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Mai€2011€€€€€€€€ FM 95.9 S+K 99.9 Muth 96.25 Versatel 100.2 www.radiocorax.de

Meterdicker Beton umhüllt eine Technologie, deren angebliche Rationalität sich schon wieder als Mythos entpuppt hat. Verheißungen und Beschwörungen bestimmen die Fortschrittsideologien der Neuzeit. Fukushima mag der Wendepunkt werden, der Tschernobyl nicht sein durfte. Aber Wendepunkt wofür? Für eine »Energiewende«, die alles beim Alten lässt und nicht fragt, für welches Leben und welche Bedürfnisse wir umsteigen auf Erneuerbare Energien? Green Capitalism – ihr dürft alle mitmachen …


Editorial€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ Die heile Welt ist die letzte Haben Sie es gut überstanden? Diese erste Angst, der Weltuntergang stehe bevor, Japan verseuche die ganze Welt, inklusive Ihrer eigenen. Sie erinnern sich? Alles ist gut ausgegangen: Diese japanischen Arbeiter bekommen das hin in dieser unaussprechlichen Provinz, das bisschen Meer­ wasser, klar … gut ist das nicht, aber … immerhin: Angela Merkel verkündet den schnellen Atomausstieg. Hat alles sein Gutes, nicht wahr? Seltsam ist höchstens, dass dieses dumpfe Gefühl bleibt, dass etwas nicht stimmt mit der Welt. Aber ändern kann man es ja eh nicht, höchstens ein bisschen mitprotestieren, weil die Fahnen im richtigen Wind wehen. Und dann kommt der Schlaf der Gerechten, Stuttgart, die Bastion des Geldverdienens ist in Grüner Hand, die CDU übernimmt ohne Gesichtsverlust grüne Positionen, selbst in Halle ist der Hauch einer Mitbestimmung zu spüren nach der Wahl. Also ehrlich mal, wo ist überhaupt das Problem? Haben wir überhaupt nennenswerte

Probleme? Gut, die Sache mit dem Ausbeutungsmodell Bürgerarbeit ist nicht ausdiskutiert, linke kritische Öffentlich­ keit wirkt auf einmal seltsam extremistisch, die Bundes­ wehr ist an wieviel Fronten eigentlich aktiv? Und sollte die nicht eigentlich abgeschafft werden ...? Na ja, und dieses Atom-Dings – vielleicht könnten ja die Bundesländer die Atomkraftwerke übernehmen, dann wäre es wohl kaum wirklich gefährlich ...? Und dann auch noch dieser Mai. War doch eigentlich der revolutionäre erste Mai – jetzt kommen die Nazis, können wir ja wenigstens offiziell mit­ blockieren, DGB ruft schließlich auch dazu auf. Und wenn dann wieder diese jungen Typen kommen zur Demo und fordern: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN! Was dann? Schließlich stimmt es ja, aber insgesamt irgendwie ziellos … WAS TUN? Zum Beispiel Witjastiefe III hören – das gemeinsame Programm von RADIO CORAX und dem Freien Senderkombinat Hamburg am 4. Mai von 10 – 12 Uhr     Rudi

Thema€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€

Schon vergessen(?) Über vermeindliche Wahrheiten Einige Tage zurück – vor 25 Jahren – ereignete sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Zehntausende   Jahre später vor gerade sechs Wochen dann Fukushima. Ein von Menschen selbst ausgerufenes Zeitalter – das Atomzeitalter – scheint sich zu einer nur Jahrzehnte währenden verhängnisvollen Epoche zu verdichten. Und wieder wird ein neues Zeitalter verkündet! Wir lassen   den Faustkeil links liegen, ignorieren die noch zehn­ tausende Jahre strahlenden radioaktiven Abfälle, vergessen für einen Moment, dass wir Steinzeitmenschen uns   noch immer mit tausenden von Atomwaffen mehrfach vernichten können und gleiten gar sanft in das Zeit­ alter der Erneuerbaren Energien. Sauber und rein wird alles werden – in auch nur wenigen Jahrzehnten – und   die Menschheit wird ihre Unschuld wieder erlangt haben. So könnten HIROSHIMA – Nagasaki – Krystym/Majak – Windscale – Harrisburg – Tschernobyl – FUKUSHIMA doch noch etwas Tröstliches erhalten, zumindest für diejenigen, die sich weit genug entfernt wissen. Ob aber allein mit einer technologischen Wende in der Energie­ erzeugung eine weltweite Befreiung aus der atomaren Geiselhaft herbeizuführen sei, muss angezweifelt werden. Den dafür notwendigen Politik- und Bewusstseins­ wandel werden die Marktkräfte der neuen Energien ganz sicher nicht allein vollbringen. Wir wähnen uns mal wieder in der besten aller Zeiten: Alles darf hinterfragt werden, alles steht auf dem Prüfstand, alles kriegt   Flügel, nicht nur die Windräder, auch die Demokratie. Und auf die mit Kollektoren gedeckten Dachflächen strahlt

die Hoffnung, dass bitte alles so sein möge, wie es die geläuterte Regierung verkündet. Mit der entsprechenden Leiterin schreiten wir als Pioniere voran, löschen das atomare Feuer und entfesseln das Neue. Welch Zeiten­ wende nach und mit Fukushima! Und ohne? Tschernobyl und die Folgen: vergessen und verdrängt. Die AKW: sicher und laufzeitverlängert. Erneuerbare Energien:   um des Profits willen ausgebremst. Regierungen   und Parlamente: an der kurzen Leine der Großkonzerne. Protest und Widerstand: wenn notwendig, diffamiert   und kriminalisiert. So buchstabierte sich die diktatorische Demokratie des Atomstaates für vier Jahrzehnte. Schon vergessen? Schon vorbei? Die damit einhergehenden Mythen und Ideologien, die vermeintlichen Wahrheiten und doch offensichtlichen Lügen sind weder ausreichend entzaubert noch aus der Welt. Einer Welt, in der die allermeisten Zumutungen   und Verbrechen im Namen des Fortschritts geschehen. Die Ökologie, der Klimaschutz, die Gesundheit der Menschen sollen da die Ausnahme sein … Ausreichend offene Fragen, um vom 3. 5. bis zum 6. 5. damit einige Sendungen im Programm von RADIO CORAX zu füllen und um einige grundlegende Aspekte zu erörtern, die im Gerede um Strompreise und   Leitungsnetze unterzugehen drohen.  Jürgen


There's no better way to fly! Ein Erfahrungsbericht aus Japan von Dante Eisenstein Ich war in Yokohama, als das große Beben ausbrach.Selbst die Japaner gerieten in Panik. Ich rannte unüberlegter Weise ins Freie und konnte mich selbst dort nicht auf den Beinen halten. Überall schwankten Häuser und Strom­ leitungen. Glasfassaden fielen herunter. Ich wusste nicht, ob die Erde schwankt oder meine Knie so zittern. Auch   in der Nacht bebte alle 15 Minuten die Erde. Du hörst das Haus ächzen, an Schlaf ist kaum zu denken. Am nächsten Morgen erreichte mich die E-Mail eines Freundes. Er riet mir, lieber nach Hause zu kommen,   da hier um die Ecke gerade ein AKW kaputt ginge. Am Fernseher sah ich dann das Elend. Ich überzeugte   mich davon, dass das Kraftwerk verdammt nah war: Zwei Autostunden. Aber im TV sah die Lage gar nicht so schlimm aus. Die Moderatoren hatten ihre Helme abge­ nommen, die sie während der Berichterstattung über   das Erdbeben getragen hatten. Der Tenor: Ja, es ist was kaputt, aber wir kriegen es wieder hin. Ich ging einkaufen für das Abendessen. Lecker Fisch, Avo­ cado, etwas Reis. Als ich wieder kam, klingelte mich   mein Freund Christian aus Yokohama an, der vorschlug, sich so bald es geht nach Westen abzusetzen. Ich hielt das für übertrieben, doch beschlossen wir, dass wir ruhig eine Woche in der netten Stadt Kyoto abhängen könnten. Es ließe sich bestimmt auch besser schlafen, wenn man nicht alle halbe Stunde durchgeschüttelt würde und   das AKW mit dem Reaktor ohne Dach nicht 250, sondern etwa 800 Kilometer entfernt wäre. Und falls hier 35 Millionen Leute auf einmal weg wollen, sollten wir besser

weit weg sein. So packten wir in 15 Minuten Kamera, Kre­ ditkarte, Reisepass ein – ab die Post nach Kyoto. Am nächsten Tag wurden die Ereignisse immer seltsamer. Das Dach eines weiteren Reaktors war gesprengt worden. Man sprach von einer kontrollierten Explosion. Kontrol­ lierte Explosion? Das klang sehr rätselhaft. In Kyoto fragte ich ein paar junge Leute, ob man sich nicht Gedanken über das Kernkraftwerk in Fukushima machen sollte. Ihre Antwort: Das werde schon wieder in Ordnung kommen. Wir berieten uns. Die Bedingung für unsere Abreise wurde festgemacht. Sollte es zu einer Kernschmelze kom­men, sind wir weg. Scheiß auf die Pläne und die Sachen in un-  seren Wohnungen. Abgemacht. Bier drauf. Die Kern­ schmelze hatte da schon längst begonnen, wie ich später erfuhr. Am Montag ließ die TV-Berichterstattung keine Zweifel, die erneut behelmten Moderatoren berichteten, der Behälter eines Reaktors sei kaputt gegangen. Das war der Moment, umgehend nach einem Flug zu suchen.   Die Lufthansa hatte horrende Preise. Der Drang der Menschen, Japan zu verlassen, wurde eiskalt ausgenutzt und die Ticketpreise verzehnfacht. Später sogar noch mehr. Vor uns stand eine fünfköpfige Familie. Der Vater war kreideweiß und klemmte schwitzend am Internet und Telefon, um die nötigen 30000 Euro aufzutreiben. Unglaublich. Wir hatten Glück und haben nur das   dreifache bei einer anderen Fluggesellschaft bezahlt. Schwitzend standen wir an den Automaten und zogen die letzten Kröten raus. Chris lieh mir 2000 Euro, damit ich nach Hause kommen konnte – Danke!

