Page 1

AUSGABE 1 - FRÜHLING 2013

Sony Lamarre Joseph REDAKTION & LAYOUT Alliance Presse, Aubonne Jordi, Belp Text- und Bildrechte bei Compassion Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Inhalte weiterverwenden, bitten Sie aber um einen Vermerk: [Quelle: www. compassion.ch]

Kontakt

Compassion Schweiz Rue Galilée 3 1400 Yverdon-les-Bains Telefon 0800 784 773 E-Mail info@compassion.ch Website www.compassion.ch PC Konto: 17-312562-0 Raiffeisen IBAN: CH24 8040 1000 0048 7496 9 Spenden an Compassion sind steuerbefreit. Compassion unterstützt mittellose Kinder und gibt ihnen durch Patenschaften und Projekte neue Hoffnung. Compassion wurde 1952 gegründet und arbeitet mit lokalen Gemeinden in 26 Ländern zusammen. Aktuell sind 1,4 Millionen Kinder in über 5 800 Projekten eingeschrieben.

Ihr «Like» hilft uns, bekannter zu werden. Und bringt Ihnen frische News. www.facebook.com/ compassionschweiz

Die Teams vor Ort sind Ihre Hände

Es gibt Kinder, die seit mehreren Monaten auf einen Paten warten. Die meisten dieser Kinder werden ins Hilfsprogramm aufgenommen, bevor Compassion für sie einen Paten gefunden hat. Ganz einfach, weil sie schon in dieser Zeit die Unterstützung eines lokalen Compassion-Zentrums benötigen. Wirklich ändern tut sich ihr Leben aber erst, wenn sie die freudige Nachricht erhalten, dass jemand sich entschieden habe, für sie Pate zu werden und auch brieflich mit ihnen in Kontakt zu treten. Dies gilt auch für die rechts abgebildeten Kinder. Sie warten seit mehreren Monaten auf einen Paten. Möchten SIE einem von ihnen diese frohe Nachricht ermöglichen? Wir schlagen Ihnen auch eine andere Form der Patenschaft vor. In Burkina Faso spezialisiert sich ein Compassion-Zentrum auf Hilfe für blinde oder sehbehinderte Kinder. Begonnen damit hat der (blinde) Pastor vor Ort. In Zusammenarbeit mit der Mission Evangélique Braille schlägt Compassion Ihnen vor, Pate eines von 31 Kindern zu werden, die von diesem Programm profitieren können. Die Kosten dieser Patenschaft sind etwas höher als eine normale Compassion-Patenschaft. Mehr Informationen geben wir Ihnen gerne per Telefon: 0800 784 773. Danke für Ihr Engagement zugunsten benachteiligter Kinder!

Liebe Freunde von Compassion Wenn wir realistisch sind, müssen wir feststellen: In den 26 Ländern, in denen Compassion tätig ist, verändert sich die Situation der meisten Kinder nicht wirklich. Wenn wir aber genau hinschauen – in die Hilfszentren von Compassion –, dann können wir bestätigt sein: Dort sind die Verhältnisse anders! Ich hüte mich davor, über die Arbeit von Compassion zu prahlen. Andererseits: Ich bin eben erst von einer Reise nach Haiti zurückgekehrt. Und ich muss einfach sagen: Ich bin einmal mehr beeindruckt! Und zwar von der Wirksamkeit einer persönlichen Patenschaft und der spezifischen Hilfe, die dadurch an Kinder und deren Familie gelangt. Das Leben von Kindern, die dank Ihrer Unterstützung, liebe Freunde, ins Hilfsprogramm von Compassion aufgenommen werden, ist in vielerlei Hinsicht extrem schwierig. Ideal ist es deshalb, dass die Probleme dieser Menschen von einheimischen Mitarbeitern einer lokalen Kirche, des Compassion-Partners vor Ort, angegangen werden. Es geht aber nicht nur um die dringendste Hilfe. Die Patenkinder nehmen regelmässig an Aktivitäten unserer Partner teil. Ihre individuellen Bedürfnisse werden auch dort berücksichtigt. Diese Zentren sind wie ein Hafen der Ruhe und des Schutzes. Ein Patenkind und seine Fammilie findet dort auch ein offenes Ohr und Hilfe, um die oft nicht kleiner werdenden Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Was wir nicht machen, ist schnelle und einmalige Nothilfe. Mit Nachdruck setzen wir uns für nachhaltige, langfristige Entwicklung ein. Dies eben in Partnerschaft mit Lokalkirchen und zum Beispiel durch gezielte Ausbildung der einheimischen Mitarbeiter vor Ort. Unterstützt wird jedes Projekt individuell natürlich auch mit Hilfsmaterial oder Interventions-Paketen, kurz- oder mittelfristig andauernd. Es sind diese lokalen Mitarbeiter, welche letztlich die Arbeit von Compassion ausmachen. Sie sind es, welche die lokale Sprache sprechen, welche den Dialekt und die Gebräuche einer Region kennen. Denn jede lokale Gemeinschaft, auch in urbanen Gebieten, hat ihre eigenen «Gesetze» und Regeln, die auch nur die eigenen Leute kennen. Wir von Compassion könnten nie so wirkungsvoll sein, wenn wir diese einheimischen Mitarbeiter nicht hätten. Die Lokalkirche ist wichtiger Teil des Sozialnetzes am Ort, oft seit Jahrzehnten schon. Diese Nähe, diese Sicherheit, dieser Fixpunkt mitten im Elend ist es, was so grosse Wirkung schafft.

DIE LOKALEN TEAMS KENNEN SPRACHE, DIALEKT, BRÄUCHE UND «GESETZE» VOR ORT VON INNEN HER.

Dank Ihrer Patenschaft kann Compassion diese Lokalkirchen und deren Mitarbeiter vor Ort unterstützen. Diese Mitarbeiter sind die Hände und Füsse von Ihnen, geschätzte Paten, im Dienst an den Ärmsten! Ihre Grosszügigkeit und Ihr Engagement ermöglichen es uns, dieses Ziel mit viel Ausdauer zu verfolgen. Wir sind Ihnen aus tiefsten Herzen dankbar! Gott segne Sie. Titelbild: Maryse aus Haiti mit einer Freundin. Lesen Sie im Innenteil, wie sie neue Lebensfreude gefunden hat.

Compassion1_2013def_D.indd 1 1-3 P34677_compassion_1_13_d.indd

Bianca (Philippinen) geb. 28.10.2006

Ezechiel (Burkina Faso) né le 26.03.2009

Chapwaehmoo (Thaïland) geb. 01.08.2005

Tallysson (Brasilien) geb. 19.10.2006

Nishanka (SriLanka) Ltajiri (Kenya) né le 07.04.2007 geb. 12.09.2006

Patenschaften: Dias (Indonesien) Mercy (Uganda) geb. 01.07.2004 geb. 02.10.2006

Emmanuella (Ghana) née le 06.01.2010

Compassion Schweiz feiert 10 Jahre: Am 29. Juni steigt das Fest!

Neuer Direktor bei

Philippe Mermod Geschäftsführer Compassion Schweiz

13.03.13 11:36

1400 Yverdon

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT Philippe Mermod (Chefredaktor),

COMPASSION Magazin

wie Sie!

WAS COMPASSION AUSMACHT

AZB

Compassion Magazin Nr. 1 / Frühling 2013 Informationsmagazin von Compassion Schweiz. Erscheinungsweise: 4 x jährlich Abonnement: CHF 10.– Erscheint auf Deutsch und Französich. Gedruckt in der Schweiz auf 100% FSC-Papier.

Sie sind umgezogen? Bitte melden Sie uns Ihre neue Adresse: info@compassion.ch / 0800 784 773.

Impressum

SIE WARTEN AUF EINEN PATEN

Compassion1_2013def_D.indd 2

Compassion International

Sie

Editorial: Lernen

Sie die helfenden Hände vor Ort kennen

KÖNNEN

das Leben EINES KINDES ändern!

HAITI

Als Pate eines Kindes ermöglichen sie diesem Schulbildung, medizinische Betreuung und gesunde Ernährung. Alles elementare Beiträge, damit sich dieses von der Armut befreien kann. Für Kinder im Schulalter haben Sie zwei Möglichkeiten von Patenschaften: > Patenschaft «Basis», CHF 42.–/Monat Compassion-Projekt: Schulbildung, medizinische Betreuung, gesunde Ernährung, Aktivitäten > Patenschaft «Plus», CHF 50.–/Monat (CHF 42.– für die Patenschaft + CHF 8.–) Die zusätzliche monatliche Spende von CHF 8.– kommt in einen Fonds für besondere Bedürfnisse. Wenn Sie Pate werden oder vorerst ein Patenschaftsdossier zur Ansicht anfordern möchten, besuchen Sie unsere Webseite oder nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf.

