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DAS KONZERT- UND OPERNMAGAZIN

Mit Regionalteil

München

221 Konzert- UNd Operntermine

vladimir jurowski Ein Paganini am Pult des 21. Jahrhunderts daniil trifonov Jung und erfolgreich: der Tasten-Feuerkopf

Joyce DiDonato »Da müssen sich die Leute anschnallen beim Hören«

September 2014


EMPFIEHLT

HERAUSRAGENDE NEUHEITEN IGOR LEVIT BACH PARTITEN Nach seinem sensationellen Album mit Beethovens späten Klaviersonaten präsentiert Igor Levit auf seiner neuen CD gleich einen weiteren Meilenstein: alle Partiten von Johann Sebastian Bach – und wieder gelingt ihm eine völlig durchdachte, aber höchst musikalische und eigene Interpretation.

JONAS KAUFMANN DU BIST DIE WELT FÜR MICH Star-Tenor Jonas Kaufmann singt auf seiner neuen CD die Hits der 20er und 30er Jahre. Mit Dein ist mein ganzes Herz, Heut’ Nacht oder nie u.v.a. Schlagern. Das ist perfekte Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die limitierte Erstauflage mit Bonus-DVD erscheint am 19.09.

SIMONE KERMES & VIVICA GENAUX RIVAL QUEENS Das Konzert in München war sensationell – jetzt gibt es endlich die CD: Die beiden herausragenden Sängerinnen wandeln musikalisch auf den Spuren der berühmten Primadonnen des 18. Jahrhunderts, Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni. Viele der Arien von Händel, Bononcini, Porpora u.a. sind Ersteinspielungen.

LUDWIG BECK • MARIENPLATZ • MÜNCHEN


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser! Woher beziehen Sie Ihre Inspiration für die Arbeit oder Ihre Hobbies? Unser Alltag erfordert in den verschiedensten Situationen Kreativität – doch woher sollte die rühren, gäbe es keine Quellen der Inspiration? Wir würden im ewig gleichen Trott verharren, denn auch dem kreativsten Menschen sind irgendwann Grenzen gesetzt, wenn er keine neuen Anstöße von außen erfährt. Umso mehr gilt dies für Musiker, die sich ja in täglicher Auseinandersetzung mit Werken und Kollegen befinden: Ohne Gregor Burgenmeister Inspiration oder Schlüsselmomente, von denen Herausgeber/Chefredakteur Opern-Diva Joyce DiDonato im Interview erzählt, gäbe es für sie keine künstlerische Entwicklung – vielleicht den Applaus der Massen bei Open Air-Konzerten, doch sicher keine innere Erfüllung. Offen müsse man sein, Vorurteile und Vorbehalte abbauen, sagt Gidon Kremer, denn nur das Unbekannte sorge dafür, dass man weiter inspiriert bleibe. Ähnlich sieht es Vladimir Jurowski – auch wenn es der Russe „ex negativo“ formuliert, seine treibende Kraft in der „ständigen Unzufriedenheit mit sich selbst“ findet, wie er concerti erzählt hat. Am Ende indes geht es immer um einen Aufbruch zu neuen Ufern – ganz gleich, ob nun ein Werk im Mittelpunkt steht wie Beethovens berühmtes Streichquartett Opus 131, dessen Anstößen sich das Musikfest Frankfurt widmet, oder ein ungewöhnliches Kulturprojekt wie der Nachwuchswettbewerb TONALi, der Schüler für Klassik begeistern will. In diesem Sinne: Bewahren Sie sich Ihre Offenheit! Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden und inspirierten Start in die neue Konzertsaison. P.S.: Sechs Flaschen herausragenden Rotweins erhalten Sie als Prämie, wenn Sie jetzt ein concerti-Abo bestellen. Weitere Infos finden Sie auf der letzten Seite dieses Magazins.

Ihr

Fotos: Ivo von Renner, privat

KURZ VORGESTELLT

Antonia Bruns zog es schon während ihrer Musik-, Film- und Literaturstudienzeit nach Frankreich, Spanien und Italien. Mittlerweile lebt die ausgebildete Geigerin in München wie in Mailand und arbeitet als Autorin und RundfunkRedakteurin.

Matthias Spindler ist seit Jahrzehnten vor, auf und hinter den Bühnen der Musikbranche aktiv. Neben seiner Autorentätigkeit arbeitet der Hamburger vor allem als Musikproduzent für Klassikaufnahmen sowie seit einigen Jahren auch als Musikverleger. September 2014 concerti   3


inHalt

KONZERT

8 der stille Fädenzieher

portrÄt Vladimir Jurowski ist kein Mann

10

Gidon Kremer Ohne Show

großer Gesten und lauter Worte. Viel zu sagen hat er dennoch

10 »es geht um die Botschaft«

kurZ geFragt Gidon Kremer gilt als einer der größten Entdecker unter den Musikern unserer Zeit. Hier spricht der Geiger über Inspiration, Lampenfieber und Freunde

OPER

14 oper als lebensfeier

Feuilleton Die Festivals in Bregenz und

Glyndebourne machen nicht Regietheater für die Presse, sondern Oper fürs Publikum – mit höchstem Anspruch und einer fulminanten Uraufführung

16 »da müssen sich die leute anschnallen

16

Joyce DiDonato Mit Gefühl

beim hören« interVieW Die Mezzosopranistin Joyce DiDonato über ihren langen Weg auf die bedeutenden Bühnen und ihre neuesten Belcanto-Entdeckungen

REGIONALSEITEN An dieser Stelle finden Sie in den Ausgaben für Hamburg, berlin, mitteldeutschland, münchen und West die regionalseiten

23 neuland erobern

36

alice sara Ott Mit Geschmack

RUBRIKEN 3 editorial | 6 Kurz & Knapp | 20 Opern-tipps 32 CD-rezensionen | 40 multimedia-tipps 42 Vorschau & Impressum 4  concerti September 2014

FestiValguide Wir stellen Ihnen die interessantesten Programme, Orte und Künstler vor

28 klassik macht schule

reportage concerti begleitet zwei junge

Geiger auf dem Weg zu Deutschlands ungewöhnlichstem Musikwettbewerb

36 »cortot ist wie ein guter alter Whiskey« Blind gehört Die Pianistin Alice Sara Ott

hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt

Fotos: Josef Fischnaller, emI Classics, esther Haase/DG

DIE WELT DER KLASSIK


5% FRÜHBUCHERVORTEIL bei Buchung bis 12.12.14

WEISSE NÄCHTE UND ZARENGOLD REISE 507, 12.06.2015 - 25.06.2015 VON HAMBURG NACH TRAVEMÜNDE, 14 TAGE (13 NÄCHTE AN BORD)

Auf seiner ersten Opernkreuzfahrt in der Seefahrtshistorie startet das Traumschiff erstmals zu einer Opernkreuzfahrt. Die 14-tägige Reise führt zu einigen der schönsten Opernhäuser des Ostseeraums. Zwei Abende sind in der Lettischen Nationaloper Riga vorgesehen, je ein Abend an der Estnischen Nationaloper in Tallinn und in St. Petersburg. In Russlands Kulturmetropole erwartet Sie große Opernkunst. Auf dem Programm der Opernkreuzfahrt stehen Werke von Puccini, Wagner und Tschaikowsky. Es umfasst neben den vier Opernaufführungen an Land auch vier Konzerte im pompösen Kaisersaal, Videos und Vorträge zur Einführung sowie Opernfilme im Kino. Preis p.P. schon ab €4.625,-

St. Petersburg/ Petersburg Russland Passage Kronstadt Tallinn/ Estland Riga/ / Lettland Klaipeda (Memel)/ (Memel) Litauen Passage N-O-K Passage Elbe Hamburg/ Deutschland

Gda´nsk nsk (Danzig)/ Mukran/Rügen/ Polen Deutschland Travemünde/ Deutschland

DAS OPERNPAKET IST BEREITS IM KREUZFAHRTPREIS EINGESCHLOSSEN.

Opernaufführungen an Land 16. Juni 2015 Aufführung von Puccinis Oper „TOSCA” in der Lettischen Nationaloper (LNO) Riga. 17. Juni 2015 Aufführung von Puccinis Oper „MADAME BUTTERFLY” in der Lettischen Nationaloper (LNO) Riga. 19. Juni 2015 Aufführung in der Estnischen Nationaloper Tallinn „TANNHÄUSER“ von Richard Wagner. 21. Juni 2015 Aufführung im Mikhailowsky-Theater „EUGEN ONEGIN“ St. Petersburg, Oper von Peter I. Tschaikowsky. Buchung und Beratung: Reederei Peter Deilmann GmbH I Ute Richter, Tel.:04561/396-192, e-mail: ute.richter@deilmann.de, Stichwort: Concerti Am Holm 25, 23730 Neustadt in Holstein I www.deilmann-kreuzfahrten.de


kurz & knapp

was bedeutet ...

attacca? Keine Sorge: Hier geht‘s nicht ins Gefecht und auch auf der Konzertbühne bleibt alles friedlich, wenn dieser Befehl in der Partitur steht. Zeit zum Durchatmen bleibt dennoch nicht, denn den Musikern signalisiert die Aufforderung, dass zwei Sätze eines Werks oder auch zwei Abschnitte innerhalb eines Stückes unmittelbar miteinander verbunden werden.

11,5

Millionen Euro erbrachte die Stradivari-Geige „Lady Blunt“ bei einer Auktion – und ist damit das teuerste Musikinstrument aller Zeiten.

Er will die musikalischen Massen ins Stadion bringen: Jens Illeman hatte die Idee zum Rekordversuch

Mit Beethovens Neunter ins Guinness-Buch der Rekorde Wir füllen das Stadion! 15 000 Musiker aus ganz Deutschland sollen am 20. Juni 2015 das größte Orchester der Welt auf die Bein stellen – im Fußball-Stadion des Hamburger SV! 40 000 Fans werden zu diesem Rekord-Versuch in der Arena erwartet, Echo Klassik-Gewinner Wolf Kerschek wird das Riesen-Ensemble in Werken von Dvorˇák, Beethoven und Musical-Hits dirigieren. Lust mitzumachen? Noch werden Musiker gesucht: www.wirfuellendasstadion.de

Wenn ich Beethoven höre, werde ich tapfer. Bedrohung durch die kleine Sexte Klar: Dur klingt fröhlich, Moll tönt traurig – doch warum erzeugen Klänge solche Stimmungen? Daniela und Bernd Willimek haben untersucht, welche Gefühle Menschen mit bestimmten Harmonien verbinden. Über 2 000 Probanden äußerten sich spontan zu Klängen – und offenbarten fast immer die gleichen Gefühle. Etwa bei der kleinen Sexte: Angst lag da in der Luft. Gut zu wissen für Komponisten wie Werber ... 6  concerti September 2014

c Dur-Subdominante f-a-c: Gelöstheit, Leichtigkeit

c Sixte ajoutée in Dur c-e-g-a: Geborgenheit

c Übermäßiger Akkord c-e-gis: Erstaunen, Wundern

c Verminderter Septakkord c-es-ges-heses: Entsetzen, Panik

Fotos: Bundesarchiv (Bild_183-R29818), Jens Illemann, Heike Steinweg

Otto von Bismarck, Reichskanzler


3 Fragen an ... Winrich Hopp

ADAC KlassikHighlights Dresden Zum Saisonauftakt ein Festival: Winrich Hopp ist künstlerischer Leiter des Musikfestes Berlin

Berlins Konzertleben ist prall gefüllt über das ganze Jahr – braucht es da wirklich noch ein Musikfest?

25. – 28. September 2014 Semperoper: L’elisir d’amore, Frauenkirche: 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, Altstadtführung mit Residenzschloss, Ausflug Schloss Pillnitz, 5-Sterne Hotel Taschenbergpalais Kempinski. Preis ab 770 Euro p. P.

Das Musikfest Berlin eröffnet die Berliner Konzertsaison. Die Musikstadt Berlin zeigt sich von ihrer gastgebenden Seite: Internationale Orchester gastieren in Berlin und prägen mit den vor Ort ansässigen Klangkörpern das Festival. So ist das Musikfest auch die Fortschreibung einer Tradition, die schon mit den Orchesterveranstaltungen der vormaligen Berliner Festwochen zur Struktur einer jeden Berliner Konzertsaison gehörte.

Paris

Erfüllt das Musikfest denn die besonderen Charakteristika eines Festivals?

12. – 17. Oktober 2014

Mehr noch als um die Frage der „Erfüllung“ von Funktionen, Erwartungen und anderem geht es am Ende doch um das Gelingen. Denn das gelungene Fest oder Festival zeitigt die Überraschungen, aus denen heraus das Festival sich selbst notwendig macht.

Aber sieht der Besucher das Ganze am Ende nicht eher als eine Ansammlung von Konzerten, doch eben nicht als Festival? Da mag der eine eher den Wald sehen, der andere mehr die Einzelbäume. Aber wer an dieser Alternative verzweifelt, dem möchten wir gerne mit Hölderlin zurufen: „Komm! ins Offene, Freund!“

17. – 20. Oktober 2014 Opéra Bastille: Tosca (Serafin/Alvarez), Konzert mit Angela Denoke, Führung im Opernviertel, Besuch Museum Marmottan, 5-Sterne Hotel du Louvre. Preis ab 1.780 Euro p. P.

New York MET: Macbeth (Netrebko/Calleja), Carmen (Hartig), Avery Fisher Hall: New York Philharmonic & Lisa Batiashvili, Stadtrundfahrt Manhattan, Führung MOMA, 4-Sterne Sup. New York Palace Hotel, Flüge mit LH. Preis ab 3.590 Euro p. P.

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Buchung und Kataloganforderung: Tel. (069) 66 07 83-05 Mo. – Fr. von 9 – 17 Uhr www.adac-musikreisen.de ADAC Hessen-Thüringen e.V. Reisen für Musikfreunde Lyoner Straße 22 60528 Frankfurt am Main


Porträt

Disziplin aus der russischen Kinderstube: Vladimir Jurowski strebt beständig nach Verbesserung

Der stille Fädenzieher Vladimir Jurowski ist kein Mann großer Gesten und lauter Worte.

W

as als erstes an ihm auffällt, ist seine geradezu dämonische Aura. Ein Niccolo Paganini am Pult des 21. Jahrhunderts. Dunkle Augen unter dunkler Mähne. Jurowski verzieht keine Miene, kein Lächeln zeigt sich, wenn er seinen Applaus entgegen nimmt oder dem Pianisten nach Verklingen des Klavierkonzerts die Hand reicht. Doch anders als mancher erwarten würde, gibt er nicht den großen Zampano: Jurowski dirigiert mit präzisen, sehr wohl dosierten Gesten. Keine überschwänglichen Bewegungen – der 42-jährige Wahl-Berliner weiß durch ausdrucksstarke Gestik das Orchester zu leiten. Es sind kleine Bewegungen mit den Armen und Händen, die sich bis in die Fingerspitzen fortsetzen. Und: 8 concerti September 2014

So unnahbar er auf der Bühne Zudem war sein Vater sein erswirkt, so aufgeschlossen und ter Lehrer, bevor der Sohn zum verbindlich ist er im persönli- Studieren ans Moskauer Konchen Dialog – und zeigt sich servatorium ging. als höchst eloquenter und reDer entscheidende Schritt: flektierter Gesprächspartner. Nach der Konzertpause steht die Familie emigriert nach Schostakowitschs achte Sinfo- Deutschland nie von 1944 auf dem Pro- Lange sollte dieses Studium gramm. Jurowski schickt die indes nicht währen, 1990 – Judüstere Tondichtung mit solch rowski war gerade 18 Jahre alt erschütternder Intensität in – zog die Familie nach Deutschden Saal, dass einem unwill- land. Der Dirigent erinnert kürlich der Gedanke kommt, sich: „In dieser schwierigen russische Dirigenten hätten Zeit damals gingen ja viele in tatsächlich eine stärkere Ver- den Westen. Ich selbst wäre bindung zur Musik Schostako- kurz darauf zum Wehrdienst witschs. Was in seinem Fall eingezogen worden – und das sogar nahe läge: Wuchs der zu einem Zeitpunkt, als russikleine Vladimir doch in Mos- sche Truppen in Afghanistan kau unter der musikalischen standen.“ Eine Emigration, die Ägide seines Papas Mikhail sich nicht nur für den Senior Jurowski auf, den eine enge als richtige Entscheidung entFreundschaft mit dem sowje- puppte, der Kapellmeister an tischen Komponisten verband. der Semperoper in Dresden

Fotos: Chris Christodoulou

Viel zu sagen hat er dennoch. Von Friederike Holm


an sich zu verlieren“, sinniert der Dirigent. „Es gibt auch große Glücksmomente in meiner Arbeit, aber gerade wenn alles sehr erfolgreich und glatt läuft, suche ich ganz bewusst nach der Ursache für die nächste ,Krise’, um weiter zu kommen.“ Jurowski braucht einfach die Unzufriedenheit als Triebfeder seiner Arbeit.

Konzert-TIPPs

wurde, sondern auch dem Ju- spricht, hierzulande noch wenior zu entscheidenden Schrit- nig bekannt und medial kaum ten auf seinem musikalischen präsent ist. Andernorts, vor Weg verhalf: „Ich wurde an der allem in England, ist er nämlich Dresdner Musikhochschule längst ein Star: Dort gab aufgenommen, obwohl ich Jurows­ki bereits als 23-Jähriger noch gar kein Deutsch konnte. sein Debüt in Covent Garden Dort habe ich wichtige Impul- und war für zwölf Jahre Muse bekommen, etwa von Colin sikdirektor in Glyndebourne, Ort des bedeutendsten OpernDavis.“ Später ging er nach Berlin, stu- festivals der Monarchie. Zudierte bei Rolf Reuter und ver- dem folgte er 2007 als Chefdidiente sich mit Mitte zwanzig rigent des London Philharmodie ersten Opernsporen als nic Orchestra solch namhaften Kapellmeister an der Komi- Kollegen wie Bernard Haitink, schen Oper. Auch wenn er in Georg Solti und Kurt Masur. dieser Saison für ein Konzert Sein Schlüssel zum Erfolg? an eben dieses Haus an der „Tägliche Arbeit – und ständige Beringstraße zurückkehrt, ist Unzufriedenheit mit sich er längst über das Stadium hi- selbst. Man muss immer um naus, sich auf ein Orchester das eigene Können und auch oder Opernhaus festzulegen. um das Noch-Nicht-Können So ist es fast müßig, all die be- wissen. Dann kann man den deutenden Klangkörper aufzu- Frust über die eigene Unvollzählen, denen er bereits den kommenheit in etwas Positives Einsatz gab, von den Berliner umwandeln, ohne den Glauben und Wiener Philharmoniker CD-Tipp über das Concertgebouw Orchestra bis hin zu den „Big Five“ Zemlinsky: Eine der USA. Und nicht minder florentinische Traprominent liest sich die Liste gödie & 6 Gesänge der Opernhäuser, an denen er nach Texten von M. Maeterlinck gastierte. Umso mehr erstaunt es da, dass Heike Wessels, Petra Lang, Sergey Skorokhodov, Albert Dohmen, London der hochgewachsene Russe, der Philharmonic Orchestra, Vladimir nahezu akzentfrei deutsch Jurowski (Leitung). LPO

Berlin Mi. 10.9., 20:00 Uhr Philharmonie Musikfest Berlin: Rundfunk-Sinfonie­ orchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Werke von Mendelssohn, Bach/Schönberg & Schnittke

Sa. 1.11., 20:00 Uhr Konzerthaus (Werner-Otto-Saal) Alison Bell (Sopran), ensemble unitedberlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Werke von Stier (UA), Zapf & Grisey Fr. 14.11., 20:00 Uhr Komische Oper Johannes Moser (Violoncello), Orchester der Komischen Oper, Vladimir Jurowski (Leitung), Ulrich Matthes (Sprecher), Herren der Berliner Singakademie. Werke von Brahms, Schönberg & Beethoven Frankfurt Di. 30.9., 20:00 Alte Oper Martin Helmchen (Klavier), London Philhar­ monic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Werke von Brahms & Rachmaninow Essen Sa. 8.11., 20:00 Uhr Philharmonie (Alfried Krupp Saal) Janine Jansen (Violine), Royal Concertgebouw Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Werke von Strawinsky, Debussy, Lyadov, van der Aa & Janáček Hamburg So. 23.11., 19:30 Uhr Laeiszhalle (Großer Saal) Julia Fischer (Violine), State Academic Symphony Orchestra of Russia, Vladimir Jurowski (Leitung). Werke von Brahms, Schumann & Tschaikowsky München Do. 11.12., 20:00 Uhr Philharmonie (Gasteig) Sol Gabetta (Violoncello), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Dvořák: Die Mittagshexe, Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 2, Tschaikowsky: Auszüge aus „Der Nussknacker“ September 2014 concerti  9


KUrZ GEFraGt

»es geht um die Botschaft« gidon kremer gilt als einer der größten entdecker unter

den musikern unserer Zeit. ihm geht es nicht um die große show, sondern um den Blick in die seele. hier spricht der geiger über ...

