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Zukunft nach Plan 40 Jahre fĂźr die neue Ă„ra / The future according to plan

40 years for the new era


K u r z f a s s u n g / SU M M AR Y

Gebrauchsanweisung für dieses Buch / How to use this book Dieses Buch ist keine Geschichte der Vergangenheit, eher eine Geschichte der Zukunft. Es ist bei weitem kein Geschichtsbuch, vielleicht ein Buch mit Geschichten, ein Gedankenbuch, ein Bilderbuch. Es ist in Module aufgeteilt. Sie können also irgendwo anfangen: hinten, vorne, in der Mitte, wie es Ihnen gefällt, und wir freuen uns natürlich, wenn Sie etwas entdecken, was Ihnen gefällt.

/ This book is more like a review of the future than a review of the past. It is definitely not a history book ... perhaps a book with stories, a book with thoughts, a book with pictures. It is split into modules. So you can start reading anywhere: from the back, the front, the middle – as you please. And of course, weʼd be delighted if you discover something that pleases you.

Inhalt für Eilige / Synopsis for busy people «Zukunft nach Plan» handelt von pkag und Pöyry, die zusammengegangen sind und damit eine neue Ära bei Engineering und Consulting begründen. Es handelt vom Planen, von Verkehr und Energie, von Infrastrukturen, von der Zukunft und der Vergangenheit, redet über Ingenieure und Engineering, über Teile und Systeme und über Mobilität und Energie von morgen und die Haltung, die uns leiten sollte.

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/ “The future according to plan” is about pkag and Pöyry, two companies that have come together to launch a new era in engineering and consulting. Itʼs about planning, transportation and energy, infrastructure, about the future and the past. It talks about engineers and engineering, parts and systems, about mobility and tomorrowʼs energy, as well as about the attitude that should guide us.


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Zukunft nach Plan 40 Jahre fĂźr die neue Ă„ra / The future according to plan

40 years for the new era


Inhaltsverzeichnis / Table of contents

Kurzfassung 2 Summary Modul 1 «I have a dream.»

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Modul 2 «Abfahrt siebzehnuhrfünfzig, Ankunft neunzehnuhrsiebenundzwanzig» “Departure five-fifty pm, arrival seven-twenty-seven pm”

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Modul 3 Vision completed

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Modul 4 Als Denken noch Handwerk war When thinking was still artisanship

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Modul 5 Head-Quarters

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Modul 6 Ganze Arbeit The whole job

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Modul 7 Perspektiven Perspectives

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Ein Wort zum Schluss, ein Wort zum Anfang A word for the end, a word for the beginning

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Modul 1

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Modul 1

«I have a dream.»

Es gibt nichts Wunderbareres, als Träume zu haben. Von einer besseren Welt, von einem schöneren Leben, von einer neuen Wirklichkeit.

Auch wir, als Ingenieure, haben manchmal Träume, aber in der Regel kommen wir damit nicht weit.

«I have a plan» ist unser Traum, und auch der erweist sich in der Realität dann meist als etwas fundamental anderes, nämlich: «I have a problem.“

Das wiederum bedeutet: «Ich brauche eine Lösung, also mache ich einen Plan.» Das klingt einfach und einleuchtend. Nur: was heisst das, «einen Plan machen»? Was ist denn eigentlich «planen»?

Planen ist die gedachte Vorwegnahme einer künftigen Realität unter Zugabe des Rezepts, wie sie hergestellt werden könnte. Dazu muss ich als Erstes wissen, was bereits vorliegt, als Zweites, was ich schon weiss und noch wissen muss, und als Drittes, was denn dereinst sein soll, also: worin die angestrebte künftige Realität besteht. Ich muss das Ziel kennen.

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Dann muss ich den Weg finden, wie man dahin kommt, und zu guter Letzt muss ich die Komponenten und Massnahmen bestimmen, mit denen dieser Weg ge-


“I have a dream.”

Nothing is more enchanting than having dreams. About a better world, a more pleasant life, a new reality.

Even we engineers sometimes have dreams, but as a rule, they donʼt take us very far.

“I have a plan” is our dream and it, too, often turns out to be something fundamentally different in the real world: “I have a problem.”

That, in turn, means: “I need a solution, so I have to craft a plan.” That sounds simple and persuasive. Except: what does “crafting a plan” mean? Whatʼs planning anyway?

Planning means envisioning a future reality and throwing in a recipe that describes how it could be built.

For this purpose, I first have to know what exists already, and second, what I already know and have yet to know, and third, what has yet to be – in other words, what constitutes the envisioned future reality. I need to know the goal.

Then, I have to find the route, path, or trail that gets me there. And finally, I need to identify the resources and measures that make this route negotiable. –

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gangen werden kann. – Das impliziert auch dies: Nicht der Planende geht den Weg, sondern jemand anders. Dieser jemand anders sind die Ausführenden, die Profis, die wissen, wie man solche geplante Wege geht. Der Planende ist nur der Wegweiser und – das gehört dazu – der Wegposten, der Kontrolleur, der die Einhaltung der Regeln prüft (das Navigationsgerät: «Bitte wenden!»), und dann zugleich auch noch der, der mit der Zielflagge winkt.

Planen ist generell weit komplexer, als man denkt, und da haben wir das Stichwort: «denken»!

Denken hat irgendetwas mit Verstand zu tun.

Wer planen will, braucht in der Regel ziemlich viel davon.

Nun ist das mit dem Verstand so eine Sache: Er ist, wie alle guten Dinge, eine knappe Ressource, und so wird – manchmal sogar in der Planung – oft sparsam damit umgegangen: Knappe Ressourcen muss man schonen.

Dabei ist es eben so: Das Allerwichtigste beim Planen ist das Denken, der Verstand, und nicht zuletzt der gesunde Menschenverstand. Wenn auch der dabei ist, geht vieles leichter. Damit stossen wir nun auf eine erste Erkenntnis. Sie mag trivial sein, aber sie ist entscheidend: Der Prozess des Denkens, die Arbeit, die dem Plan vorausgeht, die Zeit des Planens, ist der Kern und der Erfolgsfaktor jedes geplanten Projekts. Je mehr

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Which implies this: It is not the planner who travels the route; others do that. The others are the implementers, the professionals who know how planned routes can be travelled. The planner is merely the signpost and – as part of the job – the waypoint attendant, the controller who makes sure the rules are observed (the GPS navigator: “Please turn around!”) and also the person who waves the finish-line flag.

In general, planning is far more complex than most people tend to think. And there we have our keyword: “Think”!

Thinking is somehow associated with intellect.

It takes quite a bit of that to craft plans.

But intellect is one of those elusive notions: Like all good things, it is a scarce commodity, so it is judiciously allocated – sometimes even in planning. Scarce commodities should be used circumspectly.

Then again, it is important to know this: The key facets in planning are thinking, intellect, and – not least – common sense. If that is part of the equation, things go a lot more smoothly.

This brings us to a first insight. As trivial as it may seem, it is absolutely crucial:

The process of thinking – the work that precedes the plan, the planning period

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Verstand im Voraus eingebracht werden kann, desto grösser sind die Chancen, die vorweggenommene künftige Wirklichkeit real werden zu lassen. Das heisst: Nicht der fertige Plan als solcher ist das Ereignis, sondern das, was ihn ermöglicht hat:

Entscheidend ist die Investition ins Denken. Das ist die Erkenntnis Nummer 1. Die Erkenntnis Nummer 2 geht nun aus ganz anderen Aspekten hervor und führt uns in – Ingenieure würden sagen – unangenehme, suspekte Dimensionen, nämlich ins Reich von Planung und Vorhersehbarkeit, Vorsehung und Vorhersehung, Planung und Schicksal; letzten Endes und auf den Punkt gebracht zu folgender Tatsache:

Der natürliche Feind der Planung ist die Wirklichkeit.

Sie hält sich nämlich nicht immer – offen gesagt: eigentlich nie – an unsere Regeln, und das zeigt sich so:

Beim Planen denken wir vom Ziel her zum Ziel hin. Dabei beziehen wir alle denkbaren/erkennbaren Eventualitäten mit ein, die sich in der Zeit der Realisation ereignen könnten.

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itself – is the core and success factor of every planned project. The more intellect that can be contributed in advance, the greater the likelihood that the envisioned future reality can become real. In other words: The event is not the finished plan as such, it is what enabled the plan.

The investment in thought is decisive.

That is insight No. 1.

Insight No. 2 originates from totally different aspects and leads us into – as engineers would say – unpleasant and suspicious dimensions: into the realms of planning and predictability, providence and divination, planning and destiny. Ultimately and on the bottom line, we are confronted with an undisputable fact:

Reality is the planner’s natural enemy.

This is because reality does not always obey – let’s face it: never obeys – our rules, and this has a consequence:

When planning, we think from the goal to the goal. We factor in all conceivable/ recognisable imponderables that could occur during the implementation phase.

But time, fateʼs little sister, the spoilsport, keeps messing things up by constantly cluttering our path with unexpected petty realities. Nature plagues us with its geological idiosyncrasies, the winter lasts ten weeks longer than anticipated, a

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Die Zeit jedoch, das ist die kleine Schwester des Schicksals, die Spielverderberin, die alles immer wieder durcheinanderbringt, indem sie pausenlos mit unerwarteten Kleinrealitäten um sich wirft: Die Natur wartet mit geologischen Ungereimtheiten auf, der Winter dauert 10 Wochen länger als vorgesehen, eine Maschine gibt den Geist auf, weil sie nicht gewartet wurde, ein Arbeiter arbeitet unkonzentriert, weil seine Frau ein Kind erwartet. Es gibt Dinge, denen selbst der beste Plan nicht beikommen kann.

So entsteht immer eine gewisse Differenz oder Diskrepanz zwischen Geplantem und Gebautem, zwischen Plan und Wirklichkeit, weil der Mensch, die Natur, die Zeit dazwischenfunken. Deshalb wird das vollendete Projekt, wenn die einst gedachte Wirklichkeit zur gebauten geworden ist, am Ende minutiös dokumentiert, und zwar «as built» und nicht «as planned». Die Differenz zwischen den beiden Polen fällt umso kleiner aus, je erfahrener und kompetenter die Planer sind und – je gnädiger das Schicksal.

Jede Planung ist komplexer und unwägbarer, als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Doch genau das macht den Reiz des Planens aus und erhebt das Planen gewissermassen zur Kunst. Die Kunst des Planens ist zu wissen, worauf es ankommt, damit am Ende das passiert, was von Anfang an das Ziel war.

In unserem Fall, der pkag, ist dieses Ziel ziemlich digital: «Sein oder nicht sein?» Fliesst der Strom oder fliesst er nicht? Fliesst er dort, wo er soll, dann, wann er soll, und nicht, wenn er nicht soll? Fliesst er sicher? Fliesst er für alle sicher? Ist geerdet, was geerdet sein soll? Fährt der Zug? Hält der Zug? Kann sich der Lokführer darauf verlassen, dass der Zug die Signale bei 250 km/h automatisch

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machine gives up the ghost because it was not properly serviced, a worker canʼt concentrate properly because his wife is expecting a baby. There are circumstances that even the best plan canʼt avoid.

So there is always a certain difference or discrepancy between what was planned and what was built, between the plan and reality, because of man-made, nature-induced, and time-wrought disruptions. This is why the completed project, once the envisioned reality has become the built reality, is painstakingly documented in the end – as-built, and not as-planned. The more experienced and competent the planners are and the more benign fate turns out to be, the smaller the difference between these two poles.

Every planning venture is more complex and difficult to assess than it seems to be at first sight. But thatʼs exactly what makes planning so exciting and, in a way, an art form. The art of planning is knowing what is needed to produce the outcome that was the goal from the very beginning.

In our case, at pkag, this goal is fairly digital: “To be or not to be.” Does the electricity flow or doesnʼt it? Does it flow when and where itʼs needed and not if it isnʼt needed? Does it flow reliably? Does it flow safely for everyone? Are things that need to be earthed actually earthed? Does the train move? Does the train stop? Can the driver rely on the fact that the train will automatically detect and respond to signals at a speed of 250 km/h? Will passengers arrive at their intended destinations safely and on time? Are they comfortable en route? Do they feel at ease? Are they content? – Coincidentally, this shows: Reconfiguring reality by far transcends the technical levels.

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wahrnimmt und befolgt? Kommen die Gäste sicher und rechtzeitig dort an, wo sie hinwollten? Reisen sie komfortabel? Fühlen sie sich gut? Sind sie zufrieden? – Das zeigt ganz nebenbei: Die Wirklichkeit neu zu konfigurieren, geht weit über das Technische hinaus. Das alles ist das Ergebnis komplexer Pläne, die dazu dienen, eine – aus Distanz betrachtet – längst selbstverständliche, aber im Grunde ziemlich seltsame Energie nutzbar zu machen: den Strom. Strom ist das eigenartige Zeug, das in den Steckdosen steckt. Man sieht es nicht, man hört es nicht, riecht es nicht, aber dennoch ist es da und bewegt die Welt, und zwar die ganze Welt:

Ohne Strom geht nichts.

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Wir haben uns daran gewöhnt, dass er immer da ist, wenn wir ihn brauchen. Die Versorgungssicherheit strebt asymptotisch gegen 100 Prozent, und das macht ihn zumindest marketingtechnisch zu einem eher unattraktiven Produkt: Strom wird von den Benutzern und Konsumenten viel zu wenig geschätzt. Die Tatsache, dass seine jederzeitige Verfügbarkeit der absolute Standard ist, führt notgedrungen zu einer paradoxen Situation:


All this is the result of complex plans designed to harness a form of energy that is – when viewed from a distance – at once ubiquitous and rather perplexing: electricity. Electricity is the enigmatic stuff that resides in power sockets. You can’t see, hear, or smell it. Yet it’s there and moves the world: the whole world.

Nothing runs without electric power.

We have become used to the fact that it is available when we need it. Availability is asymptotically approaching 100 per cent, which at least from a marketing point of view makes electricity quite an unattractive product. It is not sufficiently appreciated by users and consumers. The fact that 24/7 availability is the defacto standard inevitably leads to a paradox situation:

Electric power is noticed only when it is absent. (And sometimes, people notice it when they are struck by it.)

The circumstance that the standard for electricity meets the highest conceivable expectations also defines the standard in power planning – the benchmark for the philosophy of pkag’s engineers.

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Modul 1

Man nimmt Strom nur dann wahr, wenn man ihn nicht wahrnimmt. (Und manchmal nimmt man ihn wahr, wenn man von ihm geschlagen wird.)

Aus der Tatsache, dass der Standard für Strom auf dem denkbar höchsten Niveau angesiedelt ist, ergibt sich denn auch der Standard für die Stromplanung, und das heisst, der Standard für die Philosophie der Ingenieure von pkag:

Wer 100 Prozent will, muss 100 Prozent geben. Das ist die Haltung, die pkag erfolgreich machte, und die fügt sich nahtlos ein in die Philosophie von Pöyry, dem Konzern, zu dem die pkag seit 2011 gehört: Be open, be sharp, think forward, be fair.

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If you want 100 per cent, you have to give 100 per cent.

That is the attitude that made pkag successful, and it merges seamlessly with the philosophy of Pรถyry, the corporation to which pkag has belonged since 2011: Be open, be sharp, think forward, be fair.

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Modul 2

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«Abfahrt siebzehnuhrfünfzig, Ankunft neunzehnuhr‑ siebenundzwanzig» (Friedrich Dürrenmatt, «Der Tunnel»)

/ “Departure five-fifty pm, arrival seven-twenty-seven pm” (Friedrich Dürrenmatt, “The Tunnel”)

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Es kommt die Zeit, in der Fahrpläne obsolet geworden sind. Das setzt eine optimale Korrelation von Raumangebot und Taktdichte voraus: Alle Fahrgäste haben einen Sitzplatz und jederzeit einen Zug. Das ist der Wunschtraum für alle. Es könnte aber auch sein, dass nur fährt, wer reserviert hat. Das wäre der Albtraum für viele. / There will come a time when timetables are obsolete. This calls for an optimised correlation of capacity and timing density: All passengers have a seat and a train at all times. That’s everyone’s dream. The other option: passengers need a reservation to board. That would be most everyone’s nightmare.

