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JAHRESBERICHT

SCHMIEDE09: AUFBRUCH 17. - 27. September 2009 Hallein, Salzburg, Austria


weallwall

© Anna ‘Hutze’ Schauberger

Sehr geehrte Damen und Herren, UnterstützerInnen, Smiths und Freunde der Schmiede Hallein! Zufrieden blicken wir auf einen schnellen und intensiven AUFBRUCH zurück. Die Schmiede09 ist reibungslos verlaufen hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Es gibt so viel Positives zu berichten, dass ich mich auf Stichworte beschränken werde: mehr TeilnehmerInnen, mehr öffentliche Programmpunkte, erhöhte mediale Präsenz, Erschließung von neuen Spielstätten. Die Dimension und Komplexität der Projekte wächst stetig, die freie Salzburger Kultur- und Kunstszene greift immer stärker auf die Schmiede als kommunikativer Dreh und Angelpunkt, freie Produktionsstätte und Impulsplattform zurück. Der "Salzburger Landespreis: Medienkunst" wurde erfolgreich verliehen und präsentiert. Mit stetig steigender Qualität konnten wir unsere Besucherzahlen erhöhen. Der Relaunch von Schmiede.ca als geschlossene Community Plattform war ein großer Erfolg. Trotz erzwungenem Neustart Anfang September (Hackattacke) ist das Ranking (www.alexa.com) von Schmiede.ca seit November 2009 in den top 190.000 der relevantesten und meist besuchten Internetseiten weltweit. FocusOnInside war wieder ein Erlebnis, das bewährte Format eröffnete einen tiefen Einblick in die schnelllebige Arbeitswelt im Spannungsfeld von Kunst und Kreativwirtschaft.

All das gibt uns Rückenwind, weiterhin im regionalen Raum ein Prosumer orientiertes Angebot mit höchster Qualität zu mischen, niederschwellig und frei zugänglich zu gestalten. Gestärkt und motiviert begrüßen wir 2010, um unser einzigartiges Festival der Produktion und unser Labor des Unvorhersehbaren weiter zu entwickeln.

Unser besonderer Dank geht an alle unsere Unterstützer und Partner: Kulturland Salzburg, BM:UKK, Stadt Hallein, Privatbrauerei Trumer, Tourismusverband Hallein, WIBERG, Carhartt, Music Import, Kunstraum Pro Arte, Estrela Recordings, Philipp Wassibauer, Jakob Guggenberger, Lilli Bayer, Katja Weber, Leonhard Besl, Helga Besl, Marcel Schobel, Leo Lass, Gregor Ladenhauf, Marcus Winkler, Rudi Meisl, Klaus Mähring, Uli Grabler, Andi Hansel, Philipp Andorfer, Michaela Glarcher, Ela Grieshaber, Isis Flatz, Maria Morschitzky, Veronica Janatkova, Tom Brüssel, Walter Steinacher, Johannes Knall, Vesna, Thomas Knoll, Isabella Ruby, Stephanie Meisl, David Fisslthaler, Christoph Frank, Iepe B. T. Rubingh, Dr. Didi Bruckmayer, Gebhard Sengmüller, den supporting Smiths und natürlich all denen die wir in dieser Stunde vergessen haben.


Stimmen09 „... die Innovationskraft eines Festivals, die erfreut!“ Heinz Bayer, SN, 19.9.2009 „Die Kreativität ist förmlich zu spüren“ Eva Hickmann, Tennengauer Nachrichten, 24.9.2009 „Das bedeutendste Medienkunstnetzwerk Salzburgs auf dem internationalen Markt“ LHStv. David Brenner, Pressekonferenz 18.9.2009 „...man lernt vor allem eins: Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren!“ Karl Schönswetter, FM4, 23.9.2009 „140 kreative Köpfe auf einem Haufen!“ Salzburg 24, 18.9.2009 „Dieser Ort ist ein Kraftplatz für Kunst und Kultur“ Bgm. Christian Stöckl, Pressekonferenz 18.9.2009