Illustration: Florian Mücke

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Thema€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€

Dass es ›so weiter‹ geht, ist die Katastrophe. Lukas Holfeld sprach mit Roger Behrens

Die Geschichtenerzähler machen weiter, die Autoindustrie macht weiter, die Arbeiter machen weiter, die Regierungen machen weiter, die Rock ’n’ Roll-Sänger machen weiter, die Preise machen weiter, das Papier macht weiter, die Tiere und Bäume machen weiter, Tag und Nacht macht weiter, (...) Bauzäune und Verbote machen weiter, die Fahrstühle machen weiter, die Häuserwände machen weiter, die Innenstadt macht weiter, die Vorstädte machen weiter... (Rolf Dieter Brinkmann, 1975) LH In Deutschland sind derzeit widersprüchliche Reaktionen auszumachen. Auf der einen Seite der Wille, zur Tagesordnung zurückzukehren, auf der anderen Seite gab es Berichte, die von einer zunehmenden Zahl von Menschen sprachen, die Lebensmittel bunkern. Roger, du verweist in deinen Analysen auf Günther Anders, der beschreibt, dass das so genannte Atomzeitalter durch ein fehlendes Katastrophenbewusstsein gekennzeichnet   sei. Wie stellt sich heute, angesichts der Japan-Ereignisse, das Verhältnis zwischen dem Gefahrenpotential durch Nutzung der Atomkraft und dem Bewusstsein von diesem Gefahrenpotential dar? RB In den ersten Tagen nach dem Erdbeben und den Reaktorunfällen wurde man hierzulande konfrontiert mit einer Unmenge an Informationen, die aber gar   nicht informativ sind, eine Bilderflut, bei der man bereits nach zehn Minuten merkt, dass es eigentlich eine vollständige Bilderarmut gibt. Die Bilder und Schlagworte wiederholen sich. Eben gerade mit der unablässigen Wiederholung von Bildern und zudem bestimmten Phra­ sen – Katastrophe, Angst, Panik, Sorge etc. – werden durch diese Art der Berichterstattung Emotionen, mit denen wohl jeder Mensch unweigerlich auf die schreck­lichen Ereignisse reagiert, entschärft. Günther Anders formuliert schon 1956 in Die Antiquiertheit des Menschen die These, dass wir nicht in einem Zeitalter der Angst leben, sondern in einem Zeitalter der Unfähigkeit, Angst zu haben:   Eine Phobie vor der Phobie, eine Angst, Angst zu haben. Und das kann auch derzeit beobachtet werden: Zwar werden permanent Vokabeln wie Angst und Katastrophe benutzt, aber sie bestätigen eher eine Katastrophen­ amnesie. Anders nennt das Apokalypse-Blindheit. Zum Begriff der Katastrophe: Bei Walter Benjamin, der ja   das so genannte Atomzeitalter nicht miterlebt hat, findet sich in der Einbahnstraße von 1928 die interessante Beobachtung, dass gerade im kleinbürgerlichen Umfeld davon ausgegangen wird, dass das Schlimmste noch

bevor stünde. Tatsächlich ist die Katastrophe längst da, oder, in Benjamins Worten: Dass es ›so weiter‹ geht, ist die Katastrophe. Auch was Fukushima angeht, wird medial suggeriert, dass trotz Explosionen, Kern­ schmelzen, verstrahltem Trinkwasser und Toten das dicke Ende erst noch kommt, aber aufschiebbar ist,   wenn man sich um entsprechende Reparaturen bemüht. Das ist schon sehr zynisch. Noch zynischer ist aber,   dass bereits nach einer Woche die Berichte über die Ereig­ nisse in Japan von anderen Meldungen – und das   waren nicht nur Berichte aus Libyen, sondern auch irgend­ welche Fußballnachrichten – verdrängt wurden.   Dass jetzt vor einigen Tagen der Fukushima-Unfall wie Tschernobyl zum Stufe-7-Ereignis erklärt wurde,   rangiert unter den üblichen Tagesmeldungen und wird als bloße symbolische Geste der in Japan Verantwort­ lichen abgetan.

Gerade jetzt, wo soziale Phantasie von Nöten wäre, wird jeder utopische Gedanke abqualifiziert LH Du sprichst von einer Unfähigkeit zur Angst. Möglicherweise war das Bewusstsein vor zwanzig   oder dreißig Jahren auch ein anderes. Es gab Raum für eine intellektuelle Auseinandersetzung und sei es   auch in dystopischen Romanen, wo die Möglichkeit einer solchen Katastrophe verarbeitet wurde. Selbst in Sub­ kulturen hat sich das niedergeschlagen – man denke an   den Punk, vielleicht sogar in einem Lebensgefühl. Damals wurde diese Auseinandersetzung vor allem vor dem Hintergrund einer atomaren Aufrüstung geführt. Du argumentierst in einem Artikel über die Anti-  AKW-Proteste, dass die Trennung von ziviler und militäri­ scher Nutzung verkehrt sei. Was ist daran verkehrt? RB Philosophen wie Günther Anders, aber auch Hanna Arendt oder Karl Jaspers schrieben über die Bombe, also über die militärische Nutzung der Atomenergie.   Was sich allerdings heute zeigt, so meine ich, ist, dass es überhaupt keine Philosophie des Atomzeitalters gibt. Damit meine ich, dass das, was passiert, sich unserer bisher zur Verfügung stehenden philosophischen Begrifflichkeit vollkommen entzieht. Atom kommt aus dem griechischen atomos und bedeutet das Unzer­ trennbare. Die abendländische, wenn nicht die gesamte


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Philosophie baut auf dieser Atom-Idee auf, nach der es von der Natur her unzertrennbare Teilchen gibt, die   eine naturgegebene Einheit der Dingwelt darstellen.   Die allerdings ist durch die Möglichkeit des Spaltens der Atome außer Kraft gesetzt; für ein Atomkraftwerk hat   das genau dieselben Konsequenzen wie für eine H-Bombe: Wir haben überhaupt keine Vorstellung – und wir   können auch gar keine Vorstellung haben – von dem,was da geschieht. Wir haben es mit einer freigesetzten Kraft   zu tun, die nicht abschaltbar ist. Das ist das Entscheidende: Der radioaktive Zerfall kann nicht einfach abgestellt werden, wenn sich herausstellt, dass er eben das Leben bedroht, sondern er läuft immer weiter. Gleichzeitig werden Kräfte freigesetzt, die im Kontrast zur Unsicht­ barkeit der Atomspaltung stehen – man denke an   die Opfer der Strahlenkrankheit. Nun war philosophisch immer der Unterschied zwischen Wesen und Erscheinung relevant. Doch das Wesen der Kernspaltung ist Zer­ störung und die Erscheinung ist eine Unsichtbarkeit, die nichts weiter bringt als den Tod. Auch in dieser Hinsicht sehe ich keinen Unterschied zwischen einer zivilen und einer militärischen Nutzung der Kernenergie. Es zeigt sich ja, dass die Kräfte, die das Bedrohungspotential militärischer Nutzung haben, die gleichen sind wie die einer zivilen Nutzung: beide sind unbeherrschbar.   Wenn man so will, hat die Kritik an der Atomkraft auch ein Moment von Herrschaftskritik. Hinzu kommt   ein ideologisches Motiv: Ähnlich wie die Strategie der Abschreckung bei der Atombombe funktioniert die Argumentation mit dem so genannten Restrisiko bei der Kernenergie. Das Lebensbedrohliche und Tödliche   wird in beiden Fällen einer Logik unterworfen, die zur verwalteten Welt (Adorno) gehört: Ein verdinglichtes System, in dem Gefahrenpotentiale des technischen Fortschritts nach einer kalkulierbaren Wahrscheinlichkeit berechnet werden. LH Nun haben wir es in Japan mit einer Naturkata­ strophe als Auslöser zu tun, die ja ohnehin schon tausende Menschenleben gekostet hat. Vielleicht sagt der Glaube daran, dass man Atomenergie beherrschen könnte, schon einiges über ein gesellschaftliches Natur­ verhältnis aus. Mit was für einem Verhältnis zwischen Mensch und Natur haben wir es im Atomzeitalter zu tun? RB Technikkritik, maßgeblich die von Heidegger entworfene, neigt dazu, das Gesellschaftliche vollkommen auszusparen. Doch auch für das so genannte Atom­ zeitalter gilt: Wenn wir von sozialen Verhältnissen reden,

reden wir von Verhältnissen des modernen Kapitalismus. Wir reden darüber, dass diese Verhältnisse sowieso   nicht stimmen, dass der Mensch in Strukturen lebt, die keine freie Entfaltung ermöglichen. Gleichwohl hat   der Kapitalismus sehr gut überleben können, gerade durch einen technischen Fortschritt. Jegliche Umwälzung macht sich in den letzten Jahrzehnten an technischen Veränderungen fest. Atomkraft ist dafür ein Beispiel, weist aber auch tatsächlich darüber hinaus. Sie gehört nämlich zu den Techniken, die sich immer weiter entfernen von etwas, das man gesellschaftliches Verhältnis nennen könnte. Dadurch entstehen Probleme, die natürlich nicht durch Technikkritik gelöst werden müssen, sondern sozial. Das heißt eben nicht, nur die zerstöre­ rische Technik abzuschaffen, sondern auch den Kapitalis­ mus. Eine soziale Veränderung der Verhältnisse im   Sinne eines realen Humanismus wird aber gar nicht in Betracht gezogen. Konkret: Dass das, was in Fukushima passiert, zweifellos seine gesellschaftlichen Bedingun­ gen hat, spielt überhaupt keine Rolle. LH In Deutschland steht nun scheinbar der Atomausstieg auf der Tagesordnung. Kraftwerke sollen vom Netz genommen werden, gleichzeitig wird von Seiten der Regierung klargemacht, dass ein sofortiger Atomausstieg keine Option ist. Wie schätzt du diese Debatte ein? RB Es geht um Realpolitik und Sachzwänge. Einmal mehr wird der Status quo des Gesamtsystems nicht angetastet. Gerade jetzt, wo soziale Phantasie von Nöten wäre, wird jeder utopische Gedanke abqualifiziert; ohn­ mächtig beschränkt man sich auf die angeblich schnelle Hilfe. Auch die Anti-Atombewegung lässt sich meines Erachtens viel zu schnell darauf ein, dass diese Technik quasi entkoppelt vom Gesellschaftlichen ihre eigene Logik hat. Zum Thema Ausstieg und Abschalten fallen mir jedenfalls nicht nur Atomkraftwerke ein …

Roger Behrens ist Autor zahlreicher Bücher und Beiträge zur kritischen Theorie der Massenkultur, Popmusik und Sozialphilosophie. Einmal im Monat ist seine Sendung »Freibaduniversität« (im Winter »Hallenbaduniversität«) auf RADIO CORAX zu hören. Das Gespräch führte Lukas Holfeld, der bei der Gruppe »Surpasser« aus Weimar und als Sendungsmacher (»Wut­ pilger Streifzüge«) bei RADIO CORAX aktiv ist.


