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Zeitschrift Südtiroler Krebshilfe DieDie Zeitschrift derder Südtiroler Krebshilfe

März 2005 3. Jhg, 1. Ausgabe

Erscheinung: 4 Mal im Jahr, Versand in A.P., Art. 2,20/C, Gesetz 662/96DCI BZ

Chirurgische Tumortherapie

Wir über uns Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Operieren, ja oder nein? Jede bevorstehende Operation löst ein gewisses Unbehagen aus. Muss gar ein Tumor entfernt werden, verstärken sich allfällige Angstgefühle noch. Dennoch. Die Operation ist die häufigste und vor allem wirksamste Methode zur Behandlung von Krebs.

„Don’t Worry, Be Happy“, dieses berühmte

Lied von Bobby McFerrins stimmt mich immer wieder glücklich. Er singt Freude in die Welt hinaus, die ansteckt. Die Menschen besitzen trotz ihres Widerstands und vieler Schicksalsschläge eine angeborene Fähigkeit zum Glücklichsein. Und wenn wir glücklich sind, genießen wir nicht nur das Leben mehr als sonst, sondern wir sind auch weitaus produktiver und kreativer. Ich habe einen Teil meines Lebens mit leidenden Menschen verbracht. Ich habe versucht, ihnen trotz aller Schwierigkeiten Freude am Leben zu vermitteln. Jetzt muss ich selbst die Lehren, mit denen ich auf diesem Gebiet des Glücks und der Selbstachtung gearbeitet habe, auf meine Person übertragen. Die Angst muss der Freude Platz machen. Ich bin heute, nach Eintreten der Krankheit, einfach offen für Neues. Statt mit Angst gehe ich meine Krankheit mit Geduld an. Ich stelle gezielte Fragen und akzeptiere angemessene Risiken. Mein Leben beginnt sich in vielerlei Hinsicht zu verändern, vor allem, was meine Beziehung zu anderen Menschen angeht. Misserfolge belasten mich nicht mehr wie früher, Kritik nehme ich gelassen hin, Hürden scheinen weniger Hindernisse als vielmehr Herausforderungen darzustellen. Trotz meines unstabilen gesundheitlichen Zustandes habe ich mehr Energie, arbeite umsichtiger und sehe, dass meine Kreativität und mein Selbstbewusstsein ansteigen. Und noch etwas ist passiert. Ich habe das Gefühl, dass all das, was ich während langer Jahre für meine Mitmenschen gerne getan habe, - "ob ich nun, Zeit, Ideen, Energie oder ganz einfach Liebe schenkte" – alles kommt immer wieder zu mir zurück und hilft mir. Oft haben wir gehört, dass Geben und Nehmen die beiden Seiten derselben Medaille sind. Es stimmt! Aber wir geben nicht, weil wir etwas wollen. Wir geben, weil Geben sich selbst der Lohn ist. Es macht Freude. Je weniger wir uns sorgen, desto mehr können wir unserem Herzen und nicht unserem Kopf vertrauen. Wir machen uns dann weniger Gedanken über die Gesundheit, aber gerade dadurch werden wir ironischerweise immer gesünder. Wir vertrauen darauf, dass alles gut geht. Und so kommt es dann auch. Mutter Theresa ermahnt uns: „Wir können auf dieser Erde keine großen Dinge vollbringen. Wir können nur mit großer Liebe kleine Dinge tun.“ Ich habe festgestellt, dass dies stimmt.

Ihre Christine Tembl Mayr Die Präsidentin

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erde ich nach der Operation geheilt sein? Werde ich Schmerzen haben?, Wie werde ich aus der Narkose erwachen? Werde ich entstellt, behindert sein? Wie wird es weitergehen? Wie werden meine Angehörigen, mein Arbeitgeber reagieren? Was passiert, wenn ich mich nicht operieren lasse? Eine der Broschüren, die die Südtiroler Krebshilfe für alle Interessierten vor kurzem veröffentlicht hat, greift diese Fragen auf. Dort finden Sie viele Antworten, die Ihnen helfen sollen, gut informiert die nächsten Schritte zu gehen. In den letzten Jahren sind die Operationstechniken verbessert worden; dadurch können entstellende Operationen häufiger als früher umgangen werden. Gewisse Krebsarten können leider immer noch nicht geheilt werden, auch wenn die Krankheit manchmal jahrelang stabil bleibt. Die wichtigsten Behandlungsmethoden sind der chirurgische Eingriff (Operation), die Radiotherapie (Strahlenbehandlung), die Chemotherapie (Behandlung mit Medikamenten). Diese Behandlungsmöglichkeiten werden einzeln oder kombiniert eingesetzt, gleichzeitig oder nacheinander, je nach Krebsform und Behandlungsziel. Information und Dialog helfen, Zweifel und Angst zu bewältigen. Besorgen Sie

