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RETAILCOURIER SPEZIAL

www.josdevries.eu In dieser Ausgabe: Zoo & Co Welke: Eröffnung Duisburg Interview Lüning: "pimp my shop"

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Info!

Work in progress

What we do Jos de Vries The Retail Company nimmt eine herausragende Stellung unter den wichtigen Konzept- und Designbüros in Europa ein. Dies ist hauptsächlich unserem Marktanspruch und Unternehmensvision zu verdanken. Wir bieten unseren Kunden praktische, marktorientierte Lösungen an, mit denen sie sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Auf diese Weise verzeichnen unsere Kunden in ihren Läden einen stärkeren Zustrom von Besuchern, die mehr einkaufen und häufiger wiederkommen. Um dies zu erreichen, verbinden wir kreative Ideen und Entwürfe mit einer ökonomischen Vision. Bei der Entwicklung erfolgreicher Ladenkonzepte spielen die Identität und das Einrichtungskonzept des Ladens eine zentrale Rolle im Hinblick auf die Kommunikation mit dem Kunden. Besonders wichtig ist, dass Layout, Store Design, Store Graphics, Fassade und Visual Merchandising aufeinander abgestimmt sind. Im Folgenden erfahren Sie, welche Maßnahmen bei der Neuentwicklung von Ladenformeln, Instore-Konzepten oder bei der Standortbestimmung für den Laden erforderlich sind.

Order, Russland

1. Strategieentwicklung Die Grundlage des Ladenkonzepts bilden Marktanspruch und -strategie. Wer will ich in den Augen der Verbraucher sein? Und was will ich ihnen bieten? Welchen Mehrwert habe ich im Vergleich zu anderen Anbietern auf dem Markt anzubieten? Wie kann ich es anstellen, dass ich der Konkurrenz immer einen Schritt voraus bin? Wie schaffe ich Kundenbindung? Praktische, also aus der Praxis heraus entwickelte Visionen. Kenntnisse über das Verbraucherverhalten. Sparringspartner für den Kunden sein. Lösungen anbieten. Die richtigen Ausgangspunkte definieren.

2. Layoutentwicklung Das Ladenlayout bildet die Grundlage der Ladenformel. Routing, Orientierung, Fokuspunkte und Sortimentaufbau sind die Schlüsselbegriffe. Ob die Quadratmeterzahl nun 100 oder 10.000 m2 beträgt: Das Ladenlayout bildet die Grundlage für die weiteren Entwicklungen. Räumliche Vision in Verbindung mit Marktkenntnissen bilden den Input.

De Block, Elektronik, Niederlande

3. Ladenentwurf Farbe, Form, Material und Raumerlebnis im Zusammenspiel mit dem Lichtkonzept bilden die Grundlage der emotionalen Erfahrung, die der Kunde im Laden macht. Architektonische Prinzipien in Kombination mit geschäftlicher Ausstattung erwecken den Laden zum Leben. Die Visualisierung im Entwicklungsprozess mit Hilfe von Zeichnungen, Mood Boards und Computeranimationen vermittelt einen Eindruck vom künftigen Ladenbild.

4. Fassade Der erste Eindruck vom Laden. Seine Wirkung auf die Außenwelt. Die Balance zwischen Umgebung und Konzept herstellen. Transparenz nach außen. Zeigen, wer man ist. Die Fassade soll den Kunden anziehen, ihn zum Besuch des Ladens bewegen. Wiedererkennbarkeit, Attraktivität und Qualität sind die Schlüsselbegriffe. Die richtige Präsentation in der Entwurfsphase ist unentbehrlich, um überzeugen zu können.

Bibliothek, Niederlande

5. Store Graphics Kommunikation mit dem Kunden in Wort und Bild. Wer bin ich, wofür stehe ich? Die Marke weiter ausbauen und fördern. Preissignale setzen und informieren. Nur ein konzeptioneller Aufbau der Store Graphics in Verbindung mit der gesamten Corporate Identity fördert das Gesamtkonzept. Kreative Visionen und Entwicklungen in Kombination mit Computeranimationen sind hierbei unverzichtbar.

