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DAS KONZERT- UND OPERNMAGAZIN

März 2018

Mit Regionalteil Mitteldeutschland

597 Konzert- UNd Operntermine

Daniel Harding Geläutertes Wunderkind Musik im Riesen Musik und Kristalle

Vladimir Jurowski »Man kann ja auch von den anderen etwas lernen«

JETZT AUCH BEI


»Krieg oder Frieden!« Prem

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10. 3. 2

018

RICHARD LÖWENHERZ Oper von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann

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Editorial

Foto: Ivo von Renner; Titelfoto: Simon Pauly

Liebe Leserin, lieber Leser, am 20. März wäre Bernd Alois Zimmermann ­hundert Jahre alt geworden. Dass dieses Jubiläum mitten in die Passionszeit fällt, könnte passender nicht sein, war doch der religiös geprägte Komponist ein Meister des tönenden Pessimismus, der sich in seinen Werken explizit mit Unrecht, Gewalt und Unterdrückung befasst hat. Dass Zimmermann damit den Nerv seiner Zeit traf, zeigen die in positiver wie negativer Hinsicht sehr heftigen Reaktionen auf die Uraufführung der Oper Die Soldaten im Jahr 1965 als zentrales Werk seiGregor Burgenmeister nes Schaffens. Opernexperte Peter Krause blickt Herausgeber/Chefredakteur auf das Leben Zimmermanns und dessen kompositorische Ideen – und rückt Die Soldaten als bedeutendste deutsche Nachkriegsoper in den Fokus: Die Oper Köln als Ort der Uraufführung ehrt nämlich den Komponisten mit einer Neuinszenierung des in vielerlei Hinsicht ungeheuerlichen Werks. Ungleich unbeschwerter sind da zwei Festivals in Österreich und England, die wir Ihnen näher vorstellen: Das Aldeburgh Festival gilt nicht nur als Hochburg für exquisite Aufführungen der Musik Benjamin Brittens, sondern lockt auch mit einer malerischen Landschaft, wie es sie nur in England geben kann. Das Festival „Musik im Riesen“ wiederum, das im Mai im Tiroler Örtchen Wattens stattfindet, ist nicht nur akustisch, sondern auch visuell ein Erlebnis für die Sinne, finden doch die Konzerte in André Hellers zauberhaften Kristallwelten statt. Einen hoch spannenden und bemerkenswert persönlichen Einblick in seine musikalischen Vorstellungen und Sichtweisen gab Vladimir Jurowski unserem Autor Helge Birkelbach. Jurowski ist seit Beginn dieser Spielzeit Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Und da Dirigent, Orchester und Publikum voneinander schon jetzt schlicht begeistert sind, kann man hier von einer hervorragenden Symbiose sprechen. Viel Spaß bei der Lektüre, Ihr

März 2018 concerti   3


Inhalt

3 Editorial 6 Kurz & Knapp 8 Geläutertes Wunderkind

Porträt Daniel Harding hat die Höhen und Tiefen des Lebens in raschem Wechsel erfahren. Was ihn nicht davon abhielt, sich stetig weiterzuentwickeln

10 »Man kann ja auch von anderen lernen«

Interview Ob Originalpartituren oder der

8

Daniel Harding ... ein halbes Leben lang Dirigent

Austausch mit seinen Musikern: Jedes Erlebnis bringt Vladimir Jurowski voran

16 Meditation über die Zeit

Feuilleton Zum 100. Geburtstag von

Bernd Alois Zimmermann

18 Opern-Kritiken 20 Opern-Tipps Regionalseiten

16

Bernd Alois Zimmermann ... Jubiläum eines tragischen Genies

An dieser Stelle finden Sie die interessantesten Klassikgeschichten des Monats sowie alle Konzert- und Operntermine Ihrer Region

24 Sommernachtstraum in Suffolk

28 Musik und Kristalle

Festivalguide Ein Fest nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Das Tiroler Festival „Musik im Riesen“ feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen

30 CD-Rezensionen 35 Top 20 Klassik-Charts 36 »Ach, das ist so schön«

24

Aldeburgh Festival ... ganz nah bei Benjamin Britten

4  concerti März 2018

Blind gehört Evgeni Koroliov hört und

kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass er erfährt, wer spielt

40 Multimedia-Tipps 42 Impressum

Fotos: Matt Jolly/Aldeburgh Music, Schott Promotion, Julian Hargreaves

Festivalguide Erst zu Hause bei Benjamin Britten erspürt man vollends die Musik des großen Komponisten


DER NEUE LEXUS LS

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kurz & knapp

Mein Lieblingsstück

Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 »Orgelsinfonie«

ch hatte frisch den Führerschein und war nachts im Auto auf dem Heimweg, während im Radio das ARD-Nachtkonzert lief. Da hörte ich zum ersten Mal dieses Stück. Der mächtige Orgelklang, die virtuosen Streicher – ich war so hin und weg von diesem Werk, dass ich noch zwanzig Minuten lang vor dem ­Elternhaus im Auto saß, um die

Organist Christian Schmitt

„Orgelsinfonie“ zu Ende zu hören. Als Orgelstudent habe ich mir dann die Partitur gekauft und mit der ­berühmten Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Karajan einstudiert, bei der die Orgel aus Notre Dame de Paris nachträglich eingespielt wurde. Die Orgel war um einige Hertz tiefer gestimmt als der damalige Kammerton der Philharmoniker, so dass man heute noch leichte Schwebungen heraushört. Mit Mitte zwanzig hatte ich dann das allererste Mal die Gelegenheit, das Werk mit einem Jugendorchester unter dem heutigen Mainzer GMD Hermann Bäumer zu spielen. Das Stück, das ich inzwischen mit mehreren Orchestern gespielt und aufgenommen habe, begleitet und fasziniert mich inzwischen schon seit fast 25 Jahren. Ich finde, dass hier einfach alles drin ist: Da ist zuerst diese lange, großartige Orchestereinleitung, ehe nach etwa zwölf Minuten die Orgel in Erscheinung tritt, und zwar – für die meisten Hörer ungewohnt – ganz zart und lyrisch. Im

zweiten Teil eröffnet die Orgel mit einem majestätischen Fortissimo, eine Passage, die die meisten Hörer kennen – wie auch das krönende Finale, bei dem Orgel und Orchester gewissermaßen im dreifachen Glanz und Gloria miteinander verschmelzen.

9 746

Planstellen gab es in den 129 deutschen Orchestern. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort: 2016 waren es noch 9.816 Planstellen in 131 Orchestern, wie die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) bekanntgab. Problematisch sieht die DOV auch die Vergütung der Musiker. Die läge bei einigen Orchestern bis zu 30 Prozent unter dem Tariflohn.

... Melodie und Harmonie finden sich in der Natur nicht vor. Sie sind Schöpfungen des Menschen ... Eduard Hanslick, österreichischer Musikkritiker

Wenn Musiker zu Patienten werden

Seit Jahren ein heikles Thema: Gehörschutz für Orchestermusiker 6  concerti März 2018

Der Schutz des Gehörs ist ein so allgegenwärti­ges wie stief­ mütterlich behandeltes Problem. Ein besonders schwerer Fall wird derzeit vor Gericht behandelt: Ein Bratschist des Londoner Royal Opera House hatte bei Proben einer WagnerOper vor einer 18-köpfigen Bläsergruppe gesessen und sich infolgedessen 2012 einen so schweren Hörschaden zugezogen, dass er seither seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Er verklagte daher seinen einstigen Arbeitgeber auf umgerechnet 850 000 Euro. Eine nachträgliche Messung ergab: Durchschnittlich war damals die Streichergruppe 91 Dezibel ausgesetzt, in der Spitze sogar über 130 Dezibel.

Fotos: Uwe Arens, gemeinfrei, shutterstock, Jonathan Quipot/Störtebeker Elbphilharmonie GmbH

I


3 Fragen an ... Julian Münder

Der General Manager leitet die Störtebeker Gastronomieflächen in der Elbphilharmonie

Herr Münder, inwiefern unterscheidet sich ein gastronomischer Betrieb in einem Konzertsaal von einem ganz „normalen“ Restaurant? Die Leute kommen nicht hierher, weil wir das beste Steak oder das beste Sushi der Stadt ser­ vieren, sondern wegen der Konzerte. Wir müssen uns also danach richten, was die Leu­ te gerne möchten. Und weil die Elbphilharmo­ nie ein Haus für alle ist und musikalisch sehr breit aufgestellt ist, müssen wir vom Glas Champagner über den Flammkuchen bis hin zum Salamibrötchen wirklich alles bieten. Sich da zu sehr zu spezialisieren wäre für ­unseren Betrieb tödlich.

Wie fällt Ihr Resümee fürs erste Jahr aus? Da wir kein Restaurantbetrieb sind, der für sich allein steht, sondern Teil eines großen Ganzen sind, mussten wir uns schnell an die äußeren Gegebenheiten, etwa die Besucher­ ströme, anpassen – was uns auch gelungen ist. Nun geht es darum, an Details zu schrauben, denn jetzt ist der erste Jahreskreislauf abge­ schlossen und wir wissen genauer, was auf uns in den jeweiligen Monaten zukommt.

Besuchen Sie denn auch ab und an den Konzertsaal? Wir haben zwei Abos, insofern gehe ich mit meiner Frau auch regelmäßig selbst in die ­Elbphilharmonie. Und trinke natürlich vorher noch etwas an der Bar.


Porträt

Geläutertes Wunderkind Daniel Harding hat die Höhen und Tiefen des Lebens in raschem

Wechsel erfahren. Was ihn nicht davon abhielt, sich stetig weiterzuentwickeln. Von Teresa Pieschacón Raphael

nen, sondern ihm auch sein Mahler Chamber Orchestra anvertrauen, dessen Leitung Harding 2003 übernimmt. Zuvor wird er noch Chef des Trondheim Sinfonieorchesters sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Dirigierte erstmals mit 15 Jahren: Daniel Harding

W

underkinder ereilt Rattle zu ihrer Aufführung ein. oft ein ähnliches Immerhin hört sich Rattle den Schicksal: Das Wun- Konzertmitschnitt an: „Techder geht, aber das Kind bleibt nisch macht ihr vieles besser“, zurück und muss in einem sagt er zu den Teenagern. „Nur schmerzvollen Prozess erwach- von der Musik habt ihr leider sen werden. Ein bisschen er- nichts verstanden.“ ging es auch Daniel Harding Einen der jungen Musiker aber so. Mit 15 gründet der Sohn vergisst er nicht. Denn zwei eines Universitäts-Dozenten in Jahre später findet sich Daniel Manchester mit Freunden am Harding als Assistent an der Internat ein Orchester, dessen Seite von Rattle wieder. Er beLeitung er übernimmt. Als wä- gegnet Hans Werner Henze auf re dies nicht genug, setzen sie der Münchener Biennale, lernt Arnold Schönbergs verteufelt bei Pierre Boulez und wagt sich vertracktes Pierrot Lunaire nach Berlin zu Claudio Abbado. aufs Programm und laden kei- Dieser wird ihn nicht nur als nen Geringeren als Sir Simon „mein kleines Genie“ bezeich8 concerti März 2018

Foto: Julian Hargreaves

»Bezahlen muss man immer«

„In England gab es Könige, die jünger waren als ich“, scherzte Harding seinerzeit selbstbewusst. Und: „Das ist wohl so bei manchen Menschen: Manche steigen sehr schnell auf. Andere weniger. Bezahlen muss man immer“, witzelte er damals und ahnte nicht, wie sehr das auch auf ihn zutreffen wird. Mit 30 hatte er zwar die Hälfte seines Lebens vor dem Pult verbracht und die wichtigsten Orchester der Welt dirigiert, dennoch geriet er in eine Krise. „Die Menschen lauern immer auf die nächste große Attraktion, und eine Zeit lang war ich das“, räumte er einmal in einem Interview in der ZEIT ein. „Doch dann stand ich da, mit dreißig Jahren, und dirigierte die Wiener Philharmoniker, als mein Leben in Trümmern lag.“ Seine Frau, mit der er zwei Kinder hat, hatte beschlossen, sich nach zwölf gemeinsamen Jahren von ihm zu trennen. Nach einem Eklat während einer Probe am Opernhaus in Paris beschloss


er, sich seinen emotionalen Problemen zu stellen. Das hieß für ihn, „richtig zu arbeiten, mich zu verbessern“ ganz nach der Devise, es sei nicht wichtig, was passiere, sondern, was man daraus „mache“. Manchmal gibt es nicht genug Zeit, um zu gewinnen

Immer wieder erinnerte er sich an einen Satz seiner Mutter, demzufolge eine der schwierigsten Erkenntnisse im Leben sei, „dass wir uns alle an irgendeinem Punkt mit unserer Mittelmäßigkeit abfinden müssen.“ Und so begann er wie besessen daran zu arbeiten, dass dieser ernüchternde Gedanke nicht wahr werde. Fieberhaft suchte er nach Wegen, nach einer Körpersprache, die seine musikalischen Vorstellungen noch überzeugender vermitteln könnte, auch um jene Kritiker zu beschwichtigen, die behaupteten, er sei prätentiös, unmusikalisch und seine Interpretationen seien zu „kopflastig“. „Ich muss meine Hemmungen vergessen, dann kann ich mit den Armen magische Dinge vollbringen“. Zudem erwarb er die Pilotenlizenz und richtete sich in seinem Haus in Frankreich einen Flugsimulator mit Cockpit ein.

Heute, mit Anfang vierzig, wirkt er immer noch jungenhaft. Er ist aber in jedem Falle geläutert. Als Chef des O ­ rchestre de Paris weiß er, dass die Arbeit niemals aufhören wird: „Ich muss noch sehr viel lernen“. Und als vehementer Manchester United-Fan hält er sich an die Devise des Fußballclubs: „Wir verlieren nie ein Fußballspiel. Es gibt nur manchmal nicht genug Zeit, um zu gewinnen.“ Genug Zeit für einen Sieg blieb dem Briten auch nicht als Chefdirigent des O ­ rchestre de Paris, ein Amt, das er erst 2016 antrat. Wie Ende Januar bekannt wurde, verlässt er nun vorzeitig zum Ende der Saison 2019/20 seinen Posten. In einem aufrichtigen Brief an die französischen Musiker lobte er deren Leistung, sprach aber auch von unterschiedlichen kulturellen Welten. Er wolle nicht „die Alpen in den Grand Canyon“ verwandeln. Viel besser sei es, eine kurze wundervolle Zeit miteinander zu haben, um dann „mit glücklichen Erinnerungen fortzufahren. Eure musikalische Natur zu ändern wäre ein Akt der Zerstörung, und ich werde es nicht tun.“ So, wie er es für sich auch beansprucht.

Konzert-TIPPs

Berlin Do. 1.3. & Fr. 2.3., 20:00 Uhr Sa. 3.3., 19:00 Uhr Philharmonie Gerhald Finley (Bassbariton), Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (­Leitung). Schubert/Reger: Prometheus & An die Musik, Schubert/Berlioz: Erlkönig, Schubert/Brahms: Memnon & An Schwager Kronos, Schubert: „Wo bin ich?“ – „O könnt’ ich, Allgewaltiger“, aus „Lazarus“, R. Strauss: Eine Alpen­sinfonie Dortmund So. 11.3., 16:00 Uhr Konzerthaus Antoine Tamestit (Viola), Orchestre de Paris, Daniel Harding (Leitung). Widmann: Viola Concerto, Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur Köln Mi. 14.3., 20:00 Uhr Philharmonie Künstler & Programm siehe Dortmund Baden-Baden Mo. 26.3., 18:00 Uhr Festspielhaus Künstler & Programm siehe Berlin am 1.3. Berlin Do. 19.4. & Fr. 20.4., 20:00 Uhr Sa. 21.4., 19:00 Uhr Philharmonie Lucy Crowe & Genia Kühmeier (Sopran), Andrew Staples (Tenor), Georg Zeppen­feld (Bass), Schwedischer Rundfunkchor, Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (Leitung). Mozart: Sinfonie Nr. 32 G-Dur KV 318, „Misero! O sogno“ – „Aura, che intorno spiri“, KV 431, Per questa bella mano KV 612 & Messe c-Moll KV 427 CD-Tipp

Mahler: Sinfonie Nr. 9 Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding (Ltg). harmonia mundi

/ Mit AnnA netrebko

Tickets und weitere Informationen hier erhältlich: www.rohkinotickets.de Abweichende Spieltermine für Aufzeichnungen finden Sie auf dieser Website und der Website ihres Kinos

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Interview

»Man kann ja auch von den anderen etwas lernen« Ob Originalpartituren, Auseinandersetzungen mit seinem Vater oder Austausch mit seinen Musikern: Jedes Erlebnis bringt Vladimir Jurowski voran. Von Helge Birkelbach

Sie verbringen viel Zeit in Bibliotheken und Archiven, um Partituren und Handschriften zu studieren. Was entdecken Sie da?

Es ähnelt einer Detektivarbeit. Was ich in den Partituren erkennen kann: An der einen Stelle zitterte die Feder, an einer anderen war der Komponist dagegen mit Nachdruck bei der Sache. Manchmal sieht man auch die ganze Radiererei, bei Beethoven sowieso. Bei der Neunten, die ich mit dem RSB beim Silvesterkonzert aufgeführt habe, ist es besonders sichtbar. Bei vielen Werken, 10 concerti März 2018

deren Autografe man inzwischen im Internet anschauen kann, sieht man all diese Entwicklungen, die dann aber im Enddruck meist nicht berücksichtigt wurden. Mit dem gängigen Orchestermaterial haben die Musiker also gar nicht die Möglichkeit, einmal auszuprobieren, wie es in der Urfassung

»Akribie ist mir persönlich hoch und heilig« mal klang, bis es diese endgültige Gestalt angenommen hat. In der heutigen Welt sollte man den Musikern die komplette Information geben, um ihnen dann freie Hand bei der letzten Entscheidung zu lassen, welche Fassung gespielt werden soll. Ist es nicht Aufgabe des Dirigenten, die Linie vorzugeben?

Auf jeden Fall. Aber ich finde, es ist immer besser, dem Wissenden als dem Unwissenden eine Linie vorzugeben. Die Unwissenden nehmen es als die einzig richtige und gültige Lösung an. Da haben wir es wieder, das Einparteiensystem, was genauso schlimm in der

Kunst wie in der Politik ist. Insofern begreife ich die Rolle des Dirigenten eher als die eines Organisators, eines Lenkers, aber nicht als die des einzigen Bestimmers. Es macht mir mehr Spaß, mit Musikern zu diskutieren, die informiert sind. Man kann ja auch von anderen etwas lernen. Was konnten Sie von Ihrem Vater Mikhail Jurowski lernen?

Eine ganze Menge. Wenn man seinen eigenen Vater so oft bei der Arbeit beobachten konnte, wie ich es tat, sieht man eben alles. Die positive Seite wie auch die Rückseite, die vielen unsichtbar bleibt. Und ich sehe, wie er sich über die Jahre verändert hat. Trotz seiner festen Ansichten ist er doch inzwischen offener für Neues. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir in den 1990er Jahren über die Interpretation Alter Musik stritten. Über die historisch informierte Spielweise wollte er damals nichts wissen und tat es als unseriös ab. Inzwischen sieht er das ganz anders. Vom Prinzip her sehe ich am Konservatismus nichts Schlechtes: Die Leute, die vor uns lebten, haben auch ein oder zwei Dinge richtig erfasst. Das gilt es zu erhalten. Man muss

Foto: Simon Pauly

S

eine Worte wählt er präzise. Seine Aufmerksamkeit ist hoch. Dennoch erscheint der Chefdirigent und Künstlerische Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) nicht als Mann aus dem Elfenbeinturm, der zu Konzerten oder Interviews notgedrungen in die Realität herabsteigt. Vielleicht hat ihn seine Jugend in der ehemaligen Sowjetunion und der reiche Erfahrungsschatz seines Vaters, ebenfalls Dirigent, geprägt. Zum Mitspieler zu werden, riet dieser seinem Sohn. Und der setzt auf immerwährendes Lernen und situative Auseinandersetzung.


zur Person

1972 in Moskau geboren, studierte Vladimir Jurowski zunächst bei seinem Vater Michail, später bei Rolf Reuter und Colin Davis. Bereits Mitte der 1990er Jahre gelang ihm der internationale Durchbruch, ehe er 2001 Leiter des Glyndebourne Festivals und später Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra wurde. Seit Beginn dieser Spielzeit ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RSB.

nur das richtige Maß finden aus dem Tradierten und dem Neuen. Den einen Rat von meinen Vater – „Du musst besser sein als die anderen, damit du deinen verdienten zweiten Platz einnehmen darfst“ – habe ich sehr beherzigt. Diese Aussage bezog sich vor allem auf die Schwierigkeiten, die den Menschen jüdischer Abstammung im Sowjetstaat damals widerfuhren. Die Situation ist heute zwar eine ganz andere, aber ich bin ihm für diesen harten Leitsatz noch heute sehr dankbar, weil ich dadurch gelernt habe, in meiner Arbeit alles zu geben. Er hat Sie nicht davon abgehalten, Dirigent zu werden?

gendlicher aufging. Bei mir konkurrierte der Wunsch nach der Musikerlaufbahn mit vielen anderen Dingen: Kunst, Literatur, Theater, auch Philosophie und Religion, die mich nach wie vor beschäftigen. Mein stärkstes Interesse galt der Literatur. Mit vier Jahren habe ich angefangen zu lesen und las alles, was mir in die Hände kam. Ein wenig vermisse ich das jetzt, denn bei der vielen Arbeit bin ich ja meist gezwungen, nur Fachliteratur zu studieren. Aber ich liebe Poesie und auch all die anderen Literaturformen oder Literaturgeschichte. Man lernt dabei immer etwas über sich selbst – und über die Musik, indem man sie mit der Kunst des Wortes vergleicht.

Nun, am Anfang war ich mir selbst nicht so sicher, welchen Weg ich gehen würde. Das war nicht so wie bei Simon Rattle, dem das Licht schon als Ju-

Es kommt auf jeden Ton an. Wie wichtig ist Ihnen Akribie und Detailarbeit mit dem Orchester?

Mir persönlich ist sie hoch und heilig. Die Aufmerksamkeit bestimmten Details gegenüber ist enorm wichtig, solange man das große Ziel nicht aus den Augen verliert. In dieser Fokussierung bin ich fast autistisch, könnte man sagen. Das sehe ich aber nicht als etwas Negatives. Jedes Pünktchen über dem i und jedes Komma an der richtigen Stelle tragen zum Erfolg und zum organischen Dasein des Stücks bei. Aber ab einem bestimmten Punkt muss man drüberstehen und loslassen können, sonst wird man zum Kontrollfreak. Das schärfte mir auch mein Vater ein: „Man kann im Konzert nicht nur das Eingeübte abrufen, man kann nicht ständig der Trainer sein, irgendwann muss man zum Mitspieler werden.“ Sie praktizieren Yoga. Wann haben Sie damit angefangen? März 2018 concerti  11


Interview

ar von „falsch“ nach „richtig“ geht. Man kann durchaus mit dreißig Jahren Recht gehabt haben, während die revidierte Meinung, die man mit fünfzig hat, objektiv nicht mehr stimmt.

Vor etwa 18 Jahren. Ich befand als Begriff etwas unverständmich damals in einer vorzeiti- lich vor. Aber inzwischen weiß gen Midlife Crisis, mit 28 Jah- ich genau, wie er das meinte. ren. Eigentlich habe ich alles im Leben früh angefangen: In einem Interview haben Sie Beruf, Familie, Kind und eben sich einmal zum Verhältnis auch die Midlife Crisis. Mitt- zwischen Lernen und Wissen lerweile verstehe ich, dass es geäußert ... ein beginnendes Burnout-Syn- „Lernen ist nicht Wissen anhäudrom war. Obwohl ich immer fen“, das war wohl der Satz, sehr vorsichtig war und früh- den Sie meinen? Man kann zeitig abbremste, ging es beruf- sich mit verschiedensten Inforlich schneller voran, als es mir mationen vollstopfen und wird vielleicht lieb war. Ich musste dabei nicht klüger. Das passiert damals sogar einige Konzerte uns allen durch die heute unund Produktionen absagen. glaubliche Zugänglichkeit von Wie Baron Münchhausen jeglicher Information. Wissen musste ich mich an den Haaren ist für mich eine verinnerlichaus dem Sumpf ziehen und te, selbst durchlebte Informainstinktiv griff ich dazu, was tion. Und es befindet sich in mich schon immer faszinierte. Sport interessierte mich weni»Yoga ist für mich ger. Die fernöstlichen Diszipliein tägliches Ritual nen waren mir näher, zum geworden« Beispiel Kampfkünste, die ich früher in verschiedenen Varianten ausprobiert hatte. Yoga ständiger Entwicklung. Manchschien in der Krise einfach mal, wenn man seine eigenen meine Sache zu sein. Es gab früheren Aufzeichnungen hört, mir Halt, Ziel und Stütze. Es kommen sie einem als sehr hat mich physisch und psy- unreif vor, dabei hatte man chisch stärker gemacht. Yoga, damals das Gefühl, alles nach das bei mir zum täglichen Ri- bestem Wissen gemacht zu tual geworden ist, hilft mir haben. Aber nichts ist für imauch, um mich auf ein Konzert mer: Was einem gestern als gut vorzubereiten. Die „Entlee- und richtig erschien, gilt heute rung“, von der Celibidache nicht mehr. Wobei es mit der gerne sprach, kam mir früher Entwicklung nicht immer line12  concerti März 2018

Was es gibt, ist die einzig richtige Entscheidung im jeweiligen Moment. Die spätere Beurteilung wiederum ist immer subjektiv. Schauen Sie: In dem Moment, wo sich ein Komponist das Recht nimmt, die frei in der Natur existierenden Töne zu einem Werk zusammenzuflechten, eifert er dem Schöpfer nach und kreiert etwas nie Dagewesenes. Der Interpret greift das neue Werk auf und rekreiert es auf seine persönliche Art aufs Neue. Beide nehmen sich bei ihren Aktionen das Recht, etwas nach ihrem Gutdünken zu tun, was sie für den jeweiligen Moment für einzig richtig halten. Wie es Nietzsche sagte: „Der Gott ist tot, jetzt müssen wir wie Götter werden“. Die Schöpfung, wenn sie einmal existiert, gehört nicht mehr dem Schöpfer allein, sie gehört allen. Der Komponist hat natürlich das Anrecht, das Werk zu verändern, solange er lebt. Aber die spätere Fassung muss nicht immer die bessere sein. Zwei Beispiele kann ich anführen. Mahler hat sein op. 1, Das klagende Lied, das beim Beethoven-Wettbewerb in Wien mächtig durchfiel, durch seine spätere Revision bequemer und zahmer gemacht. Heute wird fast ausschließlich die Urfassung gespielt, weil sie viel mu-

Foto: Simon Pauly

Was ist objektiv? Gibt es das eigentlich in einer Interpretation: falsch oder richtig?


tiger ist, viel komplexer, auch komplizierter in der Umsetzung. Oder Schostakowitsch, der seine radikale Lady Macbeth von Mzensk später in die viel traditionellere und glattere Katerina Ismailowa umwandelte. Auch hier spielt man heute vor allem die ursprüngliche Fassung. Konzert-TIPPs

Berlin So. 4.3., 20:00 Uhr Philharmonie Allison Bell (Sopran), David Butt Philip (Tenor), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Schostakowitsch: Schauspielmusik zu „Hamlet“ & Fünf Zwischenspiele aus „Lady Macbeth von Mzensk“, Dean: From Melodious Lay, Berg: Lulu-Suite Düsseldorf Di. 13.3., 20:00 Uhr Tonhalle Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Strawinsky: Suite aus „Der Kuss der Fee“ Hamburg Mi. 14.3., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Prokofjew: Ballettsuite „Romeo und Julia“ Frankfurt Do. 15.3., 20:00 Uhr Alte Oper Künstler und Programm siehe Hamburg München Fr. 16.3., 20:00 Uhr Philharmonie am Gasteig Künstler und Programm siehe Düsseldorf Dresden Di. 27.3., 20:00 Uhr Semperoper Pierre-Laurent Aimard & Tamara Stefanovich (Klavier), Gustav Mahler Jugendorchester, Vladimir Jurowski (Leitung). Bartók: Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Weitere Termine: Hamburg Mo. 9.4., 20:00 Uhr Elbphilharmonie Frankfurt Di. 10.4., 20:00 Uhr Alte Oper Berlin Sa. 7.4., 20:00 Uhr Konzerthaus Antje Weithaas (Violine), Lars Vogt (Klavier), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Webern: Fünf Sätze op. 5, Berg: Kammerkonzert für Klavier, Violine und 13 Blasinstrumente, Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur

Do. 21.6., 20:00 Uhr Philharmonie Camilla Nylund (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur, Zemlinsky: Lyrische Sinfonie CD-Tipp

10. JUNI | 20.00 h | SALLES DE POLOGNE WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 1 Werke von J. S. Bach und D. Schostakowitsch Andreas Staier (Cembalo), Alexander Melnikov (Klavier) 11. JUNI | 20.00 h | GEWANDHAUS WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 2 Werke von J. S. Bach und F. Chopin Nelson Goerner (Klavier) 14. JUNI | 22.00 h | PAULINUM – AULA UND UNIVERSITÄTSKIRCHE ST. PAULI WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 3 Werke von J. S. Bach und W. A. Mozart Phantasm – Consort of Viols 15. JUNI | 20.00 h | KONGRESSHALLE AM ZOO WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 4 Werke von J. S. Bach und F. Mendelssohn Bartholdy Robert Levin (Klavier) 16. JUNI | 20.00 h | BUNDESVERWALTUNGSGERICHT WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 5 Werke von J. S. Bach, G. Böhm und J. C. F. Fischer Andreas Staier (Cembalo)

Mahler: Totenfeier, Strauss: Also sprach Zarathustra Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung) Pentatone März 2018 concerti   13


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Oper

Die interessantesten Inszenierungen und Künstler – wir stellen Ihnen das Wichtigste aus der Welt der Oper vor

Foto: Jean-Louis Fernandez

Brennend aktuell: Alexander von Zemlinskys Der Kreidekreis in Lyon. Mehr dazu auf Seite 18

16_Porträt Meditation über die Zeit Bernd Alois Zimmermann schuf mit Die Soldaten eine

Jahrhundertoper, die zum 100. Geburtstag des Komponisten die Interpreten sogar ­ nseren ­philosophisch herausfordert 18_Kurz besprochen Online-Kritiken Auszüge aus u ­tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen 20_Opern-Tipps Die besten Musiktheater­ produktionen – ­ausgewählt von unserem Experten Peter Krause März 2018 concerti  15


FEUiLLETON

Meditation über die Zeit BERND ALOIS ZIMMERMANN schuf mit Die Soldaten eine

Brachte als einer der ersten Komponisten MultimediaElemente in die Oper ein: Bernd Alois Zimmermann

N

ehmen wir an, die Zeit schreitet nicht einfach im Gleichschritt des Tickens unserer Uhren voran. Stellen wir uns vor, sie wäre gekrümmt, formte sich zur Kugel. Dann könnten die Toten durchaus Zeitgenossen unserer Enkel sein. Man muss gar kein ­Buddhist sein, um die Zeit 16  concerti März 2018

gleichsam als Simultantanz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wahrzunehmen. Denker wie Henri Bergson, Edmund Husserl und Martin Heidegger haben philosophisch zu ergründen gesucht, wie kugelgestaltig die Zeit doch eigentlich ist. Bernd Alois Zimmermann, der die Literaten

James Joyce und Ezra Pound als seine geistigen Väter ansah, hat darüber nicht nur tiefschürfend nachgedacht: Der Kölner Komponist, der in diesem Monat 100 Jahre alt geworden wäre, suchte in seiner Musik schöpferisch nachzuweisen, wie wesentlich die Unterscheidung zwischen einer – in Alltagsdingen und der Ökonomie sehr wohl relevanten, in künstlerischen Fragen gänzlich unbedeutenden – gemessenen Zeit und einer für die Kunstwahrnehmung einzig relevanten Erlebniszeit doch ist. Klingt kompliziert? FrançoisXavier Roth sieht das Thema keineswegs abstrakt, sondern konkret. Der französische Dirigent und Kölner Generalmusikdirektor bereitet sich gerade auf die Premiere von Zimmermanns Zentralwerk Die Soldaten vor. Nach der bahnbrechenden Uraufführung von 1965 verspricht die jetzige Kölner Premiere den Visionen Zimmermanns näher denn je zu kommen. „Die damals provokative Collagetechnik dieser Oper ist heute in den Künsten ein durchweg vertrautes Mittel“, stellt Roth fest. Im Staatenhaus, dem Ausweichquartier der Oper Köln, könne man gerade mit diesem Werk aus der Not eine Tugend machen: „Das Publikum wird wie beim Frisör auf Stühlen sitzen, mit denen es um die eigene Achse

Foto: Hannes Kilian

Jahrhundertoper, die zum 100. Geburtstag des Komponisten die Interpreten sogar philosophisch herausfordert. Von Peter Krause


O S T E R F E S T I VA L 2 0 1 8 kreisen kann. Carlus Padrissa von der katalanischen Theatergruppe „La Fura dels Baus“ wird einen Ring um den Zuschauerraum bauen, sodass die vielen Simultanhandlungen des Stücks kreisartig um das Publikum herum stattfinden können.“ »Unser Schumann des 20. Jahrhunderts«

Der musikalische Mix aus Jazz, Tanzrhythmen, historischen Formen wie Toccata, Chaconne und Nocturno mit den damaligen Avantgardemitteln des Serialismus formt sich seinerseits zur Kugel aus Vergangenem und Zukünftigem. Roth findet diese Mischung faszinierend wie eh und je: „Zimmermann ist hier auf der Klimax seiner Kreativität. Er ist für mich unser Schumann des 20. Jahrhunderts.“ Roth spielt auf die komplexe Persönlichkeit des Mannes an, der sich, ein Kind der Eifel wie der Widersprüche und Zerrissenheit der Nachkriegszeit, ein gläubiger Katholik wie ein tief verunsicherter Pessimist, anno 1970 das Leben nahm. Der Schrei und das Schrundige, das Grausame und kakofonisch Krachende ist für Roth freilich heute nicht mehr das Einzigartige dieser – neben Alban Bergs Wozzeck – singulären Jahrhundertoper. „Neu geblieben ist für mich das kammermusikalisch Feine und Irisierende der Partitur, das so frisch, stark und rein wirkt wie ein Anton Webern. Aus heutiger Sicht steckt das Werk nicht nur voller Wahrheit und Aktualität, die Musik verströmt auch eine unerhörte Schönheit.“ Vielleicht wird die Kugelgestalt der Zeit in der Wiederbegeg-

nung mit seinem Mammutwerk gerade dann unmittelbar erfahrbar, wenn wir uns auf seinen Weg „für das Spontane, Assoziative, Traum- und Trancehafte“, so Zimmermann selbst, mutig einlassen. Denn ist der Traum mit seiner Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und Widersprüchlichen, seiner Aufhebung des linearen Fortschreitens von Bildern und Erinnerungen nicht der ideale Weg, um das Kugelartige dieser Kunst wahrzunehmen? Seine Literatur­oper nach dem Schauspiel von Jacob Michael Reinhold Lenz von 1776 ist zwar beißend sozialkritisch, dabei nie betroffenheitskitschig, ihr eignet aber auch ein moderner Surrealismus und die heutige Hirnforschung vorwegnehmender Konstruktivismus, der das Heterogene, ja Verrückte in unseren Köpfen aufregend zusammenfließen lässt. Opern- & Konzert-TIPPs

Nürnberg Sa. 17.3., 19:30 Uhr (Premiere) Staatstheater Zimmermann: Die Soldaten. Marcus Bosch (Leitung), Peter Konwitschny (Regie)

Weitere Termine: 20. & 25. 3., 8., 14. & 23.4. Köln So. 29.4., 18:00 Uhr (Premiere) Staatenhaus Zimmermann: Die Soldaten. François-Xavier Roth (Leitung), La Fura dels Baus & Carlus Padrissa (Regie)

Weitere Termine: 3., 11., 13., 17. & 19.5. Köln Sa. 5.5., 20:00 Uhr Philharmonie ACHT BRÜCKEN. Allison Bell (Sopran), Anna Raziejewska (Mezzosopran), Bettina Ranch (Alt), Peter Tansits (Tenor), Hans Christoph Begemann (Bariton), Otto Katzmeier (Bass), WDR Sinfonieorchester, Emilio Pomárico (Leitung). Zimmermann: Sinfonie in einem Satz, Vokalsinfonie aus „Die Soldaten“, Bauckholt: Neues Werk

22. MÄRZ – 2. APRIL 2018 TS: TICKE)22520 ( 3 +4 96 444 444

JOSEPH HAYDN

L’DISABITATA ISOLA BITATA

DIE UNBEWOHNTE INSEL

CONGRESS CASINO - BADEN BEI WIEN

Oper im Stil der Mozartzeit TEATRO BAROCCO ist bekannt für seine spektakulären originalgetreuen szenischen Rekonstruktionen der Opern W. A. Mozarts. Erstmals im zauberhaften Biedermeier - Ensemble der ehemaligen kaiserlichen Kurstadt Baden bei Wien, präsentiert Intendant Bernd R. Bienert zu Ostern 2018 eine Rekonstruktion der Meisteroper L´isola disabitata von Joseph Haydn. Mit seinem historisch-authentischen Inszenierungsstil folgt Bernd R. Bienert akribisch genau den ursprünglichen Intentionen der Komponisten und Librettisten des 18. Jahrhunderts. Damit gelingen ihm immer wieder erstaunlich neuartige Musiktheater-Erlebnisse, die völlig im Einklang mit dem musikhistorischen Erbe stehen. Die musikalische Leitung der Aufführung auf historischen Instrumenten übernimmt Christoph U. Meier, der bereits mit seinem Dirigat bei den Bayreuther Festspielen für internationales Aufsehen sorgte.

