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Conzzeta auf einen Blick Conzzeta ist eine international tätige Schweizer Holding mit einer breiten Diversi­ fikation. Ihre Aktivitäten liegen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Schaumstoffe, Sportartikel, grafische Beschichtungen und Immobilien. Im Interesse der Kunden, Mitarbeitenden und Aktionäre entwickelt Conzzeta ihre Unternehmen mit einer langfristigen Perspektive.

Systeme für Blechbearbeitung Bystronic: Lösungen für die Verarbeitung von ­Blechen und anderen Flachmaterialien

Systeme für Glasbearbeitung Bystronic glass: Anlagen für die Bearbeitung von Flachglas

Automationssysteme ixmation: Systeme für die Montageund Prüfautomation

Schaumstoffe FoamPartner: Schaumstoffprodukte für Industrie und Komfort

Sportartikel Mammut Sports Group: Berg-, Kletterund Schneesportausrüstung

Grafische Beschichtungen Schmid Rhyner: Drucklacke und Laminierklebstoffe für die grafische Industrie

Conzzeta

www.conzzeta.ch

Geschäftsbericht 2010

Geschäftsbericht 2010

Immobilien Plazza Immobilien: Bewirtschaftung des Liegenschaftsbesitzes der Conzzeta Gruppe


Conzzeta auf einen Blick Conzzeta ist eine international tätige Schweizer Holding mit einer breiten Diversi­ fikation. Ihre Aktivitäten liegen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Schaumstoffe, Sportartikel, grafische Beschichtungen und Immobilien. Im Interesse der Kunden, Mitarbeitenden und Aktionäre entwickelt Conzzeta ihre Unternehmen mit einer langfristigen Perspektive.

Systeme für Blechbearbeitung Bystronic: Lösungen für die Verarbeitung von ­Blechen und anderen Flachmaterialien

Systeme für Glasbearbeitung Bystronic glass: Anlagen für die Bearbeitung von Flachglas

Automationssysteme ixmation: Systeme für die Montageund Prüfautomation

Schaumstoffe FoamPartner: Schaumstoffprodukte für Industrie und Komfort

Sportartikel Mammut Sports Group: Berg-, Kletterund Schneesportausrüstung

Grafische Beschichtungen Schmid Rhyner: Drucklacke und Laminierklebstoffe für die grafische Industrie

Conzzeta

www.conzzeta.ch

Geschäftsbericht 2010

Geschäftsbericht 2010

Immobilien Plazza Immobilien: Bewirtschaftung des Liegenschaftsbesitzes der Conzzeta Gruppe


Ordentliches Ergebnis Betriebsergebnis (EBIT)

Free Cashflow

CHF Mio.

17,6

141,8

1 000

75

750

50

Eigenkapital

CHF Mio.

982,7

978,3

500

25

Bilanzsumme

CHF Mio.

1 287,6

1 254,8

76,3

78,0

250

0

%

0

– 25

0

10

– 50

0

je Namenaktie

(nom. CHF 20)

CHF

8,001

6,00

Inhaberaktien

Höchst / Tiefst

CHF

2 000 / 1 690

1 934 / 1 135

Jahresende

CHF

1 900

1 800

CHF Mio.

874

828

CHF

111,90

7,10

je Namenaktie

CHF

22,40

1,40

je Inhaberaktie

CHF

164,50

313,30

Geschäftstätigkeit

je Namenaktie

CHF

32,90

62,70

Eigenkapital

je Inhaberaktie

CHF

2 136,40

2 126,70

je Namenaktie

CHF

427,30

425,30

Gemäss Antrag des Verwaltungsrats

21,1

28,0

56,0

49,0

Impressum

Key Facts 2010

je Inhaberaktie

Geldfluss aus

1 

20 10

20

30,00

09

50

40,001

20

30

CHF

08

100

(nom. CHF 100)

20

40

07

150

Konzernkennzahlen je Aktie Konzernergebnis

17,6

50

je Inhaberaktie

Gesamtkapitalisierung per 31.12.

141,8

200

270 000

20

Börsenkurse

406 000

20 10

Bruttodividende

60

09

270 000

250

20

406 000

Anzahl

– 30,8

Anzahl

70

08

Inhaberaktien Namenaktien

300

13,8

20

18,4

46,0 1

195,9

CHF Mio.

Dividendensumme

36,5

07

46,0

20

68,7

CHF Mio.

70,1

CHF Mio.

Aktienkapital

06

Jahresgewinn

Anzahl per 31.12.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen (in CHF Mio.)

Free Cashflow (in CHF Mio.)

Conzzeta AG

06

300,4

31,8

324,9

20

CHF Tsd.

20

3 257

20

28,0

3 322

20

21,1

Anzahl

06

Nettoumsatz pro Vollzeitstelle

CHF Mio.

20

Personalbestand am Jahresende

20

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen

Fünfjahresübersicht Konzern siehe Seite 84 f.

100

 Detaillierte

1 250

3,3

20 10

– 1,4

51,5

09

56,9

CHF Mio.

20

CHF Mio.

Konzernergebnis

08

Betriebsergebnis

20 10

125

09

1 500

08

955,2

07

1 051,9

06

CHF Mio.

20

150

07

1 750

Nettoumsatz

Eigenkapital in % der Bilanzsumme

Ausserordentliches Ergebnis

175

20

2 000 Konzern

1 051,9

EBIT und Konzernergebnis (in CHF Mio.) 955,2

2009

1 472,5

1 273,6

2010

1 507,0

Nettoumsatz (in CHF Mio.)

20

Kennzahlen

Herausgeberin Conzzeta AG, Zürich Konzept und Gestaltung Prime, Zürich Fotografie Jolanda Flubacher Derungs, Sebastian Derungs, Eric Leleu u. a.

–– Das wirtschaftliche Umfeld der Conzzeta Gruppe erholt sich spürbar.

–– Die Verschiebungen der Währungsverhältnisse wirken negativ auf Umsatz, Ergebnis und Eigenkapital.

Übersetzung Hill Johnson Associates GmbH, Zollikon Druck Staffel Druck AG, Zürich Publishing-System Multimedia Solutions AG, Zürich

–– Die Gruppe steigert den konsolidierten Nettoumsatz um 10,1 % und verbessert das Ergebnis signifikant.

–– Betriebsergebnis (EBIT) und Konzernergebnis können im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

–– Alle industriellen Geschäftsbereiche verbuchen ein Umsatzplus.

–– Die Gruppe bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 76,3 % sehr solide finanziert.

–– Das Hauptwachstum stammt aus Asien, wo rund ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt wird.

–– Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation schlägt der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Dividende um einen Drittel vor.

Der Geschäftsbericht erscheint in deutscher und in englischer Sprache. Massgebend ist stets die deut­s che Fassung. Personelle Änderungen wurden nachgetragen bis zum Redaktionsschluss am 17. März 2011. Publikation 30. März 2011.

100063


Ordentliches Ergebnis Betriebsergebnis (EBIT)

Free Cashflow

CHF Mio.

17,6

141,8

1 000

75

750

50

Eigenkapital

CHF Mio.

982,7

978,3

500

25

Bilanzsumme

CHF Mio.

1 287,6

1 254,8

76,3

78,0

250

0

%

0

– 25

0

10

– 50

0

je Namenaktie

(nom. CHF 20)

CHF

8,001

6,00

Inhaberaktien

Höchst / Tiefst

CHF

2 000 / 1 690

1 934 / 1 135

Jahresende

CHF

1 900

1 800

CHF Mio.

874

828

CHF

111,90

7,10

je Namenaktie

CHF

22,40

1,40

je Inhaberaktie

CHF

164,50

313,30

Geschäftstätigkeit

je Namenaktie

CHF

32,90

62,70

Eigenkapital

je Inhaberaktie

CHF

2 136,40

2 126,70

je Namenaktie

CHF

427,30

425,30

Gemäss Antrag des Verwaltungsrats

21,1

28,0

56,0

49,0

Impressum

Key Facts 2010

je Inhaberaktie

Geldfluss aus

1 

20 10

20

30,00

09

50

40,001

20

30

CHF

08

100

(nom. CHF 100)

20

40

07

150

Konzernkennzahlen je Aktie Konzernergebnis

17,6

50

je Inhaberaktie

Gesamtkapitalisierung per 31.12.

141,8

200

270 000

20

Börsenkurse

406 000

20 10

Bruttodividende

60

09

270 000

250

20

406 000

Anzahl

– 30,8

Anzahl

70

08

Inhaberaktien Namenaktien

300

13,8

20

18,4

46,0 1

195,9

CHF Mio.

Dividendensumme

36,5

07

46,0

20

68,7

CHF Mio.

70,1

CHF Mio.

Aktienkapital

06

Jahresgewinn

Anzahl per 31.12.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen (in CHF Mio.)

Free Cashflow (in CHF Mio.)

Conzzeta AG

06

300,4

31,8

324,9

20

CHF Tsd.

20

3 257

20

28,0

3 322

20

21,1

Anzahl

06

Nettoumsatz pro Vollzeitstelle

CHF Mio.

20

Personalbestand am Jahresende

20

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen

Fünfjahresübersicht Konzern siehe Seite 84 f.

100

 Detaillierte

1 250

3,3

20 10

– 1,4

51,5

09

56,9

CHF Mio.

20

CHF Mio.

Konzernergebnis

08

Betriebsergebnis

20 10

125

09

1 500

08

955,2

07

1 051,9

06

CHF Mio.

20

150

07

1 750

Nettoumsatz

Eigenkapital in % der Bilanzsumme

Ausserordentliches Ergebnis

175

20

2 000 Konzern

1 051,9

EBIT und Konzernergebnis (in CHF Mio.) 955,2

2009

1 472,5

1 273,6

2010

1 507,0

Nettoumsatz (in CHF Mio.)

20

Kennzahlen

Herausgeberin Conzzeta AG, Zürich Konzept und Gestaltung Prime, Zürich Fotografie Jolanda Flubacher Derungs, Sebastian Derungs, Eric Leleu u. a.

–– Das wirtschaftliche Umfeld der Conzzeta Gruppe erholt sich spürbar.

–– Die Verschiebungen der Währungsverhältnisse wirken negativ auf Umsatz, Ergebnis und Eigenkapital.

Übersetzung Hill Johnson Associates GmbH, Zollikon Druck Staffel Druck AG, Zürich Publishing-System Multimedia Solutions AG, Zürich

–– Die Gruppe steigert den konsolidierten Nettoumsatz um 10,1 % und verbessert das Ergebnis signifikant.

–– Betriebsergebnis (EBIT) und Konzernergebnis können im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

–– Alle industriellen Geschäftsbereiche verbuchen ein Umsatzplus.

–– Die Gruppe bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 76,3 % sehr solide finanziert.

–– Das Hauptwachstum stammt aus Asien, wo rund ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt wird.

–– Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation schlägt der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Dividende um einen Drittel vor.

Der Geschäftsbericht erscheint in deutscher und in englischer Sprache. Massgebend ist stets die deut­s che Fassung. Personelle Änderungen wurden nachgetragen bis zum Redaktionsschluss am 17. März 2011. Publikation 30. März 2011.

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Inhaltsverzeichnis   6

Vorwort

  9 10 11 12 18

Geschäftsübersicht

27

Corporate Governance

39

Finanzbericht

Verwaltungsrat Konzernleitung und -stab Jahresbericht 2010 Interview mit dem Vorsitzenden der Konzernleitung 20 Geschäftsbereiche

81 Weitere Informationen 82 Personalvorsorgestiftungen Schweiz 84 Fünfjahresübersicht 86 Informationen und Termine für Investoren


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Vorwort

Jacob Schmidheiny, Präsident des Verwaltungsrats (links)  und Robert Suter, Vorsitzender der Konzernleitung (rechts) 6


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Vorwort

« Conzzeta geht gestärkt vorwärts.» Sehr geehrte Damen und Herren Es geht wieder aufwärts! Mit diesem kurzen Satz lässt sich das Geschäftsjahr 2010 umreissen. Nach dem dramatischen Einbruch hat sich eine deutliche Erholung eingestellt, die immer noch anhält. Genährt wird die wirtschaftliche Erholung durch die Nachfrage aus Asien, wo die Conzzeta Gruppe in den letzten Jahren ihre Präsenz stark ausgebaut hat und wo sie fast einen Viertel (23 %) des Konzernumsatzes erzielte. Bei aller Freude über den Aufwärtstrend muss dieser jedoch über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Der Gruppenumsatz liegt noch deutlich (– 30 %) unter den Spitzenjahren und wird dieses Niveau so schnell nicht wieder erreichen. Mit den Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Reduktion der operativen Kosten, die sich als nötig erwiesen haben, wurde eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses ermöglicht. Dieses reicht hingegen noch nicht für eine dauerhafte kräftige Entwicklung der Gruppe. Damit ist auch gesagt, dass wir unsere Anstrengungen zur Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit fortführen müssen. Dazu gehört die stetige Erneuerung und Verbesserung von Produkten und Leistungen, aber auch die konstante Senkung der Kosten. Dies ist auch nötig, weil die Stärke des Schweizer Frankens unsere exportorientierte Gruppe mit starker Schweizer Basis in hohem Mass trifft. Die Verlagerung in Wachstumsmärkte wie Asien bietet nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen für die Gruppe. Es werden hohe Anforderungen an Vertrieb, Führung, die Entwicklung von Produkten und deren Preisgestaltung gestellt, um langfristig mithalten zu können.

Trotz zahlreicher Herausforderungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten, zu denen auch die geopolitische Instabilität gehört, blicken wir mit einer Portion Optimismus in die Zukunft. Der Zwang zur stetigen Erneuerung und Anpassung gehört zur industriellen Tätigkeit und dafür ist die ­Conzzeta Gruppe gut gewappnet. Einerseits ist sie personell mit engagierten und loyalen Mitarbeitenden gerüstet. Andererseits ermöglicht auch die materielle Ausstattung in Form von Kapital eine langfristige Ausrichtung. Die Meisterung des gewaltigen Einbruchs sowie die Anpassung an die Marktverschiebungen waren nur dank dieser beiden Faktoren möglich. Damit verbinden wir auch unsere Anerkennung und unseren Dank an unsere Mitarbeitenden auf der ganzen Welt. Die Conzzeta Gruppe steht nach der Finanzkrise gestärkt da und der Bestellungseingang zeigt einen anhaltenden Aufwärtstrend. Dies lässt uns zuversichtlich in die Zukunft schreiten.

Jacob Schmidheiny Präsident des Verwaltungsrats

Robert Suter Vorsitzender der Konzernleitung

7


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 

8


Geschäftsübersicht

Konzern

10 11 12 18

Verwaltungsrat Konzernleitung und -stab Jahresbericht 2010 Interview mit dem Vorsitzenden der Konzernleitung

Geschäftsbereiche

20 21 22 23 24 25 26

Systeme für Blechbearbeitung Systeme für Glasbearbeitung Automationssysteme Schaumstoffe Sportartikel Grafische Beschichtungen Immobilien


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Konzern

Verwaltungsrat

Namen und Funktionen v. l. n. r. gemäss untenstehender Auflistung.

Philip Mosimann, Verwaltungsrat, seit 2007 Robert F. Spoerry, Verwaltungsrat, seit 1996 Werner Dubach, Verwaltungsrat, seit 1993 Jacob Schmidheiny, Verwaltungsratspräsident, seit 1977 Thomas W. Bechtler, Verwaltungsrat, seit 1987 Matthias Auer, Verwaltungsrat, seit 1996

Alle Verwaltungsräte sind bis zur ordentlichen Generalversammlung 2011 gewählt.

> Detaillierte Informationen zum Verwaltungsrat siehe Seite 30 f. 10


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Konzern

Konzernleitung und -stab

Namen und Funktionen v. l. n. r. gemäss untenstehender Auflistung.

Carlo Menotti, Leiter Konzerndienste und Sekretär des Verwaltungsrats, seit 2008 Ferdi Töngi, Leiter Geschäftsbereich Systeme für Blechbearbeitung, seit 2002 Kaspar W. Kelterborn, Chief Financial Officer, seit 2006 Robert Suter, Vorsitzender der Konzernleitung, seit 2009 Richard Jakob, Leiter Geschäftsbereich Systeme für Glasbearbeitung, seit 2007 Barbara Senn, General Counsel, seit Februar 2010 Rolf G. Schmid, Leiter Geschäftsbereich Sportartikel, seit 2004 Serge Entleitner, Leiter Geschäftsbereich Grafische Beschichtungen, seit 2009 Ralph Siegle, Leiter Geschäftsbereich Immobilien, seit 2003 Bart J. ten Brink, Leiter Geschäftsbereich Schaumstoffe, seit 2009 Martin Pfister, Leiter Geschäftsbereich Automationssysteme, seit 2005

> Detaillierte Informationen zur Konzernleitung siehe Seite 33 f. 11


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Jahresbericht

Jahresbericht Die Conzzeta Gruppe verbessert das Ergebnis ­signifikant und verzeichnet in Asien ein starkes Umsatzwachstum.

Im Jahr 2010 verbesserte sich das konjunkturelle Umfeld der Conzzeta Gruppe nach der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar. Die anziehende Nachfrage führte zu einer Erholung der Märkte für Investitionsgüter und Industrieprodukte. Die Nachfragesituation entwickelte sich jedoch regional unterschiedlich. In Europa und in den USA verlief die Erholung meist nur langsam und im Jahresverlauf teilweise wechselhaft. In Asien und in anderen Wachstumsmärkten profitierten die Geschäftbereiche hingegen von einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung und einer frühzeitigen Rückkehr zu einer hohen Wachstumsdynamik. Unverändert stabil entwickelten sich der OutdoorMarkt und der Schweizer Immobilien-Markt für Wohn­ liegenschaften.

Weitere wichtige Umfeldfaktoren waren die Entwicklung der Rohstoffpreise und der Währungsverhältnisse. Besonders im Bereich der Industrieprodukte stiegen die Preise für wichtige Rohstoffe, bedingt durch Nachfragesteigerungen und erhöhte Rohölpreise. Das wirtschaftliche Umfeld der Gruppe war im Berichtsjahr auch durch Veränderungen von Währungsverhältnissen geprägt. Speziell die Schwäche des Euros und des US-Dollars zum Schweizer Franken beeinflusste die aus der Schweiz exportierenden Firmen und wirkte gesamthaft negativ auf Umsatz und Ergebnis der Gruppe. Durch das Wachstum in Asien und das angepasste Kostenniveau gelang es der Gruppe, das Ergebnis signifikant zu verbessern.

Nettoumsatz nach Geschäftsbereichen 2010

2009

Veränderung

CHF Mio.

CHF Mio.

in %

Systeme für Blechbearbeitung

410,9

356,1

15,4

Systeme für Glasbearbeitung

167,5

145,6

15,0

Automationssysteme

56,4

56,1

0,4

Schaumstoffe

127,9

116,8

9,5

Sportartikel

221,2

215,3

2,8

Grafische Beschichtungen

46,6

43,2

7,9

Immobilien und diverse Erträge

21,4

22,1

– 3,2

1 051,9

955,2

10,1

Total

12


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Jahresbericht

Umsatzentwicklung der Gruppe Im Berichtsjahr steigerte die Conzzeta Gruppe den konsolidierten Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 % auf CHF 1 051,9 Mio. (Vorjahr CHF 955,2 Mio.). Bereinigt um umrechnungsbedingte negative Währungseinflüsse von 3,6 % und Devestitionseffekte von 1 % beträgt der Zuwachs 14,7 %. Alle industriellen Geschäftsbereiche konnten ein Umsatzplus verbuchen. Der Bereich Immobilien entwickelte sich unter Berücksichtigung von zwei Immobi­ lienverkäufen im Vorjahr stabil. Die grössten Umsatz­ zunahmen waren bei den im Maschinen- und Anlagenbau tätigen Bereichen zu verzeichnen, die im Vorjahr  am stärksten vom krisenbedingten Einbruch betroffen waren. Während bei den Industrieprodukten (Bereiche Schaumstoffe und Grafische Beschichtungen) ab Jah­ resbeginn eine Steigerung der Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode verzeichnet werden konnte, starteten die drei im Maschinen- und Anlagenbau tätigen Geschäftsbereiche mit einem tiefen Auftragsbestand ins Jahr 2010. Dieser verbesserte sich jedoch im Jahresverlauf, was sich zunehmend auch positiv auf den Umsatz auswirkte. Im Jahresverlauf zulegen konnte auch der Bereich Sportartikel, der trotz Wegfalls der Sparte Toko (Skiwachs und Pflegeprodukte) sowie Wechselkurseinflüsse den Umsatz um 2,8 % erhöhen konnte.

