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AUSGABE 4 - WINTER 2013

COMPASSION Magazin Harolds Lebensgeschichte «Ich habe entdeckt: Ich bin wertvoll!»

10 Jahre Compassion Schweiz: Kerzen, Geschichten, Italo-Pop

6000 «Schweizer» Patenkinder Wir freuen uns über diese Zahl, denn hinter jeder Zahl ist ein Kind, eine Persönlichkeit!

PHILIPPINEN

Patenschaften, die ein Land wieder aufbauen IN DER SCHWEIZ

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Compassion Magazin Nr. 4 / Winter 2013 Informationsmagazin von Compassion Schweiz. Erscheinungsweise: 4 x jährlich Abonnement: CHF 10.– Auflage: 8300 Ex. Romandie, 3900 Ex. Deutschschweiz Gedruckt in der Schweiz auf 100% FSC-Papier. REDAKTION Philippe Mermod (verantwortlich), Tom Mayer, Brynn Paine, Christian Willi LAYOUT & PRODUKTION Alliance Presse, Aubonne Text- und Bildrechte bei Compassion Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Inhalte weiterverwenden, bitten Sie aber um folgenden Vermerk: Quelle: www. compassion.ch

Kontakt

Compassion Schweiz Rue Galilée 3 1400 Yverdon-les-Bains Telefon: 0800 784 773 info@compassion.ch www.compassion.ch PC Konto: 17-312562-0 IBAN: CH24 8040 1000 0048 7496 9 Spenden an Compassion sind steuerbefreit. Compassion unterstützt mittellose Kinder und gibt ihnen durch Patenschaften und Projekte neue Hoffnung. Compassion wurde 1952 gegründet und arbeitet mit lokalen Gemeinden in 26 Ländern zusammen. Aktuell sind 1,4 Millionen Kinder in über 6000 Projekten eingeschrieben.

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PHILIPPINEN

Patenschaften bauen ein Land wieder auf Liebe Freunde von Compassion Philippinen und Vietnam: Wieder einmal haben die verwundbarsten Menschen am meisten unter den verheerenden Ereignissen gelitten. Tausende von Opfern, zerstörte Häuser und Infrastrukturen. Die Bilder in den Medien haben uns das Chaos und die Not der Menschen gezeigt, die um ihr Leben kämpfen. Bei Compassion ist jedes Kind wichtig In einer solchen Situation zeigt sich besonders, wie wirksam die individuelle Betreuung von Patenkindern ist. Jedes Patenkind ist in unserem System eingetragen und den Mitarbeitern vor Ort persönlich bekannt. In der Zeit nach dem tödlichen Taifun auf den Philippinen haben das Länderbüro Philippinen und die lokalen Projektzentren die Situation jedes einzelnen Patenkindes verfolgt. Zum Beispiel konnten wir in einem Gebiet das Projekt nicht kontaktieren. Daraufhin hat sich ein Team von Compassion Philippines trotz hoher Risiken auf den Weg gemacht, um selber vor Ort herauszufinden, wo die Kinder sind und wie es ihnen und den Familien geht. Der Ansatz von Compassion NACHDEM DIE ERSTE ermöglicht die genaue Identifizierung der Bedürfnisse und macht somit sehr gezielte und effiziente Hilfe KATASTROPHENHILFE GELEISTET möglich. Wenn Sie ein Patenkind in den Philippinen haben, WURDE, DÜRFEN WIR NUN möchten Sie ja auch rasch wissen, wie es dem Kind geht. Paten und Patinnen werden so schnell wie NICHT VERGESSEN, BEIM möglich (das kann aber schon einige Wochen dauern) WIEDERAUFBAU ZU HELFEN. und persönlich über ihr Kind informiert. Die Patenschaften als Werkzeug zum Wiederaufbau eines Landes Wenn Sie dieses Magazin in den Händen halten, gehts in den zerstörten Gebieten von der Katastrophenhilfe schon langsam in den Wiederaufbau über. Bevor wir unsere Aufmerksamkeit auf die nächsten Schlagzeilen lenken: Lassen Sie uns doch dran denken, dass in einem zweiten Schritt der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten ansteht! Zuerst gings ums Überleben – nun um den Wiederaufbau. Bei Compassion glauben wir, dass Patenschaften ein ideales Werkzeug sind, um Menschen zu ermutigen und Familien zu helfen, neue Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft zu gewinnen. Diese Unterstützung ist langfristig, ein Kind nach dem anderen. Wir investieren in seine Zukunft auch über eine Krise hinaus, die gerade passiert. «Compassion Philippines» wird angesichts der Not in den nächsten Monaten sehr viel mehr Kinder aufnehmen als eigentlich geplant gewesen wäre. Wären Sie bereit, abzuwägen ob Sie eine Patenschaft für eines oder mehrere Philippinische Kinder zu übernehmen? Von ganzem Herzen danken wir Ihnen, dass Sie zu uns halten um die Welt zu verändern, ein Kind nach dem anderen.

