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Foto: Othmar Seehauser

Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 2, CNS Bozen Erscheinung: 4 Mal im Jahr, Einschreibung ins Bozner Landesgericht Nr.3/2003

Die Chance Die Zeitschrift der Südtiroler Krebshilfe

Juni 2010 | Nr. 2

Landesversammlung: alles andere als ein Pflichttermin!


Inhalt INhalt Seite 2 – 7 Alles andere als ein Pflichttermin! Landesversammlung

8 – 9 Klausurtagung des Zentralvorstands

9 Weiterbildung im Vereinsmanagement

10 An Brustkrebs muss frau nicht sterben!

S. 5

13 Das Leben in Szene setzen Kurs Psychodrama ab September in Brixen

14 – 15 Malend die Seele befreien S. 8

16 - 17 Patientenschule : Dem Krebs davonlaufen 18 - 19 Fachinformation: Intuitiv alle Sinne gebrauchen 20 – 21 Gesund in den Urlaub Reiseapotheke

S. 14

22 – 23 Wandern im Nonstal Jahresausflug Bezirk Eisacktal - Brixen 24 – 25 Das Portrait Renate Daporta Jöchler: Visionen von Format

S. 21

25 Leserbriefe

26 Hospizbewegung: Betreuen und begleiten – bis ans Lebensende

27 – 30 Was ist los in den Bezirken

31 – 32 Veranstaltungen

S. 23

Wir über uns Liebe Leserinnen, liebe Leser! Ja, wie soll ich anfangen? Im vergangenen Monat bin ich einstimmig zur Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe gewählt worden. Ich empfinde das als eine große Ehre und versichere Ihnen, dass ich meinen Auftrag sehr ernst nehmen werde und alle meine Kräfte in den Dienst der guten Sache stellen werde. In den nächsten vier Jahren werde ich mich dafür einsetzen, die Dienstleistungen der Krebshilfe noch besser an die Bedürfnisse der Mitglieder anzupassen. Ich werde weiterhin meiner Vision folgen, dass Krebserkrankungen eines Tages kein Tabuthema mehr sind und dafür sorgen, das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Thema wach zu halten. Das gleiche gilt für die In-

formationstätigkeit der Krebshilfe in Bezug auf Vorsorge. Eine in meinen Augen ganz wichtige Aufgabe, die in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden soll. Ich bedanke mich natürlich bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement und begrüße die neugewählten Vorstandsmitglieder sehr herzlich. Die letzte Ausgabe der Chance zum Thema Mann war ein kleines Highlight. Mit solchen können wir nicht immer aufwarten. Dieses Mal benötigen wir viel Platz für institutionelle Themen. Die Landesversammlung im April, die Klausurtagung des neuen Vorstands. Eine Pres-

Renate Daporta Jöchler Präsidentin sekonferenz zum Thema Brustkrebs. Ich hoffe, Sie finden die Sommer-Chance dennoch interessant. Im Herbst dürfen Sie sich jedenfalls wieder auf eine monographische Ausgabe freuen. Tja und jetzt bleibt mir nichts weiter, als Ihnen allen einen wunderschönen Sommer und gute Erholung zu wünschen

Ihre Renate Daporta Jöchler Präsidentin

IMPRESSUM: DIE CHANCE: Kostenlose Zeitschrift für die Mitglieder der Südtiroler Krebshilfe. Herausgeber: Südtiroler Krebshilfe, Dreiheiligengasse 1, 39100 Bozen, Tel: 0471 28 33 48, Fax: 0471 28 82 82 e-mail: info@krebshilfe.it In das Landesverzeichnis der ehrenamtlich eingetragen Dek. Nr. 199/1.1-28.10.1997 Einschreibung ins Bozner Landesgericht Nr. 3/2003 Sekretariat: Südtiroler Krebshilfe Chefredakteurin: Dr. Nicole Dominique Steiner Grafik und Layout: Studio Mediamacs, Bozen Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen Nächste Ausgabe: August 2010


Landesversammlung

Thema

Alles andere als ein Pflichttermin! Landesversammlung

Musik, Ehrengäste, Reden ohne Überlänge, Verabschiedung verdienter Mitarbeiter und Begrüßung von Neuen, zahlreich erschienene, aufmerksame Mitglieder mit interessanten Fragen sowie ein leckeres Buffet zum Abschluss auf einer sonnenbeschienenen Terrasse. Der Landesversammlung 2010 am 17. April fehlte es an nichts!

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um ersten Mal nicht im Waltherhaus, sondern im neuen Sitz des Handwerkerverbands im Bozner Boden. Zur diesjährigen Landesversammlung waren wie gewöhnlich zahlreiche Mitglieder aus allen Teilen des Landes nach Bozen gekommen. Schließlich ist diese Versammlung für viele nicht nur ein Pflichttermin, sondern auch die Gelegenheit, Urlaubsbekanntschaften aufzufrischen und Mitglieder der anderen Sektionen kennenzulernen.

Jedes Mitglied hat das Recht, sich zu informieren Wie (die mittlerweile bestätigte) Präsidentin Renate Daporta Jöchler in ihrem

Beitrag vermerkte, ist die Landesversammlung kein lästiges Übel, „sondern der Augenblick, in dem wir Rechenschaft über unsere Arbeit ablegen und es ist das Recht eines jeden Mitgliedes, dabei zu sein und sich zu informieren!“ Dass Zahlen trocken und Rechenschaftsberichte langweilig sind – dieses Vorurteil wollte Renate Daporta widerlegen. Und es ist ihr gelungen: „Wir haben versucht, die Zahlen besser darzustellen, wir haben den Rechenschaftsbericht in drei geteilt und wir haben uns Mühe gegeben, die Veranstaltung schön zu gestalten.“ Eine gute Nachricht für alle Betroffenen, die nicht im Umkreis Meran – Brixen wohnen: „Ab 2011 werden die Vorträge im

Rahmen der Patientenschule nicht nur in Meran und Brixen, sondern auch in anderen Sektionen stattfinden.“

Stimmulantia sorgte für gute Stimmung Einen großen Beitrag dazu leisteten nicht nur die Redner, die sich tatsächlich für eine Landesversammlung erfrischend kurz hielten, sondern vor allem die vier sympathischen Mitglieder des Ensembles Stimmulantia, die sich während des Studiums in Innsbruck kennengelernt haben. Hannes, David, Martin und Philipp warnten übrigens: „Wer uns zu lange zuhört, läuft Gefahr abhängig zu werden.“ Und da


Thema

Landesversammlung

Das Podium der Landesversammlung

muss man ihnen Recht geben! Ihre Einlagen im Stil der Comedian Harmonists zwischen den Reden und während des Buffets und gemütlichen Zusammenseins am Ende der Veranstaltung, wurden von den Mitgliedern mit großzügigem Applaus bedacht.

Zum ersten Mal Simultanübersetzung Zum ersten Mal gab es auch eine Simultanübersetzung. David Casagranda übersetzte die deutschen Redebeiträge geschwind und verständlich ins Italienische für die Mitglieder, die sich bei Zahlen in

der anderen Landessprache etwas schwer tun. Insgesamt waren 295 Mitglieder zur Versammlung gekommen, 152 ordentliche, 124 delegierte und 19 unterstützende. Mit Ausnahme von Josef Brugger war der gesamte neugewählte Zentralvorstand anwesend. Zur Präsidentin der Veranstaltung wurde einstimmig die SVP-Politikerin Martha Stocker gewählt, die ihre Aufgabe souverän und warmherzig meisterte. „Seit nunmehr zehn Jahren verkaufen wir SVP-Frauen Primeln am Tag der Frau zugunsten der Krebsforschung. Am vergangenen 8. März 2010 konnten wir ein neues Rekordergebnis erzielen.“

Eine Schweigeminute für die Opfer des Vinschgerbahn-Unglücks In ihrem Beitrag ging Stocker auch auf das Vinschgerbahn-Unglück ein, das nur wenige Tage zurücklag. In einer Schweigeminute wurde den Opfern dieses tragischen Vorfalls gedacht. Gemeinsam mit ihr saßen Präsidentin Renate Daporta Jöchler, Mariangela Berlanda, Christine Plank, Monika Gurschler, Margit Drabek Thies, Helga Helene Wallnöfer und Geschäftsführer Markus Unterkircher auf der Tribüne. Der ehemalige Vizebürgermeister von Bozen, Oswald Ellecosta, grüßte die Anwesenden im Auftrag des verhinderten Bürgermeisters Luigi Spagnolli. „Für Spagnolli“, so Ellecosta, „ist ein Verein wie dieser nicht einfach ein Verein, sondern eine Schicksalsgemeinschaft. Es wäre ihm ein großes Anliegen gewesen zu kommen.“

Ulrich Seitz: Gesundheit ein Geschenk, auf das man aufpassen muss

Martha Stocker (2. v. re) führte souverän und warmherzig durch die Landesversammlung

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Gesundheitslandesrat Richard Theiner wurde hingegen von Amtsdirektor Ulrich Seitz vertreten. Seitz betonte die Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchungen und der intensiven Informationstätigkeit der Krebshilfe. „Krebs ist immer noch die Todesursache Nummer zwei. Das muss nicht sein. Die Gesundheit ist ein Geschenk auf das man entsprechend aufpassen muss. Jeder ist verantwortlich


Landesversammlung

für sich selbst.“ Diese Verantwortung sei viel zu lange an Krankenhaus und Arzt delegiert worden. „Wir brauchen keine Angst vor Krebs haben, wir müssen unseren Lebensstil ändern. Mehr als ein Drittel der Erkrankungen kann mit einem entsprechenden Lebenswandel verhindert werden!“ Krebs, so Seitz, dürfe kein Tabu sein. „Wir müssen dieser Krankheit ihre Geheimnisse entreißen, in die Forschung investieren, informieren, mit Geduld neue Ideen suchen. Diese Krankheit kann bekämpft werden.“ In der Krebsbehandlung selbst, so Seitz, sei die psychoonkologische Betreuung von immer größerer Bedeutung. Die Krebshilfe sei ein unersetzlicher Partner für das öffentliche Gesundheitswesen. Nach den Ehrengästen verlasen Monika Gurschler und Mariangela Berlanda den Rechenschaftsbericht. In Kürze die wichtigsten Daten:

196 mit konkreter finanzieller Hilfestellung, 680 Mitgliedern wurden Mittel für den Ankauf von sanitären Hilfsmitteln gewährt, zwanzig Familien konnte gemeinsam mit der Notstandshilfe „Südtirol hilft“ geholfen werden.