Der Anteil des Maschinen- und Anlagenbaus am Gesamtumsatz hat sich wieder leicht auf 60,4 % erhöht (Vorjahr 58,4 %). Nach geografischen Märkten betrachtet gewinnt Asien im Berichtsjahr nochmals an Bedeutung für die Gruppe. Durch das langfristige Engagement und den Ausbau der Präsenz in Asien konnte der Umsatz in der Marktregion Asien und Pazifik um 53,9 % auf CHF 242,1 Mio. gesteigert werden. Der Anteil am Gesamt­ umsatz der Gruppe erhöhte sich damit auf 23,0 % (Vorjahr 16,5 %).

Geschäftsbereiche Systeme für Blechbearbeitung Der Geschäftsbereich Systeme für Blechbearbeitung (Bystronic) erhöhte den Nettoumsatz um 15,4 % auf  CHF 410,9 Mio. (Vorjahr CHF 356,1 Mio.). Bereinigt um umrechnungsbedingte Währungseinflüsse betrug der Zuwachs 19,3 %. Während in Asien frühzeitig ein hohes Wachstum erzielt werden konnte, kam die Erholung in Europa und in den USA nur zögerlich voran und gewann erst im zweiten Halbjahr 2010 an Schwung. Besonders stark zulegen konnten Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika, in deren Aufbau Bystronic in den vergangenen Jahren investiert hatte und die einen immer grösseren Anteil am Bereichsumsatz ausmachen. Aufgrund der verbesserten Auftragslage konnte die Kurz­

Nettoumsatz nach Regionen 2010

2009

Veränderung

CHF Mio.

CHF Mio.

in %

Schweiz

160,3

156,0

2,8

Euro-Länder

360,2

386,3

– 6,8

Übriges Europa

140,5

130,7

7,5

Total Europa

661,0

673,0

– 1,8

Nord- und Südamerika

143,9

119,4

20,5

Asien und Pazifik

242,1

157,3

53,9

Afrika

4,9

5,5

– 10,9

Total

1 051,9

955,2

10,1

13


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Jahresbericht

arbeit in allen Firmen aufgehoben werden. Neben wichtigen Produktinnovationen wie die Einführung der ersten Laserschneidanlage mit Faserlaser (BySprint Fiber 3015), die an der Fachmesse EuroBLECH mit einem Preis ausgezeichnet wurde, hat Bystronic auch eine neue Maschine für den chinesischen Markt präsentiert, die grösstenteils dort entwickelt wurde. Nebst Ausgaben für die Produktentwicklung investierte Bystronic auch in ein neues Verarbeitungszentrum für Grossteile, in die Eröffnung eines Vertriebsbüros in Saigon (Vietnam) sowie in den Marktauftritt. Mit der Kampagne «Best choice.», die in über 40 Ländern umgesetzt wurde, erhöhte Bystronic  die Bekanntheit als kundennaher Komplettanbieter und stärkt damit die Marke und die Motivation der Mitarbeitenden. Systeme für Glasbearbeitung Der Geschäftsbereich Systeme für Glasbearbeitung (Bystronic glass) steigerte den Umsatz um 15,0 % auf CHF 167,5 Mio. (Vorjahr CHF 145,6 Mio.). In Lokalwährung legte der Geschäftsbereich um 21,1 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Wachstum wurde grösstenteils im asiatischen Markt erzielt. Im Bereich Gebäudeglas konnten dort die Umsätze vor allem dank Grossaufträgen stark erhöht werden. Auch die Nachfrage der Automobilindus­ trie nach Maschinen für die Fahrzeugglasbearbeitung belebte sich wieder. Wenige Wachstumsimpulse kamen hingegen aus dem europäischen und dem amerikanischen Markt, wo sich auch teilweise die ungünstigen Wechselkursverhältnisse erschwerend auf das Geschäft auswirkten. Im Mittleren Osten und in Osteuropa verhinderten Finanzierungsprobleme von Kunden die Realisation von Projekten. In Europa verbesserte sich die Nachfrage­ situation gegen Jahresende. Eine Erholung konnte besonders beim Service- und Ersatzteilgeschäft festgestellt werden. Insgesamt ist der Wettbewerbsdruck im Markt nach wie vor hoch. Im Jahr 2010 straffte der Geschäftsbereich die Kosten und investierte in die Produktentwicklung. Mit zahlreichen Neuheiten stellte Bystronic glass die Innovationskraft an der grössten Fachmesse glasstec unter Beweis. Vorgestellt wurden beispielsweise eine neue Maschinengeneration für die Bearbeitung von Fahrzeugglas und eine Maschine, die unterbrechungsfrei DreifachIsolierglaseinheiten mit flexiblen Abstandshaltern fertigt. Automationssysteme Der Bereich Automationssysteme (ixmation) erzielte im Jahr 2010 einen Nettoumsatz von CHF 56,4 Mio. (Vorjahr CHF 56,1 Mio.). Unter Berücksichtigung der umrechnungsbedingten Währungseinflüsse sowie der Devestition 14

der Aktivitäten im Bereich Produktionsautomation im Vorjahr betrug das Umsatzwachstum 13,9 %. Im ersten Halbjahr 2010 investierten vor allem Kunden aus der Automobilindustrie und aus den USA nur zurückhaltend. Im zweiten Halbjahr verbesserte sich die Situation. In den USA gingen vor allem Bestellungen in den Bereichen Medizinaltechnik und alternative Energien ein. Die internationale Präsenz von ixmation ermöglichte es, für global tätige Grosskunden vermehrt Wiederholaufträge auszuführen. Gut ausgelastet war der Standort in Malaysia, wo im September 2010 ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude bezogen werden konnte, das mit Solarzellen eines Kunden ausgerüstet wurde. In China konnten einige Aufträge für die Automobilindustrie realisiert ­werden, die durch die europäische Niederlassung in der Schweiz vermittelt wurden. In Europa schaffte ixmation den Markteintritt mit einem Helium-Dichtheitsprüf­ system, das für unterschiedliche Teile und Komponenten in verschiedenen Branchen eingesetzt werden kann. Das System wurde vollumfänglich in Malaysia entwickelt und wird auch dort produziert. Schaumstoffe Der Bereich Schaumstoffe (FoamPartner) steigerte im Jahr 2010 den Umsatz um 9,5 % auf CHF 127,9 Mio. (Vorjahr CHF 116,8 Mio.). Bereinigt um negative umrech­ nungsbedingte Währungseinflüsse hat der Bereich um 13,8 % gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Die technischen Schaumstoffe (Industrie, Verpackung, Automobil) verzeichneten ein klares Wachstum gegenüber dem Vorjahr, wobei das erste Halbjahr besser ausfiel als das zweite. In Europa erholte sich der deutsche Markt gut. Ein deutliches Mengenwachstum konnte auch in China und in den USA verzeichnet werden, wo die Kundenbasis im Berichtsjahr erweitert werden konnte. Das Produktsegment ­Komfort (Matratzen- und Kissenkerne) schloss das Jahr 2010 auf Vorjahresniveau. Der starke Schweizer Franken erschwerte hier die Exporte aus der Schweiz und erhöhte den Konkurrenzkampf auf dem Schweizer Markt be­­ sonders bei einfacheren Produkten. Beschaffungsseitig muss­te FoamPartner im 2010 eine Erhöhung der Preise für wichtige Rohstoffe der Schaumstoffproduktion verkraften, die einerseits durch eine Zunahme der Nachfrage und andererseits durch steigende Rohölpreise verursacht wurde. Im Berichtsjahr wurden neue Produkte eingeführt und Verbesserungen in der Logistik vorgenommen. Im Bereich Komfort wurde im Rahmen eines grossen Projekts das gesamte Schaumstoffangebot erneuert. Bei den technischen Schaumstoffen wurde ein neuer Dichtschaumstoff im Markt vorgestellt und eingeführt.


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Jahresbericht

Sportartikel Der Geschäftsbereich Sportartikel (Mammut Sports Group) erhöhte im Berichtsjahr den Nettoumsatz um 2,8 % auf CHF 221,2 Mio. (Vorjahr CHF 215,3 Mio.). Bereinigt um den Verkauf der Geschäftsaktivitäten der auf Skiwachs und Pflegeprodukte spezialisierten Toko an die norwegische Swix Sport AS per 1. September 2010 sowie die umrechnungsbedingten Währungseinflüsse betrug die Umsatzsteigerung 6,7 %. Die Mammut Sports Group, die sich nun auf die Marke Mammut fokussiert, konnte sich im wachsenden Outdoor-Markt behaupten. Besonders stark war das Wachstum in den Absatzmärkten Japan und Korea sowie in Deutschland und Italien. Es wurde weiterhin in den Aufbau des Vertriebsnetzes in­­ vestiert, wobei es teilweise herausfordernd ist, für die Mammut Stores geeignete neue Vertriebspartner und bezahlbare Standorte an guter Lage zu finden. Im Heimmarkt Schweiz, wo Mammut einen sehr hohen Marktanteil hat, konnte bei den Verkäufen nicht an das Vorjahresniveau angeschlossen werden. Positiv entwickelten sich die Produktgruppe Schuhe, die neue Rucksackkollektion sowie die Klettergurte und der Bereich Bekleidung. Ein Patentstreit mit der Firma Ortovox Sportartikel GmbH  in Bezug auf Lawinenverschüttetensuchgeräte konnte ­gütlich beigelegt werden. Auf positive Resonanz beim Fachhandel stiessen die Vorstellung der neuen Eiger Extreme-Kollektion, die ab Herbst 2011 in den Geschäften erhältlich ist, sowie das Engagement im zunehmend wichtigen Bereich Corporate Social Responsibility, wo Mammut eine Vorreiterrolle in der Branche einnimmt. Grafische Beschichtungen Der Bereich Grafische Beschichtungen (Schmid Rhyner) erhöhte den Nettoumsatz im Berichtsjahr um 7,9 % auf CHF 46,6 Mio. (Vorjahr CHF 43,2 Mio.). Schmid Rhyner konnte in fast allen Hauptmärkten wieder Wachstum verzeichnen; nur wenige verharrten auf dem Vorjahres­ niveau. Überdurchschnittlich legten die Märkte in Asien und Südamerika, aber auch einige europäische Märkte  zu. Auch Nordamerika verzeichnete ein ansprechendes Wachstum. Schmid Rhyner konnte im Berichtsjahr vor allem durch neue Produkte und die geografische Ausweitung zulegen, obschon die weltweite Nachfrage im Ak­­ zidenz- und im Verpackungsdruck auch im Jahr 2010 immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Krise  lag. Eine grosse Herausforderung im Berichtsjahr war die Verknappung von Primärrohstoffen zur Lackherstellung, die mit massiven Preiserhöhungen verbunden war und zu Preisanpassungen führte. Schmid Rhyner gelang es trotz allem, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und

alle Kunden termingerecht zu belieferen. Neue Produkte wurden sowohl bei den Dispersionen als auch bei den  mit UV-Licht härtenden Lacken erfolgreich eingeführt. Zudem wurde im 2010 die Produktionskapazität im Bereich der Dispersionen ausgebaut. Immobilien Der Bereich Immobilien (Plazza Immobilien) erreichte im Jahr 2010 einen Umsatz von CHF 20,9 Mio. (Vorjahr CHF 21,4 Mio.). Der Rückgang um 2,3 % ist grösstenteils auf tiefere Mietzinseinnahmen infolge des Verkaufs von zwei Liegenschaften im Vorjahr zurückzuführen. Im Schweizer Markt für Wohnliegenschaften blieben die Mietzinseinnahmen stabil. Insbesondere in der Nähe von grossen Zentren wie Zürich herrscht noch immer eine starke Wohnungsknappheit. Auf einem ehemaligen Industriegrundstück der Conzzeta in Wallisellen konnte die Gestaltungsplanung für eine Wohnüberbauung mit rund 200 Wohnungen öffentlich aufgelegt werden. Die Abstimmung über die Vorlage in der Gemeinde soll voraussichtlich im Jahr 2011 erfolgen.

Ertragslage Die Volumenzunahme einerseits und die im Vorjahr ­vorgenommenen Kapazitätsanpassungen andererseits er­möglichten der Conzzeta Gruppe auch operativ eine deutliche Rückkehr in die Gewinnzone. Das Betriebs­ ergebnis (EBIT) verbesserte sich um CHF 58,3 Mio. auf CHF 56,9 Mio. (Vorjahr CHF – 1,4 Mio.). Aufgrund der höheren Auslieferungen konnte der Betriebsgewinn im zweiten Halbjahr gesteigert werden. Insgesamt wurde das Ergebnis wesentlich durch negative Währungseffekte beeinflusst. Die EBIT-Marge für das Gesamtjahr liegt mit 5,3 % deutlich über dem Vorjahr, erreicht aber das Niveau vor der Wirtschaftkrise nicht (8,8 % im 2007). Das Konzernergebnis enthält einen ausserordentlichen Gewinn von CHF 5,4 Mio. durch Verkäufe von Geschäftsaktivitäten und Immobilien. Die Conzzeta Gruppe schliesst das Jahr 2010 mit einem Konzernergebnis von CHF 51,5 Mio. (Vorjahr CHF 3,3 Mio.).

Investitionen und Devestitionen Aufgrund des teilweise noch unsicheren wirtschaftlichen Umfelds wurde im Jahr 2010 zurückhaltend investiert. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen beliefen sich auf CHF 21,1 Mio. (Vorjahr 28,0 Mio.). 15


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Jahresbericht

Zu den grössten Sachinvestitionen zählen ein neues ­Produktions- und Bürogebäude des Geschäftsbereichs Automationssysteme in Penang (Malaysia) sowie eine Investition in ein Bearbeitungszentrum für Grossteile  am Standort Niederönz (Schweiz) des Geschäftsbereichs Systeme für Blechbearbeitung. Im Bereich immaterielles Anlagevermögen wurde in den weiteren Ausbau der ERPSysteme der Geschäftsbereiche investiert. Beim Bereich Sport­artikel wurden die Geschäftsaktivitäten der auf Skiwachs und Pflegeprodukte spezialisierten Toko per  1. September 2010 devestiert.

rielle Anlagen von CHF 21,1 Mio. umfasst dieser auch Nettoinvestitionen in Wertschriften von CHF 54,9 Mio. sowie Devestitionen von Geschäftsaktivitäten im Umfang von CHF 9,7 Mio. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Wertschriften der Gruppe nimmt um CHF 54,9 Mio. auf CHF 510,9 Mio. zu (Vorjahr CHF 456,0 Mio.). Die Gruppe ist solide finanziert mit einem Eigen­ finanzierungsgrad von 76,3 % (Vorjahr 78,0 %).

Free Cashflow, Finanzierung und Liquidität

In Fortführung der flexiblen Dividendenpolitik schlägt der Verwaltungsrat aufgrund der besseren wirtschaftlichen Situation eine Erhöhung der Dividende vor. Er beantragt der Generalversammlung eine Dividende von CHF 40,00 (Vorjahr CHF 30,00) je Inhaberaktie bzw. CHF 8,00 (Vorjahr CHF 6,00) je Namenaktie.

Die Conzzeta Gruppe erzielte im Jahr 2010 einen Geldfluss aus Geschäftstätigkeit von CHF 75,7 Mio. (Vorjahr CHF 144,1 Mio.). Durch die Erhöhung des Geschäfts­ volumens wurde im Berichtsjahr wieder mehr Kapital gebunden. Ein konsequentes Management des Netto­ umlaufvermögens konnte aber fortgesetzt werden. Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit und Investitionen (Free Cashflow) beträgt CHF 17,6 Mio. (Vorjahr CHF 141,8 Mio.). Nebst Investitionen in Sachanlagen und immate-

Dividende

Mitarbeitende Im Jahr 2010 konnte die Conzzeta Gruppe 65 neue Stellen schaffen. Per Jahresende beschäftigte sie weltweit 3 322 Mitarbeitende (Vorjahr 3 257). Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden in Asien.

Beschäftigte nach Regionen 2010

Personelle Mutationen Im Februar 2010 trat Barbara Senn als General Counsel in die Gruppe ein. Sie löste Thomas Emch ab, der Ende Juni 2010 in den Ruhestand trat. Verwaltungsrat und Konzernleitung danken Thomas Emch für den Aufbau der Funktion in den vergangenen vier Jahren und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.

Tendenzen und Aussichten   Schweiz 1 145   Deutschland 875   Übriges Europa 344   Nord- und Südamerika 323   Asien und Pazifik 635 Total Europa 2 364 Total Konzern 3 322 16

Conzzeta blickt trotz der bestehenden Unsicherheiten im Umfeld mit einiger Zuversicht auf das Jahr 2011, in erster Linie gestützt auf die anhaltende Nachfrage ihrer Kunden. Zu den Risiken und Unsicherheiten gehören jedoch die monetären Ungleichgewichte und die hohe Verschuldung verschiedener Staaten sowie die politische Insta­ bilität wichtiger Regionen. Auch die wirtschaftlichen Folgen des verheerenden Erdbebens vom 11. März 2011 in Japan sind noch nicht absehbar. Bezüglich der Wäh-


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Jahresbericht

rungsverhältnisse ist davon auszugehen, dass der Schweizer Franken seine Stärke im Vergleich zum Euro und zum US-Dollar im Jahr 2011 behalten wird. Insgesamt hat sich das Marktumfeld der Gruppe deutlich erholt. Dies sowohl bei den Industrieprodukten wie im Maschinen- und Anlagenbau, wo die Auftrags­ eingänge im Jahresverlauf kontinuierlich zunahmen und damit eine verbesserte Ausgangslage für das Jahr 2011 geschaffen haben. Auch beim Outdoor-Markt und im schweizerischen Markt für Wohnimmobilien wird mit einer günstigen Entwicklung gerechnet. Conzzeta will die Wachstumschancen weiter nutzen, aber trotz positiver Signale im noch fragilen wirtschaftlichen Umfeld bei Kosten und Erweiterungsinvestitionen weiterhin vorsichtig vorgehen. Ihr Handeln zielt darauf hin, die Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten weiter zu erhöhen und die Präsenz in aufstrebenden Märkten zu stärken.

17


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Konzern

«Bei Innovationen klar zugelegt» Conzzeta hat die Auswirkungen der Finanzkrise   im Geschäftsjahr 2010 erfolgreich bewältigt und ist operativ zurück in der Gewinnzone. Im ­Gespräch ­­  erläutert der Vorsitzende der Kon­zernleitung, Robert Suter, weshalb Conzzeta ­gestärkt in die Zukunft blickt.