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Mobilität ist das Konsumgut schlechthin / Mobility is the supreme consumer good

Sie ist Voraussetzung nicht nur für eine funktionierende Wirtschaft, sondern für die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft als Ganzes. Der heutige Mensch ist prinzipiell unterwegs. Es wirkt fast so, als wäre die Idee des Angekommen-Seins aus dem Gedankengut oder Wertesystem gestrichen worden. Wer angekommen ist, bleibt zurück («Müssiggang ist …»). «Arriviert» ist heute niemand mehr. Allenfalls jene, die es sich leisten können, ohne Mobile Phone, Internet, Cloud & Co. auszukommen, und die sind sehr dünn gesät. Allein schon deshalb, weil sie es sich nicht leisten wollen.

/ It is essential not only for the functional integrity of the economy but also for the functionality of society as a whole. Modern consumers are on the go by definition. It seems almost as if the notion of having arrived was deleted from the level of consciousness or from the vocabulary of the system of values. Those who have arrived remain stranded (playing truant ...). Today, no one has “arrived” any longer. Except perhaps those who can do without mobile phones, the Internet, cloud computing, etc., but they are few and far between. If for no other reason than that they choose not to indulge.

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Die Menschheit ist komfortabel unterwegs / Humanity is comfortably en route ...

Real und virtuell. Mobilität ist selbstverständlich geworden. Ihren Wert nehmen wir nur dann wahr, wenn wir im Stau stehen (wo das Automobil vollends zum Statussymbol verkommt), wenn wir im Zug keinen Sitzplatz und keine Funkverbindung finden oder beim Umsteigen im Bahnhof den Anschluss verpassen, weil Fahrplan, Umsteigeweg und menschliches Marschtempo inkompatibel dimensioniert sind. Doch aufs Ganze gesehen sind die Irritationen im öffentlichen Verkehr und insbesondere im Bahnverkehr verschwindend klein.

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/ … in reality and virtually. Nowadays, mobility is a birthright. We only realise how precious it is when we are stuck in a traffic jam (which emphasises the role of the automobile as a status symbol), when we cannot find a seat or a WLAN in the train or miss a connection at the railway station because the timetable, the distance between platforms, and the speed of homo sapiens on foot are incompatible. But all told, irritations in public – and especially in railbound – transport are practically negligible.


Das Schweizer Bahnnetz gehört zu den besten und dichtesten der Welt / Switzerland’s rail network ranks among the best and densest in the world

Es ist derart perfekt, dass es selbst die alte Präzisionsregel verletzt, die da besagt: Je genauer und dichter der Fahrplan, desto wahrscheinlicher die Verspätung. Bei den heutigen Taktdichten verhält es sich in der Regel so: Man kann jederzeit zum Bahnhof gehen, der Zug ist entweder schon weg oder noch nicht da. Warten muss niemand lange. Das ist Mobilität der luxuriösen Art!

/ It is so perfect that it even violates the old rule of precision, viz.: The more rigid and dense the timetable, the greater the likelihood of delay. As a rule, given todayʼs scheduling density, this is the status quo: No matter when you enter a railway station, your train has either just left or not yet arrived. No one has to wait long. Itʼs the luxurious variant of mobility!

Weshalb sie möglich ist, braucht die Fahrgäste nicht zu interessieren, sowenig, wie sie wissen müssen, wie es kommt, dass ihr Mobile Phone telefonieren, E-Mails checken, Fotos machen kann. Es kann’s einfach. Das reicht.

Passengers do not need to be concerned about why it is possible, just like they do not need to know how their cell phones can also check e-mails and take pictures. They just do that. Thatʼs the way it is.

Die Bahn-Infrastruktur in der Schweiz Ein paar runde Zahlen, damit man sich ein Bild machen kann

Switzerlandʼs rail infrastructure A few rounded numbers paint the bigger picture

5200 km Schienen, betrieben von über 60 verschiedenen Bahn-Anbietern (3100 km von den SBB): pro Kilometer alle 12 Minuten 1 Zug.

5200 kilometres of track, operated by over 60 different providers (3100 km by the SBB): 1 train per kilometre every 12 minutes.

8000 700 2000 30 000 14 000 6 1800 km 2

8000 700 2000 30,000 14,000 6 1800 km 2

Eisenbahnbrücken Eisenbahntunnel Haltestellen und Bahnhöfe Signale (SBB-Netz) Weichen (SBB-Netz) Wasserkraftwerke (SBB) 132-kV-Leitungen (SBB) GSM-R-Zentralen (SBB)

railway bridges railway tunnels stops and railway stations signals (SBB network) points (SBB network) hydroelectric power plants (SBB) of 132-kV lines (SBB) GSM-R centres (SBB)

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Modul 2

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Ungeheure Denkleistungen / Colossal mental achievement Vielleicht sollte man aber dennoch ganz zaghaft wieder einmal in Erinnerung rufen, dass hinter fast allem, was wir heute täglich nutzen, ungeheure Denkleistungen stehen, die im Wesentlichen von Wissenschaftlern, Ingenieuren, Technikern erbracht worden sind. Der Zustand der heutigen Welt (und der von morgen) ist eine Ingenieurleistung.

/ It might be opportune to remember, from time to time, that nearly everything we use on a daily basis is the product of colossal mental achievements attributable in most cases to scientists, engineers, and technicians. The state of the current world (and that of tomorrow) is an engineering feat.

Engineering ist der Kern von fast allem / Engineering is at the core of almost everything Engineering macht, dass die Welt komfortabel funktioniert, die Kühltruhe kühlt, der Tomograph das Innere des Menschen zeigt, dass Medikamente mit konstanter Qualität in Mengen produziert werden können, dass der Rasenmäher mäht, der Beton hält, die Tunnel wasserdicht sind und die Züge fahren.

/ Engineering is why the world works comfortably, why the freezer freezes, the tomograph reveals the insides of bodies, drugs can be produced with consistent quality in ample quantities, lawnmowers mow, concrete remains firm, tunnels are impermeable to water, and trains run.

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Modul 2

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Planung als Basis der Kundenzufriedenheit: «Abfahrt siebzehnuhrfünfzig, Ankunft neunzehnuhrsiebenundzwanzig» / Planning as the basis for customer satisfaction: “Departure five-fifty, arrival seven-twenty-seven”

Dass das so klappt, wie es geplant wurde, der Zug erstens überhaupt fährt, zweitens rechtzeitig abfährt und dann drittens auch noch ankommt, wann er ankommen soll, das hat nun im weitesten Sinne und in aller Bescheidenheit auch mit den Ingenieuren von pkag zu tun. Nicht überall in der Schweiz, aber in den meisten Netzabschnitten.

/ When things happen as planned – for instance when the train runs in the first place and second, departs without delay, and third, arrives at the intended time – the engineers at pkag can legitimately take some credit in the broader sense and in all modesty. Not everywhere in Switzerland, but in most network sections.

pkag Paul Keller Ingenieure AG, die heutige Engineering- und Consulting-Abteilung von Pöyry Schweiz, wurde 1973 gegründet und hat sich zu einem der führenden Schweizer Unternehmen im Bereich der Planung für Bahn, Energie und Telecom entwickelt.

pkag Paul Keller Engineers Ltd., now the engineering and consulting division of Pöyry Schweiz AG, was founded in 1973 and gradually evolved to become one of Switzerlandʼs most eminent planning firms in the domains of railway technology, energy, and telecommunications.

Die pkag ist ein reines Planungsunternehmen. Es erbringt keine materielle, sondern eine intellektuelle Marktleistung, gemäss dem Grundsatz: Wer plant, baut nicht, und wer baut, plant nicht. Der Nutzen und Mehrwert, den die pkag bietet, findet sich auf mehreren Ebenen. Die direkten Kunden profitieren von der Erfahrung, dem Wissen und Know-how und der Unabhängigkeit des Unternehmens. Sie erhalten umfassende, transparente, intelligente und wirtschaftlich durchdachte Lösungen auf neustem Stand der Technik

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pkag is a pure planning enterprise. It renders only intellectual, not material, services according to the principle “planners donʼt build, and builders donʼt plan”. The benefits and added value provided by pkag are multi-faceted. Direct customers profit from the companyʼs experience, knowledge, know-how, and independence. They are served with comprehensive, transparent, intelligent, and economically sound, state-of-theart and state-of-insight solutions with the objective


und Erkenntnis, mit dem Ziel, die Differenz zwischen Geplantem und Gebautem möglichst gering zu halten. Die Kunden der Kunden wiederum erfahren Qualität, Komfort, Verlässlichkeit und Sicherheit, was sich letzten Endes im Image des Providers und der Kundenzufriedenheit reflektiert. Gerade im Bereich der Elektrizität, wo hundertprozentige Verfügbarkeit als Standard wahrgenommen wird, leistet tadellose Planung einen wesentlichen Beitrag zum materiellen und immateriellen Wert der gesamten Infrastruktur.

of minimising the difference between what was planned and what is built. In turn, the customers of the customers experience quality, convenience, trustworthiness, and dependability, which ultimately are reflected in the providerʼs image and the customerʼs satisfaction. Particularly as regards the continuum of electricity, where 100% availability is perceived as the sine qua non, flawless planning makes a pivotal contribution to the material and intangible value of the entire infrastructure.

Die pkag Paul Keller Ingenieure AG ist ein unabhängiges Planungs- und

/ pkag Paul Keller Engineers Ltd. is an independent planning and

Engineering-Unternehmen für Bahntechnik, Energieversorgung und

engineering firm for railway technology, power infrastructure, and

Telekommunikation und unterstützt seine Kunden in Strategie, Kon-

telecommunications that supports its customers in strategic and

zeption und allen Projektphasen. Rund 45 Expertinnen und Experten

conceptual issues as well as in all project phases. Some 45 specialised

arbeiten in den Bereichen Fahrleitungsanlagen, Erdungskonzepte,

women and men devote themselves to catenary systems, earthing

NISV, Sicherungsanlagen, Fahrgastinformation, Frei- und HS-Kabellei-

concepts, RF fields, safety systems, passenger information, high-

tungen, fixe und mobile Telekommunikationssysteme. 2011 wurde die

voltage transmission lines and cables, as well as fixed and mobile

pkag zu 100 Prozent von Pöyry übernommen und firmiert seit 2013

telecommunication systems. In 2011, pkag became a wholly-owned

unter dem Namen Pöyry Schweiz AG.

subsidiary of Pöyry and since 2013 has been operating under the name Pöyry Schweiz AG.

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Modul 2

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pkag/Pöyry Punkt für Punkt: Die Engineering-Dienstleistungen Bahn Projektmanagement / Engineering • Klein- bis Grossprojekte • Planung und Realisierung • Spezifikationen und Pläne • Ausschreibungen • Studien und Expertisen • Verhandlungen • Bauherrenvertretungen Bahntechnik • Metros • Light Rails • Strassenbahnen • Fernbahnen • Hochgeschwindigkeitsbahnen Fahrleitungen • Kettenwerksfahrleitungen • Tunnelfahrleitungen • Hochgeschwindigkeitsfahrleitungen • Stromschienen • Tramfahrleitungen • Trolleybusfahrleitungen Sicherungsanlagen / Automation • Innen- und Aussenanlagen • Relaisstellwerke Domino • Block- und Zugsicherung • ESTW elektrische Stellwerke und ETCS • Bahnübergänge • Automatisierung ILTIS • Fernsteuerung und GSM-R

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Bahnstromversorgung • Schaltanlagen • Unterwerke • Freileitungen • Gleichrichterstationen • Kabelanlagen • Erdungen und Potenzialausgleich • Traktionsstromrückführungen Haltestelleninfrastruktur • 50-Hz-Anlagen • Erdungen • Ticketing • Fahrgastinformation • Beleuchtungen Depoteinrichtungen • Fahrleitungen • Schaltanlagen • Steuerungen • Schlüsselverriegelungen • Sicherheitseinrichtungen • 50-Hz-Anlagen • Erdungen Schutz- und Steueranlagen • Automatisierung von Fahrleitungen • Schutzanlagen • Leitsysteme • SPS • SCADA • Unterhaltsanlagen Berechnungen und Simulationen • Statische Berechnungen • Mastfundamente • NISV-Berechnungen


• Lastflussberechnungen • Netzberechnungen • Mechanische Simulationen Telekommunikation • Strahlende Kabel • GSM-R-Anlagen • Funkplanung • Glasfasernetze • Wireless-Anlagen

Energie / Telecom Projektmanagement / Engineering • Planung und Realisierung • Spezifikationen und Ausschreibungen • Prüfungen und Abnahmen • Studien • Expertisen • Verhandlungen • Bauherrenvertretungen Freileitungen • Freileitungsplanung und Trassierung von 15 bis 150 KV, 16,7 und 50 Hz • Dimensionierung aller technischen Parameter • Submissionen für Tiefbau und Montage • Bau- und Montageleitung Kabelanlagen • Dimensionierung von Energie-Kabelanlagen • Trassierung für Bahn-, Strassen- und Tunnelanlagen • Trassierung von Telekommunikationsanlagen (Fiber to the Home [FTTH]) • Bau- und Montageleitung Genehmigungsverfahren • Plangenehmigungsverfahren für Übertragungs leitungen • Erstellen von umfangreichen Dossiers für BAV und ESTI • Verhandlungen mit Behörden und Eigentümern • Verhandlungen für Grundstückerwerb

NISV-Expertisen • Standort-Datenblätter • Simulationen und Berechnungen von Frei- und Kabelleitungen und Transformatoren • Dimensionierung von Abschirmungen • Gutachten und Expertisen für 16,7- und 50-Hz Systeme Energieversorgungsanlagen • Anlagenkonzepte • Schaltposten und Unterwerke • Elektromechanische Ausrüstungen für Bahnen und Strassen • Gleich- und Umrichterstationen • Transformatoren • Niederspannungsverteilungen Leittechnik • Betriebs- und Einsatzleitzentralen • Überwachungs- und Sicherheitssysteme • Leit-, Signalisierungs- und Informationssysteme für Energie-, Bahn- und Strasseninfrastruktur Statik / Konstruktionen • Mast- und Fundamentstatik • Leiterseilberechnungen • Spezialkonstruktionen • System- und Werkstattzeichnungen • Konstruktionen von Stahlplattformen für Mobil funkanlagen Leitungssanierungen • Leitungskontrollen, Bestandsaufnahme von Freileitungen • Erarbeitung von Sanierungskonzepten • Planung und Begleitung der Schadensbehebung • Aktualisierung und Digitalisierung von Planunter lagen Erdungskonzepte • Traktionsstromrückführung • Erdung und Potenzialausgleich • Streustromschutz • Erdung für Tiefbauobjekte • Zusammentreffen von Erdungssystemen • Messungen

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/ pkag/Pöyry item by item: Engineering services Rail systems Project management / engineering • Small to large projects • Planning and implementation • Specifications and design • Tenders • Studies and expertises • Negotiations • Proxy services Railway engineering • Metro systems • Light rail systems • Trams • Intercity railways • High-speed railways Overhead contact lines • Catenary systems • Catenary systems for tunnels • High-speed catenary systems • Third-rail systems • Catenary systems for trams • Catenary systems for trolleybuses Safety installations / automation • Indoor and outdoor systems • Domino all-rail interlocking • Block and train safety • Electronic signal boxes and ETCS • Level crossings • ILTIS automation • Remote control and GSM-R

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Traction power • Switchgear • Substations • Overhead lines • Rectifier stations • Cabling • Earthing and equipotential bonding systems • Return current systems Platform infrastructure • 50-Hz systems • Earthing • Ticketing • Passenger information • Lighting Depot facilities • Overhead contact lines • Switchgear • Control systems • Keyed safety systems • Safety equipment • 50-Hz systems • Earthing Protection and command systems • Overhead line automation • Protection installations • Control systems • Programmable logic systems • SCADA • Maintenance systems Calculations and simulations • Static calculations • Mast foundations • Electromagnetic compatibility calculations


• Power flow calculations • Network calculations • Mechanical simulations Telecommunications • Feeder cable leakage • GSM-R installations • Radio communications planning • Fibre optic networks • Wireless installations

Energy / telecom Project management / engineering • Planning and implementation • Specifications and tenders • Testing and acceptance procedures • Studies • Expertises • Negotiations • Proxy services Overhead lines • Overhead line planning and layouting for 15–150 kV, 16.7 and 50 Hz • Definition of all technical parameters • Tenders for civil engineering and assembly • Site supervision Cabling • Dimensioning of power cabling • Layouting for rail, road, and tunnel installations • Layouting of telecom installations – fibre to the home (FTTH) • Site supervision Approval procedures • Design approval procedures for transmission lines • Comprehensive document preparation for BAW and ESTI • Negotiations with authorities and owners • Land acquisition negotiations

EMC expertises • Site data sheets • Simulation and calculation of overhead lines and cables as well as transformers • Dimensioning of screening • Opinions and expertises for 16.7- and 60-Hz systems Power distribution systems • System concepts • Switching stations and substations • Electromechanical equipment for railways and roads • Converter and rectifier stations • Transformers • Low-voltage distribution Control systems • Operation and co-ordination centres • Monitoring and safety systems • Control, signalling, and information systems for power, railway, and road infrastructure Statics / construction • Mast and foundation statics • Conductor calculations • Special-purpose designs • System and workshop blueprints • Design of steel platforms for mobile communication systems Overhead line rehabilitation • Overhead line inspections and inventories • Development of rehabilitation concepts • Remedial action planning and supervision • Updating and digitisation of planning resources Earthing concepts • Return current systems • Earthing and equipotential bonding systems • Stray current protection • Earthing for civil engineering projects • Earthing systems interconnection • Measurements

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Modul 2

R=0.38 An zwei Kerben h채ngt die Mobilit채t: Fahrdraht im Querschnitt / Mobility depends on two grooves: Cross section of a contact line

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a 51째

R=0.38

b

R=0.38

27째

R=0.38

d

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Modul 3

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Vision completed 61


Modul 3

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Seit der Jahrtausendwende ist die Welt – auch oder gerade die technisch-industrielle Welt – eine andere geworden. Zuvor, das werden die meisten eingestehen, war sie einfacher und ßberschaubarer. Die Fachgebiete waren definiert. Die Projekte abgegrenzt. Vieles unvernetzt. / The world, or especially the technical-industrial world, has changed since the turn of the millennium. Before that happened, many will agree, the world was simpler and more fathomable. Specialisations were defined. Projects self-contained. Many activities were not networked.

