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Schweizer Brauchtum Eine Ode an den Schwingsport

Hanoi – eine Stadt im Wandel Die Tageszeitung für die Schweiz

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Extra | Juli 2016

Kunstvoll  Seite 8 inszeniert Die 10 verrücktesten Museen der Welt

Fotos: mauritius images (2), Gettyimages

PROVENCE

Der Duft des Sommers


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Bier-Spezial

Juli 2016

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Juli 2016

Weitere BierErlebnisse in Bamberg An jeder Ecke zu kriegen: Bamberg ist mit Brauereien und kleinen Beizen übersät.

Weltkultur, Bier und Kalorienbomben P

ils oder Lager?», fragt die Bedienung, als ob es keine Alternative gäbe. Etwas Alkoholfreies? Absurde Idee: Bamberg in Oberfranken,

Fränkische Hausmanns­kost: Nürnberger-Würstchen mit viel Sauerkraut.

Nordbayern, ist das Zentrum des Bier-Universums – weltweit. In der oberfränkischen 70 000Seelen-Stadt gibt es neun Privat-Brauereien; im gesamten

Verwaltungsbezirk sind es sogar mehr als 200. Das macht eine Brauerei auf 5000 Einwohner – Weltrekord! Oberfranken hat mit Abstand die höchste Brau-

ereidichte des Planeten. Die Region ist also der perfekte Ort, um sich auf die Spuren des bayerischen Reinheitsgebots zu begeben, das in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag feiert. Und um tief in eine traditionelle Bier- und Genusskultur einzutauchen, die an vielen Orten schon verschwunden ist. Ich sitze in der Brauereigaststätte Fässla, vor mir ein «Seidla»-Bier (ein halber Liter, darunter geht hier nichts) und ein «Schäufala» – eine gebrate-

ne Schweineschulter, deren Fettkruste saftig auf der Zunge knackt. Die Kombination ist eine Kalorienbombe, die jeden Diätfanatiker oder Fasten-Yogi in die Flucht schlagen würde. Mir schmeckt es jedoch einfach herrlich! Oberfranken ist eine Region für Lebemänner und -frauen, die sich Zeit nehmen zum Geniessen, zum Schlemmen und wer möchte: zum Pfunde anfuttern. «Willkommen in der Genussregion Oberfranken!», heisst der offizielle

Tatsächlich wird es «Klein Venedig» genannt: die Fischersiedlung von Bamberg mit ihren Häusern aus dem 17. Jahrhundert, direkt an der Regnitz. Slogan. Passt. Während Münchens weltbekannte Bierkultur Hunderttausende Besucher anlockt, träumen Bamberg und sein Umland noch still unter einer Malzwolke vor sich hin. Nur Kenner und ein paar wenige ausländische Touristen verschlägt es in den Nordosten Bayerns. Doch nicht nur Gourmets finden hier ihr Glück: Bamberg besitzt eines der schönsten Stadtbilder Deutschlands. Die Mischung aus mittelalterlichen Riegelhäusern und barocken

Fotos : Gettyimages (1), huber-images.de / Schmid Reinhard / Mezzanotte Susy / TC

Hopfen und Malz, Gott erhalts! Bayern feiert 500 Jahre Reinheitsgebot – Zeit, dem Bieruniversum einen Besuch abzustatten. Eine (beschwipste) Reise ins oberfränkische Bamberg, der Bierhauptstadt der Welt. Text: Christian Bauer

Gemütliche Idylle: Typischer Biergarten im bayerischen Bamberg.

Glanzbauten ist so einmalig, das die Unesco das Altstadtensemble zum Weltkulturerbe erhob. Ein weiterer Grund für die Auszeichnung war die aussergewöhnliche Dreiteilung der Stadt. Das hügelige Bamberg unterteilt sich historisch in die Bergstadt mit Dom, Residenz und Klöster, die Inselstadt mit ihren Handwerkshäusern und die Gärtnerstadt mit dem grössten weltweiten Areal an innerstädtischen Gärtnereien. Das Schöne: Hier ist die Heimatfilm-

Idylle noch intakt. Anstatt Souvenirkitsch gibt es in den verwinkelten Gassen bis anhin vor allem familiengeführte Metzgereien, Bäckereien und Trachtenläden, in denen herzige Grosis Lederhosen anpreisen. Und gefühlt verbirgt sich hinter jeder zweiten Tür eine Kneipe. Eine davon ist die Brauerei Schlenkerla, das Bamberger Brauerei-Urgestein. In der mittelalterlichen Wirtsstube aus dem 15. Jahrhundert sitzen bierbäuchige Stammtischler,

Handwerker und Studenten, die sich mit einem Seidla «Aecht Schlenkerla Rauchbier» das Gehirnschmalz schmieren – in der Aula direkt neben der Kneipe findet gerade eine philosophische Studienwoche statt. Das Signature-Bier ist allerdings alles andere als ein Modegetränk à la «Hugo» oder Aperol-Spritz. Es ist eine Geschmacksbombe, an die man sich erst gewöhnen muss. Das Schlenkerla Rauchbier ist das einzige Bier der Welt, das mit 100% Rauchmalz

gebraut wird. Die Folge: Das Bier schmeckt wie flüssiger Schinken. Besitzer Matthias Trump lacht, als ich beim ersten Schluck bereits mein Gesicht verziehe. «Unser Schlenkerla schmeckt erst nach dem dritten Glas. Dann sind Sie da angekommen, wo der Bamberger schon seit seiner Geburt ist.» Stimmt, mit jedem neuen Glas tritt der Rauchgeschmack etwas mehr in den Hintergrund – und die Glückseligkeit eines leichten Rausches vernebelt die Welt.

Das Schlenkerla ist zweifels­ ohne Bambergs aussergewöhnlichstes Gebräu (in der Schweiz haben einige Coop-Filialen das Bier im Sortiment). Insgesamt werden in der Innenstadt wei­ tere 50 verschiedene Sorten gebraut: der Himmel auf Erden für einen jeden Bier-Liebhaber. Grundlage aller Biere in Bamberg ist natürlich das alte Bayerische Reinheitsgebot von 1516: Hopfen, Malz, Wasser und Hefe – etwas anderes kommt hier nicht ins Glas. Doch was als erstes Qualitätsgebot für Lebensmittel nun 500. Geburtstag feiert, war ursprünglich nichts weiter als ein einfacher Trick zum Geldverdienen. Fürste, Bischöfe und Regionalregenten finanzierten ihren extensiven Lebensstil grösstenteils über die Besteuerung von Bier. Klar, dass man die Zutaten, auf denen Abgaben zu entrichten waren, penibelst vorschrieb. So findet sich das Reinheitsgebot auch nicht in einer Verordnung für Lebensmittel, sondern im Steuergesetzbuch. Doch wie kann es sein, dass aus vier Zutaten eine solche Bandbreite an Geschmäckern entsteht? Eine Antwort gibt der deutsche «Bierpapst» Markus Raupach, den ich – wie könnte es anders sein – im Zapfhahn treffe, Bambergs Kneipe mit dem grössten Bierangebot. Er erklärt: «Auch im Rahmen des Reinheitsgebotes lassen sich sehr unterschiedliche Biere brauen, jede der Zutaten hat eine grosse Geschmackspalette. Je nachdem, wie man diese mischt, sind die Geschmacks­ variationen fast unendlich.» Und während er so angeregt über den Gerstensaft philosophiert, klingt es fast wie bei einer Weindegustation. Er spricht von Zitrus- und Mango-Noten, von einer Karamellgrundlage, manchmal von Geschmacksnoten wie Basilikum oder Banane – je nachdem, welches Malz oder welche Hopfensorte verwendet wurde. «Bier ist dem Wein darin überlegen, dass es doppelt so viele unterscheidbare Geschmacks-Nuancen aufweist», schwärmt der Bier-Connaisseur mit breitem Grinsen. Es ist spät, als ich zur Brauerei Fässla zurückkomme, in der ich ein Gästezimmer bezogen habe. Die «Schwemm», der Durchgang zwischen Gaststube und Brauerei, ist noch voller Menschen. «Hier, trink noch eines mit uns», ruft mir jemand zu. «Danke, ich hatte schon genug.» «Ach was: Wer in der Schwemm trinkt, war gar nicht wirklich in der Kneipe.» Nun gut. Gegen diese psychologischen Feinheiten versagen alle Argumente. Prost!

Restaurantführer: Fränkisch für Anfänger

München: Hier steigt die Bier-Party der Superlative

Der oberfränkische Dialekt ist für Fremde zunächst sehr ungewohnt. Auffallend ist das Fehlen harter Konsonanten – beispielsweise wird aus einem T in der Region ein D und ein K zum G. Aus einem Knödel wird also hier schon mal ein Gniedla. Der Bamberger Dialekt verwendet gerne die Verkleinerungsform «-la». Also: Fässla (kleines Fass) oder Brödla (Brötchen).

Kein Bierfest der Welt ist so berühmt wie das Oktoberfest in München – und keines erlebt so viele klägliche Kopien. Sechs Millionen Besucher generieren einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Doch auch ausserhalb der zweiwöchigen Mega-Sause spielt das Bier eine wichtige Rolle im Münchner Leben. Einige weltberühmte Brauereien produzieren an der Isar: Augustiner Bräu, Paulaner, Löwenbräu, Spa-

Seidla Ein halber Liter Bier, die Standardgrösse. Es wird entweder im Glas oder Steinkrug serviert. Aufm Bier-Keller Ein Bier­­garten oberhalb der Lagerstätte, also «auf dem Keller». Schnitt Zum Abschluss serviert der Wirt noch einen Nachschenker (etwa halber Krug). Bockbier Sehr alkoholreich! Zwetschgenbaames Geräucherter Rinderschinken.

Ungespundetes Bier Bier mit einem geringeren Kohlensäuregehalt. Gerupfter Eine CamembertCreme mit Paprikapulver und Zwiebeln gewürzt. Schäufala Eine gebratene Schweineschulter mit Klössen und Wirsing oder Sauerkraut. Bamberger Zwiebel Eine mit Hackfleisch gefüllte Zwiebel. Saure Nierla Schweinenieren

serviert in einer säuerlichen Sosse. Brotzeitplatte Vergleichbar mit einem «Zvieri-Plättli». Meist besteht die Brotzeitplatte jedoch nur aus herzhafter Wurstauswahl. Blaue Zipfel Bratwürste in einem speziellen Essigsud gekocht. Fränkischer Sauerbraten Ein Rinderbraten, der ein paar Tage in einem Essigsud lagert und dadurch einen säuerlichen Geschmack erhält. Jedoch auch sehr zart wird!

Sie gehören zu Münchens Oktoberfest wie Dirndl und volltrunkene Partygäste: die berühmten Lebkuchenherzen.

ten, Hacker Pschorr und das Hofbräu. Letztere hat mit dem Hofbräuhaus die wohl bekannteste Trinkstube der Welt. Dennoch ist das Traditionshaus mitten im Zentrum kein Touristen-Nepp: hier treffen sich tatsächlich noch Münchner Stammtisch-Brüder. Tipp: Neben dem Ausschank im Erdgeschoss befinden sich die abgeschlossenen, persönlichen Bier-

krüge, worunter sich einige sehr kunstvolle Exemplare befinden. Natürlich hat die Craft Beer Bewegung, die in Amerika entstand, auch vor der bayerischen Landeshauptstadt keinen Halt gemacht. In jüngster Zeit sind einige kreative Brauereien entstanden. Das Griesinger Bräu im gleichnamigen Stadtteil entstand beispielsweise 2006 in einer Garage. Heute - mit

einer neuen Produktionsstätte ist das Griesinger der beliebteste Newcomer der Stadt. Etwas verrückter geht es bei der «Craft Republic» zu, welche ausgefallene Biere herstellen, die es nur in ausgewählten Kneipen gibt. Im Reinheitsgebot-Jahr widmet sich München mit zwei interessanten Ausstellungen dem berühmten Gesetz und dem Bier. Das Münch-

Holla die Bierfee! Wer wandern (oder Velo fahren) mit Biergenuss verbinden möchte, kann sich zu dem 32 Kilometer langen «13-BrauereienWeg» aufmachen. Am Wegesrand liegen 13 Brauereigasthöfe und Biergärten. Einer von ihnen ist die Drei Kronen Brauerei im Örtchen Memmelsdorf. Hier hat kürzlich Isabella Mereien das Braugeschäft von ihrem Vater übernommen. Neben den Klassikern braut die NachwuchsBrauerin zusammen mit zwei Kolleginnen ein «Bier von Frauen für Frauen». «Holla die Bierfee», dessen Etikett in einem femininen Rosa daherkommt, ist ein Dinkel-Pale-Ale und ist am besten als spritziges Aperitif-Bier zu beschreiben.  www.fraenkische-toskana.com; www.holladiebierfee.de

Bamberger BierSchmecker-Tour Bei der BierSchmecker-Tour entdeckt der Besucher auf eigene Faust Bambergs berühmte Brauereien. Ausgestattet mit Informationsmaterial und fünf Gutscheinen geht es los auf Entdeckungstour. Je nach persönlichen Vorlieben kann man sich die Tour selbst zusammenstellen. Als Souvenir gibt es ein Bierkrug, den man in der Touristeninformation beziehen kann. Bambergs offizielle Webseite:  www.bamberg.info

Sandkerwa – Ein Fest für Bambergs Bier Eigentlich ist die Sandkerwa, die Sandkirchweih, ein religiöses Fest. Doch meist kommen die 300 000 Besucher vor allem wegen der vielen Bierstände, die Gerstensaft aus Stadt und Umland ausschenken. Für fünf Tage verwandelt sich das ruhige Städtchen Ende August somit meist in eine Riesen-Party. Weitere Highlights der Sandkerwa sind das spektakuläre Abschluss­feuerwerk und das Fischerstechen auf dem Fluss Regnitz. Biererlebnisse mit «Bierpapst» Markus Raupach Bierkenner Markus Raupach ist kein Unbekannter in Bamberg. Er bietet mit seiner «Deutschen Bierakademie» unterschiedliche Erlebnisse rund um das Thema Bier an. Der Klassiker ist das Bierseminar, in dem anhand von zehn Bieren aus der ganzen Welt die Aromenvielfalt der Biere erkundet wird. Oder wie wäre es mit einem Brauseminar, in dem man lernt, sein eigenes Bier zu kreieren? Auch das bietet der Bierpapst selbstredend an. Informationen und weitere Erlebnisse online unter:  www.bierakademie.net

ner Stadtmuseum zeigt die Schau «Bier.Macht.München», die mit insgesamt 700 Objekten einen detaillierten Blick auf die Bier-Geschichte seit dem 19. Jahrhundert wirft. Ergänzend zeigt das jüdische Museum die Ausstellung «Bier ist der Wein dieses Landes», welche Bier als kultisches Getränk innerhalb des Judentums und die Geschichte jüdischer Brauereifamilien thematisiert. www.muenchen.de


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Bier-Spezial

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Weitere BierErlebnisse in Bamberg An jeder Ecke zu kriegen: Bamberg ist mit Brauereien und kleinen Beizen übersät.

Weltkultur, Bier und Kalorienbomben P

ils oder Lager?», fragt die Bedienung, als ob es keine Alternative gäbe. Etwas Alkoholfreies? Absurde Idee: Bamberg in Oberfranken,

Fränkische Hausmanns­kost: Nürnberger-Würstchen mit viel Sauerkraut.

Nordbayern, ist das Zentrum des Bier-Universums – weltweit. In der oberfränkischen 70 000Seelen-Stadt gibt es neun Privat-Brauereien; im gesamten

Verwaltungsbezirk sind es sogar mehr als 200. Das macht eine Brauerei auf 5000 Einwohner – Weltrekord! Oberfranken hat mit Abstand die höchste Brau-

ereidichte des Planeten. Die Region ist also der perfekte Ort, um sich auf die Spuren des bayerischen Reinheitsgebots zu begeben, das in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag feiert. Und um tief in eine traditionelle Bier- und Genusskultur einzutauchen, die an vielen Orten schon verschwunden ist. Ich sitze in der Brauereigaststätte Fässla, vor mir ein «Seidla»-Bier (ein halber Liter, darunter geht hier nichts) und ein «Schäufala» – eine gebrate-

ne Schweineschulter, deren Fettkruste saftig auf der Zunge knackt. Die Kombination ist eine Kalorienbombe, die jeden Diätfanatiker oder Fasten-Yogi in die Flucht schlagen würde. Mir schmeckt es jedoch einfach herrlich! Oberfranken ist eine Region für Lebemänner und -frauen, die sich Zeit nehmen zum Geniessen, zum Schlemmen und wer möchte: zum Pfunde anfuttern. «Willkommen in der Genussregion Oberfranken!», heisst der offizielle

Tatsächlich wird es «Klein Venedig» genannt: die Fischersiedlung von Bamberg mit ihren Häusern aus dem 17. Jahrhundert, direkt an der Regnitz. Slogan. Passt. Während Münchens weltbekannte Bierkultur Hunderttausende Besucher anlockt, träumen Bamberg und sein Umland noch still unter einer Malzwolke vor sich hin. Nur Kenner und ein paar wenige ausländische Touristen verschlägt es in den Nordosten Bayerns. Doch nicht nur Gourmets finden hier ihr Glück: Bamberg besitzt eines der schönsten Stadtbilder Deutschlands. Die Mischung aus mittelalterlichen Riegelhäusern und barocken

Fotos : Gettyimages (1), huber-images.de / Schmid Reinhard / Mezzanotte Susy / TC

Hopfen und Malz, Gott erhalts! Bayern feiert 500 Jahre Reinheitsgebot – Zeit, dem Bieruniversum einen Besuch abzustatten. Eine (beschwipste) Reise ins oberfränkische Bamberg, der Bierhauptstadt der Welt. Text: Christian Bauer

Gemütliche Idylle: Typischer Biergarten im bayerischen Bamberg.

Glanzbauten ist so einmalig, das die Unesco das Altstadtensemble zum Weltkulturerbe erhob. Ein weiterer Grund für die Auszeichnung war die aussergewöhnliche Dreiteilung der Stadt. Das hügelige Bamberg unterteilt sich historisch in die Bergstadt mit Dom, Residenz und Klöster, die Inselstadt mit ihren Handwerkshäusern und die Gärtnerstadt mit dem grössten weltweiten Areal an innerstädtischen Gärtnereien. Das Schöne: Hier ist die Heimatfilm-

Idylle noch intakt. Anstatt Souvenirkitsch gibt es in den verwinkelten Gassen bis anhin vor allem familiengeführte Metzgereien, Bäckereien und Trachtenläden, in denen herzige Grosis Lederhosen anpreisen. Und gefühlt verbirgt sich hinter jeder zweiten Tür eine Kneipe. Eine davon ist die Brauerei Schlenkerla, das Bamberger Brauerei-Urgestein. In der mittelalterlichen Wirtsstube aus dem 15. Jahrhundert sitzen bierbäuchige Stammtischler,

Handwerker und Studenten, die sich mit einem Seidla «Aecht Schlenkerla Rauchbier» das Gehirnschmalz schmieren – in der Aula direkt neben der Kneipe findet gerade eine philosophische Studienwoche statt. Das Signature-Bier ist allerdings alles andere als ein Modegetränk à la «Hugo» oder Aperol-Spritz. Es ist eine Geschmacksbombe, an die man sich erst gewöhnen muss. Das Schlenkerla Rauchbier ist das einzige Bier der Welt, das mit 100% Rauchmalz

gebraut wird. Die Folge: Das Bier schmeckt wie flüssiger Schinken. Besitzer Matthias Trump lacht, als ich beim ersten Schluck bereits mein Gesicht verziehe. «Unser Schlenkerla schmeckt erst nach dem dritten Glas. Dann sind Sie da angekommen, wo der Bamberger schon seit seiner Geburt ist.» Stimmt, mit jedem neuen Glas tritt der Rauchgeschmack etwas mehr in den Hintergrund – und die Glückseligkeit eines leichten Rausches vernebelt die Welt.

Das Schlenkerla ist zweifels­ ohne Bambergs aussergewöhnlichstes Gebräu (in der Schweiz haben einige Coop-Filialen das Bier im Sortiment). Insgesamt werden in der Innenstadt wei­ tere 50 verschiedene Sorten gebraut: der Himmel auf Erden für einen jeden Bier-Liebhaber. Grundlage aller Biere in Bamberg ist natürlich das alte Bayerische Reinheitsgebot von 1516: Hopfen, Malz, Wasser und Hefe – etwas anderes kommt hier nicht ins Glas. Doch was als erstes Qualitätsgebot für Lebensmittel nun 500. Geburtstag feiert, war ursprünglich nichts weiter als ein einfacher Trick zum Geldverdienen. Fürste, Bischöfe und Regionalregenten finanzierten ihren extensiven Lebensstil grösstenteils über die Besteuerung von Bier. Klar, dass man die Zutaten, auf denen Abgaben zu entrichten waren, penibelst vorschrieb. So findet sich das Reinheitsgebot auch nicht in einer Verordnung für Lebensmittel, sondern im Steuergesetzbuch. Doch wie kann es sein, dass aus vier Zutaten eine solche Bandbreite an Geschmäckern entsteht? Eine Antwort gibt der deutsche «Bierpapst» Markus Raupach, den ich – wie könnte es anders sein – im Zapfhahn treffe, Bambergs Kneipe mit dem grössten Bierangebot. Er erklärt: «Auch im Rahmen des Reinheitsgebotes lassen sich sehr unterschiedliche Biere brauen, jede der Zutaten hat eine grosse Geschmackspalette. Je nachdem, wie man diese mischt, sind die Geschmacks­ variationen fast unendlich.» Und während er so angeregt über den Gerstensaft philosophiert, klingt es fast wie bei einer Weindegustation. Er spricht von Zitrus- und Mango-Noten, von einer Karamellgrundlage, manchmal von Geschmacksnoten wie Basilikum oder Banane – je nachdem, welches Malz oder welche Hopfensorte verwendet wurde. «Bier ist dem Wein darin überlegen, dass es doppelt so viele unterscheidbare Geschmacks-Nuancen aufweist», schwärmt der Bier-Connaisseur mit breitem Grinsen. Es ist spät, als ich zur Brauerei Fässla zurückkomme, in der ich ein Gästezimmer bezogen habe. Die «Schwemm», der Durchgang zwischen Gaststube und Brauerei, ist noch voller Menschen. «Hier, trink noch eines mit uns», ruft mir jemand zu. «Danke, ich hatte schon genug.» «Ach was: Wer in der Schwemm trinkt, war gar nicht wirklich in der Kneipe.» Nun gut. Gegen diese psychologischen Feinheiten versagen alle Argumente. Prost!

Restaurantführer: Fränkisch für Anfänger

München: Hier steigt die Bier-Party der Superlative

Der oberfränkische Dialekt ist für Fremde zunächst sehr ungewohnt. Auffallend ist das Fehlen harter Konsonanten – beispielsweise wird aus einem T in der Region ein D und ein K zum G. Aus einem Knödel wird also hier schon mal ein Gniedla. Der Bamberger Dialekt verwendet gerne die Verkleinerungsform «-la». Also: Fässla (kleines Fass) oder Brödla (Brötchen).

