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Region Best of Swiss Gastro geht ans «Vivanda» Brail. – Das Gourmetrestaurant «Vivanda» in Brail ist gestern Abend in Basel mit dem Gesamtpreis Master Best of Swiss Gastro ausgezeichnet worden. Das Restaurant «Weiss Kreuz» in Malans schaffte es laut einer Medienmitteilung in der Kategorie Classic auf den zweiten Platz. Aus dem Kanton Graubünden wurden ausserdem ausgezeichnet: das Restaurant «Vanis» in Obersaxen, das «Binari» in Landquart, das «The K» in St. Moritz, das «Guardaval» in Scuol, die «Ustria» in Lenzerheide sowie das «Zunfthaus zur Rebleuten» in Chur. Insgesamt wurden die besten Gastrounternehmen der Schweiz aus 141 Betrieben in neun Kategorien gekürt. Beim Voting nahmen laut der Medienmitteilung 110 000 Personen teil. (so)

Anerkennung für junge Musiktalente Vulpera. – Die Musikschule Scoula da musica Engiadina Bassa/Val Müstair organisiert am Samstag, 10. Dezember, die zweite Auflage des «Concert da Gala». Zu diesem Anlass treten Solisten der Schule auf. Die jungen Talente erhalten eine kleine Anerkennung für Geleistetes. Zwei der Schüler werden zu einem besonderen Konzert des berühmten ConcertgebouwOrchesters Amsterdam nach Luzern eingeladen. Das Galakonzert beginnt um 18 Uhr im Hotel «Villa Post» in Vulpera. Im Vorfeld findet um 16 Uhr die erste Mitgliederversammlung des neu gegründeten Fördervereins Scoula da musica EB/VM statt. (so)

Staraufgebot an der Eisgala Davos 2012 Davos. – Die Eisgala Davos rückt immer näher. Für den Anlass konnten zwei weitere Stars für die Show verpflichtet werden. Die aktuelle Weltmeisterin Miki Ando aus Japan ist in ihrer Heimat ein Megastar und wird am 10. und 11. Februar an der Eisgala in Davos zu sehen sein. Neben ihr soll der Franzose Florent Amodio das Publikum begeistern, wie er es an den diesjährigen Europameisterschaften in Bern bereits geschafft hat. Der 21jährige gebürtige Brasilianer gewann dort die Goldmedaille. Mit den Zusagen dieser beiden Eiskünstler ist das Staraufgebot für Davos komplett. Die Schweiz vertreten Sarah Meier, Europameisterin 2011, und der zweifache Weltmeister Stéphane Lambiel. Die Tickets für das Spektakel sind bereits im Vorverkauf erhältlich und kosten zwischen 50 und 180 Franken. (so)

Die süDostschweiz | DIenSTAg, 22. noVeMBeR 2011

Herrschaft und Fünf Dörfer streben den Alleingang an Die Bündner Herrschaft und der Kreis Fünf Dörfer wollen einen Regionalverband gründen. Darüber wird am Wochenende abgestimmt. Kritiker glauben, dass der neue Verband bereits ein Verfalldatum hat. Von Dario Morandi Chur. – Bisher waren die zehn Gemeinden in der Bündner Herrschaft und dem Kreis Fünf Dörfer dem Regionalverband Nordbünden angeschlossen. Diesem gehören 29 Kommunen an, darunter auch die Stadt Chur. Und nun soll es zu einer Abspaltung kommen. Ein wichtiger Entscheid darüber fällt am kommenden Wochenende: Dann befinden die Stimmberechtigten in Zizers, Trimmis und Igis über den Beitritt zum neuen Regionalverband Bündner Herrschaft/Fünf Dörfer, der zu Beginn des nächsten Jahres aus der Taufe gehoben werden soll. Untervaz hat kürzlich bereits Ja gesagt, in der Herrschaft findet die Abstimmung im Dezember statt. Die interessen besser bündeln Die lokalen Entscheidungsträger glauben, dass eine Abspaltung die einzig richtige Lösung ist. Den Regionalverband Nordbünden bezeichnen die Gemeindepräsidenten in einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme als «Kompromiss-Verband mit sehr unterschiedlichen Interessen und Schwerpunkten der einbezogenen Gemeinden». Im neuen Regionalverband könnten die Interessen der florierenden Wirtschaftsregion Fünf Dörfer und Bündner Herrschaft gebündelt werden, «statt uns in einem Verband mit divergierenden Interessen zu verzetteln», schreiben sie. Für Ernst Nigg ist die Gründung des Regionalverbandes ein Muss. Der Regionalverband Nordbünden sei zwar nicht schlecht geführt. Er sei aber viel zu gross. «Unsere Probleme lassen sich in einem eigenen Verband effizienter, schneller und besser lösen», glaubt der Gemeindepräsident von