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Modul 3

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Mehr Kapazität für höhere Komplexität / More capacity for greater complexity

Heute hängt alles mit allem zusammen (das war zwar schon immer so, aber die Netze sind dichter, sensibler, labiler geworden): Infrastrukturen hängen mit menschlichem Verhalten zusammen. Menschliches Verhalten mit Politik, Wirtschaft und Umwelt. Politik, Wirtschaft und Umwelt mit virtuellen und aktuellen Ressourcen. Mobilität mit Infrastrukturen und Infrastrukturen mit Wachstum, Energie und Geld. Das macht zwar alles ein bisschen komplizierter, führt aber zu einem umfassenderen Denken: vor allem deshalb, weil zu allem hinzu der alles beeinflussende Faktor kommt: die Zeit. Was sich im vergangenen Jahrzehnt angekündigt hat, setzt sich beschleunigt fort. Schienen-, Strassenund Datenverkehr stossen an ihre Grenzen. Die Kapazitäten sind ausgereizt. Es braucht Gesamtkonzepte und Sofortmassnahmen zugleich. Deshalb braucht es aber auch Unternehmen, die stark, gross genug und jederzeit in der Lage sind, die heute und künftig notwendigen intellektuellen und materiellen Leistungen möglichst rasch, wirtschaftlich und nachhaltig zu erbringen und auch zu verantworten. Das ist das Szenario, vor dem sich der Zusammenschluss der pkag mit dem strategisch und kulturell auf gleicher Linie liegenden Unternehmen Pöyry Schweiz AG entwickeln konnte.

/ Today, everything is interconnected with everything else (that was always true, but networks have become denser, more sensitive, less stable): Infrastructure is intertwined with human behaviour. Human behaviour in politics, economics, and ecology. Politics, economics, and ecology with virtual and hands-on resources. Mobility with infrastructure and infrastructure with growth, energy, and money. While that makes everything a bit more complicated, it does inspire comprehensive thinking – particularly because of the other factor that impacts everything: time. What began to gel in the course of the last decade is now accelerating. Rail, road, and data traffic flows are facing limits. Capacities are nearing exhaustion. We need all-inclusive concepts and swift remedies. That need calls for companies that are strong, big enough, and always ready to deliver – and also accept accountability for – the intellectual and material services required today and tomorrow as quickly, cost-effectively, and sustainably as possible. It is the premise on which the merger of pkag with Pöyry Schweiz AG, a company with similar strategic and cultural values, was able to evolve.

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Modul 3

Kompetenzzuwachs / Competence gain

/ The integration of pkag in the “Urban & Mobility” business unit provided Pöyry with a substantial gain in consulting and engineering competence for the entire Swiss market. At the same time, the international market gained a provider with a more extensive portfolio of capabilities.

Systemtechnik und Strukturbau, intellektuelle und materielle Leistung gibt es aus einer Hand. Die Kunden haben einen Ansprech- und Vertragspartner für alles. Die Abläufe sind schlanker. Das Know-how ist vereint. Die Grösse des Unternehmens kann mit der Grösse und Komplexität der kommenden Aufgaben in jeder Hinsicht mithalten, auf beraterischer, technischer, regulatorischer, juristischer und ökonomischer Ebene genauso wie auf der Ebene der Philosophie und Wertvorstellung.

Systems and infrastructure engineering as well as intellectual and material services are now paired with single-source convenience. Customers have one contact and contractual partner for everything. Procedures are streamlined. Know-how is consolidated. The size of the company matches the size and complexity of forthcoming assignments in every respect, at the consulting, technical, regulatory, legal, and financial levels, but also as regards philosophy and shared values.

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Mit der Integration der pkag in den Geschäftsbereich «Urban & Mobility» erhielt Pöyry einen enormen Kompetenzzuwachs bei Consulting und Engineering im gesamten Schweizer Markt. Gleichzeitig gewinnt der internationale Markt einen Anbieter mit umfassenderem Portfolio.


«Balanced sustainability» / “Balanced sustainability”

Diese Wertvorstellung, die das ganze Unternehmen leitet, bringt Pöyry klar zum Ausdruck: Engineering «balanced sustainability for a better world». Das passt genau zum Qualitätsverständnis der pkag, und so kann man guten Mutes sagen: vision completed. Mit der pkag ist die Pöyry Schweiz AG vollends zur Gesamtanbieterin geworden.

/ These shared values, upheld by the company as a whole, are aptly expressed by Pöyry: Engineering “balanced sustainability for a better world.” This thoroughly matches the quality concept that prevails at pkag, so it is fair to say: vision completed. With pkag, Pöyry Schweiz AG has become a total systems provider.

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Modul 3

Kontinuität / Continuity

Zwei Punkte sind dabei nicht unerheblich: Roland Keller, der Sohn des Firmengründers Paul Keller und Verwaltungsrat der pkag, ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Pöyry Schweiz AG. Für die Mitarbeitenden der pkag hat sich nur der Firmenname geändert: Belegschaft und Domizil blieben wie bisher, einzig der Aktionshorizont wird sich mit der Tätigkeit in einem weltweit agierenden Unternehmen erweitern.

/ In this context, two factors are relevant: Roland Keller, the son of company founder and pkag chairman Paul Keller, is the CEO of Pöyry Schweiz AG. For the staff members at pkag, only the company name has changed. The composition of the team and the domicile remain the same, but the horizon has expanded by a host of activities within a corporation that operates on a global scale.

Weltweit ist Pöyry eines der führenden Ingenieur- und Beratungsun-

/ Pöyry is one of the worldʼs leading engineering and consulting firms.

ternehmen, das in den Geschäftsfeldern Städtebau & Verkehr, Energie,

In 2010, Pöyry generated EUR 682 million in its core businesses Urban

Industrie und Wasser & Umwelt im Jahr 2010 einen Umsatz von EUR

& Mobility, Energy, Industry, and Water & Environment. The company

682 Millionen erwirtschaftete und heute rund 7000 Mitarbeitende

employs nearly 7000 persons. The shares of Pöyry Plc are listed on the

beschäftigt. Pöyry Plc ist an der OMX Börse Helsinki notiert. – In der

OMX Helsinki stock exchange. – In Switzerland, Pöyryʼs staff consists of

Schweiz beschäftigt Pöyry über 400 Experten und bietet umfassende

over 400 experts who provide comprehensive services in the Urban &

Dienstleistungen in den Bereichen Städtebau & Verkehr, Energie und

Mobility, Energy, and Water & Environment sectors.

Wasser & Umwelt an.

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Modul 3

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Als Denken noch Handwerk war / When thinking was still artisanship 81


Modul 4

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1973, damals, als die pkag gegründet wurde, war das ultimative Arbeitsgerät der Ingenieure – neben dem Gehirn natürlich – ein Gegenstand, für den Sammler bei seltenen Exemplaren sogar sechsstellige Summen bezahlen. / In 1973, when pkag was founded, the ultimate tool used by engineers – apart from their brains, of course – was an object for which collectors today, if it is a rare model, are willing to pay a six-digit price.

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Modul 4

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Impressionen aus 40 Jahren pkag / Impressions from 40 years pkag

1973, damals, als die pkag gegründet wurde, war das ultimative Arbeitsgerät der Ingenieure – neben dem Gehirn natürlich – ein Gegenstand, für den Sammler bei seltenen Exemplaren sogar sechsstellige Summen bezahlen. Wer diesen Gegenstand heute vor sich sieht, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit kaum seinen Namen kennen, noch ihn zu bedienen wissen: den Rechenschieber. Er war einst Standard; es gab ihn in verschiedenen Grössen mit unterschiedlichen Genauigkeiten – heute würde man sagen «Auflösungen» – und für verschiedenste Fachgebiete. Rechenschieber, Rechenscheibe, Rapidograph, Tipp-Ex (seit 1965 in flüssiger Form auf dem Markt), Zirkelsets in den damals hochbegehrten Samtschatullen, das Geodreieck und die grossen, mehrfach verstellbaren Plan-Zeichentische gehörten neben den Vermessungsinstrumenten zur Grundausstattung für die tägliche Arbeit. Als die pkag gegründet wurde, dachten und rechneten Planer noch von Hand. Die Idee des Berufs ist zwar bis heute dieselbe geblieben, aber Gegenstand, Werkzeuge und Arbeitsweise haben sich fundamental verändert.

/ In 1973, when pkag was founded, the ultimate tool used by engineers – apart from their brains, of course – was an object for which collectors today, if it is a rare model, are willing to pay a six-digit price. In all likelihood, people who see this object now will be able neither to name it nor to use it: the slide rule. It was once indispensable. It came in different sizes with various degrees of accuracy (today, this would be referred to as “resolution”) and for various disciplines. Linear and circular slide rules, Rapidograph pens, Tipp-Ex (available as a fluid since 1965), bow compass sets in the highly coveted, velvet-lined cases, set squares and the large, flexibly adjustable draughting tables were the standard resources – alongside surveying instruments – for the engineerʼs daily work. When pkag was established, planners thought and calculated “by hand”. The idea behind the occupation is still the same, but the scope of the work, the tools, and the methods have undergone fundamental change. At that time, had someone described the world as we experience it today, the vision would have been

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Modul 4

Wer damals vorausgesagt hätte, was unsere Welt heute charakterisiert, wäre nicht als Visionär, sondern als hoffnungsloser Phantast bezeichnet worden. Noch 1977 sagte Ken Olson, Gründer und Präsident von DEC: «There is no reason for any individual to have a computer in his home.» Es gibt Dinge, die sich weder planen noch exakt voraussagen lassen. Aber man kann mit dem, was man tut und wie man es tut, die Grundlagen dafür schaffen, dass sich zu einem gewissen Zeitpunkt genau das ereignen kann, wofür die Zeit reif ist: z. B. dass sich die pkag nach 40 Jahren als Ganzes perfekt in ein grösseres Unternehmen einfügen und integraler Bestandteil von Pöyry werden konnte.

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dismissed as a hopelessly quixotic reverie. As late as 1977, DEC co-founder and CEO Ken Olsen said: “There is no reason for any individual to have a computer in his home.” Some things can neither be planned nor predicted with certainty. But with what they do and how they do it, individuals can create the circumstances that will allow things to happen in certain ways when the time is right: for instance that after 40 years, pkag as a whole turned out to be a perfectly coherent fit for a larger company and became an integral entity within Pöyry.


«Cherchez la femme» Dass die pkag genau so angefangen hat, wie sie es eben tat, hat nicht zuletzt mit einer Frau zu tun.

/ The fact that pkag started out exactly the way it did is attributable not least to a woman.

Paul Keller, Gründer der pkag, arbeitete seit 1957 12 Jahre lang als Fahrleitungsingenieur bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und wechselte dann in die Privatwirtschaft zu einem selbständigen Planungs- und Immobilienunternehmen. Dies tat er, nicht weil es ihm bei den SBB nicht gefiel, sondern weil dieses Unternehmen zwar bereits für die SBB arbeitete, aber keine eigenen Ingenieure hatte. Da die SBB schon damals externe Planungsbüros suchten, weil ihre eigenen an die Kapazitätsgrenzen stiessen (Outsourcing der frühen Stunde: das Wort «Outsourcing» selbst wurde erst im Jahr 2000 in den Duden aufgenommen), war Paul Keller für seinen Arbeitgeber lebenswichtig. Etwas später kam dann auch Bruno Willimann hinzu – der spätere Gründungspartner –, und zwar durch einen Zufall der romantischen Art. Ingenieure und Techniker waren damals schon gesucht, er hätte mehrere andere Stellen gleichzeitig haben können, aber er bewarb sich genau dort, wo bereits Paul Keller arbeitete: Im selben Haus, in dem die Firma domiziliert war, wohnte nämlich auch seine damals noch zukünftige Frau, und so kamen die beiden Gründer der pkag 1971 erstmals zusammen.

In 1957, pkag founder Paul Keller joined the Swiss Federal Railways (SBB) as a catenary engineer. Twelve years later, he took a private enterprise job with an independent planning and real estate company. He switched not because he didnʼt like working for the SBB. It was because this company was already a contractor to the SBB but did not have any engineers on its payroll. Since the SBB needed external planning firms at the time because of a shortage of in-house capacities and thus resorted to outsourcing, Paul Keller was a vital asset for his employer. Shortly thereafter, Bruno Willimann – later to be the co-founder of pkag – signed up as well, due to a romantic coincidence. The demand for engineers and technicians was brisk, and he could have taken several other jobs simultaneously, but he applied for a position with the company that had hired Paul Keller. The reason: his future wife had a flat in the building in which the company was domiciled, so the two founders of pkag met for the first time in 1971.

Da die beiden Planer zwar die Hauptarbeit des Unternehmens leisteten, sich aber nicht angemessen an der Firma beteiligen konnten, suchte Paul Keller einen Weg, um selber anzufangen. Bruno Willi-

Because the two planners handled the bulk of the companyʼs work but did not have the wherewithal to become co-owners, Paul Keller decided to start his own business. Bruno Willimann didnʼt have to be asked twice. Together, they looked for an investor. A respected Zürich-based construction and real estate firm with a rather extravagant business model purchased 27 of the 50 registered shares with a

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Modul 4

mann machte sofort mit. Sie suchten einen Investor zur Gründung ihrer eigenen Firma. Ein damals renommiertes (wenn auch in Saus und Braus wirtschaftendes) Zürcher Bau- und Immobilienunternehmen beteiligte sich mit 27 der 50 Namenaktien zu CHF 1000.–. Im Ferrari des Hauptaktionärs fuhr man zum Gründungsessen.

par value of CHF 1000 each. The main shareholder drove the two founders to the inaugural dinner in his Ferrari. One of the first assignments involved planning services for the new Olten-Rothrist railway line, a milestone for the 60-minute-interval timetable that

Schnee im neuen Auto. Dem Leitungsingenieur Erich Deuring vom

/ Snow in the new car. pkag owes much to catenary engineer Erich

SBB-Kreis II, Luzern, hat die pkag sehr viel zu verdanken. Er brachte

Deuring at SBB district II in Lucerne. He assigned jobs and once, when

Aufträge und einst auch unverhoffte Erheiterung, als er wie so oft zu

visiting the offices of pkag for a project briefing as he so often did,

Projektbesprechungen im Büro der pkag war. Nach der Sitzung fuhren

also contributed some involuntary merriment. After the meeting, Paul

Paul Keller mit Erich Deuring auf dem Nebensitz und Bruno Willimann

Keller with Erich Deuring on the passenger side and Bruno Willimann

auf dem Rücksitz im neuen Auto zum Mittagessen ins Restaurant

on the back seat drove to the Danieli Restaurant (which belonged to

Danieli (das dem ersten Curling-Weltmeister der Schweiz gehörte).