Maryse hat neue Lebensfreude gefunden

JA, ICH MÖCHTE NOCH HEUTE PATE WERDEN: WWW.COMPASSION.CH / 0800 784 773

WWW.COMPASSION.CH

13.03.13 11:36

Compassion1_2013def_D.indd 3

13.03.13 11:36 16:41


AUSGABE 1 - FRÜHLING 2013

Sony Lamarre Joseph REDAKTION & LAYOUT Alliance Presse, Aubonne Jordi, Belp Text- und Bildrechte bei Compassion Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Inhalte weiterverwenden, bitten Sie aber um einen Vermerk: [Quelle: www. compassion.ch]

Kontakt

Compassion Schweiz Rue Galilée 3 1400 Yverdon-les-Bains Telefon 0800 784 773 E-Mail info@compassion.ch Website www.compassion.ch PC Konto: 17-312562-0 Raiffeisen IBAN: CH24 8040 1000 0048 7496 9 Spenden an Compassion sind steuerbefreit. Compassion unterstützt mittellose Kinder und gibt ihnen durch Patenschaften und Projekte neue Hoffnung. Compassion wurde 1952 gegründet und arbeitet mit lokalen Gemeinden in 26 Ländern zusammen. Aktuell sind 1,4 Millionen Kinder in über 5 800 Projekten eingeschrieben.

Ihr «Like» hilft uns, bekannter zu werden. Und bringt Ihnen frische News. www.facebook.com/ compassionschweiz

Die Teams vor Ort sind Ihre Hände

Es gibt Kinder, die seit mehreren Monaten auf einen Paten warten. Die meisten dieser Kinder werden ins Hilfsprogramm aufgenommen, bevor Compassion für sie einen Paten gefunden hat. Ganz einfach, weil sie schon in dieser Zeit die Unterstützung eines lokalen Compassion-Zentrums benötigen. Wirklich ändern tut sich ihr Leben aber erst, wenn sie die freudige Nachricht erhalten, dass jemand sich entschieden habe, für sie Pate zu werden und auch brieflich mit ihnen in Kontakt zu treten. Dies gilt auch für die rechts abgebildeten Kinder. Sie warten seit mehreren Monaten auf einen Paten. Möchten SIE einem von ihnen diese frohe Nachricht ermöglichen? Wir schlagen Ihnen auch eine andere Form der Patenschaft vor. In Burkina Faso spezialisiert sich ein Compassion-Zentrum auf Hilfe für blinde oder sehbehinderte Kinder. Begonnen damit hat der (blinde) Pastor vor Ort. In Zusammenarbeit mit der Mission Evangélique Braille schlägt Compassion Ihnen vor, Pate eines von 31 Kindern zu werden, die von diesem Programm profitieren können. Die Kosten dieser Patenschaft sind etwas höher als eine normale Compassion-Patenschaft. Mehr Informationen geben wir Ihnen gerne per Telefon: 0800 784 773. Danke für Ihr Engagement zugunsten benachteiligter Kinder!

Liebe Freunde von Compassion Wenn wir realistisch sind, müssen wir feststellen: In den 26 Ländern, in denen Compassion tätig ist, verändert sich die Situation der meisten Kinder nicht wirklich. Wenn wir aber genau hinschauen – in die Hilfszentren von Compassion –, dann können wir bestätigt sein: Dort sind die Verhältnisse anders! Ich hüte mich davor, über die Arbeit von Compassion zu prahlen. Andererseits: Ich bin eben erst von einer Reise nach Haiti zurückgekehrt. Und ich muss einfach sagen: Ich bin einmal mehr beeindruckt! Und zwar von der Wirksamkeit einer persönlichen Patenschaft und der spezifischen Hilfe, die dadurch an Kinder und deren Familie gelangt. Das Leben von Kindern, die dank Ihrer Unterstützung, liebe Freunde, ins Hilfsprogramm von Compassion aufgenommen werden, ist in vielerlei Hinsicht extrem schwierig. Ideal ist es deshalb, dass die Probleme dieser Menschen von einheimischen Mitarbeitern einer lokalen Kirche, des Compassion-Partners vor Ort, angegangen werden. Es geht aber nicht nur um die dringendste Hilfe. Die Patenkinder nehmen regelmässig an Aktivitäten unserer Partner teil. Ihre individuellen Bedürfnisse werden auch dort berücksichtigt. Diese Zentren sind wie ein Hafen der Ruhe und des Schutzes. Ein Patenkind und seine Fammilie findet dort auch ein offenes Ohr und Hilfe, um die oft nicht kleiner werdenden Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Was wir nicht machen, ist schnelle und einmalige Nothilfe. Mit Nachdruck setzen wir uns für nachhaltige, langfristige Entwicklung ein. Dies eben in Partnerschaft mit Lokalkirchen und zum Beispiel durch gezielte Ausbildung der einheimischen Mitarbeiter vor Ort. Unterstützt wird jedes Projekt individuell natürlich auch mit Hilfsmaterial oder Interventions-Paketen, kurz- oder mittelfristig andauernd. Es sind diese lokalen Mitarbeiter, welche letztlich die Arbeit von Compassion ausmachen. Sie sind es, welche die lokale Sprache sprechen, welche den Dialekt und die Gebräuche einer Region kennen. Denn jede lokale Gemeinschaft, auch in urbanen Gebieten, hat ihre eigenen «Gesetze» und Regeln, die auch nur die eigenen Leute kennen. Wir von Compassion könnten nie so wirkungsvoll sein, wenn wir diese einheimischen Mitarbeiter nicht hätten. Die Lokalkirche ist wichtiger Teil des Sozialnetzes am Ort, oft seit Jahrzehnten schon. Diese Nähe, diese Sicherheit, dieser Fixpunkt mitten im Elend ist es, was so grosse Wirkung schafft.

DIE LOKALEN TEAMS KENNEN SPRACHE, DIALEKT, BRÄUCHE UND «GESETZE» VOR ORT VON INNEN HER.

Dank Ihrer Patenschaft kann Compassion diese Lokalkirchen und deren Mitarbeiter vor Ort unterstützen. Diese Mitarbeiter sind die Hände und Füsse von Ihnen, geschätzte Paten, im Dienst an den Ärmsten! Ihre Grosszügigkeit und Ihr Engagement ermöglichen es uns, dieses Ziel mit viel Ausdauer zu verfolgen. Wir sind Ihnen aus tiefsten Herzen dankbar! Gott segne Sie. Titelbild: Maryse aus Haiti mit einer Freundin. Lesen Sie im Innenteil, wie sie neue Lebensfreude gefunden hat.

Compassion1_2013def_D.indd 1 1-3 P34677_compassion_1_13_d.indd

Bianca (Philippinen) geb. 28.10.2006

Ezechiel (Burkina Faso) né le 26.03.2009

Chapwaehmoo (Thaïland) geb. 01.08.2005

Tallysson (Brasilien) geb. 19.10.2006

Nishanka (SriLanka) Ltajiri (Kenya) né le 07.04.2007 geb. 12.09.2006

Patenschaften: Dias (Indonesien) Mercy (Uganda) geb. 01.07.2004 geb. 02.10.2006

Emmanuella (Ghana) née le 06.01.2010

Compassion Schweiz feiert 10 Jahre: Am 29. Juni steigt das Fest!

Neuer Direktor bei

Philippe Mermod Geschäftsführer Compassion Schweiz

13.03.13 11:36

1400 Yverdon

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT Philippe Mermod (Chefredaktor),

COMPASSION Magazin

wie Sie!

WAS COMPASSION AUSMACHT

AZB

Compassion Magazin Nr. 1 / Frühling 2013 Informationsmagazin von Compassion Schweiz. Erscheinungsweise: 4 x jährlich Abonnement: CHF 10.– Erscheint auf Deutsch und Französich. Gedruckt in der Schweiz auf 100% FSC-Papier.

Sie sind umgezogen? Bitte melden Sie uns Ihre neue Adresse: info@compassion.ch / 0800 784 773.

Impressum

SIE WARTEN AUF EINEN PATEN

Compassion1_2013def_D.indd 2

Compassion International

Sie

Editorial: Lernen

Sie die helfenden Hände vor Ort kennen

KÖNNEN

das Leben EINES KINDES ändern!

HAITI

Als Pate eines Kindes ermöglichen sie diesem Schulbildung, medizinische Betreuung und gesunde Ernährung. Alles elementare Beiträge, damit sich dieses von der Armut befreien kann. Für Kinder im Schulalter haben Sie zwei Möglichkeiten von Patenschaften: > Patenschaft «Basis», CHF 42.–/Monat Compassion-Projekt: Schulbildung, medizinische Betreuung, gesunde Ernährung, Aktivitäten > Patenschaft «Plus», CHF 50.–/Monat (CHF 42.– für die Patenschaft + CHF 8.–) Die zusätzliche monatliche Spende von CHF 8.– kommt in einen Fonds für besondere Bedürfnisse. Wenn Sie Pate werden oder vorerst ein Patenschaftsdossier zur Ansicht anfordern möchten, besuchen Sie unsere Webseite oder nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf.

Maryse hat neue Lebensfreude gefunden

JA, ICH MÖCHTE NOCH HEUTE PATE WERDEN: WWW.COMPASSION.CH / 0800 784 773

WWW.COMPASSION.CH

13.03.13 11:36

Compassion1_2013def_D.indd 3

13.03.13 11:36 16:41


JIM MELLADO WIRD NEUER INTERNATIONALER DIREKTOR

Wess Stafford steht seit 1977 im Dienst von Compassion, seit 1993 als internationaler Direktor. Compassion Schweiz blickt

AKTUELLE ZAHLEN COMPASSION INTERNATIONAL / COMPASSION SCHWEIZ (31.12.2012)

sehr dankbar zurück auf die tiefgreifende, wirkungsvolle Arbeit des scheidenden Präsidenten, auf seine Vision und sein Herz für Kinder. Auf den neuen Präsidenten Jim Mellado freuen wir uns sehr. Er ist sich der Wichtigkeit der Kirche bewusst. Ihm und seiner ganzen Familie ist die Arbeit von Compassion und der Fokus auf Kinder schon seit langem am Herzen.