Igis. Man arbeite in vielen Sachbereichen bereits erfolgreich zusammen. Auch hätten die Gemeinden in der Herrschaft und im Kreis Fünf Dörfer andere Interessen als beispielsweise die Tourismusregionen Schanfigg oder Churwalden. Nigg ist ferner davon überzeugt, dass der neue Verband hinsichtlich seiner geografischen Ausdehnung und seiner Organisation der momentan laufenden kantonalen Gebietsreform entspricht. Besser noch etwas zugewartet «Ein gewisses Verständnis», wie er sagt, bringt Roland Tremp, Präsident des Regionalverbandes Nordbünden, für die Gründung des neuen Verbandes auf. Denn in Gemeindeangelegenheiten funktioniere die Zusammenarbeit bestens, sagt der Churer Stadtrat.

Seiner Meinung nach sollten aber grosse Projekte wie die Regionalpolitik des Bundes, die Wirtschaftsförderung oder Fragen rund um die Richtplanung auch weiterhin über Gemeindegrenzen hinaus diskutiert und umgesetzt werden. «Auch wäre es sinnvoller gewesen, man hätte mit der Gründung zugewartet, bis die kantonale Gebietsreform unter Dach ist.» auflösung ist bereits in sicht Nordbünden-Präsident Tremp geht davon aus, dass der neue Verband nach der Aufteilung des Kantons in zehn Verwaltungsregionen ohnehin keinen Platz mehr haben wird. Das gelte übrigens auch für den Regionalverband Nordbünden, der bei der Umsetzung der Gebietsreform Ende

Von Claudio Candinas* Ich ertappe mich täglich mindestens 20-mal, wie ich mir Fragen stelle, für welche mich jeder halbvernünftige Gutmensch auf Lebzeiten hassen würde – mich manchmal eingenommen. Es folgt ein kleiner, chronologisch geordneter Auszug: Morgens, 6.58 Uhr: Der Radiowecker sollte mich mit Musik des laut eigenen Angaben progressivsten Radiosenders der Nation wecken. Nur liege ich bereits seit rund 20 Minuten wach, da sich ein Mittfünfziger aus der Nachbarschaft seinen allmorgendlichen Hustenanfällen hingibt – Auswurf und Würgegeräusche inklusive. Somit lautet die erste Frage des Tages: «Warum haben die Zigaretten meinen Onkel umgebracht und lassen diesen kettenrauchenden, zu jeglicher Tages- und Nachtzeit aus dem Fenster rotzenden Unmenschen täg-

lich eine Geräuschkulisse dahinwürgen, welche mir das Essen vom Vorabend hochkommen lässt?» Entschuldige, lieber Gott. Dann mal aufstehen, duschen und anziehen. Zweite Frage: «Welche Schuhe trage ich heute?» Als wäre der Fakt, dass ich einem Nachbarn vor kaum 15 Minuten den Tod gewünscht hätte, nicht schon schlimm genug, fluche ich für die nächsten zehn Minuten leise vor mich hin, da ich mich einmal mehr dafür hasse, am Vorabend nicht schon vorsondiert zu haben, obwohl ich es mir jeden Abend vornehme. Endlich, Schuhe gefunden, passende Kleidung auch, Mission halbwegs erfüllt. Eigentlich würde meine nächste Amtshandlung das Aufbrühen eines frischen Kaffees in der Moccamaschine, welche mir meine Schwester mal geschenkt hat, darstellen. Nur reicht mir aufgrund des Schuhproblems die Zeit dazu nicht mehr. «Warum muss ich so viele Schuhe haben? Was wäre, wenn ich jetzt ein Bein verlieren würde und all diese Schuhe gar nicht mehr tragen könnte? Haben Menschen ohne Beine weniger Sorgen, morgens beim Aufstehen? Darf man bei Menschen ohne Beine überhaupt Aufstehen sagen?» Entschuldige, lieber Gott. So mache ich mich ohne Kaffee auf den Weg zur Arbeit. Nachdem ich in eisiger Kälte die Strasse hochge-

nächsten Jahres aufgelöst werden müsse, so Tremp weiter. grünliberale sind dagegen Nach Auskunft von Gemeindepräsident Nigg stehen alle politischen Entscheidungsträger hinter der Gründung eines eigenen Regionalverbandes. Opposition betreibt bisher einzig die Grünliberale Partei Maienfeld/ Fünf Dörfer. Ein neuer Verband schaffe mehr Bürokratie und gefährde die Zusammenarbeit im Bündner Rheintal. Es sei ein «unnötiger Schnitt durch die Region», heisst es in einer Mitteilung der Partei. Die Koordination regionaler Lösungen, die auf die Stärken und Schwächen der einzelnen Gemeinden angepasst seien, werde damit erschwert. «Die Spaltung ist daher der falsche Weg.»