6. Visual Merchandising Es geht nicht darum, was man verkauft, sondern wie man es verkauft. Die Präsentation muss de facto zum Verkauf führen. Die Entscheidung für eine konzeptbasierte Herangehensweise beinhaltet nicht nur Entwicklung, sondern auch Begleitung und Schulung. Wenn nicht nur in der Eröffnungswoche, sondern jede Woche ein optimal inszeniertes Ladenbild realisiert werden soll, ist ein prozessorientiertes Denken erforderlich, wobei der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor verstanden wird. Dies ist eine Aufgabe für erfahrene Spezialisten.

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28 Oranges, Russland

Order, Russland


Eröffnung Zoo & Co Welke Seit 100 Jahren Zoofachhandel Die Firma Welke betreibt seit mehr als 100 Jahre Zoofachhandelsgeschäfte an den 5 Standorten, Dortmund, Bochum, Köln, Duisburg und Lünen. Alle Standorte sind großflächige Zoomärkte (1.500 bis 3.500m²), wobei das Wohl der Tiere im Vordergrund steht. Das Personal besteht ausschließlich aus hoch qualifizierten und „tierverrückten“ Mitarbeitern. Die Tiere sind in tiergerechten Verkaufsanlagen untergebracht. Dort, wo es der Standort zulässt, zeigt man die Tiere in einer Erlebniswelt. Die Warengruppen eines Zoofachhandels bilden Aquaristik (Süßwasser und Meerwasser), Nager, Vogel, Terraristik und die Gruppen Hund und Katze. Die beiden letzten Gruppen konkurrieren stark mit Supermärkten und anderen Verkaufsorten, wo Futter verkauft wird. Um sich als Spezialist zu positionieren, verkauft man nicht nur Massenware und Technik sondern auch ein breites und tiefes Sortiment an Premiumfutter. Die Firma Welke ist ein Franchisenehmer des Sagaflor Verbundes Zoo&Co. Zentrale Themen innerhalb der Betriebsphilosophie sind Tierwissen und Liebe zum Tier. Welke beauftragte „Jos de Vries The Retail Company“, am Standort Duisburg ein neues Ladenkonzept zu entwickeln.

Fressnapf XXL und Professionalisierungen wie beispielsweise bei Futterhaus wurde diese zu wenig erkennbar. Das Unternehmen Welke entwickelte 2007 gemeinsam mit Zoo&Co einen Zoofachmarkt in Frankfurt. Der Markt erhielt beim deutschen Zoofachhandelskongress 2007 den Preis für den „innovativsten Zoofachmarkt Deutschlands“. Neben der Entwicklung des neuen Welke Ladenkonzept hat Jos de Vries The Retail Company parallel auch das neue Ladenkonzept des Zoo&Co Systems gestaltet. Welke unterscheidet sich vor allem in der Größe (die Standard Systemfläche liegt zwischen 800 - 1.000m²) und der Identität. Die Ausgangspunkte sind jedoch gleich.

Mit seinen 5 Zoo & Co Märkten in Nordrhein Westfalen ist das Unternehmen Welke seit Jahren ein starker Partner der Sagaflor AG, die mit der Dachmarke Zoo & Co das größte Verbundsystem für tierführende Heimtierfachmärkte mit über 130 Standorten betreut. Die Sagaflor AG ist eine Verbundgruppe von selbstständigen Unternehmen der Branchen Gartencenter, Pflanzencenter, Zoofachmärkte und Zoofachgeschäften in Deutschland. Die wichtisten Aufgaben sind professionelle und systematische Einkaufsoptimierung, Absatzförderung, Schulung und Beratung der Mitglieder. Heute befinden sich mehr als 600 Unternehmen an über 850 Standorten unter dem Dach der Sagaflor. 4 gute Gründe sich der Verbundgruppe anzuschließen: 1. Gemeinsam besser einkaufen! 2. Ganzheitliches Marketing 3. Betreuung 4. Zentralregulierung