Von internationalen Spendern getragen Zentren des Kleinkinder-Überlebensprogramms 648 Kinder im Patenschafts-Programm 1 435 160 Studenten im Leiterschafts-Programm 3243 Kinder, die auf einen Paten warten: 153 496 Partnerkirchen vor Ort: 6081

Das junge Mädchen hat auch gelernt, wie man sich mit Respekt und Anstand gegenüber andern Menschen verhält. Vom «wilden» Mädchen, das Maryse einmal war, wurde sie zu einer freundlichen kleinen Persönlichkeit. Der Leiter des Zentrums bestätigt uns dies und freut sich auch über die Fortschritte von Maryse.

Von Schweizer Spendern getragen 7 5848 11

«IHRE PFLEGEFAMILIE GLAUBT AN SIE» Dass Maryse zu einer Familie kam, die sie liebt, respektiert und fördert, hat ihr Leben verändert. Von der gewalttätigen Athmosphäre, die seit seiner Geburt herrschte, kam sie in eine Umgebung der Geborgenheit. Ihre Pflegefamilie glaubt an sie, an ihr Potenzial für die Zukunft. Welch ein Unterschied zu vorher! Maryse liebt es zu singen. Und sie singt gut. Ein Zeichen, dass sie in den letzten Jahren eine tiefgreifende Lebensfreude entdeckt hat!

COMPASSION SCHWEIZ

Seit zündet ZEHN 10 Jahren Kerzen an PATIN

Compassion Schweiz feiert im 2013 den zehnten Geburtstag. Vor zehn Jahren hat sich Cathy Rouge entschieden, Patin eines vierjährigen Mädchens aus Bolivien zu werden. Schon ganz am Anfang erhielt Cathy Post von ihrem Patenkind, vorerst von Helfern geschrieben. Heute hat sie einen direkten, ganz persönlichen Briefwechsel mit dem heranwachsenden Mädchen. «Sie schreibt mir über ihren Alltag. Sie träumt davon, Lehrerin zu werden. Aber ihre Schulnoten sind nicht sehr regelmässig. In meinen Briefen ermutige ich sie, dran zu bleiben, nicht aufzugeben, zu hoffen», sagt Cathy. Mit den Jahren wurde der Briefwechsel immer intensiver. Auch deshalb, weil beide Familien teilweise durch ähnlichen Lebensphasen gingen. Für Cathy und ihren Mann waren Kinder schon immer sehr wichtig. Selber Eltern von 5 Kindern, haben sie sich auch engagiert, internationale Tourneen der «King’s Kids» zu begleitet. Eine Tournee führte sie Ende der 1990er Jahre nach Honduras. Ein eindrückliches Erlebnis: «Wir hatten Einsätze unter Strassenkindern und haben Bäume im Areal eines Waisenheimes gepflanzt.» Seit kurzem bietet Cathy in ihrer Region einen Dienst an für Kinder in schwierigen Situationen. Ein offenes Ohr und Begleitung durch den Alltag. «Wenn man sich für ein Kind interessiert, verändert sich vieles. Ob hier in der Nähe oder weit weg. Mit einer Patenschaft säe ich in ein Leben eines Kindes. Ich mache es ihm möglich, seinen Alltag zu verbessern und Bildung zu erhalten. Ich bete für das Kind und unterstütze finanziell. Die Patenschaft hilft dem Kind, seinen Selbstwert zu entwickeln, Selbstverantwortung zu übernehmen und eine Vision für sein Leben zu finden», freut sich Cathy.

Lebensfreude GEFUNDEN

ÜBERNEHMEN SIE EINE KINDERPATENSCHAFT UND VERÄNDERN SIE DIE WELT – EIN KIND NACH DEM ANDERN!

TEXT SONY LAMARRE JOSEPH FOTOS PHILIPPE MERMOD

Dieses Datum müssen Sie sich merken: Samstag 29. Juni 2013. Dann feiern wir, und Sie sind eingeladen! Wir organisieren ein Fest der Dankbarkeit, für alle Paten, Spender und Unterstützer von Compassion Schweiz. Wess Stafford, der scheidende internationale Direktor, wird uns dann besuchen. Wess’ Leidenschaft für Entwicklungsarbeit durch KinderPatenschaften ist schon fast legendär. Sein Einfluss auf die hochwirksame Entwicklungshilfe, die Compassion in

den letzten 20 Jahren leistete, ist immens. Eine seiner sehr anstrengenden Aufgaben ist es, in der ganzen Welt Compassion-Projekte zu besuchen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln. Sein Besuch in der Schweiz findet im Rahmen einer Abschieds-Tour statt (siehe Notiz oben). Geplant sind weitere spannende Programmpunkte auch musikalischer Art und Attraktionen für die ganze Familie. Mehr Infos folgen im nächsten Magazin und online.

WO HAT COMPASSION ENTWICKLUNGSHILFE-PROJEKTE?

ZOOM AUF DIE DOMINIKANISCHE REPUBLIK Bevölkerung: 10,1 Millionen (2012) Kindersterblichkeit: 21,3 / 1000 Geburtenrate: 2,4 Kinder / Frau Lebenserwartung: 77,4 Jahre Durchchnittsalter: 26 Jahre Analphabetismus: 87%

MARYSE HAT

Was Compassion bis zum 31. Dezember 2012 erreichte: Kinder in den Projekten: 47 395 Patenkinder: 42 179 Anzahl Projekte: 167 Ø Anzahl Kinder pro Projekt: 284 Teilnehmer im Leiterschafts-Programm: 142

Maryse feiert bald ihren zehnten Geburtstag. Wie sie sich verändert hat seit unserem letzten Besuch im 2009! Dieses junge Mädchen aus Haiti hat schwierige Zeiten hinter sich. Sie wurde physisch und psychisch sehr schlecht behandelt. Sie musste damit fertig werden, ihren Vater nie zu kennen. Auch ihre Mutter, psychisch schwer krank, konnte nie richtig für sie sorgen. Als Einjährige wurde sie der Sorge einer Tante übergeben. Auch dort wurde sie aber abgelehnt – von den einzigen Menschen, die um sie herum waren und sich um sie hätten kümmern müssen. Baby Maryse wurde misshandelt, kaum ernährt und wuchs vernachlässigt im Slum Cité Jérémie auf, im Westen von Port-au-Prince. Ihr Alltag bestand aus Aggressionen auch sexueller Art, Gewalt und Hass. IHRE HILFLOSE TANTE KAM ZU COMPASSION Die existentiellen Sorgen der Tante wurden so gross, dass sie sich – Gott sei Dank – ans Kleinkinder-Überlebenszentrum von Compassion in der Nähe wandte. Maryse wurde sehr rasch, im 2004, in dieses Programm aufgenommen. Als Philippe Mermod, Geschäftsführer von Compassion Schweiz, im 2009 dieses Zentrum besuchte, fiel ihm in einer denkwürdigen Begegung (siehe Kasten rechts) die Hoffnungslosigkeit in den Augen dieses Mädchens auf. «Wir haben entschieden, alles erdenkliche in die Wege zu leiten, damit Maryse eine speziell gute Betreuung erhält.» Mit dem Einverständnis seiner Tante wurde Maryse einer treuen Frau der lokalen Kirche anvertraut. Damit sie dort eine ganzheitliche und liebevolle Zeit der Kindheit und Jugend erleben könne – nach den Compassion-Prinzipien: geistlich, körperlich, sozial und wirtschaftlich.

NOCH SIND NICHT ALLE PROBLEME GELÖST Maryse macht auch heute noch den Eindruck eines Kindes, das seine Identität sucht. Der Leiter des Compassion-Zentrums erzählt, dass Maryse in der Schule viele Lücken und im Vergleich zu ihren Kolleginnen ein langsames Lerntempo habe. Es ist leider zu vermuten, dass die schlechte Behandlung als Säugling und Kleinkind einen schwerwiegenden negativen Einfluss auf die emotionale und intellektuelle Entwicklung von Maryse hatte und immer noch hat. Um die positive Entwicklung von Maryse weiter zu stärken, planen die Verantwortlichen des Zentrums eine psychologische Begleitung und spezielle Unterstützungs-Lernstunden ausserhalb des normalen Schulprogramms. Maryse war auf der Titelseite dieses Magazins im 2009. Damals haben wir die traurige Lebensgeschichte und die speziellen Bedürfnisse dieser kleinen Haïtianerin kennengelernt. NUMÉRO 1 - HIVER 2009

COMPASSION MARYSE LE SAUVETAGE D’UNE PETITE HAÏTIENNE

ACTUEL «Mes parrains m’ont poussée à rêver grand» PARRAINS Porteurs d’une bénédiction

®

W W W. C O M PAS S I O N . C H

Compassion109.indd 1

13.03.13 11:37

Compassion1_2013def_D.indd 5

Begegnung Philippe Mermod erinnert sich als ob es gestern war an die Begegnung mit der kleinen Maryse (siehe auch Geschichte nebenan).