Die Rechnungslegung Die Krebshilfe hat im vergangenen Jahr mit der Förderung neuer Forschungsprojekte begonnen, die eine Optimierung der sozialen und psychologischen Betreuung Krebskranker zum Ziel haben. Es wurde weiterhin in die Informationstätigkeit zum Thema Vorsorge und Brustkrebs investiert sowie neue Dienstleistungen im Bereich

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Rechtberatung zu Fragen des Erb- und Familienrechts sowie des Versicherungswesens angeboten. Mariangela Berlanda verlas die Rechnungslegung der Vereinigung. Eine nicht ganz einfache Aufgabe bei den vielstelligen Zahlen. Im vergangenen Jahr verfügte die Krebshilfe über ein Budget von 1,724 Mio. Euro. Mehr als 50 % davon stammen aus Eigenfinanzierung, d. h. Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie Einnahmen aus Veranstaltungen. Der Haushalt konnte mit einem Minus von 1.333 Euro abgeschlossen werden. Der Präsident des Rechnungsprüfer-Gremiums empfahl der Versammlung die Annahme des Rechenschaftsberichts.

Die Krebshilfe 2009 Die Südtiroler Krebshilfe besteht seit 1981 und setzt sich aus sieben Sektionen zusammen. Sie zählt 8.006 Mitglieder, 2.946 ordentliche und 5.060 fördernde. Die Vereinigung versteht sich als Anlaufstelle für krebskranke Menschen und deren Angehörige in der Zeit der Neu- und Umorientierung. 2009 konnte rund eine halbe Million Euro an Spenden eingenommen werden. 896 Betroffene wurden unterstützt, davon

Die Rechnungsprüfer Giovanni Paulato (2. v. li.) und Luca Palatiello mit Mariangela berlanda und Renate Daporta

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Thema

Landesversammlung

Und zum Abschluss ein Buffet auf sonnenbeschienener Terrasse

Christine Plank fiel die Aufgabe zu, den Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2010 der Versammlung zu präsentieren. Insgesamt sind Ausgaben in einer Höhe von rund 1,714 Mio Euro vorgesehen. Etwa 570.000

Euro entfallen auf Personalkosten. Nachdem die Versammlung auch dies einstimmig angenommen hatte, wurden der alte Vorstand verabschiedet und der neue vorgestellt. Christine Plank und Helga Helene

Präsidentin Renate Daporta Jöchler

Wallnöfer sowie Josef Brugger scheiden aus. Neu begrüßt im Vorstand wurden hingegen Sigrid Alber Burger (Vinschgau), Martha Erlacher Feichter (Unterpustertal) und Monika Gurschler Robatscher für Bozen.

Helga Helene Wallnöfer

Keine leeren Worte: die Politikerin Martha Stocker „Persönlich“ ist eines ihrer Lieblingsworte. Und sie meint es ernst damit. Die SVP-Frauenreferentin Martha Stocker, die die Landesversammlung moderiert hat, kann auf eine zehnjährige persönliche Beziehung zur Krebshilfe zurückblicken. Jahre, in denen die SVP-Frauen vieles getan haben, um die Arbeit der Krebshilfe zu unterstützen. „Und wir sind stolz, auch in diesem Jahr wieder einen großen Betrag

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für die Krebsforschung zur Verfügung zu stellen.“ Stocker verband eine langjährige Freundschaft mit der verstorbenen Präsidentin Christine Mayr. An Renate Daporta Jöchler schätzt sie deren lebensbejahendes einnehmendes Wesen und ihren Pragmatismus. „Die Krebshilfe ist dank der Menschen, die sich engagieren, wie ein lebendiges Wesen.“

Martha Stocker


Landesversammlung

Thema

Die Rechnungsprüfer So streng wie ihr Ruf sind sie nicht und sie gehen ihrer Aufgabe seit 1998 mit einem besonderen Augenmerk auf den sozialen Zweck der Vereinigung nach. Die Rechnungsprüfer Luca Palatiello, Giovanni Paulato und Norbert Alber. „Wir können der Krebshilfe nur ein Kompliment machen, über das absolut transparente Rechnungsgebaren. Bei unseren periodischen Kontrol-

len, etwa vier Mal im Jahr hatten wir nie etwas zu beanstanden“, erklärten Palatiello und Paulato. „Auch wenn wir nur die Zahlen und die Buchhaltung kontrollieren, sind wir uns dennoch der großen Bedeutung bewusst, die die Arbeit der Krebshilfe für viele Menschen hat.“ Auch für das Rechnungsprüfergremium ist die Landesversammlung kein üblicher Pflichttermin!

Von links: Giovanni Paulato und Luca Palatiello

Nicht mehr im Vorstand . . . . . . aber weiterhin aktiv. Bei der Landesversammlung hieß es auch Abschied nehmen. Pro forma zumindest. Denn, auch wenn sie nicht mehr im Vorstand sind, so werden sie sich doch weiterhin aktiv in die Arbeit der Krebshilfe einbringen – die scheidenden Vorstandsmitglieder Christine Plank, Josef Brugger und Helga Helene Wallnöfer. Die Chance hat stellvertretend mit Christine Plank gesprochen. Sie war seit 1992 im Vorstand der Sektion Unterpustertal, acht Jahre war sie Bezirksvorsitzende und zwölf Jahre Mitglied des Zentralvorstands. „Es war eine schöne und sehr

bereichernde Zeit“, stellt sie rückblickend fest. „Aber jetzt möchte ich Platz machen für Jüngere und außerdem warten meine Enkelkinder auf mich!“ Christine Plank geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir haben viel erreicht in Bruneck, viele Initiativen gestartet, aber jetzt ist genug!“ Ihr schönstes Erlebnis mit der Krebshilfe? „Das Benefizkonzert der Kapelle Reischach. Wir haben den ganzen Sommer daran gearbeitet und dann war es tatsächlich ein Riesenerfolg. Zum Bersten voll!“ Aber keine Angst, ganz geht sie nicht verloren. „Ich werde die Sekretärin

Christine Plank

regelmäßig im Büro besuchen und wenn ich eine gute Idee habe . . .“ Dankeschön!

Stimmgewaltig und sympathisch Sind die vier Sänger der Gruppe Stimmulantia, die die Landesversammlung mit ihren Darbietungen aufgelockert haben. Ganz im Stil der Comedian Harmonists. Ohne Instrumente, die Polyphonie nur aus den Stimmen zusammengesetzt. Kennengelernt haben sie sich in Innsbruck an der

Universität, wo sie auch im Unichor zusammen gesungen haben. Der Mediziner Philipp, der Architekt Martin und die beiden Bauingenieure Hannes und David. Bunt gewürfelt wie ihre Studienrichtungen ist auch ihre Herkunft. Brixen, Jenesien, Seis und Sarnthein. In Innsbruck traten die vier

in Studentenkneipen auf. In Südtirol haben sie schon mehr als 50 Auftritte absolviert. Ihr Repertoire reicht von den Comedian Harmonists und Liedern der 20er Jahre bis zum deutschen oder italienischen Chanson und modernen Klängen. Und buchen kann man sie auch: www.stimmulantia.com. n

Stimmgewaltig wie einst die Comedian Harmonists

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Thema

Klausurtagung Klausur tagung

Klausurtagung des Zentralvorstands Modern und straffer organisiert, einheitlich im Angebot und im Auftreten. Das wird die Südtiroler Krebshilfe in Zukunft sein. Der Zentralvorstand hat in seiner siebenstündigen Klausurtagung am 08. Mai ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt.

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egelmäßige Klausurtreffen von Zentralvorstand und Sektionsund Bezirksvorständen, die Ausarbeitung eines Vereinsleitbildes, eine neue, moderne Homepage anlässlich des 30jährigen Bestehens und ein Finanzausgleich, um Liquiditätsproblemen vorzubeugen. Dies sind die wichtigsten Punkte, die während der Klausurtagung des Zentralvorstands der Südtiroler Krebshilfe am 08. Mai beschlossen wurden. Von 9 bis 16 Uhr hatten sich der gesamte, siebenköpfige Vorstand und der Geschäftsführer Markus Unterkircher im Hotel Stiegl in Bozen eingefunden, um die Rahmenbedingungen für die künftige Arbeit festzulegen. Es wurde beschlossen, in Zukunft zweimal im Jahr ein solches Treffen abzuhalten, während die Bezirks- und

Sektionsvorstände einmal jährlich zusammentreffen werden.

Corporate Identity und Kommunikation nach außen In 30 Jahren hat sich vieles verändert und so wurde eine grundlegende Auffrischung des Images und der Präsentation der Krebshilfe nach außen beschlossen. Im Zeitalter der medialen Kommunikation ist ein entsprechendes Auftreten von großer Bedeutung. Eine neue Homepage, ein neues Leitbild und einheitliche Kommunikationsformen (Begleit- und Dankschreiben etc) werden erarbeitet. Aber nicht nur ein einheitliches Auftreten, auch eine Vereinheitlichung des Angebots ist dem neuen Zentralvorstand

ein großes Anliegen. In Zukunft soll es in allen Landesteilen ähnlich gewichtete Angebote und Veranstaltungen geben. Voraussetzung hierfür ist eine umfassende Vorausplanung. Als Vorbild dient der Bezirk Eisacktal. So sollen beispielsweise auch gemeinsame Grundlagen für die Gründung und Führung von Selbsthilfegruppen erarbeitet werden.

Regelmäßige Fortbildung der Vorstandsmitglieder Neubestimmt wurden auch die Kompetenzen der einzelnen Gremien. Die Sektions- bzw. Bezirksvorsitzenden sind Bindeglied zwischen Zentralvorstand und Sektions- und Bezirksvorständen. Ihre Aufgabe ist es die Sektions bzw. Bezirksvorstände

Der neue Zentralvorstand. Von l.n.r.: Monika Gurschler Robatscher, Martha Feichter Erlacher, Margit Drabek Thies, Mariangela Berlanda Poles, Renate Daporta Jöchler, Siegrid Burger Alber, Ida Schacher Baur

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Klausurtagung Klausur tagung - Weiterbildung

über sämtliche Beschlüsse, Bilanzen, Berichte usw. des Zentralvorstandes (ZV) zu informieren und diese mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern zu besprechen. Die Vorstandsmitglieder müssen deshalb die Sitzungsprotokolle des ZV rechtzeitig erhalten. Grundlegende Termine, die vom Zentralvorstand festgesetzt werden, müssen auf Sektions- und Bezirksebene wahrgenommen werden. Die Mitglieder des Zentralvorstandes werden in Zukunft regelmäßig an Fortund Weiterbildungskursen (Planung und Leitung von Vorstandssitzungen; Führung und Vorständen; usw.) teilnehmen, um entsprechende Kompetenzen für ihre Führungsaufgabe zu erwerben.

Aufgaben des Verwaltungspersonals neu definieren Für das Personal verantwortlich bleibt der Geschäftsführer Markus Unterkircher. Das Aufgabengebiet des Verwaltungspersonals soll ebenfalls überarbeitet und neu definiert werden. Der Zentralvorstand ist über alle diesbezüglichen Angelegenheiten auf dem Laufenden zu halten. Es wurde

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betont, dass der gegenseitige Respekt zwischen hauptberuflichem und ehrenamtlich tätigem Personal Grundvoraussetzung für ein gesundes Arbeitsklima ist. Um den Zusammenhalt der Mitglieder im Verein zu gewährleisten, werden auch weiterhin jährlich ein Landesmitgliederausflug und ein Bezirksmitgliederausflug geplant. Zusätzlich können weitere Aktivitäten wie Wallfahrten, Kräuterwanderungen, Törggelen etc. veranstaltet werden.

