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Bericht des Anlageausschusses 2007 Politisches Umfeld und Entwicklung der Performance

Einbruch des Immobilienmarkts in den USA, durch die Kreditkrise ausgelöste, weltweite Liquiditätskrise und rasanter Anstieg der Erdölpreise: Keiner der drei Faktoren vermochte das internationale Wirtschaftswachstum lahm zu legen. Wenn auch abgebremst, blieb es doch in der Euro- und Asienzone erstaunlich stark. Die USA wurden hingegen härter getroffen als erwartet. Während das Federal Reserve Board in den USA seinen Zinssatz zwischen August und Oktober herabsetzte, erhöhte ihn die Europäische Zentralbank um ein halbes Prozent im ersten Semester und erhielt ihn danach stabil. Die Schweizerische Nationalbank erhöhte ihre Leitzinsen während des Jahres dreimal (auf 2.75%). Die Zentralbanken waren gezwungen, massiv Liquiditäten in den Interbankenmarkt einzugeben um die Geldmenge zu erhalten. In diesem Umfeld konnte sich der Dollar nicht von seiner Schwäche erholen, ganz im Gegenteil: Er verlor 9.5% gemessen am Euro und erreichte ein historisches Tief bei 1.456 Dollars / Euro, 6.20% im Verhältnis zum Yen und 2.88% gegen den Schweizer Franken. Das weltweite Wachstum und die zwar bekannten aber dennoch nicht zu unterschätzenden geopolitischen Risiken ließen die Rohstoffpreise in die Höhe schnellen. Das Erdöl verzeichnete einen Anstieg von 56% auf USD 93.89, während der Goldpreis 31% zulegte. Die Vermögensverteilung erwies sich einmal mehr als besonders wichtig und schwierig. Gemäss den Zahlen unseres globalen Wertschriftenhinterlegers betrug die Performance unserer Wertschriften durchschnittlich 4.12%, während die Gesamtperformance der verwalteten Aktiven (einschließlich Liegenschaften) rund 5% erreichte. Dieses ausgezeichnete Ergebnis erlaubte es dem Stiftungsrat, die Vorsorgekonti mit 3% zu verzinsen und gleichzeitig einen Deckungsgrad von 111% zu erhalten.

Aktivitäten des Anlageausschusses

Folgenden Gebieten wurde während des Geschäftsjahres 2007 besondere Aufmerksamkeit geschenkt: 1) Überwachung der Performance der Investitionen und Analyse der Resultate der Vermögensverwalter 2) Anpassung der Anlagepolitik 3) Empfehlung an den Stiftungsrat betreffend eines Vertriebsvertrags mit Credit Suisse 4) Studie eines Zusammenarbeitsabkommens mit UBS 5) Ausarbeitung von Richtlinien hinsichtlich der Wahl neuer Vermögensverwalter 6) Empfehlung an den Stiftungsrat hinsichtlich Verkauf und Erwerb verschiedener Liegenschaften sowie Verbesserungsarbeiten zur Aufwertung des Immobilienportfolios

Immobilienportfolio

Änderungen: Die Liegenschaften in Bussigny (VD), Bex (VD) und Lens (VS) wurden veräußert. Lens ist allerdings noch in der Bilanz 2007 erwähnt, weil die Eintragung im Grundbuch durch einen unbedeutenden Meinungsunterschied mit dem Käufer verzögert worden war. Die Liegenschaft an der Route du Livron 21, direkt neben der unsrigen gelegen, wurde im April erworben, die Immobilien an der Rue des Alpes 38-58 in Montreux im Dezember. Das Immobilienvermögen der Stiftung wuchs von CHF 99.8 Millionen im Jahr 2006 auf CHF 83.6 Millionen per Jahresende 2007.

Anlagepolitik

Unsere Anlagepolitik wurde nicht grundsätzlich geändert. Eine geringe Anpassung wurde jedoch vorgenommen, insofern als mindestens 30% der Aktiven direkt in Immobilien investiert werden müssen. Der Anteil an Aktiven in „Obligationen und ähnlichen Wertpapiere“ macht mit 32.29 des Gesamtvermögens den Hauptanteil aus, gefolgt von den „Immobilien“ mit 28.38%, den „Aktien und ähnlichen Wertpapiere“ mit 26.79% und den Liquiditäten bei 8.43%.

Im Namen des Anlageausschusses

Pierre Michel Präsident

Geschäftssitz : 8, rue Jacques-Grosselin  Verwaltung : 39, rue de la Madeleine

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