sich Unterlagen, nehmen Sie sich Zeit zum Überlegen und diskutieren Sie mit Fachleuten. Bei der Südtiroler Krebshilfe Ihres Bezirks sind Informationsbroschüren zu verschiedenen Themen in Zusammenhang mit Krebs erhältlich.

Vollversammlung der Südtiroler Krebshilfe Samstag, 16. April 2005, 14.00 Uhr Haus der Kultur „Walther von der Vogelweide“ Bozen, Schlernstr. 1 Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen! Einlage der Kabarettisten Sanin & Prantl von „So seg’n halt mir’s“ 1


Rosenaktion am Ostersonntag 2005

So helfen Sie der Südtiroler Krebshilfe, anderen zu helfen! Dankeschön an alle Spender! Im ganzen Land wird am Ostersonntag die traditionelle Rosenaktion abgehalten. Auf den Kirch- und Dorfplätzen des ganzen Landes werden Rosen gegen eine symbolische Spende angeboten. Die Südtiroler Bevölkerung zeigt sich seit he und je solidarisch mit den krebskranken Mitmenschen und unterstützt immer wieder mit ihren Spenden das Wirken der Südtiroler Krebshilfe. Die Südtiroler Krebshilfe besteht seit über 20 Jahren und verfügt in allen Bezirken über Zweigstellen für die Betreuung von Patienten und deren Angehörigen vor Ort. Es werden

eine Reihe von Therapien vor und nach der Operation sowie eine ständige psychologische Betreuung in Form von Einzelgesprächen oder im Rahmen von Selbsthilfegruppen angeboten. Außerdem werden in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zur Prävention abgehalten. Wir erinnern, dass die Südtiroler Krebshilfe keine Spenden von Tür zu Tür oder am Telefon verlangt und distanziert sich von sämtlichen Organisationen oder Privatpersonen, die dies tun.

Benefiz-Konzertabend in Jenesien

Solidarität mit volkstümlicher Musik Eine ganz besondere Aktion startete der Amateursportverein Jenesien zum heurigen Jahr des Sports 2005. Die Jenesier Sportler organisierten vor kurzem ein volkstümliches Benefizkonzert zugunsten der Südtiroler Krebshilfe. Die Veranstaltung fand ein riesengrosses Echo und die Mehrzweckhalle in Jenesien war bis auf den letzten Platz gefüllt. Mitwirkende Musikgruppen an dieser Veranstaltung waren die Salten – Oberkrainer aus Jenesien, das Südtiroler Alpenquintett, Die Zillertaler Mander, Die Fuaßschwitzer und die Paulsner Tanzlmusig. Durch den Abend führte Hans Tauber. Die verschiedenen Musikgruppen verzichteten zu diesem Anlass freiwillig auf ihre Gage. Das Publikum war begeistert und forderte von den Musikanten vielfach Zugaben. Eine tolle Bestätigung für Musikanten und Veranstalter des Benefizkonzertes, der erstmalig in Jenesien veranstaltet wurde.

