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Nordland Nr. 1

Kontiki-Saga bringt Sie hin!

Was für ein Hundeleben! Machen Sie sich mit uns auf Huskytour in Lappland: Das Abenteuer beginnt auf Seite

Ab auf die Insel! So spektakulär können Mietwagenrundreisen sein: Kurven Sie mit uns durch Island ab Seite

Grosser Wettbewerb! Gewinnen Sie Ihre nächsten Traumferien! Unser Preisrätsel finden Sie auf Seite Ihr Exemplar zum Mitnehmen.

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Im Norden kriegt das Menschsein neue Dimensionen

Papageientaucher, Island.

Nordkap, Norwegen.

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Kontiki-Saga Reisen


Auftakt

Unendliche Natur, heile Welt, verschwenderische Freiheit: Das ist für Bruno Bisig, CEO von Kontiki-Saga Reisen, der Norden.

Eine andere Qualität der Zeit Bruno Bisig, warum in den Norden? Es gibt so viele Gründe wie Seen in Skandinavien. Also unzählige. Der Norden ist unheimlich emotional und geht tief: das Licht, die Weite, das Naturerlebnis. Das hat allerdings seinen Preis … Natürlich kann man in den Massendestinationen billigere Ferien machen. Aber betrachtet man die Qualität der Zeit, die man etwa im Blockhaus an einem einsamen See verbringt, sind Ferien im Norden im wahrsten Sinne des Wortes preiswert. Wie oft waren Sie schon im Norden? Es dürften so gegen hundert Mal gewesen sein. Dass Kontiki-Saga – ­entstanden aus der Initiative von jungen Pfadfindern – seit über dreissig Jahren die Schweizer Nummer 1 für Ferien im Norden ist, kommt genau daher: von unserem Destinations-Know-how. Niemand kennt den Norden besser. Was macht Kontiki ausserdem noch zum Spezialisten? Die exklusiven Direktflüge, die wir seit zehn Jahren anbieten. Dann bestimmt auch unsere langjährigen, stationären Reiseleiter vor Ort, im Sommer in Island, im Winter in Finnisch Lappland. Nicht zuletzt sind unsere ­eigenen exklusiven Programme und die ausführlichen Dokumen­ tationen ausserordentlich beliebt bei unseren Kunden. Ihr Geheimtipp in Skandinavien? Hoppla, dafür reicht der Platz hier nicht. Im Ernst: Es gibt nicht DEN Geheim­tipp; der Norden an sich ist ein Geheimtipp, weil es einfach viel Insel Holmön, Schweden.

zu entdecken gibt – abseits der touristischen ­Trampelpfade.

Bruno Bisig, 40, zieht es seit seiner Jugend nach Skandinavien. Er ist heute CEO von Kontiki-Saga Reisen, dem führenden Schweizer Anbieter für Ferien im Norden. Er gehört dem Unternehmen seit bald zehn Jahren an.

Nordland: das neue Reisemagazin Liebe Leserin, lieber Leser, wir freuen uns, dass Sie die erste Ausgabe von «Nordland», unserem Magazin für den Norden, in den Händen halten. Wir wollen Sie damit unterhalten und in Gedanken an die schönsten Orte des Nordens entführen. Wir möchten Ihnen aber auch unsere Destinationen mit vielen nützlichen Informationen näherbringen. Und wir hoffen, dass wir Sie begeistern können für eine Welt, wo der Winter noch richtig Winter ist, wo ein Sommertag 24 Stunden dauert und wo

Impressum

die Elfen auf Vulkanen tanzen.

Herausgeber: Kontiki-Saga Reisen AG, Wettingerstrasse 23, Baden

Wir freuen uns, wenn Ihnen im Magazin die Mischung aus journalistischer Pro-

Chrefredaktion: Birgit Ohlin

fessionalität und langjährigem Destinations-Know-how gefällt. Schwelgen Sie

Konzept und Redaktion: Steven Schneider, Christoph Zurfluh

in den Geschichten und verfolgen Sie die Routen unserer Beispielreisen.

Gestaltung: CreaOcchio GmbH, Bad Zurzach

Viel Spass beim Lesen wünscht Ihr Kontiki-Saga-Team, Baden und Lausanne

Nordland

Kontakt und Anzeigen: birgit.ohlin@kontiki.ch Nordland erscheint 1-2 mal jährlich

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Die Kontiki-SagaReisewelt Kontraste Das Tierparadies Seite

Skandinavien ist ein Bilderbuch mit vielen ­Kapiteln. Eines davon ist die faszinierende Tierwelt. Kommen Sie mit auf eine Wal-Safari!

Seite

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Island ist das Land der Gegensätze: Baden Sie heiss neben einem Gletscher, suchen Sie zwischen Gnomen die Elfenburgen und stürzen Sie sich in Reykjavík ins wilde Nachtleben.

Die Schönste Schlossromantik Seite

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Burgen, Schlösser und viel Mystik.

Von der Hurtigruten heisst es, sie sei die schönste Seereise der Welt – und von den Fjorden sagt man, sie seien das ökologischste Reiseziel der Welt. Wir können dazu nur eines sagen: Ja, es stimmt.

Seite

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Kontiki-Saga Reisen


Inhalt

Zeitreise

St. Petersburg und Moskau sind heute wirtschaftliche Metropolen, die Geschichte und Moderne aufs Faszinierendste vereinen. Aber Russland hat noch mehr zu bieten: Flussreisen auf der Wolga und die legendäre Transsibirische Eisenbahn zum Beispiel.

Seite

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Faszination Arktis

Nordlicht Die verschneiten Winter Lapplands überraschen selbst an den kürzesten Tagen mit stundenlang pastellfarbigem Himmel und mit faszinierenden Nordlichtern.

Seite

Nordland

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Lauschen Sie dem Krachen kalbender Gletscher, dem Brüllen der Eisbären, dem Knirschen der Eisberge und dem Ächzen eines stampfenden Eisbrechers, der sich zum Nordpol kämpft – und ­horchen Sie gleichzeitig in die unendlich tiefe Stille des Eises hinein. Vorsicht: Eis ist ein Sinnenspektakel, das nicht mehr loslässt!

Seite

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Inhalt Skandinavien – Faszinierende Wale und andere Tiere Die « schönste Seereise der Welt » Wintertraum im Blockhaus Abenteuer Hundeschlittensafari

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Island – ungestüme Insel der Sehnsucht

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Schottland – Kilt, Kult und Klischees

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Russland und Baltikum – Punk und Prunk

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Grönland und Spitzbergen – Inseln der Menschen und der Bären

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Wettbewerb – Gewinnen Sie Ihre nächsten Ferien

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Team Kontiki-Saga Reisen (Baden, Lausanne)

Geballte Leidenschaft und Motivation für den Norden In Baden und Lausanne werden Ferien gemacht für unzählige Schweizerinnen und Schweizer, die jährlich mit Kontiki-Saga in den Norden reisen. Eine Umfrage besagt, dass jeder zweite Schweizer von Ferien im Norden träumt. Der Norden jedoch ist gross und weitläufig, die Angebote vielfältig. Nur ein Spezialist verfügt über das Know-how, das notwendig ist, damit Träume nicht zu Albträumen werden. Kontiki-Saga ist der Spezialist und bereits seit 1972 die Nummer 1 in der Schweiz für Ferien in Skandina­vien und Island. Im Gegensatz zu einem Reisebüro, das Ferienreisen nur vermittelt, ist Kontiki-Saga Reisen ein sogenannter Tour Operator (Reiseveranstalter). Das heisst, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kontiki-Saga stellen die Reisen aufgrund ihrer eigenen Erfahrung selber zusammen. Auf regelmässigen Studien- und Ferienreisen lernen sie die Destinationen noch besser kennen, besuchen Hotels, Blockhäuser und B&B’s, tüfteln in den norwegischen Fjorden oder im isländischen Hochland an neuen, attraktiven Rou-

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ten herum, prüfen die Anbieter der zahlreichen Aktivitäten und stellen so die hohe Qualität sicher, für die Kontiki-Saga-Ferien bekannt sind. Zwei spezialisierte Teams betreuen auch die Destinationen Russland/Baltikum und Schottland: Kostproben einzigartiger Reisen in diesen spannenden Ländern finden Sie in diesem Magazin auf den Seiten 34 bis 41 – ganz zu schweigen von den Reisen ins ewige Eis, die Kontiki-Saga zum Teil ab Zürich mit deutschsprachiger Reiseleitung anbietet (ab Seite 42). Wenn Sie mit uns reisen, reisen Sie mit dem aktuellen und wertvollen Erfahrungsschatz von etwa 50 hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mit­ arbeitern mit einem grossen Herz für Ihre Ferien.

Kontiki-Saga Reisen


Kontiki-Saga intern

Schon gewusst?

Komfortabel in die Kälte

Langlaufen mit Kontiki-Saga

Der beliebte Direktflug nach Kittilä oberhalb des Polarkreises ist nur einer der Pluspunkte, den man sich im Winter mit Kontiki-Saga gutschreiben kann.

Sind Sie begeisterter Langläufer? Reizt Sie die Teilnahme an einem World-Loppet? Dann sind Sie bei Kontiki-Saga goldrichtig: Unter 056 203 66 33 in Baden und 022 239 70 80 in Lausanne sind Sie direkt verbunden mit unseren Spezialistinnen in Sa­­ chen Langlauf und World-Loppet.

Exklusiver Reiseclub

Für Ferien in aller Welt In Baden an der Wettinger­ strasse 23 befindet sich das ­Kontiki-Saga Reisebüro, in welchem Sie Ihre Ferien im Norden buchen können, aber ebenso alle anderen Urlaubsdestinationen dieser Erde. www.ferienzeit.ch

Attraktive Leserreisen Für Zeitschriften wie «Schweizer Familie» und «Coopzeitung» stellt Kontiki-Saga jedes Jahr mehrere exklusive Reisen zusammen, zum Beispiel nach Grönland oder mit der Trans­ sibirischen Eisenbahn. Mehr dazu finden Sie auf www.kontiki.ch

Gut dokumentiert Seit über 30 Jahren bietet ­Kontiki-Saga Ferien im Norden an. Das gesammelte Know-how erhalten die Feriengäste in Form eines umfangreichen und dennoch handlichen Reisedokumentations-Ordners vor dem Urlaub kostenlos nach Hause zugeschickt.

Nordland

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Dank einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Zeitschrift «Strom» können Interessierte kostenlos dem «Strom»-Reiseclub beitreten. Exklusiv zusammengestellte Gruppenreisen, Vorträge und Filmvorführungen warten auf die Mitglieder, die sich zu nichts verpflichten müssen. Mehr auf www.strom-zeitschrift.ch/strom-reiseclub.html

e Di re k t f l ug r h Ja

L appl and Im Nieselregen in Zürich einsteigen, dreieinhalb Stunden später auf schneebedeckter Piste in Kittilä landen: So rasch geht es heute vom grauen Schweizer Mittelland-Winter in den lappländischen Traumwinter mit fantastischen Lichtspielen, Schlittenhunden und urgemütlichen Blockhäusern. Zehn Jahre ist es her, dass der erste Kontiki-Saga-Charter in Lappland landete und damit ein Novum schuf. Dieser Pionierleistung folgte bald darauf die nächste: Seit

mehreren Jahren begrüssen zwei ortskundige Schweizer Kontiki-­ Saga-Betreuer die Feriengäste am Flughafen. Wer sich nach dem organisierten Transfer dann im benachbarten Äkäslompolo einquartiert, profitiert von der Nähe des Kontiki-Stützpunktes, den man zu Bürozeiten aufsuchen kann. Ausserhalb dieser Zeiten sind die Kontiki-Saga- Betreuer für alle unsere Feriengäste rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Der Direktflug ab Zürich erschliesst neben Äkäslompolo (das wir

Betreuung als Programm Kontiki-Saga schreibt Gästebetreuung gross: Den ganzen Winter über stehen den Urlaubern in Äkäslompolo zwei spezialisierte Ansprechpartner aus der Schweiz zur Verfügung, im isländischen Sommer sind es sogar drei. In der Hauptreisezeit führen 12 skandinavische Reiseleiterinnen schon seit über 20 Jahren Kontiki-Saga-Gäste durch ihre Heimat. Gerade deshalb, aber nicht nur, sind unsere Gruppenreisen sehr beliebt, ebenso in Island, Russland, dem Baltikum sowie Schottland. Wir garantieren die Abreisedaten, sodass Sie bereits bei der Buchung wissen, dass die Reise stattfinden wird. Weitere Vorteile: Unsere Gruppen sind sprachlich nicht gemischt, sondern Deutsch oder Französisch geführt. Die Gruppengrösse überschreitet nie 30 Personen. In der Regel bilden 15 bis 20 Gäste eine Gruppe. In den Preisen sind die meisten Leistungen inklusive, und es gibt keinen Tag ohne Programm. KontikiSaga: beste Betreuung, wenig Nebenkosten, maximale Erlebnisse. Unsere Skandinavien-Reiseleiterinnen

Einsteigern empfehlen) zudem Saariselkä am Rande der Tundra (für Aktive) und Luosto (für Leute, die es ganz ruhig mögen). Als einer der wenigen Direktflug-Anbieter garantiert KontikiSaga die Abflüge dieses Charters nach Lappland, so dass Sie bereits bei der Buchung wissen, dass Sie garantiert direkt ins Winterparadies fliegen werden. Profitieren Sie von unserer Erfahrung!

Kontiki Zeitticker 1971 Badener Pfadfinder fahren erstmals nach Schweden zum Kanufahren und verlieben sich in den Norden 1979 Gründung von Kontiki-Saga durch die oben erwähnten Kanufahrer 1992 Schweizer Nummer 1 für Reisen in den Norden 1998 Erste Direktflüge 2002 Niederlassung in der Romandie 2006 Kontiki-Saga gehört zur KuoniGruppe

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e s l i o tte L

sucht Oscar

Tief durchatmen und geniessen: das Inselreich der Lofoten und Vester책len.

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Skandinavien

Während einer Reise durch Skandinavien gibt es unzählige Highlights. Eines davon könnte sein, dass man grosse und kleine Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben kann. Zum Beispiel einen Pottwal vor der norwegischen Küste. Text: Steven Schneider Liselotte Medlund macht sich Sorgen um Oscar. Er ist überfällig und sie befürchtet, dass ihm etwas zugestossen ist. Seit sie 1992 zum ersten Mal in Andenes war, hatte Oscar sich nämlich jedes Jahr gezeigt. Bloss in diesem noch nicht. Oscar ist ein Pottwal, der seinen Namen einer Narbe («scar») verdankt, die kreisrund ist wie ein «O». Vermutlich stammt die Verletzung von einer Riesenkrake, erklärt die 31-jährige Biologin. Sie lehnt, wie 70 andere Leute auch, an der Reling und schaut drei Walen zu, die im 15-Sekunden-Rhythmus blasen. Die Wasserfontänen spritzen in die Höhe und werden vom Wind weggetragen. Plötzlich zeigt der Kapitän des Schiffes mit dem Finger auf einen massigen Rumpf, der etwa dreissig Meter entfernt im Wasser ruht: «He’s diving», ruft er, «er taucht!» Der Kopf des Meeressäugers verschwindet unter Wasser. Kurz darauf schäumt der kleine Rückenbuckel über die Oberfläche, zwei lange Sekunden später wird die gigantische Schwanzflosse, Fluke genannt, sichtbar, die einen zwei Meter breiten Wasservorhang hinter sich hoch zieht. Einen kurzen Augenblick verharrt der Wal – genug Zeit für die mit Fotoapparaten ausgerüsteten Touristen und Forscher, um Bilder zu schiessen –, dann taucht der Riese elegant in die Tiefen des Meeres. Bis heute weiss niemand, was sie dort genau machen – wie überhaupt die Pottwale weiterhin zahlreiche Rätsel aufgeben. Deshalb versuchen Wissenschaftler aus aller Welt in Andenes einige der Geheimnisse zu ergründen. Liselotte greift sich einen dicken Ordner und blättert die Seiten mit den durchnummerierten Bildern der Fluken durch: «Das war vermutlich Nummer 6,» sagt sie. Wieder nicht Oscar. «Vielleicht beim nächsten Mal», tröstet sie sich.