Ein großer Vermittler: die Arbeit mit jungen Musikern wie in der Krermerata Baltica liegt Gidon Kremer sehr am Herzen

viel Inspiration drin. Nur ein genstriche oder einen schönen Um inspiriert zu sein, muss Mensch, der offen ist, der so Ton. Es geht um etwas Größeres man offen sein, muss Vorbe- tut, als ob er nichts weiß und als zum Beispiel das Violinhalte und Vorurteile abbauen. der kein Zyniker ist, kann ins- spiel: Es geht um eine Art BeNur das Unbekannte, das einen piriert werden. kenntnis zum Leben. Die Aufanzieht, sorgt auch dafür, dass gabe der Musik ist zu dienen man weiterhin inspiriert blei- ... Eislers berühmtes Zitat »Wer – und nicht, diese nur für uns ben kann. Wenn man sozusa- nur etwas von Musik versteht, selbst auszunutzen. Generell gen alles weiß oder kann und versteht auch davon nichts«. ist Einschränkung in jedem voreingenommen den Weg Um Musik zu machen, geht es Lebensbereich gefährlich, weil weitergeht, dann ist da nicht nicht nur um Fingersätze, Bo- man sich dann zu sehr mit Per10 concerti September 2014

Foto: Andreas malkmus / eCm records

... Inspiration


fektionismus beschäftigt – dabei geht es doch vor allem in der Musik um etwas ganz anders: Es geht um die Botschaft. ... die Kremerata Baltica

einem wichtigen Gespräch. Es geht um das Wesentliche mit dem Ziel, sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken zu lassen.

vid Garrett passen. Auf jeden Fall war er ein außergewöhnlicher Mensch – und solche Persönlichkeiten, die sich von der Masse unterscheiden und eine Handschrift haben, haben mich stets beschäftigt.

Ich freue mich, daß ich seit über ... seine Berufung zum »Capell17 Jahren dieses Ensemble be- Virtuos« der Sächsichen ... Freunde treue. Ich habe zwar nie an Staatskapelle in dieser Saison einer Hochschule unterrichtet, Für mich ist es eine Riesenfreu- Zum einen sind da, wie schon aber wenn man so will, ist die de, enger mit der hervorragen- erwähnt, die Freunde in DresKremerata Baltica zu meiner den Staatskapelle und Christi- den. Dann gibt es Freunde der eigenen Akademie geworden. an Thielemann zusammenzu- Jugend und solche auf der ganOb mit mir oder ohne mich: arbeiten, auf Tournee wie in zen Welt, die ich zu selten sehe Mir ist wichtig, dass die Kre- Dresden. Meine Verbindung und mit denen ich in der Stille merata Baltica eine Zukunft mit der Staatskapelle geht zu- zusammen bin. Freunde sind hat. Dass sie eine Gegenwart rück auf einen Auftritt des für mich sehr, sehr wichtig und hat, ist durch viele Aufnahmen Orchesters in meiner lettischen ich bedaure, dass ich ihnen sehr und Projekte belegt und einiges Heimat so um 1963. Damals viel schuldig geblieben bin. davon wird in Dresden und bei hatten einige Mitschüler und den Schostakowitsch-Tagen in ich Freundschaft mit einigen ... Mieczysław Weinberg Gohrisch zu erleben sein. Musikern geschlossen, wir ha- Dieser Komponist beschäftigt ben ihnen vorgespielt und ih- mich derzeit sehr. Mit der Kre... Lampenfieber nen die Stadt gezeigt. Als sie merata Baltica haben wir schon Das ist etwas, was nicht nur mit wieder abgereist waren, wur- ein Dutzend seiner Werke im Nervosität zu tun hat. Lampen- den wir in der Schule beschul- Repertoire. Ich selbst habe zu fieber ist eine Art von Konzen- digt, Kontakte mit Ausländern meinem Bedauern Weinbergs tration, würde ich sagen, wo zu pflegen. Das war damals Musik lange verkannt, aber man sich sehr mobilisieren ziemlich dramatisch. Gott sei Dank ist es nicht zu spät, das jetzt nachzuholen. Er muss vor einem Konzert oder ... Paganini-Filme ist einer der wirklich großen Zu dem Film Paganini‘s Komponisten des 20. JahrhunKonzert-TIPPs Daemon habe ich fast die gan- derts, der stets etwas zu sagen Dresden ze Musik eingespielt. Doch bei hatte. Man muss ständig wach So. 31.8., 11:00 Uhr, Mo. 1.9. & Di. aller Verehrung für diesen sein für die Musik, die entsteht. 2.9., 20:00 Uhr Semperoper Großmeister des Violinspiels Ich selbst bekomme Hunderte Gidon Kremer (Violine), Sächsische Staatskapelle Dresden, Christian denke ich auch daran, dass er von Partituren zugeschickt und Thielemann (Leitung). Werke von einer der ersten Showmen war. muss mich dafür entschuldiGubaidulina & Bruckner Heute wird durch das Business, gen, dass ich nicht alles auffühDo. 18.9., 20:00 Uhr Semperoper Events und Shows fast alles ren kann. Aber es bleibt mir Gidon Kremer (Violine), Kremerata Baltica übertrumpft, und insofern ein Motor, wie ich auch weiterwürde Paganini in unsere Zeit hin der Musik nützlich sein Berlin Fr. 5.9., 20:00 Uhr Philharmonie Matthias Spindler vielleicht genauso gut wie Da- kann. Programm s. Dresden 31.8.

Frankfurt So. 7.9., 19:00 Uhr Alte Oper Programm s. Dresden 31.8. Köln Di. 9.9., 20:00 Uhr Philharmonie Programm s. Dresden 31.8. Dortmund Mi. 10.9., 20:00 Uhr Konzerthaus Programm s. Dresden 31.8.

online-Tipp

Gemeinsam mit der Kremerata Baltica interpretiert Gidon Kremer Mozarts D-Dur-Violinkonzert Das Video sowie weitere Konzerte auf: www.concerti.de/kremer

CD-Tipp

Weinberg: Sonate für Violine solo Nr. 3, Sonatine op. 46, Trio op. 48, Concer­ tino op. 42 & Sinfonie Nr. 10 Gidon Kremer (Violine & Leitung), Kremerata Baltica ECM (2 CDs) September 2014 concerti  11


Stan Hema; Fotografie Š Sascha Weidner

Oresteia Iannis Xenakis [Saisonauftakt Open-Air im Parkhaus Deutsche Oper] Premiere 9. September 2014; 12., 13., 15., 16. September 2014 Musikalische Leitung: Moritz Gnann; Inszenierung: David Hermann Karten und Infos: 030-343 84 343 www.deutscheoperberlin.de


OPER

Die interessantesten Inszenierungen und Künstler – wir stellen Ihnen das Wichtigste aus der Welt der Oper vor

Fulminant: Mozarts La finta giardiniera in Glyndebourne

Foto: tristram Kenton

14_Feuilleton oper als lebensfeier Die Festivals in Bregenz und Glyndebourne machen nicht

Regietheater für die Presse, sondern Oper fürs Publikum – mit höchstem Anspruch und einer fulminanten Uraufführung 16_interview »da müssen sich die leute anschnallen beim hören« Die Mezzosopranistin Joyce DiDonato über ihren langen Weg auf die bedeutenden Bühnen und ihre neuesten Belcanto-Entdeckungen 20_opern-tipps Die Herbst-Highlights in Deutschland und Europa September 2014 concerti   13


FEUillEton

An der schönen blauen Donau lässt sich‘s lieben: HK Grubers Oper Geschichten aus dem Wiener Wald

oper als lebensfeier die FestiVals in BregenZ und glyndeBourne machen nicht regietheater für die presse, sondern oper fürs publikum – mit höchstem anspruch und einer fulminanten uraufführung. Von Peter Krause

14 concerti September 2014

Fotos: bregenzer Festspiele/Karl Forster, Leigh Simpson

Z

wei ältere Damen mit Hut lingen. In den 90-minütigen wort, das man – wie hierzulanhaben sich die beschat- Picknick-Pausen wird viel ge- de nur für „Bayreuth“ üblich – tete Parkbank als Pausen- lacht, man lustwandelt um den auch ohne den Zusatz „Festival“ Zuhause gewählt; an der Schaf- seerosenbeschirmten Teich versteht. Und doch ist der volWeide hat ein junges Paar sein oder lobt im Kreis der Freunde le Name vielsagend: „Glyndefein gedecktes Tischlein aufge- die mitgebrachten kulinari- bourne Festival Opera“ und eben nicht „Opera Festival“ heistellt, während der rundliche schen Köstlichkeiten. Churchill-Typ im Dinner Jacket Wer das führende Opernfesti- ßen die Festspiele – ein Produleicht gebeugt das Außen-Foy- val auf der britischen Insel zent festlicher Oper. Diese Idee er abschreitet: So viel Indivi- besucht, das uns in diesem lenkt den Blick von den Spiedualismus wäre in Salzburg Sommer schlichtweg als das lern auf der Bühne auf das undenkbar. Doch in Glynde- beste der Welt vorkam, der mitspielende Publikum, denn bourne lebt das Publikum eine gönnt sich eigentlich ein aus- eine Party lebt nun einmal von kreative Kontrastdynamik – gelassenes Picknick auf dem der Generosität der Gastgeber aus Smoking und Schottenrock, Lande mit integrierter Opern- wie von der Klasse ihrer Gäste Champagner und Klappstühl- vorstellung der Extraklasse. – ihrer Persönlichkeit, ihrer chen, Opernfreaks und -neu- „Glyndebourne“ ist ein Zauber- Freude, sich gemeinsam eine


Atempause vom Alltag zu gönnen: Festspiele als Lebensfeier. Ohne Salzburger Star-Gewese

Vor 80 Jahren von John Christie und seiner singenden Gattin Audrey Mildmay auf ihrem Landgut im östlichen Sussex ins Leben gerufen, bestechen die in dritter Generation familiär verantworteten Festspiele durch ihr ganz eigenes Gepräge. Das Understatement des Publikums, das dem kontinentalen Sehen und Gesehen-Werden fast gar keine Bedeutung beimisst, findet sich im Selbstverständnis der Macher wieder: Hier gibt’s kein Salzburger Star-Gewese, hier wird das Fest selbst zum Ereignis. Die Sänger sind fulminant, aber meist noch Geheimtipps. So wird Glyndebourne, da Salzburg in dieser Hinsicht gerade schwächelt, zum Mozart-Mekka. Das London Philharmonic Orchestra vermittelt unter Andrés Orozco-Estrada in jeder Pore der Don Giovanni-Partitur die Inspiriertheit der Oper aller

Opern. Jonathan Kents Insze- 29 Mal ausverkauft. Auch wenn nierung erfindet das Wunder- der Stuntman-Aktionismus werk nicht neu, er verlegt das und die über dem Bodensee Geschehen behutsam ins Um- aufsteigenden Feuersblitze feld des italienischen Kinos der bald effektvoll verpuffen, ist späten 50er Jahre. In Mozarts sein Opern-Spektakel doch ein pubertärer La finta giardini- starkes volksnahes Vergnügen. era führt Frederic Wake-Wal- Triumphal schafft der Festker die präzise Regie, macht spielleiter es, das Populäre mit das Schwanken des Frühwerks dem Gewagten zu verbinden zwischen barocker Typenko- – seine Absicht: Es solle das mödie und Affektnatürlichkeit Normalste der Welt sein, in zum Konzept – und Musikdi- eine neukomponierte Oper zu rektor Robin Ticciati und das gehen. Die jetzt aus der Taufe Orchestra of the Age of Enligh- gehobenen Geschichten aus tenment betonen die Reinheit dem Wiener Wald setzen dieser Musik. Glyndebourne Pount­neys Ziel mustergültig in erobert sich locker die Deu- die Tat um. Der österreichische tungshoheit in Mozartdingen. Universalmusiker HK Gruber, hier selbst am Pult der Wiener Klasse trifft Masse Symphoniker, hat auf Ödön Letzte interpretatorische Gül- von Horváths gleichnamiges tigkeit behauptet David Pount- Schauspiel eine tragikomische ney bei den Bregenzer Festspie- Oper ersonnen, die als heißer len nicht, wenn dort auch er Kandidat für die „Urauffühauf Mozart setzt. Der sehr bri- rung des Jahres“ gelten darf. tische Intendant des österrei- Lukullisch und frech walzert chischen Festivals versöhnt in es wieder in einer Oper, im seiner Inszenierung der Zau- Geiste eines Kurt Weill, nur berflöte dafür Klasse und Kas- natürlich viel verfremdungsse: Sein Spiel auf dem See ist froher, als es sich Richard Strauss einst erlaubte. Die durch englische Handschriften geprägten Erlebnisse dieses Festspielsommers in seiner Balance aus Sinnenfreude und Anspruch sollten den kaum krisenfreien Konkurrenten in Bayreuth und Salzburg zu denken geben. Bregenz und Glyndebourne machen nicht Oper für die Presse, sondern Oper fürs Publikum, laden uns ein, gemeinsam ein Fest zu feiern. Opern-Kritiken

Das Publikum darf mitspielen: Picknick im Park von Glyndebourne

Die ausführlichen Rezensionen der Festspiel-Premieren finden Sie online: www.concerti.de/oper September 2014 concerti  15


intErViEw

ZUr pErSon

aus der amerikanischen provinz auf europas große bühnen: Joyce DiDonato wurde 1969 in prairie Village in kansas geboren und hatte ihr erstes engagement an der Santa Fe Opera. ende der 90er gelingt ihr der Sprung an die mailänder scala und die Salzburger Festspiele. Inzwischen singt sie auf allen großen Opernbühnen dieser Welt.


»Da müssen sich die Leute anschnallen beim Hören« Die Mezzosopranistin Joyce DiDonato über ihren langen Weg auf die bedeutenden Bühnen und ihre neuesten Belcanto-Entdeckungen. Von Peter Krause

I

hr gehört eine der aufregendsten Opernstimmen unserer Zeit: Agilität, Eros und das sehr persönliche Timbre ihres Mezzosoprans stellt Joyce DiDonato derzeit am liebsten in den Dienst der Belcanto-Meister Bellini, Donizetti und Rossini. Am Morgen nach einer fulminanten Vorstellung von Donizettis Maria Stuarda an der Deutschen Oper Berlin gibt die Amerikanerin offenherzig Auskunft – auch über den schwierigen Start ihrer Karriere.

Foto: Pari Dukovic Warner Classics

Ihr Weg an die Opernhäuser in London und New York, Mailand und München war zu Beginn Ihrer Karriere keineswegs vorgezeichnet. Wie sind Sie mit negativen Antworten nach Vorsingen umgegangen?

schon, solche an meiner Integrität und Aussagekraft als Künstlerin nicht. Mir wurde klar: Meinen Klang produziere ich gut, ich hatte ein tolles Coaching genossen, ja, ich war eine Opernsängerin. Das hatte also gar nichts mit mir zu tun, sondern mit den Erwartungen an mich, ins Muster einer amerikanischen Opernsängerin zu passen. Ich lernte, nicht mehr Erwartungen zu erfüllen, sondern meine Stimme zu finden, mir zu vertrauen.

»Ich lernte, nicht mehr Erwartungen zu erfüllen« Gab es einen Wendepunkt in Ihrem Leben, an dem Sie sich bewusst wurden: »Ja, ich bin eine Sängerin«?

Ich musste in der Tat heftige Kritik einstecken. Nach 13 Vorsingen in Europa gab es zu- Den gab es. Ich war Cover für nächst genau ein „Ja“. Nach der Jennifer Larmore als Ruggiero anfänglichen Enttäuschung in Händels Alcina, die Robert habe ich mich gefragt, warum Carsen in Chicago inszenierte diese Leute mich so negativ – mit noch anderen Stars wie einschätzten. Niederschmet- Renée Fleming, Natalie Dessay ternde Aussagen wie die, mei- und Rockwell Blake. Da saß ich ne Kunst hätte mit Oper wenig im Zuschauerraum, hatte die zu tun, haben mich zum Nach- Partie drauf, und es gab diesen denken gebracht. Kritik an Moment der Inspiration, in meiner Stimme kannte ich dem mir bewusst wurde, dass

ich bereit bin. Es ging nicht darum, im Falle des Falles besser oder schlechter als meine große Kollegin zu sein, aber die Vorstellung, da oben zu stehen, war nicht mehr furchteinflößend. Mir wurde klar, dass ich auf die Bühne gehöre. Dem langsamen Weg durch amerikanische Häuser mit oft sehr kleinen Partien folgte dann gleich der Sprung an die europäischen A-Häuser. Sie mussten lernen, ein Star zu sein. Reflektieren Sie die Gefahr, damit jemand anderes zu werden?

Nun, ich bin ja in dieses StarSein nicht hineingesprungen, sondern hatte einen Weg voller Rückschläge hinter mir. Wenn ich jetzt gerade Donizettis Maria Stuarda singe, dann scheint doch hinter mir diese enorme Reihe an Stars zu stehen: die Baker, die Caballé, die Sutherland oder die Devia. Ich traf rechtzeitig eine sehr bewusste Entscheidung, niemals so sein zu wollen wie andere Sänger, niemanden imitieren zu wollen. Aber wenn ich jene großen Kolleginnen auf Aufnahmen höre, denke ich natürlich oft: „Mein Gott, ich habe noch unglaublich viel Arbeit vor mir.“ September 2014 concerti  17


Interview

Wie gehen Sie damit um?

Ich besitze durchaus einen Glauben an das, was ich bereits erreicht habe. Aber dann ist nach jeder Vorstellung wieder nur Disziplin gefragt und die strenge Analyse: „War es ein guter, ein mittelmäßiger oder schlechter Abend, den ich da gesungen habe?“ Es geht also nur darum, mit mir selbst zu konkurrieren. Dieses Star-Gerede aber hat keine besondere Bedeutung für mich. Dazu ist es sowieso viel zu kurzlebig: Da draußen wartet bestimmt jemand, der diese Rolle übernehmen möchte. Was bedeutet es Ihnen, auf der Bühne ans Limit zu gehen, Risiken zu wagen – und dabei pure Perfektion aufzugeben?

Ich suche nach Perfektion, wenn ich mich auf eine Rolle und einen konkreten Auftritt beim Aufwärmen vorbereite.

Während der Vorstellung aber Expression und des Gefühls. gebe ich mir selbst die Erlaub- Denken Sie nur an Bellinis Arie nis, nicht perfekt zu sein. Der „Casta Diva“ in der Norma. Da Begriff „Perfektion“ ist da über- durchschreiten wir einen so haupt nicht mehr auf meinem puren, so konzentrierten, so Radar. Sie zu verlassen, wäre ungefilterten Weg der Kunst, also kein Versagen für mich. ein absolut nicht-intellektuelIch würde allerdings nicht sagen, dass es dabei mein Ziel ist, Risiken einzugehen, aber ich »Ich springe auf möchte so frei wie möglich sein, die Bühne und den Menschen wirklich die hoffe, dass mein Rolle zu vermitteln, die ich Fallschirm sich darstellen darf. Das heißt: Ich springe auf die Bühne und hofdabei öffnet« fe, dass mein Fallschirm sich dabei öffnet. les Abenteuer. Die Kritik am Ihr Repertoire des Belcanto Belcanto verstehe ich aber, zuwird von Kritikern gern der mal dann, wenn Sänger eben Künstlichkeit und bloßen nur den hübschen Klang in den Schönheit verdächtigt, also Mittelpunkt stellen. Hingegen nicht der Wahrhaf­tigkeit, die bewundere ich eine Maria CalSie als Sängerin anstreben. las als das beste Beispiel dafür, Was entgegnen Sie? was Belcanto sein kann. Es Der Belcanto führt uns in die muss hier die Aufgabe von uns sublimsten Landschaften der Sängern sein, dass die Stimme den Emotionen dient. Schließlich steht die Stimme doch ganz im Mittelpunkt, nicht das Orchester, vielleicht auch nicht so sehr das Drama an sich, das viele Menschen in manchen Opern des Belcanto für blöd halten.

Alle Emotionen – helle wie dunkle – möchte Joyce DiDonato ausdrücken 18 concerti September 2014

Diese Dramen bieten wunderbare Anlässe, mit wirklich allen Mitteln des Vokalen jene Gefühlslandschaften zu erkunden, die unser Alltag kaum kennt. Wahre – und eben nicht nur reine – Schönheit entsteht eben dann, wenn der Charakter einer Figur durch den Gesang offenbar wird. Hier kommt dann die eigene sängerische Persönlichkeit ins Spiel: Cecilia Bartolis Angelina in Rossinis La Cenerentola ist eine andere

Foto: Pari Dukovic Warner Classics

Und wie kommt die Wahrhaftigkeit zum Tragen?


als meine, da wir die Figur durch ein unterschiedliches Instrument zum Leben erwecken. Schließt »wahrer« Schön­ gesang dann auch bewusst hässliche Töne ein?

Natürlich. Denken Sie nur an die blutige Geschichte der Maria Stuarda. Da verlangt es die Intensität der Situationen, wirklich alle vokalen Farben einzusetzen, im Zweifel auch düstere und hässliche. Für Ihre aktuelle CD haben Sie sich auf Spurensuche nach verschütteten Kostbarkeiten des Belcanto gemacht. Gibt es da wirklich noch tolle Entdeckungen zu machen?