Anwesend waren die Vertreter der Südtiroler Krebshilfe mit Bezirkspräsidentin Frau M. Teresa Favero an der Spitze. Paul Romen, Präsident des Amateursportvereins Jenesien, freute sich über den Erfolg und bedankte sich für die zahlreichen Spenden, ganze 3.800,- Euro, bei den Besuchern. Mit dieser Benefizveranstaltung wollte der Sportverein Jenesien den krebskranken Mitmenschen Solidarietät erweisen. Diese könnten nämlich nicht immer unbeschwert und erfolgreich Sport betreiben. Andere Kämpfe und Sorgen beschäftigen ihr Leben, meinte Paul Romen. Mit einer moralischen und finanziellen Unterstützung wolle man sie begleiten und ihnen dabei helfen. Ein besonderes Dankeschön ging an den Sektionsleiter Sepp Rungaldier, der

gemeinsam mit der Sektion Saltenflitzer bzw. den Salten Oberkrainern die Veranstaltung organisiert hatte und für die Regie des Konzertabends verantwortlich zeichnete. Anerkennung für die solidarische Einstellung des Amateursportverein Jenesien kam auch von Bgm Oswald Egger, der den Ehrenschutz für den Benefiz-Konzertabend übernahm. "Eine lobenswerte Aktion, das Jahr des Sports 2005 zu begehen", sagte er anschließend.

In Memoriam

Dr. Maurizio Oneglio (†) Durch einen tragischen Unfall auf einer österreichischen Autobahn in der Nähe von Salzburg kam Maurizio Oneglio im November 2004 ums Leben. Er war seit 1996 Präsident des Aufsichtsrates der Südtiroler Krebshilfe. Er diente der Vereinigung seit Anbeginn ehrenamtlich und war immer zur Stelle, wenn sein kompetenter Rat als Steuerberater gefragt war. Die Südtiroler Krebshilfe vermisst einen guten Freund und geschätzten Partner. 2

In eigener Sache Die Südtiroler Krebshilfe informiert daß die Mitgliedskarten für das Jahr 2005, laut dem gesetzgebenden Dekret Nr. 196/2003 Art. 7 bez. Zugangsrecht zu persönlichen Daten und anderen Rechten (Datenschutz – Privacy) an drei Stellen zwecks Zustimmung der Datenverarbeitung unterschrieben werden müssen. Danke!


Prävention und Betreuung

Der Hausarzt, vertrauter Freund für viele Sorgen Dank des wachsamen Auges des Vertrauensarztes können Tumoren rechtzeitig entdeckt und erfolgreich behandelt werden. Kompetent. Menschlich. Gefühlvoll.

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vom Hausarzt inzwischen schon häufig verchrieben, eine Urinprobe wird bei jeder Blutuntersuchung mitgemacht und kann bei Veränderungen im Harntrakt, von den Nieren bis zur Blase aufschlußreich sein. Vielleicht hinkt die Suche nach verstecktem Blut im Stuhl noch etwas nach, aber sie kann oft vorzeitig über Darmkrebs Aufschluss geben. Nicht vergessen den Patienten nach verändertem Stuhlverhalten zu fragen, weiters ob er Schluckbeschwerden, Heiserkeit, länger anhaltenden Husten, Verdauungsstörungen oder Magenschmerzen hat und Frauen Blutungen in der Menopause. Weiters soll der Hausarzt, die Patienten über krebserregende Stoffe aufklären. In erster Linie ist das Rauchen gemeint, besonders bei jungen Leuten ein übermässiger Alkoholkonsum und die ungesunde Ernährung. Krebs ist eine Krankheit, die überall auftreten kann und die verschiedensten Symptome hat. Ja sogar ir werden dann einander ächste, die Müdigkeit, welche ich einmal im Blutbild wenn wir bereit sind, durch einen Eisenmangel bestätigen wollte, "die traße zu überqueren", ergab eine Leukämie. Leider wird der Krebs oft aufeinander zuzugehen. sehr spät diagnostiziert, weil die Beschwerden erst auftreten, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist. Nach einer genauen Untersuchung des Patienten muss man entPatient weitergeschickt wird, oder in welches scheiden, welche instrumentellen UntersuKrankenhaus er eingewiesen werden soll. Tritt chungen zur Aufklärung der Schmerzen bzw. eine bestimmte Krebsart gehäuft in der Fami- der Symptome führen. lie oder in der Verwandschaft auf, so soll der Es kann eine einfache UltraschalluntersuHausarzt die nötigen Vorsorgeuntersuchun- chung sein, eine Blut-, Urin- oder Stuhlprogen bei den Familienmitgliedern durchführen be, aber auch eine Magen- oder Darmspielassen. Er soll die Patienten motivieren, die gelung, eine Röntgenaufnahme, eine ComMöglichkeiten der Krebsvorsorgeuntersu- putertomographie oder gar eine magnetische chungen wahrzunehmen. Mammographie Resonanz. Es kann auch passieren, dass nur und Pap Test für den Muttermundkrebs sind ein chirurgischer Eingriff zur Diagnose führt. inzwischen bekannt, auch die Blutunter- Der Patient kommt mit den Ergebnissen der suchung (PSA) für den Prostatakrebs wird Untersuchung zum Hausarzt zurück. Ist das n der Regel ist der erste Ansprechspartner, wenn jemand krank ist, sein Vertrauensarzt. An ihn wenden sich die Menschen mit den verschiedensten Anliegen: meist sind sie krank, aber nicht weniger oft suchen sie ein Gespräch, um ihre Probleme, Sorgen, Ängste und Unsicherheiten vorzulegen und warten auf einen geduldigen Zuhöhrer, auf Beruhigung und Trost. Der Hausarzt, wie er auch jetzt noch oft genannt wird, hat den Vorteil, dass er über die gesamte Familie, die Verwandschaft und die Nachbarschaft Bescheid weiß. So kennt er erbliche oder häufig in dieser Familie auftretende Erkrankungen und kann gezielt in dieser Richtung untersuchen. Auch mit der Krankheit Krebs ist der Hausarzt fast in jeder Sprechstunde konfrontiert, sei es bei einer Erstdiagnose, bei Chemo- oder Radiotherapie oder bei einer Kontrolle. Es ist wichtig, bei jedem Patienten eine genaue Anamnese zu machen, d.h. dem Patienten gezielte Fragen über die Art, das Auftreten und die Dauer der Beschwerden zu stellen und ihm aufmerksam zuzuhören, um schon dadurch auf die mögliche Diagnose zu kommen. Dann wird entschieden, welche weiteren Untersuchungen vorzunehmen sind, an welchen Facharzt der

