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CHUR

Mittwoch, 18. Mai 2005

AUF

EINEN

Während der nächste Churer Kulturpreis mit einer Preissumme von 8000 Franken erst im nächsten Jahr wieder verliehen wird, sind heuer drei Persönlichkeiten mit einem Anerkennungspreis geehrt worden. Zudem wurden drei Förderpreise gesprochen. Die Anerkennungspreise gingen an Jaap Achterberg, Corin Curschellas und Jutta Hechenbichler. Der 53-jährige, in Holland geborene Schauspieler Jaap Achterberg lebt seit 1978 in der Schweiz. Von 1985 bis zum Umzug im Jahr 1997 nach Zürich lebte er in Chur, wo er seine Theaterkarriere 1985 als Laiendarsteller in einem Freilichtspiel startete. Er wirkte seither in rund 20 Churer Produktionen – insbesondere Klibühni und In Situ – mit.

aJaap Achterberg:

Die 48-jährige Corin Curschellas besuchte nach dem Lehrerseminar die Schauspielakademie Zürich. Einen Namen hat sie sich vor allem als Sängerin gemacht, doch ist sie auch als Komponistin, Dichterin und Schauspielerin aktiv und experimentiert in verschiedensten Stilen und Sprachen. aCorin Curschellas:

aJutta Hechenbichler: Die 45-jährige Tanzund Gymnastiklehrerin Jutta Hechenbichler wurde in Chur geboren und lebt hier wieder seit knapp 20 Jahren. Sie hat in diesen Jahren die Tanzschule Tembea aufgebaut und das Angebot stetig erweitert. Heute besuchen jährlich gegen 300 Leute diese Tanzschule. Ihnen wird auf individuelle Art und Weise die Freude an Bewegung, Ausdruck und Tanz vermittelt.

Die drei Förderpreise gehen in diesem Jahr an die 33-jährige Harfenistin Katrin Bamert, Chur/Zürich, die 30-jährige Architektin Corinna Menn, Chur/Zürich, und an die 1999 gegründete Band Breitbild, der die 20- bis 23-jährigen Rapper Thomas Businger, Claudio Candinas, Andri Perl und Valerio Priuli sowie der DJ Stefan Jäger angehören. (bt) b»Viel Lob und …» ANZEIGE

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Kulturpreisfeier

BLICK

Anerkennungspreis für drei Persönlichkeiten

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Viel Lob und Applaus für die sechs neuen Preisträger In der vollbesetzten Halle im ersten Stock des Rathauses sind gestern die Förder- und Anerkennungspreise der Stadt Chur verliehen worden. Umrahmt wurde die Feier von der Preisträgerin Corin Curschellas. Von Christian Buxhofer

In bewährter Manier sind gestern Abend der Schauspieler Jaap Achterberg, die Musikerin und Sängerin Corin Curschellas sowie die Tänzerin und Tanzpädagogin Jutta Hechenbichler mit dem Anerkennungspreis der Stadt Chur geehrt worden. Förderpreise gingen an die Architektin Corinna Menn, die Musikerin Katrin Bamert und an die Band Breitbild. Mitglieder der städtischen Kulturkommission würdigten in persönlichen, durchwegs mit einer grossen Prise Humor gestalteten Worten das Schaffen dieser Persönlichkeiten. Die Preise übergab der zuständige Stadtrat Martin Jäger. «Super» – «okay» – «gohts no!» Eröffnet wurde die von der Kulturbeauftragten Sandra Romer geleitete Feier von Stadtpräsident Christian Boner. Die Meinungen, was in der Kultur unterstützungswürdig sei und was nicht, würden in der Öffentlichkeit weit auseinander gehen, sagte das Stadtoberhaupt. Als Beispiel nannte Boner die beiden neuen, grossflächigen Bilder von Elisabeth Arpagaus, die seit kurzem die Halle zieren. Die einen – darunter auch der Stapi selbst – seien begeistert, andere würden sie als «okay» bezeichnen, und wieder andere würden über diese Anschaffung des Stadtrates einfach nur den Kopf schütteln. Was die Anerkennungs- und För-