Kein Bierfest der Welt ist so berühmt wie das Oktoberfest in München – und keines erlebt so viele klägliche Kopien. Sechs Millionen Besucher generieren einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Doch auch ausserhalb der zweiwöchigen Mega-Sause spielt das Bier eine wichtige Rolle im Münchner Leben. Einige weltberühmte Brauereien produzieren an der Isar: Augustiner Bräu, Paulaner, Löwenbräu, Spa-

Seidla Ein halber Liter Bier, die Standardgrösse. Es wird entweder im Glas oder Steinkrug serviert. Aufm Bier-Keller Ein Bier­­garten oberhalb der Lagerstätte, also «auf dem Keller». Schnitt Zum Abschluss serviert der Wirt noch einen Nachschenker (etwa halber Krug). Bockbier Sehr alkoholreich! Zwetschgenbaames Geräucherter Rinderschinken.

Ungespundetes Bier Bier mit einem geringeren Kohlensäuregehalt. Gerupfter Eine CamembertCreme mit Paprikapulver und Zwiebeln gewürzt. Schäufala Eine gebratene Schweineschulter mit Klössen und Wirsing oder Sauerkraut. Bamberger Zwiebel Eine mit Hackfleisch gefüllte Zwiebel. Saure Nierla Schweinenieren

serviert in einer säuerlichen Sosse. Brotzeitplatte Vergleichbar mit einem «Zvieri-Plättli». Meist besteht die Brotzeitplatte jedoch nur aus herzhafter Wurstauswahl. Blaue Zipfel Bratwürste in einem speziellen Essigsud gekocht. Fränkischer Sauerbraten Ein Rinderbraten, der ein paar Tage in einem Essigsud lagert und dadurch einen säuerlichen Geschmack erhält. Jedoch auch sehr zart wird!

Sie gehören zu Münchens Oktoberfest wie Dirndl und volltrunkene Partygäste: die berühmten Lebkuchenherzen.

ten, Hacker Pschorr und das Hofbräu. Letztere hat mit dem Hofbräuhaus die wohl bekannteste Trinkstube der Welt. Dennoch ist das Traditionshaus mitten im Zentrum kein Touristen-Nepp: hier treffen sich tatsächlich noch Münchner Stammtisch-Brüder. Tipp: Neben dem Ausschank im Erdgeschoss befinden sich die abgeschlossenen, persönlichen Bier-

krüge, worunter sich einige sehr kunstvolle Exemplare befinden. Natürlich hat die Craft Beer Bewegung, die in Amerika entstand, auch vor der bayerischen Landeshauptstadt keinen Halt gemacht. In jüngster Zeit sind einige kreative Brauereien entstanden. Das Griesinger Bräu im gleichnamigen Stadtteil entstand beispielsweise 2006 in einer Garage. Heute - mit

einer neuen Produktionsstätte ist das Griesinger der beliebteste Newcomer der Stadt. Etwas verrückter geht es bei der «Craft Republic» zu, welche ausgefallene Biere herstellen, die es nur in ausgewählten Kneipen gibt. Im Reinheitsgebot-Jahr widmet sich München mit zwei interessanten Ausstellungen dem berühmten Gesetz und dem Bier. Das Münch-

Holla die Bierfee! Wer wandern (oder Velo fahren) mit Biergenuss verbinden möchte, kann sich zu dem 32 Kilometer langen «13-BrauereienWeg» aufmachen. Am Wegesrand liegen 13 Brauereigasthöfe und Biergärten. Einer von ihnen ist die Drei Kronen Brauerei im Örtchen Memmelsdorf. Hier hat kürzlich Isabella Mereien das Braugeschäft von ihrem Vater übernommen. Neben den Klassikern braut die NachwuchsBrauerin zusammen mit zwei Kolleginnen ein «Bier von Frauen für Frauen». «Holla die Bierfee», dessen Etikett in einem femininen Rosa daherkommt, ist ein Dinkel-Pale-Ale und ist am besten als spritziges Aperitif-Bier zu beschreiben.  www.fraenkische-toskana.com; www.holladiebierfee.de

Bamberger BierSchmecker-Tour Bei der BierSchmecker-Tour entdeckt der Besucher auf eigene Faust Bambergs berühmte Brauereien. Ausgestattet mit Informationsmaterial und fünf Gutscheinen geht es los auf Entdeckungstour. Je nach persönlichen Vorlieben kann man sich die Tour selbst zusammenstellen. Als Souvenir gibt es ein Bierkrug, den man in der Touristeninformation beziehen kann. Bambergs offizielle Webseite:  www.bamberg.info

Sandkerwa – Ein Fest für Bambergs Bier Eigentlich ist die Sandkerwa, die Sandkirchweih, ein religiöses Fest. Doch meist kommen die 300 000 Besucher vor allem wegen der vielen Bierstände, die Gerstensaft aus Stadt und Umland ausschenken. Für fünf Tage verwandelt sich das ruhige Städtchen Ende August somit meist in eine Riesen-Party. Weitere Highlights der Sandkerwa sind das spektakuläre Abschluss­feuerwerk und das Fischerstechen auf dem Fluss Regnitz. Biererlebnisse mit «Bierpapst» Markus Raupach Bierkenner Markus Raupach ist kein Unbekannter in Bamberg. Er bietet mit seiner «Deutschen Bierakademie» unterschiedliche Erlebnisse rund um das Thema Bier an. Der Klassiker ist das Bierseminar, in dem anhand von zehn Bieren aus der ganzen Welt die Aromenvielfalt der Biere erkundet wird. Oder wie wäre es mit einem Brauseminar, in dem man lernt, sein eigenes Bier zu kreieren? Auch das bietet der Bierpapst selbstredend an. Informationen und weitere Erlebnisse online unter:  www.bierakademie.net

ner Stadtmuseum zeigt die Schau «Bier.Macht.München», die mit insgesamt 700 Objekten einen detaillierten Blick auf die Bier-Geschichte seit dem 19. Jahrhundert wirft. Ergänzend zeigt das jüdische Museum die Ausstellung «Bier ist der Wein dieses Landes», welche Bier als kultisches Getränk innerhalb des Judentums und die Geschichte jüdischer Brauereifamilien thematisiert. www.muenchen.de


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Citytrip

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Juli 2016

Das sollten Sie nicht verpassen

Klassisches Strassenbild in Hanoi: enge Gässchen mit bunten Marktständen.

Sehenswürdigkeiten Bach-Ma-Tempel Der konfuzianische Tempel in der Altstadt ist das älteste Heiligtum der Stadt. Der Tempel ist ein Ruhepol im hektischen Stadtzentrum.

Röhrenhaus Das renovierte Gebäude (87 Ma May House) zeigt ein typisches «Röhrenhaus», (schmal und lang) eingerichtet mit historischen Möbeln. Es gibt die Möglichkeit, Kunsthandwerk zu kaufen und Künstler bei der Arbeit zu beobachten.

Hoa-Lo-Gefängnis Museum In dem grossen und sehenswerten Gefängniskomplex aus der Zeit der französischen Kolonie wurden vietnamesische Freiheitskämpfer sowie amerikanische Piloten während des Vietnamkrieges interniert.

Hoan-Kiem-See Der See im Stadtzentrum ist das Naherholungsgebiet der Bevölkerung. Am Morgen treffen sich hier die Einwohner für eine Runde TaiChi. Auf einer Insel befindet sich der Jade-Berg-Tempel, das Wahrzeichen der Stadt.

Asiatisches

Laissez-faire

Opernhaus der Stadt und exklusive Boutiquen zu sehen.

das Handwerk der verschiedenen ethnischen Gruppen.

Literaturtempel

Wasserpuppentheater

Der schönste Tempel der Stadt beherbergte einst die erste Universität des Landes (11. Jahrhundert). Das Heiligtum ist dem Religionsstifter Konfuzius und bedeutenden Gelehrten des Landes gewidmet.

Eine Besonderheit Vietnams ist das Puppentheater, bei dem die Puppen in einem hüfthohen Wasser­ becken stehen. Einen Besuch wert!  www.thanglongwaterpuppet.org

Ho-Chi-MinhMausoleum

Wer auch zu Hause auf den TravelTaste nicht verzichten will, kann beim Hanoi Cooking Centre verschiedene Kochkurse besuchen.   www.hanoicookingcentre.com

Ho Chi Minh (1890–1969) gilt als Vater des modernen Vietnam. Er kämpfte als Guerilla für die Befreiung von der französischen Kolonialmacht und legte den Grundstein für die sozialistische Staatspolitik. In dem monumentalen Mausoleum ist sein Leichnam aufgebahrt.

Ethnologisches Museum Das Museum gibt einen Überblick über die Trachten, Traditionen und

Hanoi Cooking Centre

Velotouren Eine Alternative zum individuellen Sightseeing ist eine geführte Velotour, die auch zu unbekannten Orten führt. www.bikingvietnam.com

Hanoi Street Food Tour Wer sich nicht traut, Street-Food

Ausgehen

markt statt. Angeboten wird alles von Handy-Hüllen bis Kleidung.

Rooftop Oyster Bar

Essen

Das Restaurant «Don’s» zählt zu den 50 besten Restaurants in Asien. Hier kann man nicht nur vorzüglich essen, von der Rooftop Bar hat man bei Champagner oder Cocktails auch einen herrlichen Blick auf die Stadt.  www.dons-bistro.com

Pots`n Pans

Cama ATK

In dem stylischen, urbanen Restaurant wird Fine Dining in einem Mix aus vietnamesischer und internationaler Küche zelebriert. Pluspunkt: Hier arbeiten Abgänger der KOTOSchule, die Strassenkindern eine Ausbildung in der Gastronomie ermöglicht.  www.potsnpans.vn

Bei Cocktails und alternativer Musik (Liveacts und DJs) treffen sich Einheimische und Ausländer gleichermassen.  www.cama-atk.com

selbst zu probieren: Es werden geführte Touren angeboten.  www.hanoistreetfoodtour.com

Quan An Ngon Das Restaurant besteht aus verschiedenen Garküchen, die sich auf vietnamesischen Street-Food aus allen Teilen des Landes spezialisiert haben. Der Ort ist bei Einheimischen sehr beliebt und bietet bunten Trubel und bestes Essen.  www.ngonhanoi.com.vn

Nur knapp vier Autostunden von Hanoi entfernt: die Halong-Bucht, eines der sieben Natur-Weltwunder.

Kathedrale St. Joseph Paris oder doch Vietnam? Die imposante Kathedrale ist ein Überbleibsel aus französischer Zeit.

Französisches Viertel Im französischen Viertel spürt man noch heute den Geist der Kolonialzeit. Hier gibt es viele historische Prachtbauten und Villen, das

Shoppen Craft Link Shoppen als gute Tat: Craft Link ist eine Fairtrade-Organisation, die ­vietnamesische Kunsthandwerkprodukte und Webereien verschiedener ethnischer Gruppen anbietet.  www.craftlink.com.vn

Nachtmarkt Am Wochenende findet in der Altstadt von 19 bis 24 Uhr ein Nacht-

Schlafen Hotel Elite Das kleine Hotel befindet sich mitten in der quirligen Altstadt. Der Service und die Zimmer sind top bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. DZ ab etwa 50 Franken.   www.hanoielitehotel.com

Art Trendy Hotel Das neue Hotel am Rand der Altstadt überzeugt durch eine ruhige Lage und grosse, schön eingerichtete Zimmer. Das Hotel bietet auch Kochkurse an. DZ ab etwa 50 Franken.  www.arttrendyhotel.com

Informationen Einreise Zur Einreise wird ein Visa benötigt, das man problemlos jedoch früh­ zeitig bei der vietnamesischen Botschaft beantragen sollte. 

www.vietnam-embassy.ch

Hinkommen Es gibt keine Direktflüge von der Schweiz nach Hanoi. Mit einmaligem Umsteigen mit Vietnam Airlines und Thai Airways.

Gesundheit Vietnam ist ein tropisches Land. Erkundigen Sie sich etwa sechs Wochen vor Abflug bei Ihrem Hausarzt, ob Impfungen nötig sind.

Sicherheit Vietnam und die Hauptstadt Hanoi sind sichere Feriendestinationen. Allerdings sind Taxifahrer, Billig­ hotels, Tourveranstalter und Händler sehr gewieft, Touristen übers Ohr zu hauen. Also: Achtsam sein und immer hart verhandeln.

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Hanoi Chaotische Marktgassen, französisches Kolonialflair und eine Stadt im Umbruch: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Besuch in Vietnams Hauptstadt Hanoi. BlickReisen zeigt die Must-Sees. Text: Christian Bauer

Kontrastreiche Impressionen in der 6-Millionen-Einwohner-Metropole Hanoi: Traditionelles Weizen trocknen auf den Strassen der Stadt, Kunsthandwek im berühmten Literaturtempel, ein Tempel im Dong Da District und das meistgeschossene Fotosujet der Stadt – unzählige, kreuz und quer fahrende Mopeds.

Marktgassen, räucherstäbchengeschwängerten Tempeln und unaufhörlich laut knatternden ­Mopeds – Vietnams Transport­ mittel Nummer 1. Ja, auch diese gehören in das Stadtbild Hanois, ebenso wie Hunderttausende von Ministühlchen, die auf den vollgestopften Trottoirs stehen. Die Liliput-Möbel sind fester Bestandteil der Garküchen, die Vietnams ausgezeichnetes StreetFood anbieten. Denn: Ein Trip nach Vietnam bedeutet immer auch eine kulinarische Reise – für viele belegt die vietnamesische Küche gar einen weltweiten Spitzenplatz. «Foodies» sollten sich daher am Abend durch die Gassen der Altstadt treiben lassen und Gerichte entdecken, die es in «verwestlichten» Vietnam-Res­ taurants erst gar nicht mehr auf die Speisekarte schaffen. Zwischen den Bistros, Loun­ ges und kreativen Galerien, die westlichen Lebensstil mit asiati­ schen Traditionen verbinden, vergisst man bei allem Geschlem­ me und Gewusel schnell: Viet­ nam ist ein sozialistischer Ein­ parteienstaat. Besonders ein­ drücklich erlebt man den Hauch der untergehenden Epoche beim Mausoleum des Gründungs­ vaters Ho Chi Minh – der Monu­ mentalbau erinnert an russische Gigantomanie. Ein Must-See! Wer schon Asiens Top-Seller Bangkok und Singapur besucht hat, sollte sich also schnell nach Hanoi aufmachen – solange die Baudrachen noch nicht die Ober­ hand gewonnen haben.

Strand hinten, vorne, rechts, links.

Fotos: Gettyimages (3) / Grant Faint/ Kevin C. Kline, mauritius images (3)

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n diesen Tagen wird die viet­ namesische Hauptstadt Ha­ noi genau 1006 Jahre alt. Da­ mit ist sie die älteste, noch be­ stehende Hauptstadt Südostasi­ ens. Und wie man es auf dem asi­ atischen Kontinent erwartet, war bei der Stadtgründung selbstre­ dend ein roter Drache beteiligt. Die Drachen sind mittler­ weile verschwunden. An ihrer Stelle wütet derzeit ein Bau­ boom, der die Stadt rasant ver­ ändert. Vorbei sind die Zeiten, in denen nur zweistöckige Häu­ ser gebaut werden durften. Nun ragen immer mehr Wolken­ kratzer in den vietnamesischen Himmel. Manch ein ambitio­ niertes Bauprojekt gefährdet gar historische Areale. Doch der legendäre Mix aus asiatischem Chaos und französischem Lais­ sez-faire ist noch nicht ver­ schwunden. Von 1902 bis 1954 war Hanoi die Hauptstadt der französischen Kolonie Indochi­ na. Die Besatzer hinterliessen nicht nur parisähnliche Boulevards, eine Kathedrale und unzählige Prachtvillen, sondern auch Baguette und eine kreative Café-Szene. Lust auf einen exzel­ lenten Kaffee mit Croissant? In Hanoi ist das kein Problem. Wie in vielen asiatischen Städ­ ten fehlt es jedoch auch in der 6-Millionen-Metropole an wirk­ lichen Weltklasse-Attraktionen, vor denen man das obligatori­ sche «Selfie» schiessen kann. Nach Hanoi kommt man daher vor allem wegen des einzigarti­ gen Flairs von chaotisch bunten

Tampa Bay immer dienstags, freitags und sonntags direkt ab Zürich Edelweiss fliegt direkt ab Zürich an über 40 Feriendestinationen. Mit ausgezeichnetem Service an Bord und einem Stück Heimat im Gepäck sorgen wir dafür, dass die schönste Zeit des Jahres bereits mit dem Flug beginnt.

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Citytrip

Juli 2016

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Juli 2016

Das sollten Sie nicht verpassen

Klassisches Strassenbild in Hanoi: enge Gässchen mit bunten Marktständen.

Sehenswürdigkeiten Bach-Ma-Tempel Der konfuzianische Tempel in der Altstadt ist das älteste Heiligtum der Stadt. Der Tempel ist ein Ruhepol im hektischen Stadtzentrum.

Röhrenhaus Das renovierte Gebäude (87 Ma May House) zeigt ein typisches «Röhrenhaus», (schmal und lang) eingerichtet mit historischen Möbeln. Es gibt die Möglichkeit, Kunsthandwerk zu kaufen und Künstler bei der Arbeit zu beobachten.

Hoa-Lo-Gefängnis Museum In dem grossen und sehenswerten Gefängniskomplex aus der Zeit der französischen Kolonie wurden vietnamesische Freiheitskämpfer sowie amerikanische Piloten während des Vietnamkrieges interniert.

Hoan-Kiem-See Der See im Stadtzentrum ist das Naherholungsgebiet der Bevölkerung. Am Morgen treffen sich hier die Einwohner für eine Runde TaiChi. Auf einer Insel befindet sich der Jade-Berg-Tempel, das Wahrzeichen der Stadt.

Asiatisches

Laissez-faire

Opernhaus der Stadt und exklusive Boutiquen zu sehen.

das Handwerk der verschiedenen ethnischen Gruppen.

Literaturtempel

Wasserpuppentheater

Der schönste Tempel der Stadt beherbergte einst die erste Universität des Landes (11. Jahrhundert). Das Heiligtum ist dem Religionsstifter Konfuzius und bedeutenden Gelehrten des Landes gewidmet.

Eine Besonderheit Vietnams ist das Puppentheater, bei dem die Puppen in einem hüfthohen Wasser­ becken stehen. Einen Besuch wert!  www.thanglongwaterpuppet.org

Ho-Chi-MinhMausoleum

Wer auch zu Hause auf den TravelTaste nicht verzichten will, kann beim Hanoi Cooking Centre verschiedene Kochkurse besuchen.   www.hanoicookingcentre.com

Ho Chi Minh (1890–1969) gilt als Vater des modernen Vietnam. Er kämpfte als Guerilla für die Befreiung von der französischen Kolonialmacht und legte den Grundstein für die sozialistische Staatspolitik. In dem monumentalen Mausoleum ist sein Leichnam aufgebahrt.

Ethnologisches Museum Das Museum gibt einen Überblick über die Trachten, Traditionen und

Hanoi Cooking Centre

Velotouren Eine Alternative zum individuellen Sightseeing ist eine geführte Velotour, die auch zu unbekannten Orten führt. www.bikingvietnam.com

Hanoi Street Food Tour Wer sich nicht traut, Street-Food

Ausgehen

markt statt. Angeboten wird alles von Handy-Hüllen bis Kleidung.

Rooftop Oyster Bar

Essen

Das Restaurant «Don’s» zählt zu den 50 besten Restaurants in Asien. Hier kann man nicht nur vorzüglich essen, von der Rooftop Bar hat man bei Champagner oder Cocktails auch einen herrlichen Blick auf die Stadt.  www.dons-bistro.com

Pots`n Pans

Cama ATK

In dem stylischen, urbanen Restaurant wird Fine Dining in einem Mix aus vietnamesischer und internationaler Küche zelebriert. Pluspunkt: Hier arbeiten Abgänger der KOTOSchule, die Strassenkindern eine Ausbildung in der Gastronomie ermöglicht.  www.potsnpans.vn

Bei Cocktails und alternativer Musik (Liveacts und DJs) treffen sich Einheimische und Ausländer gleichermassen.  www.cama-atk.com

selbst zu probieren: Es werden geführte Touren angeboten.  www.hanoistreetfoodtour.com

Quan An Ngon Das Restaurant besteht aus verschiedenen Garküchen, die sich auf vietnamesischen Street-Food aus allen Teilen des Landes spezialisiert haben. Der Ort ist bei Einheimischen sehr beliebt und bietet bunten Trubel und bestes Essen.  www.ngonhanoi.com.vn

Nur knapp vier Autostunden von Hanoi entfernt: die Halong-Bucht, eines der sieben Natur-Weltwunder.

Kathedrale St. Joseph Paris oder doch Vietnam? Die imposante Kathedrale ist ein Überbleibsel aus französischer Zeit.

Französisches Viertel Im französischen Viertel spürt man noch heute den Geist der Kolonialzeit. Hier gibt es viele historische Prachtbauten und Villen, das

Shoppen Craft Link Shoppen als gute Tat: Craft Link ist eine Fairtrade-Organisation, die ­vietnamesische Kunsthandwerkprodukte und Webereien verschiedener ethnischer Gruppen anbietet.  www.craftlink.com.vn

Nachtmarkt Am Wochenende findet in der Altstadt von 19 bis 24 Uhr ein Nacht-

Schlafen Hotel Elite Das kleine Hotel befindet sich mitten in der quirligen Altstadt. Der Service und die Zimmer sind top bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. DZ ab etwa 50 Franken.   www.hanoielitehotel.com

Art Trendy Hotel Das neue Hotel am Rand der Altstadt überzeugt durch eine ruhige Lage und grosse, schön eingerichtete Zimmer. Das Hotel bietet auch Kochkurse an. DZ ab etwa 50 Franken.  www.arttrendyhotel.com

Informationen Einreise Zur Einreise wird ein Visa benötigt, das man problemlos jedoch früh­ zeitig bei der vietnamesischen Botschaft beantragen sollte. 

www.vietnam-embassy.ch

Hinkommen Es gibt keine Direktflüge von der Schweiz nach Hanoi. Mit einmaligem Umsteigen mit Vietnam Airlines und Thai Airways.

Gesundheit Vietnam ist ein tropisches Land. Erkundigen Sie sich etwa sechs Wochen vor Abflug bei Ihrem Hausarzt, ob Impfungen nötig sind.

Sicherheit Vietnam und die Hauptstadt Hanoi sind sichere Feriendestinationen. Allerdings sind Taxifahrer, Billig­ hotels, Tourveranstalter und Händler sehr gewieft, Touristen übers Ohr zu hauen. Also: Achtsam sein und immer hart verhandeln.

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Hanoi Chaotische Marktgassen, französisches Kolonialflair und eine Stadt im Umbruch: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Besuch in Vietnams Hauptstadt Hanoi. BlickReisen zeigt die Must-Sees. Text: Christian Bauer

Kontrastreiche Impressionen in der 6-Millionen-Einwohner-Metropole Hanoi: Traditionelles Weizen trocknen auf den Strassen der Stadt, Kunsthandwek im berühmten Literaturtempel, ein Tempel im Dong Da District und das meistgeschossene Fotosujet der Stadt – unzählige, kreuz und quer fahrende Mopeds.