Auch Orcas und Grindwale Lange braucht Liselotte nicht zu warten. Das nächste Mal ist in der Regel nur einige Stunden später. Pottwale gibt es in Andenes bei so gut wie jeder Ausfahrt zu sehen. Und bleiben sie einmal aus, springen Orcas, Zwerg- oder Grindwale

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Nordische Perlen

Nordkap Magisches «Ende der Welt»

Lofoten Traumhafte Inselwelt

Andenes Lofoten

Kittilä L a p p l a n d

Finnland

Umeå

Schweden Joensuu Røros Bergen Helsinki

Norwegen

Fjordland

Oslo

Ökologisch hochwertige Küste

Stockholm Karlstad

Königliches Schweden Design, Glanz und Meer

Malmö

in die Lücke. Die Garantie, die Meeressäuger anzutreffen, gibt es dennoch nicht. Denn wenn die See zu stürmisch ist, bleiben die Beobachtungsschiffe im Hafen. «Auf dem rollenden Meer legt die Seekrankheit meist gleich alle Touristen flach», erklärt die gebürtige Schwedin. Deshalb sollte man, um die Wale mit Sicherheit zu sehen, einen mindestens mehrtägigen Aufenthalt in Andenes planen. Die Begegnung mit den Walen entschädigt für eine allfällige Wartezeit und bewegt die Gemüter: Angesichts der Meeressäuger wird es auf dem Schiff totenstill, kaum jemand scheint zu atmen, und nur das Gekreische frecher Möwen ist zu hören. «Ah» und «oh» sind die unartikulierten Laute, wenn die Fluke zu sehen ist; und wenn das Tier schliesslich getaucht ist, brandet das Gespräch an Deck wie eine Flutwelle auf. Liselotte lacht. Sie kennt sich aus mit Touristen. Früher begleitete sie die Exkursionen regelmässig als Meeresbiologin, später liess sie sich in der Administration des Wal-Zentrums

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anstellen, zu dem auch zwei Museen gehören. Heute fährt die Schwedin nur noch ab und zu hinaus aufs Meer. Allerdings auch kaum mehr nach Schweden; sie hat sich in den Schreiner vom Ort verliebt. Liselotte greift erneut nach dem Bestimmungsordner und zeigt auf das Bild einer Fluke: «Nummer 37», sagt sie, «ist Moby Dick. Ihn haben wir hier 1989 erstmals gesehen.» Sie blättert weiter und stellt noch weitere Tiere vor, zum Beispiel Kjetil, die Nummer 39, und Folke, Nummer 161. «Bei jeder Ausfahrt hoffen wir, alte Bekannte zu treffen.»

Optimale Nahrungsbedingungen Die einmalig hohe Trefferquote der Walbeobachtungsstation Andenes hat ihren Grund: Nirgendwo sonst reicht die steil abfallende Kontinentalschräge, wo für die Meeressäuger opti­ male Nahrungsbedingungen herrschen, so nahe ans Land heran wie hier. Obwohl die Insel Vester­ ålen oberhalb des Polarkreises liegt, sorgt der

Golfstrom für verhältnismässig milde Temperaturen. Ein Schlaraffenland für die Wale. Und ­reiche Jagdgründe für die Walfänger. Die Bewohner von Andenes nutzten diese früher weidlich aus. Ihnen war das Naturschauspiel jahrhundertelang Lebensgrundlage – was es auch heute wieder ist: Im vergangenen Jahr kamen über 14 500 Touristen aus drei Dutzend Ländern in die 5000-Seelen-Gemeinde mit der überbreiten Hauptstrasse und den unauffälligen Holzhäusern. Unterdessen haben ein gutes Dutzend Pottwale ihre Schwanzflosse gezeigt, und viele Touristen haben sich hingesetzt. Die frische Seeluft macht müde und die Aufregung beim Beobachten auch. Von der Kombüse weht der Duft einer kräftigen Suppe hinüber, die auf der Rückfahrt ausgeschöpft wird. Von Oscar weiterhin keine Spur. «Vielleicht ist er an Altersschwäche gestorben. Aber vielleicht zeigt er sich ja doch noch», sagt sie, als sie ihre Augen wieder auf das offene Meer richtet. ■ Kontiki-Saga Reisen


Skandinavien

Der Norden auf eigene Faust Einer der beliebtesten Wege, Skandinavien zu entdecken, ist eine Rundreise mit dem Mietwagen. Kontiki-Saga hat mehr als ein gutes Dutzend solcher Routen zusammengestellt. Hier die Bestseller auf einen Blick.

Lappland Kernige Naturerlebnisse

NORDKAP SUPERHIT 8 ODER 15 TAGE!

8 TAGE AN KÜSTEN VON WELTFORMAT UND 3 UNESCO-WELTERBEN

So lernen Sie den Hohen Norden bei fast durchgängigem Tageslicht kennen: Vom schwedischen Umeå reisen Sie im Mietwagen ans Ende der Welt am Nordkap, durch die ­unendliche Weite Finnisch Lapplands zum Polarkreis und zurück nach Umeå.

Höga Kusten, Kvarken Archipelago, Rauma: Nordkap Erleben Sie drei einzigartige UNESCO-Welt­ erben von Schweden bis Finnland. Weitere Höhepunkte: die Fährenüberfahrten durch die Schärenküste und eine Übernachtung im Leuchtturm!

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Höga Kusten

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Norwegen

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Schweden

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Stockholm

Seenplatte Nordkap

Wälder und Wasserwege

SÜDSCHWEDENPOTPOURRI

WASSER, WÄLDER, WILDNIS 13 TAGE UND DREI LÄNDER

Ein bisschen von allem: Moderne ­Architektur, historische Städte, filmreife Landschaften und eine ­Insel­erfahrung warten auf Sie. Diese ­Entdeckungsreise durch Südschweden führt Sie von einem Highlight zum andern.

Sparen Sie beim Preis, nicht bei den Erlebnissen: Unsere Reise mit unglaublichem PreisLeistungs-Verhältnis und dennoch vielen Höhepunkten. Ideal für alle, die gern autofahren und sich zwischendurch dennoch viel Musse gönnen möchten.

Finnland Norwegen

Nordkap

Zürich

Hammerfest

Örebro

Karlstad

Schweden

Saariselkä

Stockholm Nyköping

Levi

Kontiki-Saga-Direktflüge Sommer 2010

Kemi Kajaani

Schweden

Karlshamn Lund

Malmö

Kuusamo

Polarkreis

Oskarshamn

Finnland

Vaasa

Joensuu

Turku Helsinki

Hier gibt’s noch mehr Tiere zu sehen: Robben im Bottnischen Meerbusen, Schweden Eine der letzten grossen Seehundkolonien der Ostsee mit mehreren hundert Tieren ist im Bottnischen Meerbusen auf schwedischer Seite auf der Insel Norrbyskär (bei Umeå) anztreffen. Mit dem Ausflugsboot geht es durch den Schärengarten, und man nähert sich den Robben auf den Klippen.

MÄRCHENHAFTES SÜDNORWEGEN

DREI LÄNDER – EINE REISE

Eine wildromantische Küste, die im Licht der Zürich Mitternachtssonne noch dramatischer erscheint, eine Schiffspassage, die als weltweit schönste gilt, und Fjorde, die sich tiefblau ins Landesinnere erstrecken: Fjordnorwegen ist landschaftlich schwer zu schlagen.

Weite Wälder wechseln mit schroffen Meeresklippen. Und nach einem Ab­­stecher auf die be­rühm­te Inselwelt der Lofoten geht’s über das rauhe Ge­­birge ins liebliche Schweden. Eine Reise voller Kontraste durch drei Länder! 0QTFMCR

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Nordland

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Elche in Bjurholm/Schweden Mittlerweile sieht man in Skandinavien vielerorts Elche in Gehegen. Aber nirgends sonst kann man so nah an sie heran und sie streicheln wie in Bjurholm in der Nähe von Umeå, wohin mehrere Reisen von Kontiki-Saga hinführen. Der ehema­ lige Spitzenlangläufer Christer Johannson züchtet und melkt die Elchkühe. Der daraus produzierte Käse kann degustiert werden und ist nicht ganz billig, schmeckt aber ausgezeichnet.

TRAUMREISE***UNSERE TRAUMREISE***UNSERE TRAUMREISE***UNSERE TRAUMREISE***UNSERE TRAUMREISE

Alle Höhepunkte Skandinaviens in 21 Tagen!

Rentiere in Lappland/Norwegen, Schweden, Finnland Kostenlos und garantiert: Wer auf den Strassen Lapplands unterwegs ist, trifft früher oder später auf Rentiere. Die eleganten Huftiere sind nicht sehr scheu und lassen sich gut beobachten. Braunbären in Puolanka/Finnland

Atlantikstrasse zwischen Molde und Kristiansund.

In tiefster Wildnis, Auge in Auge mit Meister Petz: Der Österreicher Sigi Schwarz bietet in den Wäldern Mittelfinnlands die Beobachtung von Braunbären an. Ein mit ihm befreundeter finnischer Grenzsoldat hatte beim Patrouillieren einen Bärenpfad entdeckt. So entstand die Idee des «Bear Watching». Da diese Tiere extrem scheu sind und sie in Finnland in freier Wildbahn kaum angetroffen werden, erhielt Schwarz von den Behörden die Bewilligung, die Tiere zu ködern. So hockt sich der Besucher ein bis zwei Nächte auf einen alten Autobus-Sessel in einen Unterstand mit Sehschlitz auf Augenhöhe und kann je nach Monat mit 80- (Juni) bis 100-prozentiger (Juli) Wahrscheinlichkeit den bis zu 250 kg schweren Tieren beim Fressen von Kuhfleisch und Lachsen zuschauen. ■

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Freitag: Direktflug Zürich – Malmö In Malmö übernehmen Sie Ihren Mietwa­­gen und fahren in die Heimatstadt des schwedischen Krimihelden Wallander. Die erste Nacht verbringen Sie in der Design-Stadt am Öresund. Samstag: Kalmar (ca. 285 km) Entlang der Küstenstrasse fahren Sie via Ystad, die Heimat von Mankells Kommissar Wallander, und Karlskrona nach Kalmar. Wie wär’s mit einem Abstecher ins schwedische Glasreich nach Orrefors? Sonntag: Stockholm (ca. 410 km) Die schärenreiche Ostküste Schwedens verführt zum Verweilen, doch die schönste Metropole Skandinaviens wartet auf Sie: Stockholm! Montag: Stockholm Der Schmelztiegel skandinavischer Lebenskunst und Kultur will entdeckt werden. Stockholm erfindet sich ständig neu und ist immer für eine Überraschung gut. Dienstag: Turku Sie verladen Ihr Auto und nehmen die Tagesfähre durch den zauberhaften Schärengarten

von Stockholm zu den pittoresken Åland-Inseln und weiter in die finnische Hafenstadt Turku. Mittwoch: Vaasa (ca. 330 km) Unbekanntes Juwel: Die Westküste Finnlands ist wenig bekannt, aber zauberhaft. Besuchen Sie unterwegs die UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt von Rauma. Und halten Sie Ausschau nach Ihrem eigenen Traum-Sandstrand – in der Re­gion rund um Pori gibt es einige davon! Donnerstag: Rovaniemi (ca. 540 km) Zugegeben: Heute sind Sie ein bisschen unterwegs. Aber Sie werden feststellen, dass Autofahren in Finnland stressfrei ist – wenig Verkehr, schnurgerade Strassen, keine Hektik. Und schon sind Sie da: am Polarkreis in Rovaniemi. Empfehlenswert: ein Besuch des Arktikums oder beim «einzig wahren» Santa Claus. Freitag: Inari (ca. 330 km) Halten Sie die Augen offen: Sie befinden sich im Reich der Rentiere. Begegnungen der tierischen Art sind garantiert. Im Flecken Tankavaara ­flackert das Goldgräberfieber auf und Sie dürfen sich selber im Goldwaschen versuchen.

Kontiki-Saga Reisen


Skandinavien

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Eveline Heimgartner, Kontiki-Saga-Spezialistin Skandina­vien und Polarreisen

«Während der einwöchigen Studienreise besuchten wir viele Hotels und machten zahlreiche Aktivitäten mit, die wir unseren Gästen anbieten. Da wir während der ganzen Woche keinen Elch gesehen hatten, wollte ich wenigstens ein Strassenschild mit einem Elch fotografieren. Als ich das Bild im Kasten hatte, drehte ich mich um; und was sah ich? Einen wahrhaftigen Elch am nahen Waldrand!»

Nordkap Kirkenes Inari

Svolvær Bodø

Rovaniemi

Brønnøysund Kristiansund Molde

Trondheim

Vaasa

Otta Turku Karlstad

Stockholm

Malmö

Auf dem Weg nach Inari stossen Sie immer weiter ins Herz der samischen Kultur vor. Samstag: Kirkenes (ca. 200 km) Die Bäume werden immer kleiner: Die arktische Tundra beginnt. Kirkenes liegt an der Barentssee, schon beinahe in Russland. Sonntag: Hurtigruten Sie gehen an Bord des Hurtigruten-Schiffs und nehmen Kurs Richtung Berlevåg. Die «schönste Seereise der Welt» führt Sie vorbei an einer von Wind und Wetter gezeichneten Urküste. Übernachtung auf dem Schiff. Montag: Hurtigruten Frühmorgens erreichen Sie Honningsvåg auf der Nordkap-Insel. Sie haben die Möglichkeit, den nördlichsten Punkt Europas zu besuchen. Durch Meeresengen und Inselgruppen geht es weiter nach Tromsø, der nördlichsten Universitätsstadt. Übernachtung auf dem Schiff. Dienstag: Hurtigruten, Vesterålen und Lofoten Gegen Abend erreicht das Hurtigruten-Schiff Svolvær, die Hauptstadt der Lofoten. Genies­

Nordland

sen Sie den Abend im urtypischen «Rorbuer», einer ehemaligen Fischerhütte, mit zauberhaftem Blick aufs Meer. Mittwoch: Lofoten Die Inselgruppe vor der Küste Norwegens verzaubert. Rote Rorbuer (Fischerhütten) setzen bunte Akzente, und das Meer strahlt mit dem Grün der satten Weiden um die Wette. Unternehmen Sie eine Wanderung, oder entdecken Sie die Spuren der Wikinger im Lofotr-Museum in Borg. Donnerstag: Bodø (ca. 240 km) Sie nehmen die Fähre von Lødingen nach Bognes. Danach geht’s der Fjordküste entlang Richtung Bodø. Nehmen Sie sich Zeit und geniessen Sie die aussichtsreiche Strecke. Freitag: Brønnøysund (ca. 430 km) Der heutige Tag ist reich an Höhepunkten. Sie kommen vorbei am «Saltstraumen», dem stärksten Gezeitenstrom der Welt, und am «Svartisen», dem schwarzen Gletscher. Sie finden sich Auge in Auge mit dem «Torghatten», Norwegens berühmtestem Berg mit dem Loch

im Bauch. Die Fahrt entlang der verwinkelten Küstenlandschaft ist ein Spektakel. Samstag: Trondheim (ca. 375 km) Links die Berge, rechts die Fjorde und das Meer: So macht Autofahren Spass. Zürich Trondheim Sonntag: Die ehemalige Hauptstadt Norwegens und Königssitz imponiert mit ihrer Kirche. Der im gotischen Stil erbaute Nidaros-Dom zeigt jedoch bloss die historische Seite der drittgrössten Stadt Norwegens. Die Studentenstadt präsentiert sich ihren Besuchern nämlich gerne jung. Montag: Molde (ca. 280 km) Heute geht’s via Kristiansund in die Rosenstadt Molde. Dabei befahren Sie den spektakulärsten Abschnitt der norwegischen Reichsstrasse 64. Zwischen Molde und Kristiansund wird diese zur atemberaubenden Atlantik­ strasse, die Ihnen links und rechts einen freien Blick aufs Meer erlaubt. Dienstag: Vinstra (ca. 340 km) Erst der Geirangerfjord, danach die Trollstigen – heute erleben Sie zwei norwegische Sehenswürdigkeiten von Weltformat! Mittwoch: Karlstad (ca. 390 km) Über die Olympiastadt Lillehammer mit seiner dominanten Sprungschanze und Hamar mit seiner ganz in Glas gefassten Kirche geht’s ins schmucke Karlstad am riesigen Vänernsee. Machen Sie einen Abendbummel durch die Altstadt oder eine kleine Ausfahrt auf dem See. Donnerstag: Heimreise Schauen Sie in Karlstad noch nach ein paar Souvenirs – wunderschön finden wir zum Beispiel die bemalten Holzpferde –, bevor Sie zum Flughafen fahren, dort Ihr Mietauto zurückgeben und ohne umzusteigen direkt nach Zürich fliegen!

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Im Hotel

durch die Fjo rde

Unvergessliche Szenerie: W채hrend des Sommers fahren die Hurtigrutenschiffe in den spektakul채ren, extrem engen Trollfjord.

