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alumniNEWSLETTER

Zeitschrift f端r Ex-Sch端ler des Colegio Humboldt Nr. 7 Jahr 2015


LEITARTIKEL

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aut der Pyramide von Maslow besitzen alle Wesen hierarchische Bedürfnisse, die befriedigt werden sollten, um sich, bis zu einem realistischen Grad hin, motiviert zu fühlen. Eines dieser Bedürfnisse ist die Kreativität, deren Platz direkt an der Spitze der Pyramide ist. Dieses Bedürfnis verkörpert eine der wichtigsten Arten sich auszudrücken und befindet sich genau an dem Punkt, an demwo Konvergenz und Kunst zusammentreffen. Diese Wechselbeziehung ist nicht nur ein Zeichen der menschlichen Sensibilität, sondern auch eine Art von Kommunikation durch Emotionen und bestimmte Weisen, die Welt zu sehen, deren Wert den territorialen Grenzen, Sprachen und Ideologien trotzt. Die betrachtete Kunst und die Kultur als Ausdruck der Menschlichkeit sind die Hauptthemen dieser siebten Auflage für unsere Gemeinschaft von Ex-Schülern, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: von der Rettung unserer Wurzeln bis zur Annäherung unserer künstlerischen Ausdrücke an die Gesellschaft und die Gewinnung neuer Zielgruppen.


INHALT

KARLA CABRERA Generation 1996

ALONSO FRAGUA

Generation 1998

JUAN FERNÁNDEZ DEL CAMPO Generation 1992

OKTOBERFEST 2015 MARIELA ARRAZOLA Generation 1998

AMERIKATAGUNG 2015

ZUSAMMENKUNFT Generation 1995

AUSHÄNDIGUNG DER KÖNIGLICHEN VERFÜGUNG (CÉDULA REAL )

ERSTELLUNG: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit Ex-Schülern

BIS BALD!

Generation 2015


JUAN FERNÁNDEZ DEL CAMPO Generation 1992 Ich bin am 26. November 1972 in Puebla geboren und war vom Kindergarten bis zur Oberstufe Teil des Colegio Humboldt. Danach folgte ein Studium der Geschichte an der UDLAP und ein entsprechender Master an der BUAP. Im Laufe meiner Karriere war ich im öffentlichen und im privaten Sektor tätig. Seit meinem Abschluss interessiere ich mich für alte Bücher, die Malerei und die Bildhauerei, sodass ich für die Zeitungsbeilage “Kunst und Kultur” der Zeitschrift “Síntesis” gearbeitet und Unterricht an Sekundar- und Oberstufen sowie an Universitäten gegeben habe. Des Weiteren habe ich im Stadtarchiv von Puebla gearbeitet und mich mit der Behandlung von Bedürfnissen privater Personen befasst, indem ich Bücher und Familiengeschichten bewertet habe. Seit sieben Jahren gehe ich in die Biblioteca Palafoxiana. Meine Arbeit ist extrem bereichernd, weil ich ein wenig über die lateinamerikanische Geschichte lerne und es eine sehr umfangreiche Bibliothek ist, die dafür gesorgt hat, die Beste ihrer Zeit zu werden. Infolgedessen gibt es auch Informationen über Länder wie Peru, Brasilien und Spanien. Durch meine Arbeit ist mir auch klar geworden, dass wir in der Regel unbeständig mit der Erinnerung umgehen und unsere Geschichte vergessen. Und das macht uns unsensibel im Mensch-Sein und in unseren Gedanken. Auch hindert es uns an dem Kontakt mit der Person, die wir wirklich sind, weil wir nämlich gemacht sind durch das, was wir haben. Die Bibliothek besitzt auch ungefasste poblanische Drucke, die im 17., 18. und 19. Jahrhundert in der Stadt hergestellt wurden, weil Puebla und Lima die einzigen Städte im spanischen Gebiet waren, die eine Druckerei hatten. So wurden hier sehr bedeutende Dokumente gedruckt. Zum Beispiel wurden sie damit beauftragt, ein Buch mit Informationen zur Konstruktion und Aufmachung anlässlich der Eröffnung der Capilla del Rosario zu schreiben. In der Biblioteca Palafoxiana ist das einzige vollständige Exemplar erhalten.