„Die Atmosphäre und der relativ geschlossene Charakter formen eine geschützte Werkstätte, in der man seine Projektideen gerne mit “Fremden” weitertreibt, die Schutzmauern niederbricht, die einen selbst davon abhalten, Schwächen zu erkennen. Die Schmiede stellt etwas zur Verfügung, das sich selbst zu organisieren oft schwerfällt. Eine Ansammlung motivierter, interessierter, begabter und ausgebildeter Menschen, die Zeit zur Verfügung haben und an Ort und Stelle sind. Natürlich darf man sich das nicht als Leiharbeiterbörse vorstellen, bei der man 27 Personen für ein Projekt bestellt. Auch wenn 10 Tage recht lang sind, es herrscht immer ein gewisser Wettbewerb um die Ressource Zeit. Und bezahlt wird in Begeisterung.” Michael Hackl, Smith und Künstler aus Innsbruck

idea: Maria Morschitzky // photo: Ela Grieshaber // stitched: Benjamin Hohnheiser

Resumée09 Wie bereits im letzten Jahr, bewarben sich auch heuer mehr potentielle TeilnehmerInnen, als die Schmiede aufnehmen kann. Erfahren haben sie von unserem work-in-progress Festival durch nationale und internationale Medien, aber auch durch Mundpropaganda. 130 wurden schließlich dazu eingeladen, an der Schmiede09 teilzunehmen. Mit den Gästen der Schmiede fanden sich über 160 Smiths in der alten Saline in Hallein ein, um sich auszutauschen und gemeinsam zu arbeiten. Die Haupteinzugsgebiete werden immer eindeutiger: Wien, Berlin, München und Salzburg, wobei wir auch heuer Smiths aus über 20 Nationen begrüßen durften. Viele bekannte Gesichter, die die Schmiede mittlerweile als Fixpunkt in ihrem Jahr betrachten, mischten sich mit den rund 60%, die das Medienkulturfestival zum ersten Mal besuchten. Wir sehen es als großen Erfolg, so viele neue „Smiths“ für die Schmiede09 begeistert zu haben. Das zeigt, wie stark sich unser Medienkunst-Netzwerk im Laufe seines Bestehens etablieren konnte. Im Virtuellen spiegelt sich der reale Raum, wo die Schmiede meist schwer messbar ist, konkret. Seit dem Relaunch im August 2009 von Schmiede.ca als

Netzwerk- und Community-Plattform geht es stetig bergauf. Mit Oktober 2009 hat Schmiede.ca auf Alexa.com (die Ranking Institution für die Relevanz und Besucherzahlen im Internet (weltweit)) die Top 190.000 Marke durchbrochen. Inhaltlich wächst die Schmiede stetig in Qualität und Relevanz. Was als ein subkulturelles Produzententreffen begann, ist jetzt ein eigenständiges Prosumenten-Festival. Der Prozess der Produktion bringt und fordert immer mehr Möglichkeit des öffentlichen Einblicks und der Konsumation durch ein interessiertes Publikum. Das Interesse wächst mit dem Verständnis, dass man hier beiwohnen kann, wenn sich eine junge Subkultur fernab von Ballungszentren mit viel Energie neu erfindet.

Viele öffentliche Programmpunkte und ein paar große Aufhänger bestimmten die Schmiede09. Auf Grund der hohen Quantität der teilnehmenden Projekten haben wir uns entschlossen, in diesem Bericht ausschließlich auf das öffentliche Programm der Schmiede Hallein hinzuweisen.


Das öffentliche Programm umfasste Ausstellungen, Installationen, Konzerte, Klanginstallationen, Workshops, Diskussionsrunden, Konferenzen, spontane Happenings und unsere Werkschau FocusOnInside. Ca 900 Gästen kamen in Summe auf die Pernerinsel, um den meist frei zugänglichen Veranstaltungen beizuwohnen. Es wird auch in Zukunft unser Anliegen bleiben, nachhaltig und niederschwellig für Publikum und Akteure zu agieren. Als öffentlich geförderte und gemeinnützige Kulturinitiative ist es für uns Chance und Privileg, ohne Profitintentionen anbieten zu dürfen. Da das Niveau und die Qualität unseres Inhaltes mittlerweile außer Frage steht, wird in Zukunft mehr Augenmerk auf Präsentation und Kommunikation gelegt werden.