€€PROGRAMM

€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ Downtownjazz

CORAX€im€Mai€€€€€€€€ Buchfink freitags 20 Uhr

Samstag 14. 5. 17 Uhr

Mindaugas Valiukas: So lernt man ordnung / bretter hammer / schrauben alles / zur hand so stürzt / du nicht vom einen / zum anderen gehockt / in ein wirrwarr aus / abfällen bruchstücken resten / sparsam die nötigsten / bewegungen konzentriert / ein brett ans andre mit liebe / genaue schläge da glühen / sterne aus sägespänen / von der jacke tropft / das harz des monds auf / die schuh auf handflächen / schreien splitter interessant / dieses spiel / unwichtig nun / ob sarg oder nistkasten einschalten, anrufen und vorlesen...

Das lyrische Duo Sonntag 8. 5. 18 Uhr

Kennt Ihr das Land? Auf Erden liegt es nicht. Von dem das Herz in bangen Stunden spricht, wo keine Klag’ ertönt und keine Träne fließt, der Gute glücklich, stark der Schwache ist? Kennt Ihr es wohl? Dahin, dahin, lasst, Freunde, fest uns richten Herz und Sinn! Kennt Ihr den Weg, die raue Dornenbahn? Der Wandrer seufzt, dass er nicht weiter kann; er wankt und sinkt; im Staube blickt er auf: ›Verkürze, Vater, doch des müden Pilgers Lauf!‹ Kennt Ihr ihn wohl? Der geht, der geht in jenes Land, wohin die Hoff nung steht! Kennt Ihr den Freund? Er ist ein Menschenkind. Und mehr doch, mehr, als alle Menschen sind; er ging voran die raue Dornenbahn, nimmt freundlich sich der armen Pilger an; kennt Ihr ihn wohl? Die Hand, die Hand geleitet sicher uns ins Vaterland. Lord Helmchen und Sir Arthur The Angel stellen sich gemeinsam mit Klaus Harms u. a. dem Versuch, Euch auf dem Weg in ein Vaterland zu geleiten, welches weder durch Stolz abgehoben noch durch Todeswolllust für selbiges geblendet ist. Gedanken zum Vaterland in den unterschiedlichsten Wahrnehmungen und Interpre­ tationen sind willkommen unter daslyrischeduo@gmx.de.

Frauenleben Samstag 21. 5. 16 Uhr

Delphin auf Radio Erevan Samstag 7. & 21. 5. 15 Uhr

David Blackbourn schildert in diesen beiden Sendungen und in seinem Buch Die Eroberung der Natur die Geburt des modernen Konstruktes, das politisch Deutschland genannt wird. In den letzten 250 Jahren wurde hier wie andernorts gravierend in die Umwelt eingegriffen. Gerodete Wälder, begradigte Flüsse, trocken gelegte Moore und Staudämme kennzeichnen eine Art der Natur­ eroberung, die kaum einen Stein auf dem anderen gelas­ sen hat. So gerät das Buch unversehens zu einer kritischen Betrachtung basisökologischen Verständnisses.

Michael Breitenbach – Instrumentalist und Komponist im Spannungsfeld von Experimentalmusik und Jazz Michael Breitenbach kam auf spielerische Art und Weise zur Musik. Der Klavierunterricht vom Vater, der nicht so sein Ding war, hielt ihn jedoch nicht davon ab, auf dem im Kinderzimmer stehenden Klavier herumzuklimpern. Und so erforschte er selbst das Klavier und fand auf seine Weise zur Musik. Diese Herangehensweise, einfach zu spielen, hat ihn bis heute geprägt. Später lernte er auch Noten, doch ist für ihn das Spielen mit improvisatorischer Freiheit immer noch die natürlichste Art des Musizie­ rens. Das heißt nicht, dass ihn nichts beeindruckt hätte. Als Jugendlicher hörte er die unterschiedlichsten Stil­ lrichtungen – unter anderem Frank Zappa, King Crimson, Charlie Mingus, Archie Shepp und Steve Lacy. Später setzte er sich mit der abendländischen Tradition und der zeitgenössischen komponierten Musik auseinander. In der jüngeren Vergangenheit viel mit orientalischer Musik. Er spielt Jazz vom Oldtime bis zum Freejazz aber auch Rockmusik, Blues, Klezmer, Theatermusik und anderes. Alle diese Einflüsse haben sein musikalische Sprache geprägt. Er kommt zu uns ins Studio und erzählt, warum er sich mehr und mehr dem Sopransaxofon als Hauptinstrument zugewendet hat und dem EWI – einen geblasenen Synthesizer – welches ihn vor allem wegen seiner Möglichkeit der Erzeugung bizzarer Klänge in Verbindung mit einem angenehmen Spiel­ gefühl interessiert.

Samstag 21. 6. 21 Uhr

May-Feier Sie ist eine der großen Diseusen des 20. und 21. Jahr­ hunderts. In der DDR kannte sie jeder vom Film, vom Theater, aus dem Fernsehen und von der Schall­ platte. In ihrer 30jährigen Ensemblezugehörigkeit am Berliner Ensemble erlebte sie als Mutter Courage (13 Jahre auf dem Spielplan!) einen ihrer schauspie­ lerischen Höhepunkte. Als Schauspielerin ist sie nach der Wende durchs TV – z. B. in Evelyn Hamanns Adelheid und ihre Mörder – bundesweit bekannt geblieben. Dazu als Schriftstellerin: Zuletzt mit dem autobio grafischen Es wechseln die Zeiten. Die Tochter berühmter Künstler­Eltern wurde durch ihre unverwechselbare Interpretation von vor allem Brecht­, Eisler und Tucholsky­ Texten weltweit gefeiert. Zahlreiche Gastspiele führten sie in fast alle Länder Europas, in die USA und nach Australien. Noch heute begeistert sie mit ihrer Bühnen­ präsenz, hohen Darstellungskunst und Natürlichkeit das Publikum im In­ und Ausland. Eines ihrer Marken­ zeichen ist ihre Wandelbarkeit. Zahlreiche inter­ nationale und nationale Auszeichnungen, u. a. 2004 das Bundesverdienstkreuz, sind verdiente Anerkennung für eine jung gebliebene großartige Künstlerin. Am 31. Mai wird Gisela May 88 – und dazu möchte ich ihr schon jetzt gratulieren! Elke Prinz


€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ €€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ EMMAS Töchter Samstag 14. 5. 16 Uhr

Samstag 28. 5. 16 Uhr

Geburtshaus oder Klinik? Das fragen sich viele Frauen, wenn sie spüren, dass ein Kind unterwegs ist. Oft machen sie sich auch vor dem Kinderwunsch schon Gedanken darüber. Geburtshäuser gibt es noch nicht sehr lange. Sie schossen mit zuneh­ mender Emanzipation der Frauen wie Pilze aus dem Boden. Was unterscheidet eine Hebamme eines Geburts­ hauses von einer Hebamme im Krankenhaus? Und wie sieht die Zukunft der Geburtshäuser aus? Sterben sollst Du für Dein Glück? Seit kurzem setzt sich eine gut aussehende, intelligente junge Frau in den deutschen Medien für die Abschaffung der Zwangsehe ein. Sie selbst, eine Konvertitin vom Islam zum Christentum, sollte in den 90er Jahren mit ihrem Cousin zwangsverheiratet werden. Die Auflehnung gegen ihre Familie endete in einem Todesurteil, das ihre engsten pakistanischen Verwandten gegen sie aus­ sprachen. Ihren Weg, der einst im Norden Pakistans seinen Anfang nahm, beschreibt sie in ihrem ersten Buch Sterben sollst Du für Dein Glück. In Deutschland gefeiert und mit Auszeichnungen geehrt, erheben sich in ihrer früheren Wahlheimat Österreich zahlreiche kritische Stimmen gegen Sabatina James. Mit unserer Sendung wollen wir Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, unsere Meinung zu Sabatina James und ihrem Anliegen näherbringen. Dagmar und Monika

Mi 4. 5. 15.10 Uhr

Momentaufnahmen vom Tschernobyl­Kongress der IPPNW in Berlin 8. – 10. 4. 2011 Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft. Eine Lesung aus dem Buch von Swetlana Alexijewitsch, in dem sie Zeitzeugen über das Unglück befragte. Die ICAN: Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen. Interviews und Vortragsauszüge.

Do 5. 5. 15.10 Uhr

Atomausstieg – Voraussetzung für Frieden und Nachhaltigkeit Vortrag von Günter Altner auf dem IPPNW­Kongress in Berlin. Günter Altner ist Biologe und Theologe, emeri­ tierter Professor für Sozialethik und Mitbegründer des Freiburger Öko­Instituts. Er beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit ökologischen Grundsatzfragen. Er spannt einen Bogen von der jahrzehntelangen Ignoranz der Atomenergiekritik zur überhasteten und deshalb nicht gerade glaubwürdigen Kehrtwende: Er fordert und begründet die Notwendigkeit für einen tiefer gehenden Bewusstseinswandel.