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Die Wichtigkeit der Bibliotheken ist dadurch gekennzeichnet, dass man dir eine digitale Veröffentlichung anbieten kann, die aber niemals mit den Eigenschaften eines physischen Buches mithalten kann; weil du nur durch diese Art mit den Informationen, die noch nicht im Netz sind, in Kontakt sein kannst, da sie eine Ergänzung der kulturellen Arbeit darstellen,. Deshalb widme ich meine Freizeit meinen Lieblingshobbys, denn ich bin ein begeisterter Leser und Käufer von Geschichtsbüchern der mexikanischen Kunst. Durch die Kunst lerne ich gerne etwas über die mexikanische Identität (wie es sich mit Architektur, Bildhauerei und Malerei versteht) und ich würde gerne die ganzen anderen Historiker verstehen, die über dieses Thema auf nationaler und internationaler Ebene geschrieben haben. Ich lese gerne und ich verstehe, dass die Malerei ein historisches Phänomen ist, ein soziales Dokument, welches uns Identität gibt und uns ermöglicht, Wissen zu extrahieren. Während meiner Zeit am Colegio habe ich die Grundschule sehr genossen. Es war eine sehr lehrreiche Zeit, da alle Lehrer anspruchsvoll waren. Für mich bleibt vom Colegio Humboldt die Disziplin des Wissens, die Ordnung, die Kontrolle der Ideen und die Strukturierung der Gedanken. Ich erinnere mich noch sehr gut an die dritte Klasse der Grundschule mit Tante Maru González, die uns Geografie gelehrt hat und uns den Rechts- und Linksfluss von Flüssen, Eisenbahnen, Straßen, die politische und kulturelle Teilung des Staats Puebla, sowie Wissen über das ganze Land beigebracht hat. Ich erinnere mich an den Unterricht mit Frau Anita Medrano über die Ägypter, die europäische Teilung und die Reformen von Luther. Und nicht zu vergessen Tante Cadena, die mir gezeigt hat, wie man liest und schreibt; während der Sekundarstufe erinnere ich mich an den erstaunlichen Chemieunterricht von Frau Robles, die mir Disziplin beigebracht hat. Für meine Geschichtskarriere waren die Lehrerinnen, die am meisten Eindruck auf mich gemacht haben, Paty Moreno und Betty Ramírez, mit denen ich Unterricht zu den Themen der sozioökonomischen Struktur von Mexiko bzw. der mexikanischen Geschichte hatte. Beide gaben uns die Werkzeuge mit, damit jeder Einzelne von uns das historische Wissen im Rahmen seiner Interessen suchen konnte; und dies ist sehr wichtig in diesem Berufszweig, weil es die Möglichkeit schafft, Wissen aufzubauen.

Aus der Grundschule erinnere ich mich an meine Freunde Ramón Álvarez Casal, Ricardo Paz Calderón Peniche, Enrique Ibarrondo Ariza, Christian Feldmann González, Karen Berlanga Valdés und an Sergio Tabe Amezcua. Während der Sekundarstufe an Enrico Cabrera Cervantes, Holger und Jürgen. Eine der lohnenswertesten Erfahrungen, an die ich mich am Colegio erinnere, war, als Professor Orozco, der in diesen Jahren Leiter der Oberstufe war, für uns Unterricht in Malerei und moderner Bildhauerei einrichtete. Dann hat uns Professor Guillermo Chávez die Aufgabe gegeben, einen offenen Brief zu schreiben, in dem wir unseren Gedanken freien Lauf lassen konnten. Während des Jahres in der dritten Oberstufe hat er uns mit einigen Methoden gelehrt, unsere Kreativität zu nutzen. Während meiner Zeit am Colegio Humboldt lernte ich, den Tag zu nutzen, was eine wichtige Bereicherung in meinem Leben war. Es bleibt auch die Liebe zu Deutschland zurück, zu seiner Kultur, zu seinen großartigen deutschen Männern und Frauen, zu seinen Denkern und zu seinen tiefgründigen Philosophen. Ich lernte auch die Geschichte lieben und die Liebe zum Wissen. In meinem Leben traf ich schon auf große Herausforderungen. Zum Beispiel bestand die größte menschliche Herausforderung darin, mit dem Tod meines Vaters konfrontiert zu werden; die größte berufliche in der Beendigung meiner Masterthesis in Geschichte. Die größte Herausforderung insgesamt bestand allerdings darin, zu lernen, die Gedanken zusammenzufassen, zu erweitern und aufzubauen. Derzeit sind wir dabei, ein Buch in der Bibliothek zusammenzustellen und arbeiten auch bei der Digitalisierung von losen Druckschriften zusammen. In Zukunft wünsche ich mir nur,glücklichzuseinunddiekleinenfreienMomentemeiner Zeit zu genießen, um Artikel über die Geschichte von Puebla und Mexiko zu erarbeiten und um die kulturellen Werte, die wir haben und bei Zeiten ignorieren, zu retten. Wir sind ein reiches und intelligentes Land und Schritt für Schritt müssen wir unsere eigene Werte finden. Ein Ratschlag, den ich den Schülern des Colegio Humboldt gebe, ist, den Geist nicht auf materielle Sachen zu fokussieren und an den Verstand zu glauben; denn dieser hat die wunderbare Fähigkeit, sich transformieren zu können.

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KARLA CABRERA Generation 1996