Marktgassen, räucherstäbchengeschwängerten Tempeln und unaufhörlich laut knatternden ­Mopeds – Vietnams Transport­ mittel Nummer 1. Ja, auch diese gehören in das Stadtbild Hanois, ebenso wie Hunderttausende von Ministühlchen, die auf den vollgestopften Trottoirs stehen. Die Liliput-Möbel sind fester Bestandteil der Garküchen, die Vietnams ausgezeichnetes StreetFood anbieten. Denn: Ein Trip nach Vietnam bedeutet immer auch eine kulinarische Reise – für viele belegt die vietnamesische Küche gar einen weltweiten Spitzenplatz. «Foodies» sollten sich daher am Abend durch die Gassen der Altstadt treiben lassen und Gerichte entdecken, die es in «verwestlichten» Vietnam-Res­ taurants erst gar nicht mehr auf die Speisekarte schaffen. Zwischen den Bistros, Loun­ ges und kreativen Galerien, die westlichen Lebensstil mit asiati­ schen Traditionen verbinden, vergisst man bei allem Geschlem­ me und Gewusel schnell: Viet­ nam ist ein sozialistischer Ein­ parteienstaat. Besonders ein­ drücklich erlebt man den Hauch der untergehenden Epoche beim Mausoleum des Gründungs­ vaters Ho Chi Minh – der Monu­ mentalbau erinnert an russische Gigantomanie. Ein Must-See! Wer schon Asiens Top-Seller Bangkok und Singapur besucht hat, sollte sich also schnell nach Hanoi aufmachen – solange die Baudrachen noch nicht die Ober­ hand gewonnen haben.

Strand hinten, vorne, rechts, links.

Fotos: Gettyimages (3) / Grant Faint/ Kevin C. Kline, mauritius images (3)

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n diesen Tagen wird die viet­ namesische Hauptstadt Ha­ noi genau 1006 Jahre alt. Da­ mit ist sie die älteste, noch be­ stehende Hauptstadt Südostasi­ ens. Und wie man es auf dem asi­ atischen Kontinent erwartet, war bei der Stadtgründung selbstre­ dend ein roter Drache beteiligt. Die Drachen sind mittler­ weile verschwunden. An ihrer Stelle wütet derzeit ein Bau­ boom, der die Stadt rasant ver­ ändert. Vorbei sind die Zeiten, in denen nur zweistöckige Häu­ ser gebaut werden durften. Nun ragen immer mehr Wolken­ kratzer in den vietnamesischen Himmel. Manch ein ambitio­ niertes Bauprojekt gefährdet gar historische Areale. Doch der legendäre Mix aus asiatischem Chaos und französischem Lais­ sez-faire ist noch nicht ver­ schwunden. Von 1902 bis 1954 war Hanoi die Hauptstadt der französischen Kolonie Indochi­ na. Die Besatzer hinterliessen nicht nur parisähnliche Boulevards, eine Kathedrale und unzählige Prachtvillen, sondern auch Baguette und eine kreative Café-Szene. Lust auf einen exzel­ lenten Kaffee mit Croissant? In Hanoi ist das kein Problem. Wie in vielen asiatischen Städ­ ten fehlt es jedoch auch in der 6-Millionen-Metropole an wirk­ lichen Weltklasse-Attraktionen, vor denen man das obligatori­ sche «Selfie» schiessen kann. Nach Hanoi kommt man daher vor allem wegen des einzigarti­ gen Flairs von chaotisch bunten

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Gadgets

Juli 2016

Meine Welt. Meine Karte.

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Für Sonnenhungrige

Das sind wir, Topshots und Besitzerinnen einer Cornèrcard Reload.

Sie sind hübsch, sie sind sinnvoll und sie schützen uns vor unserem grössten Feind: dem gemeinen Sonnenbrand! Wir zeigen Ihnen die coolsten Gadgets für einen ausgiebigen Tag am Meer oder in der Badi. Text: Simone Wasserfallen

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crbasel

6 1 Stylisch geschützt Optimaler Schutz vor UV-Strahlen und dazu noch umweltschonend und ökologisch hergestellt. Sonnenbrille «The Urban» von Bambuu für 69.90 Franken. www. bambuu.ch 2 Schirmherrschaft Aufwendig und liebevoll von Hand geschnitzt und geschmückt. Bali Sonnenschirm für 199 Franken. www.cachet.ch 3 Gut behütet Hübsch, sinnvoll und aus rein natürlichem Raffiastroh. Sonnenhut für ca. 100 Franken. www.hut.de 4 Happy Feet Die Badesocken sind rutschfest, schützen vor Hitze und Steinen und sind zusätzlich leicht und schnelltrocknend. Echte Alleskönner für 11.20 Franken. www.superfinkli.ch 5 Safe-Wunder Wohin mit Geld und Handy am Strand? Der TanSafe sieht aus wie eine Sonnencremetube, ist aber ein Geheimversteck. 17.95 Franken. www.radbag.ch 6 Gut gewickelt Der schock-, wasser- und schmutzresistente Bluetooth-Lautsprecher lässt sich dank flexibler Halterung an jedes Stand-up-Paddel oder auch jeden Sonnenschirm anketten. Für circa 60 Franken bei www.polkboom.com 7 Abtrocknen passé Die Wet Skin Creme von Piz Buin wurde speziell zum Auftragen auf nasser Haut entwickelt. Ideal direkt nach einem Bad! 23.50 Franken. www.coop.ch 8 Florale Abkühlung Egal ob auf dem Tisch oder am Strand, der hübsche Ventilator fällt nicht als solcher auf und sorgt doch für jede Menge Frischluft. Für 42.95 Franken bei www.mediamarkt.ch 9 Bodyguard Hinter diesem schlichten Karohemd verbirgt sich ein wahres Multitalent. Das Hemd ist besonders atmungsaktiv, schnelltrocknend, verfügt über ein gutes Feuchtigkeitsmanagement und ist mit einem Sonnenschutz von 25+ ausgestattet. Für 89.90 Franken bei www.transa.ch.

Lesespass unterm Sonnenschirm

Für alle und alles die passende Karte. cornercard.ch

Roger Willemsen, Die Enden der Welt In «Die Enden der Welt» geht der deutsche Schriftsteller Roger Willemsen auf die Suche nach geografischen und persönlichen Endpunkten. Mal steht er am Kap der Guten Hoffnung oder im südlichen Patagonien, mal an einem Bahnhof in Myanmar. In feinen Beobachtungen, die er in starke Sprachbilder kleidet, lässt Willemsen die Besonderheiten der verschiedenen Regionen und Kulturen lebendig werden. Ein Genuss!

Alastair Bonnett, Die seltsamsten Orte der Welt «Die seltsamsten Orte der Welt» ist das perfekte Buch, um unter dem Sonnenschirm von fernen Ländern zu träumen. Sie glauben, in Zeiten von Google Earth sind alle Ecken der Welt erkundet? Der Geografieprofessor zeigt, dass es trotz digitaler Revolution noch viele geheimnisvolle Orte gibt: Inseln, die entstehen, Regionen, die kein Land haben will, vergessene Geisterstädte – sogar ein Schweizer Ort hat es ins Buch geschafft.

Elizabeth George, Bedenke, was du tust Ein Krimi als Reisebuch? Die Romane der amerikanischen Autorin Elizabeth George sind nicht nur voller spannender Mordfälle, sondern zeichnen auch ein lebendiges Bild von der englischen Landschaft und britischer Eigenheiten. Im neusten Krimi der Erfolgsautorin kommt das bewährte Ermittlerteam um den adeligen Thomas Lynley einem Mord in Cambridge auf die Spur. Ein schönes Lesestück!

Roger Willemsen, Die Enden der Welt. Fischer Verlag, 544 Seiten. 22.90 Franken. www.fischerverlage.de

Alastair Bonnett, Die seltsamsten Orte der Welt. Verlag C.H. Beck, 269 Seiten, 35.90 Fr. www.chbeck.de

Elizabeth George, Bedenke, was du tust. Goldmann Verlag, 704 Seiten. 33.90 Fr. www.randomhouse.de


Gadgets

Juli 2016

Meine Welt. Meine Karte.

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Für Sonnenhungrige

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6 1 Stylisch geschützt Optimaler Schutz vor UV-Strahlen und dazu noch umweltschonend und ökologisch hergestellt. Sonnenbrille «The Urban» von Bambuu für 69.90 Franken. www. bambuu.ch 2 Schirmherrschaft Aufwendig und liebevoll von Hand geschnitzt und geschmückt. Bali Sonnenschirm für 199 Franken. www.cachet.ch 3 Gut behütet Hübsch, sinnvoll und aus rein natürlichem Raffiastroh. Sonnenhut für ca. 100 Franken. www.hut.de 4 Happy Feet Die Badesocken sind rutschfest, schützen vor Hitze und Steinen und sind zusätzlich leicht und schnelltrocknend. Echte Alleskönner für 11.20 Franken. www.superfinkli.ch 5 Safe-Wunder Wohin mit Geld und Handy am Strand? Der TanSafe sieht aus wie eine Sonnencremetube, ist aber ein Geheimversteck. 17.95 Franken. www.radbag.ch 6 Gut gewickelt Der schock-, wasser- und schmutzresistente Bluetooth-Lautsprecher lässt sich dank flexibler Halterung an jedes Stand-up-Paddel oder auch jeden Sonnenschirm anketten. Für circa 60 Franken bei www.polkboom.com 7 Abtrocknen passé Die Wet Skin Creme von Piz Buin wurde speziell zum Auftragen auf nasser Haut entwickelt. Ideal direkt nach einem Bad! 23.50 Franken. www.coop.ch 8 Florale Abkühlung Egal ob auf dem Tisch oder am Strand, der hübsche Ventilator fällt nicht als solcher auf und sorgt doch für jede Menge Frischluft. Für 42.95 Franken bei www.mediamarkt.ch 9 Bodyguard Hinter diesem schlichten Karohemd verbirgt sich ein wahres Multitalent. Das Hemd ist besonders atmungsaktiv, schnelltrocknend, verfügt über ein gutes Feuchtigkeitsmanagement und ist mit einem Sonnenschutz von 25+ ausgestattet. Für 89.90 Franken bei www.transa.ch.

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Elizabeth George, Bedenke, was du tust. Goldmann Verlag, 704 Seiten. 33.90 Fr. www.randomhouse.de


Kultur

Hermine Kaiser

Blütenträume

Impressum «BLICK Reisen» ist eine Publikation des ­Blick-Verlags. Auflage: 157 671 (WEMF/SW-beglaubigt 2015) Leser: 598 000 (MACH Basic 2016-1, Deutschschweiz) Adresse: Blick, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65 E-Mail: redaktion@blick.ch Redaktionsleitung: Birgitta Willmann, Publishing S ­ ervice Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beilage: Christian Bauer, Hermine Kaiser, Samuel Schumacher, Cornelia Krämer Layout: Zuni Halpern, Basilius Steinmann Produktion: Alice Massen Korrektorat: Peter Hofer, Regula Osman, Kurt Schuiki Bildbearbeitung: Ringier Redaktions-Services Geschäftsführer: Wolfgang Büchner Leiter Werbemarkt: Thomas Passen Herausgeber: Ringier AG, 4800 Zofingen Druck: Ringier Print, 6043 Adligenswil

Flugangst? Nein danke! Etwa ein Drittel aller Flugpassagiere fühlt sich in einem Flugzeug unwohl. Edelweiss-Kapitän Tom Schneider bietet Kurse gegen Flugangst an und verrät BlickReisen seine besten Tricks. Interview: Christian Bauer

Quallen, Ufos und Schuhkartons: Museumsgebäude sind längst zu einer eigenen Kunstform geworden. Wir zeigen die spektakulärsten Museen der Welt, die beim nächsten Trip einen Umweg lohnen. Text: Christian Bauer 1

Herr Schneider, fliegen ist die sicherste Reiseart. Woher kommt dennoch die Flugangst? Tom Schneider: Die Bewegungen des Flugzeugs in der Luft wirken für viele Menschen bedrohlich. Hinzu kommt, dass der Mensch im Flugzeug die ganze Kontrolle abgeben muss und sich in einem geschlossenen Raum befindet. Diese Faktoren begünstigen Flugangst enorm.

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Service

Juli 2016

Die Kunst mit der Kunst

begleitet als Journalistin die Hörerreisen des Bayerischen Rundfunks

Hawaii Es gibt viele Wege, um ins Inselparadies Hawaii zu gelangen, zum Beispiel mit einem Direktflug nach Honolulu. Unser Reiseprospekt hat uns allerdings ein «Aloha» zwischen Kaliforniens Metropolen versprochen. Also fliegen wir über Los Angeles hin und über San Francisco zurück nach Europa. Dazwischen kreuzen wir eine Woche zwischen Hawaiis schönsten Inseln. Und zwar auf einem dieser Ozeanriesen, die 3000 Passagiere durch den Pazifischen Ozean schippern. Herr Peters aus meiner Gruppe hat schon konkrete Vorstellungen, wie er das gestalten möchte: «Ich kauf mir ein Hawaiihemd zu meinen BermudaShorts.» Die Shorts liegen sehr gemütlich in seinem Koffer, der uns über Frankfurt nach Los Angeles nachreisen sollte. Tut er aber nicht, und so spaziert der arme Mann in seinen winterlichen Flanellhosen durch Hollywood. Filmreif auch am nächsten Tag unsere Ankunft in Honolulu: WaikikiBeach, Hawaii-Musik-Sound allerorten, Meeresrauschen, und im Hafen: Der dicke Dampfer, der auf uns zu warten scheint. Also: Leinen los! Nun ist so ein Kreuzfahrtschiff mit Tausenden Passagieren an Bord, davon nur eine Handvoll Europäer, kein Einbaum, der uns – mit Blüten umkränzt – von Inselchen zu Inselchen rudert, sondern eine schwimmende Kleinstadt. Wenn wir von Bord gehen, warten über 20 Ausflugsbusse. Und die Erde scheint zu beben, sobald wir das Festland betreten. Kein Wunder, in mehreren Restaurants und einer Burger-Bar im Fifties-Style werden Menüs in XXXL angeboten und auch verdrückt! Körperliche Fülle entspricht aber auch dem Schönheitsideal der Hawaiianer. Dagegen wirken wir Europäer schnell einmal wie ein Bund Spargel. Der Inselstaat Hawaii ist das 50. Bundesland der USA, und wir schippern fröhlich durch seine Inseln. «The Big Island» ist die Insel Hawaii und ihre kleineren Islands in the sun haben lauter Namen, die wie Cocktails im Sonnenuntergang klingen: Hilo, Maui, Kauai. Aber egal, wie viele Menschen auf den zauberhaften Inseln ankommen, hier ist die Natur so, wie sie den HawaiiKlischees entspricht: Orchideen, bunte Blüten, weisse Strände, Vulkane, dampfende LavaSeen, eine atemberaubende Landschaft. Und die Menschen sind freundlich! Überall, auf Kauai, der saftig grünen Insel und auch auf Maui, der Trauminsel mit dem welthöchsten inaktiven Vulkan Kahului und plätschernden Wasserfällen in duftender Vegetation. Wir winken alle an der Reling, als unser Schiff schliesslich in der Abendsonne Richtung Honolulu zurückschippert. Herrn Peters Garderobe wurde mittlerweile sukzessive ergänzt: An Bord hat er sich quietschbunte Shorts gekauft, auf Maui eine ebenso schrille Bade­ hose und eben das Hawaiihemd. Und sein Koffer? Der wartete auf ihn in San Francisco, gerade noch rechtzeitig für den Rückflug.

Juli 2016

Wie sehen die Symptome aus? Befindet sich der Mensch in vermeintlich gefährlichen Situationen, stösst der Körper Stresshormone aus. Dies wird vom Passagier als Angst wahrgenommen. Das führt zu Schweisshänden, Übelkeit oder einem nervösen Magen. Viele Menschen mit Flug­angst leiden sogar schon vor dem Flug an starker Nervosität und Schlafstörungen.

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Wie reagieren Sie oder Ihre Crew in einem solchen Fall? Ich selber habe während des Flugs nicht viele Möglichkeiten.

Jedoch wird unser Kabinenpersonal für solche Umstände geschult und kann sehr gut reagieren. Oft bringt es schon etwas, wenn man offen und ehrlich mit der Angst umgeht und der Besatzung beim Einsteigen mitteilt, dass man unter starker Flugangst leidet. Oft bewirken ruhiges Zureden und Zuhören seitens der Crewmitglieder dann bereits Wunder, und die Angst entschärft sich etwas. Sie selbst bieten Seminare gegen Flugangst an. Was lernen Ihre Kunden dabei? Flugangst entspringt aus einem instinktiven Angriff-Flucht-Verhalten. Diesem kann man entge-

genwirken, indem man sich rational vor Augen hält, warum ein Flugzeug sicher ist. Ich helfe meinen Kunden, die Abläufe im Flugzeug zu verstehen. Warum fliegt dieses tonnenschwere Flugzeug? Wie oft sind die Systeme gegen Ausfälle ab­gesichert? Zudem biete ich die FlugangstSeminare in Zusammenarbeit

mit der Psychologin Bettina Schindler an, die verschiedene therapeutische Strategien aufzeigt, wie man der Angst auf mentaler Ebene entgegentreten kann. Wichtig zu verstehen ist, dass die meisten Ängste selbst erzeugt und angelernt sind. Und was man lernen kann, kann man auch wieder verlernen.

Die Feriensaison steht kurz vor der Tür. Was sind Ihre Tipps gegen die Flugangst? Als bekannter Hauptverstärker der Angst gilt der Stress. Dieser verstärkt die ohnehin bereits vorhandene Angst nur unnötig. Daher soll man sich genügend Zeit für die Fahrt zum Flughafen und den Weg zum Flieger einplanen. Auch durch die Atmung kann man sich beruhigen. Zählen sie beim Einatmen langsam auf drei, halten sie dann die Luft an und zählen erneut auf drei. Das gleiche machen Sie beim Ausatmen und bevor sie erneut einatmen. Sie spüren, wie sich der Puls durch die Technik sofort verlangsamt.

Welches Verhalten verstärkt die Angst beim Fliegen? Leider versuchen viele Flugangstpassagiere, ihre Angst mit Alkohol zu dämmen. Nur tritt dabei genau das Gegenteil ein. Der Alkohol ist ein Verstärker der emotionalen Umstände. Grösste Angst machen Turbulenzen. Wie gefährlich sind diese für ein Flugzeug? Überhaupt nicht gefährlich! Ein kleiner Tipp: Je weiter vorne sie sich im Flieger befinden, desto weniger stark sind die Turbulenzen zu spüren. Wenn man Ihnen zuhört, gibt es also gar keinen Grund zur Panik. Genauso ist es, und das ist auch statistisch bewiesen. Das Risiko, welches Sie auf einer Flugreise in Kauf nehmen, liegt gerade mal bei 0,00001 Prozent, weil alles mindestens doppelt abgesichert ist. Mehr Infos zu den FlugangstSeminaren auf: fit-to-fly.ch oder www.goodbye­flugangst.ch

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An die Reiseapotheke gedacht?

1 Space Shuttle in spektakulärer Kulisse: das Niterói Contemporary Art Museum in Brasilien 2 Pionier unter den kunstvollen Museen: das Guggenheim Museum in Bilbao, Spanien. 3 Floridas skurrilste Schlange: das Salvador-Dalí-Museum mit seinem runden Glasschlauch 4 Qualle, Erbse oder doch Raumschiff? Das Ordos Museum inmitten der Wüste Gobi.

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Space-Schiff – GuggenheimMuseum Bilbao, Spanien Das erste seiner Art: Das «Guggenheim-Museum» in Bilbao ist der erste Museumsbau, der als eigenständige Kunst betrachtet werden kann. Die silberne, verschrobene Form erinnert an ein Space-Schiff. Architekt Frank O. Gehry spielt damit auf Bilbaos Vergangenheit als Fischereiund Seefahrerhochburg an. Das Museum, in dem zeitgenössische Kunst gezeigt wird, wurde mehrfach als «wichtigstes Gebäude der Gegenwart» bezeichnet.  www.guggenheim-bilbao.es

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Riesen-Kaugummi – Kunsthaus Graz, Österreich Hier hat ein Riese seinen Kaugummi weggeworfen! Das Kunsthaus in der österreichischen Stadt Graz fläzt wie eine gigantische blaue Blase inmitten goldroter Barockbauten. Passend: Der Stil dieser Architekturform nennt sich «BlobArchitektur». Die Architekten bezeichnen ihr Machwerk, das 2003 zum Kulturhauptstadtjahr gebaut wurde, übrigens als «freundlichen Alien». Oder schläft hier vielleicht doch «Slimer» von den Ghostbusters?  www.museum-joanneum.at

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Die fliegende Untertasse – Niterói Contemporary Art Museum, Brasilien In der Stadt Niterói, unweit von Rio de Janeiro, haben Aliens ihr Raumschiff vergessen. Das kreisrunde Museum für zeitgenössische Kunst des brasilianischen Stararchitekten Oscar

Niemeyer erinnert stark an ein Ufo. Wem die gezeigte Kunst nicht gefällt, kann sich trösten: Von hier hat man einen weiten und einmaligen Blick auf Rio de Janeiro und den Zuckerhut.  www.macniteroi.com.br

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Der Granitblock – Ningbo Historic Museum, China Von der Ferne sieht das historische Museum der ostchinesischen Megastadt Ningbo aus wie ein kantiger Granitblock – inspiriert von den umgebenden Bergen. Aufgebrochen wird die flächige Struktur durch die Fassade aus alten Ziegeln, Steinen und Bambus aus der Region. Gezeigt werden Ausstellungen zur Volkskunst und Geschichte der Region.   www.nbmuseum.cn

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Der XXL-Kristall – Denver Art Museum, USA Das Kunstmuseum der ameri­ kanischen Stadt Denver gleicht einem gigantischen Kristall, dessen Strahlen in alle Himmelsrichtungen zeigen. Das ist kein Zufall: Architekt Daniel Libeskind liess sich von den nahen Rocky Mountains inspirieren. Der neue Museumsbau wurde allerdings nicht nur positiv aufgenommen, manchem Bewohner sind die Formen zu aggressiv. Gezeigt wird native amerikanische Kunst.  www.denverartmuseum.org

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Der Autotempel – BMW-Welt, München In diesem Jahr wird BMW 100 Jahre alt. Klar, dass der Münch-

ner Autokonzern, der mit dem Bau von Flugzeugmotoren begann, eine grosse Schau zur Vergangenheit und Zukunft zeigt. Auf dem BMW-Gelände gibt es einige spektakuläre Gebäude zu entdecken. Das Bürogebäude erinnert an vier Zylinder, das ältere Museum gleicht einem Schaltknüppel. Neu ist die BMW-Welt, ein Mix aus Verkaufsraum und Automuseum, deren Eingang aus verschrobenen Zylindern besteht.  www.bmw-welt.com

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Fabrik reloaded – The Nest, Vevey Nestlé wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Zum Jubiläum schenkt sich das grösste Nahrungsmittelunternehmen der Welt ein neues Besucherzentrum. Nach langen Überlegungen entschied man sich für einen Standort im Quartier «Les Bosquets», wo Henri Nestlé seine Firma gründete. Der Bau kombiniert die ursprünglichen Fabrik- und Produktionsgebäude mit einem neuen Komplex, der äusserlich die Formen alter Fabriken aufgreift. Gezeigt wird die Geschichte Nestlés sowie Schauen zur Zukunft der Nahrungsmittelproduktion.  www.nestle.ch

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Die Wüsten-Qualle – Ordos Museum, China Würde man nicht inmitten der nordchinesischen Wüste Gobi stehen, man könnte meinen, da schwimme eine gigantische Qualle. Das chinesische Architekturbüro MAD sieht in ihrem Bau dagegen eine abstrakte

Düne. Das Museum ist das jüngste Architektur-Experiment Chinas, das für ArchitekturFreaks immer mehr zur lohnenden Destination wird. Gezeigt werden Geschichte und Kunst der Region.