Fr 6. 5. 15.10 Uhr

Warum es ums Ganze geht – Weltkrise als Zukunftschance Vortrag von Prof. Dr. Hans Peter Duerr, ebenfalls auf dem IPPNW­Kongress in Berlin. Duerr, Quantenphysiker, promovierte bei Edward Teller, Mitarbeiter von Werner Heisenberg, Direktor des Max­Planck­Instituts für Physik. Als Vorstandsmitglied von Greenpeace Deutschland, erhielt er 1987 den alternativen Nobelpreis. Er ist Gründer und Vorstand von Global Challenges Network. Hans Peter Duerr betrachtet Grundsatzfragen des Lebens, des Lebendigen, im Kontext technologischer Allmachts­ vorstellungen, naturwissenschaftlicher Erkenntnistheorie und verantwortungsvoller menschlicher Ethik.

Di 10. 5. 15.10 Uhr

Die ägyptische Revolution – Voraussetzungen, Abläufe, Prognosen Junge Wissenschaftler aus Halle, Leipzig und Kairo erläutern und diskutieren Hintergründe der Revolution in Ägypten, von Mubarak bis zu den Muslimbrüdern. Hören Sie die Aufzeichnung der Diskussionsrunde vom 27. 4. 2011, veranstaltet vom Friedenskreis Halle und der Heinrich­Böll­Stiftung.

F. Mücke

Ground Zero

Higherbeats

3. 5. – 6. 5.

Sendereihe: Tschernobyl – Fukushima – was folgt?

Di 3. 5. 15.10 Uhr

Tschernobyl­Fukushima­Fessenheim­Alternativen Vortrag von Dr. Georg Löser im Rahmen des Freiburger Samstagsforums, einer alternativen Universitätsreihe zu Klimaschutz, Neuen Energien und Atomenergie. Die Strahlenbelastung und die gesundheitliche Folgen nach Tschernobyl, die Reaktorkatastrophe von Fukushima und die Lage in deutschen und französischen AKW werden analysiert. Dazu ein Ausblick auf Handlungs­ möglichkeiten und Alternativen.

Donnerstag Mario Aureo / Berlin 5. 5. Mario Aureo wurde 1985 in Hannover geboren und fing 22 Uhr schon im Alter von 15 Jahren an aufzulegen. Nachdem er nach vielen Auftritten in und um Hannover sich einen Namen als DJ gemacht hatte, war klar, dass elektro­ nische Musik ein fester Bestandteil in seinem Leben werden sollte. Im Jahr 2009 wurde, neben Remixen für die Labels Love Hertz und Two Faces Records, dann sein bislang größter Erfolg, die Single Talking Drums, auf Butch’s und Amir’s Bouq Records released, die von internationalen Größen wie Mathias Kaden, Laurent Garnier (Timewarp 2009), Karotte (Karottes Kitchen Feature), Lauhaus (Resident Advisor Charts) und vielen anderen supportet wurde. Mehrere Veröffentlichungen folgten, und für das erste Quartal 2011 sind schon Releases auf OFF, Einmaleins und Yippiee in Planung.


€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ €€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ Donnerstag Spedro / Berlin Seit 2001 begeistert der DJ 19. 5. und Producer Spedro nicht nur 22 Uhr die Harz­Region, sondern ist auch darüber hinaus bekannt als Label­Nomade bei Supdub, Extrasmart, Höhenregler, Cimelde. Zusammen mit Robert Dietz, Nic Fanculli und Daniel Stein­ berg ist er auf diversen Com­ pilations zu hören. Mit diesen großartigen Sets weiß er Liebhaber von anspruchsvollem House, Techno und Minimal in Glücksmomente zu ver­ setzen, was nicht zuletzt auch Loco Dice aufgefallen ist, der seit Monaten seinen Track Sola beinahe überall spielt. Zusammen mit Bob Morane gestaltet er die Radioshow Viva la Electronica und tourt mit den Boxx Sessions von Berlin nach Italien und Spanien. Man sollte und kann ihn zukünftig also nicht mehr aus Augen und Ohren verlieren. Hört bei uns rein!

Im Kopf Lokalisation Mittwoch 4. 5. 24.10 Uhr

Mittwoch 11. 5. 24.10 Uhr

Bertolt Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches (1967) (2/2) In Anlehnung an Heinrich Heine wollte Brecht das Stück ursprünglich Deutschland – Ein Greuelmärchen nennen. Er überlegte auch, das Ganze Die Deutsche Heerschau zu nennen. Der endgültige Titel ist eine Anlehnung an Balzacs Werk Glanz und Elend der Kurtisanen. Den jeweili­ gen Szenen geht ein kurzes Gedicht voraus, wobei jede der Szenen für sich steht. Es geht um den Alltag, um das Private, darum, wie sehr der Nationalsozialismus alle Lebensbereiche der Menschen durchdringt. So bekommen Eltern Angst, dass ihr eigenes Kind sie denunzieren könnte. Bereits am 21. Mai 1938 sind acht der 30 Szenen in Paris uraufgeführt worden. Ferdinand Kriwet: Radioselbst (1979, 22min) Thema von Radioselbst ist das Radio selbst. Die stetige und allgegenwärtige Ansprache des Rundfunks an die Hörer vor den Lautsprechern in den Wohnungen und Betrieben und Schulen und Büros, in den Autos und auf den transistorisierten Wanderwegen des Tourismus, dargestellt am Programm einer beliebigen Sendewoche von WDR 2. Radio (1983, 36min) Ferdinand Kriwet schreibt: Radio: exemplarisches Konzen­ trat dessen, was tagaus, nachtein in der Luft ist – on the air: Sprachatmosphäre. Radio: die Universalsprache des elektro­ nischen Babel aus Chips und Transistoren, Röhren, Antennen, Netzen, Verteilern, Widerständen, Verstärkern etc. Radio: die Polyphonie des durch die gemeinsame Zeit strukturierten Welt­Geschehens.

Mittwoch 18. 5. 24.10 Uhr

Avanti-Sozial-AG: Neukölln in den Kollwitzplatz verwandeln? (Feature 2009) Den Effekt der Prenzlauerbergisierung, den wird es hier nicht geben, sagt Reinhold Steinle, der in Neukölln Stadtteil­ führungen macht. Das sei zumindest seine Hoffnung. Aber längst ist klar: Der Norden Neuköllns verändert sich: mehr junge Leute, mehr Student_innen, neue Kneipen, Cafés und Galerien. Der Bezirk und der Berliner Senat bemühen sich um eine Aufwertung des Viertels – nicht ohne Folgen. Die Mieten steigen rasant. Soziologen beschreiben diesen Prozess als Gentrifizierung. Was aber sind die Gründe für diese Entwicklung in Neukölln? Wer treibt sie voran? Das Radiofeature untersucht den Norden Neuköllns im Spätsommer 2009. Ausgehend vom Reuterkiez, mittlerweile medial und auf dem Wohnungs­ und Kulturmarkt als Kreuzkölln bekannt, wird der Gentrifizierung in einem der sich am schnellsten wandelnden Berliner Kieze nachgegangen, über den es noch 2006 hieß, es gehe dort zu, wie einstmals in der Bronx. Dabei geht es auch um die Strategie des Landes Berlin, kommunalen Wohnraum an die Privatwirtschaft zu übertragen, um die öffentliche Hand zu entlasten.

Mittwoch 25. 5. 24.10 Uhr

Franz Kafka: Das Schloß (1953) Es war spätabends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor. [...] Wenn die Straße sich auch vom Schloß nicht entfernte, so kam sie ihm doch auch nicht näher. weitere Informationen unter ikl959.wordpress.com

Rock­History Mittwoch 11. 5. 20 Uhr

Lynyrd Skynyrd Die Band Lynyrd Skynyrd gehörte in den 70er Jahren zu den wichtigsten Vertretern des sogenanten Southern­ Rocks. Die Musik ist eine Mischung aus Rock, Blues­Rock und Country. 1974 veröffentlicht Lynyrd Skynyrd mit der LP Second Helping wohl ihr erfolgreichstes Album. Diese Platte enthält den Song Sweet Home Alabama, der bis heute als allererstes mit der Band in Verbindung gebracht wird, wenn von Lynyrd Skynyrd die Rede ist. In der heutigen Sendung gibt es einen Überblick über das Schaffen dieser Band.

Rough and Ready Samstag 14. 5. 23 Uhr

Lena Malena & Die schönen Buben Auf ihrer Entdeckungsreise durch den wilden Osten der Republik begegnet Lena Malena, die österreichische Badewannensängerin und Pianistin, den artigen Musi­ kanten Tim, Matthias und David. Vom Können, dem umwerfenden Aussehen und der Unterwürfigkeit der drei Buben verzückt, beschließt sie, ihre Solokarriere zu beenden, um fortan ihre Lieder gemeinsam mit dieser


€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€ Mitmischen€€€€€€€€€€ holden Kapelle erklingen zu lassen. Und so bekommt man bei den fabulösen Auftritten der Badewannen­ prinzessin und ihrer Prinzen auch eine ungewöhnliche musikalische Essenz zu hören ... Da trifft das öster­ reichische Chanson mit seiner liebevoll witzigen Düsternis auf sein französisches Pendant, und auch spanische und englische Einflüsse werden geschickt zu einem Teppich eines ganz besonderen Lebensgefühls verwoben. Musik, die Spaß macht! Radio­Konzert im plan3 und live auf CORAX 95,9 FM

Streitmächte Mittwoch 18. 5. 19 Uhr

Günthers Anders und die Atomenergie Mit Kraftwerken beschießt man die Menschheit. Die Gleichsetzung von Atomwaffen und Atomkraftwerken ist legitim; der Ausdruck ›friedliche Nutzung der Kernenergie‹ ist eine Lüge. Wir sind die Angegriffenen, die Menschheit als Ganze ist angegriffen und hat sich zu verteidigen. Mit Sätzen wie diesen geriet der damals 84­Jährige Essay­ ist und Philosoph Günter Anders nach den Ereignissen von Tschernobyl ins Fadenkreuz des westdeutschen Atomstaates und wurde als Gewaltprediger diffamiert. Er formulierte aber eine zutiefst differenzierte Kritik technologischer Entwicklungen der Moderne sowie das menschliche Recht auf Notwehr gegenüber selbst­ zerstörerischen Tendenzen. Streitmächte beleuchtet sein Leben und schriftstellerisches Werk, fokussiert auf die Frage der Atomenergie.

