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Nr. 2/2014 D 5,50 Euro Mai/Juni/Juli CH 10,50 SFR /Austria 6.- Euro / Italien&Spanien 6,90 Euro / BeNeLux 6,50 Euro

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 MITTELMEER-SPECIAL + Die schönsten Insider-Strände

+ Neuer Trend: Apartment-Hotels + Sind Hotel-Deals wirklich billiger? + Die Welt der Reiseblogger + Expertenrat: Ihr Recht im Urlaub


Inhalt 02/14 4x FERIEN ZU GEWINNEN

38 MEXICO: VIVA YUCATAN Erlebnisferien, Kultur & Strand

Schottland 17 Türkische Riviera 31 Landal 14 & Westerwald 73

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MALAYSIA Im Land der Farben

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MIETWAGEN Preisportale im Test

INSIDER 12 Schnäppchen & Touren Clever buchen und sparen 13 Tipps vom Koenig Meilensammeln optimieren

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+ BONUS: ERLEBNISAPP Reisevideos & Bildergalerien Entdecken Sie Ihr Reisemagazin Clever reisen! wie noch nie - mit Ihrem Smartphone oder Tablet-PC. Scannen Sie mit der Junaio-App die gekennzeichneten Seiten in dieser Ausgabe. Sie erleben die Clever reisen!- Tourtipps in einer neuen Dimension und haben noch mehr Lesespaß!

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Clever reisen! 2/14

14 Test Fernbusse Die besten Linien in Deutschland 15

Spanien/Kantabrien Naturwunder Gulpiyuri-Strand

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Bücher für die Reise Unterhaltsam & nützlich

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Reiserecht praktisch Rat vom Experten

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Möller’s Reisewelt Pfiffig, praktisch & gut

112 Leserbriefe: Tipps, Tricks & Erfahrungen - Leser für Leser 114 REISELUSTIG: Weltenbummler Impressum: Wer, was, wo


TEST & RAT 06

Flugplaner: Weltreisen Preiswerte Routen & Tourtipps

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TEST: Mietwagen-Portale Wer sind die Besten im Internet?

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Vielflieger-Clubs Sammler zahlen oft drauf

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Die Welt der Reiseblogger Wie gut sind die Tipps?

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Trend: Apartment-Hotels Viel Platz zu günstigen Preisen

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Hotel-Deals Schnäppchen oder Lockvogel?

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Rundreisen mit Arzt Gute Angebote & Anbieter

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KREUZFAHRT-SPECIAL Ausprobiert: Luxusschiff + Vergleich der Nebenkosten + Noten: Wo bewerten Passagiere

TOURTIPPS 38

Mexico: Yucatan Erlebnistour auf der Halbinsel

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Südostasien: Malaysia Viel sehen von Ost nach West

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Afrika: Gambia Lohnt sich die Reise?

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USA: Chicago Die Stadt für viele Jahreszeiten

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Österreich Wo die Geier fliegen

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Deutschland-Extra News, Spartipps & Tourideen

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Kopenhagen Dänemarks Metropole ist hip

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Kanada: Nova Scotia Hummer, Halifax & Erlebnisse

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USA: Alaska Gletscher, Grizzly & Abenteuer

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ALASKA Die Magie der Wildnis

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KOPENHAGEN Stadtbummel

TICKETGUIDE 88 TEST: Airlines Nordamerika Wer sind die Besten? Preise, Service, Komfort & Sicherheit 92 TEST: Ferienflieger Air Berlin Condor & Co Wer sind die Besten? 95 Tricks vom Flugprofi Frühbucher sparen kräftig in der Business Class

46 80

GAMBIA Afrika neu entdeckt

97 Billigflieger-Fernstrecke Tickets für unter 200 Euro

KANADA/Nova Scotia Unterwegs im Hummerland

100 TICKETBÖRSE:

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Über 600 Sparflüge zu über 200 Zielen weltweit auf einen Blick - Eco & Premium Ecoclass +100 Airlines im Preis-Leistungsvergleich

WELTREISEN Flugplaner: So weit, so günstig!

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DEUTSCHLAND

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WELTREISEN

FLUGPLANER Einmal um den Globus... ...weit, aber g端nstig!

Clever reisen! stellt g端nstige Weltreisen mit jeder Menge unvergesslichen Ausflugstipps vor. Plus: Hoteltipps und hilfreiche Infos zur Reiseplanung. 6

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WELTREISEN

Preiswerte Weltreise für Einsteiger Euro Preis: ab 1470

LONDON Für Sightseeing ist die Weltstadt bestens geeignet: ob Big Ben, Tower Bridge, Trafalgar Square, Westminster Abbey, Buckingham Palace oder London Eye. Smart-Shopper finden angesagte Marken im Stadtteil West-End. Ein Klassiker ist der Besuch des Hydepark. Der Nachrichtensender BBC News bietet Neugierigen eine Tour durch seine TV-Studios an. Leckeres und zudem günstiges Essen findet man im „Baozi Inn“ in Chinatown: Straßenessen nach Pekingund Sichuan-Art.

www.visitlondon.com

LOS ANGELES In der „Stadt der Engel“ gibt es einige exklusive Viertel wie Hollywood mit dem Mann´s Chinese Theater und dem Walk of Fame sowie Malibu. In Beverly Hills werden Rundfahrten zu den Häusern einiger Filmstars angeboten, die man mit etwas Glück live sehen kann. An der berühmten Strandpromenade Venice Beach trainieren Bodybuilder am Muscle Beach und tummeln sich Alleinunterhalter, Musiker und Künstler. Das Ende des Santa Monica Pier gewährt einen wundervollen Blick auf die komplette Küstenregion.

www.discoverlosangeles.com

AUCKLAND Segeln, Schwimmen und Sightseeing – aus diesen Gründen kommen Reisende ins neuseeländische Auckland, der „City of Sailes“. Unbedingt sollten Urlauber zu den Stränden Mission Bay, Devonport oder Piha sowie zur bekannten Auckland Harbour Bridge. Aucklands Wahrzeichen sollte man ebenfalls nicht verpassen: Der 328 Meter hohe Sky Tower überzeugt nicht nur mit seinem tollen Ausblick, sogenannte „Sky Jumper“ stürzen sich auch mit Vergnügen von seiner Spitze in die Tiefe – ein tolles Schauspiel.

TOKIO Hektisches Treiben, bunte Werbeschilder, Sushi und Karaoke - das ist Tokio. Vor allem in den Vierteln Shinjuku und Shibuya. Im Einkaufsviertel Ginza finden Shopping-Begeisterte sämtliche Luxusmarken der Welt. Tipp: Vor dem Öffnen der Läden bilden sich Schlangen, also rechtzeitig da sein! Auf Skytree, dem höchsten TV-Turm weltweit (624 Meter), kann man Tokio von oben für ca. 20 Euro (2000 Yen) entdecken. Der Aufzug erreicht in 50 Sekunden die erste Besucherplattform in 350 Metern Höhe.

www.gotokyo.org

Hoteltipps: London: DZ im 3* The Z Victoria ab 122 Euro/Nacht. Los Angeles: Suite im Hollywood Celebrity Hotel (2*): ab 130 Euro/ Nacht, inkl. Frühstück. Auckland: DZ im 3* Ibis Auckland Ellerslie ab 73 Euro/Nacht. Tokio: DZ im 3* Stay Hotel Nishi Shinjuku Tokyo ab 84 Euro/Nacht, inkl. Frühstück. Cook Inseln: DZ im 3* Club Resort Rarotonga ab 113 Euro/Nacht, inkl. Frühstück.