«

An diesem Julitag im 2009 hätte ich eigentlich auch ganz einfach an diesem kleinen Mädchen vorbeigehen können. Am Morgen hatte ich ihr ein Geschenk in die Hand gedrückt. Bei diesem Besuch im Kleinkinder-Überlebensprogramm habe ich jedem der Kinder etwas geschenkt. Dieses etwas grossgewachsene Mädchen hatte ich zwar schon bemerkt, mir aber nichts besonderes dabei gedacht. Der Besuch ging weiter. Man führte mich zu zwei Müttern, die vom Projekt unterstützt werden. Ich lernte einiges über ihren Alltag kennen, auch welche wichtige Rolle die Compassion-Mitarbeiter für diese Mütter einnehmen. Im «Delmas 31»-Quartier der Hauptstadt Haïtis mussten wir uns in den schmalen Gassen in Einerreihe fortbewegen. Die Häuser waren richtig ineinander verschachtelt. Und da, im dunklen Eingang eines Hauses, habe ich dieses kleine Mädchen bemerkt. Maryse. Sie hatte die Spielpuppe, die ich ihr am Morgen gegeben habe, fest an sich gedrückt. Ich war überrascht, sie wieder zu sehen. Es erstaunte mich auch, dass sie mit drei Jahren immer noch im Kleinkinder-Überlebensprogramm war. Ich habe meinen Begleiter von Compassion Haiti über sie ausgefragt. Und konnte die tragische Geschichte fast nicht fassen, die sich hinter diesem ängstlichen Gesicht verbarg. Januar 2013. Ich bin wieder in Haiti. Wenn ich an diese Begegnung denke, denke ich auch an andere vernachlässigte Kinder, denen wir Hilfe zukommen lassen. Wir besuchen ein Compassion-Zentrum, in dem sich regelmässig 350 Patenkinder treffen. Darunter auch Maryse. Dort gibts auch ein Kleinkinder-Überlebensprogramm mit 49 Müttern mit ihren Säuglingen. Wir haben Maryse also seit 4 Jahren nicht mehr gesehen. Seit dann, als wir uns entschieden haben, ihr spezielle Hilfe zusätzlich zur

Empfangsschein / Récépissé / Ricevuta

MARYSE HAT NEUE LEBENSFREUDE GEWONNEN Nein, es ist nicht alles geklärt in der Situation von Maryse. «Aber als wir Maryse ende Januar wieder gesehen haben, hatte sie kaum mehr etwas gemein mit diesem niedergeschlagenen, missbrauchten, vernachlässigten Kind, das uns damals im 2009 so emotionell berührt hat. Maryse interessiert sich für andere, teilt zum Beispiel gerne mitgebrachte Süssigkeiten mit ihren Freundinnen», erzählt Philippe Mermod. Maryse hat sichtlich einen Teil der kindlichen Lebensfreude wiedergewonnen. Ihre physische Gesundheit sei sehr stabil, wie die medizinischen Tests beweisen. «Maryse hat uns erzählt, dass es ihr sehr wohl ist in ihrer Pflegefamilie», ergänzt Philippe Mermod.

Einzahlung Giro

Versement Virement

Compassion-Hilfe zu ermöglichen. Ich sehe sie, gehe ihr entgegen, die Gefühle überwältigen mich. Es scheint ihr gut zu gehen – und wie! Was soll ich ihr nur sagen? Maryse schaut mir scheu, gleichzeitig neugierig entgegen. wir gehen aufeinander zu. Ich umarme sie. Sie ist ein lebendiges Wunder! Sie führt mich zu ihrer Pflege-Mutter der Kirche. Sie nennt sie «Tante Esther». Was für eine Freude! Warum Maryse, warum ich, warum diese paar Sekunden im Juli 2009 in dieser schmalen Gasse? Warum wurde dieses Leben gerettet, und andere nicht? Denn Maryse hat ihre Vergangenheit überlebt, und auch das schlimme Erdbeben im 2010, welches die totale Verwüstung in ihrer Region hinterlassen hat. Als ich mich von ihr verabschiede, verlasse ich ein Mädchen mit Lebensfreude, mit einem Lachen auf dem Gesicht, inmitten einer Gruppe von Freundinnen, die uns alle Adieu winken. Wir verlassen das Zentrum und schauen nochmals zurück. Mir gibt diese Begegnung noch lange zu denken. Ich glaube, dass Gott da ist und dass er unsere Leben in seiner Hand hält. Jedes Kind zählt für ihn. Er macht keine Unterschiede. Welch gute Nachricht! PHILIPPE MERMOD

Versamento Versamento Girata Girata

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Zahlungszweck/Motif versement/Motivo versamento

Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

 Abonnement Compassion Magazin  Kinder-Hilfs-Fonds  Projekt «Stopp Moskitos»  Compassion Schweiz unterstützen

17-312562-0

Konto/Compte/Conto

Fr. ▼

17-312562-0

Konto/Compte/Conto Konto/Compte/Conto

c. ▼

Fr.

c. ▼

Einbezahlt von / Versé par / Versato da

105

DIE REHABILITATION GEHT WEITER Dank ihrer geselligen Art kann Maryse immer mehr schlechte Gewohnheiten, die sie seit früher mitschleppt, ablegen.

Die Annahmestelle

173125620>

L’office de dépôt

3.3.2009 14:49:16

2012 N° 1

Compassion1_2013def_D.indd 4 4-6 P34677_compassion_1_13_d.indd

MARYSE: EINE DENKWÜRDIGE

JB 6.12 3900

Compassion International (USA), die Dachorganisation von Compassion Schweiz, hat ihren neuen Direktor gewählt. Jim Mellado, momentan noch Direktor der Willow Creek Kirchen, wird im Laufe des Jahres als Nachfolger von Wess Stafford eingesetzt werden.

13.03.13 11:37

L’ufficio d’accettazione

Compassion1_2013def_D.indd 6

173125620>

13.03.13 11:37 16:41


JIM MELLADO WIRD NEUER INTERNATIONALER DIREKTOR

Wess Stafford steht seit 1977 im Dienst von Compassion, seit 1993 als internationaler Direktor. Compassion Schweiz blickt

AKTUELLE ZAHLEN COMPASSION INTERNATIONAL / COMPASSION SCHWEIZ (31.12.2012)

sehr dankbar zurück auf die tiefgreifende, wirkungsvolle Arbeit des scheidenden Präsidenten, auf seine Vision und sein Herz für Kinder. Auf den neuen Präsidenten Jim Mellado freuen wir uns sehr. Er ist sich der Wichtigkeit der Kirche bewusst. Ihm und seiner ganzen Familie ist die Arbeit von Compassion und der Fokus auf Kinder schon seit langem am Herzen.

Von internationalen Spendern getragen Zentren des Kleinkinder-Überlebensprogramms 648 Kinder im Patenschafts-Programm 1 435 160 Studenten im Leiterschafts-Programm 3243 Kinder, die auf einen Paten warten: 153 496 Partnerkirchen vor Ort: 6081

Das junge Mädchen hat auch gelernt, wie man sich mit Respekt und Anstand gegenüber andern Menschen verhält. Vom «wilden» Mädchen, das Maryse einmal war, wurde sie zu einer freundlichen kleinen Persönlichkeit. Der Leiter des Zentrums bestätigt uns dies und freut sich auch über die Fortschritte von Maryse.

Von Schweizer Spendern getragen 7 5848 11

«IHRE PFLEGEFAMILIE GLAUBT AN SIE» Dass Maryse zu einer Familie kam, die sie liebt, respektiert und fördert, hat ihr Leben verändert. Von der gewalttätigen Athmosphäre, die seit seiner Geburt herrschte, kam sie in eine Umgebung der Geborgenheit. Ihre Pflegefamilie glaubt an sie, an ihr Potenzial für die Zukunft. Welch ein Unterschied zu vorher! Maryse liebt es zu singen. Und sie singt gut. Ein Zeichen, dass sie in den letzten Jahren eine tiefgreifende Lebensfreude entdeckt hat!

COMPASSION SCHWEIZ

Seit zündet ZEHN 10 Jahren Kerzen an PATIN

Compassion Schweiz feiert im 2013 den zehnten Geburtstag. Vor zehn Jahren hat sich Cathy Rouge entschieden, Patin eines vierjährigen Mädchens aus Bolivien zu werden. Schon ganz am Anfang erhielt Cathy Post von ihrem Patenkind, vorerst von Helfern geschrieben. Heute hat sie einen direkten, ganz persönlichen Briefwechsel mit dem heranwachsenden Mädchen. «Sie schreibt mir über ihren Alltag. Sie träumt davon, Lehrerin zu werden. Aber ihre Schulnoten sind nicht sehr regelmässig. In meinen Briefen ermutige ich sie, dran zu bleiben, nicht aufzugeben, zu hoffen», sagt Cathy. Mit den Jahren wurde der Briefwechsel immer intensiver. Auch deshalb, weil beide Familien teilweise durch ähnlichen Lebensphasen gingen. Für Cathy und ihren Mann waren Kinder schon immer sehr wichtig. Selber Eltern von 5 Kindern, haben sie sich auch engagiert, internationale Tourneen der «King’s Kids» zu begleitet. Eine Tournee führte sie Ende der 1990er Jahre nach Honduras. Ein eindrückliches Erlebnis: «Wir hatten Einsätze unter Strassenkindern und haben Bäume im Areal eines Waisenheimes gepflanzt.» Seit kurzem bietet Cathy in ihrer Region einen Dienst an für Kinder in schwierigen Situationen. Ein offenes Ohr und Begleitung durch den Alltag. «Wenn man sich für ein Kind interessiert, verändert sich vieles. Ob hier in der Nähe oder weit weg. Mit einer Patenschaft säe ich in ein Leben eines Kindes. Ich mache es ihm möglich, seinen Alltag zu verbessern und Bildung zu erhalten. Ich bete für das Kind und unterstütze finanziell. Die Patenschaft hilft dem Kind, seinen Selbstwert zu entwickeln, Selbstverantwortung zu übernehmen und eine Vision für sein Leben zu finden», freut sich Cathy.