Hintergründe zum Neukonzept Deutschland ist innerhalb Europas der Markt mit den stärksten aber auch besten Zoofachmärkten. Fressnapf ist mit mehr als 700 Märkten in Deutschland und Vertretungen in mehreren europäischen Ländern Marktführer. Bis vor 2 Jahren differenzierte sich Zoo&Co innerhalb des Marktes vom Wettbewerb durch Tierhaltung und Sortimentsbreite. Mit dem Eintritt von

Das Neukonzept von Zoo & Co Welke am Standort Duisburg Am 22 Januar 2009 wurde der neue Markt von Zoo&Co Welke in Duisburg, Kaßlerfelder Kreisel, eröffnet. Eckdaten * Erdgeschoss: * Obergeschoss: * Teichaußenfläche: * Lager & Nebenräume: * Tierarztpraxis: * Mitarbeiter Vollzeit: * Umsatzplus pro Kunde: * Besucher Frequenz: * Filialleitung:

1.570 m² 615 m² 300 m² 440 m² 150 m² 22 + 3 Teilzeit +5,5% im ersten Monat +20% im ersten Monat Sebastian von der Ahe

Zoo & Co Welke – ein starker Partner der Sagaflor AG

5 Schritte zum neuen Zoo&Co Welke Konzept Zoo&Co Welke Identität * Tierliebe und Tierwissen. Dies sind die Kernaussagen der Zoo&Co Identität. * Ebenfalls muss das Einkaufspotenzial von Zoo & Co gezeigt werden. Das bedeutet, neben der Darstellung einer schönen Atmosphäre ist die Preiskommunikation besonders zu beachten. * Welke steht für Dynamik und bietet direkte Kundenansprache. Die Läden haben sichtbare Größe und bieten Serviceleistungen auf hohem Niveau. Die Atmoshere ist angenehm und inspiriert den Kunden. Jos de Vries und Umsetzung der ID Die Übersetzung dieser Werte zeigt sich nicht nur auf Kommunikationsschildern, sondern vor allem in der 3-Dimensionalität. Anders als ein Innenarchitekt lässt Jos de Vries The Retail Company viel mehr die Sprache von Produkt, Preis und Emotion, also von Retail, sprechen. Ein Innenarchitekt sieht den Laden mehr architektonisch und legt wenig Augenmerk auf das Regal. Schritt 1: Entwicklung des Layout 1. Rückseitige Massenpräsentation (hauptsächlich Futter) zeigt die Wettbewerbsfähigkeit im Markt 2. Niedrig Präsentationen, um die Zoo&Co Mehrwerte über sichtlich zu zeigen 3. Tieranlagen als natürliche Fokuselemente. Schritt 2: Routing * Hund und Katze als Expressweg direkt vom Eingang ab. * Nager gilt als Zentrum des Layout, wobei es das Erlebnis- und Fungefühl vom Tier zeigen soll. * Impulsprodukte und Zoo& Co Branding sind am Check-out positioniert. * Hauptweg beginnt am Eingang, vorbei an der Kasse, durch die Abteilung Hund und Katze Richtung der spezifischen Tierabteilung.

