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CORTAL CONSORS

1 | April 2009 78579 | Preis 3,00 Euro

MAGAZIN

Defensiv durch die Krise Welche Branchen jetzt attraktiv sind Riestern fürs Eigenheim Wie Vater Staat bei der Finanzierung hilft

Der Börsenversteher Kaufen aus dem Bauch heraus – Joachim Goldberg erklärt die Märkte mit Gefühl

ot! p e r fü nd D € ,- to u te 26 0 U: skon f Sei E N ng s au u o hn le Inf c rre Al Ve


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Editorial

Bauch zögert, Kopf handelt … Nüchtern betrachtet ist die Börsenlage klar: So niedrig wie gegenwärtig werden Aktien nicht für alle Zeiten notieren. Die Kurse werden wieder steigen – und daher müssten langfristig denkende Anleger eigentlich längst an den Einstieg denken. Doch momentan lenkt der Bauch, und der rät uns meist viel zu lange zum Abwarten. Die

Behavioral Finance kann

dieses Phänomen hinreichend erklären, wie unsere Titelgeschichte darlegt. Aber die genaue Kenntnis der allzu menschlichen Anlegernatur reicht den meisten Investoren nicht, um jetzt die Chance zu ergreifen und ihr Depot für die Zukunft zu strukturieren. Sie brauchen zweierlei: einen

neutralen

Sparringspartner, der sie unabhängig berät, und eine möglichst große Auswahl an interessanten Anlagemöglichkeiten. Cortal Consors bietet Ihnen beides, und das zu

attraktiven Konditionen, wie

die Abschaffung der Gebühr für Verrechnungskonto und Depot beweist. Daher mein Rat: jetzt handeln – und

Foto: wdv/J. Lauer; Titelfoto: S. Freund

zwar mit Köpfchen! Herzlichst, Ihr

Martin Daut, CEO Cortal Consors Deutschland


Inhalt

14

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Top Thema

Chancen

6

12 Trends

Investieren mit System

„Nach einer Talfahrt wollen die Menschen wieder wachsen.“

Nachhaltige Unternehmen: Studie von A.T. Kearney belegt Performance-Plus im Vergleich zum Durchschnitt.

14 Branchen

Er ist Spezialist für die Gefühlswelt an der Börse: Joachim

Defensive Sektoren

Goldberg, Deutschlands prominentester Experte für Behavioral Finance.

zeigen im Abschwung ihren

Mit seiner Firma Cognitrend berät er vor allem Anlageprofis. Doch auch für Privatinvestoren hat er kluge

Charme – wenn die Nachfrage stabil bleibt.

Tipps, wie sein Porträt ab Seite 6 verrät. Aus den Erkenntnissen der Behavioral Finance können Anleger nämlich viel lernen – zum Beispiel, dass ein systematisch strukturiertes Depot hilft, Psychofallen zu vermeiden. Deshalb unterstützt Cortal Consors die Kunden mit zahlreichen Instrumenten dabei, das eigene Depot mit Köpfchen statt mit dem Bauch zu steuern. Wie sich das Portfolio überprüfen und optimieren lässt, lesen Sie ab Seite 8.

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Cortal Consors Magazin 01 | 2009

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Editorial Bull’s Eye Lesezeichen Trader’s Corner 7 Fragen an … Impressum/Disclaimer Börsenwetter


01| 2009

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23

28

Geld

Wissen

Meine Bank

16 Tipps

22 Lexikon

26 News

Handwerker-Rechnungen:

Buchwert, Cash Flow und

Jetzt für alle Kunden:

Mehr Steuervorteile für

Optionen: Erläuterung

Verrechnungskonto und

Dienste rund ums Renovieren

wichtiger Stichworte aus

Depot sind bei Cortal Consors

und Modernisieren.

diesem Heft.

seit 1. April gebührenfrei.

18 Baufinanzierung

23 Absicherungsstrategien

28 Vor Ort

Mit Riester-Förderung

Von Stop-Limit bis

Das elektronische Herz

lässt sich der Wunsch nach

OCO: Mit intelligenten

von Cortal Consors schlägt

den eigenen vier Wänden

Strategien lassen sich

im „Hochsicherheitstrakt“

leichter erfüllen.

Anlagerisiken einschränken.

Rechenzentrum.

21 Falschgeld

24 Börsenkennziffern

31 Neue Website

Wer genau hinsieht, kann

Bei der Bewertung von

Der neue Web-Auftritt

Blüten oft ganz einfach

Investments können

von Cortal Consors geht bald

erkennen – und rechtliche

Börsenkennziffern eine

schon online: ein erster

Konsequenzen vermeiden.

wichtige Stütze sein.

Blick auf den Neuentwurf. C2 Cortal Consors Magazin 01 | 2008

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Top Thema Porträt

Der Börsenversteher Joachim Goldberg legt die Kurse auf die Couch. Sein Credo: Wer erfolgreich anlegen will, muss seine Gefühle kennen – und beherrschen. ieser Mann hat den Durchblick – auch wenn die Visagistin ihm für das Fotoshooting gerade die Brille entwendet. Mit geschlossenen Augen kommentiert Joachim Goldberg in kurzen, klaren Sätzen die Großwetterlage am Finanzmarkt. „Jetzt schauen alle gebannt zu, wie die Normen zur Rettung aus der Misere gesetzt werden – paradoxerweise von denen, die für die Schieflage verantwortlich sind.“ Das Vertrauen der Investoren, so der Spezialist für die Gefühlswelt an der Börse, werde aber erst zurückkehren, wenn sämtliche Zweifel beseitigt sind: Welche Risiken schlummern noch in den Bilanzen welcher Unternehmen? Vor 20 Jahren hätte Goldberg abgewartet wie die anderen, um diese Frage zu beantworten. Hätte als Analyst auf konkreten, handfesten Zahlen bestanden oder aber das Lineal angelegt und Kurskurven in Geraden gepresst. Doch irgendwann begann er, den Methoden zu misstrauen, auf denen die herkömmlichen Börsenvorhersagen fußen. „Die Charttechnik ist geeignet, um Stop LossMarken zu setzen – aber nicht als Prognoseinstrument. Und die Fundamentalanalyse zeigt, wie die Welt sein müsste – aber nicht, wie sie wirklich ist.“ Denn der Mensch sei nun einmal kein rational handelnder Homo oeconomicus, sondern lasse sich in allen Lebenslagen von Emotionen beeinflussen. Um seine Thesen zu verdeutlichen, greift der Marktexperte gern zu Bildern aus dem Alltag: Wenn seine Frau Schuhe kaufe, 6

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streiche sie anfangs um das Schaufenster herum mit der Begründung „Ich will ja nur gucken.“ Doch sobald man sich mit einer Sache intensiver beschäftige, entstünden psychische Kosten. Fazit: Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird nicht mehr neutral beurteilt, der Kauf ist programmiert. „Das passiert mir auf eBay genauso“, räumt Goldberg ein. „Und genau aus diesem Grund lehne ich es auch ab, mich mit Einzelwerten auseinanderzusetzen.“ Mit konsequenten Entscheidungen hat der ehemalige Waldorf-Schüler sein Umfeld so gestaltet, dass ihm die Arbeit Spaß macht. 25 Jahre war er bei der Deutschen Bank angestellt, dann sprang er mit beiden Beinen in die Selbstständigkeit. „Ich wollte der Forschung mehr Zeit widmen können“, erläutert der Selfmade-Psychologe, der als Bankfachwirt im Devisenhandel und in der Analyse tätig war. Die Cognitrend GmbH, die er 2000 mit drei Kollegen gründete und die inzwischen zehn Mitarbeiter beschäftigt, bietet ihm die ideale Kombination von Theorie und Praxis. Früh um sechs beginnt der Büroalltag; wenn gegen Mittag die Analysen für institutionelle Kunden, für Fernsehen und Web-TV fertiggestellt sind, geht Goldberg ins Fitness-Center statt zum Mittagessen. Dabei ist er durchaus ein Genussmensch, weshalb sich auf seinem Arbeitstisch neben Titeln wie „Die Fehlentscheidung. Ursache und Eskalation“ auch der aktuelle Prospekt vom „Weinarchiv Palais Coburg“ findet. Doch das

Glas Bordeaux muss bis zum Wochenende warten, denn abends erklärt der Börsenfachmann in der Regel irgendwo in Deutschland Anlegern die Grundprinzipien der Behavioral Finance. „Beim Blick auf das eigene Depot muss man sich jedes Mal fragen: Wenn ich diese Aktie nicht besäße, würde ich sie heute, zum aktuellen Kurs, kaufen? Wenn ja: behalten! Wenn nein: raus damit!“ Auf sich allein gestellt sei allerdings kaum jemand in der Lage, derart diszipliniert zu handeln, wie Goldberg aus eigener Anschau-

„Würde ich diese Aktie zum aktuellen Kurs kaufen? Wenn nicht: raus damit!“ ung weiß. „Ich selbst beherzige diese Regeln nur, weil ich mich ganz auf meinen Computer verlasse. Der agiert sozusagen als eigenständige Persönlichkeit.“ Dass der Börsenpsychologe sich gern selbst den Spiegel vorhält und die eigenen Schwächen offenlegt, ist sympathisch. So vertrauen ihm seine Zuhörer oft ihre ganz persönlichen Investmentnöte an. „Diese Berichte gehen mir nah“, konstatiert er. „Plötzlich verliert die Wirtschaftskrise ihre Anonymität und wird sehr konkret.“ Doch sein Optimismus wirkt tröstend: Nach diesem Abschwung, versichert er, werde ein neuer Zyklus beginnen. „Denn nach so einer Talfahrt wollen die Menschen wieder aufstehen und wachsen.“ ■

Foto: S. Freund

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Joachim Goldberg Der 53 Jahre alte gelernte Bankkaufmann ist Deutschlands prominentester Experte f체r Behavioral Finance. 1996 begann er, damals noch bei der Deutschen Bank, das Anlegerverhalten zu analysieren. Seine Firma Cognitrend, 2000 in Frankfurt gegr체ndet, ber채t institutionelle Investoren bei der Geldanlage.


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Top Thema Investieren mit System

Mit Köpfchen anlegen D

ie Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten“, schätzte einst Investmentlegende André Kostolany. „Alles andere ist Psychologie.“ Die Einsicht scheint gewagt zu sein, geht es doch gerade an den Finanzmärkten eigentlich um nüchterne Zahlen. Jedoch: Wie anders als mit psychologischen Faktoren ist zu erklären, dass Wertpapiere immer dann begehrt sind, wenn sie besonders teuer sind - und kaum noch Käufer finden, wenn die Preise purzeln. Ob Panik oder Euphorie, Unzufriedenheit oder Genugtuung: Emotionen beeinflussen das Verhalten der Anleger und damit auch die Kurse. „Allzu oft wird polarisiert“, stellt Alois Bauer fest, Produktmanager bei Cortal Consors. „Viele UNSICHER? Mindestens einmal im Jahr sollten Anleger ihr Portfolio unter die Lupe nehmen

neigen dazu, entweder schwarz oder weiß zu sehen.“ In der Psychologie ist in diesem Zusammenhang von einem Kontexteffekt die Rede: In einem Umfeld negativer Nachrichten werden positive vielfach ausgeblendet oder verzögert aufgenommen. Umgekehrt findet im positiven Marktumfeld die schlechte Nachricht kaum Beachtung – und beides führt regelmäßig zu Übertreibungen. Die Behavioral Finance, die Phänomene an den Kapitalmärkten mit Erkenntnissen aus der Psychologie erklärt, kennt zahlreiche Effekte wie diesen. Etwa den Dispositionseffekt: Darunter ist die Neigung mancher Anleger zu verstehen, Gewinne zu früh zu realisieren und Verluste zu lange laufen zu lassen. Eine mögliche psychologische Erklärung dieses Phänomens fußt auf der Prospect Theory der Wissenschaftler Daniel Kahneman und Amos Tversky: Dieser zufolge werden Gewinne und Verluste in Bezug zu einem Referenzwert beurteilt. Das kann beispielsweise der Einstiegskurs eines Wertpapiers sein. Klettert der Kurs, wächst die Angst, die Buchgewinne wieder einzubüßen. Deshalb wird das Papier rasch verkauft, um den Gewinn zu sichern. Rutscht der Kurs aber in die Verlustzone, wartet so mancher Anleger in der Hoffnung, den Einstiegskurs wiederzusehen. Also wird am Wertpapier festgehalten, selbst wenn sich die Verluste ausweiten. Doch wie lassen sich Psychofallen wie diese in den Griff bekommen? „Statt zu reagieren sollten Anleger agieren“, empfiehlt Bauer. „Wer sein Depot systematisch führt, kann Anlagefehler leich-

Fotos: wdv/B. Rüttger

Ein systematisch strukturiertes Depot ist ein wirksames Mittel, um Psychofallen bei der Geldanlage zu vermeiden. Cortal Consors hilft Anlegern dabei, ihre ganz persönliche Strategie zu finden und zu optimieren.