PREMIERE: 22.03. TERMINE: 24.03. | 25.03. | 31.03. | 01.04. | 02.04.2018

www.teatrobarocco.at


Kurz Besprochen

Opern-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen. Weitere finden Sie unter: www.concerti.de/oper

MAGDEBURG 27.1.2018

LUZERN 27.1.2018

#MeToo im Musiktheater

Glatter Sturz in den Untergang

Animalisch anarchisches Anti-Wesen

Zemlinsky: Der Kreidekreis Opéra de Lyon. Lothar Koenigs (Leitung), Richard Brunel (Regie), Lauri Vasar, Martin Winkler, Nicola Beller Carbone, Ilse Erens, Stephan Rügamer

von Einem: Dantons Tod Theater Magdeburg. Kimbo Ishii (Leitung), Karen Stone (Regie), Peter Bording, Stephen Chaundy Weitere Termine: 2.3., 2. & 21.4.

Verdi: Falstaff Luzerner Theater. Clemens Heil (Leitung), Benedikt von Peter (Regie), Claudio Otelli Weitere Termine: 5., 9. & 21.5., 9., 12., 15. & 17.6.

Oper Mit 16 vergewaltigt und ins Bordell gesteckt. Von einem Stammkunden freigekauft und zur Nebenfrau versklavt. Von der ersten Gattin ihres zweifelhaften Gönners verleumdet und unschuldig zum Tode verurteilt. Das Schicksal der Haitang ist fast zu schlimm, um wahr zu sein. #MeToo im Musik­ theater? Der dramaturgisch den­ kende Intendant Serge Dorny hat den richtigen Riecher gehabt: Der Kreidekreis entwickelt brennende Aktualität. Regisseur Richard Bru­ nel muss das Heute nicht mühsam behaupten, die chinesische Parabel lässt sich problemlos mit ihrer po­ litisch-gesellschaftlichen Spreng­ kraft neu erzählen. Ein packender Abend. Die aufregende Partitur erklingt dank des formidablen Or­ chesters und des vorzüglichen Di­ rigenten Lothar Koenigs in subtil ausgehörten Zwischentönen. (PK)

Oper Karen Stone ist vor allem eine differenzierende und weitge­ hend objektive Darstellung der politischen Gegner Georges Danton und Maximilien de Robespierre wichtig. Damit agiert sie im Sinn Gottfried von Einems, der sich be­ reits vor der Uraufführung von 1947 einer dualistischen Schwarz-WeißKontrastierung dieser Rivalität ­widersetzte. Aber vor allem öffnet die Regie führende Intendantin die Bühnenflächen für den ausgezeich­ net vorbereiteten und brillant agie­ renden Opernchor: Die Orientie­ rungslosigkeit der Massen und den Blutrausch in einer auswuchernden Zone des Terrors formt der Choreo­ graf David Williams als abgehacktes Körpergemisch und strukturiertes Chaos. Es ist ein Haufen fast schon entmenschlichter Automaten, die blutgierig den Tod ihrer früheren Favoriten fordern. (RD)

Oper Benedikt von Peter hat die Entscheidung einer radikalen Re­ duktion schon einmal getroffen – in seiner legendären Sicht auf Verdis La Traviata, in der allein die Titelfi­ gur leibhaftig agiert. Dieselbe Grundidee nutzt er für den Falstaff. Damit ist ihm ein Quantensprung in der Inszenierungsgeschichte des Stücks gelungen. Wobei der Erfolg des Regisseurs undenkbar wäre ohne den überragenden Sängerdar­ steller Claudio Otelli. Der BassBariton gleicht als Falstaff einem Naturereignis. Es hat etwas dezi­ diert Animalisches, gänzlich Unge­ künsteltes, gleichsam Schamloses, wie der Sänger mit maximaler Ri­ sikolust dieses anarchistische AntiWesen des braven bürgerlichen Lebens verkörpert. Schier uner­ schöpfliche vokale Reserven paaren sich in Otelli mit einer lustvoll maß­ losen Wucht. (PK)

18 concerti März 2018

Fotos: Jean-Louis Fernandez, Kirsten Nijhof, Ingo Höhn

LYON 20.1.2018


SEIN GANZER KÖRPER WAR MUSIK! Gundula Janowitz über Leonard Bernstein

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OPERN-Tipps Ausgewählt von unserem Experten Peter Krause

BERLIN  SO. 18.3.2018

Hochexpressive Harmonien Oper Die Partitur voller rausch-

Korngold: Das Wunder der Heliane Deutsche Oper Berlin. Marc Albrecht (Leitung), Christof Loy (Regie), Sara Jakubiak, Josef Wagner Weitere Termine: 22. & 30.3., 1. & 6.4.

Vielgestaltige Helena: Plakatmotiv zur Berliner Premiere 20 concerti März 2018

Macht macht verrückt: Szenenbild aus Macbeth in Lyon LYON  FR. 16.3.2018

Hoffnungsschimmer Oper Die politische Seite Verdis verdient die

intensive Beleuchtung eines eigenen Festivals

D

as „Opernhaus des Jahres“ steht nicht in Wien oder München, es befindet sich in Lyon. Die französische Perle mit römischen Wurzeln, malerisch zwischen Rhone und Saône gelegen, beheimatet ein Opernhaus, das dank der konsequent konzeptionellen Arbeit von Intendant Serge Dorny und seinem Team heute fraglos zu einem der besten Europas gehört. Nicht die Summe der Stars, sondern die Kontinuität eines kompromisslos dramaturgisch gedachten Spielplans ist Erfolgsrezept. Das Frühjahrsfestival fokussiert den Ansatz diesmal mit drei Titeln aus der Feder von

Verdi, freilich nicht die Gassenhauer La Traviata oder Rigoletto, sondern drei politisch aufgeladene Werke: Die Macht macht verrückt (Macbeth), die Macht zermalmt (Attila), die Macht zerstört die schönen Seelen, die Illusionen und Ideale (Don Carlos). Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten lässt der neue, aus Mailand stammende Musikchef Daniele Rustioni aufscheinen.

Verdi: Macbeth/Don Carlos/ Attila Opéra de Lyon. Daniele Rustioni (Leitung), Christophe Honoré /Ivo van Hove (Regie), Michele Pertusi, Roberto Scandiuzzi, Susanna Branchini. Weitere Termine: 17.3. bis 6.4.

Fotos: Realgestalt, Jean-Pierre Maurin, Barbara Pálffy, Marco Borggreve/hr

haftem Pathos und hochexpressiver Harmonien beweist in jeder Pore: Korngold hat ein Meisterwerk geschaffen, dessen Hamburger Uraufführung anno 1927 enorm erfolgreich war: Zwölf Opernhäuser spielten Das Wunder der Heliane nach. Zunächst ähnlich viel gespielt wie Richard Strauss, verschwand die Musik des jüdischen Komponisten aus den Programmen. Die Geschichte vom eiskalten Herrscher ohne Liebesfähigkeit, dessen Frau Heliane, die sich einem dionysischen Fremden hingibt, und einem Volk, das auf ein erlösendes Wunder wartet, ist märchenhaft und zeitlos.


DESSAU  FR. 2.3.2018

  Weitere Tipps

Haifische und Huren Oper Ausstattungs-Altmeister Ezio Toffolutti

Freiburg

ANGELS IN AMERICA

mischt Weills Evergreen opulente neue Farben bei

V

or neunzig Jahren fand die Berliner Uraufführung der Dreigroschenoper statt, die hübsch dialektisch mit Bertolt Brechts beißender Sozialkritik besticht und dennoch zum Mitträllern einlädt – der geniale Songstil des Kurt Weill macht’s möglich. Beim diesjährigen Kurt Weill Fest Dessau darf der Hit um Haifische und Huren nicht fehlen, fordert freilich zu einer immer wieder kreativen Auseinandersetzung heraus. Mit Regisseur und Ausstatter Ezio Toffolutti nimmt sich ein

Altmeister des epochalen Werkes an: 1944 in Venedig geboren, war Toffolutti zunächst als Bühnenbildner an der OstBerliner Volksbühne tätig. Die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Harry Kupfer oder Katharina Thalbach führte ihn später an die großen Festivals sowie Schauspiel- und Opernbühnen. Weill: Die Dreigroschenoper Theater Dessau. Markus L. Frank (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie & Ausstattung). Weitere Termine: 10. & 17.3., 8., 13. & 28.4., 1.6.

Sa. 10.3., 19:30 Uhr Theater Freiburg Peter Eötvös komponierte seine 2004 in Paris uraufgeführte Oper in avancierter Broadway-Ästhetik nach Tony Kushners gleichnamigem Drama. Kiel

GÖTTERDÄMMERUNG Sa. 10.3., 17:00 Uhr Theater Kiel Das Hausherren-Duo schließt Wagners Tetralogie ­gemeinsam ab: Intendant Daniel Karasek inszeniert, GMD Georg Fritzsch dirigiert. Halle

SWEENEY TODD

BADEN BEI WIEN DO. 22.3.2018

Oper Auch szenisch führt die Rekonstruktion alter

So. 11.3., 18:00 Uhr Bühnen Halle Stephen Sondheims Broadway-Sensation: „Mensch frisst Mensch“ heißt es im Text der grotesken Sozialsatire im ­Musical-Gewand.

Aufführungspraktiken zu erhellenden Lösungen

München

Haydn historisch

I

n musikalischer Hinsicht gehört die historische Aufführungspraxis barocker Werke längst zum guten Ton. Aber lohnt der Gang zu den Müttern und Vätern Alter Musik auch in szenischer Hinsicht? Durch das Studium stilisierter barocker Gesten? Die Rekonstruktion ursprünglicher Bühnenmalereien und Beleuchtungseffekte? Für Haydns 1779 im Marionettentheater von Schloss Esterházy uraufgeJoseph Haydn: L’Isola disabitata Teatro Barocco. Christoph U. Meier (Leitung), Bernd R. Bienert (Regie) Weitere Termine: 24., 25. & 31.3., 1. & 2.4.

führtes Meisterwerk kommt Regisseur und Ausstatter Bernd R. Bienert im historischen Theatersaal der einstigen Sommerresidenz der Habsburger in Baden bei Wien den originalen Bildwelten so nah wie irgend möglich.

LES VÊPRES ­SICILIENNES So. 11.3., 18:00 Uhr Bayerische Staatsoper Als Hausregisseur am Hamburger Thalia Theater setzte Antú Romero Nunes den Don Giovanni mit Schauspielern in Szene: In München arbeitet er nun mit Sänger-Weltstars. Augsburg

LA FORZA DEL DESTINO Sa. 24.3., 19:30 Uhr Theater Augsburg Er will es mit Verdi wissen: André Bücker, neuer ­Intendant im Schwabenland.

Bildwelten wie zu Zeiten Haydns: Szene aus L’Isola disabitata

Weitere Tipps, Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

Die Rezension zum Tipp: Über alle Premieren mit diesem Zeichen berichten wir tagesaktuell. Sie finden diese und weitere Kritiken online: www.concerti.de/oper März 2018 concerti   21


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tipps & termine Das Musikleben in Mitteldeutschland im März

Håkan Hardenberger kommt mit Zimmermanns Trompetenkonzert nach Leipzig. Mehr dazu auf Seite 4

Foto: Marco Borggreve

2_Porträt Der Bauch-Kopf-Musiker So höflich wie Sebastian Weigle sind Dirigenten im ­Umgang

mit ihren Orchestern selten. Was in Frankfurt nicht zuletzt die Stipendiaten zu s­ chätzen wissen 4_Interview »Da muss ich einigen Kollegen böse sein« Trompeter Håkan H ­ ardenberger über die Verantwortung für Neue Musik und über fehlende Wertschätzung ­zeitgenössischer Komponisten 8_Regionale Tipps So klingt Mitteldeutschland Die wichtigsten Termine im März, ausgewählt von der concerti-Redaktion 13_Klassikprogramm concerti 03.18 Mitteldeutschland 1


Porträt

Der Bauch-Kopf-Musiker So höflich wie Sebastian Weigle sind Dirigenten im Umgang mit ihren Orchestern selten. Was in Frankfurt nicht zuletzt die Stipendiaten zu schätzen wissen. Von Stefan Schickhaus

M

anche Musiker des dirigierende Sebastian Weigle Frankfurter Opern- später die Auszeichnung und Museumsorches- „­Dirigent des Jahres“ bekomters erzählen diese Geschichte men sollte: Ein falsch klingenaus dem Jahr 2003 noch heute der Fagott-Einsatz, Weigle ruft voller Respekt. Es war in einer über das riesig besetzte Probe zu Strauss’ Die Frau oh- Strauss’sche Tutti hinweg den ne Schatten – einer Produktion, entscheidenden Hinweis „Tefür die der damals noch als Gast norschlüssel, nicht Bassschlüs2 Mitteldeutschland concerti 03.18

sel“. Fehler gehört, umgehend analysiert, geklärt – und nicht weiter dramatisiert. Angesprochen auf die damalige Orchesterprobe will Weigle heute die präzise Situationsanalyse dennoch keineswegs zu seinen entscheidenden Qualitäten erklären: „Jeder Dirigent

Fotos: Barbara Aumüller (2)

Genau und doch gelassen: Sebastian Weigle hat viel von seinem Mentor Daniel Barenboim gelernt


hat irgendwo seine Stärken, ob boim erst zum Taktstock gedie nun aber genau darin lie- bracht wurde, ist ein ausgegen?“ Dem seit 2008 amtieren- sprochen höflicher Dirigent. den Generalmusikdirektor der „Ich habe den Eindruck“ oder Oper Frankfurt kommt da ganz „darf ich das bitte nochmal haanderes in den Sinn: „Es gäbe ben“ sind häufig gehörte Forsicher noch viele andere Dinge mulierungen im Orchestergraanzuführen, die für eine effek- ben, stets gepaart mit einem tive Leitung vonnöten sind: „danke“. ohne viel Zeit zu verlieren re- Und noch etwas fällt auf: Der lativ schnell an sein Ziel zu 56-Jährige ist kein Asket, mugelangen, Dinge anzusprechen, sikalisch nicht und ebenso denen ein Mangel an Qualität wenig als Mensch. „Liebe geht anhaftet“ – all das und mehr durch den Magen, Musik auch, zählt er auf. Und ist da mit sich das Kulinarische sowieso“, sagt ganz zufrieden: „Jedenfalls er. „Ich bin ein Genießer und kann ich mich auf meine Ohren stehe dazu. Das Leben ist viel und meinen Verstand sehr ver- zu kurz für Fastfood, schlechlassen.“ ten Kaffee und billigen Rotwein.“ Und wenn er die Wahl »Das Leben ist zu kurz für hat, als Kopf- oder als BauchFastfood und billigen Rotwein« Musiker charakterisiert zu Und obendrein auf die Loyali- werden, erfindet er den „Bauchtät seiner Frankfurter Musiker, Kopf-Musiker“ – klinge das denn Weigle ist ausgesprochen nicht toll? Mag der Start auch beliebt. Allerdings macht er es gern aus dem Bauch heraus mit seinem Orchester auch leicht: Gefühl und Impetus erfolgen, Denn der gebürtige Berliner, wenn dann die Rechnung mit der 15 Jahre als erster Solohor- der sogenannten Unbekannten nist in der Staatskapelle Berlin hinzukommt, ist sofort der spielte und von Daniel Baren- Kopf gefragt. „Das können

manchmal Bruchteile von Sekunden sein, doch danach freue ich mich dann wieder auf den Bauch.“ Und wie zur Absicherung schiebt Weigle rasch hinterher: „Der Kopf steuert – ob bewusst oder unbewusst – aber schon das gesamte Geschehen.“ Dabei könnten künftig fixe Fehleranalysen der Art „Tenorschlüssel, nicht Bassschlüssel“ häufiger gefragt sein, sitzen doch nun regelmäßig auch Stipendiaten der neu gegründeten Paul-Hindemith-Akademie im Orchester. Diese Orchesterakademie – benannt nach dem berühmtesten Bratscher aus den Reihen des Opernorchesters – bietet jungen Musikern am Ende ihres Studiums die Möglichkeit, Orchesterluft zu schnuppern und Praxiserfahrungen zu sammeln. „Was ich da alles rufe, möchten Sie gar nicht wissen“, scherzt Weigle. „Aber Spaß beiseite: Mir ist es eine Freude, den jungen Damen und Herren der Akademie ein positives Zeugnis auszustellen. Denn nicht nur als Musiker machen sie ihre Sache richtig gut, sondern auch als Menschen sind sie besonders. Und das erfüllt einen mit Respekt und Stolz.“ Konzert-TIPP

Dresden Fr. 9.3. & Sa. 10.3., 19:30 Uhr Kulturpalast Peter Rösel (Klavier), Dresdner Philharmonie, Sebastian Weigle (Leitung). Schumann: Konzertstück G-Dur op. 92, R. Strauss: Burleske d-Moll & Also sprach Zarathustra op. 30 CD-Tipp

Motschmann: Facets of Infinity, Interlude Frankfurter Opern- & Museumsorchester, Sebastian Weigle (Ltg). Neue Meister concerti 03.18 Mitteldeutschland 3


Interview

»Da muss ich einigen Kollegen böse sein« Trompeter Håkan Hardenberger über die Verantwortung für Neue Musik und über fehlende Wertschätzung zeitgenössischer Komponisten. Von Christian Schmidt

Ist Ihre Trompete ein Zufall?

Es gibt keine Zufälle. Die Trompete ist mir passiert, weil es so sein sollte. Die Musik ist zu mir gekommen. In meiner Familie gab es dahingehend überhaupt keine Ambitionen, aber dann hat mir mein Vater, als ich ein kleiner Junge war, eine Trompete gekauft, und dann entfachte mein erster Lehrer in mir die Liebe zur Musik. Sie wären also in jedem Fall Trompeter geworden?

Nein, wäre ich woanders geboren, sicher nicht. Viele Musiker behaupten, eine private Beziehung mit ihrem Instrument zu führen.

Die Trompete ist ja alles andere als perfekt: nur aus Metall, sie hat viele Fehler. Die muss man kennenlernen und zu ei4 Mitteldeutschland concerti 03.18

nem Körperteil machen. Wenn mir jemand mein neues Mundstück stehlen würde, zu dem ich kürzlich nach dreißig Jahren gewechselt bin, wäre das durchaus auch eine menschliche Katastrophe, ja. Muskulär ist Trompete sehr anstrengend. Wie schafft man es, so lange durchzuhalten?

Üben, üben, üben. Nach wie vor. Wie viel?

Ein richtiger Arbeitstag hat sechs, sieben Stunden. Aber das macht ja jeder Mensch.

»Die Trompete ist mir passiert, weil es so sein sollte« Hat die Trompete auch mal schlechte Laune?

Da muss ich überlegen. Als ich jünger war, kam das öfter vor: Sie war der Boss. Mein Lehrer in Paris hat immer gesagt, zwei Leben wären zu wenig, um sie beherrschen zu lernen. Trotzdem sind Sie weit gekommen. Lag das an Ihrem Repertoire? Welche Musik liegt Ihnen besonders am Herzen?

Gute. Leider gibt es für die Trompete nicht so viel davon in der Alten Musik: Haydn, Bach, zehn Minuten D-Dur bei Telemann und Torelli, das ist schön, aber dann hört es schon wieder auf. Deswegen habe ich versucht, ein ernsthaftes Repertoire aufzubauen. Dadurch kann ich längere und komplexere Geschichten erzählen. Welche erzählen Sie zum Beispiel mit Bernd Alois Zimmermanns Trompetenkonzert „Nobody knows de trouble I see“?

Sehr viele in nur 16 Minuten! Das ist schon ein Meisterstück. Es wurde 1954 komponiert, also lange vor meiner Zeit, blieb aber wegen einer wenig gelungenen Uraufführung ewig in der Schublade. Zimmermann komponierte vierzig Jahre vor seiner Zeit: mitten in der Moderne im besten Sinne postmodernistisch. Von der Form her ist das ein Bach-Choral, benutzt aber auch Elemente der Zwölftonmusik, Jazz-Instrumente und -Klänge. Er wollte bewusst probieren, sie zusammenzuführen und damit auch politisch ein antirassistisches Zeichen setzen, denn der Jazz war ja zu der Zeit vor allem afro­ amerikanisch dominiert. Es

Foto: Marco Borggreve

S

eit nahezu vier Jahrzehnten beherrscht Håkan Hardenberger die Trompeten-Szene und belebt sie durch immer neue Werke. Im Interview spricht der 57-jährige Schwede in nahezu fehlerfreiem Deutsch über die Beziehung zu seinem Instrument, die Gefahr von Crossover und darüber, was Musizieren mit Kochen gemein hat.


zur Person

war doppelt tragisch, dass dies nicht gelang. Umso besser, dass wir dem Stück nun die Bedeutung zurückgeben konnten, die es hat. Viele Jahre nach Zimmermanns Tod ist es ins Kernrepertoire eingegangen. Man vergisst es nicht leicht, auch nach einem großen Konzert wirkt es nach. Sie spielen sehr viel Neue Musik, haben zahlreiche Werke in Auftrag gegeben. Gehört das zur Verantwortung eines Musikers?

Erstmal war das ja purer Egoismus. Zum Malen brauchte ich eine größere Palette. All die damaligen Transkriptionen waren nicht mein Fall. Neues zu entdecken war daher so reizvoll. Als ich 25 war, plante

ich meine erste Tournee durch Deutschland mit einem kleinen Streichorchester. Natürlich wollten alle Veranstalter Haydns Es-Dur-Konzert. Ich fragte meinen Lehrer: Soll ich auf meine neuen Werke bestehen oder lieber einknicken? Er antwortete: Wenn du es nicht machst, wer soll es dann tun? Das hat mich geprägt.

Heimatverbunden: Håkan Hardenberger, geboren im schwedischen Malmö, lernte ebendort das Trompeten­ spiel, ehe er seine Studien in Paris und Los Angeles fortsetzte. Inzwischen hat er eine Trompetenprofessur in seiner Heimatstadt inne. Hardenberger gilt nicht nur im klassischen Trompeten­ repertoire als weltweit führende Größe, sondern auch in der zeitgenössischen Musik.

Ist das nur eine Verantwortung für die Weiterschreibung der Musikgeschichte oder auch für die Komponisten selbst?

ponisten dürfen nicht am Ende der Nahrungskette stehen.

Ich kämpfe für die Komponisten, ohne sie geht es nicht. Da muss ich auch einigen meiner Kollegen böse sein: Das Musikgeschäft ist eine Verehrungsmaschine für Dirigenten und Starsolisten geworden. Kom-

Sie planen also noch weitere Auftragswerke.

Absolut. Aber ich weiß ja nicht, wie lange man noch auf hohem Niveau Trompete spielen kann. Der Fundus ist stark angewachconcerti 03.18 Mitteldeutschland 5


Interview

Möchte mit seinem Trompetenrepertoire Geschichten erzählen: Håkan Hardenberger

Man sieht Ihnen die Genugtuung des Pioniers an.

Finden Sie? Können Sie Crossover­ projekten etwas abgewinnen?

Es ist immer gefährlich, etwas zu tun, nur weil man es kann. Da bleibt eine große Leere. Die Gefühle müssen ernst gemeint sein. Wenn ich etwas nur tue wegen der Reputation oder wegen eines schnellen kommerziellen Erfolges, kann es sehr einfach schiefgehen. Das 6 Mitteldeutschland concerti 03.18

muss sehr gut arrangiert sein, sonst fliegt die Musik vorbei. Immerhin haben Sie auch Filmmusik eingespielt.

riger, überhaupt Platten zu verkaufen. Der Druck auf junge Künstler ist höher. Was raten Sie Ihren Studenten?

Darauf bin ich sehr stolz. Aber ich versuche immer, auch HK Gruber so zu spielen, dass die Musik verständlich ist.

Seid stark. Hat man nicht das Gefühl, krank zu werden, wenn man nicht spielen darf, sollte man nicht Musiker werden.

Wie schwer ist es, bei Plattenfirmen und Veranstaltern eigene Wünsche durchzusetzen?

Aber so ist es.

Man muss sich seiner Sache klar sein und darf nur das tun, was man wirklich will. Es gibt immer Leute, die einem etwas einreden wollen. Ist der kommerzielle Erfolgsdruck größer geworden?

Für mich war es vor dreißig Jahren schwieriger. Aber das hat mit Ihrer Prominenz zu tun.

Das kann sein. Insgesamt ist es heutzutage natürlich schwie-

Klingt hart. Seit vielen Jahren sind Sie auch ein gefragter Dirigent. Was ist besser?

Ich bin zuallererst Trompeter, dirigiere nur selten und nur die Programme, die mir liegen. Repertoiredirigenten gibt es genug. Ich versuche wie ein Kurator einer Ausstellung gut zusammenzustellen, was eine Beziehung zueinander hat. Was ist an der Arbeit anders?

Natürlich brauche ich beim Dirigieren nicht den körperlichen Prozess. Dafür bin ich als Solist bei manchen Proben ein

Foto: Marco Borggreve

sen. Einige Stücke sind recht schnell ins Repertoire übergegangen, bei anderen ist es schwieriger. Zum Beispiel bei Harrison ­Birtwistles Trompetenkonzert wurde gesagt, das könne man nicht spielen, inzwischen haben es viele gute Kollegen im Programm. Henzes Requiem gehört heutzutage bei Wettbewerben zum Standard. Es dauert, bis sich gute Musiker und Orchester dafür interessieren.


© Sammy Hart

bisschen hyperaktiv beim Orchester, weil ich selbst Vorschläge mache. Das hat früher bei manchen alten Meistern zuweilen Ärger gegeben. Deswegen arbeite ich heute am liebsten mit Freunden am Pult. Ein guter Dirigent muss wie ein Regisseur seinen Schauspielern eine Lesart vorgeben, nicht selbst Star sein. Klingt so, als würden Sie im Repertoirebetrieb Routine fürchten.

Gegen diesen Zynismus muss man täglich kämpfen. Es ist ganz einfach, in dieses große schwarze Loch hineinzufallen. Wenn die Musik nicht gut ist, spürt das jeder. Ausgleich hilft. Was machen Sie außerhalb der Musik?

Regelmäßig viel Sport. Und ich koche gern. Was eint Musizieren und Kochen?

Leute beglücken. Gutes Handwerk. Auch Geduld?

Und Fantasie. Man bekommt Liebe zurück. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen Handwerk und Inspiration. Klingt ja, als wären Sie ein Gourmetkoch.

Vielleicht braucht man auch dafür zwei Leben. Konzert-TIPP

Leipzig Do. 1.3. & Fr. 2.3., 20:00 Uhr Gewandhaus Håkan Hardenberger (Trompete), Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Wagner: Siegfrieds Tod & Trauermarsch aus „Götterdämmerung“, Zimmermann: Trompetenkonzert „Nobody knows de trouble I see“, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65

LISA BATIASHVILI 8. APR 2018, SO, 11.00 UHR KULTURPALAST AUF EINLADUNG DER DRESDNER PHILHARMONIE

Gustav Mahler Jugendorchester DAS EUROPÄISCHE SPITZEN-JUGENDORCHESTER Lutosławski: Sinfonie Nr. 1 Szymanowski: Violinkonzert Nr. 1 Debussy: „Images pour orchestre“ Lorenzo Viotti | Dirigent Lisa Batiashvili | Violine Gustav Mahler Jugendorchester

ticket@dresdnerphilharmonie.de dresdnerphilharmonie.de


Tipps & Termine

Von den Italienern des 17. Jahrhunderts bis zu Bachs Solo-Suiten Meiningen & Ohrdruf Bei den Thüringer Bachwochen zeichnet Josetxu Obregón den Weg des Cellos vom Continuo- zum Solo-Instrument nach

O

b im Ensemble oder allein: Der in Bilbao geborene Cellist Josetxu Obregón ist als leidenschaftlicher Botschafter Alter Musik bekannt, dessen künstlerische Neugier seinem ausdrucksstarken Spiel in nichts nachsteht. Zahlreiche gewonnene Wettbewerbe, von der Kritik gewürdigte Einspielungen und internationale Auftritte untermauern die Stellung des Basken, der während seines Studiums besondere Förderung durch Anner Bylsma in Amsterdam erfahren hat. Nicht nur als Gründer und künstlerischer Leiter des Barockensembles La Riti-

8 Mitteldeutschland concerti 03.18

rata (benannt nach einem Werk von Luigi Boccherini) verbindet er „akkurates historisches Bewusstsein mit höchster künstlerischer Qualität“, wie es in einer Besprechung heißt. Die Kenntnis der Gestaltungsmittel und Ästhetik zur Zeit eines Komponisten äußert sich in sehr klaren Klangvorstellungen, die auch in Interviews nachzulesen sind. „Ich mag es nicht, wenn jemand etwas als Alte Musik verkauft, was es gar nicht ist“, betont Obregón beispielsweise gegenüber Glossa Music. „Es ist nicht interessant, Bach-Suiten auf einem Cello mit heutiger Besaitung und

einem modernen Bogen zu hören, wenn es all das zu Bachs Zeiten gar nicht gab.“ Die „historisch informierte Aufführungspraxis“ geht dabei weit über den Einsatz alter Instrumente hinaus und ermöglicht es Obregón, der Entwicklung des Cellos vom Continuo- zum Solo-Instrument in besonderer Weise nachzuspüren. Elisa Reznicek  Fr. 30.3., 15:00 Uhr Schloss Elisabethenburg Meiningen Sa. 31.3., 15:00 Uhr St. Trinitatis Ohrdruf Thüringer Bachwochen. Josetxu Obregón (Violoncello). Werke von Bach, Gabrielli, Supriano, Vitali u. a.