Lebensfreude GEFUNDEN

ÜBERNEHMEN SIE EINE KINDERPATENSCHAFT UND VERÄNDERN SIE DIE WELT – EIN KIND NACH DEM ANDERN!

TEXT SONY LAMARRE JOSEPH FOTOS PHILIPPE MERMOD

Dieses Datum müssen Sie sich merken: Samstag 29. Juni 2013. Dann feiern wir, und Sie sind eingeladen! Wir organisieren ein Fest der Dankbarkeit, für alle Paten, Spender und Unterstützer von Compassion Schweiz. Wess Stafford, der scheidende internationale Direktor, wird uns dann besuchen. Wess’ Leidenschaft für Entwicklungsarbeit durch KinderPatenschaften ist schon fast legendär. Sein Einfluss auf die hochwirksame Entwicklungshilfe, die Compassion in

den letzten 20 Jahren leistete, ist immens. Eine seiner sehr anstrengenden Aufgaben ist es, in der ganzen Welt Compassion-Projekte zu besuchen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln. Sein Besuch in der Schweiz findet im Rahmen einer Abschieds-Tour statt (siehe Notiz oben). Geplant sind weitere spannende Programmpunkte auch musikalischer Art und Attraktionen für die ganze Familie. Mehr Infos folgen im nächsten Magazin und online.

WO HAT COMPASSION ENTWICKLUNGSHILFE-PROJEKTE?

ZOOM AUF DIE DOMINIKANISCHE REPUBLIK Bevölkerung: 10,1 Millionen (2012) Kindersterblichkeit: 21,3 / 1000 Geburtenrate: 2,4 Kinder / Frau Lebenserwartung: 77,4 Jahre Durchchnittsalter: 26 Jahre Analphabetismus: 87%

MARYSE HAT

Was Compassion bis zum 31. Dezember 2012 erreichte: Kinder in den Projekten: 47 395 Patenkinder: 42 179 Anzahl Projekte: 167 Ø Anzahl Kinder pro Projekt: 284 Teilnehmer im Leiterschafts-Programm: 142

Maryse feiert bald ihren zehnten Geburtstag. Wie sie sich verändert hat seit unserem letzten Besuch im 2009! Dieses junge Mädchen aus Haiti hat schwierige Zeiten hinter sich. Sie wurde physisch und psychisch sehr schlecht behandelt. Sie musste damit fertig werden, ihren Vater nie zu kennen. Auch ihre Mutter, psychisch schwer krank, konnte nie richtig für sie sorgen. Als Einjährige wurde sie der Sorge einer Tante übergeben. Auch dort wurde sie aber abgelehnt – von den einzigen Menschen, die um sie herum waren und sich um sie hätten kümmern müssen. Baby Maryse wurde misshandelt, kaum ernährt und wuchs vernachlässigt im Slum Cité Jérémie auf, im Westen von Port-au-Prince. Ihr Alltag bestand aus Aggressionen auch sexueller Art, Gewalt und Hass. IHRE HILFLOSE TANTE KAM ZU COMPASSION Die existentiellen Sorgen der Tante wurden so gross, dass sie sich – Gott sei Dank – ans Kleinkinder-Überlebenszentrum von Compassion in der Nähe wandte. Maryse wurde sehr rasch, im 2004, in dieses Programm aufgenommen. Als Philippe Mermod, Geschäftsführer von Compassion Schweiz, im 2009 dieses Zentrum besuchte, fiel ihm in einer denkwürdigen Begegung (siehe Kasten rechts) die Hoffnungslosigkeit in den Augen dieses Mädchens auf. «Wir haben entschieden, alles erdenkliche in die Wege zu leiten, damit Maryse eine speziell gute Betreuung erhält.» Mit dem Einverständnis seiner Tante wurde Maryse einer treuen Frau der lokalen Kirche anvertraut. Damit sie dort eine ganzheitliche und liebevolle Zeit der Kindheit und Jugend erleben könne – nach den Compassion-Prinzipien: geistlich, körperlich, sozial und wirtschaftlich.

NOCH SIND NICHT ALLE PROBLEME GELÖST Maryse macht auch heute noch den Eindruck eines Kindes, das seine Identität sucht. Der Leiter des Compassion-Zentrums erzählt, dass Maryse in der Schule viele Lücken und im Vergleich zu ihren Kolleginnen ein langsames Lerntempo habe. Es ist leider zu vermuten, dass die schlechte Behandlung als Säugling und Kleinkind einen schwerwiegenden negativen Einfluss auf die emotionale und intellektuelle Entwicklung von Maryse hatte und immer noch hat. Um die positive Entwicklung von Maryse weiter zu stärken, planen die Verantwortlichen des Zentrums eine psychologische Begleitung und spezielle Unterstützungs-Lernstunden ausserhalb des normalen Schulprogramms. Maryse war auf der Titelseite dieses Magazins im 2009. Damals haben wir die traurige Lebensgeschichte und die speziellen Bedürfnisse dieser kleinen Haïtianerin kennengelernt. NUMÉRO 1 - HIVER 2009

COMPASSION MARYSE LE SAUVETAGE D’UNE PETITE HAÏTIENNE

ACTUEL «Mes parrains m’ont poussée à rêver grand» PARRAINS Porteurs d’une bénédiction

®

W W W. C O M PAS S I O N . C H

Compassion109.indd 1

13.03.13 11:37

Compassion1_2013def_D.indd 5

Begegnung Philippe Mermod erinnert sich als ob es gestern war an die Begegnung mit der kleinen Maryse (siehe auch Geschichte nebenan).

«

An diesem Julitag im 2009 hätte ich eigentlich auch ganz einfach an diesem kleinen Mädchen vorbeigehen können. Am Morgen hatte ich ihr ein Geschenk in die Hand gedrückt. Bei diesem Besuch im Kleinkinder-Überlebensprogramm habe ich jedem der Kinder etwas geschenkt. Dieses etwas grossgewachsene Mädchen hatte ich zwar schon bemerkt, mir aber nichts besonderes dabei gedacht. Der Besuch ging weiter. Man führte mich zu zwei Müttern, die vom Projekt unterstützt werden. Ich lernte einiges über ihren Alltag kennen, auch welche wichtige Rolle die Compassion-Mitarbeiter für diese Mütter einnehmen. Im «Delmas 31»-Quartier der Hauptstadt Haïtis mussten wir uns in den schmalen Gassen in Einerreihe fortbewegen. Die Häuser waren richtig ineinander verschachtelt. Und da, im dunklen Eingang eines Hauses, habe ich dieses kleine Mädchen bemerkt. Maryse. Sie hatte die Spielpuppe, die ich ihr am Morgen gegeben habe, fest an sich gedrückt. Ich war überrascht, sie wieder zu sehen. Es erstaunte mich auch, dass sie mit drei Jahren immer noch im Kleinkinder-Überlebensprogramm war. Ich habe meinen Begleiter von Compassion Haiti über sie ausgefragt. Und konnte die tragische Geschichte fast nicht fassen, die sich hinter diesem ängstlichen Gesicht verbarg. Januar 2013. Ich bin wieder in Haiti. Wenn ich an diese Begegnung denke, denke ich auch an andere vernachlässigte Kinder, denen wir Hilfe zukommen lassen. Wir besuchen ein Compassion-Zentrum, in dem sich regelmässig 350 Patenkinder treffen. Darunter auch Maryse. Dort gibts auch ein Kleinkinder-Überlebensprogramm mit 49 Müttern mit ihren Säuglingen. Wir haben Maryse also seit 4 Jahren nicht mehr gesehen. Seit dann, als wir uns entschieden haben, ihr spezielle Hilfe zusätzlich zur

Empfangsschein / Récépissé / Ricevuta

MARYSE HAT NEUE LEBENSFREUDE GEWONNEN Nein, es ist nicht alles geklärt in der Situation von Maryse. «Aber als wir Maryse ende Januar wieder gesehen haben, hatte sie kaum mehr etwas gemein mit diesem niedergeschlagenen, missbrauchten, vernachlässigten Kind, das uns damals im 2009 so emotionell berührt hat. Maryse interessiert sich für andere, teilt zum Beispiel gerne mitgebrachte Süssigkeiten mit ihren Freundinnen», erzählt Philippe Mermod. Maryse hat sichtlich einen Teil der kindlichen Lebensfreude wiedergewonnen. Ihre physische Gesundheit sei sehr stabil, wie die medizinischen Tests beweisen. «Maryse hat uns erzählt, dass es ihr sehr wohl ist in ihrer Pflegefamilie», ergänzt Philippe Mermod.