Abteilungen der Landeskrankenhäuser, die in den meisten Fällen verantwortlich sind für den ersten Kontakt von Betroffenen mit der Krebshilfe. Regelmäßiger Austausch mit dem jeweiligen Bezirks- und Sanitätsdirektor, den Pflegedienstleitern der betreffenden Abteilung und den Primaren der einzelnen Abteilungen sind hierfür unerlässlich.

Kontroverser Diskussionspunkt war der Transportdienst des Bezirks Überetsch – Unterland. Dieser soll den Dienst des Weißen bzw. Roten Kreuz ergänzen und nicht ersetzen. Um diesen freiwilligen Transportdienst professionell durchzuführen, wurde beschlossen, konkrete Regeln zu erarbeiten (z. B. Arbeitsstunden der Fahrer, körperliche Voraussetzungen, bzw. Altersgrenze der Fahrer usw.).

Ein weiterer kontrovers diskutierter Punkt waren die Finanzen. Die Vereinigung arbeitet mit einem Wirtschaftskonto und verschiedenen Bezirkskonten. Um die anfallenden Kosten begleichen zu können, muss jährlich eine Kreditlinie aufgenommen werden, welche der Vereinigung pro Jahr ca. € 20.000,00 an zusätzlichen Spesen (Passivzinsen) verursacht.

Zusammenarbeit mit KrankenhausAbteilungen intensivieren Verbessert und intensiviert werden soll die Zusammenarbeit mit den einzelnen

Finanzausgleich

In Zukunft soll die bestehende Liquidität der Bezirkskonten genutzt werden. Der Geschäftsführer wurde mit der Erstellung einer Liquiditäts-Budgetplanung beaufn tragt.

Weiterbildung im Vereinsmanagement

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uch die Führung eines Vereines wird angesichts wechselnder rechtlicher und steuerlicher Vorschriften zunehmend komplexer. Wer informiert bleiben will und einen Verein nach modernen Erkenntnissen ausrichten will, muss auf dem Laufenden bleiben. Vereinsrecht und Finanzmanagement waren einige der Themen, um die es im Weiterbildungskurs

für Führungskräfte von Vereinen ging, den die Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe, Renate Daporta Jöchler, für ein Jahr lang besuchte. Ende Mai wurde den 18 Absolventen - Vorsitzende und Mitarbeiter von Südtiroler Vereinen - das Diplom überreicht. Organisiert worden war der Kurs von der Südtiroler Volkshochschule und vom Amt für Kabinettsangelegenheit. n

Diplomverleihung

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Thema

Brustkrebs

An Brustkrebs muss frau nicht sterben! Wenn jede Frau sich ab ihrem 20sten Lebensjahr einmal im Monat mit der richtigen Methode selbst die Brust untersuchen würde, würde keine Frau mehr an dieser Krankheit sterben! Damit dies nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern Realität wird, geht die Südtiroler Krebshilfe an die Öffentlichkeit.

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rustkrebs und Brustkrebsvorsorge geht alle an. Welches Mittel eignet sich besser, Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, als eine Pressekonferenz. Gut besucht war sie und das

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Echo dementsprechend. Vorgestellt wurde eine Methode der Selbstuntersuchung aus den USA, zu der das Brustzentrum BrixenMeran Kurse abhält, die kostenlos besucht werden können.

Zugegeben, die männlichen Journalisten mögen sich ein wenig fehl am Platz gefühlt haben. Vor allem, als die Referenten der Pressekonferenz zum Thema Brustkrebs und Vorsorge am Sitz der Ärztekammer


Brustkrebs

Thema

Im Bild (v.l.n.r.): Erika Laner, Ansprechpartnerin mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs in Südtirol; Dr. Sonia Prader, Oberärztin an der Gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses Brixen; Martina Ladurner, Initiatorin mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs in Südtirol; Renate Jöchler Daporta, Präsidentin Südtiroler Krebshilfe

zwei Silikonmodelle kreisen ließen, anhand deren Frauen lernen können, sich besser selbst zu untersuchen. Macht nichts! Geschrieben haben sie trotzdem darüber!

Die beste Therapie ist Früherkennung Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Jede achte bis neunte Frau weltweit erkrankt daran und zunehmend sind es jüngere Frauen. Dr. Herbert Heidegger, Primar der Gynäkologie im Krankenhaus Meran, lässt keinen Zweifel aufkommen. „Die beste Therapie ist die Früherkennung. Je kleiner der Tumor, desto besser die Heilungschancen.“ Neben Mammographie und Ultraschall ist es vor allem die Selbstuntersuchung, die hilft, einen Tumor noch im Anfangsstadium zu erkennen. Das Brustkrebszentrum Brixen – Meran hat gemeinsam mit der Südtiroler Krebshilfe und mamazone eine Broschüre erarbeitet, in der Frauen genaue Anleitung für die monatliche Selbstuntersuchung finden. Die Ärztinnen Sonia Prader (Brixen) und Serena Rizzoli propagieren eine in

den USA schon seit mehreren Jahren zertifizierte Methode, mittels derer jede Frau in der Lage ist, einen Krebs von der Größe von 0,3 cm selbst zu ertasten. Vorausgesetzt, sie hat Übung und untersucht sich regelmäßig, so dass sie das Gewebe ihrer Brust kennt.

Wer sich gut kennt, hat weniger Angst „Ab 20 sollte eine Frau beginnen, sich zu untersuchen. Je besser sie ihre Brust kennt, desto größer die Chancen, schon kleinste Veränderungen zu erspüren“, so die Ärztinnen, die auch vor falscher Angst warnen. „Immerhin 80 % der ertasteten Knoten sind gutartiger Natur. Je besser frau sich kennt, desto weniger Panik!“ Im Brustkrebszentrum Brixen – Meran können Frauen unter ihrer Anleitung lernen, sich richtig zu untersuchen. „Die Fingerkuppen sind äußerst sensibel. Es heißt die richtige Methode des Tastens, den richtigen Druck, in der richtigen Position zu finden.“ Der zweistündige Kurs beginnt mit Tastübungen an den beiden bereits erwähnten Silikonmodellen. Am

Ende untersucht jede Frau ihre eigene Brust. Wichtig ist, dass frau dennoch regelmäßig die anderen Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt.

Nimm deine Gesundheit in die Hand „Die neunte Frau ist irgendwer“, provoziert die Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe, Renate Daporta Jöchler. „Nicht ich und niemand aus meiner Familie. So denken alle. Und wenn aber doch?“ Frauen müssen lernen, nicht immer wegzuschauen fordert Daporta. „Es reichen ein paar Minuten – einmal im Monat!“ Frei nach Antoine de Saint Exupéry betonten auch Martina Ladurner und Erika Laner von mamazone: „Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen.“ Eines der Ziele ihrer Organisation ist das Brustbewusstsein und ganz allgemein das Körperbewusstsein der Frauen zu stärken. „Wissen ist Macht“, betont Martina Ladurner. „Und Wissen schwächt die Angst.“ Die Sterberate an Brustkrebs könnte auf null gesenkt werden, ergänzte Erika Laner, wenn Frauen ihr Schicksal bewusst in die Hand nähmen. Folgt

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Thema

Brustkrebs

Ein Thema das alle angeht Sensibilisieren. Aufmerksam machen. Zur Verantwortung aufrufen. Aufrütteln. Informieren. Darum geht es all jenen, die sich auf die eine oder andere Weise engagieren, um dem Brustkrebs den Kampf anzusagen. Stimmen gegen den Brustkrebs. Martina Ladurner: „Uns von mamazone geht es darum, gesunden Frauen Wissen zu vermitteln und sie aufzuklären, um sie zu mehr Eigenverantwortung zu sensibilisieren. Und wir möchten betroffenen Frauen helfen, in dem wir ihnen mit spezifischen Informationen zur Seite stehen. Die Begegnung mit Ursula Goldmann Posch, der Gründerin von mamazone Deutschland, die dafür kürzlich das Deutsche Verdienstkreuz erhalten hat, war für mich ausschlaggebend, um dieses Thema zu meiner Lebensaufgabe zu machen. Es gibt immer noch zu viele Frauen, die aus Unwissenheit an dieser Krankheit sterben. Das muss nicht sein. Die offensive Art von mamazone spricht mich an. Ich selbst untersuche mich regelmäßig!“ Dr. Herbert Heidegger: „Frauen müssen ihren Körper (wieder) besser kennenlernen. Sie sind ja von Natur aus

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sehr sensitiv. Viele fühlen ohnehin, dass etwas nicht stimmt. Viele Frauen vertrauen heute zu wenig auf sich selbst. Mittel wie die Pille oder Stress tragen auch dazu bei, dass Frauen ihr Körpergefühl verlieren. Aber es ist tatsächlich so, dass die meisten Frauen ihren Krebs selbst finden. Ein Tipp zur Selbstuntersuchung: mit feuchten Händen oder Creme geht es noch besser! Dr. Serena Rizzoli: „Dieses Thema geht jede von uns an. Keine Frau kann so tun, als sei sie nicht interessiert. Auch diejenigen, die bisher nicht zu den neunten zählen, die es (noch) nicht trifft, müssen Verantwortung gegenüber sich selbst zeigen. Auch ich habe früher kein einheitliches System verwendet. Habe mich mal untersucht und dann wieder nicht. Aber ich rate allen Frauen, sich einmal im Monat diese paar Minuten Zeit zu nehmen. Und auch wenn es nicht der vom Arzt empfohle-

ne Zeitraum ist. Ist ganz egal, es funktioniert trotzdem, schmerzt nur etwas mehr. Dr. Sonia Prader: „Meine Motivation ist, dass immer noch viel zu viele Frauen krank werden. Frauen haben die Wichtigkeit dieser Maßnahme noch nicht verstanden. Wir wollen doch alle gesund alt werden. Die Brustuntersuchung ist ein Schritt in diese Richtung. Erika Laner: „Ich bin Ansprechperson bei mamazone, weil ich selbst Brustkrebspatientin bin. Ich habe meinen Krebs bei der jährlichen Routineuntersuchung erfahren. Ich hatte Glück, aber wenn ich mich regelmäßig selbst untersucht hätte, hätte ich ihn noch eher und weniger invasiv behandeln können. Ich will Frauen helfen, ihren Tumor rechtzeitig zu entdecken. Nicht erst, wenn n es zu spät ist.“


Psychodrama Kurs Psychodr ama

Thema

Das Leben in Szene setzen Kurs Psychodrama ab September in Brixen Wer eine Krankheit durchlebt wird hellhörig, feinfühlig, dünnhäutig. Gerät in eine Lebenskrise, die alles umfasst Körper, Beziehungen und Seele. Gesund wird, wer Körper und Seele heilt. Im Oktober beginnt in Brixen ein Kurs, der hilft, die aus dem Gleichgewicht geratene Seele wieder ins Lot zu bringen. Der Name hört sich dramatisch an, aber was sich dahinter verbirgt, hat viel mit Spiel, Sehnsucht und Sich-Öffnen zu tun: Psychodrama.