Switzerlandʼs first World Champion in Curling) in Kellerʼs new car. As an

Als Ingenieur interessierte sich Eric Deuring selbstverständlich für

engineer, Erich Deuring was obviously interested in the many switches

die vielen interessanten Bedienknöpfe, testete sie auch, worauf sich

and pushbuttons, and while testing them suddenly opened the sun

das Schiebedach plötzlich öffnete und die beiden auf den Vordersitzen

roof, whereupon a load of snow fell onto the front seats, covering

mit einer Schneelawine überschüttete: «Dem Ingeniör ist nichts zu

the occupants like a miniature avalanche. “Nothing can flummox an

schwör …»

engineer ...”

Zu den ersten Aufträgen gehörte die Planung der Neubaustrecke Olten–Rothrist, die den Meilenstein für den Stundentakt darstellte und die Reisezeit von Zürich nach Bern erstmals auf unter eine Stunde verkürzte. Die Strecke ist heute schon 35 Jahre in Betrieb. Das Projekt Flughafenlinie von Zürich nach Kloten war ebenfalls einer der ersten Aufträge. Sehr viel Planungsarbeit wurde im Bereich Oerlikon geleis-

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for the first time shortened the trip from Zürich to Bern to less than one hour. Meanwhile, that line has been operational for 35 years. The line from Zürich to the airport in Kloten was also among the first contracts. A considerable amount of planning work was invested in the Oerlikon and now, 40 years later, it is happening again. In conjunction with SBBʼs major “Cross-City Route” project in Zürich, pkag is back at work in the same


tet, und das ist auch 40 Jahre später wieder so: Im Zusammenhang mit dem SBB-Grossprojekt der «Durchmesserlinie» in Zürich ist die pkag wieder am selben Ort tätig. Die Bahnwelt ist klein, aber sie hat immer Ausbaupotenzial. Nicht nur die Fahrleitungen beschäftigten das Unternehmen in seinen Anfangszeiten. Auch die Planung von Übertragungsleitungen für die SBBSektion Bern machte einen Grossteil der Aufträge aus. Dass man es damals mit den Sicherheitsvorkehrungen bei der Feldarbeit relativ locker nahm, zeigt folgende Anekdote:

location. The railway realm is small, but it always has growth potential. In its early years, the company was occupied with more than just overhead contact lines. Many of the contracts involved the planning of transmission lines for SBBʼs Bern section. The following anecdote shows that safety precautions in field work were sometimes relatively lax.

Nichteinhalten der Sicherheitsbestimmungen gegenüber Hochspan-

/ Non-compliance with safety regulations concerning high-voltage and

nung und Absturz. Vermessungsarbeiten im Auftrag der SBB. 66-kV-

trip-and-fall accidents. Surveying work on behalf of the SBB. A 66-kV

Leitung im Gebiet Kyburg–Tösstal, eiskalter Winter. Messdistanz

line in the Kyburg-Tösstal area, ice-cold winter. Surveying distance

600 m, Höhenunterschied ca. 160 m. Bruno Willimann mit 4-m-Mess-

600 metres, elevation difference about 160 metres. Bruno Willimann

latte am Bergmasten. Paul Keller im Tal mit krächzendem Funkgerät:

with a 4-metre levelling rod at the hillside mast. Paul Keller in the

«Ich sehe nichts!» – Bruno Willimann steigt mit Latte und Funkgerät

valley, with a crackling walkie-talkie: “I canʼt see anything!” – Bruno

den Gittermasten hoch, hält die Latte senkrecht und hört: «Du musst

Willimann climbs up the mast with the rod and the radio, holds the

noch höher hinauf.» Willimann steigt höher und höher, bis endlich die

rod vertically and hears: “You have to go farther up.” Willimann climbs

Meldung kommt: «Jetzt sehe ich etwas, ganz ruhig halten.» – Willi-

higher and higher until Keller calls: “Now I can see it. Hold it still.” –

mann bleibt in bissiger Kälte und schwindelnder Höhe mehrere Minu-

Willimann remains motionless for several minutes at a dizzying height

ten regungslos. Dann heisst es «Alles gemessen!», schleunigst runter-

in the freezing cold. Then, “All measured” gives him the signal to clam-

klettern und zum Aufwärmen ins Restaurant Linde in Kyburg, wo schon

ber down and head for the warmth of the Linde Restaurant in Kyburg

das erste Weihnachtsessen der jungen Firma stattgefunden hatte.

where the young companyʼs first Christmas dinner had taken place.

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Modul 4

Ölkrise, autofreie Sonntage, Wirtschaftszusammenbruch / Oil crisis, traffic-free Sundays, economic collapse

Eigentlich würde man annehmen, dass eine Wirtschaftskrise als Zeitpunkt für eine Firmengründung denkbar schlecht gewählt sei, aber für die pkag war er denkbar gut. Der öffentliche Verkehr wurde zum boomenden Markt. Die SBB, die lange Zeit wenig Ausbaupläne hatten, begannen sich damals neu zu orientieren und legten das Fundament für das heutige Netz mit Taktfahrplan und S-Bahn. Das Auftragsvolumen stieg. Die Zukunft der pkag war schon früh gesichert.

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/ It would seem that establishing a company in the midst of the economic crisis was ill timing, but for pkag, it was the absolutely right thing to do. Public transport became a booming market. The SBB, which for a long time had no expansion plans, began to regroup and laid the foundation for the current network with clock-face scheduling and the S-Bahn. The contract volume rose. The future of pkag was safeguarded at an early stage.


Ganz anders jedoch verlief die Zukunft des Hauptaktionärs. Die Immobilienkrise machte ihm derart zu schaffen, dass er Ende 1975 bei der pkag Geld verlangte, damit er sein Weihnachtsessen und die Gratifikationen auf gewohnt luxuriösem Niveau ausrichten konnte. Die pkag zahlte, kaufte gleichzeitig die Aktien zum doppelten Preis für je CHF 2000.– zurück und war seit diesem Zeitpunkt frei und unabhängig. Die Zukunft des ehemaligen Hauptaktionärs war bald darauf Vergangenheit: Sein Unternehmen verschwand von der Wirtschaftsbühne.

But the future of the principal shareholder took a totally different turn. The real estate crisis was so incisive that he demanded money from pkag in late 1975, so he could host his extravagant Christmas party and pay out bonuses of the habitually luxurious magnitude. pkag paid up and simultaneously repurchased its shares at twice the price, CHF 2000 each, thus gaining freedom and independence once and for all. The future of the former major shareholder became history soon thereafter: His company wound down and vanished.

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Modul 4

9.03 Uhr: die magische Zeit der Luzerner / 9:03 am: a magic hour in Lucerne

Die pkag wuchs. Schon in den ersten Jahren stieg das Auftragsvolumen stetig und markant. Die Ölkrise veränderte die Wahrnehmung der Umwelt und die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs. Es gab aber auch weitere Ereignisse, die das Unternehmen prägten. Ein Beispiel ist der Brand des Luzerner Bahnhofs vom 5. Februar 1971 – die Bahnhofsuhr blieb genau um 9.03 Uhr stehen, und das war seltsamerweise genau die Zeit, die in den Plänen des Neubaus von 1895 eingetragen war. Der Brand löste auch bei der pkag einen Planungsschub aus. Der ganze Bahnhof mit allen Zufahrten wurde umgebaut. Die pkag, und vor allem der Heimwehluzerner Bruno Willimann, war Tag und Nacht unterwegs, denn die Planung war komplex und schwierig. Wegen des labilen Schwemmlanduntergrunds musste für die Fahrleitungsmasten gepfählt werden. Einmal, mitten in der Nacht, platzte beim Pfählen eine Leitung, das Wasser floss in Strömen in die nebenan gelegene Paketpost, wo nun Paket um Paket vom Boden auf die Regale gerettet werden musste, bis nach langer Zeit die Feuerwehr den Schieber fand und die Ströme stoppen konnte. Exakt 20 Jahre nach dem Brand war der neue Bahnhof fertiggestellt, und die Direktion der SBB lud grosszügig alle Mitarbeitenden zum Aufrichtefest vom Dienstag, 24. September 1991, 15.30 bis 22 Uhr, ein. Die Einladung war mit einer IBM-Kugelkopf-Schreibmaschine geschrieben (die Schrift war Letter Gothic), und das Postskriptum nach dem Text lautete wie folgt: «PS. Die Teilnahme am Fest gilt als Arbeitszeit (Es können max. 4.2 Stunden eingezogen werden)»

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/ pkag kept growing. Even in the first years, order volumes picked up steadily. The oil crisis changed perceptions regarding the environment and the significance of public transportation. But other events had an impact on the company as well. One example is the fire that broke out at the Lucerne train station on 5 February 1971 – the station clock stopped at precisely 9:03 am, and strangely enough, it was the time, to the minute, entered on the 1895 blueprints for the new building. The blaze also triggered a wave of planning contracts for pkag. The entire railway station, with all access routes, had to be rebuilt. pkag and especially homesick Lucerne native Bruno Willimann were on the move day and night; planning was complex and difficult. Because of the unstable wetland substratum, piles had to be driven for the overhead line masts. Once, in the middle of the night, piling ruptured a main and water gushed into the adjacent parcel logistics building. Package by package had to be picked up and stacked on shelves until the fire department finally found the valve and stopped the flooding. Precisely 20 years after the fire, the new railway station was completed, and the SBBʼs directors were generous enough to invite all personnel to the topping-out ceremony on Tuesday, 24 September 1911, from 3:30 to 10 pm. The invitation was written with an IBM Selectric typewriter using a Letter Gothic typeball, and the postscript was worded as follows: “P.S.: Your attendance at the party will be deemed working time (a maximum of 4.2 hours will be disbursed)”.


1. Geschäftsjahr: Alle Erwartungen weit übertroffen. Fahrleitungsanlagen von Arbon bis Zürich. 2. Geschäftsjahr: Ebenfalls gut. Beginn der Flughafenlinie. Vertrag mit SBB Kreis II (Luzern). Fühler ins Ausland. 3. Geschäftsjahr: Hektisch. Vorverlegung der Flughafenlinie um ein ganzes Jahr. Neubaustrecke Olten–Rothrist. Projektstudienvertrag über eine 132-kV-Verbindung Etzelwerk–Rapperswil. 4. Geschäftsjahr: Neue Kunden. Auftrag des Tiefbauamtes des Kantons Zürich. Leitungsverlegung der NOK, EKZ und EWZ im Bereich der geplanten Nationalstrasse N20. Freileitungsanpassung in Stammheim. 5. Geschäftsjahr: Olten total: Nach der 1. Etappe des Bahnhofs und der Neubaustrecke Olten–Rothrist drei weitere Projektierungsaufträge: Rangierbahnhof Olten, Dreispurstrecke Dulliken–Olten, Erweiterung der Kabelanlagen im Unterwerk Olten. Erster Auslandsauftrag: ein Gutachten für die iranischen Staatsbahnen. 6. Geschäftsjahr: Weiter wachsende Auftragsvolumen. Grösstenteils Aufträge der SBB. Unter anderen die Strecke Wallisellen–Uster. Auslastung der Firma, Zuzug von Teilzeitarbeitenden. Roland Keller, der Sohn von Paul Keller, tritt in die Firma ein.

8. Geschäftsjahr: Gute Aussichten bis in die Neunzigerjahre. Aufträge rund um den Bahnhof Luzern. Bahnanlagen von Schwyz bis Altdorf. Verschiedene Übertragungs- und Leitungsprojekte. Mit den SBB beginnt die Zukunft des öffentlichen Verkehrs (auch für die pkag). Vorprojektstudien für städteverbindende Haupttransversalen. 9. Geschäftsjahr: Projektierungsmitarbeit an der Zürcher S-Bahn. Gesamtverkehrskonzeption wird sich auf den öffentlichen Verkehr, und damit auch auf die pkag, auswirken. Die pkag erstellt eine Schweizer Karte mit dem SBB-Übertragungsnetz. 10. Geschäftsjahr: Trotz SBB-Defizit wird investiert. Der öffentliche Verkehr wird mit der S-Bahn weiterhin gefördert. «… Für die Paul Keller AG bedeutet dies symbolisch dreierlei: Dass die SBB auch in der Zukunft innovativ denken und handeln werden und dass damit verbunden für die nächsten Jahre mit einem zumindest gleichbleibenden, vermutlich aber wie in der Vergangenheit schön wachsenden Auftragsvolumen gerechnet werden darf. Und dass die Paul Keller AG mit der S-Bahn-Haltestelle Stettbach direkt vor dem Bürohaus eine ‹eigene› Station erhalten wird.»

7. Geschäftsjahr: 7 neue Aufträge. Reibungslose Eröffnung der neuen Flughafenlinie und des neuen Stellwerks in Olten. Insgesamt 7 Mitarbeiter.

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Modul 4

Nach 10 Jahren gab die pkag ihre erste Firmenbroschüre heraus, Format A5, vierfarbig, mit einem Vorwort von Paul Keller: «… Die Tatsache, dass meine Firma seit der Gründung am 1. Oktober 1973 ein stetiges, gesundes Wachstum aufweisen konnte, erfüllt mich und meine Mitarbeiter mit berechtigtem Stolz. … Heute sind es andere Überlegungen als 1973, die die Wichtigkeit der Förderung des öffentlichen Eisenbahnverkehrs und die Versorgung mit weltpolitisch unabhängiger elektrischer Energie wieder in den Mittelpunkt allgemeinen Interesses geführt haben. Ich denke da vor allem an aktuelle Argumente wie starke Luftverschmutzung, die zu einem Umdenken führen werden. Die Vergangenheit hat mir gezeigt, dass mein Ingenieurbüro mit dem einmal eingeschlagenen Weg gut gefahren ist. Das berechtigt mich auch, heute mit gesundem Optimismus in die Zukunft zu blicken!» Danach folgt eine Zusammenfassung der ersten 10 Jahre im Eilzugstempo. Bereits nach 10 Jahren übernimmt die pkag sämtliche Arbeiten von der ersten Abklärung über Vorprojekt, Projekt mit Kostenvoranschlag über die Bauleitung bis zur Bauabnahme: Der Schritt zum Gesamtlösungsanbieter ist längst getan.

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After 10 years, pkag published its first company brochure, an A5 format printed in four colours with a foreword by Paul Keller: “... The fact that my company has posted sound and steady growth since it was incorporated on 1 October 1973 gives me and my staff every reason to be proud. ... Contrary to 1973, different considerations apply today as regards the significance of promoting public rail transport and assuring the politically independent supply of electrical energy, issues that are justifiably back in the focus of public awareness. My concerns include contemporary problems like serious air pollution, which will cause people to rethink their stance. The past has demonstrated that the approach once adopted by my engineering firm served it well. That also justifies my healthy optimistic view of the future!” The introduction was followed by a high-speed synopsis of the first ten years. After merely 10 years, pkag is already capable of handling all the work from preliminary assessments and conceptualisation to project management with cost estimates, site supervision, and acceptance: The step to the total solutions provider has long been consummated.


