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+punkt. Kunst im Nordwesten – Ausstellungen + Termine ab März 2019

Foto: Unbekannter Fotograf, um 1929, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Nachlass Hermann Gautel

Ausstellung: Zwischen Utopie und Anpassung – Das Bauhaus in Oldenburg 27. April bis 4. August 2019, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg


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Kunst im Nordwesten – Ausstellungen + Termine

Worpswede Worpsweder Kunsthalle

Bremen Galerie im Park

Oldenburg Landesbibliothek

17. MÄRZ BIS 3. NOVEMBER 2019 www.worpswede-museen.de

24. MÄRZ BIS 16. JUNI 2019 www.kulturambulanz.de

1. APRIL BIS 4. MAI 2019 www.lb-oldenburg.de

KUNSTKOSMOS WORPSWEDE

GRENZEN – GEZOGEN UND ÜBERSCHRITTEN VON BLAUMEIER

DIE SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER 2018

100 Jahre Worpsweder Kunsthalle

Malerei, Skulptur, Literatur, Film

„Die schönsten deutschen Bücher 2018““ (Foto: Landesbibliothek Oldenburg)

Hans am Ende, Frühling in Worpswede (Ausschnitt), um 1900, Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel, Foto: © Rüdiger Lubricht/ Worpsweder Museumsverbund

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as Jahr 1919 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Künstlerdorfs: Der Kunstsammler und Kunsthändler Friedrich Netzel eröffnet in der damaligen Buchhandlung seines Vaters die erste Ausstellung im Ort und macht seine Worpsweder Kunstsammlung öffentlich zugänglich. Die eigenen Bestandspräsentationen und bis dato einmaligen Sonderausstellungen werden ab 1925 in der Bergstraße zunehmend zu Publikumsmagneten. Dies ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Über drei Generationen wächst die Sammlung Netzel beständig weiter und bietet heute einen exemplarischen Einblick in den facettenreichen Kosmos der Worpsweder Kunst – von den Anfängen bis in die Gegenwart. 2019 feiert die Worpsweder Kunsthalle ihren 100. Geburtstag! „Kunstkosmos Worpswede – 100 Jahre Worpsweder Kunsthalle“ zeigt vom 17. März bis 3. November 2019 durchgehend eine beeindruckende Auswahl der schönsten Worpsweder Werke aus dem eigenen Bestand.

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Uwe Kreutzkamp, Gerettet III, 2017,

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wei Jahre lang haben sich etwa dreißig Künstlerinnen und Künstler des Blaumeier-Ateliers mit dem Thema „Grenzen“ auseinandergesetzt. Dabei hat sich jeder Künstler dem Thema auf sehr persönliche Weise genähert und eigene künstlerische Ausdrucksweisen und Techniken entwickelt. Entstanden sind eindrucksvolle Zeichnungen, Werke in Acryl und Mischtechnik, sowie Skulpturen aus Beton und Bronze, Kurzfilme und literarische Texte. Die Künstlerinnen und Künstler ziehen und überschreiten in vielfältiger Weise Grenzen – zwischen Innen- und Außenräumen, zwischen fragilen Brücken, die zugleich trennen und verbinden. Sie denken über persönliche Grenzerfahrungen oder aktuelle politische Grenzen nach oder rücken individuelle Grenzen von Intimität, Angst und Scham in den Mittelpunkt. Eröffnung am 24. März um 15 Uhr. Zur Ausstellung gibt es einen umfassenden Katalog.

artin Suters „Song Book“ ist eines der 25 aktuellen Bücher, die Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren aus über 720 Einsendungen ausgewählt haben. Die prämierten Bücher sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten. Sie weisen auf wichtige Trends und Strömungen der deutschen Buchproduktion hin. In jeder der fünf Kategorien „Allgemeine Literatur“, „Fachbücher, Wissenschaftliche Bücher, Sachbücher, Schulbücher“, „Ratgeber“, „Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge“ und „Kinderbücher, Jugendbücher“ gibt es fünf Preisträger. Hinter den Juroren verbergen sich Menschen, die sich dem Medium Buch mit Leidenschaft verschrieben haben. Seit 1966 begleitet die Stiftung Buchkunst kritisch die deutsche Buchproduktion. Mit ihren Wettbewerben will die Stiftung den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen lenken und damit dem Medium Buch und seiner Form zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Im Rahmen der Ausstellung berichtet der Oldenburger Verleger Florian Isensee über „Die Entstehung von Büchern in einem Regionalverlag“ in seinem Vortrag am 24. April, 19 Uhr.