Herr Suter, wo steht die Conzzeta Gruppe heute, im ­Vergleich zu vor einem Jahr? Wir stehen wesentlich besser da. Die Finanzkrise wurde bewältigt. Die Umsätze liegen auf dem von uns geplanten Niveau und wir sind operativ zurück in der Gewinnzone. Diese erfreuliche Entwicklung hat mehrere Gründe: Ein­ erseits hat sich die Wirtschaftslage global wieder ver­ bessert, andererseits haben sich unsere Mit­arbeitenden enorm eingesetzt und die sich bietenden Chancen ge­­ packt. Wie haben sich die Hauptmärkte entwickelt? Die Erholung der Wirtschaft verlief wechselhaft – mit einer Ausnahme. In Asien konnten wir bei sämtlichen Aktivitäten im zweistelligen Bereich zulegen. Da ­Conzzeta in Asien schon früh Fuss gefasst hat, können wir heute von dieser Entwicklung profitieren. Amerika und unser Hauptmarkt Europa bleiben natürlich sehr wichtig für uns; sie gewinnen allerdings erst allmählich an Fahrt. Welchen Einfluss hatten der schwache Euro und der schwache Dollar auf den Geschäftsgang? Wie viele andere exportorientierte Unternehmen wurde auch die Conzzeta Gruppe hart getroffen von der Schwäche des Dollars und des Euros gegenüber dem Schweizer Franken, da ein nicht unerheblicher Teil unserer Pro­ duktion und Wertschöpfung in der Schweiz stattfindet. Währungs­schwankungen hat es aber auch in der Vergangenheit schon immer gegeben; sie zwingen uns, in der Schweiz noch innovativer und produktiver zu werden. Das ist an und für sich nichts Schlechtes, aber die Geschwindigkeit, mit der die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden muss, ist schon sehr anspruchsvoll. 18

Conzzeta hat sich vorgenommen, «gestärkt aus der Krise» zu gehen. Haben Sie dieses Ziel erreicht? Ja, das haben wir. Wir haben in Asien unsere Geschäfte ausgebaut, die Kapazitäten richtig ge­plant und zahlreiche neue Produkte entwickelt und eingeführt. Beispielsweise eine neue Maschine zum Schneiden von Flachblechen  mit Faser­laser. Dafür haben wir einen vielbeachteten Inno­vationspreis erhalten. Andere wichtige Innovationen  sind ein neuer Dichtschaumstoff oder eine Maschine,  die unterbrechungsfrei Dreifach-Isolierglaseinheiten mit ­flexiblen Abstands­haltern fertigt. Das vergangene Jahr haben wir auch dazu genutzt, um andere Wettbewerbsvorteile im Bereich der Softfaktoren zu stärken: Bystronic (Systeme für Blech­bearbeitung) hat mit «Best choice.» ein Programm lanciert, das die Marke international stärkt. Zu erwähnen ist schliesslich nochmals der starke Ausbau der asiatischen Geschäfte; wir haben dort während der Krise Personal eingestellt, das erste lokale Entwicklungscenter in China aufgebaut, eine neue Fabrik in Malaysia eröffnet und unsere Sportaktivitäten in Japan und Korea deutlich ausgebaut. Sie sind bei den Mitarbeitenden bekannt für die Frage «Warum kauft der Kunde bei uns?». Jetzt die Frage an Sie: Welchen Mehrwert bietet Conzzeta ihren Geschäftsbereichen? Es sind die Menschen, die bei Unternehmen den Unterschied ausmachen. Hier hat Conzzeta einen grossen Einfluss, denn sie legt die Grundwerte und die Kultur der Gruppe fest. Innovation ist einer unserer Grundwerte. Bei uns finden gute Ideen in aller Regel Unterstützung. Wir wollen den Mitarbeitenden ein Umfeld bieten, in dem sie sich wohl fühlen und sich entfalten können. Weiter zählen


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Konzern

«

auch Grundwerte wie Zuverlässigkeit und die langfristige Ausrichtung dazu. Das schafft Vertrauen bei Mitarbeitern, Führungskräften und schlussendlich auch bei Kunden und Geschäftspartnern.

Nur wenn das menschliche Umfeld stimmt, macht die Arbeit Spass!

»

wichtig ist mir auch die offene Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Kollegen der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat. Nur wenn das menschliche Umfeld stimmt, macht die Arbeit Spass!

Welche Ziele verfolgen Sie im 2011? Mein oberstes Ziel ist es, eine gesunde Profitabilität  im Konzern zu sichern. Dafür möchte ich die Strategien unserer Geschäftsbereiche noch gezielter ausrichten und auf den bestehenden Stärken aufbauen. Wir wollen die Geschäfte in Asien weiter entwickeln und beim Geschäftsbereich Immobilien auch eine aktivere Strategie verfolgen. Allgemein bleiben der Ausgleich der Risiken und die Diversifizierung des Portfolios wichtig. Zentral ist auch die Sicherung von qualifiziertem Personal und von Führungskräften. Und persönlich? Ich bin mit Kopf, Hand und Herz engagiert und muss wie alle anderen auch darauf achten, dass die Work-LifeBalance stimmt. Aus diesem Grund treibe ich regelmässig Sport und lege Wert auf ruhige Ferientage. Besonders 19


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Systeme für Blechbearbeitung − Bystronic Bystronic ist ein weltweit führender Anbieter   von Lösungen für die Verarbeitung von Blechen und anderen Flachmaterialien. Wichtige Ereignisse 2010 –– Bystronic lanciert ihre erste Schneidanlage mit Faserlaser-Technologie und wird dafür mit einem EuroBLECH-Award ausgezeichnet. Das Maschinensystem erreicht insbesondere bei dünnen Blechen perfekte Schneidergebnisse und einen maximalen Teileausstoss. –– Bystronic wirbt neu mit dem Zusatz «Best choice.» und verpflichtet sich damit, die beste Wahl für den Kunden zu sein. Die Kampagne verstärkt die internationale Marke und motiviert die Mitarbeitenden.

Umsatz in CHF Mio.

2008 2009 2010

20

–– In Peking wird die erste Laserschneidmaschine vor­ gestellt, die grösstenteils in China entwickelt wurde. Damit geht Bystronic gezielt auf die Bedürfnisse der wachsenden asiatischen Märkte ein.

Bystronic im Überblick – Leitung: Ferdi Töngi – Präsenz: weltweit, über 20 Vertriebs- und Service­gesellschaften; 3 Ent­wicklungs-   und Produktionsstandorte in der Schweiz,   in Deutschland und in China www.bystronic.com

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio. 745,1

26,9

356,1 410,9

11,7 5,8

Anzahl Mitarbeitende

1 627 1 389 1 393


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Systeme für Glasbearbeitung − Bystronic glass Bystronic glass bietet hochwertige Systemlösungen für die Bearbeitung von Gebäude- und Fahrzeugglas. Wichtige Ereignisse 2010 –– Bystronic glass erhält den «Crystal Achievement  Award» der amerikanischen Glasfachzeitschrift «Window & Door» für die innovativste Maschine im Bereich Glasbearbeitung. Ausgezeichnet wird die Fertigungslinie sash‘line, eine Linie für die vollautomatische Herstellung von verglasten Fensterflügeln.

–– Mit der Auslieferung der 1 000. Isolierglas-Presse beweist Bystronic glass langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Isolierglas-Fertigung.

Bystronic glass im Überblick – Leitung: Richard Jakob – Präsenz: weltweites Verkaufs- und Servicenetz mit 6 Niederlassungen und mehreren Reprä­ sentanten; 3 Technologiezentren (Entwicklung und Produktion) in Deutschland und in   der Schweiz; 1 Produktionsstandort in China www.bystronic-glass.com

–– Mit der champ’speed line bringt Bystronic glass eine völlig neue Maschinengeneration zur Bearbeitung von Fahrzeugglas auf den Markt. Die Linie ermöglicht das Schneiden, Brechen, Schleifen und Bohren von Fahrzeugglas mit höchster Präzision und Flexibilität.

Umsatz in CHF Mio.

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio.

2008 2009 2010

244,6

11,0

145,6 167,5

Anzahl Mitarbeitende

4,4 1,7

801 675 670

21


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Automationssysteme − ixmation ixmation ist ein international tätiger Anbieter von kundenspezifischen Anlagen für die Montage- und Prüfautomation von Massenprodukten. Wichtige Ereignisse 2010 –– ixmation schafft den Markteintritt mit einem asiatischen Helium-Dichtheitsprüfsystem in Europa. Das System kann für die Leck-Kontrolle von unterschiedlichen Teilen und Komponenten (zum Beispiel Kondensatoren, Verdampfer, Kompressoren) eingesetzt werden. –– In Malaysia bezieht ixmation ein neues Produktionsund Bürogebäude mit einer Fläche von 4 000 m2. Das Flachdach wird mit Solarzellen ausgerüstet, die von einem Kunden auf einer ixmation Anlage montiert wurden.

ixmation im Überblick – Leitung: Martin Pfister – Präsenz: 5 Standorte in China, Malaysia, den USA und in der Schweiz www.ixmation.com

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio.

Umsatz in CHF Mio.

2008

73,6

2009

56,1

2010

56,4

22

–– Globale Kunden nutzen die Vorteile der internationalen Aufstellung von ixmation. Sie werden beispielsweise  in Europa beraten und lassen die entwickelten Automationslösungen von den lokalen ixmation Nieder­ lassungen an den Produktionsstandorten in den USA und in Asien realisieren.

Anzahl Mitarbeitende

1,0

399

0,9

305 4,4

353


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Schaumstoffe − FoamPartner FoamPartner produziert hochwertige Schaumstoffe und bietet kundenspezifische Lösungen   für Industrie und Komfort. Wichtige Ereignisse 2010 –– Im Bereich Matratzenkerne löst FoamPartner sämtliche Kaltschäume durch eine neue Schaumstoffgeneration ab, die hochelastisch und gleichzeitig klimabeständig ist. FoamPartner setzt damit einen weiteren Meilenstein in der Schaumstoff-Technologie.

–– In China können neue Kunden gewonnen werden und die Umsätze verdreifachen sich im Vergleich zum Vorjahr.

–– FoamPartner bringt einen neuen Dichtschaumstoff auf den Markt. Der Werkstoff überzeugt durch einen geringen Kompressionsgrad, eine bemerkenswerte Hydro­ lysestabilität und eine hervorragende Dichtigkeit.

Umsatz in CHF Mio.

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio.

2008 2009 2010

FoamPartner im Überblick – Leitung: Bart J. ten Brink – Präsenz: 9 Produktions-, Verarbeitungsund Verkaufsstandorte in Europa, Asien und   den USA; weltweiter Verkauf mittels Partner-­ Vertriebsnetz www.foampartner.com

146,3 116,8 127,9

9,6 2,3

Anzahl Mitarbeitende

495 444

3,4

450

23


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Sportartikel − Mammut Sports Group Die Mammut Sports Group entwickelt, produziert   und vertreibt innovative Berg-, Kletter- und Schneesportausrüstungen. Wichtige Ereignisse 2010 –– Mammut verkauft das Toko Geschäft an den norwegischen Skiwachshersteller Swix und konzentriert sich damit auf die starke Marke «Mammut» und auf das wachsende Geschäft Outdoorsport. –– Eine Analyse von 76 Firmen im Rahmen der Clean Clothes Campaign bestätigt die Vorreiterrolle von Mammut in Sachen sozialer Verantwortung in der Branche. –– 200 Key Account Kunden und Journalisten testen die neue Eiger Extreme-Kollektion an zwei Tagen unter realen Bedingungen. Das Programm reicht von einer Übernachtung im Schlafsack auf 3 600 m bis hin zum Abseilen von der Eigernordwand und kommt sehr gut an.

Umsatz in CHF Mio.

2008 2009 2010

24

–– Die im Jahr 2008 eingeführte Funktionsunterwäsche «Mammut Alpine Underwear» wird Testsiegerin der bekannten Schweizer Konsumentensendung «Kassensturz».

Mammut Sports Group im Überblick – Leitung: Rolf G. Schmid – Präsenz: weltweites Vertriebsnetz in über 80 Ländern; Hauptsitz, Produktentwicklung   und Seilproduktion in Seon (Schweiz); zahlreiche Produzenten in Europa und Asien www.mammut.ch

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio. 192,6

5,4

215,3 221,2

4,5 3,7

Anzahl Mitarbeitende

368 369 376


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Grafische Beschichtungen − Schmid Rhyner Schmid Rhyner entwickelt und produziert umwelt­ schonende Drucklacke und Laminierklebstoffe für die grafische Industrie. Wichtige Ereignisse 2010 –– Schmid Rhyner intensiviert die Geschäfte in Asien und in den USA und erzielt dort ein überdurchschnittliches Wachstum. –– Am Anfang des Jahres verknappen sich die Haupt­ rohstoffe für die Lackherstellung und führen zu Versorgungsengpässen. Schmid Rhyner kann die Ver­ sorgungssicherheit für ihre Kunden gewährleisten und pünktlich ausliefern.

Umsatz in CHF Mio.

2008 2009 2010

–– Schmid Rhyner führt eine neue Generation von ver­ arbeitungsfreundlichen und prozesssicheren Disper­ sionen ein und verdoppelt die Produktionskapazität  für wässrige Lacke.

Schmid Rhyner im Überblick – Leitung: Serge Entleitner – Präsenz: weltweites Vertriebsnetz in über 100 Ländern; 1 Produktionsstandort in Adliswil (Schweiz); 1 Tochter­gesellschaft in New Jersey (USA) www.schmid-rhyner.ch

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio. 47,5 43,2 46,6

1,0

Anzahl Mitarbeitende

39

1,1

45 1,5

47

25


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Geschäftsübersicht / Geschäftsbereiche

Immobilien − Plazza Immobilien Plazza Immobilien bewirtschaftet den Liegen­ schaftenbesitz der Conzzeta Gruppe. Wichtige Ereignisse 2010 –– Alle Wohnliegenschaften der Plazza Immobilien sind vollvermietet.

–– In Brunnenthal (SO) werden rund 42 500 m2 rekultiviertes Landwirtschaftsland an die bisherigen Pächter verkauft.

–– Der Gestaltungsplan für die Umnutzung eines In­­ dustrieareals in Wallisellen wird öffentlich aufgelegt. Auf dem urban gelegenen Areal werden rund 200 attraktive Wohnungen geplant. Der nächste Meilenstein im ­Projekt ist die Abstimmung über die Vorlage an der Gemeindeversammlung voraussichtlich im 2011.

Umsatz in CHF Mio.

2008

Investitionen in Sachanlagen und   immaterielle Anlagen in CHF Mio. 22,0

2009

21,4

2010

20,9

26

Plazza Immobilien im Überblick – Leitung: Ralph Siegle – Präsenz: Liegenschaften in der ganzen Schweiz www.plazza-immobilien.ch

1,0

16 3,0

0,1

Anzahl Mitarbeitende

15 16


Corporate Governance 28 29 30 33 35 35 36 36 37 37

Konzernstruktur und Aktionariat Kapitalstruktur Verwaltungsrat Konzernleitung Inhalt und Verfahren zur Festsetzung der Vergütungen Mitwirkungsrechte der Aktionäre Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen Revisionsstelle Informationspolitik Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

Corporate Governance Die Conzzeta Gruppe legt Wert auf eine trans­ parente Führungsstruktur und eine offene Gesprächskultur. Sie orientiert sich an den Prinzipien des «Swiss Code of Best Practice for Corporate ­Governance» und setzt diese entsprechend ihrer Grösse und Struktur um. Sie beachtet in ­jedem   Fall die Gesetze und hält ihre Mitarbeitenden zu deren ­Befolgung an. Die nachfolgenden Ausführungen richten sich   nach der am 31. Dezember 2010 gültigen Richt­ linie betreffend Informationen zur Corporate ­Governance der SIX Swiss Exchange AG, soweit   sie für die Conzzeta AG anwendbar ist.

1  Konzernstruktur und Aktionariat Konzernstruktur Der Conzzeta Konzern ist in sieben Geschäftsbereiche unterteilt: Systeme für Blechbearbeitung, Systeme für Glasbearbeitung, Automationssysteme, Schaumstoffe, Sport­artikel, Grafische Beschichtungen und Immobilien. Auf Konzernstufe unterstützt der Konzernstab die Tätigkeiten der Holdinggesellschaft Conzzeta AG und der operativen Einheiten. Die Conzzeta AG mit Sitz in Zürich hält direkt oder indirekt Betei­ligungen an den im Finanzbericht auf der Seite 66 f. auf­geführten Gesellschaften. Die Conzzeta AG ist die einzige kotierte Gesellschaft. Die Conzzeta Inhaberaktie (Valorennummer 265 798 und  ISIN CH0002657986) ist an der SIX Swiss Exchange AG kotiert. Die Börsenkapitali­sierung (Inhaberaktien) per  31. Dezember 2010 beläuft sich auf CHF 771 400 000, die Gesamtkapitalisierung (Namen- und Inhaberaktien) auf CHF 874 000 000.

Bedeutende Aktionäre Anteil Aktienstimmen

TEGULA AG, Zürich

Anteil Nominalkapital

in %

in %

81,8

74,2

Im Berichtsjahr sind keine Offenlegungsmeldungen eingegangen.

In diesem Bericht zur Corporate Governance werden Sachverhalte, die den gesetzlichen Normen entsprechen, nicht aufgeführt. Negativdeklarationen werden nur in ausgewählten Einzelfällen abgegeben. 28


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

2  Kapitalstruktur Kapital und Aktien Das Aktienkapital ist voll liberiert. Per 31. Dezember 2010 besteht weder genehmigtes noch bedingtes Aktienkapital.

Anzahl Aktien Aktienkapital in CHF

Inhaberaktien  nom. CHF 100

Namenaktien  nom. CHF 20

Total

406 000

270 000

676 000

40 600 000

5 400 000

46 000 000

An der Generalversammlung hat jede Aktie eine Stimme. Die Dividendenberechtigung der Namen- und Inhaberaktien entspricht dem Verhältnis der Nennwerte der beiden Aktienkategorien zueinander. Kapitalveränderungen Das Aktienkapital der Conzzeta AG hat sich in den letzten drei Berichtsjahren nicht verändert. Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen Die Namenaktien unterstehen keinen Übertragungsbeschränkungen. Dementsprechend werden auch Nominees im Aktienbuch eingetragen.

29


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

3  Verwaltungsrat

1

2

3

4

5

6

Leitgedanken Der Verwaltungsrat sorgt für ein personelles und organi­ satorisches Umfeld, in dem Führungspersonen verantwortungsvoll tätig sind. Er beurteilt die Erreichung der Ziele und die finanziellen Ergebnisse. Bei strategischen Entscheidungen sucht er den Ausgleich zwischen Chancen

30

und ­Risiken im Rahmen der finanziellen Tragfähigkeit. Er überträgt die Geschäftsführung mit umfassenden Kompetenzen an die Mitglieder der Konzernleitung, damit  die Führungskräfte den wirtschaftlichen Erfolg initiativ anstreben können.


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

Mitglieder des Verwaltungsrats 1 Jacob Schmidheiny – Lic. oec. publ. – geb. 1943 – Präsident des Verwaltungsrats – Mitglied des Ver-  waltungsrates seit 1977 – Er wurde 1976 Mitglied der Geschäftsleitung der Zürcher Ziegeleien, heute Conzzeta AG. Von 1978 bis 2001 war er Vorsitzender der Konzernleitung. Unter seiner Führung erfolgte der Übergang von der Baustoffgruppe   zur heutigen Industrieholding. – Jacob Schmidheiny  ist seit 1984 Präsident des Verwaltungsrats der TEGULA AG, Zürich.

5 Philip Mosimann – Dipl. Ing. ETH – geb. 1954 –  Mitglied des Verwaltungsrats seit 2007 – Er trat 2001 in die Bucher Industries AG, Niederweningen, ein, wo er 2002 zum Vorsitzenden der Konzern­ leitung ernannt wurde. Zwischen 1980 und 2001 ­bekleidete Philip Mosimann innerhalb des Winter­ thurer Sulzer Konzerns verschiedene Führungs­po­ sitionen, so bei der Sulzer Innotec AG (1980 –1992), als Divisionsleiter der Sulzer Thermtec (1992 –1996) und als Divisionsleiter der Sulzer Textil, Rüti (1997 – 2000).

2 Matthias Auer – Dr. iur. – geb. 1953 – Mitglied des Verwaltungsrats seit 1996 – Er ist seit 1981 als selbständiger Rechtsanwalt und Notar in Glarus tätig. Er ist Mitglied des Büros des Landrates des Kantons Glarus. – Matthias Auer ist Mitglied des Verwaltungsrats der TEGULA AG, Zürich.

6 Robert F. Spoerry – Dipl. Masch.-Ing. ETH, MBA – geb. 1955 – Mitglied des Verwaltungsrats seit 1996 – Er ist Chairman der Mettler-Toledo Inter­ national Inc., Greifensee, die er zwischen 1993 und 2007 auch als CEO ­leitete. – Robert F. Spoerry   ist Mitglied des Verwaltungsrats der Holcim Ltd., Jona, der Sonova Holding AG, Stäfa, der Geberit AG, Jona, und der Schaffner Holding AG, Luterbach.