www.aucklandnz.com

Bilder: Fotolia, britainonview, bigstockphoto

COOK INSELN Die südliche und größte der Cook Inseln ist Rarotonga, die von einem farbenprächtigen Korallenriff umgeben ist. Jedes Jahr im November findet hier das „Tiare Festival“ statt. Geschäfte und öffentliche Einrichtungen werden mit Blumen und Palmenblättern geschmückt. Anschließend wird das schönste Gebäude prämiert. Das absolute Highlight der 15 Cook Inseln ist jedoch die Lagune von Aitutaki mit glasklarem Wasser und einem weißen Bilderbuchstrand. Im Gegensatz zu Rarotonga bietet sie ein schönes, trockenes Klima. Die kleine, felsige Insel Atiu bietet sehenswerte Kalksteinhöhlen und Kaffeeplantagen. www.cookislands.travel

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Airlines: Meilengutschriften werden immer mickriger und die Programme in der Handhabung komplexer, sodass eigentlich kaum ein Kunde noch durchblickt

Vielfliegerclubs

Treue Kunden zahlen oft drauf

Bonusprogramme wurden eigentlich einmal ins Leben gerufen, um treue Passagiere mit Prämienvorteilen zu belohnen. Doch derzeit ist es nicht klug, Prämienmeilen wahllos gegen Freiflüge einzutauschen. Denn die Fluggesellschaften haben ausgerechnet ihrer treuesten Kundschaft schlichtweg die Freundschaft aufgekündigt. Viele Bonusprogramme wurden massiv entwertet: Die erforderliche Meilenanzahl für Prämientickets wurde erhöht und noch dazu wurden die Verfügbarkeiten von Prämien eingeschränkt. Das wäre an sich schon ärgerlich genug, doch die Airlines setzen noch eins drauf. Will ein Bonusprogramm-Mitglied seine mühsam in viel zu engen Sitzreihen angesammelten Bonusmeilen heute in eine Flugprämie eintauschen, wird er häufig veräppelt. Nicht selten muss er mehr bezahlen als jeder normale Kunde. Das ergab die jüngste Stichprobe von Clever reisen!

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Meilenjäger zahlen mehr Die Prämienangebote von Miles & More, dem Bonusprogramm von Lufthansa, bilden den unrühmlichen Trend beispielhaft ab. Will ein Kunde ein Prämienticket von Dresden nach Paris einlösen (siehe Tabelle), wären immerhin 30.000 Meilen notwendig. Zudem verlangt das Programm die stolze Summe von 259,24 Euro für Steuern und Gebühren. Hätte ein Kunde das Flugticket direkt auf der Lufthansa-Internetseite gebucht, wären nur 196,56 Euro fällig gewesen. Das sind stolze 62,68 Euro weniger, als der Bonuskunde bezahlt. Auch Programmteilnehmer des Sammelclubs Top Bonus von Air Berlin haben dieser Tage nicht viel zu lachen. Für einen Prämienflug von Düsseldorf nach Paris schlagen

20.000 Meilen plus 270,76 Euro zu Buche. Ein Ticket, direkt bei Air Berlin gekauft, war dagegen schon für 212,76 Euro zu haben. Das sind 58 Euro weniger, als der Bonuskunde bezahlt. Bei Air France hätte das Ticket sogar nur schlappe 140 Euro gekostet und wäre damit gar um 130,76 Euro günstiger gewesen.

Prämientickets für die Langstrecke Nicht wesentlich anders sah unsere Stichprobe bei Prämientickets für Langstreckenziele aus. Ein gekauftes Flugticket für die Strecke von Hamburg nach Dubai war bei Turkish Airlines um rund 17 Euro günstiger als das Prämienticket von Miles & More. Ein Prämienticket beim Top Bonus-Programm von Berlin nach New York wäre ebenfalls um einige Euros teurer gekommen, als ein gekauftes Flugticket (siehe hierzu Tabelle).

Hop-on/Hop-off: New York per Bus von oben kennenlernen


TEST & RAT TICKETS

Bonusmeilen: Früher konnten Kunden mit einem Rabatt von circa fünf bis sieben Prozent rechnen. Mittlerweile ist der ermittelbare Rabatt auf weniger als ein Prozent geschrumpft

Vielfliegerclubs verleiten oft dazu, zu vergessen, die Preise zu vergleichen. Bei einem anderen Anbieter – sei es nun Flug, Mietwagen oder Hotel – könnte man vielleicht die gleiche Leistung wesentlich günstiger bekommen. Die gesammelten Bonuspunkte wiegen solche Preisvorteile selten auf

Es gibt aber auch Ansätze, die hoffnungsfroh stimmen. British Airways hat die Crux mit den Steuern und Gebühren, die für Prämientickets in Rechnung gestellt werden, erkannt. Hier wurden für bestimmte Weltzonen (Zone 1- bis 3), sogenannte Pauschalen eingeführt. Für ein Prämienticket in der Economy Class werden demnach nur noch pauschal 42 Euro berechnet (Hin- und Rückflug), sofern es ein Prämienflug-Special ist. Business Class-Passagiere zahlen 60 Euro. Somit werden Prämientickets für Europa-Flüge nicht ad absurdum geführt, wie dies teilweise bei Miles & More oder Top Bonus der Fall ist. Zwar können die Steuern und Beträge bei Miles & More oder Top Bonus in der Regel mit Meilen beglichen werden, allerdings zu derart horrenden Meilensätzen, dass es sich für den einfachen Meilensammler eigentlich nicht mehr rechnet. Auch Experten geben zu bedenken, dass sich das Meilensammeln immer weniger lohnt. Als die Meilenprogramme eingeführt wurden, konnten Kunden mit einem Rabatt von circa fünf bis sieben Prozent rechnen. Mittlerweile ist der ermittelbare Rabatt auf weniger als ein Prozent abgeschmolzen. Da wundert es auch nicht, das der GermanwingsTopmanager Thomas Winkelmann in der Touristikzeitschrift FVW mit den Worten zitiert wird: „Kunden sammeln gern Punkte, auch wenn sie fast nichts mehr damit anfangen können“. Text: Dominik Peter

Vielflieger: Erst rechnen, dann buchen Fluggesellschaft & Bonusprogramm

Strecke (Meilenanzahl plus Steuern)

Vergleichsangebot

Hinweis und Einschätzung

Lufthansa Miles & More

Frankfurt - Paris, vom 06.-09.06.: 30.000 Meilen plus 156,39 Euro Steuern und Gebühren

Air France: 139 Euro inklusive Gepäck, ohne Freigepäck sogar 99 Euro

Das Prämienticket von Lufthansa lohnt sich nicht. Man würde 17,30 Euro mehr als bei Air France bezahlen und wäre zudem noch 30.000 Meilen los. Wer ohne Gepäckaufgabe mit Air France fliegt, spart sogar 57,39 Euro gegenüber dem Lufthansa Prämienticket.

Lufthansa Miles & More

Dresden - Paris, vom 06.-09.06. (Via-Verbindung): 30.000 Meilen plus 259,24 Euro Steuern und Gebühren

Lufthansa: Ab 196,56 Euro

Der Hammer: Bei Lufthansa direkt gebucht, kostet das Flugticket 62,68 Euro weniger als das Prämienticket. Hierbei sammelt man sogar Meilen (insgesamt 500 Meilen) statt 30.000 Meilen auszugeben. Nebenbei: Man müsste diese Strecke zu diesem Tarif 60-mal fliegen (Hin- und Rückflug) um 30.000 Meilen zu sammeln!