Ich, Karla, bin als Kind guter Eltern geboren. Für viele Jahre haben sie dafür gekämpft, mir und meinem Bruder die beste Schule bezahlen zu können. Heute kann ich sagen, dass diese Stärke mir während meiner ersten 35 Lebensjahre viele Türen geöffnet hat. Die schwierige wirtschaftliche Situation hinderte mich daran, die Oberstufe des Colegio Humboldt zu beenden. Nichtsdestotrotz weiß ich dies zu schätzen, da dieser Stein im Weg mich zwang, eine Arbeit zu suchen und für das zu kämpfen, was ich wollte. Dank der neuen Stärke meiner Familie konnte ich das Abitur und später den Bachelor in Kommunikation an der IBERO in Puebla machen. Ich werde immer dankbar sein für diese göttliche Fügung, die die folgenden Grundsätze in mein Herz gesät hat: “FÜR DIE ANDEREN DA SEIN” und “DAS LEBEN IST EIN KAMPF” (Militia est vita). Die Dinge, die mich ungemein glücklich machen, können so einfach sein, wie schwimmen, tanzen, singen oder ins Kino zu gehen, eine gute Pozole zu essen, einen regnerischen Tag zu genießen, einen anderen Ort zu besuchen, eine außergewöhnliche Person kennenzulernen oder das Lachen eines Kindes zu hören. Ich war schon immer eine leidenschaftliche Frau, die folgendes macht: jeden Moment, jede Person, jeden Ort, jede Erfahrung genießen. Das Colegio Humboldt hat den Grundstein für meine zärtlichste menschliche Existenz gelegt: die erste Liebe, der erste Kuss, die erste Träumerei, die erste Reise, die ersten besten Freunde, die erste Enttäuschung, die ersten Abschiede, die ersten Ängste, die ersten Misserfolge, die ersten Siege und die ersten Sehnsüchte. Ich erinnere mich liebevoll an viele Lehrer: ernst, lustig, ergeben, entspannt…Aber wen ich niemals vergessen werde ist Tante Cadena. Unsere Mütter und einige Lehrer nannten sie nur “Cadenita” (liebevoll gemeint), aber als Schüler hatten wir auch einen gesunden Respekt und eine seltsame Angst vor allen makaberen Geschichten, die von ehemaligen Schülern im Radio Pasillo berichtet wurden.

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Heute kann ich mit aller Gewissheit sagen, dass dieses Jahr mit Tante Cadena das entscheidenste in meinem Leben war: ihr Aufgabenniveau, die Disziplin und die Forderungen zeichnen viel von dem aus, was ich heute bin. Von ihr habe ich gelernt, dass das Beste, was wir in unserem Leben tun können, ist, uns mit Sorgfalt und Hingabe darum zu bemühen, unsere Träume wahr werden zu lassen. Ich bin überzeugt, dass die Freunde des Colegios Freunde und Geschwister für die Ewigkeit waren, sind und sein werden. Wir lachten, weinten, spielten im Sandkasten, tanzten, rannten auf dem Sportplatz, reisten nach Pahuatlán, verfluchten die Unterrichtsfächer, halfen uns gegenseitig, teilten unsere Erfolge, Ängste, Misserfolge, wuchsen zusammen und tun es immer noch. Zwei Sachen kann ich aus meiner Ausbildung im Colegio Humboldt mitnehmen: Hingabe und Disziplin. In keiner anderen Schule habe ich diese Prinzipien so klar gelebt; alles hatte eine klare Ordnung (bis hin zu den einfachsten Aspekten unserer Ausbildung). Der faszinierende Teil meines Lebens war das Zusammentreffen dieser Werte mit dem Servicegedanken.

sein Erscheinungsbild und Prestige, sondern auch wegen seiner Werte: Qualität, Respekt, Ehrlichkeit und Kreativität. Unser Ziel: in jedem Staat der mexikanischen Republik und jedem Kontinent durch unsere Kunstausstellungen präsent zu sein. Genießt jede Sekunde eures Lebens! Vor kurzem haben wir einen guten Freund des Colegio verabschiedet. Wir wuchsen zusammen auf, lernten zusammen und jetzt ist Pedrito nicht mehr da. Keiner von uns hat das Leben gekauft, wir wissen nicht, wie viel Zeit uns auf dieser Erde bleiben wird. Seid dankbar für alles, was ihr habt, ehrt eure Eltern (dankt ihnen, dass ihr da seid), lernt neue Sachen und teilt alles was ihr könnt; sucht Möglichkeiten, um anderen zu helfen, genießt jeden Augenblick eures Lebens (ob gut oder schlecht). Vor allem lernt: lachen, arbeiten, bemühen. Ich bin überzeugt, dass uns kein leichter Weg dahin führt, wo es die Mühe wert ist. Seid Männer und Frauen, die in dem was sie machen leidenschaftlich sind! Dies wird ohne Zweifel den Wert Mexikos stärken. Wenn ihr eine Veränderung in der Wirklichkeit sehen wollt, müsst ihr bei euch anfangen.

Ich glaube, dass meine größte Herausforderung im Leben das Überwinden meiner eigenen Geister (Ängste) ist und dass dies eine tägliche Arbeit ist. Die Herausforderung ist es, mich als eine intelligente Frau zu sehen, die in der Lage ist, alles im Leben zu erreichen – trotz allem und jedem. Um sich zu entwickeln, suche ich Leute in meiner Umgebung, die die gleichen Ziele haben und in ihrer eigenen Art soziokulturell ein Licht in meinem Leben bedeuten. Momentan bin ich COO bei KUYU, einem Kleinunternehmen, das sich mit der Ausstellung, Förderung und Verbreitung von lateinamerikanischer Kunst in Mexiko und der Welt beschäftigt. Ich liebe dieses Projekt mit aller Kraft meines Herzens, weil ich zum einen mit meinem besten Freund zusammenarbeite (er ist der Gestalter des Projekts) und wir zum anderen vielen Menschen Arbeit geben und deren Arbeit vorantreiben, durch die Rettung der Werte des Kunsthandwerks, seiner Geschichte und allem, was sich daraus ergibt. Es ist unsere beste Maßnahme, um die Werte Mexikos zu bereichern. KUYU Unique MX Style wurde im April 2015 gegründet (es ist unser neugeborenes Baby). Trotzdem sehen wir es als ein Riese, der eines Tages ein bekanntes Unternehmen auf internationalem Niveau sein wird, nicht nur durch