Fotos: Michal Novak, Andreas Schmidt

Nicht nur in der Alte-Musik-Szene schlägt ihm Begeisterung entgegen: Josetxu Obregón verfolgt mit seinem Sebastian-Klotz-Celllo von 1740 sehr klare Klangvorstellungen


Sich von bester Saite zeigen Bad Elster Dozenten und Teilnehmer der Chursächsischen Meisterkurse laden zum Konzert

B

ad Elster liegt im Dreiländereck zwischen Böhmen, Bayern und Sachsen und ist eines der ältesten Mineral- und Moorheilbäder Deutschlands. Der berühmteste Kurgast dürfte Johann Wolfgang von Goethe gewesen sein, der im Jahr 1795 hier weilte und der Heilquelle in „Hermann und Dorothea“ ein literarisches Denkmal setzte. 1848 wurde Elster zum Königlich-Sächsischen Staatsbad erhoben, was die Zahl der Badegäste rasant ansteigen ließ. Wellness und Kultur gehen hier eine gelungene Verbindung ein. So finden in der

Festspielstadt mit ihren historischen Veranstaltungsstätten und herrlichen Parkanlagen nun die 5. Chursächsischen Meisterkurse in den Fächern Violine, Viola und Violoncello statt. Die Dozenten Gerhard Schulz (Wien), Pauline Sachse (Berlin) und Peter Bruns (Leipzig) lassen sich in einem Professorenkonzert hören. Ihre Meisterschüler gestalten ein Podium mit Kammermusik sowie ein Sinfoniekonzert mit der Chursächsischen Philharmonie unter Leitung des GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Sabine Näher

Zwei der drei Konzerte finden im König Albert Theater statt Chursächsische Meisterkurse Bad Elster – Konzerte der Professoren und Meisterschüler 5.–11.3.2018 Gerhard Schulz, Peter Bruns u. a. König Albert Theater Bad Elster

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»Sie haben gesagt, dass ich außergewöhnlich war« Dessau Geiger Daniel Lozakovich berührt mit

seiner Persönlichkeit – und mit Beethoven

Er gab mit acht sein Orchesterdebüt und lässt seine Zuhörer staunen: der 16-jährige schwedische Geiger Daniel Lozakovich

V

ielleicht ist er vom Himmel gefallen. Oder – etwas weniger metaphysisch – der neue Yehudi Menuhin, der schließlich auch als Wunderkind begann. Jeder staunt. Ausnahmslos. Nicht nur die Presse, nicht nur das Publikum, auch die erwachsenen Kollegen, mit denen er bereits musiziert hat: Vladimir Spivakov, Leonard Slatkin, Andris Nelsons, Robin Ticciati und nicht zuletzt Valery Gergiev, der seit der ersten Zusammenarbeit 2015 den jungen Geiger fördert. Daniel Lozako-

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vich ist jetzt 16 Jahre alt. Seinen ersten Unterricht erhielt er mit sieben Jahren – obwohl seine Mutter ihn viel lieber als Tennisstar gesehen hätte. Tennis spielt er noch heute, außerdem Fußball und Schach. Seine Mutter war es auch, die ein Video von ihm anfertigte und es nach Moskau schickte, an Vladimir Spivakovs Festivalleitung. Die Antwort kam schnell. „Sie haben meine Mutter angerufen und ihr gesagt – wie soll ich es ausdrücken – dass ich gut war ... Kurz gesagt, dass ich außergewöhnlich

war.“ Von da an steigert sich der junge Mann, der gerne adrett mit zurückgekämmtem Haar, korrekt geschnittenem Anzug und feiner Krawatte auftritt. Wäre da nicht die fast noch kindhafte Physiognomie, könnte der Zuhörer meinen, hier sei ein Wissender, ein Gereifter, ein Jahrhundertgenie am Werk. Und das Jahrhundert beginnt ja erst. Manchen Kritiker mag das erstaunen. Oder gar veranlassen, die Bühnenerscheinung vor das musikalisch Erlebte zu stellen und zu monieren, Lozakovich hätte bereits die Erwachsenenmarotte übernommen, die Blumen an die nächstsitzende Orchesterstreicherin weiterzureichen. Wenn’s weiter nichts ist ... Andere haben ihr Staunen längst überwunden und hören genau zu, loben das Selbstbewusstsein und die schon heute weit ausgeformte Individualität und Stilsicherheit des Violinisten. Martin Engstroem, Gründer des Verbier-Festivals und wie Lozakovich in Stockholm geboren, ist sich sicher: „Daniel weiß, was er will und er versteht, wie er seine Karriere in die Hand nehmen kann. Es ist schwer zu erklären, warum er dieses Talent hat. Es ist ihm bereits gelungen, das Publikum mit seiner Musikalität, mit seiner Persönlichkeit zu berühren – und nicht einfach nur mit seiner Virtuosität und seinen Fingern.“ Ganz sicher: Man darf staunen, was noch kommt.  Helge Birkelbach So. 4.3., 17:00 Uhr Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest. Daniel Lozakovich (Violine), Orchester der Komischen Oper Berlin, Jordan de Souza (Leitung). Werke von Tiessen, Jarnach, Mozart & Beethoven

Fotos: Sergey Andreev, Lutz Edelhoff

Tipps & Termine


Sängerin der Titelpartie: Daniela Gerstenmeyer

Wenn Götter zudringlich werden Erfurt In Cavallis Oper La Calisto geht Jupiter auf Nymphenjagd

M

onteverdi ist in der Opernwelt wieder ein fester Begriff. Ebenso der rund 100 Jahre später wirkende Händel. Was dazwischen geschah, ist dagegen kaum bekannt. Einer dieser „Lückenfüller“ ist der italienische Komponist Francesco Cavalli (1602–1676). Seine Oper La Calisto von 1651 steht nun in Erfurt auf dem Spielplan. Wie in dieser Zeit üblich, spielt sie in der griechischen Mythologie. Die Nymphe Calisto wird dabei vom verkleideten Jupiter verführt, worauf Jupiters Frau sie zur Strafe in einen Bären verwandelt. Zwar reichern weitere Figuren die Handlung an, doch viel wichtiger als die eigentliche Geschichte ist das Verhalten der Protagonisten untereinander. Da wird umworben und zurückgewiesen, getäuscht und getrickst, Eifersucht heraufbeschworen und – ohne genaue Kenntnis, was geschehen ist – bestraft. Am Ende stellt sich die Erkenntnis ein, dass die meisten Götter auch nicht besser sind als Menschen. Dirigent Samuel Bächli, der in dieser Inszenierung allerdings Regie führt, spielt auch mit dem Wechsel von deutscher Übersetzung und italienischem Original. Nicolas Furchert 

unter anderem mit MARK PADMORE, JORDI SAVALL, NILS LANDGREN, dem BACH COLLEGIUM JAPAN, ALEXANDRE THARAUD und dem FREIBURGER BAROCKORCHESTER Tickets | Hotelbuchung +49 ( 0 ) 361 . 37 42 0 thueringer-bachwochen.de

Do. 1.3., 19:30 Uhr (Premiere) Theater (Studio) Cavalli: La Calisto. Chanmin Chung (Leitung), Samuel Bächli (Regie) Weitere Termine: 10. & 24.3., 1., 7., 13. & 22.4.

Foto: © Marco Borggreve


Tipps & Termine

Leipzig Mit 80 Jahren verabschiedet Wagner- und

Schlagersänger René Kollo sich von der Bühne

Hits wie Hello, Mary Lou finanzierten sein Gesangsstudium. Im reiferen Alter trat René Kollo auch als Krimi-Autor in Erscheinung

I

m November letzten Jahres ist René Kollo achtzig Jahre alt geworden und hat die Musikwelt zu diesem Anlass mit einer großen Tournee beschenkt, auf der er sein großes künstlerisches Talent derzeit noch einmal auf vielen Bühnen nach Herzenslust auslebt, bevor er sich aus dem Rampenlicht verabschiedet. Als echter Showman versteht der Tenor sich darauf, nicht nur im Gesang, sondern auch in amüsanten Geschichten den richtigen Ton zu treffen, die er um das Potpourri aus Kirchen-

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liedern, Volksliedern, Operetten-Hits und beliebten Songs aus der Feder seines Vaters und Großvaters Willi und Walter Kollo spinnt, die beide Schlager und Revuen komponierten. Ursprünglich wollte der 1937 geborene Berliner übrigens gar nicht Sänger, sondern Schauspieler werden. Eher durch Zufall schlitterte Kollo in die Unterhaltungsmusik hinein und landete 1959 mit seiner Interpretation des Schlagers Hello, Mary Lou direkt einen Hit. Nachdem Kollo weitere Achtungserfolge mit leichten

Liedern einfuhr und 1964 sowie 1965 am Vorentscheid für den Eurovision Song Contest teilnahm, der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß, wäre eine Karriere im seichteren Segment eigentlich obligatorisch gewesen. Jedoch hat er schon bald über die Genregrenzen hinweg auch Wagner, Verdi und Co. für sich entdeckt und mit dieser Vielseitigkeit eine glänzende Karriere hingelegt. Sein Gesangsstudium finanzierte sich René Kollo noch als Schlagersänger, während er später seine Arbeit als Heldentenor nonchalant mit Ausflügen zur leichten Muse kombinierte. Unter anderem hat Kollo Alben mit James Last und mit Liedern von Udo Jürgens aufgenommen. Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth war er in den vielen Jahrzehnten als Lohengrin, Siegfried und Tristan stets genauso zuhause wie im Scheinwerferlicht der TVStudios. Kein Winkel der Musikwelt schien ihm fremd, weder auf noch hinter der Bühne: Als Regisseur inszenierte René Kollo 1986 Wagners Parsifal in Darmstadt. 1996 war er bis zu dessen Schließung Intendant des Metropol-Theaters in Berlin. Nun darf man sich auf eine Fülle von Abschiedskonzerten freuen, in denen man den Tenor noch einmal ganz in seinem Element erleben kann: als Wanderer zwischen den musikalischen Welten. Katherina Knees  8.3., 19:30 Uhr Haus Leipzig René Kollo 80. René Kollo (Tenor). Arien aus Opern & Operetten, geistliche & weltliche Lieder u. a.

Foto: hgm press

Heldentenor mit Hang zur leichten Muse


Programm Das Klassikprogramm für Mitteldeutschland im März

1.3. Donnerstag Altenburg

14:30 Theater Der große Operettenwettstreit: Von Paris nach Berlin, über Budapest nach Wien. Thomas Wicklein (Leitung) Chemnitz

16:00 Opernhaus Mozart: Die Hochzeit des Figaro. Felix Bender (Leitung), Helen Malkowsky (Regie) Dessau-RoSSlau

17:00 Marienkirche Jugendkonzert „Musik und Kunst“. David Ameln (Tenor), Anhaltische Philharmonie, Elisa Gogou (Leitung) 19:00 Restaurant Pächterhaus Kurt Weill Fest: Musikalisch-kulinarischer Abend. Lazylectric 20:30 Altes Theater (Foyer) Kurt Weill Fest: Gott lacht mit seinen Geschöpfen. Gerhard Kämpfe (Erzähler), Karsten Troyke (Musik) 20:30 Kiez Kino Kurt Weill Fest: Filmabend. Jürgen Schebera (Einführung). Wiene: Das Kabinett des Dr. Caligari (1920) Dresden

20:00 Festspielhaus Hellerau Zweiteiliger Ballettabend. Jacopo Godani (Choreografie), Dresden Frankfurt Dance Company 20:00 Kulturpalast Dresdner Musikfestspiele. Martha Argerich & Lilya Zilberstein (Klavier) 20:00 Semperoper Kammerabend. Trio Sono, Christa Mayer (Alt), Wolfram Große & Roland Vetters (Klarinette), Hornquartett der Sächsischen Staatskapelle, Jens-Peter Erbe (Tuba), Wieland Heinze (Violine), Simon Kalbhenn (Violoncello), Johannes WulffWoesten (Klavier). Mozart: Klaviertrio G-Dur KV 496, Wulff-Woesten: Die vierte Elegie nach Rilke op. 37, Elferrat um zwölf – elf Variationen über zwölf Achtel op. 25 & Rhapsodie in Black op. 24, Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 C-Dur op. 8, Beethoven: Klaviertrio op. 70/1 „Geistertrio“

Erfurt

Bad Elster

19:30 Theater (Studio) Cavalli: La Calisto (Premiere). Zoi Tsokanou (Leitung), Samuel Bächli (Regie)

19:30 König Albert Theater J. Strauss: Eine Nacht in Venedig

Gotha

20:00 Kulturhaus Amir Tebenikhin (Klavier), Thüringen Philharmonie, Russell Harris (Leitung). Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76, Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15 Leipzig

19:30 Hochschule für Musik Dirigierwettbewerb. Dirigierstudenten der Musikhochschulen Weimar, Dresden & Leipzig, MDR Sinfonieorchester. Brahms: Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81, Milhaud: Le Bœuf sur le toit op. 58, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10 20:00 Gewandhaus Håkan Hardenberger (Trompete), Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Wagner: Siegfrieds Tod & Trauermarsch aus „Götterdämmerung“, Zimmermann: Trompetenkonzert „Nobody Knows de Trouble I See“, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll Magdeburg

19:00 Dom (Remter) Der Magdeburger Domchor auf der Schwelle zum 200. Jubiläum. Helga Hess (Vortrag), Magdeburger Domchor, Barry Jordan (Orgel). Werke von Magdeburger Domkantoren 19:30 Opernhaus J. Strauss: Eine Nacht in Venedig Meiningen

19:30 Meininger Theater Patrick Demenga (Violoncello), Meininger Hofkapelle, Philippe Bach (Leitung). Vollmer: Zwei Parallelen (UA), Dvořák: Cellokonzert h–Moll, R. Strauss: Ein Heldenleben

2.3. Freitag Annaberg-Buchholz

19:30 Winterstein-Theater Kander: Cabaret

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Chemnitz

19:00 Opernhaus Ein Sommernachtstraum. Reiner Feistel (Choreografie), Stefan Politzka (Leitung) Dessau-RoSSlau

19:00 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest. Weill: Die Dreigroschenoper (Premiere). Markus L. Frank (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie) 19:00 Marienkirche Kurt Weill Fest: Berliner Glanz. Jochen Kowalski (Gesang), Salonorchester „Unter’n Linden“ 19:00 Restaurant Pächterhaus Kurt Weill Fest: Musikalisch-kulinarischer Abend. Lazylectric Dresden

18:00 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Hochschulchor & Sinfonieorchester, Hans-Christoph Rademann & Studierende aus den Dirigierklassen (Leitung) 19:00 Semperoper Weber: Der Freischütz 20:00 Festspielhaus Hellerau Zweiteiliger Ballettabend. Jacopo Godani (Choreografie), Dresden Frankfurt Dance Company Eisenach

19:30 Landestheater Amir Tebenikhin (Klavier), Thüringen Philharmonie, Russell Harris (Leitung). Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76, Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15 Gera

19:30 Theater Mozart: Die Entführung aus dem Serail Görlitz

19:30 Theater Offenbach: Die Großherzogin von Gerolstein. Ulrich Kern (Leitung), Steffen Piontek (Regie) concerti 03.18 Mitteldeutschland 13


Klassikprogramm

19:30 Oper Weill: Die Dreigroschenoper. Henriette Hörnigk (Regie) 20:00 Steintor-Varieté Kurt Weill Fest. Till Brönner (trumpet), Dieter Ilg (bass) Leipzig

18:00 Thomaskirche Motette. Thomanerchor, Mitglieder des Gewandhausorchesters, Ullrich Böhme (Orgel), Gotthold Schwarz (Leitung) 20:00 Gewandhaus Håkan Hardenberger (Trompete), Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Wagner: Siegfrieds Tod & Trauermarsch aus „Götterdämmerung“, Zimmermann: Trompetenkonzert „Nobody knows de trouble I see“, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

19:00 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest. Till Brönner (trumpet), Dieter Ilg (bass) 21:30 Marienkirche Kurt Weill Fest. vision string quartet. Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll, Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett, Jazz- & Pop-Arrangements 22:00 Bauhaus Kurt Weill Fest: Ich, Kurt Weill. Stefanie Wüst (Gesang), Reinhard Schmiedel (Klavier) 22:00 Kiez Kino Kurt Weill Fest: Filmabend. Dudow/Eisler: Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt (1931/32) Dresden

17:00 Kreuzkirche Kreuzchorvesper. Dresdner Kreuzchor, Roderich Kreile (Leitung)

Magdeburg

19:00 Semperoper Verdi: Otello

19:30 Opernhaus Einem: Dantons Tod. Kimbo Ishii (Leitung)

19:30 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Hochschulchor & Sinfonieorchester, Hans-Christoph Rademann & Studierende der Dirigierklassen (Leitung). Werke von Strawinsky, Bernstein & Beethoven

20:00 MDR Landesfunkhaus Kurt Weill Fest: Ich, Kurt Weill. Stefanie Wüst (Gesang), Reinhard Schmiedel (Klavier), Jürgen Schebera (Modera­ tion) Meiningen

19:30 Meininger Theater O’Brien: The Rocky Horror Show Saalfeld

19:30 Meininger Hof Antonio di Christofano (Klavier), Thüringen Philharmonie, Giancarlo de Lorenzo (Leitung). Scroccaro: Land[e]scape n. 3 (UA), Gershwin: Rhapsody in Blue, Rota: Ballettsuite aus „La Strada“

19:30 Staatsoperette Kuchinka: Zzaun! - Das Nachbarschaftsmusical (UA). Peter Christian Feigel (Leitung), Andreas Gergen (Regie) 20:00 Festspielhaus Hellerau Zweiteiliger Ballettabend. Jacopo Godani (Choreografie), Dresden Frankfurt Dance Company Erfurt

19:30 Theater Mozart: Die Zauberflöte. Joana Mallwitz (Leitung)

Weimar

Freiberg

19:30 Deutsches Nationaltheater C. P. E. Bach: Johannes-Passion (szenisch). Holger Reinhardt (Leitung), Philipp Harnoncourt (Regie)

19:00 Theater Bock: Anatevka

3.3. Samstag Chemnitz

19:00 Opernhaus Wagner: Das Rheingold. Felix Bender (Leitung), Verena Stoiber (Regie) 19:30 Schauspielhaus (Große Bühne) The Tiger Lillies: Struwwelpeter. Casten Knödler (Regie) Dessau-RoSSlau

11:00 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest: Preisträgerkonzert. Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ 16:00 Melanchthonkirche Kurt Weill Fest. Flautando Köln Weitere Infos siehe Tipp 14 Mitteldeutschland concerti 03.18

Gera

15:00 Thomaskirche Motette. Gesine Adler (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Eric Stokloßa (Tenor), Stephan Heinemann (Bass), Thomanerchor, Gewandhausorchester, Gotthold Schwarz (Leitung). Bach: Kantate „Du wahrer Gott und Davids Sohn“ 16:00 Gewandhaus Es war einmal … Das Gewandhausorchester feiert Geburtstag. Danae Kontora (Sopran), Jonathan Michie (Bariton), Mitglieder des GewandhausKinder- und Jugendchores, Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung), Malte Arkona (Moderation). Bach: Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ BWV 147 (Auszüge), Mozart: Die Zauberflöte (Auszüge), Strongylis: Engel der Hoffnung (UA), Wagner: Vorspiel zu den „Meistersingern von Nürnberg“ 16:30 Gohliser Schlösschen David Meyer (Klavier). Rachmaninow: Préludes op. 23, Beethoven: Sonaten Nr. 14 cis-Moll op. 27/2 & Nr. 13 Es-Dur op. 27/1 18:00 Schumann-Haus Schumanns Salon. Christian Erben (Violoncello), Ute Erben (Klavier). Schumann: Fantasiestücke op.73, Brahms: Cellosonate e-Moll, Prokofjew: Cellosonate 19:00 Opernhaus Donizetti: Lucia di Lammermoor 20:00 Paul-Gerhard-Kirche Sjaella 20:00 Paulinum Seelenvergessen. Stefan Maass (Laute), MDR Rundfunkchor, Jörn Hinnerk Andresen (Leitung). Rautavaara: Die erste Elegie „Wer, wenn ich schrie, wer hörte mich“, Martin: Messe für zwei vierstimmige Chöre, Cornelius: Requiem „Seele, vergiss sie nicht“, Barber: Agnus Dei op. 11, Elgar: Lux aeterna u. a.

Tipp

19:30 Theater Mozart: Die Entführung aus dem Serail. Laurent Wagner (Leitung) Gröbzig

14:00 Synagoge Kurt Weill Fest: Auf dem Weg zum Glauben. Studierende der Musikhochschule Leipzig, Peter Bruns (Leitung). Werke von Mendelssohn Leipzig

10:00 Mendelssohn-Haus (Museum) Auf Mendelssohns Spuren durch die Musikstadt Leipzig 15:00 Opernhaus (Konzertfoyer) Musikalischer Salon: Scherzi musicali. Stefania Abbondi (Sopran), Wallis Giunta (Mezzosopran), Ugo D’Orazio (Cembalo & Klavier). Werke von Monteverdi, Händel, Donizetti u. a.

3.3. samstag

16:00 Melanchthonkirche Dessau-Rosslau Kurt Weill Fest. Flautando Köln  Mehr als 40 Blockflöten aller Art reichen den vier Damen des Quartetts Flautando nicht aus, um Musik zu machen: Flötistin Ursula Thelen nutzt auch gerne ihre vielgelobte Sopranstimme, um eine weitere musikalische Facette mit einzubringen.

Foto: Christina Feldhoff

Halle (Saale)


Magdeburg

20:00 MDR Landesfunkhaus Kurt Weill Fest: In Love With Shakespeare. Julia Hülsmann (Klavier), Torun Eriksen (Gesang)

BOLSHOI THEATER LIVE

Meiningen

19:30 Meininger Theater Mozart: Così fan tutte. Mario Hartmuth (Leitung), Anthony Pilavachi (Regie)

NUR SONNTAG, 4.3. UM 16 UHR

Quedlinburg

19:30 Theater Smetana: Die verkaufte Braut. Kari Kropsu (Leitung) Saalfeld

19:30 Meininger Hof Antonio di Christofano (Klavier), Thüringen Philharmonie, Giancarlo de Lorenzo (Leitung). Scroccaro: Land[e]scape n. 3, Gershwin: Rhapsody in Blue, Rota: Ballettsuite aus „La Strada“

LiveÜbertragung!

Zittau

19:30 Theater Menotti: Der Konsul Zwickau

19:30 Malsaal Monteverdi: L’Orfeo

4.3. Sonntag Annaberg-Buchholz

Präsentiert von

19:00 Winterstein-Theater Leoncavallo: Der Bajazzo & Puccini: Gianni Schicchi. Naosho Takahashi (Leitung), Tamara Korber (Regie) Bautzen

19:30 Theater Lincke: Frau Luna Chemnitz

15:00 Opernhaus Wagner: Tannhäuser. Gerrit Prießnitz (Leitung) Dessau-RoSSlau

11:00 Gründerzeitvilla Krötenhof Kurt Weill Fest: Kleiner Vogel Kukuli. Anna Haentjens (Gesang), Sven Selle (Klavier) 14:00 Bauhaus Kurt Weill Fest: 10 Jahre Novembergruppe. Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie. Werke von Butting, Eisler, Wolpe & Weill 17:00 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest. Daniel Lozakovich (Violine), Orchester der Komischen Oper Berlin, Jordan de Souza (Leitung). Tiessen: Vorspiel zu einem Revolu­ tionsdrama op. 33, Jarnach: Musik mit Mozart, Mozart: Adagio und Fuge c-Moll KV 546, Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61 Dresden

14:00 Semperoper Mozart: Die Zauberflöte. Stefan Klingele (Leitung)

cinestar.de 14:30 & 16:00 Hygiene-Museum (Großer Saal) Familienkonzert: Otto und der Kinderchor. Philharmonischer Kinderchor, Gunter Berger (Leitung & Moderation) 15:00 Staatsoperette Kuchinka: Zzaun! - Das Nachbarschaftsmusical. Peter Christian Feigel (Leitung), Andreas Gergen (Regie) 17:00 Semperoper (Semper Zwei) Porträtkonzert. Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle. Pärt: Partita op. 2, Solfeggio, Collage über B-A-C-H, Für Alina, Cantus in Memory of Benjamin Britten, Spiegel im Spiegel, Summa, Arbos, Passacaglia, Mozart-Adagio, Es sang vor langen Jahren, Missa brevis & Fratres, Strawinsky: Septett , Bach: Triosonate aus dem „Musikalischen Opfer“ BWV 1079, Britten: Sinfonietta op. 1, Sibelius: En saga

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

19:00 Schloss Albrechtsberg (Kronensaal) Hommage an Rainer Lischka. Nicole Cassel (Gesang), Annette Thiem & Steffen Gaitzsch (Violine), Maria Tosenko (Alt), Csaba Kelemen (Trompete), Oksana Weingardt-Schön (Klavier). Rainer Lischka: Violin-Samba & Drei Lieder nach Christian Morgenstern, Valotti: Tecum principium, Porsile: Or sanno i ribelli aus „Spartaco“, Petzold: Der Dichter & PrießnitzRitt, Bach: Arie aus der Kantate „Ach, es bleibt in meiner Liebe“ BWV 77 u. a. 19:00 Semperoper Mozart: Die Zauberflöte. 19:30 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Hochschulchor & Sinfonieorchester, Hans-Christoph Rademann & Studierende der Dirigierklassen (Leitung). Werke von Strawinsky, Bernstein & Beethoven concerti 03.18 Mitteldeutschland 15


Klassikprogramm

20:00 Annenkirche Seelenvergessen. Stefan Maass (Laute), MDR Rundfunkchor, Jörn Hinnerk Andresen (Leitung). Rautavaara: Die erste Elegie „Wer, wenn ich schrie, wer hörte mich“, Martin: Messe für zwei vierstimmige Chöre, Cornelius: Requiem „Seele, vergiss sie nicht“, Barber: Agnus Dei op. 11, Elgar: Lux aeterna, Mahler: Ich bin der Welt abhanden gekommen, Schein: Selig sind, die da geistlich arm sind & Was betrübst du dich, meine Seele 20:00 Festspielhaus Hellerau Zweiteiliger Ballettabend. Jacopo Godani (Choreografie), Dresden Frankfurt Dance Company Eisenach

15:00 Landestheater Der Glöckner von Notre Dame. Andris Plucis (Choreografie) Erfurt

15:00 Theater Zaufke: Grimm! Freiberg

17:00 Stadt- und Bergbaumuseum Bach: Goldberg-Variationen. Mihaela Avadanei (Violine), Katrin Hille (Viola), Lilia Jatcheva (Violoncello) Gera

11:00 Konzertsaal (Foyer) 258. Foyerkonzert 18:00 Bühne am Park Junge Choreografen. Silvana Schröder (Leitung) Halberstadt

15:00 Theater Lincke: Frau Luna Halle (Saale)

11:00 Händel Halle Abschlusskonzert des Meisterkurses Dirigieren. Staatskapelle Halle, Alexander Sinan Binder, Felix Mildenberger, Hossein Pishkar & Yu Sugimoto (Leitung). Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune, Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, Palomar: Suite Negro Goya, Strawinsky: Petruschka 14:00 Synagoge Kurt Weill Fest. Studierende der Musikhochschule Leipzig, Peter Bruns (Leitung). Werke von Mendelssohn 15:00 Händel-Haus Authentischer Klang. Ekaterina Leontjewa (Orgelpositiv von 1820) 16:00 Oper Verdi: Aida Jena

11:00 Stadtteilzentrum LISA Lobeda Stadtteilkonzert. Ensemble für Alte Musik Jena. J.L. Bach: Suite G-Dur, J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050, J.B. Bach: Suite Nr. 1 g-Moll, C.P.E. Bach: Flötenkonzert D-Dur Wq 13 16 Mitteldeutschland concerti 03.18

11:00 Volkshaus Künzli: Die Orchestermäuse. Jennipher Antoni (Sprecherin), Jenaer Philharmonie, Ulrich Kern (Leitung) Leipzig

11:00 Gewandhaus Ešenvalds: Dream Under Your Feet (UA). GewandhausKinderchor, Frank-Steffen Elster (Leitung), GewandhausChor, Gregor Meyer (Leitung) 11:00 Gohliser Schlösschen Musikalische Führung. Michael Kreft (Cembalo, Orgel & Klavier). Werke von Purcell, C.P.E. Bach, J.S. Bach u. a. 11:00 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Duo Piancello. Werke von Hensel & Mendelssohn 11:00 Opernhaus Familienführung 15:00 Gohliser Schlösschen Lieder und Tänze des Todes. Ricardo Llamas Márquez (Bassbariton), Marija Korolkova (Klavier) 18:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Daniel Ochoa (Bariton), Gewandhaus-Quartett, GewandhausBläserquintett, Gewandhaus Brass Quintett, Gewandhaus-Oktett. Ibert: Trois Pièces brèves, Schubert: Quartettsatz c-Moll D 703, Koetsier: Brass Quintet op. 65, Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen, Wagner: Siegfried-Idyll 18:00 Opernhaus Dvořák: Rusalka Magdeburg

5.3. Montag Chemnitz

19:30 Kreuzkirche Konzert zum Friedenstag. Silvia Micu (Sopran), Andreas Beinhauer (Bariton), Martin Strohhäcker (Orgel), Kantorei der Kreuzkirche, Robert-Schumann-Philharmonie, Steffen Walther (Leitung). Mendelssohn: Verleih uns Frieden gnädiglich, Messiaen: Combat de la mort et de la vie aus „Les Corps glorieux“, Fauré: Requiem op. 48 Döbeln

16:30 Theater Führung Dresden

19:00 Semperoper Weber: Der Freischütz 20:00 Festspielhaus Hellerau Zweiteiliger Ballettabend. Jacopo Godani (Choreografie), Dresden Frankfurt Dance Company Freiberg

14:15 Theater Führung Halle (Saale)

19:30 Händel Halle Abschlusskonzert des Meisterkurses Dirigieren. Staatskapelle Halle, Alexander Sinan Binder, Felix Mildenberger, Hossein Pishkar & Yu Sugimoto (Leitung)

6.3. Dienstag Gera

11:00 Schauspielhaus (Foyer) Kammermusikmatinee. Rota: Nonett, Mozart: Eine kleine Nachtmusik & Terzett KV 441 „Das Bandel“ 16:00 Dom (Remter) Orgel zur Passion. Annette Drengk (Orgel). Werke von Bach, Scheidemann & Brahms

18:00 Oper Kostprobe zu „Sweeney Todd“

Plauen

Leipzig

18:00 Vogtlandtheater Dancing Chorus Line. Annett Göhre (Choreografie)

18:00 Opernhaus Oper Leipzig Werkstatt zu „Tannhäuser“

Radebeul

Weimar

15:00 Theater Bizet: Carmen 19:30 Theater (Glashaus) Canaletto Quartett. Werke von Haydn, Mendelssohn & Borodin

19:00 Deutsches Nationaltheater (Studiobühne) Kassel: Nathan und seine Kinder. Geertje Boeden (Regie)

Weimar

16:00 Deutsches Nationaltheater (Studiobühne) Kassel: Der Bärbeiß Herrlich miese Tage 18:00 Deutsches Nationaltheater Loewe: My Fair Lady Zwickau

11:00 Malsaal Familienkonzert: Rund um die Uhr. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau. Werke von Grieg & Mozart

18:00 Bühne am Park U. Zimmermann: Weiße Rose. Takahiro Nagasaki (Leitung), Juliane Stephan (Regie) Halle (Saale)

7.3. Mittwoch Dessau-RoSSlau

20:30 Kiez Kino Kurt Weill Fest: Filmabend. Pabst/Weill: Die 3 Groschen-Oper (1931) Dresden

17:00 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Short Concert: Dialoge zwischen Alt und Neu. Rumi Sota-Klemm (Bassetthorn). Werke von Stockhausen


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25. Mai bis 10. Juni 2018 an authentischen Orten in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel

© Brooke Shaden

„FREMDE WELTEN“

Händel-Preisträgerin 2018 Joyce DiDonato Der „Händel-Preis, der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus“ wird Joyce DiDonato zu ihrem Festkonzert „In War and Peace – Harmony through Music“ am 26. Mai 2018, in der Georg-Friedrich-Händel HALLE überreicht. In Roben der britischen Punk-Designerin Vivienne Westwood wird die US-amerikanische Mezzosopranistin mit einer aufwendigen Lichtshow und Tänzern u. a. Werke von H. Purcell, N. Jommelli, C. Gesualdo, A. Pärt, G. F. Händel präsentieren. Begleitet wird Joyce DiDonato vom international angesehenen Ensemble Il Pomo d’Oro unter der musikalischen Leitung von Maxim Emelyanychev.