3 Thomas W. Bechtler – Dr. iur., LL.M. – geb. 1949 – Mitglied des Verwaltungsrats seit 1987 – Er ist seit 1982 Delegierter des Verwaltungsrats der Hesta   AG, Zug. Von 1975 bis 1982 hatte er verschiedene Leitungspositionen bei der Luwa AG inne. – Thomas W. Bechtler ist Vizepräsident des Verwaltungsrats der Sika AG, Baar, und Mitglied des Verwaltungsrats der Bucher Industries AG, Niederweningen.

Alle Mitglieder des Verwaltungsrats haben die Schweizer Staatsbürgerschaft. Kein Mitglied ist für die Conzzeta Gruppe exekutiv tätig oder war es in den letzten drei Jahren. Kein Mitglied steht ausserhalb der Aktionärs­ funktion in wesentlicher geschäftlicher Beziehung zum Konzern.

4 Werner Dubach – Dipl. Ing. Chem. ETH, MBA – geb. 1943 – Mitglied des Verwaltungsrats seit 1993 – Er leitet seit dem Verkauf des Getränke- und Immo­ bilienbereichs der Eichhof Gruppe im Jahr 2008 die  Datacolor AG, Luzern (vormals Eichhof Holding AG), als Präsident des Verwaltungsrats. Von 1998 bis 2008 war er Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der Eichhof Holding AG, Luzern. Er wur-  de 1983 als Delegierter in den Verwaltungsrat der Brauerei Eichhof berufen. Zwischen 1970 und 1983 bekleidete Werner Dubach verschiedene Führungsfunktionen innerhalb der Eichhof Gruppe. – Werner Dubach hält verschiedene VR-Mandate in Start-­upFirmen. 

31


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

Wahl und Amtszeit Der Verwaltungsrat besteht gemäss Statuten aus mindes­ tens vier bis höchstens acht Mitgliedern. Er wird für die Dauer von drei Jahren gewählt. Die nächste Gesamt­er­ neuerungswahl findet anlässlich der ordentlichen Generalversammlung im Jahr 2011 statt. Es bestehen keine Amtszeitbeschränkungen. Interne Organisation Der Verwaltungsrat handelt als Gesamtorgan und bildet  keine Ausschüsse. Der Präsident begleitet und überwacht die Vorbereitung der Entscheidungsgrundlagen für den Verwaltungsrat sowie die Durchführung der ­Beschlüsse. Die materielle Vorbereitung und die operative Ausführung der Verwaltungsratsbeschlüsse erfolgen durch den Vorsitzenden der Konzernleitung. Dies gilt namentlich bezüglich Strategie, Finanzen, personeller Ernennungen und wichtiger Einzelgeschäfte. Der Vorsitzende der Konzernleitung, der Chief Fi­­ nancial Officer, der General Counsel und der Sekretär des Verwaltungsrats werden zu den ­Sitzungen des Verwaltungsrats zugezogen, soweit der Verwaltungsrat nichts anderes beschliesst. Zusätzlich werden themen­spezifisch Leiter der Geschäftsbereiche und andere Führungskräfte sowie gelegentlich externe Berater beigezogen. Der Verwaltungsrat hält vier bis fünf ordentliche halb- bis ganztägige Sitzungen ab. Im Jahr 2010 haben fünf Sitzungen stattgefunden. Risikobeurteilung: Der Konzern unterhält methodische Prozesse, die dem Verwaltungsrat als Basis zur Beurteilung der Geschäftslage und der strategischen, finanziellen und operativen Risiken dienen. Dies sind neben den finanziellen Berichten und Analysen (siehe «Informations- und Kontrollinstrumente») das interne Kontrollsystem und das strategische und operative RiskManagement. Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsführung im Rahmen der statutarischen Ermächtigung an die Mitglieder der Konzernleitung übertragen. Die Mitglieder der Konzernleitung sowie das Management der einzelnen Geschäftsbereiche verfügen über umfassende Kompetenzen zur strategischen und operativen Führung ihrer Bereiche. Sie haben die Aufgabe, durch den sorgfältigen Aufbau personeller, materieller und organisa­torischer Ressourcen wettbewerbsfähige Leistungen in zukunftsträchtigen Märkten mit gutem Ertrag zu erbringen. Die Beschlussfassung ist nach der Bedeutung und der finanziellen Tragweite ab­gestuft. 32

Der Verwaltungsrat nimmt folgende Hauptaufgaben wahr: –– Festlegung der Konzernorganisation –– Ernen­nung der Mitglieder der Konzernleitung –– Führungsaufsicht über den Konzern und Be­urteilung der Aussichten und Ergebnisse –– Festlegung der strategischen und finanziellen Ziele des Konzerns –– Genehmigung der Grundzüge der Bereichsstrategien –– Entscheide über wichtige In­ves­t­itionen, Devestitionen, Projekte und finanzielle Verpflichtungen, wobei die Entscheidungskompetenz durch Betragslimiten festgelegt ist, die zwischen CHF 3 und 10 Mio. liegen –– Festlegung der Grundsätze der Rechnungslegung,  der Finanzplanung, der internen Kontrolle und des Berichtswesens –– Beurteilung der Risiko­situation des Konzerns unter Würdigung der Chancen und der personellen und finanziellen Tragfähigkeit Informations- und Kontrollinstrumente Die Conzzeta Gruppe verfügt über ein gut ausgebautes Planungs- und Informationssystem. Der Aufbau erfolgt von der Basis her mit zunehmender Verdichtung. Der Verwaltungsrat wird über die Strategien, Pläne und ­Resultate aller Geschäftsbereiche schriftlich und mündlich orientiert. Der Verwaltungsrat erhält monatlich eine schriftliche Berichterstattung, bestehend aus den wichtigsten Kennzahlen und einem Kommentar zu wichtigen Ereignissen. Alle drei Monate wird dem Verwaltungsrat eine detaillierte Berichterstattung mit den vollständigen Bereichs- und Konzernabschlüssen sowie mit Management-Reports zugestellt. Jährlich werden dem Verwaltungsrat die Mittelfristplanung und die Jahresplanung zum Entscheid vorgelegt. Zudem erhält er jährlich einen Bericht über die Risiko­situation (siehe dazu auch Seite 65), den Management Letter der Revisionsstelle sowie einen Bericht über die Personal­vorsorge-Ein­ richtungen. Der Verwaltungsrat befasst sich im Turnus vertieft mit strategischen Schlüsselfragen auf Konzern- und Bereichsebene. Auf Einladung des Verwaltungsrats präsentieren die Geschäftsbereiche ihre Situation und ihre Pläne. Zu wichtigen Einzelgeschäften werden spezielle Unterlagen erstellt, die von den Ver­antwortlichen an den Verwaltungsratssitzungen erläutert werden. Der Präsident des Verwaltungsrats nimmt an den Strategietagungen der Geschäftsbereiche, an einzelnen Abschlussgesprächen und Projektsitzungen teil.


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

4  Konzernleitung

1

2

3

4

5

6

7

8

9

1 Robert Suter – Dipl. Ing. ETH, MBA – geb. 1958 – Vorsitzender der Konzernleitung seit 2009 – Ab 1995 war Robert Suter bei der ABB in verschiede­­nen Führungspositionen tätig. Zuletzt zeichnete er als Mitglied der Business-Unit-Leitung «Transformers» weltweit für die Produktgruppe «Small Power   and Traction Transformers» verantwortlich. Zwischen 2000 und 2005 leitete er die Geschäftseinheit «High Voltage Products» und stand als ­Länderchef in Korea im Einsatz. Von 1995 bis 1999 war ­Robert Suter bei der Micafil als Geschäftsführer tätig. Vor 1995 arbeitete er bei der Cellpack AG (als Bereichsleiter in ­Kanada und in der Schweiz) sowie bei der Oerlikon Contraves AG als Entwicklungsingenieur in der Raumfahrt.

2 Bart J. ten Brink – Dipl. Ing. VAT Tilburg, Nieder­ lande – geb. 1964 – Leiter Geschäftsbereich Schaumstoffe seit 2009 – Ab 1991 war er beim inter­ nationalen Schaumstoffhersteller Recticel N. V. in   verschiedenen Führungs- und Geschäftsleitungs­ funk­tionen tätig. Während der letzten zehn Jahre ­leitete er die beiden strategischen Geschäftsbereiche Verbundschaumstoffe und Schalldämmungsprodukte mit weltweiter Verantwortung. Zwischen 1995 und 1998 war er als Technical Director und Industrial Manager für die Nordflex Gruppe Skandi­ navien (Joint Venture Recticel Int. / Shell Skandi­ navien) zuständig. Von 1992 bis 1995 war er Leiter bei Recticel Industry Buren. Bart J. ten Brink ist niederländischer Staatsbürger.

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Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

3 Serge Entleitner – Mag. rer. soc. oec. – geb. 1964 – Leiter Geschäftsbereich Grafische Beschichtun-  gen – 2005 trat er als Geschäftsführer in die Schmid ­ Rhyner AG ein, die seit 2009 ein eigenständiger Geschäftsbereich der Conzzeta Gruppe ist und vorher als industrielle Beteiligung geführt wurde. Von 2000 bis 2005 war er Mitglied der Divisionsleitung der Sefar AG in Thal. Als Vizedirektor leitete er Vertrieb, Marketing und die Niederlassungen in Eu­ropa, Lateinamerika und Afrika. Zuvor hatte er verschiedene Führungsfunktionen in der Textilmaschinenindustrie inne. – Serge Entleitner ist Staatsbürger der Republik Österreich. 4 Richard Jakob – Dipl. El.-Ing. ETH – geb. 1950 – Leiter Geschäftsbereich Systeme für Glasbearbeitung seit 2007 – Er bekleidete verschiedene Positionen innerhalb des Schindler Konzerns, zuletzt als Leiter der ­Corporate Task Force. Zwischen 2000 und 2005 war er als Senior Vice President verantwortlich für die Marktregionen ­Osteuropa, später für Nordeuropa. Davor leitete er als Mitglied der ­Geschäftslei-  tung von Schindler Schweiz das Profitcenter Neuanlagen und Montage, bei Schindler Frankreich das Inlandgeschäft und war Geschäftsführer verschiedener Marktregionen innerhalb der Schweiz. 5 Kaspar W. Kelterborn – Lic. oec. HSG – geb. 1964 – Chief Financial Officer seit 2006 – Von 2003 bis Mitte 2005 war er Chief Financial Officer und Mit-  glied der Konzernleitung der Unaxis-Gruppe. Zwischen 1996 und 2002 hatte er lei­ten­de Funktionen im Finanzbereich der Clariant Gruppe im Aus­land inne, und zwischen 1992 und 1995 war er für die Sandoz International AG in der Schweiz und im Aus-  land tätig. – Kaspar W. Kelterborn ist Mitglied des Verwaltungsrats der Similasan Holding AG, Sarnen. 6 Martin Pfister – Ingenieur FH, Betriebsökonom FH, MBA – geb. 1966 – Leiter Geschäftsbereich Auto­ mationssysteme seit 2005 – 2004 trat er als Geschäftsführer der ehemaligen Seckler AG in die Conzzeta Gruppe ein. Von 2002 bis 2004 zeichnete er   als Geschäftsführer der Feintool Automation AG, Aarberg, verantwortlich. Zwischen 1996 und 2001 hatte er verschiedene Geschäftsleitungs- und Führungsfunktionen in der Maschinenindustrie inne.

34

7 Rolf G. Schmid – Lic. oec. HSG – geb. 1959 – Leiter Geschäftsbereich Sportartikel – 1996 trat er als Leiter des Sportbereichs der Arova Mammut AG in die Conzzeta Gruppe ein. Im Jahr 2000 über-  nahm er die Leitung der heutigen Mammut Sports Group AG. Zwischen 1985 und 1995 war er in leitenden Positionen in der Pharmaindustrie sowie in der Uhren- und Tourismusbranche tätig. – Rolf G. Schmid ist Mitglied des Vorstands von economie­ suisse und Mitglied des Verwaltungsrats der CF ­Holding AG, St. Gallen, sowie der Kuhn Rikon AG, Zell. 8 Ralph Siegle – Immobilienverwalter mit eidg. Fachausweis – geb. 1959 – Leiter Geschäftsbereich Im-  mobilien seit 2003 – Von 2002 bis 2003 leitete er den Bereich Portfoliomanagement der Mobimo AG, Zollikon. Zwischen 1993 und 1998 war er Teamleiter und ab 1999 Leiter Bewirtschaftung und Mitglied der Geschäftsleitung der Livit Immobilien Management, Zürich. 9 Ferdi Töngi – Ingenieur FH, MBA – geb. 1951 – ­ Leiter Geschäftsbereich Systeme für Blechbear­-  bei­tung seit 2002 – 2000 trat er als Leiter des Geschäftsbereichs ­Maschinen- und Anlagenbau in die Conzzeta Gruppe ein. Er bekleidete von 1997 bis 1999 die Position des Head of Division Europe North und war Mitglied der Gruppenleitung bei   der AGIE ­Charmilles Gruppe, Losone und Genf. Von  1992 bis 1996 war Ferdi Töngi als Mitglied der Gruppenleitung der AGIE ­Gruppe, Losone, für das Marketing, den Verkauf und den Kundendienst z­ u­ständig. Zwischen 1974 und 1989 hatte er ver­ schiedene Führungsfunktionen in der Präzisionsund Maschinenindustrie inne. Mit Ausnahme von Serge Entleitner und Bart J. ten Brink haben alle Mitglieder der Konzernleitung die Schweizer Staatsbürgerschaft.


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

5 Inhalt und Verfahren zur Festsetzung der Vergü­tun­gen Die betragsmässigen Vergütungen an die Mitglieder  des Verwaltungsrats und der Konzernleitung sind im Anhang zur Jahresrechnung der Conzzeta AG ausge­ wiesen (Seite 73). Die Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats werden unter Berücksichtigung des persönlichen Beitrags und der finanziellen Situation des Unternehmens einmal jährlich in freiem Ermessen statutengemäss durch den Verwaltungsrat selbst festgesetzt. Die Mitglieder der Konzernleitung erhalten ein Salär, bestehend aus einem festen und einem variablen Teil. Bei der Festlegung des fixen Salärs werden die individuelle Verantwortung und die Erfahrung der betreffenden ­Person mitberücksichtigt. Der variable Teil (Bonus) liegt zwischen 15 und 45 % der Bruttovergütung und basiert auf jährlich neu fest­gelegten individuellen Führungs­ zielen, die quantitative wie qualitative Komponenten enthalten. Der Bonus wird am Ende des Geschäftsjahres unter Beurteilung der Zielerreichung und der Einschätzung der Gesamtsituation in fairem Ermessen festgelegt und in einem Betrag bar ausbezahlt. Der Vor­sitzende der Konzernleitung schlägt dem Präsidenten des Verwaltungsrats die Vergütungen an die Mitglieder der Konzernleitung zur Genehmigung vor. Der Präsident legt die Vergütung an den Vorsitzenden der Konzernleitung fest und informiert den Gesamtverwaltungsrat einmal jährlich über alle Vergütungen. Für die Festlegung der Vergütungen werden keine forma­lisierten Berechnungsmodelle an­­gewendet, da die an­gemessene Bewertung der Leistung als Teil der Führungsaufgabe ­betrachtet wird. Es bestehen keine Aktien- und Options­programme für oder Darlehen an Mitglieder des Verwaltungsrats oder der Konzernleitung.

6  Mitwirkungsrechte der Aktionäre Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung. Jede Inhaberaktie und jede Namenaktie hat eine Stimme an der Generalversammlung der Gesellschaft. Die Namenaktien der Conzzeta AG unterliegen keinen Stimmrechtsbeschränkungen. Statutarische Quoren (Artikel 10 der Statuten) Ein Beschluss der Generalversammlung, der mindestens zwei Drittel der vertretenen Stimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktien-Nennwerte auf sich vereinigt, ist erforderlich für: 1 – jede Änderung der Statuten 2 – jede Kapitalveränderung 3 – die Einschränkung oder Aufhebung   des Bezugsrechts 4 – die Auflösung der Gesellschaft Vorbehaltlich Artikel 704 OR fasst die Generalversammlung alle anderen Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Aktien­ stimmen, unter Ausschluss der leeren und ungültigen Stimmen. Einberufung der Generalversammlung (Artikel 7 der Statuten) Die Statuten enthalten keine von der gesetzlichen Norm abweichenden Regeln. Die Einladung zu ordentlichen und ­aus­serordentlichen Generalversammlungen erfolgt spätestens 20 Tage vor dem Versammlungstag durch den Verwaltungsrat, gegebenenfalls durch die Revisions­stelle. Die Einladung wird unter Angabe der Verhandlungs­ gegenstände sowie der Anträge des Verwaltungsrats und gegebenenfalls der Aktionäre, welche die Durchführung der Generalversammlung oder die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstands verlangt haben, im Schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert. Traktandierung (Artikel 7 der Statuten) Aktionäre, die Aktien im Nennwert von mindestens  CHF 1 000 000 vertreten, können die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstands verlangen. Das Begehren muss der Gesellschaft mindestens 40 Tage vor der Generalversammlung zugehen.

35


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

Eintragungen im Aktienbuch (Artikel 4 der Statu­ten) Vom Datum der Einladung zu einer Generalversammlung bis zu dem auf die Generalversammlung folgenden Tag werden keine Eintragungen in das Aktienbuch vorge­ nommen.

8  Revisionsstelle

7  Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen

Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors Gesetzliche Revisionsstelle der Conzzeta AG und Konzernprüferin ist seit 1939 die KPMG AG in ­Zürich bzw. deren Rechtsvorgängerin. Der leitende Revisor, Hanspeter Stocker, ist seit dem Geschäftsjahr 2010 für das Mandat verantwortlich.

Angebotspflicht (Artikel 5 der Statuten) Opting-out: Ein Erwerber von Aktien der Gesellschaft  ist nicht zu einem öffentlichen Kaufangebot gemäss Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel verpflichtet.

Revisionshonorar und zusätzliche Honorare Für das Berichtsjahr wurden von der Revisionsgesellschaft für die Prüfung des Konzerns und eines Teils der Konzerngesellschaften folgende Honorare in Rechnung ge­­stellt: Revisionshonorare: CHF 384 108 Zusätzliche Honorare: CHF 159 228 Informationsinstrumente der externen Revision Der Präsident vertritt den Verwaltungsrat gegen­über der Revisionsstelle. Er legt nach Anhörung der Revisions­ gesellschaft und des Chief Financial Officer die seitens der Gesellschaft gewünschten Prüfungsschwerpunkte fest. Er bespricht die Prüf­resultate mit den Rechnungsprüfern zusammen mit dem Vor­sitzenden der Konzern­ leitung und dem Chief Financial Officer und beurteilt die ­Er­gebnisse. Der Chief Financial Officer trifft die emp­ fohlenen Verbesserungsmassnahmen. Der Verwaltungsrat nimmt Kennt­nis von den Berichten der Revisionsstelle, die an einer ordentlichen Sitzung des Verwaltungsrats vom leitenden Revisor erläutert werden. Der Präsident und der Chief Financial Officer orientieren über die eigene Beur­teilung der aufgebrachten Punkte und über die getroffenen Massnahmen. Sie orientieren den Ver­ waltungsrat über die Kosten der Revision und über ihren Eindruck von der Qualität der erbrachten Prüfdienst­ leistungen. Der Verwaltungsrat nimmt ohne triftigen Grund keine weitere Beurteilung vor.

36


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010  Corporate Governance

9  Informationspolitik Die Gesellschaft publiziert einen Jahresbericht per 31. Dezember und einen Zwischenbericht per 30. Juni. Interessierte Personen werden schriftlich über die ­Abschlüsse und andere wichtige Ereignisse informiert. Für die Medien und die Finanz­analysten findet im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Jahresberichts per 31. Dezember eine Bilanzmedien- und Finanzanalystenkonferenz statt. Die Konzernrechnung nach den Swiss GAAP FER vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild.

10 Wesentliche Änderungen seit dem ­Bilanzstichtag Serge Entleitner, Leiter des Geschäftsbereichs Grafische Beschichtungen, hat sein Anstellungsverhältnis gekündigt und wird den Konzern im Juli 2011 verlassen.