Titelbild: John Dave aus den Philippinen hat im Taifun fast alles verloren. Dank Hilfe auch von der Schweiz sieht er aber Hoffnung.

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Gott segne Sie. Philippe Mermod, Geschäftsführer Compassion Schweiz

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Siw sind umgezogen? Bitte melden Sie uns Ihre neue Adresse: info@compassion.ch.

Impressum


NACH DEM TAIFUN

eine gute Nachricht TEXT UND FOTOS: BRYNN PAINE

Als der Taifun Haiyan vorbei ist und das windige Wetter sich beruhigt, will John Daves Mutter mit ihrem Sohn zu ihrem Haus zurückkehren. Auf dem Rückweg sehen sie nur Zerstörung. Entwurzelte und zerfetzte Bäume, zerstörte Hütten und Häuser. Wie würde wohl ihr eigenes Haus aussehen? Was sie befürchten, bewahrheitet sich: Ihr Haus existiert nicht mehr. Ein Haufen Holz und Blech, Chaos, alles drunter und drüber. Schon vor dem Taifun hatten sie ja nicht viel – nun also gar nichts mehr. Fassungslos stehen sie da. John beginnt traurig, in den Trümmern zu suchen. Wenigstens sein liebstes Spielzeug, ein kleiner Plastikroboter, findet er nach einigem Wühlen!

higung fest, dass kein Patenkind tödlich verunglückt wurde! 19’000 Patenkinder sind durch den Taifun betroffen. Unter ihnen haben 7’000 Kinder und ihre Familien die Behausung mehr oder weniger komplett verloren. Viele leben nun in Zelten und in provorischen Unterkünften. 45 der 128 Partnerkirchen von Compassion sind beschädigt worden, vor allem in den Gebieten von Leyte, Samara, Panay, Negros und Cebu. Viele von ihnen hatten eine Woche lang keinen Strom und sind noch immer im «Überlebens-Modus».

MAXIMALE MOBILISIERUNG Alle Mitarbeiter des (unversehrt gebliebenen) Büros von Compassion Philippines haben die Ärmel nach hinten gekrempelt SCHÖNE ÜBERRASCHUNGEN und ihre Büros soweit verlassen, um die Bereitstellung von Auch die Mitarbeiter von Compassion gehen durch extreme Hilfspaketen zu unterstützen. In einigen verschont gebliebenen Hochs und Tiefs in den ersten Tagen nach dem Taifun. Vorerst Compassion-Zentren haben selbst Patenkinder mitgibt es nur sehr wenig Informationen über den DIE COMPASSION- geholfen, Notpakete zusammenzustellen. Bis am 17. November hat ein Erste-Hilfe-Team tausend Opfer der Verbleib von Patenkindern oder sogar ganzen MITARBEITER Stadt Capocan medizinisch versorgt – ob Patenkinder mit Familien oder nicht, machte hier keinen UnterProjektzentren. Man BEFÜRCHTETEN schied. Bis am 21. November hat Compassion schon musste das Schlimmste die ersten 18 Tonnen Hilfsmaterial verteilt. befürchten. In der SchneiDAS SCHLIMMSTE. Es wird nun immer klarer, wie gross die Schäden sind. se des Taifuns leben sehr viele Patenkinder von UNTER DEN «Wir sind aber so dankbar, dass die Kinder sicher und die meisten eigentlich unversehrt sind», freut sich Compassion. Unter den Todesopfern würde es TODESOPFERN Rigel Pallan, Koordinator der Compassion-Projekte in Ost Samar. sicher auch CompassionWÜRDE ES John Dave hat das Gefühl von Dankbarkeit auf eine Patenkinder geben… neue Art entdeckt. Er spielt mit seinem wiedergefunGott sei Dank können wir SICHER AUCH denen Spielzeug. Mit seiner Mutter lebt er momentan nun aber sagen: Nein! Das Länderbüro Compassion COMPASSION- in einem Provisorium, das vorher eine Küche war – das einzige, was vom Taifun nicht zerstört wurde. John Philippines stellt nach den ersten Tagen der BeruKINDER HABEN… Dave beginnt wieder, leise zu lächeln.