H Ä N D E L-FEST SPIELE 2 5 . MAI BIS 10. J UNI 2018 IN H A LLE (S A A LE )

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OpERN-HigHLigHTs Muzio Scevola (Szenische Aufführung) Opern-Pasticcio von F. Amadei, G. Bononcini und G. F. Händel Erste szenische Aufführung seit dem 18. Jahrhundert Musikalische Leitung: Marek Štyncl Musica Florea – Hartig Ensemble Für Barockopernfreunde ist es eine kleine Sensation: Seit den Aufführungen 1721 in London und 1723 in Hamburg harrt die Oper „Muzio Scevola“, die von drei Komponisten als Gemeinschaftswerk entstand, auf ihre szenische Wiederentdeckung. Und das, obwohl die drei Opernakte von den damals berühmtesten Komponisten geschrieben wurden, die in London lebten: Filippo Amadei, Giovanni Battista Bononcini und kein Geringerer als Georg Friedrich Händel. Der von Händel komponierte 3. Akt wurde schon einige Male aufgeführt und begeisterte das Publikum aufgrund seiner musikalischen Qualität. Aber wer Oper liebt, sollte sich mit derartigen Rumpfaufführungen nicht zufrieden geben. Nun kann man also erstmals die gesamte Oper seit dem 18. Jahrhundert wieder erleben – und das gleich in einer szenischen Aufführung in der Regie des Franzosen Laurent Charoy. Dieser hatte nicht nur als Schauspieler unter dem berühmten Regisseur Benjamin Lazar gearbeitet, sondern u. a. durch ihn auch die barocke Gestensprache gelernt. So wird historisches Barocktheater wieder lebendig. Historisch ist auch der Ort der szenischen Wiedererstaufführung: das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt nahe der Stadt

Halle. Und wenn dann noch das exzellente tschechische Ensemble Musica Florea auf seinen historischen Instrumenten spielt und das auf barocken Tanz geschulte Hartig Ensemble neben international gefragten Barocksängern um Markéta Cukrová auf der Bühne steht, dann kann man sogar eine große Sensation erwarten. Aufführungen: 8. Juni 2018 (Premiere), 19.00 Uhr / 9. Juni und 10. Juni 2018, 14.30 Uhr, Goethe-Theater Bad Lauchstädt links: Musica Florea (© M. Světlík) rechts: Marek Štyncl (© M. Světlík)


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Oreste Opern-Pasticcio von G. F. Händel Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky Regie: Kay Link / Ausstattung: Olga von Wahl Bach Consort Wien Produktion des Theaters an der Wien in der Kammeroper Die Handlung der Oper „Oreste“ ist von brennender Aktualität: Auf der Insel Tauris befiehlt König Toante, dass jeder Fremde, der sein Land betritt, hingerichtet wird. Händel hat für dieses Pasticcio eigene und besonders gelungene Musik neu zusammengestellt. Die Produktion wurde im letzten Jahr in der Kammeroper des Theaters an der Wien mit dem Originalklangen-

semble Bach Consort vom Publikum gefeiert, „das schon nach fast jeder Nummer starken Beifall gespendet hatte und den Abend am Ende für alle Beteiligten zum starken Erfolg machte“ (Der Neue Merker). Aufführungen: 2. und 3. Juni 2018, 15.00 Uhr, CarlMaria-von-Weber Theater Bernburg

Eric Jurenas (Oreste), Frederikke Kampmann (Ermione), Matteo Loi (Toante), Julian Henao Gonzalez (Pilade) © Herwig Prammer


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„Berenice, Regina d’Egitto“ (Premiere) Oper von G. F. Händel Musikalische Leitung: Jörg Halubek Inszenierung: Jochen Biganzoli Händelfestspielorchester Halle Mit der Aufführung der nur selten aufgeführten Händel-Oper „Berenice, Regina d‘Egitto“ schließt sich nach fast 100 Jahren in Halle an der Saale die letzte Repertoirelücke: In der Heimatstadt des großen Barockkomponisten werden alle seine 42 Opernwerke erklungen sein, nachdem mit „Orlando“ die HändelOpern-Renaissance im Jahr 1922 begann. Irrtümer, Missverständnisse, Rache, Macht und Liebe finden sich in der machtvollen Musik von „Berenice, Regina d‘Egitto“ wider. Im Mittelpunkt steht die ägyptische Königin Kleopatra Berenike III., die aufgrund machtpolitischer Interessen Roms in Kleinasien mit ihrem römisch assimilierten Stiefsohn verheiratet worden sein soll. In Händels Oper wird sie als eine starke, unabhängige Frau dargestellt, die sich den machtpolitischen Interessen widersetzt. Bei der Erstaufführung in italienischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln nach der Hallischen Händel-Ausgabe spielt das Händelfestspielorchester Halle auf historischen Instrumenten unter der musikalischen Leitung von Jörg Halubek, der sich bereits als Dirigent von barocken Opern einen Namen gemacht hat. Die Regie übernimmt Jochen Biganzoli. In der Spielzeit 2016/17 begeisterte er schon das Publikum der Oper Halle mit seiner berührenden Inszenierung von Puccinis „Tosca“. Aufführungen: 25. Mai 2018 (Premiere), 19.30 Uhr / 27. Mai 2018, 18.00 Uhr / 2. Juni 2018, 19.00 Uhr / 7. Juni 2018, 19.30 Uhr, Oper Halle

oben: Xavier Sabata (© Michal Novak) singt die Rolle des Rinaldo unten: Sandrine Piau (© Sandrine Expilly) singt die Rolle der Almirena in „Rinaldo“ rechts: Ann Hallenberg (© Örjan Jakobsson) singt die Rolle des Teseo in „Arianna in Creta“


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EiN FEsT DER sCHÖNEN sTiMMEN „Rinaldo“ Konzertante Aufführung der Oper von G. F. Händel Musikalische Leitung: Christophe Rousset Solisten: Jason Bridges, Sandrine Piau, Xavier Sabata, Christopher Lowrey u. a. Kammerorchester Basel

„Arianna in Creta“ Konzertante Aufführung der Oper von G. F. Händel Musikalische Leitung: Maxim Emelyanychev Solisten: Karina Gauvin, Ann Hallenberg, Kristina Hammarström, Andreas Wolf u. a. Il Pomo d’Oro Weltberühmte Gesangsstars der Barockmusik treten regelmäßig bei den Händel-Festspielen in Halle (Saale) auf. In diesem Jahr gestalten u. a. Joyce DiDonato, Magdalena Kožená, Julia Lezhneva oder Max Emanuel Cencic Festkonzerte und werden dabei von namhaften, europäischen Originalklang-Orchestern begleitet. Auch die konzertanten Operndarbietungen sind ein wahres Fest der schönen Stimmen. Die großen Partien werden dabei von Solisten gesungen, die auch ein einzelnes Festkonzert würdig gestalten könnten, so beispielweise Sandrine Piau. Die französische Sopranistin tritt regelmäßig in renommierten Opernhäusern in München und London oder auf Festivals wie in Salzburg oder Aix-en-Provence auf. Oder die Schwedin Ann Hallenberg, deren Stimme wiederholt für ihre „leuchtende Fülle und dramatische Schlagkraft“ (SWR CDKritik von Dorothea Bossert) gelobt wird und die ebenso auf renommierten Konzert- und Theaterbühnen unterwegs ist. Oder die Kanadierin Karina Gauvin, die als Händel-Interpretin u. a. in Paris und Wien bejubelt wurde, aber ebenso das New Yorker Publikum in der Carnegie Hall zur Begeisterung hinriß. Mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wie dem Ordre des Arts et des Lettres, dem International Opera Award oder dem ECHO Klassik sind sie alle. Zu diesen herausragenden Sängern gesellen sich noch Ausnahmedirigenten der Barockmusik mit Spezialensembles. So werden in Halle Händels populärer „Rinaldo“ von keinem geringeren als Christophe Rousset und die „Arianna in Creta“ von

Maxim Emelyanychev musikalisch geleitet. Energetischer, dramatischer und emotionaler kann man Barockoper nicht erleben. Es sind Referenzaufführungen. Und wäre das alles immer noch nicht genug, gibt es bei den Händel-Festspielen in Halle als kleines Bonbon, dass man den Erstaufführungen besonderer Editionen und Fassungen beiwohnen kann. In Halle wird Rezeptionsgeschichte geschrieben. „Rinaldo“: 3. Juni 2018, 18.00 Uhr, Georg-FriedrichHändel HALLE, Halle (Saale) „Arianna in Creta“: 9. Juni 2018, 19.00 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche, Halle (Saale)


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iM HisTORisCHEN gEWaND Die Regisseurin Sigrid T’Hooft Es ist heute nahezu selbstverständlich, Barockopern auf historischen Instrumenten unter Zugrundelegung der historisch informierten Aufführungspraxis zu spielen. Im Gegensatz dazu erfolgten die Inszenierungen über lange Zeit im Sinne des modernen Regietheaters. Erst seit gut einem Jahrzehnt versuchte man aus Rhetorik-Lehrbüchern des 18. Jahrhunderts, aus zeitgenössischen Gemälden u. a. m. die Gestensprache der Barockzeit wieder lebendig zu machen und für die Theaterbühne zurückzugewinnen. Eine Pionierin hierbei war und ist Sigrid T’Hooft. Spätestens mit ihrer legendären und umjubelten Inszenierung von Händels „Radamisto“ 2009 in Karlsruhe bewies sie, dass die wiedererweckte Gestensprache auch ein Publikum von heute emotional anspricht. In zwei Veranstaltungen ist nun ihre Arbeit bei den Händel-Festspielen in Halle zu bewundern: Bei der Inszenierung der Serenata „Parnasso in festa“, das

von der Lautten Compagney Berlin aufgeführt wird, und beim szenischen Konzert „Die glückseligen Zwillinge“. Dort erklingen Händel’sche Vertonungen von Texten des berühmten Dichters John Milton. Mit den jungen, in historischen Kostümen gekleideten Sängerinnern Anne Schneider und Julia Kirchner wird das Publikum dabei in einen Salon eines englischen Adelspalastes des 18. Jahrhundert entführt. Ein poetisches Gesamtkunstwerk für Augen und Ohr. „Parnasso in festa“: 26. und 27. Mai 2018, 14.30 Uhr / 28. Mai 2018, 19.00 Uhr, Goethe-Theater Bad Lauchstädt „Die glückseligen Zwillinge“ – Ein szenisches Konzert: 3. Juni 2018, 15.00 Uhr, Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (S.)

Julia Kirchner und Anne Schneider in „Aminta e Fillide“ bei den Händel-Festspielen 2015 im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg


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gEHEiMTipp: HäNDELs RaRiTäTEN ERsTMaLig zu ERLEbEN Die erst 2016 entdeckte Fassung der Kantate „Tu fedel? Tu costante“ wird bei den Händel-Festspielen erstmals nach der Hallischen Händel-Ausgabe aufgeführt – das ist schon was ganz Besonderes. Beim Konzert „Licht und Schatten in der Hirtenwelt“ des Ensembles Concerto Melante, welches hauptsächlich aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker besteht, steht die Aufführung der pastoralen Kantate im Mittelpunkt. Händel, der in seinen jungen Jahren Italien bereiste, wurde in seiner römischen Zeit Mitglied der Accademia degli Arcadi und komponierte zahlreiche Kantaten basierend auf der Pastoralpoesie, in der man in eine utopisch fremde Welt versetzt wird. Auch andere Komponisten zu der Zeit, wie Marco Uccellini und Georg Philipp Telemann widmeten sich der Thematik. Der Violinist Raimar Orlovsky leitet das hochkarätige Ensemble. Den Gesangspart übernimmt die junge und aufstrebende Sopranistin Marie Luise Werneburg. Als gefragte Solistin geht sie ihrer Passion zur Alten Musik mit dem Ensemble Weser Renaissance Bremen, der

Lautten Compagney Berlin, der Rheinischen Kantorei, Bell‘Arte Salzburg u. a. weltweit in Konzerten nach. Händel ist aber auch für sein großes oratorisches Schaffen bekannt. „Samson“ fällt wohl eine der größten Schöpfungsphasen Händels, die mit „Saul“ und „Israel in Egypt“ beginnt und bis „Samson“ reicht. Die Uraufführung fand am 18. Februar 1743 in Covent Garden in London statt. Am 27. Mai 2018 wird es eine Aufführung der solistischen Fassung von 1743 nach der Hallischen Händel-Ausgabe geben. Der dramaturgische Aufbau, der Reichtum an musikalischen Bildern und die durchschlagende Kraft machen das Oratorium zu einem Meisterwerk. Der englische Organist, Cembalist und Musikhistoriker John Butt, der weltweit für seine historisch authentischen Interpretationen von Händel-Werken geschätzt wird, leitet das Dunedin Consort und ein ausgezeichnetes Solistenensemble, bestehend aus Joshua Ellicot, Sophie Bevan, Sonia Prina und Matthew Brook. Mit Auszeichnungen und hervorragenden Kritiken geradezu überschüttet, erobern die Musiker vom Dunedin Consort von Schottland aus die Festivalbühnen der Welt. „Samson“: 27. Mai 2018, 16.00 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche, Halle (Saale) „Licht und Schatten in der Hirtenwelt“: 10. Juni 2018, 11.00 Uhr, Löwengebäude der MartinLuther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale) links: Marie Luise Werneburg (© Agentur) rechts: John Butt (© John Wood)


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HäNDELs Musik RELOaDED Die Händel-Festspiele zeigen wie Crossover funktioniert. Hier verbindet sich Barockmusik mit Jazz, Rock- und Popmusik. Das Symphonic-Rock-Konzert „Bridges to Classics“ und das Abschlusskonzert locken jährlich zu den Händel-Festspielen tausende Besucher in die atemberaubende Naturkulisse der Galgenbergschlucht. Die musikalische Leitung © Thomas Ziegler von „Bridges to Classics“ liegt in den Händen des Saxofonisten, Dirigenten und Dozenten Bernd Ruf, der zu den innovativsten Musikerpersönlichkeiten im Bereich Classical Crossover zählt. Mit ihm auf der Bühne werden die GermanPops Band & Singers, die Staatskapelle Halle und der US-amerikanische Rocksän-

ger Joe Lynn Turner, der internationale Bekanntheit bei den Bands „Deep Purple“ und „Rainbow“ bekam, stehen. Gemeinsam werden sie die Brücke zwischen Klassik und Rock sowie Elektronik und Orchester schlagen und somit einen einmaligen Sound in die Galgenbergschlucht bringen. Traditionell endet das Open-Air-Konzert mit einem fulminanten Feuerwerk am Nachthimmel. „Bridges to Classics“: 9. Juni 2018, 21.00 Uhr, Galgenbergschlucht, Halle (Saale)

Messiah versus Jazziah Der Messiah, Händels wohl berühmtestes Werk, wird neu arrangiert und mit unterschiedlichen Stilen des Jazz kombiniert. Diese Uraufführung mit dem Titel „Jazziah – Händels Messiah reloaded“ präsentieren die ausgewiesenen Jazzmusiker Caroline Henderson, Gianluigi Trovesi und Domenico Caliri und die herausragenden Barockmusiker des Vokalensembles Ardent und der Camerata Bern unter der Leitung von Attilio Cremonesi. Dass Jazz-Adaptionen eine bereichernde Erfahrung jenseits des üblichen Crossovers sein können, beweist der Kontrabassist Dieter Ilg. Im Konzert „Mein Händel“ baut

er in bester Jazzmanier die harmonischen Wechsel und die rhythmische Vielfalt von Händels Werken aus. Für seine vergangenen Projekte „Mein Beethoven“ und „Parsifal“ wurde er mit seinem Trio bereits den ECHO Jazz ausgezeichnet. „Dieter Ilg: Mein Händel“: 26. Mai 2018, 20.00 Uhr, St. Georgen-Kirche, Halle (Saale) „Jazziah – Händels Messiah reloaded“: 2. Juni 2018, 16.00 Uhr, Steintor, Halle (Saale)

TICKETS: Sichern Sie sich die begehrten Tickets für die Händel-Festspiele 2018! Hotline: + 49 (0) 345 / 565 27 06 (Mo–Fr: 7–19 Uhr, Sa: 7–14 Uhr), Online: www.haendelhaus.de Vorverkaufsstellen: bundesweit bei CTS Eventim

Anfahrt mit ICE-Anbindung: Berlin – Halle in 11/4 Stunden, München – Halle in 23/4 Stunden

TIPP

Das vollständige Programm der Händel-Festspiele Halle finden Sie auch unter www.haendelhaus.de.


20:00 Kreuzkirche Dresdner Orgelzyklus. Jens Wollenschläger (Orgel). Werke von Widor, Debussy, Eben & Janca 19:30 Theater Piaf - La vie en rose. Silvana Schröder (Choreografie). Musik von Piaf & Zeitgenossen

20:00 Semperoper Manuel Westermann (Pauken), Sächsische Staatskapelle, Dmitri Jurowski (Leitung). Matthus: Paukenkonzert „Der Wald“, Schostakowitsch: Adagio und Zwischenspiel aus „Lady Macbeth von Mzensk“ für Kammerorchester, Schreker: Kammersinfonie

Nordhausen

Halle (Saale)

Gera

15:00 Theater Poulenc: Dialog des Carmélites. Michael Helmrath (Leitung), Katharina Thoma (Regie) Sondershausen

19:30 Cruciskirche Duoabend „Im Zwiegespräch“. Mitglieder des LohOrchesters Sondershausen. Werke von Händel, Corelli, Tartini u. a. Zwickau

19:30 Malsaal Benatzky: Im weißen Rössl. Martin Eckenweber (Leitung), Jürgen Pöckel (Regie)

8.3. Donnerstag Dessau-RoSSlau

19:30 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest: Mahnmale. Bjørn Waag (Bariton), Opernchor des Anhaltischen Theaters, Anhaltische Philharmonie, Markus L. Frank (Leitung). A. Weill: Synagogalgesänge, Brahms: Schicksalslied op. 54 & Vier ernste Gesänge op. 121, Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau op. 46, Mahler: Adagio aus der Sinfonie Nr. 10

19:30 Löwengebäude (Aula) Händelfestspielorchester, Bernhard Forck (Violine & Leitung) Weitere Infos siehe Tipp Leipzig

15:00 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Musik und Kontext: Händel und Mendelssohn. Thomas Kaube (Moderation) 19:30 Haus Leipzig René Kollo 80 20:00 Gewandhaus Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Widmann: Partita - Fünf Reminiszenzen für großes Orchester (UA), Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur Meiningen

Tipp

8.3. donnerstag

19:30 Löwengebäude Halle (Aula) Marie-Sophie Pollak (So­ pran), Florian Sievers (Tenor), Daniel Ochoa & Clemens Heidrich (Bass), Händelfestspielorchester, Bernhard Forck (Violine & Leitung). Telemann: Alles redet itzt und singet“, Serenata der Hamburgischen Kapitänsmusik 1724  Seine sängerische Karriere begann als Altstimme im Knabenchor der südharzer Kleinstadt Sangershausen, heute begeistert Bariton Daniel Ochoa als Ensemblemitglied an der Wiener Volksoper seine Zuhörer.

9.3. Freitag

19:30 Meininger Theater Orff: Carmina Burana. Philippe Bach (Leitung), Ivar Thomas van Urk (Regie)

Annaberg-Buchholz

Weimar

Dessau-RoSSlau

17:00 Musikgymnasium Schloss Belvedere (Großer Saal) Symposium der Int. Posaunenvereinigung: Eröffnungskonzert. Studierende, Christian Sprenger (Posaune), Orchester des Musikgymnasiums, Joan Pagès Valls (Leitung)

19:30 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest. Bjørn Waag (Bariton), Opernchor des Anhaltischen Theaters, Anhaltische Philharmonie, Markus L. Frank (Leitung). A. Weill: Synagogalgesänge, Brahms: Schicksalslied & Vier ernste Gesänge, Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau op. 46, Mahler: Adagio aus der Sinfonie Nr. 10

19:30 Deutsches Nationaltheater Mozart: Die Hochzeit des Figaro

2018

20:00 Altes Theater (Foyer) Kurt Weill Fest: Dreigroschen-Trash Missratene Songaufnahmen aus sechs Jahrzehnten. Jürgen Schebera (Moderation)

Foto: Christian Palm

Dresden

19:30 Winterstein-Theater Zeller: Der Obersteiger

HÖRENSWERTES von Daniel Hope, Iris Berben, Albrecht Mayer, Emmanuel Pahud, den Ensembles der Frauenkirche, Ludwig Güttler, Regula Mühlemann, Giuliano Carmignola, Alexander Krichel, Andreas Ottensamer, Francesco Tristano, den Berliner Barock Solisten der Berliner Philharmoniker, den ARD Preisträgern, Concerto Köln, den Regensburger Domspatzen, The King’s Singers, dem Chor der Westminster Abbey und vielen mehr

Das Musikjahr in der Frauenkirche Dresden

INSPIRATION | REFLEXION

Ticketservice Georg-Treu-Platz 3, 01067 Dresden Telefon: +49 (0) 351 656 06 701, tickets@frauenkirche-dresden.de www.frauenkirche-dresden.de

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Mitteldeutschland 25


Klassikprogramm

Dresden

19:00 Semperoper Verdi: Otello 19:30 Kulturpalast Peter Rösel (Klavier), Dresdner Philharmonie, Sebastian Weigle (Leitung). Schumann: Konzertstück G-Dur op. 92, R. Strauss: Burleske d-Moll & Also sprach Zarathustra op. 30 20:30 Semperoper Semper Bar. Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle. Mozart: Klaviertrio G-Dur KV 496, Wulff-Woesten: Die vierte Elegie nach Rilke op. 37, Elferrat um zwölf op. 25 & Rhapsodie in Black op. 24, Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 C-Dur op. 8, Beethoven: Klaviertrio D-Dur op. 70/1 „Geistertrio“ 20:30 Semperoper (Semper Zwei) Fenster aus Jazz. Nora Gomringer, Günter Baby Sommer Erfurt

19:30 Theater Lehár: Die lustige Witwe. Axel Köhler (Regie) Halle (Saale)

10:00 Oper (Foyer II) Stillkonzert Leipzig

18:00 Thomaskirche Motette. Thomanerchor, Mitglieder des Gewandhausorchesters, Ullrich Böhme (Orgel), Gotthold Schwarz (Leitung) 19:00 MDR-Würfel Kammersymphonie Leipzig. Bach: Choral aus der Kantate „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ BWV 38, Die Kunst der Fuge BWV 1080 (Auszüge) & Kantate „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“ BWV 111 19:30 Musikalische Komödie (Venussaal) Ich hab meine Tante geschlachtet - Ein Frank-WedekindAbend. Sabine Töpfer & Andreas Rainer, Christoph-Johannes Eichhorn (Klavier) 19:30 Opernhaus Rossini: La Cenerentola. Anthony Bramall (Leitung), Lindy Hume (Regie)

Meiningen

20:00 Meininger Theater (Kammerspiele) Boesmans: Julie. Mario Hartmuth (Leitung), Lars Wernecke (Regie)

10.3. Samstag Altenburg

19:30 Theater Der große Operettenwettstreit: Von Paris nach Berlin, über Budapest nach Wien. Thomas Wicklein (Leitung) Annaberg-Buchholz

19:30 Winterstein-Theater Kander: Cabaret Bad Elster

19:00 Kurhaus Meisterschüler-Podium. Teilnehmer der 5. Chursächsischen Meisterkurse, Chursächsische Philharmonie, Florian Merz (Leitung) Chemnitz

19:00 Opernhaus Tschaikowsky: Pique Dame. Felix Bender (Leitung), Helen Malkowsky (Regie) Dessau-RoSSlau

16:00 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest. Weill: Die Dreigroschenoper. Markus L. Frank (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie) 19:30 DB-Werk Kurt Weill Fest: Klingende Utopien. Vokalensemble und Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland, Niels Klein (Leitung) 19:30 Petruskirche Kurt Weill Fest: Klingende Toleranz. Susanne Langner (Mezzosopran), Anja Pöche & Tilmann Löser (Orgel), Henrik Hochschild (Violine), Leipziger Synagogalchor, Kammerchor Josquin des Préz, Ludwig Böhme (Leitung). Werke von Corelli, Bach, Händel, Jadassohn, F. & A. Mendelssohn

20:00 Gewandhaus Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Widmann: Partita, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

22:00 Marienkirche Kurt Weill Fest: Durch Georg Kreislers Brille. Ilja Richter (Gesang & Sprecher), Sherri Jones (Klavier)

Magdeburg

Dresden

18:30 Opernhaus Telemann-Festtage: Eröffnungskonzert. Julia Kirchner (Sopran), Thomas Oertel-Gormanns (Bass), Leipziger Barockorchester, Konstanze Beyer (Leitung). Telemann: Ouverturensuite D-Dur TWV 55:D1 aus „Musique de table“, Divertimento A-Dur TWV 50:22, Sinfonie G-Dur TWV 50:1 „Grillen-Sinfonie“ & Kantate „Der Mai“ TVWV 20:40

17:00 Kreuzkirche Vesper. Sächsischer Kammerchor, Fabian Enders (Leitung)

26 Mitteldeutschland concerti 03.18

18:00 Semperoper (Semper Zwei) Ein Sommernachtstraum (Premiere). David Dawson & Frederick Ashton (Choreografie), Daniel Hope (Violine), Benjamin Pope (Leitung). Dawson: The Four Seasons, Ashton: The Dream

19:30 Kulturpalast Peter Rösel (Klavier), Dresdner Philharmonie, Sebastian Weigle (Leitung). Schumann: Konzertstück G-Dur op. 92, R. Strauss: Burleske d-Moll & Also sprach Zarathustra op. 30 19:30 Staatsoperette Lincke: Frau Luna. Andy Hallwaxx (Regie) 20:00 Festspielhaus Hellerau Inoah. Bruno Beltrão (Choreografie), Grupo de Rua Eisenach

19:30 Landestheater Ballettabend. Andris Plucis & Jorge Pérez Martínez (Choreografie) Erfurt

19:30 Theater (Studio) Cavalli: La Calisto. Zoi Tsokanou (Leitung) Freiberg

19:30 Theater Wildhorn: Jekyll & Hyde (Premiere). Juheon Han (Leitung), Stefan Haufe (Regie) Halberstadt

19:30 Theater Carmen (Premiere). Can Arslan (Choreografie) Halle (Saale)

10:00 Oper (Foyer II) Stillkonzert 19:30 Oper Weill: Die Dreigroschenoper. Henriette Hörnigk (Regie) Leipzig

10:00 Mendelssohn-Haus (Museum) Auf Mendelssohns Spuren durch die Musikstadt Leipzig

Tipp

10.3. samstag

11:00 Gesellschaftshaus Magdeburg (Schinkelsaal) TelemannFesttage. Midori Seiler (Violine), Christian Rieger (Cembalo). Telemann: Sonaten E-Dur TWV 41:E5, c-Moll TWV 41:c3, F-Dur TWV 41:F4 & A-Dur TWV 41:A6, Ouverture G-Dur TWV 32:13, Fantasien h-Moll TWV 40:22 & B-Dur TWV 40:14  Eine Familie mit ausgeprägtem Streicher-Gen: Schwester Mayumi spielt wie Midori Seiler die Violine, Naomi greift in Hamburg zur Bratsche und Yuri sitzt am Cello.

Foto: Gregor Hohenberg

22:00 Bauhaus Kurt Weill Fest: Almrausch. Annika Boos (Gesang)


DAVID DAWSON

FREDERICK ASHTON

SEMPEROPER BALLETT

10. MÄRZ 2018 12., 14., 17. & 19. MÄRZ 2018 Informationen & Karten T +49 (0) 351 49 11 705 semperoper.de

15:00 Thomaskirche Festmotette. Catalina Bertucci (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Stephan Genz (Bass), Thomanerchor, Gewandhausorchester, Gotthold Schwarz (Leitung). Schütz: Der 98. Psalm „Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 35, Bach: Motette „Jesu, meine Freude“ BWV 227 & h-Moll-Messe (Auszüge) 18:00 Schumann-Haus Schumanns Salon. Griegquartett Leipzig 19:00 Musikalische Komödie Simon: Doktor Schiwago. ChristophJohannes Eichhorn (Leitung), Cusch Jung (Regie) 19:00 Opernhaus R. Strauss: Salome. Ulf Schirmer (Leitung), Aron Stiehl (Regie) Magdeburg

11:00 Gesellschaftshaus Telemann-Festtage. Midori Seiler (Violine), Christian Rieger (Cembalo) Weitere Infos siehe Tipp 14:00 Gruson-Gewächshäuser Telemann-Festtage: Botanisches Wandelkonzert. Undine Dreißig (Sprecherin), Rossini-Quartett

16:00 Gesellschaftshaus (Gartensaal) Telemann-Festtage. Concerto Köln. Telemann: Konzert B-Dur TWV 43:B2, Ouverture burlesque B-Dur TWV 55:B8, Sonaten F-DurTWV 43:F3 & a-Moll TWV 43:a5, Ouverture zu „L’Omphale“ TWV 55:e8 & Burlesque de Quichotte TWV 55:G10 16:00 Opernhaus TelemannFesttage. Händel/Telemann: Richard Löwenherz (Premiere). David Stern (Leitung), Michael McCarthy (Regie) 17:00 Johanniskirche Kammersymphonie Leipzig. Bach: Choral aus der Kantate „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ BWV 38, Die Kunst der Fuge BWV 1080 (Auszüge) & Kantate „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“ BWV 111 19:30 Opernhaus Telemann-Festtage. Händel/Telemann: Richard Löwenherz. David Stern (Leitung), Michael McCarthy (Regie) Meiningen

19:30 Meininger Theater Puccini: Tosca. Chin-Chao Lin (Leitung), Ansgar Haag (Regie) MeiSSen

16:00 Dompropstei Jörg Bräunig (Klavier). Improvisationen

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Nordhausen

19:30 Theater Die Kraniche des Ibykus & In Parts/Together. Ivan Alboresi & Kevin O’Day (Choreografie) Saalfeld

19:30 Meininger Hof Torroba: Luisa Fernanda. Oliver Weder (Leitung) Weimar

19:30 Deutsches Nationaltheater Mozart: Die Zauberflöte. Stefan Lano (Leitung), Nina Gühlstorff (Regie) Wörlitz

14:00 Eichenkranz Kurt Weill Fest: Auf dem Irrweg? Studierende der Musikhochschule Leipzig, Peter Bruns (Leitung). Werke von Bach, Haydn, Beethoven, Mendelssohn & R. Hindemith Zittau

19:30 Theater Menotti: Der Konsul. Andrea Sanguineti (Leitung)

11.3. Sonntag Annaberg-Buchholz

11:00 Winterstein-Theater (Foyer) Premierenschaufenster „Blossom Time“ concerti 03.18 Mitteldeutschland 27


Klassikprogramm

Bad Elster

15:00 König Albert Theater Teilnehmer der 5. Chursächsischen Meisterkurse, Chursächsische Philharmonie, Florian Merz (Leitung). Schubert: Ouvertüre zu „Der Teufel als Hydraulicus“ D 4, Zelter: Violakonzert Es-Dur, Haydn: Cellokonzert Nr. 2 D-Dur, Mozart: Violinkonzert Nr. 2 D-Dur KV 211 & Sinfonie F-Dur KV 75 Chemnitz

10:30 Opernhaus (Foyer) Opernfrühstück: Die Walküre 18:00 Opernhaus Schubring: Emil und die Detektive

17:00 Kaisersaal Kammersymphonie Leipzig. Bach: Choral aus der Kantate „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ BWV 38, Die Kunst der Fuge BWV 1080 (Auszüge) & Kantate „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“ BWV 111 Gera

14:30 Theater Tschaikowsky: Maseppa. Laurent Wagner (Leitung), Kay Kuntze (Regie) Gotha

15:00 Kulturhaus Sun Young Ro (Klavier), Thüringen Philharmonie, Russell Harris (Leitung). Mozart: Ouvertüre zu „Così fan tutte“, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58, Haydn: Sinfonie Nr. 6 D-Dur „Le Matin“ Halle (Saale)

17:00 Anhaltisches Theater Kurt Weill Fest: Abschlusskonzert. Weill: Lady in the Dark. MDR Sinfonieorchester, James Holmes (Leitung)