Wir haben über 500 Titel aus der Hochzeit des Belcanto durchforstet und Wunderbares aufgespürt in manchen kaum bekannten Opern von Pacini, Carafa, Valentini und Mercadante. Die Oper Stella di Napoli von Pacini gibt der CD ihren Titel. Als die Aufnahme geschafft war, haben wir gesagt: „Da müssen sich die Leute aber anschnallen beim Hören.“ Man darf also gespannt sein. Wie nehmen Sie in Amerika die Diskussion um das Regie­ theater war? Dekonstruktion ist in Ihrer Heimat kaum angesagt …

Ich habe entsetzlich langweilige altmodische Inszenierungen gesehen und fantastische moderne Regiearbeiten, glaube aber nicht, dass es darum geht, fortschrittliche und traditionelle Interpretationen gegeneinander auszuspielen. Für mich geht es in der Oper darum, Geschichten auf verblüffende

Weise zu erzählen, gern ästhetisch ambitioniert und herausfordernd. Aber ich gebe zu, kein großer Fan von allzu konzeptverliebter, rein verkopfter Regie zu sein. Gibt es für Ihre Stimme natür­ liche Repertoiregrenzen? Oder wäre die Amneris, die böse Mezzo-Hexe aus Verdis Aida, irgendwann doch denkbar?

Im Moment glaube ich, keinen Verdi singen zu müssen. Ich denke gern genau darüber nach, was ich einer Rolle mit meiner Stimme und meiner Persönlichkeit hinzufügen kann. Und das wäre dann wohl keine Amneris. Auch nicht die Eboli in Don Carlo?

Naja, die Eboli könnte ich mir eines Tages schon vorstellen, dann wahrscheinlich in der französischen Fassung. Wem vertrauen Sie als kritischehrlichem Hörer, wenn es um ihre eigene Leistung geht?

Wir können uns als Sänger ja niemals wirklich selbst zuhören, selbst wenn wir eine Vorstellung aufnehmen, spiegelt das nicht den authentischen Eindruck im Saal wider. Das überschwängliche Lob von Fans oder Freunden: „Du warst sagenhaft“, tut zwar gut. Aber wirklich wichtig sind Menschen, die meine Stimme und mich persönlich gut kennen, die einschätzen können, dass ich müde war und nicht meine komplette Kapazität abrufen konnte. Besonders wichtig sind auch alle jene Freunde und Familienmitglieder, die mit Oper eigentlich nichts zu tun haben: Mit denen kann ich über ganz andere, eben ganz normale Dinge reden.

Konzert-TIPPs

Baden-Baden Sa. 20.9., 19:00 Uhr Festspielhaus Joyce DiDonato (Mezzosopran), Orchestre de l’Opéra National de Lyon, Riccardo Minasi (Leitung). Belcanto-Arien von Bellini, Donizetti, Pacini, Rossini u.a. Essen Mo. 29.9., 20:00 Uhr Philharmonie (Alfried Krupp Saal) Programm s. Baden-Baden Paris Sa. 27.9., 20:00 Uhr Théâtre des Champs-Elysées Programm s. Baden-Baden Wien Fr. 17.10., 19:00 Uhr Theater an der Wien Händel: Alcina (konzertant). Joyce DiDonato (Alcina) Berlin Fr. 10.4. & Sa. 11.4., 19:00 Uhr Phiharmonie Joyce DiDonato (Mezzosopran), Charles Castronovo (Tenor), Ludovic Tézier & Florian Boesch (Bass), Rundfunkchor Berlin, Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle (Leitung). Berlioz: La Damnation de Faust online-Tipp

Joyce DiDonato singt „Non più mesta“ aus „La Cenerentola“ an der Metropolitan Opera Das Video sowie weitere Konzerte auf: www.concerti.de/didonato CD-Tipp

Stella di Napoli – Belcanto Arien von Rossini, Pacini, Bellini, Carafa, Donizetti, Valentini & Mercadante Joyce DiDonato (Mezzosopran), Orchestre et Chœur de l’Opéra National de Lyon, Riccardo Minasi (Leitung). Erato DVD-Tipp

Donizetti: Maria Stuarda Joyce di Donato, Elza van den Heever, Matthew Polenzani, Joshua Hopkins, Metropolitan Opera Orchestra, Maurizio Benini (Leitung). Erato September 2014 concerti   19


OPERN-Tipps Ausgewählt von unserem Experten Peter Krause

Konwitschnys Kindsmörderin

oper Engländer übersehen bis

heute gern, dass ihr Königshaus und ihr Nationalkomponist deutscher Herkunft sind. Hübsch doppeldeutig verbergen sich hinter dem Namen „George“ sowohl Maestro Händel als auch sein royaler Hannoveraner Namensvetter und Zeitgenosse, der als „George I“ das britische Weltreich regierte. Filmemacher Axel Ranisch und Komponistin Elena Kats-Chernin erzählen nun die Geschichte des Komponisten und seines königlichen Auftraggebers (Altist Jochen Kowalski) als Musiktheater. Die Australierin Kats-Chernin studierte bei Helmut Lachenmann, sie kombiniert pulsierende Rhythmen mit postmodernem Melos.

Janáčeks Jenůfa als Dorfdrama in intensivierender Reduktion oper Die emotionale Wucht

und Drastik der Geschichte um Janácˇeks Jenu ˚fa, deren Stiefmutter ihr uneheliches Kind ertränkt, ist schlimm genug. Da kann Meisterregisseur Peter Konwitschny, sonst gern auch ein Meister der intensivierenden Verfremdung, sich auf die Radikalität der Beschränkung verlassen. Nur ein Bett und ein

Tisch zieren die karge Bühne von Johannes Leiacker, auf der die Figuren die Tragödie im Milieu der dörflichen Enge als berührendes Kammerspiel ausagieren. Nur der Bühnenboden wandelt sich vom Rasengrün des Sommers, über den Schnee des Winters, in dem Jenu ˚fa ihr Kind gebiert und die Küsterin es ins tödliche Wasser wirft, bis zum blumensprießenden Frühling mit seiner Entdeckung des Mordes. Die in Graz gefeierte Inszenierung erarbeitet Konwitschny nun in Augsburg neu. Sa. 20.9. (Premiere), 19:30 Uhr Theater Augsburg Janáček: Jenůfa. Dirk Kaftan (Leitung), Peter Konwitschny (Inszenierung) 23., 26. & 28.9., 3., 9. & 19.10., 5., 8. & 28.11., 20.12., 4.1.

Die Atriden auf dem Parkdeck oper So macht man aus der Not

Komponistin Elena Kats-Chernin macht Händel zur Opernfigur Do. 25.9. (UA), 20:00 Uhr Orangerie Herrenhausen Hannover Kats-Chernin: George. Werner Seitzer (Leitung), Axel Ranisch (Inszenierung) Fr. 26., Sa. 27. & So. 28.9. 20 concerti September 2014

eine Tugend. Während der Umbauphase ihrer Hauptbühne bringt die Deutsche Oper Berlin die Eröffnungspremiere der Saison 2014/15 auf dem hauseigenen Parkdeck heraus. Eine spannende wie stimmige Lösung, ist doch Orestie von Iannis Xenakis als Open-Air-Spektakel angelegt: Sie wurde 1966 auf einem amerikanischen Baseball-Gelände uraufgeführt.

Mit der alten Geschichte der Atriden stellt Xenakis heutige Fragen nach Schuld, Mündigkeit und Eigenverantwortung des Menschen, die im urbanen Setting ihre irritierende Aktualität erfahren sollen. David Hermann inszeniert. Di. 9.9. (Premiere), 20:00 Uhr Parkdeck der Deutschen Oper Berlin Xenakis: Oresteia. Moritz Gnann (Leitung), David Hermann (Inszenierung). Fr. 12., Sa. 13., Mo. 15. & Di. 16.9.

Fotos: Werner Kmetitsch, Eric Larrayadieu, Bridget Elliot, Bruno de Lavanère, PD, privat

Der Komponist und der König


régis campos zweite oper oper Als deutsch-elsässischer

Brückenschlag feiert die erste auf einem Drama des Schriftstellers Bernard-Marie Koltès basierende Oper ihre gleich doppelte Uraufführung: im September auf Französisch in Straßburg, im Januar auf Deutsch in Nürnberg. Marcus Bosch dirigiert beide Versionen des an Régis Campo – in der

Ein verlassenes Hafenviertel – Quai Ouest im Bühnenbildmodell

Saison 2014/15 Nürnbergs Composer in residence – vergebenen Auftragswerks. Die Oper Quai Ouest zeigt eine Welt von verlorenen Menschen, die sich nur noch durch Tauschen und Dealen verständigen. In einem verlassenen Hafenviertel treffen sich die Gestrandeten der Gesellschaft, kreuzen sich die Lebenswege eines unlauteren Geschäftmanns auf der Flucht vor sich selbst und des Sohns einer Einwandererfamilie, die hier mit einer Gruppe von Außenseitern Quartier bezogen hat. sa. 27.9., 20:00 uhr oper straßburg sa. 17.1., 19:30 uhr oper nürnberg régis Campo: Quai Ouest. 30.9. & 2.10. Straßburg 20.1., 7., 15., 18. & 26.2. Nürnberg

  WEiTERE TiPPs Bochum

neither sa. 6.9., 20:30 uhr ruhrtriennale in der Jahrhunderthalle morton Feldman wollte mit Samuel beckett Oper neu definieren. Den kühnen Wurf von 1977 inszeniert romeo Castellucci kempten

die entFührung aus dem serail

do. 18.9., 20:00 uhr stadttheater Große Sensation an kleinem theater – rené Jacobs musiziert das mozart-Singspiel mit der Akademie für Alte musik berlin. Weitere termine in Amsterdam, brüssel und perugia göteBorg

antonín dvořáks erste oper oper Es ist kein Marketing-Gag

des Prager Dvorˇák Festivals, das im September weltweit führende Klangkörper und Solisten in die tschechische Hauptstadt einlädt: Höhepunkt der Festspiele ist die Uraufführung von Dvorˇáks erster Oper! Er hatte sich als 29-Jähriger den Text Alfred der Große des deutschen Romantikers Karl Theodor Körner als Grundlage seines Musiktheater-Erstlings gewählt. In Dvorˇáks Lebenszeit wurde seine Oper aber weder verlegt noch aufgeführt. 1938 kam es zu einer Inszenierung in Olmütz – allerdings in tschechischer Übersetzung. In einer Rezension ulkte man seinerzeit, die Oper klinge Wagnerischer als

Wagner selbst, verehrte der junge Dvorˇák den Bayreuther doch zutiefst. Wer es nicht zur Uraufführung schafft, kann die These später anhand der hier entstehenden CD überprüfen.

Wonderland/ Wasteland sa. 20.9., 18:00 opernhaus mit Ina Christel Johannessen aus Oslo und Anton Lachky aus bratislava verantworten zwei spannende Jungchoreographen die doppelte Uraufführung Bremen

die meistersinger Von nürnBerg so. 21.9., 15:30 uhr theater am goetheplatz Hausregisseur benedikt von peter wagt sich an Wagners geniale Komödie, um der politischen Dimension des Kunstdiskurses der singenden Handwerker nachzuspüren hamBurg

Dvořák selbst hat sie nicht erlebt: die Uraufführung von Alfred mi. 17.9. (ua), 20:00 uhr rudolfinum prag Dvořák: Alfred. Heiko mathias Förster (Leitung), Felix rumpf, Ferdinand von bothmer, petra Froese

Weitere tipps, termine, tickets und mehr: www.concerti.de

giselle so. 21.9., 18:00 uhr staatsoper Den ballett-Klassiker von Coralli, perrot und petipa überträgt John Neumeier behutsam in die Gegenwart. Wiederaufnahme mit der rumänischen primaballerina Alina Cojocaru als Giselle

September 2014 concerti   21


Exklusive Musikreisen mit der ZEIT Belcanto-Perlen in München

5

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MÜnCHEn Das Münchner Musikleben im September

2 Daniil trifonov

4 olga Borodina

5 Julian Rachlin

7 Bernard Haitink

Fotos: Dario Acosta Photography/DG, privat, Julia Wesely, Todd Rosenberg

Junger Tastenvirtuose

Fußball oder Musik?!

Mehr als nur eine Operndiva

Der Freunschaft zuliebe

2_Porträt »Wissen Sie, wann ich geboren wurde?« Kein Pianist wird derzeit mehr umjubelt als

der Tasten-Feuerkopf Daniil Trifonov. Doch im Gespräch gibt sich der 23-Jährige sehr zurückhaltend 4_regionale tipps So klingt München! Die wichtigsten Termine im September, ausgewählt von der concerti-Redaktion 10_ Klassikprogramm concerti 09.14 München 1


porTrÄT

»Wissen Sie, wann ich geboren wurde?« Kein Pianist wird derzeit mehr umjubelt als der tasten-Feuerkopf DaNiiL triFONOV. Doch im Gespräch gibt sich der 23-Jährige sehr zurückhaltend. Von Christian Berzins

Immer mit voller Kraft reinstürzen: Daniil Trifonov mag keine halben Sachen

„Wovon träumten Sie, Herr Trifonov, als Sie zehn Jahre alt waren?“ Eine Frage, die den 23-Jährigen ganz offenbar überrumpelt. Er überlegt, lächelt gequält, überlegt wieder und sagt dann: „Ich träumte von Alexander Skrjabins Klavierkonzert.“

W

o steckt dieser Rus- Seine Schultern scheinen gar se bloß? Schon ha- nicht recht am Körper zu halben wir via Zürich ten, der Blick geht ins Leere. dem Label in Berlin Druck ge- „Gehen wir in den Konzertsaal“, macht, damit jemand aus Mos- murmelt er nach einer halben kau das junge Genie Daniil Begrüßung, um dann stumm Trifonov in seinem Genfer Ho- durch die Gänge der Victoria tel anrufen möge. Doch kaum Hall zu schleichen. Am Podium ist das Telefon-Chaos angerich- angelangt, legt er die Noten auf tet, schlendert der Klavier- den Flügel und nimmt alsbald Triumphator gesenkten Haup- im Parkett des Konzertsaales tes die Rue Hornung hoch. Platz. 2 München concerti 09.14

Und das Leuchten in seinen Augen unterstreicht den Wahrheitsgehalt der verrückten Worte. Als habe er aber gemerkt, dass eine solche Frage in einem Interview nicht auf seine Klavierkunst zielen kann, fügt er hinzu: „Und klar, ich spielte damals oft Fussball und Eishockey, träumte folglich auch davon.“ Binnen dieser wenigen Sätze ist bereits klar: Fragen nach seinen Fussballhelden von damals machen bei diesem jungen Mann keinen Sinn – mit neun Jahren gab es in seinem Leben tatsächlich nichts anderes als das Klavier. Seine Eltern hatten nämlich beschlossen, mit dem Sohn nach Moskau zu ziehen, damit er dort am legendären Gnessin-Institut studieren konnte. Als er siebzehn war, wechselte der Teenager nach Cleveland in die Klasse von

Foto: Dario Acosta Photography / Deutsche Grammophon

Von Nizhny Novgorod über Moskau nach cleveland


Sergei Babayan – einem Russen, in dessen Unterrichtsstunden der Anzug Pflicht war. Was die Sehnsucht seines Schülers nach der Heimat seiner Kindheit indes nicht minderte: Voller Nostalgie und Heimweh komponierte das singuläre Talent eine Rachmaniana. Doch von eben diesen Kinderjahren im 500 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Nizhny Novgorod mag Trifonov heute nicht mehr viel erzählen. Und die sowjetische Geschichte der Stadt ist nicht die seine. Erst betont er, dass Nizhny Novgorod auch eine musikalische Stadt mit Konservatorium und Philharmonie sei, dann folgt die Frage: „Wissen Sie, wann ich geboren wurde? 5. März 1991“, gibt er die Antwort gleich selbst mit. Thema beendet. „Die Sowjetunion war nicht mein Leben.“ Erstaunlicherweise begann sein Leben nicht mit Klaviergeklimper, sondern der fünfjährige Bub komponierte – er eiferte dem Vater nach, einem Kirchenmusiker. Als Pianist erntete der schlaksige junge

Mann 15 Jahre später die ersten Lorbeeren mit dem 3. Preis beim Warschauer ChopinWettbewerb in Warschau, 2011 folgten erste Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv und beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb. Heute gibt Trifonov 100 Konzerte im Jahr, mittlerweile ist dieser Erfolg zu seinem größten Problem geworden: Denn vor lauter Konzerten bleibt ihm kaum noch Zeit, sich neues Repertoire anzueignen. Auf Tourneen hat er stets ein kleines Keyboard dabei – besteht keine Möglichkeit, am Klavier zu proben, komponiert er. Die emotionale Kraft für das Musiker-Jetset-Leben

Komponieren, Reisen, Konzerte geben, CD-Aufnahmen, üben, ein Leben zwischen Cleveland und Moskau … sind das nicht zu viele der Herausforderungen? Als Antwort ein Schulterzucken: „Wichtig ist, dass ich mich nach den Konzerten erholen kann: Die emotionale Kraft muss immer neu aufgebaut werden“, sagt der Shoo-

Do. 18.09. | 20:00

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung: René Jacobs

TIK_concerti_serail_040814_druck.indd 1

ting-Star. „Ich bin ein sehr spontaner Künstler, ich kann heute nicht wissen, wie ich morgen spiele. Da gibt es bei mir viel Intuition und Spontaneität.“ Wer Trifonov spielen hört, wird seine Worte bestätigen: Dieser Pianist stürzt sich so spektakulär in Tschaikowskys 1. Klavierkonzert, dass er in den Notenwogen zu ertrinken droht. Dann aber merkt man, wie mirakulös er sich von ihnen befreit – und jubelnd triumphiert. Konzert-TIPP

Do. 4.9., 20:00 Uhr Gasteig (Philharmonie) Daniil Trifonov (Klavier), Sächsische Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann (Leitung). Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15, Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll CD-Tipp

Liszt: Klaviersonate h-Moll, Skrjabin: Klaviersonate Nr. 2, Chopin: Préludes, Medtner: Märchen op. 26 Nr. 2 Daniil Trifonov (Klavier) Erscheint bei Deutsche Grammophon am 17.10.