E

va Pircher und Regina Bogner sind zwei (Psycho)Therapeutinnen, die sich schon seit längerem kennen und auch privat durch Freundschaft verbunden sind. Schon durch ihr Alter sind sie ein perfektes Team. 36 Jahre alt ist Eva, 60 Jahre Regina. Das heißt, sie können sich in alle Kursteilnehmer in den verschiedenen Lebensaltern einfühlen und ihre Bedürfnisse verstehen.

Therapieansatz Stegreiftheater nach Jakob Levy Moreno Der Therapieansatz gründet sich auf Jakob Levy Moreno (1889 – 1974), einen Schüler Freuds, der sich allerdings schon zu Studienzeiten von dessen Theorien distanzierte. Moreno setzt auf das Stegreiftheater und auf die Gruppendynamik,um Zugang zur Psyche zu erhalten. Theaterspielen bzw. Psychodrama wie Moreno seinen Ansatz nennt, ist „diejenige Methode, welche die Wahrheit der Seele durch Handeln ergründet“, mit dem Ziel „die menschliche Spontaneität freizusetzen und gleichzeitig in das gesamte Lebensgefüge des Menschen sinnvoll zu integrieren.“

Regina und Eva in London, wo sie eine Fortbildung besuchten

Im Theaterspiel, im symbolischen Darstellen, im Rollentausch, im Inszenieren von „Psychodramen“, von Geschichten und Lebenswegen, erfahren die Teilnehmer die Möglichkeit des Gehenlassens, finden erneut Zugang zu ihren Gefühlen, können sich befreien aus ihrer Stagnation, in die die Krankheitserfahrung sie gebracht hat bzw. in der sie schon vorher gefangen waren. Die Gruppe wird im Lauf des Kurses zusammenwachsen, eigene Dynamiken entwickeln. Es geht darum, wohlwollend, spielerisch und Perspektiven wechselnd mit dem eigenen Lebensweg und dem anderer umzugehen.

Erlebtes Revue passieren lassen Psychodrama, erklären die beiden KursLeiterinnen Eva und Regina, ist eine Veränderungstherapie. Sie besteht aus Gruppenspielen, Einzelspielen, Körperspielen, Malen. Auch Spiritualität wird angesprochen.

Es geht darum, hellhörig auf die Facetten des eigenen Ichs einzugehen, Sehnsüchte und Träume zum Leben zu erwecken, die man nicht gelebt hat, das Leben in seiner Gänze Revue passieren zu lassen. Psychodrama ist ein Kurs für alle. Diejenigen, die noch drin stecken oder die die Krankheit schon hinter sich haben. Es ist eine lebensbegleitende Therapie, die hilft, die innere Balance wieder zu finden. Jeder kann sein eigenes Leben auf die Bühne stellen und interpretieren, wobei Rollenspiele und Rollentausch erlaubt sind, der Protagonist ist frei, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Im September gibt es einen Schnupperkurs für alle Interessierte. Der Kurs selbst wird von Ende September bis Juni alle drei Wochen in Brixen stattfinden und zwar jeweils von 17.30 bis 20.00 Uhr. Genauere Auskünfte über Termin und Anmeldung gibt das Bezirksbüro in Brixen für alle n Interessierten.

Geschlossene Gruppe für 8 bis 14 Teilnehmer Was erwartet die Teilnehmer des Psychodrama-Kurses? Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe für 8 bis 14 Teilnehmer, die sehr ressourcenorientiert arbeiten wird, d. h. alles kommt aus der Gruppe. Die zentralen Themen, die aus der Gruppe herauskommen, wie Sicherheit - Unsicherheit, Sehnsüchte, Stärken, Schwächen, Gefühle wie Wut, Angst, Verzweiflung werden auf die Bühne gebracht.

Eva Pircher

Regina Bogner

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Thema

Malen

Malend die Seele befreien Den Kleinsten ist es ein Bedürfnis. Viele tun es gedankenverloren, manche aus Passion und Talent. Spuren hinterlassen, Malen, Zeichnen, Kritzeln. Ein Urbedürfnis des Menschen. Ein befreiendes. Nur geht es vielen auf dem Weg zum Erwachsensein verloren. Seine Kreativität wieder entdecken, kann gerade auch in der Krebstherapie heilsam sein. Die Methode des „Begleiteten Ausdrucksmalens“ hilft, den Weg zu sich zu öffnen.

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enschen haben seit jeher das Bedürfnis, sich schöpferisch zu betätigen und sich durch das Malen und Gestalten auszudrücken, sich selbst mitzuteilen, wie schon die frühen Felsmalereien zeigen oder, wie bereits erwähnt, die Freude der Kleinsten, wenn sie mit Farben oder einem Stift ihre Spuren auf einem Blatt hinterlassen und sie stolz als Meisterwerke präsentieren. Noch lieber malen Kinder allerdings mit den Händen. Und dieses Eintauchen in Farbe, dieses den Händen ihren freien Lauf zu lassen und dabei den

Verstand auszuschließen – das müssen Erwachsene meist erst wieder lernen. Denn von dieser ursprünglichen Unbefangenheit geht vieles verloren. Man traut sich nicht, etwas ohne Leistungsanspruch zu schaffen, etwas, das nicht schön sein oder gefallen muss, etwas, das sich jeglichen Beurteilungskriterien entzieht. Dabei kann über den Gebrauchen Händen und Farben-, das Formannehmen, was unbewusst, tief in uns schlummert. In Brixen hat die Kunst- und Maltherapeutin Mag-

dalena Kofler von Januar bis Mai einen Kurs für Krebskranke und einen Kurs für Kinder Betroffener abgehalten. Treffpunkt einmal die Woche, die Erwachsenen zweieinhalb Stunden, die Kinder neunzig Minuten.

Heilung erfahren durch aktives, kreatives Handeln „Wenn Menschen nicht mehr Zuschauer sind, sondern aktiv Handelnde, erfahren sie Heilung. Dann sind sie kreativ, sind „creator“ ihres Lebens“, sagte schon der be-

Begrüßung durch die Präsidentin, Renate Daporta Jöchler

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Malen

Thema

Gut besuchte Vernissage

kannte deutsche (Aktions)Künstler Joseph Beuys. „Der direkte Zugang über die Hände bricht Schranken auf und wirkt befreiend“, erklärt Magdalena Kofler. „Voraussetzung ist allerdings, dass man lernt, sich ganz den Händen und den Farben hinzugeben und nicht versucht, mit dem Verstand zu steuern.“ Das Ergebnis dieser Arbeit, ca. 20 Werke, war bis Mitte Juni im Café vis@vis in Brixen ausgestellt. „Es ist nicht leicht, althergebrachte Denkmuster zu lockern und Ansprüche loszulassen, sich gehenzulassen und frei und befreiend drauf los zu malen“, erklärt

die Kursleiterin. „Aber man kann es wieder lernen!“ Im Herbst werden beide Kurse, Begleitetes Ausdrucksmalen für Erwachsene und für Kinder, wieder angeboten.

Im Stehen mit den Händen malen Das „Begleitete Ausdrucksmalen“ ist angelehnt an die Methoden von Arno Stern „Malort“ und das „Begleitete Malen“ der bekannten Schweizer Kunsttherapeutin Bettina Egger. Magdalena Kofler betont: „Auch wenn keine künstlerische Absicht hinter dem Ausdrucksmalen steht, ist es dennoch nicht auszuschließen, dass wirk-

liche Kunstwerke entstehen können.“ Aber das ist nur ein Nebeneffekt. „Ziel ist allein die Freude am schöpferischen Tätig-Sein, das Tun, das Handeln am Bild.“ Das Malen im Stehen an der Wand, die Finger in die Farbe tunken“, so die Therapeutin, „kann etwas in uns bewegen. Die Quelle der Kreativität kann wieder zu sprudeln beginnen und uns beleben, ein Stückweit vielleicht auch heilen.“ Heilen, weil das Malen hilft, Verletzungen der Seele zu überwinden. In diesem Sinne ist das Begleitete Ausdrucksmalen, mit Temperafarben ein Weg zu sich selbst, eine Möglichkeit persönliche Themen zu bearbeiten. Eine kreative Form der Selbsterfahrung. Gemeinsam Malen, weil auch die gemeinsame Erfahrung positive Auswirkungen hat.

Ausstellung im Café vis@vis in Brixen Die im Café vis@vis ausgestellten Bilder sind von innen heraus entstanden, meist ohne vorgefasste Idee oder Vorstellungen. Bilder, die oft sehr persönliche Themen bei den Malenden berührt haben und daher auch anonym bleiben. Warum es dennoch zu einer Ausstellung gekommen ist? „Wir wollten zeigen, was es bedeuten kann, sich auf einem anderen Weg als mit Worten auszudrücken und wie schwierig und langwierig dieser Prozess sein kann.“ Von großer Bedeutung im Entstehungsprozess ist die Malbegleitung. Jedes Bild ist von einer Erklärung über den Entstehungspron zess begleitet.

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Thema

Patientenschule

Dem Krebs davonlaufen Bewegung tut gut. Immer. Auch wenn man krank ist oder besser: gerade dann. Der moderne Mensch verbringt die meiste Zeit im Liegen, Sitzen oder Stehen. Nur rund eine Stunde bewegen wir uns am Tag. Viel zu wenig. Und das gilt sowohl für Gesunde als auch für (Krebs)Kranke. Dabei wirkt Bewegung so vielfältig wie kein Medikament und kostet nichts!

W

ie groß das Interesse an diesem Thema ist, zeigte der Andrang beim dritten Vortrag der Reihe Patientenschule. Thema des Abends war: „Mit Bewegung dem Krebs davonlaufen“. Der Saal konnte die Menschen kaum fassen. Über 200 waren am 15. April nach Brixen ins Forum gekommen, um der Primarin der Abteilung für Physiotherapie im Krankenhaus Brixen, Dr. Gertraud Gisser und der Physiotherapeutin Martina Pojer zuzuhören. Unter den Zuhörern auch Dr. Florian Zerzer, Ressortdirektor von Landesrat Theiner und Präsident der Stiftung Vital. Bevor Gisser und Pojer auf das spezifische Thema eingingen, gaben sie einen allgemeinen Überblick. Bewegung ist Leben. Sie steigert die Muskelkraft, stärkt das Herz, den Kreislauf, die Atmung und das Immunsystem, sorgt für Beweglichkeit und gute Körperhaltung. Zudem fördern Sport, Bewegung und Spiel die Entwicklung von Selbstsicherheit und das soziale

Miteinander, unterstützen das psychosoziale Wohlbefinden und das Lernen und helfen, Krankheiten vorzubeugen – und dies alles macht sich bereits im Kindesalter bemerkbar. Darüber hinaus hat Bewegung positive Auswirkungen auf die neurophysiologischen Reifungsprozesse des Menschen – und somit auf die persönliche Intelligenzentwicklung.

