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HAUPTSITZ

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RAPPORT 2013 DES ANLAGEAUSSCHUSSES DER COPRÉ RÜCKBLICK 2013 Auch im Jahr 2013 wirkten sich die politischen Ereignisse stark auf die Finanzmärkte aus, welche von den Liquiditätsspritzen der Zentralbanken gedopt wurden. Zahlreiche Vermögenswerte verzeichneten daher ein äusserst erfolgreiches Jahr. Turbulenzen fanden trotzdem statt : Im ersten Quartal galt es, Zypern und seine Banken mittels eines Finanzhilfekpakets zu retten. Mitte Mai erfolgte ein Trendwende nach der Erklärung von Ben Barnake, Leiter des Federal Reserve Boards, dass das Fed seine Käufe von Staatsanleihen („Tapering“) reduzieren würde, sollten sich die positiven Wirtschaftsergebnisse bestätigen. Diese Erklärung bewirkte einen Anstieg der Zinsen, gefolgt von Kursverlusten der Obligationen und einer starken Korrektur auf den Aktienmärkten. Dennoch dauerte das optimistische Klima auf den Finanzmärkten im zweiten Quartal weiter, angespornt von positiven Wirtschaftsmeldungen aus den USA, der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank und positiven Betriebsergebnissen der Unternehmen. Gegen Jahresende wurden die wichtigsten Themen erneut aktuell : Der geldpolitische Kurswechsel der amerikanischen Zentralbank und der Wirtschaftsaufschwung in den Industriestaaten, wo sich die Folgen der Finanzkrise der Jahre 2008/09 allmählich milderten, einerseits, und die Konjunkturschwäche in mehreren führenden Schwellenländern andererseits. Das Wachstum der Aktienmärkte dauerte in den Industriestaaten weiter, im Gegensatz zu den Schwellenländern, wo das „Tapering“ zu Kapitalabflüssen führte. Angesichts der historisch niedrigen Zinsen seit der Finanzkrise waren zahlreiche Anleger bereit, höhere Risiken einzugehen, um ihre Gewinne zu erhöhen. Im vergangenen Jahr war diese Strategie für hochrentierliche Schuldscheine und Anleihen der Unternehmen erfolgreich, jedoch nicht für Staatsanleihen der Schwellenländer. Die endlose Debatte zum Thema „Tapering“ hat schliesslich doch zur erwarteten Trendwende der Zinsen geführt : Die Erklärung des Präsidenten, Mario Draghi, die Europäische Zentralbank würde gegebenenfalls die notwendige Anzahl Staatsanleihen der verschuldeten Länder kaufen, hatte eine dauerhafte Wirkung. Spanien, Italien und die gesamte Eurozone konnten die Gelegenheit wahrnehmen, um verschiedene Reformen vorzunehmen. Ausschlaggebend ist für die Finanzmärkte eine weltweit lockere Geldpolitik. Die Wirtschaftsaussichten für 2014 sind vielversprechend : Die USA dürften die treibende Kraft sein, gefolgt von der Eurozone, deren Peripherie sich hoffentlich endgültig aus der tiefgreifenden Rezession herausgearbeitet hat. Die Inflationsaussichten sind in der Schweiz und weltweit günstig. In der Eurozone hingegen droht eine Deflation, welche die dauernde Stagflation in Japan in Erinnerung ruft und die EZB zu erhöhter Vorsicht bewegt. Copré schloss das Jahr mit einer Performance von 6.32 % per 31.12.13 ab, was dem Durchschnitt von 6.1 % gemäss Swisscanto entspricht.


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ANGABEN ZUM PROGRAMM „CRISP“ Dieses Programm wurde 2010 aufgenommen und auch 2013 fortgesetzt. Es hat eine Kosten- und Risikosenkung bei gleichzeitiger Verbesserung des Images, der Systeme und der Leistungen („prestations“) zum Ziel. Im Rahmen der Kostensenkung wurden die Mandate der Aforge Capital Management SA und der Swiss & Global Asset Management AG auf Ende Februar aufgelöst. Die indexbezogene Vermögensverwaltung, welche UBS und Credit Suisse anvertraut wurde, erweist sich als zufriedenstellend. Die Verwaltungskosten wurden im Vergleich zu 2010 um 50 % reduziert und dürften im 2014 weiter sinken. Die Summe der Verwaltungskosten gemäss TER (Quote zur Berechnung der Verwaltungskosten eines Anlagefonds) belief sich auf nur CHF 15’400 im 2013 bei einer Kostentransparenz von 100 %. Wie versprochen hat der Anlageausschuss die Kosten drastisch gesenkt, und dies zu Gunsten der angeschlossenen Mitglieder und der Versicherten. Auch unser Image wurde erneut verbesssert durch den Preis der SonntagsZeitung für die beste Anlagerendite für die Zeitspanne 2005-2012 (wie bereits im Vorjahr). Im Bereich der Leistungen konnten wir die Vorsorgekonten der Versicherten per 31.12.2013 zum zweiten Mal nach 2012 mit 3 % verzinsen und gleichzeitig den technischen Zins auf 2.5 % senken. Eine Ausschreibung für die Verwaltung des Immobilienportfolios führte zur Wahl der Firma CBRE  (Geneva)  SA. Die Kriterien waren hauptsächlich die Kompetenzen, die Kostenansätze, der Tätigkeitsbereich in der ganzen Schweiz mit einer weltweiten Präsenz. Wir möchten den besonderen Einsatz unseres Mitglieds, Martin Dunning, Spezialist im Bereich der Immobilien, hervorheben. Die Immobilien werden weiterhin zu 6.25 % ausgewertet, solange noch kein individueller Satz pro Immobilie besteht. Es handelt sich um eine vorsichtige Auswertung, was dem Willen des Stiftungsrats entspricht. Gemäss Empfehlung des Ausschusses akzeptierte der Stiftungsrat eine Anpassung der Anlagestrategie ab 1. Januar 2014. Damit sollen unter anderem die Illiquiditätsprämie und der langfristige Horizont einer Pensionskasse ausgenützt werden, mittels Reduktion der Obligationen zu Gunsten neuer Anlagekategorien wie Private Equity und Infrastrukturen. Ausserdem wollen wir die ausländischen Aktien zu Gusten der Schweizer Aktien reduzieren. Copré glaubt stark an die reale einheimische Wirtschaft. Wir wollen ebenfalls den Anteil an Schweizer Immobilien um 5 % erhöhen und einige Investitionen in indirekte ausländische Immobilien vornehmen. Diese vielversprechenden Anlagekategorien bedingen einen grossen Einsatz der Mitglieder des Anlageausschusses, welche nie die treuhänderische Pflicht der Vorsorgeeinrichtung ausser Acht lassen und ihre Aufgabe nach wie vor mit grosser Begeisterung erfüllen.

Der Anlageausschuss

CP-02 - Rapport 2013 des Anlageausschusses der Copré