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Frau Dr. Monica Scherer, Hausärtzin

Ergebnis positiv für eine Krebserkrankung, dann wird man mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, es dem Patienten zu sagen. Es ist auch für den Arzt nicht ganz einfach und es gibt kein Standartrezept, denn jeder Patient ist anders. Der Hausarzt, der seinen Patienten kennt, muss versuchen, die richtigen Worte zu finden und sich die Zeit zu nehmen, ihm diese Diagnose mitzuteilen, ihn über die weiteren Schritte zu informiern und ihn dabei zu begleiten. Gerade die Krebsbetroffenen brauchen immer wieder ein aufbauendes Wort, besonders wenn die Krankheit schon sehr fortgeschritten ist. Es ist wichtig, dass nicht nur der Kranke, sondern auch seine Familie und die Pflegepersonen mitbetreut werden. Wenn der Krebs auf keine Behandlung anspricht oder wenn es wieder zu einem Rückfall gekommen ist, steht der Arzt oft hilflos da mit einem Ohnmachtsgefühl, selbst ratlos und das Einzige was er machen kann ist eine gute Schmerztherapie. Die Hausbesuche sind in der Terminalphase sowohl für den Kranken, der zu Hause gepflegt wird, als auch für die Angehörigen eine große Hilfe. Der Hausarzt benötigt nicht nur das nötige Fachwissen, sondern auch menschliche Stärke und Feingefühl. Der Patient soll sich ohne Hemmungen immer an ihn wenden können. Auch soll der Arzt die Wünsche des Patienten berücksichtigen; wünscht er sich keine weiteren Behandlungen oder Untersuchungen, muss er es respektieren. Will er zu Hause gepflegt werden, sollte das, wenn es irgenwie möglich ist, organisiert werden. Der Patient soll als Mensch immer im Mittelpunkt stehen. 3