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GUT ÜBERLEGT: Wer bei der Geldanlage systematisch vorgeht, kann Anlagefehler leichter umgehen

Online-Depotcheck

Einfach, schnell, kostenlos! Mit dem Online-Depotcheck lassen sich Investments jederzeit bequem überprüfen oder neu planen:

1.

ter vermeiden.“ Wesentlich sei, sich ein breit gestreutes Kernportfolio aufzubauen, das dem persönlichen Risikoprofil entspricht. In der Praxis wird diese Regel allerdings vielfach nicht beachtet: Das belegt eine Ende 2008 veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) aus Berlin. In der Untersuchung auf der Basis einer Langzeitbefragung von mehr als 10.000 deutschen Haushalten kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Privatanleger zwar Risiken meiden wollen, gleichzeitig aber ihr Vermögen auf wenige Anlageformen konzentrieren. „Wir haben bei unserer Analyse teilweise keine Übereinstimmung zwischen Risikostreuung und Risikobereitschaft gefunden“, stellt DIW-Expertin Nataliya Barasinska, eine der Autorinnen der Studie, fest. „Im Gegenteil: Die Anleger mit der geringsten Risikobereitschaft haben in den seltensten Fällen ein dementsprechend breit gestreutes Anlageportfolio.“ Dabei würden gerade sie davon profitieren.

„Wesentlich ist ein breit gestreutes Kernportfolio, das dem persönlichen Risikoprofil entspricht.“ Alois Bauer, Produktmanager, Cortal Consors

Der erste Schritt zur individuellen Strukturierung des Depots besteht darin, einen möglichst nüchternen Blick auf das eigene Risikoprofil zu werfen. Für Kunden von Cortal Consors ist >>

Gehen Sie ins Internet und loggen Sie sich ein unter ➔ www.cortalconsors.de/depotcheck. Das Tool lässt sich einsetzen, wenn Sie einen bestimmten Kapitalbetrag anlegen, ein bestehendes Depot überprüfen oder auch geplante Investments analysieren wollen.

2.

Um die Investmens zu analysieren, werden zunächst die einzelnen Werte Ihrer Liste beziehungsweise Ihres Depots einer Wertpapierkategorie zugeordnet. Die Auswertung zeigt die Aufteilung Ihres Vermögens auf verschiedene Märkte und Anlageformen in anschaulichen Grafiken.

3.

In einem Fragebogen werden dann das zu Ihren Kenntnissen und Ihrer Risikobereitschaft passende Anlegerprofil sowie Ihr Anlagehorizont ermittelt. Das Ergebnis macht deutlich, welcher Anlegertyp Sie sind und welches exemplarische Musterdepot diesem entspricht.

4.

Das Musterportfolio wird mit Ihren geplanten oder bestehenden Investments verglichen: Wenn sich ergibt, dass sich das Depot besser auf Ihr persönliches Risikoprofil oder den Anlagehorizont abstimmen lässt, werden konkrete Vorschläge unterbreitet.

5.

Der gesamte Depotcheck wird in Ihrem Online-Archiv gespeichert und kann als Diskussionsgrundlage für Gespräche mit Ihrem Berater genutzt werden.

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Top Thema Investieren mit System

>> das ganz einfach möglich – zum Beispiel mit dem Online-Depotcheck (siehe Kasten Seite 9). Der erlaubt eine sachliche Analyse bestehender Depots und die Planung neuer Investments.

„Durch clevere Absicherungsstrategien lassen sich Risiken begrenzen.“ Stefan Müller, Leiter FutureBroking und TradingBeratung, Cortal Consors

Das Online-Tool wurde in Zusammenarbeit mit dem Aachener Finanztechnologiespezialisten aixigo entwickelt. „Anleger sollten es einfach einmal ausprobieren“, empfiehlt Bauer. „Das Ergebnis des Online-Checks kann eine gute Grundlage für ein Gespräch mit unseren Beratern sein.“ In diesem können persönliche Ziele dann eingehend erörtert werden.

Personal Investment Report

Auf einen Blick • Im Personal Investment Report erhalten Kunden monatlich eine Übersicht über die Performance ihres Depots bei Cortal Consors. Dabei zeigt der Report in anschaulichen Tabellen und Grafiken die Entwicklung der Investments von Anfang bis Ende des jeweils zurückliegenden Monats sowie der vergangenen zwölf Monate. • Neben Top- und Flop-Positionen sowie Anlageschwerpunkten wird unter anderem analysiert, wie Wertentwicklung und Risiko des Portfolios im Vergleich zu wichtigen Börsenindizes einzuschätzen sind. Auch die einzelnen Positionen werden in ihrem Verhältnis zueinander bewertet. Auf diese Weise lassen sich mithilfe des Personal Investment Reports regelmäßig Chancen und Risiken eines Depots abschätzen. Weitere Informationen zur richtigen Interpretation des Reports gibt es unter: ➔ www.cortalconsors.de/PIR

Der Online-Depotcheck unterscheidet grundsätzlich zwischen fünf Anlegertypen: In den Profilen „Konservativ“ und „Sicherheit“ finden sich Anleger wieder, die bei der Geldanlage Wertschwankungen meiden wollen. Für sie hat die Verfügbarkeit des Kapitals besondere Priorität. Dem Profil „Ertrag“ entspricht hingegen ein Anleger, dem der Erhalt des Kapitals zwar sehr wichtig ist – der aber für die Chance auf eine lukrativere Rendite auch bereit ist, in geringem Umfang Wertschwankungen hinzunehmen. Denn ganz ohne Risiko gibt es kaum Aussicht auf überdurchschnittliche Erträge. Entsprechend nehmen diejenigen, die sich mit den Profilen „Wachstum“ und „Chance“ identifizieren, in steigendem Grad Kursschwankungen in Kauf: Denn sie haben vor allem die Möglichkeit hoher Gewinne im Blick. Sicherheit und Rendite schließen sich aber nicht gänzlich aus: Auf die richtige Verteilung des Kapitals kommt es an. Ein Beispiel: Ein Anleger hat sich noch nicht besonders intensiv mit den Finanzmärkten beschäftigt, doch möchte er in der aktuellen Marktlage einen Betrag von 10.000 Euro bis 50.000 Euro investieren. Dabei soll sein Kapital vor Schwankungen weitgehend geschützt bleiben. Allerdings: Ein wenig mehr Rendite, als mit schwankungsfreien Geldanlagen zu erzielen ist, wünscht sich der Anleger schon. „In diesem Fall könnte zum Beispiel eine Aufteilung von 30 Prozent Tagesgeld, 20 Prozent Festgeld und 50 Prozent Anleihen ein Einstiegsdepot sein“, skizziert Wertpapierexperte Bauer eine mögliche Struktur. ENTTÄUSCHUNG: Wohl jeder Anleger kennt das schmerzhafte Gefühl, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben


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Fotos: wdv/B. Rüttger; Jurga Graf

Bevor investiert wird, ist allerdings nicht nur die persönliche Risikoneigung zu bedenken. Auch die Zeit, also der Anlagehorizont, ist ein entscheidendes Element jeder Investmentstrategie: Sie kann für die Performance wichtiger sein als der Zeitpunkt des Einstiegs. Wenn ein Investment nämlich langfristig geplant ist, lassen sich zwischenzeitliche Schwankungen eher verkraften, als wenn das investierte Kapital bald wieder benötigt wird. Gerade deshalb ist es wichtig, das Depot mindestens einmal im Jahr zu überprüfen. Passt die Struktur noch zu den persönlichen Bedürfnissen? Wann muss wie viel Kapital zur Verfügung stehen? Antworten auf diese Fragen lassen erkennen, wo möglicherweise Handlungsbedarf besteht. Den Bedarf zu ermitteln und tatsächlich zu handeln sind allerdings zweierlei: Kaum jemand gesteht sich gerne ein, einen Fehler gemacht zu haben. „Oftmals kaufen Anleger dann eine Aktie, wenn sie eine positive Nachricht zu einem Unternehmen gelesen haben oder weil der Chart besonders günstig aussieht“, erläutert Stefan Müller, Leiter FutureBroking und TradingBeratung bei Cortal Consors. „Wenn sich der erhoffte Kurssprung dann doch nicht einstellt, wird einfach abgewartet – in der Überzeugung, dass das eigene Urteil sich irgendwann doch noch als richtig erweist.“ In der Börsenpsychologie ist in diesem Zusammenhang von einem Overconfidence-Effekt die Rede. Dieser besagt, dass Menschen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten oftmals überschätzen. „Durch Absicherungsstrategien lassen sich die Risiken solcher Effekte stark begrenzen“, betont Müller. „Wer beispielsweise gleich beim Kauf einer Aktie eine Stop Loss-Marke setzt, vermeidet automatisch, an Fehlinvestments zu lange festzuhalten.“ Clevere Sicherungsstrategien gibt es viele. Durch sie können sich Anleger in bestimmten Grenzen gegen Risiken absichern – zum Beispiel gegen Verluste am Aktienmarkt (siehe Kasten rechts und Seite 23). Bei der Planung und Umsetzung dieser Strategien helfen die Experten von Cortal Consors. „Wer einen professionellen Sparringspartner an seiner Seite hat“, rät Müller, „kann eine systematische Anlagestrategie wesentlich leichter verfolgen.“ ■

FREUDE STATT EUPHORIE: Genau wie Angst und Panik können Hochgefühle den Blick fürs Wesentliche trüben

Depotabsicherung

Alternative Strategien • Mithilfe spezieller Finanzinstrumente wie zum Beispiel Put-Optionen kann das Risiko eines Portfolios begrenzt werden. Bewegt sich beispielsweise ein Depot weitgehend im Gleichklang mit einem Börsenindex, lässt sich durch den Erwerb von Put-Optionen auf den Index ein „Puffer“ bilden, der Verluste des Gesamtdepots abfedert. Durch die Art und Anzahl der Optionen lässt sich dabei der Sicherungsumfang gezielt steuern. • Geeignet sind solche Absicherungsstrategien für erfahrene Anleger, die langfristig am Aktienmarkt engagiert bleiben wollen. Unterstützt werden diese vom FutureBroking Team bei Cortal Consors: Die Experten helfen Anlegern in allen Fragen rund um Derivate – ob diese nun für die Absicherung, für zusätzliche Erträge oder aber für individuelle Tradingstrategien genutzt werden. Das Team ist telefonisch sowie per E-Mail erreichbar unter: ➔ 01803/ 25 25 14* ➔ futurebroking@cortalconsors.de

* 9 Cent/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; eventuell abweichende Preise bei anderen Anbietern oder bei Anrufen aus den Mobilfunknetzen.