Kurse für jedermann im «Walserhuus»

Fragen eines Sünders

Der Verdingbub – Der Verdingbub Max landet auf einem Berner Bauernhof wo ihm die Bauernfamilie das Le­ ben zur Hölle macht. Drama von Markus Imboden. 18.15, 20.45 Dialekt ab 12 empf 14 J.

Jugendschutz: Unbegleitet dürfen Jugendliche unter 16 Jah­ ren und Kinder im Rahmen des festgelegten Zutrittsalters Film­ vorführungen besuchen, die bis spätestens 21.00 Uhr beendet sind. In Begleitung Erwachsener dürfen sie alle Filmvorfüh­ rungen besuchen, falls sie das festgelegte Zutrittsalter nicht um mehr als 2 Jahre unterschreiten. Die Verantwortung für die Ein­ haltung der Altersbestimmungen liegt bei der Begleitperson.

schlagkräftiger und effizienter werden: Igis und andere gemeinden im Kreis Fünf Dörfer entscheiden über die Abspaltung vom Regionalverband nordbünden. Bild Archiv Südostschweiz

Montag war gestern…

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Arthur Weihnachtsmann – Eine weihnächtliche Komödie für die ganze Familie! in 3D (erhöhte Eintrittspreise) 18.30 Deutsch ab 6 J. Ma part du gâteau – Unterhaltsames Sozialdrama über die digitale Revolution, mit Karin Viard 18.30 F/d ab 12 empf 14 J. Killer Elite – Möge der Beste überleben! Actionthriller mit Jason Statham, Robert De Niro und Clive Owen 18.45 Deutsch ab 16 J. Aushilfsgangster – Action­Komödie mit Ben Stiller und Eddie Murphy 20.45 Deutsch ab 12 J. Anonymous – Erfolgsregisseur Roland Emmerich prä­ sentiert eine provokative und spannende Auseinanderset­ zung mit Geschichte! 20.45 Deutsch ab 12 empf 14 J. One Day – Zwei an einem Tag – Bewegende Lie­ besgeschichte nach dem gleichnamigen Bestseller­Roman 21.00 Deutsch ab 12 empf 14 J.

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schlendert bin, vorbei am noch von Restkörperwärme dampfenden Auswurf des Nachbarn, vorbei am Wohnheim in meiner Strasse, in welchem schon frühmorgens reger Betrieb herrscht, erreiche ich bereits leicht unterkühlt den Bahnhof Chur mit angrenzendem Bildungszentrum und sehe wie jedeWoche die Nonne in einem der dank Panoramafenstern gut einsichtbaren Lehrzimmer sitzend. «Worin bildet sich eine Nonne eigentlich fort? Vor allem, wie um Himmels Willen bezahlt sie diese Ausbildung überhaupt? Wofür habe ich eigentlich das letzte Mal Geld in die Kollekte geworfen? Was macht eigentlich Pfarrer X.? Und wieso durften andere für die Beichte vor der Ersten Kommunion in diesen coolen Beichtstuhl und ich musste auf seinen Schoss? Haben die dafür nach dem Beichten keine Smarties gekriegt?» Entschuldige, lieber Gott. Es ist noch nicht mal 8.30 Uhr morgens, und ich fühle mich schon als schlechter Mensch. Zum Glück wartet im Büro die Erlösung des Bösen auf mich: eine Tasse frischer, warmer Kaffee. *Claudio Candinas, Musiker und Blogger, bringt für die «Südostschweiz» Unerhörtes aus dem Alltag zu Papier. Unter www.claudiocandinas.ch können sich Interessierte weitere einträgen des Mittzwanzigers widmen.

Davos. – Das Hotel «Walserhuus» im Seitental Sertig bei Davos bietet seit diesem Jahr Kurse in den Themenbereichen Volksmusik und Kunsthandwerk an. Das vielfältige Angebot von Kursen lockt Besucher aus der ganzen Schweiz, aber auch aus dem nahen Ausland an, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Erfolg habe dazu motiviert, auch im nächsten Jahr im Hotel «Walserhuus» eine Kurssaison zu organisieren. Insgesamt 34 Kurse sind für 2012 geplant, beispielsweise ein Scherenschnitt-Ferienkurs, ein Haarflechtkurs oder ein Muulörgeli-Ferienkurs für Anfänger und vieles mehr. (so) Weitere Infos und Anmeldung unter: www.kursinfo.ch oder Tel. 081 410 60 30

i n k ür ze Vortrag über radioaktivität. Die Naturforschende Gesellschaft Graubünden veranstaltet im Rahmen ihrer Vortragsreihe am Donnerstag, 24. November, das «Symposium 1: Radioaktivität». Der Anlass findet um 19 Uhr im Brandissaal in Chur statt und wird vom Naturwissenschaftler Marco Lanfranchi moderiert. Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Radioaktivität? Auf diese Frage sollen Antworten gegeben werden. (so)

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