* Fokusbilder helfen den Kunden bei der Navigation innerhalb des Ladens. Das Tier muss hier dargestellt und gesehen werden. Schritt 3: Entwicklung Ladenelemente 3.1 Fokuspunkt Jede Abteilung hat einen deutlich erkennbaren Fokuspunkt mit dem typischen Welke Branding Aspekt. 3.2 Gondelkopf * groß auf der Rückseite bei Futter, Nager und Aquaristik, klein bei den niedrigen Regalen bei Zubehör und der Galerie. 3.3 Regale * Transparent (Gitterboden), Alugrau, keine Preisschiene, sondern einzelne Preiskärtchen. Das Regal zeigt soviel wie möglich Produkt. Die Regalplanung muss optimal sein. 3.4 Premium * Premium kennt keine spezifischen Präsentationsformen. Schritt 4: Tieranlagen Die Basis bei der Materialauswahl der Tieranlagen ist, die Geschichte zu erzählen.„Retailing is story telling“. Der Laden soll mit dem Kunden kommunizieren. So auch die Tieranlagen. Wie erreicht man dies: * kombiniere Produkte mit den Tieranlagen durch CrossMerchandising. * Zeige den Kunden, dass es nicht nur Tiere gibt (Aquarium). Schritt 5: Kommunikation Begleite den Kunden von Außen nach Innen * Fassade * Eingang * Look & Feel. * Fokus * Abteilung * Gondelkopf * Regal* Ausgang Für Welke wurde eine eigene Kommunikationssprache entwickelt. Jedes Kommunikationselement übermittelt nicht nur das Tier, sondern auch die Emotion, die es für den Tierliebhaber auslöst. Die Kommunikation erscheint in den Fokusbildern, den Regalköpfen und dem für Welke entwickeltem Markenband.

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Spezial Interview „Pimp my shop“ Mit innovativer Kühltechnik durch die Krise

Lüning Ladenbau gehört seit fast 60 Jahren zu den führenden Systemanbietern, wenn es um die Shop-Einrichtung im Einzelhandel geht. Als Mitglied der Lüning Gruppe, die unter anderem die Edeka- und Elli-Märkte betreibt, entstand das Unternehmen aus eigenen Bedürfnissen heraus. Sozusagen aus dem Handel, für den Handel. Heute beliefert Lüning Ladenbau diverse Branchen, wie zum Beispiel DIY, LEH, Tabak, Buch & Presse, Tankstellen und Drogerie. Der RETAILCOURIER sprach mit Axel Langejürgen, dem 36-jährigen Geschäftsführer des westfälischen Unternehmens.

RC: Was glauben Sie, sind die erfolgversprechenden Aspekte, wenn es um die Ladengestaltung der Zukunft geht? AL: Wir sind davon überzeugt, dass es um die Ganzheitlichkeit des Auftritts geht. Dazu gehören ein klares Sortiment, eine eindeutige Zielgruppenansprache und ein Design, das sich unverkennbar vom Wettbewerb abhebt. Ein eigenes Profil und die wahrnehmbare Präsenz durch optimale Präsentation, sozusagen. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise ist zwischenzeitlich auch in den Köpfen unserer Kunden angekommen. Ein gutes Ladenkonzept muss sich wie ein roter Faden durchziehen. Dies beginnt bereits auf dem Parkplatz und an der Eingangstür und setzt sich dann innen fort. RC: Welche aktuellen Trends sehen Sie im Ladenbau? AL: Die Ausrichtung ist sicherlich von Land zu Land sehr unterschiedlich. Da wir die visuellen Konzepte und Ideen „nur“ umsetzen, gehört für uns die Zusammenarbe it mit international tätigen Shop-Designern und Konzept-Entwicklern wie Jos de Vries The Retail Company zum Teil des Erfolges. Wir sind dann die Experten, die die pünktliche und vollständige Umsetzung von Ladeneinrichtungen im In- und Ausland realisieren. Neben der Optik im Handel spielt allerdings das notwendige

AXEL LANGEJÜRGEN Axel Langejürgen ist seit 2001 für den Lüning Ladenbau tätig und wurde 2004 zum Geschäftsführer berufen. Er kennt die Branche seit den 90-er Jahren und hat alles rund um den Ladenbau von der „Pike auf“ gelernt. Lüning Ladenbau ist seit Jahren Stamm-Mitglied im Deutschen Ladenbau Verband. Dadurch besteht u.a. die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und neue Tendenzen frühzeitig zu erkennen.