Diese und weitere Informationen über die Gesellschaft, ­Termine und Kontakte finden sich auf der Website http://www.conzzeta.ch.

37


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 

38


Finanzbericht

Konzernrechnung

41 42 43 44 45 66

Erfolgsrechnung Bilanz Geldflussrechnung Eigenkapitalnachweis Anhang zur Konzernrechnung Gliederung der Gesellschaften nach Gesch채ftsbereichen 68 Bericht der Revisionsstelle

70 71 72 75 77

Jahresrechnung der Conzzeta AG

Erfolgsrechnung Bilanz Anhang zur Jahresrechnung Erl채uterungen zur Jahresrechnung Antrag des Verwaltungsrats 체ber die Verwendung des Bilanzgewinns 78 Bericht der Revisionsstelle


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Erfolgsrechnung Konzern 2010

2009

Erläuterungen

CHF Mio.

CHF Mio.

Nettoumsatz

3

1 051,943

955,166

Bestandesänderungen und Eigenleistungen

4

Gesamtleistung

25,916

– 50,675

1 077,859

904,491

Materialaufwand

5

– 531,674

– 421,391

Personalaufwand

6

– 269,216

– 286,691

Übriger Betriebsaufwand

7

– 185,539

– 159,704

16, 17

– 31,524

– 32,386

18

– 3,020

– 5,674

56,886

– 1,355 0,608

Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen Abschreibungen auf immateriellen Anlagen Betriebsergebnis Finanzergebnis

8

– 2,605

Ergebnis aus nicht konsolidierten Beteiligungen

9

0,123

0,150

54,404

– 0,597

Ordentliches Ergebnis vor Steuern Ausserordentliches Ergebnis

5,400

10,138

59,804

9,541

– 8,228

– 6,199

Anteil der Minderheitsaktionäre

– 0,117

– 0,071

Konzernergebnis

51,459

3,271

10

Ergebnis vor Steuern Steuern

11

41


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bilanz per 31. Dezember Konzern

Erläuterungen

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

404,008

403,284

Aktiven Flüssige Mittel Wertschriften

12

106,903

52,700

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

13

167,704

166,030

5,088

4,282

14

18,109

14,668

8,799

7,829

15

204,430

204,967

915,041

853,760

Anzahlungen an Lieferanten Sonstige Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzung Vorräte Umlaufvermögen Sachanlagen

16

320,330

349,886

Finanzanlagen

17

45,044

44,075

Immaterielle Anlagen

18

7,152

7,084

372,526

401,045

1 287,567

1 254,805

89,386

59,170

34,293

24,995

6,592

5,484

Anlagevermögen Total Aktiven Passiven Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen Anzahlungen von Kunden

19

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

20

10,433

10,533

Passive Rechnungsabgrenzung

21

66,232

69,028

Kurzfristige Rückstellungen

22

24,532

28,905

231,468

198,115

Kurzfristiges Fremdkapital Langfristige Finanzverbindlichkeiten

8,876

8,510

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

0,084

0,126

Personalvorsorgeverpflichtungen

0,435

0,860

Langfristige Rückstellungen

23

22

Langfristiges Fremdkapital Aktienkapital

68,925 78,421

46,000

46,000

Kapitalreserven

1,600

1,600

Gewinnreserven

934,834

930,491

982,434

978,091

Eigenkapital exkl. Minderheitsanteile Anteil der Minderheitsaktionäre Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile Total Passiven

42

24

63,973 73,368

0,297

0,178

982,731

978,269

1 287,567

1 254,805


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Geldflussrechnung Konzern

Erläuterungen

Konzernergebnis Minderheitsanteile am Ergebnis Abschreibungen Wertbeeinträchtigungen

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

51,459

3,271

0,117

0,071

32,817

36,969

1,727

1,091

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen und Geschäftsaktivitäten

– 7,389

– 14,323

Veränderung der Rückstellungen und Personalvorsorgeverpflichtungen

– 7,462

– 4,843

Andere nicht liquiditätswirksame Positionen

– 2,189

1,717

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens

69,080

23,953

Veränderung der Vorräte

– 18,036

82,807

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

– 15,638

67,159

Veränderung der Anzahlungen an Lieferanten

– 0,906

3,121

Veränderung der sonstigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

– 5,659

15,345

Veränderung der Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen

33,161

– 17,475

Veränderung der Anzahlungen von Kunden

12,198

– 9,301

Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen Geldfluss aus Geschäftstätigkeit Investitionen in Sachanlagen Devestitionen von Sachanlagen Investitionen in Finanzanlagen und Wertschriften

1,470

– 21,495

75,670

144,114

– 18,034

– 25,878

2,367

20,362

– 72,978

– 32,711

Devestitionen von Finanzanlagen und Wertschriften

23,896

38,060

Investitionen in immaterielle Anlagen

– 3,097

– 2,160

Verkauf von Geschäftsaktivitäten

25

Geldfluss aus Investitionstätigkeit Geldfluss aus Geschäftstätigkeit und Investitionen (Free Cashflow) Dividenden an Holding-Aktionäre

26

9,748 – 58,098

– 2,327

17,572

141,787

– 13,800

– 27,600

Veränderung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten

1,035

2,000

Veränderung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten

0,614

1,355

Veränderung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten

– 0,038

– 0,691

– 12,189

– 24,936

– 4,659

0,241

0,724

117,092

Flüssige Mittel per 1.1.

403,284

286,192

Flüssige Mittel per 31.12.

404,008

403,284

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Umrechnungsdifferenzen auf flüssigen Mitteln Veränderung der flüssigen Mittel

43


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Eigenkapitalnachweis per 31. Dezember Konzern

Aktienkapital

Agio /  Kapitalreserven

Gewinnreserven

Wechselkurseinfluss

Stand 31.12.2008

Andere Gewinnreserven

Wertschwankungen Finanzinstrumente

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

1,600

– 47,110

998,229

2,027

1 000,746

0,114

1 000,860

3,271

3,271

0,071

3,342

– 27,600

– 27,600

Veränderung Marktwert Finanzinstrumente

– 1,223

Wechselkurseinfluss

2,897 46,000

1,600

– 44,213

Konzernergebnis 2010 Gewinnausschüttung

1,600

– 78,891

– 1,223 2,890

978,091

0,178

978,269

51,459

51,459

0,117

– 13,800

– 13,800

973,900

0,804

– 34,678 46,000

– 1,223 – 0,007

1,362

Wechselkurseinfluss

– 27,600

2,897

Veränderung Marktwert Finanzinstrumente

44

Total inkl. Minderheitsanteile

46,000

Gewinnausschüttung

Stand 31.12.2010

Minderheitsanteile

CHF Mio.

Konzernergebnis 2009

Stand 31.12.2009

Total exkl. Minderheitsanteile

1 011,559

2,166

51,576 – 13,800

1,362

1,362

– 34,678

0,002

– 34,676

982,434

0,297

982,731


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Anhang zur Konzernrechnung Grundlagen Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die nach einheitlichen Richtlinien erstellten und geprüften Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften der Conzzeta AG per 31. Dezember. Sie erfolgt in Über­ einstimmung mit den Swiss GAAP FER. Für die Konzernrechnung 2010 kamen dieselben Bewertungs­ grundsätze sowie Bewer­t ungsgrundlagen zu historischen Kosten wie im Vorjahr zur Anwendung. Es gilt der Grundsatz der Einzelbewertung von Aktiven und ­Verbindlichkeiten.

Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis und -methoden Die Konzernrechnung umfasst die Jahresabschlüsse der Conzzeta AG und der Beteiligungen (Konzern­ gesellschaften), die durch die Conzzeta AG direkt oder indirekt mit über 50 % der Aktienstimmen oder auf andere Weise und unter einheitlicher Leitung zusammengefasst werden. Diese Betei­ligungen wer­ den vollkonsolidiert. Die Anteile der Minderheitsaktionäre am Nettovermögen und am ­G eschäftsergebnis werden gesondert ausgewiesen. Beteiligungen mit 50 % der Stimmen werden nach dem Kapitalanteil quotenkonsolidiert. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwände und Erträge wer­ den gegen­e inander verrechnet und Zwischengewinne eliminiert. Bei den erstmals in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften werden deren Aktiven und Passiven zu aktuellen Werten bewertet. Ein nach dieser Neubewertung entstehender Goodwill wird aktiviert und zu Lasten der Konzern­ erfolgsrechnung abgeschrieben. Erstkonsolidierungen erfolgen zum Zeitpunkt der Kontroll­übernahme, Dekonsolidierungen zum Zeitpunkt der Kontrollabgabe. Anteile an assoziierten Gesellschaften (Stim­ menanteil von mindestens 20 % bis unter 50 %) werden am Jahresende zum anteiligen Eigenkapital­ wert bewertet (Equity-Methode). Die übrigen Beteiligungen werden zum Anschaffungswert abzüglich allfällig notwendiger Wertberichtigungen eingesetzt. Eine Übersicht über die Konzerngesellschaften und die assoziierten Gesellschaften befindet sich auf Seite 66 f.

Fremdwährungsumrechnung Die Jahresrechnungen der ausländischen Konzerngesellschaften in Fremdwährungen werden wie folgt in CHF umgerechnet: –– Bilanzen zu Stichtagskursen –– Erfolgsrechnungen zu Jahresdurchschnittskursen –– Geldflussrechnungen zu Jahresdurchschnittskursen Die sich dabei ergebenden Umrechnungsdifferenzen sowie Fremdwährungsergebnisse auf langfristigen Darlehen mit Eigenkapitalcharakter an Konzerngesellschaften werden erfolgsneutral mit dem konsoli­ dierten Eigenkapital verrechnet. Kursgewinne und -verluste aus Transaktionen in Fremdwährung und aus Anpassungen von Fremd­ währungsbeständen am Bilanzstichtag werden ­e rfolgswirksam erfasst.

45


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel enthalten Kassabestände, Postcheck- und Bankguthaben sowie Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit von maximal 90 Tagen.

Wertschriften Bei den Wertschriften handelt es sich um marktgängige, leicht realisierbare Geld- und Kapitalanlagen (inklusive strukturierter Finanzprodukte). Sie werden zum Marktwert bilanziert.

Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen sind zum Nominal­ wert, abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Wertberichtigungen, ausgewiesen. Konkrete Bonitätsrisiken werden einzeln berücksichtigt.

Vorräte Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellkosten werden ohne kalkulatorische Zinsen berechnet. Skonti werden als Anschaffungspreisminderung erfasst. Risiken, die im Zusammenhang mit schwer verwertbaren ­B eständen oder solchen mit langer Lagerdauer entstehen, werden durch Wertberichtigungen berück­ sichtigt.

Sachanlagen Grundstücke werden zu den Anschaffungskos­t en abzüglich allfälliger Minderwerte bilanziert. Die übrigen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die ­g eschätzte Nut­ zungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauern betragen:

Vermietungsobjekte

30 bis 45 Jahre

Betriebsgebäude

30 bis 40 Jahre

Betriebsanlagen und Maschinen

5 bis 12 Jahre

Werkzeuge, Mobilien und Fahrzeuge

2 bis 8 Jahre

EDV-Hardware und Büromaschinen

3 bis 5 Jahre

Da der Konzern durch seine verschiedenartigen Geschäftsaktivitäten ein breites Anlagenspektrum hat, weisen die Sachanlagen Unterschiede in der Nutzungsdauer auf. Mit den Abschreibungsdauern für ­Vermietungsobjekte und Betriebsgebäude wird auch der Wertminderung kurzlebiger Bauteile Rech­ nung getragen.

46


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zum Anschaffungswert unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlich notwendigen Wertberichtigungen ­b ilanziert. In den Finanzanlagen werden auch nicht mit Verwen­ dungsverzichten belastete Arbeitgeberbeitragsreserven erfasst.

Immaterielle Anlagen Die immateriellen Anlagen enthalten den Goodwill aus dem Erwerb von Geschäftsaktivitäten sowie die von Dritten übernommenen Rezepturen, Lizenzen, Warenzeichen und Software. Der Goodwill und die übrigen immateriellen Anlagewerte werden grundsätzlich linear über die Dauer ihrer wirtschaftlichen Nutzung abgeschrieben; im Normalfall sind dies beim Goodwill fünf Jahre, bei Software und Lizenzen zwischen drei und fünf Jahren.

Wertbeeinträchtigung von Aktiven Die Werthaltigkeit von Aktiven wird regelmässig beurteilt. Liegen Anzeichen einer Werteinbusse vor, wird der erzielbare Wert neu berechnet. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Wert, erfolgt eine ­z usätzliche Abschreibung.

Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden in der Bilanz in der Regel zum Nominalwert erfasst.

Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn vor dem Bilanzstichtag ein Ereignis stattgefunden hat, aus dem eine wahrscheinliche Verpflichtung resultiert, deren Höhe und / o der Fälligkeit zwar ungewiss, aber schätzbar ist. Diese Verpflichtung kann auf rechtlichen oder faktischen Gründen basieren. Eine recht­ liche Verpflichtung zur Entsorgung und Sanierung besteht bei Grundstücken, die Abfälle oder Schad­ stoffe enthalten. Hierfür wird eine angemessene Rückstellung gebildet.

Latente Steuern Die zu erwartenden Steuern auf den Bewertungsdifferenzen zwischen Konzern- und Steuerwerten ­w erden zu den jeweiligen geltenden Gewinnsteuersätzen für die Gesellschaften zurückgestellt. Die Veränderung der Rückstellung für diese latenten Steuern erfolgt über den Steueraufwand. Die latenten Steuern auf Verlustvorträgen werden nur dann aktiviert, wenn zukünftige Steuern auf Gewinnen mit hoher Wahrscheinlichkeit verrechnet werden können.

47


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Personalvorsorge Die Vorsorgeverpflichtungen der Konzerngesellschaften für Alter, Todesfall oder Invalidität richten sich nach den in den entsprechenden Ländern geltenden lokalen Bestimmungen und Gepflogenheiten. Die Beiträge an staatliche Institutionen, autonome Stiftungen oder Versicherungen werden laufend ­g e­leistet. Die Erfolgsrechnung enthält die in einer Periode geschuldeten Zahlungen an die Träger der Vorsorge sowie den laufenden Aufwand für die Erfüllung der übrigen Vorsorgepläne. Die privaten Vor­ sorgepläne sind in der Schweiz als Beitragsprimatpläne zur Bildung von Altersguthaben mit Umwand­ lung in feste Altersrenten und mit ergänzenden Risikoleistungen ausgestaltet. Im Ausland werden ­vereinzelt leistungsorientierte Pläne geführt. Die Bewertung und der Ausweis erfolgen gemäss Swiss GAAP FER 16. Tatsächliche wirtschaftliche Auswirkungen von Vor­s orgeplänen auf das Unternehmen werden auf den Bilanzstichtag berechnet. Die Aktivierung eines ­w irtschaftlichen Nutzens erfolgt dann, wenn dieser für den künftigen Vorsorgeaufwand der Gesellschaft verwendet wird. Eine wirtschaftliche Verpflichtung wird passiviert, wenn die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind. Gesondert bestehende frei verfügbare Arbeitgeberbeitragsreserven sind als Aktivum erfasst. Die Differenz zwischen den jährlich ermittelten wirtschaftlichen Nutzen und Verpflichtungen ­s owie die Veränderung der Arbeit­g eberbeitragsreserve wird über die Erfolgsrechnung erfasst. Die zusammengefasste Rechnung der autonomen Stiftungen in der Schweiz ist nach Swiss GAAP FER 26 ­b ewertet und auf Seite 82 f. dargestellt. Versicherungstechnische Überprüfungen werden ­r egelmässig vorgenommen.

Forschung und Entwicklung Der Aufwand für Forschung und Entwicklung wird der Erfolgsrechnung belastet.

Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden teilweise Devi­ senterminkontrakte und Optionen abgeschlossen. Das Absicherungsgeschäft wird analog zum Grund­ geschäft zu Marktwerten verbucht und in der Bilanz als aktive und passive Rechnungsabgrenzung ­a usgewiesen. Für die Absicherung zukünftiger Geldflüsse werden Wertänderungen auf den Absiche­ rungsgeschäften bis zur Abwicklung des Grundgeschäftes erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

48


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Erläuterungen zur Konzernrechnung 1  Änderungen im Konsolidierungskreis Gesellschaftsauflösungen und konzerninterne Fusionen: Auf den 12. März 2010 erfolgte die Auflösung der Bystronic Slovakia s.r.o. in Bratislava (Slowakei). Die Bystronic Solution Centre Inc. in Ottawa (Kanada) ist per 31. Dezember 2010 aufgelöst worden. Per 1. Januar 2010 wurden die Swilac Immobilien AG und die Prebe AG in Zürich (Schweiz) mit der Plazza Immobilien AG in Zürich (Schweiz) fusioniert. Die aktuelle Gliederung der Konzerngesellschaften ist auf Seite 66 f. dargestellt.

2  Umrechnungskurse Stichtagskurs 2010

Stichtagskurs 2009

Jahresdurchschnittskurs 2010

Jahresdurchschnittskurs 2009

CHF

CHF

CHF

CHF

Euro-Länder

1 EUR

1,25

1,48

1,38

1,51

USA

1 USD

0,94

1,03

1,04

1,08

Grossbritannien

1 GBP

1,45

1,67

1,61

1,69

Schweden

100

SEK

13,95

14,50

14,48

14,20

China

100 CNY

14,17

15,10

15,39

15,90

Südkorea

100 KRW

0,08

0,09

0,09

0,09

Japan

100

JPY

1,15

1,11

1,19

1,16

Malaysia

100 MYR

30,53

30,10

32,35

30,80

49


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Konzernerfolgsrechnung 3  Nettoumsatz CHF Mio.

%

955,2

100,0

– umrechnungsbedingt

– 34,3

– 3,6

– devestitionsbedingt

– 9,5

– 1,0

Nettoumsatz 2009 Veränderung des Konzernumsatzes 2010:

– akquisitionsbedingt – mengen- und preisbedingt

140,5

14,7

Total Veränderung

96,7

10,1

Nettoumsatz 2010

1 051,9

Der Devestitionseffekt entstand aus der per 1. September 2010 veräusserten Produktlinie Toko sowie aus der per 1. September 2009 veräusserten ixmation AG, Pieterlen (Schweiz). 2010

2010

2009

2009

CHF Mio.

%

CHF Mio.

%

Systeme für Blechbearbeitung

410,9

39,1

356,1

37,3

Systeme für Glasbearbeitung

167,5

15,9

145,6

15,3

56,4

5,4

56,1

5,9

Schaumstoffe

127,9

12,2

116,8

12,2

Sportartikel

221,2

21,0

215,3

22,5

Grafische Beschichtungen

46,6

4,4

43,2

4,5

Immobilien und diverse Erträge

21,4

2,0

22,1

2,3

1 051,9

100,0

955,2

100,0

Nettoumsatz nach Geschäftsbereichen

Automationssysteme

Total

2010

2010

2009

2009

CHF Mio.

%

CHF Mio.

%

Schweiz

160,3

15,2

156,0

16,3

Euro-Länder

360,2

34,2

386,3

40,4

Nettoumsatz nach Regionen

50

Übriges Europa

140,5

13,4

130,7

13,7

Total Europa

661,0

62,8

673,0

70,4

Nord- und Südamerika

143,9

13,7

119,4

12,5

Asien und Pazifik

16,5

242,1

23,0

157,3

Afrika

4,9

0,5

5,5

0,6

Total

1 051,9

100,0

955,2

100,0


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

4  Bestandesänderungen und Eigenleistungen

Bestandesänderungen Eigenleistungen Total

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

25,6

– 50,7

0,3

-

25,9

– 50,7

Die Bestandesänderung resultiert aus der Veränderung der Vorräte an Halbfabrikaten, Aufträgen in ­A rbeit und Fertigfabrikaten.

5  Materialaufwand Unter der Position Materialaufwand sind sämtliche Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren und Aufwendungen für die externe Herstellung, Be- oder Verarbeitung eigener Erzeugnisse (Fremdleistungen) zusammengefasst. Der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung wird durch die Bestandesänderung von Halb­ fabrikaten, Aufträgen in Arbeit und Fertigfabrikaten wesentlich beeinflusst.