Aus den Geschichtebüchern / Teil 7

In Meran und im Burggrafenamt aktiv Nach dem unglücklichen Abgang der Gründerin sowie langjährigen Vorstandsvorsitzenden Frau Irma Trojer Maier im Jahr 1988 blieben der Bezirk Meran-Burggrafenamt und die Sektion Bruneck-Unterpustertal auf der Strecke. Die neue Führung unter Frau Mariangela Berlanda Poles konzentrierte sich vor allem auf das Gebiet Unterland und zum Teil auf Überetsch und die Stadt Bozen. Die Tätigkeit bestand hauptsächlich aus Veranstaltungen zur Eigenfinanzierung und dergleichen in genannten Gebieten, während der soziale Bereich eher einen zweiten Rang einnahm. In den schon bestehenden Außenstellen wurden die von Frau Trojer eingeführten sozialen Dienstleistungen noch zum Großteil von den tatkräftigen Mitarbeitern aus der Trojer-Periode weiterhin gewährleistet. So geschah es, dass Frau Gloriana Bubbola Ww. Pegoretti aus Meran, die Lücke im Burggrafenamt erkannte und 1990, nach Absprache mit dem Vorstand und dessen diesbezüglichen Beschluss, mit der Aufbauarbeit zu Gunsten der Krebsbetroffenen im Raum Meran-Burggrafenamt tätig wurde. Frau Bubbola, selbst Krebsbetroffene mit Trachea-Tumor, war eine sehr energische und zugleich feinfühlige Person. Sie verstand wirkliche Notsituationen zu erkennen und dementsprechend zu wirken. Sie liebte Aufrichtigkeit, Seriosität und Transparenz und verlangte dies auch von ihren zukünftigen Mitarbeitern. Vom Bozner Vorstand praktisch allein gelassen (wie die meisten Außenstellen) und

auf sich selbst angewiesen, fand sie ab 1991 in Erwin Lazzeri Halt und Zuversicht, sowie Unterstützung in ihrer schwierigen Aufbauarbeit. Sie sorgte für die Umsetzung der von Frau Trojer eingeführten sozialen Dienstleistungen und Rehabilitationstherapien und errichtete in der Petrarcastrasse in Meran den diesbezüglichen Außenstelle-Sitz der Vereinigung. Frau Bubbola erkannte die Wichtigkeit der ÖfGloriana Bubbola, fentlichkeitsarbeit und Ww. Pegoretti, ist leistete auch in diesem der Aufbau des Bereich ihr Bestes. Sie Bezirkes MeranBurggrafenamt zu gewann damit die Aufverdanken merksamkeit und Unterstützung der Bevölkerung. Bis zu ihrem plötzlichen Tod fühlte sich Frau Bubbola ständig der Vereinigung sehr verbunden. Bei den vom neuen Statut vorgesehenen Bezirkswahlen 1994 kam Frau Silvana Gasperetti Tasinato aus Meran hervor, die so die erste Vorsitzende des Bezirksvorstandes

Vinschgau

Weihnachtsfeier Mitte Dezember 2004 lud die Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Vinschgau, zur Weihnachtsfeier ein. Präsidentin Christine Tembl Mayr begrüßte zahlreiche Mitglieder im adventlich dekorierten Josefshaus von Laas. Pfarrer Josef Werth stimmte die Anwesenden mit besinnlichem Lichtbildervortrag auf die Weihnachtsfeier ein, während die aus dem Obervinschgau stammende Mundartdichterin Wilhelmine Habicher Geschichten und Gedichte vortrug. 4

Mit dabei auch der Gemeindereferent Roman Horrer, der lobende Worte für die Tätigkeit der Südtiroler Krebshilfe im Namen der Gemeindeverwaltung überbrachte. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Monika, Maria und Anna während die köstliche Gerstsuppe, die Kuchen und das Gebäck von freiwilligen Frauen aus dem Dorf serviert wurden.