Lufthansa Miles & More

Hamburg - Dubai, vom 01.-08.06.: 25.000 Meilen plus 424,39 Euro Steuern und Gebühren

Turkish Airlines: 407 Euro (via Istanbul)

Selbst Prämientickets für Langstreckenflüge sind manchmal ein Flop. Bei Turkish Airlines gibt es den Flug um 17,39 Euro günstiger und seine 25.000 Meilen muss man auch nicht einsetzen. Einziges Manko: Beim Turkish Airlines-Flug handelt es sich um eine Via-Verbindung, dafür kann man allerdings Meilen sammeln.

Lufthansa Miles & More

Frankfurt - New York vom 31.05.-07.06.: 60.000 Meilen plus 475,60 Euro Steuern und Gebühren

Tripsta: 473,40 Euro Flüge mit Air Canada (Via-Verbindung)

Zwar ist der Air Canada-Flug nur um 2,20 Euro günstiger, dafür sind aber keine 60.000 Meilen futsch. Eine Meilengutschrift gibt es beim Air Canada-Flug zudem obendrauf.

Air Berlin Top Bonus

Frankfurt - Madrid vom 05.-12.06.: 20.000 Meilen plus 266,21 Euro Steuern und Gebühren

Iberia: 214,57 Euro

Um stolze 51,64 Euro ist der Iberia-Flug billiger als das Air Berlin-Prämienticket. Zudem spart man sich den Einsatz von stolzen 20.000 Meilen.

British Airways Executive Club

Frankfurt - Madrid vom 05.-12.06.: 15.000 Avios plus 116 Euro Steuern und Gebühren

Keine günstigeren Flüge gefunden.

Obwohl es kein Prämienflug-Special ist (siehe Beispiel Hamburg-London), ist der Flug im Vergleich zum Air BerlinPrämienticket relativ preiswert. Richtig billig ist das Prämienticket allerdings nicht, wie etwa das Prämienticket für die Route Hamburg-London von British Airways.

Air Berlin Top Bonus

Düsseldorf - Paris vom 05.-12.06.: 20.000 Meilen plus 270,76 Euro Steuern und Gebühren

Air Berlin: 212,76 Euro; Air France: 140 Euro (inkl. Freigepäck)

Der Hammer: Würde man bei Air Berlin ein Ticket kaufen, wäre es um 59 Euro günstiger als das Prämienticket. Zudem blieben dem Meilenkonto 20.000 Meilen erhalten. Ein Flugticket bei Air France wäre sogar um 130,76 Euro günstiger gewesen.

Air Berlin Top Bonus

Berlin - New York , vom 05.-12.6.: 65.000 Meilen plus 515,43 Euro Steuern und Gebühren

Tripsta: 512,84 Euro (Flüge mit Air Berlin)

Auch Prämientickets für Langstreckenflüge sind bei Air Berlin nicht immer der Renner. Beim Buchungsportal fanden wir einen Flug, der um 2,59 Euro günstiger war als das Prämienticket. Auch hier der Clou: Beim Tripsta-Angebot handelt es sich um einen Air Berlin-Flug.

British Airways Executive Club

Hamburg - London vom 01.-08.06.: 9.000 Avios plus 42 Euro Steuern und Gebühren

Keine günstigeren Flüge gefunden.

Hierbei handelt es sich um ein Prämienflug Special. Das bedeutet, alle Steuern und Gebühren betragen pauschal nur 42 Euro.

Stand 02/14, Quelle: Onlineabfragen. Preise verstehen sich jeweils ohne Bezahlgebühren

TIPPS & TRICKS *Prämienflugverfügbarkeit Nach einer Studie der Firma IdeaWorks unter führenden Bonusprogrammen ist die Prämienflugverfügbarkeit bei Air Berlins Top Bonus-Programm in 2013 Spitze gewesen. Das Programm belegte den ersten Platz mit einer 100-prozentigen Verfügbarkeitsrate zusammen mit GOL (Brasilien) und Southwest (USA). Miles & More rutschte hingegen um über 10 Punkte auf den 7. Platz ab. *Steuern mit Meilen bezahlen Wer die Steuern und Gebühren bei seinem Prämienflugticket mit Meilen bezahlen will, muss mit folgenden Meilenbeträgen rechnen: Miles & More pauschal 18.000 Meilen und Top Bonus 7.500 Meilen (Inlandsflüge), 12.500 Meilen (Europa-Flüge) oder ab 20.000 Meilen (Süd- und Zentralasien, Golfstaaten).

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HOTEL-DEALS Wie günstig sind die Sparpreise? Hotel-Buchungsportale wie booking.com oder hrs.de versprechen mit HotelDeals Einsparungen bei der Buchung zwischen 50 und 70 Prozent. Neben den üblichen Hotelangeboten bieten einige Internetportale sogenannte „HotelDeals an“, bei denen die Preise nochmals reduziert und daher besonders preiswert sind. Um an die preiswerten Hotel-Angebote zu kommen gibt es mehrere Wege, zum Beispiel über die Internetseiten oder nach Anmeldung zum Newsletter. Angeboten werden bestimmte Hotels in vorab ausgewählten Reisezielen.

Sesam öffne dich Die Modelle der Anbieter sind verschieden: Bei SecretEscapes, Anbieter für Luxus-Hotels, müssen sich Interessierte für den Newsletter anmelden und vor der Buchung einen Account mit Passwort anlegen. Eine andere Variante liefert justbook.com, die mittlerweile zu SecretEscapes gehören. Hier müssen sich Hotel-Suchende mit einem Account anmelden, um zum Preisvergleich und zu den Last-Minute-Angeboten (nach Anbieter-Angaben bis zu 50% Einsparpotenzial) zu gelangen. Bei hrs.com, hotel.

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de oder booking.com hat auf den Internetseiten jeder freien Zugang zu den Deals. Wer aber kein Schnäppchen verpassen will, sollte sich auch hier für die Newsletter anmelden. Diese werden meist täglich verschickt. Auffällig bei den E-Mail-Angeboten von booking.com waren die vielen außergewöhnlichen Destinationen, wie Trondheim, Tel Aviv, York oder Reykjavik. Dass hier Hotels günstig angeboten werden können, liegt vermutlich vielmehr an den wenig stark gefragten Reisezielen als an den ausgehandelten Konditionen. Beliebte Ziele wie Paris, London oder Rom werden seltener angeboten und die Hotels liegen meist nicht in Top-Lage.

Vorsicht vor Mondpreisen Negativ aufgefallen sind Mondpreise oder Streichpreise in einigen Deal-Angeboten: SecretEscape hat beispielsweise in einem Newsletter eine Suite in einem Wiener Fünf-SterneHotel für 299 Euro pro Nacht beworben. Der ursprüngliche Preis lag bei 819 Euro. Klingt nach einem tollen Schnäppchen! Laut Buchungsbedingungen wurde allerdings nur ein Deluxe Doppelzimmer angeboten.

Fazit: Die Stichproben und Preisvergleiche zeigen, dass es einige wirkliche gute HotelDeals gibt. Gefallen konnten die Hotel-Deals von hrs.de, hotel.de oder booking.com. Die Mondpreise, wie bei den Stichproben von SecretEscapes, zeigten, dass Urlauber den Hotel Deals nicht blindlings vertrauen sollten. Wichtig ist daher, den Preis mit anderen Anbietern zu vergleichen.