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MARIELA ARRAZOLA Generation 1998

Ich bin in der Stadt Puebla geboren und bin seit dem ersten Jahr im Kindergarten Teil des Colegio Humboldt, da es Teil der Familientradition war. Danach machte ich den Bachelor in “Modern Languages” an der BUAP und studierte zur gleichen Zeit Musiktechnik an derselben Universität. Aber als ich fertig war, erkannte ich, dass mir in Wirklichkeit die Kunst gefällt und ich denke, dass dies durch meine Ausbildung am Colegio beeinflusst war, denn ich war immer ein Fan der Fächer des menschlichen Profils. Mit diesem Kunstinteresse machte ich meinen Master in Ästhetik und Kunst an der BUAP. Nachfolgend wollte ich mit meiner akademischen Entwicklung weitermachen und es schien mir wichtig, den Doktortitel zu erwerben, da dieser notwendig ist, um Unterricht für Bachelor- und Masterstudiengänge zu geben. Daher studierte ich “Erstellung von Kulturtheorien” an der UDLAP, wo ich mich für den Bereich Kunstmarkt entschied. Während dieser Zeit trat ich dem Tecnológico de Monterrey bei, zuerst als akademische Lehrerin und später in Vollzeit. Im Laufe der Zeit wurde damit begonnen, im Rahmen des Projekts das erste Systemmuseum zu eröffnen und dank meines Profils sollte dies durch meine Stelle abgedeckt werden. Seitdem bin ich die Gründungsleiterin des Museo del Tecnológico de Monterrey. Meine Arbeit ist sehr anspruchsvoll, sodass meine Freizeit eingeschränkt ist. Wenn ich einmal Zeit habe, gehe ich spazieren (Wandern), mache Sport, fahre Fahrrad, jogge; außerdem habe ich vier Hunde, die in meinem Verantwortungsbereich liegen und zu meinen Hobbys gehören, sodass ich ihnen viel Zeit widme. Darüber hinaus gehe ich gerne in andere Museen, zu Konzerten, ins Kunstkino und verbringe Zeit mit meinen Freunden. Puebla ist der zweitgrößte Ort mit Museen im ganzen Land, sodass es ein großes historisches Bewusstsein gibt. Die Gründung des Museo del Tecnológico de Monterrey geht auf das Konto der Regierungsinitiative “Noche de Museos”, welche von der städtischen Tourismusbehörde organisiert wird und mit der die Museen einen großartigen Boom erhielten, weil die Menschen in dieser Epoche diese nicht mehr als langweilige Orte betrachten, sondern jetzt als Ort der Erholung wahrnehmen, was auch Spaß am Lernen beinhaltet.

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Aus diesem Grund glaube ich, dass die Museen in der Stadt Puebla wichtig sind, da sie auch das Erbe sowie ein Teil des Kulturkonsums sind; man sagt, dass die Leute, die nach Puebla kommen, wissen, dass sie hier Museen antreffen und deshalb von Personen angelockt werden, die in Kontakt mit der Kultur und der Kunst stehen. Dies verkörpert einen wichtigen Moment, da das Ziel das Angebot von Ausstellungen internationaler Qualität ist. Während meiner Zeit am Colegio Humboldt erinnere ich mich daran, dass mir das Ambiente zwischen den Schülern gefallen hat, weil ich glaube, dass diejenigen, die am Colegio Humboldt lernen, diesen Sinn für Gemeinschaft besitzen, der ihnen dabei hilft, enge Freundschaften zu schließen, die über diese Zeit hinausgehen. Dank der multikulturellen Erfahrungen wird zugleich ein Gefühl der Zugehörigkeit zur deutschen Kultur generiert. Auch werden die Austausche genossen, weil das Colegio dich genau darauf vorbereitet: wegzugehen, deine Flügel auszubreiten und zu fliegen. Ich habe viele Erinnerungen an die Lehrer, z. B. an Tante Hilde, die zwar eine harte Schale, aber einen weichen Kern hatte. In meinem Fall hat mich Herr Becker sehr geprägt, der mir durch den Konversations-Untericht einen großen Schub in Richtung deutscher Sprache gegeben hat und uns nach den Klausuren zum Frühstücken in sein Haus eingeladen hat, wo wir bei dieser Gelegenheit weiter gelernt haben. Auch organisierte er eine Reise zur Malinche und zu den Manzanas im Bundesbezirk, um uns auf das Sprachdiplom vorzubereiten. Er war ein klares Beispiel für die Lehrer, die zum Unterrichten geboren wurden. Frau Patricia Moreno säte in uns den kritischen und analytischen Gedanken über die Gegebenheiten des Landes. Definitiv sind meine besten Freunde die, die ich vom Colegio kenne. Ein Beispiel ist Aline Alcántara, mit der ich seit dem Kindergarten befreundet bin und mit der ich im Museum zusammenarbeiten konnte. Dies war eine großartige Erfahrung, weil ich sie schon mein ganzes Leben lang kenne. Andere gute Freundinnen sind Flor Avilés und Mariana Maus. In Wirklichkeit waren wir eine sehr kleine Generation und es ist interessant zu sehen, wie - obwohl jeder unterschiedliche Wege genommen hat - die Erinnerung uns verbindet.