Einzahlung Giro

Versement Virement

Compassion-Hilfe zu ermöglichen. Ich sehe sie, gehe ihr entgegen, die Gefühle überwältigen mich. Es scheint ihr gut zu gehen – und wie! Was soll ich ihr nur sagen? Maryse schaut mir scheu, gleichzeitig neugierig entgegen. wir gehen aufeinander zu. Ich umarme sie. Sie ist ein lebendiges Wunder! Sie führt mich zu ihrer Pflege-Mutter der Kirche. Sie nennt sie «Tante Esther». Was für eine Freude! Warum Maryse, warum ich, warum diese paar Sekunden im Juli 2009 in dieser schmalen Gasse? Warum wurde dieses Leben gerettet, und andere nicht? Denn Maryse hat ihre Vergangenheit überlebt, und auch das schlimme Erdbeben im 2010, welches die totale Verwüstung in ihrer Region hinterlassen hat. Als ich mich von ihr verabschiede, verlasse ich ein Mädchen mit Lebensfreude, mit einem Lachen auf dem Gesicht, inmitten einer Gruppe von Freundinnen, die uns alle Adieu winken. Wir verlassen das Zentrum und schauen nochmals zurück. Mir gibt diese Begegnung noch lange zu denken. Ich glaube, dass Gott da ist und dass er unsere Leben in seiner Hand hält. Jedes Kind zählt für ihn. Er macht keine Unterschiede. Welch gute Nachricht! PHILIPPE MERMOD

Versamento Versamento Girata Girata

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Zahlungszweck/Motif versement/Motivo versamento

Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

 Abonnement Compassion Magazin  Kinder-Hilfs-Fonds  Projekt «Stopp Moskitos»  Compassion Schweiz unterstützen

17-312562-0

Konto/Compte/Conto

Fr. ▼

17-312562-0

Konto/Compte/Conto Konto/Compte/Conto

c. ▼

Fr.

c. ▼

Einbezahlt von / Versé par / Versato da

105

DIE REHABILITATION GEHT WEITER Dank ihrer geselligen Art kann Maryse immer mehr schlechte Gewohnheiten, die sie seit früher mitschleppt, ablegen.

Die Annahmestelle

173125620>

L’office de dépôt

3.3.2009 14:49:16

2012 N° 1

Compassion1_2013def_D.indd 4 4-6 P34677_compassion_1_13_d.indd

MARYSE: EINE DENKWÜRDIGE

JB 6.12 3900

Compassion International (USA), die Dachorganisation von Compassion Schweiz, hat ihren neuen Direktor gewählt. Jim Mellado, momentan noch Direktor der Willow Creek Kirchen, wird im Laufe des Jahres als Nachfolger von Wess Stafford eingesetzt werden.

13.03.13 11:37

L’ufficio d’accettazione

Compassion1_2013def_D.indd 6

173125620>

13.03.13 11:37 16:41


JIM MELLADO WIRD NEUER INTERNATIONALER DIREKTOR

Wess Stafford steht seit 1977 im Dienst von Compassion, seit 1993 als internationaler Direktor. Compassion Schweiz blickt

AKTUELLE ZAHLEN COMPASSION INTERNATIONAL / COMPASSION SCHWEIZ (31.12.2012)

sehr dankbar zurück auf die tiefgreifende, wirkungsvolle Arbeit des scheidenden Präsidenten, auf seine Vision und sein Herz für Kinder. Auf den neuen Präsidenten Jim Mellado freuen wir uns sehr. Er ist sich der Wichtigkeit der Kirche bewusst. Ihm und seiner ganzen Familie ist die Arbeit von Compassion und der Fokus auf Kinder schon seit langem am Herzen.

Von internationalen Spendern getragen Zentren des Kleinkinder-Überlebensprogramms 648 Kinder im Patenschafts-Programm 1 435 160 Studenten im Leiterschafts-Programm 3243 Kinder, die auf einen Paten warten: 153 496 Partnerkirchen vor Ort: 6081

Das junge Mädchen hat auch gelernt, wie man sich mit Respekt und Anstand gegenüber andern Menschen verhält. Vom «wilden» Mädchen, das Maryse einmal war, wurde sie zu einer freundlichen kleinen Persönlichkeit. Der Leiter des Zentrums bestätigt uns dies und freut sich auch über die Fortschritte von Maryse.

Von Schweizer Spendern getragen 7 5848 11

«IHRE PFLEGEFAMILIE GLAUBT AN SIE» Dass Maryse zu einer Familie kam, die sie liebt, respektiert und fördert, hat ihr Leben verändert. Von der gewalttätigen Athmosphäre, die seit seiner Geburt herrschte, kam sie in eine Umgebung der Geborgenheit. Ihre Pflegefamilie glaubt an sie, an ihr Potenzial für die Zukunft. Welch ein Unterschied zu vorher! Maryse liebt es zu singen. Und sie singt gut. Ein Zeichen, dass sie in den letzten Jahren eine tiefgreifende Lebensfreude entdeckt hat!

COMPASSION SCHWEIZ

Seit zündet ZEHN 10 Jahren Kerzen an PATIN

Compassion Schweiz feiert im 2013 den zehnten Geburtstag. Vor zehn Jahren hat sich Cathy Rouge entschieden, Patin eines vierjährigen Mädchens aus Bolivien zu werden. Schon ganz am Anfang erhielt Cathy Post von ihrem Patenkind, vorerst von Helfern geschrieben. Heute hat sie einen direkten, ganz persönlichen Briefwechsel mit dem heranwachsenden Mädchen. «Sie schreibt mir über ihren Alltag. Sie träumt davon, Lehrerin zu werden. Aber ihre Schulnoten sind nicht sehr regelmässig. In meinen Briefen ermutige ich sie, dran zu bleiben, nicht aufzugeben, zu hoffen», sagt Cathy. Mit den Jahren wurde der Briefwechsel immer intensiver. Auch deshalb, weil beide Familien teilweise durch ähnlichen Lebensphasen gingen. Für Cathy und ihren Mann waren Kinder schon immer sehr wichtig. Selber Eltern von 5 Kindern, haben sie sich auch engagiert, internationale Tourneen der «King’s Kids» zu begleitet. Eine Tournee führte sie Ende der 1990er Jahre nach Honduras. Ein eindrückliches Erlebnis: «Wir hatten Einsätze unter Strassenkindern und haben Bäume im Areal eines Waisenheimes gepflanzt.» Seit kurzem bietet Cathy in ihrer Region einen Dienst an für Kinder in schwierigen Situationen. Ein offenes Ohr und Begleitung durch den Alltag. «Wenn man sich für ein Kind interessiert, verändert sich vieles. Ob hier in der Nähe oder weit weg. Mit einer Patenschaft säe ich in ein Leben eines Kindes. Ich mache es ihm möglich, seinen Alltag zu verbessern und Bildung zu erhalten. Ich bete für das Kind und unterstütze finanziell. Die Patenschaft hilft dem Kind, seinen Selbstwert zu entwickeln, Selbstverantwortung zu übernehmen und eine Vision für sein Leben zu finden», freut sich Cathy.

Lebensfreude GEFUNDEN

ÜBERNEHMEN SIE EINE KINDERPATENSCHAFT UND VERÄNDERN SIE DIE WELT – EIN KIND NACH DEM ANDERN!

TEXT SONY LAMARRE JOSEPH FOTOS PHILIPPE MERMOD

Dieses Datum müssen Sie sich merken: Samstag 29. Juni 2013. Dann feiern wir, und Sie sind eingeladen! Wir organisieren ein Fest der Dankbarkeit, für alle Paten, Spender und Unterstützer von Compassion Schweiz. Wess Stafford, der scheidende internationale Direktor, wird uns dann besuchen. Wess’ Leidenschaft für Entwicklungsarbeit durch KinderPatenschaften ist schon fast legendär. Sein Einfluss auf die hochwirksame Entwicklungshilfe, die Compassion in

den letzten 20 Jahren leistete, ist immens. Eine seiner sehr anstrengenden Aufgaben ist es, in der ganzen Welt Compassion-Projekte zu besuchen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln. Sein Besuch in der Schweiz findet im Rahmen einer Abschieds-Tour statt (siehe Notiz oben). Geplant sind weitere spannende Programmpunkte auch musikalischer Art und Attraktionen für die ganze Familie. Mehr Infos folgen im nächsten Magazin und online.

WO HAT COMPASSION ENTWICKLUNGSHILFE-PROJEKTE?