TECHNOTTIC Freitag 13. 5. 24 Uhr

Tobias Rox Seit 1998 organisiert Tobias Rox mit seinen Freunden viele kleine Partys und kam so zur elektronischen Musik. Im Jahre 2003 lernte er Roy Klawes aka Scott Vilbert kennen und da zog es ihn endgültig in die Club­Szene. Scott Vilbert zögerte nicht lange und fragte ihn, ob er in seine Bookingagentur Szenebooking möchte, und ohne zu zögern sagte er Ja. Seit 2004 ist er nun im Auftrag von Szenebooking unterwegs und ist Resident­DJ im Club Point Zero in Delitzsch.

Freitag 27. 5. 24 Uhr

Mentalalpha Mentalalpha ist seit 2008 das Alpha­Männchen im Hause Human­Electronics. Angefangen hat alles mit der Leidenschaft, das schwarze Gold, Vinyl zu sammeln, doch das reichte nicht. Ende 2008 war es dann auch so weit: Er stand das erste Mal offiziell hinter den Decks. Minimal­ Electro ist heute sein Style und damit wird er euch mental auf das Wochenende vorbereiten! So tune in and listen up on TECHNOTTIC Euer Peer und der Chris

dance dance dance for the raven radio ein perfekter tag: aufwachen. noch mal umdrehen. ausmüden. aufstehen. zähneputzen. radiohören. kaffeetrinken. sonnegenießen. eisessen. schuheanziehen. rausgehen. ausgehen. glitzerclashen. deeptechnoen. minimalen. rabenfüttern. wann? wo? wie? warum? raben haben auch im frühling hunger. weil das corax­ futter arg rationiert wird, bitten wir um eure mithilfe. füttern ist hier ganz ausdrücklich gewünscht. dafür glitzert lea legrand mit euch. alphabeton wird an deepem techno schrauben. mila stern bastelt an feinstoff­ lichem minimal. außerdem gibt’s nen haufen firlefanz und bunte getränke. also: dance dance dance for the raven radio! am 20. 5. im VL.

Ich heiße Karl­Heinz und habe Kunst! So nannte sich einst eine Ausstellung von Halleschen KünstlerInnen, die sich selbst ermächtigten und in tiefster DDR­Tristesse Farbe in die Stadt brachten, ohne auf damals existierende Konventionen Rücksicht zu nehmen. 30 Jahre später existiert nunmehr ein ganz anderer freier Galerieraum in Halle und das ganz ohne Miete und Verhandlungen mit städtischen Kunst­Eliten oder ­Verwal­ tern. Diese Galerie ist virtuell und auf UKW zu hören und kann auf der Frequenz von RADIO CORAX 95,9 in Beschlag genommen werden. Das heißt ganz praktisch: RADIO CORAX steht Euch zur Verfügung, um eigene Projekte on air zu verwirkli­ chen oder anzupreisen. Ob es eigene Ausstellungen sind, Audio­Kunst oder einfache Überlegungen zu Kunst, Design und Philosophie – im Designhaus auf dem Neu­ werk­Gelände existiert ein kleines Nebenstudio von RADIO CORAX , das Ihr nutzen könnt, um eigene Ideen zu verwirklichen. Wie das funktioniert und in welchem Rahmen Eure Dinge präsent werden könnten, darum geht es am Montag, dem 9. Mai um 18 Uhr im Designhaus. Ralf Wendt stellt Euch gemeinsam mit Documenta­ Künstler Knut Aufermann von resonance FM London mobile Radio­Varianten vor und die Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.


€€PROGRAMM €€€€Montag CORAX€im€Mai€€€€€€€€ 02.^09.^16.^23.^30.€ 7.00 Morgenmagazin Tagesaktuelles, Politik und Kultur von hier und da

FM 95.9 MHz, S+K 99.9 MHz, Muth 96.25 MHz, Versatel 100.2 MHz

Livestream, das aktuelle Programm, Beschreibungen aller Sendungen und vieles mehr finden Sie unter www.radiocorax.de.

10.10 Gesundheits­ Transgendermagazin radio 11.00 Buchfink Die Literatursendung. 12.00 Schlaffunk

Dr. Rock

Gesundheits­ magazin

WerkleitzMagazin

Gesundheits­ magazin

CORAX

Dr. Rock

SUBstrakt Soundshakes & Klangforschung

CORAX

No Job FM

Geschichte 13.00 S. O. S. Mittagsmagazin Nachrichten, Hintergründe, Musik …

Impressum

F. Mücke

15.10 Filmriss Cinemania für die Ohren

CORAX e.V. Unterberg 11 06108 Halle / Saale Tel / Fax 0345 . 4 70 07 45 / 6 corax@radiocorax.de Kto 2 065 274 BLZ 800 937 84 Volksbank Halle www.radiocorax.de Sprechzeiten Geschäftsführung Mittwoch 14–16Uhr Technikberatung Dienstag 12–14 Uhr Programmzeitung Freitag 14–15 Uhr Öffentlichkeitsarbeit Freitag 11–13 Uhr und nach Vereinbarung Druckerei Druck-Zuck, Halle Gestaltung Franziska Stübgen www.diefranz.de Redaktion Ralf Wendt Alex Körner Auflage 2.500 Stück Redaktionsschluss 10. des Vormonats Kontakt info@radiocorax.de Tel 0345 . 2 03 68 42

17.00 solid steel vom freien KünstlerInnenradio resonance FM London 18.00 Widerhall Infomagazin für Halle und Umgebung 19.00 Unimono

Radio Attac

Unimono

InTeam 19.50 Traumgeschichte 20.00 Mr. Sinister ­ Red Hot Radio Mr. Sinister ­ becomes becomes square square

Red Hot Radio Mr. Sinister ­ becomes square

21.00 SUBjektiv deliziösester Punk-Funk 22.00 Zwischen­-Welten Electro- und Freestyle Magazin

24.00 Bürgerliche Kunstmusik

CORAX in

concert: ­ Mycale ­ (New York)

Bürgerliche Kunstmusik

CORAX in

Bürgerliche concert: Kunstmusik Mount Kimbie


€€Dienstag €€Mittwoch 03.^10.^17.^24.^31.€ 04.€^11.€^18.€^25.€€ 7.00 Morgenmagazin Tagesaktuelles, Politik und Kultur von hier und da

10.10 Unimono

Radio Attac

11.00 Mr. Sinister ­ becomes square

Red Hot Radio Mr. Sinister ­ becomes square

Unimono

7.00 Morgenmagazin Tagesaktuelles, Politik und Kultur von hier und da

CORAX

InTeam

No Job FM

Red Hot Radio Mr. Sinister ­ becomes square

10.10 Witjastiefe3­ Magazin von F.S.K. & RADIO CORAX: Gazaflotille 2011, Grüne an der Macht

Noticias 11.00 High Noon neue und alte Country-Songs

12.00 SUBjektiv deliziösester Punk-Funk

12.00 The Real Stuff Musik entdecken

13.00 S. O. S. Mittagsmagazin Nachrichten, Hintergründe, Musik …

13.00 S. O. S. Mittagsmagazin Nachrichten, Hintergründe, Musik …

15.10 Ground Zero: Tschernobyl – Fukushima – was folgt? ­ siehe Seite 7

15.10 Ground Zero: Tschernobyl – Fukushima – was folgt? ­ siehe Seite 7

Ground Zero Das offene Sendefenster für Veranstaltungen, Aktionen, Ankündigungen und mehr; das aktuelle Programm auf www.radiocorax.de; Kontakt für Beiträge über pr@radiocorax.de

Ping Pong der Soundclash zur Zeit

Umwelt­magaXCin Magazin International American Folk

High Noon neue und alte Country-Songs

The Real Stuff Musik entdecken

Baobab westafrikanische Musik

Ground Zero Das offene Sendefenster für Veranstaltungen, Aktionen, Ankündigungen und mehr; das aktuelle Programm auf www.radiocorax.de; Kontakt für Beiträge über pr@radiocorax.de

17.00 Halle-Forum Live-Diskussionen zu lokalen Themen: anrufen, mitreden unter 0345 . 4 70 07 44 Nachzuhören unter halle.radiocorax.de 18.00 Widerhall vs. Halle-Forum Infomagazin für Halle und Umgebung 19.00 Umwelt­ magaXCin

Noticias

19.50 Traumgeschichte 20.00 American Folk High Noon neue und alte Country-Songs 21.00 The Real Stuff Musik entdecken

Umwelt­ magaXCin

Magazin International

American Folk High Noon neue und alte Country-Songs

Ping Pong The Real Stuff der Soundclash Musik zur Zeit entdecken

22.00 X-tralight Waschmaauf dem wilden schine Ozean d. Musik zwischen Sofa und Tanzboden 23.00 Jimmyʼs Warehouse

18.00 Widerhall Infomagazin für Halle und Umgebung

Baobab westafrika­ nische Musik

Umwelt­ magaXCin

American Folk

Vocoder

X-tralight WaschmaX-tralight auf dem wilden schine auf dem wilden Ozean d. Musik zwischen Sofa Ozean d. Musik und Tanzboden Jimmyʼs Warehouse

24.00 Nachtrausch 24.10 solid steel vom freien KünstlerInnenradio resonance FM London

Jimmyʼs Warehouse

19.00 Netzwerk XX

Amnesty

19.50 Traumgeschichte 20.00 Rockparade Rock History

21.00 Full Force Metal and more 22.00 Further in Fusion extended

Streitmächte: Atomenergie

Jojo

Powerslide

Rock History

Sweet Life Full Force Indie-Rock und -Pop­ Metal and more

Wildeast Reggae

23.00 Further in Fusion­ Directions: DJ Saul

Sweet Life aktuelles aus der Indie-Rock/Pop­ szene

Further in Fusion extended

Further in Fusion Loud Requests

24.00 Nachtrausch 24.10 IKL  4. 5. Brecht: Furcht und Elend des 3. Reiches  11. 5. Kriwet: Radioselbst, Radio  18. 5. Avanti-Sozial-AG: Neukölln in den Kollwitzplatz verwandeln?  25.5. Kafka: Das Schloß 25.00 John Peel Session Sunday Service John Peel Session Sunday Service