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Die Würgeschlange – Dalí Museum, Florida Einer privaten Sammlung ist es zu verdanken, dass in Florida eine grosse Auswahl an Werken des Spaniers Salvador DalÍ zu sehen ist. Das «Salvador DalÍ Museum» aus dem Jahr 2011 in der Küstenstadt St. Petersburg wirkt auf den ersten Blick wie ein langweiliger Betonklotz. Die Raffinesse verbirgt sich auf der Rückseite: Wie eine riesige Schlange umwindet eine geschwungene Glasfront den Bau. Ebenfalls eindrucksvoll und geradezu kühn schlängelnd ist das Treppenhaus im Innern.   www.thedali.org

bei E e H i l f ke i t & l Übe <wm>10CAsNsjY0MDQx0TUxMDA1NwcASm8EdA8AAAA=</wm>

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Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten Reisebeschwerden

Die Schuhkartons – New Art Museum, New York Das «New Art Museum» in Lower Manhattan aus dem Jahr 2007 ersetzte einen älteren Bau, der die Sammlung zeitgenössischer Kunst beherbergte. Das Gebäude, das aussieht wie aufeinandergestapelte Schuhkartons, wurde gar als ein neues architektonisches Weltwunder beschrieben. Die Boxenform spiegelt die Architektur des Viertels wieder. Im Museum werden jedes Jahr circa sechs grosse Ausstellungen gezeigt. Jeff Koons hatte hier 1980 seine erste Einzelausstellung.

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Hermine Kaiser

Blütenträume

Impressum «BLICK Reisen» ist eine Publikation des ­Blick-Verlags. Auflage: 157 671 (WEMF/SW-beglaubigt 2015) Leser: 598 000 (MACH Basic 2016-1, Deutschschweiz) Adresse: Blick, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65 E-Mail: redaktion@blick.ch Redaktionsleitung: Birgitta Willmann, Publishing S ­ ervice Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beilage: Christian Bauer, Hermine Kaiser, Samuel Schumacher, Cornelia Krämer Layout: Zuni Halpern, Basilius Steinmann Produktion: Alice Massen Korrektorat: Peter Hofer, Regula Osman, Kurt Schuiki Bildbearbeitung: Ringier Redaktions-Services Geschäftsführer: Wolfgang Büchner Leiter Werbemarkt: Thomas Passen Herausgeber: Ringier AG, 4800 Zofingen Druck: Ringier Print, 6043 Adligenswil

Flugangst? Nein danke! Etwa ein Drittel aller Flugpassagiere fühlt sich in einem Flugzeug unwohl. Edelweiss-Kapitän Tom Schneider bietet Kurse gegen Flugangst an und verrät BlickReisen seine besten Tricks. Interview: Christian Bauer

Quallen, Ufos und Schuhkartons: Museumsgebäude sind längst zu einer eigenen Kunstform geworden. Wir zeigen die spektakulärsten Museen der Welt, die beim nächsten Trip einen Umweg lohnen. Text: Christian Bauer 1

Herr Schneider, fliegen ist die sicherste Reiseart. Woher kommt dennoch die Flugangst? Tom Schneider: Die Bewegungen des Flugzeugs in der Luft wirken für viele Menschen bedrohlich. Hinzu kommt, dass der Mensch im Flugzeug die ganze Kontrolle abgeben muss und sich in einem geschlossenen Raum befindet. Diese Faktoren begünstigen Flugangst enorm.

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Service

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Die Kunst mit der Kunst

begleitet als Journalistin die Hörerreisen des Bayerischen Rundfunks

Hawaii Es gibt viele Wege, um ins Inselparadies Hawaii zu gelangen, zum Beispiel mit einem Direktflug nach Honolulu. Unser Reiseprospekt hat uns allerdings ein «Aloha» zwischen Kaliforniens Metropolen versprochen. Also fliegen wir über Los Angeles hin und über San Francisco zurück nach Europa. Dazwischen kreuzen wir eine Woche zwischen Hawaiis schönsten Inseln. Und zwar auf einem dieser Ozeanriesen, die 3000 Passagiere durch den Pazifischen Ozean schippern. Herr Peters aus meiner Gruppe hat schon konkrete Vorstellungen, wie er das gestalten möchte: «Ich kauf mir ein Hawaiihemd zu meinen BermudaShorts.» Die Shorts liegen sehr gemütlich in seinem Koffer, der uns über Frankfurt nach Los Angeles nachreisen sollte. Tut er aber nicht, und so spaziert der arme Mann in seinen winterlichen Flanellhosen durch Hollywood. Filmreif auch am nächsten Tag unsere Ankunft in Honolulu: WaikikiBeach, Hawaii-Musik-Sound allerorten, Meeresrauschen, und im Hafen: Der dicke Dampfer, der auf uns zu warten scheint. Also: Leinen los! Nun ist so ein Kreuzfahrtschiff mit Tausenden Passagieren an Bord, davon nur eine Handvoll Europäer, kein Einbaum, der uns – mit Blüten umkränzt – von Inselchen zu Inselchen rudert, sondern eine schwimmende Kleinstadt. Wenn wir von Bord gehen, warten über 20 Ausflugsbusse. Und die Erde scheint zu beben, sobald wir das Festland betreten. Kein Wunder, in mehreren Restaurants und einer Burger-Bar im Fifties-Style werden Menüs in XXXL angeboten und auch verdrückt! Körperliche Fülle entspricht aber auch dem Schönheitsideal der Hawaiianer. Dagegen wirken wir Europäer schnell einmal wie ein Bund Spargel. Der Inselstaat Hawaii ist das 50. Bundesland der USA, und wir schippern fröhlich durch seine Inseln. «The Big Island» ist die Insel Hawaii und ihre kleineren Islands in the sun haben lauter Namen, die wie Cocktails im Sonnenuntergang klingen: Hilo, Maui, Kauai. Aber egal, wie viele Menschen auf den zauberhaften Inseln ankommen, hier ist die Natur so, wie sie den HawaiiKlischees entspricht: Orchideen, bunte Blüten, weisse Strände, Vulkane, dampfende LavaSeen, eine atemberaubende Landschaft. Und die Menschen sind freundlich! Überall, auf Kauai, der saftig grünen Insel und auch auf Maui, der Trauminsel mit dem welthöchsten inaktiven Vulkan Kahului und plätschernden Wasserfällen in duftender Vegetation. Wir winken alle an der Reling, als unser Schiff schliesslich in der Abendsonne Richtung Honolulu zurückschippert. Herrn Peters Garderobe wurde mittlerweile sukzessive ergänzt: An Bord hat er sich quietschbunte Shorts gekauft, auf Maui eine ebenso schrille Bade­ hose und eben das Hawaiihemd. Und sein Koffer? Der wartete auf ihn in San Francisco, gerade noch rechtzeitig für den Rückflug.

Juli 2016

Wie sehen die Symptome aus? Befindet sich der Mensch in vermeintlich gefährlichen Situationen, stösst der Körper Stresshormone aus. Dies wird vom Passagier als Angst wahrgenommen. Das führt zu Schweisshänden, Übelkeit oder einem nervösen Magen. Viele Menschen mit Flug­angst leiden sogar schon vor dem Flug an starker Nervosität und Schlafstörungen.

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Wie reagieren Sie oder Ihre Crew in einem solchen Fall? Ich selber habe während des Flugs nicht viele Möglichkeiten.

Jedoch wird unser Kabinenpersonal für solche Umstände geschult und kann sehr gut reagieren. Oft bringt es schon etwas, wenn man offen und ehrlich mit der Angst umgeht und der Besatzung beim Einsteigen mitteilt, dass man unter starker Flugangst leidet. Oft bewirken ruhiges Zureden und Zuhören seitens der Crewmitglieder dann bereits Wunder, und die Angst entschärft sich etwas. Sie selbst bieten Seminare gegen Flugangst an. Was lernen Ihre Kunden dabei? Flugangst entspringt aus einem instinktiven Angriff-Flucht-Verhalten. Diesem kann man entge-

genwirken, indem man sich rational vor Augen hält, warum ein Flugzeug sicher ist. Ich helfe meinen Kunden, die Abläufe im Flugzeug zu verstehen. Warum fliegt dieses tonnenschwere Flugzeug? Wie oft sind die Systeme gegen Ausfälle ab­gesichert? Zudem biete ich die FlugangstSeminare in Zusammenarbeit

mit der Psychologin Bettina Schindler an, die verschiedene therapeutische Strategien aufzeigt, wie man der Angst auf mentaler Ebene entgegentreten kann. Wichtig zu verstehen ist, dass die meisten Ängste selbst erzeugt und angelernt sind. Und was man lernen kann, kann man auch wieder verlernen.

Die Feriensaison steht kurz vor der Tür. Was sind Ihre Tipps gegen die Flugangst? Als bekannter Hauptverstärker der Angst gilt der Stress. Dieser verstärkt die ohnehin bereits vorhandene Angst nur unnötig. Daher soll man sich genügend Zeit für die Fahrt zum Flughafen und den Weg zum Flieger einplanen. Auch durch die Atmung kann man sich beruhigen. Zählen sie beim Einatmen langsam auf drei, halten sie dann die Luft an und zählen erneut auf drei. Das gleiche machen Sie beim Ausatmen und bevor sie erneut einatmen. Sie spüren, wie sich der Puls durch die Technik sofort verlangsamt.

Welches Verhalten verstärkt die Angst beim Fliegen? Leider versuchen viele Flugangstpassagiere, ihre Angst mit Alkohol zu dämmen. Nur tritt dabei genau das Gegenteil ein. Der Alkohol ist ein Verstärker der emotionalen Umstände. Grösste Angst machen Turbulenzen. Wie gefährlich sind diese für ein Flugzeug? Überhaupt nicht gefährlich! Ein kleiner Tipp: Je weiter vorne sie sich im Flieger befinden, desto weniger stark sind die Turbulenzen zu spüren. Wenn man Ihnen zuhört, gibt es also gar keinen Grund zur Panik. Genauso ist es, und das ist auch statistisch bewiesen. Das Risiko, welches Sie auf einer Flugreise in Kauf nehmen, liegt gerade mal bei 0,00001 Prozent, weil alles mindestens doppelt abgesichert ist. Mehr Infos zu den FlugangstSeminaren auf: fit-to-fly.ch oder www.goodbye­flugangst.ch

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An die Reiseapotheke gedacht?

1 Space Shuttle in spektakulärer Kulisse: das Niterói Contemporary Art Museum in Brasilien 2 Pionier unter den kunstvollen Museen: das Guggenheim Museum in Bilbao, Spanien. 3 Floridas skurrilste Schlange: das Salvador-Dalí-Museum mit seinem runden Glasschlauch 4 Qualle, Erbse oder doch Raumschiff? Das Ordos Museum inmitten der Wüste Gobi.

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Space-Schiff – GuggenheimMuseum Bilbao, Spanien Das erste seiner Art: Das «Guggenheim-Museum» in Bilbao ist der erste Museumsbau, der als eigenständige Kunst betrachtet werden kann. Die silberne, verschrobene Form erinnert an ein Space-Schiff. Architekt Frank O. Gehry spielt damit auf Bilbaos Vergangenheit als Fischereiund Seefahrerhochburg an. Das Museum, in dem zeitgenössische Kunst gezeigt wird, wurde mehrfach als «wichtigstes Gebäude der Gegenwart» bezeichnet.  www.guggenheim-bilbao.es

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Riesen-Kaugummi – Kunsthaus Graz, Österreich Hier hat ein Riese seinen Kaugummi weggeworfen! Das Kunsthaus in der österreichischen Stadt Graz fläzt wie eine gigantische blaue Blase inmitten goldroter Barockbauten. Passend: Der Stil dieser Architekturform nennt sich «BlobArchitektur». Die Architekten bezeichnen ihr Machwerk, das 2003 zum Kulturhauptstadtjahr gebaut wurde, übrigens als «freundlichen Alien». Oder schläft hier vielleicht doch «Slimer» von den Ghostbusters?  www.museum-joanneum.at

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Die fliegende Untertasse – Niterói Contemporary Art Museum, Brasilien In der Stadt Niterói, unweit von Rio de Janeiro, haben Aliens ihr Raumschiff vergessen. Das kreisrunde Museum für zeitgenössische Kunst des brasilianischen Stararchitekten Oscar

Niemeyer erinnert stark an ein Ufo. Wem die gezeigte Kunst nicht gefällt, kann sich trösten: Von hier hat man einen weiten und einmaligen Blick auf Rio de Janeiro und den Zuckerhut.  www.macniteroi.com.br

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Der Granitblock – Ningbo Historic Museum, China Von der Ferne sieht das historische Museum der ostchinesischen Megastadt Ningbo aus wie ein kantiger Granitblock – inspiriert von den umgebenden Bergen. Aufgebrochen wird die flächige Struktur durch die Fassade aus alten Ziegeln, Steinen und Bambus aus der Region. Gezeigt werden Ausstellungen zur Volkskunst und Geschichte der Region.   www.nbmuseum.cn

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Der XXL-Kristall – Denver Art Museum, USA Das Kunstmuseum der ameri­ kanischen Stadt Denver gleicht einem gigantischen Kristall, dessen Strahlen in alle Himmelsrichtungen zeigen. Das ist kein Zufall: Architekt Daniel Libeskind liess sich von den nahen Rocky Mountains inspirieren. Der neue Museumsbau wurde allerdings nicht nur positiv aufgenommen, manchem Bewohner sind die Formen zu aggressiv. Gezeigt wird native amerikanische Kunst.  www.denverartmuseum.org

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Der Autotempel – BMW-Welt, München In diesem Jahr wird BMW 100 Jahre alt. Klar, dass der Münch-

ner Autokonzern, der mit dem Bau von Flugzeugmotoren begann, eine grosse Schau zur Vergangenheit und Zukunft zeigt. Auf dem BMW-Gelände gibt es einige spektakuläre Gebäude zu entdecken. Das Bürogebäude erinnert an vier Zylinder, das ältere Museum gleicht einem Schaltknüppel. Neu ist die BMW-Welt, ein Mix aus Verkaufsraum und Automuseum, deren Eingang aus verschrobenen Zylindern besteht.  www.bmw-welt.com

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Fabrik reloaded – The Nest, Vevey Nestlé wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Zum Jubiläum schenkt sich das grösste Nahrungsmittelunternehmen der Welt ein neues Besucherzentrum. Nach langen Überlegungen entschied man sich für einen Standort im Quartier «Les Bosquets», wo Henri Nestlé seine Firma gründete. Der Bau kombiniert die ursprünglichen Fabrik- und Produktionsgebäude mit einem neuen Komplex, der äusserlich die Formen alter Fabriken aufgreift. Gezeigt wird die Geschichte Nestlés sowie Schauen zur Zukunft der Nahrungsmittelproduktion.  www.nestle.ch

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Die Wüsten-Qualle – Ordos Museum, China Würde man nicht inmitten der nordchinesischen Wüste Gobi stehen, man könnte meinen, da schwimme eine gigantische Qualle. Das chinesische Architekturbüro MAD sieht in ihrem Bau dagegen eine abstrakte

Düne. Das Museum ist das jüngste Architektur-Experiment Chinas, das für ArchitekturFreaks immer mehr zur lohnenden Destination wird. Gezeigt werden Geschichte und Kunst der Region.

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Die Würgeschlange – Dalí Museum, Florida Einer privaten Sammlung ist es zu verdanken, dass in Florida eine grosse Auswahl an Werken des Spaniers Salvador DalÍ zu sehen ist. Das «Salvador DalÍ Museum» aus dem Jahr 2011 in der Küstenstadt St. Petersburg wirkt auf den ersten Blick wie ein langweiliger Betonklotz. Die Raffinesse verbirgt sich auf der Rückseite: Wie eine riesige Schlange umwindet eine geschwungene Glasfront den Bau. Ebenfalls eindrucksvoll und geradezu kühn schlängelnd ist das Treppenhaus im Innern.   www.thedali.org

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Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten Reisebeschwerden

Die Schuhkartons – New Art Museum, New York Das «New Art Museum» in Lower Manhattan aus dem Jahr 2007 ersetzte einen älteren Bau, der die Sammlung zeitgenössischer Kunst beherbergte. Das Gebäude, das aussieht wie aufeinandergestapelte Schuhkartons, wurde gar als ein neues architektonisches Weltwunder beschrieben. Die Boxenform spiegelt die Architektur des Viertels wieder. Im Museum werden jedes Jahr circa sechs grosse Ausstellungen gezeigt. Jeff Koons hatte hier 1980 seine erste Einzelausstellung.

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Entdecken

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Juli 2016

Orange-braunes Juwel: Schon zu Zeiten der Römer wurde in Roussillon der Rohstoff zur Farbenherstellung von Ocker gewonnen.

Woher weiss man, das man in der Provence angekommen ist? Richtig, wenn Millionen Zikaden einen ohrenbetäubenden Radau veranstalten und es nach Sonne, Lebenslust und Ferienfeeling duftet. 20 Gründe, für eine Reise zu einer der schönsten Desti­nationen Europas. Text: Cornelia Krämer

Das Licht und die Farben in der Provence sind legendär. Stahlblauer Himmel, dunkelgrüne Zypressen, silbrige Olivenbäume und kahle Kalkfelsen locken seit jeher Maler in den Süden: Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Pablo Picasso, Claude Monet. Wer seine künstlerische Ader ausleben möchte, kann unter Anleitung den Pinsel schwingen. Tipp: Die GratisApp «GalleryPACA» für das Smartphone zeigt die Entstehungsorte bekannter Gemälde und gibt jeweils Hintergrundinformationen. www.baumeler.ch 

www.jacquesbraun.ch



Päpstlich

Wer mit dem Auto auf der Autoroute du Soleil, der Autobahn der Sonne, aus dem Norden kommt, für den ist die Stadt Avignon das Tor zur ­Provence. Im 14. Jahrhundert residierten hier die Gegenpäpste und sorgten für einen regelrechten Bau-Boom, der heute Scharen von Touristen in die Altstadt lockt. Der Papstpalast gilt als einer der eindrücklichsten gotischen Bauten Europas. Tipp: Wer in der Schule das Lied «Sur le pont d’Avignon» gesungen hat, kann die Überreste der namensgebenden Brücke noch heute bewundern.  www.avignon-tourisme.com

Irrenhaus

Zwischen Avignon und Arles liegt das verschlafene Städtchen Saint-Rémy-de-Provence. Der Ort ist DIE Pilgerstätte für alle Vincent-van-GoghFans (1853–1890). Nachdem der exzentrische Maler sich in der nahen Stadt Arles sein Ohr abgeschnitten hatte, verbrachte er ein Jahr in der Irrenanstalt «Maison de Santé de Saint-Paul», die es noch heute gibt (sein Zimmer kann besichtigt werden). Hier entstanden viele seiner berühmtesten Bilder. Ein ausgeschilderter Weg führt zu den Plätzen, wo van Gogh malte. Tipp: Sehr gut isst man im «La Gousse d’Ail», das wie ein Jahrmarkt geschmückt ist.  www.saintremy-de-provence.com

Zeitzeugen

Die Stadt Arles an der Rhone gilt für viele als das schönste Schmuckstück der Provence. Die Altstadt ist ein Mix aus

Weinparadies

Das Zauberwort der Genüsse heisst «Domaine» und «Château»: Weingüter. Klar, dort wo die Sonne die Landschaft verwöhnt, gedeihen auch Spitzenweine. Der Fokus des Weinbaus zwischen Nizza und der Rhone sind leichte Roséweine, gefolgt von Rot- und Weissweinen. Für Weinliebhaber gibt es die Möglichkeit, bei einem Winzer zu übernachten. Sehr schön ist das Bio-Weingut «Château Maravenne» in La Lon­ deles-Maures mit Blick aufs Meer in der Weinregion Var. Rustikal-ländlichen Charme hat das Weingut «Château du Petit Sonnailler» in der Nähe von Salon-de-Provence. Tipp: Die Themenroute «Route de Vins de Provence» führt zu 430 Winzern im gesamten Anbaugebiet.

Mittelalter, Belle Époque und römischen Ruinen – im Amphitheater werden immer noch Veranstaltungen abgehalten. Sehenswert sind zudem das Archäologische Museum, die Kirche St-Trophime und der Place du Forum, den van Gogh auf seinen Bildern verewigte. Tipp: Bei der Féria d’Arles (­Ostern) und der Féria de Riz (September) gibt es folkloristische Darbietungen und Stierkämpfe in der Arena zu sehen.  www.arlestourisme.com

www.maravenne.com

Südlich von Arles schliesst sich das sumpfige Mündungsdelta der Rhone an. Die Camargue ist das grösste Reisanbau­ gebiet Frankreichs. PublikumsHighlight sind die pinken und weissen Flamingos sowie die halbwilden und wunderschönen Camargue-Pferde. Wer den Zauber der Landschaft erleben will, sollte eine längere Wanderung oder eine Tour zu Pferd unternehmen. Die Sandstrände der Region sind die schönsten der Provence. Tipp: Zur Pilgerreise der Roma im Dörfchen Saintes-Mariesde-la-Mer am 25. Mai kommen Tausende aus ganz Europa.

Lavendelfelder, Steinhäuschen, romantische Dörfchen, typische bunte Märkte: Die Region Luberon ist die wahr gewordene Postkarten-Idylle der Provence. Kein Wunder, dass viele Anwesen als Ferienwohnungen verkauft wurden – sehr zum Ärger der Bewohner, die die h ­ ohen Preise kaum noch bezahlen können. Dennoch ist die Region ein Muss. Die schönsten Dörfchen sind: Oppède-le-­ Vieux, Lacoste, Bonnieux, Ansois.  www.tourisme-en-luberon.com

www.routedesvinsdeprovence.com

Luxus pur

die Provence zu besuchen Auch in der Provence hat der Stierkampf lange Tradition: jedoch ohne blutiges Ende.

Eindrückliche Spielwiese: Das Fürstentum Monaco sollte man keinesfalls verpassen.