11:00 Kunstmuseum Moritzburg Kurt Weill Fest: 10 Jahre Novembergruppe. Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie 14:00 Stadtmuseum Kurt Weill Fest: Auf dem Irrweg? Studierende der Musikhochschule Leipzig, Peter Bruns (Leitung) 18:00 Oper Sondheim: Sweeney Todd (Premiere). Josep Caballé-Domenech (Leitung), Martin Miotk (Regie)

Dresden

Jena

11:00 Kulturpalast Kinderkonzert phil zu entdecken: Von Sonnenaufgang bis Mitternacht. Dresdner Philharmonie, Sebastian Weigle (Leitung), Malte Arkona (Moderation). R. Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30

11:00 Rathaus (Rathausdiele) Kammermusikmatinee. Schubert: Adagio Es-Dur D 897 „Notturno“, Gal: Serenade op. 93, Bruch: Acht Stücke op. 83 (Auszüge), Martinů: Kammermusik Nr. 1 „Les Fêtes nocturnes“

Dessau-RoSSlau

11:00 DB-Werk Kurt Weill Fest: Le petit Train de plaisir. Anhaltische Philharmonie, Markus L. Frank (Leitung), Günther Weißenborn (Moderation)

16:00 Frauenkirche Rossini: Petite Messe solennelle. Stephanie Krone (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Eric Stoklossa (Tenor), Sebastian Richter (Bass), Kammerchor der Frauenkirche, Matthias Grünert (Leitung)

Köstritz

16:00 Palais (Dahliensaal) Frauentagskonzert „Rosen blühen über Nacht …!“ Duo con emozione Leipzig

11:00 Theater Matinee zum „Fliegenden Holländer“

11:00 Gewandhaus Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Widmann: Partita, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur 11:00 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Sonntagsmatinee. Paethon-Trio. Werke von Hensel & Mendelssohn 15:00 Gohliser Schlösschen Bertram Burkert (Gitarre), Florian Kästner (Klavier). Improvisationen 15:00 Musikalische Komödie Simon: Doktor Schiwago 17:00 Heilig-Kreuz-Kirche Bach: Johannes-Passion. Christiane Wiese (Sopran), Stefan Kunath (Altus), Jörg Hempel & Johannes Schmidt (Bass), Vox humana, Capella Fidicinia, Martin Krumgiebel (Leitung)

14:30 & 15:30 Theater (Studio) Kinderkonzert: Ein Haydn-Spaß

18:00 Opernhaus Mozart: Die Zauberflöte

18:00 Semperoper Donizetti: L’elisir d’amore. Antonello Allemandi (Leitung), Michael Schulz (Regie) 19:30 Staatsoperette Lincke: Frau Luna. Andy Hallwaxx (Regie) 20:00 Festspielhaus Hellerau Inoah. Bruno Beltrão (Choreografie), Grupo de Rua 20:00 Kulturpalast Dresdner Musikfestspiele. David Garrett (Violine), Julien Quentin (Klavier). Werke von Kreisler, Sarasate & Wieniawski & Franck Erfurt

28 Mitteldeutschland concerti 03.18

Tipp

11.3. sonntag

19:30 Johanniskirche Magdeburg Telemann-Festtage. Aoife Miskelly (Sopran), Olivia Vermeulen (Alt), Nicholas Mulroy (Tenor), Krešimir Stražanac (Bass), RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin, Justin Doyle (Leitung). Telemann: Das befreite Israel TVWV 6:5 & Die Auferstehung und Himmelfahrt TVWV 6:6  Das Schubladendenken macht auch vor Dirigenten nicht halt: Entweder ist man Orchesterdirigent oder Chordirigent. Der Engländer Justin Doyle dagegen will sich nicht festlegen lassen - er macht gern beides. Magdeburg

11:00 Palais am Fürstenwall Telemann-Festtage. Geneviève Tschumi (Sopran), Bell’arte Salzburg. Telemann: Erscheine, Gott, in deinem Tempel, Die Tonkunst, Die Liebe, Zischet nur, stechet, ihr feurigen Zungen, Triosonaten c-Moll TWV 42:c3, a-Moll TWV 42:a4 & g-Moll TWV 42:g8 16:00 Dom (Remter) Orgel zur Passion. Jörg Reddin (Orgel). Werke von Bach & Brahms 16:00 Gesellschaftshaus (Gartensaal) Telemann-Festtage. Marie-Sophie Pollak (Sopran), Florian Sievers (Tenor), Daniel Ochoa & Clemens Heidrich (Bass), Händelfestspielorchester Halle, Bernhard Forck (Leitung). Telemann: Kantaten „Alles redet itzt und singet“ TVWV 20:10 & „Geliebter Aufenthalt, beglückte Stille“ TVWV 15:2 16:00 Opernhaus Telemann-Festtage. Händel/Telemann: Richard Löwenherz. David Stern (Leitung) 16:00 Opernhaus (Podium) Klassik für Knirpse 19:30 Johanniskirche TelemannFesttage. RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp Meiningen

11:15 Meininger Theater Foyerkonzert. Sönke Reger (Violine), Aris Alexander Blettenberg (Klavier). Werke von Ravel, Poulenc u. a.

Foto: Matthias Heyde

15:00 Winterstein-Theater Leoncavallo: Der Bajazzo & Puccini: Gianni Schicchi. Naosho Takahashi (Leitung), Tamara Korber (Regie)


Nordhausen

Leipzig

Magdeburg

18:00 Theater Die Kraniche des Ibykus & In Parts/Together. Ivan Alboresi & Kevin O’Day (Choreografie)

20:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Sigrún Sævarsdóttir (Sopran), Haydn-Kammerorchester Leipzig, Benjamin Huth (Leitung). Vivaldi: Der Frühling aus den „Vier Jahreszeiten“ & Konzertarien, Mozart: Sinfonie B-Dur KV 319

19:30 Pauluskirche Telemann-Festtage. Telemann: Die gekreuzigte Liebe. Melanie Hirsch & Heidi Maria Taubert (Sopran), Manja Raschka (Alt), Michael Zabanoff (Tenor), Florian Götz & Matthias Vieweg (Bass), Kammerchor der Biederitzer Kantorei, Märkisch Barock, Michael Scholl (Leitung)

Reinsberg

17:00 Schloss Bieberstein Mihaela Avadanei (Violine), Katrin Hille (Viola), Lilia Jatcheva (Violoncello) Sondershausen

11:00 Schloss (Blauer Saal) Károly Orbán (Horn), Loh-Orchester Sondershausen, Christoph Ehrenfellner (Violine & Leitung). Mozart: Hornkonzert Nr. 3 Es-Dur KV 447, Ehrenfellner: Sinfonia Fiorentina op. 14 (Auszüge), Beethoven/Ehrenfellner: Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“ Weimar

15:00 Weimarhalle Benefizkonzert. Luftwaffenmusikkorps, Burkhard Zenglein & Christian Sprenger (Leitung)

12.3. Montag Dresden

13:00 Semperoper (Semper Zwei) Ein Sommernachtstraum. David Dawson & Frederick Ashton (Choreografie), Daniel Hope (Violine)

13.3. Dienstag Dessau-RoSSlau

17:00 Marienkirche Jugendkonzert „Musik und Kunst“. David Ameln (Tenor), Anhaltische Philharmonie, Elisa Gogou (Leitung) Dresden

19:00 Semperoper Verdi: Otello. Stefano Ranzani (Leitung), Vincent Boussard (Regie) Erfurt

18:30 Theater (Studio) Rang frei! Zum „Fliegenden Holländer“ Leipzig

20:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Sunderman Conservatory Wind Symphony. Beethoven: Oktett Es-Dur op. 103, Dvořák/Curnow: Slawische Tänze op. 72

14.3. Mittwoch Chemnitz

19:00 Stadthalle Martin Stadtfeld (Klavier), Robert-Schumann-Philharmonie, Felix Bender (Leitung). Dvořák: Carnaval-Ouvertüre, Schumann: Klavierkonzert a-Moll, Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll Dresden

19:00 Semperoper (Semper Zwei) Ein Sommernachtstraum. David Dawson & Frederick Ashton (Choreografie) 19:30 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Absolventenkonzert. Studierende der Violinklassen der Hochschule, Elbland Philharmonie Sachsen, Studierende der Dirigierklassen (Leitung)

12. MRZ 2018 19 UHR

GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

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Andris Nelsons und das Gewandhausorchester laden Sie herzlich zur Saisonvorschau 2018/19 ein. EINTRITT FREI T +49 341 1270-280 www.gewandhausorchester.de

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Mitteldeutschland 29


Klassikprogramm

Gera

Magdeburg

Dresden

19:30 Konzertsaal Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Laurent Wagner (Leitung). Strawinsky: Le Sacre du printemps, Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur „Frühlingssinfonie“

19:30 Opernhaus Delibes: Coppélia. Gonzalo Galguera (Choreografie)

19:30 Semperoper Donizetti: L’elisir d’amore

Halle (Saale)

19:30 Händel-Haus Musik hinterfragt: Händel und der Orient. Jürgen Heidrich (Vortrag)

Reichenbach

19:30 Neuberinhaus Olivia Vermeulen (Sopran), Vogtland Philharmonie, David Marlow (Leitung). Fauré: Suite aus „Pelléas et Mélisande“ op. 80, Elgar: Sea Pictures op. 37, Smetana: Die Moldau, Debussy: La Mer

15.3. Donnerstag

Leipzig

19:30 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Benefizkonzert. Deep Strings 20:00 Gewandhaus (Chorprobensaal) Two Play to Play: Öffentliche Probe. Martin Kohlstedt (Klavier & Elektronik), GewandhausChor, Gregor Meyer (Leitung)

Chemnitz

20:00 Stadthalle Martin Stadtfeld (Klavier), Robert-Schumann-Philharmonie, Felix Bender (Leitung). Dvořák: Carnaval-Ouvertüre op. 92, Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll

Freiberg

19:30 Nikolaikirche Andreas: Boyde (Klavier), Mittelsächsische Philharmonie, Raoul Grüneis (Leitung). Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“ & Klavierkonzert Nr. 5 op. 73, Wagner: Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ Gera

19:30 Konzertsaal Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Laurent Wagner (Leitung). Strawinsky: Le Sacre du printemps, Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur „Frühlingssinfonie“ Halle (Saale)

19:30 Oper Weill: Die Dreigroschenoper. Henriette Hörnigk (Regie) Leipzig

20:00 Gewandhaus Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Larcher: Chiasma (UA), Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

6. Philharmonisches Konzert

Foto: Ronny Ristok

Igor Strawinsky: Le sacre du printemps (Das Frühlingsopfer) Robert Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 Frühlingssinfonie

Magdeburg

19:00 Literaturhaus Telemann-Festtage: Literarisch-musikalischer Abend. August Zirner (Lesung) 19:30 Gesellschaftshaus (Schinkelsaal) Telemann-Festtage. Heidicke: Das Glück des Gauklers - Ein Telemann-Theaterstück. Michael Bard (Regie). Musik von Telemann/Heidicke 19:30 Opernhaus Puccini: Tosca Markkleeberg

17:00 Weißes Haus Liednachmittag. Ricardo Llamas (Bassbariton), Marija Korolkova (Klavier) Radebeul

19:30 Theater Gräfin Cosel. Carlos Matos & Wencke Kriemer de Matos (Choreografie) Zwickau

Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera Dirigent: GMD Laurent Wagner

Mi. 14. + Do. 15. März 2018 Bühnen der Stadt Gera 19:30 Uhr · Konzertsaal

Theater&Philharmonie Thüringen www.tpthueringen.de

30 Mitteldeutschland concerti 03.18

Fr. 16. März 2018 Landestheater Altenburg 19:30 Uhr · Großes Haus

19:30 Neue Welt Frank Dupree (Klavier), Philharmonisches Orchester Plauen-Zwickau, Lutz de Veer (Leitung). Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“, Weill: Sinfonie Nr. 2, Gershwin: Klavierkonzert F-Dur

16.3. Freitag Altenburg

19:30 Theater Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Laurent Wagner (Leitung). Strawinsky: Le Sacre du printemps, Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur „Frühlingssinfonie“


Concerti 03.2018.pdf 1 31.01.2018 09:41:09

KULTUR- UND FESTSPIELSTADT BAD ELSTER

MUSIKTHEATER-HÖHEPUNKTE IM KÖNIG ALBERT THEATER BAD ELSTER C

M

Y

CM

MY

04.04. | 30.05.2018 »IM WEISSEN RÖSSL«

16.03.2018 »IDOMENEO«

Operette von Ralf Benatzky

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

23.03.2018 »BREAKIN‘ MOZART«

13.04.2018 »PALUCCA DRESDEN: DANSE EN SUITE«

Klassik meets Breakdance als Tanzspektakel!

Tanztheater

CY

CMY

K

20.04. | 13.05. | 15.06.2018 »DER VETTER AUS DINGSDA«

02.04.2018 »SCHEHERAZADE«

Operette von Eduard Künnecke

Ballett mit Musik von N. Rimski-Korsakov & A. Borodin

Arnstadt

19:30 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt. Martin Stadtfeld (Klavier). Bach: Ein Kanon aus dem „Musikalischen Opfer“, Stadtfeld: Hommage an Bach (24 Übungsstücke), Schumann: Kinderszenen, Bach/Stadtfeld: Chaconne aus der Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004

19:30 theater junge generaton Waits: The Black Rider Freital

19:00 Kulturhaus Vollmer: Tschick. Hans-Peter Preu (Leitung), Sebastian Ritschel (Regie) Görlitz

22:00 Prinzenhof (Münzkeller) Bach-Festival Arnstadt: Barock, Romantik, Jazz. David Timm (piano), Reiko Brockelt (saxophone & Altquerflöte)

19:30 Vino e Cultura Max Hilfenhaus & Kateřina Čiklova (Violine), Tadeusz Rożek (Viola), Markus Wehrle (Violoncello), Hartmut Krug (Lesung). Haydn: Die sieben letzten Worte unserers Erlösers am Kreuz, Text von Krug

Bad Elster

Greiz

19:30 König Albert Theater Chursächsische Mozartwochen. Mozart: Idomeneo. Florian Merz (Leitung), Rebekka Stanzel (Regie)

19:30 Vogtlandhalle Olivia Vermeulen (Sopran), Vogtland Philharmonie, David Marlow (Leitung). Fauré: Suite aus „Pelléas et Mélisande“ op. 80, Elgar: Sea Pictures op. 37, Smetana: Die Moldau, Debussy: La Mer

Chemnitz

19:00 Opernhaus Das Dschungelbuch. Ashley Lobo (Choreografie) Dessau-RoSSlau

19:30 Anhaltisches Theater Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor. Elisa Gogou (Leitung), Benjamin Prins (Regie) Döbeln

20:00 Theater Andreas: Boyde (Klavier), Mittelsächsische Philharmonie, Raoul Grüneis (Leitung). Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“ & Klavierkonzert Nr. 5 op. 73, Wagner: Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ Dresden

19:00 Semperoper Mozart: Le nozze di Figaro. Ido Arad (Leitung), Johannes Erath (Regie)

Halle (Saale)

19:30 Oper Cilea: Adriana Lecouvreur Jena

20:00 Volkshaus Honegger: König David. Julia Kirchner (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Markus Ullmann (Tenor), Philharmonischer Chor der Philharmonie Jena, Jenaer Philharmonie, Berit Walther (Leitung) Leipzig

18:00 Musikalische Komödie Muko Werkstatt zu „Alice im Wunderland“ 18:00 Thomaskirche Motette 19:30 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Hommage an Astor Piazzolla. Jourist Quartett 19:30 Opernhaus Don Juan & Mozart à deux. Thierry Malandain (Choreografie), Robin Engelen (Leitung)

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

20:00 Gewandhaus Gewandhausorchester, Andris Nelsons (Leitung). Larcher: Chiasma, Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ Magdeburg

19:30 Gesellschaftshaus (Schinkelsaal) Telemann-Festtage. Heidicke: Das Glück des Gauklers - Ein Telemann-Theaterstück. Michael Bard (Regie). Musik von Telemann/Heidicke 19:30 Opernhaus Telemann-Festtage. Händel/Telemann: Richard Löwenherz. David Stern (Leitung), Michael McCarthy (Regie) Nordhausen

19:30 Theater Die Kraniche des Ibykus & In Parts/Together. Ivan Alboresi & Kevin O’Day (Choreografie) Plauen

19:30 Vogtlandtheater Jewish-American. Frank Dupree (Klavier), Philharmonisches Orchester Plauen-Zwickau, Lutz de Veer (Leitung). Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“, Weill: Sinfonie Nr. 2, Gershwin: Klavierkonzert F-Dur Radebeul

19:30 Theater Yuki Manuela Janke (Violine), Elbland Philharmonie, Ekkehard Klemm (Leitung). Schleiermacher: Bann. Bewegung – Mit Beethovens Erster, Beethoven: Violinkonzert D-Dur & Sinfonie Nr. 8 F-Dur Saalfeld

19:30 Meininger Hof Torroba: Luisa Fernanda. Oliver Weder (Leitung) Weimar

19:30 Deutsches Nationaltheater Mozart: Die Hochzeit des Figaro concerti 03.18 Mitteldeutschland 31


Klassikprogramm

19:30 Theater Kander: Cabaret

17.3. Samstag Annaberg-Buchholz

17:00 Anhaltisches Theater Weill: Die Dreigroschenoper. Markus L. Frank (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie) Döbeln

19:30 Winterstein-Theater Kander: Cabaret

19:30 Theater Smetana: Die verkaufte Braut. Raoul Grüneis (Leitung), Judica Semler (Regie)

Arnstadt

Dresden

10:30 Rathaus (Rathaussaal) BachFestival Arnstadt. Georg Zeike (Viola da Gamba), Almut Freitag (Blockflöte), Mikhail Yarzhembovskiy (Cembalo). Bach: Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 676, Gambensonate g-Moll BWV 1029, Flötensonaten E-Dur BWV 1035 & e-Moll BWV 1034 11:30 Bustreff Bach-Festival Arnstadt: Orgelfahrt nach Ilmenau, Neusiß & Gräfenroda 12:00 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt: Geistliche Mittagsmusik 14:00 Tourist-Information Bach-Festival Arnstadt: Führung „Vier Jahre in zwei Stunden“ mit Thomas Roll 14:30 Riedtor Bach-Festival Arnstadt: Führung „Willst du dein Herz mir schenken“. Evelyn Günther & Stefan Buchtzik (Schauspiel) 19:30 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt. Bach: Johannes-Passion. Marie Friederike Schöder (Sopran), Anna-Luise Oppelt (Alt), Stephan Scherpe (Tenor), Ralf Grobe (Bass), Bachchor Arnstadt, capella arnestati, Jörg Reddin (Leitung) 22:00 Stadtbrauerei (Remenbar) Bach-Festival Arnstadt: Bach trifft moderne Sounds. Kathi Monta (Saxofon), DJ Björn (Radio TOP40), DJ Aybee

17:00 Kreuzkirche Vesper. Dresdner Motettenchor, Matthias Jung (Leitung). Motetten von Palestrina, Mendelssohn & Brahms

Bad Elster

18:30 Theater Wagner: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg (Premiere). Andrea Sanguineti (Leitung), François de Carpentries (Regie)

19:30 König Albert Theater Chursächsische Mozartwochen: Don & Giovannis. Andreas Winkler (Tenor), Sven Angelo Mindeci (Akkordeon), Rafael Baier (Saxofon & Klarinette), Felix Brühwiler (Gitarre & Mandoline), Peter Gossweiler (Kontrabass) Bad Lauchstädt

15:00 Historischer Kursaal Konzert zur Wiedereinweihung der KühnOrgel. Matthias Eisenberg (Orgel) Chemnitz

19:00 Opernhaus Verdi: Ein Maskenball Dessau-RoSSlau

15:30 Schloss Georgium (Orangerie) Ray M. Wade Jun (Tenor), Weronika Ambrosio (Violine), Daniel Costello (Horn), Doreen Büring (Violoncello), Laura Bos (Klavier) 32 Mitteldeutschland concerti 03.18

Tipp

19:00 Semperoper (Semper Zwei) Ein Sommernachtstraum. David Dawson & Frederick Ashton (Choreografie). Dawson: The Four Seasons, Ashton: The Dream 19:30 Kulturpalast Grüß mir den Mond! Ulrich Tukur & die Rhythmus Boys 19:30 Staatsoperette Bernstein: Candide 19:30 theater junge generaton Waits: The Black Rider

17.3. samstag

20:00 Frauenkirche Dresden Dresdner Philharmonie, Bejun Mehta (Countertenor & Leitung). Händel: Arien aus Amadigi, Rodelinda & Belshazzar, Mozart: Sinfonie C-Dur KV 551 „Jupiter“  Bereits als Knabe startete Bejun Mehta eine internationale Karriere mit Konzerten und Plattenaufnahmen als Sopran. Nach dem Stimmbruch spielte der Amerikaner Cello, wurde Produzent bei einer Plattenfirma und versuchte sich als Bariton, bevor er seine CountertenorStimme entdeckte.

Erfurt

15:00 Thomaskirche Motette. Susanne Krumbiegel (Alt), Martin Lattke (Tenor), Egbert Junghanns (Bass), Thomanerchor, Gewandhausorchester, Gotthold Schwarz (Leitung). Bach: Kantate „Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem“ BWV 159

19:30 Theater Wagner: Der fliegende Holländer (Premiere). Xu Zhong (Leitung), Guy Montavon (Regie)

15:45 Gewandhaus (Großer Saal) Orgelpräsentation für Kinder und Jugendliche

20:00 Frauenkirche Dresdner Philharmonie, Bejun Mehta (Countertenor & Leitung) Weitere Infos siehe Tipp

Gera

19:30 Bühne am Park U. Zimmermann: Weiße Rose. Takahiro Nagasaki (Leitung), Juliane Stephan (Regie) Görlitz

Gotha

9:30 & 11:00 Orchesterprobensaal Concertino: Klangspiele Halle (Saale)

18:00 Händel-Haus Händel und seine Konzertmeister. Ensemble Antonianum. Werke von Händel u. a. 19:30 Oper Lange Nacht der italienischen Oper. Chor der Oper Halle, Staatskapelle Halle, Luigi di Bella (Leitung) Leipzig

10:00 Mendelssohn-Haus (Museum) Auf Mendelssohns Spuren durch die Musikstadt Leipzig

16:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Res severa ...? Gewandhäusler auf Abwegen. Salonorchester „Cappuccino“, Albrecht Winter (Leitung) 17:00 Gewandhaus (Großer Saal) Michael Schönheit (Orgel). Rheinberger: Orgelsonate Nr. 8 e-Moll op. 132, Liszt: Variationen über den Basso continuo der Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ und des „Crucifixus“ aus der h-Moll-Messe von Bach, Reger: Sonate fis-Moll op. 33 18:00 Opernhaus Wagner: Tannhäuser (Premiere). Ulf Schirmer (Leitung), Katharina Wagner (Regie) 19:00 Musikalische Komödie Lortzing: Zar und Zimmermann. Stefan Klingele (Leitung), Dominik Wilgenbus (Regie) 19:30 Hochschule für Musik und Theater Dittrichring (Blackbox) Bach in der Box. Ralf Schrabbe (Klavier), Daniel Tauber (Violine), Johannes Pietzonka (Tenor), Marie & Martin Schmeding (Blockflöte). Schrabbe: Ich steh an deiner Krippen hier, Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 4 GDur BWV 1049 & Kantate „Sie werden aus Saba alle kommen“ BWV 65

Foto: Marco Borggreve

Zittau


Lutherstadt Eisleben

19:30 Kulturwerk MSH Kreisler: Heute Abend - Lola Blau. Uwe Zimmermann (Leitung), Ute Raab (Regie)

19:30 Opernhaus Telemann-Festtage. Händel/Telemann: Richard Löwenherz. David Stern (Leitung) Meiningen

19:30 Meininger Theater Orff: Carmina Burana. Philippe Bach (Leitung), Ivar Thomas van Urk (Regie) Plauen

19:30 Vogtlandtheater Herman: Ein Käfig voller Narren

19:30 Theater Verdi: La traviata

Bad Elster

Sondershausen

18:00 Haus der Kunst Loh-Orchester, Michael Helmrath (Leitung & Moderation). Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur

19:00 König Albert Theater Chursächsische Mozartwochen: Alle sind musikalisch … (außer manche). Christoph Reuter (Klavier)

Zittau

Bad Landensalza

19:30 Theater Kander: Cabaret

15:00 Friederikenschlösschen Frühlingskonzert. collegium musicum

11:00 Dom (Remter) Telemann-Festtage. Valer Sabadus (Countertenor), L’Accademia Giocosa. Telemann: Konzert F-Dur TWV 53:F1 & Trio Es-Dur TWV 42:Es1 aus „Musique de table“, Arien aus Opern von Händel, Vivaldi, Gluck & Telemann

19:30 Theater Carmen. Can Arslan (Choreografie)

19:30 Johanniskirche TelemannFesttage. Albrecht Mayer (Oboe), New Seasons Ensemble. Werke von Vivaldi & Telemann

14:00 Marktplatz (Bachdenkmal) Bach-Festival Arnstadt: Spaziergang mit Maria Barbara Bach. Evelyn Günther (Maria Barbara Bach)

Radebeul

Quedlinburg

16:00 Pauluskirche Telemann-Festtage. Telemann: Johannes-Passion 1745. Amaryllis Dieltins (Sopran), Clint van der Linde (Alt), Eric Stoklossa & Pieter de Moor (Tenor), Les Muffatti

10:00 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt: Kantatengottesdienst. Marie-Friederike Schöder (Sopran), Kantatenchor Arnstadt, capella arnestati, Jörg Reddin (Leitung)

15:00 Landratsamt Ilm-Kreis (Innenhof) Bach-Festival Arnstadt: Großer Bach für kleine Füße. Stefan Buchtzik (Johann Sebastian Bach), Konrad Regul (der junge Johann Sebastian Bach)

Magdeburg

14:00 Gruson-Gewächshäuser Telemann-Festtage: Wandelkonzert. Undine Dreißig, Rossini-Quartett

Arnstadt

18.3. Sonntag Annaberg-Buchholz

19:00 Winterstein-Theater S. Romberg: Blossom Time (DEA). Dieter Klug (Leitung), Ingolf Huhn (Regie)

Chemnitz

15:00 Opernhaus Lambert/Morrison: Hochzeit mit Hindernissen 19:30 Opernhaus (Foyer) GoldbergImprovisationen: Von Klassik bis Jazz Foto: Annemie Augustijns

20:00 Peterskirche Haydn: Die Schöpfung. Elisabeth Breuer (So­ pran), Andrew Staples (Tenor), Hanno Müller-Brachmann (Bariton), MDR Rundfunkchor & Sinfonieorchester, Risto Joost (Leitung), Devon Miles (Videoinstallation), Anna Evans (Regie)

RICHARD WAGNER

TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG

Ab 17. März 2018, Opernhaus Koproduktion der Opera Vlaanderen und des Teatro La Fenice di Venezia

TICKETS +49(0)341-1261261 WWW.OPER-LEIPZIG.DE

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Mitteldeutschland 33


Klassikprogramm

16:00 Anhaltisches Theater Porter: Kiss Me, Kate 19:00 Altes Theater (Studio) Terzakis: Die Irrfahrten des Odysseus (Premiere). Sebastian Kennerknecht (Leitung), Benjamin Prins (Regie) Dornheim

17:00 Bartholomäuskirche Bach-Festival Arnstadt. Midori Seiler (Violine) Dresden

14:00 & 19:00 Semperoper Rossini: Il barbiere di Siviglia 15:00 Staatsoperette Bernstein: Candide. Andreas Schüller (Leitung) 18:00 Kulturpalast Holger Gehring (Orgel), Dresdner Kreuzchor, Roderich Kreile (Leitung). Parry: I was glad when they said unto me nach Psalm 122, Brahms: Fest- und Gedenksprüche, Liszt: Präludium und Fuge über BACH, Franck: Dextera Domini B-Dur aus „Drei Offertorien“ FWV 65 & Pièce héroique, Kodály: Laudes Organi, Bach: Jesu bleibet meine Freude aus der Kantate BWV 147 Eisenach

15:00 Landestheater Tschaikowsky: Dornröschen. Andris Plucis (Choreografie) Erfurt

18:00 Theater Expeditionskonzert. Joana Mallwitz (Leitung & Modera­ tion). Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur Gera

14:30 Theater Sherman: Tschitti Tschitti Bäng Bäng Halle (Saale)

19:30 Oper Puccini: Tosca Leipzig

11:00 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Sonntagsmatinee. MendelssohnQuartett. Werke von Hensel & Mendelssohn 11:00 Opernhaus Familienführung 12:00 Musikalische Komödie Führung 14:00 Grieg-Begegnungsstätte Bilder. Igor Gryshyn (Klavier). Werke von Grieg, Debussy, Tschaikowsky & Rachmaninow 14:00 Opernhaus (Probebühne II) Oper zum Mitmachen: Rusalka 15:00 Gohliser Schlösschen Karine Terterian (Klavier). Debussy: Deux Arabesques, Haydn: Sonaten Nr. 49 op. 30/2 cis-Moll Hob XVI:36 & Nr. 6 op. 14 h-Moll Hob. XVI:32, Ravel: Sonatine & Le Tombeau de Couperin 34 Mitteldeutschland concerti 03.18

15:00 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Oper mal anders: Tschaikowskys „Schwanensee“. Richard Vardigans (Einführung & Klavier) 15:00 Musikalische Komödie Lortzing: Zar und Zimmermann 18:00 Gewandhaus (Großer Saal) Grüß mir den Mond. Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys 18:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Gewandhaus Brass Quintett. McKee: Escape & Iron Horse (UA), Bernstein: Dance Suite, Turner: Casbah of Tetouan, Niehaus: Sinfonietta, Cheetham: Scherzo, Crespo: Three Spirituals, Sondheim: Send in the Clowns aus „A little Night Music“, Waller: Ain’t Misbehavin’ u. a. 18:00 Opernhaus Puccini: Madama Butterfly Magdeburg

11:00 Opernhaus Kinderkonzert. Magdeburgische Philharmonie, Pawel Poplawski (Leitung). Mussorgski/ Ravel: Bilder einer Ausstellung 11:00 Rathaus (Ratsdiele) TelemannFesttage. Gotthold Schwarz (Bass), Sächsisches Barockorchester. Werke von Telemann 11:00 Schauspielhaus (Foyer) Premierenfieber zu „Powder Her Face“ 15:00 Gesellschaftshaus (Schinkelsaal) Telemann-Festtage. Heidicke: Das Glück des Gauklers - Ein Telemann-Theaterstück. Michael Bard (Regie), Musik von Telemann/Heidicke 16:00 Dom (Remter) Orgel zur Passion. Barry Jordan (Orgel) 16:30 Gesellschaftshaus (Gartensaal) Telemann-Festtage: Abschlusskonzert. Concerto Copenhagen, Lars Ulrik Mortensen (Leitung). Telemann: Ouvertüren C-Dur TWV 55:C6 & F-Dur TWV 55:F3, Konzerte a-Moll TWV 51:a2, Es-Dur TWV 54:Es1 & B-Dur TWV 44:43, Einleitung zur Kantate „La tempesta“ TVWV 20:4 19:30 Opernhaus J. Strauss: Eine Nacht in Venedig. Svetoslav Borisov (Leitung), Erik Petersen (Regie) Markkleeberg

17:00 Rathaus (Großer Lindensaal) Amerika! amarcord. Gesänge, Madrigale & Lieder von Barbar, Copland, Feldman, Ives, Eisler u. a. Meiningen

16:00 Meininger Theater Konzertkonzert: König Karotte Mochau

17:00 Gut Gödelitz Mihaela Avadanei (Violine), Katrin Hille (Viola), Lilia Jatcheva (Violoncello)

Tipp

20.3. dienstag

19:00 Schaubühne Lindenfels Leipzig Film mit konzertantem Entree. Gewandhaus-Quartett. Beethoven: Streichquartett cisMoll op. 131, anschließend Film „A Late Quartet“ (Saiten des Lebens)  Der Name „Gewandhaus“ bürgt für Qualität: nur drei Kammermusikensembles dürfen bisher, nebem Chor und Orchester, diesen vom Gewandhauskapellmeister verliehenen Titel tragen. Nordhausen

18:00 Theater Loh-Orchester, Michael Helmrath (Leitung & Moderation). Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Quedlinburg

15:00 Theater Lincke: Frau Luna Reichenbach

16:00 Schloss Krobnitz Michał Rożek (Violine), Tadeusz Rożek (Viola), Mateusz Rożek (Klavier). Koessler: TrioSuite, Svendsen: Romanze G-dur op. 26, Schumann: Märchenerzählungen op. 132, Schostakowitsch: Fünf Stücke Weimar

18:00 Deutsches Nationaltheater C.P.E. Bach: Johannes-Passion (szenisch). Holger Reinhardt (Leitung), Philipp Harnoncourt (Regie) Zwickau

18:00 Malsaal Monteverdi: L’Orfeo

19.3. Montag Arnstadt

12:00 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt: Geistliche Mittagsmusik 17:30 Marktplatz (Bachdenkmal) Bach-Festival Arnstadt: Familiengeschichte 18:00 Rathaus (Rathaussaal) Bach-Festival Arnstadt: Kleine Hände, große Musik. Schüler der Musikschule Arnstadt-Ilmenau Dresden