Mit Robin Johannsen, Mari Eriksmoen, Mauro Peter, Julian Prégardien, Dimitry Ivashchenko und Cornelius Obonya Collegium Vocale der Sing- und Musikschule Kempten Akademie für Alte Musik Berlin

ww.theaterinkempten.de

04.08.14 16:57 concerti 09.14 München 3


So Klingt … München. Die wichtigsten Termine im September, ausgewählt von der concerti-Redaktion

Nicht nur im italienischen Repertoire zu Hause: Mezzosopranistin Olga Borodina

orchestermusik Olga Borodina gastiert mit den Rückert-Liedern an der Staatsoper

E

ine zu uninteressante Stimme“: Mit diesem Urteil musste sich die junge Olga Borodina aus Leningrad seinerzeit plagen, als sie in den 80er Jahren an der Musikschule des Leningrader Konservatoriums vorsang. Doch sie ließ sich nicht einschüchtern, blieb zäh. Im dritten Anlauf klappte es endlich, sie wurde zum Gesangsstudium zugelassen. So gar nicht zäh verlief dann ihre Karriere: 1992, sie war noch 4 München concerti 09.14

keine dreißig, debütierte sie in London an Covent Garden als Dalila – an ihrer Seite kein Geringerer als Plácido Domingo. Hier wie auch an der Scala in Mailand, der Met in New York und der Wiener Staatsoper ist die auch als Liedinterpretin Geschätzte seitdem ein häufiger Gast, vorzugsweise mit russischem, französischem und italienischem Repertoire. Da Borodina den Konflikt nicht scheut und sich mit Regisseu-

ren und deren Inszenierungen durchaus anlegen kann, sehen viele in ihr nur eine kapriziöse Diva. Dabei ist sie eher mutig, denn im glatt geölten Musikbetrieb, in dem ein Künstler hauptsächlich zu funktionieren hat, liebt man nicht unbedingt die kritische Auseinandersetzung. Und nicht nur in der Oper ist sie gefragt: In München wird sie mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko Mahlers Rückert-Lieder interpretieren.  Teresa Pieschacón Raphael Mo. 29.9. & Di. 30.9., 20:00 Uhr Bayerische Staatsoper Olga Borodina (Mezzosopran), Bayerisches Staatsorchester, Kirill Petrenko (Leitung). Mahler: RückertLieder, Sinfonie Nr. 6 a-Moll „Tragische“

Fotos: Julia Wesely, privat

Eine mutige Opern-Diva im Dienste von Mahler


»Bei uns wirst du angespuckt ...«

www.theater.ulm.de

Orchestermusik Julian Rachlin

gastiert bei den Philharmonikern

K

lassik und Fußball? Für Julian Rachlin alles andere als ein Gegensatz – und das keineswegs nur, weil der Geiger selbst gern kickt und Kontakte zu Ballkünstlern wie Toni Polster oder Lothar Matthäus pflegt. „Es gibt da viele Parallelen zwischen uns Musikern und den Fußballern“, meint der 39-Jährige. „Denn auch als Solist muss ich bei der ersten Probe mit dem Orchester tipptopp vorbereitet sein, die Disziplin muss stimmen, und ich muss zu einer bestimmten Zeit Höchstleistungen bringen – da interessiert dann keinen mehr, wie gut ich vorher im Training war.“ Ob dies wohl sein Jugendidol Hans Krankl während der eigenen aktiven Laufbahn auch immer so gesehen hat? Egal: Inzwischen zählt der österreichische Held von Cordoba, wo der Stürmer die Deutschen mit zwei Toren aus der WM ’78 schoss, jedenfalls zu Rachlins Freunden und besucht gern dessen Wiener Konzerte. Am stärksten beeindruckt sei Krankl dabei von den Sälen: „Das ist schon eine ziemlich edle Kulisse, wo Du arbeitest, hat er gemeint – bei uns in den Stadien wirst du angespuckt und mit BierbeChristoph Forsthoff chern beworfen ...“ Mi. 10.9., 20:00 Uhr Gasteig (Philharmonie) Julian Rachlin (Violine), Münchner Philharmoniker, Semyon Bychkov (Leitung). Schostakowitsch: Violin­ konzert Nr. 1 a-Moll, Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll

Premieren und Wiederaufnahmen 2014/2015 Giuseppe Verdi:

LA TRAVIATA

Premiere: 25. September 2014, Großes Haus Franz Lehár:

DIE LUSTIGE WITWE

Premiere: 6. November 2014, Großes Haus Engelbert Humperdinck:

HÄNSEL UND GRETEL

Wiederaufnahme: 16. November 2014, Großes Haus Claudio Monteverdi:

IL RITORNO D’ULISSE IN PATRIA

Premiere: 18. Dezember 2014, Großes Haus Luigi Cherubini:

MEDÉE (MEDEA)

Premiere: 5. Februar 2015, Großes Haus Wolfgang Amadeus Mozart:

COSÌ FAN TUTTE

Premiere: 26. März 2015, Großes Haus Benjamin Britten:

PETER GRIMES

Premiere: 7. Mai 2015, Großes Haus Leonard Bernstein, Stephen Sondheim, Arthur Laurents & Jerome Robbins:

WEST SIDE STORY

Premiere: 13. Juni 2015, Wilhelmsburg Wollte als Bub Fußballer werden: Julian Rachlin

theater ulm Herbert-von-Karajan-Platz 1 | 89073 Ulm Kasse: 0731 / 161 4444 | theaterkasse@ulm.de


Eine Bühne für die Stars von morgen Kammermusik Winners & Masters: ein Podium für den Nachwuchs

H

Die »Sonntagskonzerte« des Münchner Rundfunkorchesters

Prinzregententheater, München – 19.00 Uhr

Ermanno Wolf-Ferrari: »Die vier Grobiane« Max Bruch: »Die Loreley« Charles Gounod: »Cinq-Mars« Wolfgang Amadeus Mozart: »La finta semplice« ABo-Plus: Juan Diego Flórez und Jonas Kaufmann

Fr. 5.9. & Sa. 27.9., 20:00 Uhr Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Tomoaki Yoshida (Klavier). Werke von Mussorgsky, Mompou, Granados, Albéniz u. a. // Amadeus Wiesensee (Klavier). Werke von Bach, Liszt, Ravel u. a.

Mit internationalen Klassikstars Abonnement (4 Konzerte): Euro 144,– / 125,– / 103,– / 78,– / 49,– Abo-Plus (6 Konzerte): Euro 330,– / 290,– / 240,– / 180,– / 130,– Abo-Hotline: tel. 089/55 80 80 Passender Ort: der kleine Konzertsaal im Gasteig

Fotos: Julia Wesely, Matthias Schönhofer

Höhenflüge der konzertanten Oper:

erbert Schuch, Igor Levit, Jörg Widmann, Jan Lisiecki, Moritz Eggert: Heute kennt man sie in ganz Deutschland. Was sie eint? „Sie alle fingen einst bei ‚Winners and Masters’ an!“, freut sich Andreas Krause, der die Münchner Konzertreihe vor 25 Jahren gründete. Alles begann mit einem Konzert, das er für eine junge Geigerin organisierte, erzählt der promovierte Ökonom, der damals im Gasteig-Management arbeitete. „Weil es gut lief, machten wir weiter.“ Heute sind es 14 Konzerte pro Saison, regelmäßig besucht Krause Wettbewerbe und sucht Unterstützung bei Kulturinstituten, etwa für den Pianisten Tomoaki Yoshida oder sein derzeitiges Tasten-„Nesthäkchen“, den Abiturienten Amadeus Wiesensee. Seit 15 Jahren steht Krause dabei inzwischen der Kulturkreis Gasteig zur Seite: „Sie federn nicht nur eventuelle Verluste ab, sondern unterstützen mich in jeder Hinsicht.“ Denn früher kam es schon mal vor, dass Krause Projekte privat mitfinanzieren musste. Bereut hat er das indes nie: „Schließlich habe ich dadurch ein interessantes Leben und viele Freundschaften.“ Teresa Pieschacón Raphael


Edler Klang: Elisabeth Kulman singt die Alt-Partie

Das nachgereichte Freundschaftswerk chor & Orchester Beethovens

Missa Solemnis mit dem BR

V

Unser Radschlag für Sie:

on allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft.“ Diese klugen Worte schrieb der griechische Philosoph Epikur. Und was sagt man für gewöhnlich, wenn man ein Geschenk erhält? Man sagt: Danke. In diesem Sinne also: Danke, Ludwig van Beethoven, und danke, Erzherzog Rudolph von Österreich! Denn ihre Freundschaft hat der Nachwelt die Missa Solemnis beschert. Als Beethoven die Nachricht von der Ernennung Rudolphs zum Erzbischof von Olmütz erhielt, schrieb er freudig: „Der Tag, wo ein Hochamt von mir zu den Feierlichkeiten für I.K.H soll aufgeführt werden, wird für mich der schönste meines Lebens sein; und Gott wird mich erleuchten, dass meine schwachen Kräfte zur Verherrlichung dieses feierlichen Tages beitragen.“ Die Bischofsweihe selbst fand allerdings ohne die Messe statt: Erst 1823, mit drei Jahren Verspätung, konnte der Komponist seinem Freund das ihm gewidmete Werk überreichen. Auch wenn es nicht an die Popularität seiner Sinfonien heranreichte, hielt Beethoven selbst es doch für sein gelungenstes Werk. Stefanie Paul

»Mittwochs um halb acht« beim Münchner Rundfunkorchester

Do. 25.9. & Fr. 26.9., 20:00 Uhr Residenz (Herkulessaal) Beethoven: Missa solemnis. Genia Kühmeier (So­pran), Mark Padmore (Tenor), Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bernard Haitink (Ltg.) u. a.

ABo-HoTline: Tel. 089/55 80 80

Prinzregententheater, München – 19.30 Uhr

»I Got Rhythm« – Gershwin-Abend »God Jul« – Nordische Weihnacht Das Kino der anderen. Deutsch-deutsche Filmmusik Paris – La Belle Époque. Eine musikalische Promenade durch Paris

Vier schillernde Themenkonzerte mit Moderationen von Cornelia Froboess, Martina Gedeck, Marie Bäumer u. a. Abonnement (4 Konzerte): € 117,– / 100,– / 83,– / 67,– / 44,–


Große Orchester

!

r n: iere erfügba onn v t ab e sind z t e J lätz te P Bes

„Philharmonie Extra“ 2014 | 2015 4 Konzerte im Abonnement

Die Welt zu Gast in München: 7 Konzerte mit Weltklasse-Orchestern aus Luxemburg, London, Leipzig, Wien, Amsterdam, Berlin und St. Petersburg im Abonnement.

Donnerstag | 20. November 2014

Verdi Requiem

Münchner MotettenChor Münchner Konzertchor Kevin John Edusei Leitung Mittwoch | 3. Dezember 2014

Aus der Neuen Welt

Dvorˇák Suite A-Dur „Amerikanische“ Gershwin Concerto in F Dvorˇák Symphonie Nr. 9 e-moll Francesco Tristano Klavier Ken-David Masur Leitung Donnerstag | 19. Februar 2015

Carmina Burana

Münchner Konzertchor Münchner Oratorienchor Jonathan Stockhammer Leitung Dienstag | 17. März 2015

Russische Romantik Tschaikowsky Auszüge aus „Der Nussknacker“ Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 3 Teo Gheorghiu Klavier Kevin John Edusei Leitung

Leipzig

Wien

Mittwoch, 19. November 2014, 20 Uhr, Philharmonie

Orchestre Philharmonique du Luxembourg

Beethoven Violinkonzert D-Dur op. 61 Ravel Ma mère l’oye Gershwin An American in Paris Hilary Hahn, Violine · Joshua Weilerstein, Leitung Donnerstag, 11. Dezember 2014, 20 Uhr, Philharmonie

London Philharmonic Orchestra

Dvorˇák Die Mittagshexe – Symphonische Dichtung op. 108 Schostakowitsch Cellokonzert Nr. 2 G-Dur op. 126 Tschaikowsky Auszüge aus „Der Nussknacker“ op. 71 Sol Gabetta, Violoncello · Vladimir Jurowski, Leitung Dienstag, 17. Februar 2015, 20 Uhr, Philharmonie

Gewandhausorchester Leipzig

Dienstag, 24. Februar 2015, 20 Uhr, Philharmonie

Wiener Philharmoniker

Saison 2014/2015: 5 Konzerte im Abo

Sol Gabetta Violoncello

London

Tschaikowsky Violinkonzert D-Dur op. 35 Rachmaninow Symphonie Nr. 2 e-moll op. 27 Julian Rachlin, Violine · Riccardo Chailly, Leitung

KlassikPur Donnerstag, 11.12.14, 20 Uhr, Philharmonie

Luxemburg

Sol Gabetta

Brahms Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 Brahms Symphonie Nr. 4 e-moll op. 98 Daniele Gatti, Leitung Samstag, 7. März 2015, 20 Uhr, Philharmonie

London Philharmonic Orchestra Vladimir Jurowski, Leitung

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

Mittwoch, 21.1.15, 20 Uhr, Philharmonie

Academy of St Martin in the Fields

Joshua Bell

Samstag, 25. April 2015, 20 Uhr, Philharmonie

Joshua Bell, Violine & Leitung

Staatskapelle Berlin

Dienstag, 24.2.15, 20 Uhr, Philharmonie

Wiener Philharmoniker

Daniele Gatti

Brahms: Symphonien Nr. 2 D-Dur & Nr. 4 e-moll Daniele Gatti, Leitung

Tonhalle-Orchester Zürich · Lionel Bringuier, Leitung

Beethoven Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15 Strauss Ein Heldenleben Martha Argerich, Klavier · Daniel Barenboim, Leitung Samstag, 9. Mai 2015, 20 Uhr, Philharmonie

St. Petersburg Philharmonic Orchestra

Sonntag, 8. 3.15, 20 Uhr, Philharmonie

Yuja Wang Klavier

Sibelius Violinkonzert d-moll op. 47 Schostakowitch Symphonie Nr. 10 e-moll op. 93 Anne-Sophie Mutter, Violine · Andris Nelsons, Leitung

Yuja Wang

Brahms Violinkonzert D-Dur op. 77 Dvorˇák Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Julia Fischer, Violine · Yuri Temirkanov, Leitung

Mittwoch, 20.5.15, 20 Uhr, Philharmonie

Klaus Florian Vogt

Tenor City of Birmingham Symphony Orchestra Andris Nelsons, Leitung

tickets

Klaus Florian Vogt

Amsterdam

Berlin

St. Petersburg

Philharmonie im Gasteig

089 - 93 60 93 www.muenchenmusik.de


Tschaikowsky-Zyklus

FR · 31.10.14 · 20 Uhr Philharmonie

Russian National Orchestra Mikhail Pletnev, Leitung

Elina Garancˇa

„Meditation“ – Ausgewählte Werke von Puccini, Bizet, Gounod, Mascagni u.a. Brünner Philharmoniker Karel Mark Chichon, Leitung

FR · 14.11.14 20 Uhr · Philharmonie Midori Violine Violinkonzert Symphonie Nr. 4 MO · 26.1.15 20 Uhr · Philharmonie Khatia Buniatishvili Klavier Klavierkonzert Nr. 1 Symphonie Nr. 5

DI · 4.11.14 · 20 Uhr · Philharmonie

Rolando Villazón

Ausgewählte Werke u.a. von Puccini, Verdi, Donizetti, Massenet sowie spanische Zarzuelas Pumeza Matshikiza, Sopran Bohuslav Martinu˚ Philharmonie Guerassim Voronkov, Leitung

MI · 15.4.15 20 Uhr · Philharmonie Mischa Maisky Violoncello Rokoko-Variationen Symphonie Nr. 6 „Pathéthique“ MO · 1.12.14 · 20 Uhr · Philharmonie

MI · 26.11.14 · 20 Uhr · Herkulessaal

Martin Grubinger

Das neue Programm: ST. PETERSBURG

Werke von Ives, Dorman, Kodály, Piazzolla, Kerschek sowie weitere Werke für Schlagzeug und Orchester Camerata Salzburg John Axelrod, Leitung

Cecilia Bartoli I Barocchisti Diego Fasolis, Leitung

DI · 2.12.14 · 19.30 Uhr Philharmonie

MO · 17.11.14 · 20 Uhr · Philharmonie

John Williams Filmnacht

Mozart: Requiem Bernhard · von der Damerau Prégardien · Müller-Brachmann Chorgemeinschaft Neubeuern Orchester der KlangVerwaltung Enoch zu Guttenberg, Leitung

Musikalische Highlights und Filmszenen The Sound of Hollywood Symphony Orchestra 31.12.14-5.1.15 Prinzregententheater

Neues Programm 2014/2015

Peter I. Tschaikowsky

Schwanensee St. Petersburg Festival Ballett

Mit 48 Schwänen

Der größte Schwanensee aller Zeiten!

Mit den Magiern Ed Alonzo, Xavier Mortimer, Alberto Giorgi, Laurent Beretta, Martin Brock und Alpha

22.-28.12.14 Prinzregententheater

17.-19.11.14 Prinzregententheater

26.-28.12.14 Philharmonie

Der Disney-Klassiker auf Großbildleinwand – LIVE begleitet vom Sound of Hollywood Symphony Orchestra

Peter I. Tschaikowsky

Dornröschen

St. Petersburg Festival Ballett

sowie bei München Ticket

münchen

musik


PRogRAMM Das Klassikprogramm für München im September

tiPP

SONStiGES

11:00 & 16:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug 16:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug UMLaND

19:00 Braunviehstall Staatsgut achselschwang Klassikfestival AMMERSEErenade. Valentin Radutiu (Violoncello), Sophie Wang (Violine) 19:00 Schloss Elmau Adolfo Gutiérrez Arenas (Violoncello), Javier Perianes (Klavier). Werke von Schumann, Brahms & Mendelssohn 20:00 Schloss Seefeld Klassikfestival AMMERSEErenade: Cinema Aperitivo

2.9. DieNStag KONzErt

20:00 residenz (herkulessaal) Clara-Jumi Kang (Violine), Bucheon Philharmonic Orchestra, Hun-Joung Lim (Leitung). Jun: Credo für Orchester (UA), Tschaikowsky: Violinkonzert, Brahms: Sinfonie Nr. 4 MUSiKthEatEr

20:00 heppel & Ettlich Opernstammtisch: Ein Prosit auf Mozart, Wagner und Strauß! Julia Chalfin (Sopran), John Packard (Tenor), Henley Heyn (Sopran), Daniel Stratievsky (Klavier) SONStiGES

10:00 & 15:30 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 1) ARDMusikwettbewerb: Violoncello 11:00 & 16:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug UMLaND

18:00 Braunviehstall Staatsgut achselschwang Klassikfestival AMMERSEErenade. Sophie Wang (Violine), Gerda Guttenberg-Bastian (Klavier) 10 München concerti 09.14

3.9. MittWOch

18:00 Braunviehstall Staatsgut achselschwang Klassikfestival AMMERSEErenade: Happy Classic Hour by Steinway. Amadeus Wiesensee (Klavier). Werke von Bach, Hiller, Schumann & Ravel Ein vielseitig interessierter junger Mann: Neben dem Klavier findet Amadeus Wiesensee auch Zeit für sein Philosophie-Studium – der Karriere tut‘s keinen Abbruch. 19:00 Kloster andechs (FlorianStadl) Klassikfestival AMMERSEErenade. The Philharmonics. Werke von Brahms, Piazzolla, Kreisler u. a. 20:00 Kino Breitwand herrsching Klassikfestival AMMERSEErenade: Cinema Aperitivo

3.9. MittWOch MUSiKthEatEr

19:30 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Kaspar Hauser MUSiK iN KirChEN

19:00 Dom zu Unserer Lieben Frau Franz Raml (Orgel). Werke von Buxtehude, Bach, Vierne, Höller, Eben u. a. KiNDEr & JUGEND

15:00 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Prinz Kaspar (Premiere) SONStiGES

10:00 & 15:30 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 1) ARDMusikwettbewerb: Violoncello 11:00 & 16:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug

UMLaND

17:00 Veranstaltungszentrum Schondorf am ammersee Klassikfestival AMMERSEErenade: Cinema Aperitivo 18:00 Braunviehstall Staatsgut achselschwang Klassikfestival AMMERSEErenade. Amadeus Wiesensee (Klavier). Werke von Bach, Hiller u. a. Weitere Infos siehe Tipp 20:00 heilig Kreuzkirche Schondorf Klassikfestival AMMERSEErenade: Klangzauber Armenien. Araik Bartikian (Duduk), Anahit Abgarjan (Gesang), Helene von Rechenberg (Orgel), Ensemble Zeitsprung München

4.9. DONNeRStag KONzErt

20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Internationale Sommerkonzerte. Mathieu Gargulio (Violine), Rafael Pagnon (Viola), Ludmila Kruzhkova (Violoncello), Mihai Diaconescu (Klavier). Schumann: Klavierquartett Es-Dur, Brahms: Klavierquartett g-Moll 20:00 Gasteig (Philharmonie) Et in Arcadia sunt. Daniil Trifonov (Klavier), Sächsische Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann (Leitung). Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1, Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll MUSiKthEatEr

19:30 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Kaspar Hauser MUSiK iN KirChEN

19:00 residenz (hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten. Haydn: Klavierkonzert, Mozart: Klavierkonzert, Vivaldi: La Stravaganza 20:00 St. Markus Maxvorstadt Armin Becker (Orgel). Werke von Strauss, C. P. E. Bach, Kirmair, Delanoff, Grill & A. Becker KiNDEr & JUGEND

15:00 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Prinz Kaspar – oder das letzte Rätsel

Foto: Pressefoto Klassikfestival AMMERSEErenade

1.9. MONtag


sonstiges

10:00 & 15:30 Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (Studio 1) ARDMusikwettbewerb: Violoncello 10:00 & 15:30 Gasteig (Carl-OrffSaal) ARD-Musikwettbewerb: Klavier 11:00 Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (Studio 2) ARD-Musikwettbewerb: Bläserquintett 11:00 & 16:00 HMT München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug 16:00 Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (Studio 2) ARD-Musikwettbewerb: Bläserquintett. Teilnehmer des ARD-Musikwettbewerbs

5.9. Freitag Konzert

20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Winners & Masters: Tomoaki Yoshida (Klavier). Soler: Sonate Nr. 90, Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung, Mompou: El pont de Montjuic, Granados: aus „12 Danzas Españolas“ op. 37, Albéniz: Iberia Buch 1 Sonstiges

10:00 & 15:30 Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (Studio 1) ARDMusikwettbewerb: Violoncello 10:00 & 15:30 Gasteig (Carl-OrffSaal) ARD-Musikwettbewerb: Klavier

Umland

18:00 Braunviehstall Staatsgut Achselschwang Klassikfestival AMMERSEErenade. Hannah Jacobs (Fagott), Irina Kornilenko (Klavier), Ricardo Volkert (Gitarre). Werke von Liszt u. a. 20:00 Bootshaus Augsburger Segler-Club Utting Klassikfestival AMMERSEErenade. Szymanowski Quartet. Haydn: Streichquartett op. 33/1, Szymanowski: Streichquartett Nr. 1, Beethoven: Streichquartett op. 59/3 20:00 Schloss Seefeld Klassikfestival AMMERSEErenade: Cinema Aperitivo

11:00 & 16:00 Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (Studio 2) ARDMusikwettbewerb: Bläserquintett 11:00 & 16:00 HMT München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug Umland

18:00 Braunviehstall Staatsgut Achselschwang Klassikfestival AMMERSEErenade. Fiona Linden (Violoncello), Carolina Brem (Violine), Carmen Lehner & Stefanie Finke (Querflöte), Camilla Baier (Harfe), Nino Gurevich & Brigitte Helbig (Klavier)