Disziplin ist ein Wert, den ich am Colegio erworben habe und der mir in meiner Entwicklung geholfen hat, weil ich den Doktor nur durch Disziplin und Beständigkeit erworben habe. Ebenso denke ich, dass die Schüler am Colegio Humboldt keine Angst vor harter Arbeit haben. Andere wichtige Lehren sind Pünktlichkeit und der Respekt gegenüber anderen Kulturen. Die wichtigste Herausforderung, auf die ich bisher traf, war akademischer Art, denn es erfordert eine Menge Geduld und Akzeptanz gegenüber dem mexikanischen Bildungssystem. Einen Doktortitel zu erwerben ist nicht leicht und es war ein sehr ermüdender Prozess, in dem du geistig auf die Probe gestellt wirst. Eine andere große Herausforderung besteht darin, ein Museum zu eröffnen und das Projekt seit seinen Anfängen zu begleiten. Der Umgang mit staatlichen Genehmigungsverfahren, mit der Institution und mit den Künstlern ist eine sehr harte Arbeit und bringt große Verantwortung und Kompromisse mit sich. Als ich anfing, sagte mir der Direktor des San Pedro Museo de Arte tatsächlich: “Willkommen bei einer Arbeit, die niemals ein Ende findet”. Und das ist kontinuierlich so geblieben, seit das Museum geöffnet hat; trotzdem ist es sehr befriedigend und ich fühle mich sehr dankbar. Ich habe eine Reihe von Forschungen, genauer gesagt den Kunstmarkt und insbesondere die Preisgestaltung der zeitgenössischen Malerei. In meiner Freizeit widme ich mich der Nachforschung, was bedeutet, Informationen über die Künstler zu sammeln und zu sehen, wie ihre Preise zu setzen sind. Dieser Punkt ist wichtig in der Welt der Kunst, denn es ist ein Prozess, der nicht solide strukturiert ist und in einer einheimischen Art vorkommt, was die Stärkung des Künstlers beeinflusst. Des Weiteren arbeite ich jeden Monat mit dem Portal e-Consulta in dem Bereich Beratung, indem ich meine Meinung veröffentliche. Ebenso beschäftige ich mich damit zu verstehen, wie die Leute in den Museen lernen, weswegen ich Experimente und Messungen über den Lernbeitrag der Museen durchführe; über diese Thema habe ich einige Berichte. Ich glaube, dass eine Lektion, die alle in der Phase als Schüler lernen sollten, ist, den Moment zu genießen, sich selbst zu sein und das wertzuschätzen, was wir haben.

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ALONSO FRAGUA Generation 1998

Ich wurde in Mexiko-Stadt geboren, habe aber den größten Teil meines Lebens in Puebla verbracht. Ich lernte vom Kindergarten bis zur dritten Klasse der Sekundarstufe am Colegio Humboldt – auf dem alten Campus in der ProfessorFritz-Theiss-Straße. Ich machte meinen Abschluss Cum Laude in Kommunikationswissenschaften an der UDLAP in 2006 und in 2014 schloss ich meine Spezialisierung in anthropologische Wissenschaften im Bereich Kulturpolitik und Kulturmanagement an der Universidad Autónoma Metropolitana (UAM) - Unidad Iztapalapa - ab. Im August diesen Jahres werde ich meinen Master in Kommunikation und digitale Medien an der UDLAP beginnen. Ich bin Koordinator der Capilla del Arte, dem Kulturraum an der UDLAP, der in einem Gebäude im Jugendstil des historischen Zentrums von Puebla angesiedelt ist und im 20. Jahrhundert alte französische Fabriken beherbergt hat. Ich arbeite auch als Journalist beim Radio und auf elektronischen Webseiten, ein Bereich, in dem ich meine Arbeit in der Zeitschrift La Jornada de Oriente begann. Auf diesem Gebiet arbeitete ich in verschiedenen kommerziellen und Universitäts-Medien, sowie an Gemeinschaftsprojekten in Puebla, Mexiko-Stadt und der französischen Stadt Toulouse, wo ich von 2010 – 2011 lebte. Seit 2013 leite ich Así lo dijo Duchamp, ein wöchentliches Programm des Radio BUAP, in dem über die Künstler- und Kulturszene von Puebla, Mexiko und der Welt diskutiert wird.

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Ich bin Musikliebhaber, Filmfan und Büchernarr, städtischer Radfahrer und leidenschaftlicher Umweltschützer. Während meiner Zeit am Colegio habe ich es noch nicht erkannt, aber der Kontakt mit der deutschen Kultur hinterließ einen tiefen Eindruck auf mich. Seit der ersten Klasse im Kindergarten war ich in der Gruppe “D”, die “DM”-Schüler beinhaltete. Dies hat meinen Horizont auf diverse Arten erweitert. Der Kontakt mit der deutschen Gastronomie während der Feierlichkeiten des Oktoberfestes oder Feste wie Weihnachten, ist etwas, an das ich mich mit Zuneigung zurückerinnere. Jetzt denke ich daran, die Brücke vom Boulevard Xonaca zum Sportplatz zu überqueren, um zum Sportunterricht zu kommen; das war etwas, was mir gefallen hat. Besonders erinnere ich mich an die Zeit, als wir zur Feier des St. Martins-Tags mit unseren Taschenlampen oder Laternen umhergezogen sind. Ich kann nicht richtig erklären, warum der Sportplatz mich zu solchen Erinnerungen führt, aber vielleicht habe ich das alte Haus gesehen, das sich am Boden des Geländes befand und das, wie ich später herausfand, das genannte Casa del Obispo war, wo Maximiliano und Carlota bei verschiedenen Gelegenheiten untergekommen sind; heute, traurigerweise, beherbergt es ein Restaurant einer bekannten Kette. Für mich als Geschichtsliebhaber war der Kontakt mit diesem alten Ort vielleicht ausschlaggebend, um mir meine Besuche des Sportplatzes mysteriös und interessant vorkommen zu lassen.