Grundregeln für Hotel-Deals: Meist nur für wenige Tage buchbar, immer an bestimmte Buchungsbedingungen gekoppelt. Das heißt zum Beispiel, bei Stornierungen gibt es kein Geld zurück oder der günstige Preis ist erst ab mehreren Nächten verfügbar. Hotels sowie Zielorte sind festgelegt und der Reisezeitraum gilt nur für wenige Wochen. Reisende sollten daher so flexibel wie möglich sein, wenn Sie ein richtiges Schnäppchen mit den Hotel-Deals schnappen wollen. Text: Amalie Schulte-Fischedick

Hotel-Deals (Auswahl) hrs.com: auf den Internetseiten & per Newsletter booking.com: auf den Internetseiten & per Newsletter hotel.de (deals.hotel.de): auf den Internetseiten & per Newsletter justbook.com: nur auf den Internetseiten und nach Anmeldung secretescapes.de: nur per Newsletter. Buchung: Nur nach Erstellung eines Accounts möglich

Preisvergleich: Wo gibt es Hotel-Schnäppchen? Hotelname

Hotel-Deal (Preis & Anbieter)

Hotel-Preisvergleich

Preis beim Hotel

Panorama Inn Hotel und Boardinghaus (3*), Hamburg

ab 39 Euro/ DZ inkl. Frühstück hotel.de

ab 73 Euro/ DZ inkl. Frühstück

Best Rate: ab 68 Euro inkl. Frühstück

Best Western Farsta, Stockholm (4*)

ab 55 Euro/ DZ inkl. Frühstück hotel.de

ab 111 Euro/ DZ inkl. Frühstück

Best Rate: ab 118 Euro/ DZ inkl. Frühstück

Radisson Blue Hotel (4*), Amsterdam

ab 105 Euro/ DZ booking.com

ab 136 Euro/ DZ

ab 168 Euro/ DZ

Hotel du Nord (3*), Kopenhagen

ab 70 Euro/ DZ inkl. Frühstück booking.com

ab 113 Euro/ DZ inkl. Frühstück (Anbieter ebenfalls booking.com)

ab 150 Euro/ DZ inkl. Frühstück

Royal Park Hotel (4*), Budapest

ab 79 Euro/ EZ justbook.com

ab 32 Euro/ EZ

ab 144 Euro/ EZ

My Story Hotel Ouro (3*), Lissabon

ab 64 Euro/ DZ hrs.de

Ab 100 Euro/DZ

ab 77 Euro (Frühbucher-Tarif)

Mamaison Andrassy (5*), Budapest

ab 39 Euro/ DZ hrs.de

ab 76 Euro/ DZ

ab 109 Euro/ DZ

Hotel Imperial (5*), Wien

ab 299 Euro/ DZ, inkl. Frühstück SecretEscapes

ab 389 Euro/ DZ inkl. Frühstück

ab 489 Euro/ DZ inkl. Frühstück

The Duke Hotel, Rom

ab 99 Euro/ DZ inkl. Frühstück & verschiedener Extras wie zwei Karten für eine Kunstausstellung SecretEscapes

ab 110 Euro/ DZ inkl. Frühstück

ab 110 Euro/ DZ inkl. Frühstück

Anmerkung zur Tabelle: Alle (Ab-) Preise beziehen sich immer auf dieselben Leistungen und pro Nacht. Die „Best Rates“ der Hotels haben ebenfalls i.d.R. besondere Buchungsbedingungen.

Große Betten, kleine Preise: Die Hotel-Deals sind meist nur für wenige Tage buchbar und an Buchungsbedingungen gekoppelt

Zudem war der reduzierte Preis erst ab zwei Nächten verfügbar. Ein Preisvergleich mit einem Hotel-Potal und auf den Internetseiten des Hotels ergab folgendes: Ein Deluxe Doppelzimmer war beim HotelPreisvergleichsportal ab 389 Euro und beim Hotel ab 489 Euro zu haben. Das Angebot von SecretEscapes ist also wirklich preiswert gewesen. Doch der ehemalige Preis von 819 Euro war wohl ein Mondpreis, um satte Rabatte zu bewerben. Selbst eine Juniorsuite war über das Hotel schon ab 598 Euro buchbar.

Bilder: Luise Hotels, 123rf.com

TEST & RAT HOTEL-DEALS


KREUZFAHRT-SPECIAL

Kreuzfahrt-Ratgeber: Hier bewerten die Passagiere In Katalogen werden Kreuzfahrtschiffe immer mit den schönsten Worten und mit tollen Bildern beworben. Klartext ist gefragt: Bewertungsportale bieten unabhängige Meinungen und Infos von Passagieren für Passagiere. Clever reisen! hat sich die Kreuzfahrtratgeber genauer angesehen. Sterne, Schulnoten oder Punkte – Alle Bewertungsportale haben ein eigenes Punktesystem. Damit kann man seine Kreuzfahrt schnell und einfach bewerten. Wer mehr zu sagen hat, verfasst einen eigenen Text oder Kommentar. Die Möglichkeit Texte ausschließlich frei zu formulieren, wie es beispielsweise kreuzfahrtbewertungen.net anbietet, verhindert jedoch, dass man sich schnell über die Vor- und Nachteile der Schiffsreise informieren kann. Nutzerfreundlicher hingegen sind Kombinationen aus kurzen Kommentaren und der Bewertung per Punktesystem. ehoi, kreuzfahrtschiff-bewertung. de, holidaycheck.de und kreuzfahrten.de bieten diese besonders informative Form an. Um sicherzustellen, dass nur „echte“ Bewertungen abgegeben werden, muss man auf manchen Portalen zuvor eine Kreuzfahrt buchen. So zum Beispiel bei kreuzfahrten.de.

Foto: Norwegian Getaway

Infos, Extras & Übersichtlichkeit Neben den Bewertungen über die Kreuzfahrten sind Informationen über unterschiedliche Schiffstypen sinnvoll. Fotos, Deckpläne oder Videos vermitteln einen ersten Eindruck von Ambiente, Größe und Ausstat-

tung – was die Reiseplanung enorm erleichtern kann. Besonders gut umgesetzt haben das die Portale e-hoi, kreuzfahrtbewertungen.net und kreuzfahrten.de. Sie sind informativ und übersichtlich zugleich. Als sehr hilfreich bei der Entscheidung für oder gegen eine Kreuzfahrt bzw. ein -schiff können Weiterempfehlungen der Passagiere sein. Ein Großteil der getesteten Portale bietet dies an – so zum Beispiel schiffsbewertungen. de, holidaycheck.de oder e-hoi. de. Extras wie Foren, Newsletter oder ausführliche Reiseberichte finden sich ebenfalls auf einigen der Portale. Kreuzfahrer.de und kreuzfahrtbewertungen. net trumpfen zusätzlich mit TopPlatzierungen der Schiffe, Reedereien oder Reisezielen auf und liefern dem Nutzer damit interessante Zusatzinformationen.

Viele und übersichtliche Bewertungen findet man ebenfalls auf kreuzfahrer.de, Infos leider nicht. kreuzfahrtschiff-bewertung.de bietet zwar gerade einmal 313 Bewertungen, überzeugt jedoch mit seiner sehr guten Übersicht und schönen Extras wie beispielsweise dem sogenannten Reise-Knigge. Schiffskritiken.de liefert gut 1.100 Bewertungen und hat leider wenig überzeugt:

Text: Jasmin Wiegboldt

Kreuzfahrt: Bewertungsportale im Überblick Bewertungsportal

Einschätzung

Kreuzfahrtberater.de

Positiv: ausführliche Informationen über die Schiffe; sehr übersichtlich; Bewertungen ohne Registrierung möglich; zahlreiche Fotos

e-hoi.de

Postitiv: Weiterempfehlungsrate; sehr übersichtlich & informativ; viele Fotos & Videos; Sortierung nach Kreuzfahrertypen von leger bis elegant

Kreuzfahrtbewertungen.net

Positiv: Fragen & Antworten rund um Kreuzfahrten; sehr übersichtlich & informativ Negativ: kaum Fotos, nicht alle Schiffe können bewertet werden