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10-Jahres-Feier Aarau: Kerzen, Canzoni, Einstein Ende Oktober haben 175 Besucher auch in der Deutschschweiz Compassions Geburtstag gefeiert. Ein echtes Fest des Dankes! «Wir feiern nicht uns selber, sondern unseren Gott. Wir sagen ihm Danke für seine Treue gegenüber Compassion Schweiz. Wir sagen aber auch euch Patinnen und Paten mit diesem Abend Danke», so Dario Brühlmann, der durch das Fest führte.

Ein DANKE kam in Form von fetzigen Canzoni: Sara Serio mit Band und extra in die Schweiz gereisten italienischen Backup Vocals beeindruckte mit druckvollem Pop und Soul. Eine direkte Anfrage ans Publikum kam von Ed Wells, Pastor der Church Alive Aarau. «Wir alle wollen Spuren hinterlassen. Letztlich gehts um Beziehungen zu anderen Menschen, es geht darum, andere Menschen aufzubauen, genau so wie es Jesus gemacht hat. Warum dies nicht auch mit einer Kinderpatenschaft? ... Oder einer ZWEITEN Kinderpatenschaft?» DANKE sagte auch Philippe Mermod, Geschäftsführer von Compassion Schweiz. Er erzählte von den Anfängen. «Eigent-

lich dachte ich, es würde ein Nebenjob werden. Naja, dem war nicht so, heute sind wir 12 Leute und durften soeben die Grenze von 6000 Patenschaften überschreiten.» Der wohl eindrücklichste Teil des Abends war der Peruaner Harold Chicchon (siehe links). Er erzählte seine Lebensgeschichte. Der persönliche Beweis, dass die Arbeit von Compassion immer mehr und ganz konkrete Früchte trägt. Auch in den nächsten zehn Jahren – das ist unser Gebet und unsere Vision.

6000 PATENKINDER AUS DER SCHWEIZ: Willkommen

Benja und Adjaree! Sie heissen Adjaree und Benjy. Was sie gemeinsam haben ist ihr Alter (9), dass sie in Thailand wohnen und seit kurzem Compassion-Paten aus der Schweiz haben: Cindy und Nathanaël Zürcher aus Fribourg. Wir freuen uns auch deshalb über diese Patenschaften, weil es die 6000. und 6001. für Compassion Schweiz sind. Adjaree lebt mit Eltern, Bruder und beiden Schwestern in Huay Nam Nak Village. Ihre Eltern betreiben Landwirtschaft, wo Adjaree ihnen auch tatkräftig hilft, zum Beispiel indem sie regelmässig Wasser holt. Benja kann leider nicht bei seinen Eltern wohnen. Er lebt in einem Kinderheim und geht erst in den Kindergarten. «Es liegt uns sehr am Herzen, Kindern zu helfen», sagen die Zürchers. Beide helfen schon seit längerem in Kinder- und Jugend-

camps mit. «Was uns bei Compassion beeindruckt, ist die ganzheitliche Hilfe: materiell wie auch spirituell. Eine echte Chance, um aus der Armut zu kommen!» Ein riesiges Danke a n Cindy und Nathanaël Zürcher – und natürlich an Sie alle, liebe Leserinnen und Leser, die Sie mit einer Patenschaft Kindern aus Armut eine vielversprechende Zukunft ermöglichen.

COMPASSION INTERNATIONAL UND COMPASSION SCHWEIZ IN ZAHLEN Einzahlung Giro

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

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Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

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 Wiederaufbau Philippinen  Abonnement Magazin  Auf eine Patenschaft wartende Kinder  Unterstützung Compassion Schweiz  Anderes: ................................

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Durch Schweizer Spender getragen 6 5994 11

JB 11.12 3900

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Durch weltweite Spender getragen Zentren im Kleinkinder-Hilfsprogramm (CSP) 661 Kinderpatenschafts-Programm (CDSP) 1 481 647 Leiterschafts-Programm (LDP) 2960 Kinder, die auf eine Patenschaft warten: 134877 Lokale Partner-Kirchen: 6253 (STAND 30.9.2013)

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Einbezahlt von / Versé par / Versato da

105 Die Annahmestelle

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L’office de dépôt 2012 N° 1

L’ufficio d’accettazione

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Von Hunger überCompassion zu Finanzstatistik DIE GESCHICHTE VON HAROLD CHICCHON

Compassion hat Harold Chicchon als Spezialgast der 10-Jahres-Feier in die Schweiz eingeladen. Wir waren mit ihm auch in Bern, wo er unbedingt das AlbertEinstein-Haus sehen wollte. Relativitätstheorie, Lichtquantenhypothese, quantentheoretische Erklärung... Ich frage Harold: «Verstehst du das?» – Harold: «Ja.» Sein Vorbild schon in der Grundschule sei Albert Einstein gewesen, «und dass ich jemals die Möglichkeit haben würde, die Stätte von Einsteins zentralem Wirken zu sehen – nie im Traum wäre mir das eingefallen!»