19:00 Semperoper (Semper Zwei) Ein Sommernachtstraum. David Dawson & Frederick Ashton (Choreografie)

Foto: Angelika Hillert

Dessau-RoSSlau


Erfurt

Dresden

15:00 Theater (Foyer) Tanztee mit Salonmusik. Salonorchester Erfurt

12:00 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt: Geistliche Mittagsmusik 17:00 Bachhaus Bach-Festival Arnstadt. Mirjam Seifert (Flöte), Martin Noth (Oboe), Matthias Dreißig (Spinett). Werke von Bach, Telemann & Quantz 19:30 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt: Junge Preisträger. Niklas Liepe (Violine), Nils Liepe (Klavier), Josipa Leko (Orgel)

19:00 Semperoper Mozart: Le nozze di Figaro. Ido Arad (Leitung) 19:30 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Porträtkonzert Tobias Schick & Christian Diemer 19:30 Staatsoperette Bernstein: Wonderful Town 20:00 Frauenkirche Dresdner Orgelzyklus. Samuel Kummer (Orgel) 20:00 Schloss Albrechtsberg (Kronensaal) Romy Petrick (Sopran), Daniel Heyne (Klavier), Dresdner Streichquintett. Donizetti: Introduzione für Streichquintett, Rossini: Péchés de vieillesse (Auszüge) & Sonate a quattro, Paganini: Moses-Fantasie, Boccherini: Stabat Mater (1781)

Bad Elster

Erfurt

19:30 Theatercafé Chursächsische Mozartwochen: Ewig dein Mozart. Cora Chilcott

19:30 Theater Mozart: Die Zauberflöte

20.3. Dienstag Arnstadt

Dresden

19:30 theater junge generaton Waits: The Black Rider 20:00 Semperoper Kammerabend. Gewandhaus-Brass-Quintet. Werke von McKee, Bernstein, Turner, Niehaus, Cheetham, Crespo, Waller u. a. Freiberg

19:30 Theater Wildhorn: Jekyll & Hyde (Premiere). Juheon Han (Leitung), Stefan Haufe (Regie) Leipzig

19:00 Schaubühne Lindenfels Film mit konzertantem Entree. Gewandhaus-Quartett Weitere Infos siehe Tipp Meiningen

14:30 Meininger Theater Kálmán: Gräfin Mariza. Wolfgang Dosch (Regie) Plauen

Jena

20:00 Volkshaus Philipp Mathmann (Countertenor), Jenaer Philharmonie, Christoph Koncz (Leitung). Wagner: Vorspiel und Liebestod aus „Tristan und Isolde“, Dalbavie: Sonnets de Louise Labé, Debussy: Pelléas et Mélisande Leipzig

19:30 Thomaskirche Zum 333. Geburtstag Bachs. Martin Sturm, Lisa Hummel & Sebastian Heindl (Orgel) Weimar

19:00 Weimarhalle Thüringer Bachwochen. Bach: Matthäus-Passion. Roderick Williams (Christus), Katherine Watson & Jessica Cale (Sopran), Claudia Huckle & Eleanor Minney (Mezzosopran), Hugo Hymas (Tenor), Matthew Brook (Bass), Orchestra & Choir of the Age of Enlightenment, Mark Padmore (Evangelist & Leitung)

22.3. Donnerstag

19:30 Vogtlandtheater (Kleine Bühne) Cornelius: Der Barbier von Bagdad. Maxim Böckelmann (Leitung)

Annaberg-Buchholz

Weimar

Bad Elster

20:00 E-Werk (Maschinensaal) Purcell: Dido und Aeneas. Dominik Beykirch (Leitung)

19:30 KunstWandelhalle Chursächsische Mozartwochen. Radim Vojir (Klavier). Werke von Mozart, Ellington, Kosma, Clay & Gershwin

21.3. Mittwoch Annaberg-Buchholz

19:30 Winterstein-Theater S. Romberg: Blossom Time Arnstadt

12:00 Bach-Kirche Bach-Festival Arnstadt: Geistliche Mittagsmusik. Jörg Reddin (Orgel)

19:30 Winterstein-Theater Kander: Cabaret

Dresden

19:00 Semperoper Rossini: Il barbiere di Siviglia 19:30 Kulturpalast Bach: h-Moll-Messe. Johanna Winkel (Sopran), Anke Vondung (Alt), Daniel Johannsen (Tenor), Arttu Kataja (Bass), Dresdner Kammerchor, Gaechinger Cantorey, Hans-Christoph Rademann (Leitung)

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

19:30 Staatsoperette Bernstein: Wonderful Town. Peter Christian Feigel (Leitung) 19:30 theater junge generaton Waits: The Black Rider Erfurt

19:30 Theater Lehár: Die lustige Witwe. Axel Köhler (Regie) Gera

19:30 Konzertsaal Konzertchor des Goethe-Gymnasiums, Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Christian K. Frank (Leitung). Pärt: Te Deum, Mozart: Requiem d-Moll Gotha

20:00 Kulturhaus Jens Goldhardt (Orgel), Thüringen Philharmonie, Russell Harris (Leitung). Dupré: Poème héroïque op. 33, Poulenc: Konzert für Orgel, Streicher und Pauken g-Moll, Guilmant: Orgelsinfonie Nr. 2 A-Dur Halle (Saale)

19:30 Franckesche Stiftungen Anna Vinnitskaya (Klavier). Tschaikowsky: Die Jahreszeiten (Auszüge), Schostakowitsch: Puppentänze, Prokofjew: Sonate Nr. 4 c-Moll op. 29, Chopin: Pélude op. 28 19:30 Oper Sondheim: Sweeney Todd. Josep Caballé-Domenech (Leitung), Martin Miotk (Regie) Magdeburg

19:30 Opernhaus Yoichi Yamashita (Violine), Magdeburgische Philharmonie, Shiyeon Sung (Leitung). Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93, Hartmann: Concerto funebre, Prokofjew: Suiten aus „Romeo und Julia“ Weimar

19:00 Musikgymnasium Schloss Belvedere (Großer Saal) Frühlingskonzert. Timon Knötzele (Viola), Chor & Orchester des Musikgymnasiums, Joan Pagès Valls (Leitung) Zwickau

19:30 Theater in der Mühle Suppé: Die schöne Galathée

23.3. Freitag Annaberg-Buchholz

19:30 Winterstein-Theater Leoncavallo: Der Bajazzo & Puccini: Gianni Schicchi. Naosho Takahashi (Leitung) Bad Elster

19:30 König Albert Theater Chursächsische Mozartwochen: Breakin’ Mozart. Darlene Ann Dobisch (Gesang), Dancefloor Destruction Crew (Breakdance), Christoph Hagel (Klavier & Leitung) concerti 03.18 Mitteldeutschland 35


Klassikprogramm

Chemnitz

Salzwedel

Görlitz

20:00 Opernhaus Menschenskind. Dagmar Menzel (Gesang). Lieder von Hollaender

19:30 Kulturhaus Smetana: Die verkaufte Braut. Kari Kropsu (Leitung)

18:30 Theater Wagner: Tannhäuser

19:30 Anhaltisches Theater Das Bildnis des Dorian Gray (UA). Tomasz Kajdański (Choreografie), Elisa Gogou (Leitung). Musik von Skrjabin Dresden

19:00 Semperoper Donizetti: L’elisir d’amore 19:30 Staatsoperette Bernstein: Wonderful Town 19:30 theater junge generaton Waits: The Black Rider 20:00 Frauenkirche BACHzyklus. Irena Renata Budryte-Kummer (Orgel) 20:00 Kulturpalast The Sound of James Bond. City of Prague Orchestra & Chor, Nicholas Dodd (Leitung) Erfurt

24.3. Samstag Aue

19:30 Kulturhaus Hartmut Hudezeck (Klavier), Erzgebirgische Philharmonie Aue, Yukari Saito (Leitung) Bad Elster

19:30 König Albert Theater Chursächsische Mozartwochen. Ina Siedlaczek (Sopran), Rahel Haar (Alt), Albrecht Sasck (Tenor), Sebastian Richter (Bass), Peter Wuttke (Oboe), Chor der Frauenkirche Dresden, Chursächsische Philharmonie, Matthias Grünert (Cembalo & Leitung). J.C. Bach: Ouvertüre B-Dur op. 21/1, Míca: Oboenkonzert F-Dur, Haydn: Sinfonie Nr. 75 D-Dur, Mozart: Krönungsmesse Chemnitz

19:30 Theater Zaufke: Grimm!

16:00 Opernhaus Wagner: Die Walküre. Felix Bender (Leitung)

Görlitz

Dessau-RoSSlau

19:30 Theater (Foyer Café) Der Notenflüsterer: Filmsongs und ihr Geheimnis. Francesco Fraboni (Leitung) Halle (Saale)

19:30 Oper Puccini: Tosca Leipzig

18:00 Opernhaus Oper Leipzig Werkstatt zu „Herzog Blaubarts Burg“ 18:00 Thomaskirche Motette. Stefan Kießling (Orgel), Kreuzkantorei Bonn, Karin Freist-Wissing (Orgel) 19:30 HMT Grassistraße (Großer Saal) Sinfonieorchester der Hochschule, Matthias Foremny (Leitung). Franke: PRAYA DUBIA, Hindemith: Der Schwanendreher, Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll 19:30 Musikalische Komödie Alice im Wunderland. Mirko Mahr (Choreografie) 20:00 Gewandhaus Mahler: Sinfonie Nr. 7. Wiener Philharmoniker, Daniel Barenboim (Leitung) Magdeburg

19:30 Opernhaus Yoichi Yamashita (Violine), Magdeburgische Philharmonie, Shiyeon Sung (Leitung). Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93, Hartmann: Concerto funebre, Prokofjew: Suiten aus „Romeo und Julia“ Radebeul

20:00 Theater Verdi: La traviata 36 Mitteldeutschland concerti 03.18

17:00 Anhaltisches Theater Verdi: Otello. Markus L. Frank (Leitung) Dippoldiswalde

17:00 Ev. Kirche Sandstein und Musik: Eröffnungskonzert zur 800Jahr-Feier Dippoldiswalde. Virtuosi Saxoniae, Ludwig Güttler (Leitung) Dresden

15:30 & 17:00 Hygiene-Museum (Großer Saal) Familienkonzert: Otto und die Klarinetten. Wenzel Fuchs & Fabian Dir (Klarinette), Dresdner Philharmonie, Domingo Hindoyan (Leitung). Krommer: Konzert für zwei Klarinetten und Orchester Es-Dur op.35 17:00 Kreuzkirche Vesper. A. Scarlatti: Johannes-Passion (Auszüge) 19:00 Semperoper Rossini: Il barbiere di Siviglia 19:30 Staatsoperette Bernstein: Wonderful Town 19:30 theater junge generaton Waits: The Black Rider Eisenach

19:30 Wartburg Thüringer Bachwochen. Per Arne Glorvigen Trio. Werke von Arolas, Cobiàn, Bach & Piazzolla Erfurt

19:30 Theater (Studio) Cavalli: La Calisto. Zoi Tsokanou (Leitung) Gera

19:30 Bühne am Park U. Zimmermann: Weiße Rose

16:00 Margarethenkirche Thüringer Bachwochen. Bach: Johannes-Passion. Marie-Sophie Pollak (Sopran), Sophie Harmsen (Alt), Benedikt Kristjánsson (Tenor), Matthias Winckhler (Bass), Audi Jugendchorakademie, Akademie für Alte Musik Berlin, Martin Steidler (Leitung) Halle (Saale)

19:30 Oper Verdi: Aida Leipzig

10:00 Mendelssohn-Haus (Museum) Auf Mendelssohns Spuren durch die Musikstadt Leipzig 14:00 Opernhaus Führung 15:00 Kongresshalle 70 Jahre MDR Kinderchor. MDR Kinderchor, Leipziger Blechbläsersolisten, Alexander Schmidt (Leitung) 15:00 Musikalische Komödie Alice im Wunderland. Mirko Mahr (Choreografie) 15:00 Thomaskirche Motette. Stefan Kießling (Orgel), Kreuzkantorei Bonn, Karin Freist-Wissing (Orgel) 15:45 Gewandhaus (Großer Saal) Orgelpräsentation für Kinder und Jugendliche 18:00 Opernhaus Wagner: Tannhäuser. Ulf Schirmer (Leitung), Katharina Wagner (Regie) 19:30 Hochschule für Musik und Theater Grassistraße (Großer Saal) Sinfonieorchester der Hochschule, Matthias Foremny (Leitung). Franke: PRAYA DUBIA, Hindemith: Der Schwanendreher, Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Tipp

24.3. samstag

20:00 Gewandhaus Leipzig Schubert: Die schöne Müllerin. Matthias Goerne (Bariton), Markus Hinterhäuser (Klavier)  Über Schubert sagt Matthias Goerne: „Mit Schubert können Sie den ganzen Menschen erklären, in all seinen Facetten, Sehnsüchten, Ängsten und Fehlern. Schubert ist grenzenlos. Grenzenlos tief.“

Fotos: Caroline de Bon, Felix Broede

Dessau-RoSSlau

Gotha


Tipp

Suhl

17:00 Congress Centrum Mariam Batsashvili (Klavier), MDR Sinfonieorchester, Dmitry Liss (Leitung). Mozart: Klavierkonzert A-Dur KV 488, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll Weimar

19:30 Deutsches Nationaltheater Bernstein: Candide 25.3. sonntag

11:30 Traukirche Dornheim Thüringer Bachwochen. Armida Quartett. Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080 (Auszüge), Mozart: Adagio und Fuge c-Moll KV 546, Beethoven: Streichquartett Nr. 13 op. 130 mit der Großen Fuge op. 133  Knallige Farben als Markenzeichen: Die Damen des Quartetts lieben rote Lackschuhe – und die Herren müssen schon mal rote Schnürsenkel tragen. 20:00 Gewandhaus (Großer Saal) Michael Schönheit (Orgel). Bach: Partita sopra „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ BWV 768 & Präludium und Fuge hMoll BWV 544, Vogler: Choralvorspiel „Jesu Leiden, Pein und Tod“ u. a. 20:00 Gewandhaus (Großer Saal) Schubert: Die schöne Müllerin. Matthias Goerne (Bariton) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Schau hin nach Golgatha. GewandhausJugendchor, Frank-­ Steffen Elster (Leitung) Lutherstadt Eisleben

19:30 Kulturwerk MSH Gräfin Cosel. Carlos Matos & Wencke Kriemer de Matos (Choreografie)

25.3. Sonntag Altenburg

18:00 Theater Eine infernalische Reise/Letzte Lieder (UA). Silvana Schröder (Choreografie), Anne Preuß (So­pran) Laurent Wagner (Leitung) Annaberg-Buchholz

19:00 Winterstein-Theater S. Romberg: Blossom Time Arnstadt

16:00 Milchhof Thüringer Bachwochen. Bach: Das wohltemperierte Klavier (Buch 1). Aaron Pilsan (Klavier) Bad Elster

19:00 König Albert Theater Chursächsische Mozartwochen: Zum 100. Todestag Debussys. Kolja Lessing (Klavier) BerggieSShübel

17:00 Ev. Kirche Sandstein und Musik. Glorvigen Trio. Werke von Bach Chemnitz

15:00 Opernhaus Schubring: Emil und die Detektive Dessau-RoSSlau

18:00 Altes Theater (Studio) Terzakis: Die Irrfahrten des Odysseus Dornheim

19:30 Opernhaus Verdi: Aida

11:30 Traukirche Thüringer Bachwochen. Armida Quartett Weitere Infos siehe Tipp

Meiningen

Dresden

20:00 Meininger Theater (Kammerspiele) Boesmans: Julie

11:00 Hygiene-Museum (Großer Saal) Fabian Dir (Klarinette), Dresdner Philharmonie, Domingo Hindoyan (Leitung). Beethoven: LeonorenOuvertüre Nr. 3 C-Dur op. 72, Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur, Schumann: Sinfonie Nr. 1 „Frühlingssinfonie“ 15:00 Staatsoperette Bernstein: Wonderful Town 16:00 Frauenkirche Geistliche Sonntagsmusik. Ina Siedlaczek (Sopran), Rahel Haar (Alt), Albrecht Sack (Tenor), Sebastian Richter (Bass), Chor der Frauenkirche, Chursächsische Philharmonie Bad Elster, Matthias Grünert (Leitung). Mozart: Krönungsmesse

Magdeburg

Merseburg

19:30 Schlossgartensalon Ramon Jaffé (Violoncello), collegium instrumentale halle, Arkadi Marasch (Violine & Leitung). Richter: Sinfonie Nr. 29 g-Moll, J. Stamitz: Cellokonzert Nr. 2 A-Dur, Danzi: Variationen über ein Thema aus Mozarts „Don Giovanni“, Haydn: Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 „Abschiedssinfonie“ Nordhausen

19:30 Theater Poulenc: Dialog des Carmélites

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

19:00 Schloss Albrechtsberg (Kronensaal) Romy Petrick (Sopran), Daniel Heyne (Klavier), Dresdner Streichquintett. Donizetti: Introduzione für Streichquintett, Rossini: Péchés de vieillesse (Auszüge) & Sonate a quattro, Paganini: Moses-Fantasie u. a. 19:30 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Alumnikonzert. Falk Hoffmann (Tenor), Michael Schütze (Klavier). Lieder von Schubert & Britten 20:00 Semperoper Emily Dorn (Sopran), Airam Hernández & Daniel Johannsen (Tenor), Martin-Jan Nijhof (Bass), Midori (Violine), Sächsischer Staatsopernchor, Staatskapelle Dresden, Omer Meir Wellber (Leitung). Ramírez: Misa Criolla, Bernstein: Serenade, Schubert: Messe G-Dur D 167 Eisenach

15:00 Landestheater Ballettabend. Andris Plucis & Jorge Pérez Martínez (Choreografie) 17:00 Georgenkirche Thüringer Bachwochen. Bach: Matthäus-Passion. Bachchor Eisenach, Landeskapelle Eisenach, Christian Stötzner (Leitung) Erfurt

11:00 Rathaus (Festsaal) Happy Birthday J.S. Bach. Philharmonische Cellisten 14:30 Forsthaus Willrode (Jagdsaal) Frühlingskonzert „Ihr sollt genießen …!“ Duo con emozione 15:00 Theater Wagner: Der fliegende Holländer. Xu Zhong (Leitung) 19:00 Thomaskirche Thüringer Bachwochen. Bach: Johannes-Passion. Augustiner-Kantorei, Andreas Kammerorchester, Dietrich Ehrenwerth (Leitung) Gera

11:00 Konzertsaal (Foyer) 259. Foyerkonzert: El Choclo. Lateinamerikanische Musik Halle (Saale)

15:00 Oper Cilea: Adriana Lecouvreur. Ulrich Peters (Regie) 16:00 Steintor-Varieté Ramon Jaffé (Violoncello), collegium instrumentale halle, Arkadi Marasch (Violine & Leitung). Richter: Sinfonie Nr. 29 g-Moll, J. Stamitz: Cellokonzert Nr. 2 A-Dur, Danzi: Variationen über ein Thema aus Mozarts „Don Giovanni“, Haydn: Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 Jena

17:00 Volkshaus Sinfonieorchester Carl Zeiss. Anderson: The Typewriter, Jos. Strauss: Polka Feuerfest u. a. concerti 03.18 Mitteldeutschland 37


Klassikprogramm

Leipzig

Meiningen

Leipzig

11:00 Mendelssohn-Haus (Musiksalon) Akademisten der MendelssohnOrchesterakademie. Webern: Langsamer Satz für Streichquartett & Sechs Bagatellen op. 9, Schubert: Forellenquintett

19:00 Meininger Theater Orff: Carmina Burana 19:00 Theater The Gipsy Kings/Cameron: Zorro - Das Musical

15:00 Bach-Museum (Sommersaal) Camerata Bachiensis. Werke von Zeitgenossen Bachs

19:00 Komm-Haus Ich steh mit dir am Tor der Welt. Lieder der 30er Jahre 19:30 Hochschule für Musik und Theater Grassistraße (Großer Saal) Gala-Konzert 175 Jahre Hochschule. Studierende der Hochschule

Saalfeld

Magdeburg

15:00 Meininger Hof Lortzing: Zar und Zimmermann

18:00 Opernhaus Ballettschaufenster zu „Rymonda“

18:00 Gewandhaus (MendelssohnSaal) Gewandhaus-Quartett. Dvořák: Streichquartett f-Moll op. 9, Maggini: Canto VII, Schumann: Streichquartett a-Moll op. 41/1 19:00 Opernhaus Boléro & Le Sacre du printemps. Johan Inger & Mario Schröder (Choreografie) 19:30 Gewandhaus Andrei Ionita (Violoncello), Mariam Natsashvili (Klavier), MDR Sinfonieorchester, Dmitry Liss (Leitung). Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 1 & Sinfonie Nr. 10 19:30 Thomaskirche Bach: JohannesPassion. Leipziger Vocalensemble, Sebastian Reim (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp Magdeburg

11:00 Opernhaus (Wagnerfoyer) Premierenfieber zu „Raymonda“ 17:00 Dom (Remter) Magdeburger Domchor. Werke von Bach & Stainer 18:00 Opernhaus Kálmán: Die Csárdásfürstin

Tipp

Weimar

19:30 Weimarhalle Valeriy Sokolov (Violine), Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits (Leitung). Brahms: Akademische Festouvertüre c-Moll, Violinkonzert D-Dur & Sinfonie Nr. 1 c-Moll Zwickau

18:00 Theater in der Mühle Suppé: Die schöne Galathée

26.3. Montag Annaberg-Buchholz

19:30 Winterstein-Theater Hartmut Hudezeck (Klavier), Erzgebirgische Philharmonie Aue, Yukari Saito (Leitung). Beethoven: Leonore-Ouvertüre Nr. 1, Braunfels: Hebridentänze op. 70, Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll Dresden

20:00 Semperoper Emily Dorn (Sopran), Airam Hernández & Daniel Johannsen (Tenor), Martin-Jan Nijhof (Bass), Midori (Violine), Sächsischer Staatsopernchor, Staatskapelle Dresden, Omer Meir Wellber (Leitung). Ramírez: Misa Criolla, Bernstein: Serenade, Schubert: Messe G-Dur D 167 Weimar

19:30 Weimarhalle Valeriy Sokolov (Violine), Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits (Leitung). Brahms: Akademische Festouvertüre c-Moll, Violinkonzert D-Dur & Sinfonie Nr. 1 c-Moll

27.3. Dienstag 25.3. sonntag

19:30 Thomaskirche Leipzig Bach: Johannes-Passion. Hanna Zumsande (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Stephan Scherpe (Tenor), Thomas OertelGormanns & Martin Weidmann (Bass), Leipziger Vocalensemble, Leipziger Barockorchester, Sebastian Reim (Leitung)  Ausgleich zum Singen: Ruhe und Kraft für das anstrengende Bühnenleben findet Sopranistin Hanna Zumsande beim Yoga-Training und beim Schwimmen.

38 Mitteldeutschland concerti 03.18

Dresden

19:00 Kulturpalast Magdalena Greuner (Flöte), Leopold Rucker (Kontrabass), Valentin Bedrich (Klavier), Junges Sinfonieorchester Dresden, Wolfgang Behrend (Leitung). Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“, Gershwin: Rhapsody in Blue, Weinberg: Flötenkonzert Nr. 1, Bottesini: Bolero, Tschaikowsky: Capriccio Italien 20:00 Semperoper Messiaen: Turangalîla-Sinfonie. Jean-Yves Thibaudet (Klavier), Valérie Hartmann-Claverie (Ondes Martenot), Gustav Mahler Jugendorchester, Ingo Metzmacher (Leitung)

28.3. Mittwoch Dresden

19:00 Semperoper Donizetti: Lucia di Lammermoor 19:30 Hochschule für Musik (Konzertsaal) Porträtkonzert Martin Schüttler. Nikolas Kuhn (Leitung) 19:30 Staatsoperette Piazzolla: María de Buonos Aires 20:00 Annenkirche Bach: JohannesPassion. Johanna Winkel (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Benedikt Kristjánsson (Tenor), Martin Schicketanz & Felix Schwandtke (Bass), Dresdner Kammerchor, Wrocław Baroque Orchestra, Hans-Christoph Rademann (Leitung) 20:00 Kulturpalast Dresdner Orgelzyklus. Johannes Trümpler (Orgel) Hoyerswerda

19:30 Lausitzhalle Neue Lausitzer Philharmonie, Andrea Sanguineti (Leitung) Leipzig

19:00 Gewandhaus (Barlach-Ebene) After Work Concert: Ich steh mit dir am Tor der Welt. Daniel Pfister, Michael Peternek, Nicolas Defranoux & Axel von Huene (Violoncello) 19:30 Hochschule für Musik und Theater Grassistraße (Großer Saal) Ostwind: Zum 80. Geburtstag von Dimitri Terzakis. Tatjana Masurenko (Viola), Olena Tokar (Sopran), Igor Gryshyn & Gilad Katznelson (Klavier) Sondershausen

19:30 Achteckhaus Abschlusskonzert des 27. Internationen Meisterkurses mit Han-An Liu

29.3. Donnerstag Bautzen

19:30 Theater Neue Lausitzer Philharmonie, Andrea Sanguineti (Leitung). Schtschedrin: Anna Karenina, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll Chemnitz

19:00 Opernhaus Goggin: Non(n)sens

Foto: Annemone Taake

15:00 Gohliser Schlösschen Christoph Enzel (Saxofon), Elisaveta Blumina (Klavier). Werke von Schumann, Tcherepnin, Moritz, Enzel & Say

Radebeul


»Komm, Baby, lutsch ihn mir …«

POWDER HER FACE Kammeroper von Thomas Adès

re

Premie

018 31. 3. 2

Karten unter (0391) 40 490 490 | www.theater-magdeburg.de Dresden

17:00 Semperoper (Semper Zwei) Premieren-Kostproben: Cabaret 18:30 Kreuzkirche Bach: MatthäusPassion. Heide Elisabeth Meier (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Patrick Grahl (Tenor), Stephan Loges & Sebastian Wartig (Bass), Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Roderich Kreile (Leitung) 19:00 Semperoper Donizetti: L’elisir d’amore 20:30 Frauenkirche Romy Petrick (Sopran), Stephanie Atanasov (Alt), Eric Stoklossa (Tenor), Andreas Scheibner (Bass), Virtuosi Saxoniae, Ludwig Güttler (Leitung). Werke von Pergolesi, M. Haydn, Zelenka & Telemann 21:00 Staatsoperette Piazzolla: María de Buonos Aires Erfurt

20:00 Theater Philharmonisches Orchester Erfurt, Joana Mallwitz (Leitung). Plate: You Must Finish Your Journey Alone, Mahler: Sinfonie Nr. 5 Halle (Saale)

Chemnitz

19:30 Arena Filmkonzert. MDR Sinfonieorchester, Frank Strobel (Leitung). Lucas/Williams: Star Wars - Eine neue Hoffnung

10:30 Opernhaus Von Perceval zu Parsifal. Christoph Fasbender (Vortrag)

Meiningen

16:00 Opernhaus Wagner: Parsifal

19:30 Meininger Theater Thüringer Bachwochen. Carolina Krogius (Mezzosopran), Robert Jacob (Klavier), Meininger Hofkapelle, Gergely Madaras (Leitung). Bach/Honegger: Prälu­dium und Fuge C-Dur BWV 545, Bach/Elgar: Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537, Bach/Schönberg: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552, Mozart: Ch’io mi scordi di te & Sinfonie Nr. 41

Dessau-RoSSlau

Plauen

19:30 Vogtlandtheater (Kleine Bühne) Identität 2 (Premiere). Annett Göhre & Thomas Hartmann (Choreografie) Radebeul

18:00 Theater (Glashaus) Matinee zu „Der Vetter aus Dingsda“ Weimar

19:30 Musikgymnasium Schloss Belvedere Thüringer Bachwochen. Liza Ferschtman (Violine), Mahan Esfahani (Cembalo). Biber: Rosenkranzsonaten (Auszüge)

17:00 Anhaltisches Theater Wagner: Der fliegende Holländer. Dresden

16:00 Kreuzkirche Bach: MatthäusPassion. Heidi Elisabeth Meier (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Patrick Grahl (Tenor), Stephan Loges & Sebastian Wartig (Bass), Dresdner Kreuzchor, Dredner Philharmonie, Roderich Kreile (Leitung) 19:00 Semperoper Verdi: Rigoletto 20:00 Frauenkirche Bach: MatthäusPassion. Julia Sophie Wagner (Sopran), Nicole Pieper (Alt), Wolfram Lattke (Tenor), Andreas Scheibner & Manuel Walser (Bass), Kammerchor der Frauenkirche, ensemble frauenkirche, Matthias Grünert (Leitung) 21:00 Staatsoperette Piazzolla: María de Buonos Aires Eisenach

20:00 Volkshaus Hiwar-Dialog

Altenburg

Leipzig

19:30 Theater Eine infernalische Reise/Letzte Lieder. Silvana Schröder (Choreografie)

15:00 Georgenkirche Thüringer Bachwochen: Was ist Wahrheit? Thomas Thieme (Sprecher), Julia Böhme (Alt), La Folia Barockorchester. Bul­ gakow: Pilatus-Geschichte aus „Meister und Margarita”, Vivaldi: Sinfonia „Al santo sepolcro“ RV 169, Quis est homo aus „Stabat Mater“ u. a.