6  Personalaufwand

Löhne und Gehälter Sozialleistungen Übriger Personalaufwand Total

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

224,7

233,2

41,3

45,3

3,2

8,2

269,2

286,7

Die Position Sozialleistungen enthält nebst den Beiträgen an staatliche Vorsorgeeinrichtungen auch die Beiträge an Personalvorsorgeeinrichtungen, die in der Erläuterung 27 auf Seite 63 beschrieben sind.

7  Übriger Betriebsaufwand Der übrige Betriebsaufwand umfasst die Kosten für den Unterhalt von Sachanlagen, Verkaufsprovi­ sionen, Garantie-, Montage-, Transport- und Energiekosten sowie weitere Sachkosten für Produktion, Entwicklung, Verkauf und Verwaltung.

51


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

8  Finanzergebnis 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Finanzertrag

3,2

4,2

Finanzaufwand

– 5,8

– 3,6

Total

– 2,6

0,6

Die Wertschriftenerträge reduzierten sich um CHF 0,6 Mio. Aufgrund des höheren Bestandes an CHFObligationen stiegen die Zinserträge, die jedoch die Kursverluste nicht ganz ausgleichen konnten. Der Gewinn auf den Anlagen der Arbeitgeberbeitragsreserve lag ebenfalls um CHF 0,4 Mio. tiefer. Der ­F inanzaufwand enthält den Zinsaufwand unter anderem aus der Finanzierung von ausländischen Stand­ orten sowie die Währungsverluste aus der Bewertung von ­f lüssigen Mitteln, von kurzfristigen oder zurückbezahlten Darlehen zwischen Konzerngesellschaften und von weiteren finanziellen Vermögens­ werten.

9  Ergebnis aus nicht konsolidierten Beteiligungen Das Ergebnis aus nicht konsolidierten Beteiligungen beinhaltet den Erfolg der assoziierten Gesell­ schaften.

10  Ausserordentliches Ergebnis Vom ausserordentlichen Ergebnis von CHF 5,4 Mio. entfallen CHF 4,3 Mio. auf den Verkauf einer Pro­ duktlinie im Geschäftsbereich Sportartikel sowie CHF 1,1 Mio. auf den Verkauf von Grundstücken und nicht mehr benötigten Betriebsgebäuden. Das Vorjahresergebnis von CHF 10,1 Mio. umfasste die Ge­ winne aus dem Verkauf von Grundstücken und eines Betriebsgebäudes in der Schweiz sowie den Verlust aus dem Verkauf einer Gesellschaft des Geschäftsbereichs Automationssysteme.

11  Steuern

Laufende Gewinnsteuern Latente Steuern Total

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

8,8

8,8

– 0,6

– 2,6

8,2

6,2

In den laufenden Gewinnsteuern sind die bezahlten und die noch geschuldeten Steuern auf den steuer­ baren Gewinnen der Einzelgesellschaften nach den lokalen Steuergesetzen enthalten. Die steuerbaren Ergebnisse der Organgesellschaften in Deutschland werden an den Organträger Conzzeta Holding Deutschland AG abgeführt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt einzeln pro Steuersubjekt mit dem tatsächlich zu erwartenden Steuersatz. Der latente Steuerertrag ist auf die Nettoauflösung von temporären Differenzen zurückzuführen. Durch die Verrechnung von Verlustvorträgen mit steuerbaren Gewinnen konnten die laufenden Gewinnsteuern um CHF 4,4 Mio. reduziert werden.

52


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Konzernbilanz 12  Wertschriften Die Wertschriften bestehen aus festverzinslichen Titeln in CHF und Anteilen an einem CHF-Geld­ marktfonds.

13  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

186,6

187,5

Wertberichtigung

– 18,9

– 21,5

Total

167,7

166,0

Für gefährdete Forderungen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die pau­ schale Wertberichtigung basiert auf Erfahrungswerten der jeweiligen Gesellschaft.

14  Sonstige Forderungen Die sonstigen Forderungen enthalten zum grössten Teil rückforderbare Mehrwertsteuern und sonstige Steuerrückforderungen.

15  Vorräte 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Roh- und Betriebsmaterial

69,0

64,7

Handelswaren

33,3

52,3

Halbfabrikate und Aufträge in Arbeit

46,5

38,3

Fertigfabrikate

55,6

49,7

204,4

205,0

Total

Der grösste Teil der Abnahme der Handelswaren ist auf den Geschäftsbereich Sportartikel zurück­ zuführen. Durch das steigende Auftragsvolumen im Maschinen- und Anlagenbau wurde in diesen ­G eschäftsbereichen der Bestand an Fertigfabrikaten und Aufträgen in Arbeit erhöht. Die Vorräte sind ­ins­g esamt mit CHF 38,1 Mio. (Vorjahr CHF 41,2 Mio.) wertberichtigt.

53


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

16  Sachanlagen Unbebaute Grundstücke

Vermietungs­ objekte

Betriebsgebäude

Betriebsanlagen, Maschinen

Mobilien, Fahrzeuge

Anlagen im Bau, Anzahlungen

Total Sachanlagen

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

9,2

230,0

261,7

198,0

57,4

8,2

764,5

– 0,4

– 0,9

0,1

0,3

– 0,9

Anschaffungswert Stand 31.12.2008 Wechselkurseinfluss Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge

5,5

Abgänge

– 0,5

Umbuchungen

0,2

– 0,5

– 1,4

9,3

3,2

6,0

– 4,0

– 28,9

– 3,6

– 1,9 1,6

25,8 – 37,0

1,0

4,7

– 6,7

10,3

– 0,7

– 8,7

– 0,1

Anschaffungswert 31.12.2009

15,2

234,9

259,9

181,2

57,8

1,4

750,4

Wechselkurseinfluss

– 0,4

– 14,4

– 10,8

– 3,6

– 29,2

– 0,1

– 0,2

– 0,3

Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge

– 0,2

– 1,6

3,1

8,1

5,5

– 1,0

– 3,1

– 4,3

1,3

18,0 – 10,2

Umbuchungen

– 0,2

– 0,6

– 0,2

2,2

– 0,5

– 1,1

– 0,4

Anschaffungswert 31.12.2010

14,4

232,7

247,4

177,5

54,7

1,6

728,3

2,1

116,4

101,6

143,3

38,9

-

402,3

– 0,2

– 0,4

Kumulierte Abschreibungen Stand 31.12.2008 Wechselkurseinfluss Veränderung Konsolidierungskreis Ordentliche Abschreibungen

5,6

Ausserordentliche Abschreibungen Abgänge

– 0,3

Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2009

1,8

– 1,2

– 1,6

7,3

11,4

7,0

31,3

0,8

0,1

– 1,1

– 27,2

– 3,1

– 31,7

– 1,9

0,6

– 0,7

– 0,1

123,9

106,5

127,4

40,9

– 4,1

– 7,4

– 2,6

– 14,1

– 0,1

– 0,1

– 0,2

10,6

6,7

29,5

Veränderung Konsolidierungskreis

– 0,2

400,5

6,9 0,8

0,9

– 1,6

– 0,6

– 2,8

– 3,9

– 9,1

– 0,6

0,6

– 0,3

– 0,3

Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2010

-

5,3

Ausserordentliche Abschreibungen Abgänge

0,9

1,9

Wechselkurseinfluss Ordentliche Abschreibungen

– 0,6

– 0,4

1,7

1,6

127,6

108,9

129,2

40,7

-

408,0

Nettowert Sachanlagen 31.12.2009

13,4

111,0

153,4

53,8

16,9

1,4

349,9

Nettowert Sachanlagen 31.12.2010

12,8

105,1

138,5

48,3

14,0

1,6

320,3

54


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Der Brandversicherungswert der Sachanlagen beträgt CHF 906,2 Mio. (Vorjahr CHF 950,8 Mio.). Davon entfallen CHF 628,6 Mio. auf Gebäude (CHF 653,9 Mio.). Unter der Position Zugänge bei Betriebsgebäuden findet sich ein Neubau mit Büros und Mon­t age­ bauflächen in Penang (Malaysia) für den Bereich Automationssysteme. Die Zugänge bei den Be­ triebsanlagen und Maschinen enthalten grössere Investitionen in ein Grossbearbeitungscenter am ­P roduktionsstandort in Niederönz (Schweiz) im Geschäftsbereich Blechbearbeitung sowie in die Kapa­ zitätserweiterung und Optimierung des Produktionsprozesses in Adliswil (Schweiz) im Geschäfts­ bereich Grafische Beschichtungen. Bei den Mobilien und Fahrzeugen sind grössere Ausgaben für ­M onobrand Stores und Shop-in-Shop-Konzepte an verschiedenen Standorten in Europa und Asien so­ wie für den Ersatz von Geschäftsfahrzeugen im Geschäftsbereich Sportartikel angefallen. Die ausserordentlichen Abschreibungen sind aus einer Neubeurteilung der Werthaltigkeit eines ­B etriebsgebäudes sowie von Betriebsanlagen entstanden.

55


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

17  Finanzanlagen Nicht konsolidierte Beteiligungen

Langfristige Forderungen und Darlehen

Wertschriften des Anlagevermögens

Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven

Aktive latente Steuern

Total Finanzanlagen

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

0,4

15,2

0,4

26,3

4,9

47,2

Anschaffungswert Stand 31.12.2008 Wechselkurseinfluss Zugänge

0,1 0,1

Abgänge Anschaffungswert 31.12.2009

0,5

0,1

6,6

0,5

1,1

8,3

– 3,3

– 4,7

– 2,0

– 10,0

22,1

4,0

45,6 – 1,1

18,6

0,4

Wechselkurseinfluss

– 0,8

– 0,3

Zugänge

12,5

1,1

13,6

Abgänge

– 10,3

– 1,0

– 0,4

– 11,7

Anschaffungswert 31.12.2010

0,5

20,0

0,4

21,1

4,4

46,4

-

1,1

0,3

-

-

1,4

Kumulierte Abschreibungen Stand 31.12.2008 Ordentliche Abschreibungen Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2009

-

Wechselkurseinfluss Ordentliche Abschreibungen

0,2

0,2

– 0,1

– 0,1

1,2

0,3

-

-

– 0,1 0,1

Abgänge

1,5 – 0,1

0,2

0,3

– 0,3

– 0,3

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2010

0,1

1,0

0,3

-

-

1,4

Nettowert Finanzanlagen 31.12.2009

0,5

17,4

0,1

22,1

4,0

44,1

Nettowert Finanzanlagen 31.12.2010

0,4

19,0

0,1

21,1

4,4

45,0

56


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Die Zu- und Abgänge bei den langfristigen Forderungen und Darlehen stammen aus langfristigen ­A bzahlungsgeschäften mit Kunden, aus Darlehen an Dritte sowie aus Depots für Mieten und Altlasten­ sicherheiten. Der Abgang bei den Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven besteht aus den von der Fürsorgestiftung Conzzeta vergüteten Arbeitgeberbeiträgen von CHF 1,1 Mio. (Vorjahr CHF 4,7 Mio.) und dem Finanz­ erfolg von CHF 0,1 Mio. (CHF 0,5 Mio.). Die Berechnung der aktiven latenten Steuern erfolgt zu den aktuellen Gewinnsteuersätzen auf den ­temporären Differenzen bei den Einzelgesellschaften. Die aktiven latenten Steuern aus verrechenbaren Verlustvorträgen und aus temporären Bewertungsdifferenzen betragen CHF 4,5 Mio. (CHF 4,0 Mio.). Aus Vorsichtsgründen und aufgrund von Unsicherheiten über die künftige Verrechnungsmöglichkeit wurden Steuer­e ffekte aus Verlustvorträgen in der Höhe von CHF 13,1 Mio. (CHF 16,8 Mio.) nicht ­a ktiviert. Dieser Berechnung liegt die erwartete durchschnittliche Konzernsteuerquote von 20,2 % (20,5 % ) zugrunde.

57


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

18  Immaterielle Anlagen Goodwill

Software und Lizenzen

Total immaterielle Anlagen

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

77,0

30,8

107,8

1,8

– 0,1

1,7

– 0,8

– 0,8

Anschaffungswert Stand 31.12.2008 Wechselkurseinfluss Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge

2,2

2,2

Abgänge

– 0,4

– 0,4

Umbuchungen

0,1

0,1

– 51,7

0,1

– 51,6

Anschaffungswert 31.12.2009

27,1

31,9

59,0

Wechselkurseinfluss

– 1,8

– 1,4

– 3,2

3,1

3,1

Bereinigung Goodwill

Zugänge Abgänge

– 9,4

Umbuchungen Anschaffungswert 31.12.2010

– 9,4 0,4

0,4

34,0

49,9

74,9

22,4

97,3

1,7

– 0,1

1,6

– 0,8

– 0,8

3,8

5,5

15,9

Kumulierte Abschreibungen Stand 31.12.2008 Wechselkurseinfluss Veränderung Konsolidierungskreis Ordentliche Abschreibungen

1,7

Ausserordentliche Abschreibungen Abgänge Umbuchungen

0,2

– 0,4

– 0,4

0,1

0,1

– 51,7

0,1

– 51,6

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2009

26,6

25,3

51,9

Wechselkurseinfluss

– 1,9

– 1,2

– 3,1

0,3

2,7

Bereinigung Goodwill

Ordentliche Abschreibungen Abgänge

– 9,4

Umbuchungen

3,0 – 9,4

0,3

0,3

15,6

27,1

42,7

Nettowert immaterielle Anlagen 31.12.2009

0,5

6,6

7,1

Nettowert immaterielle Anlagen 31.12.2010

0,3

6,9

7,2

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2010

58

0,2


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bei den Abgängen Goodwill handelt es sich um voll abgeschriebene Werte, denen kein messbarer ­N utzen mehr zugerechnet werden kann. Der Abgang erfolgt im Jahr nach der Vollabschreibung, im Normalfall nach Ablauf der Nutzungsdauer von fünf Jahren. In den Zugängen bei den Anlagewerten für Software und Lizenzen sind grössere Investitionen für die Weiterentwicklung und den Rollout von geschäftsbereichsspezifischen ERP-Lösungen in den Bereichen Systeme für Glasbearbeitung und Schaumstoffe enthalten. Des Weiteren beinhalten die Zugänge auch grössere Investitionen für EDV-unterstützte Produktentwicklung und Einkauf sowie für den Ausbau der B2B-Lösung im Bereich Sportartikel.

19  Anzahlungen von Kunden Die Anzahlungen von Kunden stammen aus den Gesellschaften im Maschinen- und Anlagenbau.

20  Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die Position sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten besteht vor allem aus geschuldeten Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

21  Passive Rechnungsabgrenzung 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Abgrenzung Steuern

12,1

15,2

Abgrenzung Personalaufwand

22,8

20,1

Übrige Abgrenzungen

31,3

33,7

Total

66,2

69,0

In der passiven Rechnungsabgrenzung sind Beträge aus der periodengerechten Aufwands- und ­E rtragsabgrenzung abgebildet. Die übrigen Abgrenzungen umfassen Kommissionen, Mengenrabatte, Montage- und Serviceleistungen sowie bereits bezogene und noch nicht verrechnete Waren und Leistungen von Dritten.

59


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

22  Rückstellungen Latente Steuern

Umweltverpflichtungen

Garantien

Restrukturierung

Sonstige

Total Rückstellungen

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

22,4

28,7

33,4

0,2

22,1

106,8

0,4

– 0,1

0,3

– 0,4

– 2,8

– 3,2

Rückstellungen Stand 31.12.2008 Wechselkurseinfluss Veränderung Konsolidierungskreis Bildung Verwendung

2,8

1,7

13,8

13,3

2,4

34,0

– 0,6

-

– 24,3

– 0,2

– 1,9

– 27,0

Auflösung

– 5,9

– 0,2

– 2,9

-

– 4,1

– 13,1

Rückstellungen 31.12.2009

18,7

30,2

20,0

10,4

18,5

97,8

1,0

16,1

10,4

1,4

28,9

– 1,6

– 0,6

– 0,6

– 2,9

Davon kurzfristig Wechselkurseinfluss Bildung

– 0,1 2,6

Verwendung

1,8

15,6

4,2

4,5

28,7

– 4,5

– 14,1

– 3,9

– 1,0

– 23,5

Auflösung

– 2,4

– 0,9

– 1,4

– 5,7

– 1,2

– 11,6

Rückstellungen 31.12.2010

18,8

26,6

18,5

4,4

20,2

88,5

4,6

14,5

4,4

1,0

24,5

Davon kurzfristig

60


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Für die Aufteilung in kurz- und langfristige Rückstellungen wird der erwartete Zeitpunkt des Mittel­ abflusses herangezogen. Dabei werden Rückstellungen als kurzfristig ­e ingestuft, wenn sie innert Jahresfrist anfallen können. Es bestehen Grundstücke, die aufgrund früherer Betriebstätigkeit und infolge Geländeauffüllungen mit Abfällen und Schadstoffen belastet und im Kataster der belasteten Standorte eingetragen sind. Die Belastungssituation und die notwendigen Massnahmen wurden durch einen Experten beurteilt, jedoch sind die Kenntnisse über Art und Ausmass der Belastung teilweise mit Unsicherheiten behaftet. Wo ­z ukünftige, belastungsbedingte Kosten aus rechtlichen oder faktischen Gründen anfallen, werden die geschätzten Kosten im erwarteten Ausmass zurückgestellt. Für die Überwachung und allfällige Entsorgung von neu erkannten Altlasten aus verkauften und bestehenden Betriebsgrundstücken mussten Rückstellungen für ­U mweltverpflichtungen von CHF 1,8 Mio. verbucht werden. Die ausgeführten ­S anierungsmassnahmen beliefen sich auf CHF 4,5 Mio. und die Auflösung von CHF 0,9 Mio. betrifft den Wegfall von ­A ltlastenrisiken. Vertiefte Abklärungen und Sanierungsmassnahmen für diverse Grundstücke sind im Gange. Die Garantierückstellungen bestehen hauptsächlich in den Geschäftsbereichen Systeme für Blech­ bearbeitung und Systeme für Glasbearbeitung. Die im Vorjahr kommunizierten Restrukturierungsmassnahmen wurden umgesetzt. Von den gebildeten Rückstellungen wurden CHF 3,9 Mio. verwendet und CHF 5,7 Mio. aufgelöst. Die Bildung von CHF 4,2 Mio. beinhaltet Strukturbereinigungen in verschiedenen Geschäftsbereichen. In den gebildeten sonstigen Rückstellungen sind vor allem Kosten für pendente Rechtsfälle enthalten.

23  Langfristige Finanzverbindlichkeiten Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten Bankdarlehen für die Finanzierung von zwei ausländischen Produktionsstandorten.

24  Aktienkapital Das Aktienkapital von CHF 46,0 Mio. ist eingeteilt in 406 000 Inhaberaktien zum Nennwert von je CHF 100 und in 270 000 Namenaktien zum Nennwert von je CHF 20.

61


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Konzerngeldflussrechnung 25  Verkauf von Geschäftsaktivitäten 2010 Verkauf

2009 Verkauf

CHF Mio.

CHF Mio.

Umlaufvermögen

3,7

6,2

Anlagevermögen

0,1

Kurzfristiges Fremdkapital

0,3 – 5,3

Langfristiges Fremdkapital

– 0,3

Desinvestiertes Nettovermögen

3,8

0,9

Ergebnis aus Verkauf von Geschäftsaktivitäten

5,9

– 0,9

Nettogeldfluss

9,7

-

26  Betrieblicher Free Cashflow

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit Investitionen in Sachanlagen Devestitionen von Sachanlagen Investitionen in Finanzanlagen ohne Wertschriften Devestitionen von Finanzanlagen ohne Wertschriften

2009 CHF Mio.

75,7

144,1

– 18,0

– 25,8

2,4

20,4

– 2,6

– 6,7

8,4

3,3

Investitionen in immaterielle Anlagen

– 3,1

– 2,2

Betrieblicher Free Cashflow

62,8

133,1

– 70,4

– 26,1

15,5

34,8

Kauf von Wertschriften Verkauf und Rückzahlung von Wertschriften Verkauf von Geschäftsaktivitäten Free Cashflow

62

2010 CHF Mio.

9,7 17,6

141,8


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Weitere Angaben 27  Personalvorsorgeeinrichtungen Nominalwert 31.12.2010

Verwendungsverzicht 31.12.2010

Bilanz 31.12.2010

Bilanz 31.12.2009

Ergebnis im Personalaufwand 2010

Ergebnis im Personalaufwand 2009

Ergebnis im Finanzergebnis 2010

Ergebnis im Finanzergebnis 2009

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

25,2

– 4,1

21,1

22,1

– 1,1

– 4,7

0,1

0,5

Auf die Periode abgegrenzte Beiträge

Vorsorgeaufwand im Personalaufwand 2010

Vorsorgeaufwand im Personalaufwand 2009

CHF Mio.