«Ich habe eigentlich nur traurige Erinnerungen an meine Zeit als kleiner Junge. Als ich sechs Jahre alt war, hat uns unser Vater verlassen. Meine Mutter musste sich ab diesem Tag mit Putzen, Kleider waschen, Kochen für andere Leute durchschlagen. Wenn Sie Arbeit hatte, gabs zu essen. Oft gab sie das wenige Essen ganz uns, sie selber ass nichts. Sehr oft gabs aber für niemanden etwas, wir mussten ohne Essen ins Bett.» Er habe sehr viel geweint in dieser Zeit. Nicht nur wegen des Hungers, sondern auch weil er sah, wie andere Kinder schöne Kleider trugen, Spielzeuge hatten, in einem Restaurant assen, am Meer baden gingen. «Aber vor allem sah ich, wie ihr Vater sie liebte.» Seine Mutter war bald so mager, dass sie krank wurde: Tuberkulose. «Ich hatte solche Angst, dass sie sterben würde. Ich weiss sehr gut, wie ich an ihrem Bett stand, – Mama, du darfst nicht sterben! Was machen wir ohne dich?›» Harolds Mutter konnte Gott sei Dank dann in einem anderen Gebiet von Peru durch natürliche Heilmittel wieder gesunden. «Wir waren zwar froh. Es ging uns aber nicht wirklich besser. Das Leben war weiterhin Schmerz, Tränen, Kampf.» Harold weiss noch genau, wie junge Kleinkriminelle, Drogendealer und Diebe aus der Nachbarschaft ihm klar machten: Du wirst bald einer von uns werden, in deiner Situation ist das ja klar. «Ich hatte null Selbstvertrauen, fühlte mich wertlos, war immer traurig. So lernte ich auch nicht richtig reden, stotterte, konnte vieles nicht aussprechen, wurde erst recht ausgelacht. Ich wurde ein stiller, zurückgezogener Junge.» «Aber Gott sah mich. Er kam in Form von Compassion zu mir, holte mich raus aus meiner Hoffnungslosigkeit. Mein Leben veränderte sich.» Seine Mutter hörte von einer Kirche in der Nachbarschaft, wo es ein Hilfsprojekt für Kinder gebe. Harold und sein Bruder wurden rasch in dieses Compassion-Projekt aufgenommen. «Von diesem Tag an gabs zuerst mal – genug zu essen! Aber nicht nur das, sondern mehr: Zuneigung, jemand der sich um mich kümmert, Leute die mir zuhören, mir Mut machen, mich gern haben.» Die Leute bei Compassion kümmerten sich auch deshalb besonders um den kleinen Harold, weil er ja nicht richtig reden konnte. «Ich erhielt eine Therapie und lernte richtig sprechen. Und sie entdeckten auch etwas anderes bei mir, worin ich richtig gut wurde und was mir Spass machte:

ZOOM AUF BURKINA FASO

Bevölkerung: 17,8 Millionen Compassion per 30. Juni 2013 Kinder in Compassion-Zentren: 45’186 4

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Mathematik!» Harold stellte sich als sehr begabt heraus für naturwissenschaftliche Fächer. Neben der schulischen Förderung war noch etwas neu für ihn. «Es begann jemand von weit her, mir Briefe zu schreiben. Diese Patin schrieb mir, ich sei wertvoll, ich sei begabt, ich solle fleissig sein, sie glaube an mich», strahlt Harold. «Ich konnte schlicht nicht verstehen, wie einerseits niemand in meinem Quartier mir Zuneigung gab, andererseits weit weit weg jemand mir immer wieder schrieb, sie habe mich gern.» Im Compassion-Projekt erlebte Harold die Liebe, die er sich so sehr von seinem Vater ersehnte und nie «ICH MERKTE NUN LANGSAM: erhielt. «Immer mehr realisierte ich, wie Gott mich liebt und dass ICH BIN WERTVOLL!» dass er sich eine Beziehung zu mir wünscht. Ich entschied mich, Jesus nachzufolgen.» Als Harold die Compassion-Kinderpatenschaft beendete, wusste er: «Ich bin jemand, ich kann etwas, und das Leben schenkt mir vieles. Ich habe Ziele und Träume für mein Leben, ich habe Selbstvertrauen, und vor allem weiss ich, dass Gott mich führt, in jeder Sekunde bei mir ist und mich liebt.» Harold wurde nach der Kinderpatenschaft in Compassions LeiterschaftsMentoring-Programm für Studenten aufgenommen. Er schloss die Universität als Jahrgangsbester ab, erhielt ein Jahres-Stipendium des Staates Peru und arbeitet nun hart ein seinem Ziel: Master-Abschluss in Finanz-Statistik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Salerno in Italien. Wie Harold seine Zukunft sieht? «Ich werde zurückkehren nach Peru – wie ich mich freue! Die Chancen stehen sehr gut, dass ich eine gute Arbeitsstelle finde. Ich möchte eine Familie gründen, in einer Gemeinde mithelfen und mich für Arme einsetzen. Ich vergesse nie, wo ich herkomme. Ich weiss sehr genau, was es bedeutet, in Armut zu leben. Und was es heisst, wenn wir füreinander sorgen.» Nicht jedem Kind in einem Compassion-Projekt gelingt eine solche «Karriere». Aber jedes Compassion-Kind weiss nach Austritt aus dem Patenschafts-Projekt, dass es wertvoll ist, dass es begabt ist und von Gott geliebt, dass es sein Leben in die eigenen Hände nehmen kann. Dies wird durch Sie, liebe Patinnen und Paten, erst möglich. Mit Compassion verändern sie die Welt. Ein Kind nach dem andern.