LTI: Let’s Talk About It

© Tobias Hammerle

Wichtiger Teil des öffentlichen Programms waren die täglich stattfindenden „LTIs“. „Let’s Talk About It“ ist ein seit Jahren Schritt für Schritt entwickeltes Schmiedeformat. Aus einer Mischung von Vortrag und Diskussionsrunde sollen mit möglichst viel Publikumsnähe neue Erfahrungen für den Vortragenden und ein zur Diskussion einladender Zugang für das Publikum eröffnet werden. Jeder ist eingeladen, zu Themen zu referieren, die ihr/ihm am Herzen liegen und dann wird unter minimaler Moderation offen diskutiert. Aufgewertet wird dieses Format durch hochkarätige Gäste und Vorbilder aus diversen Sparten der Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Erörtert wurden Themen von Leben und Erfolg als Künstler/Kreativer, es gab Projektdiskussionen und ging bis hin zu wichtigen Gebieten wie dem Urheberrecht. Aufgrund der hohen Resonanz von Smiths und Gästen werden wir auch nächstes Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf diese LTIs als regionale Austauschform mit internationalen Spitzen legen. Auf Grund des großen Erfolgs unserer LTIs wird dieses Format ab 2010 auch von Subnet.at übernommen werden. Weil die Komplexität, aber auch Diversität des Medienkulturfestivals enormes Potential birgt, wächst die Zusammenarbeit mit der freien Salzburger Kunst- und

Kulturszene stetig. In Kooperation mit dem Tanzbüro Salzburg fanden ein viertägiger Workshop und ein LTI mit den internationalen Shootingstars Kattrin Deufert und Thomas Plitschke statt. Das Mark.freizeit.kultur präsentierte eine offene Frage: Subkultur?. Wolfgang Seierl und das Komponisten Forum Mittersill erörterten das Konzept „anti-music“ und Mag. Beda Percht setzte sich mit seiner Arbeit als Event Gestalter und Künstler auseinander. Besonders hervorzuheben ist die von Marcel Daniel Schobel kuratierte und international hochkarätig besetzte LTI Sequenz: AUFBRUCH mit Christoph Frank (Berlin): Platoon // www.platoon. org, Iepe B. T. Rubingh (Holland/Berlin): Chess Boxing // www.iepe.net, Dr. Didi Bruckmayr (Österreich): Fuckhead // www.fuckhead.at (Codec (Berlin): Pfadfinderei // www.pfadfinderei.com musste leider aus gesundheitlichen Gruenden absagen) Näheres können sie unserem beigelegtem Programm09 und der Homepage www.schmiede.ca entnehmen. Die Gästezahlen bei den LTIs variierten von 20 bis 70 Personen. LTIs sind frei zugänglich.


Schnittstelle09: SARUGAKU

© Ilker Cirakoglu

Eröffnet wurde die Schmiede09 mit der Schnittstelle im Kunstraum Pro Arte (Dauer 18.09.– 10.10.09). In inhaltlicher Kooperation mit dem sehr ambitionierten Tennengauer Kunstkreis (Landespreis für Kulturarbeit 2009) präsentieren wir seit 2006 Einblicke in neue und junge Kunstströmungen. Schnittstelle09: SARUGAKU stand im Zeichen der fiktiven Medienarchäologie. Im Spannungsfeld von Medien, Bildender und Performativer Kunst wurde eine Geschichte über das Verschwinden eines begabt scheinenden Künstlers(oder In?) „Alex“ aufgebaut. In dieser Scheinwelt setzen sich die vier teilnehmenden, in Berlin tätigen KünstlerInnen, Claudia