Year 1: All expectations exceeded by far. Overhead lines from Arbon to Zürich. Year 2: Also good. Start of the airport line. Contract with the SBB District II (Lucerne). Feelers extended abroad. Year 3: Hectic. Airport line moved forward by an entire year. New Olten-Rothrist line. Project design contract for a 132-kV connection Etzelwerk-Rapperswil. Year 4: New customers. Contract from the Civil Works Authority of the Canton of Zürich. Displacement of NOK, EKZ, and EWZ lines in the perimeter of the planned N20 national highway. Overhead line modifications in Stammheim. Year 5: Olten total: The 1st phase of the railway station and the new Olten-Rothrist line is followed by three further project design contracts: Olten marshalling yard, three-track line Dulliken-Olten, expansion of cabling at the Olten substation. First contract from abroad: an expertise for the Iranian State Railways. Year 6: Order volume continues to grow. Mostly assignments from the SBB. Among others: the WallisellenUster line. In-house capacity exhausted, creation of part-time jobs. Roland Keller, Paul Kellerʼs son, joins the company. Year 7: Seven new contracts. Problem-free inauguration of the new airport line and of the new Olten signal box. Seven employees in total. Year 8: Good outlook into the 1990s. Contracts involving the Lucerne railway station. Railway installations from Schwyz to Altdorf. Various transmission and overhead line projects. The future of public trans-

portation (also for pkag) begins with the SBB. Preliminary studies for city-linking main cross-country routes. Year 9: Project design contributions for Zürichʼs S-Bahn. Master traffic plan will impact public transportation as well as pkag. pkag prepares a Swiss map with the SBB transmission line network. Year 10: The SBB invests despite deficit. Continued promotion of public transportation with the S-Bahn. “ ... For Paul Keller AG, this has three symbolic consequences: The SBB will remain innovative in its attitudes and actions, which implies at least stable order volumes for the next few years or probably, as has been the case in the past, reassuring business growth. And with the S-Bahn stop in Stettbach, Paul Keller AG will have its ‘own’ station directly in front of the office building.”

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Modul 4

Hohe Tiere In den ersten Jahren der pkag war die Zusammenarbeit mit den Kunden anders als heute. Man redete von Fachmann zu Fachmann, von Ingenieur zu Ingenieur, sprach die gleiche Sprache. Es gab aber auch Autoritäten der besonderen Art: hohe Herren aus Bern, deren Mitarbeiter die Dokumentenmappen tragen mussten, und auch solche, die mit ihren «Lieferanten» nicht direkt redeten, sondern nur über einen ihrer Untergebenen, der die Worte des Chefs dem Lieferanten überbrachte (der sich selbstverständlich im selben Raum befand) und dessen Bemerkungen dann mündlich wieder zurückvermittelte. – Es gab auch solche, bei denen der Ingenieur jedes Tal und jeden Tunnel mit Namen herbeten musste, bevor er sich überhaupt in die Nähe der Arbeit wagen durfte. Das war so, als die pkag die Fahrleitung von Gurtnellen nach Göschenen dokumentieren musste, da auch diese Strecke – was damals oft der Fall war – nicht geplant, sondern einfach gebaut wurde, weshalb auch keine Pläne existierten. Heute ist das alles anders. Die Verfahren und Projekte sind weitaus komplexer geworden. Die Ansprüche und Verantwortlichkeiten sind derart gewachsen, dass Ökonomen, Juristen und ganze Reihen anderer Experten notwendig sind, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Das ist mit ein Grund, dass es heute Unternehmen wie Pöyry braucht, die intellektuelle und bauliche Leistungen, «Software und Hardware», aus einer Hand anbieten können. 96


/ Top dogs During the first few years, collaboration between pkag and customers was different than it is today. The dialogue was between specialists and engineers who spoke the same language. But there were also authorities of a different kind: top guns from Bern whose aides had to carry the document briefcases, and others who did not speak directly to their “suppliers” and instead dispatched subordinates who communicated the masterʼs voice to the supplier (who of course was present in the same room) and whose comments were then orally relayed back to the boss. – There were also situations in which the engineer had to recite every valley and every tunnel by name before he could even hope to be eligible to do any work. That was the case when pkag was asked to document the overhead line from Gurtnellen to Göschenen, because this line – not unusual for those days – had not been planned but instead just built, which is why no plans existed. Nowadays, everything is different. The procedures and projects have become much more complex. Expectations and responsibilities have escalated to such a degree that economists, lawyers, and scores of other experts are needed to accommodate all requirements. That is one of the reasons why it takes companies like Pöyry today, companies that can offer intellectual and construction services for one-stop “software and hardware” shopping. 97


Modul 4

Der erste Computer / The first computer

Das zweite Jahrzehnt des Unternehmens war geprägt vom Einstieg in die Computertechnik. Einer der ersten Computer für die Administration war ein IBM/PC AT, mit DOS 3.10 und einem Memory von 640 K-Bytes, mit Leistungen also, die heute allenfalls ein mitleidiges Lächeln hervorrufen können. Kurze Zeit später folgten die ersten CAD-Programme. Das IT-Zeitalter war eingeläutet. 1986 übernahm Roland Keller von seinem Vater die Geschäftsleitung, reorganisierte die Firma und definierte die neuen Geschäftsbereiche: Fahrleitung, Energieverteilung, Fernwirktechnik, Tiefbau/Vermessung, die gegen Ende des Jahrhunderts zu den heute gültigen Bereichen Bahnen, Energie, Telecom umgewandelt wurden. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Gesamtlösungen und Gesamtverkehrskonzepten engagierte er sich schon früh in den massgebenden Gremien und Verbänden – im neuen Jahrtausend auch als Vizepräsident und Präsident der Swissrail Industry Association. Die Vernetzung der Partner und Parteien, die für die sich ankündenden Grossprojekte wichtig waren, schien ihm ausserordentlich wertvoll, und so setzte Roland Keller auf das Prinzip der Vernetzung, lange bevor dies zum Standard wurde.

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/ The companyʼs second decade was characterised by its adoption of computer technology. One of the first computers for administrative applications was an IBM PC/AT with DOS 3.10 and 640 KB of memory, a system that today would at best elicit a compassionate smile. The first CAD programs emerged soon afterwards. They ushered in the IT epoch. In 1986, Roland Keller was appointed director by his father; he reorganised the company and defined the new business units: Catenary, power distribution, remote control, civil engineering/surveying. At the end of the century, this was condensed to Railway, Energy, and Telecom – the organisational structure that remains valid to date. In view of the growing significance of all-in-one solutions and traffic master plans, he soon realised the need to be involved in the relevant supervisory authorities and associations, among others as Vice-President and President of the Swissrail Industry Association after the turn of the millennium. Roland Keller considered it to be essential for the partners and parties of import for major upcoming projects to be networked, so he spared no effort to lobby for the principle of networking long before it became the standard.


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In 40 Jahren wurde die Welt eine andere: ein paar Meilensteinchen zur Erinnerung / The world changed in 40 years: Some milestones as memory refreshers 1971 1971 1972 1972 1973 1974 1975 1975 1975 1976 1979 1980 1981 1982 1982 1982

1. Taschenrechner Texas Instruments 1st Texas Instruments pocket calculator 1. E-Mail 1st e-Mail Wissenschaftlicher Taschenrechner HP-35 HP-35 scientific pocket calculator Polaroid SX-70 Instant Camera Mobile Phone Fax portabler Videorecorder Portable video recorder Laserprinter Digital Camera, 4 kg Portable PC Walkman Wordstar (microcomputer word processor) CD CD Player Commodore C64 CD-ROM-Laufwerke f端r PC CD-ROM drive for PCs

1984 IBM PC AT 1984 HP Inkjet Printer 1984 Apple Macintosh 1985 Apple LaserWriter 1985 Supermario 1989 Game Boy 1990 Portable Computer 1992 SMS 1993 World Wide Web 1996 PDA 1996 Klapphand Flip phone 1999 Pocket PC 2000 Infrarotmaus Infrared mouse 2000 GPS f端r alle (for all) GPS for all 2001 iPod 2002 MMS 2007 iPhone 2010 iPad

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Nouvelle Cuisine Grosse Reise zum 20-Jahr-Jubiläum. Im Zug 12 Personen, davon sechs Frauen, die Männer im separaten Abteil: Generalversammlung der Extraklasse. Dezember, kalt, dazu mit offener Kutsche im Winter durch München und dann Essen im «Tantris», dem angesagten Gourmet-Tempel, wo sich der Spitzenkoch Eckart Witzigmann seine ersten beiden Sterne erkochte.

/ Nouvelle cuisine Voyage to the 20th anniversary. Twelve persons in the train: 6 women, the 6 men in a separate compartment: General assembly in a class of its own. December, cold, an open carriage through Munich, then dinner at the “Tantris”, the trendy gourmet venue where award-winning chef Eckart Witzigmann earned his first two Michelin stars.

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30 Jahre, 30 Mitarbeitende / 30 years, 30 employees

Im zweiten und dritten Jahrzehnt wuchs die pkag parallel zu den Grossprojekten im öffentlichen Verkehr und der Telekommunikation. S-Bahn Zürich, AlpTransit Lötschberg und Gotthard, der Grauholztunnel Herdern Vereina, der Knoten Zürich des Flumserbergtunnels, die 11/66-kV-Leitung Bever– Sagliains sind nur einige der Projekte, an denen die pkag massgebend beteiligt war. Im Zusammenhang mit den neuen Projekten eröffnete die pkag Filialen in Cham/Rotkreuz, Hofstetten ZH, Landquart (Grossaufträge für die Rhätischen Bahnen), Ascona und Montreux und ist seither in der ganzen Schweiz nahezu flächendeckend vertreten. In den Niederlanden eröffnete die pkag ebenfalls eine Niederlassung für die Durchführung von Fahrleitungsprojekten. Das Unternehmen wuchs konstant, nach 30 Jahren zählte es rund 30 Mitarbeitende, und auch im neuen Jahrtausend waren die Zukunftsaussichten tadellos.

/ In the second and third decades, pkag grew in parallel with major projects in the domains of public transportation and telecommunication. S-Bahn Zürich, AlpTransit Lötschberg and Gotthard, the Grauholz Tunnel Herdern Vereina, the Zürich node of the Flumserberg Tunnel, the 11/66-kV line Bever–Sagliains: these are just a few of the projects in which pkag played a central role. In the context of the new projects, pkag opened branch offices in Cham/Rotkreuz, Hofstetten, Landquart (substantial contracts for the Rhaetian Railway), Ascona and Montreux. Since then, the company has had a nearly nationwide presence throughout Switzerland. pkag also opened a subsidiary in the Netherlands, where it was commissioned to implement overhead contact line projects. The company grew steadily and after 30 years had some 30 staff members. The future outlook was bright, even in the new millennium.

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40 Jahre: Marktleader im Kerngeschäft / 40 years: Market leader in its core business

Das vierte Jahrzehnt kann nur noch in grossen Zügen beschrieben werden. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 45 an. Die Zahl der laufenden Projekte wuchs exponentiell. Die Arbeiten der pkag decken praktisch die ganze Schweiz ab. Dank seinem immensen Know-how wurde das Unternehmen in seinem Kerngeschäft zum schweizerischen Marktleader, an dem, das darf durchaus mit einigem Stolz so formuliert werden, niemand vorbeikommt, der sich mit der Planung von Projekten im öffentlichen Verkehr und der Stromversorgung befasst. Die pkag ist in der Schweiz und auch im Ausland zu einem der bedeutendsten unabhängigen Ingenieurunternehmen für Beratung, Konzeption und Expertise in der Bahn- und Energietechnik geworden.

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/ The fourth decade can be described cursorily as follows: The head count increased to 45. The number of ongoing projects grew exponentially. pkag was at work in practically all regions of Switzerland. Thanks to its immense know-how, the company became the Swiss market leader in its core businesses. With a certain measure of pride, it would be fair to say that there was no way around pkag for anyone involved in the planning of public transportation and power supply projects. In Switzerland, and now abroad as well, pkag is one of the most eminent independent engineering firms for counsel, design, and expertise in railway and energy technologies.


Sparten-Umsatzanteile in % Revenue share by division in % 100 %

57% 30% 4%

9%

s e ik gy nik ring nik ogy tem tem chn olo ech ee ech ol ste echn sys il sys iet echn rot ngin g n t g n r h k t t u e l Ba Ra Ele ical e En e r g y uer tro Ste Con ct r En Ele

Regionen-Umsatzanteile in % Revenue share by region in % 100 %

13%

14%

18%

23%

32%

0%

l l al st st st st te 端d th na na -O E a We We -S o u Mit ntr tio tio CH l a n d H- a n d H- d C e CH n d S rna terna C C e l r a n t e a er In In er l it z er l it z it z it z Sw Sw Sw Sw

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Modul 4

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pkag und Pöyry: die Win-Win-Heirat / pkag and Pöyry: a win/win alliance

Mit der Integration der pkag in die Pöyry Schweiz AG ergibt sich nun für die Kunden wie für pkag und Pöyry eine absolute Win-Win-Situation: die intellektuellen und die materiellen Leistungen kommen in einem einzigen Unternehmen zusammen, Systemtechnik und Strukturbau gibt es aus einer Hand, national und international.

/ For customers as well as for pkag and Pöyry, the result of the integration of pkag in Pöyry Schweiz AG is an absolute win/win situation: intellectual and material services have come together in a single company. One-stop shopping for systems and infrastructure engineering, nationally and internationally.

Zertifikate

/ Certifications

ISO 9001 : 2008 / Swiss TS Nr. 05-406-124

ISO 9001 : 2008 / Swiss TS No. 05-406-124

Mitgliedschaften

Memberships

Swissrail, Baltische Handelskammer, SEV, VÖV, LITRA, VAP,

Swissrail, Baltic Chamber of Commerce, SEV, VÖV, LITRA, VAP,

OSEC, ETG, SGK, VIA, SEA, CES, usic Schweizerische Vereinigung

OSEC, ETG, SGK, VIA, SEA, CES, usic Swiss Association of

Beratender Ingenieure

Consulting Engineers

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ure

Modul 4

Delle

Bonfol Basel Bad Bf Rodersdorf

Porrentruy Glovelier

Basel SBB

Delémont

Liestal Waldenburg

Le Noirmont

Moutier

Pkag und das Schweizer Bahnnetz: Les Brenets dabei Fast überall / Pkag and the Swiss rail network: Les Points-de-Martel Practically omnipresent Les Verrières

Büren a/A

Buttes Ste-Croix

Murten Yverdon

Zollikofen Kerzers

Les Brassus

Schwarzenburg

Spiez

Les Pléiades

Zweisimmen

Bière

e ort

Nyon

St-Gingolph

Genève Genève Eaux-Vives

Aigle Monthey

Champéry

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Lauterbrunnen

Rochers-de-Naye Leysin

Meiri

Thun

Bulle

Morges

Wolhusen

Konolfingen

Firbourg

Romont

Palézieux

L‘Isle

Worb

Bern

AffolternWeier

Langnau

Orbe

Bercher

Burgdorf

Laupen

Payerne

Vallorbe

Langenthal

Lyss

Neuchâtel Ins

Sissach

Mürren

Lenk Les Diablerets Col-de-Bretaye Bex St-Maurice

Brig

Visp Sion

Domodosso

Martigny Le Châble Orsières

Zermatt


Konstanz Kreuzlingen Waldshut Koblenz

Eglisau Romanshorn

Rorschach Rheineck

Herisau

St. Margrethen

Zürich HB

Altstätten

Uetliberg Langnau

Appenzell Wattwil

Zug

Rigi

Arth-Goldau

Rapperswil Pfaffikon

Wasserauen Nesslau

Buchs SG

Ziegelbrücken

Sargans

Einsiedeln

Vitznau Engelberg

Linthal

ingen Innertkirchen

Landquart

Klosters

Chur Göschenen Andermatt

Disentis

Sc Ta

Arosa

Filisur

Locarno

Bellinzona

ola Luino Ponte Tresa

Lugano

Normalspur - SBB Standard gauge – SBB Normalspur - Privatbahnen Standard gauge – Private operators Normalspur - Ausländische Bahnen Standard gauge – Foreign operators Schmalspur Narrow gauge

St. Moritz

Tirano

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Modul 4

Pkag im Ausland: / Pkag abroad: 1 Holland 2 Germany 3 Australia 4 Bulgaria 5 Greece 6 Algeria 7 South Africa 8 Iran

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HeadQuarters Modul 5

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Was sind das f端r Menschen, die von Berufs wegen hochkomplexe Leitungssysteme planen, Starkstr旦me berechnen, Energiefl端sse steuern? Sind das kalte, pragmatische Rechner? Realisten oder Freaks? Gibt es 端berhaupt irgendwelche gemeinsame Eigenschaften, die viele von ihnen charakterisieren? / What kinds of people would want to professionally plan highly complex line systems, calculate current intensities, control energy flows? Are they cold-hearted, pragmatic number crunchers? Realists or freaks? Do they share any particular character traits at all?