gemacht, dass eine Modernisierung des POS dem Betreiber spürbare Umsatzzuwächse brachte. RC: Gibt es Bestrebungen seitens Lüning Ladenbau, den Handel in diesen Krisenzeiten zu unterstützen? AL: Aber ja. Wir arbeiten gerade an einem Konzept, das der Idee der Abwrackprämie ziemlich nahe kommt. Was aber nicht passieren darf ist, dass noch brauchbare Einrichtungen verschrottet werden. Das entspricht nicht unserer Philosophie. Unsere Produkte unterliegen in unserer Denkweise auch immer ökologischen Gesichtspunkten in Bezug auf Material, Fertigung und eben Lebensdauer. Grundsätzlich ist für uns eine Unterstützung des Handels, mit dem Ziel gemeinsam die Krise zu meistern, erstrebenswert. Schließlich können wir nur gemeinsam auf dem Markt bestehen. Wenn es da noch Vorschläge aus dem Handel gibt, bin ich gerne gesprächsbereit RC: Kühlen und gleichzeitig Energie sparen. Das klingt unglaublich! AL: Und doch ist es so. Die Technologie ist seit drei Jahren in Nordamerika im Einsatz. Wir fahren seit zwei Jahren einen Testlauf in zwei Supermärkten in Deutschland. Die Ergebnisse sind wirklich überzeugend. Lüning Ladenbau wird den Icebreaker im Alleinvertrieb in Europa noch in diesem Jahr anbieten können.

RC: Und was ist die Krisen-Strategie von Lüning Ladenbau? AL: Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt. Nach wie vor

RC: Also ist Lüning Ladenbau doch ein Trendsetter? AL: Na ja, im technischen Bereich sehen wir dies durchaus als unsere Aufgabe. Wir sind immer auf der Suche nach wegweisenden Ideen, Produkten und Lösungen, die wir - zum Wohle aller – entwickeln und umsetzen können. Wir sind Tüftler, Techniker und Macher. In uns steckt so ein bisschen was von Daniel Düsentrieb. Der hat seine Erfindungen ja immer weiter entwickelt. Wir meinen „Stillstand ist Rückstand“ und das treibt uns auch technologisch gesehen an.

„Trend“-Thema der Energie-Einsparung weiterhin eine große Rolle. Im Bereich Beleuchtung hat sich da ja bereits viel getan. Wir sind aktuell kurz vor der Markteinführung einer neuen bahnbrechenden Innovation in Europa: Eine Kühltechnologie, die bis zu 25 Prozent weniger Energie verbrauchen, wie herkömmliche Systeme. Das sind interessante Trends für den Lebensmittelhandel und Tankstellen. Bei solch einer Energiekostenreduzierung liegt der Return On Investment unter zwei Jahren. Außerdem trägt die Technologie dazu bei den CO²-Ausstoß deutlich zu reduzieren. Ein Argument, das auch für die Kommunikation im Handel genutzt werden kann.

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RC: Welches ist Ihre Einschätzung zu den aktuellen Krisendiskussionen und schlechten Wirtschaftsnachrichten, bezogen auf den Handel? AL: Ich wage nicht zu beurteilen, ob das Konjunkturpaket der Bundesregierung der richtige Weg ist. Aber,in allem was wir über die Krise lesen und hören spielt die „German Angst“ eine Rolle. Mir gefällt die Haltung der Chinesen da besser. In China gibt es für die Wörter Krise und Chance nur ein Schriftzeichen und das macht den Weg frei in Richtung einer positiven Zukunft. Der Handel sollte die Krise auch als Chance betrachten. Gerade bei möglicherweise rückläufigen Umsätzen muss der Handel Präsenz zeigen, sich gut darstellen und seine Kundenbeziehungen stärken. Dann wird er auch in 2010 die Ladentür noch aufschließen können. RC: Heißt das ihrer Meinung nach, tatsächlich jetzt investieren? AL: Unbedingt. Es muss ja nicht immer eine komplette neue Einrichtung sein. Im Sinne von „pimp my shop“ kann man ja auch mit einem geringen Budget schon große Effekte erreichen. Ein geschicktes Facelifting vorhandener Einrichtungen ermöglicht neue Blicke, macht neugierig und signalisiert: Bei uns tut sich was, wir schätzen Euch als Kunden, und wir tun was für Euch. Häufig haben wir die Erfahrung