Ab dem Kindesalter zur Bewegung erziehen Die Erziehung zur Bewegung fängt in der Tat schon im Kleinkindesalter an. Viele Kinder bewegen sich heutzutage viel zu wenig. Weniger als eine Stunde am Tag. Die veränderte Gesellschaftsstruktur und die Konsumgesellschaft sind daran schuld. Die Straßenspielkultur von vor 30 Jahren ist längst der passiven Konsumkultur vor Fernseher oder elektronischen Spielen gewichen. Die Folgen sind Fettleibigkeit und

Zivilisationskrankheiten schon in jungen Jahren. Übergewicht aber fördert Krebs. Wer sich regelmäßig bewegt, bzw. noch besser, Sport betreibt, hat im Allgemeinen auch ein positives Körpergefühl und vor allen Dingen er kennt seinen Körper. Dies ist ein entscheidender Faktor sowohl bei der Krebsvorsorge als auch für Betroffene. Dr. Gertraud Gisser: „Regelmäßige Bewegung macht uns gesünder und verbessert die Beweglichkeit. Aber nicht nur. Bewegung fördert auch das psychische Wohlbefinden, das Sozialverhalten und die Kommunikation mit anderen und steigert die Motivation.“

Bewegung verhilft zu positivem Körpergefühl Wer sich regelmäßig bewegt, Sport treibt, auch nach der Krankheit, hat es im Allgemeinen leichter seinen veränderten Körper zu akzeptieren, betonte Martina

Ein voller Saal

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Patientenschule

Pojer. Das positive Erlebnis, dem eigenen Körper trotz Krankheit noch Dinge abzuverlangen, Fitness und Leistung (wieder) zu steigern, erhöhen das psychische Wohlbefinden. Sich Ziele setzen, verleiht (neues) Selbstvertrauen, gibt Zuversicht, Freude und Lebensmut. Auch wenn es sich nur um die eine Minute weniger bei der nächsten Laufrunde handelt. Körperliche Aktivität fördert den Abbau der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin und die Bildung von „Glückshormonen“ (Endorphine, Serotonin). Auch die Ärzte sind längst davon abgekommen in der Nachsorgephase zur Schonung zu raten. Bereits in den 80er Jahren entstanden in Deutschland die ersten

Dr. Gertraud Gisser

Krebssportgruppen. Studien, die Ende der 80er Jahre durchgeführt wurden, erwiesen gar, dass moderates Lauf- und Bewegungstraining sogar das Tumorgewicht und die Metastasenzahl verringern können.

Friluftliv In Norwegen wurde ein spezielles Bewegungskonzept für Tumorpatienten ausgearbeitet, das sogenannte Friluftliv. Hierbei geht es um die Bewegung in der freien Natur – allein oder in der Gruppe. Ob Spazieren, Wandern, Langlaufen, Nordic Walking, Laufen, Fahrradfahren oder Bewegungsarten wie Tai Chi oder Yoga – wer sich in der freien Natur bewegt, dem fällt es leichter neue Kräfte zu sammeln,

Martina Pojer

Thema

innerlich zur Ruhe zu kommen und Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen. Wer den Wind (oder auch den Regen) auf der Haut spürt, die Sonnenstrahlen oder das Beißen der Winterkälte, die Gerüche der Natur nach Gras, Erde, Schnee, Blumen oder Wald einatmet, wird positiv berührt, fühlt sich eins mit der Natur und kann sich selbst und seine Situation leichter akzeptieren. Die vermehrte Sauerstoffaufnahme und die positive Einwirkung des Sonnenlichts sind positive Basisgesundheitsfaktoren. Dr. Gertraud Gisser und Martina Pojer: „Bewegung wirkt so vielfältig wie kein anderes Medikament. Ist effizient und kostet dabei nichts außer ihrer Zeit“. Aber die ist n gut investiert. Wann fangen Sie an?

Dr. Florian Zerzer

Renate Daporta Jöchler

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Fachinformation

Intuitiv alle Sinne gebrauchen

Der Hausarzt oder besser Allgemeinmediziner ist die einzige Figur in der Gesundheitsbetreuung, die eine Gesamtschau hat auf den Patienten. Auf Leben, Körper und Psyche. „Die Kunst des Hausarztes ist, mit einfachen Mittel viel zu erreichen“, sagt Adolf Engl. Seit 30 Jahren Allgemeinmediziner und als Präsident der Akademie für Allgemeinmedizin in Brixen eingebunden in Ausbildungs- und Forschungsprogramme

E

ine Krebserkrankung wird in aller Regel vorwiegend vom jeweiligen Spezialisten behandelt. Auf Wunsch der Patienten-innen wird auch der Allgemeinmediziner konsultiert, um bei verschiedenen Therapieoptionen Entscheidungshilfen zu erarbeiten. Die Hauptaufgabe des Allgemeinmediziners liegt aber vor und nach der Erkrankung und Behandlung. Auch wenn das allgemein übliche Vorsorgeprogramm am Hausarzt vorbei abgewickelt wird (die Bevölkerung wird über das Krebsregister zu den entsprechenden Untersuchungen eingeladen), spielt der Hausarzt in diesem Bereich eine wichtige beratende Rolle.

Dr. Adolf Engl Hausarzt

Voruntersuchungen sind keine Versicherung

Trugschluss. „Voruntersuchungen bringen wenig – Lebensstil hingegen viel!“

Dr. Engl: „Immer wieder kommen Patienten zu mir mit Fragen nach Vorsorge oder bitten um die Verschreibung von Blutproben oder ähnlichen Untersuchungen.“ Vor allem ab einem Alter von 50 Jahren. „Krankheitsfrüherkennungssysteme bringen aber wenig, wenn der Patient keinen entsprechenden Lebensstil führt“, provoziert der Hausarzt. „Viele sehen diese Untersuchung als Versicherung, wiegen sich in Sicherheit. Wenn der Check-up in Ordnung ist, kann ich weiterleben wie bisher.“ Das aber ist ein

Wichtig sei, den Patienten vor jeder Art von Voruntersuchung aufzuklären. Dafür braucht es viel Zeit und auch eine entsprechende Kompetenz, nicht nur im medizinischen Bereich. Psychologisches Einfühlungsvermögen ist ebenso gefragt wie Gesprächsführung. „Der Patient muss genau wissen, was bei einer Untersuchung passiert und vor allem, was ist, wenn das Ergebnis nicht ausfällt, wie erhofft.“ Im Fall einer Krebsdiagnose suchen viele Patienten, vor allem im ländlichen Bereich, wo die Beziehung Hausarzt – Patient noch

Jeder ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Check-ups nützen wenig, wenn der Lebensstil nicht entsprechend ist

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Fachinformation intensiver ist als in der Stadt, unmittelbar danach den Hausarzt auf. „Weil sie psychologische Unterstützung brauchen.“ Während der eigentlichen Behandlung, der kurativen, heilenden Phase spielt der Allgemeinmediziner nur eine marginäre Rolle. Engl: „Wir mischen uns nicht ein, stehen aber selbstverständlich dem Patienten jederzeit beratend und unterstützend zur Seite.“

Aktive Rolle in der Palliativ-Behandlung In der palliativen Behandlung, in der es darum geht, dem Patienten Schmerzfreiheit und Lebensqualität zu ermöglichen, spielt der Hausarzt hingegen eine aktive Rolle im Austausch mit dem Patienten bzw. dessen Angehörigen und als Koordinator der anderen in die Pflege eingebundenen

Figuren: Krankenschwestern und Pflegern, Physiotherapeuten usw. „Im Eisacktal läuft seit mehreren Jahren ein erfolgreiches Projekt über Palliativmedizin. Deshalb sterben 80 % unserer Patienten zuhause.“ Eine in Südtirol und in ganz Europa einmalige Quote. Das Projekt soll auf ganz Südtirol ausgedehnt werden. Gerade im onkologischen Bereich, in der Palliativmedizin und in der Gesprächsführung gibt es daher ein dichtes Angebot an Fortbildungskursen für Allgemeinmediziner.

Langzeitbeziehung zum Patienten Das spezielle am Hausarzt ist seine Langzeitbeziehung zum Patienten. Adolf Engl: „Diese hat ihre Tücken, weil man befan-

gen ist oder sein kann, aber der Hausarzt ist erste Anlaufstelle für alles und hat im günstigen Fall eine jahrzehntelange Erfahrung mit dem jeweiligen Patienten.“ Über 80 Prozent der Probleme kann der Hausarzt selbst lösen, den Rest leitet er weiter. „Wichtig ist hierbei der Zeitpunkt“, betont Dr. Engl. „Die Facharztmedizin führt, wenn sie vorgelagert ist, zur totalen Überversorgung und Medikalisierung.“ Was gibt Dr. Engl mit seiner über 30jährigen Erfahrung einem jungen Kollegen mit auf den Weg? „Was ich jedem rate, ist alle seine Sinne zu gebrauchen, intuitiv zu arbeiten und lernen seinen Sinnen zu vertrauen und damit umzugehen. Jeder Mensch hat dieses Werkzeug. Er spürt, riecht, hört, sieht und fühlt. Das muss man n einzusetzen wissen.“

Der Hausarzt in Zahlen In Südtirol sind rund 275 Allgemeinärzte tätig. Jeder von ihnen betreut im Schnitt 1.700 Patienten. Die maximal zugelassene Patientenzahl liegt bei 2.000. Südtirol liegt damit weit über dem nationalen Durchschnitt. In den anderen Regionen Italiens darf ein praktischer Arzt höchstens 1.500 Patienten betreuen, der Durchschnitt liegt bei 1.100. Die Sanitätsreform setzt auf eine Aufwertung des medizinischen Basisdienstes und eine Aufwertung der Hausbetreuung von schwerkranken und sterbenden Patienten. In Meran und Brixen ist die PalliativHauspflege bereits eingeführt. Neben den Vorteilen des Patienten, der in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann, können mit dieser Pflege enorme Kosten eingespart werden. Ein Krankenhausbett kostet ca. 700 Euro am Tag, die Hauspflege in die Arzt, Krankenpfleger und Sozialdienst einbezogen sind, kommt auf rund 80 Euro pro Tag. Um diesen wertvollen Dienst Südtirol weit anbieten zu können, braucht es allerdings mehr Hausärzte, um jedem Patienten die angemessene Zeit widn men zu können.

Jeder Hausarzt in Südtirol betreut im Schnitt 1.700 Patienten. Das sind 600 mehr als im restlichen Italien

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Thema

reiseapotheke Reiseapotheke

Gesund in den Urlaub Der Sommer ist da und damit Reisezeit. Wer in Urlaub fährt, sollte sich für alle Eventualitäten rüsten und vorher checken, ob alle Medikamente, die zur Behandlung einer laufenden Erkrankung benötigt werden, in ausreichender Menge vorrätig sind. Chemotherapiepatienten sollten unbedingt die Reise mit ihrem Arzt besprechen. Ein Vortrag zum Thema „Gesund in den Urlaub“.