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Modul 5

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Denken beginnt im Kopf / Thinking happens in heads

Was sind das für Menschen, die von Berufs wegen hochkomplexe Leitungssysteme planen, Starkströme berechnen, Energieflüsse steuern? Sind das kalte, pragmatische Rechner? Realisten oder Freaks? Gibt es überhaupt irgendwelche gemeinsame Eigenschaften, die viele von ihnen charakterisieren?

/ What kinds of people would want to professionally plan highly complex line systems, calculate current intensities, control energy flows? Are they coldhearted, pragmatic number crunchers? Realists or freaks? Do they share any particular character traits at all?

Eine bei weitem nicht repräsentative Nachfrage ergibt ein paar Hinweise zu dem, was sich zumindest von den Ingenieuren der pkag sagen lässt. Sie sind: eher still, projektorientiert, zäh (allein schon durch ihr Studium abgehärtet); sie sind ausserordentlich anständig, einige haben das Verkäuferische nicht zwingend im Blut (die Lösung eines Problems erscheint ihnen oft wichtiger als das Budget, das dafür zur Verfügung steht), und sie lieben ihren Beruf. Er ist ihnen zum Lebensinhalt geworden, die technische Materie lässt sie nie wieder los, und das zeigt sich sogar bei der Wanderung mit der Ehefrau, die den – schweigend – Mitwandernden an ihrer Seite mehr oder weniger beiläufig fragt: «Schaust du wieder Leitungen an?» – So sind sie, die Ingenieure: wie alle andern Menschen, wenn auch in gewissen Bereichen etwas fokussierter.

A survey – definitely not a representative one – provides some clues, at least about what the engineers at pkag have in common. They tend to be introverted, project-focussed, tough (steeled by their education, for starters), and extremely polite. Some sorely lack salesmanship (they are often more interested in the solution to a problem than in the budget allocated to the process), and they love their profession. They are committed to it for life. They feel inexorably drawn to all things technical. Which comes to the fore even on hikes with their wives, who will occasionally ask their – silent – companions, more or less in passing: “Are you looking at transmission lines again?” – Thatʼs the way engineers are: like everyone else, except maybe a bit more focussed on certain manifestations.

Was aber Ingenieure – und Ingenieurinnen! – vor allem sind, ist dies: Sie sind rar, äusserst rar, und es wäre an der Zeit, mehr von ihnen zu haben.

But what engineers – including female engineers! – are in the main is this: They are rare, extremely rare, and itʼs high time to have more of them.

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Modul 5

Wanted Die Welt braucht dringend Ingenieure und noch dringender Ingenieurinnen. Die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) haben immer Zukunft, und zwar auf lange Zeit hinaus. Der Frauenanteil beträgt heute kaum 10 Prozent. 50 Prozent wären wünschenswert, aber um dieses Ziel zu erreichen, sind Überzeugungsstrategien vonnöten, die lange vor der Berufswahl zu greifen beginnen. (Wer dies liest und intelligente Töchter oder Söhne hat, könnte vielleicht schon einmal mit einem ersten Sondierungsgespräch beginnen.) Die Ingenieure der pkag kommen aus verschiedensten Fachbereichen, meist jedoch mit Schwergewicht Elektro-, Bau- und Maschinentechnik. Idealerweise bringen sie Erfahrung auf den Gebieten Fahrleitung, Bahnsicherung, Übertragungsleitung oder Energieversorgung und -verteilung mit, aber das ist eher selten der Fall. Da der Beruf des Fahrleitungsingenieurs an den technischen Hochschulen nicht gelehrt wird – nur in Dresden gab es früher diesen Lehrgang –, erfolgt die Ausbildung bei der pkag mit Grundwissenschulung und on the job. Bis man sich im Anlagenbau so weit zurechtfindet, dass man kleinere Projektleitungen übernehmen kann, dauert es in der Regel rund zwei Jahre. Hilfreich ist dabei, ein gutes Flair für den öffentlichen Verkehr zu haben und die Be-

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/ The world is in urgent need of engineers, even more so of female engineers. Thereʼs always a future in the MINT occupations (mathematics, informatics, natural sciences, technology) and there will be, for a long time to come. Today, women make up less than 10 per cent of the MINT workforce. Fifty per cent would be a desirable benchmark, but to attain this goal calls for persuasion strategies that must be leveraged long before young individuals choose an occupation. (If you are reading this and have intelligent daughters or sons, you might consider casually talking things over.) The engineers at pkag have various backgrounds, but are mostly rooted in electrical, civil, or mechanical engineering. Ideally, they would have experience in catenary systems, protection concepts, transmission lines or power supply and distribution design, but thatʼs rarely the case. Since catenary engineering is not taught at technical universities – this curriculum was available


reitschaft zur «Feldarbeit», z. B. auf Baustellen für Aufnahmen und Bauleitungen und auch in Gebieten, die man nicht zwingend als «wirtlich» bezeichnen würde: in Tunnels oder im Gebirge, oft auch bei suboptimalen Witterungsverhältnissen. Die pkag ist also nicht nur ihrem Kerngeschäft verpflichtet. Sie übernimmt auch viele Aufgaben einer Bildungsinstitution, und es zeigt sich immer wieder: die pkag-Ingenieure sind gefragt, und man trifft die Ehemaligen oft und gerne wieder auf der Kundenseite.

once only in Dresden –, such specialists are trained at pkag, based on their underlying education and on the job. As a rule, it takes two years to become familiar with railway engineering to such an extent that a trainee can start handling smaller project management assignments. What helps is an affinity for public transportation and the willingness to do “field work”, for instance on construction sites for surveying and supervision tasks or at locations that would be deemed rather inhospitable: in tunnels or in the mountains, often in inclement weather to boot. So pkag is committed not only to its core business. The company also assumes many functions of an educational institution, with a frequent upshot: pkag engineers are sought-after, and former staff members are often encountered again on the customer side.

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Modul 5

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Modul 5

Engineering – auch eine Gefühlssache Eine Spezialität gibt es bei der Ausbildung durch die pkag, die erwähnenswert erscheint: Wer in diesem Beruf erfolgreich sein will, braucht ein sicheres Gespür dafür, ob das, was er oder sie mit den heutigen, hochmodernen und ebenso komplexen Softwaretools geplant bzw. errechnet hat, auch stimmen kann. Man muss also die Bandbreite der möglichen Lösungen zum Voraus kennen oder einschätzen können, und deshalb hält es die pkag für ratsam, dass zumindest die ersten Projekte «von Hand» geplant werden, das heisst: mit Kopf und Taschenrechner. Auf diese Weise fällt es leichter, zu sehen, was geht und was nicht, ob das vom Computer Gerechnete nicht nur richtig, sondern auch vernünftig ist.

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/ Engineering – also an emotional pursuit One of the special facets of training at pkag is worth mentioning: Individuals who want to be successful in this field need a sure instinct to assess whether what he or she planned and calculated with todayʼs highly complex, latest-generation software tools is actually correct. This requires prior awareness or appraisability of the spectrum of possible solutions, which is why pkag considers it advisable to at least plan the first projects “by hand”, meaning with the brain and a pocket calculator. It is an approach that makes it easier to see what works and what doesnʼt, and whether what the computer calculated is not only correct but also reasonable.

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Extreme lieben, ohne extrem zu sein: Was pkag-Ingenieure auch noch tun / Loving extremes without being extreme: Some other things pkag engineers do

Ingenieure, Techniker und andere pkag-Mitarbeitende sind, wie es scheint, nicht nur fit für Fahr- und Übertragungsleitungen, Pläne oder Formeln, sondern auch für ganz andere Hochleistungen: Einer der Mitarbeiter wird Zweiter an der Fifa-Beach-Soccer-Weltmeisterschaft, gewinnt den «Goldenen Schuh» als bester Torschütze und dazu den «Goldenen Ball» als bester Spieler des Cups. Eine Mitarbeiterin surft Wellen wie «eine Verrückte», andere wiederum sind Berg-, Ski- und Wanderfans, und einer geht weltweit auf Reisen, aber immer dahin, wo niemand sonst hingeht («wo niemand sonst hin will», meinen die meisten): «Extreme lieben, ohne extrem zu sein» passt irgendwie ganz gut zum Charakter der Menschen, die sich bei der pkag zu Hause fühlen.

/ Engineers, technicians, and other pkag staff members are fit not only for overhead contact and transmission lines, plans, and formulas, it seems. They also stand out with other top-tier achievements. One of them finished second at the Fifa Beach Soccer Championships, won the “Golden Shoe” as the best scorer, and the “Golden Ball” as the best player in the event. Then, there’s the surfing enthusiast who says she rides waves “like crazy”; others are climbing, skiing, and hiking aficionados, and one staffer is a globetrotter who always finds destinations shunned by ordinary travellers (“where no one could possibly want to go”, everyone agrees). In a way, “loving extremes without being extreme” is quite an apt characterisation of people who feel comfortable at pkag.

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Modul 5

Von pkag zu Pöyry: die geistigen Väter / From pkag to Pöyry: The founding fathers

Paul Keller, verheiratet mit Heidi Keller, drei Söhne – Dieter, Reto und Roland –, studierte Elektroingenieur in Winterthur, arbeitete für Integra (heute Siemens) und die SBB und wechselte in eine private Ingenieurfirma, bevor er 1983 zusammen mit Rolf Willimann die Paul Keller Ingenieurbüro AG (später Paul Keller Ingenieure AG) gründete. Heute, mit über 80 Jahren ist Paul Keller noch immer fit genug für Golf, Reisen und Garten. Zur Besprechung für dieses Buch kam er mit leichter Verspätung, weil er noch ein paar Computerprobleme zu lösen hatte, und das allein schon zeigt: Paul Keller ist ein Mann, der ein Leben lang mit der Zeit geht. / Paul Keller, married to Heidi Keller, three sons – Dieter, Reto, and Roland –, studied electrical engineering in Winterthur, worked for Integra (now Siemens) as well as for the SBB, then took a job with a private engineering firm before incorporating Paul Keller Ingenieurbüro AG (later Paul Keller Ingenieure AG) together with Rolf Willimann in 1983. As an eightysomething, Paul Keller is still active in golfing, travelling, and gardening. He arrived slightly late for the meeting about this book because he first had to solve a couple of computer problems. That alone makes it clear: Paul Keller is an individual who has always gone with the times.

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Roland Keller, verheiratet mit Cornelia Keller, zwei Söhne – Roy und Rico –, dazu einen Familiensennenhund. Nach Hochbauzeichnerlehre, Studium der Energietechnik und Nachdiplomstudium Betriebsingenieur übernahm er 1986 die Geschäftsführung der Paul Keller Ingenieure AG, später auch die Aktienmehrheit und ist heute Geschäftsführer und Verwaltungsrat der Pöyry Schweiz AG, die die pkag im Jahr 2011 übernahm. Als grosser Netzwerker und Mitglied verschiedener Fachverbände und Expertengruppen pflegt er vor allem die strategisch-politische Beziehungsdimension. Er liebt weite Horizonte und denkt gerne über sein Fach hinaus. Politik, Geschichte, Religion gehören ebenso zu seinem Spektrum wie Lesen, Golf und – natürlich! – Fussball.

/ Roland Keller, married to Cornelia Keller, two sons – Roy and Rico –, plus the family mountain dog. After an apprenticeship as an architectural draughtsman, studies in energy technology, and post-graduate studies in industrial engineering, he was appointed director of Paul Keller Ingenieure AG in 1986 and later became the companyʼs majority shareholder. Today, he is the CEO and a board member of Pöyry Schweiz AG, which acquired pkag in 2011. As an avid networker and member of various industry associations and working groups, his main focus is on strategic and policyrelated dimensions. He loves broad horizons and thinking outside the box. Politics, history, religion are among his eclectic interests, as are reading, golf, and – what else? – football.

Mitgliedschaften Bis 2006: Präsident und Mitglied des Vorstandes der Swissrail (Verband der Schweizerischen Bahnindustrie)

/ Memberships Until 2006: President and board member of the Swissrail Industry Association

Aktuell: Mitglied des Zentralvorstandes des Patronalverbandes der Schweizerischen Ingenieurunternehmen (usic) Mitglied des Vorstandes der LITRA (Interessenverband für den Öffentlichen Verkehr) Mitglied Grasshopper Donnerstag-Club Präsident der Fussball Sektion des Grasshopper Club Zürich Mitglied der FDP (Cornelia Keller ist BDP-Kantonsrätin und daher nicht immer gleicher Meinung ...) Vizepräsident der Rechnungsprüfungs-Kommission der Gemeinde Gossau ZH Zunft Riesbach (Status Anwärter)

Currently: Member of the supervisory board of the Swiss Association of Consulting Engineers (usic) Member of the board of LITRA (public transportation lobby group) Member of the Grasshopper Donnerstag-Club President of the football section of Grasshopper Club Zürich Member of the FDP political party (Cornelia Keller is a BDP cantonal councillor, which sometimes results in differences of opinion ...) Vice-president of the audit committee of the community of Gossau (ZH) Riesbach Guild (status: applicant)

Bruno Willimann, verheiratet mit Angela Willimann, eine Tochter, ein Sohn – Tina und Simon –, Techniker mit Leib und Seele, Heimwehluzerner, direkt an der Bahnlinie aufgewachsen, lernte in Zürich das Fahrleitungsmetier kennen, gründete 1973 zusammen mit Paul Keller die pkag und ist heute – «nach 40 Jahren unter Hochspannung», wie er sagt – in voller Frische noch immer dabei: ein Techniker mit unendlicher Erfahrung, der die «technischen» Beziehungen zu den Kunden und Partnern der pkag zu einem grossen Netzwerk aufbaute und über all die Jahrzehnte pflegte.

/ Bruno Willimann, married to Angela Willimann, one daughter, one son – Tina and Simon –, dyedin-the-wool engineer, Lucerner-at-heart, grew up trackside, discovered catenary engineering in Zürich, established pkag together with Paul Keller in 1973, and now – “after 40 years under high tension”, as he says – still fresh and on the ball. A profoundly experienced engineer who clustered the “technical” relationships with pkag customers and partners into a vast network and nurtured them across the decades.

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Ganze Arbeit / The whole job

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Ohne Strom geht nichts. Kein Licht, keine Wärme, keine Kommunikation. Kein Zug, kein Flug, kein Internet, kein E-Bike und auch kein Erdbeereis. Der öffentliche Verkehr steht still, die Cloud löst sich in Luft auf, und das Mobile Phone schweigt. / Nothing runs without electric power. No light, no heat, no communication. No train, no plane, no Internet, no e-bike, and no strawberry ice cream. Public transportation comes to a standstill, the cloud evaporates in thin air, and the cell phone remains silent.

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Die 100-Prozent-Verfügbarkeit gilt als Standard / 100 per cent availability is the standard

Ohne Strom geht nichts. Kein Licht, keine Wärme, keine Kommunikation. Kein Zug, kein Flug, kein Internet, kein E-Bike und auch kein Erdbeereis. Der öffentliche Verkehr steht still, die Cloud löst sich in Luft auf, und das Mobile Phone schweigt. Da es aber nicht so ist, und der Strom rund um die Uhr jederzeit verfügbar bleibt, funktioniert die Welt. Warum sie funktioniert, wie es dazu kommt und was denn eigentlich Strom ist, bleibt für Laien, also für fast alle Strombenutzer, mit grosser Wahrscheinlichkeit für immer ein Geheimnis.

/ Nothing runs without electric power. No light, no heat, no communication. No train, no plane, no Internet, no e-bike, and no strawberry ice cream. Public transportation comes to a standstill, the cloud evaporates in thin air, and the cell phone remains silent. But because thatʼs not the case, and electricity is available around the clock, the world can function. For laypersons, which means almost all consumers of electricity, why it functions and what electricity really is in the first place will probably forever remain a secret.

Die 100-Prozent-Verfügbarkeit gilt als Standard. Es braucht also niemanden zu kümmern, dass die Verfügbarkeit von Strom und Netzen nur dank Engineering und ununterbrochener Betreuung zustande kommt und allein deshalb so perfekt funktioniert, weil der Stromfluss im Netz bis weit über die Landesgrenzen hinaus konstant im Gleichgewicht gehalten wird: «balanced sustainability» auch hier. Gleichgewicht ist das A und O der Stromversorgung.