sind unsere Qualitätseinrichtungen sehr gefragt. Hohe Verfügbarkeit des Sortiments, gutes Preis-/Leistungsverhältnis durch internationale Beschaffung, die einem strengen Qualitätsmanagement unterliegt, und die große Farb- und Kombinationsvielfalt geben dem Handel eine nachhaltige Sicherheit. Wir bringen auch nur auf den Markt, was wir selbst getestet haben. Unsere Systeme werden zunächst in unserer Konzernschwester „Max Lüning“ eingesetzt. Ist diese Prüfung bestanden, dann besteht das Produkt auch in anderen Einsatzgebieten. Gleichzeitig hat der Ausbau von strategischen Partnerschaften eine große Bedeutung. Wir streben Allianzen an, die intelligente und Gewinn bringende Konzepte für den Retailbereich umsetzen können und zwar in einer soliden Qualität. RC: Und wie setzen Sie diese Strategie operativ um? AL: Wir machen nur das, was wir wirklich können. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen. Für Aufgaben, die wir nicht beherrschen suchen wir uns die besten Partner. Wie zum Beispiel für die Konzeption und Planung. Unsere Mitarbeiter sind unsere wichtigste Ressource. Darum sorgen wir dafür, dass alle Spaß an der Arbeit haben, Kompetenzen gestärkt werden und Teamarbeit gefördert wird.


Spezial Interview Teil 2 Wir sind davon überzeugt, dass diese Sichtweise die besten Ergebnisse bringt, insbesondere für die Zufriedenheit unserer Kunden. Wir wollen ein verlässlicher Partner sein: für Mitarbeiter und Kunden. Und in dieser Rolle unterstützt man sich doch immer gegenseitig. Auch in Krisenzeiten, nicht wahr? RC: Sie haben sich in den letzten Jahren auch international nieder gelassen. Warum? AL: Ja, neben Rietberg und Dresden, sind wir auch in Riga und in Istanbul ansässig. Das ist für uns, und somit auch für unsere Kunden, ein strategisch wichtiger Schritt neue Märkte zu entwickeln. Unsere Kunden expandieren in diese Richtung und wir sind eben schon da. Mit Mitarbeitern, die sowohl die Landessprache und Kultur kennen, aber auch unsere Sprache und Mentalität verstehen. Unsere Wachstumsstrategie sieht vor, eine weitere Niederlassung in Osteuropa in diesem Jahr zu eröffnen.

LÜNING LADENBAU GMBH gegründet: 1951 Mitarbeiter: 65 Herkunft: Tochterunternehmen des Handelskon- zerns Lüning Gruppe Zentrale: Rietberg Niederlassungen: Dresden, Riga, Istanbul Geschäftsbereiche:Handel Logistik Displayentwicklung Musterbau Ladenbau

Für weitere Informationen schreiben Sie uns eine Email an: aw@lsystem.de

LÜNING w w w . L S Y S T E M.d e

Venca

Das führende spanische Mode-Versandhaus eröffnet Ladengeschäft in Barcelona Venca ist das führende Mode-Versandhaus in Spanien. Im Zentrum Barcelonas befindet sich das aktuell einzige Ladengeschäft auf der iberischen Halbinsel. Dieses Geschäft bekam Jahr für Jahr immer mehr Besucher mit heute bis zu eintausend Kunden pro Tag. Die Nutzung und das Ambiente dieses Geschäftes glich einem Warenlager. Jos de Vries The Retail Company wurde beauftragt, das neue Konzept zu entwickeln, damit es zum Unternehmensimage von Venca in Spanien passte. Der neue Store wurde erst Anfang März eröffnet, während dessen sucht Venca weitere Standorte, um die Expansion in Spanien voranzutreiben.