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Chancen Konjunktur

Unternehmensanleihen

Bauwirtschaft trotzt der Wirtschaftskrise

Privatanleger im Visier

Aktien

Investoren mit langem Atem müssen sich von zwischenzeitlichen Wertverlusten nicht schrecken lassen: Maximal dauerte es bislang gut sieben Jahre, bis ein Kursrutsch am deutschen AktienKursdellen ausgebügelt markt wieder aufge10 000 7,2 holt worden war. Das zeigt die RückZeitraum, bis der vor3,6 berechnung des 3,7 herige Höchststand wieder erreicht wurde Dax bis 1960 nach (in Jahren) 1 000 Richard Stehle. Ob 3,3 500 diese „Regel“ weiter gilt, dürfte 100 sich spätestens 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 Dax (logarithmisch); Quelle: F.A.Z., DAI, Thomson Datastream 2014 zeigen.

neues vom markt Gold statt Bargeld Beim neuen Goldfonds HANSAgold hat sich die Kapitalanlagegesellschaft Hansainvest etwas Besonderes einfallen lassen: Wer Anteile verkauft, kann sich in bar oder in Goldbarren auszahlen lassen. Ausgeliefert werden Barren in einer Mindeststückelung von 100 Gramm. Gegebenenfalls wird der Rest in bar beglichen. HANSAgold (WKN: A0NEKK) investiert unter anderem in physisches Gold sowie Gold- und Silberzertifikate. Fondswährung ist der US-Dollar: Wertet dieser gegenüber dem Euro auf, profitiert der Anleger zusätzlich. Wertet er ab, schmälert das den Ertrag.

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Anlagehorizont entscheidend

Fotos: wdv/O. Szekely; A. Griesch; iStock; MEV

Die deutsche Baubranche zeigt in der Wirtschaftskrise vergleichsweise große Stärke. Das ist zumindest die Einschätzung von Marco Bargel, Chefvolkswirt der Deutschen Postbank: „Ausgerechnet die Krisenbranche früherer Jahre hat sich zum stabilisierenden Faktor in der gegenwärtigen Krise gemausert“, stellt Bargel fest. Demzufolge wuchs die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2008 um 3 Prozent – und damit wesentlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das nur 1,3 Prozent zulegte. Trotz Abschwächung gegen Ende des vergangenen Jahres hat die Branche nach Meinung der Postbank gute Chancen, weitgehend unbeschadet durch die Flaute zu kommen. Besonders von den öffentlichen Bauinvestitionen seien starke Impulse zu erwarten. Für 2010 traut die Postbank der Bauwirtschaft sogar ein Wachstum von 3,8 Prozent zu.

Firmenbonds gibt es wieder häufiger in kleinen Stückelungen: „Die Unternehmen besinnen sich auf Kleinanleger“, stellt Sandra Lüth fest, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Bei den bis Ende Februar emittierten, auf Euro lautenden Unternehmensanleihen hatte nach Daten von UniCredit über die Hälfte eine Mindeststückelung von 1.000 Euro.


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B u l l ’s E y e

Staatskapital birgt Chancen Nach der Wende war der Begriff fast aus dem Sprachgebrauch verschwunden. In der Finanzkrise erlebt nun das Wort Verstaatlichung eine Wiedergeburt. Der Grund für den zweiten Frühling: Viele Regierungen sehen in einer Sozialisierung strauchelnder Banken die einzige Möglichkeit, einen Zusammenbruch des gesamten Sektors zu verhindern. Für Aktionäre, die Papiere der verstaatlichten Institute in ihrem Depot halten, ist der Akt ein schmerzlicher Eingriff. Mitunter zahlen die Regierungen keinen einzigen Cent, um die Aktien in ihren Besitz zu bekommen. Sie enteignen einfach. Die Anleger gehen leer aus. Nachhaltigkeit

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Illustration: wdv/flysolo

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Fotos: wdv/O. Szekely; A. Griesch; iStock; MEV

„Grün“ gewinnt Nachhaltige Unternehmen zeigen vielfach eine überdurchschnittliche Performance am Aktienmarkt: Das ist das Ergebnis einer Studie der Managementberatung A.T. Kearney, welche die Börsennotierungen von weltweit 99 Unternehmen mit einer überzeugenden Nachhaltigkeitsverpflichtung im Zeitraum von Mai bis November 2008 untersucht hat. Das Ergebnis: In 16 von 18 analysierten Industriesektoren entwickelten sich die Aktienkurse der nachhaltigen Unternehmen besser als der jeweilige Branchendurchschnitt. „Unsere Studie unterstreicht, dass die Aktienmärkte nachhaltigen Unternehmen eher zutrauen, die Krise zu bewältigen“, stellt Dietrich Neumann, Zentraleuropachef von A.T. Kearney, fest.

Natürlich kann eine Regierung nicht tatenlos zusehen, wenn eines der wichtigsten Wirtschaftssegmente ins Wanken gerät. Nachdem sich Garantien in vielen Fällen als wenig wirkungsvoll erwiesen haben, ist der Einsatz von frischem Kapital der bessere Weg für eine Rettung. Doch es muss keine Verstaatlichung sein, um die Institute zu stabilisieren. So ist es auch möglich, dass die Bank ihr Kapital erhöht und der Staat diese neuen Aktien übernimmt. Dann wird zwar der Anteil der Aktionäre verwässert, ihre Aktien werden aber nicht komplett wertlos. Sollten Aktien also verkauft werden, sobald sich der Einstieg des Staats andeutet? Nicht in jedem Fall. Denn wenn die verstaatlichten Gesellschaften über zukunftsfähige Bereiche verfügen, birgt das Kapital der Regierung sogar Chancen. Dann kann nicht nur der Staat auf Stefanie Burgmaier, Kurssteigerung nach der Sanierung Chefredakteurin Börse Online hoffen – auch die Alt-Aktionäre.

Sicherheit bei Zertifikaten erhöht

Fondsinnovation ausgezeichnet

Allgemein gilt: Die Sicherheit von Zertifikaten ist auch von der Bonität des Emittenten abhängig, denn sie gelten nicht als sogenanntes Sondervermögen. Weil Anleger derzeit verstärkt auf die Sicherheit ihres Investments achten, geht DWS GO, Zertifikateplattform von DWS Investments, in die Offensive: Sie bietet mit DWS GO SAFE eine Reihe von Zertifikaten an, bei denen das Emittentenrisiko ausgeschaltet ist. Zu diesem Zweck hinterlegt die Bank bei der Emission Vermögenswerte als Pfand, die im Fall des Falles von der Insolvenzmasse getrennt bleiben.

Nordea 1 – Heracles LongShort MI, gemanagt vom Bankhaus Metzler, ist vom Axel-Springer-Verlag als „Fondsinnovation des Jahres 2009“ ausgezeichnet worden. Die Jury von „Euro“, „Euro am Sonntag“, „Fondsexpress“ und Fondsexperten der DZ Bank begründete die Entscheidung vor allem mit dem innovativen Charakter des Konzepts, dem Erfolg bei Kunden und der Performance. Der Fonds (WKN: A0NDW9), aufgelegt im März 2008, investiert flexibel in bis zu 50 internationale Märkte und kann sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen.

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Chancen Branchen

In die Defensive gehen Nicht alle Branchen sind gleich stark vom Auf und Ab der Konjunktur betroffen. Anlageexperten loten im Abschwung die Chancen defensiver Sektoren aus.

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as Wort „Konjunktur“ hat wieder einmal Hochkonjunktur – wie immer, wenn es zu einem wirtschaftlichen Umschwung kommt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hinterlässt derzeit weltweit ihre Spuren. Jedoch: Nicht alle Branchen sind von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gleich stark abhängig. Ob Medikamente, Telefonate oder Lebensmittel: Die sogenannten defensiven Sektoren sind vom Auf und Ab der Konjunktur weniger stark betroffen. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden nämlich auch in Zeiten des Abschwungs relativ konstant nachgefragt. Deshalb setzen Anlageprofis in Zeiten der Krise oftmals auf diese defensiven Segmente: „Angesichts der Schwierigkeiten im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld habe ich das Portfolio auf die defensivsten Bereiche fo-

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det die Schweizer Bank Credit Suisse (CS) an. „Nach unseren Kriterien sind in Europa derzeit die Pharma- sowie die Lebensmittelindustrie besonders interessant“, stellt CS-Analyst Christoph Gretler fest. Auch die amerikanische Bank Goldman Sachs sieht Pharma-Aktien im Vorteil, solange der wirtschaftliche Ausblick unsicher bleibt: Nach Meinung der Experten können die „Pillendreher“ weitgehend unabhängig von Konsumverhalten und Konjunktur stabile Mittelzuflüsse erzielen. So rechnen die Analysten von Goldman Sachs damit, dass die europäischen Pharmakonzerne von 2009 bis 2011 „Anleger sollten auf einen freien Cash Flow eine stabile Bilanz achten.“ (siehe Seite 22) von rund 175 Milliarden Carsten Riedel, Anlagestratege, Dollar erreichen werB*capital

kussiert“, berichtet beispielsweise Graham French, Fondsmanager bei M&G International Investments. Doch wie lassen sich defensive Investments eigentlich erkennen? „Anleger sollten darauf achten, ob der Umsatz eines Unternehmens in den wechselnden Zyklen der Konjunktur möglichst stabil ist“, rät Carsten Riedel, Anlagestratege bei B*capital. „Ein weiteres wichtiges Indiz ist die Stabilität bei Gewinn, Cash Flow und Dividende.“ Ein vergleichbares Raster bei der Suche nach defensiven Investments wen-


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Ob Telefonate, Medikamente, Strom oder Lebensmittel: Die Nachfrage bleibt relativ stabil

Fotos: Jurga Graf; getty images; Mauritius; PhotoAlto

den. Allein der Schweizer Pharmakonzern Novartis verbuchte 2008 einen operativen Geldzufluss von rund 10 Milliarden Dollar. Frei von Risiken ist der Pharmasektor freilich nicht: „Ein Problem dürfte der ablaufende Patentschutz vieler Produkte sein“, gibt Marktbeobachter Riedel zu bedenken. Novartis beispielsweise erzielte 2008 mit dem Blutdrucksenker Diovan nahezu 14 Prozent des Umsatzes. Voraussichtlich ab 2011 verliert das Medikament aber seinen Patentschutz. Eine weitere Branche, die weniger stark von der Konjunktur abhängt, ist die Lebensmittelwirtschaft – getreu dem Motto: „Gegessen und getrunken wird immer.“ Zudem verfügen viele Hersteller von Nahrungsmitteln nach Ansicht von Anlageexperten über solide Bilanzen. Und Investmentstratege Riedel nennt noch einen weiteren Pluspunkt: „Die Lebensmittelhersteller bekommen Rückenwind von den stark gefallenen Rohstoffpreisen.“ Schließlich seien die Notierungen von den hohen Niveaus im Sommer 2008 bis zum

Jahresbeginn im Schnitt um rund ein Viertel eingebrochen. Für den Ölpreis ging es sogar noch stärker nach unten. Das schwarze Gold stand Mitte Februar drei Viertel unter dem im vergangenen Jahr erreichten Rekordkurs von über 140 Dollar pro Barrel Rohöl. Dennoch sieht Riedel für mutige Anleger auch im Energiesektor durchaus Chancen: „Vor allem große, integrierte Ölkonzerne zeichnen sich durch ein vergleichsweise defensives Profil aus“, ist er überzeugt. Selbst wenn die Ölnachfrage derzeit weltweit sinke, werde besonders der Bedarf aus aufstrebenden Volkswirtschaften in den kommenden Jahren wieder wachsen. Dabei blieben die Kapazitäten begrenzt. Allerdings: Bevor der Ölpreis wieder nachhaltig steigt, muss sich die Weltwirtschaft erholen. Weitaus defensiver ist demgegenüber der Bereich Telekommunikation einzuschätzen: „Die Unternehmen des Sektors sind wenig von der Rezession betroffen“, stellt Riedel fest. Für die Telekombranche spreche zudem, dass viele Unternehmen in den vergangenen