20:00 Bootshaus Augsburger Segler-Club Utting Klassikfestival AMMERSEErenade. Sandra Pires (Gesang), Maria Mazo (Klavier), Valentin Radutiu (Violoncello). Chopin: Polonaise brillante op. 3, Ballade g-Moll op. 23, Paganini: Moses-Fantasie 20:00 Veranstaltungszentrum Schondorf am Ammersee Klassikfestival AMMERSEErenade: Cinema Aperitivo

6.9. Samstag Konzert

20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Int. Sommerkonzerte: Balazs Demeny (Klavier). Scarlatti: Sonate C-Dur K. 159, E-Dur K. 531, G-Dur K. 427, Liszt: Eroica aus „Études d’exécution transcendante“, Après une lecture de Dante, Skrjabin: Etüde cis-Moll op. 42, Beethoven: Sonate Es-Dur op. 81a, Schumann: Fantasiestücke Musiktheater

19:30 Schloss Nymphenburg (Hubertussaal) Kaspar Hauser Musik in Kirchen

18:00 & 19:30 Residenz (Hofkapelle) Residenz Serenade

25 Jahre raising stars Konzerte 2. Halbjahr 2014 München Freitag, 05.09.2014 Tomoaki Yoshida, Klavier, Japan Soler / Mussorgski / Granados / Albeniz

Samstag, 27.09.2014 Amadeus Wiesensee, Klavier, München Bach / Schumann / Kit Armstrong / Liszt/Ravel Samstag, 18.10.2014 Lea Birringer, Violine & Esther Birringer, Klavier, Österreich Auerbach / Franck / Chopin / Brahms

Freitag, 07.11.2014 Paris Tsenikoglou, Klavier, Griechenland Beethoven / Ravel / Psathas / Schubert Samstag, 13.12.2014 Albrecht Menzel, Violine & Amir Katz, Klavier, (D) Schumann/Janáček/Schnittke/ Schubert / Saint-Säens Mittwoch, 31.12.2014 Silvestergala FiveSax, Wien Bach / Händel / Piazzolla / Latin American Suite

Kulturkreis Gasteig e.V. München mit Partnern Karten c/o MünchenTicket www.muenchenticket.de, Tel: 089 / 54 81 81 81

Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 09.14 München 11


KlassiKprogramm

MUSiKthEatEr

MUSiK iN KirChEN

16:00 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Kaspar Hauser

20:00 abtei St. Bonifaz (Basilika) Int. Orgelkonzerte München. SoYoung Kim (Violine) & Franz Lörch (Orgel). Werke von Bach, Pepusch, Buxtehude, Saint-Saëns, Reger & Rheinberger

KiNDEr & JUGEND

11:00 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Prinz Kaspar – oder das letzte Rätsel 6.9. SaMStag

17:00 Schloss herrenchiemsee InselKonzerte. Lea Birringer (Violine), Esther Birringer (Klavier). Szymanowski: Violinsonate d-Moll op. 9, Hindemith: Violinsonate EsDur op. 11 Nr. 1, Respighi: Violinsonate h-Moll Kritiker loben ihr musikalisches Miteinander – kein Wunder, spielten die beiden Schwestern schließlich von klein auf zusammen. 19:00 Bürgersaalkirche München Elisabeth Zawadke (Orgel) KiNDEr & JUGEND

15:00 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Prinz Kaspar – oder das letzte Rätsel SONStiGES

10:00 & 15:30 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 1) ARDMusikwettbewerb: Violoncello 10:00 & 15:30 Gasteig (Carl-OrffSaal) ARD-Musikwettbewerb: Klavier 11:00 & 16:00 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 2) ARDMusikwettbewerb: Bläserquintett 11:00 & 16:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug UMLaND

14:30 & 15:30 St. Lukas Lehel Die Orgel erzählt Geschichten. Gerd Kötter (Orgel)

SONStiGES

10:00 & 15:30 Gasteig (Carl-OrffSaal) ARD-Musikwettbewerb: Klavier

10.9. MittWOch

SONStiGES

10:00 & 15:30 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 1) ARDMusikwettbewerb: Violoncello 10:00 & 15:30 Gasteig (Carl-OrffSaal) ARD-Musikwettbewerb: Klavier 11:00 & 16:00 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 2) ARDMusikwettbewerb: Bläserquintett

KONzErt

12:00 & 17:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Semifinale Bläserquintett 16:00 residenz (herkulessaal) ARDMusikwettbewerb: Finale Schlagzeug

11:00 & 16:00 hMt München (Großer Saal) ARD-Musikwettbewerb: Schlagzeug

20:00 Gasteig (Philharmonie) Julian Rachlin (Violine), Münchner Philharmoniker. Semyon Bychkov (Leitung). Schostakowitch: Violinkonzert Nr. 1, Brahms: Sinfonie Nr. 4

UMLaND

MUSiKthEatEr

12:10 Klosterkirche Fürstenfeld Fürstenfelder Orgelsommer. Willibald Guggenmos (Orgel). Werke von Knecht, Maes, Bourgeois, Pachelbel, Cage & Janca

19:30 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Kaspar Hauser

16:30 Kloster Benediktbeuern (Basilika) Benediktbeurer Konzerte. Festliche Bach-Trompetengala. Edgar Krapp (Orgel), Bach-Trompetenensemble München. Werke von J. S. Bach, C. P. E. Bach, Manfredini, Mouret, Marchand & Schnizer

8.9. MONtag SONStiGES

10:00 & 15:30 Gasteig (Carl-OrffSaal) ARD-Musikwettbewerb: Klavier

17:00 Schloss herrenchiemsee InselKonzerte. Lea Birringer (Violine), Esther Birringer (Klavier). Werke von Szymanowski Weitere Infos siehe Tipp

11:00 & 16:30 Funkhaus des Bayerischen rundfunks (Studio 2) ARDMusikwettbewerb: Bläserquintett

20:00 Schacky-Park Dießen Klassikfestival AMMERSEErenade: PicknickKonzert. Werke von Mozart, Flamencos u. a.

KONzErt

9.9. DieNStag

MUSiK iN KirChEN

19:00 Dom zu Unserer Lieben Frau Hansjörg Albrecht (Orgel), Bachorchester München. Werke von Braunfels

11.9. DONNeRStag KONzErt

16:00 Prinzregententheater ARDMusikwettbewerb: Semifinale Klavier. Semifinalisten, Münchener Kammerorchester MUSiKthEatEr

19:30 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Kaspar Hauser MUSiK iN KirChEN

19:00 residenz (hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten

12.9. FReitag KONzErt

16:00 Prinzregententheater ARD-Musikwettbewerb: Semifinale Violoncello. Semifinalisten, Münchener Kammerorchester

18:00 residenz (herkulessaal) ARDMusikwettbewerb: Finale Violoncello

17:00 Einstein Kultur Ensemble Luminus. Discover

GUTE KARTEN

19:00 St. Matthäuskirche Armin Becker (Orgel). Werke von Bovet, Sousa, Piazzolla, Sakamoto, López u. a.

17:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Anima e Core. Ala Coroid (Alt), Stuttgarter Kantaten Ensemble. Werke von Händel, Purcell, Porpora & Schubert

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7.9. SONNtag KONzErt

12 München concerti 09.14

muenchenticket.de 0 89 / 54 81 81 81

MUSiK iN KirChEN

20:00 abtei St. Bonifaz (Basilika) Int. Orgelkonzerte München: Roman Perucki (Orgel). Werke von J. S. Bach, C. P. E. Bach & Kruczek

Foto: Felix Broede

tiPP


Umland

18:30 MS Starnberg Königliche Wassermusik. Residenz Solisten

XXII. Internationale Orgelkonzerte 2014 München Basilika St. Bonifaz, Karlstrasse 34 Dienstag, 9. September, 20 Uhr

13.9. Samstag

Soyoung Kim Violine Franz Lörch Orgel

Konzert

16:00 Prinzregententheater ARDMusikwettbewerb: Finale Bläserquintett

Bach: Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537 Pepusch: Sonate III C-Dur für Violine & Orgel Buxtehude: Präludium und Fuge D-Dur Bach: Sonata I D-Dur für Violine & Orgel Bach: Fantasie g-Moll BWV 542 Saint-Saëns: Prière G-Durfür Violine & Orgel Reger: Introduktion und Passacaglia d-Moll Rheinberger: Suite c-Moll für Violine & Orgel

Musiktheater

19:30 Schloss Nymphenburg (Hubertussaal) Kaspar Hauser Musik in Kirchen

18:00 & 19:30 Residenz (Hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten. Vivaldi: Concerto a tre u. a. 20:00 Emmauskirche Harlaching Matthias Gerstner (Orgel) Umland

19:00 Klosterkirche Schäftlarn Edgar Krapp (Orgel), BachTrompeten­ensemble München, Arnold Mehl (Leitung) 19:00 Schloss Elmau Caroline Goulding & Alexi Kenney (Violine), Danae Dörken (Klavier). Werke von Mozart, Ysaÿe & Moszkowski 19:00 Schloss Schleißheim (Barocksaal) Viva Verdi! Arien aus „Nabucco“, „Rigoletto“, „La Traviata“ u. a. 20:00 Stadttheater Ingolstadt (Festsaal) Eberle Trio, Yumiko Urabe (Klavier). Werke von Eberle, Ravel u. a.

14.9. Sonntag

Weitere Termine (Beginn jeweils 20 Uhr)

Freitag, 12. September Dienstag, 16. September Freitag, 19. September

16.9. Dienstag Konzert

19:00 Bayerische Staatsoper Bühnen-Dinner. Nadja Michael (Sopran), Thomas Hampson (Bariton), Bayerisches Staatsorchester 20:00 Steinway-Haus Anna Sutyagina (Klavier) Musik in Kirchen

20:00 Abtei St. Bonifaz (Basilika) Int. Orgelkonzerte München: Giampaolo di Rosa (Orgel). Werke von Tournemire, Liszt & di Rosa

17.9. Mittwoch

Konzert

Konzert

16:00 Residenz (Herkulessaal) ARDMusikwettbewerb: Finale Klavier. Finalisten, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Michel Tabachnik (Leitung)

20:00 Prinzregententheater ARDMusikwettbewerb: Preisträgerkonzert

19:00 Steinway-Haus Maria Czeiler (Sopran), Stellario Fagone (Klavier). Werke von Mahler, Wagner u. a. 20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Mika Uzuki (Klavier). Schubert: Klaviersonate A-Dur D 664, Chopin: Nocturne cis-Moll op. 27/1 u. a. Umland

16:30 Kloster Benediktbeuern (Basilika) Benediktbeurer Konzerte: Goldenes Venedig. Axel Wolf (Laute), Grassauer Blechbläser Ensemble, Arnold Mehl (Leitung) 19:30 Mariä-Geburt Alling Christian Brembeck (Hammerflügel), Ensemble Salzburg Klassik. Mozart: Klavierkonzert Nr. 9 & 14 Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

Roman Perucki Polen Giampaolo di Rosa Italien Ursula Gram Schweden 20:00 Prinzregententheater ARDMusikwettbewerb: Preisträgerkonzert. Münchener Kammerorchester Musik in Kirchen

19:00 Residenz (Hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten Umland

20:00 August Everding Saal Grünwald Grünwalder Konzerte. Sharon Kam (Klarinette), Isabelle van Keulen & Ulrike-Anima Mathé (Violine), Volker Jacobsen (Viola), Gustav Rivinius (Violoncello). Brahms: Klarinettenquintett, Mozart: Klarinettenquintett 20:00 Theater in Kempten Mozart: Die Entführung aus dem Serail (konzertant). Akademie für Alte Musik Berlin, René Jacobs (Leitung)

19.9. Freitag

Musiktheater

Konzert

19:30 Circus Krone Kálmán: Die Zirkusprinzessin. Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz,

19:00 Schloss Nymphenburg (Hubertussaal) Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Angelika Lichtenstern (Violine), Nymphenburger Streichersolisten

Musik in Kirchen

19:00 Dom Zu Unserer Lieben Frau Hans Leitner (Orgel), Polizeiorchester Bayern, Johann Mösenbichler (Leitung). Werke von Bach, Ferran u. a.

18.9. Donnerstag Konzert

20:00 Gasteig (Philharmonie) Münchner Philharmoniker, Jörg Brückner (Horn), Semyon Bychkov (Leitung). Dvořák: Konzertouvertüre „Karneval“ & Sinfonie Nr. 9, Strauss: Hornkonzert Nr. 2

20:00 Gasteig (Philharmonie) Münchner Philharmoniker. Dvořák: Konzertouvertüre „Karneval“ & Sinfonie Nr. 9, Strauss: Hornkonzert Nr. 2 20:00 Residenz (Herkulessaal) ARD-Musikwettbewerb: Preisträgerkonzert. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks 20:00 Steinway-Haus Maria Baptist (Klavier) Musiktheater

19:30 Circus Krone Kálmán: Die Zirkusprinzessin. Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz concerti 09.14 München 13


KlassiKprogramm

tiPP

20:00 abtei St. Bonifaz (Basilika) Int. Orgelkonzerte München. Ursula Gram (Orgel). Werke von Orlinski, Vivaldi, Bach, Saint-Saëns, Sawa & Prokofjew

22.9. MONtag KONzErt

UMLaND

16:00 Katholische Pfarrkirche aschau Abschlusskonzert Meisterkurs Horn. Prof. Johannes Hinterholzer (Leitung) 20:00 St. Korbinian Unterhaching Camino – Mittelalterliche Musik. Ensemble für frühe Musik Augsburg

20.9. SaMStag KONzErt

14:00 Schloss Nymphenburg (Johannissaal) Svein Amund Skara (Klavier). Mozart: Sonate A-Dur KV 331, Schubert: Sonate A-Dur D 664, Wagner/Liszt: aus „Lohengrin“, Chopin: Scherzo b-Moll op. 31 17:00 Schloss Nymphenburg (Johannissaal) Svein Amund Skara (Klavier). Werke von Mozart, Beethoven, Debussy, Grieg, Chopin & Wagner/ Liszt 19:00 Kulturzentrum taufkirchen Schön wie der Tag. Die Jungen Tenöre MUSiKthEatEr

19:00 Bayerische Staatsoper Puccini: Tosca. Anja Harteros (Sopran), Marcello Giordani (Tenor), Thomas Hampson (Bariton) u. a. Weitere Infos siehe Tipp 19:30 Circus Krone Kálmán: Die Zirkusprinzessin. Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz, MUSiK iN KirChEN

18:00 & 19:30 residenz (hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten. Haydn: Zigeunertrio, Vivaldi: Die vier Jahreszeiten, Mozart: Divertimento 19:00 auferstehungskirche Westend Michael Pfeiffer (Orgel). Werke von Debussy, Vièrne u. a. SONStiGES

9:45 Bayerische Staatsoper Platzl Ballett extra: Ein Probentag mit dem Bayerischen Staatsballett 11:00 Bayerische Philharmonie Tag der offenen Tür UMLaND

15:00 Seniorenheim Planegg Pianistenclub: Hans Wolf (Klavier). Werke von Bach, Beethoven, Schubert u. a. 14 München concerti 09.14

19:00 inn-Museum rosenheim esBRASSivo

20.9. SaMStag

19:00 Bayerische Staatsoper Puccini: Tosca. Anja Harteros, Marcello Giordani, Thomas Hampson, Chor & Orchester der Bayerischen Staatsoper, Luc Bondy (Regie), Asher Fisch (Leitung) Gerade zurückgekehrt von seinem Segel-Urlaub – auch Sänger brauchen Erholung – stürzt sich Thomas Hampson als Baron Scarpia in die Intrigen. 19:30 rainer-Maria-rilke-Gymnasium icking (Konzertsaal) Meistersolisten im Isartal: Van Baerle Trio. Ravel: Klaviertrio, Say: Space Jump, Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 2 19:30 theater augsburg (Großes haus) Janáček: Jenůfa (Premiere). Peter Konwitschny (Regie), Dirk Kaftan (Leitung)

21.9. SONNtag KONzErt

20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Int. Sommerkonzerte: Maria Lebedeva (Klavier). Werke von Haydn, Mozart, Schubert, Liszt, Skrjabin u. a. MUSiKthEatEr

18:00 Bayerische Staatsoper Mozart: Die Entführung aus dem Serail. Constantin Trinks (Leitung) 18:00 Circus Krone Kálmán: Die Zirkusprinzessin UMLaND

11:00 Kupferhaus Planegg Junge Pianisten: Nino Margvelashvili (Klavier) 11:11 KOM-Kulturwerkstatt Olching Cornelia Löscher (Barockvioline), Varvara Manukyan (Cembalo). C. P. E. Bach: Violinsonaten Wq. 71, 72, 74 & 76 16:30 Kloster Benediktbeuern (Basilika) Benediktbeurer Konzerte. Mozart-Kammerchor & Kammerorchester Miesbach, Hans Peljak (Leitung). Mozart: Messe c-Moll 18:00 Kongresszentrum GarmischPartenkirchen (Olympiasaal) KULTurSOMMER Garmisch-Partenkirchen. Salonorchester des Münchner Rundfunkorchesters, Cord Garben (Leitung)

20:00 Gasteig (Black Box) Orpheus – des Sängers Phall. Monica Sardi (Mezzosopran), Trio minori, Stefan Hunstein (Rezitation). Werke von Fueting & Diaz Gavier (UA), Lesung & Konzert taNzthEatEr

19:30 Bayerische Staatsoper Simon: Der gelbe Klang. Bayerisches Staatsballett UMLaND

19:00 Schloss Elmau Simone Kermes (Sopran), Fauré Quartett. Werke von Strauss, Zöllner & Mahler 20:00 Stadttheater ingolstadt (Festsaal) delian::quartett, Per Arne Glorvigen (Bandoneon), Taneli Turunen (Gesang). Schostakowitsch: Theatersuite, Beethoven: Streichquartett Es-Dur op. 74, Finnische Tangos u. a.

23.9. DieNStag MUSiKthEatEr

19:30 Circus Krone Kálmán: Die Zirkusprinzessin. Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz UMLaND

19:00 Schloss Elmau Teodora Gheorghiu (Sopran), Julius Drake (Klavier). Werke von Schumann & Strauss

24.9. MittWOch KONzErt

19:30 Schloss Nymphenburg (hubertussaal) Nymphenburger Sommer. Magdalena Müllerperth (Klavier). Werke von Hindemith, Beethoven, Schubert & Liszt MUSiKthEatEr

19:00 Bayerische Staatsoper Puccini: Tosca. Anja Harteros (Sopran)

25.9. DONNeRStag KONzErt

20:00 residenz (herkulessaal) Beethoven: Missa solemnis. Genia Kühmeier (Sopran), Elisabeth Kulman (Mezzosopran), Mark Padmore (Tenor), Hanno Müller-Brachmann (Bassbariton), Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bernard Haitink (Leitung)

Foto: Dario Acosta

MUSiK iN KirChEN


20:00 Gasteig (Philharmonie) Münchner Philharmoniker, Asher Fisch (Leitung). Schubert: Sinfonie Nr. 5, Bruckner: Sinfonie Nr. 7

20:00 Gasteig (Philharmonie) Münchner Philharmoniker, Asher Fisch (Leitung). Schubert: Sinfonie Nr. 5, Bruckner: Sinfonie Nr. 7

Musiktheater

20:00 Residenz (Herkulessaal) Beethoven: Missa solemnis. Genia Kühmeier (Sopran), Elisabeth Kulman (Mezzosopran), Mark Padmore (Tenor), Hanno Müller-Brachmann (Bassbariton), Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bernard Haitink (Leitung)

19:00 Bayerische Staatsoper Strauss: Die schweigsame Frau 19:30 Prinzregententheater (Großes Haus) Tschitti Tschitti Bäng Bäng Musik in Kirchen

19:00 Residenz (Hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten Umland

19:00 Schloss Elmau Thomas J. Mayer (Bariton), Justus Zeyen (Klavier). Werke von Strauss, Wagner, Mahler, Pfitzner, Reger & Ullmann 20:00 Theater Ulm (Großes Haus) Verdi: La traviata (Premiere). Matthias Kaiser (Regie)

26.9. Freitag Konzert

20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Int. Sommerkonzerte: Stefano Maffizzoni (Querflöte) & Leonhard Westermayr (Klavier). Werke von Schubert, Franck & Borne

Musiktheater

18:00 Bayerische Staatsoper Mozart: Die Entführung aus dem Serail 19:00 Gasteig (Carl-Orff-Saal) Moosach macht Oper: Die Zauberflöte. Kristina Wuss (Regie) 19:30 Prinzregententheater (Großes Haus) Sherman-Brüder: Tschitti Tschitti Bäng Bäng Umland

19:30 Kurhaus Bad Wörishofen (Großer Kursaal) Festival der Nationen: Eröffnungskonzert. Vilde Frang (Violine), Nils Mönkemeyer (Viola), Kammerorchester Basel, Christoph Poppen (Leitung). Mozart: Ouvertüre „Die Hochzeit des Figaro“, Sinfonia Concertante Es-Dur, Sinfonie Nr. 41

20:00 Kupferhaus Planegg Weimarer Bläserquintett

27.9. Samstag Konzert

16:00 Steinway-Haus München Ching-Yen & Jenny Ku-Friedrich (Klavier). Werke von Beethoven, Chopin & Liszt 19:00 HMT (Großer Konzertsaal) Ingolf Turban (Violine), BundesSchulMusikOrchester, Andreas Puhani (Leitung). Nielsen: An der Bahre eines jungen Künstlers, Sibelius: Violinkonzert, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 19:30 Schloss Nymphenburg (Hubertussaal) Henschel Quartett. Mozart: Streichquartett Nr. 18, Dvořák: Streichquartett Nr. 12, Beethoven: Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132 20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Winners & Masters: Amadeus Wiesensee (Klavier). Werke von Bach, Schumann, Armstrong, Liszt & Ravel Musiktheater

11:00 & 19:00 Gasteig (Carl-OrffSaal) Moosach macht Oper: Die Zauberflöte 19:00 Bayerische Staatsoper Puccini: Tosca. Anja Harteros (Sopran)

DER RING DES NIBELUNGEN Richard Wagners Ring als Live-HörSpiel-Theater von Kaminski ON AIR Rheingold Di.

