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21.04.2013 « Erfreuliche Bilanz für die Kämpfer des Shintaikan Villingen beim Int. Konstanz Cup

Fabian Dieterle ist »Grand Champion«

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er Karatenachwuchs Jannic Hein, Lara Niehage, Dalya Birdüzer, Dean Eisinger sowie die Brüder Alexander, Daniel und Marcel Welsch erreichten Podestplätze in Kata und Kumite in den Kinderdisziplinen. Auch im Mannschaftswettbewerb platzierte sich das Koshinkan-Team mit Fabian Dieterle und Umut Ince auf den ersten Rang. Super stark zeigte sich Fabian Dieterle in seiner Gewichtsklasse –78 kg und stand ebenfalls auf Platz eins. Beim Kampf um den Grand Champion, bei dem alle Bestplatzierten erneut gegeneinander antraten, ließ sich der Villinger den Titel Grand Champion 2013 nicht mehr nehmen. Hattrick für Shintaikan Villingen, denn zum dritten Mal wurde ein Villinger Grand Champion. n

21.04.2013 « Oberkirch: 4. Lehrgang mit Manfred Zink – Effektive Selbstverteidigung mit Vitalpunkten

Zurück zu den Ursprüngen des Karate Manfred Zink (4. Dan Karate, 5. Dan Kyusho-Jitsu)

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as Wissen rund um die Vitalpunkte und ihre Anwendung in den Kampfkünsten bezeichnet man in Japan als Kyusho-Jitsu. Die Entstehungsgeschichte der japanischen Kampfkünste zeigt einen starken chinesischen Einfluss, entsprechend greifen die im Kyusho-Jitsu gelehrten Prinzipien auf das umfassende Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und deren 5-Elemente-Theorie zurück und nutzen es im Konflikt mit einem Gegner. Kyusho-Jitsu kann man jedoch nicht als eigenständige Kampfkunst bezeichnen, sondern eher als ein essentielles Wissen, das allen Kampfkünsten zu Grunde liegt. Besonders die

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K a r at e Juli – September 2013

Ursprünge des Karate kommen nicht ohne diese Erkenntnisse aus. Alle großen Karate-Legenden nutzten nachweislich das Wissen, entschlossen sich jedoch mit dem Einzug des Karate in Schulen und mit der Versportlichung, vornehmlich nach dem zweiten Weltkrieg, weitestgehend auf die Weitergabe zu verzichten. So wie Akupunktur und Akupressur mit der Stimulation bestimmter Körperstellen/Vitalpunkte eine heilende Intention verfolgen, werden im Kyusho-Jitsu die energetischen und neurologischen Vorgänge des menschlichen Körpers so beeinflusst, dass eine Beeinträchtigung der Körperfunktionen die Folge ist. Diese Beeinträchtigung kann sich in Form von Schmerz, Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust bis hin zum Verlust des Bewusstseins äußern. Zum Studium gehört aber keineswegs nur die Seite der negativen Wirkungsprinzipien, sondern ebenso das Wissen um die Linderung bestehender Beschwerden oder Blockaden bis hin zur Reanimation. Im Unterschied zu bei Lehrgängen zum Thema Selbstverteidigung üblicherweise präsentierten Inhalten,

wurde in Oberkirch mit sich hartnäckig behaupteten Mythen aufgeräumt und der Realitätsbezug wieder hergestellt. Dass hier die Vitalpunkte wertvolle Hilfestellung leisten können, war den meisten bereits im Vorfeld klar, jedoch wurden nun eine Auswahl konkreter Beispiele gezeigt und mit den gewählten Partnern geübt. Wie immer kam es auf die Details an, damit die gewünschte Wirkung erzielt werden konnte und so manche Erklärung erschien im ersten Moment einfach, hatte es jedoch in sich – sprich: der wahre Wert wird sich vielen wahrscheinlich erst im Training der kommenden Monate erschließen. Auf schwere negative Beeinträchtigungen der Partner wurde bewusst verzichtet, dafür jedoch ein kleiner Vorgeschmack auf die Möglichkeiten der Schwächung eines Angreifers und Stärkung der eigenen Person mit Hilfe von Stellungen, besonderen Formen des Kiai, Nutzung einfach zugänglicher Köperregionen… etc. gegeben. Die Teilnehmer freuen sich auf das kommende Jahr, wenn Kampfkünstler wieder zum Lehrgang mit Manfred Zink zusammenfinden. n

KVBW-Magazin 2013 - A3  
KVBW-Magazin 2013 - A3  

Offizielles Magazin des Karate in Baden-Württemberg

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