Jahren ihre Schulden deutlich reduziert haben. Das gelte etwa für die Deutsche Telekom, die auch Stabilität bei Geldzufluss und Dividende zeige. Die wesentlichen Punkte aus Riedels „Checkliste“ für defensive Titel sind also erfüllt. ■

Defensive Investments

Viele Wege zum Ziel • Investments in defensive Branchen sind auf verschiedene Weisen möglich – etwa durch Aktien, spezielle Investmentfonds oder Zertifikate. Wichtig ist, die jeweiligen Chancen und Risiken genau abzuwägen. Bei der Analyse einzelner Unternehmen hilft es, bedeutsame Finanzkennzahlen genauer unter die Lupe zu nehmen (siehe Seite 24). • Informationen zu einzelnen Aktien, Fonds oder Zertifikaten finden sich im Internet unter: ➔ www.cortalconsors.de/finanzinfos

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Geld Steuer

Fondsbewertung

Handwerksdienste noch besser absetzbar

Neues Rating von Morningstar

Vermögenswirksame Leistungen

Der Bonus steigt Seit 1. April lohnt sich das Sparen mit Vermögenswirksamen Leistungen (VL) noch mehr: Werden die VL-Beiträge in Beteiligungen wie Aktienfonds investiert, legt der Staat 20 Prozent zu den jährlichen Einzahlungen obendrauf (bislang 18 Prozent). Auch die Einkommensgrenzen, die Bedingung für den staatlichen Bonus sind, wurden für Beteiligungs-Sparer erhöht. Noch mehr Geld vom Staat Förder- und Einkommensgrenzen für VL-Beteiligungssparen: maximaler staatlicher Bonus im Jahr

bisher

seit 1. April 2009

72 Euro

80 Euro

Grenzen für das zu versteuernde Einkommen 17.900 Euro (Ledige) 20.000 Euro (Ledige) 35.800 Euro (Verheiratete) 40.000 Euro (Verheiratete)

re c h t & s t e u e r n Internet

Produktfotos nicht einfach kopieren Wer im Internet zum Beispiel ein gebrauchtes Navigationsgerät anbietet, darf nicht einfach ein Foto des Geräts von der Homepage des Herstellers kopieren und ohne Genehmigung ins Web einstellen. Denn für das Foto gilt das Urheberrecht. In einem entsprechenden Fall verurteilte das Brandenburgische Oberlandesgericht einen Beklagten zu 40 Euro Schadenersatz und 100 Euro Abmahngebühr für den Anwalt des Geräteherstellers (Az. 6 U 58/08).

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Quelle: BVI

Seit Anfang des Jahres winken Steuerzahlern noch größere Vorteile, wenn sie in Anspruch genommene Handwerksdienste in ihrer Steuererklärung angeben. Konnten bislang 20 Prozent der Arbeitsleistungen bis zu einer Höhe von 3.000 Euro veranschlagt werden, liegt die Höchstgrenze nun bei 6.000 Euro. Der maximale Steuerbonus steigt jetzt also von 600 Euro auf 1.200 Euro. Die neuen Regeln gelten allerdings nur für Leistungen, die seit dem 1. Januar 2009 erbracht und per Überweisung bezahlt wurden. Geltend gemacht werden können Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten für in Auftrag gegebene Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Diese müssen auf der Rechnung von anderen Kosten wie denen für das Material getrennt ausgewiesen werden.

Die Ratingagentur Morningstar, bekannt für ihr Sterne-Rating für Investmentfonds, bietet Anlegern nun auch eine weitere, qualitative Fondsbewertung: Eine fünfstufige Notenskala von „Elite“ bis „Impaired“ zeigt an, wie die Experten die Güte von Fondsmanagement, Fondsgesellschaft, Investmentprozess, Performance und Kosten einschätzen. ➔ www.morningstar.de


Lesezeichen

Geschichte des Geldadels Macht und Geld gehörten in der Vergangenheit oft zusammen – frei nach der Formel: reich = einflussreich. In „Finanzdynastien“, herausgegeben von den Wirtschaftsjournalisten Gerald Braunberger und Judith Lembke, finden sich dafür zahlreiche historische Belege. Das neue Buch, das auf einer Artikelserie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ basiert, erzählt die Geschichte von 21 reichen und einflussreichen Bankiersfamilien. Strom

Fotos: bilderbox: iStock; Westend61/F1 ONLINE Illustration: wdv/flysolo

Preise im Blick Auch wenn die Rohstoffkurse bereits stark gefallen sind: Darauf hoffen, dass die Stromrechnung in nächster Zeit von selbst sinkt, dürfen Konsumenten trotzdem nicht. Nach Angaben des Verbraucherportals Verivox haben Anfang 2009 mehr als 500 Stromanbieter ihre Preise für die Grundversorgung um durchschnittlich 8,5 Prozent erhöht. Der Hintergrund: Gewöhnlich beschaffen sich die Unternehmen einen großen Teil des Stroms für Privatkunden im Voraus – einerseits, um Preisschwankungen zu verringern, andererseits, um eine möglichst große Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Weil die Einkaufspolitik der Anbieter sich aber durchaus unterscheidet, kann ein Blick ins Internet lohnen. Dort lassen sich die Preise nämlich einfach vergleichen unter: ➔

Den Erfolg der Finanzdynastien erklären die Autoren dabei nicht nur mit ihrem politischen Einfluss, sondern auch damit, dass sie ihrer Zeit oftmals voraus waren. Das zeigt sich etwa bei den Medici, deren Aufstieg im 14. Jahrhundert begann: „Während die großen Finanzdynastien des Spätmittelalters auch deswegen bankrott gingen, weil die Bank als Ganzes für die Schulden jeder einzelnen Filiale haftete, hatte die Medici-Bank erstmals eine Holding-Struktur“, so die Autorin Lembke. Jede Niederlassung habe als eigene Gesellschaft agiert. „40 Prozent der Anteile gehörten dem Filialleiter, der Rest den Medici.“ Die Haftung lag dann – ganz modern – nicht bei der Familie oder der Zentrale, sondern bei einer eigens gegründeten Dachgesellschaft. Ob Medici oder Fugger, ob Rothschild oder Rockefeller: Die Sammlung „Finanzdynastien – Die Macht des Geldes“ bietet einen interessanten und kurzweiligen Blick in die Geschichte der Wirtschaft aus der Sicht der Finanziers.

„Finanzdynastien“, von Gerald Braunberger und Judith Lembke (Hrsg.), ca. 230 Seiten, 17,90 Euro, ISBN: 978-3-89981-188-9

www.verivox.de ➔ www.toptarif.de

Haus

Verbraucherschutz

Wenn das Windrad stört …

Bedingungen müssen ausgehändigt werden

Eine Windkraftanlage darf nicht genehmigt werden, wenn abzusehen ist, dass diese auf ein nahe gelegenes Privathaus „optisch bedrängend“ wirkt, so eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz. Im konkreten Fall ging es um eine Windkraftanlage, die weniger als 300 Meter von einem Haus entfernt auf einer Anhöhe errichtet werden sollte. Der Blick von Balkon und Terrasse wäre gleich auf das Windrad gefallen. Die Richter sahen dies als unzumutbar an (Az. 1 K 565/08).

Vor der Buchung einer Reise müssen Kunden vom Veranstalter sämtliche Vertragsbedingungen ausgehändigt bekommen. Andernfalls sind Klauseln unwirksam, mit denen Ansprüche des Urlaubers wegen etwaiger Mängel der Reise beschränkt werden sollen, so ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Es sei Kunden nicht zuzumuten, das Kleingedruckte in einem im Reisebüro ausliegenden Katalog zu studieren, etwa wenn dieser die Verjährungsfrist für Mängelklagen verkürzt (Az. Xa ZR 141/07).

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Geld Baufinanzierung

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Mit „Wohn-Riester“ ins eigene Heim Die eigenen vier Wände sind der Traum vieler Deutscher. Dieser Wunsch lässt sich jetzt leichter erfüllen: mit der staatlichen Riester-Förderung für Immobilien – ideal ergänzt durch eine Baufinanzierung über Cortal Consors.

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Fotos: Jurga Graf; Corbis

iester-Sparer genießen künftig noch mehr Freiheiten: Mit staatlicher Unterstützung können sie jetzt nicht nur Zusatzrenten ansparen, sondern auch eine selbst genutzte Immobilie erwerben. Dazu dürfen Vorsorgesparer ihr Riester-Guthaben bis zu 100 Prozent in die Finanzierung einbringen. Zusätzlich ist die direkte Einzahlung von Beiträgen und Fördermitteln in Riester-Baudarlehen erlaubt. Diese Verbesserungen bringen enorme Vorteile: „Viele Familien können sich dank staatlicher Hilfe den Traum von den eigenen vier Wänden schneller erfüllen“, resümiert HansUlrich Krüger, Bundestagsabgeordneter und Mitinitiator der Eigenheimrente. Beachtliche Vorteile verspricht die neue Eigenheimförderung auch nach Meinung von Experten. Nach Ansicht von Boris Üblacker, Leiter Baufinanzierung bei Cortal Consors, stechen zwei Punkte besonders hervor: „Erstens können Riester-Guthaben das Eigenkapital erhöhen und damit den notwendigen Kreditbedarf verringern.“ Unterm Strich sparen Darlehensnehmer dadurch Zinsen und vermindern ihre monatliche Kreditrate. „Zweitens kann man laufende Riester-Sparbeiträge direkt in Hypo-

thekendarlehen einzahlen, das beschleunigt die Entschuldung.“ Das ist aber noch nicht alles: Ein willkommener Gewinn an flüssigen Mitteln kann obendrein ins Haus stehen. Und zwar dann, wenn die urspünglich monatlich eingeplante Baufinanzierungsrate nun ausreicht, um in den Genuss der Riester-Zulagen zu kommen. „Dadurch ergibt sich ein Liquiditätsvorteil von bis zu 160 Euro im Monat“, erläutert Üblacker. Der auf diese Weise gewonnene finanzielle Spielraum lässt sich zum Beispiel für eine umfassende Absicherung des Eigenheimprojekts nutzen. „Schon ein kleiner Teil reicht aus, um sich gegen Alltagsrisiken wie Berufsunfähigkeit oder sogar Arbeitslosigkeit zu versichern – und mit dem Rest wird zum Beispiel die Altersvorsorge aufgestockt“, rät der Finanzierungsfachmann, der mit seinem Team jedem Kunden individuelle Lösungspakete rund um die Baufinanzierung schnürt. Die öffentliche Hand fördert grundsätzlich alle Riester-Sparer gleich. Die Grundzulage beträgt 154 Euro je Ver-

trag, für jedes kindergeldberechtigte Kind spendiert der Staat 185 Euro, bei Geburt im Jahr 2008 oder später sind es sogar 300 Euro. Zusätzlich lassen sich die Eigenbeiträge plus Zulagen als Sonderausgabe von der Steuer absetzen. „Ist der Steuervorteil größer als die erhaltenen Zulagen, schreibt das Finanzamt den Überschuss gut“, erläutert Peter Kauth von Steuerrat24. Voraussetzung für die volle Riester-För-

„Die staatliche Förderung spart Liquidität – so kann man sich gut absichern.“ Boris Üblacker, Leiter Baufinanzierung, Cortal Consors

derung ist, dass Arbeitnehmer vier Prozent ihrer rentenpflichtigen Einkünfte in den Vertrag einzahlen. Der förderfähige Höchstbetrag beläuft sich auf 2.100 Euro pro Jahr. Dabei sollte einkalkuliert werden, dass die erhaltenen staatlichen Zulagen auf die geforderten vier Prozent angerechnet werden – dadurch sinkt der nötige Eigenbeitrag ensprechend. So muss ein Sparer mit zwei Kindern, geboren 2005 und >> Cortal Consors Magazin 01 | 2009