ZOOM AUF DIE DOMINIKANISCHE REPUBLIK Bevölkerung: 10,1 Millionen (2012) Kindersterblichkeit: 21,3 / 1000 Geburtenrate: 2,4 Kinder / Frau Lebenserwartung: 77,4 Jahre Durchchnittsalter: 26 Jahre Analphabetismus: 87%

MARYSE HAT

Was Compassion bis zum 31. Dezember 2012 erreichte: Kinder in den Projekten: 47 395 Patenkinder: 42 179 Anzahl Projekte: 167 Ø Anzahl Kinder pro Projekt: 284 Teilnehmer im Leiterschafts-Programm: 142

Maryse feiert bald ihren zehnten Geburtstag. Wie sie sich verändert hat seit unserem letzten Besuch im 2009! Dieses junge Mädchen aus Haiti hat schwierige Zeiten hinter sich. Sie wurde physisch und psychisch sehr schlecht behandelt. Sie musste damit fertig werden, ihren Vater nie zu kennen. Auch ihre Mutter, psychisch schwer krank, konnte nie richtig für sie sorgen. Als Einjährige wurde sie der Sorge einer Tante übergeben. Auch dort wurde sie aber abgelehnt – von den einzigen Menschen, die um sie herum waren und sich um sie hätten kümmern müssen. Baby Maryse wurde misshandelt, kaum ernährt und wuchs vernachlässigt im Slum Cité Jérémie auf, im Westen von Port-au-Prince. Ihr Alltag bestand aus Aggressionen auch sexueller Art, Gewalt und Hass. IHRE HILFLOSE TANTE KAM ZU COMPASSION Die existentiellen Sorgen der Tante wurden so gross, dass sie sich – Gott sei Dank – ans Kleinkinder-Überlebenszentrum von Compassion in der Nähe wandte. Maryse wurde sehr rasch, im 2004, in dieses Programm aufgenommen. Als Philippe Mermod, Geschäftsführer von Compassion Schweiz, im 2009 dieses Zentrum besuchte, fiel ihm in einer denkwürdigen Begegung (siehe Kasten rechts) die Hoffnungslosigkeit in den Augen dieses Mädchens auf. «Wir haben entschieden, alles erdenkliche in die Wege zu leiten, damit Maryse eine speziell gute Betreuung erhält.» Mit dem Einverständnis seiner Tante wurde Maryse einer treuen Frau der lokalen Kirche anvertraut. Damit sie dort eine ganzheitliche und liebevolle Zeit der Kindheit und Jugend erleben könne – nach den Compassion-Prinzipien: geistlich, körperlich, sozial und wirtschaftlich.

NOCH SIND NICHT ALLE PROBLEME GELÖST Maryse macht auch heute noch den Eindruck eines Kindes, das seine Identität sucht. Der Leiter des Compassion-Zentrums erzählt, dass Maryse in der Schule viele Lücken und im Vergleich zu ihren Kolleginnen ein langsames Lerntempo habe. Es ist leider zu vermuten, dass die schlechte Behandlung als Säugling und Kleinkind einen schwerwiegenden negativen Einfluss auf die emotionale und intellektuelle Entwicklung von Maryse hatte und immer noch hat. Um die positive Entwicklung von Maryse weiter zu stärken, planen die Verantwortlichen des Zentrums eine psychologische Begleitung und spezielle Unterstützungs-Lernstunden ausserhalb des normalen Schulprogramms. Maryse war auf der Titelseite dieses Magazins im 2009. Damals haben wir die traurige Lebensgeschichte und die speziellen Bedürfnisse dieser kleinen Haïtianerin kennengelernt. NUMÉRO 1 - HIVER 2009

COMPASSION MARYSE LE SAUVETAGE D’UNE PETITE HAÏTIENNE

ACTUEL «Mes parrains m’ont poussée à rêver grand» PARRAINS Porteurs d’une bénédiction

®

W W W. C O M PAS S I O N . C H

Compassion109.indd 1

13.03.13 11:37

Compassion1_2013def_D.indd 5

Begegnung Philippe Mermod erinnert sich als ob es gestern war an die Begegnung mit der kleinen Maryse (siehe auch Geschichte nebenan).

«

An diesem Julitag im 2009 hätte ich eigentlich auch ganz einfach an diesem kleinen Mädchen vorbeigehen können. Am Morgen hatte ich ihr ein Geschenk in die Hand gedrückt. Bei diesem Besuch im Kleinkinder-Überlebensprogramm habe ich jedem der Kinder etwas geschenkt. Dieses etwas grossgewachsene Mädchen hatte ich zwar schon bemerkt, mir aber nichts besonderes dabei gedacht. Der Besuch ging weiter. Man führte mich zu zwei Müttern, die vom Projekt unterstützt werden. Ich lernte einiges über ihren Alltag kennen, auch welche wichtige Rolle die Compassion-Mitarbeiter für diese Mütter einnehmen. Im «Delmas 31»-Quartier der Hauptstadt Haïtis mussten wir uns in den schmalen Gassen in Einerreihe fortbewegen. Die Häuser waren richtig ineinander verschachtelt. Und da, im dunklen Eingang eines Hauses, habe ich dieses kleine Mädchen bemerkt. Maryse. Sie hatte die Spielpuppe, die ich ihr am Morgen gegeben habe, fest an sich gedrückt. Ich war überrascht, sie wieder zu sehen. Es erstaunte mich auch, dass sie mit drei Jahren immer noch im Kleinkinder-Überlebensprogramm war. Ich habe meinen Begleiter von Compassion Haiti über sie ausgefragt. Und konnte die tragische Geschichte fast nicht fassen, die sich hinter diesem ängstlichen Gesicht verbarg. Januar 2013. Ich bin wieder in Haiti. Wenn ich an diese Begegnung denke, denke ich auch an andere vernachlässigte Kinder, denen wir Hilfe zukommen lassen. Wir besuchen ein Compassion-Zentrum, in dem sich regelmässig 350 Patenkinder treffen. Darunter auch Maryse. Dort gibts auch ein Kleinkinder-Überlebensprogramm mit 49 Müttern mit ihren Säuglingen. Wir haben Maryse also seit 4 Jahren nicht mehr gesehen. Seit dann, als wir uns entschieden haben, ihr spezielle Hilfe zusätzlich zur

Empfangsschein / Récépissé / Ricevuta

MARYSE HAT NEUE LEBENSFREUDE GEWONNEN Nein, es ist nicht alles geklärt in der Situation von Maryse. «Aber als wir Maryse ende Januar wieder gesehen haben, hatte sie kaum mehr etwas gemein mit diesem niedergeschlagenen, missbrauchten, vernachlässigten Kind, das uns damals im 2009 so emotionell berührt hat. Maryse interessiert sich für andere, teilt zum Beispiel gerne mitgebrachte Süssigkeiten mit ihren Freundinnen», erzählt Philippe Mermod. Maryse hat sichtlich einen Teil der kindlichen Lebensfreude wiedergewonnen. Ihre physische Gesundheit sei sehr stabil, wie die medizinischen Tests beweisen. «Maryse hat uns erzählt, dass es ihr sehr wohl ist in ihrer Pflegefamilie», ergänzt Philippe Mermod.

Einzahlung Giro

Versement Virement

Compassion-Hilfe zu ermöglichen. Ich sehe sie, gehe ihr entgegen, die Gefühle überwältigen mich. Es scheint ihr gut zu gehen – und wie! Was soll ich ihr nur sagen? Maryse schaut mir scheu, gleichzeitig neugierig entgegen. wir gehen aufeinander zu. Ich umarme sie. Sie ist ein lebendiges Wunder! Sie führt mich zu ihrer Pflege-Mutter der Kirche. Sie nennt sie «Tante Esther». Was für eine Freude! Warum Maryse, warum ich, warum diese paar Sekunden im Juli 2009 in dieser schmalen Gasse? Warum wurde dieses Leben gerettet, und andere nicht? Denn Maryse hat ihre Vergangenheit überlebt, und auch das schlimme Erdbeben im 2010, welches die totale Verwüstung in ihrer Region hinterlassen hat. Als ich mich von ihr verabschiede, verlasse ich ein Mädchen mit Lebensfreude, mit einem Lachen auf dem Gesicht, inmitten einer Gruppe von Freundinnen, die uns alle Adieu winken. Wir verlassen das Zentrum und schauen nochmals zurück. Mir gibt diese Begegnung noch lange zu denken. Ich glaube, dass Gott da ist und dass er unsere Leben in seiner Hand hält. Jedes Kind zählt für ihn. Er macht keine Unterschiede. Welch gute Nachricht! PHILIPPE MERMOD

Versamento Versamento Girata Girata

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Zahlungszweck/Motif versement/Motivo versamento

Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

Compassion Suisse 1400 Yverdon-les-Bains

 Abonnement Compassion Magazin  Kinder-Hilfs-Fonds  Projekt «Stopp Moskitos»  Compassion Schweiz unterstützen

17-312562-0

Konto/Compte/Conto

Fr. ▼

17-312562-0

Konto/Compte/Conto Konto/Compte/Conto

c. ▼

Fr.

c. ▼

Einbezahlt von / Versé par / Versato da

105

DIE REHABILITATION GEHT WEITER Dank ihrer geselligen Art kann Maryse immer mehr schlechte Gewohnheiten, die sie seit früher mitschleppt, ablegen.

Die Annahmestelle

173125620>

L’office de dépôt

3.3.2009 14:49:16

2012 N° 1

Compassion1_2013def_D.indd 4 4-6 P34677_compassion_1_13_d.indd

MARYSE: EINE DENKWÜRDIGE

JB 6.12 3900

Compassion International (USA), die Dachorganisation von Compassion Schweiz, hat ihren neuen Direktor gewählt. Jim Mellado, momentan noch Direktor der Willow Creek Kirchen, wird im Laufe des Jahres als Nachfolger von Wess Stafford eingesetzt werden.