Kreuzfahrer.de

Positiv: sehr übersichtlich; Top 10 der bestbewerteten Schiffe; Weiterempfehlungsrate; Suche nach Schiffsbewertungen unter verschiedenen Kategorien; neueste Schiffsbewertungen Negativ: keine Infos zu Schiffen & Kreuzfahrten; kaum Fotos, keine Videos

Kreuzfahrtschiff-bewertung.de

Positiv: übersichtlich; viele Fotos; Weiterempfehlungsrate Negativ: wenige Informationen

Schiffskritiken.de

Positiv: sehr übersichtlich Negativ: keine Infos zu Schiffen und Kreuzfahrten; wenig Fotos, keine Video

Schiffsbewertungen.de

Positiv: übersichtlich; Weiterempfehlungsrate; Fotos; Infos über Schiffe und Kreuzfahrtreisen

Holidaycheck.de

Positiv: viele Bilder, auch Videos; Weiterempfehlungsrate Negativ: wenig informativ, etwas unübersichtlich; viel Werbung

Kreuzfahrten.de

Positiv: übersichtlich; sehr informativ; Fotos & Videos; Weiterempfehlungsrate

Cruisecritic.com

Positiv: Fotos; übersichtlich; informativ Negativ: Nur in englischer Sprache; viel Werbung

Die Schwarmintelligenz Als Basis für eine seriöse Beurteilung der Kreuzfahrtschiffe muss ein gewisses Maß an Bewertungen vorhanden sein. Mit mehr als 100.000 ist cruisecritic.com der Gigant im Test. Das englischsprachige Portal ist relativ übersichtlich – Infos, Fotos und Bewertungen hat man schnell gefunden. Einzige Schwachstelle: leider viel Werbung. Zahlreiche (über 17.300) und nutzerfreundliche Bewertungen stellen auch die Portale e-hoi.de und kreuzfahrten.de zur Verfügung. Fotos, Informationen, Reiseberichte und andere Extras heben die auch optisch ansprechenden und übersichtlichen Seiten aus der Masse hervor. Kleines Manko: Auf keinem der Portale findet man Videos.

Infos zu Schiffen und Kreuzfahrten sucht man hier vergebens. Fotos findet man nur vereinzelt. Einziger Pluspunkt: Neueste Bewertungen und Reiseberichte werden übersichtlich dargestellt. Hilfreich bei der Suche nach dem richtigen Kreuzfahrtschiff sind die Bücher „Kreuzfahrt Guide 2014“ oder „Complete Guide to Cruising & Cruise Ships“.

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Spanien. Costa del Sol Streifzug durch Málaga

Ob als Wochenendtrip oder als Station auf einer Andalusien-Rundreise: Málaga hat sich zu einem der abwechslungsreichsten Reiseziele an der Costa del Sol für Urlauber entwickelt.

Großes Sommerfest in Málaga: Die Feria de Agosto findet dieses Jahr vom 16. bis zum 23. August statt.

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Málaga ist ideal für Streifzüge auf eigene Faust. Wer sich durch die stimmungsvollen Straßen und über die Plätze der Altstadt treiben lässt, findet überall Cafés und Bodegas, Bars und Restaurants. Und ganz nebenbei kommt man zwangsläufig an einigen der herausragendsten Sehenswürdigkeiten vorbei. An der Plaza de Merced zum Beispiel, einem imposanten weiten Platz mit prächtig herausgeputzten Häusern aus den letzten beiden Jahrhunderten. In einem davon wurde Pablo Picasso, der berühmteste Sohn der Stadt, geboren. Wie in seiner Kindheit bevölkern noch immer Tauben den Platz, die ihn zu seinen allerersten Skizzen inspiriert haben. Nur einen kurzen Spazier-

gang entfernt, im Museo Picasso, kann man die Entfaltung des Genies nachvollziehen, angefangen von seinen frühesten Studien und Zeichnungen bis hin zu den abstrakten Meisterwerken (C/San Augustin 8). Dem zweiten, ebenfalls weltberühmten Sohn der Stadt begegnet man nur wenige Gassen weiter. Nun ja, wenn er nicht gerade leibhaftig mit seiner Frau, der Schauspielerin Melanie Griffith, zu einem seiner häufigen Besuche weilt, so sind doch zumindest die handsignierten Weinfässer und Fotos von Antonio Banderas in der Bodega El Pimpi zu sehen (C/Grenada 62). Das El Pimpi ist nicht einfach nur eine Tapas-Bar, es ist eine Institution. Von Touristen und Einheimischen gleichermaßen geschätzt wegen seiner lebhaften Atmosphäre. Wer die traditionelle Dekoration etwas genauer in Augenschein nimmt, entdeckt Fotos von Stars und Sternchen, altem und neuem Geldadel aus mehreren Jahrzehnten. Hier bekommt man eine Ahnung, dass das El


Die Fußgängerzone in der Altstadt lädt zum Bummeln ein. Sonnensegel spenden Schatten

Pimpi womöglich immer noch eine Attraktion sein wird, wenn der Stern von Banderas schon längst nicht mehr so hell strahlt.

Die einarmige Dame Wer sich die Tapas stilecht mit Wein oder Sangria hat munden lassen, wird sich beschwingt den Besichtigungen zuwenden. Aber auch ohne alkoholische Unterstützung macht das erste Schlendern durch die Altstadt schnell Lust, sich ein paar der Attraktionen genauer anzusehen. Am besten beginnt man mit einem Spaziergang von der Altstadt hinauf zur Alcazaba, einer Burg aus dem 11. Jahrhundert, die hoch über der Altstadt thront. Zu ihren Füßen gibt es noch eine kleine Verschnaufpause bei der Besichtigung des Amphitheaters aus römischer Zeit, bevor es den kurzen, aber stellenweise steilen Weg hinauf zur Burg geht. Durch zwei imposante Tore gelangt man mitten hinein in die weitläufige, mit Höfen und Gärten ausgestattete Befestigungsanlage. Wer sich den Aufstieg nicht zumuten will oder kann, muss nur einfach rechtsherum am Burgberg entlanggehen. Dort gelangt man zu einem Seiteneingang, der mit einem Lift ausgestattet ist. Ganz gleich auf welchem Wege der Aufstieg erfolgt, ein Besuch des Alcazabars ist in jedem Fall lohnenswert. Allein schon wegen der grandiosen Aussicht. Neben Altstadt und Hafen ist von hier oben auch die berühmte Stierkampfarena aus dem 19. Jahrhundert gut zu sehen. Vom Burgberg muss man nur kurz schlendern, um zu ei-

nem weiteren Highlight Málagas zu gelangen, zur Kleinen Einarmigen Dame. Auf spanisch La Manquita, so bezeichnen die Malaquenos liebevoll-spöttisch ihre prächtige Kathedrale. Warum, wird gleich von außen klar. An dem Prunkbau wurde nur einer der beiden geplanten Türme ausgeführt. Sie wurde in einer ehemaligen Moschee errichtet und während mehrerer Jahrhunderte wurde immer wieder an- und umgebaut. Der Stilmix ist entsprechend vielfältig und ei-

Lohnenswert: Kathedrale de la Encarnación

niges der Ausstattung gehört zum feinsten, was sakrale Kunst zu bieten hat. Am besten leiht man sich am Eingang einen Audioguide, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erläutert zu bekommen.

Stadt und Strand Je nachdem, wie viel Zeit man in Málaga hat, locken neben schönen Geschäften und Cafés auch mehrere lohnenswerte Museen.

