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Enes Erkan 01. – 04.08.2013 « 1. Internationales KVBW Karate-Sommercamp in Ravensburg

Veni, Vidi, Vici – auf der Tatami ein Löwenherz, beim Sommercamp in Ravensburg ein sympathischer und beliebter Weltmeister zum Anfassen. In einem Interview gibt Enes Erkan private Einblicke

KVBW: Wie gefällt dir der Aufenthalt hier in Ravensburg? Enes: Es ist sehr angenehm. Die gesamte Atmosphäre beim KVBW-Sommercamp und die vielen Teilnehmer haben mich sehr positiv überrascht. Ich fühle mich sehr wohl und bedanke mich für die Gastfreundschaft. KVBW: Wo bist du geboren? Enes: Sakarya / Türkei KVBW: Mit wieviel Jahren hast du mit Karate angefangen? Enes: Mit 9 Jahren. KVBW: Wie bist du zum Karate gekommen? Enes: Mein Vater ist Kickboxer und hat mich immer zum Training mitgenommen. Im gleichen Club fand auch das Karate-Training statt und der Trainer dort hat mein Talent erkannt. Er mich angesprochen und fürs Karate gewonnen… KVBW: Welche Hobbies hast du außer Karate? Enes: Ich fahre sehr gerne sportliche Autos. Außerdem spiele ich zum Ausgleich Basketball und gehe auch sehr gerne mal ins Kino. KVBW: Hörst du gerne Musik? Enes: Ich höre schon hin und wieder Musik, habe aber keine besonderen Vorlieben. KVBW: Was ist dein Lieblingsessen? Enes: Ich liebe die türkische Küche und esse sehr gerne Fleischgerichte.

KVBW: Legst du besonderen Wert auf gesunde Ernährung? Enes: Ja, ein regelmäßiges, ausgewogenes und gutes Essen ist mir sehr wichtig. KVBW: Wie oft trainierst du? Enes: Normalerweise ca. 4x die Woche und für die Vorbereitung auf Wettkämpfe bis zu 3x am Tag. KVBW: Wie wichtig ist dir der Sport? Enes: Sehr wichtig, denn mit Sport verdiene ich meinen Lebensunterhalt. Ich betreibe in meiner Heimatstadt Sakarya ein Fitness-Studio und gebe Lehrgänge. KVBW: Was motiviert dich? Enes: Ich bin ein sehr religiöser Mensch. Für mich ist der Glaube an Allah (Gott) der halbe Weg zum Erfolg. Ich arbeite hart und trainiere viel und der Glaube unterstützt mich dabei. KVBW: Wie unterstützt dich deine Familie? Enes: Meine Familie steht voll und ganz hinter mir. Meine Frau Emine ist selbst sehr erfolgreich im Karate und hat bei der Junioren-EM und -WM jeweils den 3. Platz belegt. KVBW: Wie nervös bist du vor einem Wettkampf? Enes: Wie viele andere bin auch ich vor jedem Wettkampf etwas nervös, aber durch die jahrelange Erfahrung habe ich inzwischen gelernt dieses Gefühl schnell unter Kontrolle zu bekommen. KVBW: Wer ist dein größtes Vorbild? Enes: Zeynel Celik (–80kg) Weltmeister

2004. Wir haben zusammen viel trainiert und ein paar meiner Beintechniken konnte ich von ihm lernen. Zeynel Celik war für mich der beste Karate-Athlet in der Türkei. KVBW: Mit welchem Sportler würdest du gerne einmal trainieren? Enes: Ich würde sehr gerne mit Michael Schumacher ein Rennen fahren. KVBW: Was sind deine nächsten Ziele? Enes: Die Europameisterschaft 2014 in Tampere (Finnland) und die Weltmeisterschaft 2014 in Bremen. KVBW: Welche Ziele hast du in Zukunft? Enes: Ich möchte meine sportliche Karriere an der Spitze beenden. KVBW: Welches Erlebnis ist dir besonders positiv in Erinnerung? Enes: Als ich 2012 Weltmeister geworden bin, war das nach all der Anstrengung sehr positiv. KVBW: Gibt es auch weniger gute Erinnerungen? Enes: Der Tod meiner Mutter im Jahr 2004 war sehr schlimm für mich. KVBW: Was würdest du in deinem Leben gerne machen, was du noch nicht gemacht hast? Enes: Ich würde gerne mal einen Kampfjet fliegen, die hohe Geschwindigkeit reizt mich sehr… KVBW: Wir bedanken uns für das Interview und wünschen dir viel Erfolg. Enes: Ich bedanke mich auch!

Juli – September 2013

K a r at e

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KVBW-Magazin 2013 - A3  
KVBW-Magazin 2013 - A3  

Offizielles Magazin des Karate in Baden-Württemberg

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