CHF Mio.

CHF Mio.

8,2

8,2

9,5

0,7

0,4

1,0

8,9

8,7

Arbeitgeberbeitragsreserve Patronale Vorsorgeeinrichtung

Im Vorjahr betrugen der Nominalwert der Arbeitgeberbeitragsreserve CHF 26,2 Mio. und der Ver­w en­ dungsverzicht CHF 4,1 Mio. Das Ergebnis im Personalaufwand betrifft die von der Fürsorgestiftung Conzzeta vergüteten Arbeit­ geberbeiträge von CHF 1,1 Mio. (Vorjahr CHF 4,7 Mio.) zugunsten von Konzerngesellschaften. Der ­F inanzerfolg beträgt CHF 0,1 Mio. (CHF 0,5 Mio.).

Über- / Unterdeckung 31.12.2010

Wirtschaftlicher Anteil der Organisation 31.12.2010

CHF Mio.

CHF Mio.

WirtVeränderung schaftlicher zum VJ Anteil der Organisation erfolgswirksam im GJ 31.12.2009 CHF Mio.

CHF Mio.

Wirtschaftlicher Nutzen / wirtschaftliche Verpflichtung und Vorsorgeaufwand Patronale Vorsorgeeinrichtung

3,5

Vorsorgeeinrichtungen ohne Über- / Unterdeckung Vorsorgeeinrichtungen mit Überdeckung

0,3

Vorsorgeeinrichtungen ohne eigene Aktiven Total

3,8

– 0,3

– 0,3

– 0,4

– 0,5

0,1

– 0,4

– 0,8

– 0,2

0,1 10,5

Im Vorjahr betrugen die Überdeckungen CHF 3,2 Mio., die ­e rfolgswirksame Veränderung CHF 0,5 Mio. und die auf die Periode abgegrenzten Beiträge CHF 10,0 Mio. Die freien Reserven der patronalen Vorsorgeeinrichtung sind nicht zur wirtschaftlichen Verwendung durch den Konzern vorgesehen. Die Überdeckung von CHF 0,3 Mio. bei den Vorsorgeeinrichtungen mit Überdeckung betrifft einen leistungs­­orientierten Vorsorgeplan im Ausland, der nicht für Beiträge verwendet werden kann. Dieser wurde nach einem dynamischen Modell gemäss inter­­­na­t io­n alen Rechnungslegungsstandards berechnet.

63


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

28  Eventualverpflichtungen Im Zusammenhang mit Kundenfinanzierungen bestehen Rücknahmeverpflichtungen für Maschinen von CHF 33,5 Mio. (Vorjahr CHF 41,4 Mio.) gegenüber Leasinggesellschaften. Für die Sanierung von Alt­ lasten und für Darlehen stehen Aktiven im Wert von CHF 5,1 Mio. (CHF 7,5 Mio.) unter Eigentums­ beschränkung.

29  Weitere nicht zu bilanzierende Verpflichtungen Die weiteren nicht zu bilanzierenden Verpflichtungen setzen sich aus operativen Leasingverträgen mit überjährigen Kündigungsterminen zusammen. Fälligkeit operative Leasingverträge per 31.12.

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Unter 1 Jahr

5,4

7,1

1 bis 5 Jahre

8,3

12,0

Über 5 Jahre

0,9

1,9

14,6

21,0

Total

Zusätzlich bestehen langfristige Einkaufsverpflichtungen von CHF 1,0 Mio. (CHF 1,4 Mio.), welche ­E xklusivlieferungen sicherstellen.

30  Derivative Finanzinstrumente Werte per 31.12.

Kontraktwerte Wiederbeschaffungswerte positiv

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

24,4

28,0

2,6

0,7

Wiederbeschaffungswerte negativ

0,1

Die Kontrakte wurden zur Absicherung von zukünftigen Cashflows in USD und EUR abgeschlossen. Die Wertänderung der per Bilanzstichtag noch offenen Derivate ist im Eigenkapital verbucht.

64


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

31  Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften Die Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften umfassen handelsübliche Geschäftstransaktionen zu Marktbedingungen mit assoziierten Gesellschaften. Diese treten als Handelsagenten und als Distributoren auf. 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1,7

2,2

Finanzanlagen

0,1

0,1

Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen

0,8

1,7

Nettoumsatz

4,0

4,7

Kommissionsaufwand

3,0

3,5

32  Durchführung einer Risikobeurteilung Der Verwaltungsrat hat neben der Beurteilung von Strategien, Projekten und der laufenden Beobachtung der Geschäftslage eine integrale Risikobeurteilung vorgenommen. Er stützt sich dabei auf das ausführliche Managementreporting und einen separaten Konzernrisikobericht, der den Risk-Management-Prozess und die Top-Level-Risiken darstellt. Der Risk-Management-Prozess ist konzernweit eingeführt und umfasst die Identifikation, die Bewertung und die qualitative Einschätzung der operativen, finan­z iellen und strategischen Risiken. Er ist verbunden mit einer Risikoüberwachung, einem Massnahmenplan und einem standardisierten Risikoreporting. Die Kontrolle und Steuerung der Risiken gehört zu den Führungsaufgaben des Managements.

33  Vergütung und Aktienbesitz Die Vergütung an den Verwaltungsrat und die Konzernleitung sowie deren Beteiligungen an der Conzzeta AG sind im Anhang zur Jahresrechnung der Conzzeta AG auf den Seiten 73 f. dargestellt.

65


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Gliederung der Gesellschaften nach Geschäftsbereichen Gesellschaft, Sitz

Erläuterungen

Gesellschaftskapital in Landeswährung

Beteiligung in % direkt

CHF

50 000

100

Land

Beteiligung in % indirekt

Systeme für Blechbearbeitung Bystronic Laser AG, Niederönz

CH

Bystronic Maschinenbau GmbH, Gotha

DE

EUR

3 400 100

100

Bystronic (Tianjin) Machinery Co. Ltd., Tianjin

CN

USD

6 095 600

100

Bystronic, Inc., Hauppauge NY

US

USD

250 000

100

Bystronic Scandinavia AB, Arlandastad

SE

SEK

200 000

100

Bystronic France SAS, Les Ulis

FR

EUR

2 500 000

100

Bystronic Italia S.r.l., Bovisio Masciago

IT

EUR

900 000

100

Regionale Verkaufs- und Servicegesellschaften:

Bystronic Deutschland GmbH, Heimsheim

DE

EUR

52 000

100

Bystronic Co. Ltd., Shanghai

CN

USD

1 000 000

100

Bystronic Iberica S.A., San Sebastián de los Reyes

ES

EUR

262 000

100

MX

MXN

2 500 000

100

Bystronic Austria GmbH, Linz

AT

EUR

300 000

100

Bystronic do Brasil Ltda., São José dos Pinhais PR

BR

BRL

5 000 000

100

Bystronic Pte. Ltd., Singapur

SG

SGD

2 500 000

100

Bystronic Benelux B.V., Hardinxveld-Giessendam

NL

EUR

18 151

100

Bystronic UK Ltd., Coventry

GB

GBP

1 200 000

100

Bystronic Sales AG, Niederönz

CH

CHF

2 000 000

100

Bystronic Korea Ltd., Anyang-si

KR

KRW

6 000 000 000

100

Bystronic Polska Sp. z o.o., Raszyn

PL

PLN

1 000 000

100

Bystronic Mexico S.A. de C.V., Guadalajara

Bystronic Slovakia s.r.o., Bratislava

1

SK

Bystronic Czech Republic s.r.o., Brno

CZ

CZK

6 000 000

100

Bystronic Laser India Private Ltd., Pune

IN

INR

34 130 000

100

Bystronic Lazer ve Su Isinlari Makineleri Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul

TR

TRY

660 000

100

Hämmerle Ltd., Ichikawa-City

JP

JPY

10 000 000

100

Bystronic Canada Ltd., Mississauga ON

CA

CAD

100 000

100

OOO Bystronic Laser, Moskau

RU

RUB

30 000 000

100

S.C. Bystronic Laser S.R.L., Brasov

RO

RON

1 000 000

100

Bystronic Maschinen AG, Bützberg

CH

CHF

100 000

Bystronic Lenhardt GmbH, Neuhausen-Hamberg

DE

EUR

2 045 168

100

Bystronic Armatec GmbH, Gunzenhausen

DE

EUR

300 000

100

EUR

1 500 000

100

Systeme für Glasbearbeitung

Bystronic Solution Centre Inc., Ottawa Bystronic Glass Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai

2

100

CA CN

Regionale Verkaufs- und Servicegesellschaften: Bystronic Glass UK Ltd., Telford

GB

GBP

3 400 000

100

Bystronic Asia Pte. Ltd., Singapur

SG

SGD

1 000 000

100

Bystronic Glass do Brasil Maquinas para Vidros Ltda., Indaiatuba SP

BR

BRL

3 494 779

100

OOO Bystronic Steklo RUS, Moskau

RU

RUB

64 975 930

100

Bystronic Glass (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai

CN

USD

1 900 000

100

Bystronic Glass, Inc., Aurora CO

US

USD

250 000

100

66


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Gesellschaft, Sitz

Erläuterungen

Land

Gesellschaftskapital in Landeswährung

Beteiligung in % direkt

100 000

100

Beteiligung in % indirekt

Automationssysteme ixmation AG, Burgdorf

CH

CHF

ixmation, Inc., Roselle IL

US

USD

100

100

ixmation (Asia) Sdn. Bhd., Penang

MY

MYR

900 003

100

ixmation (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou

CN

USD

750 000

100

ixmation (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin

CN

CNY

1 000 000

100

Schaumstoffe Fritz Nauer AG, Wolfhausen

CH

CHF

5 000 000

Reisgies Schaumstoffe GmbH, Leverkusen

DE

EUR

1 000 000

100 100

Frina Mousse France S.à r.l., Wittenheim

FR

EUR

117 386

100

Büttikofer AG, Gontenschwil

CH

CHF

250 000

100

Swisstex, Inc., Greenville SC

US

USD

2 023 640

100

Foampartner-Bock AG, Zug

CH

CHF

1 000 000

50

Foampartner-Bock Trading (Shanghai) Ltd., Shanghai

CN

USD

600 000

50

Foampartner-Bock Polyurethane Materials (Changzhou) Co. Ltd., Changzhou

CN

USD

11 500 000

50

Woodbridge FoamPartner Company, Chattanooga TN

US

USD

2 000 000

51

Kureta GmbH, Stadtallendorf

DE

EUR

100 000

100

Mammut Sports Group AG, Seon

CH

CHF

25 000 000

Mammut Sports Group GmbH, Memmingen

DE

EUR

500 000

100

Mammut Sports Group, Inc., Shelburne VT

US

USD

51

100

Ajungilak AS, Oslo

NO

NOK

2 000 000

100

Mammut Sports Group Japan Inc., Tokio

JP

JPY

30 000 000

80

Mammut UK Ltd., Macclesfield

GB

GBP

1 000

100

Schmid Rhyner AG, Adliswil

CH

CHF

1 200 000

Schmid Rhyner (USA), Inc., Marlton NJ

US

USD

800 000

CH

CHF

5 000 000

100

100

Sportartikel 100

Grafische Beschichtungen 100 100

Immobilien Plazza Immobilien AG, Zürich Swilac Immobilien AG, Zürich

3

CH

Prebe AG, Zürich

3

CH

Holding- und Management-Gesellschaften Conzzeta Holding Deutschland AG, Leverkusen

DE

EUR

6 000 000

Conzzeta Grundstücksverwaltungs GmbH, Leverkusen

DE

EUR

50 000

100

Conzzeta Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Leverkusen

DE

EUR

1 000

100

Conzzeta Management AG, Zürich

CH

CHF

100 000

Mammut Sports Group Austria GmbH, Steyr

AT

EUR

363 400

25,1

Mammut Nederland B.V., Benthuizen

NL

EUR

18 000

36

100

Assoziierte Gesellschaften

Erläuterungen: 1 Liquidation per 12. März 2010 2 Liquidation per 31. Dezember 2010 3 Fusion mit Plazza Immobilien AG per 1. Januar 2010

67


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bericht der Revisionsstelle Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung an die Generalversammlung   der Conzzeta AG, Zürich Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 41 bis 67 wiedergegebene Konzernrechnung der ­C onzzeta AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalnachweis und ­A nhang für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrats Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die ­A usgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sach­g emässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von ­w esentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irr­ tümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der ­a n­g ewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen ­G esetz. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichts­ gesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

68


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen. KPMG AG Hanspeter Stocker

Markus Ackermann

Zugelassener Revisionsexperte

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Zürich, 17. März 2011

69


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Erfolgsrechnung Conzzeta AG 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

65,000

31,449

Ertrag Beteiligungserträge Zins- und Wertschriftenerträge

7,143

10,187

72,143

41,636

Personalaufwand

– 0,547

– 0,708

Sachaufwand

– 2,394

– 2,641

Finanzaufwand

– 0,838

– 1,408

Gesamtertrag Aufwand

Steuern

70

0,334

– 0,404

Gesamtaufwand

– 3,445

– 5,161

Jahresgewinn

68,698

36,475


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bilanz per 31. Dezember Conzzeta AG 2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

Flüssige Mittel

349,299

352,842

Wertschriften

Aktiven

106,903

52,700

Forderungen

0,618

0,176

Aktive Rechnungsabgrenzung

3,824

0,853

460,644

406,571

Beteiligungen

176,710

176,710

Forderungen an Konzerngesellschaften

142,415

152,316

Anlagevermögen

319,125

329,026

Total Aktiven

779,769

735,597

Kurzfristige Verbindlichkeiten

0,036

0,023

Passive Rechnungsabgrenzung

2,597

0,799

Kurzfristiges Fremdkapital

2,633

0,822

78,050

79,124

Umlaufvermögen

Passiven

Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften Rückstellungen

8,888

20,350

Langfristiges Fremdkapital

86,938

99,474

Aktienkapital

46,000

46,000

Gesetzliche Reserven

33,406

33,406

400,000

350,000

Andere Reserven Bilanzgewinn

210,792

205,895

Eigenkapital

690,198

635,301

Total Passiven

779,769

735,597

71


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Anhang zur Jahresrechnung Conzzeta AG Eventualverpflichtungen

Bürgschaften und Garantieverpflichtungen für Tochtergesellschaften Effektive Verpflichtungen

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

133,580

117,829

44,674

27,505

2010

2009

Beteiligungen Siehe Übersicht auf Seite 66 f.

Bedeutende Aktionäre

TEGULA AG, Zürich

72

%

%

Kapital

74,2

74,2

Aktien

81,8

81,8


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Vergütung an Verwaltungsrat und Konzernleitung Bruttovergütung 2010

Bruttovergütung 2009

Sach- /  S ozialleistungen 2010

Sach- /  S ozialleistungen 2009

Total Vergütung 2010

Total Vergütung 2009

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

Verwaltungsrat J. Schmidheiny, Präsident

504,0

518,8

36,2

47,2

540,2

566,0

M. Auer, Mitglied

69,2

53,2

2,9

2,2

72,1

55,4

Th. W. Bechtler, Mitglied

69,2

53,2

2,9

2,2

72,1

55,4

W. Dubach, Mitglied

67,6

51,8

-

-

67,6

51,8

Ph. Mosimann, Mitglied

69,2

53,2

2,9

2,2

72,1

55,4

R. F. Spoerry, Mitglied

69,2

53,2

2,9

2,2

72,1

55,4

848,4

783,4

47,8

56,0

896,2

839,4

Bruttovergütung 2010

Bruttovergütung 2009

Sach- /  S ozialleistungen 2010

Sach- /  S ozialleistungen 2009

Total Vergütung 2010

Total Vergütung 2009

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

CHF Tsd.

Total

5 196,2

5 898,3

653,9

706,2

5 850,1

6 604,5

Höchster Einzelbetrag: R. Suter, CEO

1 000,0

826,7

114,8

94,1

1 114,8

920,8

Total

Konzernleitung

Die Bruttovergütungen umfassen alle im Geschäftsjahr ausgerichteten Barvergütungen. Zum Fest­ setzungs­­verfahren siehe Kapitel Corporate Governance auf Seite 35. Das Total der Vergütungen bezieht sich auf alle im Geschäftsjahr 2010 tätigen Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung. Die Verminderung bei der Konzernleitung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf Doppelbesetzungen und Einmalleistungen im Vorjahr zurückzuführen. Die Sach- und Sozialleistungen enthalten die Arbeitgeberbeiträge an staatliche und private Einrichtungen (AHV und betriebliche Vorsorgeeinrichtungen) zur Begründung oder Erhöhung von Vorsorge­ leistungen sowie die Privatanteile an den Geschäftswagen. Für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung bestehen keine Aktien- und Optionspläne.

73


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Beteiligungen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung an der Conzzeta AG Inhaberaktien 31.12.2010

Inhaberaktien 31.12.2009

Namenaktien 31.12.2010

Namenaktien 31.12.2009

Anzahl

Anzahl

Anzahl

Anzahl

230

230

-

-

-

-

25

25

90

90

-

-

140

140

-

-

Verwaltungsrat J. Schmidheiny, Präsident M. Auer, Mitglied Th. W. Bechtler, Mitglied W. Dubach, Mitglied

J. Schmidheiny und M. Auer sind als Aktionäre im Verwaltungsrat der TEGULA AG, die 288 302 ­I n­h aberaktien zum Nennwert von je CHF 100 und 264 874 Namenaktien zum Nennwert von je CHF 20 an der Conzzeta AG hält.

Inhaberaktien 31.12.2010

Inhaberaktien 31.12.2009

Namenaktien 31.12.2010

Namenaktien 31.12.2009

Anzahl

Anzahl

Anzahl

Anzahl

R. Jakob

1

1

-

-

M. Pfister

10

-

-

-

Konzernleitung

Durchführung einer Risikobeurteilung Der Verwaltungsrat hat eine integrale Risikobeurteilung über den Konzern vorgenommen. Er stützt sich dabei auf das ausführliche Managementreporting und einen separaten Konzernrisikobericht, der den Risk-Management-Prozess und die Top-Level-Risiken darstellt. Der Risk-Management-Prozess ist ­konzernweit eingeführt und umfasst die Identifikation, die Bewertung und die qualitative Einschätzung der operativen, finanziellen und strategischen Risiken. Er ist verbunden mit einer Risikoüberwachung, einem Massnahmenplan und einem standardisierten Risikoreporting. Die Conzzeta AG ist in diesen ­P rozess integriert.

74


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Erläuterungen zur Jahresrechnung Conzzeta AG Erfolgsrechnung Ertrag Die Beteiligungserträge belaufen sich im ­B erichtsjahr auf CHF 65,0 Mio. (Vorjahr CHF 31,4 Mio.). Die Ausschüttungen der Tochter­g esellschaften werden in Abhängigkeit von Bilanzgewinn und Liquidität festgelegt. Die Zins- und Wertschriftenerträge liegen bei CHF 7,1 Mio. (CHF 10,2 Mio.). Sie setzen sich zusammen aus dem Zinsertrag aus Forderungen an Konzerngesellschaften von CHF 5,2 Mio. (CHF 7,7 Mio.), aus Zinserträgen von Dritten im Umfang von CHF 0,6 Mio. (CHF 0,7 Mio.) und Wertschriften­g ewinnen von CHF 1,3 Mio. (CHF 1,8 Mio.).