Ein anderer Moment, der mir immer in Gedanken kommt, ist die einwöchige Reise nach Pahuatlán, ins Nordgebirge von Puebla, während der sechsten Klasse der Grundschule. Diese Erfahrung außerhalb von Zuhause und dem Kontakt mit der Heimat ist etwas, woran ich mich häufig mit Freude zurückerinnere. Es war während dieser Reise, als ich, Stadtjunge und Sohn, das erste Mal in einem Fluss geschwommen bin, meine Kleidung gewaschen habe und bei der Zubereitung von Lebensmitteln geholfen habe. Ich vermute, dass die Situation für viele meiner Mitschüler ähnlich war. Die Liste der Lehrer am Colegio Humboldt, die mein Leben gezeichnet haben, ist lang. Aus Angst, jemanden zu vergessen, muss ich Tante Rayito erwähnen, die meine Lehrerin in den ersten zwei Jahren des Kindergartens war. Des Weiteren war Tante Ofelia Cadena ein fundamentaler Teil meiner Ausbildung während der Sekundar-Grundschule. Mit ihr lernte ich lesen und schreiben und die Übung “la bajadita”, mit dem Risiko, dass meine Ohren und Koteletten unter den schmerzhaften Konsequenzen leiden sollten. Obwohl sie streng war, erinnere ich mich mit großer Zuneigung und Bewunderung an sie und mache sie zum Teil für meine Leidenschaft für das Lernen verantwortlich. An Herrn Alcázar, der uns täglich mit seinen KopfrechnenÜbungen “massakrierte” – was meine ersten schlechten Noten bedeuteten – und uns mit seinem künstlerischen Talent im Unterricht überraschte, erinnere ich mich auch sehr gut. Genauso wie an Tante Hilde von Raesfeld, eine andere Person, die den mathematischen Teil meines Gehirns weckte.

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An meine Sprachlehrer denkend: wie könnte ich Mrs. Jackie vergessen, meine Grundschullehrerin in der vierten Klasse und Mrs. Helen Rowland, die mir gezeigt hat, dass Fish & chips und die Beatles die größten Geschenke Englands an die Welt sind. Oder an Tassilo Heidler, der mir mit seinem Unterricht geholfen hat, das Sprachdiplom (1. Stufe) zu erreichen. Seine (manchmal seltsamen) Bibelgeschichten waren immer lustig.

Die Disziplin und die Ordnung sind etwas, was ich am Colegio Humboldt gelernt habe und für das ich ewig dankbar sein werde. Es ist diesem “strengen” Modell zu verdanken, dass ich später in der Lage war, die Flexibilität in meinem Leben anzuwenden. Obwohl mein Arbeitsgebiet nicht direkt mit Mathematik zu tun hat, weiß ich, dass das Schulsystem uns die Welt der Zahlen nähergebracht und mein Gedankengebilde geformt hat.

Der erste Freund, den ich im Colegio Humboldt hatte, war Pablo Abraham, als ich am ersten Tag in den Sandkasten des Kindergartens stieg. Pablo kam in der ersten Pause dazu, als ich mit einer Schaufel und einem Eimer spielte und fragte mich einfach nur: “Willst du mein Freund sein?” Wie einfach die menschlichen Beziehungen in der frühen Kindheit sind! In dieser Gruppe, mit der ich in den Kindergarten eintrat, erinnere ich mich an Mariana Ballesteros, Elizabeth “Bessie” Torres und an Norma Ruiz, drei Freunde, mit denen ich das Klassenzimmer und die Erfahrungen während meines Aufenthalts im Colegio geteilt habe und mit denen ich unter Umständen noch Kontakt habe. Abraham Franco war ein anderer guter Freund während des Kindergartens und der Grundschule. Auf ihn stieß ich ein paar Mal während des Studiums, da wir beide an der UDLAP waren.

Ich erinnere mich z. B. an die Verwendung von Steckdosenleisten: sie am Anfang zu benutzen und aus ihrer Holzkiste zu entfernen war ein Ereignis in meinem Leben, das den Unterstufen der Grundschule zugeordnet werden kann. Eine der größten Herausforderungen, denen ich mich entgegenstellen musste, war das Erhalten eines Stipendiums, um an der Universidad de las Américas Puebla studieren zu können. Um es zu erhalten waren Ausdauer und ein auf das Ziel fokussierter Verstand unverzichtbare Werkzeuge.