Bad Elster

Erfurt

15:00 Kurhaus Haydn: Die sieben letzten Worte unserer Erlösers am Kreuze. Konzertmeisterquartett der Chursächsischen Philharmonie

20:00 Theater Philharmonisches Orchester Erfurt, Joana Mallwitz (Leitung). Plate: You Must Finish Your Journey Alone, Mahler: Sinfonie Nr. 5

19:30 Oper Sondheim: Sweeney Todd Jena

19:00 Thomaskirche Bach: MatthäusPassion. Gerlinde Sämann (Sopran), Anke Vondung (Alt), Jörg Dürmüller & Tobias Hunger (Tenor), Jochen Kupfer & Tobias Berndt (Bass), Thomanerchor, Gewandhausorchester, Gotthold Schwarz (Leitung)

30.3. Freitag

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Mitteldeutschland 39


Klassikprogramm

22:00 Kunsthalle Thüringer Bachwochen: Bach zur Nacht. Mahan Esfahani (Cembalo)

MeiSSen

19:30 Theater Neue Lausitzer Philharmonie, Andrea Sanguineti (Leitung). Schtschedrin: Anna Karenina, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll

18:00 Frauenkirche Bach: JohannesPassion. Gesine Adler (Sopran), Stefan Kunath (Altus), Albrecht Sack (Tenor) Johannes G. Schmidt (Bass), Capella Misnensis, Telemannisches Collegium Michaelstein, Jörg Bräunig (Leitung)

Gotha

Rudolstadt

17:00 Margarethenkirche Thüringer Bachwochen: Bach und Bild. Jens Goldhardt (Orgel). Bach: Orgelwerke, Bettina Hochreither: Bilderzyklus „Gesichter der Passion“

15:00 Theater (Schminkkasten) Kaffeekonzert „Schön war die Zeit“. Salonorchester der Thüringer Symphoniker

Görlitz

Halberstadt

19:30 Theater Liya Petrova (Violine), Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters, Johannes Rieger (Leitung). Wagner: Karfreitagszauber aus „Parsifal“, Brahms: Violinkonzert D-Dur, Schubert: Sinfonie E-Dur Halle (Saale)

18:00 Konzerthalle Ulrichskirche Dvořák: Stabat Mater 18:00 Oper Weill: Die Dreigroschenoper. Henriette Hörnigk (Regie) Jena

18:00 Stadtkirche St. Michael Thüringer Bachwochen. Bach: Matthäus-Passion. Kantorei St. Michael, Kammerorchester der Jenaer Philharmonie, Martin Meier (Leitung) Leipzig

15:00 Musikalische Komödie Alice im Wunderland. Mirko Mahr (Choreografie) 17:00 Opernhaus Wagner: Parsifal. Anthony Bramall (Leitung), Roland Aeschlimann (Regie) 19:00 Thomaskirche Bach: MatthäusPassion. Gerlinde Sämann (Sopran), Anke Vondung (Alt), Jörg Dürmüller & Tobias Hunger (Tenor), Jochen Kupfer & Tobias Berndt (Bass), Thomanerchor, Gewandhausorchester, Gotthold Schwarz (Leitung) 19:30 Thomaskirche Kammerchor Josquin des Préz Magdeburg

17:00 Dom Der Kreuzweg. Barry Jordan (Orgel). Werke von Dupré 19:30 Opernhaus Puccini: Tosca. Karen Stone (Regie) Meiningen

15:00 Schloss Elisabethenburg Thüringer Bachwochen: Das Cello als Soloinstrument. Josetxu Obregón (Violoncello). Bach: Cellosuiten Nr. 2 d-Moll BWV 1008 & Nr. 3 C-Dur BWV 1009, Gabrielli: Ricercar Sesto & Primo u. a. 40 Mitteldeutschland concerti 03.18

19:30 Staatsoperette Piazzolla: María de Buonos Aires 20:00 Kulturpalast German Brass Erfurt

19:30 Theater Mozart: Die Zauberflöte. Joana Mallwitz (Leitung) Halberstadt

19:30 Theater Liya Petrova (Violine), Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters, Johannes Rieger (Leitung). Wagner: Karfreitagszauber aus „Parsifal“, Brahms: Violinkonzert D-Dur, Schubert: Sinfonie E-Dur D 729

Weimar

Halle (Saale)

18:00 Deutsches Nationaltheater Verdi: Otello. Dominik Beykirch (Leitung), Nina Gühlstorff (Regie)

19:30 Oper Die Kameliendame. Ralf Rossa (Choreografie)

18:00 Stadtkirche St. Peter und Paul Thüringer Bachwochen. Bachchor Weimar, Johannes Kleinjung (Leitung). Haydn: Stabat Mater, Bach: Kantate „Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem“ BWV 159 Zwickau

17:00 Dom St. Marien Bach: Johannes-Passion. Domchor St. Marien, Henk Galenkamp (Leitung)

31.3. Samstag

Leipzig

10:00 Mendelssohn-Haus (Museum) Auf Mendelssohns Spuren durch die Musikstadt Leipzig 19:00 Musikalische Komödie J. Strauss: Die Fledermaus 19:30 Opernhaus Johannes-Passion. Mario Schröder (Choreografie) 20:00 Gewandhaus (Großer Saal) Michael Schönheit (Orgel). Werke von Bach, Reger & Dupré Magdeburg

19:00 Winterstein-Theater Kálmán: Gräfin Mariza. Dieter Klug (Leitung), Ingolf Huhn (Regie)

19:30 Opernhaus Menken: Der kleine Horrorladen 19:30 Schauspielhaus Adès: Powder Her Face (Premiere). Jovan Mitic (Leitung) Magdalena Fuchsberger (Regie)

Chemnitz

Meiningen

Annaberg-Buchholz

10:30 Opernhaus Der Hort des Nibelungen – Quellen zu Wagners „Rheingold“. Christoph Fasbender (Vortrag) 16:00 Opernhaus Wagner: Das Rheingold. Felix Bender (Leitung), Verena Stoiber (Regie) Dessau-RoSSlau

17:00 Anhaltisches Theater Das Bildnis des Dorian Gray. Tomasz Kajdański (Choreografie) Döbeln

19:30 Theater Wildhorn: Jekyll & Hyde (Premiere). Juheon Han (Leitung), Stefan Haufe (Regie) Dresden

11:00 Semperoper Kinderkonzert. Johannes Wulff-Woesten (Leitung), Sächsische Staatskapelle, Christian Erdmann (Sprecher). Prokofjew: Peter und der Wolf, Srnka: Jakub Flügelbunt 17:00 Kreuzkirche Kreuzchorvesper 19:00 Semperoper Donizetti: Lucia di Lammermoor

19:30 Meininger Theater Orff: Carmina Burana. Philippe Bach (Leitung) Ohrdruf

15:00 St. Trinitatis Thüringer Bachwochen. Josetxu Obregón (Violoncello). Werke von Bach, Gabrielli, Supriano, Vitali & G.M.C. Dall’Abaco Plauen

19:30 Vogtlandtheater Herman: Ein Käfig voller Narren Radebeul

19:00 Theater Künneke: Der Vetter aus Dingsda (Premiere) Weimar

19:30 Weimarhalle Thüringer Bachwochen. Sebastian Wienand (Cembalo), Freiburger Barockorchester. Bach: Orchestersuiten Nr. 1 & 2, Cembalokonzert F-Dur BWV 1057, Brandenburgische Konzerte Nr. 4 & 5 Zittau

19:30 Theater Neue Lausitzer Philharmonie, Andrea Sanguineti (Leitung)


heidelberger frühling 18

17.03.–21.04.18 internationales 17.03.–21.04.18 musikfestival internationales musikfestival

Jean-Guihen Queyras I Mahler Chamber Orchestra I Gabriela Montero I Sol Gabetta I Igor Levit Steven Isserlis I Marc-André Hamelin I Isabelle Faust I Georg Nigl I Sir András Schiff I Elisabeth Leonskaja Irish Chamber Orchestra I Francesco Tristano I Richard Galliano I Matthias Goerne I Markus Hinterhäuser Anna Prohaska I Il Giardino Armonico David Fray I City of Birmingham Symphony Orchestra I Fazıl Say ˙ Rudolf Buchbinder I Anna Stéphany I Mirga Gražinyte-Tyla I Mark Padmore I Sarah Maria Sun Anna Lucia Richter I Isabelle Druet I Tara Erraught I Grigory Sokolov I Goldmund Quartett I Daniele Gatti Gründungspartner: Armida Quartett I Iiro Rantala I Johannes Moser I Thomas Hampson u.v.a. Kostenloses Programmbuch unter: Tel. 06221 - 584 00 12 oder www.heidelberger-fruehling.de

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Gründungspartner:

14.09.17 14:58


Festival

Sommernachtstraum in Suffolk Erst zu Hause bei Benjamin Britten und Peter Pears erspürt man beim Aldeburgh Festival vollends die Musik des größten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Von Peter Krause

M

eeresrauschen, Möwen-Singsang und Morgenlicht ermuntern trotz des Late-Night-Konzerts vom Vorabend zu besonders frühem Aufstehen. Und siehe da: Der Seeblick aus dem Schlafzimmer gibt eine Szene 24 concerti März 2018

frei, die geradewegs aus Benjamin Brittens Seeoper Peter Grimes kommen könnte. Ein kleines buntes Boot, dessen farbiger Anstrich freilich großteils längst durch den täglichen Gebrauch im Salzwasser verblasst ist, treibt unweit der

Küste. Ein einsamer Fischer holt aus der Nordsee, was er zum Überleben braucht. Kurz darauf wird er die Früchte aus dem Meer schon am Steinstrand von Aldeburgh feilbieten – fangfrisch, auf Wunsch gern ausgenommen. Nur ein

Foto: Philip Vile

Eine ehemalige Mälzerei im 600-Einwohner-Dorf Snape ist der zentrale Spielort des Aldeburgh Festival


paar Meilen weiter im Fischrestaurant von Orford, dem Heim der weiblichen Hauptfigur aus Peter Grimes, der einfühlsamen Ellen Orford, können wir den Tagesfang auch köstlich zubereitet in extra entspannter Atmosphäre genießen. Zuvor schauen wir nur noch schnell in das normannische gotische Gotteshaus aus vergangenen Zeiten hinein, ein verwunschener Ort, weit von der Welt. Die Zeit scheint stehengeblieben hier in Suffolk an Englands nordöstlicher Küste. Kein Massentourismus stört den Spaziergang entlang der Küste. Die vielen winzigen Reihenhäuschen, liebevoll saniert und oft mit Blumen geschmückt, wurden zwar mehrheitlich längst in die Nutzung als Feriendomizil der Londoner umgewidmet, doch die Bilder vom Städtchen, in dem der größte britische Komponist mit seinem Partner Peter Pears lebte und arbeitete, gleichen einer längst vergangenen viktorianischen Epoche. Hymne an die Heimat

Wer Benjamin Britten nicht nur verstehen will, sondern erspüren möchte, was er mit seiner irisierend imaginativen, feinsinnigen und menschenfreundlichen Musik ausdrücken wollte, der muss hierherkommen – in seine Heimat. Lieblich und rau zugleich ist sie, die Gegend von der Mündung des Flüsschens Alde, das des Komponisten Wohnort den Namen leiht, bis nach Snape, wo im 19. Jahrhundert Gerste zu Malz verarbeitet wurde, damit der gehörige Bierdurst der Briten gestillt werden konnte, wo Landwirtschaft und Industrie eine damals ganz neue Verbindung eingingen. Hier ist es, wo die herrisch-ruppige Nordsee ihr zartes Pendant erhält. Hier weicht die steife Brise am Meer einem milden Sommerwind, der sich sanft wiegt im Schilf der Moorwiesen von Snape Maltings. Die alte Mälzerei ist Hauptspielstätte des Festivals – seit nunmehr fünfzig Jahren. Britten höchstselbst hatte damals das Anwesen erworben, weihte es anno 1967 in Anwesenheit der englischen Königin als Konzertsaal ein. Jahrzehnte bevor in Deutschland mit den Umwidmungen einstiger Kathedralen der Industrie in Orte der Kultur begonnen wurde – etwa Kampnagel in Hamburg oder die Spielstätten der Ruhrtriennale –, war der Komponist ein Pionier der Neudefinition einer ganzen Region: Er musikalisierte die Gegend, aus der er stammte und die er so liebte, förderte das Laienmusizieren

Der Kultursommer am Kaisergebirge Academia Vocalis Internationale Meisterkurse für Gesang

Tiroler Festspiele Erl Festspiele vor Bergpanorama

OperettenSommer Kufstein Die Festung erklingt

Passionsspiele Erl 2019 Passionsspiele Thiersee 2022

www.kufstein.com

März 2018 concerti   25


Festival

und damit wie nebenbei auch das wirklich aufmerksame Hören, das behutsame Nachlauschen selbst ganz neuer Klänge. In the Middle of Nowhere

Das war fünfzig Jahre später, beim Jubiläum der herrlichen Konzertscheune, die bis heute mit ihrer akustikfeinen Mischung aus Backstein und Holz besticht, nicht nur in einer herrlichen Neuinszenierung eines seiner größten OpernMeisterwerke zu erleben, der Shakespeare-Vertonung von A Midsummer Night’s Dream. Denn gleich am Morgen danach stand letzten Sommer allein Musik von Olga Neuwirth auf dem Programm, jener durchaus auch ungemütlich klingenden Neutönerin aus Österreich, die in ihrem Verfremdungsfuror eher ein Widerhaken zur farbigen Fasslich-

keit Brittens ist. Das Aufregende: Die Atmosphäre des Festivals, das sich von jeher gerade nicht als klingendes BrittenMuseum, sondern als quicklebendiger Ort des musikalischen Austauschs, der Nachwuchsförderung und der Zukunftsmusik versteht, dieser besondere Kontext des Festivals schafft auch einen andersartigen Fokus auf das Unerhörte, ein echtes Sich-Einlassen auf komplexe Kunst – hier in the Middle of Nowhere. Die Festivalvision von Britten und Pears lebt heute frischer fort denn je. Jede Saison erhält sowohl ein lebender Komponist als auch ein herausragender Interpret eine Residenz, prägt Programm, lädt Kollegen ein, regt Uraufführungen an. Die Campusidee einer Akademie für junge Musiker dehnt den Festivalgedanken auf das

ganze Jahr aus, nachdem die Dachorganisation von Snape Maltings auch die verbleibenden Gebäudekomplexe erworben hat und damit neue Übernachtungsmöglichkeiten gleich einem Internat auf Zeit anbieten kann. Musiktherapeutische Aktivitäten dienen Demenzkranken der Region. Das Festival bleibt das international schlagende Herz von Snape Maltings, die gesellschaftliche Verankerung vor Ort ist seine breite Basis. Für den Gast vom Festland aber bleibt besonders die schlichte wie schöne Erkenntnis in Erinnerung, dass man Britten genau hier erleben muss. Denn es ist eben kein Klischee, dass der Künstler, Pazifist und seinen Lebenspartner so innig liebende Homosexuelle durch Land und Leute so sehr geprägt wurde wie kaum ein anderer

Foto: Keiko Oikawa

Im Britten-Pears Building finden Konzerte in kleinem Rahmen statt

26  concerti März 2018


E I N

F I L M

V O N

N A H U E L

L O P E Z

Komponist. Wir erleben als Hörspiel im Konzertsaal, was wir draußen im paradiesisch anmutenden Umland als Schauspiel der Natur sehen. Und umgekehrt prägt eben Benjamin Britten seine Heimat bis heute, das spürt man allenthalben – zum Beispiel beim mucksmäuschenstillen Hineinhören in die von Jörg Widmann persönlich gespielte Erstaufführung eines Solostücks für Klarinette. Britten meets Bernstein

Leitmotiv im Juni 2018 wird anlässlich des 100. Geburtstages seines Kollegen Leonard Bernstein die Beziehung Brittens zu den USA sein, wo er während des Zweiten Weltkriegs mehrere Jahre verbrachte. Bernsteins Broadway-Hits dürfen da so wenig fehlen wie eine Erinnerung an die starke Künstlerfreundschaft mit dem Amerikaner Aaron Copland. Zu den „Featured Composers“ gehört dann auch der Amerikaner Michael Hersch, der wiederum künstlerisch eng mit der moldawischen Geigerin Patricia Kopatchinskaja verbunden ist, die zu den Residenzkünstlern des diesjährigen Festivaljahrgangs gehört und mit dem Mahler Chamber Orchestra als Residenzensemble mehrere Konzertprojekte gestalten wird. Mit 15 Uraufführungen, sechs Auftragswerken, fünf Europapremieren und fünf Premieren auf der Insel wird es an Neuer Musik im idyllischen Ambiente nicht mangeln. Auch die aktuelle Opernproduktion ist mit Emily Howards To See the Invisible einer Uraufführung gewidmet: Die britische Komponistin schreibt ihr Musiktheater auf eine Kurzgeschichte des renommierten amerikanischen ScienceFiction-Autors Robert Silverberg. Das sensibel komponierte Programm verbindet zudem mit einigem Beziehungszauber Alte und Neue Musik. So wird Le Concert Spirituel, das auf historischen Instrumenten spielende französische Ensemble, mit Dirigent Hervé Niquet sein Festivaldebüt geben – den römischen Barockmeister Orazio Benevolo im Gepäck. Und das Belcea Quartet kehrt mit Dvorˇák, Janácˇek and Mozart nach Suffolk zurück.

JETZT

AUF DVD

UND IM STREAM ERHÄLTLICH

„Ein berührender Film über einen Weltklasse-Geiger und seine Suche nach den eigenen Wurzeln.“ arte Metropolis

„Ein filmisches Portrait, das jede Sekunde auf der Leinwand wert ist.“ Süddeutsche Zeitung

Aldeburgh Festival 8.–24.6.2018 BBC Scottish Symphony Orchestra, John Wilson, Cédric Tiberghien, Alina Ibragimova, Sean Shibe, Phantasm, Adam Walker, Le Concert Spirituel, Belcea Quartet u. a. Snape (Suffolk)

www.mindjazz-pictures.de

März 2018 concerti  27


Festivalguide

Musik und Kristalle Ein Fest nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Das Tiroler Festival Musik im Riesen feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen. Von Teresa Pieschacón Raphael

N

och wurde keine Sage te Welt ein, wandeln durch die über den Riesen, das „Eisgasse“, die jede Fußspur Wasser speiende Unge- aufleuchten lässt, hören aus der heuer von Wattens erdacht, das Wunderkammer nebenan die vor der malerischen Kulisse der fast schon ätherische Stimme Tiroler Berge auf einem saftig- von Jessye Norman, die vor grünen Hügel liegt und mit einem riesigen, natürlich geeigenem Leib über seinen wachsenen Bergkristall aus Schatz wacht: seinen 16 fan- Madagaskar „Thy hand, Belintastischen Wunderkammern da“ aus Dido and Aeneas von aus Licht und Farbe. Hundert- Henry Purcell singt. Verliebte tausende Besucher tauchen Paare wird es in den KristallJahr für Jahr in seine sagenhaf- dom ziehen, wo man sich unter

den 595 Spiegeln der Kuppel das Jawort geben kann. Andere können den Blick nicht mehr abwenden vom „Silent Light“-Baum, einer Tanne, an der 150 000 Kristalle glitzern. Ans Goldene Dachl im zwanzig Kilometer entfernten Innsbruck, dem spätgotischen Prunkerker mit 2 657 feuervergoldeten Kupferschindeln, mag die Pracht der Kristallwelten vielleicht nicht heranreichen;

Foto: Swarovski Kristallwelten

Etwas furchteinflößend, aber durchaus einladend: der »Riese« von Wattens

28  concerti März 2018

= Zeitraum

= Künstler

= Ort


dafür wird sie mindestens ge- im Hochgebirge, den ambitio- das Tetzlaff Quartett, der Tenor nauso oft fotografiert, beson- nierten Angeboten mit Alter Julian Prégardien und Les Taders von den asiatischen Tou- Musik in Innsbruck und den lens Lyriques unter Leitung risten. „Klangspuren“, dem Tiroler Fes- von Christophe Rousset, das Kreiert wurde diese phantasti- tival für Neue Musik in Schwaz. Quintett um die Geigerin sche Kristallmenagerie, die Geleitet wird die „Musik im Hyeyoon Park sowie das belgiKunst, Kommerz, Kitsch und Riesen“ von dem Pianisten, sche Vokalensemble Vox Lumifeinstes Kunsthandwerk aufs Komponisten und Dirigenten nis, das sein Programm mit Beste verbindet, vor zwanzig Thomas Larcher. Ehrengast der englischen Kompositionen aus Jahren von André Heller. Zum Kammermusikwoche 2018 ist Renaissance und Barock pashundertjährigen Jubiläum des Philip Glass. In der Manufaktur send „Light and Shadow“ geSwarovski-Imperiums bescher- des Swarovski Werks I wird nannt hat. te der österreichische Aktions- der 81-jährige Komponist einen und Medienkünstler dem böh- Einblick in sein Schaffen geben Wie in einem verwunschenen mischen Kristallglas-Hersteller und auch als Interpret auftre- Märchengarten Daniel Swarovski, der 1895 in ten. Neben Klavierkompositi- „Musik ist ein Ort“, sagt Philip Wattens seine Firma gründete, onen für ein bis vier Klaviere Glass. Ein Ort, der fesselt, der seine „Kristallwelten“. Anläss- wird sein Tirol Concerto zu fasziniert. Wie die „Kristallwollich des 120-jährigen Bestehens hören sein, welches vielen als ke“ im Garten, eine überdimenwurde das Areal um einen Gar- TV-Jingle und Kinospot aus der sionale Installation aus silberten erweitert, um dem anwach- Tirol-Werbung bekannt sein nen Gebilden, Maschendrahtsenden Besucherstrom gerecht dürfte. „Der Komponist, der zaun und 800 000 tropfenförzu werden. Tirol Flügel verlieh“, schrieb migen Kristallen. In allen Reseinerzeit die Tiroler Zeitung. genbogenfarben scheinen sie Zwischen Schlager-Events Interpretiert wird das Concer- durch die Lüfte zu flirren und und »Klangspuren« to von der Glass-Spezialistin zu schwirren. Wie in einem Ende Mai werden die „Kristall- Maki Namekawa. Dennis Rus- verwunschenen Märchengarwelten“ zu Klangwelten: Dann sell Davies dirigiert das Kam- ten. Magisch! findet im Riesen ein Kammer- merorchester InnStrumenti, musikfestival statt, das sich mit eines der interessantesten Musik im Riesen 24.–27.5.18 anspruchsvollem Repertoire Klangkörper Tirols. Quatuor Ébène, Philip Glass, Dennis und international renommier- Erwartet werden in Wattens Russell Davies, Kammerorchester ten Ensembles gut behauptet auch das Quatuor Ébène mit InnStrumenti, Julian Prégardien u. a. Wattens (Österreich) zwischen den Schlager-Events einem Beethoven-Programm, www.schumann-zwickau.de

„GELIEBTE HEIMAT“

STADT. JUBILÄUM. ZWICKAU. 2018

SCHUMANN-FEST ZWICKAU und 8. Internationaler Robert-Schumann-Chorwettbewerb

31. Mai bis 10. Juni 2018 Visualisierung © Festival of Lights International GmbH

KURZTRIP NACH ZWICKAU ZUM FESTIVAL OF LIGHTS 1. bis 5. Mai 2018

Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

März 2018 concerti  29


Rezensionen CDs – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion

Derzeitiger Shootingstar der Opernwelt: Sonya Yoncheva

Kunst der Verwandlung

A

uch wenn die Titulierung als „neue Callas“ in die Irre führt: Manche halten die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva für die derzeit beste Verdi-Sängerin. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die 36-Jährige, anders als etwa Anna Netrebko, keine bedingungslose Schönsängerin ist, sondern jedem Charakter eine adäquate stimmliche Färbung zu verleihen vermag, zu der auch dramatische Schärfe gehören kann. Auf 30 concerti März 2018

ihrem neuen Album mit Arien aus Verdis Opern – darunter auch eher selten aufgeführten wie Attila oder Stiffelio  – kommt diese Wandlungsfähigkeit überzeugend zum Ausdruck. Liebe, Schmerz und herzzerreißende Klage

Etwa in Desdemonas berühmter Arie „Ave Maria, piena di grazie“ aus Otello, wo sich Schmerz und Liebe in Yonchevas Timbre auf berührende

Weise amalgamieren, aber auch in der herzzerreißenden Klage der Odabella „Liberamente or piangi“ aus Attila. Das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung des Gastdirigenten Massimo Zanetti entspricht diesem Niveau. Frank ­Armbruster  The Verdi Album Sonya Yoncheva (Sopran) Münchner Rundfunkorchester Massimo Zanetti (Leitung) Sony Classical

Weitere Rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de

Foto: Kristian Schuller/Sony Classical

Cd des Monats Sonya Yoncheva zeigt auf ihrem Verdi-Album eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit


Sattes Panorama

Opernhafte Kantaten

Ausgewogene Passion

Clérambault: Französische Kantaten Reinoud van Mechelen (Tenor) A Nocte Temporis Alpha

Bach: Johannes-Passion Nylund, Scheibner, Pieper, Hönisch, Lichdi, Kammerchor Dresden, ensemble frauenkirche dresden, Matthias Grünert (Leitung). Berlin Classics

Zur düsteren Reminiszenz des Pappenheimer Marsches ahnt Wallenstein seine baldige Ermordung. Bis zum Schluss erweist sich diese Oper als sattes Panorama. Weinberger findet in seiner Vertonung von Schillers Tragödie neben Lehár-Klängen für die Liebenden und martialischen Volksauftritten zu starken melodischen Szenen. Inmitten des ideal zusammengestellten Ensembles glänzt Roman Trekel nach seinen Verdiensten um Siegfried Wagner mit einer weiteren Paraderolle im Schatten von Strauss und Berg. Wallenstein ist eine der letzten tonal durchkomponierten großen Opern. (RD)

Die Lebensdaten Nicolas Clérambaults sind fast deckungsgleich mit denen Johann Sebastian Bachs. Beide waren Komponisten, Organisten und „Kantaten-Meister“. Doch während Bach die Kantate für den evangelischen Gottesdienst prägte, schuf Clérambault den Idealtypus der französischen Kantate als eine Art Miniatur-Oper. Vier dieser Werke präsentieren der schlicht betörend singende Tenor Reinoud van Mechelen und sein Ensemble A Nocte Temporis mit ebenso viel französischem Esprit wie stilistischem Gespür und musikalischer Souveränität. Höfische Eleganz!  (SN)

In den Reigen mit diesjährigen Passionsmusiken reiht sich eine Aufnahme aus Dresden ein. Der Kammerchor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche dresden haben unter Kantor Matthias Grünert Bachs Johannes-Passion im vergangenen Jahr aufgeführt. Die Aufnahme lebt von ihrer Ausgewogenheit: beim Chor, beim Orchester und bei der Besetzung der Vokalsolisten mit Sopranistin Camilla Nylund und Tenor Tilman Lichdi an der Spitze. Es mag sicher akzentfreudigere, dramatisch zugespitztere Einspielungen geben, hier kommt die Passionsgeschichte ohne übertreibende Mittel aus.  (CL)

CD HMM 905272

©Annelies van der Vegt

Weinberger: Wallenstein Wiener Singakademie ORF-Radio-Symphonieorchester Wien Cornelius Meister (Leitung) cpo

FREIBURGER BAROCKORCHESTER GOTTFRIED VON DER GOLTZ PETRA MÜLLEJANS GEORG FRIEDRICH HÄNDEL | CONCERTI A DUE CORI Für Händel bot sich in diesen Concerti die Gelegenheit, Material aus seinen Chorwerken erneut zu verwenden. Den cori der Streicher setzte er Bläserchöre entgegen und verlieh so dem Ganzen eine kontrastreiche, theatralische Wirkung – eine Steilvorlage für die Virtuosen des Freiburger Barockorchesters!

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***** = herausragend **** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

29/01/2018 16:05 März 2018 concerti   31


2. Sp

ielze

it 2015Schlankes

Große Harmonie

Zwiegespräch

Freitagskonzerte am Heiligen Damm Wo Klassik zu Hause ist.

23. & 25.3. Chamber Music Fest am Meer Anastasia Kobekina & Friends 27.4. Rolston String Quartet 25.5. Morgenstern Trio

18209 Bad Doberan-Heiligendamm Telefon: +49 38203 740-7676 www.grandhotel-heiligendamm.de

Bach: Sonaten für Violine und Cembalo Isabelle Faust (Violine) Kristian Bezuidenhout (Cembalo) harmonia mundi

Schumann: Klaviertrio Nr. 1, Dvořák: Klaviertrio Nr. 4, Grieg: Andante con moto c-Moll Trio Shaham Erez Wallfisch Nimbus Records

Kristian Bezuidenhout tritt am Hammerflügel auf oder, wie bei dieser Neuerscheinung, als Cembalist. Nun hat er mit Isabelle Faust die sechs Sonaten für Geige und eben Cembalo von Bach aufgenommen. Es entstehen wunderbar reflektierte Gespräche zu zweit, nachdenklich, melancholisch, freudig erregt, heiter. Faust spielt auf der Stainer-Geige von 1658 ungemein schlank, fettfrei sozusagen, mit sehr feinen dynamischen Abstufungen. Die Dialoge mit Bezuidenhout lassen nichts an Transparenz zu wünschen übrig. Diese Aufnahme besitzt Tiefe und hohen Kunst- und Unterhaltungswert. (CL)

Dass Hagai Shaham, Arnon Erez und Raphael Wallfisch fulminante Kammermusiker sind, die im Triospiel großartig miteinander harmonieren, stellen sie in dieser Einspielung unter Beweis. Sie treffen den romantischen Tonfall des Schumann’schen Trios, wobei das für ein Klaviertrio proportional etwas heikle Zusammenspiel stets ausgewogen und ausdrucksstark ist, ohne sich im Überschwänglichen zu verlieren. Die Interpretation von Griegs Andante con moto überzeugt durch das leidenschaftliche Cellospiel Wallfischs, Dvořáks elegisches Dumky-Trio glänzt durch präzise eingesetzte Dynamik. (JB)

Kurzweilige Unterhaltung

Musikalische Schwingen

Lost in Temptation Werke von Weill, Respighi, Holst, Purcell, Saint-Saëns u. a. Alliage Quintett Sony Classical

Rautavaara: Werke für Cello & Klavier Tanja Tetzlaff (Violoncello) Gunilla Süssmann (Klavier) Ondine

Das Alliage Quintett mit vier Saxofonisten und Jang Eun Bae am Klavier bzw. Cembalo durchkreuzt auf seinem neuen Album „Lost in Temptation“ die Musikgeschichte von Purcell bis Kurt Weill, über Khachaturian und Brahms und Holsts selten zu hörenden Seven Scottish Airs. Das wirkt ein bisschen beliebig, teilweise Erhellung bietet der Text im Beiheft. Musikalisch ist diese Aufnahme ein Gewinn. Sie gehört sicher nicht ins Fach fürs schwere Tafelsilber, dafür umso eher in die Kategorie der anspruchsvollen Unterhaltung – ein Album mit Entdeckerpotenzial und durchweg kurzweilig.  (CL)

Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann blicken auf Einojuhani Rautavaaras Werke für Klavier und Cello, die nach wie vor im Schatten seiner Sinfonien und Opern stehen. Dabei spiegeln die drei Sonaten, deren Entstehung ohne Anstoß durch den finnischen Cellovirtuosen Erkki Rautio undenkbar ist, exemplarisch Rautavaaras Weg von milder Zwölftonmusik über eine postmoderne Romantik zu den Synthesen seines Spätwerks. Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann breiten musikalische Schwingen über die Kantilenen und bringen so viel Geistesverwandtschaft auf, dass man die Herbheit einfach vergisst. (RD)

Weitere Rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de

***** = herausragend 


Mitreißender Prokofjew

Beherrschter Brahms

Visions of Prokofiev – Violinkonzerte Nr. 1 & 2, Ballettmusiken (Auszüge) Lisa Batiashvili (Violine), Chamber Orchestra of Europe, Yannick NezetSeguin (Ltg). Deutsche Grammophon

Brahms: Klavierkonzerte Adam Laloum (Klavier) Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Kazuki Yamada (Leitung) Sony Classical

Zwischen der Komposition der beiden Violinkonzerte Prokofjews liegen fast zwanzig Jahre. Lisa Batiashvili hat sie nun auf einer CD veröffentlicht. Auffällig ist der schlanke, aber zupackende Ton, mit dem sie sich den Konzerten nähert. Sie verzichtet auf große romantische Gesten, spielt deswegen aber nicht weniger mitreißend. Mit geradezu kammermusikalischem Einfühlungsvermögen wird sie dabei vom wieder einmal bestens aufgelegten Chamber Orchestra of Europe unter Leitung von Yannick Nézet-­ Séguin begleitet. Ergänzt werden die Konzerte mit drei Stücken aus Ballettmusiken Prokofjews.  (NF)

Erstaunlich, dass der 30-jährige Franzose Adam Laloum gleich beide Brahms’schen Klavierkonzerte eingespielt hat, gehören sie doch gemeinhin in den Zuständigkeitsbereich gestandener Großpianisten. Doch weder deren enorme technische Ansprüche können ihn schrecken – als „pianistische Perversitäten“ bezeichnete sie Alfred Brendel – noch verfehlt er den männlich-markanten Impetus insbesondere der Kopfsätze. Nur manchmal wünscht man sich einen Funken weniger Beherrschtheit und dafür etwas mehr verzehrende Glut. Die imponierende Visitenkarte eines Pianisten, von dem man noch hören wird. (FA)

Später Mozart

„das glaubt sowieso keiner, der nicht dabei gewesen ist.“ Eleonore Büning, FAZ

Suggestiver Nielsen

5.-14. Juli 2018 Mozart: Klavierkonzerte Nr. 25 C-Dur KV 503 & Nr. 27 B-Dur KV 595 Piotr Anderszewski (Klavier & Leitung) Chamber Orchestra of Europe Warner Classics

Nielsen: Sinfonien Nr. 3 & 4 Estelí Gomez (Sopran), John Taylor Ward (Bariton), Seattle Symphony, Thomas Dausgaard (Leitung) Seattle Symphony Media

Zwei Klavierkonzerte aus den späten Jahren Mozarts hat sich Piotr Anderszewski für seine neue CD vorgenommen. Wie zu Mozarts Lebzeiten üblich dirigiert er selbst vom Klavier aus. Der Solopart kommt nuancen- und variantenreich, mit markantem Charakter daher, wie man es von Anderszewski gewohnt ist. Mitunter dramatisch aufgeladen und mit faszinierend subtilen agogischen Verschiebungen. Diese differenzierte Interpretation vermisst man beim Chamber Orchestra of Europe, das zuweilen ein bisschen ungelenk daherkommt, sein Spiel könnte noch prägnanter und pointierter sein.  (EW)

Carl Nielsen, oft unterschätzter Individualist der frühen Moderne, wird in den letzten Jahren vermehrt international entdeckt. Zwei Sinfonien des dänischen Komponisten haben nun Thomas Dausgaard und das Seattle Symphony live eingespielt. Sie leiten souverän und ambitioniert durch die suggestive, vielgestaltige sinfonische Welt Nielsens – perfektes Timing, konsequent gehaltene Spannungsbögen, kräftige Farbentfaltung und deutliche Konturen. Da gelingt alles sehr atmosphärisch, prägnant und plastisch, dass es eine wahre Lust ist. Auf diese Klangreisen lässt man sich nur zu gerne ein.  (EW)

**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

CREATIO Nicolas Altstaedt künstlerische Leitung

Alfred Brendel Mojca Erdmann Vilde Frang Tobias Feldmann Heath Quartet Maximilian Hornung Barnabas Kelemen Andreas Ottensamer Lawrence Power Maja S.K. Ratkje Giovanni Sollima BartolomeyBittmann Alexander Lonquich und viele andere

kammermusikfest.at +43 (0)2616 20202


NEUHEITEN FRÜHJAHR

Virtuose Teufeleien

Sciarrino: Capricci, Tartini: Sonate Nr. 5, Berio: Sequenza VIII, Paganini: Capricci op. 1 (Auszüge) Michael Barenboim (Violine) Accentus

Das Virtuosentum alter Schule und künstlerische Reflexion bringt Michael Barenboim in seinem zweiten Album zusammen. Ist nicht Giuseppe Tartinis Teufelstrillersonate der frühe Versuch einer ästhetischen Emanzipation der Dissonanz? Stehen nicht Salvatore Sciarrino und Luciano Be­rio für Ebenen der zeitgenössischen Musik, die die Klarheit und direkte Eloquenz der sogenannten „Alten Musik“ bewahren will? Michael Barenboim spielt das gläsern, versachlichend, gezügelt. Mit Meisterschaft und Kühle gewinnt er das Ringen gegen den „Diabolus in musicus“ mit der Objektivität eines Rationalisten.  (RD)

Nuancierte Sonaten

Beethoven: Klaviersonaten Nr. 29 „Hammerklaviersonate“ & Nr. 14 „Mondschein-Sonate“ Murray Perahia (Klavier) Deutsche Grammophon

Starpianist Murray Perahia hat sich intensiv mit den Quellen von Beethovens raumgreifender, formsprengender Hammerklaviersonate beschäftigt. Perahia verfügt über die Energie und die musikalische Fantasie, den Reichtum dieser Musik in vielfältigen Nuancen und Ausprägungen zu gestalten und hat gleichzeitig den Blick für das große Ganze. Diese tiefe Durchdringung erlaubt ihm Gelassenheit, nichts wirkt angestrengt, nichts konstruiert, alles erscheint als natürliche Entwicklung. Transparenz und Klarheit, spannend bis zum letzten Takt. Das gilt auch für die Mondscheinsonate.  (EW)

Kurz Besprochen Gál: Concertino op. 87, Cellosonate op. 109 u. a. Matthew Sharp (Cello), English Symphony Orchestra, K. Woods (Ltg). Avie Später Neoklassizismus, dargeboten mit Intensität und charmanter Leichtigkeit: Matthew Sharp und seine Mitstreiter rücken Hans Gáls Werke für Cello in den Mittelpunkt. (EW) Schubert: Winterreise Mark Padmore (Tenor), Kristian Bezuidenhout (Fortepiano). harmonia mundi Eine schlicht superbe Allianz: hier Bezuidenhout mit seinem klangfarbenreichen Flügelspiel, dort Mark Padmore als kongenialer Bote von Schuberts kompositorischen Ideen. (CL) Lifelines – Werke von Grieg, Liszt & Franck Lea Birringer (Violine), Esther Birringer (Klavier). Rubicon Wer so gut aussieht wie Lea und Esther Birringer, könnte auf Vorbehalte stoßen – künstlerisch überzeugen aber die Schwestern mit Musikalität und perfekter Harmonie. (FA) Meyerbeer: Le Prophète Essener Philharmoniker, Giuliano Carella (Leitung). Oehms Classics Vor der Uraufführung musste Meyerbeer vierzig Minuten seiner Oper streichen. Giulano Carella spielt das Drama ungekürzt nach der kritischen Neu­ ausgabe ein. (RD) Online-Tipp

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Top 20 Klassik-Charts Februar (05.01.– 09.02.2018)

1

(Neu)

Riccardo Muti & Wiener Philharmoniker Neujahrskonzert 2018 Sony Classical

Glanzvoller Jahresauftakt in Wien: Riccardo Muti leitete dieses Jahr das traditionelle Neujahrskonzert der Philharmoniker – und hielt so manches musikalische „Schmankerl“ bereit.