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Geld Baufinanzierung

Verbraucherschützer finden die Steuerforderungen ebenfalls nicht überzogen. Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen hat nachgerechnet. Am Beispiel eines 40 Jahre alten Ehepaares ohne Kinder zeigt er, welche gewaltigen Vorteile die Eigenheimfinanzierung mithilfe des Wohn-Riesterns bieten kann: Im Fall A wird ein Hypothekendarlehen über 220.000 Euro aufgenommen und über 25 Jahre getilgt; der Zinssatz beträgt in der Modellrechnung konstant 4,8 Prozent. Im Fall B entscheidet sich das Ehepaar für zwei Wohn-Riester-Darlehen zu je 110.000 Euro. Falls in diesem Fall die Fördermittel und Steuerboni für Sonderzahlungen genutzt werden, sind die eigenen vier Wände nach 20 Jahren und sechs Monaten abbezahlt! „Riestern“ die beiden dann weiter bis 65 und legen auch die monatlich ersparten Kreditraten an, treten sie mit einem abbezahlten Haus in Ruhestand – und einem zusätzlichen Vermögen von rund 75.000 Euro. Wenn dann der Fiskus zur Kasse bittet, kann das Ehepaar die Steuer von rund 38.000 Euro locker aus dem angesparten Kapital bezahlen. „Unterm Strich verbleibt in dieser Modellrechnung ein Vorteil von mehr als 37.000 Euro“, erklärt Gottschalk. Sein Fazit: „Trotz der Besteuerung im Alter zahlt sich der Eigenheim-Erwerb mit WohnRiester spürbar aus.“ ■

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Wohn-Riester

8 x Plus fürs Eigenheim ✚ Staatliche Förderung: Grundzulage 154 Euro, Kinderzulage 185 Euro, für ab 2008 Geborene 300 Euro, unter 25-Jährige erhalten zudem einmalig 200 Euro. ✚ Steuerbonus: Bis 2.100 Euro jährlich als Sonderausgabe absetzbar. ✚ Voller Kapitaleinsatz: Zum Eigentumserwerb bis zu 100 Prozent des angesparten Riester-Vermögens einsetzbar. ✚ Höheres Eigenkapital: RiesterVermögen erhöht Eigenkapital und senkt so den Kreditbedarf. ✚ Direkte Schuldentilgung: Direkte Einzahlung in Hypothekendarlehen verkürzt die Rückzahldauer und spart Zinsen. Zudem sind Käufer schneller schuldenfrei. ✚ Keine Rückzahlung: RiesterGuthaben muss nicht in den Sparvertrag zurückgezahlt werden, es verbleibt in der Immobilie. ✚ Besteuerung im Alter: Vom Rentenbeginn bis zum 85. Lebensjahr Besteuerung des aufgelaufenen Förderguthabens. Bei einmaliger Besteuerung 30 Prozent Rabatt auf das Wohnförderkonto. ✚ Flexibilität bei Vermietung oder Verkauf: Bei Verkauf oder Vermietung des Objekts droht die vorzeitige Besteuerung des Wohnförderkontos. Eigentümer können dies umgehen, indem sie das Objekt nur auf Zeit vermieten, ab Renteneintritt jedoch wieder selbst bewohnen. Alternative: Die geförderten Beiträge fließen innerhalb eines Jahres in einen neuen Riester-Sparvertrag oder binnen vier Jahren in ein neues Eigenheim zurück.

* 9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, eventuell abweichende Preise bei anderen Anbietern oder bei Anrufen aus den Mobilfunknetzen

zahlen müssen, gelte dies für RiesterEigentümer nur bis zum 85. Lebensjahr.

Foto: Masterfile

>> 2008, jährlich nur 1.461 Euro selbst in den Vertrag einzahlen und erhält trotzdem die Maximalförderung von 639 Euro. Die staatliche Unterstützung summiert sich bereits ohne Steuervorteile binnen 20 Jahren auf 12.780 Euro. Zu versteuern sind Riester-Renten erst im Alter – das gilt auch für WohnRiester. Da die eigenen vier Wände aber keine Rente überweisen, hat der Gesetzgeber das Konstrukt des Wohnförderungskontos erfunden. Auf diesem Konto werden alle geförderten Tilgungsleistungen sowie einmalige Entnahmen aus bestehenden Riester-Verträgen festgehalten und jährlich mit zwei Prozent verzinst. Zwischen dem 60. und 68. Lebensjahr startet dann die Veranlagung. „Das Finanzamt berechnet ab Renteneintritt bis zum 85. Lebensjahr Steuern“, erläutert Fachmann Kauth. Dazu werde der Kontensaldo durch die Anzahl der steuerpflichtigen Jahre geteilt – bei Rentenbeginn mit 65 also durch 20. Der errechnete Betrag wird dann zu den jährlichen Einkünften des Wohneigentümers addiert. Finanzexperte Üblacker beurteilt diese Form der nachgelagerten Besteuerung durchaus positiv. „Eigenheimbesitzer wohnen ja im Alter mietfrei, viele Riester-Rentenbezieher hingegen nicht. In der Regel übersteigt die eingesparte Miete die monatliche Steuerforderung erheblich.“ Zum anderen seien auch herkömmliche Riester-Renten nicht steuerfrei. Während Rentenbezieher jedoch ein Leben lang Steuern


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Geld Falschgeld

Vorsicht: Blüte! Die von der Bundesbank registrierte Zahl falscher Euro-Scheine ist erstmals seit Jahren wieder gestiegen. Meist lassen sich Blüten aber einfach erkennen.

Foto: Visum

V

or Falschgeld von „äußerst schlechter Qualität“ warnte im Oktober 2008 die Polizei Salzgitter: Sie hatte „EuroScheine“ entdeckt, bei denen die Fälscher nur die Vorderseite des Geldes auf einfaches Papier kopiert und die Rückseite weiß gelassen hatten. Dennoch hatte eine 39-Jährige versucht, mit einem der Scheine an einem Kiosk zu bezahlen. Bei der Polizei gab sie an, diesen als Wechselgeld in einem Supermarkt erhalten zu haben. Geringe Aufmerksamkeit und Leichtgläubigkeit sind nach Einschätzung der Polizei wichtige „Komplizen“ von Geldfälschern. Das zeigt auch ein Fall aus Düsseldorf: Dort hatte eine Frau einen Wasserkocher mit einer auf der Straße aufgelesenen „300-Euro-Note“ bezahlen wollen. Sie kam trotz Beteuerung, arglos gehandelt zu haben, vor Gericht. Es blieb aber bei einer geringen Geldstrafe: laut Medienberichten auch deshalb, weil eine spontane Umfrage die Unsicherheit so mancher Befragter zeigte, ob es nicht doch 300Euro-Scheine gibt. 2008 wurden von der Deutschen Bundesbank rund 41.000 gefälschte Euro-Scheine registriert – 1.000 mehr als 2007. Es war die erste Zunahme seit Jahren, auch wenn der wirtschaftli-

strafbar. Die Bundesbank rät deshalb, falsche Noten sofort bei der Polizei abzugeben. Eine „Belohnung“ in Form von Ersatz gibt’s dafür allerdings nicht: Den liefert die Zentralbank nur bei beschädigten, aber echten Banknoten. ■

Falschgeld erkennen

Fühlen, sehen, kippen

che Schaden von 3,8 Millionen Euro auf 3,5 Millionen sank. „Erfreulicherweise liegt Deutschland mit rund fünf Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euroraums“, kommentierte Bundesbank-Vorstand Hans Reckers die Zahlen. Identifizieren lassen sich echte Euro-Scheine an zahlreichen Sicherheitsmerkmalen (siehe Kasten). Die Prüfung lohnt sich: Werden Blüten nämlich erst im Geschäft als Falschgeld identifziert, kann der Verdacht aufkommen, der Zahlende habe wissentlich Falschgeld verbreitet – und das ist

Fühlen: Banknoten haben dank spezieller Drucktechniken eine besondere Struktur. So heben sich Wertzahlen und Abbildungen von der Oberfläche ab. Allerdings: Abnutzung kann dazu führen, dass dieser Effekt teilweise verloren geht. Sehen: Bei Gegenlicht zeigen sich das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und das sogenannte Durchsichtsregister: Unterbrochene Wertzeichen bilden im Gegenlicht eine vollständige Zahl. Kippen: Auf der Vorderseite erscheinen Euro-Zeichen und Wert als Hologramm: bei Scheinen bis 20 Euro auf dem Folienstreifen, bei größeren Stückelungen im Folienelement. Bei Scheinen ab 50 Euro wechselt die Wertzahl auf der Rückseite beim Kippen die Farbe. Weitere Infos unter: ➔ www.bundesbank.de

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Lexikon

Wissen

Hätten Sie’s gewusst? Wichtige Stichworte rund ums Geld und Ihre Kapitalanlage Anlegerprofil Je nach dem Umfang, in welchem ein Anleger bereit ist, bei einem Investment Wertschwankungen hinzunehmen, lassen sich unterschiedliche Anlegerprofile unterscheiden – von konservativ bis chancenorientiert. Zusammen mit dem Anlagehorizont lässt sich entlang eines solchen Profils eingrenzen, welche Wertpapiere individuell besonders geeignet sind. Eine schnelle und zudem kostenlose Möglichkeit zu überprüfen, ob ein Portfolio zum eigenen Profil passt, bietet der Online-Depotcheck von Cortal Consors. ➔ www.cortalconsors.de/

depotcheck

Behavioral Finance Das Verhalten bei Finanzentscheidungen analysiert die Behavioral Finance. Sie greift dabei Erkenntnisse der Psychologie auf, um beispielsweise Phänomene an den Kapitalmärkten zu erklären. Dabei wendet sich dieser Wissenschaftszweig gegen den Ansatz des sogenannten Homo oeconomicus: Von diesem wird angenommen, dass er bei wirtschaftlichen Entscheidungen seinen Nutzen

maximiert und dafür alle sich bietenden Alternativen korrekt in Betracht zieht. Die Behavioral Finance setzt diesem rationalen Entscheider einen „menschlichen“ Entscheider entgegen, dessen tatsächliches Verhalten sie beschreiben will – besonders dann, wenn dies eigentlich irrational ist. ➔ siehe

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Buchwert Unter dem Buchwert wird unter anderem der Wert des auf die Unternehmenseigner entfallenden Eigenkapitals verstanden, das in der Bilanz ausgewiesen wird. Der Buchwert ist Basis der Börsenkennziffer Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), die das Verhältnis von aktuellem Börsenkurs und Buchwert je Aktie zeigt. Kennzahlen wie diese können beleuchten, ob Aktien unter- oder überbewertet

sind. Allerdings sollte eine Anlageentscheidung nach Meinung von Experten nicht nur auf der Analyse einer einzigen Kennzahl beruhen. ➔ siehe

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Cash Flow Der Cash Flow, englisch für Geldzufluss, ist der Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen. Er ist ein Indiz für die Finanzkraft eines Unternehmens. In der Praxis werden mehrere Arten von Cash Flow unterschieden. Der sogenannte freie Cash Flow zeigt beispielsweise an, welche Mittel für Ausschüttungen an die Fremd- und Eigenkapitalgeber zur Verfügung stehen. Defensive Branchen Die Sektoren der Wirtschaft reagieren unterschiedlich auf Schwankungen der Konjunktur. Defensive Bran-

Notierungen nähern sich dem Buchwert Kurs-Buchwert-Verhältnis deutscher Aktien von Januar 1980 bis Januar 2009* 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 *Basis: Datastream Total Market Index Germany; Quelle: Helaba, Thomson Datastream

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chen sind solche, deren Produkte und Dienstleistungen im Wirtschaftszyklus vergleichsweise stabil nachgefragt werden. Üblicherweise zählen unter anderem die Pharma-, Lebensmittel und Energiebranche dazu. ➔ siehe

Seite 14

Derivat Das Wort „Derivat“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „abgeleitet“. Finanzderivate sind Produkte, deren Performance von einem zugrunde liegenden Basiswert abhängt. Zu diesen zählen unter anderem Futures und ➔ Optionen. Bei einem Einsatz von Derivaten wie diesen bietet Cortal Consors Beratung an. ➔ www.cortalconsors.de/

derivateberatung

Option Optionen sind ➔ Derivate, die das Recht verbriefen, eine bestimmte Menge eines Basiswerts, wie zum Beispiel einer Aktie, zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Dabei ist der Zeitraum oder Zeitpunkt der Ausübung fixiert. Ob aber ausgeübt wird, lässt sich frei entscheiden.