Donnerstag €€€Freitag 05.€^12.€^19.€^26.€€ 06.€^13.€^20.€^27.€€ 7.00 Morgenmagazin Tagesaktuelles, Politik und Kultur von hier und da

10.10 Netzwerk XX feminist radio 11.00 Rockparade

12.00 Full Force Metal and more

7.00 Morgenmagazin Tagesaktuelles, Politik und Kultur von hier und da

Amnesty

Streitmächte: Atomenergie

Jojo

Rock History

Powerslide

Rock History

Sweet Life Indie-Rock und -Pop

Full Force Metal and more

Sweet Life Indie-Rock und -Pop

10.10 Tipkin Popfeminismus 11.00 Lyrics & Letters Portraits 12.00 Rocktrabant DDR Rock­geschichte

Linker Medienspiegel

Väterradio

Recherche Medienmagazin

Rodina russischsprachige Community

Karvan Mohini ­ ke sang Kultur aus Indien

Rodina russischsprachige Community

Stadtvögel off-mainstream black music

Noise de Luxe

Stadtvögel off-mainstream black music

13.00 S. O. S. Mittagsmagazin Nachrichten, Hintergründe, Musik …

13.00 S. O. S. Mittagsmagazin Nachrichten, Hintergründe, Musik …

15.10 Ground Zero: Tschernobyl – Fukushima – was folgt? ­ siehe Seite 7

15.10 Ground Zero: Tschernobyl – Fukushima – was folgt? ­ siehe Seite 7

Ground Zero Das offene Sendefenster für Veranstaltungen, Aktionen, Ankündigungen und mehr; das aktuelle Programm auf www.radiocorax.de; Kontakt für Beiträge über pr@radiocorax.de

Ground Zero Das offene Sendefenster für Veranstaltungen, Aktionen, Ankündigungen und mehr; das aktuelle Programm auf www.radiocorax.de; Kontakt für Beiträge über pr@radiocorax.de

17.00 Halle Earth Radio 60‘s Sunshine Pop, algerischer Desert-Rock bis London Dub-Step 18.00 Widerhall Infomagazin für Halle und Umgebung 19.00 Tipkin Popfeminismus

Linker­ Medienspiegel

18.00 Widerhall Infomagazin für Halle und Umgebung

Väterradio

Recherche Medienmagazin

19.50 Traumgeschichte 20.00 Lyrics & Letters Rodina Portraits russischsprachige Community

Karvan Mohini ­ Ke Sang Indische Kultur

Rodina russischsprachige Community

21.00 Rocktrabant

Noise de Luxe

Rock­geschichte

Stadtvögel off-mainstream black music

Stadtvögel off-mainstream black music

22.00 higherbeats.de innovative, neue Musik­projekte: Mario Aureo

O-Tone clubbige Beats, Breaks und Basslines

higherbeats.de innovative, neue Musik­projekte: Spedro

O-Tone clubbige Beats, Breaks und Basslines

24.00 Panamericana

Bleephop

Panamericana

Bleephop

DDR

19.00 Transgenderradio

Gesundheits­ magazin

Werkleitz-­ Magazin

Gesundheits­ magazin

19.50 Traumgeschichte 20.00 Buchfink Die Literatursendung. Dein Telefon wird Mikrofon: Tel 0345 . 4 70 07 44 21.00 Dr. Rock

22.00 Groundloop Drum & Bass, Downbeats und Ambient Dub

CORAX Geschichte Dr. Rock

SUBstrakt Soundshakes & Klangforschung

Querbass

Groundloop Drum & Bass, Downbeats und Ambient Dub

Querbass

Pura Vida sounds

Technottic: Mentalalpha

CORAX Night

Technottic Night

24.00 Tinya – ­ Technottic: Radio International Tobias Rox 26.00 CORAX Night

Technottic Night


€€€Samstag €€€Sonntag 07.€^14.€^21.€^28.€€ 01.^08.^15.^22.^29.€ 8.30 Morgenmusik

9.00 Morgenmusik

9.30 Sentimental

10.30 Freispiel Das Spiel mit dem Hören

12.00 Grünschnabel­ Kinderradio

Grünschnabel Kinderradio

Grünschnabel Kinderradio

Funkloch die Jugend­sendung

13.00 Wochenrückblick

14.30 Radia FM, das internationale Radiokunst-Netzwerk www.radia.fm 15.00 Radioerevan 7. & 21. 5. Delphin: David Blackbourn: Die Eroberung der Natur 16.00 inkasso hasso: mit und über Claude Lanzmann

Emmas Töchter: Geburtshaus oder Klinik? 17.00 Downtownjazz: Michael ­ Breitenbach

18.00 Bewegung Massive Aktion politisches Magazin über antifaschistische Arbeit 19.00 Quiet Quality

20.00 Don’t be fooled by Rap

130 bpm

21.00 soundcheck­ Gitarrenmusik 22.00 Gleichlaufschwan- Ghostdriver + kung Stanhopes Musikelektronische Under- schaukel groundmusik 23.00 rough and ready 6 unplugged Radiokonzert live aus dem plan 3 24.00 Lena Malena & ­ Moonlight ­ Die schönen Buben Reggae Vibes 25.00 i wanted to.be

Time warp

10.00 Antifa-­ Küchenradio. Grünschnabel Action-Day org Kinderradio Aktuelle Informationen und 11.00 Live­berichte zu NIA, Sunday ­ den Protesten Nackt im ­ Service gegen den Aquarium neueste geplanten NeoProduktionen naziaufmarsch 12.00 der IndepenMrs Pepsteins in Halle dent-Szenen Welt Zusätzliche Infos auf 13.00 www.nonazis­ Mensagens 17 Grad inhalle.tk portugiesisch Medien für und auf und deutsch den Rest halleblockt. 14.00 blogsport.de Tzadik-News Mausefalle radical jewish Krimis culture 15.00 Pura Vida Sounds

FrauenLeben: May-Feier

Emmas Töchter: Sterben sollst Du für Dein Glück?

Was wir woll‘n Frauen und Musik

African Spirit

16.00 Shantytown Ska, Soul, Reggae, Surf, Beat und 17.00 Rock`n`Roll

CORAXHistory

Rodina Woskrecenje Magazin für die russischsprachige Community

Sunday ­ Service neueste Produktionen der Independent-Szenen

Brassed of­ Blechblasmusik

Liedermaching

van der alte velt Bücherwurm in unser velt jiddische Kultur Kopfstoß FM Schwarzhören Fußball, Politik Historische u. Fankulturen Tonaufnahmen

Kaffeeklänge

Seniorenradio

Kaffeeklänge­

Die ältere Stimme

Radio ­ Experienza

Wutpilger ­ Streifzüge

Combox­

Schülermagazin DVC

Club am Sonntag Die Party zum Mitmachen

Homezone Bewegungs­ melder für Halles Clubs

Echolot Kulturmagazin

SchellackInferno

FreibadUniver­sität

Moonwalk

18.00 Wutpilger ­ Streifzüge

Das lyrische Duo

Gametrack­ Musik von Spielen

19.00 Schülermagazin DVC

Planet Sounds­ Hörspiel auf Weltmusik Verlangen

20.00 Freispiel Das Spiel mit dem Hören

Sendung für die vernetzte Welt

Schwarzbrot Batcave, Deathrock und Gothpunk

Grenzpunkt Null

Radio Worm Experimentelles aus Rotterdam

Persona Non Grata

21.30 Triggerloops Echolot Kulturmagazin

23.00 Moonwalk

Staubgold

24.00 Schwarzlicht­ Batcave, Deathrock und Gothpunk

Quiet Quality Musik wie Handcreme für die Ohren i wanted to.be

Grünschnabel Kinderradio

Lyrix Delirium Raumfahrt­ magazin

Bewegung Libertäre Reihe politisches Magazin

Deux Heures du Phonk

Küchenradio. org

Time warp


€€€€€€€€€€€€mai€2011 Füllhorn. Jetzt ist ein vor 13 Jahren verstorbener und von Schi­ zophrenie geplagter Künstler namens Royal Robertson an ­ der Reihe. Seine Bilder waren klanggebend für The Age Of Adz und liegen auch der visuellen Live-Umsetzung des Mammutwerkes zugrunde. (Christoph Gurk)

Gegenaktivitäten zum Neonaziaufmarsch So 1. 5. Halle

Nach den fehlgeschlagenen Aufmärschen der letzten Jahre ­ in Halle versuchen Neonazis unter dem Motto Zukunft durch Arbeit – Fremdarbeiter stoppen! erneut in die Stadt zu mobi­ lisieren. Es ist davon auszugehen, dass vor allem die selbst­ ernannten Freien Kräfte nach Halle kommen werden. RADIO CORAX wird ganztägig berichten.

Das lustigste Land Das lustigste Land der Welt ist das genaue Gegenteil: Ein fürchDi 3. 5. terlich trauriger, total unglücklicher und vollkommen lang10 Uhr Thalia Theater weiliger Ort, an dem die Königin andauernd heult, der König rumjammert und der einzige Clown des Königreiches auch nicht mehr weiter weiß. Der Clown, über den Königin und Premiere König angeblich gestern noch lachen konnten, ist verzweifelt, denn erstens ist ein Clown keiner mehr, wenn niemand ­ über ihn lacht und zweitens muss er mit Quatsch und Späßen sein Geld verdienen – und so erwartet der König, dass sein Spaß­vogel ihm den Griesgram vertreibt und die in Tränen zer­ fließende Königin zum Lachen bringt. Leichter gesagt als getan.