100 per cent availability is the standard. No one really has to be concerned about the fact that the availability of electricity and grids is due exclusively to engineering and ongoing maintenance, and that everything functions so smoothly because the flow of power in the grid is constantly kept in balance within and far beyond the borders of the country. Here too, it’s all about “balanced sustainability”. Balance is the alpha and omega of power distribution.

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Der Wert des Selbstverständlichen / The value of givens

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Ingenieure, die Fahrleitungen planen, müssen nicht nur jede Schraube kennen, die es für die «Hardware» braucht. Sie müssen auch wissen, welche Züge von welcher Länge und welchem Gewicht, mit welchem Strom, mit welcher Frequenz und welcher Geschwindigkeit auf einer Strecke fahren sollen. Sie müssen weiterhin wissen, was es zur Sicherheit braucht und wie sich das Ganze mit optimaler Wirtschaftlichkeit realisieren lässt. Wenn alle Rahmenbedingungen erkannt, geklärt und bewertet sind, können sie das Konzept erarbeiten und dann, nach langen Vorarbeiten – Messungen, Sondierungen, Berechnungen – kommen die Details dran.

/ Engineers who plan overhead lines must be aware not only of every bolt and nut required for the “hardware”. They must also know which trains of which length and which weight will operate on a given section of track at which frequency and which speed. Further, they need to know what safety precautions are required and how everything can be implemented with optimised cost-effectiveness. When all baseline conditions have been identified, analysed, and assessed, they can develop the concept. Then, after extensive preliminary work – measurements, evaluations, calculations – their attention can be devoted to the details.

Da gibt es nun ein paar Dinge, die für Ingenieure täglich Brot und kaum der Rede wert sind, aber Bahnbenutzer staunen liesse, wenn sie darauf hingewiesen würden. Auch heute noch – nach weit über 100 Jahren elektrischer Eisenbahn – weiss kaum jemand, wie das Geflecht von Fahrdrähten, Seilen, Masten, Auslegern zusammenhängt, das den Himmel über den Geleisen ziert, oder wie ein Fahrdraht befestigt wird, warum er hält, gespannt bleibt oder wie er im Querschnitt aussieht. Dass ein Fahrdraht auch auf gerader Strecke im Zickzack verläuft, wird ebenso wenig wahrgenommen wie die Tatsache, dass Kurvenradien und Tunnels dazu führen, dass die Stromabnehmer in der Schweiz schmaler ausgelegt sind als in andern Ländern. – Man fährt Zug, und damit hat sich’s.

There are a few things that are daily routine for an engineer and hardly worth mentioning, but rail passengers would be amazed if they knew about them. Even today, more than 100 years since electric railways were introduced, hardly anyone knows much about the maze of contact wires, ropes, masts, and cantilever struts that grace the air above the tracks, or how a contact wire is attached, why it remains tensioned, or what its cross-section looks like. Passengers do not know that a contact wire zigzags even on straight sections of track or that pantographs in Switzerland are narrower than in other countries because of the curve radii and tunnel profiles. – They take the train, and thatʼs it. Everything is interconnected with everything else, we know, and that is exactly what makes planning


Alles hängt mit allem zusammen, haben wir gesagt, und genau das macht das Planen von Energietransport, Energieverteilung oder Fahrleitungen so komplex und gerade deshalb so ungemein attraktiv. Ob man Serviceanlagen für Mehrstromtriebfahrzeuge tauglich macht, die Infrastruktur für ganze Bahnhöfe oder Städte plant oder eine Hochgeschwindigkeitsstrecke ausrüstet: für Spannung ist immer gesorgt. Denn gerade hier trifft der Standardsatz der Systemtheorie – das Ganze sei mehr als die Summe seiner Teile – in besonders schöner Weise zu.

power delivery, energy transmission, and catenary systems so complex and for exactly that reason so attractive. Whether service facilities are made compatible with multi-current traction units, infrastructures are planned for entire railway stations or cities, or a high-speed link is implemented, the job is always exciting. After all, the tenet of systems theory – the whole is more than the sum of its parts – applies here with particularly delightful irresistibility.

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Modul 6

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4.8

Modul 6

0 61/64

8.90 61/64

OE 58 60

841

OE2 0他

8.48 61/64

12.38 他

Oh m

OE5582 203

.38 他

3.40 他

-12

neuer Tr af neuer N o -Raum

u=0

272000

90

204

-54.000-

-53.000-

208

104

UE

u=80

UE

u=100

212

4853 SBB

**

u-3 =0.316-

U UAA

-39.62-5 2-2.000-

u=0

-52.000-

205

209

=0

102

H=441.915

-80.000-9.063-

-94.272-

213

R=360

u=90

-28.434-

105

108

u

-80.000-

**

Wie man sieht: Im Prinzip ist alles einfach. Aber nur im Prinzip. / As you can see: In principle, everything2is simple. But only in principle. u=0

U UA A

u=14

u=

10

103

-20.044

-

214 106

4E 7.90 61/6U -102.65

158

207 101

0 61/64

9y = 31 mm R = L/2 = 15 3 000 .8 Rv = 40 00 m 00 m TPH = 4 41.670

221

**

0 61/64

u=24

22

-80.000-

-94.867-

206

UE

UE

-50.000-80.000-

**

UA

**

45 S99BB

100

Fi Km

**

UHA=441U .6A 70

UA

66 SBB

2

**

OEU5A789 S

98

e

Fixpunk t BBKm 4 .840

u=0

211

EWZ EWZ

UA

tts t r a ss

OE5791

Wa

-

SBB

PU

0 61/64

<+>

OE5483

-52.238

-

-7.90

61/64

y = 20

2.00 61/64

R=180

0

5


ixpunkt m 4.888

260

3233

R=340

R=340

135

R=350 80 S=B3B 48 R 4 1.0 4-

35.00

R=280

H=442.286

-

70.0

0

R=280

80.0

0

-74.137-

u=100

UE

R=281.5

=100

-41.548-

258

ULM9

55

-88.610-

T621

136

1.5 R=2863-

90

267

M

185-B-1:7

-1:1 0B-B

-19.480-

R=431.25

1-

-26.25

9 UE

624

00

u=1

623

UE

00

u=1

-7-.1 -2.830

.5 R=281

268

270 SP

137 134A 621

Fixpunkt OE 62.00 614/61411 3 9 . 4 m K EW Z

B

<+>

U

46 SB 110

133

-87.010-

=300

R

216

264 134

OEZH166

222

u=

2

u=100

-11 2x95

263 R=300

35.00

257

269

-89.419

R=3=72080 R 132A

B

271

6263

-74.137-

-21.398-

UE

04-

-11.6

266

262

70.0 0 80.0 0

20

u=24

138

-22.000

u=80

-74.137-

B

2

265

-96.857-

256

50 SB

PH

UE

132

-0.226-

-3.

261

-75.899-

H=442.213 B

str.

259

-14.49 ¾

40 ¾

tr.

255

219

OE5795

0 61/64

-12.25 61/64

4 0 61/6

ffhauser

3 61 /64

OE5404 710Ö 810Ö

PU Scha

-10.5

61/64

fhausers

4 -8.48 61/6

U Schaf

-8.90

622

T621

70W

10N

-7.76 6

m y = 60 m

1/64

1.36 61/64

-12.20 61/64

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Modul 6

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Modul 6

Alles klar? Ein kleiner Auszug aus dem Alltagsalphabet eines Fahrleitungsingenieurs / Understood? An excerpt from the everyday vocabulary of a catenary engineer

12-pulsiger Diodengl

nungsanlage, 3-kV-DC

Direktauslösung, Ein gleichsmassnahmen,

relais, Gleichrichter-T

nerschalter, Innenrau

Personenschutz, RC-G

re 12/24-kV-Verteilne Transformator, Transformatschutz, Trenntransformator, Überspannungsableiter,

Übertemperaturschutz, Um

3-kV-DC-Versorgung, Abgangsleistungsschalter, Bahnerdung, Buchholzschutz, Direkt-

auslösung, Einspeisefeld , Eins

Gleichstromanlage, Gleichstromschnellschalter, Gleistrenner, Hörnerschalter, Innenraumschalter, isolierter Erdpol, Kapselung,

Kompaktschaltanlage, Lauflichtste

ne, Rückstromführung, Schaltfeldtür, Schalthandlungen, Schlüsselverriegelungssystem, Schutzschirm, Schutzstrecke, sekundäre

12/24-kV-Verteilnetze, SF6-isoliert, Sp

formatschutz, Trenntransformator, Überspannungsableiter, Übertemperaturschutz, Umschaltposten, Umschaltung AC/DC,

Verriegelung, Verriegelungskette, Wellen

rektauslösung,

Potenzialausgleichsmassnahmen,

Fahrleitungssektoren. Fahrleitungssteuer

Kapselung, Kompaktschaltanlage, Lauflichtsteuerung, Leistungsschalter, Leistungsschalterfeld, Mehrstromtriebfahrzeug,

Nennleistung, Nennstrom 630A, Persone

sekundäre 12/24-kV-Verteilnetze, SF6-isoliert, Spannungswandler, Streckenschaltfeld, Stromrichter 12-pulsig, Stromwandler,

teilgeschottete Schaltanlage, Traktionsstr

DC, Verriegelung, Verriegelungskette, Wellenkessel, 12-pulsiger Diodengleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, 3-kV-

DC-Mittelspannungsanlage, 3-kV-DC-Vers

Einspeisefeld,

Einspeisemöglichkeiten,

Erdung,

Erdungs-

und

tungssektoren, Fahrleitungssteuerung, FL-Umschaltung, Gerüstschutzrelais, Gleichrichter-Transformator, Gleichstromanlage, Gleichstromschnellschalter, Gleistrenner, Hörnerschalter, Inne

Personenschutz, RC-Glieder, Redundanz, Rückleiterfeld, Rückleitersammelschiene, Rückstromführung, Schaltfeldtür, Schalthandlungen, Schlüsselverriegelungssystem, Schutzschirm, Schutz

rung, Traktionsstromrückleiterkabel, Transformator, Transformatschutz, Trenntransformator, Überspannungsableiter, Übertemperaturschutz, Umschaltposten, Umschaltung AC/DC, Verrie

ter, Bahnerdung, Buchholzschutz, Direktauslösung, Einspeisefeld, Einspeisemöglichkeiten, Erdung, Erdungs- und Potenzialausgleichsmassnahmen, Fahrleitungssektoren, Fahrleitungssteue

Kapselung, Kompaktschaltanlage, Lauflichtsteuerung, Leistungsschalter, Leistungsschalterfeld, Mehrstromtriebfahrzeug, Nennleistung, Nennstrom 630A, Personenschutz, RC-Glieder, Red

Verteilnetze, SF6-isoliert, Spannungswandler, Streckenschaltfeld, Stromrichter 12-pulsig, Stromwandler, teilgeschottete Schaltanlage, Traktionsstromrückführung, Traktionsstromrückleite

Wellenkessel, 12-pulsiger Diodengleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, 3-kV-DC-Mittelspannungsanlage, 3-kV-DC-Versorgung, Abgangsleistungsschalter, Bahnerdung, Buchholzsc

rüstschutzrelais, Gleichrichter-Transformator, Gleichstromanlage, Gleichstromschnellschalter, Gleistrenner, Hörnerschalter, Innenraumschalter, isolierter Erdpol, Kapselung, Kompaktscha

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eichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, 3-kV-DC-Mittelspan-

C-Versorgung, Abgangsleistungsschalter, Bahnerdung, Buchholzschutz,

nspeisefeld, Einspeisemöglichkeiten, Erdung, Erdungs- und PotenzialausFahrleitungssektoren, Fahrleitungssteuerung, FL-Umschaltung, Gerüstschutz-

Transformator, Gleichstromanlage, Gleichstromschnellschalter, Gleistrenner, Hör-

umschalter, isolierter Erdpol, Kapselung, Kompaktschaltanlage, Lauflichtsteuerung, Leistungsschalter, Leistungsschalterfeld, Mehrstromtriebfahrzeug, Nennleistung, Nennstrom 630A,

Glieder, Redundanz, Rückleiterfeld, Rückleitersammelschiene, Rückstromführung, Schaltfeldtür, Schalthandlungen, Schlüsselverriegelungssystem, Schutzschirm, Schutzstrecke, sekundä-

etze, SF6-isoliert, Spannungswandler, Streckenschaltfeld, Stromrichter 12-pulsig, Stromwandler, teilgeschottete Schaltanlage, Traktionsstromrückführung, Traktionsstromrückleiterkabel,

mschaltposten, Umschaltung AC/DC, Verriegelung, Verriegelungskette, Wellenkessel, 12-pulsiger Diodengleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, 3-kV-DC-Mittelspannungsanlage,

speisemöglichkeiten, Erdung, Erdungs- und Potenzialausgleichsmassnahmen, Fahrleitungssektoren, Fahrleitungssteuerung, FL-Umschaltung, Gerüstschutzrelais, Gleichrichter-Transformator,

euerung, Leistungsschalter, Leistungsschalterfeld, Mehrstromtriebfahrzeug, Nennleistung, Nennstrom 630A, Personenschutz, RC-Glieder, Redundanz, Rückleiterfeld, Rückleitersammelschie-

pannungswandler, Streckenschaltfeld, Stromrichter 12-pulsig, Stromwandler, teilgeschottete Schaltanlage, Traktionsstromrückführung, Traktionsstromrückleiterkabel, Transformator, Transkessel, 12-pulsiger Diodengleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, 3-kV-DC-Mittelspannungsanlage, 3-kV-DC-Versorgung, Abgangsleistungsschalter, Bahnerdung, Buchholzschutz, Di-

rung, FL-Umschaltung, Gerüstschutzrelais, Gleichrichter-Transformator, Gleichstromanlage, Gleichstromschnellschalter, Gleistrenner, Hörnerschalter, Innenraumschalter, isolierter Erdpol,

enschutz, RC-Glieder, Redundanz, Rückleiterfeld, Rückleitersammelschiene, Rückstromführung, Schaltfeldtür, Schalthandlungen, Schlüsselverriegelungssystem, Schutzschirm, Schutzstrecke,

romrückführung, Traktionsstromrückleiterkabel, Transformator, Transformatschutz, Trenntransformator, Überspannungsableiter, Übertemperaturschutz, Umschaltposten, Umschaltung AC/

sorgung, Abgangsleistungsschalter, Bahnerdung, Buchholzschutz, Direktauslösung, Einspeisefeld, Einspeisemöglichkeiten, Erdung, Erdungs- und Potenzialausgleichsmassnahmen, Fahrlei-

enraumschalter, isolierter Erdpol, Kapselung, Kompaktschaltanlage, Lauflichtsteuerung, Leistungsschalter, Leistungsschalterfeld, Mehrstromtriebfahrzeug, Nennleistung, Nennstrom 630A,

zstrecke, sekundäre 12/24-kV-Verteilnetze, SF6-isoliert, Spannungswandler, Streckenschaltfeld, Stromrichter 12-pulsig, Stromwandler, teilgeschottete Schaltanlage, Traktionsstromrückfüh-

egelung, Verriegelungskette, Wellenkessel, 12-pulsiger Diodengleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, 3-kV-DC-Mittelspannungsanlage, 3-kV-DC-Versorgung, Abgangsleistungsschal-

erung, FL-Umschaltung, Gerüstschutzrelais, Gleichrichter-Transformator, Gleichstromanlage, Gleichstromschnellschalter, Gleistrenner, Hörnerschalter, Innenraumschalter, isolierter Erdpol,

dundanz, Rückleiterfeld, Rückleitersammelschiene, Rückstromführung, Schaltfeldtür, Schalthandlungen, Schlüsselverriegelungssystem, Schutzschirm, Schutzstrecke, sekundäre 12/24-kV-

erkabel, Transformator, Transformatschutz, Trenntransformator, Überspannungsableiter, Übertemperaturschutz, Umschaltposten, Umschaltung AC/DC, Verriegelung, Verriegelungskette,

chutz, Direktauslösung, Einspeisefeld, Einspeisemöglichkeiten, Erdung, Erdungs- und Potenzialausgleichsmassnahmen, Fahrleitungssektoren, Fahrleitungssteuerung, FL-Umschaltung, Ge-

altanlage, Lauflichtsteuerung, Leistungsschalter, Leistungsschalterfeld, Mehrstromtriebfahrzeug, Nennleistung, Nennstrom 630A, Personenschutz, RC-Glieder, Redundanz, Rückleiterfeld