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ielleicht war der 22. April noch zu weit entfernt vom Sommer und das verregnete, kalte Frühjahr schuld daran. Der Vortrag „Gesund in den Urlaub“ im Forum Brixen von Apothekerin Dr. Susanne Reiffenstuhl Baumgartner hatte kein großes Publikum angezogen. Zu Unrecht,

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denn die Ausführungen waren interessant und vor allem von konkretem Nutzen wie die Liste für die Urlaubsapotheke, die die Referentin zum Abschluss verteilte. Keiner wünscht es sich, aber leider kann man auch in den schönsten Wochen des Jahres nicht ausschließen, dass man selbst

oder ein Familienmitglied erkrankt. Nicht immer braucht es dabei einen Arztbesuch und daher sind die notwendigen Medikamente ohne Rezept nicht immer leicht zu erhalten. Im Ausland kommen Sprachprobleme und unterschiedliche Bezeichnungen der Medikamente hinzu.


reiseapotheke Reiseapotheke

Thema

Reiseapotheke rechtzeitig mit Hausarzt oder Apotheker besprechen Das Beste ist, vor der Abreise mit dem Hausarzt oder dem Vertrauensapotheker die Reiseapotheke zu besprechen. Die häufigsten Reisekrankheiten betreffen den Magen- Darmtrakt oder den HalsNasen-Ohren-Bereich. Deshalb, so Susanne Reiffenstuhl, empfiehlt es sich, immer Durchfall- bzw. Abführmittel dabeizuhaben. Halschmerztabletten, Nasenspray und Ohrentropfen sind ebenfalls ein absolutes Muss für die Reiseapotheke. Im Sommer dürfen neben ausreichend Sonnenschutzmittel (mit hohem Lichtschutzfaktor!) auch nicht die Mittel gegen Sonnenbrand fehlen. Auch eine Salbe gegen lästige Insektenstiche gehört in die Reiseapotheke.

e Vorschläge für die Reiseapothek

Bestellzeiten einkalkulieren Wer ständig Medikamente nehmen muss, so die Apothekerin Reiffenstuhl, darf auf keinen Fall vergessen, sich rechtzeitig darum zu kümmern, genügend Vorrat des entsprechenden Medikaments zu haben. „Kalkulieren Sie immer auch eine eventuelle Bestellzeit mit ein, sollte die Apotheke das Medikament nicht lagernd haben.“ Wichtig ist auch, darauf zu achten, wie das entsprechende Medikament gelagert werden muss. „Bestimmte Substanzen müssen beispielsweise kühl gelagert werden, deshalb immer eine Kühltasche mit sich führen.“ Bei Krebspatienten ist es besonders wichtig, den Urlaub und das Reiseziel mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Gerade wer sich in Chemotherapie befindet, könnte unter dem Klimawechsel leiden und besondere Medikamente für den Notfall benötigen. „Aber bitte haben Sie keine Angst vor dem Reisen“, betonte Susanne Reiffenstuhl. „Mit den notwendigen Vorkehrungen können sie beruhigt und entspannt in den Urlaub fahren.“ In der Hoffnung, dass die Reiseapotheke gar nicht erst ausgepackt wern den muss!

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Thema

Eisacktal Jahresausflug Bezirk Eisack tal - Brixen

Wandern im Nonstal Jahresausflug Bezirk Eisacktal - Brixen Schönes Wetter muss nicht immer sein, wenn man auf Reisen geht. Der Ausflug der Sektion Brixen – Eisacktal jedenfalls war für alle 55 Teilnehmer ein unvergesslicher Tag - auch ohne Sonne. Gestrahlt haben dafür umso mehr die Gesichter.

E

lfriede Burger Scapin und ihr Mann Oscar sind seit drei Jahren Organisatoren des Jahresausflugs. In diesem Jahr ging´s ins Nonstal. Start in Sterzing um 7 Uhr früh mit Stop in Mauls, Brixen, Villnöss

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und Klausen. Ziel war zunächst Tret im Trentiner Teil des Nonstals. Die Fahrt über den Gampenpaß war vor allem für diejenigen, die diesenTeil ihrer Heimat noch nicht kannten, ein Erlebnis.

In Tret angekommen, teilte sich die Gruppe. Mit dem erfahrenen Wanderführer Narciso Anselmi, ehemaliger Bergführer des CAI, brachen die Wanderer Richtung „Lago di Tret“ auf, der nach ca. 40 Minuten


Jahresausflug Bezirk Eisacktal Eisack tal - Brixen

Thema

Bei gutem Wetter und fröhlicher Stimmung, mit einem mehr als köstlichen Mittagessen, erfreuten sich alle an der schönen Natur und den Wander- und Spazierwegen. Wer wollte spielte Karten oder plauderte mit seinen Mitfahrern.

leichten Anstiegs durch den Frühlingswald erreicht wurde. Hier nahm die Gruppe den Wanderweg Nr. 9 Richtung Sankt Felix, wo sie nach zwei Stunden ankam. Wer nicht so gut zu Fuß war, wartete in der Zwischenzeit im Gasthaus „Scoiattolo“. Bei Kartenspiel und Gesprächen verging die Zeit wie im Nu. Einige nutzten die Zeit ihrerseits für einen kleinen Spaziergang in der Umgebung des Gasthauses. In Sankt Felix, Ziel der Wanderung, trafen alle Ausflugsteilnehmer dann wieder zusammen und die Wanderer wurden in den Bus geladen. Weiter ging´s

nach Unsere Liebe Frau im Walde zum Gasthaus „Cervo“, wo Südtiroler Spezialitäten auf die mittlerweile hungrigen Ausflugsteilnehmer warteten. Um 15.30 stand dann eine Messe auf dem Programm. Schließlich ist Unsere liebe Frau im Walde nach Maria Weißenstein der wichtigste Wallfahrtsort Südtirols. Auch wenn die Predigt des Pfarrers vielleicht

nicht nach jedermanns Geschmack war, war die Messfeier mit Musik und Gesang doch ein schönes Erlebnis. Auch der schönste Tag hat ein Ende und so hieß es um 16.30 Uhr wieder in den Bus steigen und die Heimreise antreten. Die Scapins sind jedenfalls schon dabei gemeinsam mit Narciso Anselmi zu überlegen, wo es denn nächstes Jahr hingehen soll! n

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Thema

Wer sind wir Wrr

Das Portrait Visionen von Format Sie macht Nägel mit Köpfen. Verfügt über die notwendige Portion Sturheit, wenn es darum geht, etwas durchzusetzen, hat Visionen und ist ein durch und durch positiv eingestellter Mensch. Renate Daporta Jöchler. Frisch (wieder)gewählte Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe und im vergangenen Jahr für ihren unermüdlichen Einsatz zur Südtirolerin des Jahres gekürt.

R

ummel um ihre Person mag sie gar nicht. Die 42jährige Renate Daporta ist die einfache Frau von nebenan, die es versteht, mit einfachen Mittel in ihren Bann zu ziehen. Überzeugungsarbeit fällt ihr nicht schwer, wenn sie von etwas zutiefst überzeugt ist. Und von der Bedeutung der Arbeit der Südtiroler Krebshilfe ist sie zutiefst überzeugt. Ebenso wie von der Notwendigkeit, einen Generationenwechsel einzuleiten. Dabei hütet sie die positiven Erfahrungen

der Vergangenheit wie einen Schatz, scheut sich aber auch nicht, unnötigen Ballast über Bord zu werfen, um Neuem Platz zu machen.

Von heute auf morgen vor dem Nichts Was es heißt, auf die Hilfe der Krebshilfe angewiesen zu sein, hat sie am eigenen Leibe verspürt, als ihr Mann Karl 2001 aus heiterem Himmel und gerade 40jährig an Magenkrebs erkrankte.

Von heute auf morgen stand sie vor dem Nichts – noch dazu mit zwei kleinen Töchtern. Im Handwerksbetrieb ihres Mannes hat sie die Buchhaltung geführt, ansonsten war Renate Hausfrau und Mutter und hätte sich wahrscheinlich nie träumen lassen, eines Tages im Rampenlicht zu stehen. 2001 hatte sie andere Probleme. Der Betrieb ihres Mannes musste geschlossen werden, die junge Familie hatte gerade ein Eigenheim gekauft. Zur Angst, den Partner und Vater ihrer Kinder zu verlieren, kam pure Existenzangst. Als im gleichen Zeitraum auch noch eine gute Freundin an Krebs erkrankte, versprach Renate sich selbst: „Wenn einer der beiden es schafft, dann werde ich mich persönlich einsetzen.“ Für ihre Freundin kam jede Hilfe zu spät, ihr Mann lebt und im Hause Jöchler hat sich ein Rollentausch vollzogen.

Rollentausch im Hause Jöchler Renate arbeitet ganztägig in der Buchhaltung eines international tätigen Einrichtungsbetriebs und sie ist nicht nur aktives Mitglied der Krebshilfe geworden, sondern wurde gleich nach Eintritt zur Bezirksvorsitzenden Eisacktal gewählt. Vor zwei Jahren folgte sie dann auf die verstorbene Präsidentin Christine Mayr nach. Und im Mai wurde sie einstimmig in ihre zweite Amtszeit gewählt. Der Rest ist Geschichte. Erfolgsgeschichte. Umtriebig wie sie ist, scheut sich Renate nicht, Neuerungen einzuführen und ihre Vision voranzutreiben: „Krebs“, so Renate

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Lesebriefe

Daporta, „darf kein Tabu mehr bleiben und die Betroffenen müssen aus ihrer gesellschaftlichen Isolation herausgeholt werden.“ Außerdem setzt sich Renate unermüdlich für eine verbesserte Vorsorge ein und dafür, dass immer mehr Menschen davon Gebrauch machen.

konfliktgeladene Mutterbeziehung und in jungen Jahren ihren Bruder durch Selbstmord verloren. Entweder man zerbricht an solchen Erlebnissen oder man findet Kraft in sich. Renate hat eine schier unversiegbare Quelle in sich gefunden. Gespeist wird diese nicht zuletzt auch durch den Rückhalt, den sie

Thema

in ihrer Familie findet. Und sie versteht es, diese Kraft und Begeisterung weiterzugeben. In den nächsten Jahren darf sicher noch Einiges von ihr erwartet werden. Eines wird sie aber sicher nicht: Eine Langzeitpräsidentin. „Irgendwann mach ich der Jugend und neuen Ideen Platz.“ Bis dahin: n Gute Arbeit!

Pressekonferenzen, intensive Medienarbeit, Patientenschule, der Aufbau von Selbsthilfegruppen, kostenlose Rechtsberatung, Klausurtagungen und Broschüren sind nur einige der von ihr ins Leben gerufenen Maßnahmen. Renate kann auch beruhigt aktiv sein, denn zuhause sorgt ihr Mann in ihrer Abwesenheit für die zwei 13- und 18jährigen Töchter, Sandra und Annika. Der frühere Malermeister hat mittlerweile umgeschult und ist wieder halbtags berufstätig. In seiner Freizeit geht er seiner Leidenschaft, dem Malen, nach.