13.03.13 11:37

L’ufficio d’accettazione

Compassion1_2013def_D.indd 6

173125620>

13.03.13 11:37 16:41


AUSGABE 1 - FRÜHLING 2013

Sony Lamarre Joseph REDAKTION & LAYOUT Alliance Presse, Aubonne Jordi, Belp Text- und Bildrechte bei Compassion Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Inhalte weiterverwenden, bitten Sie aber um einen Vermerk: [Quelle: www. compassion.ch]

Kontakt

Compassion Schweiz Rue Galilée 3 1400 Yverdon-les-Bains Telefon 0800 784 773 E-Mail info@compassion.ch Website www.compassion.ch PC Konto: 17-312562-0 Raiffeisen IBAN: CH24 8040 1000 0048 7496 9 Spenden an Compassion sind steuerbefreit. Compassion unterstützt mittellose Kinder und gibt ihnen durch Patenschaften und Projekte neue Hoffnung. Compassion wurde 1952 gegründet und arbeitet mit lokalen Gemeinden in 26 Ländern zusammen. Aktuell sind 1,4 Millionen Kinder in über 5 800 Projekten eingeschrieben.

Ihr «Like» hilft uns, bekannter zu werden. Und bringt Ihnen frische News. www.facebook.com/ compassionschweiz

Die Teams vor Ort sind Ihre Hände

Es gibt Kinder, die seit mehreren Monaten auf einen Paten warten. Die meisten dieser Kinder werden ins Hilfsprogramm aufgenommen, bevor Compassion für sie einen Paten gefunden hat. Ganz einfach, weil sie schon in dieser Zeit die Unterstützung eines lokalen Compassion-Zentrums benötigen. Wirklich ändern tut sich ihr Leben aber erst, wenn sie die freudige Nachricht erhalten, dass jemand sich entschieden habe, für sie Pate zu werden und auch brieflich mit ihnen in Kontakt zu treten. Dies gilt auch für die rechts abgebildeten Kinder. Sie warten seit mehreren Monaten auf einen Paten. Möchten SIE einem von ihnen diese frohe Nachricht ermöglichen? Wir schlagen Ihnen auch eine andere Form der Patenschaft vor. In Burkina Faso spezialisiert sich ein Compassion-Zentrum auf Hilfe für blinde oder sehbehinderte Kinder. Begonnen damit hat der (blinde) Pastor vor Ort. In Zusammenarbeit mit der Mission Evangélique Braille schlägt Compassion Ihnen vor, Pate eines von 31 Kindern zu werden, die von diesem Programm profitieren können. Die Kosten dieser Patenschaft sind etwas höher als eine normale Compassion-Patenschaft. Mehr Informationen geben wir Ihnen gerne per Telefon: 0800 784 773. Danke für Ihr Engagement zugunsten benachteiligter Kinder!

Liebe Freunde von Compassion Wenn wir realistisch sind, müssen wir feststellen: In den 26 Ländern, in denen Compassion tätig ist, verändert sich die Situation der meisten Kinder nicht wirklich. Wenn wir aber genau hinschauen – in die Hilfszentren von Compassion –, dann können wir bestätigt sein: Dort sind die Verhältnisse anders! Ich hüte mich davor, über die Arbeit von Compassion zu prahlen. Andererseits: Ich bin eben erst von einer Reise nach Haiti zurückgekehrt. Und ich muss einfach sagen: Ich bin einmal mehr beeindruckt! Und zwar von der Wirksamkeit einer persönlichen Patenschaft und der spezifischen Hilfe, die dadurch an Kinder und deren Familie gelangt. Das Leben von Kindern, die dank Ihrer Unterstützung, liebe Freunde, ins Hilfsprogramm von Compassion aufgenommen werden, ist in vielerlei Hinsicht extrem schwierig. Ideal ist es deshalb, dass die Probleme dieser Menschen von einheimischen Mitarbeitern einer lokalen Kirche, des Compassion-Partners vor Ort, angegangen werden. Es geht aber nicht nur um die dringendste Hilfe. Die Patenkinder nehmen regelmässig an Aktivitäten unserer Partner teil. Ihre individuellen Bedürfnisse werden auch dort berücksichtigt. Diese Zentren sind wie ein Hafen der Ruhe und des Schutzes. Ein Patenkind und seine Fammilie findet dort auch ein offenes Ohr und Hilfe, um die oft nicht kleiner werdenden Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Was wir nicht machen, ist schnelle und einmalige Nothilfe. Mit Nachdruck setzen wir uns für nachhaltige, langfristige Entwicklung ein. Dies eben in Partnerschaft mit Lokalkirchen und zum Beispiel durch gezielte Ausbildung der einheimischen Mitarbeiter vor Ort. Unterstützt wird jedes Projekt individuell natürlich auch mit Hilfsmaterial oder Interventions-Paketen, kurz- oder mittelfristig andauernd. Es sind diese lokalen Mitarbeiter, welche letztlich die Arbeit von Compassion ausmachen. Sie sind es, welche die lokale Sprache sprechen, welche den Dialekt und die Gebräuche einer Region kennen. Denn jede lokale Gemeinschaft, auch in urbanen Gebieten, hat ihre eigenen «Gesetze» und Regeln, die auch nur die eigenen Leute kennen. Wir von Compassion könnten nie so wirkungsvoll sein, wenn wir diese einheimischen Mitarbeiter nicht hätten. Die Lokalkirche ist wichtiger Teil des Sozialnetzes am Ort, oft seit Jahrzehnten schon. Diese Nähe, diese Sicherheit, dieser Fixpunkt mitten im Elend ist es, was so grosse Wirkung schafft.

DIE LOKALEN TEAMS KENNEN SPRACHE, DIALEKT, BRÄUCHE UND «GESETZE» VOR ORT VON INNEN HER.

Dank Ihrer Patenschaft kann Compassion diese Lokalkirchen und deren Mitarbeiter vor Ort unterstützen. Diese Mitarbeiter sind die Hände und Füsse von Ihnen, geschätzte Paten, im Dienst an den Ärmsten! Ihre Grosszügigkeit und Ihr Engagement ermöglichen es uns, dieses Ziel mit viel Ausdauer zu verfolgen. Wir sind Ihnen aus tiefsten Herzen dankbar! Gott segne Sie. Titelbild: Maryse aus Haiti mit einer Freundin. Lesen Sie im Innenteil, wie sie neue Lebensfreude gefunden hat.

Compassion1_2013def_D.indd 1 1-3 P34677_compassion_1_13_d.indd

Bianca (Philippinen) geb. 28.10.2006

Ezechiel (Burkina Faso) né le 26.03.2009

Chapwaehmoo (Thaïland) geb. 01.08.2005

Tallysson (Brasilien) geb. 19.10.2006

Nishanka (SriLanka) Ltajiri (Kenya) né le 07.04.2007 geb. 12.09.2006

Patenschaften: Dias (Indonesien) Mercy (Uganda) geb. 01.07.2004 geb. 02.10.2006

Emmanuella (Ghana) née le 06.01.2010

Compassion Schweiz feiert 10 Jahre: Am 29. Juni steigt das Fest!

Neuer Direktor bei

Philippe Mermod Geschäftsführer Compassion Schweiz

13.03.13 11:36

1400 Yverdon

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT Philippe Mermod (Chefredaktor),

COMPASSION Magazin

wie Sie!

WAS COMPASSION AUSMACHT

AZB

Compassion Magazin Nr. 1 / Frühling 2013 Informationsmagazin von Compassion Schweiz. Erscheinungsweise: 4 x jährlich Abonnement: CHF 10.– Erscheint auf Deutsch und Französich. Gedruckt in der Schweiz auf 100% FSC-Papier.

Sie sind umgezogen? Bitte melden Sie uns Ihre neue Adresse: info@compassion.ch / 0800 784 773.

Impressum

SIE WARTEN AUF EINEN PATEN

Compassion1_2013def_D.indd 2

Compassion International

Sie

Editorial: Lernen

Sie die helfenden Hände vor Ort kennen

KÖNNEN

das Leben EINES KINDES ändern!

HAITI

Als Pate eines Kindes ermöglichen sie diesem Schulbildung, medizinische Betreuung und gesunde Ernährung. Alles elementare Beiträge, damit sich dieses von der Armut befreien kann. Für Kinder im Schulalter haben Sie zwei Möglichkeiten von Patenschaften: > Patenschaft «Basis», CHF 42.–/Monat Compassion-Projekt: Schulbildung, medizinische Betreuung, gesunde Ernährung, Aktivitäten > Patenschaft «Plus», CHF 50.–/Monat (CHF 42.– für die Patenschaft + CHF 8.–) Die zusätzliche monatliche Spende von CHF 8.– kommt in einen Fonds für besondere Bedürfnisse. Wenn Sie Pate werden oder vorerst ein Patenschaftsdossier zur Ansicht anfordern möchten, besuchen Sie unsere Webseite oder nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf.

Maryse hat neue Lebensfreude gefunden

JA, ICH MÖCHTE NOCH HEUTE PATE WERDEN: WWW.COMPASSION.CH / 0800 784 773

WWW.COMPASSION.CH

13.03.13 11:36

Compassion1_2013def_D.indd 3

13.03.13 11:36 16:41

Compassion Magazin 1-2013  

Compassion Schweiz im Frühling 2013: Lesen Sie die Fortsetzung der Geschichte von Maryse, dem Mädchen aus Haiti. Lernen Sie eine der ersten...

Advertisement