28.OKT 14 20 Uhr

Walküre Mi.

Siegfried Fr.

31.OKT 14 20 Uhr

Kulturzentrum Taufkirchen

29.OKT 14 20 Uhr

Götterdämmerung Sa.

01.NOV 14 20 Uhr

www.kulturzentrum-taufkirchen.de

Kulturzentrum Taufkirchen, Köglweg 5, 82024 Taufkirchen • Vorverkauf 089 / 666 72 151 • Abendkasse ab 19 Uhr Tickets bei allen an Münchenticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder unter www.muenchenticket.de • 089 / 54 81 81 81

Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 09.14 München 15


Klassikprogramm

19:30 Prinzregententheater (Großes Haus) Tschitti Tschitti Bäng Bäng

16:00 Kath. Pfarrkirche Aschau Abschlusskonzert Meisterkurs Oboe

Musik in Kirchen

16:30 Kloster Benediktbeuern (Basilika) Benediktbeurer Konzerte. Stiftskantorei Sankt Bonifaz, Camerata Andechs, Andreas Schwankhart (Leitung). Brahms: Ein deutsches Requiem

18:00 & 19:30 Residenz (Hofkapelle) Residenz Serenade. Residenz Solisten. Vivaldi: La Stravaganza u. a. Umland

19:00 Schloss Elmau Christiane Karg (Sopran) & Malcolm Martineau (Klavier). Werke von Strauss 19:30 Stadthalle Germering (Orlandosaal) Opern auf Bayrisch: Der Freischütz, Tannhäuser & Turandot 20:00 Kurhaus Bad Wörishofen (Großer Kursaal) Festival der Nationen: Hélène Grimaud (Klavier), Sol Gabetta (Violoncello). Werke von Schumann, Brahms, Debussy & Schostakowitsch 20:00 Schloss Hartmannsberg Bad Endorf Gragnani Trio 20:00 Schloss Neubeuern Till Fellner (Klavier). Werke von Mozart, Bach, Haydn & Schumann 20:00 Veranstaltungsforum Fürstenfeld (Stadtsaal) Tschechisches Nonett. Werke von Smetana u. a.

28.9. Sonntag Konzert

11:00 Gasteig (Philharmonie) Gratis in die Philharmonie: Classic & Light. Friedemann Winklhofer (Orgel), Hannes Läubin (Trompete). Werke von Albinoni, Bach, Franck, Janáček u. a. 12:00 Bayerisches Nationalmuseum Tell me, true love. Ensemble Phoenix Munich. Werke von Dowland 19:00 Gasteig (Philharmonie) Münchner Philharmoniker, Asher Fisch (Leitung). Schubert: Sinfonie Nr. 5, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Int. Sommerkonzerte: Dmitry Masleev (Klavier). Werke von Beethoven, Schumann, Chopin, Rachmaninow u. a. Musiktheater

17:00 Bayerische Staatsoper Strauss: Die schweigsame Frau 19:30 Prinzregententheater (Großes Haus) Sherman-Brüder: Tschitti Tschitti Bäng Bäng Musik in Kirchen

19:00 Himmelfahrtskirche Sendling Ensemble „Cantores“ Umland

12:00 Kurhaus Bad Wörishofen Festival der Nationen. German Brass u. a. 16 München concerti 09.14

18:00 Schloss Seefeld (Sudhaus) Jasmine Choi (Flöte) & Samuel Sangwook Park (Klavier). Werke von Telemann, Kuhlau, Fauré u. a. 19:00 Kloster Seeon (Abtskapelle St. Nikolaus) Viviana Wittmann & Erika Szavuly Schadner (Klarinette), Andrea Wittmann (Cembalo) 19:00 Kurhaus Bad Wörishofen (Großer Kursaal) Festival der Nationen. Julia Fischer (Violine), vbw Festivalorchester, Christoph Adt (Leitung). Mendelssohn: Hebriden-Ouvertüre, Sibelius: Violinkonzert, Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll 19:00 Rathaus Unterhaching (Foyer) Nina Karmon (Violine) & Denis Omerovic (Gitarre). Werke von Vivaldi, Giuliani & Piazzolla 19:00 St. Cäcilia Germering Philipp von Morgen (Violoncello), Thomas Scherbel (Orgel). Werke von Bach u. a. 19:00 St. Johannes der Täufer Emmering Sofie Lex (Sopran) 19:00 St. Joseph Tutzing Tölzer Knabenchor, Ralf Ludewig (Leitung)

29.9. Montag Konzert

20:00 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Ellen Seidel & Daniel Schneidt (Klavier). Werke von Schubert, Debussy & Ravel

GUTE KARTEN

»

muenchenticket.de 0 89 / 54 81 81 81

20:00 Bayerische Staatsoper Olga Borodina (Mezzosopran), Bayerisches Staatsorchester, Kirill Petrenko (Leitung). Mahler: Rückert-Lieder, Sinfonie Nr. 6 a-Moll „Tragische“ Umland

20:00 Evangelische Christuskirche Tegernsee Tegernseer Woche. Roland Götz (Orgel), Sepp Hornsteiner (Laute, Barockgitarre)

30.9. Dienstag Konzert

19:30 Gasteig (Kleiner Konzertsaal) Tomoko Sawallisch (Klavier). Werke von Beethoven, Chopin & Schumann 20:00 Bayerische Staatsoper Olga Borodina (Mezzosopran), Bayerisches Staatsorchester, Kirill Petrenko (Leitung). Mahler: Rückert-Lieder & Sinfonie Nr. 6 a-Moll „Tragische“ Umland

10:30 Kurhaus Bad Wörishofen (Kurtheater) Festival der Nationen: Ein Haydn-Spaß. Münchner Philharmoniker, Heinrich Klug (Leitung) 20:00 Ev. Christuskirche Tegernsee Tegernseer Woche. Sebastian Schober (Tenor, Rezitation & Leitung), Vokal­ ensemble Neuland Bad Aibling, Anette Hornsteiner (Harfe). Werke von Brahms, Britten, Schumann & Strauss

30.9.14 19.30 Uhr Kleiner Konzertsaal im Gasteig

Tomoko Sawallisch Klavierabend

Werke von Beethoven, Chopin und Schumann Kartenvorverkauf: München Ticket / Tel. 089-54 81 81 81 Kawashima GmbH / Tel. 089-99 20 07 54 www.kawashima-de.com Karten 23€ / erm.18€


Festivals Wir stellen Ihnen die interessantesten Programme, Orte und Künstler vor

Foto: Alte Oper Frankfurt

Altehrwürdig – programmatisch aber widmet sich die Alte Oper mit dem Musikfest Frankfurt den Aufbrüchen

24_Hessen Neuland erobern Das Musikfest Frankfurt zum Saisonstart der Alten Oper rückt Beethovens Opus 131 ins Rampenlicht und spürt Aufbrüchen in der Musik nach 26_Mitteldeutschland Töne gegen den Krieg Das Heinrich Schütz Musikfest widmet sich in diesem Jahr den Verquickungen von Musik und Politik Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

September 2014 concerti   23


Festivalguide

Aufbruchsstimmung hinter klassizistischer Fassade: Die Alte Oper Frankfurt lädt zum Musikfest

Neuland erobern

Z

um Auftakt ein Fest. „Opus 131 – Aufbrüche in der Musik“ prangt weithin sichtbar am klassizistisch anmutenden Arkadenportal der Alten Oper Frankfurt. Das Konzerthaus feiert sich in die neue Spielzeit, entspinnt ein Festival um ein einziges Werk. Wer die erste Auflage der ungewöhnlichen Idee voriges Jahr erlebt hat, weiß, was das bedeutet: Gut zwei Wochen lang werden die Türen im Prachtbau des Historismus mit weiß-goldbraunem 80er-Jahre-Interieur offen stehen, Künstler, Konzertgänger, Musikexperten 24  concerti September 2014

gemeinsam auf Entdeckungstour gehen. Werden musikalischen Aufbrüchen nachspüren, neuen Formen des Ausdrucks entdecken und dabei Grenzen aufheben zu Tanz, Text, Performance, Video oder Film. Mehr als nur Musik: Begegnungen zwischen Künstlern und Publikum

Musikfest Frankfurt. Zwei Wochen Ausnahmezustand. Zwei Wochen eigentümliche Waskommt-jetzt-Spannung. Jedes Konzert begleitet ein Reigen an Talkrunden, Künstlerbegegnungen, Gesprächen, Filmen,

Vor- und Nach(t)konzerten, die die Hundertschaften an Besuchern wie ferngesteuert treppauf, treppab durch die sechs Ebenen des Hauses zu den Schauplätzen des Festes pilgern lassen. Sie ins Gespräch bringen, in Bann schlagen – und am Ende eines langen Konzerttags doch nicht heim gehen lassen, sondern lieber noch an die lange Bar im großen Pausenfoyer zum späten Talk mit erhitzten Künstlern, wo die Emotionen des Konzerts noch fast mit Händen zu greifen sind und wildfremde Menschen wie alte Bekannte = Zeitraum

= Künstler

= Ort

Foto: Alte Oper Frankfurt

Das Musikfest Frankfurt zum Saisonstart der Alten Oper rückt Beethovens Opus 131 ins Rampenlicht und spürt Aufbrüchen in der Musik nach. Von Anita Strecker


über das eben Erlebte reden. gen“, sagt Alte Oper-Intendant Aufbrüche in der Musik: Dies- Stephan Pauly. Eines, das neumal gibt also Beethoven den gierig macht, „die hintergrünZeremonienmeister mit seinem digen Verbindungslinien der Streichquartett cis-Moll opus Konzerte zu erforschen“ und 131, das er 1826 – ein Jahr vor auch Experimentelles wagt. seinem Tod – vollendet und Zum Beispiel mit dem fünfdabei radikal mit allen kompo- stündigen Streichquartett von sitorischen Konventionen ge- Morton Feldman ohne Pause, brochen hat. Sieben Sätze, die während der Film „Street“ von ohne Pause ineinander überge- James Nares über die Leinwand hen. Freie Kadenzen wechseln flimmert. Danach spielen die mit streng ausgearbeiteten Pas- Berliner Philharmoniker unter sagen, die Musik folgt allein Sir Simon Rattle Werke von einem geheimnisvollen Erzähl- Schumann und dem zeitgenösfluss. Verstörend für Publikum sischen Komponisten Georg und Kritik. Beethovens Nach- Friedrich Haas – und dessen lass bleibt unverstanden, wird Streichquartett Nr. 3 präsenzum Aufbruch in die Zukunft tiert das Minguet Quartett an– und zum Leitmotiv des Mu- schließend zum Nach(t)konsikfests. zert in völliger Dunkelheit. Das spannt den Bogen weit, Oder mit dem Ensemble Molässt nicht nur das Opus 131 in dern, das ein Werk von Mark zig Versionen, Interpretatio- Andre uraufführt, in dem er nen und Zusammenhängen sich eigens für das Musikfest erleben, sondern spürt auch mit dem Opus 131 auseinanderanderen Komponisten nach, gesetzt hat. die quer durch die Epochen Das Publikum wird selbst Neuland erobert haben. „Entzum Akteur scheidend ist für uns, ein sinnliches, lebendiges Festivalpro- Grenzen sprengt das Musikfest gramm zu kreieren, mit tollen auch buchstäblich in der Alten Oper, breitet sich 13:40 aus zuSeite den 1 Konzertund 2014_concerti Hörerfahrun-124x58_4C DE_Anzeigen 01.07.14

Kooperationspartnern Schauspiel Frankfurt, Tanztheater Mousonturm, zum intimen Liederabend mit Christiane Karg ins Holzhausenschlösschen – und lässt das Publikum zum großen Finale schließlich selbst zu Akteuren werden: Beim Mammutprojekt „The great learning“ von Cornelius Cardew, das die Grenzen zwischen Publikum und Mitwirkenden, Laien und Profimusikern einreißt, alle einbezieht in einen musikalischen Prozess, der sich aus Klängen, Gesang, Sprache, Geräuschen, Bewegung entwickelt. Mehrere hundert Akteure aus der ganzen Region werden rund fünf Stunden lang durch die Alte Oper ziehen und sämtliche Säle und Foyers bespielen. Eine riesige Herausforderung, sagt Pauly – doch höchst „beglückend, das zu erleben“.

Musikfest Frankfurt 21.9. - 5.10.2014 Daniel Hope, Hagen Quartett, Fazıl Say, Minguet Quartett, Annette Dasch, Marc Minkowski, Sir Simon Rattle, Martin Grubinger

DONAUESCHINGER MUSIKTAGE

17.–19.10.2014

performances lesungen

konzerte

und

gefördert durch die

videos

ausstellung

filme installationen Details und Karten unter: www.swr.de/ donaueschingen

Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

September 2014 concerti   25


FEStiValGUidE

töne gegen den krieg das heinrich schütZ musikFest widmet sich in diesem Jahr den Verquickungen von musik und politik. Von Christian Schmidt

Auf Plänen von Heinrich Schütz basierend: die Orgel im Dom St. Peter und Paul in Zeitz

Seuchen, Tod und Gräueltaten in Musik gesetzt

Damit blieb Heinrich Schütz – abgesehen von einigen Auslandsaufenthalten zur musikalischen Weiterbildung in Venedig und seinen Fremdengagements am dänischen Hof – ei26  concerti September 2014

ner unfriedlichen Gegend treu, denn ein großer Teil seiner Lebenszeit wurde von bewaffneten Konflikten im eigenen Land geprägt. So erlebte Schütz den gesamten Dreißigjährigen Krieg hautnah als Zeit von Existenzangst, kulturellem Niedergang seiner eigenen Hofkapelle und unmittelbarer Grausamkeit – entsprechende ergreifende Klagen sind in seinen Briefen, Vorworten und Kompositionen überliefert. Und doch war es in dieser qualvollen Zeit vor allem Schütz, der trotz aller Erlebnisse mit seiner Musik Hoffnung zu vermitteln vermochte. Viele seiner Werke – allen voran die Psalmen Davids oder die Geistliche Chor-

musik 1648 – spiegeln die ureigenen Erfahrungen in unmittelbarer Nachbarschaft von Seuchen, Tod und nicht selten fürchterlichen Gräueltaten wider. Andererseits musste der „Sagittarius“ ganz pragmatisch ans (Über-)Leben denken, was mitunter gleichbedeutend war mit Huldigungen und Staatskunst. Ein Festival an Schütz‘ Lebens- und Wirkungsstätten

Diesem kaum beleuchteten Geflecht von Kunst und Politik widmet sich 2014 das Heinrich Schütz Musikfest, das in jedem Jahr dort zu Gast ist, wo sich authentische Orte des Schützschen Lebens ausmachen las= Zeitraum

= Künstler

= Ort

Foto: mathias marx

E

r war der erste deutsche Komponist von europäischem Rang: Heinrich Schütz lebte, wie könnte es anders sein, überwiegend in dem Gebiet, das man heute als Mitteldeutschland bezeichnet. Konnte sich die Gegend doch schon damals als kulturelles Zentrum des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation fühlen.


sen – ob im winzigen thüringischen Geburtsort Bad Köstritz, der sich ansonsten vor allem den Biertrinkern empfiehlt, am Kristallisationspunkt des sächsischen Hofkapellmeisters in Dresden oder in der Stadt der Kindheit und des Todes: im sachsen-anhaltinischen Weißenfels. Alle drei Festivalorte haben ihren eigenen Reiz: Dörflich verträumtes Ambiente verspricht man in Thüringen, dem Heinrich Schütz ja schon im frühen Kindesalter mit den elterlichen Gastwirtsleuten den Rücken kehrte. Während Weißenfels durch seinen Provinzresidenzcharakter besticht und das ambitionierte Schütz-Haus wirklich hervorragende Einblicke in das Leben des Komponisten erlaubt, verläuft sich die

Schütz-Ehrung in Dresden dann doch im Ungefähren einer an Kulturhöhepunkten nicht eben armen Großstadt, die dafür aber mit alternativer Anziehungskraft punktet. Voll Herzblut für den Allvater der deutschen Komponisten

Beim Heinrich Schütz Musikfest, dessen „Artist in Residence“ Ars Nova samt Paul Hillier in diesem Jahr ganz sinnfällig aus Kopenhagen stammen, nimmt man es dergestalt gern genau und freut sich immer auch ein bisschen wissenschaftlernd über „wohldurchdachte Programme“. Musikliebhaber, die sich auskennen und um die Ecke denken können, sind hier also besonders gern gesehen – doch keineswegs nur sie allein: Erweckt

das Festival doch gerade deshalb einen solch sympathischen Eindruck, weil es sich trotz aller manchmal ausgestellten Intellektualität voller Herzblut um den „Allvater der deutschen Komponisten“ kümmert, so dass es eine helle Freude ist, so viel echtes Engagement zu erleben. Am schönsten ist jedoch, dass dem Besucher ermöglicht wird, über die Musik auch dem Menschen Heinrich Schütz und seinen Zeitgenossen zu begegnen. Im besten Fall lässt sich so eine weit entfernte Zeit ergründen – und vielleicht sogar für die heutige etwas lernen. Heinrich Schütz Musikfest 10.10. - 19.10.2014 Collegium Vocale 1704, Ars Nova Copenhagen, ensemble polyharmonique, Ensemble Sagittarius u.a. Dresden, Bad Köstritz, Gera u.a.

FESTSPIEL der deutschen Sprache 2014 Goethe-Theater Bad Lauchstädt 11. bis 14. September 2014 Mitwirkende: Cornelia Froboess, Anna Thalbach, Henriette Richter-Röhl, Burghart Klaußner, Otto Mellies, Otto Schenk, Kai Schumann, Manfred Osten, Hellmuth Karasek u. a. Staatskapelle Weimar | Leitung Stefan Solyom Benjamin Moser (Klavier) Das gesamte Programm:

www.goethe-theater.com/festspiel Eintrittskarten, Besucherservice:

besucher@goethe-theater.com oder bundesweit bei allen

CTS-eventim-Verkaufsstellen Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH Parkstraße 18 | 06246 Goethestadt Bad Lauchstädt Foto: Candida Höfer Tel.: 034635 905472 Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

September 2014 concerti  27


rEportaGE

Auf dem Sprung: Die Finalisten erhoffen sich durch den TONALi-Wettbewerb einen entscheidenden Schritt auf ihrer Karriereleiter

klassik macht schule tonali grand prix 2014 concerti begleitet zwei

W

orkshop-Atmosphäre in der Privatuniversität Witten-Herdecke. Zwölf junge Geiger sitzen in Gruppen zusammen, diskutieren lebhaft. Vor ihnen liegen Karten mit Fragen. Was bedeutet für euch kulturelle Bildung? Wie soll das Konzertleben in Zukunft aussehen? Wie begeistert ihr junge Hörer für klassische Musik? Dazu fällt Aylin Amtmann sofort was 28  concerti September 2014

ein: „Na, das ist wie in der Küche. Am schönsten ist es, wenn alle mitkochen dürfen.“ Vernetzung statt Solonummer, Workshop statt Wettkampf

Aylin ist 20 und studiert im vierten Semester Violine an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Im März ist für sie ein Traum in Erfüllung gegangen: Sie ist als Stipendiatin bei TONALi dabei, Deutschlands

außergewöhnlichstem Musikwettbewerb. Denn hier geht es um weit mehr als Wertungsrunden, Punkteverteilung und perfekte Technik – weshalb die Gründer Amadeus Templeton und Boris Matchin denn auch gern von einem ganzheitlichen Kulturprojekt sprechen: „TONALi will junge Musiker anregen, das Konzertleben aktiv zu gestalten. Schüler zu Konzertmanagern machen. Nach-

Foto: tOANLi

junge geiger auf dem Weg zu deutschlands ungewöhnlichstem musikwettbewerb. Von Antonia Bruns


wuchskomponisten mit Nachwuchsmusikern vernetzen.“ Kurz: Innovative Wege für die Zukunft der klassischen Musik finden. Der dreitägige Workshop in Witten ist die erste Etappe. „Es ist toll, mit den anderen Stipendiaten mal darüber nachzudenken, wo man als Musiker eigentlich steht und was man mit seinen Konzerten erreichen will“, findet Aylin. „Bei anderen Wettbewerben bleibt jeder Teilnehmer für sich – hier ist alles viel familiärer, man fühlt sich verbunden.“ Klar weiß sie, dass sie im September gegen die anderen Stipendiaten antritt und nur einer den Hauptpreis von 10 000 Euro gewinnen wird, aber daran möchte sie jetzt lieber nicht denken. „Erst mal stehen die Schulkonzerte an.“ Auch dafür bereiten sich die Stipendiaten beim Workshop vor. Unter der konstruktiven Kritik von Pianist und Coach Helge Antoni haben sie 15 Minuten Zeit, ein Stück zu spielen und darüber zu erzählen. Aylin hat sich daheim vorbereitet und bunte Bilder ausgedruckt: Schulimpressionen – Schüler

in Gruppen, allein im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof. Dazu musiziert sie die Gavotte aus Bachs E-Dur-Partita. „An einer Stelle klingt es für mich so, als ob die Lehrerin kommt und einem das Handy im Unterricht wegnimmt“, erklärt Aylin und spielt die Takte. Die anderen Stipendiaten lachen. Für die Vorkonzerte werden Schüler zu Veranstaltern

hochschule. Und die Schüler sollen sein Konzert organisieren. Die 14-jährige Nuha kann es kaum erwarten: „Leonard ist ja ein großes Talent, und es ist was Besonderes, dass wir ihn unterstützen können, seinen Traum zu erfüllen.“ Mit Mitschülern und Lehrerin überlegt sie, was sie für gute Konzertwerbung brauchen: Plakate soll es geben. Aufrufe in Klassenzimmern. Und eine Durchsage im Schulradio – Leonard soll ja nicht vor leeren Stuhlreihen spielen.