Rohrmoser (Österreich), Herr Schobel (Österreich), Ina Viola Blasius (Deutschland) und Carly Fischer (Australien) durch verschiedenste Medien mit dem Thema des Verschwindens auseinander. Gemeinsam begaben sie sich auf Spurensuche in eine Welt der Lüftungsschächte ins irgendwo, eine Welt der Andeutung, Emotion und offener Fragen. Besonders stolz sind wir, berichten zu dürfen, dass Sarugaku nicht in Hallein begann und endete sondern am 4. Dezember in Berlin in der Galerie Souterrain, Sophie-Gips-Höfen, eröffnet wurde. BesucherInnen bei Eröffnung in Hallein: ca. 75


A Parallel Image

© Gebhard Sengmueller

Eine ganz neue Herausforderung war Gebhard Sengmüller’s Installation A Parallel Image im Dynamoraum (Preisträger Salzburger Landespreis: Medienkunst 2008). “A Parallel Image” ist eine elektronische Camera Obscura. Diese medienarchäologische, interaktive Skulptur baut auf der fiktiven Annahme auf, dass das bis heute gültige Prinzip zur elektronischen Übertragung von Bewegtbildern, nämlich deren Zerlegung in Einzelbilder und Bildzeilen, nie entdeckt worden wäre. Das Ergebnis ist eine Vorrichtung, die auf höchst umständliche Weise jeden einzelnen Bildpunkt vom Sender zum Empfänger parallel überträgt. Das wird möglich, weil Kamera und Bildschirm durch etwa 2500 Kabel miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen elektronischen Bildübertragungsverfahren ist “A Parallel Image” technologisch vollkommen transparent und vermittelt dem Betrachter eine sinnlich erfahrbare Entsprechung zwischen Realwelt und Übertragung.

Auch die Präsentation von „A Parallel Image“ war nicht auf Hallein beschränkt. Gerne hätten wir die Erstpräsentation auf der Schmiede Hallein gehabt, jedoch konnte Gebhard Sengmüller die Einladung auf die Ars Electronica 2009 (3.-8. September) kaum ausschlagen. Nach der Schmiede Hallein sorgte „A Parallel Image“ auf der Transmediale 2010 in Berlin für viel Aufmerksamkeit. (2.-7. Februar) API war während der ganzen Schmiede09 im Dynamoraum öffentlich zugänglich (in Summe ca 300 BesucherInnen.) BesucherInnen bei Eröffnung: ca. 100. Video: www.schmiede.ca/content/video/46 Bilder zu diesem Projekt unter: www.gebseng.com/08_a_parallel_image/schmiede_ hallein_2009-10/index.shtml


Nomadic Village

© Martina Dandolo and Marek Gabrysh

Die Ausstellung Nomadic Village füllte den angrenzenden Kesselraum. Zu sehen war die Re-Inszenierung eines im August 2009 stattgefundenen Happenings in Bulgarien. Initiiert durch den Grazer Photographen Klaus Mähring und sein sich der Mobilität verschriebenes Künstlerkollektiv „On the road productions“. Für zehn Tage wurde in der Wüste rund um Pavlikeni eine Dorfgemeinschaft aus Wohnwägen aufgebaut. Einwohner dieser Gemeinschaft waren rund 25 Künstler aus zehn Ländern, die sich für die Teilnahme am Nomadic Village beworben hatten, ohne fließendes Wasser, bei 38 Grad im Schatten (ohne Schatten), zehn Tage lang gemeinsam zu leben und zu schaffen. Diese Initiative war von Interesse für die Schmiede Hallein, da das „Nomadic Village“ von einem Smith ins Leben gerufen wurde, sich dem strukturellen Ablauf der Schmiede Hallein bediente und als erster Feldversuch einer „SatellitenSchmiede“ zu betrachten ist. Die Schmiede entsandte Botschafter, um diesen Prozess zu beobachten, zu dokumentieren und schlussendlich nach „Hause“, auf die