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Hurtigruten

Ob an Deck, in der Panorama-Lounge oder bei einem Landgang: Auf der Hurtigruten werden Sie sich in der zwanglosen, unaufgeregten Atmosphäre sehr schnell wohl und zuhause fühlen. Text: Fabio Delorenzi Eine Reise mit der Hurtigruten ist mehr als eine Kreuzfahrt. Sie hat Stil, obschon ­Etikette und strenge Kleiderordnung eine völlig untergeordnete Rolle spielen. Ebensowenig sind die Schiffe gigantische Luxushotels, die sich übers offene Meer wälzen, sondern wendige und zweck­ mässige Schiffe, ebenso gebaut für den touristischen Genuss wie auch für den norwegischen Alltag, wo Fracht gelöscht oder Verwandte besucht werden. Das ist es, was den Hurtigruten zum Ruf verhilft, die schönste Seereise der Welt zu sein: Denn obwohl die Schiffe je nach Baujahr eine rusti­ kale, klassische Ästhetik oder einen modernen, offenen Stil aufweisen – Hurtigrutenschiffe sind allein Mittel zum Zweck: höchst angenehme Transportmittel, die einen stündlich von einem berauschenden Panorama zum nächsten führen, in kleine schmucke Küstenorte bringen, an mächtigen Gipfeln vorbeiziehen oder in engsten, von steilen Felsen begrenzten Fjorden spektakulär auf der Stelle wenden lässt. Natürlich sind die meisten Hurtig­rutenschiffe auch mit Sauna, Whirlpool und Fitnessräumen ausgestattet. Aber bevölkert werden die Aussichtsdecks an Bord oder die grosszügigen, gemütlichen Panorama-Lounges mit den riesigen Fenstern, wo die Passagiere staunend die vorbeiziehende Landschaft bewundern und dabei meist ganz still werden. Es versteht sich deshalb schon fast von selbst, dass auf dieser ehemaligen Postschifflinie, die nie als Touristenattraktion vor­ gesehen war, keine Unterhaltungsabende abge-

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Postkarten-Szenerien findet man entlang der gesamten norwegischen Küste, wie hier auf den Lofoten.

Die Geschichte der Hurtigruten Norwegens Küste und die Suche nach Handelswegen Von je her zeichnete sich die norwegische Küste durch einen grossen Fischreichtum aus. Der Handel war der Schlüssel zur Besiedlung der langgezogenen Küste – doch die Navigation auf dem Seeweg war der vielen Inseln und Sunde wegen ein grosses Wagnis. 1893: Erster regelmässiger Schiffsliniendienst Dank seines Wagemutes gelang es Kapitän Richard With (1846 – 1939) mit dem ­Dampfschiff «Vesterålen», zunächst von Trondheim nach Hammerfest, später von ­Bergen nach Kirkenes, ­einen Seeweg zu finden und Norwegen die wichtigste ­Lebensader zu schenken. Er nannte sie Hurtigruten – die schnelle Route. Drei Schiffsgenerationen trotzen den Naturgewalten Aktuell fahren drei Schiffsgenerationen unter norwegischer Flagge, deren Sicher­heits­ standards zu den anspruchsvollsten der Welt gehören: die beiden traditionellen Schiffe (Baujahre 1957/1964), ein Schiff der mittleren Generation (1983) sowie acht ­Schiffe der neuen Generation (1993 bis 2003).

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halten werden, weder Diskotheken noch Pianobars notwendig sind, um die Zeit zwischen zwei Häfen zu überbrücken. Kein Wunder: 34 pittoreske Orte werden in den jeweils sechs Tagen, die die Passage zwischen Bergen und Kirkenes dauert, angelaufen. Stets zu verschiedenen Uhrzeiten: nachts, was im Sommer besonders reizvoll ist, da es nicht dunkel wird; frühmorgens, so dass man vom Frühstückstisch aus zuschauen kann, wie Fracht gelöscht oder aufgenommen wird.

Mehr als eine Kreuzfahrt Nachmittags dauern die Aufenthalte mitunter lang genug, um einen interessanten Ausflug ins Landesinnere zu unternehmen, ob organisiert, geführt und mit dem Bus, oder auf eigene Faust mit den Fahrrädern, die man beinahe auf jedem Schiff mieten kann. Bei kürzeren Aufenthalten ist es selbstverständlich immer möglich, sich die Beine an Land zu vertreten, in einer Hafenkneipe einen Kaffee zu ­trinken oder im lokalen Kaufhaus nach Souvenirs zu stöbern. Kontiki-Saga Reisen


Hurtigruten

Ein Tag an Bord

07.20 Uhr Ein magischer Moment: Am frühen Morgen über­ queren wir auf dem Weg nach Bodø den nördlichen Polarkreis. Der symbolisierte Globus auf einem Inselchen markiert den Eintritt in das Reich der Mitternachtssonne. Ein besonderes Gefühl!

09.30 Uhr Immer mit der Ruhe! Ist es nicht herrlich, nichts anderes zu tun, als die Seele baumeln zu lassen, ein gutes Buch zu lesen oder mit den anderen Passagieren zu plaudern und die Sonne auf Deck zu geniessen?

10.25 Uhr Allerhand schräge Vögel: Auf einer nahen Insel haben sich unzählige Vögel niedergelassen und veranstalten beim Vorbeifahren unseres Schiffs ein Riesenspektakel. Fast so, als hätten sie Spass, sich zu präsentieren.

12.00 Uhr Was für ein Empfang! Die kunterbunte Folklore­ gruppe am Hafen von Bodø heisst uns mit einer leidenschaftlichen Einlage willkommen. Und wir geniessen das ausserplanmässige Platzkonzert unter der milden Mittagssonne.

12.40 Uhr Wer Lust hat, geht heute im Schnellboot auf Tuchfühlung mit dem Saltstraumen, dem stärksten Gezeitenstrom der Welt: Viermal am Tag fliessen 372 Millionen m³ Wasser durch ein nur 150 Meter breites und 31 Meter tiefes Flussbett.

13.30 Uhr Es ist angerichtet – und wie! Dreimal täglich werden wir verwöhnt. Auf dem Mittagsbuffet findet sich eine Vielfalt lokaler Leckereien, unter anderem natürlich verschiedene Fischgerichte.

Die Minisuiten und die Suiten auf den Hurtigrutenschiffen sind grosszügig und sehr geschmackvoll eingerichtet. Die Standardkabinen sind eher klein, was insofern kein Nachteil ist, da viele auf einer Hurtigrutenreise nur gerade zum Schlafen in ihre Kabine gehen. Zusätzlich kann man sich durch Bonusprogramme (z.B. Wiederholer-Ra­ batt, Sommer-Spezial-Preise) seinen Traum der schönsten Seereise versüssen. Haben wir zu Beginn gesagt, die Hurtig­ruten sei mehr als eine Kreuzfahrt? Was die ­kulinarische Qualität – nicht die Quantität! – betrifft, dürfen sich Hurtigrutenpassagiere freuen: Skandinavische Spezialitäten stehen bei den Vorspeisen, ­Haupt­gängen und Desserts an erster Stelle. Der Meeresfisch in allen Variationen, ­eingelegt, geräuchert, pochiert, gebraten und stets von erstklassiger frischer Herkunft, wird auch Sie begeistern. Und wenn nicht: kosten Sie unbedingt das zarte heimische Elch- und Rentierfleisch. Keine Angst: Die Speisekarten sind in deutscher Sprache gehalten. ■

Nordland

19.45 Uhr Nur schon der Name lässt uns träumen: Lofoten! Heute Abend tauchen Sie plötzlich am Horizont auf, und gegen acht Uhr legen wir in der Hauptstadt Svolvær an. Was für eine zauberhafte Landschaft! Was für ein malerischer Ort!

20.30 Uhr Gut 9000 Menschen leben in Svolvær – und dies immer noch zur Hauptsache vom Fischfang, in erster Linie Kabeljau, der zu Stockfisch verarbeitet wird. Überall sehen wir die Holzgerüste, an denen im Winter der Fisch getrocknet wird.

22.45 Uhr Wir haben Glück: Die Wetterbedingungen erlauben es, in den spektakulär engen Trollfjord hinein zu fahren. Das ist nicht immer möglich, und wir sind glücklich, dass uns der Kapitän dieses Schauspiel als «Bettmümpfeli» serviert.

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«Das muss ein Stück vom

» Himmel sein

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Winter in Lappland

Im Winter 2007 reisten Ursula Rudin und Jeannette Schweizer erstmals nach Finnisch Lappland. Sie waren so begeistert, dass sie wiederkamen. Und jedes Mal «im Paradies ­landeten», wie sie sagen. Wir haben sie dort besucht. Text: Christoph Zurfluh Etwas wahrhaft Himmlisches geschieht bereits am ersten Abend. Als Ursula Rudin und Jeannette Schweizer ihr Blockhaus für einen nächtlichen Spaziergang verlassen, spielt der Himmel verrückt. Grüne Schlieren leuchten mit Millionen von Sternen um die Wette. Flackern wild am Horizont. Bewegen sich scheinbar ziellos in die eine, dann wieder in die andere Richtung. Tauchen auf und verschwinden. Bestimmt eine Stunde lang. «Eine ungeheure Energie lag in der Luft», be­­ schreiben die beiden später ihre erste Begegnung mit dem Nordlicht. «Die Atmosphäre schien zu knistern.» Ursula und Jeannette standen einfach da, den Kopf in den Nacken gelegt, schwiegen, staunten. Und fragten sich immer wieder: «Sind wir nicht im Märchen hier?»

In der Fremde zuhause Dieses Glücksgefühl hatten die beiden Frauen schon erlebt, als sie zum ersten Mal nach Finnisch Lappland reisten. «Um den richtigen Winter zu erleben», wie sie betonten. Und diesen trafen sie auch an: Schon auf der kleinen Schneeschuhtour am zweiten Tag wusste Ursula Rudin, dass sich für sie der Trip gelohnt hatte. Und am Ende ihrer Winterwoche war für sie klar: «Hierhin kehre ich bestimmt zurück.» Ihre Begleiterin Jeannette nickt verträumt: «Von dieser Idee konnten mich nicht einmal meine chronisch kalten Füsse abbringen.» Dass sie in den nächsten Jahren gleich zwei weitere Male in den Hohen Norden reisen würden, hätten sie allerdings nicht zu träumen gewagt. Doch nun sind sie hier. Und genau so begeistert wie beim ersten Mal. In Äkäslompolo, weit oberhalb des Polarkreises, fühlen sie sich mittler­ weile fast ein bisschen wie zuhause. Und auf das Abenteuer Lappland lassen sich die beiden jedes Mal mit Leib und Seele ein. Denn dieses verheisst: Natur, Natur, Natur. Und Schnee in Hülle und Fülle. Winter eben. Aber richtig. Von November bis weit in den April liegt das Land um Äkäslompolo unter einer dicken, weis­ sen Decke. Die Seen sind zugefroren und machen die direkte Linie für 320 Kilometer bestens präparierter Loipen frei. Hoch über dem 400-SeelenDorf thront der Ylläs, einer der beliebtesten Skiberge Finnlands, der neu mit einer Exklusivität aufwartet, wie sie sich nur Finnen einfallen

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l­ assen können: eine Gondelbahn mit Saunakabine! Und rundherum wartet eine einsame Winterlandschaft, die ihresgleichen sucht und entdeckt werden will.

Entschleunigung heisst das Zauberwort Auf dem Hundeschlitten beispielsweise, der auch bei Ursula Rudin und Jeannette Schweizer jedes Mal zum «Pflichtprogramm» gehört. Denn hat sich die erste Aufregung erst mal gelegt und fliegt das Gespann hechelnd über die weisse Winterwunderlandschaft, beginnt der medita­ tive Teil des Abenteuers. «Entschleunigung» heisst wohl der zeitgeistige Begriff dafür. Und das passendste Synonym für Winter in Lappland. «Wem da nicht der Alltag abhanden kommt und das Herz aufgeht», sagt Ursula Rudin, «dem ist nicht mehr zu helfen.» Später im «Pöstli» – so haben die beiden Frauen ihr Stammlokal bei der Dorfpost genannt – kommen sie erneut ins Schwärmen: über die Ruhe, die sie auf ihren ausgedehnten Schneeschuhwanderungen durchs «Niemandsland» erleben, und die Freundlichkeit der Menschen, denen sie hier begegnen. Über ihre ersten Versuche auf den Langlaufskis (dem finnischen Nationalsport) und die frühmorgendlichen Spaziergänge. Über den Schnee, der unter den Schuhsohlen knirscht, und die entspannten Stunden vor dem Kaminfeuer. «Hier darf ich tun und lassen, was ich will», sagt Jeannette, die Bäuerin, deren Tagesprogramm sonst dicht gedrängt ist. Und deshalb lassen sich die beiden Frauen abends gerne kulinarisch verwöhnen, statt im eigenen Blockhaus zu kochen. Zum Beispiel in der skurrilen Pizzeria Eväskori, die nicht mit Ita­ lianità, sondern in jeder Beziehung mit finnischer Unbekümmertheit aufwartet. «Eine völlig andere Welt», sagt Ursula Rudin. «Doch genau deshalb sind wir ja hier.» ■

Die beiden Lapplandfans beim Schneeschuhlaufen.

Patrick Niederberger, Kontiki-SagaSpezialist für Skandinavien

«Finnisch Lappland im Winter ist einzigartig, faszinierend, atemberaubend, natürlich und einfach unwiderstehlich. Und dies nicht allein auf der emotionalen Ebene – dank dem Direktflug nach Kittilä erreichen Sie ihr Ferienziel ganz rasch, nämlich in 3 1/2 Stunden. Lassen Sie sich von der Magie des Nordens inspirieren. Sie werden begeistert sein.»

Unkompliziert Als ginge es in die Alpen Machen Sie sich keine Sorgen: Sie brauchen sich vor einer Reise in den ­Hohen Norden nicht für viel Geld neu einzukleiden. Packen Sie, als würden Sie im Januar in die Alpen fahren. Grundsätzlich ­bewährt sich das Zwiebel­ prinzip: ­Tragen Sie mehrere Schichten, damit Sie auch mal was ausziehen können. An einem schönen Wintertag wird’s bei etwas Bewegung unter den dicken Kleidern manchmal auch recht heiss! Um Ihnen das ­Packen zu erleichtern, haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die Sie mit Ihren ­Reiseunterlagen ­erhalten.

Keine Panik: Normale Winterausrüstung reicht für Ferien über dem Polarkreis.

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Kontiki-Saga Reisen


Winter in Lappland

e Di re k t f l ug

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L appl and

Aussergewöhnlich: Finnische Piloten beherrschen das Starten und Landen auf Schnee.

ins Winterwunderland Damit Ihnen nicht kalt wird Während Sie bei «normalen» ­Aktivi­täten wie Langlaufen oder Schneeschuh­wandern mit Ihrer eigenen Winterausrüstung bestens bedient sind, benötigen Sie auf Motor­schlitten- und Hundeschlittentouren ­Spe­zialbekleidung. Sie erhalten diese vom Anbieter vor Ort, und sie ist im Arrangementpreis inbegriffen. Meistens gehören dazu: Winterstiefel, Overall oder Jacke und Hose, Handschuhe und Mütze, Gesichtsmaske und Helm – damit Sie unsere Winterwelt als das erleben, was sie ist: eine Wunderwelt!

Nordland

Für jeden das Richtige Ab Ende November erleben Sie in Finnisch Lappland das, was wir ­einen Bilderbuchwinter nennen – viel Schnee und klirrende Kälte. In der Tundra bei Saariselkä wartet die unendliche, fast baumlose Weite. Im ursprünglichen Luosto ist beschau­liche Winterromantik angesagt, während der quirlige, schon fast mondäne Skiort Levi das buntes­te Nachtleben nördlich des ­Polar­kreises bietet. Besonders beliebt bei ­Schweizer Gästen ist das hübsche Äkäslompolo, eingebettet zwischen sanften Hügeln. Im lichten Wald liegende Blockhäuser, ein exzellentes Blockhaushotel und eine Blockhaussiedlung bieten sich dort für individuelle Ansprüche und Budgets an.

Von wegen immer dunkel! Kaamos ist die Zeit, wenn die Sonne nicht mehr über den Horizont kommt. Trotzdem haben Sie auch in der dunkelsten Zeit um Weih­nachten mindestens fünf Stunden Tageslicht, und dies in den schöns­ten Rot- und Blautönen! In Kittilä dauert die Kaamos-Zeit von Anfang Dezember bis Anfang Januar. Danach geht’s rasant aufwärts: Im Februar werden es schon acht Stunden Licht, im März dauern die Tage länger als bei uns, und im April wird es kaum mehr dunkel! Achten Sie darauf: Eine Schlittenhundetour im Januar kann einen ganz anderen Charakter aufweisen als eine im April.