Playa de la Malagueta:Der Stadtstrand ist schnell vom Zentrum aus zu erreichen

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TOURTIPP DEUTSCHLAND

Rund um die Gedächtniskirche hübscht sich die City West in Berlin mächtig auf – das Bikini-Areal mit exklusiver ShoppingMall und Hotel gehört dazu (im Hintergrund das Waldorf Astoria Hotel).

Berlin: Der alte Westen ist groß in Form Bikinihaus, eTrikes-Touren und Mauerpanorama. 2013 übernachteten fast 27 Millionen Besucher - Rekord! Die gute alte City-West in Berlin zwischen (Bahnhof) Zoo, Gedächtniskirche und Kudamm wird wieder ein Schmuckstück. In die jahrelangen Planungen kommt jetzt Bewegung. Das neue, aufgehübschte Gesicht des „alten Westens“ wird langsam erkennbar. Ein gelungener Anblick. So setzt das Bikini Berlin neue Akzente am Breitscheidplatz. Im Zentrum steht das Bikinihaus, ein flacher Gebäuderiegel mit zweiteiliger Architektur (daher der Name) zwischen dem legendären (frisch saniertem) ZoopalastKino und dem Zoo-Eingang. In den letzten 20 Jahren verfiel das Bauwerk zusehends. Eingezogen sind in den modernisierten, denkmalgeschützten Gebäudekomplex jetzt exklusive Shops und Modelabels, die man sonst in Berlin nicht findet, sowie Restaurants. Ein Teil der Fläche ist für Berliner Designer und junge Labels reserviert. Ein Designhotel der 25hours Hotel Company mit 149 Zimmern hat im Februar eröffnet. Seine Monkey Bar in der 10. Etage hat sich schnell zum Place-to-be mit Rundumblick auf dem„Goldenen Westen“ etabliert. Mit Verspätung, aber immerhin eröffnet, hat vis-à-vis vom Zoopalast das sogenannte Zoofenster. Mit einer Höhe von 118 Metern und 32 Stockwerken ist es das derzeit dritthöchste Berliner Gebäude. Nutzer ist u.a. die Hotelkette Waldorf Astoria (wir berichteten). Direkt nebenan entsteht mit dem Großprojekt Upper West in den kommenden Jahren ein weiteres architektonisches Highlight. Mit seiner geschwungenen Außenfassade wird der Wolkenkratzer einen Meter höher als sein Gegenüber (mit Bar unterm Dach!) und zu ei-

nem Blickfang am Kurfürstendamm. Die Hotelgruppe Motel One wird nach der Eröffnung als Hauptnutzer auf 18 Etagen das Upper West beziehen. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant. Und: Der Berliner-Hotel-Eröffnungs-Hype geht weiter. So hat sich u.a. die spanische Marke Riu die City West als Standort für ihr erstes Riu Plaza Hotel in der Stadt ausgesucht. Das Haus der Vier-Sterne-Kategorie mit 357 Zimmern hat in der Nähe des Wittenbergplatzes eröffnet. Auch Steigenberger und Marriott klotzen mit Neueröffnungen. Vorteil für Touristen: Die Übernachtungspreise sind weiter im Keller. Nirgends in europäischen Großstädten kann man sich günstiger einquartieren. Nach wie vor ist Berlin im internationalen Städtetourismus eine Top-Marke. 2013 zählte man erstmals fast 27 Millionen Übernachtungen. Ob die Zahl nochmals gesteigert werden kann, bleibt allerdings offen. Denn seit Beginn des Jahres werden Gäste durch eine 5-prozentige City-Tax, auch Betten-Maut genannt, zusätzlich abkassiert. Nur beruflich veranlasste Übernachtungen sind ausgenommen. Mit dem Trabi-Museum am Checkpoint Charlie (Zimmerstraße) und einem Museum zur Alltagskultur in der DDR am Prenzlauer Berg wurde die Kulturpalette erweitert. Das gilt auch auf Zeit für das riesige Asisi-Panorama „The Wall“ am Checkpoint Charlie, das noch bis 2015 zu sehen sein wird und auch während des Jubiläums „25 Jahre Mauerfall“ am 9. November geöffnet ist. Das Schaustück besteht aus einer zylindrischen Stahlrotunde und zeigt ein Panorama über das Alltagsleben auf bei-

den Seiten der Mauer in Berlin an einem Herbsttag in den 1980er Jahren. Einen Berlin-Bummel kann man jetzt auch flott, hipp und bequem mit eTrikes machen. Dahinter verbergen sich stabile Dreiräder mit Elektroantrieb. Weiter im Angebot sind auch die beliebten Trabi-Touren durch die Stadt, bei denen man sich selbst hinters Lenkrad zwängen kann. Immerhin: Von einstmals in Zwickau produzierten rund drei Millionen Trabant tuckern noch rund 700 über Berlins Straßen. Infos: www.visitBerlin.de Text und Fotos: Alexander Richter

Berlin WelcomeCard: Neue Partner und Rabatte Rund 200 touristische Attraktionen beteiligen sich in diesem Jahr an der „Berlin WelcomeCard“. Besucher sparen mit der Karte, die auch als Fahrausweis im ÖPNV gilt, zwischen 25 und 50 Prozent des Eintrittspreises. Für 2014 konnten u.a. Tourenanbieter wie die Trabi-Safari oder „Das isst Berlin - kulinarische Kieztouren“ als neue Partner gewonnen werden. Erstmals verfügt das Ticket auch über eine Wellness-Rubrik mit Rabatten etwa im Liquidrom oder im Doctor Fish Spa. Im Bereich Gastronomie wurde die Auswahl an Restaurants und Bars vergrößert. Vergünstigungen erhalten Berlin-Besucher auch bei langjährigen touristischen Partnern wie dem Zoo und Tierpark Berlin oder beim Berliner Fernsehturm. Zum Mauerfall-Jubiläum im November erhalten „Berlin WelcomeCard“-Besitzer vergünstigten Eintritt u.a. ins Asisi-Panorama.

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TOURTIPP DEUTSCHLAND

Aachen

Winterspaß: Eissegeln in MeckPomm

Völklinger Hütte

Weihnachtsmarkt Aachen

Wir sind Welterbe Deutschland feiert in diesem Jahr seine 38 UNESCO-Welterbe-Stätten Was haben der Kölner Dom und das Wattenmeer an der Nordsee gemeinsam? Was verbindet die Altstädte von Bamberg, Lübeck, Quedlinburg, Stralsund und Wismar? Und was hat die Zeche Zollverein im Ruhrpott mit den prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee zu tun? Die Antwort: Sie alle schmücken sich mit dem Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“. Insgesamt freut sich Deutschland über derzeit 38 Orte und Landschaften, die als herausragende Zeugnisse der Menschheits- und Naturgeschichte gelten. Weltweit sind fast 1000 Plätze zum Welterbe erkoren worden. Mehr Welterbeplätze als in Deutschland zählt man z.B. Italien und China, weniger in Russland und den USA. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat 2014 zum Jahr der deutschen UNESCO-Welterbe-Stätten erkoren und präsentiert sie - fein herausgeputzt und mit frischer Schminke - einer staunenden Weltöffentlichkeit. Den Tourismus in Deutschland wird’s freuen. Wer alle deutschen Highlights sehen will, muss mächtig reisen, etwa von der Insel Rügen bis zum Bodensee, vom Aachener Dom bis zum Holstentor. Es ist mächtig was los im Lande: Allein der UNESCO-Welterbetag am 1. Juni ist gespickt mit Aktionen, zeitgleich zur Zentralveranstaltung in Bad Muskau. Während in der alten Hansestadt Wismar das neue Welterbezentrum eingeweiht wird, verwandelt sich Quedlinburg in einen Ausstellungs- und Erlebnisraum. Die Fachwerk-Stadt mit rund 1300 denkmalgeschützten Häusern steht seit 20 Jahren auf der UNESCO-Liste. Dies ist den Quedlinburgern eine ganze Festwoche wert. Auch die Saarländer sind in Jubelstimmung: Vor genau zwei Jahrzehnten war es noch eine Sensation, als ein Industriedenkmal in den Rang eines Weltkulturerbes erhoben wurde. Mittlerweile sind mehr als drei Viertel des