Kraft aus sich selbst heraus Woher Renate ihre Kraft schöpft? Das weiß sie manchmal auch nicht. Geholfen hat ihr sicher, dass sie schon in jungen Jahren schwere Schicksalsschläge überwinden musste. Sie hat eine äußerst komplizierte,

Leserbriefe

Dr. Nicole Dominique Stei

ner Chefredakteurin

Not am Mann (1) Ich habe mit großem Interesse die Frühlingsausgabe der „Chance“ gelesen und möchte Josef meine Hochachtung ausdrücken für den Mut, den er bewiesen hat. Er hat offen über das geredet, was viele Männer belastet. Mir hat es gut getan zu lesen, dass es auch anderen so geht wie mir und dass ich nicht alleine bin. Warum wir Mander so große Probleme haben, darüber zu reden, was uns belastet, weiß ich A. M., Villnöss auch keine Antwort. Lieber Herr A., danke für ihr Lob. Es war uns ein großes Anliegen, dieses heikle Thema aufzuarbeiten. Wer weiß, wenn einer anfängt, nd dann folgen andere vielleicht nach!

Not am Mann (2) Die letzte Ausgabe der „Chance“ zum Thema Mann hat mir sehr gut gefallen. Kann man so etwas nicht auch für uns

Frauen machen? Überhaupt muss ich sagen, dass die „Chance“ jetzt viel besser ist. Ich freue mich schon auf die nächste K. U., Pens Ausgabe. Liebe Frau K., eine Chance zum Thema Frauen ist schon in Planung und wird im Herbst erscheinen. nd

Eine Frage Ich habe im Landesamt für Gesundheit in Bozen im Wartezimmer eine „Chance“ in die Hand bekommen und mit großem Interesse durchgeblättert. Ich würde sie gerne auch in Zukunft lesen. Wo kann man die „Chance“ bekommen? H. R., Eppan

Liebe Frau H., die Chance erhalten alle ordentlichen Mitglieder der Südtiroler Krebshilfe zugeschickt. Sie erscheint viermal im Jahr. nd

Liebe Leserinnen und Leser, wir haben Sie in der letzten „Chance“ aufgefordert, uns doch einen Brief oder eine Mail zu schreiben. Um uns zu sagen, wie Ihnen die neue „Chance“ gefällt, um Fragen zu stellen. Auch technischer Art (Rechtsangelegenheiten, Ticketprobleme etc. ), die wir gerne an Experten weiterleiten. Über Anregungen und Kritiken freuen wir uns ebenso. Schließlich ist es unser Bestreben, die „Chance“ so zu machen, wie Sie sie möchten und vor allem, sie immer besser zu machen. Viele Briefe sind uns nicht eingegangen, aber aller Anfang ist schwer. Vielleicht wird es ja zum nächsten Mal mehr. Wir freuen uns jedenfalls, wenn Sie mit uns in Kontakt treten. Entweder mit einem Brief oder per Mail. Südtiroler Krebshilfe, Mendelstraße 1, 39100 Bozen oder info@krebshilfe.it. Nicole Dominique Steiner

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Thema

Sterbebegleitung

Betreuen und begleiten – bis ans Lebensende Ein ebenso delikates wie aktuelles Thema: Die Sterbebegleitung. Die Sektion Oberes Pustertal der Südtiroler Krebshilfe hatte am 17. März Dr. Karmen Rienzner, Koordinatorin der Caritas Hospizbewegung für den Bezirk Pustertal und Günther Rederlechner, Verantwortlicher Leiter auf Landesebene für einen Vortrag im Pfarrheim von Toblach gewonnen.

S

eit 13 Jahren ist die Hospizbewegung in Südtirol aktiv, landesweit begleiten über 150 ehrenamtliche Mitarbeiter sterbende Menschen und ihre Angehörigen auf dem schwierigen letzten Weg. In Toblach zählt die Hospizbewegung drei ausgebildete, freiwillige Mitarbeiterinnen. Das Leitmotiv dieser ebenso schweren wie erfüllenden Arbeit ist: „Wir stellen schwerkranke, trauernde und sterbende

Menschen mit ihren besonderen Bedürfnissen nach Geborgenheit, Schmerzlinderung und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt“.

Angehörige sind oft überfordert Im Augenblick des Todes ist jeder Mensch alleine mit sich. Den Weg dorthin muss er allerdings nicht alleine zurückle-

gen. Nicht immer sind die Angehörigen, der Partner oder Freunde in ihrer eigenen Befangenheit und Not in der Lage, dem sterbenden Menschen mit der notwendigen Ruhe zu begegnen und das zu geben, was dieser auf seinem letzten Weg wünscht oder benötigt. Die Mitglieder der Hospizbewegung sind ausgebildet, um Mitmenschen in dieser Situation zu begleiten und ihre Bedürfnisse zu erkennen.

Unterschiedliche Bedürfnisse für den letzten Weg Viele Sterbende haben mit dem Leben und mit ihrem Schicksal bereits abgeschlossen. Was sie sich wünschen ist unterschiedlich. Gespräche, die Möglichkeit Erinnerungen zu teilen, den Ängsten Ausdruck geben, letzte Fragen klären. Die Hand eines anderen Menschen halten, aus einem Buch vorgelesen zu bekommen, mitteilen zu können, wie man sich auf den letzten Augenblick vorbereiten möchte, über das danach reden . . . Manche wünschen auch einfach nur die Präsenz eines anderen Menschen, um sich nicht allein zu fühlen.

Karmen Rienzner (erste von links) und Günther Rederlechner (Bildmitte) informierten über die Südtiroler Hospizbewegung

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Wer sich näher über die Hospizbewegung informieren möchte, kann sich an die Caritas Hospizbewegung Bruneck wenden, Paul- von Sternbach-Str. 6, Tel. 0474 413 978, n E-Mail: cbo@caritas.bz.it.


„Was Was ist los in den Bezirken“ Bozen - Salten - Schlern Preiswatten in Jenesien nde Monika Gurschler Rovon links nach rechts: Bezirksvorsitze von Sarntal; Paul Romen, batscher; Franz Locher, Bürgermeister dent des Sportvereins Präsi und sien Jene von Bürgermeister e Bezirkvorsitzentend ertre stellv Jenesien; Donatella Di Stasio, ent Dr. Dieter Steger räsid tagsp Land r; tsche Roba ig de; Ludw

Preiswatten: Scheckübergabe von links nach rechts: Robert Aster, Vize-Präsident des Sportvereins Jenesien, Paul Romen, Bürgermeister von Jenesien und Präsident des Sportvereins Jenesien, Monika Gurschler Robatscher, Ludwig Robatscher, Hartmann Gamper, Sportverein Jenesien

Fotos dringend gesucht! Die Seiten “Was ist los in den Bezirken“ leben von den Fotos, die die Redaktion der Chance von den einzelnen Bezirken und Sektionen zugeschickt bekommt. Vielleicht werden einige Leserinnen und Leser sich schon gewundert haben, dass von einigen Bezirken viel in der Zeitung ist und von anderen wenig. Das liegt nicht an uns, sondern an den Bezirken. Wenn wir kein Fotomaterial zugeschickt bekommen, können wir es auch nicht veröffentlichen. Deshalb eine ganz große Bitte, nicht nur an die Verantwortlichen auf Bezirksebene,

sondern an alle Mitglieder. Wenn in Ihrem Bezirk irgendetwas veranstaltet wird, wenn Sie einen Ausflug machen oder eine Besichtigung, eine Scheckübergabe, ein Fest oder einen Grillfeier: Bitte denken Sie daran Fotos zu machen und schicken Sie sie rechtzeitig an info@krebshilfe.it.

gleich!) an den Sitz der Krebshilfe in Bozen weiter. Die Chance kann dann noch bunter werden und das Vereinsleben besser wiederspiegeln!

Ganz wichtig. Vergessen Sie nicht das Bild zu beschriften. Also wer oder was ist darauf zu sehen. Um welche Aktion/ Veranstaltung etc. handelt es sich. Und bitte schicken Sie es rechtzeitig (am besten

Und wenn Sie diesen Sommer irgendetwas besonders Schönes unternehmen, eine Reise, einen Ausflug, ein Picknick – Dann lassen Sie uns doch daran teilhaben. nd Wir freuen uns über Ihre Fotos!

Also, nicht vergessen, beim nächsten Mal den Fotoapparat einzupacken!

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„Was Was ist los in den Bezirken“ PUSTERTAL Leben. Alle Jahre wieder: Eine Blume für das hen äußc enstr blum Stroh er Verkauf bunt

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Laufen für einen guten Zweck. Der Benefizlauf war auch in diesem Jahr gut besucht. Von großen und kleinen Läufern


„Was Was ist los in den Bezirken“

ks nach rechts: Benefizlauf, von lin ter Guido Pocher, eis rm rge Toblachs Bü ler, nate Daporta Jöch Re Landespräsidentin ur Ba er ch Ida Scha Bezirksvorsitzende

Unterpustertal: Als Zei chen ihrer Dankbarkeit hat Frau Christine Faller Bortoli aus dem Verkau De f ihrer Bilder eine beacht liche Spende der Südtiro ler Krebshilfe überwiese n!