Tageslicht 1. November 1. Dezember 1. Januar 1. Februar 1. März 1. April

ca.   6 Std. ca.   5 Std. ca.   5 Std. ca.   7 Std. ca. 10 Std. ca. 15 Std.

Durchschnittstemperaturen 1. November –   5 °C 1. Dezember – 10 °C 1. Januar – 10 °C 1. Februar – 11 °C 1. März –   6 °C 1. April –   1 °C

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Text: Christoph Zurfluh Sie heissen Qanak, Spoty oder Raika, Arnak, Huppu oder Baku und auch mal Lümmel, Frisbee oder Rüppel. Sie lieben das Laufen, die Kälte und die Gesellschaft, mögen Menschen und fressen jeder täglich gierig ein Kilo Fleisch. Man nennt sie Huskys, und wer jetzt nur an blaue Augen denkt, irrt: Echte Huskys gewinnen in der Regel keinen Schönheitspreis und überzeugen weniger mit tiefblauen Pupillen als mit Leistung: 7000 Kilometer pro Winter. Durch die unendliche Weite Lapplands. Mitunter bei minus dreissig Grad. Laufen ist ihre Leidenschaft – solange man sie freund­lich behandelt. Denn Huskys können störrisch sein wie Esel, sensibel wie Pferde und unberechenbar wie Katzen. Huskys sind eben auch nur Menschen. Sozusagen.

Zuerst kommen die Hunde Jedenfalls werden sie im Äkäskero-Schlittenhundezentrum, 250 Kilometer über dem Polarkreis, so behandelt: als Partner. «Zuerst kommen die Hunde», sagt Heinz Schmidhauser, Leiter des grössten Schlittenhundecamps Europas. 430 sind es, um genau zu sein. Das ist viel. Aber so komfortabel wie hier haben es Schlittenhunde sonst nirgends. «Wir halten unsere Tiere besonders artgerecht», betont der gebürtige Ostschweizer. «Jeder Hund hat ein Dach über dem Kopf und viel Bewegungsfreiheit.» 18 Tiere sind es durchschnittlich pro Freilauf. Hinzu kommen maximal zwei ältere Hunde – bevor sie sich definitiv im campeigenen Altersheim zur Ruhe setzen dürfen. «Das haben sie sich nach so vielen Jahren Höchstleistung redlich verdient», sagt Schmidhauser und tätschelt einem struppigen Alaska-Husky zärtlich den Kopf. Glückliche Tiere sind nun mal bessere Arbeiter. «Wollen wir weiter?», fragt er lächelnd. Aber immer! Wir sind auf «Wildnistour», dem beliebtesten Hundeschlittenangebot im Programm von Kontiki-Saga. Vier Tage dauert der Trip vom Äkäskero-Hundeschlittenzentrum durch die unendliche Weite Lapplands und zurück. Übernachtet wird in einfachen, aber urgemütlichen Hütten. Gekocht wird selber, und jeder ist für sein Hunde­gespann persönlich verantwortlich. Das

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Gefragter ist keine: Die «Wildnistour» durch Finnisch Lappland, das beliebteste Hundeschlitten-Angebot von Kontiki-Saga, ist ein viertägiges Naturerlebnis der Superlative. ­«Einfach ­unbeschreiblich», sind sich die Teilnehmenden ­zwischen 15 und 75 Jahren einig. Wir versuchen es trotzdem.


In L appla d n

Winter in Lappland xxx

auf den Hund gekommen

Hat in Lappland eine neue Heimat gefunden: Der Ostschweizer Heinz Schmidhauser arbeitet im Äkäskero-Schlittenhundezentrum als Guide.

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verbindet. Man wird mit seinen Tieren ein Team, lernt, sie zu verstehen. Und schliesst sie letztlich garantiert ins Herz. Einen Tag inklusive Testfahrt dauert die Vorbereitung auf das sanfte ­Abenteuer. Vorkenntnisse sind keine nötig. Nur die Lust, Neues zu entdecken und sich auf ein Erlebnis der Superlative einzulassen.

Ein Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit Es knirscht unter den Kufen, und Pulverschnee wirbelt durch die Luft. Fünf vierbeinige Energiebündel legen sich mächtig ins Zeug und schleppen den Schlitten leichtfüssig über den gefrorenen See. Mit zwanzig Kilometer pro Stunde zieht eine Kulisse aus sanften Hügeln und schneebedeckten Kiefern vorbei. Das Herz geht auf und ein Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit nistet sich lustvoll darin ein. Baylies, der Leithund, schaut sich fragend zu seinem neuen Musher – dem Hundeschlittenführer – um, und es scheint fast, als würde er lächeln, als er sich wieder abwendet und sich auf den Track konzentriert.

«Schreien bringt nichts», erklärt Heinz Schmid­ hauser bei der nächsten Pause, «man braucht das richtige Feeling.» Reto, sein 24-jähriger Sohn und ebenfalls Wildnisguide, nickt zustimmend, während er die wärmende Kaffeetasse zwischen seinen Händen dreht. «Hunde sind keine Maschinen», sagt er. «Sie merken genau, was in dir vorgeht, und wenn du den Draht zu ihnen nicht findest, ­bo­cken sie.»

Es braucht nur Einfühlungsvermögen Das wäre unangenehm, mitten in der grössten Wildnis Europas, wo sich auf einer Fläche, doppelt so gross wie die Schweiz, nur 200 000 Menschen verlieren. Dass es nicht so weit kommt, dafür sorgen die ausgebildeten Wildnisführer des Hundeschlittenzentrums, das der Österreicher Bernhard Klammer mit viel Know-how und Leidenschaft aufgebaut hat. Dabei hat er nicht nur viel Wert auf eine artgerechte Haltung ­seiner Tiere gelegt, sondern auch auf eine gute Ausbildung seiner Guides. Denn von Anfang Dezember

Die Hunde danken das Lob mit Einsatz Ruhe. Absolute Ruhe. Das obligatorische, Ohren betäubende Geheul der Huskys vor dem Start ist einem zufriedenen Hecheln gewichen. Man hört sein eigenes Herz schlagen, singt, plaudert mit den Hunden und auch mal mit sich selbst. Man vergisst, was eben noch so unendlich wichtig war, und konzentriert sich nur noch auf den nächsten Moment: mal eben kurz auf die Bremsmatte treten, damit der Schlitten nicht in die Beine des hintersten Hundes kracht. Ein bisschen das Gewicht verlagern, damit man die Kurve besser kriegt. Und jetzt ein wenig mithelfen, damit der kleine Aufstieg nicht zu viel Kraft von den Tieren fordert. «Gut gemacht, Jungs!», hört man sich sagen, und: «Brave Mädels!» Die Hunde brauchen Lob und danken es mit noch mehr Einsatz. Vor allem bergab unverzichtbar: ­Stahlbremse (vorne) und Bremsmatte (hinten).

bis Ende April lotsen sie Hunderte von HobbyMushern zwischen 15 und 75 Jahren durch die fantastische Landschaft, nachdem sich diese mit der Kunst des Hundeschlittenfahrens vertraut gemacht haben. Eine Kunst übrigens, die vor allem eines verlangt: Einfühlungsvermögen. «Wollen wir?», fragt Heinz und greift zum Anker, der den Schlitten behelfsmässig sichert. Noch steht er mit beiden Füssen fest auf der Bremsmatte, doch die Hunde zerren bereits aufgeregt an der Leine. Wolfsgeheul jagt über den See, knallt am gegenüberliegenden Hügel ab und schwappt in Wellen zurück zum Waldrand, wo es von zwei Dutzend tatenhungrigen Huskys neu aufgeladen wird. Der Duft des verlöschenden Feuers hängt in der Luft. Und irgendwie auch jener von Freiheit und Abenteuer. «Dann mal los!», sagt Heinz und gibt seinen Hunden das Kommando: «Okaayyy!»

Man hört sein Herz schlagen Es knirscht unter den Kufen, Pulverschnee wirbelt durch die Luft. Und dann ist es wieder ganz ruhig. Man hört sein eigenes Herz schlagen und möchte singen. Wenn man es nicht schon tut. ■ Stimmungen, die Sie süchtig machen.

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Kontiki-Saga Reisen


Winter in Lappland

Intensive Augenblicke: Huskys sind ­ausnehmend liebe und freundliche Hunde.

Kontiki-Saga: Der erfahrenste Tourenanbieter der Schweiz Im Gespräch mit Patrick Lohri, Kontiki-SagaSpezialist für den Winter

Haben Sie ausschliesslich Hundefans auf Ihren Touren? Ganz und gar nicht. Man muss kein Hundenarr sein, um sich von der entwaffnenden Freundlichkeit, dem Übermut und ­Eifer der Schlittenhunde begeistern zu lassen. Und wer Angst hat vor Hunden? Der wird therapiert. Nein, im Ernst: Die Tiere akzeptieren Sie sofort als «Leittier» und freuen sich über jedes Lob. Innert kürzester Zeit Nordland

baut jeder eine enge Beziehung zu seinen Hunden auf.

Klingt unglaublich. Richtig. Man muss es eben erleben. Und da wir von der einstündigen bis zur 10-tägigen Tour alles anbieten, ist für jeden etwas dabei. Aber einverstanden: die langen Touren sind nur etwas für erfahrene Leute – jedoch nicht wegen der Hunde. Werden die Tiere gut gehalten? Wir berücksichtigen ausschliesslich Tourenanbieter, die wir seit Jahren persönlich kennen und die überdurchschnittlich viel Wert auf eine artgerechte Tierhaltung legen. Das Vorzeigecamp Äkäskero ­Sledgedog Center des Österreichers Bernhard Klammer beispiels-

weise hat ­sogar ein Altersheim für Schlittenhunde, die in die Jahre gekommen sind. Diese revanchieren sich ­gewissermassen, indem sie sich tagsüber als ­«Kinderbetreuer» um die Welpen kümmern. Wie lange bietet Kontiki-Saga schon Hundeschlittentouren an? Seit über zwanzig Jahren. Wir sind der erfahrenste Tourenanbieter in der Schweiz. Um Schlittenhunde zu erleben und eine Tour zu unternehmen, braucht man mittlerweile nicht mehr in den Norden zu fahren. Das zeigt, wie faszinierend das Hundeschlittenfahren ist. Deshalb gibt es auch diverse Anbieter, die in der Schweiz solche Fahrten anbie-

ten. Eine tolle Sache. Aber nicht damit zu vergleichen, wenn Sie in der Kaamos-Zeit im Norden durch tiefverschneite Wälder fahren, in einer Hütte ankommen, Holz ­sammeln, einfeuern, die Sauna ­heizen, die Hunde versorgen, essen, saunieren und schliesslich in einer kuschelig warmen Blockhütte inmitten der Natur selig einschlafen. Das ist der Stoff, aus dem ­absolute Traumferien gewoben werden. Der einzige Wermuts­ tropfen: Sie müssen sich am Schluss von Ihren Hunden ver­ abschieden.

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Ende und

e r d W g n e a l f t n A

Die Eisberge des Breiรฐamerkurjรถkull.

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Island

Island ist anders: Wenige Menschen leben zwischen vielen Vulkanen, Gletschern und Elfen. Offenbar eine gesunde Umgebung – denn nirgends auf der Welt werden die Menschen älter. Text: Steven Schneider Thora Arnadottir blättert im Fotoalbum und zeigt auf den weissen Singschwan mit gelbem Schnabel. «Sogar als wir mit dem Auto wegfuhren, folgte er uns und flog uns kilometerweit nach.» Sie lächelt. Vom Hof Brennistadir geht es immer kilometerweit, bis eine Ortschaft kommt. Die drei Gebäude unterschiedlichen Baujahres und die beiden Ställe sind so abgelegen wie die meisten Bauernhöfe auf Island, und weil es genügend Platz gibt, wird kaum etwas abgerissen, sondern ein neues Gebäude daneben­ gestellt. Auf Brennistadir gab es immer zahme Tiere: Polarfüchse, Ferkel, Lämmer. Die 38-­Jährige blättert weiter und zeigt nun auf ein Foto mit Hunderten von Schafen: «Der Schafabtrieb. Tagelang haben wir auf den Weiden mit den Pferden die Schafe eingesammelt. Das war anstrengend. Und sehr schön.» Thora seufzt. Ihre Eltern sind alt, die Landwirtschaft nicht mehr einträglich. Der Schafabtrieb gehört auf Brennistadir der Vergangenheit an.

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Islands Perlen

Wasserfälle Spritziges Spektakel

Walbeobachtung Tierische Begegnungen

Akureyri Myvatn Egilsstadir

Island

Höfn

Geysir

Reykjavík

Urgewaltiges Naturwunder

Vulkane Atelier der Schöpfung

Die Kühe hat Thora ihren Eltern abgekauft, aber sie sagt: «Viel Aufwand, kein Geld.» Der neue Traktor ist vor zwei Tagen kaputt gegangen, die Reparatur wird wieder eine Menge verschlingen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Brennistadir kein Bauernhof mehr sein wird. Vier Prozent der isländischen Bevölkerung arbeiten noch in der Landwirtschaft; vor 100 Jahren waren es 50 Prozent. Dazwischen liegt der Zweite Weltkrieg, der Island in die Neuzeit katapultiert hat. Aus strategischen Gründen von den Westmächten besetzt, hatten die Isländer zum ersten Mal Gelegenheit, anders als mit der Fischerei oder Landwirtschaft Geld zu verdienen: Sie zogen in die Nähe der

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amerikanischen Stützpunkte auf der Insel – vor allem in das bis dahin überschaubare Städtchen Reykjavík – und liessen sich für alle möglichen Dienste bezahlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bleiben nicht nur die amerikanischen Streit­ kräfte – sie betreiben noch heute einen Militärflughafen –, sondern auch die modernen Zeiten.

Fantastisches Essen, tolle Bars Mittlerweile leben mehr als zwei Drittel aller Einwohner in Städten. Island hat relativ gesehen am meisten Autos und die höchste Mobiltelefondichte. In der Region Reykjavík leben 200 000 Leute, im Rest des Landes, das zweieinhalb Mal so gross ist wie die Schweiz, nur noch 100 000.

Und die Stadtflucht hält an, denn viele wollen nach Reykjavík, wo das Leben billiger ist, wo es Kinos gibt, Einkaufszentren, Tanzlokale, einen Familienpark, Schwimmbäder mit Wassertemperaturen von 34 °C bis über 40 °C. Der 25-jährige Gudlaugur Bergmann studiert in Reykjavík. «Es gibt hier alles. Boutiquen, TrendCafés, fantastisches Essen, tolle Bars und viel Kultur.» Gudlaugur spricht hervorragend Englisch, ist weltgewandt und clever. Er wird es weit bringen. Zwar wandert vielleicht auch er später aus, wie so viele gut ausgebildete Isländerinnen und Isländer, und geht nach London, Berlin oder New York. Aber vermutlich würde auch er später zurückkehren, so nach zwanzig

Kontiki-Saga Reisen


Island

«DAS ATELIER DER SCHÖPFUNG» Achtung, Suchtgefahr: Island lässt einen nicht mehr los. Der Emmentaler Hans Blaser kann davon ein Lied singen. Dieses neue Land ist freilich nicht «Eisland», wie die Wikinger vor über 1000 Jahren die Insel nannten. Denn nur ein Zehntel der ­Fläche ist vergletschert, der Rest sind Vulkane und Fjorde, Wiesen und Wüsten, Quellen und Wasserfälle. Auch das Klima ist keineswegs eisig: Der Golfstrom beschert angenehme Sommer und milde Winter. Und auch wenn die Insel an vielen Stellen rau, archaisch und unfertig wirkt, so ist sie gleichzeitig voller malerischer und lieblicher Stimmungen: Die Mitternachtssonne taucht die Landschaft in ein warmes, dunkelgelbes Licht, bescheint bizarr geformte Lava und lässt über den Wasserfällen prächtige Regenbogen schimmern. Hellgrün strahlen Moos und Gras entlang warmer Flüsse, rot und gelb leuchten bröcklige Gesteine, weiss und wolkig die Wollgraswiesen und weitläufig violett die Felder voller Arktischer Weideröschen. Im Atelier der Schöpfung dominiert die Natur, der Mensch setzt wenig Akzente. Selbst Reykjavík, eine der spannendsten Hauptstädte Europas, ist stärker vom Meer und den umgebenden Bergen geprägt als von ihrer farbigen Betonarchitektur. Kein Wunder, hat Jules Verne in seinem Buch «Reise zum Mittelpunkt der Erde» seine Protagonisten auf dieser Insel in den Bauch von Mutter Erde geschickt – genauer gesagt, von der Krateröffnung des vergletscherten Vulkanes Snæfellsjökull. Dieser Berg zählt zu den sieben Energiezentren der Erde, zieht spiri­ tuell interessierte Menschen aus der ganzen Welt an und ebenso viele Maler, die den wohlgeformten Kegel mit seinen beiden eisigen Gipfeln in allen möglichen Varianten abbilden. Beim Stichwort Snæfellsjökull kommt Hans Blaser wieder in Fahrt: «Macht unbedingt die Küstenwanderung bei Arnarstapi!», empfiehlt der jugendliche 53-Jährige, «und ihr versteht, warum ich die Insel paradiesisch nenne: Zuerst gibt’s faszinierende Vogelfelsen, dann wandert man über Lavafelder, und zum Schluss gibt’s am Hafen von Hellnar die besten Waffeln von Island! Und wenn ihr Glück habt, dann seht ihr in der Bucht auch noch Orcas – die kommen dort manchmal bis fast ans Ufer. Ach Gott, ich liebe diese Insel! Man muss sie einfach gesehen haben!» Na dann, auf bald, Hans!