Bilderbuch

www.petit-sonnailler.com

20 Gründe,

Raue Schönheit

Farbenrausch

Neben dem satten Lila des berühmten Lavendels ist das Luberon vor allem ockerfarben. Im Dörfchen Roussillon wurde schon zu Zeiten der Römer Ocker angebaut und zu Farbe verarbeitet. Der Wanderweg «Sentier des Ocres» führt vom Dorf zu den vielfarbigen OckerBrüchen. Tipp: Bei den ehemaligen Ockerbrüchen «Colorado provençal» beim Dorf Rustrel haben sich aberwitzige Sandformationen gebildet.  www.colorado-provencal.com

Herzstück

Aix-en-Provence war im Mittelalter die Hauptstadt der Grafschaft Provence. Der Titel ist längst passé, die 140 000 Seelen Stadt zählt (dennoch) zu den beliebtesten Städten Frankreichs. Herz der Stadt ist die Flaniermeile «Cours Mirabeau» mit ihren Platanen, Herrschaftshäusern, Cafés und Boutiquen. Kunstfreunde können das Atelier des Malers Paul Cézanne besuchen. Tipp: Wo schon die alten Römer relaxten kann man auch heute noch

Malerische Buchten und schroffe Felsformationen: die Blue Bay in Les Calanques de Cassis.

wellnessen. Das Spa «Thermes Sextius» zählt zu den besten der Provence.  www.aixenprovencetourism.com

Imagewechsel

Die Hafenstadt Marseille hat ein Image-Problem: Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Verfall. Doch spätestens seit dem Kulturhauptstadtjahr 2013 poliert die älteste Stadt Frankreichs kräftig an ihrem Image. Unter dem ­Namen «Euroméditerranée» gestaltet man grosse Teile um den Hafen neu. Sehenswert sind die

Warme Farben und duftender Lavendel: Fast jedes Dorf in der Region strahlt Ferienfeeling aus.

Neubauten des Kulturzentrum Villa Méditerranée und das Museum MuCEM, das die Kulturen des Mittelmeerraums zum Thema macht. Tipp: Die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse wurde in Marseille erfunden. Das Touristenbüro bietet einen ­ Bouillabaisse-Kochkurs an.

eine gute Alternative zu bekannten Stranddestinationen. Cassis ist zudem Ausgangspunkt für den Nationalpark «Parc national des Calanques», tief eingeschnittene Buchten mit wildromantischen Badestränden. Die Calanques können mit einem Boot oder per Wanderung erkundet werden.  www.ot-cassis.com

www.marseille-tourisme.com

Badespass

Der kleine Badeort Cassis zwängt sich unweit von Marseille zwischen hohe Felswände. Strände und Ortskern sind

Fotos: Gettyimages

Pinselstriche

schön sind etwa die Veranstaltungen in Arles, Nîmes, Saint-Rémyde-Provence.

Velotour

Immer beliebter werden VeloTouren in der Provence – auch wenn Hügel und Hitze im Som-

mer eine gute Kondition erfordern. (Fast) Jeder Touristenort hat Velorouten in unterschiedlichster Länge ausgeschildert. Die Königsetappe ist die 236 Kilometer lange «Autour du Luberon», die zu den Highlights des Luberon führt. Für die gesamte Strecke sollte man eine Woche einplanen. Wer den südfranzösischen Wein erkunden möchte, kann um den Weinort Châteauneuf-du-Pape auf einer ausgeschilderten Rundtour in die Pedale treten. www.provence-radfahren.de

Kaum ein Begriff klingt so nach Lebensfreude und Laissezfaire wie «Côte d’Azur». Die blaue Küste im Südosten der Provence ist mit ihrem milden Klima und den tollen Stränden seit jeher Anziehungspunkt für erholungssüchtige Europäer. Neben Badeklamotten sollte man bei einem Besuch auch edle Kleider einpacken: In Cannes, Nizza oder Monaco verbringen die Reichen und Schönen ihre Ferien und das heisst «Dress, to impress!», Anziehen zum Beeindrucken. Tipp: Viele der Orte sind im Sommer heillos überlaufen. Eine Ausnahme ist das Städtchen Antibes in der Nähe von Cannes, das noch seinen alten Charme behalten hat.

Pinienduft, Rotwein unter Platanen, lange Sommernächte: Selbst Raubeine werden in der Provence romantisch – und ein wenig vintage. Was passt da besser als ein Roadtrip in ­einem Döschwo? Verdeck nach hinten rollen und wie anno dazumal durch die Landschaft tuckern, am Abend Picknick­ decke auswerfen und Baguette, Camembert und Salami geniessen. Klingt wie ein Klischee? Egal: So machen Ferien Spass!  www.vintageroadtrips.com

Stierkampf

Gewusst? Auch in Südfrankreich hat der Stierkampf Tradition. Neben der Spanischen Corrida, bei dem der Stier am Ende stirbt, wird besonders die unblutige Variante «Course Camarguaise» praktiziert. Dabei entreissen Wagemutige den Stieren eine Kokarde vom Kopf oder springen über die heran­ rasenden Tiere. Zwischen Ostern und September finden in vielen Orten in der westlichen Provence Stierkämpfe statt (im Touristenbüro erkundigen). Tipp: Sehr

www.molinard.com www.fragonard.com

Party

Ob sich ein Abstecher ins Promi-Nest St-Tropez lohnt, darüber kann man streiten. Das Küstendorf hat touristisch nicht viel zu bieten. Die Zurschaustellung von immensem Reichtum ist natürlich eindrucksvoll: Edelboutiquen, Luxusschlitten und Yachten, die grösser sind als ein Mehrfamilienhaus. Dazwischen schleicht das «normale» Volk herum, um einen Star zu erspähen. Die Chance dafür stehen nicht schlecht in den unzähligen Beach Clubs. Eine hohe Promi-Dichte hat der Nikki Beach Club am Pampelonne Strand. Tipp: Die Bar «Les Caves du Roy» im Hotel Byblos gilt als der beste Club der Welt. Hier tummeln sich Stars und Sternchen. www.nikkibeach.com; www.lescavesduroy.com

Spielwiese

Ein Hauch James Bond und High Society: Das Casino in Monte Carlo zählt zu einer der schönsten und berüchtigsten Spielhöllen der Welt. Das Innere erinnert mit seinem prunkvollem Gold und Buntglasfenster an einen echten Barock-Palast. Die Architektur alleine rechtfertigt die Eintrittsgebühr von 10 Euro. Und wer Glück hat, gewinnt an einem der noblen Tische gar noch genügend Kleingeld für die hohen Preise im Fürstentum. Denn ein Stadtbummel durch die Stadt lohnt sich allemal. Tipp: Das Musée Océanographique mit seinen vielen Aquarien ist einen Besuch wert.  www.visitmonaco.com

Bikini und Skianzug

Perfekter Begleiter für einen Roadtrip durch die Provence: ein charmanter Döschwo.

Roadtrip

nen Duft jederzeit nachbestellen kann. Tipp: Das Museum der Parfümerie Fragonard gibt ­einen Einblick in die Herstellung von Essenzen.

Die Provence ist nicht nur Lavendelfelder und Badebuchten, die Urlaubsregion erstreckt sich auch bis in die Alpen. Klar, dass man in den Regionen Alpes de Haute-Provence und AlpesMaritimes auch gut Ski fahren kann. Zwischen milden Wintertemperaturen an der Küste und Schneespass liegen hier nur eine Stunde Autofahrt. Das Skigebiet Valberg ist besonders Familien zu empfehlen.  www.valberg.com

Welt der Düfte

Das Örtchen Grasse im Hinterland der Côte d’Azur war einst das Zentrum der ParfümProduktion. Das Komponieren eines neuen Dufts ist ein langwieriger Prozess. In einem Schnelldurchgang können auch Laien in einer Stunde in der Parfümerie Molinard ihr eigenes Parfüm herstellen. Unter Anleitung eines Parfümeurs kann man aus 90 verschiedenen Duftnoten wählen. Das Besondere: Die Rezeptur wird aufgehoben, sodass man sei-

Grüne Quelle

Ganz in der Nähe des Dorfs Fontaine-de-Vaucluse entspringt eines der beliebtesten Naturdenkmäler Frankreichs – die Quelle der Sorgue. Inmitten 230 Meter hoher, schroffer Felsen liegt dieses Naturjuwel, welches jährlich bis zu einer Millionen Besucher anlockt. Tipp: Unbedingt in der Nebensaison im Frühjahr anreisen: In dieser Zeit können bis zu 200 m3 Wasser pro Sekunde aus dem Quelltopf schiessen – ein eindrückliches Schauspiel. Im Hochsommer plätschert meist nur ein kleines Rinnsal.


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Orange-braunes Juwel: Schon zu Zeiten der Römer wurde in Roussillon der Rohstoff zur Farbenherstellung von Ocker gewonnen.

Woher weiss man, das man in der Provence angekommen ist? Richtig, wenn Millionen Zikaden einen ohrenbetäubenden Radau veranstalten und es nach Sonne, Lebenslust und Ferienfeeling duftet. 20 Gründe, für eine Reise zu einer der schönsten Desti­nationen Europas. Text: Cornelia Krämer

Das Licht und die Farben in der Provence sind legendär. Stahlblauer Himmel, dunkelgrüne Zypressen, silbrige Olivenbäume und kahle Kalkfelsen locken seit jeher Maler in den Süden: Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Pablo Picasso, Claude Monet. Wer seine künstlerische Ader ausleben möchte, kann unter Anleitung den Pinsel schwingen. Tipp: Die GratisApp «GalleryPACA» für das Smartphone zeigt die Entstehungsorte bekannter Gemälde und gibt jeweils Hintergrundinformationen. www.baumeler.ch 

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Päpstlich

Wer mit dem Auto auf der Autoroute du Soleil, der Autobahn der Sonne, aus dem Norden kommt, für den ist die Stadt Avignon das Tor zur ­Provence. Im 14. Jahrhundert residierten hier die Gegenpäpste und sorgten für einen regelrechten Bau-Boom, der heute Scharen von Touristen in die Altstadt lockt. Der Papstpalast gilt als einer der eindrücklichsten gotischen Bauten Europas. Tipp: Wer in der Schule das Lied «Sur le pont d’Avignon» gesungen hat, kann die Überreste der namensgebenden Brücke noch heute bewundern.  www.avignon-tourisme.com

Irrenhaus

Zwischen Avignon und Arles liegt das verschlafene Städtchen Saint-Rémy-de-Provence. Der Ort ist DIE Pilgerstätte für alle Vincent-van-GoghFans (1853–1890). Nachdem der exzentrische Maler sich in der nahen Stadt Arles sein Ohr abgeschnitten hatte, verbrachte er ein Jahr in der Irrenanstalt «Maison de Santé de Saint-Paul», die es noch heute gibt (sein Zimmer kann besichtigt werden). Hier entstanden viele seiner berühmtesten Bilder. Ein ausgeschilderter Weg führt zu den Plätzen, wo van Gogh malte. Tipp: Sehr gut isst man im «La Gousse d’Ail», das wie ein Jahrmarkt geschmückt ist.  www.saintremy-de-provence.com

Zeitzeugen

Die Stadt Arles an der Rhone gilt für viele als das schönste Schmuckstück der Provence. Die Altstadt ist ein Mix aus

Weinparadies

Das Zauberwort der Genüsse heisst «Domaine» und «Château»: Weingüter. Klar, dort wo die Sonne die Landschaft verwöhnt, gedeihen auch Spitzenweine. Der Fokus des Weinbaus zwischen Nizza und der Rhone sind leichte Roséweine, gefolgt von Rot- und Weissweinen. Für Weinliebhaber gibt es die Möglichkeit, bei einem Winzer zu übernachten. Sehr schön ist das Bio-Weingut «Château Maravenne» in La Lon­ deles-Maures mit Blick aufs Meer in der Weinregion Var. Rustikal-ländlichen Charme hat das Weingut «Château du Petit Sonnailler» in der Nähe von Salon-de-Provence. Tipp: Die Themenroute «Route de Vins de Provence» führt zu 430 Winzern im gesamten Anbaugebiet.

Mittelalter, Belle Époque und römischen Ruinen – im Amphitheater werden immer noch Veranstaltungen abgehalten. Sehenswert sind zudem das Archäologische Museum, die Kirche St-Trophime und der Place du Forum, den van Gogh auf seinen Bildern verewigte. Tipp: Bei der Féria d’Arles (­Ostern) und der Féria de Riz (September) gibt es folkloristische Darbietungen und Stierkämpfe in der Arena zu sehen.  www.arlestourisme.com

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Südlich von Arles schliesst sich das sumpfige Mündungsdelta der Rhone an. Die Camargue ist das grösste Reisanbau­ gebiet Frankreichs. PublikumsHighlight sind die pinken und weissen Flamingos sowie die halbwilden und wunderschönen Camargue-Pferde. Wer den Zauber der Landschaft erleben will, sollte eine längere Wanderung oder eine Tour zu Pferd unternehmen. Die Sandstrände der Region sind die schönsten der Provence. Tipp: Zur Pilgerreise der Roma im Dörfchen Saintes-Mariesde-la-Mer am 25. Mai kommen Tausende aus ganz Europa.

Lavendelfelder, Steinhäuschen, romantische Dörfchen, typische bunte Märkte: Die Region Luberon ist die wahr gewordene Postkarten-Idylle der Provence. Kein Wunder, dass viele Anwesen als Ferienwohnungen verkauft wurden – sehr zum Ärger der Bewohner, die die h ­ ohen Preise kaum noch bezahlen können. Dennoch ist die Region ein Muss. Die schönsten Dörfchen sind: Oppède-le-­ Vieux, Lacoste, Bonnieux, Ansois.  www.tourisme-en-luberon.com

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Luxus pur

die Provence zu besuchen Auch in der Provence hat der Stierkampf lange Tradition: jedoch ohne blutiges Ende.

Eindrückliche Spielwiese: Das Fürstentum Monaco sollte man keinesfalls verpassen.

Bilderbuch

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20 Gründe,

Raue Schönheit

Farbenrausch

Neben dem satten Lila des berühmten Lavendels ist das Luberon vor allem ockerfarben. Im Dörfchen Roussillon wurde schon zu Zeiten der Römer Ocker angebaut und zu Farbe verarbeitet. Der Wanderweg «Sentier des Ocres» führt vom Dorf zu den vielfarbigen OckerBrüchen. Tipp: Bei den ehemaligen Ockerbrüchen «Colorado provençal» beim Dorf Rustrel haben sich aberwitzige Sandformationen gebildet.  www.colorado-provencal.com

Herzstück

Aix-en-Provence war im Mittelalter die Hauptstadt der Grafschaft Provence. Der Titel ist längst passé, die 140 000 Seelen Stadt zählt (dennoch) zu den beliebtesten Städten Frankreichs. Herz der Stadt ist die Flaniermeile «Cours Mirabeau» mit ihren Platanen, Herrschaftshäusern, Cafés und Boutiquen. Kunstfreunde können das Atelier des Malers Paul Cézanne besuchen. Tipp: Wo schon die alten Römer relaxten kann man auch heute noch

Malerische Buchten und schroffe Felsformationen: die Blue Bay in Les Calanques de Cassis.

wellnessen. Das Spa «Thermes Sextius» zählt zu den besten der Provence.  www.aixenprovencetourism.com

Imagewechsel

Die Hafenstadt Marseille hat ein Image-Problem: Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Verfall. Doch spätestens seit dem Kulturhauptstadtjahr 2013 poliert die älteste Stadt Frankreichs kräftig an ihrem Image. Unter dem ­Namen «Euroméditerranée» gestaltet man grosse Teile um den Hafen neu. Sehenswert sind die

Warme Farben und duftender Lavendel: Fast jedes Dorf in der Region strahlt Ferienfeeling aus.

Neubauten des Kulturzentrum Villa Méditerranée und das Museum MuCEM, das die Kulturen des Mittelmeerraums zum Thema macht. Tipp: Die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse wurde in Marseille erfunden. Das Touristenbüro bietet einen ­ Bouillabaisse-Kochkurs an.

eine gute Alternative zu bekannten Stranddestinationen. Cassis ist zudem Ausgangspunkt für den Nationalpark «Parc national des Calanques», tief eingeschnittene Buchten mit wildromantischen Badestränden. Die Calanques können mit einem Boot oder per Wanderung erkundet werden.  www.ot-cassis.com

www.marseille-tourisme.com

Badespass

Der kleine Badeort Cassis zwängt sich unweit von Marseille zwischen hohe Felswände. Strände und Ortskern sind

Fotos: Gettyimages

Pinselstriche

schön sind etwa die Veranstaltungen in Arles, Nîmes, Saint-Rémyde-Provence.

Velotour

Immer beliebter werden VeloTouren in der Provence – auch wenn Hügel und Hitze im Som-

mer eine gute Kondition erfordern. (Fast) Jeder Touristenort hat Velorouten in unterschiedlichster Länge ausgeschildert. Die Königsetappe ist die 236 Kilometer lange «Autour du Luberon», die zu den Highlights des Luberon führt. Für die gesamte Strecke sollte man eine Woche einplanen. Wer den südfranzösischen Wein erkunden möchte, kann um den Weinort Châteauneuf-du-Pape auf einer ausgeschilderten Rundtour in die Pedale treten. www.provence-radfahren.de

Kaum ein Begriff klingt so nach Lebensfreude und Laissezfaire wie «Côte d’Azur». Die blaue Küste im Südosten der Provence ist mit ihrem milden Klima und den tollen Stränden seit jeher Anziehungspunkt für erholungssüchtige Europäer. Neben Badeklamotten sollte man bei einem Besuch auch edle Kleider einpacken: In Cannes, Nizza oder Monaco verbringen die Reichen und Schönen ihre Ferien und das heisst «Dress, to impress!», Anziehen zum Beeindrucken. Tipp: Viele der Orte sind im Sommer heillos überlaufen. Eine Ausnahme ist das Städtchen Antibes in der Nähe von Cannes, das noch seinen alten Charme behalten hat.

Pinienduft, Rotwein unter Platanen, lange Sommernächte: Selbst Raubeine werden in der Provence romantisch – und ein wenig vintage. Was passt da besser als ein Roadtrip in ­einem Döschwo? Verdeck nach hinten rollen und wie anno dazumal durch die Landschaft tuckern, am Abend Picknick­ decke auswerfen und Baguette, Camembert und Salami geniessen. Klingt wie ein Klischee? Egal: So machen Ferien Spass!  www.vintageroadtrips.com

Stierkampf

Gewusst? Auch in Südfrankreich hat der Stierkampf Tradition. Neben der Spanischen Corrida, bei dem der Stier am Ende stirbt, wird besonders die unblutige Variante «Course Camarguaise» praktiziert. Dabei entreissen Wagemutige den Stieren eine Kokarde vom Kopf oder springen über die heran­ rasenden Tiere. Zwischen Ostern und September finden in vielen Orten in der westlichen Provence Stierkämpfe statt (im Touristenbüro erkundigen). Tipp: Sehr

www.molinard.com www.fragonard.com

Party

Ob sich ein Abstecher ins Promi-Nest St-Tropez lohnt, darüber kann man streiten. Das Küstendorf hat touristisch nicht viel zu bieten. Die Zurschaustellung von immensem Reichtum ist natürlich eindrucksvoll: Edelboutiquen, Luxusschlitten und Yachten, die grösser sind als ein Mehrfamilienhaus. Dazwischen schleicht das «normale» Volk herum, um einen Star zu erspähen. Die Chance dafür stehen nicht schlecht in den unzähligen Beach Clubs. Eine hohe Promi-Dichte hat der Nikki Beach Club am Pampelonne Strand. Tipp: Die Bar «Les Caves du Roy» im Hotel Byblos gilt als der beste Club der Welt. Hier tummeln sich Stars und Sternchen. www.nikkibeach.com; www.lescavesduroy.com

Spielwiese

Ein Hauch James Bond und High Society: Das Casino in Monte Carlo zählt zu einer der schönsten und berüchtigsten Spielhöllen der Welt. Das Innere erinnert mit seinem prunkvollem Gold und Buntglasfenster an einen echten Barock-Palast. Die Architektur alleine rechtfertigt die Eintrittsgebühr von 10 Euro. Und wer Glück hat, gewinnt an einem der noblen Tische gar noch genügend Kleingeld für die hohen Preise im Fürstentum. Denn ein Stadtbummel durch die Stadt lohnt sich allemal. Tipp: Das Musée Océanographique mit seinen vielen Aquarien ist einen Besuch wert.  www.visitmonaco.com

Bikini und Skianzug

Perfekter Begleiter für einen Roadtrip durch die Provence: ein charmanter Döschwo.

Roadtrip

nen Duft jederzeit nachbestellen kann. Tipp: Das Museum der Parfümerie Fragonard gibt ­einen Einblick in die Herstellung von Essenzen.

Die Provence ist nicht nur Lavendelfelder und Badebuchten, die Urlaubsregion erstreckt sich auch bis in die Alpen. Klar, dass man in den Regionen Alpes de Haute-Provence und AlpesMaritimes auch gut Ski fahren kann. Zwischen milden Wintertemperaturen an der Küste und Schneespass liegen hier nur eine Stunde Autofahrt. Das Skigebiet Valberg ist besonders Familien zu empfehlen.  www.valberg.com

Welt der Düfte

Das Örtchen Grasse im Hinterland der Côte d’Azur war einst das Zentrum der ParfümProduktion. Das Komponieren eines neuen Dufts ist ein langwieriger Prozess. In einem Schnelldurchgang können auch Laien in einer Stunde in der Parfümerie Molinard ihr eigenes Parfüm herstellen. Unter Anleitung eines Parfümeurs kann man aus 90 verschiedenen Duftnoten wählen. Das Besondere: Die Rezeptur wird aufgehoben, sodass man sei-

Grüne Quelle

Ganz in der Nähe des Dorfs Fontaine-de-Vaucluse entspringt eines der beliebtesten Naturdenkmäler Frankreichs – die Quelle der Sorgue. Inmitten 230 Meter hoher, schroffer Felsen liegt dieses Naturjuwel, welches jährlich bis zu einer Millionen Besucher anlockt. Tipp: Unbedingt in der Nebensaison im Frühjahr anreisen: In dieser Zeit können bis zu 200 m3 Wasser pro Sekunde aus dem Quelltopf schiessen – ein eindrückliches Schauspiel. Im Hochsommer plätschert meist nur ein kleines Rinnsal.


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Pack die Badehose ein

Vier Wochen Regen liegen hinter uns. Nun muss der Sommer kommen! Wir zeigen Ihnen, wo Sie sich hierzulande am besten und in schönster Kulisse abkühlen können. Ein Guide zu den coolsten Bergseen. Text: Christian Bauer Beach trifft Berg

grossen Freizeitangebot sehr gut für Familien geeignet.

Walensee SG Ein Sandstrand zwischen hohen Gebirgskämmen? Am malerisch-romantischen Walensee trifft Beach auf Berg. Der Badestrand «Gäsi» zwischen den Orten Weesen und Filzbach gilt immer noch als Geheimtipp. Ein kleiner Wald am sandigen Baderevier bietet zusätzliche Abkühlung, wenn die Sonne herunterbrennt.