2

Cecilia Bartoli & Sol Gabetta

3

Franco Fagioli, Il Pomo d’Oro, Zefira Valova

4

Jonas Kaufmann

(1)

(Neu)

(2)

Dolce Duello Decca Records

L’Opéra Sony Classical

5

Xavier de Maistre

6

Albrecht Mayer, I Musici di Roma, A. Zucco & L. Pianca

7

Teodor Currentzis & MusicAeterna

8

Daniel Barenboim

9

Mutter, Trifonov, Lee, Hornung & Patkoló

(4)

(9)

(Neu)

(7)

10 (3)

Jonas Kaufmann

12

Dorothee Mields

13

Philippe Jaroussky

Serenata Española Sony Classical

Tesori d’Italia Deutsche Grammophon

Schubert: Forellenquintett Deutsche Grammophon

Daniil Trifonov, Mikhail Pletnev, Mahler Chamber Orch. Chopin Evocations Deutsche Grammophon

Monteverdi: La Dolce Vita deutsche harmonia mundi

(Neu)

The Händel Album Erato

(5)

Händel entdecken mit Philippe Jaroussky: Der Countertenor bietet mit diesem Album ein klangschönes wie faszinierendes Kaleidoskop des Opernschaffens des Barockkomponisten.

14

M. E. Cencic, J. Lezhneva, Capella Cracoviensis

15

Wiener Philharmoniker

16

The King’s Singers

17

Krystian Zimerman

Porpora: Germanico in Germania Decca Records

(Neu)

Neujahrskonzert: Die gesamten Werke Sony Classical

(19)

Gold Signum Classics

(15)

Schubert: Piano Sonatas D 959 & D 960 Deutsche Grammophon

(WE*)

Nach 25 Jahren veröffentlichte Polens Ausnahmepianist erstmals wieder ein Soloalbum für das Gelblabel. Auf dem Programm: zwei späte Sonaten von Franz Schubert.

Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 Sony Classical Claude Debussy Deutsche Grammophon

Dolce Vita Sony Classical

(6)

Handel Arias Deutsche Grammophon

Nachdem Deutschlands erfolgreichster ­Klassik-Star mit „La dolce vita“ die Italianità beschwörte, richtet sich diesmal sein Blick auf die Opernwelt Frankreichs.

(Neu)

11

18

Herbert Blomstedt

19

J. DiDonato, J. Nelson, ­Orchestre National de France

20

Bach – Small Gifts

(WE*)

(18)

(10)

* Wiedereinstieg Ermittelt von GfK Entertainment GmbH im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V.

Beethoven: Sinfonien Nr. 1–9 Accentus

Berlioz: Les Troyens (Live) Erato

Dorothee Oberlinger, Andreas Scholl, Ensemble 1700 deutsche harmonia mundi

März 2018 concerti   35


Blind gehört

Lebt seit 1978 in Hamburg: der russische Pianist Evgeni Koroliov

»Ach, das ist so schön« Evgeni Koroliov hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen,

M

anchmal dauert es etwas länger, bis Künstler einverstanden sind, sich unserem „Blind gehört“ zu stellen. So auch bei Evgeni Koroliov. „Auf der Bühne bin ich nie so aufgeregt wie jetzt“, gesteht er dann auch seine Sorge, keinen der Künstler zu erkennen. Nachdem Tee für den Künstler und Aufnahmegerät für den Autor bereit sind, kann es losgehen. 36  concerti März 2018

Schubert: Sonate G-Dur D 894 – 1. Molto moderato i cantabile Swjatoslaw Richter (Klavier). Philips 1979/1994

Also vom Tempo her ist das Swjatoslaw Richter. Aber ich habe keine Ahnung, wo und wann die Aufnahme entstanden ist. Es wird aber eher eine Konzertaufnahme sein. Das Tempo ist schon ein bisschen moderat. Wissen Sie, je besser

man spielt, desto langsamer kann man auch spielen, weil man etwas zu sagen hat. Wie Richter in diesem Fall. TempoGefühl ist immer subjektiv und im Laufe des Lebens ändert sich dieses Gefühl auch. Ich glaube, als Musiker entwickelt man mit der Zeit eine Art „Psychotechnik“. Das heißt: Das, was man erst nur in langsamem Tempo ausdrücken konnte, kann man dann auch in etwas

Foto: Stephan Wallocha

ohne dass er erfährt, wer spielt. Von Gregor Burgenmeister


zügigerem Tempo ohne Verluste ausdrücken. Und das konnte man vielleicht mit 20 oder 25 Jahren noch nicht. Richter war bei uns sozusagen immer eines der Idole. Es ist in Russland populär, aus den Leuten Idole zu machen. Ich selbst hatte nie Vorbilder, aber ich habe mir natürlich schon die Leute, die bei uns populär waren, angehört. Also Richter, Emil Gilels, Wladimir Sofronitsky und natürlich Marija Judina, bei der ich auch Unterricht hatte. Von Richter habe ich sehr viele Konzerte gehört, von unterschiedlichster Qualität, es gab sicher auch etwas weniger glückliche Konzerte, aber auch viele ganz tolle. Scriabin: Sonate Nr. 3 op. 53 – 1. Dramatico Wladimir Horowitz (Klavier). RCA/Sony Music 1956/1989

Ich denke, das ist auch ein russischer Pianist oder eine Pianistin, nicht aber Sofronitsky. Es ist schön und musikazur Person

1949 in Moskau geboren, erhielt Evgeni Koroliov in Russlands Hauptstadt seinen ersten Klavierunterricht, ehe er am dortigen Konservatorium studierte. Der mehrfache Preisträger bei internationalen Wettbewerben nahm 1978 an der Hamburger Musikhoch­ schule eine Professur an, die er bis ins Jahr 2015 innehatte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ljupka Chadschi-Georgijewa tritt der Pianist auch als Duo Koroliov auf.

lisch gespielt, aber es fehlt etwas, es ist ein bisschen harmlos. Aus welcher Zeit kommt diese Aufnahme? Mitte des Jahrhunderts? Der Klang ist eigentlich eher nicht von Gilels. Auch Heinrich Neuhaus oder Samuel Feinberg sind es nicht. Viel berühmter, sagen sie? Ach, Horowitz? Ja, mein Gott, das ist wirklich er, ja, ich würde nicht unbedingt sagen, dass er der Größte war, aber der Berühmteste war er auf jeden Fall (lacht). Ah, deswegen dachte ich vielleicht, es könnte eine Pianistin sein. Er hat manchmal einfach viel zu schön gespielt, ein bisschen feminin, was oft sehr gut passt, aber manchmal doch auch nicht. Natürlich sind das nur Nuancen und sehr subjektiv. Horowitz hat vieles toll gespielt. Er war ein phänomenaler Virtuose, besonders in jungen Jahren. In späten Jahren war er zwar nicht mehr so virtuos, aber er ist dafür zu einem etwas noch bedeutenderen Musiker geworden. Mit achtzig Jahren (lacht). Da gab es ganz tolle Sachen von ihm. Mozart: Klavier­ konzert d-Moll KV 466 – 1. Allegro Clara Haskil (Klavier). Westminster/Universal 1950/2001

Also zeitlich kommt das wieder aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Ein sehr guter Musiker oder eine Musikerin mit exzellentem Geschmack und gutem, leichten Klang. Ist das Clara Haskil? Ich dachte erst, das könnte Wilhelm Kempff sein, aber so gut spielte der nicht Klavier. Bei ihr ist alles sehr unspektakulär. Man hört sofort diesen Charme, diese

innerliche Einheit, Einfachheit und Noblesse. Das war ganz oft bei ihr so. Schön! Sie war nicht sehr bekannt in der Sowjetunion und ist auch ziemlich früh gestorben. Aber als ich ihre Aufnahmen hörte, war ich gleich in ihrem Bann. Sie hatte einen tollen Geschmack. Diese Selbstverständlichkeit, dass die schöne geniale Musik für sich selbst spricht, ja das hat mich gleich bezaubert. Bisher waren Sie noch sehr gnädig mit mir, ich hoffe, das bleibt so (lacht). Scriabin: Sonate Nr. 3 op. 53 – 1. Dramatico Wladimir Sofronitsky (Klavier). Philips/ Melodiya 1958/1999

Ich weiß jetzt nicht, ob das Sofronitsky ist, aber das ist was anderes, nicht wahr? Der Griff ist ganz anders. Und jetzt hören Sie mal, das ist es, ja. Gut! Also ich sage, es ist Sofronitsky. Er hat ja praktisch nicht im Westen konzertiert, obwohl er ein sehr guter Pianist war. Als er jünger war, war er zwar ein besserer Pianist, aber nicht so ein Musiker wie später. Er wurde von vielen Leuten in der Sowjetunion fast vergöttert. Wenn er spielte, das war manchmal wie Magie. Ich erinnere mich an ein Konzert, hier war vielleicht der Flügel (zeigt direkt neben sich), alles war ziemlich dunkel, nur eine Lampe beim Klavier. Und ich als vielleicht Neun- oder Zehnjähriger stand da und lauschte – das war Zauberei. Diese Klänge! Ein Horowitz wusste, wie man das Publikum bezaubert. Sofronitsky aber lebte das, er lebte diese geniale Musik. So etwas habe ich nie mehr gehört. März 2018 concerti   37


Blind gehört

Debussy: Préludes 1er Livre Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier). DG 1978/1991

Das muss Michelangeli sein, die Akkorde sind so zusammen und so ein bisschen rücksichtslos forte (lacht). Er nimmt sich die Zeit, um das vorzubereiten. Ich verzeihe ihm das gerne, denn ich mag ihn sehr gerne, also nicht alles, aber viel. Michelangeli wollte immer sehr, sehr sauber spielen. Als ich ihn zum ersten Mal 1964 in Moskau gehört habe, war das wahnsinnig eindrucksvoll, nicht so sehr die Perfektion, sondern eher die Palette, die Klangfarben, besonders bei Debussy, das war absolut faszinierend. Michelangeli hat ja ganz wenig gespielt, dafür natürlich immer wie geschliffen (lacht). Er hatte so eine Art ReinlichkeitsFimmel oder eine Art Ehrgeiz oder Eitelkeit, perfekt zu spielen. Es gibt Leute, die zur Perfektion tendieren. Auch ein Jan Vermeer war so, ein Rembrandt dafür nicht unbedingt, trotzdem war er ein ganz toller, großer Maler. Es gibt eben unterschiedliche Temperamente. Ravel: Gaspard de la nuit Martha Argerich (Klavier). DG 1960/2016

Das ist auch aus einer älteren Zeit, nicht ganz so alt, nein, aber etwas älter. Das ist irgendjemand, der sehr geradeaus spielen will, was ich toll finde, wie jetzt im Thema der Ondine. Manchmal ist es für meine Begriffe noch zu sehr an der Ober38 concerti März 2018

fläche. Es könnte Gieseking sein, oder ein französischer Pianist? Moment, darf ich noch ein bisschen? Zuerst dachte ich ja, es könnte Martha Argerich sein, aber dafür ist es zu unsauber, Martha ist so eine Virtuosin. Oh Gott, sie ist es? Tut mir leid, ich nehme das mit „zu unsauber“ zurück (lacht). Das ist sehr schnell gespielt und nicht so gut, deshalb dachte ich, vielleicht ein Älterer, der nicht so viel Wert legte auf Sauberkeit. Ich dachte auch an Walter Gieseking, es scheint mir aber klanglich ein bisschen zu wenig raffiniert. Vielleicht liegt es auch am Instrument. Aber gut, Geradlinigkeit hat Martha auch. Und ja, sie kann auch sehr tiefe Momente haben, Gott sei Dank. Ist das wirklich im Studio aufgenommen und keine Live-Aufnahme? Ach so, das war eine Rundfunkaufnahme? Ja, ich kenne das, die wurde dann wahrscheinlich in anderthalb Stunden aufgenommen, ich habe so was auch gemacht. Das war ein geschickter Zug von Ihnen (lacht). Liszt: Études d’exécution transcendante – Nr. 12 Chasse neige Daniil Trifonov (Klavier). DG 2015

Die Aufnahme kenne ich sicher nicht, das Repertoire ist auch nicht so ganz mein Me­tier. Die Manier oder die Gestik klingt nach einem älteren Pianisten, es könnte vielleicht Artur Rubinstein sein oder Claudio Arrau. Vielleicht ist er auch nicht ganz dieses Kaliber. Das ist eine aktuelle Aufnahme? Dann ist es wahrscheinlich Daniil Trifonov. Aber er hat dann auch ein bisschen diese

Manier. Aber ich unterstelle ihm, dass er das nicht absichtlich macht, das kommt vielleicht so aus ihm. Früher habe ich solche Manierismen bei ihm nicht so bemerkt. Aber man entwickelt sich mit der Zeit (lacht). Diese Gestik hat man sich eigentlich in der letzten Zeit abgewöhnt. Das ist jetzt nicht bewertend gemeint, weder positiv noch negativ. Hier schien es mir einfach so innig, deswegen dachte ich, vielleicht ein alter Pianist. Aber es ist gut, wenn Trifonov so spielt. Ich war ja in der Jury im Tschaikowsky-Wettbewerb, als er den ersten Preis gewonnen hat. Aber interessant, dass das auch eine Studioaufnahme ist, manches klingt gar nicht danach. Bach: Goldberg-­ Variationen BWV 988 – 1. Aria Glenn Gould (Klavier). Sony Classical 1981/2012

Das ist jetzt leicht (lacht). Ich erinnere mich sehr gut, wie meine erste Lehrerin mich als siebenjähriges Kind zu einem Konzert von Glenn Gould im kleinen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums mitnahm. Die modernen Sachen, die er spielte, habe ich damals natürlich noch nicht verstanden. Aber dann spielte er drei Kontrapunkte aus der Kunst der Fuge. Und diese Musik war für mich wie ein Blitzschlag. Na ja, natürlich hat er auch sehr gut gespielt, nehme ich jetzt einmal an (lacht). Und irgendwie habe ich dann danach gedacht, ich möchte das selbst einmal spielen und ein „Bachist“ werden. Also so gesehen hat Glenn Gould in meinem Leben eine


kleine Schlüsselrolle gespielt. Wenn die Lehrerin das damals nicht gemacht hätte, ich weiß nicht, was dann passiert wäre. Viel später habe ich selbst die Kunst der Fuge einstudiert. Und natürlich mit absolut eigenen Vorstellungen. Wobei: Bei diesen drei Stücken bin ich vom Tempo her so geprägt von seinen Vorstellungen, dass ich sie sozusagen zu meinen eigenen gemacht habe. Ich habe mit dieser Musik lange gelebt, auch mit allen Kantaten, faktisch mit allem von Bach. Ich habe sie nicht wissenschaftlich untersucht, sondern habe richtig mit ihr gelebt. Und dann dachte ich mir, ich spiele sie, wie ich es fühle, dass es nicht gegen den Geist dieser Musik ist. Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung Lev Oborin (Klavier). BNF Collection 1954/2016

Ach, das ist so schön. Es ist irgendetwas in diesem Spiel, das mir sehr nahegeht. Das ist so ehrlich. Und auch sehr musikalisch. Könnte es Lev Oborin sein? Wirklich? Wo haben Sie das denn ausgegraben? Ich dachte nie, dass er das aufgenommen hat. Er war ein genial begabter Musiker. Aber faul wie Oblomow (Titelfigur des Romans von Iwan Gontscharow, Anm. d. Red.). Er hat es sich nicht erlaubt, ein großer, weltberühmter Pianist zu werden, nicht aus Bescheidenheit, sondern einfach, weil er zu faul war. Essen und Trinken waren ihm wichtiger (lacht). Als mein Lehrer hat er natürlich eine große Rolle gespielt. Wenn ich zu ihm gekommen bin, dann hat er erst mit mir über Musik

und über Gott und die Welt zu sprechen begonnen (lacht). Und manchmal gingen so anderthalb Stunden um und ich hatte noch überhaupt nicht gespielt. Erst später habe ich verstanden, was ich von ihm in diesen Gesprächen und seinen Erzählungen bekommen habe. Das hat alles in mir nachgewirkt und war immer gut. Ja, da haben sie mich jetzt wirklich erfreut, dass es da eine Aufnahme gibt!

MODERN CLASSICAL MUSIC

PIANO POETEN

Konzert-TIPPs

Dortmund So. 4.3., 18:00 Uhr Konzerthaus Evgeni Koroliov (Klavier). Bach: Das Wohltemperierte Klavier Teil I BWV 846–869 Fürth Di. 20.3., 19:30 Uhr Stadttheater Zum 100. Todestag von Claude Debussy. Evgeni Koroliov (Klavier). Bach: 15 dreistimmige Sinfonien BWV 787–801, Mozart: Sonate F-Dur KV 332, Ravel: Sonatine, Debussy: Préludes (Auszüge aus Band I & II) Köln So. 25.3., 11:00 Uhr Kleiner Sendesaal des WDR Zum 100. Todestag von Claude Debussy. Evgeni Koroliov (Klavier). Debussy: Préludes I & II Potsdam So. 29.4., 18:00 Uhr Nikolaisaal Bach: Dreifach beflügelt. Evgeni Koroliov, Anna Vinnitskaya & Ljupka Hadzigeorgieva (Klavier), Kammerakademie Potsdam. Bach: Konzerte für zwei Klaviere BWV 1061–1064 & Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Hamburg Mi. 9.5., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Künstler & Programm siehe Potsdam Gifhorn So. 10.6., 18:00 Uhr Schloss (Rittersaal) Soli Deo Gloria. Evgeni Koroliov (Klavier). Werke von Bach

Drei neue exzellente Alben: Die Pianisten Federico Albanese, Marina Baranova und Friedrich Gulda vereinen die Lust am Experimentieren

CD-Tipp

Beethoven: DiabelliVariationen, Große Fuge B-Dur op. 134 u. a. Evgeni Koroliov & Ljupka Hadžigeorgieva (Klavier). tacet

und der Mut, Grenzen in der klassischen Musik einzureißen. www.neue-meister-music.com


multimedia Das Beste aus Radio, Fernsehen, Kino und Internet

3sat

Le Nozze di Figaro

Radio: Zum 90. Geburtstag von Christa Ludwig

Die etwas andere Primadonna

Sa. 3.3., 20:15 Uhr Oper Jahrzehntelang stand Giorgio Strehlers legendäre Figaro-Inszenierung auf dem Spielplan der Mailänder Scala, ehe sich 2016 Frederic ­Wake-Walker an eine Neuproduktion wagte. NDR

Der Traum des Kent Nagano So. 4.3., 8:00 Uhr Doku Der NDR beleuchtet Kent Naganos ungewöhnliche Projekte, mit ­denen er ein breiteres Publikum ansprechen und seinen Traum verwirklichen will, dass Klassik für jedermann zugänglich ist. Arte

Stars von morgen So. 11.3., 18:25 Uhr TV-Show Rolando Villazón empfängt diesmal die Flötistin Lucie Horsch, den Pianisten D ­ mitry Masleev, den Tenor Konu Kim und den Bratschisten Adrien La Marca.

Stand noch noch mit Maria Callas auf der Bühne: Christa Ludwig

D

ie Aufzeichnung ihrer Lebenserinnerungen, erschienen vor zwanzig Jahren, betitelte sie mit „... und ich wäre so gern Primadonna gewesen“. Dass Christa Ludwig dennoch ohne Zweifel eine

Arte

Die Musketiere im Damenstifte

40 concerti März 2018

ab Fr. 16.3., 18:05 Uhr, BR-Klassik Weitere Informationen: www.br-klassik.de

Online: In der Welt des Rundfunkchors Berlin

Requiem down under

F Mo. 26.3., 0:00 Uhr Operette Louis Varneys Operette wurde 2015 von Jérôme Deschamps an der Pariser Opéra Comique werkgetreu inszeniert – und vom Publikum begeistert aufgenommen.

solche Primadonna war, beweist BR-Klassik: Der Radiosender widmet der Mezzosopranistin zu ihrem 90. Geburtstag gleich vier Sendungen. Den Anfang macht am 16. März – Ludwigs Geburtstag – um 18:05 Uhr die Sendung „Klassikstars“, ab 20:05 Uhr werden Livemitschnitte mit ihr ausgestrahlt, ehe Christa Ludwig selbst am 17. März um 11:05 Uhr in „Meine Musik“ zu hören ist. Den Abschluss macht die Opernsendung „con passione“, die sich ganz auf Interpretationen Christa Ludwigs konzentriert.

ür seine Erfolgsproduktion human requiem wurde der Rundfunkchor Berlin bereits rund um den Globus gefeiert. Nun folgt der Chor der Einladung des „Adelaide Festival of Arts“ nach Australasien und präsentiert dort die Produktion von 2012, der Brahms’ Ein deutsches Requiem zugrunde liegt und die um choreografische

Elemente von Jochen Sandig und dem Team der Compagnie Sasha Waltz angereichert wurde. Wie es den Mitgliedern des Rundfunkchors auf der Reise in die Ferne ergeht, lesen Sie in unserer Facebook-Rubrik „In der Welt von ...“. Vom 13. bis 18.3. auf: www.facebook.com/ concertimagazin

Fotos: Pierre Groisbois, Angus McBean/Warner Classics, gemeinfrei

 TV-Tipps


Kino: Bernstein Celebration des Royal Ballet

Tanz zum Jubiläum

D

as kreative Genie Leonard Bernsteins wird auch vom Londoner Royal Ballet geehrt. Zum 100. Geburtstag des Komponisten und Dirigenten kommt ein Tanz-Triptychon auf die Bühne, das die Kompositionen des US-Amerikaners würdigt. Das Programm der „Bernstein Celebration“ – so der Titel des Abends – enthält zwei Weltpremieren von Wayne McGregor und Christopher Wheeldon sowie eine Wiederaufnahme von Liam Scarletts The Age of Anxiety („Das Zeitalter der Angst“) zu Bernsteins zweiter Sinfonie. Wayne McGregor arbeitet für seine Choreografie zu Bernsteins Chichester Psalms mit dem Künst-

 Radio-Tipps NDR Kultur

Eschenbach dirigiert Hindemith Fr. 2.3., 20:00 Uhr Konzert Das NDR Elbphilharmonie ­Orchester bringt Hindemiths ­Requiem mit dem sperrigen Titel When Lilacs Last in the Dooryard Bloom’d auf die Konzertbühne. WDR 3

Szene aus Liam Scarletts The Age of Anxiety

ler Edmund de Waal zusammen, während Christopher Wheeldon die Kostümierung dem vielfach ausgezeichneten Modedesigner Erdem ­Moraliog˘lu überlässt. Di. 27.3., 20:15 Uhr Teilnehmende Kinos: www.rohkinotickets.de

Madama Butterfly Sa. 3.3., 19:00 Uhr Oper live aus der MET Drei Jahre nach i­hrer Uraufführung kam die Oper 1907 auf den Spielplan der MET. Auch über hundert Jahre später gehört Puccinis Meisterwerk zum festen Repertoire an New Yorks Opernhaus. BR-Klassik

Von Berlin bis zum Broadway

Online: Dokumentarfilm Resonanzen über C. Bechstein

Einzigartige Instrumente

D

ie globalisierte Massenproduktion macht bekanntlich auch vor Musikinstrumenten nicht Halt. Klaviere und Flügel etwa werden seit Jahren zum größten Teil in Fernost gefertigt. Bleibt die Frage, was das Fabrikat eines traditionsreichen Instrumentenbauers überhaupt ausmacht. Genau genommen braucht man für die Beantwortung der Frage kaum mehr als 37 Minuten: So lange dauert der spannende wie erhellende Dokumentarfilm Resonanzen von Thomas Nitsch. Darin spürt der preisgekrönte Regisseur der Faszination des Klangs der Flügel aus der Manufaktur C. Bechstein nach, lässt berühmte Künstler zu

Wort kommen – und erschafft so mit diesem Film eine klangvolle Huldigung an die Einzigartigkeit jedes Flügels des Berliner Traditionshauses, das 1853 gegründet wurde.

Fr. 16.3., 19:05 Uhr Musik-­ Feature Nach dem Motto „gestern, heute, morgen“ beleuchtet das Feature Kurt Weills Musik­ theaterschaffen von den Vorbildern des Komponisten bis hin zu den heutigen Weill-Interpreten. Deutschlandfunk Kultur

Zum 100. Todestag Claude Debussys So. 25.3., 22:00 Uhr Musikfeuilleton Michael Dasche blickt im Gespräch mit dem Pianisten und Debussy-Experten Bernd Goetzke auf die teils widersprüchlichen Seiten des so streitbaren wie genialen Komponisten. Deutschlandfunk

Schöne Stimmen Startete als Ein-Mann-Betrieb: Carl Bechstein (1826–1900) Ab dem 1. März ist der Film online zu sehen auf: bechstein.com/film

Fr. 30.3., 23:05 Uhr Porträt Moderator Thilo Braun rückt mit Christoph Prégardien einen der gefragtesten Tenöre hierzulande in den Mittelpunkt der Sendung.

März 2018 concerti   41


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Diesen Monat neu auf concerti.de/lounge:

Sommersonnenklang Tipps Malta ist als paradiesisches ­Urlaubsreiseziel inzwischen längst kein Geheimtipp mehr. Immer mehr Touristen zieht es Jahr für Jahr auf die ­faszinierende Mittelmeerinsel südlich von Sizilien. Aber Malta hat nicht nur Sonne, Strand und Meer zu bieten, sondern auch viele und abwechslungsreiche Festivals. Wir stellen Ihnen die Festspielhöhepunkte der traumhaften Insel genauer vor.

Perfekte Fahrt, perfekter Sound Technik Wenn die Gewinner unserer Aktion „Mein Konzert mit Lexus“ zum Konzert chauffiert werden, wird der Künstler des Abends auf der Rückbank des Lexus sitzen und auch eine Playlist mit im Gepäck haben. Denn das Soundsystem von Mark Levinson muss man einfach mal genossen haben. Wir durften uns die High-End-Audioanlage vorab genauer anhören.

Umzug einer Supernanny Reportage Große Musicalshows sind nicht nur beeindruckend, sondern auch technisch sehr aufwändig. Trotzdem brauchte der Musical-Produzent Stage Entertainment nur gut drei Wochen, um Mary Poppins von Stuttgart nach Hamburg umziehen zu lassen. Wir ­begleiteten die logistische Meisterleistung und konnten dabei einen spannenden Einblick hinter die Kulissen ­gewinnen. 42 concerti März 2018

Verlag concerti Media GmbH Hammerbrookstraße 93 · 20097 Hamburg Tel: 040/22 86 886-0 · Fax: 040/22 86 886–17 info@concerti.de · www.concerti.de Herausgeber/Chefredakteur Gregor Burgenmeister (V.i.S.d.P.) Redaktion Jörg Roberts (Chef vom Dienst), Maximilian Theiss (Textchef, MT), Ninja Anderlohr-Hepp (Ressortleitung), Peter Krause (Ressortleitung Oper, PK), Sören Ingwersen (Textredaktion), Verena Kinle (Bildredaktion), Julia Hellmig (JH), Julia Oehlrich, Insa Axmann, Johann Buddecke (JB), Irem Çatı, Hannah Duffek, Nicolas ­Furchert, Nicole Korzonnek (NK) Autoren der aktuellen Ausgaben Frank ­Armbruster (FA), ­Christina ­Bauer, ­Irene ­Bazinger, ­Helge ­Birkelbach, ­Jakob ­Buhre, ­Roland H. ­Dippel (RD), C ­ hristoph ­Forsthoff ­Katharina ­von ­Glasenapp, ­Reinald ­Hanke, ­Christoph Kalies, ­Katherina Knees, ­Christian ­Lahneck (CL), S ­ abine ­Näher (SN), G ­ eorg ­Pepl, ­Helmut ­Peters, ­Teresa ­Pieschacón ­Raphael, ­Elisa ­Reznicek, ­Antje ­Rößler, ­Stefan ­Schickhaus, ­Christian ­Schmidt, ­Sigrid ­Schuer, ­Eckhard ­Weber (EW) Art Direktion/Gestaltung Tom Leifer, Heidi Meyer, Jörg Roberts, Frauke Schäfers, Matthias Hirt Produktion/Lithographie Alphabeta GmbH Druck & Verarbeitung Mayr Miesbach GmbH Anzeigen Felix Husmann (Verlagsleitung) Tel: 040/22 86 886-20 f.husmann@concerti.de Mirko Erdmann (Leitung Klassikveranstalter, Festivals & Musikindustrie) Tel: 040/22 86 886-16 m.erdmann@concerti.de Gabriele Heesen (Klassikveranstalter & Marken) Tel: 040/22 86 886-32 g.heesen@concerti.de Heidi Meyer (Anzeigen- und Vertriebsassistenz) Tel: 040/22 86 886-18 h.meyer@concerti.de Melanie Berndt (Anzeigendisposition) Tel: 040/22 86 886-27 m.berndt@concerti.de

Business Development & Vertrieb Stefan Brettschneider Heftauslage vertrieb@concerti.de Abonnement concerti Media GmbH · Postfach 100 544, 20004 Hamburg · Tel: 040/228 688 688 Fax: 040/228 688 617 · abo@concerti.de Standard-Jahres­abonnement: 25 € frei Haus Erscheinungsweise elf Mal jährlich, Ausgabe April ist erhältlich ab 23.3. IVW geprüfte Verbreitung IV/2017: 170.835 Exemplare Redaktionsschluss Immer am 15. des Vor-Vormonats, bitte senden Sie Ihre Termine an: termine@concerti.de. Der Abdruck erfolgt kostenlos. Zusatz Der Terminkalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir übernehmen keine Haftung für die angegebenen Daten. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Bei Nichtlieferung infolge höherer Gewalt oder durch Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. Alle Rechte: concerti Media GmbH

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Hörgenuss bis zum letzten Ton. Ganz ohne Räuspern oder Husten.

• Schnell spürbare Hilfe • Befeuchtender Schutzfilm • Lang anhaltende Linderung


I H R E S C H Ö NST E YAC H T D E R W E LT

„Kein Geschenk der Welt könnte schöner sein, als in seinen Armen Walzer zu tanzen. Ob damals auf unserer Hochzeit oder heute mitten auf dem Pazifik.“

mseuropa.de

concerti Ausgabe Mitteldeutschland März 2018  

concerti - Das Konzert- und Opernmagazin mit Regionalteil für Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen.

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