Kernbestands der Völklinger Hütte restauriert - Da wurden plötzlich Gelder frei! Wo früher geschuftet wurde, halten heute kulturelle Großprojekte die Besucher in Atem: Bis Mitte Juni ist „Generation Pop! ... hear me, feel me, love me!“ zu sehen. Und Michael Jacksons Bühnenanzug oder das Piano von Elton John sind nur einige von vielen Highlights in der Ausstellung über die Pop-Kultur der letzten Jahrzehnte. Viel weiter zurück führt diese Zeitreise: Genau 1200 Jahre nach dem Tod Karls des Großen in Aachen präsentiert die Stadt eine hochkarätige Sonderausstellung zum Leben und Wirken des legendären Frankenkaisers. Unter dem Titel „Karl der Große. Macht, Kunst, Schätze“ werden innerhalb des aktuellen Karlsjahrs vom 20. Juni bis zum 21. September unter anderem Meisterwerke der karolingischen Hofwerkstätten gezeigt. Schirmherr des Ausstellungsprojekts ist Bundespräsident Joachim Gauck. Derweil huldigt Weimar einem musikalischen Genie: 1714 wurde hier Johann Sebastian Bach zum Konzertmeister der Hofkapelle ernannt. 300 Jahre danach ist die Ilmstadt Austragungsort des 89. Bachfestes. Die WelterbeStätten Schloss Ettersburg, die Herderkirche und das Stadtschloss sind Spielstätten hochkarätiger Ensembles und internationaler Künstler. Die Open-Air-Ausstellung „Paradiesapfel“ im Park Sanssouci stellt von April bis Oktober erstmals Aspekte wie Gartenkunst, Landschaft und Architektur neben Themen wie Naturschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit. Der rund 300 Hektar große UNESCO-Welterbepark wird damit zum Ort einer lebendigen Auseinandersetzung um Wert und Nutzen einer historischen Gartenanlage in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

Quedlinburg Auch die Lübecker rüsten sich für ein besonderes Fest: Vom 22. bis 25. Mai ist die Hansestadt an der Ostsee Gastgeberin des Internationalen Hansetages. Vier Tage lang steht die Stadt im Zeichen von Kunst, Kultur und internationaler Begegnung. Danach wird die Flagge an den Bürgermeister der estländischen Stadt Viljandi übergeben - sie richtet den Hansetag 2015 aus. Schlussendlich widmen sich besondere Ausstellungen prägenden Epochen. So heißt es in Regensburg, der in Deutschland besterhaltenen mittelalterlichen Großstadt: „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser“, während in Trier„Ein Traum von Rom“ dokumentiert wird. Übrigens: Neben den weltweit bekannten deutschen Welterbe-Stätten wurden auch weniger im Rampenlicht stehende Orte ausgezeichnet, etwa Deutschlands alte Buchenwälder oder das Bergwerk Rammelsberg (Harz). Kandidaten für eine Neuaufnahme sind u.a. Heidelberg mit seinem Schloss, die Hamburger Speicherstadt und die Montan- und Kulturlandschaft Erzgebirge. Und: Der WelterbeTitel ist auch mit Pflichten verbunden, Schutz und Erhalt der Stätten stehen obenan. Die Dresden hat das 2009 leidlich erfahren: der Titel wurde wieder aberkannt, weil eine Brücke im Elbtal das ausgezeichnete Landschaftsbild zerstörte, meinten die Welterbe-Gewaltigen. Auch Köln und seinem Dom sowie dem Mittelrheintal drohte ähnliches Ungemach - in beiden Fällen fand man aber Kompromisse. Text: ari Infos: UNESCO-Welterbestätte Deutschland, Kornmarkt 6, 06484 Quedlinburg. www.unesco-welterbe.de

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TEST. NORDAMERIKA-AIRLINES

Wer sind die Besten? Nordamerikanische Billig- & Linienflieger im Härtetest: Ob Pünktlichkeit, Service, Komfort oder Sicherheit - Clever reisen! prüft die Qualität.

Luftsprünge in Nordamerika: Mit den besten Airlines zu den Sehenswürdigkeiten

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TICKETGUIDE AIRLINES

N

ordamerika ist als Reiseziel bei deutschen Urlaubern besonders beliebt. Der günstige Wechselkurs macht Reisen nach Kanada und in die USA vergleichsweise günstig. Doch nicht jede Fluggesellschaft bietet auch wirklich tollen Service an, wie der Clever reisen!-Test aufzeigt. Viele nordamerikanische Linienflieger, die ab Deutschland fliegen, gibt es gar nicht mehr. Verschwunden sind Fluggesellschaften wie etwa Continental Airlines oder Northwest Airlines. Sie wurden von Konkurrenten schlichtweg geschluckt. Jüngst schlossen sich auch American Airlines und US Airways zusammen. Da sich die Fusion aber in mehreren Etappen hinzieht, wurden beide Fluggesellschaften in unserem Test noch getrennt bewertet. Trotz der vielen Fusionen ist die Fluganbindung ab Deutschland teilweise besser als früher. So bietet der Testsieger in der Kategorie Linienflieger, United Airlines (Mitglied der Star Alliance), mittlerweile fünf deutsche Abflughäfen an. Delta Air Lines schafft immerhin vier deutsche Abflughäfen. Viele Punkte heimsen die Linienflieger auch bei der Klassenkonfiguration ein. Bis auf US Airways bieten nunmehr alle getesteten Linienflieger eine aufgepeppte Zwischenklasse oder Vergleichbares an, die dem Passagier ein Mehr an Beinfreiheit gönnt. Passagiere der Premium Economy von Air Canada werden immerhin mit einem Sitzabstand von rund 97 Zentimetern verwöhnt. Auch bei der Bewertung der herkömmlichen Economy Class hat eine kanadische Fluggesellschaft, nämlich Air Transat mit einem durchschnittlichen Sitzabstand von 82,6 Zentimetern die Nase klar vorn. Soweit die guten Werte in diesem Test.

Viele Flüge verspätet Schlecht bis katastrophal schnitten die Linienflieger hingegen bei den Pünktlichkeitswerten ab. Gerade einmal unteres Mittelmaß waren die Werte von Air Canada, United Airlines, American Airlines oder US Airways, deren Pünktlichkeitsrate nur zwischen 67 bis 71 Prozent lag. Besonders schlecht schnitt Air Transat ab. Hier war im bewerteten Zeitraum gerade einmal die Hälfte der Flüge pünktlich. Vergleicht man die Pünktlichkeitswerte mit denen der getesteten Billigflieger, wird eines klar: Bei Linienfliegern mussten die Passagiere in der Vergangenheit viel Geduld mitbringen. Bei Billigfliegern kann man hingegen eher mit einer pünktlichen Ankunft rechnen. Immerhin lag die Pünktlichkeitsrate der Billigflieger zwischen 80 und 87 Prozent. Auffällig betagt sind auch die Flugzeugflotten der Linienfluggesellschaften, die mehrheitlich zwischen 13 und 17 Jahre alt sind. Zum Vergleich: Etihad Airways Flug-

zeugpark ist lediglich 5 Jahre alt und auch viele andere Fluggesellschaften können ebenfalls bessere Werte vorweisen. So zum Beispiel Qatar Airways (5,3 Jahre), Emirates (6,3 Jahre) oder Turkish Airlines (6,7 Jahre). Weshalb das Prädikat „Jüngste Flotte“ bei den Linienfliegern auch nicht vergeben wurde.