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Projekte Bork & Wester stellen vor: Montel Mit 27 Filialen gehört das holländische Möbelhaus Montel zum größten holländischen Möbelhändler De Mandemakers Groep. Nachdem das alte Store Konzept nach 12 Jahren einer Auffrischung bedarf, entschied man sich, Jos de Vries The Retail Company für diese Neuentwicklung zu beauftragen. Hochwertiges Store-Ambiente, 100% Eigenmarken und adaptiertes Design aus dem italienischen Trendmarkt sind die Philosophie des Hauses. Nach ½-jähriger Umbauzeit wurde die Filiale in Utrecht Ende Dezember 2009 wiedereröffnet. Veränderungen im Store Design wie die Änderung des Bodens von weißem Marmor auf Fliese anthrazit oder eine höhere Deckenhöhe kennzeichnen die Aspekte des neuen Konzeptes. Laut Montel Aussage gibt es nach Wiedereröffnung eines Marktes keine wesentlichen Umsatzsteigerungen. In Utrecht konnte in den ersten Monaten ein sagenhaftes Umsatzwachstum von 50% erzielt werden. Ein wesentlicher Grund, weitere Filialen schnell diesem Konzept anzupassen. Account Director Nico de Jong wird aus diesem Grund mit den Filialmanagern das neue Konzept innerhalb einer Studienreise im Frühjahr 2009 vorstellen.

Weiterentwicklung bei hagebau

Jos de Vries The Retail Company (Niederlande) Geschäftsführende Gesellschafter: Christiaan Rikkers & Trea Klaarenbeek Safariweg 6-11, 3605 MA Maarssen Postfach 1194, 3600 BD Maarssen T +31 (0) 346563764 F +31 (0) 346572722 W www.josdevries.eu Jos de Vries The Retail Company (Deutschland) Kontaktperson: Jens Bork T +49(0)172 2488890 Jos de Vries The Retail Company (Spanien) Kontaktperson: Alexis Mavrommatis T +34 661640764 Jos de Vries The Retail Company (Russland) Kontaktperson: Irina Bolotova T +7 9057182590

Retail Bouw Management Kontaktperson: Peter Haagmans Safariweg 6-11, 3605 MA Maarssen Postfach 1466, 3600 BL Maarssen T +31(0)346 552011 F +31(0)346 572722 W www.rbm-retail.com

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Bei der durchgeführten Entwicklung handelte es sich nicht um eine Revolution des vorigen Ladenkonzeptes sondern vielmehr um eine Evolution. Das in den letzten Jahren entwickelte hagebau Konzept blieb dabei Kern des Konzeptes. Allerdings wurden aktuelle Verbraucherentwicklungen, neue Trends für das Sortiment und die Kundenpsychologie in das Konzept verankert. In diesem Prozess wurde jeder Aspekt der Formel anhand des Designs, der Bildsprache und der Kommunikation als hagebau erkennbar. Somit wurde nicht nur die Identität der Formel verstärkt, sondern gleichzeitig vollzog sich eine Weiterdifferenzierung im Vergleich zu den Anbietern im Marktumfeld. Die Neuentwicklungen orientierten sich jeweils an den wirt schaftlichen Ausgangspunkten. Dadurch entstand ein effizien tes und modulares Konzeptgerüst. Das Konzept wurde so gestaltet, dass es nach der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung problemlos für neue und bereits existierende Niederlassungen verwendet werden kann. `Easy to operate and to maintain` waren dabei wichtige Entwicklungsgrundsätze.


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