Im Sommer in Island: Hans Blaser

Hochland Steinreiche Wüstenszenerie

Gletscher Eiskaltes Abenteuer

Kontiki-Saga-Direktflug Sommer 2010

oder mehr Jahren, wie viele, die weg waren, und sich im reiferen Alter wieder magisch von ihrer Heimat angezogen fühlen. «Weisst du», sagt Gudlaugur, und er sagt du, weil sich auf dieser Insel alle duzen: «Island ist eben anders.»

Besiedlung vor 1000 Jahren Ja. Die Insel im Nordatlantik ist im Landesinnern unbewohnbar, dunkel im Winter, von Sturm und Regen gepeitscht. Sie ist freilich auch wunderschön, oftmals bezeichnet als das Labor der Schöpfung, wo man beobachten kann, wie unser Planet angefangen hat. Dass es dabei nicht immer nur gemütlich zugeht, zeigt die Geschichte. Seit der Besiedlung vor Nordland

«Willkommen im Paradies!» Hans Blaser strahlt. Im Auftrag von Kontiki-Saga empfängt er in Island am Flughafen Keflavík die Schweizer Gäste. «Ein Paradies», wiederholt er augenzwinkernd, und fährt flüsternd fort: «Oh, es gibt durchaus Leute, die Island als Hölle bezeichnen: Stinkende Dämpfe steigen aus der Erde, brodelnde Schlammlöcher werfen Blasen, Springquellen schleudern heisses Wasser hoch in die Luft, und nie weiss man, wann der nächste Vulkan Feuer speit und überkocht mit flüssigem Gestein.» Der ehemalige Postbote aus dem Emmental strahlt und bilanziert, wieder in normaler Lautstärke: «Viel übler dürfte es beim Teufel auch nicht zugehen!» Seit über 25 Jahren verbringt der gutgelaunte Junggeselle den Sommer in Island, schwärmt unentwegt von der faszinierenden Landschaft und den interessanten und interessierten Bewohnern dieser Insel. «Glauben Sie mir, in Island kann man dem lieben Gott noch bei der Erschaffung der Welt zuschauen. Deshalb nenne ich die Insel das Atelier der Schöpfung!» Die Eingangshalle des Flughafens Keflavík sieht zwar aus wie jede Empfangshalle in westlichen Ländern. Aber nur wenige Meter hinter der automatischen Tür sieht man bereits eine Ecke dieses Ateliers: Ein 500 Qua­ dratkilometer grosses Lavafeld bildet hier im Südwesten der Insel eine zerklüftete Halb­ insel mit Verwerfungen, schwarzer Erde, bemosten Steinen, heissem Wasser und einigen Fischerdörfern. Island ist geologisch eines der jüngsten Länder der Welt und, vereinfacht gesagt, das Produkt eines Lecks zwischen den Kontinentalplatten von Eurasien und Amerika. Auf dieser Nahtstelle kann man sogar selber wandeln, und am besten tut man dies im Nationalpark Thingvellir, ganz in der Nähe der Geysire, wo die Dehnungsspalte in den letzten 20 Jahren über zehn Zentimeter breiter geworden ist. Das heisst: Islands Osten folgt Europa, der Westen drängt nach Amerika und in der Mitte entsteht regelmässig neues Land.

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Nach einem anregenden Tag zu Fuss und im Auto warten überall auf der Insel warme Quellen zum Entspannen, wie die Blaue Lagune am Myvatn.

über 1000 Jahren, als sich norwegische Wikinger niederliessen, brachen Vulkane aus, erschütterten Erdbeben das Land, rissen Lawinen und Stürme Menschen in den Tod, führte die Kälte zu Missernten und Hungersnöten. So wälzten sich zum Beispiel im Jahr 1783 beim Ausbruch der Laki-Spalte zwölf Kubikkilometer Lava aus dem Erdinnern, breiteten sich auf einer Fläche von 565 Quadratkilometern aus, nahmen 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid, 15 Millionen Tonnen Schwefeldioxid und tonnenweise andere giftige Gase aus dem Schlund mit, was die Weiden verwüstete und das Trinkwasser vergiftete. Es starben 10 000 Isländer, ein Viertel der damaligen

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Bevölkerung, und vier Fünftel der Tiere. Pocken und Pest, Hungersnöte und Piratenüberfälle dezimierten die Isländer immer wieder drama­ tisch – sie aber, die von wilden Kriegern zu braven Bauern mutierten Wikinger, blieben.

Elfen als Mitbewohner Gudlaugur räuspert sich und wiederholt: «Island ist anders.» Er fragt: «Kennst du ein anderes Land, in dem Strassen einen Bogen um grosse Steine machen, weil darin Elfen wohnen? Siehst du dieses Haus dort, siehst du es?» Er zeigt mit dem Arm auf ein rotes Holzhaus am Rande eines jungen Lavafeldes. «Dort wohnt heute ein stein-

reicher Fischer. Als er das Haus baute, kam es dauernd zu Unfällen, es ging nicht vorwärts. Also holte er Rat bei der Elfenbeauftragten Erla Stefansdottir. Sie sprach mit der Elfenfamilie, die dort lebte, sie verhandelte und vermittelte. Der Fischer musste das Haus mehrere Meter näher in unsere Richtung verschieben, damit die Elfen­ familie in Ruhe weiterleben konnte. Von da ab ging auf der Baustelle alles reibungslos. Es gibt viele solcher Geschichten in Island. Da muss etwas dran sein!»

Ein Vulkan als spirituelles Zentrum Dass an Island etwas dran sein muss, spürte Kontiki-Saga Reisen


Island

AUF VIER RÄDERN ÜBER LAND Zwei Wege führen auf Island zum Ziel: die geteerte Ringstrasse, die entlang der Küste um die ganze Insel führt – und die Schotterpisten, die jeden Früh­ sommer quer durch unbewohntes, wildes Land gebaut werden. Ins Abenteuer mit Vierradantrieb: Die Hochlandpisten Islands sind nur mit Geländefahrzeugen passierbar. Die meisten öffnen Ende Juni und bleiben gut zwei Monate befahrbar, bevor sie durch Wind, Regen und Schnee zerstört werden. In jedem Fall lohnt es sich, die Einheimischen vorher nach der aktuellen Strassensituation zu fragen und genügend Zeit einzuplanen. Halten Sie sich an die Anweisungen der Mietwagenfirma und achten Sie auf die Versicherungsbestimmungen, die nicht mit den schweizerischen zu vergleichen sind. Wundern Sie sich übrigens nicht, wenn Sie monströsen Geländefahrzeugen begegnen sollten. Solche Super-Jeeps fahren Touristen auf die Gletscher oder dienen den Einheimischen als ganz normale Transportmittel. Man sieht sie deshalb nicht nur im Hochland, sondern manchmal auch in der Innenstadt von Reykjavík. Leicht motorisiert, schwer beeindruckt: Wer auf das Hochland-Erlebnis verzichten will, der findet entlang der Ringstrasse – und entlang anderer, meistens geteerter Strassen – genügend Aufregendes und grandiose Fotosujets in voller Pracht! Es lohnt sich aber ebenfalls, einen Abstecher zu machen. Denn es gibt auch auf anderen Routen allerhand zu entdecken. In den West­ fjorden zum Beispiel, wo die Eiderenten ­brüten, führen gute Schotterpisten ganz nah an die Vögel heran. Oft lassen sie sich vom vorbeifahrenden Auto nicht aus der Ruhe bringen. Nur einige hundert Meter weiter lockt dann beispielsweise ein Schwimmbassin mit

auch Jules Verne. Der Schriftsteller liess in seinem Roman «Die Reise zum Mittelpunkt der Erde» seine Helden durch den Snæfellsjökull in die Erde hinabsteigen, dort, wo Gudlaugurs Eltern – beide an spirituellen Phänomenen interessierte Menschen – bereits vor Jahren hingezogen sind. Der Grund – sowohl für Verne als auch für Gudlaugurs Eltern: Der vergletscherte Vulkan gilt als eines der sieben Energiezentren unserer Erde. Ein Energiezentrum der eigenen Art ist Birna Mjöll Atladottir, eine kräftig gebaute und laute, aber herzliche und fröhliche Person. Sie lebt am westlichsten Punkt Europas, in Breidavík. Ihr

Nordland

Der wahre Härtetest für jedes Geländefahrzeug: das wilde und faszinierende Hochland mit seinen Schotter- und Staubpisten.

geothermal aufgeheiztem Wasser. In der Regel ist an solch einem Ort nur selten ein anderer Mensch anzutreffen. Man schmeisst das geforderte Geldstück in einen Holzkasten, legt sich ins wunderbar warme Wasser, tankt Ruhe, Kraft und Wärme für die spektakuläre Weiterfahrt. Es gibt hübsche kleine oder gigantische Wasserfälle zu sehen, schroffe Schluchten, bizarre Lava-Felder, ­Eisschollen auf dem Meer, dampfende Flüsschen, klirrend kalte Gletscher und immer wieder mal einen idyllischen Bauernhof, weiss getüncht und mit feuerrotem Dach, vor einem sattgrünen Hügel, unter knallblauem Himmel und schneeweissen Wölklein – in Island sind Ferien eben postkartenschön!

Reisen auf der Ringstrasse: für alle, denen die Landschaft genug Abenteuer ist.

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Mann betreibt Landwirtschaft, sie beherbergt Vogelkundler, die hierher kommen, um am Latrjaberg Seevögel zu beobachten. Neben den Ornithologen und den Vögeln leben einzig noch Birnas 700 Schafe am Westkap, von dem es fünf Stunden bis nach Reykjavík sind. Zur nächsten Tankstelle sind es 50 Kilometer auf Schotterpisten. Es gibt keinen Handyempfang und keinen Fernseher. Birna strahlt: «Wundervoll! Auf diese Weise können wir nicht anders, als uns mit uns selber zu beschäftigen. Wir reden und lachen viel und machen abends Spiele. Meine Tochter Maggi, die unter der Woche im Internat ist, kann es kaum erwarten, bis sie am Freitagabend wieder nach Hause kommt.» Nach Hause ? Wir würden sagen: ans Ende der Welt. Wobei: In Island gibt es viele Enden der Welt. Djupavík zum Beispiel. Vor dem Zweiten Weltkrieg stampften hier clevere Geschäftsleute eine Heringsfabrik aus dem Boden. Mit Fischöl und eingelegten Heringen machten sie innert kürzester Zeit eine Menge Geld und schufen viele Arbeitsplätze. Nach einigen Jahren blieben die Fischschwärme aus. Heute leben in Djupavík noch zwei Leute das ganze Jahr über, Eva und ihr Mann Asbjörn. Das einstige Wohnhaus der Fabrikarbeiterinnen haben sie zu einem einfachen, aber gemütlichen Gästehaus umgebaut, das im Sommer in Betrieb ist. Und im Winter? «Ach, da lesen wir viel. Ist das gemütlich, wenn es draus­ sen stürmt, der Himmel in den schönsten Rotund Blautönen leuchtet. Ich liebe den Winter!»

Das Ende ist immer wieder der Anfang Kluge Leute zerbrechen sich schon lange den Kopf, ob es diese entspannte Art und Weise ist, welche die Isländer so alt werden lässt: Mit 82,6 Jahren bei Frauen und 78,4 Jahren bei Männern hat Island nämlich die höchste durchschnittliche Lebenserwartung der Welt. Oder ist es die Arbeit, die jung hält? Isländer arbeiten hart: durchschnittlich 52 Stunden in der Woche, und das bis 67 Jahre. Vielleicht aber ist auch das heis­ se Wasser, das an 700 Orten aus der Erde sprudelt, ein wahrer Jungbrunnen. Die Isländer legen sich jedenfalls mit Leidenschaft hinein: Allein die sieben Bäder in Reykjavík verzeichnen über eineinhalb Millionen Eintritte im Jahr! Und selbst im entlegenen Djupavík gibt’s ein Schwimmbad, wenngleich das noch einmal eine Autostunde entfernt liegt, aber was ist schon eine Stunde in einem dünn besiedelten Gebiet? Das direkt am Atlantik gelegene Schwimmbad Krossnes lockt mit 37 Grad Celsius, mit Aussicht auf Eisberge aus Ostgrönland und Treibholz aus Sibirien. Selbstverständlich gibt es keinen Bademeister, keinen Kaffee und kein Chlor im Wasser, aber eine Dusche. Und ein Schild, das genaue Anweisungen gibt, wie und wo man sich am Körper gründlich zu waschen hat, bevor man ins Bad geht. Schliesslich ist das Ende der Welt – betrachtet man es von der anderen Seite – auch immer der Anfang der Welt. Und an einem solch besonderen Ort will man doch einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn es gar niemand sieht. ■

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Alle Höhepunkte Islands in 15 Tagen!

Fjallfoss in den Westfjorden.

1. Tag: Schweiz – Reykjavík Flug nach Reykjavík, Begrüssung durch den Kontiki-Saga-Reisebetreuer, Übernahme des Mietwagens und Fahrt ins Zentrum der interessanten kleinen Weltstadt, in der Sie übernachten. 2. Tag: Goldenes Dreieck (ca.230 km) Die Reise führt Sie an diesem Tag zum Gullfoss, dem mächtigen und bekanntesten Wasserfall Islands, zu aktiven Geysiren, brodelnden Thermen und geologischen Phänomenen. Über­ nachtung in der Region Selfoss. 3. Tag: Südküste (ca. 200 km) An der grünen, landwirtschaftlich geprägten Südküste passieren Sie historische Orte der Njáls-Saga. ­L assen Sie sich von der Gischt von Seljalandsfoss und Skógafoss erfrischen und besuchen Sie die Steil­felsen bei Dyrhólaey. Zwei Über­nachtungen in der Region Kirkjubæ­ jarklaustur. 4. Tag: Laki Vulkan (fakultativ) Der öffentliche 4 x 4-Bus fährt Sie die Piste zur Lakagígar-Kraterreihe hoch. Schnüren Sie sich gute Schuhe, um die Natur auf eigene Faust zu entdecken.

5. Tag: Skaftafell und Vatnajökull (ca. 200 km) Ein Tag der tollen Fotosujets: Der Skaftafell­ Nationalpark ist ein phänomenales Naturparadies. Eine kurze Wanderung bringt Sie zum Lavasäulen-Wasserfall Svartifoss. Die Strasse führt weiter entlang dem Vatnajökull zur Gletscherlagune Jökulsárlón, wo Sie eine Bootstour unternehmen können. Anschliessend Fahrt ins kleine Hafenstädtchen Höfn und Übernach­ tung in der Region. 6. Tag: Ostfjorde (ca. 250 km) Das Meer frisst sich spektakulär in das Bergland. Entlang wilder Fjorde und Fischerdörfchen erreichen Sie Egilsstadir. Unterwegs lohnt ein Halt bei Petra – eine riesige Minera­ liensammlung ziert ihr rotes Haus. Übernach­ tung in der Region Egilsstadir. 7. Tag: Hochland (ca. 320 km) Über die eindrücklich weite Sand- und Aschenwüste Jökul­dalsheidi gelangen Sie zu einem weiteren Naturparadies, dem Myvatn/Mückensee, wo Sie die nächsten drei Nächte verbringen. 8. Tag: Myvatn Entdecken Sie den Mückensee mit seinen Vögeln, Pseudokratern, Solfatarenfeldern und

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Island

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Ursina Rudin, Team-Backoffice, Reiseleitung Lappland

«Auch wenn einem das etwas ­<spanisch> erscheint: Island ist eine regelrechte Badedestination! Jedes Städtchen verfügt über ein tolles Freibad mit Wasser, das eine Temperatur zwischen 30 ° und 40 °C aufweist. Noch spannender sind die vielen Quellen in freier Natur, versteckt, verträumt, romantisch und oft mit fantastischer Aussicht! Mein Tipp: Fragen Sie die Einheimischen nach deren Badeplätzen!»