Meran-Burggrafenamt wurde. Frau Gasperetti wusste Frau Bubbolas Aufbauarbeit zu schätzen und mit viel Einsatz, Hingabe und Selbstlosigkeit brachte sie die Leistungen der Krebshilfe stark voran. Sie scheute sich nicht von ihrer Vorgängerin Ratschläge entgegenzunehmen. Die Anforderungen stiegen. Um denen gerecht zu werden verfügte Frau Gasperetti die Umsiedlung des Vereinsitzes in größere und zweckgebundene Räumlichkeiten in der Ariston-Gallerie. Frau Gasperetti Tasinato litt an Lungenkrebs, dem sie all zu früh erlag und sah sich, aus Gesundheitsgründen gezwungen, vorzeitig zurückzutreten. Bis zu den nächsten Neuwahlen vertrat nun den Bezirk die Vize Frau Margit Drabek Thies, welche bei den folgenden Wahlen als Vorsitzende für den Zeitraum 1998-2001 bestätigt wurde. Ihr zur Seite standen als Vorstandsmitglieder Roberto Cazzolli, Giuseppina Festi Grumelli, Antonia Klotzner Zöggeler, Georg Neumann und Waltraud Schindler Klotzner. Noch bevor Ende der Amtsperiode trat die Mehrheit der Vorstandsmitglieder zurück, sodass Frau Drabek einen Teil der Amtszeit, mit eigenem Beschluss der Bezirks-Mitgliedervollversammlung, allein zu bewältigen hatte. Bei den Wahlen für die Amtsperiode 20022005 wurde Frau Drabek wiederum als Vorsitzende bestätigt und wird heute von den Vorstandsmitgliedern Roberta Melosi Neri (Vize), Hedwig Poggio, Rita Micheli und Luigia Micheli unterstützt. Zum Abschluss sei der Einsatz von Frau Antonia Klotzner Zöggeler erwähnt, die während ihrer Mitarbeit nicht nur Leiterin der Selbsthilfegruppe war, sondern auch vielen Betroffenen bei Gesprächen und Besuchen Trost spendete.


Überetsch / Unterland

Weihnachtsfeier

Törggelen in Neumarkt

Das traditionelle Weihnachtsessen wurde heuer dank der Unterstützung der Raiffeisenkasse Salurn in Kurtinig im Teutschhaus abgehalten. Die Teilnehmerinnen der Selbsthilfegruppe überraschten mit einem selbstgebastelten Engel und Frau Mathilde aus Truden mit einem Lebkuchenmann. Bei dieser Gelegenheit konnten die Anwesenden dem Ehepaar Berta & Beppino gratulieren.

Tag des Kranken Wie jedes Jahr wurde auch heuer der Tag des Kranken gefeiert. In Neumarkt wurde von Pater Bernhard Frei eine hl. Messe nach dem Franziskaner Motto, dass Gott niemanden allein lässt, zelebriert. Die Mitglieder des Bezirkes erschienen wie immer zahlreich. Beim anschließenden Essen gab es genügend Zeit für ein fröhliches Beisammensein.

Mitte Oktober fand das alljährige Törggelen der Krebskranken des Bezirks im Alps Coliseum statt. Die Stimmung war trotz schlechtem Wetter unter den zahlreich erschienen Betroffenen prächtig. Ein saftiges Menü und ein guter Tropfen stärkte die Anwesenden, die anschließend auch ein Tänzchen wagten. Im Rahmen der Törggelepartie besuchten die Interessierten die Ausstellung mit Dekorationen aus Kürbissen, Weihnachtsmotiven, Kürbisölen und allerlei Süßigkeiten.

Bozen / Salten / Schlern

Eisacktal

Rege Tätigkeit im ganzen Bezirk

Aktuelle Information und gute Dienstleistungen

In den ersten Monaten dieses Jahres fanden mit der Hilfe zahlreicher Freiwilliger einige Veranstaltungen statt. Im Kolpinghaus in Bozen feierten die Mitglieder den Fasching.

Der Bezirk Eisacktal war im Herbst und im Winter mit aktuellen Informationen und nützlichen Dienstleistungen an den Patienten äußerst aktiv. Mit namhaften Ärzten wurde über das Blutbild, den Darmkrebs, den Hautkrebs und die Begleitung von Todeskranken aufgeklärt. Ein Flohmarkt und der traditionelle Weihnachtsbazar brachte dem Bezirk beträchtliche Gelder ein, die umgehend in die Betreuung von Krebskranken vor Ort eingesetzt werden.

Am 11. Februar, Tag des Kranken, wurde in der Grieser Stiftskirche von Pfarrer Robert Gamper und Don Rizzi die hl. Messe gefeiert, die an der Orgel von Pater Arnold und vom Gesangt Greti Prasts begleitet wurde. Rote Rosen wurden anschließend in die Grotte gestellt, die Maria von Lourdes gewidmet ist. Freiwillige Frauen erteilten Infomationen im Regionalkrankenhaus Bozen und in der Privatklinik Bonvicini, wo die Radiotherapie durchgeführt wird, und verteilten die neuerschienen Informationsbroschüren der Südtiroler Krebshilfe.