Durch die Gänge der NelsonMandela-Schule in Hamburg dringt lautes Sprachengewirr, Jugendliche unterschiedlicher Kulturen, Religionen und sozialer Hintergründe lernen hier Verrückte Ideen? Bei TONALi gemeinsam. Eine kleine Grup- scheint nichts unmöglich pe hat sich in einem Klassen- Für Templeton und Matchin ist raum versammelt, um sich auf der TuttiContest das Herzstück. den TONALi TuttiContest vor- „Über einen jungen Menschen zubereiten. Ihr Ziel: So viele an die Klassik herangeführt zu Mitschüler wie möglich für das werden, das ist ein ganz pergroße Finalkonzert am 6. Sep- sönlicher und tiefgehender tember in der Hamburger Weg.“ Das Interesse der SchuLaeiszhalle zu begeistern. Da- len am TuttiContest sei mittmit das gelingt, gibt vorab einer lerweile so groß, dass es Warder TONALi-Stipendiaten in telisten gäbe. In ihrem kleinen ihrer Schule ein Konzert. Seit Hamburger Büro ist die kreakurzem wissen die Schüler, wer tive Atmosphäre des vierköpes ist: Leonard Fu aus Neu- figen TONALi-Teams „greifmünster, 17-jähriger Jungstu- bar“: Regale mit eingerollten dent an der Hamburger Musik- Plakaten, Büchern, Broschüren, Ordnern und DVDs ragen bis unter die Decke. Inmitten des Raums steht ein großer Tisch, HintErGrUnd alle arbeiten dort zusammen, konzentriert über ihre Laptops tONALi ist Instrumentalwettbewerb, musikvermittlung und gebeugt. Vor der Tür stapeln Jugendarbeit in einem. Seit 2010 in Hamburg ausgetragen, lädt das Kulturprojekt jährlich 12.000 Kinder und Jugendliche ein zu sich pink besprühte Obstkisten seiner ungewöhnlichen Form der Klassikvermittlung. Unter der für ein Flashmob-Konzert. „Das ehrenpräsidentschaft Christoph eschenbachs vergibt tONALi machen wir mit unserem dreiDeutschlands höchstdotierten Klassik-Nachwuchspreis für rädrigen Gemüsefahrzeug, talentierte Jung-Solisten zwischen 16 und 21 Jahren mit Wohnsitz dem kleinsten Konzertsaal der in Deutschland – im jährlichen Wechsel für Klavier, Violine und Welt“, erklärt Templeton enthuVioloncello. eine prominente Fachjury wählt bundesweit zwölf siastisch. „Der Cellist Konstantop-talente aus, die sich in der Finalwoche auf verschiedenen tin Bruns fährt damit durch Gebieten beweisen müssen. Höhepunkt ist das Finalkonzert mit Hamburg und spielt auf der der Deutschen Kammerphilharmonie bremen in der Hamburger Straße drei Konzerte. Die LeuLaeiszhalle. te können sich auf die ObstkisSeptember 2014 concerti  29


rEportaGE

Für die Schüler ist sie schon ein »Star«: Aylin Amtmann verteilt Autogramme nach ihrem Schulkonzert

ten setzen und zuhören.“ Bei TONALi-Konzerten ist eben kein Gedanke zu verrückt. Es ist soweit, Leonard Fu kommt für sein Konzert in die Nelson-Mandela-Schule. Mit dabei seine Schwester als Klavierbegleiterin. In der Aula haben die Schüler rund ums Klavier Stühle gestellt – Nuha und ihre Freunde mussten extra noch einige vom Hausmeister holen, damit sie für alle Schüler reichen. Zur Begrüßung hat sich Leonard etwas Besonderes einfallen lassen: Als er auf die Bühne kommt, streicht er eine türkische Melodie, die die Schüler sofort wiedererkennen – das Eis ist gebrochen. „Was hört ihr denn gern für Musik?“, fragt er. Und die Schüler erwidern: „Kannst du auch Musik aus einem Film spielen?“ Leonards lockere Art und sein kleines Konzert kommen prima an. „Er war so gut, ich glaube schon, dass er ins Finale 30 concerti September 2014

kommt“, ist Nuha überzeugt. Am Ende scharen sich die Schüler um ihn, schwenken TONALi-Postkarten: Jeder will ein Autogramm. Eine persönliche Verbindung, die langfristig bestehen bleiben soll. Denn auch nach dem Wettbewerb wird Leonard „seine“ Schüler wiedersehen, beim zwölf.orteFestival in Hamburg, noch einer der zahlreichen innovativen Ideen. Schülermanager organisieren für die Patenmusiker und ein junges Klassikpublikum ein Konzert, in Kooperation mit zwölf Stadtteilkulturzentren. Am Ende siegt nur einer – doch alle haben gewonnen

Doch jetzt ist erst einmal Sommer. Für die zwölf Stipendiaten bedeutet das: Üben, üben, üben – in Kürze beginnt die erste Vorrunde des Wettbewerbs. Während draußen die Sonne die Berliner in Scharen an den Badesee treibt, steht

dVd-tipp

ciao cello dokumentation über den tonali grand prix 2012 D 2013, 74 min, regie: Hannes treiber. produktion palms Fiction


Konzert-Tipps

Mo. 1.9., 20:00 Kulturkirche Altona TONALi14 – Multimedial visualisiertes Eröffnungskonzert Hannah Burchardt (Violine), TONALiGewinner: Christina Brabetz (Violine), Alexey Stadler (Violoncello), Elisabeth Brauß (Klavier), ElbtonalPercussion, Etienne Abelin (Music Animation Machine). Sadowski: „bipolar“ für Violine solo, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 15 A-Dur – Bearbeitung für Klaviertrio und Schlagzeug 2.-5.9. Staatliche Jugendmusik­ schule Mitte, Dialog im Dunkeln, Lichtmeß Kino Vorrunden, Konzerte, Finalistenwahl, Filmnacht u. a. Sa. 6.9., 19:00 Uhr Laeiszhalle (Großer Saal) TONALi14 - Finale TONALi14-Finalisten (Violine), Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Alexander Shelley (Leitung). Drei Violinkonzerte (die Auswahl bestimmen die Finalisten) von Sibelius, Bruch, Tschaikowsky, Mendelssohn, Brahms & Beethoven

Auch alle anderen Teilnehmer spielen an verschiedenen Hamburger Schulen – und bringen so Gleichaltrige mit Klassik in Berührung

Aylin in der Musikhochschule und geht ihre Stellen durch. Soloprogramm, Kammermusik und ein modernes Pflichtwerk von Martin Sadowski, Preisträger des letztjährigen TONALiKompositionswettbewerbs. „Ein wirklich kniffliges Stück. Ich hab mich schon zwischendurch mal gefragt, was ich mir

da wieder aufgehalst habe, ob das alles wirklich sein muss“, gibt Aylin zu. Natürlich würde sie gern unter die ersten Drei kommen und im Finale mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen spielen. Aber schon in Witten hat sie gesehen: Alle Teilnehmer haben ein unglaublich hohes Niveau.

LOUIS LEWANDOWSKI FESTIVAL 2014

Auch Leonard zählt die Tage bis zum Start der Finalwoche am 1. September. „Das Gute ist: Die Wettbewerbswoche ist nicht das Ende von TONALi. Selbst wenn ich den Hauptpreis nicht bekomme, geht es trotzdem weiter. Ich denke, irgendwie sind alle Stipendiaten schon jetzt Gewinner.“

Festival synagogaler Chormusik Berlin 19.-21. Dezember 2014

Fotos: TONALi

STAR & STRIPES Synagogalmusik jüdischer Komponisten aus Deutschland, die in die Vereinigten Staaten auswanderten www.facebook.com/LewandowskiFestival

www.louis-lewandowski-festival.de September 2014 concerti   31


REZENsiONEN CDs – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion Ein Musical für die Ewigkeit: 1957 schuf Leonard Bernstein seine Romeo und JuliaVersion – die West Side Story

Frisch wie am ersten tag

D

as Stück ist unverwüstlich, ohne Zweifel. Aber in dieser Einspielung wirkt es sogar frisch wie am ersten Tag: Musical-Kost vom Feinsten bietet die Neuaufnahme von Leonard Bernsteins Klassiker über New Yorker Bandenkriege und chancenlose Liebe. Michael Tilson Thomas und sein San Francisco Symphony bewegen sich äußerst souverän und wunderbar flexibel durch alle musikalischen Idiome, die Bernstein zur Schil32  concerti September 2014

derung des prallen New Yorker Straßenlebens aufgeboten hat. I feel pretty, oh, so pretty ...

Für die sängerische Qualität sorgt ein packendes Ensemble, allen voran Alexandra Silber als Maria und Cheyenne Jackson als Tony: Jazz-Elemente, Latinoklänge, Ironie, tief bewegende Momente, Tempo, jugendlicher Übermut – all dies wird stimmig umgesetzt, ohne Opernpathos, Manierismen und Weichspül-Gang. Dramatik

und reizvolle Schärfen in der Musik werden markant hervorgehoben, die Emotionen gehen unter die Haut. Das Ganze in einer für einen Live-Mitschnitt verblüffenden Klangqualität und mit aufwändigem Booklet. Was für eine inspirierende Einstimmung auf die neue Musiktheatersaison! Eckhard Weber Bernstein: West side story Alexandra Silber (maria), Cheyenne Jackson (tony), Jessica Vosk (Anita) u. a. San Francisco Symphony, michael tilson thomas (Leitung). AVIe/edel

Weitere rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de

***** = herausragend

Foto: San Francisco Symphony

cd des monats Im Musical-Glück: In dieser West Side Story springt der Funke über


Babylon fällt ohne spektakel

Jenseits der romantik im mondschein

spohr: der Fall Babylons Jakob eberlein, matthias Gey, rossen Krastev u. a., Konzertchor & Staatsorchester braunschweig, matthias Stanze (Ltg.). Coviello Classics (2 SACDs)

nachtgedanken. Werke von lahusen, Banter, kreisler & dediu elke Heidenreich (rezitation), Calmus ensemble Carus

Als Hilfsmittel für eine Neubewertung Louis Spohrs böte sich das Oratorium Der Fall Babylons an, das der KonzertChor braunschweig, Solisten und Orchestermusiker des Staatstheaters braunschweig und matthias Stanze reanimiert haben – auf offenbar bewusst wenig spektakuläre Weise. Stanze deutet dieses Werk weniger kampfeslustig als vielmehr bekenntnishaft, was sich vor allem in kontrastarmen und moderaten tempi äußert. Das wiederum ermöglicht ein betont differenziertes musizieren. Chor und Solisten fügen sich in das eher durchschnittliche Gesamtbild nahtlos ein. (CV)

elke Heidenreich und das Calmus ensemble haben sich auf entdeckungsreise in die Nacht begeben, jedoch ohne romantische mondscheinklischees, dafür hintersinnig, existenziell, ironisch, überraschend. mit vokalen preziosen zwischen Intimität, Kontemplation, Jazz-Anleihen und Groteske: Heidenreich rezitiert mit Wärme und empathie, das ensemble interpretiert mit gewohnt hochinspirierter Vokalkultur und überrascht erneut mit weiteren Facetten seiner Ausdrucksvielfalt. Diese CD empfiehlt sich sicherlich nicht nur als betthupferl: Dafür ist sie nämlich viel zu erfrischend. (eW)

gelungene reduktion

Ensemble Blumina

»Das Ensemble Blumina vereint drei exzellente Musiker zum Kammermusikspiel: Elisaveta Blumina (Klavier), Kalev Kuljus (Solo-Oboist beim NDR Sinfonieorchester Hamburg) und Mathias Baier, der seit 25 Jahren als Solofagottist der Staatskapelle Berlin wirkt. Die drei Musiker sind perfekt aufeinander abgestimmt, Poulencs ironisches Pathos nehmen sie mit dem rechten Maß auf, ohne zu übertreiben oder zu verkitschen.« (RBB Kulturradio)

im schatten der stars

honegger: könig david Devid Stresow (erzähler), Irm Hermann (Hexe), Junges ensemble und prometheus ensemble berlin, Frank markowitsch (Leitung). rondeau

Verdi: giovanna d‘arco Anna Netrebko (Sopran), plácido Domingo (bariton), münchner rundfunkorchester u. a., paolo Carignani (Ltg.). Deutsche Grammophon (2 CDs)

Äußerst jugendlich wirkt Honeggers Oratorium aus dem Jahr 1921 in dieser Aufnahme. Zum einen wurde statt der später entstandenen sinfonischen Fassung die ursprüngliche Version für Kammerensemble gewählt, zum anderen macht das „Junge ensemble berlin“ seinem Namen alle ehre: Frisch, aufregend neu und engagiert klingt alles an diesem Werk. Noch exzellenter die Leistung der Instrumentalisten, die in jedem moment genauestens aufeinander hören. Und in allen vollstimmigen passagen sorgt Dirigent Franz markowitsch für die entfaltung des ganzen Farbenreichtums der partitur. (KH)

mächtig gestutzt hat Verdi Schillers personen-tableau: Gerade mal fünf Darsteller sind in Giovanna d’Arco von den ursprünglich 27 aus Die Jungfrau von Orleans übrig geblieben. paolo Carignani hat die Oper 2013 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt, mit einem agilen, schlank aufspielenden, rhythmisch verlässlich geeichten münchner rundfunkorchester. Anna Netrebko und plácido Domingo gelingt eine überzeugende, stellenweise packende Darstellung. Francesco meli bleibt als Carlo VII. in ihrem Schatten. etwas mau der eindruck vom philharmonia Chor Wien. (CV)

**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

CD: Dabringhaus & Grimm 903 1827-6 SACD Das Ensemble Blumina wird zu hören sein beim Eröffnungskonzert am 3. September 2014 um 20 Uhr in der Laeiszhalle Hamburg:

BONJOUR LA RUSSIE 5. RUSSISCHES KAMMERMUSIKFEST HAMBURG 3. bis 29. September 2014 Künstlerische Leitung: Elisaveta Blumina www.russischeskammermusikfest.de


rEZEnSionEn

ein aufschrei gegen den terror stalins

romantischer klassiker der moderne

in höchsten tönen geschwärmt

schostakowitsch: klaviertrio nr. 2, arensky: klaviertrio nr. 1, rachmaninow: klaviertrio nr. 1 Atos trio Farao

Brahms: klarinettenquintett op. 115, klarinettentrio op. 114, 6 lieder martin Fröst, Janine Jansen, boris brovtsyn, maxim rysanov, torleif thedeen, roland pöntinen. bIS

larsson: sinfonie nr. 1, 4 Vignetten, pastorale, lyrische Fantasie u. a. Helsingborg Symphony Orchestra, Andrew manze (Leitung) cpo

trostlosigkeit und Verlorenheit durchziehen Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2. Und das Atos trio weiß um dies dunkle Wolkenmeer, macht selbst in scheinbar tänzerischen Augenblicken unmissverständlich klar, dass auch diese treibenden momente allenfalls ein Aufschrei sind ob des damaligen terrors Stalins. eine Intensität, die aufwühlt. Was auch für die Werke Arenskys und rachmaninows gilt: Statt zu donnern, setzen die Drei hier auf ein rhythmisch genau kalkuliertes Spiel, um sich dann umso mehr mitnehmen zu lassen von der düsteren melancholie. Die hohe Kunst der Finsternis! (CF)

Schwärmen möchte man – schwärmen in den höchsten tönen! martin Fröst und seine Freunde setzen mit dieser Aufnahme nicht nur maßstäbe, sondern geben sich Quintett wie trio mit einer Liebe hin, bei der jeder nüchtern-kritische Widerstand zwecklos ist. Schwärmen und schmachten mit schier unglaublicher Intensität und beweisen doch zugleich mit ihrem klanglich feinsinnigen Spiel, wie wichtig ihnen jedes Detail ist. Dass der schwedische Klarinettist zudem einige Lieder bearbeitet hat, zeigt seine Vielseitigkeit – einzigartig ist die Vielzahl seiner Farben und Nuancen. (CF)

Lars-erik Larsson (1908-86) wird in Schweden öfter gespielt als berwald, Stenhammar oder Alfvén. er war ein retro-romantiker mit gelegentlicher Neigung zu moderner Harmonik, schrieb leicht zugängliche musik, durch die meist ein sommerlich südschwedischer ton weht. Die hier mit erfreulicher Frische, plastizität und Klarheit eingespielten Werke repräsentieren die ganze stilistische bandbreite Larssons – sicher nicht der originellste Komponist aus Schweden, aber für den nächsten NordlandUrlaub ist diese opulente CD so unverzichtbar wie mückenspray und regenmantel. (Vt)

Bravourös wachgeküsst

in liebe verbunden

Vom reiz der überraschung

i. müller: klarinettenkonzerte nr. 3-6 Friederike roth & Johannes Gmeinder (Klarinette), philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus, evan Christ (Leitung). mDG

strauss: don Quixote, cellosonate maximilian Hornung (Cello), paul rivinius (Klavier), Symphonieorchester des bayerische rundfunks, bernard Haitink (Leitung). Sony Classical

dvořák: sinfonie nr. 8 g-dur op. 88, legenden op. 59 bournemouth Symphony Orchestra, José Serebrier (Leitung) Warner Classics

Statt zu klagen, dass es zu wenig für ihr Instrument gibt, hat sich Friederike roth auf die Suche begeben und Klarinettenkonzerte des vergessenen Virtuosen und Komponisten Iwan müller zutage gefördert. Dessen Werke sind eine beglückende bereicherung. müller verbindet sinnliche melodien mit virtuoser brillanz. Zündende rhythmen und Farben, feierlicher Überschwang, Opernkantabile, ausgekostete melancholie und frappierende Kontraste machen diese Stücke zu klingenden Füllhörnern. Vor allem, wenn sie so bravourös aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst werden wie auf dieser CD. (eW)

maximilian Hornung liebt dieses Werk – und eben diese Zuneigung ist in jedem Cello-ton seines Don Quixote zu hören! Der bayer setzt die effekte, wo Strauss diese auch selbst platziert hat und hält sich zurück, wo subtile töne gefragt sind. eine klangsinnliche Differenziertheit, die bernard Haitink und die br-Symphoniker aufs Köstlichste aufzunehmen wissen, so dass diese „Fantastischen Variationen“ immer wieder zu einer fantastisch karikierenden persiflage geraten. Dass dagegen die Sonate abfällt, liegt allein am Stück – mag Hornung dies Jugendwerk auch voll Furor aufwirbeln. (CF)

Dvořáks Achte, abgehört und abgespielt? Nicht, wenn José Serebrier sich der „englischen“ Sinfonie nähert: Denn der maestro erweist sich einmal mehr als jener „größter meister orchestraler Klang-Gewichtung“, als den ihn einst sein mentor Leopold Stokowski lobte. Nimmt er sich doch des böhmischen Liedguts im Werk mit großer ernsthaftigkeit an und verdeutlicht so Dvořáks kontrapunktische wie variative Ideen. So entwickelt sich ein ebenso behutsamer wie klanglich differenzierter Aufbau – der am ende für eine ebensolch reizvolle Überraschung gut ist wie der Legenden-Zyklus. (CF)

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***** = herausragend


auf dem Weg nach ganz oben schumann: Fantasie c-dur op. 17, c. p. e. Bach: Fantasie fis-moll, schubert: Wanderer-Fantasie op. 15 Danae Dörken (Klavier) ArS produktion