Eisacktal g und Schule für bessere Haltun t kei ich egl Bew

Töpfern entspannt und macht Freude

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„Was Was ist los in den Bezirken“ Überetsch – UNterland Der Auftritt des Männerchors Monti Pallidi

beginn. Alles swingt und tanzt zum Frühjahrs Der Ball am 21. März in Auer             Gruppenbild mit Tänzern. Die freiwilligen Mitarbeiter

Vinschgau

Wasserturnen tut gut. Und ein kleiner Ratscher darf auch nicht fehlen

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veranstaltungen Veranstaltungen [ Eisackta l ] Krebsnachsorgeturnen im Wasser jeweils mittwochs vom 22.09-24.11.2010 Anmeldung: Ab 1. Sep. 2010 Bezirksbüro Tel. 0472 832 448 Uhrzeit: 9.10 – 10.00 Uhr Acquarena Brixen Referent: Schwimmtrainer des SSV Brixen Kostenbeitrag: 20,00 € Mitzubringen: Schwimmsachen Erforderlich: Ärztliches Zeugnis oder Eigenerklärung

Tanzen ab der Lebensmitte In entspannter Atmosphäre erlernen Sie Tänze aus verschiedenen Ländern und Epochen, zu schönen Musiken mit unterschiedlichem Charakter. Im Unterschied zum Gesellschaftstanz tanzen wir in verschiedenen Aufstellunge: zu zweit, zu dritt, zu viert, im Kreis, allein…, das macht zusätzlich Spaß. Musik, Bewegung und Gemeinschaft haben positive Auswirkungen auf unser körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden. Interessierte Frauen und Männer beider Sprachgruppen sind herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind keine erforderlich – es genügt die Freude an Bewegung, Musik und Gemeinschaft. Das Erlernen der Tänze erfolgt ohne Leistungsdruck. Jeweils montags, vom 20.09. – 29.11.2010 (Mo, 1. Nov. entfällt) Anmeldung: Ab 1. Sep. 2010 Bezirksbüro Tel. 0472 832 448 Uhrzeit: 09.30 – 10.30 Uhr Gymnastikraum im Bürgerheim „Zum Heiligen Geist“, Mozartallee Brixen Referent: Christa Wieland, Brixen Kostenbeitrag: 20,00 € Mitzubringen: Leichte Schuhe ohne hohen Absatz

Begleitetes Ausdrucksmalen für Erwachsene Wir malen stehend auf großen Papierbögen mit Temperafarben, mit den Händen oder mit Pinseln. Frei von Themenvorgaben lassen wir uns von den Bildern überraschen, die sich spontan aus uns selbst heraus entwickeln. Das schrittweise Entstehen des Bildes kann sehr spannend sein, wenn wir uns führen lassen vom Vertrauen in unsere schöpferische Kraft und Ausdrucksfähigkeit. Der Malprozess wird unterstützend und achtsam begleitet. Die so entstandenen Bilder haben mit uns selbst und unserem Leben zu tun; sie wirken stärkend und heilsam. Die Bilder werden weder interpretiert noch bewertet. Keine Vorkenntnisse erforderlich! Immer freitags ab 1. Oktober 2010 Uhrzeit: 16.00 – 18.30 Uhr Anmeldung: Ab 1. Sep. 2010 Bezirksbüro Tel. 0472 832 448 Bezirkssitz in Brixen Referent: Magdalena Kofler, Mal- und Kunsttherapeutin, langjährige Erfahrung im sozialpädagogischen Bereich Kostenbeitrag: 20,00 €

Begleitetes Ausdrucksmalen für Kinder und Jugendliche Kinder, deren Vater oder Mutter schwer erkrankt ist, leiden mit – auch wenn sie es nach außen oft gar nicht zeigen. Beim Malen jedoch erleben sie sich lebendig und haben Spaß – vorausgesetzt, sie dürfen wirklich frei sein, ohne dass ihr Werk verglichen oder bewertet wird. Beim freien Malen müssen sie weder erklären oder sich erklären. Sie können einfach ihrer Lust folgen, mit Farben und Formen spielen. Das befreit, denn: Was ausgedrückt wird, drückt nicht nach innen!

BRIXEN Turn- und Entspannungsübungen für Betroffene Jeweils donnerstags, vom 23.09 - 16.12.2010 Anmeldung: Ab 1. Sep. 2010 Bezirksbüro Tel. 0472 832 448 Uhrzeit: 9.30 – 10.30 Uhr Fitnessraum in der Acquarena Brixen Referent: Saro Scaggiante Kostenbeitrag: 20,00 € Mitzubringen: Turnsachen Erforderlich: Ärztliches Zeugnis oder Eigenerklärung

Jeweils mittwochs, vom 22.09.2010 Anmeldung: Bei Frau Elisabeth Tappeiner Dellago, St. Ulrich, Tel. 0471 796 739 Uhrzeit: 14.00 – 15.00 Uhr Turnhalle Volksschule St. Ulrich Referent: Elisabeth Tappeiner Dellago Kostenbeitrag: 20,00 € Mitzubringen: Turnsachen Erforderlich: Ärztliches Zeugnis oder Eigenerklärung

Foto: Jyoti Orlandi

GRÖDEN Turn- und Entspannungsübungen für Betroffene

Immer freitags ab 1. Oktober 2010 Uhrzeit: 14.00 – 15.30 Uhr Anmeldung: Ab 1. Sep. 2010 Bezirksbüro Tel. 0472 832 448 Bezirkssitz in Brixen Referent: Magdalena Kofler, Mal- und Kunsttherapeutin, langjährige Erfahrung im sozialpädagogischen Bereich Kostenbeitrag: 20,00 €

Offene Selbsthilfegruppe Dienstags 14-tägig ab 05. Oktober 2010, Uhrzeit: 17.00 Uhr Ort: Bezirkssitz Brixen Brennerstraße, 1 Brixen Referentin: Christina Hofer Kasslatter, Lebens- und Sozialberaterin - Brixen Anmeldung: erforderlich unter der Tel. 0472 832 448

Offener Gruppentreff „fidanza“ Immer mittwochs ab 22. September 2010 Uhrzeit: 15.00 – 16.00 Uhr Ort: Cafè Terrazza, St. Ulrich Kontaktperson: Maria Demetz Schmalzl, St. Ulrich Tel. 0471 796 706 Leitung: Betroffene

[ Vinschgau ] Infostand bei „Marmor und Marillen“ Der Bezirk Vinschgau der Südtiroler Krebshilfe stellt sich vor und verteilt Anstecker gegen eine freiwilligen Spende Laas, 31.07.2010 – 31.08.2010 Sa,14:00 und So, um 11:00 – 16:00

Konzert Konzert in der Pfarrkirche Prad zugunsten der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Vinschgau Am 22.08.2010 um 20:30 Uhr Referent: Guido Delponte


veranstaltungen Veranstaltungen [ Meran-Burggrafenamt ]

[ PUSTERTAL ]

Krebsnachsorgeturnen im Wasser

S ektion o B E R pustertal

Ab Oktober 2010 Kurs 1: 10.00 – 11,00 Uhr Kurs 2: 11.00 – 12.00 Uhr Kapuzinerstiftung Liebeswerk Referent: Marlene Urthaler Kostenbeitrag: € 20,00 erforderlich: Ärztliches Zeugnis oder Eigenerklärung

Blumenaktion

Krebsnachsorgeturnen

Krebsnachsorgeturnen im Wasser im Ahrntal

Ab Oktober 2010 Uhrzeit: steht noch nicht fest KVW Bildungsreferat - Karolinum Referent: Christina Pertoll Kostenbeitrag: € 20,00 erforderlich: Ärztliches Zeugnis oder Eigenerklärung

Selbsthilfegruppe – Gruppe B zur Zeit in Sommerpause Kurze Beschreibung der Tätigkeit Veranstaltung/ Tätigkeit: Gesprächsgruppe für Betroffene, die sich noch weiteren Therapien unterziehen müssen Monatlich; dienstags - 9.00 – 11.00 Uhr Bezirkssitz Meran Referent: Ulrike Mazza Kostenbeitrag: kostenlos erforderlich: Mitgliedsbeitrag von 10,00 € Nähere Informationen werden per Rundschreiben mitgeteilt.

Wir verteilen Sträußchen aus Trockenblumen gegen eine freiwillige Spende in unseren Pfarreien Am 15. August 2010 Nach den Gottesdiensten vor der Kirche

S ektion U nterpustertal

Ab Mitte Juni Uhrzeit: Nach Vereinbarung mit der Gruppe Hotel Adler St. Johann Leitung: Obermair Maria Maddalena Kostenbeitrag: € 20,00 Anmeldung: Bei Obermair Schmiedt Maria Tel. 0474 652 461 Erforderlich: Eigenerklärung oder ärztliches Zeugnis

Freizeitgruppe Eine Gruppe von Betroffenen trifft sich regelmäßig für gemeinsame Freizeitgestaltung. Wir werden Spaziergänge machen, Besichtigun-

gen, Wanderungen oder anderes, je nach Witterung und Wunsch der Gruppe Jeden ersten Mittwoch im Monat, Nachmittags Ausgangsort ist Bruneck Informationen: Im Sektionsbüro (Tel. 0474 551 327) kann man jederzeit nachfragen, was für den nächsten Termin geplant ist.

Mortadella - Aktion Der Freizeitclub „Gli sfigati“ wird wie jedes Jahr herrlich frische Mortadella-Brote gegen eine freiwillige Spende verteilen. Der Erlös kommt der Südtiroler Krebshilfe zugute. Alle sind herzlich eingeladen! 23. und 24. Juli 2010 - 10.00 bis 14 Uhr Vor der Volksbank am Graben in Bruneck

[ Überetsch - Unterland ] Ausflug auf die Cisloner Alm Wanderung mit Hl. Messe und Mittagessen Donnerstag, 15.Juli 2010 Abfahrt Auer: zur Mühle 08:30 Abfahrt Neumarkt Q8 08:45 CISLONER ALM - TRUDEN Kostenbeitrag: BETROFFENE: € 13,00 BEGLEITER: € 15,00

Vorankündigung: Törggelen 2010 im Oktober 2010 – Infos per Rundschreiben Foto: Jyoti Orlandi

Wir basteln für den Weihnachtsmarkt Immer montags ab 20. September 2010 Uhrzeit: 14.00 – 17.00 Uhr Ort: Bezirkssitz Brixen Leitung: Maria Kircher Agostini und Elfriede Burger Scapin - Brixen

Patienten-Bibliothek Sie wollen mehr Informationen? Sie lesen gerne? Dann nützen Sie das kostenlose Angebot der Patienten-Bibliothek! Einmal im Monat können Sie uns besuchen und sich ein Buch, eine VHS oder eine Kassette ausleihen 13. Sept., 11. Okt., 08. Nov. Und 13. Dez. 2010 Jeden 2. Montag im Monat, jeweils von 15.00 bis 17.00 Uhr Bezirkssitz in Brixen, Brennerstraße, 1 Brixen

bezirksbüros [

BO ZEN - S ALTEN- S CHLER N

]

Sitz u. Ambulatorium: Drei-Heiligen-Gasse 1 Tel. 0471 283 719 bozen-salten-schlern@krebshilfe.it [ Bruneck ] Sitz: Bruder-Willram-Str. - Tel. 0474 551 327 Ambulatorium: A.Hofer Str. 52 Tel. 0474 550 320 - unterpustertal@krebshilfe.it [ Tobl ach ] Sitz u. Ambulatorium: Gustav-Mahlerstr. 3 Tel. 0474 972 800 - oberpustertal@krebshilfe.it

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[ B r ixe n ] Sitz u. Ambulatorium: Brennerstr. 1 Tel. 0472 832 448 Ambulatorium: Sterzing - Tel. 0472 765 206 eisacktal@krebshilfe.it [ Schlanders ] Sitz: Krankenhausstr. 13 Tel. 0473 621 721 Ambulatorium: Hauptstr. 134 Tel. 0473 736 640 vinschgau@krebshilfe.it

[ N e u ma rk t ] Sitz u. Ambulatorium: C.-Battisti-Ring 6 Tel. 0471 820 466 Ambulatorium: Leifers Tel. 0471 820 466 ueberetsch-unterland@krebshilfe.it [ Meran ] Sitz: Rennweg 27 - Tel. 0473 445 757 Ambulatorium: Romstr. 3 Tel. 0473 496 715 meran-burggrafenamt@krebshilfe.it

Die-Chance-2010-02-de  

Die Zeitschrift der Südtiroler Krebshilfe Juni 2010 | nr. 2 Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert i...

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