et de soins - Remich

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Cahiers de l'autonomie n19 - Meine Schmerzen