Fantasy hat Danae Dörken ihr zweites Album getauft – offenbar im Selbstbewusstsein des internationalen Auftritts. Zu recht, müssen wir nach dem kritischen Hören zugeben, denn die 23-Jährige zeigt sich nicht nur fasziniert von der Fantasie-Form, sondern offenbart vor allem persönlichkeit an den tasten. Im Schumann verquickt die pianistin romantischen Geist mit barocker polyphonie, in der Wanderer-Fantasie wird das Virtuose Ausdruck – und mit der Wahl C. p. e. bachs beweist die rheinländerin neben Jubiläums-Geschick vor allem erzählerische Intensität. Dieser twen wird Karriere machen. (CF)

reine herzenssache

messiaen: thema & Variationen, schubert: rondo d 895, chausson: poème, Brahms: sonate op. 108 u. a. Itamar Zorman (Violine), Kwan Yi (Klavier). profil

man(n) kann es sich für sein CD-Debüt einfacher machen. Doch für Itamar Zorman war es eine Glaubenssache, und so hat der Israeli für dies „portrait“ lauter Herzensstücke ausgewählt, deren Interpretationen die reife des 29-Jährigen bestätigen: Subtil, beinahe kontemplativ gelingt messiaens Thème et variations, erfolgreich spürt er den melodischen Aspekten in Hindemiths Sonate nach. Wie der Geiger und pianist Kwan Yi ohnehin weder bei Chaussons Poème noch in brahms‘ d-moll-Sonate die große Virtuosenschau proben, sondern nach passenden Gestaltungsarten suchen. erfolgreich! (CF)

KURZ BESPROCHEN Vivaldi: solo concertos rV 99, 429, 504, 417, 106, 450 6 107 barocksolisten münchen hänssler Classic Schöner Konzert-mix mit einigen weniger bekannten Werken, musiziert mit Liebe zum Detail. Jeder darf hier mal glänzen – ein bemerkenswertes Stück Instrumentationskunst! (KH) herzogenberg: totenfeier, requiem monteverdiChor Würzburg, thüringen philharmonie, Solisten, m. beckert (Ltg.). cpo renaissance für brahms‘ Zeitgenossen Herzogenberg: Seine suggestive Chormusik zieht in bann, Chor und Orchester lassen die musik glühen. Nur einige Solisten fallen ab. (eW)

2506 m radikale resonanz 3

ensembleresonanz.com

tschaikowsky: die Jahreszeiten Grigoryan brothers (Gitarre) material records Der papa hat tschaikowskys Klavierzyklus arrangiert, seine beiden Söhne spielten die Fassung für zwei Gitarren wohl ausbalanciert und mit empathischer Gelassenheit ein. (rD)

atavistic music – extreme Jazz Yojo (Klavier), Alexander Suleiman (Violoncello) tyxart ein pianist, der keine Genregrenzen kennt, ein Cellist, der das Saiten-Abenteuer liebt – gibt im ergebnis einen ebenso wilden wie intelligenten ritt durch die tonräume. (CF) onlinE-tipp

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**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

Klassik. Klub. Konzerte. Jetzt im Bunker auf St. Pauli Eröffnung: 31.10.2014


blind GEHÖrt

gerade mal 26: Alice Sara Ott wurde 1988 als tochter einer japanischen mutter und eines deutschen Vaters in münchen geboren. bereits mit vier Jahren begann sie mit dem Klavierspiel. Als jüngste teilnehmerin überhaupt gewann sie mit 15 Jahren beim klavierwettbewerb silvio Bengalli in Italien den 1. preis und studierte bei dem legendären Lehrer karl-heinz kämmerling in Salzburg.

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Foto: marie Staggat/DG

ZUr pErSon


»Cortot ist wie ein guter alter Whiskey« Die Pianistin Alice Sara Ott hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt. Von Jakob Buhre

I

ch hoffe nur, dass ich die Kollegen nicht erraten muss“, scherzt Alice Sara Ott zu Beginn des Treffens in einem Konferenzraum ihrer Plattenfirma in Berlin. Doch dann hat die 26-jährige deutschjapanische Pianistin beim Hören mitunter recht schnell die richtigen Namen parat – und gerät bei großen Vorbildern ins Schwärmen.

Mozart: Klavier­ konzert Nr. 13 C-Dur KV 415, 1. Satz Martin Helmchen (Klavier), Netherlands Chamber Orchestra, Gordan Nikolić (Leitung). 2007. Pentatone Classics

Oh, die Staccatti und Arpeggii am Anfang, das ist natürlich ein Statement! Das hat ein bisschen einen romantischen Touch, und die Verzierung hier, das habe ich so noch nicht gehört. Ach, das ist Martin Helmchen? Wirklich? Ich finde, das hier ist keine allzu übliche Art und Weise, das ganze anzugehen. Wie er artikuliert, wie er die ganzen Ornamente macht, bei der Dynamik geht er mehr in Extreme, bringt Sachen stärker raus. Ich finde, er schafft es, aus diesem einfachen, schlichten Konzert etwas sehr Starkes zu machen. Das ist eine Mozart-Interpretation, die man

so schnell nicht vergisst. Über Mozart kann man natürlich ewig diskutieren, wo viele Werke so einfach und schlicht geschrieben sind – da gibt es tausend Interpretationsmöglichkeiten. Ich selbst habe noch gar nicht so viel Mozart gespielt, mich nicht herangetraut, eben weil es so „nackte“ Musik ist. Jedes Kind würde Mozart spielen, weil es denkt, es ist einfacher als Chopin. Aber das ist natürlich ein Trugschluss.

türlichkeit, diese Beseeltheit, die versucht man natürlich zu erreichen. Ich kenne keine Aufnahme von Michelangeli, die ich nicht mag. Und alle, wirklich alle Kollegen, die ich treffe, sagen das. Zuletzt habe ich mit Michail Pletnjew gespielt, und er meinte auch: Michelangeli!

Ravel: Klavier­ konzert G-Dur, 2. Satz Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier) Philharmonia Orchestra Ettore Gracis (Leitung) 1958/2000. EMI

Das ist sehr langsam, sehr verinnerlicht, sehr expressiv, man hört, dass viel Gewicht auf jede einzelne Note gelegt wird. Kann ich den dritten Satz einmal hören? Oh, da ist schon relativ schnell. Das Stück ist eigentlich nicht schnell geschrieben, es steht nur Allegretto drüber. Ich hatte die Sonate vor kurzem selbst im Konzertprogramm. Den dritten Satz spiele ich langsamer. Ich würde es auch nicht als ein sehr wuchtiges Stück auffassen. Ich benutze auch viel weniger Pedal. Wenn man am Anfang das Pedal im fünften Finger liegen lässt, dann ist das nicht wie es in den Noten steht, da ist der Schwerpunkt auf dem dritten Finger, auf dem zweiten Ton

Ich glaube, das ist Michelangeli. Den 2. Satz, den spielt keiner so wie er. Das ist ein so schwieriges Stück, weil es sehr schnell auseinanderfallen kann. Da einen großen Bogen zu spannen, ist eine immense Arbeit. Er spielt es unglaublich langsam, aber es klingt wie das Natürlichste auf der Welt. Ich saß da wirklich Stunden dran und habe versucht, das in einem ähnlichen Tempo zu spielen. Das ist meiner Meinung nach genau so, wie Ravel es wollte. Diese Einfachheit, Na-

Beethoven: Sonate Nr. 17 d-Moll op. 31 Nr. 2 „Der Sturm“, 1. & 3. Satz Alfred Brendel (Klavier) 1993. Philips

September 2014 concerti   37


Wer spielt das? Brendel? Mein Lehrer hat Brendel sehr geschätzt. Er hat mit uns oft Abende gemacht, wo wir ein Stück richtig auseinandergenommen und verschiedene Interpretationen nebeneinandergelegt haben. Und eine Aufnahme von Brendel war immer dabei.

eine starke Persönlichkeit dahinter. So wie das anfängt, also vom Anschlag her, da hätte ich jetzt auf Hélène Grimaud getippt. Ich habe sie mehrfach live gehört, sie hat eine sehr starke linke Hand. Ich selbst neige auch dazu, die linke Hand sehr hervorzuheben, deswegen erkenne ich so etwas.

Bartók: 6 rumänische Volkstänze sz 56 Hélène Grimaud (Klavier) 2010. Deutsche Grammophon

chopin: nocturne c-moll op. 48 nr. 1 Friedrich Gulda (Klavier) 1959/2009. Audite

Das Stück habe ich zuletzt gespielt, als ich acht Jahre alt war. Mein erster Lehrer war Ungar. Ich glaube, hier steckt

Differenzierte Klangbilder weiß sie nicht nur zu spielen, sondern auch zu erhören: Alice Sara Ott

38 concerti September 2014

Das ist hingegen sehr rechtsorientiert. Aber es gefällt mir. Oh, was ist das? Die Stelle mit dem hohen C, kann ich die nochmal hören? Das ist keine sehr moderne Aufnahme, oder? Zumindest klingt das nicht nach einem Instrument, wie wir sie heute in den Aufnahmestudios haben. Das hat ein paar Schwächen im Diskant – was ich total schön finde. Heutzutage wird ja meistens ein gewisser stereotyper Klang erfordert und man neigt dazu, das Klavier bis aufs Extremste eben zu stimmen. Da spielt eine aufbrausende Person, das merkt man daran, wie sich die Dynamiken entfalten. Ein schönes Tempo. Ich mag es, dass hier die linke Hand unglaublich zart ist und die rechte sehr glänzt. Ist das ein Pole? Gulda? Interessant. Ich habe noch nie Chopin von ihm gehört. Vor einer Minute, bei der aufbrausenden Passage, da hätte ich noch auf Martha Argerich getippt. Aber jetzt macht das Sinn: Gulda war ja lange Zeit ihr Mentor gewesen, sie hat viel von ihm gelernt und viel Zeit mit ihm verbracht.

Foto: marie Staggat/DG

in der linken Hand, so sind auch die Bögen geschrieben. Das hier hat einen anderen Charakter, es ist eine andere Sichtweise. Für mich ist die Sonate schon sehr nah an Shakespeares Sturm angelegt. Der erste Satz, das ist diese Traumwelt, wo Prospero seine ganzen magischen Kräfte anwendet. Den Anfang in A-Dur spiele ich leiser, um dann auch den Unterschied größer zu machen, wenn es ins d-Moll übergeht. Aber das ist meine derzeitige Auffassung des Stücks. Ich finde es generell sehr schwer, andere Interpretationen aus objektiver Sicht zu beurteilen, wenn man sich selbst mitten im Erarbeitungsprozess eines Stückes befindet.


Schwäbische Klangwunder:

Chopin: Prélude cis-Moll op. 45 Nr. 25 Alfred Cortot (Klavier) 1949/2006. EMI

Das ist Cortot. Ich habe mich in seinen Klang und in seinen Anschlag wirklich verliebt. Ich kann ihm stundenlang zuhören, danach habe ich dann das Gefühl, ich hätte einen guten alten Whiskey getrunken. Das versetzt mich in eine andere Zeit. Seine Chopin-Walzer habe ich sehr oft gehört. Er macht Fehler in seinen Aufnahmen, er ist nicht perfekt, er haut auch mal daneben – aber das stört einen nicht, weil der Fluss stimmt, die ganze Geschichte, die er einem erzählt. Auch wie er Zeit empfindet, wie er atmet, das ist von einer unglaublichen Freiheit und trotzdem noch im Herzrhythmus. Er hat eine sehr spezielle Rhythmik, manchmal fällt es total aus dem Takt, aber trotzdem merkt man, dass der Körper da noch mitmacht.

eine gewisse Begabung. Als klassischer Pianist hat man eine ganz andere Herangehensweise. Es sei denn, man hat dieses Talent, stundenlang herum zu improvisieren. Ich denke, das ist bei Kapustin wie bei Gershwin: Man braucht ein bestimmtes Feeling, um das interpretieren zu können, man muss das im Blut haben. Rhapsody in Blue zum Beispiel – das kann nicht jeder spielen. Konzert-TIPPs

Baden-Baden So. 21.9., 18:00 Uhr Festspielhaus Alice Sara Ott & Francesco Tristano (Klavier). Werke von Ravel, Debussy, Tristano & Strawinsky Bad Wörishofen Sa. 4.10., 20:00 Uhr Großer Kursaal Festival der Nationen. Alice Sara Ott (Klavier), Marie-Claudine Papadopoulos (Violine), National Youth Philhar­ monic Orchestra of Turkey, Cem Mansur (Leitung). Werke von Saint-Saëns, Beethoven, Wagner & Strauss

Ist das ein Ragtime? Das kenne ich nicht. Aber schön! Kapustin? Ich kenne nur die Etüden von ihm. Vor etwa fünf Jahren haben ja alle Kapustin gespielt, das war die neue Entdeckung. Es gibt ein Stück von ihm, dass ich gerne mal spielen würde, aber ich bin nicht so ein Freund davon, auf einer Welle mitzureiten. Ich mag seine Musik, man braucht dafür aber

Made in Germany

Stuttgart Fr. 17.10., 20:00 Uhr Liederhalle Programm s. Baden-Baden Berlin Di. 21.10., 20:00 Uhr Philharmonie Alice Sara Ott (Klavier), RundfunkSinfonieorchester Berlin, Karel Marc Chichon (Leitung). Werke von Dvořák & Grieg online-Tipp

Kapustin: Variations op. 41 Nikolai Kapustin (Klavier) 2004. Triton/Octavia Records

nuVero

Die Münchener Pianistin Alice Sara Ott wird in ihrer Wahlheimat Berlin interviewt Das Video sowie weitere Konzerte auf: www.concerti.de/ott CD-Tipp

Tristano: A Soft Shell Groove, Strawinsky: Le Sacre du Prin­ temps, Ravel: La Valse u. a. Alice Sara Ott & Francesco Tristano (Klavier). Erscheint bei Deutsche Grammophon am 19.9.

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MUlTiMEDia Das Beste aus Radio, Fernsehen, Kino und Internet

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online: konZert-liVestream

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sa. 30.8., 22:00 uhr pianomania Alfred brendel, Lang Lang, pierre-Laurent Aimard: Stefan Knüpfer kennt sie alle, denn der meisterstimmer von Steinway & Sons arbeitet täglich mit den top-pianisten zusammen. Der Dokumentarfilm erzählt von der Suche nach dem perfekten Klang. 3sat

Festspielsommer

Im Dienst der guten Sache: Dirigent Thomas Hengelbrock

D sa. 6.9., 21:25 uhr Verbier Festival Nicht nur die reichen und Schönen zieht es nach Verbier, sondern auch Klassikstars. Zum Auftakt des diesjährigen Festivals spielte martha Argerich tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1. ZdF

moZarts VermÄchtnis so. 14.9., 23:40 uhr die Zauberflöte Um keine andere Oper scharen sich so viele Legenden und Fragen wie um mozarts Zauberflöte. Die Dokumentation widmet sich der Geschichte ihrer entstehung und rezeption. 3sat

JaZZ-legende so. 14.9., 16:35 uhr die glenn miller story Auch Louis Armstrong spielt mit in diesem Film über den Aufstieg des vielleicht erfolgreichsten bandleaders.

40 concerti September 2014

er große Tag naht – und es scheint, als sei die Idee für „Das Dvorˇák-Experiment“ der ARD tatsächlich aufgegangen. Mit geballter Senderkraft ist in den vergangenen Monaten die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ in Schulen und Workshops vorbereitet worden, haben sich Tausende Lehrer, Schüler und

Musiker in Projekten, Aktionen und Wettbewerben die berühmte Neunte des tschechischen Komponisten vorgenommen und vertieft. Sei es in Soundtracks und Choreographien, klingenden Postkarten und Gedichten. Oder auch in speziellen Arrangements im Schulorchester, -chor und der Bigband. Zum Finale gibt‘s das Werk nun vom NDR Sinfonieorchester unter Thomas Hengelbrock zu hören: live in Hamburg in der Laeiszhalle, gemeinsam in den Studios einiger Landesrundfunkanstalten, am Radio oder aber im Web. so. 19.9., 11:15 uhr live-übertragung auf den ArD-radiowellen sowie unter: www.schulkonzert.ard.de

online: digital concert hall

aus karajans schatzkammer

D

a sage noch einer, klassische Musiker seien nicht geschäftstüchtig: Nachdem sich das Angebot der Berliner Philharmoniker, ihre Konzerte „live“ vom Sofa in der Digital Concert Hall zu verfolgen, als Renner erweist, graben die Hauptstädter nun immer mehr ihrer Archivschätze aus. Pünktlich zum 25. Todestag ihres

langjährigen Chefdirigenten Herbert von Karajan sind zahlreiche Dokumente aus dieser glorreichen Ära ins Netz gestellt worden, darunter die Zyklen der Brahms- und Beethoven-Sinfonien. Mit alter Musik lässt sich in den neuen Medien gutes Geld verdienen. www.digitalconcerthall.com

Fotos: Gunter Glücklich, Gesine born, Adriano Heitmann under license to emI Classics, Lehmann, Carus Verlag

 Tv-TiPPs


Wiegenlieder-app & -Buch

 RaDiO-TiPPs

schlaf, kindchen schlaf

E

inst war das gemeinsame Singen in Familien und Kindergärten selbstverständlich, doch wer kennt heute noch die Melodien, geschweige denn die Texte? Mehr als 100 Künstler haben daher 2009 gemeinsam mit dem Südwestrundfunk und dem Carus-Verlag das Lieder-Projekt gestartet, um diesem Vergessen Einhalt zu gebieten. Haben Liederbücher veröffentlicht und zusammen mit Kindern Titel für 12 CDs eingesungen, neben Volksund Weihnachtsliedern auch Kinder- und Wiegenlieder. Und da den Initiatoren wohl bewusst ist, dass altes Liedgut keinesfalls auf moderne Medien verzichten sollte, finden

deutschlandFunk

lieBe Fürs leBen mo. 1.9., 20:10 uhr gemeinsam alt werden Oft beginnt es wie eine Liebesgeschichte – meist zu dritt oder viert. Wie Kammerensembles entstehen und was die musiker zusammenhält, hat Oliver Cech ergründet. deutschlandradio kultur

Mit Liebe zum Detail: das Liederbuch ist aufwendig gestaltet

sich 27 Schlaf- und Wiegenlieder nun auch auf einer App. Samt Notentext, Strophen und Instrumentalfassungen zum Mitsingen. Wunderbar zum Einschlafen – aber mindestens genauso zum Aufhorchen.

töne meiner Flöten di. 2.9., 22:00 uhr unterwegs mit Jean gaspard Weiss er war einer der populärsten Flötisten des 18. Jahrhunderts: Jean Gaspard Weiss. In seiner Autobiografie erzählt der elsässer von seinen erlebnissen auf seinen reisen durch europas musikzentren. deutschlandradio kultur

dislokationen

download im appstore Informationen zum Lieder-projekt: www.liederprojekt.org

online-interVieW: in der Welt Von ...

... kit armstrong

K

ünstler nicht nur live im Konzert hören, sondern Musiker auf ihren Reisen begleiten und sie hautnah erleben: Solch unverstellten Blick in die Künstlerwelt eröffnet das Online-Leser-Interview von concerti. In der zweiten September-Woche begleiten wir den Pianisten Kit Armstrong beim Mosel Musikfestival: Dort ist der 22-Jährige zum zweiten Mal zu Gast und wird einmal mehr sein Publikum faszinieren. Klavier-Legende Alfred Brendel hatte den schmächtigen Jungen schon 2008 als Jahrhundertbegabung bezeichnet, heute wird der USAmerikaner auf allen Podien der Welt gefeiert. Wie lebt es

sich als Star? Was fasziniert ihn am Rugby? Und wie bereitet er seine geliebten Meeresfrüchte zu? Armstrong wird all diese und viele andere Fragen der User während dieser concerti-Woche beantworten.

di. 9.9., 00:05 uhr iris ter schiphorst Die 1956 geborene Komponistin agiert über stilistische und mediale Grenzen hinweg. thomas Groetz ist Iris ter Schiphorst auf ihren Wegen ins „Dazwischen“ gefolgt. deutschlandFunk

Jahrhunderttalent sa. 13.9., 10:05 uhr klassikpop-et cetera Gast am mikrofon ist heute der junge pianist Kit Armstrong. Alfred brendel lobte ihn schon als teenager in den Klavierhimmel, inzwischen teilen auch Kritiker diese einschätzung. deutschlandFunk

im morgenland Gedünstet, gebraten oder roh: Kit Armstrong liebt Meeresfrüchte 8.-14.9. Zu finden ist das Interview unter: www.facebook.com/ concertimagazin

mo. 22.9., 20:10 uhr musikszene Iran, Armenien, Syrien, China oder die türkei: Das morgenland Festival Osnabrück will ferne Kulturkreise erschließen. magdalene melchers hat sich in den westfälischen Schmelztiegel begeben.

September 2014 concerti   41


VorSCHaU

Abonnenten erhalten die OktoberAusgabe am 19. septemBer

Elīna Garanča Der Ruhe auf der Spur: Die Mezzosopranistin geht mit meditativen Arien auf Deutschland-Tournee

Nils Mönkemeyer Öfter mal was Neues: Der umtriebige Bratscher widmet sich spanischer Barock-Musik

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concerti Ausgabe München September 2014  

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