Húsavík

Dettifoss

Akureyri Laugarbakki

Myvatn Egilsstadir

Snæfellsnes Búdavík Hraunfossar Geysir Gullfoss Borgarnes Laki Skaftafell

Reykjavík Selfoss

Höfn

Kirkjubæjarklaustur

Dyrhólaey

bizarren Lavaformationen. Zudem lockt eine La­­gune zum entspannend warmen Bad. 9. Tag: Wale und Wasserfälle (ca. 220 km) Húsavík ist das Zentrum der Walbeobachtung. Ein Museum rundet das Erlebnis ab. Weiter ­östlich besuchen Sie die Schlucht Ásbyrgi und den mächtigen Dettifoss. 10. Tag: Nordisland (ca. 300 km) Akureyri lädt zum Kaffee-Stopp ein. Durch grüne Täler und über karge Berge geht die Fahrt westwärts. In Glaumbaer besuchen Sie traditionelle Torfhäuser. Übernachtung in der Region Laugar­bakki. 11. Tag: Snæfellsnes (ca. 220 km) Sie fahren zur Halbinsel Snæfellsnes, auch «Island en miniature» genannt. Erkunden Sie die durch Lavafelsen, die glitzernde Eiskappe des Gletschers Snæfellsjökull und eine schillernde Vogelwelt geprägte Halbinsel. Zwei Übernachtungen in der Region Búdavík. 12. Tag: Inselwelten Besuchen Sie das hübsche Fischerdorf Stykkis­ hólmur und erkunden Sie den Breidafjord. Oder wandern Sie auf den mystischen Wunschberg Helgafell – wer dabei eisern schweigt und sich

Nordland

nie umsieht, wird einen Wunsch erfüllt bekommen, sagt die Legende. Auf sicher hat man die schöne Aussicht. 13. Tag: Hraunfossar (ca. 210 km) Heute führt Sie die Fahrt ins Reykholtsdalur mit dem einzigartigen Lava-Wasserfall Hraunfossar und den mächtigen heissen Quellen Deildartunguhver. Übernachtung in der ­Re­gion Borgarnes. 14. Tag: Walfjord (ca. 110 km) Im verkehrsarmen Walfjord versteckt, liegt Islands höchster Wasserfall ­Glymur. Nach dem steilen Aufstieg wird man mit einer herrlichen Aussicht über den Walfjord belohnt. Weiterfahrt nach Reykjavík und Übernachtung. 15. Tag: Reykjavík – Schweiz Fahrt zum Flughafen, Mietwagenrückgabe und Rückflug in die Schweiz.

Wo auch Elfen wohnen: Das Hotel Glymur Das Hotel Glymur im Wal­fjord ist ein Bijoux der besonderen Art. Hier, nur 40 Fahrminuten von ­Reykjavík entfernt, und doch völlig einsam gelegen, herrscht die ehemalige Kriminologin Hansina. ­Jeden Morgen spricht sie mit den ­Elfen, die ums Haus leben, abends ­bewirtet sie mit Leidenschaft ihre Gäste. ­Tolles Essen, gute Weine und eine grandiose Aussicht auf den Fjord – auch von den beiden Hot Pots aus – machen dieses Hotel zu einem speziellen Erlebnis.

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Liebe Schottland-Freunde, Männer in Röcken, Dudelsack, Whisky und Loch Ness – über Schottland kursieren unzählige Klischees. Doch das Land im Norden Grossbritanniens hat weit mehr zu bieten. Die Landschaften sind so grossartig und seine Bewohner so liebenswert, dass man das launische Wetter gern in Kauf nimmt. Sind Sie auf der Suche nach intakter Natur? Möchten Sie der Hektik des Alltags entfliehen, um in einem der charmanten Dörfer Kraft zu tanken? Dann werden Sie in Schottland glücklich. So zum Beispiel in den wildromantischen Highlands mit grandiosen Land­ schaften zwischen Bergen, Tälern und «Lochs», was der gälische Name für «See» ist. Hier werden Klischees wahr: Schlösser und Whisky-Destillerien warten auf Entdecker. Die von den Einheimischen und Touristenführern erzählten Gruselgeschichten mögen nicht immer ganz wahr sein, aber das Zuhören ist umso amüsanter und spannender. Neben den «Highlands» bietet Schottland auch eine exklusive Inselwelt: kilometerlange Feinsandstrände sind keine Seltenheit. Ein Spaziergang entlang einsamer Küsten mit der «Musik» der brechenden Atlantikwellen darf man nicht auslassen. Übrigens: die Tage in Schottland sind im Sommer viel länger als bei uns. Durch die flach einfallenden Sonnenstrahlen ent­ steht ein warmes Licht, das vor allem, aber nicht nur, Fotografen begeistert. Wann fahren Sie hin ? Mit herzlichem Gruss, Margot Bütikofer, Kontiki-Saga-Spezialistin für Schottland

Schottland für Geniesser: ein ­farbenfroher Cocktail aus Wasser, Land und weitem Himmel.

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Schottland

Schottland: Land der

c i h h c t s e (n) e G

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Unser Schottland

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Whisky Gebrannte Wunderwasser

Highlands Wildromantische Szenerien

Thurso

Inverness

Aberdeen Ft William

Schottland Oban

Glasgow Edinburgh Galashiels

Kino-Schottland Auf Harry Potters Spuren

Military Tattoo Beliebtes Musikspektakel

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1. Tag: Schweiz – Edinburgh Flug nach Edinburgh und Übernahme des Mietwagens. Zwei Übernachtungen in der Hauptstadt Edinburgh. 2. Tag: Edinburgh Ganzer Tag frei. Erkunden Sie das mächtige Schloss und geniessen Sie einen Spaziergang durch die Royal Mile. 3. Tag: Kingdom of Fife (ca. 100 km) Fahrt über die Forth Road Bridge bis St. Andrews. Entlang der Küste von Fife treffen Sie auf fotogene Küstenstädtchen. Eine Übernachtung in der Region Fife. 4. Tag: Grampian Berge (ca. 220 km) Bei Perth lädt der Scone Palace, wo die schottischen Könige gekrönt wurden, zum Besuch ein. Über Glenshee erreichen Sie das liebli­che Dee Valley mit Braemar und Balmo­ral Castle. Übernachtung in der Regi­on Aberdeen. 5. Tag: Whisky Trail (ca. 220 km) In der malerischen Speyside finden sich viele Whisky-Brennereien. Es lohnt sich, auf dem Weg nach Inverness einen Abstecher an die Küste zu machen. Zwei Übernachtungen in der Region Inverness. 6. Tag: Loch Ness (ca. 100 km) Ausflug zum Loch Ness. Besuchen Sie die Ruinen des Urquhart Castle und spähen Sie nach dem Monster Nessie.

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Schottland

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Das Beste vom SchottlandBuffet

Claudia Huber, KontikiSaga-Spezialistin für Schottland

Alle Höhepunkte Schottlands in 15 Tagen!

Schottlands wunderschöne Natur imponiert immer wieder von neuem. Ausserdem ist die reiche Kultur und Tradition des Landes allgegenwärtig. Imposante Schlösser, mystische Steinkreise, Whisky-Destillerien und vieles mehr möchten entdeckt werden. Traditionen werden z.B. mit den Highlandgames und dem Military Tattoo immer noch gelebt. Die Schotten selbst haben immer eine Geschichte zu erzählen und sind sehr hilfsbereit. Lassen auch Sie sich von Schottlands Schönheit verzaubern. Als besonderen Höhepunkt empfehle ich einen Besuch bei Edradour, der kleinsten Whisky-Destillerie Schottlands.

Spezialtipps, die Ihre Reise noch spezieller machen!

7. Tag: Hochland (ca. 230 km) Unterwegs zum nördlichsten Punkt des Festlandes lohnt sich der Halt beim prächtigen Dun­robin Castle. Zwei Über­­nachtungen in der Re­gion Thurso. 8. Tag: Orkney Inseln Wir empfehlen Ihnen, an einer geführten Tages­tour zu den Orkney-Inseln teilzuneh­men (fakultativ, in Englisch). Steinkreise, vor- und früh­geschicht­liche Stätten und das prähistorische Dorf Skara Brae sind nur einige Höhepunkte ­dieser Tour. 9. Tag: Küstenstrassen (280 km) Durch dünn besiedeltes Land, entlang schöner Küsten er­reichen Sie die Region Ulla­pool. Bei Durness kann die Kalk­stein­höhle Smoo Cave entdeckt werden. Übernachtung in der Region Ullapool / Gairloch. 10. Tag: Inverewe Gardens (ca. 210 km) Bei Inverewe blüht ein Garten Eden inmitten der kahlen Bergwelt. Weiter südlich steht das Eilean Donan Castle. Über die Brücke bei Kyle of Lochalsh fahren Sie zur Insel Skye, wo Sie zweimal übernachten. 11. Tag: Insel Skye (ca. 100 km) Geschichtsinteressierte sollten das Dunvegan Castle besuchen. Die Cuillin Hills erkunden Sie am besten zu Fuss. Suchen Sie etwas Urbanität, so finden Sie in Portree Restaurants und Gassen zum Verweilen.

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12. Tag: Glen Finnan (ca. 250 km) Rückkehr aufs Festland. Durch das spektaku­ läre Glen Finnan erreichen Sie den Caledonian Canal bei Fort ­William. Hier können Sie bei gutem Wetter auch Schottlands höchsten Berg Ben Nevis sehen. Übernachtung in der Region Oban. 13. und 14. Tag: Loch Lomond (ca. 160 km) Fahrt zum Loch Lomond und Trossachs Nationalpark. Wie wär’s mit einer Schifffahrt in ­dieser romantischen Gegend? Zwei Übernach­tun­gen in der Re­gion Stirling. 15. Tag: Stirling – Edinburgh (ca. 60 km), Edinburgh – Schweiz Fahrt zum Flughafen, Mietwagenrückgabe und Flug in die Schweiz.

Borthwick Castle *** Hier fühlen Sie sich wie einst die Ritter vor 600 Jahren im Spätmittelalter! Meterdicke Mauern, Wendeltreppen, Ritterrüstungen und ein knisterndes Kaminfeuer lassen keine Zweifel offen, dass sich hier viel Dramatisches – aber auch ebenso zärtlich Romantisches – abgespielt haben muss. (Tag 14)

Orkney Thurso Ullapool Skye

Inverness Aberdeen

Oban Stirling

Fife Edinburgh

4x4-Mountain-Safari Ex­klusive Jeep-Safari in die letzte Wildnis Europas mit Steinadlern, schottischen Moorschneehühnern sowie Rehen und ­Hirschen in Pertshire. Eine einfache Wanderung und ein leckeres Picknick mit herrlichem Blick auf den Loch Tummel runden das einmalige Erlebnis ab! (Tag 3 oder Tag 4)

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Russland: aus tiefster

Seele

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Russland und Baltikum

Liebe Russland-Freunde, Sind es die goldenen Kuppeln? Die unvorstellbar herzliche Gastfreundschaft? Oder Naturwunder wie der Baikalsee? Das bislang vom westlichen Tourismus nahezu unentdeckte Land lockt mit vielen Attraktionen und seinem ganz eigenen Charme. Wer dieses riesige Land mit dem Zug bereist, wird sich der enormen Grösse erst richtig bewusst. An 14 Länder grenzend, hat Russland die längste Grenze aller Länder und Zugang zu nicht weniger als 13 Meeren. Der Baikalsee ist der tiefste und der älteste See der Welt. Eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn ermöglicht Ihnen Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Eine Reise mit dem komfortablen Sonderzug Zarengold hingegen hat den Vorteil, dass Sie von einer ständigen Reiseleitung profitieren können und dadurch sehr viele Informationen erhalten. Je weiter östlich Sie reisen, desto ursprünglicher begegnet Ihnen Russland. Der Tourismus steckt noch immer in den Kinderschuhen, und Reisen nach Russland sind nach wie vor eine Herausforderung, da die Einheimischen kaum Englisch sprechen. Ich empfehle Ihnen deshalb, möglichst viele Leistungen im Voraus zu buchen. Entdecken Sie den bis vor kurzem noch so fremden und unbekannten Osten; wir begleiten Sie gerne. Kathrin Römer, Kontiki-Saga-Spezialistin für Russland und Baltikum

9000 Kilometer Faszination: Wer Russland in der Transsib durchquert, beginnt zu verstehen, was ein grosses Land ist.

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Unser Osten

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Russland und Baltikum Baikalsee Tiefster Binnensee der Welt

Sankt Petersburg Pracht und Prunk

Baltische Städte St. Petersburg Moskau

Russland

Ekaterinburg

Baltische Städte Tallinn, Riga und Vilnius

Transsib 9000 Kilometer Erlebnisse

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Montag: Anreise nach ­Sankt Petersburg Direktflug nach Sankt Petersburg. Transfer ins Hotel Oktjabrskaja, das schon zu Lebzeiten der Zarenfamilie existierte. Abendessen im Hotel. Dienstag: Sankt Petersburg Sie machen eine Stadtrundfahrt unter dem Motto «die Romanow-Dynastie». Besuch der Peter-Paul-Festung und der Eremitage. Nach dem Abendessen Übernachtung wie am Vortag. Mittwoch: Sankt Petersburg Ausflug nach Puschkin mit Besuch des Alexander- und Katharinenpalastes. Hier befindet sich die Kopie des verschollenen Original-Bernsteinzimmers. Mittagessen in Puschkin. Am späten Nachmittag Rückkehr und Transfer zum Bahnhof, wo Sie den Nachtzug nach Jaroslawl nehmen. Donnerstag: Jaroslawl – Kostroma Frühmorgens erreichen Sie Jaroslawl, eine der schönsten und ältesten Städte Russlands. Sie besichtigen das prächtigste Kloster der Stadt, das Spasskij-Kloster und die imposante ProphetElias-Kirche. Anschliessend Weiterfahrt mit dem Bus nach Kostroma, das mit seinen klassizistischen Bauten einem Freilichtmuseum ähnelt. Neben dem malerischen Ipatios-Kloster besuchen Sie die Dreifaltigkeitskathedrale und das Romanow-Haus. Abendessen und Übernachtung in Kostroma. Freitag: Kostroma – Suzdal – ­Moskau Im Bus geht es weiter nach Suzdal – die «Hauptstadt des Goldenen Rings». Suzdal zählt mit mehr als 100 historischen Baudenkmälern zu den sehenswertesten russischen Städten. Sie besichtigen den Kreml, das Erlöser-Euthymios-

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Russland und Baltikum

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Auf den Spuren der russischen Zaren Ruth Gautschi, Kontiki-Saga Spezialistin Russland und Baltikum

«Reisen im grössten Land der Welt ist eine Herausforderung: Wo beginnen? Ich finde, die Entdeckung der beiden Städte Moskau und Sankt Petersburg mit einer ortskundigen Führerin ist der ideale Einstieg für die Faszination Russland. Es ist erstaunlich, wie schnell diese sprachtalentierten und höflichen Guides einem das Tor zur russischen Seele und Geschichte weit aufstossen. Denn eines ist mir wichtig: Wer nach Russland fährt, kommt positiv verändert nach Hause.»