Schmiede Hallein, zu bringen. Die Ausstellung bestand aus einem heterogenen Feld von transmedialen Arbeiten, Eindrücken und Begebenheiten. Sie erzählte in Videos, Bildern, Photos, Geschichten, Installationen, Musikvideos und einem lebendigen Ausstellungsstück (die Performerin Bean). (www.bean-live.com) Im Fokus des Nomadic Village waren Erfahrungen und das Bedürfnis, dieselben so schnell als möglich mit unterschiedlichen Publika zu teilen. Das Gewirr der Intentionen und Sprachen, das entsteht, wird zum kollektiven Konstrukt in welchem das lebendige Ganze und nicht das Einzelne überwog. „On the road productions“ wurde mit “Nomadic Village 2010” von ISIS in Newcastle (www.isisarts.org.uk) zu einer Residency eingeladen. Die Schmiede wird auch 2010 die Resultate präsentieren. BesucherInnen bei Eröffnung in Hallein: ca. 80. Die Dokumentation: www.nomadicvillage.lufka.org


Chukwa´s Approach

© Cornelia Auinger

Von den Räumlichkeiten der Schmiede Hallein inspiriert, widmet sich das Künstlerduo Depart seit 2007 besonderen Kompositionen und prägenden Werken der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, diese in den einzigartigen Räumen der Schmiede Hallein zu realisieren und audiovisuell erfahrbar zu gestalten. Reverb.On 3: Chukwa´s Approach ist die dritte Auflage Ihres Experiments. Erstmals wurden Räumlichkeiten außerhalb der alten Saline bespielt, 54 Musiker mit diversesten Hintergründen, von Dr. Didi Bruckmayer über Oliver Johnson, klassische Musiker und OpernsängerInnen eingebunden. Ermöglicht wurde dieses logistisch wie auch finanziell aufwendige Projekt durch ein Zusammenspiel von KulturLand Salzburg, den Halleiner Salzwelten und der Schmiede Hallein. Chukwa´s Approach war eines der acht Siegerprojekte von Podium09 (www.podium09.at). Die Salzwelten ermöglichten uns Zugang und die Freiheit, in sonst unerschließbaren Räumlichkeiten zu arbeiten. Die Schmiede Hallein bot das Netzwerk, Proberäumlichkeiten und Unterstützung (Projektbetreuung und Vorbereitung).

Drei Aufführungen zu à 54 Besuchern fanden auf zwei aneinander vorbeigleitenden Schiffen am Salzsee, ca. 100m unter Tag, im Dürrnberg statt. Auf dem Salzsee trafen sich Orchester und Publikum, um in die Welt des „Drone“ – einem stehenden, sonoren Klang, einzutauchen. Das Projekt entstand in Anlehnung an die Komposition „The Tortoise, his dreams and journeys“ des Minimalisten La Monte Young. Wir danken den Salzwelten Hallein sehr für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Schmiede. Bilder und Videos zu diesem Projekt: www.depart.at/rheology/?p=361


„Arbeiten bis zum Umfallen oder Work-Life-Balance als Erfolgsstrategie für Kleinstunternehmen“ (Vortrag mit Podiumsdiskussion)

Seit Jahren bemüht sich die Schmiede in Kooperation mit der WKS Tennengau regionale Schnittmengen und Kommunikationsebenen zu schaffen. Auch hier ist es unser Ziel, Möglichkeiten zu erschließen und aufzuzeigen, dass es auch anders gehen kann. Für die Schmiede selbst ist es ein Anliegen, unseren Smiths nahezubringen, dass sich auch Kreative schlussendlich mit ähnlichen Problemen wie Kleinstunternehmer befassen werden müssen. Darum veranstalten wir seit Jahren in inhaltlicher Kooperation Konferenzen mit Arbeitsbezug. Die Sinnhaftig-

keit dieser Bemühungen wurden durch die im Juni 2009 vom BM:UKK veranstaltete Konferenz „Prekäre Perspektiven? Zur sozialen Lage von Kreativen“ (www.bmukk.gv.at/kunst/konfprekpers.xml) mehr als nur unterstrichen. Im Interesse unserer Kulturlandschaft dürfen/sollen weder Kreative noch KünstlerInnen blindlings romantischen Realitäten verfallen, aus denen sie sich ohne Verständnis nur schwer befreien werden können. BesucherInnen: ca. 80.