So wurde bewertet -Pünktlichkeitsrate: Hierzu wurden die Pünktlichkeitswerte von Flightstats.com herangezogen (Pünktlichkeitsrate für die Monate Januar-Februar 2014). Werte bis 60% ergaben keinen Punkt; 1 Punkt für 61-70%, 2 Punkte für 71%-80%, 3 Punkte für 81-90% und 4 Punkte für eine bessere Pünktlichkeitsratio. -Airlinetest.com (Punkt B & C): Passagiere der Fluglinien sind die besten Tester, weshalb die Durchschnittsbenotung der Fluglinien und die Bewertung zum Sitzkomfort von der Internetseite Airlinetest.com übernommen wurde. Eine Durchschnittsnote von 1,99 und besser, ergab 5 Punkte, von 2,00 2,69 entspricht 4 Punkten und von 2,7 - 3,39 entspricht 3 Punkten. Für Noten von 3,4 - 4,09 werden 2 Punkte und für 4,1 - 4,79 noch 1 Punkt vergeben. -Abflughäfen und Streckennetz: Bis zu einschließlich 2 deutschen Abflughäfen werden mit 1 Punkt bewertet. Pro weiterem Abflughafen gab es einen Punkt. Werden bis zu 100 Ziele (Billigflieger bis zu 50 Ziele) weltweit angeflogen, wurde 1 Punkt vergeben, bis zu 200 (Billigflieger bis zu 100) bzw. 300 Ziele (Billigflieger über 100 Ziele) 2 bzw. 3 Punkte. Linienflieger: Für mehr als 300 Ziele gibt es 4 Punkte. -Klassen & Sitzabstand: Maßgeblich für die Punktevergabe sind nur die Angaben zur Langstrecke. Für jede angebotene Klasse gibt es 1 Punkt. Ein durchschnittlicher Economy ClassSitzabstand bis einschließlich 79 cm wird mit 1 Punkt bewertet. Für mehrheitlich bis zu 83 cm gibt es 2 Punkte. Wird mehrheitlich ein größerer Sitzabstand angeboten, ist das 3 Punkte wert. Tarife, die mehr Sitzabstand bieten aber nicht als eigene Premium Economy Class vermarktet werden, wurden als Premium Economy Class gezählt. -Flachbettsitze (Fully Lie Flat): Als Flachbett-Sitz wird ein Stuhl bezeichnet, der sich in eine komplett neigungsfreie horizontale Ebene verwandeln lässt. Ist die Business Class mit diesem Stuhl ausgestattet, gibt es 1 Punkt. -Monitore am Sitz: Wird in der Economy Class grundsätzlich ein Monitor pro Economy Class-Passagier angeboten, gibt es 1 Punkt. -XL: Können XL-Sitze (kostenpflichtig) reserviert werden, gibt es 1 Punkt. -Freigepäck: Ist das Freigepäck nach Nordamerika bzw. innerhalb Nordamerikas kostenlos, gab es jeweils einen Punkt. Bei den Billigfliegern war nur die Regelung innerhalb Nordamerikas maßgebend. -Bord-Unterhaltung (Billigflieger): 1 Punkt für kostenlose Bordunterhaltung. -Internet: 1 Punkt für die Möglichkeit, online zu gehen. -Bordverpflegung (Billigflieger): 1 Punkt, wenn zumindest Erfrischungsgetränke kostenlos sind. -Flotte und Durchschnittsalter: Die Größe der Flugzeugflotte hat rein informativen Charakter. Ausschlaggebend für die Punktevergabe ist das Durchschnittsalter der Flotte. Ein Flottenalter von bis zu 6,9 Jahren wird mit 3 Punkten bewertet, von 7,0 bis zu 8,9 Jahren mit 2 Punkten und von 9,0 bis zu 10,9 Jahren mit 1 Punkt. Liegt das Flottenalter darüber, gibt es keinen Punkt. -Unfallstatistik: Hier wurde die Statistik von Aviation Safety Network herangezogen. Als Unfall wurden nur Vorfälle bewertet, die zum Tod mindestens eines Passagiers führten. In diesem Sinne unfallfreie Fluglinien erhalten 4 Punkte. Pro Unfall seit 1984 wurden 0,5 Punkte abgezogen. -IOSA: Hiermit ist das „IATA Operational Safety Audit“ gemeint. Das IOSA ist der weltweite Industrie-Standard für operative Sicherheitsabläufe. Ist die Fluggesellschaft im Besitz des IOSA, ergab dies 1 Punkt.

Billigflieger überraschen Die getesteten Billigflieger verfügen hingegen über vergleichsweise junge Flotten. Hier konnte sich die erst 2004 gegründete Preiswertmarke Virgin Amercia mit einem Durchschnittsalter von 4,8 Jahren über die Auszeichnung „Jüngste Flotte“ freuen. Ansonsten heimste der grandiose Testsieger JetBlue alle weiteren Preise ab. So auch das Prädikat für die „Beste Economy Class“, denn immerhin wird hier den Passagieren ein durchschnittlicher Sitzabstand von 83,9 Zentimetern geboten. Branchenweit ein vergleichsweise sehr hoher Wert. Wer noch mehr Beinfreiheit möchte, kann auch einen sogenannten „Even more Space“-Sitz buchen. Ähnlich einer Premium Economy Class werden hier zwischen 96,5 und stolzen 104 Zentimetern Sitzabstand geboten. Wen wundert es da noch, dass die Passagiere auf dem weltweit größten Airline-Bewertungsportal, Airlinetest.com, JetBlue die Traumnote von 1,63 für den Sitzkomfort gaben. Überhaupt sind viele Passagiere mit dem Angebot dieser Preiswertmarke hoch zufrieden, denn die Gesamtnote von 1,77 ist ebenfalls sensationell für einen Billigflieger. Auch hier sollte man einen Vergleich ziehen: Die Bewertungsnoten von den weltweit beliebtesten Fluggesellschaften - Singapore Airlines (Note 1,65) oder Etihad Airways (1,76) - zeigen deutlich auf, dass JetBlue tatsächlich das Maß der Dinge in Nordamerika ist. Ähnlich der Linienflieger bieten zunehmend auch Billigflieger die Möglichkeit an, bequemere Klassen oder Sitzreihen (z.B. XLSitze) zu buchen. JetBlue offeriert neuerdings sogar Business Class-Sitze und Business Class-Suiten.

Faires buchen Die größte Überraschung, sowohl bei den Billig- als auch bei den Linienfliegern, war jedoch das Siegel „Fairer buchen“. Da viele Touristikdienstleister im Internet (wie zum Beispiel Online-Reiseportale) mit fragwürdigen Werbe- und Verkaufstricks arbeiten, wurde dieses Siegel von Clever reisen! eingeführt. Im Rahmen des Siegels wurde etwa abgefragt, ob Reiseversicherungen voreingestellt sind und unaufmerksame Bucher diese eventuell mitkaufen. Ebenso wurde überprüft, ob es kostenlose Bezahlvarianten gibt, denn einige Reiseportale verlangen saftige Kreditkartengebühren. Doch die hier getesteten Fluggesellschaften konnten alle das „Fairer buchen“-Siegel erringen. Gut zu wissen, dass auch die Abwicklung des Ticketkaufs bei allen hier getesteten Fluggesellschaften grundsätzlich keinen Grund zur Beanstandung gibt. Test & Text: Dominik Peter Clever reisen! 2/14

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