Necessarily Two: Baroque meets Jazz Fr 6. 5. 20 Uhr Jazzflag Kleine Märkerstraße 10

VL-Open-Air 6. & 7. 5. VL

Über Michel Foucault: Das Rätsel der Macht Mi 4. 5. 19 Uhr Melanch­ thonianum Universitäts­ platz

Vortrag von Manfred Dahlmann Dahlmann kritisiert Foucault, der in banaler Weise die gängigen, von der Aufklärung und der Kritischen Theorie längst enttarnten Mysterien bürgerlichen Selbstverständnisses reproduziert und dabei nichts anderes als die Nazi-Philosophie des Ziehvaters auch aller ihm nachfolgenden Postmodernen modernisiert: die von Martin Heidegger.

Endlagerung – Strahlende Aussichten? Do 5. 5. 18 Uhr Hörsaal 1 d.Theologie, Franckesche Stiftungen

Vortrag von Gerhard Förster (BI Lüchow-Dannenberg) Weltweit existiert für die Endlagerung nuklearer Abfälle keine Lösung. Ein Endlager muss für mehrere 10.000 Jahre sicher sein, so lang, wie die radioaktiven Abfälle weiter strahlen. ­ In der Bundesrepublik gab es mit der 1977 politisch motivierten Standortentscheidung für Gorleben als Endlager eine Ent­ scheidung für einen Salzstock als Einlagerungsort. Erfahrungen mit Salzstöcken als Endlager für radioaktive Abfälle bestehen seit 30 Jahren. Spätestens seitdem in das Versuchsendlager Asse II permanent Lauge eintritt und in Morsleben neben Zu-­ flüssen auch Einsturzgefahr besteht, ist das Festhalten an ­ Gorleben mehr als fraglich.

Necessarily Two. Das ist das Instrumentalduo Annedore Wienert (Berlin) und Peter Wegele (München), das seit 2008 mit seiner neuen, frischen und ungewöhnlichen Mischung aus Klassik und Jazz Konzertpublikum und Presse in München, Berlin und Leipzig auf sich aufmerksam macht.

Cocktails, Infoladen, lecker veganes & vegetarisches Essen, Grill Freitag, 19 Uhr Bambix (Pop-Punk, Nijmegen / Niederlande), Johnnie Rook (Rock’n’Roll Punk, Berlin) und im Anschluss DJ Samstag, 15 Uhr Kinderfest, 19 Uhr Piazumanju (Gyps’n’Roll, Hamburg), Sexto Sol (LatinSka, Kiel), RockRainer (80er Disco-Trash / Synthie-Pop / HipHop / Elektro, Freiburg / Berlin, InDoor), im Anschluss DJ

Kinder, Küche, Vaterland Mo 9. 5. Halberstadt

Frauen und Mädchen in der rechtsextremen Szene Seminarangebot der Landeszentrale politische Bildung Anmeldung unter marcella.mertig@lpb.stk.sachsen-anhalt.de

Verschwunden (Looking for Grethel) Armut, seelische Not und Vernachlässigung von Kindern und Di 10. 5. Jugendlichen sind die Themen von Charles Way in diesem span10 Uhr Thalia Theater nenden und dramatischen Krimi. Er erzählt eine Geschichte ­ aus der Sicht der Betroffenen: Ein Kind wird entführt. Vor den Augen ihres Bruders wird die kleine Grete mit falschen Versprechungen in eine Falle gelockt. Hans, ihr liebevoller Bruder, kann die Tat nicht verhindern. Vorläufig jedenfalls.

Silberstreif für mich und für dich Do 12. 5. 11 Uhr Wei­ berwirtschaft

Das Projekt des Dornrosa e. V. hat die Zielstellung, die Lebensqualität im Wohngebiet Silberhöhe zu erhöhen. Heute sollen die positiven Veränderungen der letzten Jahre aufgezeigt werden.

Trouble in Paradise

Russische Filmtage 5. bis 11. 5. 21 Uhr Zazie

Anfang Mai steht die dritte Russische Filmwoche in SachsenAnhalt bevor: Nicht nur in Halle, auch in Merseburg, Magde­ burg, Burg und Genthin wird es einen Einblick geben in die neu­esten Entwicklungen der russischen Filmkunst. Mit dabei: der Leiter des Internationalen Filmfestivals in St. Petersburg, Alexander Mamontov und der Regisseur des Films Bibinur, Yuri Feting, die dem Publikum im Anschluss an die Vorführung Rede und Antwort stehen. Eröffnet wird am 5. 5. mit einer ­ Performance der Künstlergruppe Guricht. 5. 5. Hydraulic – Гидравликаs 6. 5. Haus Der Sonne – Дом Солнца 7. 5. Der Garten – Сад 8. 5. Missing Man – Пропавший Без Вести 9. 5. Bibinur – Бибинур 10. 5. Bankrott – Банкрот 11. 5. Es Tut Nicht Weh – Мне Не Больно

Steinbrener & Dempf, Trouble in Paradise, Wien, 2009

Do 12. 5. 20 Uhr Galerie dieschönestadt

Sufjan Stevens Fr 6. 5. 20 Uhr Central Theater Leipzig

Sufjan Stevens ist in einem musikalischen Kosmos unterwegs, der sich zwischen Pop und Wahnsinn erstreckt. Der Instrumentalvirtuose erschafft dabei einen ideenreichen, eigenwilligen ­ Stil, der Folk- und Indie-Rock-Elemente mit Tanzmusik, komplex­ arrangierten Orchestrierungen, mehrstimmigen Chören, kos­ mischen Elfenklängen, exzentrischer Operette und der vertrackten Rhythmik des Art-Rock verbindet. Mit einer Vorliebe für epische Konzeptmusik und inspiriert von so unterschiedlichen Faibles wie Tieren des chinesischen Horoskops, autobiografischen Romanen, Religion, Weihnachten oder amerikanischen Bundesstaaten entleert er auch textlich mit jedem Album ein

Do 12. 5. 20:30 Uhr VL

VISITING ARTIST: Christoph Steinbrener und Rainer Dempf

Heutige Tiergärten versuchen vordergründig Tiere in idyllischer, von Zivilisation vermeintlich unberührter Umgebung zu ­ zei­gen. Wie authentisch ist die Darstellung scheinbar natürlicher Lebensräume, wenn diese zunehmend durch den Menschen gefährdet und verändert werden? Die vorgestellten Interventio­ nen des Künstlerduos im Wiener Tiergarten Schönbrunn ­ sind eine Versuchsanordnung. Ein versunkenes Auto-Chassis im Nashorngehege oder ein Giftfass im Aquarium stellen­ Störsignale in unseren Erwartungen an Natur und Tierwelt dar. Sie entsprechen dem Versuch, Naturinszenierung jenseits ­ von Objektivität und wissenschaftlichen Argumentationen ­ zu thematisieren.

Infoladen-Filmabend Aufstand & Repression in Nordafrika und Asien Kurzfilme: Proteste und Reportagen von Algerien bis Jemen


La Familia Y Amigos - Festival 13. & 14. 5. Conne Island Leipzig

Es kommt nicht oft vor, dass es Vorfreude auf ein Familientreffen gibt. Anders beim La Familia Y Amigos - Festival. Es spielen unter anderem Times New Vikings, Monochrome, Dead Western, Les Trucs, Toro Y Moi, Kreidler, Skeletons, Thank You, Tannhäuser Sterben & das Tod. Kurz gesagt: Ein großartiges Familientreffen, ausgerichtet von einem grandiosen Label.

Jim Murple Memorial & The Rattlesnake Orchestra Sa 21. 5. 21:30 Uhr VL

Of sounds and images – Präsentation Di 17. 5. 20 Uhr Werkleitz Schleifweg 6

VISITING ARTIST: Kara Blake

Die Kanadierin Kara Blake präsentiert eine Auswahl ihrer Kurzfilme und den mit 25 internationalen Festivalpreisen aus­ gezeichneten Dokumentarfilm The Delian Mode, der virtuos die Geschichte der britischen Musikavantgardistin Delia Derbyshire erzählt. Kara Blake arbeitet als Filmemacherin und Cutterin ­ mit besonderem Fokus auf Sound und Musik-Clips.

Die Antiquiertheit des Sexus Mi 18. 5. 19 Uhr Melanch­ thonianum Universitäts­ platz

Zur Kritik der postmodernen Körpertechnologie. Vortrag und Diskussion mit Magnus Klaue Klaue berichtet über Denkansätze, in denen weder Intimität noch individuelle Liebe Platz haben: Die Impulse der kindlichen Sexualität sind ebenso getilgt wie die Erfahrung der Sterblichkeit des menschlichen Körpers (...) In Anschluss an Günther Anders’ Theorem von der »Antiquiertheit des Menschen« möchte der Vortrag zeigen, dass die Postmoderne zur praktischen Ethik individueller Selbstauslöschung wird, wie Anders sie in Heideggers Technikbegriff, den der deutsche Faschismus zu verwirklichen suchte, angelegt sah.

Der (post-)moderne Körper – Ort der gelebten Möglichkeiten? Do 19. 5. 20 Uhr ACC Galerie Weimar Anzeigen

Der Körper ist zu einem Ort der unendlichen Gestaltung avanciert, in dem sich Bilder von Ästhetik, Fitness und Selbstkom­ petenz vereinen sollen. Dies scheint jedoch zunächst weniger ein Zeichen von Autonomie zu sein, als vielmehr der Gewalt gesellschaftlicher Zwänge geschuldet, von denen vor allem Frauen betroffen sind. Diese äußern sich nicht zuletzt darin, dass der Körper zum bevorzugten Austragungsort innerer ­ Konflikte geworden ist. Spiegelt der destruktive Umgang mit dem Körper einerseits die leidvollen Konflikte des Subjekts mit der Gesellschaft wider, so bleibt ebenso zu fragen, welches emanzipatorische Potential sich im Körperkult ausdrückt. ­ Steckt im Bedürfnis nach der Umgestaltung des eigenen Körpers womöglich sowohl die Anklage gegen das schlechte Bestehende wie auch der verborgene Wunsch nach der individuellen Emanzipation? Eine feministische, emanzipatorische Kritik ­ am Körper hieße eine bewusste Reflexion auf dieses Verhältnis von Wünschen und Zwängen. Im Vortrag soll versucht werden, dem nachzuspüren. Die Referentinnen leben in Leipzig und schreiben für die feministische Zeitschrift Outside the Box .