Presse09

© Uli Grabler

Schon im Vorfeld berichteten die Medien über die Schmiede und kündigten diese an. Wir arbeiteten das ganze Jahr über konstant mit bestehenden Partnern und freuen uns, auch neue gewonnen zu haben.

Karl Schönswetter von FM4 widmete der Schmiede ein öffentliches online Tagebuch mit täglichem Eintrag zu den verschiedenen Geschehnissen und Projekten auf der Schmiede.

Mehrmals berichtet über die Schmiede haben 2009 die Salzburger Nachrichten, der ORF - Ö1, Radio Salzburg, Fm4, die Bezirksblätter, die Tennengauer Nachrichten, das Salzburger Fenster, der Salzburger Monat, der Drehpunkt Kultur, Salzburg 24 – um nur Einige zu nennen.

Als eigenes Projekt wurde 2008/09 auch das „Schmag“, das erste Schmiedemagazin produziert. Es wird als Printmagazin oder Beilage erscheinen, wenn die Schmiede einen Partner für die Durchführung dieser Idee findet. Online ist das Schmag bereits zu begutachten. www.schmiede.ca/schmag

Besonders gelungen ist eine Videodokumentation von Salzburg 24, die auf sehr vielen Plattformen erschienen ist (vienna.at, salzburg24.at, vol.at,...).

2009 fand die Pressekonferenz der Schmiede zum ersten Mal nach Beginn der Schmiede statt. Bei einem Rundgang konnten sich die Medienvertreter ein gutes Bild vom Festival machen und für sich selbst die Themen finden, über die sie im Anschluss berichtet haben. Damit haben wir es geschafft, die Komplexität und die vielen verschiedenen Aspekte der Schmiede an die Öffentlichkeit zu transportieren.

Die Müncher Magazine „Curt“ und „Der Greif“ berichteten bereits im Sommer über die Schmiede. „Der Greif“ kam sogar auf die Schmiede und produzierte eine Schmiede Sonderausausgabe. In diesem Jahr konnten wir Ö1 und Radio Salzburg für die Schmiede begeistern, die in Form einer eigenen Radiosendung berichtet haben.

Wir danken für die gute Zusammenarbeit und die vielseitige Berichterstattung über die Schmiede09!


Letztes Abendmahl

© Tobias Hammerle

Am Ende der Schmiede09 stand FocusOnInside, die Werkschau der Schmiede Hallein. Dieser geballte aber trotzdem kurzweilige Präsentationsabend erstreckte sich über sechs Stunden und war in die drei Kategorien Video, Musik und Finissage unterteilt. Motivierte Smiths präsentierten den Stand ihrer Arbeiten. Außerdem fanden im Gebäude Performances und Ausstellungen statt. Gedacht ist dieser Abend als Interaktionspunkt zwischen Publikum und Akteur und Erlebniswelt wo jeder Raum Neues zu bieten hat. Besucherzahl: 200

Das Letzte Abendmahl ist der internen Ausklang der Schmiede. Alle Smiths kommen hier noch einmal zusammen um sich in aller Ruhe zu verabschieden und das Ende der Schmiede zu feiern.


Wir danken:

Schmiede Hallein playground of ideas Verein zur Fรถrderung der digitalen Kultur Kontakt: schmiede@schmiede.ca 0043 650 5035753 Vollererhofstr. 372 | 5412 Puch | Austria www.schmiede.ca NEXT: Schmiede10: DISCONTENT 16.-26. September 2010 Anmeldung bis 31. Mai 2010 unter: www.schmiede.ca


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