Patenkinder: 38’756 Anzahl Compassion-Zentren: 179 Kinder pro Zentrum (Durchschnitt): 252 Studenten im LeiterschaftsMentoring-Programm: keine Zentren für Mütter & Kleinkinder: 6

Allgemeine Statistik: Kindersterblichkeit: 78,3/1000 Geburten: 6 Kinder pro Frau Lebenserwartung: 54,4 Jahre Durchschnittsalter: 17 Jahre Alphabetisierung: 63%

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DIESE KINDER WARTEN AUF EINEN PATEN

1400 Yverdon

Einige Kinder warten seit Monaten auf einen Paten. Viele werden schon in ein Projekt aufgenommen, bevor Compassion für einen Paten für sie gefunden hat – weil die Not so laut schreit. Diese Kinder nehmen teil am Programm und werden unterstützt, erhalten aber noch keine Briefe. Doch sobald sie erfahren, dass eine Patin oder ein Pate sich für sie entschieden hat und ihnen schreiben will, ändert sich ihr Leben komplett. Die Kinder auf diesen Bildern warten bereits mehrere Monate auf Paten. Vielleicht sind Sie die Person, welche einem von diesen Kindern durch Ihre Unterstützung, durch Briefe und durch eine neue, spannende Beziehung Hoffnung macht? Danke für Ihr Engagement zugunsten der armen Kinder dieser Welt!

Emmanuel (Mexiko) geb. am 9.1.2008

Jussyane (Brasilien) geb. am 24.3.2007

Oscar (Kolumbien) geb. am 1.10.2007

Eliezer (Burkina Faso) geb. am 20.6.2001

Ashly (Nicaragua) Pui (Thailand) geb. am 18.11.2008 geb. am 3.2.2007

Julio (Peru) geb. am 21.7.2005

Reven Olivia (Ghana) (Indonesien) geb. am 7.12.2008 geb. am 13.11.2009

AZB

Siw sind umgezogen? Bitte melden Sie uns Ihre neue Adresse: info@compassion.ch.

PATENSCHAFT

wie Sie!

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Sie

KÖNNEN DAS LEBEN EINES KINDES

Als Pate eines Kindes ermöglichen sie diesem Schulbildung, medizinische Betreuung und gesunde Ernährung. Alles elementare Beiträge, damit sich dieses von der Armut befreien kann. Ebenso wichtig: Sie treten in Briefkontakt mit dem Patenkind, Sie geben ihm dadurch Wert, können ihm Mut machen, Perspektive geben. Für Kinder im Schulalter haben Sie zwei Möglichkeiten von Patenschaften: Patenschaft «Basis», CHF 42.–/Monat Compassion-Projekt: Schulbildung, medizinische Betreuung, gesunde Ernährung, Aktivitäten Patenschaft «Plus», CHF 50.–/Monat (CHF 42.– für die Patenschaft + CHF 8.–) Die zusätzliche monatliche Spende von CHF 8.– kommt in einen Fonds für besondere Bedürfnisse.

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Wenn Sie Pate werden oder vorerst ein Patenschaftsdossier einfach zur Ansicht anfordern möchten, besuchen Sie unsere Webseite oder nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf.

ICH MÖCHTE NOCH HEUTE PATE WERDEN:

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Compassion Schweiz Magazin 4-2013