Ladyfest Leipzig 2011 19. – 22. 5. Zoro Leipzig

VL

Überraschend wird es zum CORAX-Benefiz mit jeder Menge musikalischer Überraschungen. Neben den musikalischen Überraschungen gibt es auch kulinarische Überraschungen und alkoholische Überraschungen und Überraschungen ohne Alkohol. Siehe Seite 9

Halle liest 2011 Filmvorführung des DEFA-Films Levins Mühle mit einer Einführung durch Dr. Ingeborg von Lips.

Mount Kimbie Di 24. 5. Conne Island Leipzig

Man könnte nun von einer sich neu entwickelnden Londoner Post-Dubstep-Szene reden, Vergleiche mit dem allseits gelobten James Blake anstellen und versuchen, diese warmen und doch frickeligen Klänge in Worte zu fassen. Was Mount Kimbie so phantastisch macht, ist aber auch am 23. 5. um null Uhr auf CORAX zu hören oder am Tag darauf live in Leipzig zu erleben.

Die Idee des Kommunismus Mi 25. 5. 19 Uhr Conne Island Leipzig

Referent: Roger Behrens Nicht wenige verbinden Kommunismus in erster Linie mit Gulags, Stasi und Massenhinrichtungen. Unterschlagen wird dabei ­ nur allzu gerne, dass Sowjetunion und Satellitenstaaten sich selbst als sozialistisch, das heißt in einer Übergangsphase ­ zum Kommunismus verstanden. Bequem ist jedoch auch die daran anknüpfende und in linken Kreisen beliebte Behauptung, das sei eben nicht der Kommunismus gewesen. Hält man ­ sich an die Definition von Marx und Engels, dass er die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt sei, so ist dem Rechnung zu tragen, dass der Realsozialismus sich eben als diese Bewegung verstand. Auch wenn er die einzige erfolgreiche war, war er jedoch mitnichten eine wirkliche Aufhebung des Kapitalismus, sondern trieb vielmehr die Vergesellschaftung über Arbeit und Staat auf die Spitze. Dieser Hintergrund begründet die Notwendigkeit einer Bestimmung des Kommunis­ mus, die diesen weder aus seiner vermeintlichen Umsetzung ableitet, noch als Bild der befreiten Gesellschaft in die ferne Zukunft verlegt.

Guts Pie Earshot Do 26. 5. 20.30 Uhr VL

Das Ladyfest ist ein feministisches, unkommerzielles, subkulturelles d.i.y.-Festival, das seinen Ursprung im Jahr 2000 in den USA hat. Das Ladyfest soll die Möglichkeit bieten, Räume und Orte, die größtenteils männlich belegt sind, einzunehmen und umzudefinieren. Im Rahmen verschiedener Veranstal­ tungen (Konzerte, Workshops, Vorträge, Ausstellungen) wollen wir Feminist_innen, Frauen, Lesben, Trans und Queers dazu ermutigen, sich kreativ auszuprobieren, (queer-)feministische Politik zu betreiben, voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu inspirieren, sich auszutauschen und zu vernetzen.

dance for the raven-radio Fr 20. 5. 21 Uhr

Mo 23. 5. 19 Uhr Puschkino

Bereits sechs Longplayer haben JMM veröffentlicht und sich live die Finger wund gespielt, u. a. mit den Skatalites. Dennoch ist die Band hierzulande recht unbekannt. Ihr Sound ist aber alles andere als unauffällig. Neben Rhythm’n’Blues Nummern überzeugt JMM auch mit souligen oder schnellen Ska-Titeln. The Rattlesnake Orchestra (Buenos Aires/Mainz) hat sich durch jährliche Touren überregional und international Freunde gemacht. Die Show ist ein einmaliges, gleichermaßen raues wie zerbrechliches Kleinod der Bühnenkunst. TRO spielt música mestiza, in der sich Musikstile aus Lateinamerika wie Salsa, Rumba und Cumbia mit verschiedenen Einflüssen vermischen, vor allem mit Ska, Rap, Reggae und Punkrock – und sie sind extrem tanzbar.

Guts Pie Earshot, 1993 gegründet, sprengen mittlerweile alle Konventionen mit ihrer Mischung aus Break-Beats, ver­­zerrtem Cello und der rohen Energie ihrer Anfangstage. Hier ver­ mengen sich Pop, Pogo und Party, Aggression und Antrieb, Rebellion und Rave. Das Duo webt einen dichten Teppich ­ aus Breakbeat-Patterns, Punksongs, Streicher-Stakkati, orienta­ lischen Melodien und Techno Attacken. Damit erschaffen ­ GPI eine Musik, die spielend die Grenzen zwischen Punk, Elektronik, Drum’n’Bass und Rock aufhebt, ohne damit auch nur ­ in die Nähe peinlicher Rock meets Classic - Acts zu kommen.

Little Annie Fr 27. 5. 21 Uhr UT Connewitz Leipzig

Die Performerin, Malerin, Schriftstellerin und Sängerin Little Annie drückt mit jeder Silbe ein ganzes Leben aus. Allein ­ die Auflistung von MusikerInnen, mit denen sie zusammengearbeitet hat, zeigt: Das Little in Anne Bandez’ Künstler­ namen ist reine Bescheidenheit. Punk und Industrial hat Annie inzwischen größtenteils hinter sich gelassen, doch auch in ­ den zurückgenommenen Songs, die vordergründig vom Klavier bestimmt werden, bleibt ihre Eigenheit bestehen. Von Gesang im eigentlichen Sinn kann kaum die Rede sein – eher sind ­


corax€dankt€€€€€€€€€ es Rezitationen oder Predigten einer rauchigen Altstimme. Als einzige Referenz kommt vielleicht Laurie Anderson in Frage, deren düstere Alben von Big Science bis Bright Red eine ähnlich beschwörende Wirkung entfalten. Das Ergebnis sind Songs, ­ oft auch Coverversionen, zwischen verrauchter Hotelbar, 20erJahre-Cabaret und New Yorker Underground.

RADIO CORAX kann finanziell nur durch die Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer, seiner Mitglieder und Fördermitglieder, seiner Veranstaltungspartner und anderer Förderer überleben. Wir bedanken uns besonders für die Spenden bei ­ Grit W., Jan E., Martin von B., Ben G. H., der G.i.G.-Crew und Björn H. (SpenderInnen) als auch bei Anita und Siegfried G. (Fördermitglieder). Herzlichster Dank gilt auch allen Mitgliedern des Förder- und Freundeskreis Freies Radio in Halle e.V. (www.ffk-halle.org). Für Projektförderungen danken wir dem Studierendenrat, dem Fachschafsrat der Neuphilologie, dem Fachschaftsrat Musik/ Sport/Medien und dem Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Landesjugendamt Sachsen-Anhalt und dem djo - Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.. Weiterhin danken wir der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, dem Eigenbetrieb für Arbeitsförderung der Stadt Halle (Saale), ­ dem Land Sachsen-Anhalt, dem Landes- und dem Bundesverwaltungsamt, dem Landesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt und der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung für die regelmäßige Unterstützung von RADIO CORAX. Ein herzlicher Dank gilt zudem allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die uns, seit es unseren Verein und RADIO CORAX gibt, inhaltlich, tatkräftig, politisch, hand- und mundwerklich zur Seite standen und stehen.

Anhela So 29. 5. 17 Uhr Reil 78

open air im garten Die Entstehung der Band Anhela ist eine geheimnisvolle Geschichte. Viele, die versucht haben, sie zu entdecken, sind ­ unter sehr merkwürdigen Umständen gestorben. Die Musiker selbst wissen nicht genau, wie die Band entstanden ist, und wenn man sie danach fragt, machen ihre Augen komische Bewegungen und aus ihrem Mund fließt eine weiße Flüssigkeit.­ Laut einer Legende sind die sechs Musiker durch ein antikes chinesisches Ritual aus den kalten Wassern des Xiangxing-Sees erzeugt worden. Andere erzählen sich, dass sie nach einer unerwarteten, vor 2.500 Jahren geschehenen Sonnenfinsternis plötzlich in der heutigen Atacama-Wüste aufgetaucht sind. ­ Eine dritte Erzählung behauptet, dass sie durch die Zaubermacht eines uralten transdimensionalen Wesens aus unbekannten Gründen geboren wurden. Glauben Sie also an nichts, was Sie bei dieser Band hören oder sehen, und bewundern Sie ein­ fach die Art, wie die Künstler ohne Netz auf einem hochgespannten Seil balancieren. Eine letzte Warnung: Es kann Ihnen passieren, dass Sie sich nach einem Anhela-Konzert immer noch fragen: Waren sie wirklich da?

www.ffk-halle.org

Matmos Mo 30. 5. Central Theater Leipzig

Vor mittlerweile fünf Jahren haben Matmos mit The Rose Has Teeth In The Mouth Of A Beast ein grandioses Album aufgenom­ men. Dort wird an die Ikonen der Queerbewegung erinnert:­ Jede Nummer ist Menschen wie Patricia Highsmith, William S. Burroughs oder der Andy-Warhol-Attentäterin Valerie Solanas gewidmet. Dass die Band durchaus unkonventionell vorgeht, erklärt Wikipedia: Während Livekonzerten und auf ihren Ton­ trägern benutzen sie verschiedene Geräusche wie chirurgische Operationsinstrumente, Umblättern von Bibelseiten, elektrische Gitarren für 5 $, Kontaktmikrofone an menschlichem Haar, Heliumtanks, Totenschädel, Spielkarten, Celli, Violinen, Insekten, Ukulelen, auf eine Trommel fallende Aspirintabletten, bellende Hunde, vorlesende Menschen, unter den Füßen knirschendes Salz oder in der Sonne auftauendes Eis.

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ­ VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie

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CORAX-Zeitung Mai 2011  

Das Monatsmagazin von Radio CORAX für den Monat Mai

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