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Wissen Absicherungsstrategien

Grenzen setzen Mit intelligenten Orderstrategien und dem Einsatz von Derivaten lassen sich Anlagerisiken einschränken. Bei der Umsetzung hilft Cortal Consors.

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Fotos: Jurga Graf; laif; Visum

ie können Anlegern erhebliche Risiken ersparen: sogenannte Stop Loss-Marken. Wer beim Kauf eines Wertpapiers schon angibt, in welchem Umfang er Buchverluste hinnehmen will, vermeidet Schlimmeres. Allerdings: So hilfreich eine Stop Loss-Marke sein kann, stellt sie doch keine Kursgarantie dar. Denn erreicht eine Notierung die betreffende Marke, wird der Verkauf lediglich ausgelöst. Der tatsächliche Verkaufskurs kann also auch unter der gesetzten Marke liegen. Mit einem Stop-Limit können Anleger versuchen, dies zu vermeiden: „In diesem Fall wird eine limitierte Order ausgelöst, sobald der Stop-Kurs erreicht wird. Der Mindestverkaufspreis wird also vorab festgelegt“, erläutert Stefan Müller, Leiter FutureBroking und TradingBeratung bei Cortal Consors. Noch einen Schritt weiter geht ein sogenannter Trailing Stop. Denn dieser passt sich automatisch bereits erreichten Kursniveaus an. „Das kann ein Vorteil sein, um beispielsweise Buchgewinne zumindest teilweise zu sichern“, betont Tradingspezialist Müller. Ein Beispiel: Hat ein Anleger eine Aktie zum Kurs von 20 Euro erworben und bezif-

fert den Trailing Stop mit 5 Euro, liegt die Stop-Marke zunächst bei 15 Euro. Steigt die Aktie nun auf 27 Euro, zieht der Stop-Kurs mit – in diesem Fall auf 22 Euro. Wenn die Notierung weiter steigt, folgt ihr das Stop Loss im festgelegten Abstand, der auch in Prozent angegeben werden kann. Wenn die Aktie fällt, verändert sich die Marke nicht. Wird sie erreicht, wird der Verkauf ausgelöst. Eine clevere Absicherungsstrategie ist auch die OCO-Order. OCO bedeutet „one cancels other“. „Diese kombiniert eine Stop Loss-Marke mit einem Gewinn-Limit“, führt Müller aus. „So wird gleichzeitig bestimmt, ab welcher Notierung Verluste begrenzt und ab welcher Gewinne realisiert werden.“ In der Umsetzung von Strategien wie diesen steht Cortal Consors Anlegern zur Seite – etwa mit der Handelssoftware ActiveTrader und FutureTrader, mit der sich viele intelligente Orderstrategien im außerbörslichen Handel oder an der Eurex leicht platzieren lassen. Unterstützung erhalten Anleger auch,

wenn sie einzelne Investments oder ganze Portfolios mithilfe von Derivaten absichern wollen – eine weitere Möglichkeit, Risiken einzuschränken (siehe Seite 11). Um ein Depot auf einen Streich zu sichern, ist nach Meinung von Müller folgende Frage zentral: Ist das Depot so strukturiert, dass es sich weitgehend im Gleichklang mit einem

„Wir beraten Anleger bei einem gezielten Einsatz von Derivaten.“ Stefan Müller, Leiter FutureBroking und TradingBeratung, Cortal Consors

Börsenindex entwickelt? Das ist nach Erfahrung des Derivateexperten sehr häufig der Fall – selbst wenn das Portfolio andere Aktien enthält als der Index. Dann aber lässt sich zum Beispiel durch Kauf von Verkaufs-Optionen auf den Index der Effekt kompensieren, den sinkende Kurse auf das Depot haben. „Die Kosten hängen natürlich davon ab, wie groß das Depot ist und in welchem Umfang es abgesichert werden soll“, unterstreicht Müller. „Es ist wie bei einer Versicherung: Vollkasko ist teurer als Teilkasko.“ ■ Cortal Consors Magazin 01 | 2009

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Wissen Börsenkennziffern

Das Geheimnis der Börsenkennziffern können zeigen, ob ein Wertpapier niedrig oder hoch bewertet ist. Doch nicht alle sind in Zeiten der Finanzmarktkrise gleich aussagekräftig. s gibt sie eigentlich immer: wirtschaftlich kerngesunde Unternehmen, deren Wertpapiere unter ihrem fundamentalen Wert gehandelt werden. Doch wie lässt sich beurteilen, ob beispielsweise eine Aktie tatsächlich günstig ist? Hilfestellung bei der Suche nach unterbewerteten Papieren geben sogenannte Bewertungskennziffern: Sie setzen die Notierung rechnerisch in Beziehung zu wirtschaftlich wichtigen Daten des Unternehmens. So lässt sich der Kurs besser beurteilen.

meist eine Gewinnschätzung für das laufende oder das folgende Jahr heran. Genau darin liegt nach Einschätzung von Fachleuten in Zeiten der Wirtschaftskrise allerdings ein besonderes Problem: „Das KGV ist gerade in der aktuellen Marktphase wenig aussagekräftig, weil es auf unsicheren Erwartungen beruht, nicht auf Fakten“, erläutert Andreas Hürkamp, Aktienmarktstratege bei der Commerzbank. Eine Kennzahl, die nach Ansicht von Experten demgegenüber an Bedeutung gewonnen hat, ist das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis „Keine der Kennzahlen reicht (KCV). Als Cash Flow wird allalleine aus, um eine verlässliche gemein der Saldo von Zuund Abflüssen von Kapital Prognose zu erstellen.“ bezeichnet (siehe Seite 22). Anders als das BilanzergebMarkus Reinwand, Research, Helaba nis bildet der Cash Flow die wirklichen Zahlungsströme Zu den bekanntesten Kennziffern, die ab. Dabei sollen Faktoren ausgebleneine Aussage über die Bewertung ma- det werden, die sich nicht auf den chen, gehört das Kurs-Gewinn-Ver- tatsächlichen Zahlungsfluss auswirhältnis (KGV). Das lässt sich errechnen, ken. „Gemessen an dieser Kennzahl indem der Aktienkurs durch den Ge- notierten deutsche Aktien Anfang winn pro Aktie dividiert wird. Dabei Februar mit einem Durchschnittswert ziehen Analysten bei der Berechnung von 3,8 auf einem günstigen Bewer24

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tungsniveau“, analysiert Marktstratege Markus Reinwand von der Helaba. Zum Vergleich: Zwischen 1990 und 2008 lag das durchschnittliche KCV bei rund 4,6. Das KCV einzelner Aktien können Anleger im Internet bei Cortal Consors abrufen, zugänglich über den jeweiligen Kurs-Snapshot. Dort lassen sich auch viele weitere Kennzahlen finden, etwa das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Das ist eine Kennziffer, die von wertorientierten Investoren häufig zur Beurteilung des Kursniveaus herangezogen wird. In der Ermittlung des KBV wird die Notierung einer Aktie auf den Buchwert je Anteilsschein bezogen. „Das KBV ist weniger schwankungsanfällig, weil der Buchwert im Gegensatz zum Gewinn deutlich stabiler ist“, unterstreicht Helaba-Analyst Reinwand. Gemessen am KBV waren deutsche Aktien im Februar so günstig bewertet wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Allerdings kann auch diese Kennziffer aufs Glatteis führen: „Heimtückisch sind vor allem mögliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögensge-

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Kennzahlen genstände wie Lizenzen, Rechte und Patente, auf den Firmenwert oder auch Vorräte“, sagt Christoph Schlienkamp, der beim Bankhaus Lampe das Research verantwortet. Denn diese können das Bild verfälschen. Wer ein Wertpapier analysieren will, sollte sich deshalb weitere Kennziffern anschauen und prüfen, ob sich die Aussagen decken. Dazu kann zum Beispiel das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) dienen, bei dem der Aktienkurs durch den Umsatz je Aktie dividiert wird. Nicht nur Aktien, sondern auch andere Wertpapiere lassen sich mithilfe von Kennziffern beleuchten. Wer sich zum Beispiel in Unternehmensanleihen engagiert, achtet häufig auf das Verhältnis der Nettoverschuldung zum sogenannten Ebitda. Hinter dem Kürzel Ebitda verbirgt sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. „Die Kennziffer wird zur Bewertung des Finanzrisikos eines Unternehmens herangezogen“, erklärt Frank Hussing, Senior Credit Analyst bei der Commerzbank. Die Faustregel: Je kleiner das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Ebitda, desto geringer ist das Finanzrisiko. So gilt ein Verhältnis un-

ter eins als gute Bewertung. „Da die Nettoverschuldung je nach Analyseansatz auch die gesamten Verbindlichkeiten einschließt und zudem außerbilanzielle Verpflichtungen berücksichtigt, ist diese Kennziffer auch in der aktuellen Marktphase sehr aussagekräftig“, meint Hussing. Auch Investmentfonds lassen sich durch Kennzahlen analysieren: Wer neben der Wertentwicklung auch deren Stabilität beurteilen will, kann auf die sogenannte Sharpe Ratio zurückgreifen: Diese zeigt das Verhältnis vom Ertrag zur Schwankungsanfälligkeit eines Fonds an. Sie wird ermittelt, indem

zunächst die am Geldmarkt erzielbare risikolose Rendite von der Rendite des Fonds abgezogen wird und anschließend das Ergebnis durch die Schwankungsbreite des Investments dividiert wird. Je höher die Sharpe Ratio, desto besser. So hilfreich allerdings Bewertungskennziffern in der Beurteilung von Wertpapieren sein können: „Keine der Kennzahlen reicht alleine aus, um eine verlässliche Prognose zu erstellen“, urteilt Helaba-Fachmann Reinwand. Sein Rat: „Betrachten Sie Ihr Investment aus verschiedenen Blickwinkeln.“ ■ ➔ www.cortalconsors.de

Bewertungskennziffern

Unter Wert gehandelte Investments erkennen Kennzahlen können als Anhaltspunkt dienen, um den Kurs von Aktien, Anleihen oder Fonds besser einschätzen zu können. Kennziffer

tendenzielle Bewertung

Kurs-Umsatz-Verhältnis

für Aktien positiv, wenn kleiner als 0,5

aktuelle Aussagekraft

Kurs-Buchwert-Verhältnis

für Aktien positiv, wenn kleiner als 1

+

Kurs-Gewinn-Verhältnis

für Aktien positiv, wenn kleiner als 10

+/–

Kurs-Cash-Flow-Verhältnis

für Aktien positiv, wenn kleiner als 4

++

Nettoverschuldung/Ebitda

für Anleihen positiv, wenn kleiner als 1

++

Sharpe Ratio

für Fonds positiv, wenn größer als 1

+/–

+ Quellen: Helaba, Bloomberg

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Meine Bank Kosten

Aktion

Konto- und Depotführung jetzt gebührenfrei

Mit Super6 zu 6 % Zins

Seit 1. April 2009 ist die Führung von Verrechnungskonto und Depot bei Cortal Consors gebührenfrei. Freuen wird das vor allem Kunden, die keine großen Beträge bewegen: Die bisherige Pauschale von monatlich 1,95 Euro wurde nur berechnet, wenn nicht mindestens eine Wertpapierorder im Quartal ausgeführt wurde, kein aktiver Sparplan bestand oder kein Durchschnittsguthaben von mindestens 2.500 Euro auf einem Konto vorhanden war. „Mit diesem Schritt erhöhen wir die Transparenz unseres Angebots deutlich und können ab sofort auf die entsprechenden Sternchen und Fußnoten verzichten“, erläutert Martin Daut, CEO von Cortal Consors Deutschland. „Unsere Kunden müssen sich in Zukunft nicht mehr darum kümmern, ob sie die Bedingungen für die günstige Kontoführung erfüllen.“ Das Girokonto bleibt dabei weiterhin ab einem Geldeingang von 1.500 Euro gebührenfrei.