Neben meiner Arbeit in der Capilla del Arte unterstütze ich künstlerische und kulturelle Projekte, unabhängig von der Karakol Asesoría y Gestión Cultural-Beratung, die ich vor ein paar Jahren durchgeführt habe. Bekleidet mit diesem Namen arbeitete ich unter anderem an dem in 2014 meist ausgezeichneten mexikanischen Dokumentarfilm, La danza Zusammen mit Luis Miguel Aguirre und Ricardo Nasta war del hipocampo. Unter diesen Auszeichnungen sind das ich Teil der einzigen Rockband, die durch die Klassenzimmer Festival Internacional de Cine de Guadalajara – wo die Weltdes Kindergartens tourte. Unser Repertoire beinhaltete premiere stattfand – und der Premio Guerrero de la Prensa Hits wie “Cuando seas grande” von Miguel Mateos. Unsere beim Festival Internacional de Cine de Morelia erwähnenswert. Instrumente waren, nicht nötig zu erwähnen, aus LegoBausteinen gemacht. Währenddessen war unsere Managerin, Für November diesen Jahres plane ich zusammen mit Karakol Tante Rayito, für die Überwachung unseres Images verant- meine erste Ausstellung mit den Werken von dem Designer, wortlich, welches durch Kilos von Gel zur Aufrichtung unserer Architekten und poblanischen Künstler Betirri, der in den Haartolle und Mohawks ein wenig Wiederstand hatte. USA lebt und seine Arbeit im Rahmen des italienischen, kanadischen und brasilianischen Fußball geteilt hat. Als meine Gruppe “D” in der vierten oder fünften Klasse der Grundschule “verschwand”, traf ich neue Freunde wie Toño Nach dem Master plane ich meinen Doktor im Ausland zu Carrillo, Pepe Galván, Erick Mozzo und Jorge Arturo Bretón, mit machen. denen ich das Klassenzimmer bis zur Sekundarstufe teilte. Im zweiten Jahr, während der Klassenfahrt nach Guanajuato, waren Es ist ein Klischee, aber ich kann es nicht anders sagen: sie es, mit denen ich das Zimmer und die Abenteuer teilte. schätzt jeden Moment am Colegio Humboldt; macht das Beste aus der Gelegenheit und bleibt in Kontakt mit anderen Von meinen Mitschülern der Sekundarstufe erinnere ich Kulturen und Denkweisen. Genießt, obwohl es seltsam mich an Tanja Schröder, Roberto Anaya und Mario Riestra, klingt, das Erlernen der deutschen Sprache: die grammatikawelcher genau wie ich ein Filmfan war. Meine deutschen lischen Geheimnisse und die Komplexität helfen euch, in Mitschüler betreffend werde ich mich immer an das Trio dem einen oder anderen Moment über die traditionellen Stefan Karig und seinen großen Haarschopf, an Christian Formen hinauszudenken und zu handeln. Baumstark und sein ewiges Lächeln sowie an Erick Mohr, immer mit einem Buch in den Händen, erinnern.


OKTOBERFEST 2015 CONTENIDOS

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USHÄNDIGUNG DER KÖNIGLICHEN AN DAS COLEGIO HUMBOLDT

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ie Königliche Verfügung (Cédula Real) ist eine der höchsten Auszeichnungen, die an Institutionen für ihren Lebensweg und ihren Sozialbeitrag zur Wandlung von Puebla in eine bessere Stadt verliehen wird. Zu diesem Zeitpunkt erhält das Colegio Humboldt diese Auszeichnung im Rahmen des Kongresses der Deutschen Schulen in Amerika – der Amerikatagung 2015.

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Mehr als 100 Jahre nach der Gründung der Schule vergibt die Stadtregierung diese Auszeichnung an das Colegio Humboldt für ihr wichtiges kulturelles, soziales und pädagogisches Vermächtnis an Tausende Poblanos. Diese Veranstaltung wurde durch den Bürgermeister der Stadt Puebla, Herrn Dr. José Antonio Gali Fayad, geleitet. Teil des Präsidiums waren: Herr Lic. Mario Riestra Piña (Sekretär des Stadtrats), Frau Lic. Patricia Vázquez del Mercado (Sekretärin für öffentliche Bildung des Staats Puebla), Dinorah López de Gali (Präsidentin des Verwaltungsrates der DIF Municipal), Viktor Elbling (Deutscher Botschafter in Mexiko), Marko Foitzik (Deutscher Honorarkonsul in Puebla), Herr Ing. Norbert Weiss (Vorsitzender des Vorstands des Colegio Humboldt), Herr Lic. Cirilo Salas (Präsident der Bildungskommission des Staatskongresses), Dorotheé Bauni (Ministerialrat Staats- Bundesausschuss für Bildung im Ausland), Oliver Scharm (Ministerrat für das Auslandsschulwesen im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten), Joachim Lauer (Leiter der Zentralstelle für Deutsche Schulen) und Thomas Karig (Vizepräsident Unternehmensbeziehungen bei Volkswagen México). Die Veranstaltung startete mit einer Bewertung der kulturellen Brüderlichkeit zwischen Deutschland und Mexiko durch die bemerkenswerte Geschichte des Colegio Humboldt seit ihrer Gründung am 15. Januar 1911 in der Stadt Puebla, so die Worte des Sekretärs des Stadtrats Mario Riestra Piña, ehemaliger und herausragender Schüler.

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Später hielt der Bürgermeister der Stadt Puebla eine Rede, in der er die Bedeutung der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen von Puebla zu Deutschland betonte und die Beiträge des Colegio Humboldt zur Ausbildung von Tausenden von Poblanos seit mehr als einem Jahrhundert anpries.