Wo: Chemin de la Plage 10; 1585 Salavaux Infrastruktur: Grosszügige Umkleidekabi­ nen, WC, Duschen, Spielplatz Verpflegung: Restaurant

Mittelmeer-Feeling

Vierwaldstättersee LU Luzerns Beach-Paradies liegt im Seebad Lido Luzern. Der Name ist Programm: Hier fühlt man sich wie am Mittelmeer. 300 Meter lang ist der Sandstrand, ebenso lang ist die grüne Liegewiese, auf der Mann und Frau sich räkeln kann. Wem der Bergsee zu kalt ist (der Vierwaldstättersee ist eben doch nicht das Mittelmeer), kann im geheizten Bassin planschen. Die Anlage ist daher ebenfalls ein perfektes Ausflugsziel für Familien.  Wo: Lidostrasse 6a, 6006 Luzern Infrastruktur: Voll ausgerüstetes Seebad. Viele Sport- und Spiel-Möglichkeiten Verpflegung: Restaurant Öffnungszeiten: Täglich von 9.00 bis 20.00 Preis: Kinder 4 Franken, Erwachsene 7 Fr. Mehr Infos: www.lido-luzern.ch

Wo: Gäsi, 8872 Weesen Infrastruktur: WC, Duschen, Umkleide­ kabinen, Kinderspielplatz beim Campingplatz Verpflegung: Restaurant und Kiosk

Nichts geht über einen Sprung ins kühle Nass. In der Schweiz ist dies ca. alle 16 Kilometer möglich – über 1500  Seen zieren das Land.

Fotos: Gettyimages/ Per Breiehagen

Familienparadies

Murtensee FR Hand aufs Herz: mit den kilometerlangen Sandstränden von Mauritius, den Malediven oder Bali kann die Schweiz nicht mithalten. Aber wir sind nahe dran: der Natursandstrand von Salavaux am Murtensee ist über einen Kilometer lang! Und die vielen schattenspendenden Bäume könnten auch Palmen sein. Der flache Strand ist mit seinem

Anzeige

Höhenluft

Tomasee GR Diese Abkühlung muss man sich verdienen, schliesslich ist der Tomasee nicht nur eine echte Schönheit inmitten un­ berührter Bergwelt, sondern auch die Quelle von Europas Fluss-Legende, dem Rhein. Vom Oberalp­pass muss man 1½ Stunden marschieren, um zur 2344 Meter hohen Abkühlung der Extraklasse zu gelangen. Achtung: Das eisige Wasser ist nur etwas für harte Kerle und Kerlinnen.  Wo: Beim Oberalppass, Nähe Andermatt Infrastruktur: keine Verpflegung: Restaurant am Oberalppass

Dauerbrenner

Seealpsee AI Für manche gilt der Seealpsee als der schönste See der Schweiz. Darüber mag man streiten, aber gewiss ist der kleine See am Fusse des Säntis ein Schmuckstück. An seinem Ufer kann man sich herrlich von

einer Wanderung im Alpstein erholen und mutig ins eiskalte Wasser «gumpen». Badenixen und Prinzessinnen können sich von ihrem Helden im Bötchen über den See rudern lassen.  Wo: Bei Wasserauen, Nähe Appenzell Infrastruktur: Toiletten in den zwei Restaurants, Bootsvermietung Verpflegung: Zwei Restaurants

Schmuckstück

Leisee VS Der Leisee ist Zermatts Antwort auf Rios berühmten Strand Copacabana. Bikinischönheiten und Familien tummeln sich an diesem kleinen See, mit idyllischem Blick auf das mystische Matterhorn. Für Familien mit Kindern stehen verschiedene Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Zudem kann an Grillstellen gemütlich gebrutzelt und entspannt werden.  Wo: An der Bahnstation Sunegga Infrastruktur: Sanitäre Anlagen im Restaurant, keine Duschen Verpflegung: Restaurant und Kiosk Bahnstation Sunegga Anzeige

Spezialangebot:

4 Tage Davos on, inkl. Halbpensi e id Gu & Bergbahnen

Fr.

L E SE R AKTION

499.–

Wir transportieren Ihr Gepäck von Tür zu Tür. sbb.ch/gepaeck

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SONNTAGSBLICK WANDER- & WALKING-PLAUSCH Kursdaten: Kurs 1: Samstag, 20. August bis Mittwoch, 24. August 2016 Kurs 2: Mittwoch, 24. August bis Sonntag, 28. August 2016 Geniessen Sie vier sportliche Tage in den Davoser Bergen. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, am SonntagsBlick Wander- & Walking-Plausch profitieren alle. Den Teilnehmern stehen kompetente Kursleiter zur Seite, die Sie an die schönsten Plätze der Region führen. Während der ganzen Kursdauer können neue Schuhe und Stöcke ausprobiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Der Preis im Doppelzimmer beträgt

Fr. 499.– pro Person (Einzelzimmerzuschlag Fr. 90.–). Folgendes ist im Angebot inklusive: Vier Übernachtungen in einem 3- oder 4-Sterne-Hotel inkl. Halbpension Kostenlose Nutzung der Bergbahnen Davos Klosters Kostenlose Nutzung der Verkehrsbetriebe Davos (plus Rhätische Bahn zwischen Klosters und Filisur) Geführte Touren mit den Kursleitern Begrüssungs- und Abschiedsgeschenk Kostenloses Testmaterial von Hofmänner Sport Kostenlose Nutzung des Hallen- und Erlebnisbades Eau-là-là Referat Sportmedizin In Kooperation mit

Anmeldung jetzt unter

www.blick.ch/sporterlebnis


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Pack die Badehose ein

Vier Wochen Regen liegen hinter uns. Nun muss der Sommer kommen! Wir zeigen Ihnen, wo Sie sich hierzulande am besten und in schönster Kulisse abkühlen können. Ein Guide zu den coolsten Bergseen. Text: Christian Bauer Beach trifft Berg

grossen Freizeitangebot sehr gut für Familien geeignet.

Walensee SG Ein Sandstrand zwischen hohen Gebirgskämmen? Am malerisch-romantischen Walensee trifft Beach auf Berg. Der Badestrand «Gäsi» zwischen den Orten Weesen und Filzbach gilt immer noch als Geheimtipp. Ein kleiner Wald am sandigen Baderevier bietet zusätzliche Abkühlung, wenn die Sonne herunterbrennt.

Wo: Chemin de la Plage 10; 1585 Salavaux Infrastruktur: Grosszügige Umkleidekabi­ nen, WC, Duschen, Spielplatz Verpflegung: Restaurant

Mittelmeer-Feeling

Vierwaldstättersee LU Luzerns Beach-Paradies liegt im Seebad Lido Luzern. Der Name ist Programm: Hier fühlt man sich wie am Mittelmeer. 300 Meter lang ist der Sandstrand, ebenso lang ist die grüne Liegewiese, auf der Mann und Frau sich räkeln kann. Wem der Bergsee zu kalt ist (der Vierwaldstättersee ist eben doch nicht das Mittelmeer), kann im geheizten Bassin planschen. Die Anlage ist daher ebenfalls ein perfektes Ausflugsziel für Familien.  Wo: Lidostrasse 6a, 6006 Luzern Infrastruktur: Voll ausgerüstetes Seebad. Viele Sport- und Spiel-Möglichkeiten Verpflegung: Restaurant Öffnungszeiten: Täglich von 9.00 bis 20.00 Preis: Kinder 4 Franken, Erwachsene 7 Fr. Mehr Infos: www.lido-luzern.ch

Wo: Gäsi, 8872 Weesen Infrastruktur: WC, Duschen, Umkleide­ kabinen, Kinderspielplatz beim Campingplatz Verpflegung: Restaurant und Kiosk

Nichts geht über einen Sprung ins kühle Nass. In der Schweiz ist dies ca. alle 16 Kilometer möglich – über 1500  Seen zieren das Land.

Fotos: Gettyimages/ Per Breiehagen

Familienparadies

Murtensee FR Hand aufs Herz: mit den kilometerlangen Sandstränden von Mauritius, den Malediven oder Bali kann die Schweiz nicht mithalten. Aber wir sind nahe dran: der Natursandstrand von Salavaux am Murtensee ist über einen Kilometer lang! Und die vielen schattenspendenden Bäume könnten auch Palmen sein. Der flache Strand ist mit seinem

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Höhenluft

Tomasee GR Diese Abkühlung muss man sich verdienen, schliesslich ist der Tomasee nicht nur eine echte Schönheit inmitten un­ berührter Bergwelt, sondern auch die Quelle von Europas Fluss-Legende, dem Rhein. Vom Oberalp­pass muss man 1½ Stunden marschieren, um zur 2344 Meter hohen Abkühlung der Extraklasse zu gelangen. Achtung: Das eisige Wasser ist nur etwas für harte Kerle und Kerlinnen.  Wo: Beim Oberalppass, Nähe Andermatt Infrastruktur: keine Verpflegung: Restaurant am Oberalppass

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Seealpsee AI Für manche gilt der Seealpsee als der schönste See der Schweiz. Darüber mag man streiten, aber gewiss ist der kleine See am Fusse des Säntis ein Schmuckstück. An seinem Ufer kann man sich herrlich von

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Leisee VS Der Leisee ist Zermatts Antwort auf Rios berühmten Strand Copacabana. Bikinischönheiten und Familien tummeln sich an diesem kleinen See, mit idyllischem Blick auf das mystische Matterhorn. Für Familien mit Kindern stehen verschiedene Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Zudem kann an Grillstellen gemütlich gebrutzelt und entspannt werden.  Wo: An der Bahnstation Sunegga Infrastruktur: Sanitäre Anlagen im Restaurant, keine Duschen Verpflegung: Restaurant und Kiosk Bahnstation Sunegga Anzeige

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SONNTAGSBLICK WANDER- & WALKING-PLAUSCH Kursdaten: Kurs 1: Samstag, 20. August bis Mittwoch, 24. August 2016 Kurs 2: Mittwoch, 24. August bis Sonntag, 28. August 2016 Geniessen Sie vier sportliche Tage in den Davoser Bergen. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, am SonntagsBlick Wander- & Walking-Plausch profitieren alle. Den Teilnehmern stehen kompetente Kursleiter zur Seite, die Sie an die schönsten Plätze der Region führen. Während der ganzen Kursdauer können neue Schuhe und Stöcke ausprobiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Der Preis im Doppelzimmer beträgt

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Schweiz 

Über 300 Schwingfeste finden diesen Sommer landauf, land­ab statt. Höhepunkt bildet das Eidgenössische Schwingund Älplerfest Ende August in Estavayer-le-Lac. Wir sagen Ihnen, was Sie bei welchem Hosenlupf erwartet. * Text: Flavian Cajacob

W

enn sich die «Bösen» ans Gestöss gehen, dann kommen nicht nur absolute Zwilchhosenfeti­ schisten in Fahrt. Schwingen boomt! Und das bei Jung und Alt, Mann und Frau – auf dem Land genauso wie in der Stadt. Beweis gefällig? Den landes­ weit grössten Klub stellen nicht etwa die traditionellen Schwin­ gerhochburgen Emmental oder Toggenburg. Den grössten ha­ ben einmal mehr die Stadt­ zürcher. Naja, Passivmitglieder mitgezählt. So oder so. Gegen 300 000 Zuschauer aus allen Landesteilen pilgerten vor drei Jahren nach Burgdorf, wo Lo­ kalmatador Matthias Sempach den Königstitel einschwang. Eine imposante Zahl. Mit einem ähnlichen Publikumsaufmarsch rechnet man in Estavayer-le-Lac im Kanton Fribourg. Wir zeigen Ihnen wo neben dem SchwingHighlight des Sommers noch Sägemehl durch die Lüfte fliegt. Die wichtigsten Feste:

Eidgenössisches Schwingfest

Estavayer 2016 – das bedeutet: sportliche Höchstleistungen ge­ paart mit welschem Charme. Exakt 52 016 Zuschauer finden in der auf dem Militärflugplatz von Payerne aufgestellten Are­ na Platz; der Rest verfolgt das Geschehen auf Grossbildschir­ men entlang der Vergnügungs­ meile. Das ESAF verspricht drei Tage schwingenden Hochge­ nuss. Vom 26. bis 28. August. Das erwartet Besucher: + Im Sägemehl: Die Crème de la Crème + Auf den Rängen: Das Who is who + Vor der Arena: Volksfest­ stimmung rund um die Uhr - Höhere Ticketpreise - Menschenmassen

Bergkranzfeste Während der eine Teil der Schwingerfamilie – als solches bezeichnet sich die Fanschar gerne selber – dem Grossanlass mit Freude entgegenblickt, sucht der andere nach Alterna­ tiven im Veranstaltungskalen­ der. Eingefleischte Fans auf je­ den Fall bevorzugen Anlässe, an denen weniger der Kommerz und mehr der Sport im Mittel­ punkt steht, wo man sich kennt, Zeit und Raum für einen kurzen Schwatz mit den Athleten vor­ handen ist – und sich die Zahl derer, die sich im Glanz des ­Nationalsports sonnen wollen, in Grenzen hält. Ein spezielles Spektakel sind diesbezüglich die sechs Bergkranzfeste, von denen vier noch ausstehen: Rigi (10.  Juli), Weissenstein ob Solothurn (16.  ­ Juli), Brünig (31.  Juli) und Schwägalp (14. August). Schon die Anreise – mit Bahn, Bus, Auto oder zu Fuss – ist jeweils ein Erlebnis für sich. Und die Teilnehmerliste kann sich sowieso sehen lassen, zählt ein Sieg auf dem Berg in Schwingerkreisen doch (fast)

soviel wie der Königs-Titel. Wenngleich die Platzzahl be­ schränkt und viele Bergkranz­ feste rasch ausverkauft sind; vor Ort besteht für Schwinger­ novizen und Kurzentschlossene häufig die Möglichkeit, ein Ti­ cket für einen Rasensitz- oder einen Stehplatz zu ergattern.

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Unterwegs im Reich der Bösen

Schwingfest-Knigge

Das müssen Sie wissen 1 Sempach ist ein hübsches Städtchen im Kanton Luzern. Sempach heisst aber auch der Schwingerkönig von 2013. Bloss nicht verwechseln! 2 Schwingerkönige sind nie «Ex». Schwingerkönig ist man ein Leben lang. 3 Mit «Eidgenosse» werden Schwinger betitelt, die an einem Eidgenössischen Schwingund Älplerfest den Kranz eingeschwungen hat. Das sind rund 15 % der Teilnehmer. 4 Am Schwingfest offeriert man sich das «Du» nicht, man wendet es ungefragt an. Auch gegenüber hohen Tieren. Das gehört zum guten Ton. 5 Es wird nicht gepfiffen. Das Kampfgericht hat recht. Immer. 6 Ein «Böser» zählt zu den stärksten Schwingern im Lande. 7 Zeigen Sie sich tolerant, wenn der Grillstand keine Tofu- oder Quornschnitzel im Angebot führt. Hier wird vorwiegend Fleisch verzehrt. 8 Vermeiden Sie Diskussionen über Fussball. Oder zitieren Sie höchstens Schwinger­ könig Ernst Schläpfer: «Buebe tschuttet, Manne schwinget!» 9 Mit «Gestöss» meint ein Schwingerfreund den Beinabschluss der Schwingerhose. Und nichts anderes. 10 Greifen Sie zur Notlüge: «Natürlich habe ich geschwungen. Musste mit 15 aber aufhören – die Lehre und eine Knieverletzung, weisch!»

Das erwartet Besucher: + Familiäre Atmosphäre + Nähe zum Geschehen + Top-Athleten - Begrenzte Tickets

Teilverbands- und Kantonalfeste

Sportanlass der Superlative: An einem Eidgenössischen fiebern bis zu 300 000 Zuschauer mit den Schwingern mit.

Insgesamt finden jährlich land­ auf, landab über 300 Schwing­ feste statt (siehe auch online: schlussgang.ch/agenda). Jeder Kantonalverband veran­ staltet sein eigenes Fest, hinzu kommen die prestigeträchtigen Teilverbandsfeste in den Regio­ nen Bern, Innerschweiz, Nord­ ostschweiz, Südostschweiz so­ wie Südwestschweiz. In Jahren ohne Eidgenössisches dienen diese den Spitzenschwingern als hochkarätige Gradmesser. Dementsprechend gross ist, je nach Region und Kanton, auch der Ansturm auf die Tickets. Das erwartet Besucher: + Hochkarätige Teilnehmer + Beste Infrastruktur + Grosses Rahmenprogramm - Teilweise Menschenmassen

Er ist der König der Bösen: Matthias Sempach mit seinem Siegermuni.

Regionalfeste Schwingfeste finden unter freiem Himmel statt. Und es braucht viel, ja sehr viel, bis Veranstalter einen Hosenlupf verschieben! Für Besucher be­ deutet dies: Regenschutz nicht vergessen. Die Pelerinen der Schweizer Armee erweisen sich als probates Mittel, um trocken durch einen verregne­ ten Festsonntag zu kommen. Sie erfreuen sich bei einge­ fleischten Schwingerfreunden grösster Beliebtheit. Und An­ fängern bietet sich solcher­ massen getarnt die Möglich­ keit, glatt als alte Szenehasen durchzugehen. Mit solchen, also den absoluten Kennern der Schwingermaterie, kommt man übrigens am ungezwun­ gensten an den kleineren Fes­ ten in Kontakt, den sogenann­ ten Regionalfesten. Hier kennt jeder jeden. Die Stimmung ist familiär, neue Schwingfans sind immer herzlich willkom­ men. Und Fragen erlaubt. Die Faszination Schwingen er­ schliesst sich einem hier von Grund auf, sozusagen aus dem wirklichen Sägemehl heraus. Das erwartet Besucher: + Kurze Anfahrtswege + Familiäre Stimmung + Nähe zum Geschehen - Selten Top-Athleten * Flavian Cajacob ist Redakti­ onsmitglied der Fachzeitschrift SCHLUSSGANG und Chefre­ daktor von SCHWINGEN. DAS MAGAZIN. www.schlussgang.ch

Action und fliegendes Sägemehl sind beim Schwingen garantiert: Hier Kilian Wenger und Philipp Gloggner am ESAF 2013 in Burgdorf.

Fotos : swiss-image.ch

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Jedem das Seine: 10 Feste zum Geniessen

Auch hier wird der Hosenlupf gefeiert und gewürdigt

› Gipfeltreffen 14. August, Schwägalp AR. Jährlich pilgern 10 000 Fans an den Fuss des Säntis, um absoluten Spitzenkämpfen in atemberaubender Bergkulisse beizuwohnen.

Gasthof Löwen Kernenried Den Gasthof Löwen in Kernenried BE kennt jeder Schwinger im Lande. Hier kommt unter anderem das ‹Königs Cordon Bleu› auf den Tisch, sagenhafte 700 Gramm schwer und dem amtierenden Schwingerkönig Matthias Sempach gewidmet. Der Oberaargauer Titelträger kehrt denn auch regelmässig bei Gody Schranz und dessen Familie ein. Und weil der Wirt ein grosser Schwingfan ist, hat er hinter dem «Löwen» auch gleich einen Schwingplatz eingerichtet. Hier absolvieren lokale und auswärtige Zwilchhosenathleten regelmässig ihre Trainings – Schwingerkönig Sempach inklusive. Mehr Infos online unter: www.gasthof-loewen.ch

schwaegalp-schwinget.ch

› Für die ganze Familie Sertig-Schwinget, 7. August, Davos-Sertig GR. Kaum woanders kommt man dem Sägemehl so nahe. Idyllisch gelegen, bequem mit Bus oder zu Fuss erreichbar. www.hosalupf.ch

› Für Wandervögel Urnerboden-Schwinget, 7. August, Urnerboden UR. Familiäre Stimmung auf der grössten Alp der Schweiz. Östlich des Klausen­

passes treffen sich Schwinger, Biker und Wanderer zum gemeinsamen feiern und mitfiebern. www.urnerboden.ch

› Die Bösen von Morgen Innerschweizer Nachwuchsschwingfest, 21. August, Andermatt UR. Die Kleinen für einmal ganz Gross. Hier greifen die Bösen von Morgen zusammen. www.uksv.ch

› Weit, weit weg Schwingfest Tacoma, 12. August, Tacoma/Washington, USA. Wer per Zufall grad in der Region Seattle unterwegs sein sollte – ein Abstecher nach Tacoma zu den US-Schwingern lohnt sich allemal. www.tacomaswissclubs.com

› Bellevue Rigi-Schwinget, 10. Juli, Rigi-Staffel SZ. Top-Panorama, spannende Zweikämpfe – und wer mit der ­Rigi-Bahn anreist, verknüpft gleich drei Spektakel miteinander. www.rigi-schwingen.ch

› Kafi-König Brünig-Schwinget, 31. Juli, Brünig Passhöhe OW/BE. Ein wahres Monument unter den beliebten Schwingerfesten. Und der «Café avec» ist berühmtberüchtigt. www.bruenigschwinget.ch

› Gmögig & gmüetli Herbstschwinget, 25. September, Siebnen, SZ. Im goldenen Herbstlicht den Bösen noch einmal gemütlich bei der Arbeit zuschauen.

Ikone Karl Meli gewann hier zwölf Mal in Serie! www.skmh.ch ›Traditionell Allweg-Schwinget, 11. September, Ennetmoos NW. Sägemehlluft in unaufgeregter Stimmung schnuppern. Gut besetztes Stelldichein zum Saisonabschluss. www.allweg-schwinget.ch

› Höhepunkt Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest, 26.–28. August, Estavayer-le-Lac FR. Der König wird gekürt. Ein Volksfest der Superlative. www.estavayer2016.ch › Alle Feste auf einen Blick: www.schlussgang.ch/agenda

Ebenfalls Teil des Volksfests der Superlative: Jonathan Jaggi beim Steinstossen in Burgdorf.