Eine clevere Kombination von Sicherheit, lukrativen Zinsen und Chancen auf zusätzliche Erträge bietet eine neue Aktion von Cortal Consors: 6,0 Prozent Jahreszins auf Festgeld mit einer Laufzeit von 180 Tagen erhalten Anleger, die einen von sechs ausgewählten Investmentfonds über die jeweilige Fondsgesellschaft erwerben (siehe Tabelle). Weil die Fonds ganz verschiedene Strategien verfolgen, lässt sich für jedermann eine passende Alternative finden: Während sich zum Beispiel der BGF World Gold Fund im Schwerpunkt auf Aktien von Goldminenbetreibern konzentriert, investiert der Fondsauswahl für die Festgeld-Aktion Dachfonds Sauren BGF World Gold Fund WKN 974119 Global Balanced Carmignac Patrimoine WKN A0DPW0 unter anderem in Aktien- und RenM&G Global Basics Fund WKN 797735 tenfonds. Für die Parvest Step 90 Euro WKN 778865 Teilnahme an der Sauren Global Balanced WKN 930920 Aktion müssen SEB Asset Selection Fund WKN A0J4TG insgesamt mindestens 5.000 Euro angelegt werden. Dabei gilt: So viel Kapital in einen oder mehrere der Fonds investiert wurde, kann auch in Festgeld angelegt werden – also zum Beispiel 2.500 Euro in Fonds und 2.500 Euro in Festgeld. Der Fondskauf muss aber nicht sofort erfolgen: Der Anleger hat bis zu fünf Monate Zeit. ➔

www.cortalconsors.de/Super6

angeklickt Neue Community bei Cortal Consors Vertrauen gehört zu den wichtigsten „Währungen“ an den Aktienmärkten – gerade wenn es um Börsentipps geht. Doch welcher Empfehlung lässt sich vertrauensvoll folgen? Um Anlegern die Antwort auf diese Frage zu erleichtern, hat Cortal Consors in Kooperation mit der Internet-Plattform Sharewise eine neue Online-Community gestartet. Dort können angemeldete Nutzer Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Aktien austauschen, wobei sich die Tippgeber auf ihre Treffsicherheit überprüfen lassen: Die Berechnung eines

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Tra d e r ’s C o r n e r

Auf fallende Kurse setzen Auch mit fallenden Aktienkursen lässt sich Geld verdienen – besonders wenn die Notierungen stark schwanken und immer wieder einbrechen, wie in der aktuellen Marktlage. Eine Strategie, um davon zu profitieren, bieten Leerverkäufe von Aktien. Das Prinzip des Short Selling, wie der Leerverkauf auch genannt wird: Anleger veräußern Aktien, die sie gar nicht besitzen oder aber geliehen haben, um sich später möglichst günstiger mit diesen einzudecken und sie an den Verleiher zurückzugeben. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis abzüglich aller Kosten bestimmt dann den Ertrag.

„Schlecht-Wetter-Zeiten“

Foto: MEV; iStockphoto; Illustration: wdv/flysolo

Gut gewappnet Auch in Krisenzeiten lassen sich Chancen auf höhere Erträge wahren. Deshalb hat der Cortal Consors Partner B*capital ein Musterportfolio für „Schlecht-WetterZeiten“ zusammengestellt. Das „Krisendepot“ richtet sich an erfahrene, ertragsorientierte Anleger mit ausgewogenem Chance-Risiko-Profil. Es erstreckt sich von Tagesgeld über Anleihen bis zu Fonds. Das Depot ist defensiv ausgerichtet und legt Wert auf breite Streuung sowie Risikobegrenzung. Weitere Infos: ➔

Wenn Verkauf und Eindeckung innerhalb eines Handelstages erfolgen, fallen lediglich Ordergebühren für Kauf und Verkauf an. Soll die Position über einen längeren Zeitraum offen bleiben, werden die leerverkauften Aktien von Cortal Consors gegen eine Gebühr geliehen. Diese liegt bei 0,35 Prozent des Leihwertes, wobei mindestens 40 Euro und maximal 120 Euro fällig werden. Die Ver- und Ankaufspreise für die einzelnen Aktien bestimmen sich jeweils nach Angebot und Nachfrage am Markt. Kurse werden kontinuierlich gestellt, wobei die Handelszeiten der Präsenzbörsen gelten. Weil Leerverkäufe mit speziellen Risiken behaftet sind, richten sie sich an Kunden mit Zulassung zum Handel mit Finanztermingeschäften und einer gültigen Vereinbarung zu Leerverkäufen. Denn das mögliche Risiko ist nicht auf den Verkaufserlös und die vereinbarten Sicherheiten beschränkt. Es kann darüber hinausgehen. Im Vergleich zum eingesetzten Kapital sind überproportionale Verluste möglich. Mehr Infos zu Chancen und Risiken unter: ➔

www.cortalconsors.de/TradersCorner

www.cortalconsors.de/chancen-nutzen

S e m i n a re Zuverlässigkeitsindex und der durchschnittlichen Rendite jedes Nutzers sorgt für viel Transparenz. Das gilt auch für die täglich bis zu 50 Prognosen von professionellen Analysten, die sich ebenfalls an der Community beteiligen. Darüber hinaus können Mitglieder über einen Nachrichtenservice schnell wichtige Informationen austauschen. Einfach einmal reinzuschauen lohnt sich in jedem Fall – denn Registrierung und Teilnahme an der Community sind kostenlos. ➔ cortalconsors.sharewise.com

Fundiertes Und als dasWissen Lammzahlt das siebente sich aus, Siegel vor allem auftat, bei der entstand Geldanlage. eine Stille imwerden Deshalb HimmelAnleger etwa eine bei halbe Stunde Cortal Consorslang. mit Seminaren Und ich sah die sieben über interessante Engel, die Finanzthemen vor Gott stehen, und–ihnen unterstützt ob über wurden Optionen sieben Posaunen oder Handelssoftware. gegeben.Die Und Verein anderer Engelfinden anstaltungen kam und in verschietrat an den Altar denen deutschen und hatte Städten ein goldestatt nes Räuchergefäß; und sind für die meisten und ihm Kunden wurde vielEine kostenlos. Räucherwerk Auswahl: gege-

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06.04.2009

15:13 Uhr

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Meine Bank vor Ort

Im Herzen

Foto: Jurga Graf

von Cortal Consors

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129.834.671 Megabyte – so gewaltig war der Online-Traffic, der allein im letzten Jahr über die Datenautobahnen in das Rechenzentrum lief. Und das ohne Stau, ohne Unfälle und nahezu geräuschlos. Eine beeindruckende Leistung, die sich weitgehend im Verborgenen abspielt. Denn kein Kunde bekommt mit, was hier, im elektronischen Herzen von Cortal Consors, passiert. Farbige Kabelstränge und mannshohe Server prägen die Räume in der Deutschherrnstraße in


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129.834.671 Meine Bank vor Ort

„Wenn der Dax plötzlich steigt, schießt auch der Traffic in die Höhe.“ Anja Schaffer, Leiterin des Cortal Consors Rechenzentrums

Energieausfall unmöglich: Zwei Schiffsdiesel sorgen für Notstrom

Doppelt gesichert hält besser – dafür sorgt das permanente Daten-Backup

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in der Nähe der Betriebs-Teams sitzen. „Die kurzen Wege erleichtern die Arbeit erheblich“, sagt Schaffer, die als berufstätige Mutter mit zwei Kindern ein Faible für effiziente Organisation hat. Für Cortal Consors hat sie in den vergangenen neun Jahren unter anderem schon das Neubauprojekt der Zentrale geleitet. Mit dem Rechenzentrum, das nicht nur den gesamten Traffic der deutschen, sondern auch der anderen europäischen Niederlassungen verarbeitet, trägt sie die Verantwortung für einen Kernbereich von Cortal Consors: „Wir unterstützen unsere Kollegen im Haus bei technischen Fragen“, beschreibt sie ihre Aufgabe, „aber vor allem sind wir dafür da, dass jeder Kunde jederzeit sicher über sein Geld verfügen kann.“ ■ ➔ www.cortalconsors.de

Hochmoderner Brandschutz setzt auf Löschgas statt Wasser oder Schaum

Fotos: Jurga Graf

Auf einer großen Monitor-Wand verfolgen die Fachleute deshalb die Verarbeitung der Datenströme ebenso wie die aktuellen Börsenbewegungen. Kommt es zu ungewöhnlich großen Kursausschlägen, werden einfach weitere Kapazitäten zur Verfügung gestellt. Um diese freizuschlagen, ruhen in dieser Zeit die Verarbeitungsroutinen, die üblicherweise im Hintergrund ablaufen. Auch für andere Notfälle ist das 1.000 Qua-

dratmeter große Rechenzentrum bestens gerüstet. In einem abgetrennten Raum stehen zwei eindrucksvolle Dieselmotoren, die für den Antrieb eines Frachtschiffes sorgen könnten und als Notstrom-Aggregate dienen. Extra gesichert ist ebenfalls die Armada von Löschgas-Flaschen: Käme es beispielsweise zu einem Kabelbrand, würde durch ein Rohrnetz mit Gas gelöscht – so lassen sich zusätzliche Schäden durch Wasser oder Schaum vermeiden. „Einmal im Jahr gibt es eine große Notfallübung“, berichtet Schaffer. „Dann werden die Systeme hier vom Netz getrennt, unser Backup-Rechenzentrum in der Bahnhofstraße übernimmt den Betrieb.“ Dort, in der DeutschlandZentrale von Cortal Consors, werden sämtliche Daten zur Sicherheit ebenfalls gespeichert, sodass ein Wechsel jederzeit möglich ist. Um den Kunden der Bank ihre Wertpapier-Order oder auch die Analyse ihrer Depots noch weiter zu erleichtern, werden ständig neue Tools erprobt. Dabei hilft es, dass die Entwickler ebenfalls

Nürnberg. Unsichtbar, aber unablässig fließt der Strom an Bits und Bytes, Tag für Tag, rund um die Uhr. „Um diese Datenflut zu bändigen, stehen uns über 700 Server zur Verfügung“, erläutert Anja Schaffer, die Leiterin des Rechenzentrums. Mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt sie dafür, dass selbst dann alles reibungslos läuft, sollte zum Beispiel der Datenstrom einmal abrupt anschwellen. „Wenn der Dax plötzlich steigt, schießt auch der Traffic in die Höhe“, weiß die IT-Direktorin. „Das Gleiche passiert übrigens auch, wenn der Dax stark fällt.“


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Meine Bank Neue Website

Alles auf einen Klick Im Mai ist es so weit: Die neue Website von Cortal Consors geht online. Nach intensiver Überarbeitung wird sich die Seite wesentlich einfacher und schneller navigieren lassen. Für unsere Leser vorab ein erster Blick auf den Neuentwurf:

Produkte & Beratung:

Kurse & Märkte:

Wissen & Tools:

Über uns:

Kontaktdaten und Beratungsinfos sind in dieser Rubrik schnell greifbar – für Kunden, die schon einen persönlichen Berater haben, genauso wie für solche, die diesen Service neu nutzen wollen. Darüber hinaus findet der Nutzer hier interessante Produkte vom Tagesgeld bis zum Zertifikat. Dem Konzept des neuen Webauftritts gemäß, erklärt sich die Navigation ganz von selbst.