Nach Abschluss dieser Ansprache überreichte Dr. Jose Antonio Gali Fayad den Königlichen Erlass an Ing. Norbert Weiss, Vorsitzender des Vorstands des Colegio Humboldt, der seinen Dank zum Ausdruck brachte und das Engagement für die Gesellschaft durch die multikulturelle Ausbildung der Schüler bestätigte. Ferner bedankte er sich bei der Belegschaft, die schon vor dieser wichtigen Auszeichnung Teil des Colegio war. Des Weiteren sprachen Herr Viktor Elbling, deutscher Botschafter in Mexiko, sowie Frau Lic. Patricia Vázquez del Mercado, Sekretärin für öffentliche Bildung des Staats Puebla, die den Staatsgouverneur Rafael Moreno Valle vertrat. Sie betonten, dass das Colegio Humboldt wichtige Mitarbeiter in führenden Unternehmen, genauso wie den Bürgermeister der Stadt und den Sekretär für Wirtschaftsund Tourismusentwicklungen Michael Chaín, zu seinen Absolventen zählt. Die Königliche Verfügung ist ein Dokument, das 1532 durch ie Königin Isabel I von Portugal, Ehefrau von Carlos I, ausgestellt wurde und Puebla als Stadt anerkennt sowie den Titel und die Rechte als “Ciudad de los Ángeles” – Stadt der Engel – verleiht.


N VERFÜGUNG

(CÉDULA REAL)

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AMERIKATAGUNG 2015

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as Colegio Humboldt war Gastgeber der Tagung der Deutschen Auslandsschulen in Amerika, “Amerikatagung 2015”, an der Leitungsmitglieder von 40 deutschen Schulen des gesamten amerikanischen Kontinents teilgenommen haben: aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, El Salvador, Nicaragua, Paraguay, Peru, den USA und Mexiko. Vom 22.–25. Oktober fanden Vorträge und Diskussionsveranstaltungen statt, die einen gemeinsamen Raum zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch eröffnen sollten. Den Vorsitz der Veranstaltung hatte Herr Detlef Ernst, Vorsitzender des WDA (Weltverband Deutscher Auslandsschulen). Ferner nahmen teil: Frau Ministerialrätin Dorothée Bauni, Ländervorsitzende des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland, Herr Oliver Schramm, Leiter des Auslandsschulreferats im Auswärtigen Amt sowie Herr Joachim Lauer, Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen beim Bundesverwaltungsamt (BVA). Bei ihrer Ankunft im Hotel bekamen die Teilnehmer einen Begrüßungstrunk mit Mariachi-Begleitung geboten. Am folgenden Tag wurden sie von Kindern der ersten Grundschulklasse des Colegio Humboldt in farbenprächtigen mexikanischen Trachten begrüßt. Hauptpunkt der Gespräche und Diskussionsrunden war die Information der im WDA zusammengeschlossenen Schulen über den neuen Rechtsrahmen sowie bestehende neue Möglichkeiten für ein Studium der Schüler in Deutschland. Ferner diskutierte man über die Zukunft der Bildung sowie neue Lernformen und bereicherte damit die Tätigkeit und Zusammenarbeit der deutschen Auslandsschulen. Im Rahmen der Tagung überreichte Pueblas Bürgermeister Dr. José Antonio Gali Fayad im Namen der Stadtregierung dem Colegio Humboldt in Würdigung seiner 105-jährigen Leistungen und seines Engagements für die Bildung im Bundesstaat Puebla die “Königliche Urkunde” (Cédula Real).

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Im multikulturellen Kontext der Veranstaltung fanden integrative Tätigkeiten statt, bei denen die Gäste bei den verschiedenen Festessen die einheimische Gastronomie kennenlernen konnten. Ferner machten sie sich mit Besuchen an historischen Stätten wie der Palafox-Bibliothek, dem Zócalo und den Festungen von Loreto und Guadalupe ein wenig mit der Kultur Pueblas vertraut. Die Teilnehmer waren von der Veranstaltung positiv beeindruckt und gaben ihren Dank für die Gastfreundschaft und Organisation der “Amerikatagung 2015” zum Ausdruck; ZfA-Leiter Joachim Lauer charakterisierte die Deutsche Schule Puebla als idealen Gastgeber, der bei den Besuchern in jeder Hinsicht angenehme Eindrücke hinterlassen habe. In diesem Sinne stellte die Tagung der Deutschen Schulen Amerikas eine hervorragende Gelegenheit dar, die gesellschaftliche Verpflichtung des Colegio Humboldt zu unterstreichen, auch künftig hochwertige Bildung in multikulturellem Zusammenhang zu bieten.


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Unsere neuen Labore kennen

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nlernenT horium

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Zusammenkunft der generaT

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TIOn 1995

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BIS BALD! generaci贸n 2015

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Ex-SchĂźlern/Absolventen

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Durch die Zeit

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¿Wie erhalte ich meinen Ausweis? Registriere deine Daten auf der Seite der ehemaligen Schüler des Colegios.

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Schick uns eine Mail mit deinem Foto (in Farbe mit weißem Hintergrund) unter Angabe deines vollständigen Namens und deiner Generation an: exalumnos@colegio-humboldt.edu.mx Hole dir deinen Ausweis 10 Tage nach Beantragung und Bestätigungsmail in der Kommunikationsabteilung ab.

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Die Kosten belaufen sich auf $150.00 und sind bei Beantragung zu zahlen.


Alumni7 al  
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