Das dramatische Ende eines wichtigen, aber schwachen Herrschers

Kloster und das Freilichtmuseum. Nach dem Mittagessen geht es ins historisch bedeutende Wladimir. Am späten Abend erreichen Sie Moskau, wo Sie übernachten. Samstag: Moskau Auf der Stadtrundfahrt spüren Sie die Dynamik der Hauptstadt. Neben der Christi-ErlöserKathedrale besuchen Sie den Roten Platz – einen der schönsten Plätze Europas. Neben den Wohngemächern der Romanows besuchen Sie ausserdem den Kreml mit der Rüstkammer. Nach dem Abendessen Transfer zum Bahnhof. Ihre Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Ekaterinburg beginnt! Sonntag: Ekaterinburg Sie verbringen den ganzen Tag im Zug und werden von der unendlichen Weite dieses Landes beeindruckt sein. Nachts erreichen Sie Ekaterinburg. Ein Guide erwartet Sie am Bahngleis und bringt Sie mit dem Bus zum Hotel. Montag: Ekaterinburg Nach einem späten Frühstück beginnt Ihre Tour zum Thema «die Romanows in Ekaterinburg». Nachdem die Zarenfamilie zuerst nach Sibirien verbannt worden war, hatte man sie später nach Ekaterinburg gebracht. Dort, wo 1918 die Zarenfamilie umgebracht wurde, steht heute die «Erlöserkathedrale auf dem Blut». Die Spuren des grausamen Verbrechens sollten verborgen bleiben und die Gebeine wurden deshalb ausserhalb der Stadt begraben. In Ganina Jama treffen Sie den Geologen Alexander Avdonin, der 1970 das versteckte Grab der Zarenfamilie fand. Nach dem Mittagessen unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt durch die sehenswerte Mil-

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lionenstadt. Gegen Abend fahren Sie etwas ausserhalb von Ekaterinburg zur Grenze zwischen Europa und Asien, wo ein Obelisk aus weissem Marmor diese Stelle markiert. Übernachtung in Ekaterinburg. Dienstag: Alapaevsk Fahrt mit dem Bus nach Alapaevsk, wo die Verwandten sowie der ganze Hofstaat der Zaren­ familie in den Tod folgen musste. Nach dem Mittagessen besichtigen Sie den Ort Nischnaja Sinjatschikha, ein typisch russisches Dorf mit einem Wachturm, einer Mühle, einem Badehaus, einem Handwerksmuseum sowie einer Kathedrale. Nach dem Besuch des Klosters, wo Familienmitglieder des Zaren umgebracht wurden, fahren Sie im Bus zurück nach Ekaterinburg. Übernachtung wie am Vortag. Mittwoch: Heimkehr Fahrt zum Flughafen und Rückflug in die Schweiz.

St. Petersburg

Jaroslawl Moskau

Kostroma Wladimir

Ekaterinburg

Zar Nikolaus II war nicht der starke Mann, den sich das Volk gewünscht und den das Zarenreich dringend gebraucht hätte, um weiter zu bestehen. Die Revolutionären Kräfte verbannten ihn nach Ekaterinburg, wo er in der Nacht auf den 17. Juli 1918 mit Billigung Lenins ermordet wurde, mit ihm seine Frau, seine vier Töchter sowie der Zarewitsch, der damals 14-jährig war. Die ehemalige UdSSR leugnete das Verbrechen, 1979 wurden die Gebeine schliesslich doch entdeckt. Es dauerte allerdings bis 1991, bis die Leichen der Romanows exhumiert werden durften, und weitere 17 Jahre vergingen, bis das Oberste Russische Gericht 2008 die Zarenfamilie rehabilitierte und zu einem Opfer der kommunistischen Ära erklärte. Lac Baïkal

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Meer

k c o s r » e h t n o «

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Grönland

Wohin reisen Menschen, die etwas Einmaliges erleben möchten? Dorthin, wo der Normalsterbliche allein kaum hinkommt. Zum Beispiel nach Spitzbergen zu den Eisbären. Text: Christoph Zurfluh … War da nicht was? Ein Lichtstreifen brennt sich durch den schmalen Spalt zwischen den Gardinen, frisst sich dem Boden entlang, um sich am Bett-Ende breitzuma­chen. Ein schöner Morgen in der Arktis kündigt sich an. Aber da war doch was anderes. Ein Rumpeln des Schiffsmotors? Oder eine besonders hohe Welle, die den Koloss aus Stahl für einen Moment aus dem Gleichgewicht gebracht haben könnte? Aber da ist nichts. Der Wecker zeigt fünf Uhr, und fast geräuschlos gleitet die «MS Fram» vor sich hin. Da muss etwas anderes gewesen sein. Also raus aus den Federn und Vorhänge zurückschlagen!

Ein riesiges Meer «on the rocks» Und dann dieser Anblick! Der Horizont knallt einem mit aller Wucht entgegen – eisblau. Vor der Nase ziehen gigantische Eisberge vorbei. Man drückt sich die Nase am Kajütenfenster platt und verdreht den Kopf: Da sind nichts als Eis­berge! Ein riesiges Meer «on the rocks»!

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Auf der Fahrt entlang Grönlands Westküste nimmt das Expeditions-Kreuzfahrtschiff Kurs auf den Eisfjord. Der spektakulärste Tag auf der MS Fram bricht an  …

Wer da noch schlafen kann, hat vergessen, weshalb er die Reise in die unwegsame Arktis unternommen hat. Und so treffen sich um halb sechs die Passagiere des Expeditionsschiffes auf Deck. Warm eingepackt und mit leuchtenden Augen. Als Expeditionsleiter Arne Kertelhein seine Passagiere wie ge­wohnt um acht Uhr über die Bord­ lautsprecher mit dem aktuellen Wetterbericht zu einem weiteren schönen Tag in der Arktis begrüsst («vorwiegend sonnig, sieben Grad»), gibt’s am Frühstücks­buffet längst nur ein Thema: wie die «Fram» trotz Eisbrecherqualitäten wohl unbeschadet durch dieses Labyrinth kommen mag.

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Vergessenes Einzelstück Schon fast vergessen ist die Begegnung mit dem ersten richtigen Eisberg vor zwei Tagen. Ein ­Einzelstück sozusagen, vielleicht dreissig Meter hoch und hundert lang, etwas verloren zwischen ein paar kleineren Exemplaren im weiten Meer. Doch Kapitän Finn-Tore Sortland wusste, dass seine Passagiere dieser Begegnung entgegen­ fieberten, und drosselte das Tempo, als sich das Schiff dem blau schimmernden Giganten ­näherte. Arne Kertelhein unterbrach seinen Vortrag (täglich finden mehrere statt), damit ja niemand das kleine Naturspektakel verpasste, und die «Fram» drehte gemächlich und in gebühren-

dem Abstand eine Runde um den Eiskoloss herum. Kameras klicktenklicktenklickten, Videobänder liefen unun­terbrochen. Jetzt beim Frühstück im Bordrestaurant «Imaq» auf Deck vier fragt sich so mancher, ob er nicht einen Teil jener Bilder, die er damals mit der Digitalkamera geschossen hat, löschen sollte, um Platz zu machen für das, was heute alles bisher Erlebte übertreffen würde: der Eisfjord rund um Ilulissat.

Zurück in die Eiszeit Ilulissat, mit 4500 Einwohnern (und 2500 Schlittenhunden) die drittgrösste Stadt Grönlands, ist Kontiki-Saga Reisen


Grönland

Zum Abheben: im Helikopter über das Inlandeis.

MS Fram: das modernste Expeditions-Kreuzfahrtschiff der Welt.

Synonym für Eisberge und hart an der Grenze zum endlosen Inlandeis. Am spektakulärsten erleben kann man dieses und den Fjord auf einem Helikopter-Rundflug. Ein Erlebnis ohnegleichen! Wer ihn vor ein paar Tagen nicht gebucht hat, mag sich jetzt wohl ein wenig ärgern, denn nachbuchen geht nicht, und der tiefblaue Himmel verspricht beste Aussichten auf ein unvergessliches Erlebnis. Vier stabile Schlauchboote, so genannte Zodiacs, bringen jetzt – es ist neun Uhr – die ersten Teilnehmer der Rundflüge in den Hafen von Ilulissat. Die Boote werden den ganzen Tag zwischen Schiff und Hafen verkehren, um Passagiere an Land

Nordland

und zurück zu bringen, wann immer sie wollen. Doch zur «Rush hour» am Morgen läuft der Transport geordnet ab – wer aufgerufen wird, geht auf Deck zwei, schnappt sich dort eine Schwimmweste und geht von Bord. Beispielsweise, um abzuheben.

Anschnallen bitte! Rund eine Stunde dauert der Flug zurück in die Eiszeit. So tief als möglich fliegt der Pilot vom Ilulissat Airport aus über das Inlandeis und schliesslich über die Abbruchkante, dem Ge­­ burtsort jener Eismons­ter, die draussen im Fjord vor sich hin dümpeln. Mal überragen die Eis­

Cool: Eisberge, so weit das Weitwinkel-Objektiv reicht.

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Perlen der Pole

Nordpol Exklusiver geht es nicht

Grönland Das Land der Menschen

Antarktis Expeditionen fürs Leben

Pinguine Unvergessliche Begegnungen

berge den Helikopter. Dann legt der Pilot den Hubschrauber in die Kurve und fliegt so nahe als möglich um den Riesen herum. Mal zieht er den Vogel in die Höhe, damit seine Passagiere einen Blick von oben herab werfen können. Und ­ir­­gendwann, viel zu früh, schwebt man wieder über der Bucht von Ilulissat, sieht weit unten die «Fram» zwischen unendlichen Massen von Eisbergen liegen und wünscht sich, die ganze spektakuläre Eiswelt auch noch aus anderer Perspektive zu sehen: von mittendrin. Kein Problem. Einsteigen bitte! Das kleine Ausflugsschiff (Ausflugsmöglichkeit

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Num­mer zwei dieses Tages) legt direkt an der «Fram» an und nimmt pro Tour rund dreissig Passagiere auf. Danach tuckert es von dannen. Ziellos, wie es scheint, dreht es seine Zwei-Stunden-Runden zwischen den Eisbergen. Nähert sich, so weit es ungefährlich ist. Die Faustregel ist einfach: zweimal die Höhe des Eisbergs, so gross muss der Abstand beim Vorbeifahren sein. Denn ein richtiger Abbruch schlägt ganz schön mächtige Wellen. Doch nichts passiert. Ausser dies: Die 200 Passagiere der «Fram» sind ausnahmslos überwältigt von einer Natur, die sich hier in aller Urgewalt präsentiert. Fast andäch-

tig geht es am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Bistro zu und her. Und auf den Aussendecks des Schiffes spazieren, stehen oder sitzen viele schweigend – um zu staunen. Niemand, der heute im Fitnessraum auf dem Laufband Kilometer abstrampelt. Und die Sauna bleibt so leer wie die beiden Whirlpools auf Deck sieben.

Das spektakulärste Abendprogramm Als die «Fram» am Abend Ilulissat verlässt, vergessen viele, dass es Zeit ist fürs Nachtessen. Sie geniessen auf Deck noch einmal die Parade der Eisberge. So lange, bis sich der Hunger doch Kontiki-Saga Reisen


Spitzbergen

Von Eisbären, Büchsen und einem Briefkasten Der norwegische Archipel Spitzbergen ist schon erstaunlich lang ein ­exklusives Reiseziel. Gründe, um hinzufahren, gibt es unzählige.

Spitzbergen Das Land der Eisbären

Wale und Historie Subantarktische Inselwelt

noch meldet. Und später treffen sich viele noch einmal auf einen Schlummertrunk oben im ­Panorama-Salon über der Brücke. Dort fläzt man sich in bequeme, drehbare Sessel und geniesst das spektakulärste Abendprogramm, das man sich vorstellen kann: Grönlands atemberaubende Natur. Solang man will. Denn dunkel wird es ja nicht. ■

Nordland

Drei Flugstunden von Oslo entfernt liegt Long­ yearbyen: 40 Kilometer Strasse, ein Kino und ein Kindergarten, ein Schwimmbad und eine Tankstelle stehen der wachsenden Bevölkerung zur Verfügung, die bald die sagenhafte 2000er-Marke knacken wird. Freilich: die Frage ist be­rechtigt, was man als Mensch auf dem 78. Breitengrad sucht. Zehn Monate Winter sind kein Zuckerschlecken, und wenn es im Sommer zu schneien beginnt, so freut das vermutlich auch niemanden. Und doch: Spitzbergen, das we­gen seiner Gipfel an der Westküste so heisst, ist ein fantastisches Reiseziel. Bereits 1892 umrundete der Passagierdampfer «Admiral» den Archipel zum ersten Mal, und fünf Jahre später wurde ein Postamt eingerichtet, damit die Reisenden den Zuhausegebliebenen ihre begeisterten Grüsse senden konnten. Begeistern lassen kann man sich der ganzen Küste entlang: Eisberge, Packeis, kalbende Gletscher, Eiswüsten und spektakuläre Fjorde sind das eine, was der Archipel zu bieten hat.

Das andere sind die Wanderungen zu Aussichtspunkten, an Steinstränden mit sibirischem Treibholz und Walskeletten entlang, der Besuch alter Trapperhütten und historischer Zeugen der frühen Expeditionen. Ach, und ja, wundern soll man sich nicht, wenn die Führer auf Landgängen ein Gewehr mit sich tragen. Es handelt sich um eine Vorsichtsmassnahme, denn die Büchsen halten das beinahe faszinierendste Argument für eine Spitzbergen-Reise auf Distanz: die Eis­ bären. Etwa 4000 Exemplare leben hier, und trotz ihrer maximal 800 Kilo Gewicht schaffen sie rasante 60 km/h Spitzengeschwindigkeit. Doch Angst braucht man nicht zu haben: Eisbären interessieren sich für Seerobben, nicht für Touristen. Das Erlebnis, einen Eisbären an Land oder auf einer treibenden Eisscholle beobachten zu können, ist die Vorsichtsmassnahmen jedoch allemal wert – und schmückt den Postkartentext ausserordentlich.

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Weltmeisterlich! Das renommierte Reisemagazin «National Geographic Traveler» hat gerade zum wiederholten Mal Norwegens Fjorde zum «besten Reiseziel der Welt» gekürt. Das erstaunt uns nicht.

«Diese Auszeichnung freut uns natürlich riesig», sagt Anja Habbe. «Denn Fjordnorwegen ist die Heimat der Hurtigruten, der <schönsten Seereise der Welt>.» Ihr widmet Kontiki-Saga Reisen einen eigenen Katalog – aus gutem Grund: «Auch wir sind immer wieder begeistert von der zauberhaften Welt der Fjorde, pittoresken Inseln, pulsierenden Städte und wildromantischen Küsten.» Ob man das <beste Reiseziel der Welt> auf der legendären <Lofoten> aus dem Jahr 1964, der topmodernen <Midnatsol>, Baujahr 2003, oder irgendeinem anderen der elf Hurti­g­ ruten-Schiffe erfährt, spielt eine grosse Rolle. Lassen Sie sich unbedingt professionell beraten. Anja Habbe, Kontiki-Saga-Spezialistin für Hurtigruten

Willkommen in der Eiszeit Eine Reise zu den Polargebieten unserer Erde ist eine Reise in ebenso urgewaltige wie zerbrechliche Welten, die nur wenige Menschen gesehen haben und je sehen werden. Expeditionsreisen in die Arktis und Antarktis sind keine Massenprodukte, sondern einzigar­ tige Erlebnisse von bleibendem Wert. «Umso wichtiger ist hier ein zuverlässiger Partner», sagt Andreas Minder. «Wir arbeiten dazu mit den besten Partnern weltweit zusammen, damit unsere Kunden mit Sicherheit überwäl­tigende Momente erleben können.» Im ­aktuellen «Eiszeit»-Katalog finden sich die spektakulärsten Angebote;

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die «Eiszeit News» informieren über ausgewählte Spezialreisen – an die schönsten Enden der Welt. Andreas Minder, Kontiki-SagaSpezialist für Polar­ reisen ialreisen 2011 Begleitete Spez

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Ausgabe Oktober

2010

Schöner wohnen Wer hat ihn nicht? Den Traum vom eigenen Blockhaus am See mitten in fast unberührter Natur? Weit weg vom Alltag, aber ganz nah beim (Ferien-)Paradies? Kontiki-Saga Reisen, die Nummer 1 für Urlaub in Skandina­ vien, macht diesen Traum wahr und präsentiert sein grosses Angebot an Blockhäusern in der Finnischen Seenplatte (mit Direktflug ab Zürich nach Joensuu) sogar in einem eigenen Katalog. Dort finden sich übrigens nur jene Objekte, die den strengen Kontiki-Saga-Kriterien entsprechen: Je­des Haus wurde auf seine Qualität hin vor Ort getestet. Qualität ist aber nicht einfach eine Frage des Preises: Die Palette der rund fünfzig Blockhäuser reicht von der ein­fachen «Hütte» bis zur gediegenen «Villa» mit jeglichem Komfort. Denn Blockhausferien im Norden sollen auch für Budgetbewusste erschwinglich sein – das Erlebnis hin­gegen ist in jedem Fall unbezahlbar.