Aufwand Der Personal- und Sachaufwand enthält die laufenden Kosten für die Verwaltung, die Durchführung der Generalversammlung, die Produktion des Geschäftsberichtes, die Honorare des Verwaltungsrats, Projektkosten sowie die Kapitalsteuern. Der Finanzaufwand von CHF 0,8 Mio. (CHF 1,4 Mio.) stammt aus der Verzinsung der konzerninternen Ver­b indlichkeiten von CHF 0,6 Mio. (CHF 0,8 Mio.) und Währungsdifferenzen auf flüssigen Mitteln und auf Forderungen von Konzerngesellschaften von CHF 0,2 Mio. (CHF 0,6 Mio.). Die Steuern enthalten die Ertragssteuern. Durch die Auflösung einer Abgrenzung für die Gewinnsteuern des Vorjahres resultiert ein Gewinn von 0,3 Mio. CHF.

75


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bilanz Umlaufvermögen Die flüssigen Mittel von CHF 349,3 Mio. (Vorjahr CHF 352,8 Mio.) umfassen Banksichtguthaben in CHF, EUR, USD und GBP sowie Festgeldanlagen in CHF. Die Wertschriften von CHF  106,9 Mio. (CHF 52,7 Mio.) bestehen aus festverzinslichen Titeln in CHF und Anteilen an einem Geldmarktfonds in CHF. Die Forderungen enthalten Verrechnungssteueransprüche auf Zinserträgen von CHF 0,5 Mio. (CHF 0,2 Mio.) und rückforderbare Vorsteuern von CHF 0,1 Mio. Die ­a ktive Rechnungsabgrenzung besteht neben der Aufwandabgrenzung zur Hauptsache aus Marchzinsen von CHF 1,1 Mio. (CHF 0,8 Mio.) sowie Abgrenzungen für Guthaben aus Devisenabsicherungsgeschäften von CHF 2,6 Mio. (CHF 0,1 Mio.).

Anlagevermögen Die Bilanzposition Beteiligungen beträgt CHF 176,7 Mio. (CHF 176,7 Mio.). Im Berichtsjahr wurden die Swilac Immobilien AG und Prebe AG in Zürich (Schweiz) mit der Plazza Immobilien AG in Zürich (Schweiz) fusioniert. Die Konzernfinanzierung erfolgt mehrheitlich über die Holding. Die Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr um CHF 9,9 Mio. abgenommen und belaufen sich nun auf CHF 142,4 Mio.

Fremdkapital Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen aus Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen und aus noch nicht eingelösten Dividenden. Die passive Rechnungsabgrenzung enthält Verbindlichkeiten aus Devisenabsicherungsgeschäften von CHF 2,6 Mio. (CHF 0,1 Mio.). Im Vorjahr war in dieser Position noch eine Abgrenzung für ausstehende Steuern von CHF 0,7 Mio. enthalten. Das langfristige Fremdkapital von CHF 86,9 Mio. (CHF 99,5 Mio.) enthält CHF 78,1 Mio. (CHF 79,1 Mio.) für Verbindlichkeiten gegen­­über Tochtergesellschaften und CHF 8,9 Mio. (CHF 20,4 Mio.) für Rückstellungen. Im Berichtsjahr wurden Rückstellungen von CHF 11,5 Mio. beansprucht zur Deckung der Währungsverluste auf den Forderungen in EUR und USD von Konzerngesellschaften.

Eigenkapital Das Aktienkapital von CHF 46,0 Mio. besteht aus 270 000 Namenaktien und 406 000 Inhaberaktien. Aufgrund einer Einlage in die Spezialreserven erhöhte sich die Bilanzposition andere Reserven im ­B erichtsjahr um CHF 50,0 Mio. auf CHF 400,0 Mio.

76


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Antrag des Verwaltungsrats über die Verwendung des Bilanzgewinns der Conzzeta AG 2010

2009

CHF

CHF

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 28. April 2011, den Bilanzgewinn 2010, bestehend aus: Jahresgewinn Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Bilanzgewinn

68 697 635

36 474 584

142 094 609

169 420 025

210 792 244 205 894 609

wie folgt zu verwenden: Dividende von CHF 40,00 pro Inhaberaktie (Vorjahr CHF 30,00)

16 240 000

Dividende von CHF 8,00 pro Namenaktie (Vorjahr CHF 6,00)

12 180 000

2 160 000

1 620 000

Einlage in die Spezialreserve

50 000 000

50 000 000

Vortrag auf neue Rechnung

142 392 244

142 094 609

Bei Genehmigung dieses Antrages beträgt die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2010:

Bruttodividende

35 % Verrechnungssteuer

CHF

CHF

Nettodividende CHF

je Inhaberaktie

40,00

14,00

26,00

je Namenaktie

8,00

2,80

5,20

Die Dividende auf Inhaberaktien wird gegen Einreichung des Coupons Nr. 12 ausbezahlt. Den im Aktienregister eingetragenen Namenaktionären bzw. deren Depotbanken wird entsprechend ­ihrer Weisung eine Dividendengutschrift oder eine Dividendenanweisung zugestellt. Der Coupon Nr. 12 und die Dividendenanweisung können ab 5. Mai 2011 bei sämtlichen schweizerischen Geschäftsstellen der nachfolgend aufgeführten Banken spesenfrei eingelöst werden: CREDIT SUISSE UBS AG Zürcher Kantonalbank

77


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

Bericht der Revisionsstelle der Conzzeta AG Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung an die Generalversammlung der Conzzeta AG, Zürich Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 70 bis 76 wiedergegebene Jahresrechnung der­ Conzzeta AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang für das am 31. Dezember 2010 ­a b­g eschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrats Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, ­I mplementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irr­t ümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irr­ tümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden ­P rüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der an­g ewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichts­ gesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

78


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Finanzbericht

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. KPMG AG Hanspeter Stocker

Markus Ackermann

Zugelassener Revisionsexperte

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Zürich, 17. März 2011

79


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010

80


Weitere Informationen 82 Personalvorsorgestiftungen Schweiz 84 F端nfjahres端bersicht 86 Informationen und Termine f端r Investoren


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Weitere Informationen

Personalvorsorgestiftungen Schweiz Der Bestand an aktiven Versicherten sank im Berichtsjahr von 1 164 auf 1 129 und die Zahl der Rentenbezüger reduzierte sich von 886 auf 876. Das gebundene Vorsorgekapital nahm um 0,2 % auf CHF 363,1 Mio. ab, wovon 52,4 % auf das Rentendeckungskapital, 44,5 % auf das Vorsorgekapital der ­A ktiven und 3,1 % auf technische Rückstellungen entfällt. Von den angeschlossenen Firmen und deren Mitarbeitern wurden Beiträge in der Höhe von CHF 13,6 Mio. eingelegt. Darin enthalten sind auch Zuweisungen des Arbeitgebers in Form von Einmaleinlagen in der Höhe von CHF 0,3 Mio. (Vorjahr CHF 1,2 Mio.). Die ausgesprochene Stärke des Schweizer Frankens und die damit verbundenen Einbussen bei den Fremdwährungsanlagen drückten im Berichtsjahr auf das finanzielle Ergebnis der Vorsorgestiftungen. Auf dem Vermögen wurde ein Ertrag von 1,9 % erzielt, was nicht ganz ausreichte, um die Kosten abzudecken. Die Wertschwankungsreserven reduzierten sich um 1,3 Mio. auf CHF 41,1 Mio., was 62 % des definierten Zielwertes entspricht. Der konsolidierte Deckungsgrad, ohne die Arbeitgeberbeitragsreserven, blieb dennoch fast stabil und beträgt neu 112,3 % (112,6 %). Dieser Berechnung liegt ein technischer Zinssatz von 3 % zugrunde.

Marc Sutter Leiter Vorsorgestiftungen Schweiz

82


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Weitere Informationen

2010

2009

CHF Mio.

CHF Mio.

363,706

374,911

Wertschwankungsreserven

42,391

14,625

Arbeitgeberbeitragsreserven

26,149

30,350

Bestand des Stiftungsvermögens am 1.1. Vorsorgekapital

Freie Reserven

3,547

3,680

435,793

423,566

Firmenbeiträge

7,997

9,967

Mitarbeiterbeiträge

5,571

6,387

Eingebrachte Freizügigkeitsleistungen

7,791

5,889

Total Stiftungsvermögen am 1.1.

Kapitalertrag Einlagen und Erträge Auszahlungen an Versicherte

7,989

35,659

29,348

57,902

– 29,721

– 39,407

Rückstellungen / Wertberichtigungen

– 1,729

– 5,502

Verwaltungsaufwand

– 0,787

– 0,766

– 32,237

– 45,675

Leistungen und Aufwendungen Bestand des Stiftungsvermögens am 31.12. Vorsorgekapital

363,104

363,706

Wertschwankungsreserven

41,119

42,391

Arbeitgeberbeitragsreserven

25,156

26,149

Freie Reserven Total Stiftungsvermögen am 31.12.

3,525

3,547

432,904

435,793

83


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Weitere Informationen

Fünfjahresübersicht 2010

2009

2008

2007

2006

410,9

356,1

745,1

793,5

632,0

Nettoumsatz nach Geschäftsbereichen Systeme für Blechbearbeitung

CHF Mio. %

39,1

37,3

50,6

52,7

49,6

Systeme für Glasbearbeitung

CHF Mio.

167,5

145,6

244,6

237,3

219,2

%

15,9

15,3

16,6

15,7

17,2

Automationssysteme

CHF Mio.

56,4

56,1

73,6

76,7

49,6

%

5,4

5,9

5,0

5,1

3,9

Schaumstoffe

CHF Mio.

127,9

116,8

146,3

156,5

147,5

%

12,2

12,2

9,9

10,4

11,6

Sportartikel

CHF Mio.

221,2

215,3

192,6

177,1

164,7

%

21,0

22,5

13,1

11,7

12,9

Grafische Beschichtungen

CHF Mio.

46,6

43,2

47,5

44,1

36,5

%

4,4

4,5

3,2

2,9

2,9

Immobilien und diverse Erträge

CHF Mio.

21,4

22,1

22,8

21,8

21,9

%

2,0

2,3

1,6

1,5

1,7

Erträge aus verkauften Geschäftsaktivitäten

CHF Mio.

2,2

%

0,2

Total

CHF Mio.

1 051,9

955,2

1 472,5

1 507,0

1 273,6

Nettoumsatz

CHF Mio.

1 051,9

955,2

1 472,5

1 507,0

1 273,6

Betriebsergebnis

CHF Mio.

56,9

– 1,4

97,8

132,1

80,6

Ausserordentliches Ergebnis

CHF Mio.

5,4

10,1

3,9

56,5

9,6

Konzernergebnis

CHF Mio.

51,5

3,3

78,8

161,4

71,1

Umlaufvermögen

CHF Mio.

915,1

853,8

914,5

970,0

799,0

Anlagevermögen

CHF Mio.

372,5

401,0

418,4

413,7

418,2

Kurzfristiges Fremdkapital

CHF Mio.

231,5

198,1

247,7

318,3

286,2

Langfristiges Fremdkapital

CHF Mio.

73,4

78,4

84,3

74,5

78,2

Eigenkapital

CHF Mio.

982,7

978,3

1 000,9

990,9

852,8

Bilanzsumme

CHF Mio.

1 287,6

1 254,8

1 332,9

1 383,7

1 217,2

%

76,3

78,0

75,1

71,6

70,1

Konzernerfolgsrechnung

Konzernbilanz

Eigenkapital in % der Bilanzsumme Investitionen / Personalbestand Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen Personalbestand am Jahresende Ø Personalbestand in Vollzeitstellen

CHF Mio.

21,1

28,0

56,0

49,0

31,8

Anzahl

3 322

3 257

3 760

3 444

3 273

Anzahl

3 238

3 180

3 509

3 267

3 008

Nettoumsatz pro Vollzeitstelle

CHF Tsd.

324,9

300,4

419,6

461,3

423,4

Personalaufwand pro Vollzeitstelle

CHF Tsd.

83,1

90,2

96,1

99,7

99,2

84


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Weitere Informationen

2010

2009

2008

2007

2006

CHF Mio.

46,0

46,0

46,0

46,0

46,0

Inhaberaktien (nom. CHF 100)

Anzahl

406 000

406 000

406 000

406 000

406 000

Namenaktien (nom. CHF 20)

Anzahl

270 000

270 000

270 000

270 000

270 000

Angaben zu den Aktien Aktienkapital Anzahl per 31.12. herausgegebener

Börsenkurse der Inhaberaktien Höchst / Tiefst

CHF

Jahresende

CHF

Dividendensumme

CHF Mio.

2 000 / 1 690 1 934 / 1 135 2 850 / 1 450 2 925 / 2 170 2 349 / 1 650 1 900 18,41

1 800

1 540

2 777

2 165

13,8

27,6

32,2

20,7

Kennzahlen pro Titel (auf dividendenberechtigtem Kapital) Konzernergebnis

Geldfluss aus

je Inhaberaktie

CHF

111,90

7,10

171,20

350,90

154,60

je Namenaktie

CHF

22,40

1,40

34,20

70,20

30,90

je Inhaberaktie

CHF

164,50

313,30

141,70

370,20

121,20

Geschäftstätigkeit je Namenaktie

CHF

32,90

62,70

28,30

74,00

24,20

Eigenkapital

Bruttodividende

je Inhaberaktie

CHF

2 136,40

2 126,70

2 175,80

2 154,20

1 853,80

je Namenaktie

CHF

427,30

425,30

435,20

430,80

370,80

je Inhaberaktie

CHF

40,001

30,00

60,00

70,00

45,00

je Namenaktie

CHF

8,001

6,00

12,00

14,00

9,00

Gemäss Antrag des Verwaltungsrats

1 

85


Conzzeta – Geschäftsbericht 2010 Weitere Informationen

Informationen und Termine für Investoren 2011

Donnerstag, 28. April

Ordentliche Generalversammlung im Lake Side, Zürich

Donnerstag, 5. Mai

Dividendenzahlung

Donnerstag, 18. August

Zwischenbericht per 30. Juni 2011

2012

Mittwoch, 28. März

Jahresergebnis per 31. Dezember 2011

Donnerstag, 26. April

Ordentliche Generalversammlung im Lake Side, Zürich

Investor Relations

Ticker-Symbole

Carlo Menotti

Valoren-Nr. 265 798

Weitere Informationen über die Gesellschaft,

Tel. + 41 44 468 24 84

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SIX Swiss Exchange CZH

Website www.conzzeta.ch.

investor@conzzeta.ch

Reuters CZH.S Bloomberg CZH:SW

86


Ordentliches Ergebnis Betriebsergebnis (EBIT)

Free Cashflow

CHF Mio.

17,6

141,8

1 000

75

750

50

Eigenkapital

CHF Mio.

982,7

978,3

500

25

Bilanzsumme

CHF Mio.

1 287,6

1 254,8

76,3

78,0

250

0

%

0

– 25

0

10

– 50

0

je Namenaktie

(nom. CHF 20)

CHF

8,001

6,00

Inhaberaktien

Höchst / Tiefst

CHF

2 000 / 1 690

1 934 / 1 135

Jahresende

CHF

1 900

1 800

CHF Mio.

874

828

CHF

111,90

7,10

je Namenaktie

CHF

22,40

1,40

je Inhaberaktie

CHF

164,50

313,30

Geschäftstätigkeit

je Namenaktie

CHF

32,90

62,70

Eigenkapital

je Inhaberaktie

CHF

2 136,40

2 126,70

je Namenaktie

CHF

427,30

425,30

Gemäss Antrag des Verwaltungsrats

21,1

28,0

56,0

49,0

Impressum

Key Facts 2010

je Inhaberaktie

Geldfluss aus

1 

20 10

20

30,00

09

50

40,001

20

30

CHF

08

100

(nom. CHF 100)

20

40

07

150

Konzernkennzahlen je Aktie Konzernergebnis

17,6

50

je Inhaberaktie

Gesamtkapitalisierung per 31.12.

141,8

200

270 000

20

Börsenkurse

406 000

20 10

Bruttodividende

60

09

270 000

250

20

406 000

Anzahl

– 30,8

Anzahl

70

08

Inhaberaktien Namenaktien

300

13,8

20

18,4

46,0 1

195,9

CHF Mio.

Dividendensumme

36,5

07

46,0

20

68,7

CHF Mio.

70,1

CHF Mio.

Aktienkapital

06

Jahresgewinn

Anzahl per 31.12.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen (in CHF Mio.)

Free Cashflow (in CHF Mio.)

Conzzeta AG

06

300,4

31,8

324,9

20

CHF Tsd.

20

3 257

20

28,0

3 322

20

21,1

Anzahl

06

Nettoumsatz pro Vollzeitstelle

CHF Mio.

20

Personalbestand am Jahresende

20

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen

Fünfjahresübersicht Konzern siehe Seite 84 f.

100

 Detaillierte

1 250

3,3

20 10

– 1,4

51,5

09

56,9

CHF Mio.

20

CHF Mio.

Konzernergebnis

08

Betriebsergebnis

20 10

125

09

1 500

08

955,2

07

1 051,9

06

CHF Mio.

20

150

07

1 750

Nettoumsatz

Eigenkapital in % der Bilanzsumme

Ausserordentliches Ergebnis

175

20

2 000 Konzern

1 051,9

EBIT und Konzernergebnis (in CHF Mio.) 955,2

2009

1 472,5

1 273,6

2010

1 507,0

Nettoumsatz (in CHF Mio.)

20

Kennzahlen

Herausgeberin Conzzeta AG, Zürich Konzept und Gestaltung Prime, Zürich Fotografie Jolanda Flubacher Derungs, Sebastian Derungs, Eric Leleu u. a.

–– Das wirtschaftliche Umfeld der Conzzeta Gruppe erholt sich spürbar.

–– Die Verschiebungen der Währungsverhältnisse wirken negativ auf Umsatz, Ergebnis und Eigenkapital.

Übersetzung Hill Johnson Associates GmbH, Zollikon Druck Staffel Druck AG, Zürich Publishing-System Multimedia Solutions AG, Zürich

–– Die Gruppe steigert den konsolidierten Nettoumsatz um 10,1 % und verbessert das Ergebnis signifikant.

–– Betriebsergebnis (EBIT) und Konzernergebnis können im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

–– Alle industriellen Geschäftsbereiche verbuchen ein Umsatzplus.

–– Die Gruppe bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 76,3 % sehr solide finanziert.

–– Das Hauptwachstum stammt aus Asien, wo rund ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt wird.

–– Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation schlägt der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Dividende um einen Drittel vor.

Der Geschäftsbericht erscheint in deutscher und in englischer Sprache. Massgebend ist stets die deut­s che Fassung. Personelle Änderungen wurden nachgetragen bis zum Redaktionsschluss am 17. März 2011. Publikation 30. März 2011.

100063


Conzzeta auf einen Blick Conzzeta ist eine international tätige Schweizer Holding mit einer breiten Diversi­ fikation. Ihre Aktivitäten liegen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Schaumstoffe, Sportartikel, grafische Beschichtungen und Immobilien. Im Interesse der Kunden, Mitarbeitenden und Aktionäre entwickelt Conzzeta ihre Unternehmen mit einer langfristigen Perspektive.

Systeme für Blechbearbeitung Bystronic: Lösungen für die Verarbeitung von ­Blechen und anderen Flachmaterialien

Systeme für Glasbearbeitung Bystronic glass: Anlagen für die Bearbeitung von Flachglas

Automationssysteme ixmation: Systeme für die Montageund Prüfautomation

Schaumstoffe FoamPartner: Schaumstoffprodukte für Industrie und Komfort

Sportartikel Mammut Sports Group: Berg-, Kletterund Schneesportausrüstung

Grafische Beschichtungen Schmid Rhyner: Drucklacke und Laminierklebstoffe für die grafische Industrie

Conzzeta

www.conzzeta.ch

Geschäftsbericht 2010

Geschäftsbericht 2010

Immobilien Plazza Immobilien: Bewirtschaftung des Liegenschaftsbesitzes der Conzzeta Gruppe

Geschäftsbericht 2010  

Conzzeta Jahresbericht 2010, in deutscher Sprache