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Modul 6

12-pulse current rectifier, 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit , 3-kV DC medium voltage system, AC/DC switchover, Block post, Buchholz transformer transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife switch, Double rail track circuit, Earthing and equipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltaoptions, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Interlocking frame, Isolation transformer, Keyed interlock system, Multi-current traction unit, Outgoing er circuit breaker bay, Protective earth, Rated current 630 A, Rated power, RC circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier substation, Redundancy, Return conductor bay, arrester, Switchgear bay door, Terminal shunting, Traction current return cable, Transformer, Transformer protection, Triple-pole reverser, Voltage transformer, system, AC/DC switchover, Block post, Buchholz transformer protection, Compact switchgear, Contact wire control, Contact wire sectors, Corrugated tank, Earthing and equipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltage, Frame rejection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard preventilocking frame, Isolation transformer, Keyed interlock system, Multi-current traction unit, Outgoing feeder circuit breaker, Overhead line knuckle, Over630 A, Rated power, RC circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier substation, Redundancy, Return conductor bay, Return conductor busbar, Return curshunting, Traction current return cable, Transformer, Transformer protection, Triple-pole reverser, Voltage transformer, Wave guide, 12-pulse curBlock post, Buchholz transformer protection, Compact switchgear, Contact wire control, Contact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk attenuequipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltage, Frame rejection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard prevention, tion transformer, Keyed interlock system, Multi-current traction unit, Outgoing feeder circuit breaker, Overhead line knuckle, Overtemperature circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier substation, Redundancy, Return conductor bay, Return conductor busbar, Return current systems, return cable, Transformer, Transformer protection, Triple-pole reverser, Voltage transformer, Wave guide, 12-pulse current rectifier, mer protection, Compact switchgear, Contact wire control, Contact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk attenuation, Current transcapsulation, Flashover voltage, Frame rejection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard prevention, High-speed DC circuit breaterlock system, Multi-current traction unit, Outgoing feeder circuit breaker, Overhead line knuckle, Overtemperature protection, circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier substation, Redundancy, Return conductor bay, Return conductor busbar, Return current systing, Traction current return cable, Transformer, Transformer protection, Triple-pole reverser, Voltage transformer, Wave guide, 12-pulse Block post, Buchholz transformer protection, Compact switchgear, Contact wire control, Contact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk and equipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltage, Frame rejection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard preterlocking frame, Isolation transformer, Keyed interlock system, Multi-current traction unit, Outgoing feeder circuit breaker, Overhead line Rated current 630 A, Rated power, RC circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier substation, Redundancy, Return conductor bay, Return conSwitchgear bay door, Terminal shunting, Traction current return cable, Transformer, Transformer protection, Triple-pole reverser, Voltadium voltage system, AC/DC switchover, Block post, Buchholz transformer protection, Compact switchgear, Contact wire control, knife switch, Double rail track circuit, Earthing and equipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltage, Frame retions, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Interlocking frame, Isolation transformer, Keyed interlock

system, Multi-

ker, Power circuit breaker bay, Protective earth, Rated current 630 A, Rated power, RC circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier

substation, R

insulated, Surge arrester, Switchgear bay door, Terminal shunting, Traction current return cable, Transformer, Transformer

protection, T

3-kV DC medium voltage system, AC/DC switchover, Block post, Buchholz transformer protection, Compact switchgear, Con-

tact wire con

Double rail track circuit, Earthing and equipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltage, Frame rejection, Fre-

quency change

return, Interlocking frame, Isolation transformer, Keyed interlock system, Multi-current traction unit, Outgoing feeder circuit A, Rated power, RC circuits, Reciprocal interlocking, Rectifier substation, Redundancy, Return conductor bay, Return conductor cable, Transformer, Transformer protection, Triple-pole reverser, Voltage transformer, Wave guide, 12-pulse current rectifier, 12-pulse control, Contact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk attenuation, Current transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife

breaker, Overhe

busbar, Return cu

diode rectifier with

switch, Double rail track

on, High-speed DC circuit breaker, Incoming feed options, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Interlocking frame, Isolation transformer, Keyed interlock system

166


protection, Compact switchgear, Contact wire control, Contact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk attenuation, Current ge, Frame rejection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard prevention, High-speed DC circuit breaker, Incoming feed feeder circuit breaker, Overhead line knuckle, Overtemperature protection, Polygonal catenary, Power circuit, breaker, PowReturn conductor busbar, Return current systems, Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-insulated, Surge Wave guide, 12-pulse current rectifier, 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit , 3-kV DC medium voltage Crosstalk attenuation, Current transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife switch, Double rail track circuit, on, High-speed DC circuit breaker, Incoming feed options, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Intertemperature protection, Polygonal catenary, Power circuit, breaker, Power circuit breaker bay, Protective earth, Rated current rent systems, Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-insulated, Surge arrester, Switchgear bay door, Terminal rent rectifier, 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit , 3-kV DC medium voltage system, AC/DC switchover, ation, Current transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife switch, Double rail track circuit, Earthing and High-speed DC circuit breaker, Incoming feed options, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Interlocking frame, Isolaprotection, Polygonal catenary, Power circuit, breaker, Power circuit breaker bay, Protective earth, Rated current 630 A, Rated power, RC Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-insulated, Surge arrester, Switchgear bay door, Terminal shunting, Traction current 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit , 3-kV DC medium voltage system, AC/DC switchover, Block post, Buchholz transforformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife switch, Double rail track circuit, Earthing and equipotential bonding measures, Enker, Incoming feed options, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Interlocking frame, Isolation transformer, Keyed inPolygonal catenary, Power circuit, breaker, Power circuit breaker bay, Protective earth, Rated current 630 A, Rated power, RC tems, Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-insulated, Surge arrester, Switchgear bay door, Terminal shuncurrent rectifier, 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit , 3-kV DC medium voltage system, AC/DC switchover, attenuation, Current transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife switch, Double rail track circuit, Earthing vention, High-speed DC circuit breaker, Incoming feed options, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated return, Inknuckle, Overtemperature protection, Polygonal catenary, Power circuit, breaker, Power circuit breaker bay, Protective earth, ductor busbar, Return current systems, Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-insulated, Surge arrester, ge transformer, Wave guide, 12-pulse current rectifier, 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit , 3-kV DC meContact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk attenuation, Current transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting jection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard prevention, High-speed DC circuit breaker, Incoming feed op-

-current traction unit, Outgoing feeder circuit breaker, Overhead line knuckle, Overtemperature protection, Polygonal catenary, Power circuit, brea-

Redundancy, Return conductor bay, Return conductor busbar, Return current systems, Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-

Triple-pole reverser, Voltage transformer, Wave guide, 12-pulse current rectifier, 12-pulse diode rectifier with a three-phase bridge circuit ,

ntrol, Contact wire sectors, Corrugated tank, Crosstalk attenuation, Current transformer, DC power system, Direct trip, Disconnecting knife switch,

er, Glass tank rectifier, Hazard prevention, High-speed DC circuit breaker, Incoming feed options, Incoming feeder bay, Indoor circuit breaker, Insulated

ead line knuckle, Overtemperature protection, Polygonal catenary, Power circuit, breaker, Power circuit breaker bay, Protective earth, Rated current 630

urrent systems, Scotch block, Secondary 12/24-kV distribution grids, SF6-insulated, Surge arrester, Switchgear bay door, Terminal shunting, Traction current return

h a three-phase bridge circuit , 3-kV DC medium voltage system, AC/DC switchover, Block post, Buchholz transformer protection, Compact switchgear, Contact wire

k circuit, Earthing and equipotential bonding measures, Encapsulation, Flashover voltage, Frame rejection, Frequency changer, Glass tank rectifier, Hazard preventi-

m, Multi-current traction unit, Outgoing feeder circuit breaker, Overhead line knuckle, Overtemperature protection, Polygonal catenary, Power circuit, breaker

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Modul 6

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/ Perspectives

Perspektiven

Modul 7


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Modul 7

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Die Mobilitätsgeschichte der Zukunft ist rasch erzählt. Rund um die Uhr fahren vollautomatische High- und Low-Speed-Züge unbegleitet auf intelligenten Schienennetzen. Die Frequenz wird nicht vom vorgegebenen Takt, sondern von der Nachfrage bestimmt, vom jeweils aktuellen Personenoder Warenaufkommen, und die Strassen führen die Autos staulos ans Ziel. – Die Elektrobusse ohne Oberleitung und die Flughafenshuttles sind nur die kleinen Vorboten für vieles, was dereinst Standard wird. / The mobility story of the future is quickly told. Unmanned, fully automatic high- and low-speed trains run on intelligent track networks around the clock. Frequencies are determined not by timetables but instead by demand, by the current volume of passengers or freight, and roads lead cars to their destinations without congestion. – Electric buses without trolley wires and airport shuttles are harbingers of many things poised to become the standard. 175


Modul 7

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Modul 7

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Die Nachfrage nach Mobilität bleibt ungebrochen / The demand for mobility is unabated

Der Weg dahin ist lang. Aber die Weichen sind gestellt. Die Stichwörter dazu lauten: Bahn 2000 (seit 2004 abgeschlossen), Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB), Bahn 2030 (2040, 2050 werden folgen), europäischer HGV-Anschluss und Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI). Der Gedanke der Cargo Tube – Menschen oberirdisch, Güter unterirdisch – nimmt Formen an. Das Generalthema dieser Strategien und Konzepte ist Mobilität mit Fokus auf den öffentlichen Verkehr. Die Herausforderung: die wachsende Zahl der Fahrgäste, der Pendelverkehr, die Stosszeiten. Versuche, die Passagierzahlen durch Ideen wie «Wohnort = Arbeitsort» in Grenzen zu halten, haben sich aus gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Gründen als untauglich oder unerwünscht erwiesen. Die Light-Version, das «Teilzeit-Home-Office», greift nur langsam und ist noch wenig effektiv. Die Nachfrage nach Mobilität bleibt ungebrochen. Von 2004 bis 2008 stiegen die Personenkilometer um 33 Prozent. Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg um 60, regional sogar um 100 Prozent erwartet.

/ We have a long way to go. But we have the directions. Some milestones along the way: Bahn 2000 (completed in 2004), Future Development of Railway Infrastructure (ZEB), Bahn 2030 (2040 and 2050 will follow), interconnections with the European High-Speed Traffic Network, and Financing and Development of Railway Infrastructure (FABI). The concept of the cargo tube – people on the surface, freight underground – is taking shape. The general topic of these strategies and concepts is mobility with a focus on public transportation. The challenges: a growing number of passengers, commuter traffic, rush hours. For social or economic reasons, attempts to limit passenger volumes with ideas like “place of residence = workplace” turned out to be inadequate or undesirable. The “light” version, the so-called part-time home office, has yet to achieve a breakthrough. The demand for mobility is unabated. Passenger kilometres increased by 33 per cent from 2004 to 2008. A further increase by 60, regionally even by 100, per cent has been projected for 2030.

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Modul 7

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Modul 7

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Was tun? / What next?

Der wachsenden Nachfrage nach Mobilität kann mit höheren Frequenzen, mehr Kapazität und grösserer Geschwindigkeit begegnet werden. Das stellt entsprechende Anforderungen an die Infrastruktur: Substanz, Verfügbarkeit, Sicherheit müssen angepasst werden. Parallel dazu braucht es einschneidende Massnahmen im Bereich von Herkunft, Transport und Einsatz der Energien, die das System bewegen. Auch der zukünftige Einfluss des Klimas auf Substanz und Betrieb der Netze sollte geklärt werden, und zu allem hinzu und alles bestimmend kommen die Finanzen: Die Mobilität von morgen braucht immense Mittel. Doch der Return on Investment wird mehr Wert sein: Lebensqualität, Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Zukunftsfähigkeit. Mobilität und Energie sind miteinander zusammenhängende Themen, die uns in naher und ferner Zukunft ständig begleiten. Die Infrastrukturen sind nicht nur im Bereich der Mobilität am Anschlag. Neue oder weiterentwickelte Technologien und Energiegewinnungs- und -transportmethoden – Wind- und Geothermie, Kabel statt Freileitung, Trennung von Produktion und Transport (Swissgrid) – verlangen angepasste und intelligentere Netze und damit Infrastrukturarbeiten, die die Schweiz noch lange beschäftigen werden.

/ The growing demand for mobility can be accommodated with higher frequencies, greater capacity, and higher speeds. That imposes considerable challenges on the infrastructure: Its substance, availability, and reliability must be recalibrated. Concurrently, incisive measures will be needed as regards the origin, delivery, and deployment of the energies that move the system. The future influence of climate on networks and operation should be clarified; additionally, funding is of paramount importance: Tomorrowʼs mobility requires a tremendous amount of money. But the return on investment will be worth more: Quality of life, sustainability, competitiveness, fitness for the future. Mobility and energy are intertwined themes that will occupy us in the near and distant future. Infrastructure facilities have reached their capacity limits, not just in the domain of mobility. New and advanced technologies as well as energy generation and transmission methods – wind and geothermal sources, buried cables instead of overhead lines, segregation of production and transport (Swissgrid) – call for adapted, more intelligent networks and thus infrastructure projects that will preoccupy Switzerland for a long time to come.

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Modul 7

Pöyry ist bereit. Mit dem Know-how, der Erfahrung und dem Wissen aus 40 Jahren pkag im Portfolio haben wir die personellen und technischen Kompetenzen und Kapazitäten vereint, die es für die kommenden Aufgaben braucht. Systemtechnik und Strukturbau, Denken und Machen, gibt es aus einem Haus und mit einer Haltung: Engineering mit Begeisterung.

Pöyry is ready. With a portfolio that distils 40 years of pkag know-how, experience, and insight, we have merged the human resources, technical competences, and capacities that will be needed to master assignments looking forward. Systems and infrastructure engineering, thinking and doing, come from under the same roof and with an attitude: Engineering with enthusiasm.

Energie

Energy

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Capacity

Kapazität


Frequenz

Reliability

Finance

Frequency

Finanzen

Sicherheit Substanz

Substance

Climate Availability

Verf端gbarkeit

Klima

Geschwindigkeit Speed 185


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Ein Wort zum Schluss, ein Wort zum Anfang / A word for the end, a word for the beginning

Im Vorwort zur Firmenbroschüre vor 30 Jahren schrieb mein Vater: «Als Fachmann vor allem für Eisenbahn-Fahrleitungen musste ich natürlich vor allem an die Zukunft des Schienenverkehrs glauben; allerdings war – das darf ich gerne zugeben – das damalige SBB-Grün auch so etwas wie die Farbe der Hoffnung für mich.» Zum eingeschlagenen Weg seines Ingenieurunternehmens sagt er am Schluss noch Folgendes: «Das berechtigt mich auch, heute mit gesundem Optimismus in die Zukunft zu blicken.» «Hoffnung» und «Optimismus», diese Begriffe nehme ich gerne wieder auf und füge einen weiteren hinzu: «Begeisterung». Denn neben der rein fachlichen Kompetenz braucht es die menschliche, damit aus guten Plänen gute Wirklichkeiten werden. In diesem Sinne freue ich mich auf die gemeinsame Zukunft.

/ In the preface of the company brochure 30 years ago, my father wrote: “As a specialist mainly for overhead contact lines, I obviously had to believe in the future of railbound travel. And I will readily admit that the SBBʼs corporate green of those days was also something like the colour of aspiration for me.” Regarding the approach adopted by his engineering firm, he concluded with this statement: “That also justifies my healthy optimistic view of the future!” “Aspiration” and “optimism” – I wholeheartedly endorse these two notions and would like to add a third one: “Enthusiasm”. Apart from professional competence per se, it also takes the human dimension to transform good plans into good realities. With this in mind, I look forward to a future worth sharing.

Roland Keller, Pöyry Schweiz AG

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Zukunft nach Plan