Auch im Bezirk wurden zahlreiche Initiativen gestartet, um das Wirken der Südtiroler Krebshilfe bekannter zu machen. Besonders erwähnenswert ist der Benefizkonzert des Amateursportvereins in Jenesien (siehe eigener Bericht auf S. 2). Im Bezirk Bozen Salten Schlern wird die Rosenaktion außer am Ostersonntag in Eggen und Deutschnofen auch am 9. und 10. April stattfinden. Außerdem wird am 5. und 6. Mai einen Informationsstand am Krankenhaus Bozen mit Informationsmaterial aufgestellt, während in Seis am 13. Mai ein Infoabend mit Ärzten stattfinden wird.

Meran / Burggrafenamt

Immer für Sie da In Meran werden regelmäßig ErfahrungsInformations- und Aufklärungsgespräche seitens der Präsidentin mit Operierten und deren Angehörigen angeboten. Das Angebot im Bereich der Wassegymnastik, der Heilgymnastik und seit Jänner der Tanztherapie werden von den Mitgliedern rege wahrgenommen. Das Bezirksbüro in Meran, Rennweg 27 - Ariston Gallerie ist von Mo bis Fr von 9 12.30 Uhr für den Parteienverkehr geöffnet. Sprechstuden mit Bezirkspräsidentin Margit Drabek Thies nur mit Voranmeldung (Tel: 0473 445757). 5


v e r a n s ta lt u n g e n

Unterpustertal

Weihnachtsfeier In der vorweihnachtlichen Zeit wünscht sich jeder abseits aller Hektik einige besinnliche Stunden in Gemeinschaft gleichgesinnten Menschen. Daher treffen sich die Mitglieder der Sektion Unterpustertal alljährlich zu einer Weihnachtsfeier. Zahlreiche Mitglieder fanden sich Mitte Dezember im Bezirksaltersheim ein. Die Feier wurde von Kindergesang, begleitet von Gitarre, Flöte und Geige

eingeleitet. Anschließend las Pater Guardian aus dem Evangelium und richtete besinnliche Worte an die Anwesenden. Bei Tee, Kuchen und Weihnachtskeksen wurde es warm nicht nur in den Herzen der Anwesenden, die sich mit den Liedern von Herrn Schöpfer an der Ziehharmonika verabschiedeten.

Die (un)sichtbare Wunde Mit großer Teilnahme der Bevölkerung fand vor kurzem ein Informationsabend mit namhaften Referenten im Haus Michael Pacher in Bruneck statt. Es wurde eingehend über die körperlichen und seelischen Auswirkung einer Krebsoperation diskutiert. Wir werden in der nächsten Ausgabe eingehend berichten.

Ferienaufenthalte Sommer 2005 Meer – Bellaria: 1. Turnus . . . . . . . . . von 2. Turnus . . . . . . . . . von Meer – Caorle: 1. Turnus . . . . . . . . . von 2. Turnus . . . . . . . . . von Berg – Don (TN): . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . von Gardasee – Torri di Benacco: . . . . . . von

Freitag 27.5.2005 Freitag 10.6.2005 Montag 6.6.2005 Montag 20.6.2005 Freitag 24.06.2005 Montag 20.6.2005

bis bis bis bis bis bis

Freitag Freitag Montag Montag Freitag Donnerstag

10.6.2005 24.6.2005 20.6.2005 4.7.2005 8.7.2005 30.6.2005

Anmeldungen nur telefonisch unter 0471 408786 von Montag 4. April bis 15. April 2005 von 8 bis 12 Uhr. Kosten für Betroffene-Mitglieder, die in den letzten 5 Jahren erkrankt sind oder einen Rückfall erlittenhaben: für Meer und Berg 215 E, für den Gardasee 160 E. Kosten für alle anderen betroffene Mitglieder: für Meer und Berg 430 E, für den Gardasee 310 E. Der Kostenbeitrag muss innerhalb 22. April 2005 eingezahlt werden.