Kontiki-Saga Reisen


Destinationen

Volle Fahrt in den Winter SchneemobilAbenteuer

Ferien machen wie die Finnen! Wer Lappland wirklich entdecken möchte, muss raus in die zauberhafte Winterwelt: auf Langlaufskis, Schneeschuhen und – wie die Einheimischen – auf dem Motorschlitten. Diese dürfen übrigens nur auf aus­ geschilderten Wegen fahren. Kontiki-Saga bietet verschiedene Touren – nicht nur für Freunde PS-starker Transportmittel. So machen Aktivferien Spass!

Alle Höhepunkte des Nordens

Eishotel, Hurtigruten, Nordkap: Der Norden begeistert. Auch – oder gerade – im Winter. Die Mietwagenrundreisen von Kontiki-Saga führen entspannt von Highlight zu Highlight. Fahren im winterlichen Lappland ist übrigens keine Kunst: Die Strassen im Hohen Norden sind zwar schneebedeckt oder vereist, aber alle Autos sind mit Spikes ausgerüstet.

Das volle Programm Hier werden Winterträume wahr: durch die Kataloge von Kontiki-Saga.

Nordland

Der ganze Osten in einem Zug Sie weiss Bescheid: Kontiki-Saga-Spezialistin Kathleen Campiche, 26, hat über 9000 Eisenbahnkilometer zwischen Moskau und Peking zurückgelegt.

«Das ist garantiert eine der spektakulärsten Zug-Reisen der Welt», sagt Kathleen Campiche – und kommt gleich ins Schwärmen, denn eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn ist Nostalgie und Faszination pur. So intensiv lassen sich Russland und China nur mit dem Zug erfahren. So komfortabel übrigens auch.

GOLDEN EAGLE EXPRESS

ZARENGOLD

Keine Kom­promisse punkto Komfort: Die 10 000 Kilometer lange Fahrt im exklusiven Privatzug von Moskau nach Wladiwostok und zurück ist ein einzigartiges Erlebnis für Gäste, die eine abenteuerliche Reise mit viel Komfort und Sicherheit in einem «Hotel auf Rädern» verbinden möchten. Der «Golden Eagle Express» ist die Luxusvariante der Transsibirischen Eisenbahn.

Da kommt Zug ins Ferienerlebnis: Der märchenhafte «Zarengold» macht den Traum vieler Eisenbahnfans wahr – und dies auf besonders komfortable Art und Weise. Die längste Bahnstrecke der Welt führt vorbei an fantastischen Landschaften und ist auch eine Reise durch die Zeit, für die der Nostalgiezug die perfekte Umgebung bietet. Kaviar und Wodka inklusive.

5-Gänger mit Stammbaum Sie sind robust, gutmütig und nicht besonders gross. Dafür haben sie einen astreinen Stammbaum: Islandpferde, auch Isländer oder Islandpony genannt, sind eine einzigartige Pferderasse, die sich durch Vielseitigkeit und einen kräftigen Körperbau auszeichnet. Was ein waschechtes Islandpferd sein will, muss nachweisen können, dass sämtliche Vorfahren lückenlos in Island geboren worden sind. Ausserdem hat es von Natur aus nicht nur drei Gänge (Schritt, Trab und Galopp), sondern fünf: nämlich zusätzlich Tölt und Pass, was für den Reiter besonders angenehm ist. Lust auf einen Inselritt? Kontiki-Saga hat das passende Angebot.

Auf Achse Eine geballte Ladung Nostalgie und viel Unabhängigkeit: ­Schlagen Sie auf Ihrer Schottland-Reise Ihr eigenes Tempo ein, und bleiben Sie dort, wo’s am schönsten ist. Im umgebauten VW-Bus-Klassiker macht das besonders viel Spass. Mehr dazu im SchottlandKatalog von Kontiki-Saga.

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Gewinnen Sie Ihre nächsten Ferien! Reisen Sie auf unsere Kosten! Machen Sie mit bei unserem Preisrätsel und gewinnen Sie Traumferien für 2 Personen im Hohen Norden. Ob im Sommer oder im Winter, das entscheiden Sie! Einsendeschluss ist der 31. März 2011.

Lust auf

Sommer  ?

Mietwagenrundreise in Skandinavien 24 Stunden Licht, überwältigende Natur, tolle Erlebnisse: Wenn Sie unter den richtigen Einsendern als Gewinner gezogen werden und sich für Sommerferien entscheiden, dürfen Sie sich eine Mietwagenrundreise für zwei Personen im Wert von Fr. 5000.–* aus unserem aktuellen Skandinavien-Katalog aussuchen. Wir drücken Ihnen die Daumen!

Blockhausferien in Lappland Knirschender Schnee, Nordlichter, Eislochangeln und Sauna: Sollten Sie als glücklicher Gewinner lieber Winter­ ferien verbringen, so wählen Sie aus unserem aktuellen Winterkatalog Ihre einwöchigen Blockhausferien für zwei Personen im Wert von Fr. 5000.–* selber aus! Wir wünschen Ihnen viel Glück!

Lust auf

Winter? Lösung via E-Mail (info@kontiki.ch) oder auf Postkarte schreiben und einsenden an:

Kontiki-Saga Reisen AG · Wettingerstrasse 23 · 5400 Baden Telefon 056 203 66 66 · info@kontiki.ch · www.kontiki.ch * Die ausgewählte Reise muss mit dem Kontiki-Saga-Direktflug angetreten werden. Der Preis beinhaltet Direktflug, Mietwagen und Unterkunft (Sommer) bzw. Direktflug, Transfer, Unterkunft im Blockhaus (Winter). Wird eine günstigere Reise gewählt, so wird der Restbetrag nicht ausbezahlt. Saisonbedingte Zuschläge, die den Maximalbetrag übersteigen, werden in Rechnung gestellt. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Mitarbeitende der Kuoni-Gruppe sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

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Kontiki-Saga Reisen


xxx Wettbewerb

Die Lรถsung lautet:

Nordland

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Chers Amis du Nord, A la lecture de ces lignes, vous serez déjà confortablement installés à bord de l’un des appareils assurant nos vols directs à destination du Nord. C’est la première année que Kontiki-Saga édite son propre magazine de bord. Nous sommes certains que vous y glanerez de précieux renseignements sur nos destinations de vacances et que cette lecture constituera un agréable moment d’évasion durant votre vol. Nous serions très heureux de recevoir vos commentaires sur ce magazine. Quelques mots sur l’entreprise KontikiSaga, qui a été fondée il y a plus de 30 ans par un petit groupe de scouts en Argovie. Ce fut la première entreprise à proposer des liaisons régulières en bus à destination de la Scandinavie. Au fil des années, notre portefeuille de destinations s’est enrichi avec l’Islande il y une vingtaine d’années, suivie de l’Ecosse, des régions polaires et de la Russie plus récemment. En plus de notre siège central à Baden, nous possédons désormais également un bureau de 5 collaborateurs à Lausanne, où nous nous consacrons exclu­ sivement à la clientèle romande. Nous avons mis beaucoup de soins et d’enthousiasme à la préparation de votre voyage. Nous vous souhaitons un agréable séjour et beaucoup de plaisir à la découverte des paysages nordiques.

Très cordialement, Mathieu Rochat, Responsable de la filiale romande

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xxx Concours

Gagnez vos prochaines vacances! Participez à notre concours et gagnez vos prochaines vacances dans le Grand Nord. C’est vous qui déciderez si vous partirez durant l’été ou l’hiver! Le délai d’envoi est le 31 mars 2011. ­

Circuit en voiture en Scandinavie 24 heures de lumière, une nature grandiose, des expériences inou­ bliables. Si vous êtes l’heureux gagnant qui sera tiré au sort parmi les bonnes réponses et vous vous décidez pour des vacances en été, vous pouvez choisir un circuit en voiture de location d’une valeur de CHF 5000.-* dans notre catalogue «Scandinavie».

Maison de vacances en Laponie Aurores boréales, pêche dans la glace, sauna, neige qui crisse sous les pas. Si en tant qu’heureux gagnant vous vous décidez pour les vacances en hiver, choisissez dans notre catalogue votre séjour d’une semaine dans une maison rustique. Valeur CHF 5000.-*

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4 7 Remplissez les cases avec les chiffres de 1 à 9. Chaque chiffre ne doit figurer qu’une seule fois dans le carré de 9 cases. Reportez la combinaison gagnante ci-dessous.

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Réponse par e-mail (info@kontiki.ch) ou par écrit sur carte postale à envoyer à l’adresse suivante. Kontiki-Saga Voyages SA · Rue du Valentin 61 · 1004 Lausanne Téléphone 022 239 70 80 · info@kontiki.ch · www.kontiki.ch * Le voyage choisi doit être en combinaison avec un vol exclusif Kontiki-Saga. Le prix comprend : le vol direct, la voiture et les logements (été), resp. le vol direct, les transferts, le logement en maison (hiver). Aucun paiement/remboursement en espèces. Les suppléments saisonniers en vigueur sont à payer par le gagnant. Les gagnants seront informés par écrit. Les employés du groupe Kuoni sont interdits de participer.

Nordland

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Champion du monde ! Le célèbre magazine « National Geographic Traveler » vient à nouveau de qualifier les fjords norvégiens de « plus belle destination du monde ». Cela ne nous surprend guère.

« Mais nous sommes naturellement ravis de cette distinction », ajoute Anja Habbe. « En effet, le pays des fjords est aussi celui du légendaire Hurtigruten, le ‹plus beau voyage en mer du monde›. Kontiki-Saga Vogages SA lui consacre un catalogue entier – et pour de bonnes raisons: nous sommes en effet toujours sous le charme des fjords enchanteurs, des îles au caractère unique, des villes pleines de vie et des côtes au romantisme sauvage. » Que vous découvriez la « plus belle destination du monde » à bord

Bienvenue au pays des glaces Un voyage dans les régions polaires de notre planète représente une véritable aventure dans un univers aussi impressionnant que fragile, que peu d’êtres humains ont vu et verront dans leur vie. Les expéditions dans l’Arctique et l’Antarctique ne sont pas des produits de masse, mais au contraire des expériences uniques en leur genre et qui laissent des souvenirs inoubliables. « Il est donc d’autant plus important d’avoir un partenaire fiable », explique Andreas Minder. « Nous travaillons ainsi en étroite collaboration avec les meilleurs professionnels du monde entier, afin que nos clients puissent vivre des moments specta-

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culaires en toute sécurité. » Le nouveau catalogue du pays des glaces vous présente les voyages les plus extraordinaires; les « Nouvelles du pays des glaces » vous donnent des informations sur des voyages spéciaux triés sur le volet – au bout du monde, dans l’un des plus beaux endroits de la Terre. Andreas Minder, le spécialiste Kontiki-Saga des voyages polaires

du légendaire « Lofoten », qui date de 1964, sur l’ultramoderne « Midnatsol », construit en 2003, ou sur l’un des onze autres navires Hurtigruten, cela ne changera rien à la magie de cette traversée … Nous en sommes persuadés ! Anja Habbe, la spécialiste Kontiki-Saga des croisières Hurtigruten

Maisons de rêve Qui n’a jamais rêvé d’habiter dans une maison en rondins, au bord de la mer, au cœur d’une nature encore presque intacte ? Loin, très loin du quotidien, mais plus près du paradis, Kontiki-Saga Voyages, le spécialiste incontesté des vacances en Scandinavie, réalise ce rêve et a réuni un large choix de maisons de rondins dans les régions lacustres de Finlande dans un seul catalogue. Bien évidemment, nous ne proposons que les habitations répondant aux stricts critères de Kontiki-Saga: la qualité de chaque maison a été testée sur place. Mais la qualité n’est pas nécessairement synonyme de prix élevé: l’éventail des 50 maisons en rondins va des « cabanes » tout simples aux « villas » de luxe tout confort. En effet, passer des vacances dans une maison de rondins dans le Grand Nord ne doit pas être un luxe inaccessible, et chacun doit pouvoir vivre cette expérience, qui n’a pas de prix.

Kontiki-Saga Reisen


Destinations

L’hiver à toute allure Aventure en motoneige

Des vacances à la finlandaise! Pour découvrir le vrai visage de la Laponie, il faut profiter des joies de l’hiver et admirer les paysages féeriques au rythme du ski de fond, des balades à raquettes ou encore – comme les vrais Lapons – à motoneige. Elles ne sont autorisées que sur les chemins balisés. KontikiSaga propose de différents circuits – qui ne sont pas seulement destinés aux amateurs de vitesse et de véhicules puissants. Des vacances actives que chacun savourera à son rythme !

Tous les points forts du Grand Nord

Hôtel de glace, Hurtigruten, le Cap Nord: le Grand Nord a de quoi fasciner. Egalement – ou justement – en hiver. Les circuits touristiques en voiture de location proposés par KontikiSaga vous font multiplier les expériences inoubliables. Traverser la Finlande en hiver n’est d’ailleurs pas une vue de l’esprit: les routes du Grand Nord sont certes couvertes de neige ou de glace, mais toutes les voitures sont équipées de spikes.

Le programme complet C’est ici que les rêves d’hiver deviennent réalité: par les cata­ logues Kontiki-Saga.

Nordland

Tout l’Est dans un train de légende Elle connaît ces régions comme sa poche: Kathleen Campiche, 26 ans, spécialiste Kontiki-Saga, a parcouru plus de 9000 kilomètres en train entre Moscou et Pékin.

« Ce voyage en train est sans aucun doute l’un des plus spectaculaires au monde », dit Kathleen Campiche – rayonnante d’enthousiasme; en effet, un voyage à bord du Transsibérien, c’est aussi effectuer un voyage au pays de la nostalgie et de la fascination. Le train est le seul moyen de découvrir la Russie et la Chine de manière aussi intense, et également le plus confortable.

LE GOLDEN EAGLE EXPRESS

L’OR DES TSARS

Aucun compromis sur le confort: parcourir 10 000 kilomètres à bord d’un train privé exclusif, reliant Moscou à Vladivostok et retour, est une expérience unique au monde pour les passagers qui souhaitent vivre une aventure inoubliable sans renoncer à leur confort et à leur sécurité, dans un «Hôtel sur roues ». Le « Golden Eagle Express » est la version de luxe du Transsibérien.

Ce train vous fait vivre un voyage fabuleux: le féerique « Or des tsars » réalisera les rêves d’enfant de tous les passionnés de train – et de façon extrêmement confortable. La plus longue voie ferrée du monde traverse des paysages d’une beauté à couper le souffle, mais vous fait également voyager dans le temps. Ce train est le cadre idéal pour se laisser aller à la nostalgie. Caviar et vodka compris.

5 allures et pedigree pur Ils sont robustes, dociles et pas très grands. Mais en revanche, ils possèdent un pedigree très pur: les chevaux islandais, appelés aussi islandais ou poneys d’Islande, constituent une race à part, caractérisée par sa polyvalence et une constitution solide, et bien entendu par le fait qu’ils sont élevés uniquement sur l’île du feu et de la glace, en Islande. Ne sont considérés comme chevaux d’Islande authentiques que ceux dont tous les ancêtres, sans la moindre exception, sont nés en Islande. Par ailleurs, s’ils maîtrisent les trois allures habituelles (pas, trot et galop), ils en possèdent naturellement deux supplémentaires, à savoir l’amble et le tölt, un pas particulièrement agréable pour le cavalier. Envie de parcourir les îles à cheval? Kontiki a le voyage qu’il vous faut.

Prendre la route Un voyage plein de nostalgie et placé sous le signe de l’indépendance: découvrez l’Écosse à votre propre rythme et décidez de rester plus long­ temps dans un endroit qui vous plaît particulièrement. Plus d’infos dans le catalogue KontikiSaga consacré à l’Écosse.

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Gut unterwegs mit Kontiki-Saga – der Nummer 1 für Ferien im Norden.

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Unsere Direktflüge bringen Sie schnell zu den schönsten Ferienzielen.

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Profitieren Sie von detaillierten Reise­­ dokumentationen mit vielen Geheimtipps.

Unsere Gruppenreisen sind kompetent ­begleitet und Sie profitieren von garantierten Abreisedaten.

Achten Sie auf Frühbucher-Rabatte sowie Spezialaktionen und sparen Sie bares Geld.

Wie gefällt Ihnen unser Reisemagazin NORDLAND ? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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30 Jahre Erfahrung – im Norden machen wir die Ferien. Bestellen Sie unseren Newsletter unter www.kontiki.ch

Kontiki-Saga Reisen AG Wettingerstrasse 23 CH-5400 Baden Tel +41 56 203 66 66 info@kontiki.ch www.kontiki.ch


Kontiki Bordmagazin