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Oldenburg Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte 27. APRIL BIS 4. AUGUST 2019 www.landesmuseum-ol.de

ZWISCHEN UTOPIE UND ANPASSUNG – DAS BAUHAUS IN OLDENBURG

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as von Walter Gropius 1919 gegründete Bauhaus entwickelte sich zur einflussreichsten Gestaltungsschule des 20. Jahrhunderts. Waren bisher vor allem die Orte Weimar, Dessau und Berlin mit dem Gründungsjubiläum verbunden, erobert sich Oldenburg in diesem Frühjahr einen Platz auf der Bauhaus-Landkarte: Vom 27. April bis zum 4. August 2019 widmet sich das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte mit der Ausstellung „Zwischen Utopie und Anpassung“

dem Wirken von vier jungen Männern aus der Region, die zwischen 1923 und 1927 nach Weimar und Dessau aufbrachen und die innovativen BauhausIdeen kennenlernten. Anhand der Lebensgeschichten von Hans Martin Fricke, Karl Schwoon, Hermann Gautel und Hin Bredendieck rekonstruiert die Schau, wie sich der Bauhaus-Impuls verbreitete. Ihre Ar-

Hermann Gautel (Einrichtung), Wohnzimmer von Hugo Feldhoff in Oldenburg, um 1935, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Nachlass Hermann Gautel

beiten werden gemeinsam mit bedeutenden Exponaten der Bauhaus-Meister präsentiert. Highlights sind u.a. Werke von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy, Ludwig Mies van der Rohe, Marcel Breuer und Marianne Brandt. Mit über 350 Gemälden, Druckgrafiken, Aquarellen, Zeichnungen und Designobjekten erzählt die Ausstellung von Innovation und Anpassung, Vertreibung und Emigration.

Erich Krause (?), Hermann Gautel, um 1929, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Rastede Palais Rastede 31.MÄRZ BIS 19.MAI 2019 www.palais-rastede.de

KLAUS BEILSTEIN GEZEICHNETES Vom Loch Ness zum Ellernteich

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laus Beilstein ist bekannt als begnadeter Zeichner. Seine Motive findet er überall: in der Landschaft, beim Lesen, im Alltagsleben oder dann, wenn sich eine Person auf seinem berühmten Stuhl im Atelier niedergelassen hat. Er findet dann das für ihn Wesentliche und hat keinerlei Hemmung, dies auch zu überzeichnen. Wer ihm Porträt sitzt, muss das künstlerische Resultat aushalten können. Die Ausstellung ist als Retrospektive des Oldenburger Künstlers konzipiert, die eine Auswahl des Werks von 1968 bis zur Gegenwart zeigt. Präsentiert

werden um die 70 Zeichnungen mit Feder, Kreide und Ölkreide, Farbstift, Pinsel sowie Aquarelle und Collagen: Straßenszenen und Landschaften, Porträts, Illustrationen und Zeichnungen zu Figuren aus der Literatur, von Tieren und Fundstücken. Klaus Beilsteins Arbeiten entstehen für ein Publikum, das bereit ist seiner, immer mit einem Augenzwinkern vorgetragenen Idee zu folgen und in seiner Fantasie fort zu entwickeln. Was macht die porträtierte Person aus? Was ist das Typische? Besitzt auch ein Tier – bei Klaus Beilstein vorzugsweise die Kuh – einen spezifischen Charakter?

Eröffnung: 31.3.2019 um 11.15 Uhr Grußwort: Thomas Kossendey (Präsident der Oldenburgischen Landschaft) Einführung: Dr. Andreas von Seggern (Leiter des Stadtmuseums Oldenburg) Begleitprogramm: Führungen – Dirk Meyer (Kunstvermittler),7.4.2019, 15 Uhr 28.4.2019, 15 Uhr, 5.5.2019, 15 Uhr FINALE FURIOSO mit links: 19.5.2019, 15 Uhr, Klaus Beilstein und Dr. Friedrich Scheele

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog von ca. 54 Seiten, gedruckt im Isensee Verlag. Ausstellung und Katalog werden gefördert durch die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland, die Raiffeisenbank Rastede eG, die Oldenburgische Landschaft, die Gemeinde Rastede und den Landkreis Ammerland. +punkt. außer Verantwortung der foyer-Redaktion. Presserechtlich verantwortlich ist das jeweilige Haus.

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