Bozen-Salten Schlern Sitz u. Ambulatorium: Drei-Heiligen-Gasse 1 - Tel. 0471 283 719 Meran Sitz: Rennweg 27 - Tel. 0473 445 757 Ambulatorium: Romstr. 3 Tel. 0473 496 715 Neumarkt Sitz u. Ambulatorium: C.-Battisti-Ring 6 - Tel. 0471 820 466 Ambulatorium: Leifers Tel. 0471 820 466 Brixen Sitz u. Ambulatorium: Runggadgasse 21 - Tel. 0472 832 448 Ambulatorium: Sterzing Tel. 0472 765 206

Bruneck Sitz: Bruder-Willram-Str. Tel. 0474 551 327 Ambulatorium: A.Hofer Str. 52 Tel. 0474 550 320 Toblach Sitz u. Ambulatorium: Gustav-Mahlerstr. 3 - Tel. 0474 972 800 Schlanders Sitz: Krankenhausstr. 13 Tel. 0473 621 721 Ambulatorium: Hauptstr. 134 Tel. 0473 736 640 St. Ulrich Beratungsstelle: Gemeindehaus - Tel. 0471 797 086

Spendenkonto: Südt. Sparkasse Ag 1 BZ - CIN P • ABI 06045 • CAB 11601 • C/C 000000120000 6

Bozen / Salten / Schlern 5./6.5.2005 Informationsstand Frühlingswanderung Pünktlich zum amFrühlingserwachen Bozner Krankenhaus wollen auch wir unsBezirksausflug in der erblühenden Natur 7.5.2005 gemeinschaftlich am MarlingerzuWaalweg den Gärten von Schloss Trauttmansdorff bewegen. 13.5.2005 Informationsabend in Juni 2005 Seis, Pfarrsaal 20.00 Uhr Grillparty am Fischerteich der Prader organisiert vominFrauentreff Sand. Seis Familienwallfahrt nach Maria WeißenÜberetsch / Unterland stein 3.4.2005 Ball im Haus der Vereine, Unterpustertal Auer / Gadertal

Unterpustertal Weihnachtsfeier des Bezirks Bruneck, Unterpustertal, Gadertal 1./2./3.4.2005 Gesundheitstraining für im 17. Dezember 2004 mit Beginn um 15 Uhr Krebspatienten Bezirksaltersheim Bruneck, Goethestraße 5. Alle Mitglieder mitsind Dr. Anton herzlichHuber, eingeladen. Psychoonkologe Telefonische Anmeldungen im Büro Brun Hotel Panorama, 551327. eck unter 0474 Hofern bei Kiens Infos und Anmeldungen im / SchlernBruneck Bozen / Salten Bezirksbüro 0474 551327 oder bei Blintext Blintext Blin Blintext Blintext Dr. Anton Huber Blintext Blintext Blintext text Blintext 0474 581017 Blintext Blintext Blintext Blintext 4.5.2005 Bezirksausflug Blintext Blintext Blintext Blintext Blin text Blintext zu den Gärten von Schloss Blintext Blintext Blintext Trautmannsdorf Blintext Blintext Blintext Blintext Blin Anmeldungen innerhalb Blintext Blintext text Blintext 26.4.2005 im BüroBlintext Bruneck Blintext Vinschgau 4.4.2005 bis 2.5.2005 Volks- und Gruppentänze Raiffeisensaal Laas jeweils Montags um 18 bis 19 Uhr Für weitere Infos: wenden Sie sich an die Bezirksbüros (siehe Unten)

IMPRESSUM: DIE CHANCE: Kostenlose Zeitschrift für die Mitglieder der Südtiroler Krebshilfe. Herausgeber: Südtiroler Krebshilfe, Dreiheiligengasse 1, 39100 Bozen Tel: 0471 28 33 48 , Fax: 0471 28 82 82 Email: krebshilfebz@yahoo.it In das Landesverzeichnis der ehrenamtlich eingetragen Dek.Nr. 199/1.1-28.10.1997 Verantwortliche Direktorin: Dr. M. Bernard Munter Sekretariat: Südtiroler Krebshilfe Grafik und Layout: Studio Mediamacs, Bozen Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen Nächste Ausgabe: Juni 2005


Die-Chance-2005-01-de