Schwingermuseum Irène Bodenmann-Meli ist die Tochter von Schwingerlegende Karl Meli. In den Räumen über dem von ihr geführten Restaurant Sternen in Winterthur hat die ehemalige Schwingerin das schweizweit einzige Schwingermuseum eingerichtet. Hier erfährt der Interessierte alles über den Nationalsport. Zahlreiche Dokumente und Gaben sowie die Erzählungen von Irène Bodenmann-Meli lassen die Tradition des Sägemehlringens lebendig und greifbar werden. Eintritt frei. Öffnungszeiten Montag, Dienstag, Freitag sowie Samstags und Sonntags von 15.30 bis 21.00 Uhr / Mittwoch und Donnerstag geschlossen

Mehr Infos sowie direkte Reservierung möglich unter: Tel: 052 212 02 60 info@schwingermuseum.ch www.schwingermuseum.ch

Unspunnen 1805 als Fest zur Versöhnung von Stadt und Land initiiert, hat sich das Unspunnen zum grössten Treffen der Traditionen entwickelt. Wer

den Unspunnen-Schwinget für sich entscheidet, der darf sich (fast) auf eine Stufe mit dem Schwingerkönig stellen! 2017 ist es nun endlich wieder soweit: Schwinger, Älpler und Trachtenleute treffen sich im Berner Oberland zum Folkloreanlass der Superlative. Bereits am 8. September 2016 steigt in Interlaken die grosse Unspunnen Stubete. Mit Hackbrett-Artist Nicolas Senn, der Jodel-Virtuosin Barbara Klossner und Publikumsliebling Christian Stucki, dem Schwingerhünen aus dem Berner Seeland. Wer sich also bereits jetzt schon einstimmen möchte, sollte diesen Anlass nicht verpassen! Mehr Infos online unter: www.unspunnen-schwinget.ch www.unspunnenfest.ch


Schweiz 

Über 300 Schwingfeste finden diesen Sommer landauf, land­ab statt. Höhepunkt bildet das Eidgenössische Schwingund Älplerfest Ende August in Estavayer-le-Lac. Wir sagen Ihnen, was Sie bei welchem Hosenlupf erwartet. * Text: Flavian Cajacob

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enn sich die «Bösen» ans Gestöss gehen, dann kommen nicht nur absolute Zwilchhosenfeti­ schisten in Fahrt. Schwingen boomt! Und das bei Jung und Alt, Mann und Frau – auf dem Land genauso wie in der Stadt. Beweis gefällig? Den landes­ weit grössten Klub stellen nicht etwa die traditionellen Schwin­ gerhochburgen Emmental oder Toggenburg. Den grössten ha­ ben einmal mehr die Stadt­ zürcher. Naja, Passivmitglieder mitgezählt. So oder so. Gegen 300 000 Zuschauer aus allen Landesteilen pilgerten vor drei Jahren nach Burgdorf, wo Lo­ kalmatador Matthias Sempach den Königstitel einschwang. Eine imposante Zahl. Mit einem ähnlichen Publikumsaufmarsch rechnet man in Estavayer-le-Lac im Kanton Fribourg. Wir zeigen Ihnen wo neben dem SchwingHighlight des Sommers noch Sägemehl durch die Lüfte fliegt. Die wichtigsten Feste:

Eidgenössisches Schwingfest

Estavayer 2016 – das bedeutet: sportliche Höchstleistungen ge­ paart mit welschem Charme. Exakt 52 016 Zuschauer finden in der auf dem Militärflugplatz von Payerne aufgestellten Are­ na Platz; der Rest verfolgt das Geschehen auf Grossbildschir­ men entlang der Vergnügungs­ meile. Das ESAF verspricht drei Tage schwingenden Hochge­ nuss. Vom 26. bis 28. August. Das erwartet Besucher: + Im Sägemehl: Die Crème de la Crème + Auf den Rängen: Das Who is who + Vor der Arena: Volksfest­ stimmung rund um die Uhr - Höhere Ticketpreise - Menschenmassen

Bergkranzfeste Während der eine Teil der Schwingerfamilie – als solches bezeichnet sich die Fanschar gerne selber – dem Grossanlass mit Freude entgegenblickt, sucht der andere nach Alterna­ tiven im Veranstaltungskalen­ der. Eingefleischte Fans auf je­ den Fall bevorzugen Anlässe, an denen weniger der Kommerz und mehr der Sport im Mittel­ punkt steht, wo man sich kennt, Zeit und Raum für einen kurzen Schwatz mit den Athleten vor­ handen ist – und sich die Zahl derer, die sich im Glanz des ­Nationalsports sonnen wollen, in Grenzen hält. Ein spezielles Spektakel sind diesbezüglich die sechs Bergkranzfeste, von denen vier noch ausstehen: Rigi (10.  Juli), Weissenstein ob Solothurn (16.  ­ Juli), Brünig (31.  Juli) und Schwägalp (14. August). Schon die Anreise – mit Bahn, Bus, Auto oder zu Fuss – ist jeweils ein Erlebnis für sich. Und die Teilnehmerliste kann sich sowieso sehen lassen, zählt ein Sieg auf dem Berg in Schwingerkreisen doch (fast)

soviel wie der Königs-Titel. Wenngleich die Platzzahl be­ schränkt und viele Bergkranz­ feste rasch ausverkauft sind; vor Ort besteht für Schwinger­ novizen und Kurzentschlossene häufig die Möglichkeit, ein Ti­ cket für einen Rasensitz- oder einen Stehplatz zu ergattern.

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Juli 2016

Unterwegs im Reich der Bösen

Schwingfest-Knigge

Das müssen Sie wissen 1 Sempach ist ein hübsches Städtchen im Kanton Luzern. Sempach heisst aber auch der Schwingerkönig von 2013. Bloss nicht verwechseln! 2 Schwingerkönige sind nie «Ex». Schwingerkönig ist man ein Leben lang. 3 Mit «Eidgenosse» werden Schwinger betitelt, die an einem Eidgenössischen Schwingund Älplerfest den Kranz eingeschwungen hat. Das sind rund 15 % der Teilnehmer. 4 Am Schwingfest offeriert man sich das «Du» nicht, man wendet es ungefragt an. Auch gegenüber hohen Tieren. Das gehört zum guten Ton. 5 Es wird nicht gepfiffen. Das Kampfgericht hat recht. Immer. 6 Ein «Böser» zählt zu den stärksten Schwingern im Lande. 7 Zeigen Sie sich tolerant, wenn der Grillstand keine Tofu- oder Quornschnitzel im Angebot führt. Hier wird vorwiegend Fleisch verzehrt. 8 Vermeiden Sie Diskussionen über Fussball. Oder zitieren Sie höchstens Schwinger­ könig Ernst Schläpfer: «Buebe tschuttet, Manne schwinget!» 9 Mit «Gestöss» meint ein Schwingerfreund den Beinabschluss der Schwingerhose. Und nichts anderes. 10 Greifen Sie zur Notlüge: «Natürlich habe ich geschwungen. Musste mit 15 aber aufhören – die Lehre und eine Knieverletzung, weisch!»

Das erwartet Besucher: + Familiäre Atmosphäre + Nähe zum Geschehen + Top-Athleten - Begrenzte Tickets

Teilverbands- und Kantonalfeste

Sportanlass der Superlative: An einem Eidgenössischen fiebern bis zu 300 000 Zuschauer mit den Schwingern mit.

Insgesamt finden jährlich land­ auf, landab über 300 Schwing­ feste statt (siehe auch online: schlussgang.ch/agenda). Jeder Kantonalverband veran­ staltet sein eigenes Fest, hinzu kommen die prestigeträchtigen Teilverbandsfeste in den Regio­ nen Bern, Innerschweiz, Nord­ ostschweiz, Südostschweiz so­ wie Südwestschweiz. In Jahren ohne Eidgenössisches dienen diese den Spitzenschwingern als hochkarätige Gradmesser. Dementsprechend gross ist, je nach Region und Kanton, auch der Ansturm auf die Tickets. Das erwartet Besucher: + Hochkarätige Teilnehmer + Beste Infrastruktur + Grosses Rahmenprogramm - Teilweise Menschenmassen

Er ist der König der Bösen: Matthias Sempach mit seinem Siegermuni.

Regionalfeste Schwingfeste finden unter freiem Himmel statt. Und es braucht viel, ja sehr viel, bis Veranstalter einen Hosenlupf verschieben! Für Besucher be­ deutet dies: Regenschutz nicht vergessen. Die Pelerinen der Schweizer Armee erweisen sich als probates Mittel, um trocken durch einen verregne­ ten Festsonntag zu kommen. Sie erfreuen sich bei einge­ fleischten Schwingerfreunden grösster Beliebtheit. Und An­ fängern bietet sich solcher­ massen getarnt die Möglich­ keit, glatt als alte Szenehasen durchzugehen. Mit solchen, also den absoluten Kennern der Schwingermaterie, kommt man übrigens am ungezwun­ gensten an den kleineren Fes­ ten in Kontakt, den sogenann­ ten Regionalfesten. Hier kennt jeder jeden. Die Stimmung ist familiär, neue Schwingfans sind immer herzlich willkom­ men. Und Fragen erlaubt. Die Faszination Schwingen er­ schliesst sich einem hier von Grund auf, sozusagen aus dem wirklichen Sägemehl heraus. Das erwartet Besucher: + Kurze Anfahrtswege + Familiäre Stimmung + Nähe zum Geschehen - Selten Top-Athleten * Flavian Cajacob ist Redakti­ onsmitglied der Fachzeitschrift SCHLUSSGANG und Chefre­ daktor von SCHWINGEN. DAS MAGAZIN. www.schlussgang.ch

Action und fliegendes Sägemehl sind beim Schwingen garantiert: Hier Kilian Wenger und Philipp Gloggner am ESAF 2013 in Burgdorf.

Fotos : swiss-image.ch

14

Jedem das Seine: 10 Feste zum Geniessen

Auch hier wird der Hosenlupf gefeiert und gewürdigt

› Gipfeltreffen 14. August, Schwägalp AR. Jährlich pilgern 10 000 Fans an den Fuss des Säntis, um absoluten Spitzenkämpfen in atemberaubender Bergkulisse beizuwohnen.

Gasthof Löwen Kernenried Den Gasthof Löwen in Kernenried BE kennt jeder Schwinger im Lande. Hier kommt unter anderem das ‹Königs Cordon Bleu› auf den Tisch, sagenhafte 700 Gramm schwer und dem amtierenden Schwingerkönig Matthias Sempach gewidmet. Der Oberaargauer Titelträger kehrt denn auch regelmässig bei Gody Schranz und dessen Familie ein. Und weil der Wirt ein grosser Schwingfan ist, hat er hinter dem «Löwen» auch gleich einen Schwingplatz eingerichtet. Hier absolvieren lokale und auswärtige Zwilchhosenathleten regelmässig ihre Trainings – Schwingerkönig Sempach inklusive. Mehr Infos online unter: www.gasthof-loewen.ch

schwaegalp-schwinget.ch

› Für die ganze Familie Sertig-Schwinget, 7. August, Davos-Sertig GR. Kaum woanders kommt man dem Sägemehl so nahe. Idyllisch gelegen, bequem mit Bus oder zu Fuss erreichbar. www.hosalupf.ch

› Für Wandervögel Urnerboden-Schwinget, 7. August, Urnerboden UR. Familiäre Stimmung auf der grössten Alp der Schweiz. Östlich des Klausen­

passes treffen sich Schwinger, Biker und Wanderer zum gemeinsamen feiern und mitfiebern. www.urnerboden.ch

› Die Bösen von Morgen Innerschweizer Nachwuchsschwingfest, 21. August, Andermatt UR. Die Kleinen für einmal ganz Gross. Hier greifen die Bösen von Morgen zusammen. www.uksv.ch

› Weit, weit weg Schwingfest Tacoma, 12. August, Tacoma/Washington, USA. Wer per Zufall grad in der Region Seattle unterwegs sein sollte – ein Abstecher nach Tacoma zu den US-Schwingern lohnt sich allemal. www.tacomaswissclubs.com

› Bellevue Rigi-Schwinget, 10. Juli, Rigi-Staffel SZ. Top-Panorama, spannende Zweikämpfe – und wer mit der ­Rigi-Bahn anreist, verknüpft gleich drei Spektakel miteinander. www.rigi-schwingen.ch

› Kafi-König Brünig-Schwinget, 31. Juli, Brünig Passhöhe OW/BE. Ein wahres Monument unter den beliebten Schwingerfesten. Und der «Café avec» ist berühmtberüchtigt. www.bruenigschwinget.ch

› Gmögig & gmüetli Herbstschwinget, 25. September, Siebnen, SZ. Im goldenen Herbstlicht den Bösen noch einmal gemütlich bei der Arbeit zuschauen.

Ikone Karl Meli gewann hier zwölf Mal in Serie! www.skmh.ch ›Traditionell Allweg-Schwinget, 11. September, Ennetmoos NW. Sägemehlluft in unaufgeregter Stimmung schnuppern. Gut besetztes Stelldichein zum Saisonabschluss. www.allweg-schwinget.ch

› Höhepunkt Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest, 26.–28. August, Estavayer-le-Lac FR. Der König wird gekürt. Ein Volksfest der Superlative. www.estavayer2016.ch › Alle Feste auf einen Blick: www.schlussgang.ch/agenda

Ebenfalls Teil des Volksfests der Superlative: Jonathan Jaggi beim Steinstossen in Burgdorf.

Schwingermuseum Irène Bodenmann-Meli ist die Tochter von Schwingerlegende Karl Meli. In den Räumen über dem von ihr geführten Restaurant Sternen in Winterthur hat die ehemalige Schwingerin das schweizweit einzige Schwingermuseum eingerichtet. Hier erfährt der Interessierte alles über den Nationalsport. Zahlreiche Dokumente und Gaben sowie die Erzählungen von Irène Bodenmann-Meli lassen die Tradition des Sägemehlringens lebendig und greifbar werden. Eintritt frei. Öffnungszeiten Montag, Dienstag, Freitag sowie Samstags und Sonntags von 15.30 bis 21.00 Uhr / Mittwoch und Donnerstag geschlossen

Mehr Infos sowie direkte Reservierung möglich unter: Tel: 052 212 02 60 info@schwingermuseum.ch www.schwingermuseum.ch

Unspunnen 1805 als Fest zur Versöhnung von Stadt und Land initiiert, hat sich das Unspunnen zum grössten Treffen der Traditionen entwickelt. Wer

den Unspunnen-Schwinget für sich entscheidet, der darf sich (fast) auf eine Stufe mit dem Schwingerkönig stellen! 2017 ist es nun endlich wieder soweit: Schwinger, Älpler und Trachtenleute treffen sich im Berner Oberland zum Folkloreanlass der Superlative. Bereits am 8. September 2016 steigt in Interlaken die grosse Unspunnen Stubete. Mit Hackbrett-Artist Nicolas Senn, der Jodel-Virtuosin Barbara Klossner und Publikumsliebling Christian Stucki, dem Schwingerhünen aus dem Berner Seeland. Wer sich also bereits jetzt schon einstimmen möchte, sollte diesen Anlass nicht verpassen! Mehr Infos online unter: www.unspunnen-schwinget.ch www.unspunnenfest.ch


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Grand Tour 

Juli 2016

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Juli 2016 Bod

ens ee

Basel

Baldeggersee Zürich

Beromünster Affoltern

Zeit und keineswegs DAS Grün­ dungsdokument des Landes. Eine gewisse Wehmut macht sich breit. Alles nur Fake? Ist es also kein Wunder, dass die Hausberge «Mythen» heissen? Wir geben den nationalen Legenden eine letzte Chance und fahren weiter bis nach Morgarten. Jener Ort, wo 1315 die erste historische Freiheitsschlacht der Schweizer Geschichte tobte. Die unterlege­ nen Schwyzer Bauern besiegten durch den Mut der Verzweifel­ ten das übermächtige Heer der Habsburger. Seit dem Jubilä­ umsjahr 2015 gibt es dort ein kleines Besucherzentrum. Mit Vibrato-Stimme erzählt ein Lautsprecher die Heldenge­ schichten von einst. Stimmt nun endlich etwas, was man in Kindheitstagen in der Schule gelernt hat? Nein, neue Er­ kenntnisse zeigen: Die Schlacht war kein Freiheitskampf. Unsere Grand Tour zur Seele der Schweiz wird zum Fiasko. Oder doch nicht? Ein paar Stun­ den zuvor fuhren wir mit der ersten Fähre von Gersau nach Beckenried über den Vierwald­ stättersee. Türkis lag der See zwischen den Bergflanken, weisse Schleier stiegen aus den dunkelgrünen Wäldern. Trotz Sauwetter standen wir an der Reling und bestaunten das Set­ ting der Urschweizer Land­ schaft. Und wir waren uns si­ cher: «Ja, die Schweiz ist das schönste Land der Welt»! Etwas zu emotional? Von wegen, gera­ de in Zeiten von EM-Euphorie mag das erlaubt sein.

Highlight auf der Grand Tour durch das Herz der Schweiz: Die drei Helden der Schlacht am Morgarten.

Mitten ins Herz

Sempach

Rapperswil

Rigi Kulm

Burgdorf

Perfekt für einen Zwischenstopp: Das Städtchen Willisau.

St. Gallen

Sattel

Bern

Schwyz Luzern

Langnau i. E.

Entlebuch

Brunnen

Davos

Urnersee

Trubschachen

Lausanne Genfersee

Genf

Sion Lugano

Reiseroute

Malerische Kulisse: Das hoch über dem Baldeggersee gelegene Schloss Heldegg.

Durch das Zentrum der Schweiz › Bern Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten ist besonders das Museum für Kommunikation zu empfehlen, das sich als einziges Museum der Schweiz dem Thema Informationsaustausch widmet. Tipp: Am 12. bis 14.8. findet ein Museumsfest statt. mfk.ch › Burgdorf Mittelalterfans finden hier die am besten erhaltene zähringsche Burganlage. Ein Geheimtipp ist das Goldmuseum. helvetisches-goldmuseum.ch

› Affoltern In einem Stöckli aus dem Jahr 1741 (Emmentaler Schaukäserei) kann man seinen eigenen Käse herstellen.  emmentaler-schaukaeserei.ch

› Langnau i. E. Das Regionalmuseum Chüechlihus widmet sich der Geschichte und Kultur des schönen Emmentals. regionalmuseum-langnau.ch

› Trubschachen Das kulinarische Highlight der Tour: Das Besucherzentrum vom Guetsli-Hersteller Kambly. Tipp: In der Sommerzeit

bietet Kambly tägliche Workshops für Kinder an. kambly.com › Entlebuch Die Unesco-Biosphäre Entlebuch besitzt das grösste Moorgebiet der Schweiz. Kinder erleben die Moorwelt in dem Erlebnisspielplatz Mooraculum, dem grössten Moor-Erlebnispark der Alpen. biosphaere.ch › Sempach Die Schweizer Vogelwarte, die kürzlich neu saniert wurde, widmet sich der heimischen Vogelwelt. vogelwarte.ch › Beromünster Auf dem Radioweg kann man die Geschichte und die Highlights des ehemaligen Landessenders erkunden. kklb.ch › Baldeggersee Auf Schloss Heidegg geniesst man nicht nur die Weitsicht und das Museum, sondern auch Wein. heidegg.ch › Luzern In der Kantonshauptstadt gibt es viel zu sehen. Etwas übersehen wird dabei jedoch oft der Gletschergarten mit den Gletscherformen. gletschergarten.ch › Rigi Kulm Vor 200 Jahren wur-

de das Berghotel auf der Rigi Kulm eröffnet. Zum Geburtstag gibt es viele spannende Sonderaktionen. 200jahre-rigikulm.ch

› Urnersee Der «Weg der Schweiz» von Brunnen zum Rütli feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. weg-der-schweiz.ch › Brunnen Im Victorinox-Besucherzentrum ein (rotes) Stück Schweizer Präzisionshandwerk bewundern. victorinox.com › Schwyz Das «Forum der Schweizer Geschichte» zeigt noch bis zum 2. Oktober 2016 eine Sonderschau zu den drei GotthardTunnel. nationalmuseum.ch › Sattel Von der Talstation zum Aussichtsberg Hochstuckli pendelt die erste Drehgondel der Welt. Ein tolles und einmaliges Erlebnis. sattel-hochstuckli.ch › Rapperswil Eines der ausser­ gewöhnlichsten Museen der Schweiz ist das Baummuseum von Gartengestalter und Bäumesammler Enzo Enea. enea.ch

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Bundespolitik in Bern, Rütlischwur in Uri und Freiheitskampf am Morgarten. Die letzte Runde auf der Grand Tour of Switzerland führt mitten hinein in die Seele der Schweiz. Wie passend in Zeiten der Fussball-EM. Text: Christian Bauer

Türkisblaue Schönheit: Blick auf den Urnersee und seine mysthische Geschichte.

ein einig Volk von Brüdern...», rezitiert der ältere Herr die Zei­ len von Dramatiker Friedrich Schiller. Welch ein passendes Motto für die EM. Elf Brüder sollt ihr sein! Nächster Halt auf unserer Tour zum Herzstück der Schwei­ zer Seele ist das «Tell Museum» in Bürglen UR. Von hier soll der grosse Freiheitskämpfer stam­ men. Doch wer eine Armbrust, ein Gewand und einen Nacht­ topf vom Schweizer Helden er­ wartet, der wird bitter ent­ täuscht: Wilhelm Tell ist eine Er­ findung aus dem 15. Jahrhun­ dert. Das ist bekannt, doch im­ mer wieder ernüchternd. Denn die Geschichte vom einsamen Kämpfer, der eine Übermacht bezwingt, taugte bestens als Vorbild für die EM.

Wie sieht es stattdessen mit dem Bundesbrief aus, dem Gründungsdokument der Schweiz? Aufschluss gibt das Bundesbriefmuseum im nahen Städtchen Schwyz, das in den letzten Jahren rundum saniert wurde. Zu jedem Dokument aus den Anfangsjahren der Eidge­ nossenschaft liefert ein inter­ aktiver Touchscreen Hinter­ grundinformationen und Erklä­ rungen. Hier wird die Geschich­ te der Schweizer Eidgenossen­ schaft fassbar. Zentrum der Ausstellung ist freilich die Ab­ machung von 1291, die erst im Jahr 1724 in einem Archiv in Schwyz entdeckt wurde. Doch was ist da zu lesen? Der Bund zwischen Uri, Schwyz und Un­ terwalden war nur einer von vielen Vereinbarungen jener

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Wegweiser zum Glück: Die Grand Tour ist perfekt ausgeschildert.

Fotos : Christian Bauer

D

ieser Tage kämpft die Schweizer National­ mannschaft bei der EM in Frankreich um Ruhm und Ehre. Schweizer Fahnen und Schlacht­ gesänge wehen durchs Land. Da passt es gut, dass unsere ab­ schliessende Fahrt auf der Grand Tour of Switzerland (die 1600 Kilometer lange Rundtour zu den schönsten Ecken der Eid­ genossenschaft) mitten hinein ins Herz unseres Landes führt; zu ihrem Ursprung, zu ihrer Identität. Eine Reise um das Na­ tionalgefühl zu pushen! Oder doch nicht? Von der Bundesstadt Bern geht es dieses Mal durch das Emmental, die Unesco Biosphäre Entlebuch, durch Luzern und die Innerschweiz bis nach Zürich – genau genommen also 300 Kilometer Landweg voller Schweizer Geschichte und den Top-Sehenswürdig­ keiten der Eidgenossenschaft (siehe auch Box rechts). «Das ist der schönste Ort der Schweiz», sagt ein älterer Herr stolz. «Von hier sehen Sie alles Wichtige.» Wir stehen in Seelis­ berg UR und blicken auf Rütli­ wiese, Urnersee, Altdorf, Tells­ platte, Schwyz und die zwei My­ then. Sprich, wir schauen auf Rütlischwur, Apfelschuss, Frei­ heitskampf. «Wir wollen sein

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Grand Tour 

Juli 2016

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Juli 2016 Bod

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Basel

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Zeit und keineswegs DAS Grün­ dungsdokument des Landes. Eine gewisse Wehmut macht sich breit. Alles nur Fake? Ist es also kein Wunder, dass die Hausberge «Mythen» heissen? Wir geben den nationalen Legenden eine letzte Chance und fahren weiter bis nach Morgarten. Jener Ort, wo 1315 die erste historische Freiheitsschlacht der Schweizer Geschichte tobte. Die unterlege­ nen Schwyzer Bauern besiegten durch den Mut der Verzweifel­ ten das übermächtige Heer der Habsburger. Seit dem Jubilä­ umsjahr 2015 gibt es dort ein kleines Besucherzentrum. Mit Vibrato-Stimme erzählt ein Lautsprecher die Heldenge­ schichten von einst. Stimmt nun endlich etwas, was man in Kindheitstagen in der Schule gelernt hat? Nein, neue Er­ kenntnisse zeigen: Die Schlacht war kein Freiheitskampf. Unsere Grand Tour zur Seele der Schweiz wird zum Fiasko. Oder doch nicht? Ein paar Stun­ den zuvor fuhren wir mit der ersten Fähre von Gersau nach Beckenried über den Vierwald­ stättersee. Türkis lag der See zwischen den Bergflanken, weisse Schleier stiegen aus den dunkelgrünen Wäldern. Trotz Sauwetter standen wir an der Reling und bestaunten das Set­ ting der Urschweizer Land­ schaft. Und wir waren uns si­ cher: «Ja, die Schweiz ist das schönste Land der Welt»! Etwas zu emotional? Von wegen, gera­ de in Zeiten von EM-Euphorie mag das erlaubt sein.