„Finanzinfos“ lassen sich unter „Kurse & Märkte“ abrufen. Doch nicht nur der Name der Rubrik ändert sich: Die Einstiegsseite zu diesem Untermenü bietet Nutzern neben einem Überblick über die wichtigsten Aktienkurse auch volkswirtschaftliche Daten, aktuelle Nachrichten und vieles mehr.

Hintergrund und Hilfestellung findet sich in dieser Rubrik – von nützlichen Finanztools über Veranstaltungshinweise und Lexika bis hin zu Formularen. Von hier aus lässt sich auch die neue Online-Community ansteuern (mehr auf Seite 26).

Wie steht es um die Sicherheit bei meiner Online-Bank? Wer sind eigentlich die Manager von Cortal Consors? Antworten auf diese wie auf alle anderen Fragen rund um Ihre Bank finden sich an dieser Stelle.

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06.04.2009

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Meine Bank Fragen an …

… Stefan Hummel 1

In jüngster Zeit sind die Leitzinsen stark gefallen. Lohnt sich das klassische „Parken“ auf Tages- oder Festgeldkonten überhaupt noch?

Ja, denn bei einer Inflation von gegenwärtig unter einem Prozent bleibt mehr übrig als noch 2008, als wir Inflationsraten von zum Teil über drei Prozent hatten. So kann man flexibel und liquide bleiben oder noch auf einen günstigen Zeitpunkt für den Einstieg in eine längerfristige Anlage warten.

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Sie versuchen, den Anlegern von Cortal Consors ständig attraktive Zinsen zu bieten. Wie schaffen Sie das?

Zunächst einmal müssen sich die Tagesgeldzinsen immer am Leitzins der EZB orientieren. Gelder, die wir nicht benötigen, um täglich flüssig zu sein, versuchen wir höherverzinslich anzulegen. Diese Mehrerträge können wir auf den EZB-Zins aufschlagen und so ein attraktives Tagesgeld anbieten. Darüber hinausgehende Neukundenangebote werden aus dem Marketingtopf bezuschusst – und sind daher zeitlich befristet.

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Wo legen Sie die Gelder konkret an?

Am liebsten innerhalb der BNP Paribas, die ausgezeichnete Bonität genießt und somit hohe Sicherheit bietet. Unser Anlageportfolio reicht von einfachen Festgeldern über vereinzelte Staatspapiere bis hin zu anspruchsvolleren Anlagen, die uns zum Beispiel vor steigender Inflation oder vor stark fallenden Zinsen schützen.

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Was macht Ihren Job so besonders?

Einerseits das Tätigkeitsfeld an sich. Wir sind sozusagen die Bank innerhalb der Bank. Unsere Hauptaufgaben sind die Anlage von Kundeneinlagen und das Fremdwährungsmanagement. Andererseits die Internationalität, die wir dadurch erleben, dass wir von Nürnberg aus für alle Niederlassungen in Europa verantwortlich sind.

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Was habe ich als Kunde von Ihrer Arbeit?

Sie profitieren von attraktiven Zinsen und hoher Sicherheit, aber auch von der Schnelligkeit, etwa in der Abwicklung von Fremdwährungsgeschäften. Wenn Sie zum Beispiel um 17.00 Uhr eine Aktie an der Wall Street in US-Dollar kaufen, können Sie schon gegen 18.00 Uhr die komplett abgewickelte Transaktion auf Ihrem Euro-Konto und Depot sehen. Dazwischen haben wir den Währungstausch für Sie durchgeführt und Sie erhalten dadurch einen zeitnahen Umrechnungskurs.

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Was muss man mitbringen, um in Ihrem Job dauerhaft erfolgreich zu sein?

Meine Kollegen und ich haben langjährige Erfahrung im Cash Management und detaillierte Kenntnisse in Zinsanlageprodukten aller Art. Hilfreich ist auch unsere Expertise im Geld- und Devisenhandel, die jeder von uns im Laufe seines Berufslebens gesammelt hat.

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Und Ihr Ausblick: Wohin laufen die Zinsen?

Die Europäische Zentralbank wird bis zur Jahresmitte für weiter sinkende Zinsen am Geldmarkt sorgen. Die längerfristigen Zinsen dagegen dürften auf dem jetzigen Niveau bleiben oder weniger stark fallen. Damit ist anzunehmen, dass sich die Zinskurve weiter versteilern wird, was heißt: je länger die Anlagedauer, desto höher die Zinsen.

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Fotos: Jurga Graf

Zinsmanagementexperte bei Cortal Consors


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Disclaimer Soweit Cortal Consors im Cortal Consors Magazin Börsen- oder Wirtschaftsinformationen, Kurse, Indizes, Preise, Nachrichten und allgemeine Marktdaten zur Verfügung stellt, dienen diese nur Ihrer Information und der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung. Sie stellen keine konkreten Empfehlungen zum Kaufen, Halten oder Verkaufen eines Finanzprodukts dar und begründen kein individuelles Beratungs- oder Auskunftsverhältnis. Sie sind ferner nicht als Rechts-, Steuer- oder sonstige Beratung gedacht. Die steuerliche Behandlung hängt vielmehr von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Bevor Sie Investmententscheidungen treffen, sollten Sie sich sorgfältig über die Chancen und Risiken des Investments informiert haben. Dies kann neben den finanziellen auch die steuerlichen und rechtlichen Aspekte betreffen. Bitte beachten Sie dabei insbesondere, dass aus der Wertentwicklung eines Finanzprodukts in der Vergangenheit nicht auf zukünftige Erträge geschlossen werden kann. Bitte beachten Sie auch die „Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren“, die Sie als Kunde von Cortal Consors erhalten haben.

Impressum Die im Cortal Consors Magazin veröffentlichten Informationen enthalten möglicherweise nicht alle für Ihr Investment erforderlichen bzw. aktuellen Informationen. Neben Produkten und Dienstleistungen, über die Informationen im Cortal Consors Magazin zur Verfügung gestellt werden, gibt es gegebenenfalls andere Produkte und Dienstleistungen, die für das gewünschte Investment bzw. den verfolgten Zweck besser geeignet sind. Sofern im Cortal Consors Magazin veröffentlichte Informationen von Emittenten oder sonstigen Dritten (so z. B. der Herausgebergemeinschaft WERTPAPIER-MITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG) zur Verfügung gestellt werden, stammen diese aus Quellen, die Cortal Consors für zuverlässig hält, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und Aktualität aber keine Gewähr übernommen wird. Gleiches gilt für die Angaben über die Handelbarkeit von Produkten. Für die Aktualisierung dieser Informationen ist Cortal Consors ebenfalls auf Angaben der Emittenten bzw. Dritten angewiesen. Cortal Consors macht sich diese Inhalte ausdrücklich nicht zu eigen; sie stellen nicht die Meinung der Cortal Consors da. Alle Kursangaben sind freibleibend.

FRAGEN ODER ANREGUNGEN zum Heft? Wir freuen uns auf Ihre Mail: ➔ magazin@cortalconsors.de

Herausgeber Cortal Consors S.A., Zweigniederlassung Deutschland Bahnhofstraße 55 D-90402 Nürnberg Projektleitung Helga Gutseel E-Mail: helga.gutseel@cortalconsors.de Verlag wdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation mbH & Co. OHG Siemensstraße 6 61352 Bad Homburg Tel. 06172/ 670-0 Verlagsleitung Siegfried Starck, Dr. Björn P. Böer (V.i.S.d.P.) Vertriebsleitung Michael Dittrich Anzeigenleitung Walter Piezonka Tel. 069/ 98 19 04 26, Fax -75 E-Mail: w.piezonka@wdv.de Redaktion Thomas Rehm, Patrick Horcher (Bild), Klaus G. Loerke (Schlussredaktion) Tel. 069/ 98 19 04 46 E-Mail: cm-redaktion@wdv.de Autoren Stefanie Burgmaier, Christian Euler, Wolfgang Hagl, Max Geißler Art Director Margarete Mazur Druck Neef & Stumme Rollenoffset, Wittingen Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Autoren wieder. Diese muss nicht mit der Auffassung der Redaktion übereinstimmen. Alle Angaben im Heft dienen allein der Information und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. PEFC/04-31-0741 Cortal Consors Magazin 01 | 2009

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Börsenwetter

Irgendwo ist immer Sommer Trübe Aussichten für amerikanische Staatsanleihen, Sonnenstrahlen bei Firmenbonds aus Europa: Das prognostizieren die Marktexperten von Cortal Consors.

Europa USA

Rohstoffe Die Konjunkturerwartungen befinden sich im Sturzflug. Den haben die Rohstoffpreise schon hinter sich. Minen- und Mineralölgesellschaften streichen deshalb viele Investitionen. Für die Zeit nach der Krise heißt das, dass Rohstoffe wieder knapp sein werden.

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Japan

Auch wenn die Zeiten schwierig sind und die Zahl der Konkurse wahrscheinlich deutlich zunimmt: Die hohen Risikoprämien bei Unternehmensanleihen bieten auch Chancen. Das Verhältnis von Rendite und Risiko erscheint trotz aller Gefahren als attraktiv.

Hohe Verschuldung der öffentlichen Hand und niedriges Zinsniveau: Mit Staatsanleihen aus den USA sind kaum noch Erträge zu verdienen. Das mit den Schulden wachsende Angebot an Anleihen belastet die erzielbare Rendite zusätzlich.

Der Bankensektor in Japan – erfahren im Umgang mit Wirtschaftskrisen – zeigt sich in deutlich besserer Verfassung als der in anderen Industrieländern. Die Aktien sind sehr günstig bewertet, auch wenn weitere Rückschläge möglich sind.

„Neutrale“ Fonds Die Aktienmärkte verbreiten wenig Sonnenschein. Die Kurse schwanken stark. Marktneutrale Fonds, die einen AbsoluteReturn-Ansatz verfolgen, sind auf diese Bedingungen eingestellt: Dank ausgefeilter Handelsmodelle können sie auch in negativem Umfeld positive Renditen erzielen.


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27.03.2009

12:01 Uhr

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Nicht alle Marken in allen Häusern erhältlich.

Amberg Ansbach Augsburg Bamberg Bayreuth Berlin Deggendorf Dresden Erlangen Fürth Halle Hof Ingolstadt Landshut Leipzig Magdeburg München Neumarkt Nürnberg Passau Plauen Regensburg Roth Schweinfurt Senden Straubing Traunreut Unterföhring Weiden Würzburg Ulm Zwickau w w w. w o e h r l . d e


Achtung: Frisch gestrichen! Cortal Consors streicht die Kontoführungsgebühr. Wir ziehen den Schlussstrich: Ab dem 1. April 2009 ist die Gebühr

von 1,95 Euro wird ersatzlos gestrichen! Das gilt selbstverständ-

für Verrechnungskonto- und Depotführung für alle Cortal Consors

lich auch für Ihre Zweitdepots, die beispielsweise im Rahmen der

Kunden abgeschafft. Die bisherige monatliche Pauschale in Höhe

Einführung der Abgeltungsteuer eingerichtet wurden.

Online Broker des Jahres 2008

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Cortal Consors Magazin April 2009  

Nüchtern betrachtet ist die Börsenlage klar: So niedrig wie gegenwärtig werden Aktien nicht für alle Zeiten notieren. Die Kurse werden wiede...

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