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Durch das Zentrum der Schweiz › Bern Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten ist besonders das Museum für Kommunikation zu empfehlen, das sich als einziges Museum der Schweiz dem Thema Informationsaustausch widmet. Tipp: Am 12. bis 14.8. findet ein Museumsfest statt. mfk.ch › Burgdorf Mittelalterfans finden hier die am besten erhaltene zähringsche Burganlage. Ein Geheimtipp ist das Goldmuseum. helvetisches-goldmuseum.ch

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Session

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Reise-Impressionen

Was gibt es zu entdecken, wo kann man sich e­ ntspannen? Unsere ReiseImpressionen zeigen, was Sie diesen Sommer nicht verpassen dürfen.

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Ausflug

Juli 2016

Er gilt als einer der schönsten Seen der Schweiz: der Walensee im Kanton St. Gallen.

Diese Seite entstand in Kooperation mit Schweiz Tourismus.

Highlights auf der Grand Tour Mythos und Geschichte in Schwyz

Rund um die Welt Mit Edelweiss an die Sonne Es ist Zeit, dem Regenwetter den Rücken zu kehren! Fliegen Sie mit Edelweiss nach Tampa und tanken Sie Wärme und Sommer. Dort scheint die Sonne sieben bis zehn Stunden pro Tag, liegt die Durchschnittstemperatur zurzeit bei rund 32 Grad und dort können Sie die spektakulärsten Sonnenuntergänge bewundern. Tampa an der Westküste Floridas wird auch «Sunshine City» genannt und ist für ihr vielseitiges Freizeit-Angebot bekannt. Nichts wie hin! Edelweiss fliegt das ganze Jahr über nach Tampa, bis Ende September drei Mal pro Woche (Freitag, Sonntag, Dienstag) und über den Winter zwei Mal wöchentlich. Wer maximalen Komfort in der Economy Class erleben möchte, mit 15 cm grösserem Sitzabstand und 5 cm mehr Neigewinkel, der bucht die Economy Max mit einem Aufpreis von 200 Franken pro Weg auf den Eco-Preis. www.flyedelweiss.com

Das Kambly Erlebnis ist sieben Tage geöffnet, Eintritt kostenlos. www.kambly.ch/kamblyerlebnis

Ein Platz an der Sonne Die Ferienregion Amden-Weesen SG liegt an der Sonnenseite des Walensees. Sie ist eine Idylle für Familien, die Bergerlebnisse und Wasserspass verbinden wollen.

M

anchmal steckt die gesamte Beschreibung einer Destination schon in ihrem Namen: Amden. Das sagt Ihnen nichts? Dann hilft ein ­ Blick in die Wortgeschichte. Amden leitet sich von «Amoenus mons» ab, was so viel bedeutet wie «lieblicher Berg». Passender könnte die Beschreibung für die Ferienregion Amden-Weesen an der Sonnenseite des Walensees SG nicht sein. Der See und der anschliessende, flache Hang sind durch ihre Südlage besonders klimatisch begünstigt. Die Region vereint eine grosse Klimavielfalt auf engstem Raum. Am Ufer des ­Walensees, wo Wein, Feigen und Palmen wachsen, mag man sich

Im schwimmenden Hotel quer durchs Mittelmeer Die schönsten Küstenstädte mit MSC Kreuzfahrten erkunden und sich auf hoher See verwöhnen lassen. Geniessen Sie auf der MSC Poesia**** eine Woche das italienische Flair von dolce far niente. Ihre Route führt Sie von Genua nach Neapel – Messina – Malta – Mallorca – Barcelona – Marseille und zurück nach Genua. Eine Woche ab 439 Franken pro Person mit Vollpension in einer Innenkabine, z.B. am 6.11.16, www.hotelplan.ch/kreuzfahrten Angebotssnummer: 6837 (Preisstand 22.6.16). Tel.: 0848 82 11 11 www.hotelplan.ch und in jeder Hotelplan Filiale.

Mit AIDA Land und Leute erleben

Badeferien für die ganze Familie

Zum 20igsten Geburtstag lanciert Aida Cruises das Selection Angebot. Auf der AIDAcara, AIDAvita und AIDAaura erleben Passagiere aussergewöhnliche Ferienerlebnisse auf speziellen Routen, die zu neuen Regionen und exklusiven Häfen führen. Während längeren Landaufenthalten können Gäste die Natur und die kulinarischen Spezialitäten ausgiebig geniessen. Abgerundet werden die AIDA Selection Reisen durch das Programm an Bord, welches Bezug auf die landestypische Kultur nimmt. Die erste Reise findet auf der AIDAcara ab dem 11. Februar 2017 zu den Polarlichtern und der Winterlandschaft im hohen Norden statt. Weitere Reisen ab Sommer 2017 führen nach Island und Grönland, zum Nordkap und den Lofoten. www.aida.ch

Verbringen Sie diesen Sommer auf der traumhaften Insel Mallorca. Auf spannenden Ausflügen oder Radtouren eröffnet sich Ihnen die Vielfalt der Insel mit ihren steilen Klippen, versteckten Buchten und verträumten Dörfern. Dank Hotelplan fliegen Sie direkt ab Zürich, Bern und Basel auf Mallorca. Eine Woche im Hotel Blau Punta Reina Resort ****, z.B. am 20.9.16 mit Flug ab Zürich, Transfer, im Doppelzimmer mit All Inclusive CHF 955 pro Person. www.hotelplan.ch/h-3074 (Preisstand 22.6.16). Weitere Reisedaten und tagesaktuelle Angebote verfügbar. Tel.: 0848 82 11 11, www.hotelplan.ch und in jeder Hotelplan Filiale.

ans Mittelmeer versetzt fühlen, auf dem knapp 2000 Meter hohen Mattstock gibt es Alpen-Feeling. Die Region Amden-Weesen ist nicht nur bei Wanderern und Paraglidern (und im Winter bei Schneesportlern) beliebt, sondern besonders bei Familien, die unweit von Zürich, Winterthur oder Chur hier eine beschauliche Idylle finden. Neben Feuerstellen und Erlebnis-Spielplätzen ist der Munggeweg ein Renner bei den Kleinen. Ab der Bergstation Mattstock führt Mungg Amdo zu zwölf lehrreichen Stationen. An Tastkisten, einem Kleintiergehege mit süssen Häschen, Klettermöglichkeiten, einer riesigen Holzmurmelbahn, einem Barfusspfad und zwei Hängebrü-

cken können die Kinder ihre Koordination trainieren und Spass in der Natur geniessen. Der Rundweg ist für geländegängige Kinderwagen tauglich und in circa zwei Stunden zu begehen. Abkühlung bieten anschliessend die Badestellen am Walensee. Eine Besonderheit sind die Sandstrände, die für Familien gut geeignet sind, um ein paar Stunden am Wasser zu verbringen. Hobby-Kapitäne können übrigens in Weesen Pedalos und Motorboote ohne Führerschein mieten. Und wer möchte, kann hier ein Ausflugsschiff besteigen und sich zu den Seerenbachfällen aufmachen – einer der höchsten frei fallenden und schönsten Wasserfälle der Welt.

Weitere Highlights Amdener Höhenweg Die beliebteste Wanderung in der Ferien­ region Amden-Weesen ist der Höhenweg, der im Dörfchen Amden Arvenbüel (1273 m ü. M.) beginnt und auf einer Länge von 8 Kilometern zu schönen Aussichten und unberührter Natur führt. Auf der Tour liegt das grösste Hochmoor der Ostschweiz. Erlebnisbad Amden In einem warmen Holzfass sitzen, dabei ein herzhaftes Zvieri-Plättli probieren und den weiten Blick auf den Walensee und die Glarner Alpen geniessen: Das bietet das Erlebnisbad Amden mit seinen drei Holzfässern. Wasserspass Bei vielen gilt der Walensee als schönster Bergsee. Neben Badestellen gibt es auch viele Wassersportaktivitäten zu entdecken: darunter Kajaken, Kitesurfen oder Stand-up-Paddling.  www.amden-weesen.ch

Fotos: ZVG

Treffsicher wie kein zweiter erfasst der Mythos um Wilhelm Tell die Seele der Schweiz. Das neue Geländespiel «Tatort Tell» führt Sie ausgerüstet mit einem Forschungsrucksack in der sagenhaften Urner Berg- und Seenlandschaft auf Spurensuche. Kommen Sie dem Nationalhelden mit moderner Inszenierungstechnik spielend näher – vom Tellendorf Bürglen über das Tell-Epizentrum Altdorf bis zur Tellsplatte am Urnersee. Ein Besuch der bekannten Altdorfer Tellspiele oder des neu eröffneten Tell-Museums rundet Ihr Tell-Erlebnis komplett ab.  www.uri.info/mythos-tell

Tauchen Sie mitten in der hügeligen Emmentaler Landschaft in die Welt des bekanntesten und beliebtesten Schweizer Biscuit-Herstellers ein. In Trubschachen, direkt an der Grand Tour gelegen, lädt das Kambly Erlebnis zum Verweilen ein. Entdecken Sie in einem für alle Sinne erlebnisreichen Begegnungsort die Geheimnisse der FeingebäckKunst. Schauen Sie den Kambly Maîtres Confiseurs in der Schauconfiserie über die Schultern und lassen Sie Ihrer Krea­ tivität bei einem Backanlass unter kundiger Anleitung freien Lauf (auf Voranmeldung). Mit Licht und Ton werden Sie durch die über 100-jährige Firmengeschichte geführt und erleben wie der Gründer nach dem Rezept seiner Grossmutter Bretzeli bäckt. Degustieren Sie im Fabrikladen nach Herzenslust rund 100 Guetzlisorten und entspannen Sie im Kambly Café. Spannende Workshops gibt es für Kinder in den Sommerferien unter www.kambly.ch/sommerplausch

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Amdo’s suche z Schat am Walensee

Der spannende Familien-Rätselweg in Amden-Betlis bei Weesen

e

Rund um einen der höchsten Wasserfälle der Welt, erwartet dich ab Mitte Juli 2016 etwas Spannendes:

Geh mit Amdo Mungg auf die Suche nach Walis Schatz… Acht Schatzkisten gilt es zu entdecken. Jede birgt ein kniffliges Rätsel für 5 - 7 und 8 - 11 Jahre alte Kinder. Wer alle Rätsel löst, erhält als Belohnung ein wohlverdientes Geschenk. Infos unter amden.ch/schatzsuche und Walis Schatz im Donnersee

Amdo Die Geschichte von im und Wali erfährst du rbuch: de Bil en neu erschien lis Wa d un g ng Mu do Am a Rosprim-Keller Dolores Zoe • Monik ee. Schatz im Donners handel Erhältlich im Buch hop sen.ch//sh und auf amden-wee ler

Überraschende Goldgruben, wilde Bergbäche und farbige Moorlandschaften: In der UNESCO Biosphäre Entlebuch befinden sich Naturschönheiten erster Güte und sorgen für Ausblicke der besonderen Art. Der 400 km2 grosse Naturpark liegt zentral zwischen Bern und Luzern gelegen und bietet nicht nur Ruhe und Entspannung in fast unberührter Natur. Auch eine Vielzahl von abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten können im «Wilden Westen» von Luzern erlebt werden.www.biosphaere.ch

Genussvolle Momente im Kambly Erlebnis

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Tatort Tell

Luzern einmal anders

Jede Menge Naturhighlights warten in der Region AmdenWeesen auf Besucher.

Foto: © Spot Magazine

Wilder Westen

Foto: © Luzern Tourismus

Genau so faszinierend wie die charmante Stadt Luzern ist deren Umgebung: Die Luzerner Landschaft mit ihrer einzigartigen Berg- und Seenlandschaft bietet im Sommer wie im Winter unzäh­ lige Ausflugsmöglichkeiten. Von den sanften Hügeln des Napfberglandes zu den schroffen Karstlandschaften und feuchten Mooren über die Mittellandseen gibt es viel zu entdecken.  www.luzern.com/ferienorte

Im Bundesbriefmuseum in Schwyz wird das berühmteste Dokument der Schweiz gezeigt: der Bundesbrief von 1291, der lange als Gründungsurkunde der Eidgenossenschaft galt. Erfahren Sie, was es mit dem Brief wirklich auf sich hat und welche Rolle der Rütlischwur, Wilhelm Tell oder die habsburgischen Vögte dabei spielten. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Eidgenossenschaft und geht der Frage nach: was daran ist Geschichte – und was ist ein Mythos? www.bundesbrief.ch


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Reise-Impressionen

Was gibt es zu entdecken, wo kann man sich e­ ntspannen? Unsere ReiseImpressionen zeigen, was Sie diesen Sommer nicht verpassen dürfen.

19

Ausflug

Juli 2016

Er gilt als einer der schönsten Seen der Schweiz: der Walensee im Kanton St. Gallen.

Diese Seite entstand in Kooperation mit Schweiz Tourismus.

Highlights auf der Grand Tour Mythos und Geschichte in Schwyz

Rund um die Welt Mit Edelweiss an die Sonne Es ist Zeit, dem Regenwetter den Rücken zu kehren! Fliegen Sie mit Edelweiss nach Tampa und tanken Sie Wärme und Sommer. Dort scheint die Sonne sieben bis zehn Stunden pro Tag, liegt die Durchschnittstemperatur zurzeit bei rund 32 Grad und dort können Sie die spektakulärsten Sonnenuntergänge bewundern. Tampa an der Westküste Floridas wird auch «Sunshine City» genannt und ist für ihr vielseitiges Freizeit-Angebot bekannt. Nichts wie hin! Edelweiss fliegt das ganze Jahr über nach Tampa, bis Ende September drei Mal pro Woche (Freitag, Sonntag, Dienstag) und über den Winter zwei Mal wöchentlich. Wer maximalen Komfort in der Economy Class erleben möchte, mit 15 cm grösserem Sitzabstand und 5 cm mehr Neigewinkel, der bucht die Economy Max mit einem Aufpreis von 200 Franken pro Weg auf den Eco-Preis. www.flyedelweiss.com

Das Kambly Erlebnis ist sieben Tage geöffnet, Eintritt kostenlos. www.kambly.ch/kamblyerlebnis

Ein Platz an der Sonne Die Ferienregion Amden-Weesen SG liegt an der Sonnenseite des Walensees. Sie ist eine Idylle für Familien, die Bergerlebnisse und Wasserspass verbinden wollen.

M

anchmal steckt die gesamte Beschreibung einer Destination schon in ihrem Namen: Amden. Das sagt Ihnen nichts? Dann hilft ein ­ Blick in die Wortgeschichte. Amden leitet sich von «Amoenus mons» ab, was so viel bedeutet wie «lieblicher Berg». Passender könnte die Beschreibung für die Ferienregion Amden-Weesen an der Sonnenseite des Walensees SG nicht sein. Der See und der anschliessende, flache Hang sind durch ihre Südlage besonders klimatisch begünstigt. Die Region vereint eine grosse Klimavielfalt auf engstem Raum. Am Ufer des ­Walensees, wo Wein, Feigen und Palmen wachsen, mag man sich

Im schwimmenden Hotel quer durchs Mittelmeer Die schönsten Küstenstädte mit MSC Kreuzfahrten erkunden und sich auf hoher See verwöhnen lassen. Geniessen Sie auf der MSC Poesia**** eine Woche das italienische Flair von dolce far niente. Ihre Route führt Sie von Genua nach Neapel – Messina – Malta – Mallorca – Barcelona – Marseille und zurück nach Genua. Eine Woche ab 439 Franken pro Person mit Vollpension in einer Innenkabine, z.B. am 6.11.16, www.hotelplan.ch/kreuzfahrten Angebotssnummer: 6837 (Preisstand 22.6.16). Tel.: 0848 82 11 11 www.hotelplan.ch und in jeder Hotelplan Filiale.

Mit AIDA Land und Leute erleben

Badeferien für die ganze Familie

Zum 20igsten Geburtstag lanciert Aida Cruises das Selection Angebot. Auf der AIDAcara, AIDAvita und AIDAaura erleben Passagiere aussergewöhnliche Ferienerlebnisse auf speziellen Routen, die zu neuen Regionen und exklusiven Häfen führen. Während längeren Landaufenthalten können Gäste die Natur und die kulinarischen Spezialitäten ausgiebig geniessen. Abgerundet werden die AIDA Selection Reisen durch das Programm an Bord, welches Bezug auf die landestypische Kultur nimmt. Die erste Reise findet auf der AIDAcara ab dem 11. Februar 2017 zu den Polarlichtern und der Winterlandschaft im hohen Norden statt. Weitere Reisen ab Sommer 2017 führen nach Island und Grönland, zum Nordkap und den Lofoten. www.aida.ch

Verbringen Sie diesen Sommer auf der traumhaften Insel Mallorca. Auf spannenden Ausflügen oder Radtouren eröffnet sich Ihnen die Vielfalt der Insel mit ihren steilen Klippen, versteckten Buchten und verträumten Dörfern. Dank Hotelplan fliegen Sie direkt ab Zürich, Bern und Basel auf Mallorca. Eine Woche im Hotel Blau Punta Reina Resort ****, z.B. am 20.9.16 mit Flug ab Zürich, Transfer, im Doppelzimmer mit All Inclusive CHF 955 pro Person. www.hotelplan.ch/h-3074 (Preisstand 22.6.16). Weitere Reisedaten und tagesaktuelle Angebote verfügbar. Tel.: 0848 82 11 11, www.hotelplan.ch und in jeder Hotelplan Filiale.

ans Mittelmeer versetzt fühlen, auf dem knapp 2000 Meter hohen Mattstock gibt es Alpen-Feeling. Die Region Amden-Weesen ist nicht nur bei Wanderern und Paraglidern (und im Winter bei Schneesportlern) beliebt, sondern besonders bei Familien, die unweit von Zürich, Winterthur oder Chur hier eine beschauliche Idylle finden. Neben Feuerstellen und Erlebnis-Spielplätzen ist der Munggeweg ein Renner bei den Kleinen. Ab der Bergstation Mattstock führt Mungg Amdo zu zwölf lehrreichen Stationen. An Tastkisten, einem Kleintiergehege mit süssen Häschen, Klettermöglichkeiten, einer riesigen Holzmurmelbahn, einem Barfusspfad und zwei Hängebrü-

cken können die Kinder ihre Koordination trainieren und Spass in der Natur geniessen. Der Rundweg ist für geländegängige Kinderwagen tauglich und in circa zwei Stunden zu begehen. Abkühlung bieten anschliessend die Badestellen am Walensee. Eine Besonderheit sind die Sandstrände, die für Familien gut geeignet sind, um ein paar Stunden am Wasser zu verbringen. Hobby-Kapitäne können übrigens in Weesen Pedalos und Motorboote ohne Führerschein mieten. Und wer möchte, kann hier ein Ausflugsschiff besteigen und sich zu den Seerenbachfällen aufmachen – einer der höchsten frei fallenden und schönsten Wasserfälle der Welt.

Weitere Highlights Amdener Höhenweg Die beliebteste Wanderung in der Ferien­ region Amden-Weesen ist der Höhenweg, der im Dörfchen Amden Arvenbüel (1273 m ü. M.) beginnt und auf einer Länge von 8 Kilometern zu schönen Aussichten und unberührter Natur führt. Auf der Tour liegt das grösste Hochmoor der Ostschweiz. Erlebnisbad Amden In einem warmen Holzfass sitzen, dabei ein herzhaftes Zvieri-Plättli probieren und den weiten Blick auf den Walensee und die Glarner Alpen geniessen: Das bietet das Erlebnisbad Amden mit seinen drei Holzfässern. Wasserspass Bei vielen gilt der Walensee als schönster Bergsee. Neben Badestellen gibt es auch viele Wassersportaktivitäten zu entdecken: darunter Kajaken, Kitesurfen oder Stand-up-Paddling.  www.amden-weesen.ch

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Tauchen Sie mitten in der hügeligen Emmentaler Landschaft in die Welt des bekanntesten und beliebtesten Schweizer Biscuit-Herstellers ein. In Trubschachen, direkt an der Grand Tour gelegen, lädt das Kambly Erlebnis zum Verweilen ein. Entdecken Sie in einem für alle Sinne erlebnisreichen Begegnungsort die Geheimnisse der FeingebäckKunst. Schauen Sie den Kambly Maîtres Confiseurs in der Schauconfiserie über die Schultern und lassen Sie Ihrer Krea­ tivität bei einem Backanlass unter kundiger Anleitung freien Lauf (auf Voranmeldung). Mit Licht und Ton werden Sie durch die über 100-jährige Firmengeschichte geführt und erleben wie der Gründer nach dem Rezept seiner Grossmutter Bretzeli bäckt. Degustieren Sie im Fabrikladen nach Herzenslust rund 100 Guetzlisorten und entspannen Sie im Kambly Café. Spannende Workshops gibt es für Kinder in den Sommerferien unter www.kambly.ch/sommerplausch

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Geh mit Amdo Mungg auf die Suche nach Walis Schatz… Acht Schatzkisten gilt es zu entdecken. Jede birgt ein kniffliges Rätsel für 5 - 7 und 8 - 11 Jahre alte Kinder. Wer alle Rätsel löst, erhält als Belohnung ein wohlverdientes Geschenk. Infos unter amden.ch/schatzsuche und Walis Schatz im Donnersee

Amdo Die Geschichte von im und Wali erfährst du rbuch: de Bil en neu erschien lis Wa d un g ng Mu do Am a Rosprim-Keller Dolores Zoe • Monik ee. Schatz im Donners handel Erhältlich im Buch hop sen.ch//sh und auf amden-wee ler

Überraschende Goldgruben, wilde Bergbäche und farbige Moorlandschaften: In der UNESCO Biosphäre Entlebuch befinden sich Naturschönheiten erster Güte und sorgen für Ausblicke der besonderen Art. Der 400 km2 grosse Naturpark liegt zentral zwischen Bern und Luzern gelegen und bietet nicht nur Ruhe und Entspannung in fast unberührter Natur. Auch eine Vielzahl von abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten können im «Wilden Westen» von Luzern erlebt werden.www.biosphaere.ch

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Blick Reisen Juli 2016  

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