Jutta Hechenbichler, Corin Curschellas und Jaap Achterberg (vorne v. l.) erhalten den Anerkennungspreis, Katrin Bamert (h. l.), Corinna Menn und Breitband den Förderpreis. (Foto Tamara Defilla)

derungswürdigkeit der von der städtischen Kulturkommission ausgewählten Persönlichkeiten betreffe, herrsche aber durchwegs Einigkeit, gab sich Boner überzeugt. Der Präsident der Kulturkommission, Peter Wyss, würdigte Jaap Achterberg. Seine aussergewöhnliche Wandlungsfähigkeit habe der holländische Schauspieler schon in zahlreichen Rollen bewiesen. Wyss hofft, dass das inzwischen nach Zürich gezogene Naturtalent in Chur noch sehr viele «Heimspiele» geben werde. Sichtlich gerührt war Corin Curschellas über die von Menga Dolf vorgetragene Laudatio. Corin Curschellas sei eine «wunderbare, faszinierende Frau». Ihrer Präsenz, ihrer Magie und ihrer Musik könne sich niemand entziehen. Und Martin Jäger doppelte nach: Sie sei längst zur Weltenbürgerin und so zur musikalischen Botschafterin

des dreisprachigen Graubündens und ihrer Geburtsstadt Chur geworden. Tanz wird immer bedeutender Patrizia Paravicini würdigte das Schaffen der Tanzpädagogin Jutta Hechenbichler. Sie habe die Gabe, Musik in Bewegung umzusetzen, ohne dass die Musik dadurch leide. Als Pädagogin und als Choreografin leiste sie hervorragende Arbeit. Dass dem Tanz im Churer Kulturleben eine immer grössere Bedeutung zukomme, sei nicht zuletzt ihr Verdienst. Als Tochter des Architekten Hanspeter Menn und Nichte des Brückenbauers Christian Menn war der Architektin Corinna Menn, die einen der drei Förderpreise erhielt, die berufliche Laufbahn in die Wiege gelegt. Sie sei innovativ und habe bereits anspruchsvolle Aufgaben zeitgemäss

und mit Bezug zur regionalen Baukultur gelöst, schwärmte Marcel Liesch von Corinna Menns öffentlichen Bauten in Scharans, Opfikon und Splügen. Die Harfenistin Katrin Bamert erhielt die Auszeichnung für ihre «äusserst fruchtbare Zusammenarbeit mit Bündner Musikern», wie Karin Punzi aufgrund ihrer regen Konzerttätigkeit in verschiedensten Formationen und in Anspielung auf ihre Partnerschaft mit dem Kontrabassisten Andrea Thöny, aus der Zwillinge hervorgegangen sind, sagte. Zudem habe sie als Harfenlehrerin im Raum Chur erfolgreich Pionierarbeit geleistet. Martin Vincenz würdigte die «Fantastischen Fünf» der RapBand Breitbild. Wie Martin Jäger ergänzte, sind diese Bandmitglieder zu einem der wichtigsten Aushängeschilder der blühenden Churer Kulturszene geworden.

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THE MERCHANT OF VENICE Visuell opulente Leinwandadaption des Shakespeare-Klassikers mit Al Pacino und Jeremy Irons in Höchstform. JUGENDSCHUTZ: Unbegleitet dürfen Jugendliche unter 16 Jahren und Kinder im Rahmen des festgelegten Zutrittalters Filmvorführungen besuchen, die bis spätestens 21.00 Uhr beendet sind. In Begleitung Erwachsener dürfen sie alle Filmvorführungen besuchen, falls sie das festgelegte Zutrittsalter nicht um mehr als 2 Jahre unterschreiten. Die Verantwortung für die Einhaltung der Altersbestimmungen liegt bei der Begleitperson.

ls unmittelbare Folge der von der Churer Stimmbürgerschaft im Herbst 2004 angenommenen Oberstufenreform steht nun die bauliche Erweiterung des Schulhauses Giacometti an. Bei dieser Vorlage, über die am 5. Juni abgestimmt wird, geht es um die logische Konzentration der Oberstufe (Sekundar- und Realschule) von bisher vier auf neu drei Schulhaus-Standorte, nämlich Quader, Florentini und Giacometti. Damit kann das Schulhaus Stadtbaumgarten, welches sich als das am wenigsten geeignete Oberstufenschulhaus erweist, einer neuen Nutzung zugeführt werden. Im unmittelbaren Einzugsgebiet des Schulhauses Stadtbaumgarten gibt es einerseits zu wenige Kinder, andererseits sind die Schulzimmer nach dem heutigen Standard zu klein. Dieses bahnhofnahe Schulhaus kann hingegen für andere schulische Zwecke ver-

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wendet werden, wie zum Bei- ist, dass mit dem Bau noch im spiel als neuer Standort für die Laufe des Sommers 2005 begonnen wird, damit mit der EinBerufswahlschule. Die bestehende Schulanlage führung der neuen OberstufenGiacometti ist ein zwischen- reform (Modell C) auf das Schuljahr 2006/2007 zeitlich 25-jähriges die Erweiterung beSchulhaus, welzugsbereit sein wird. ches ausschliessKostenmässig geht lich von der Oberes beim Neubau um stufe genutzt wird eine Investition von und die Anfor5,36 Mio. Franken. In derungen immer der seinerzeitigen noch bestens erBotschaft zur Oberfüllt. Das Schulstufenreform ist eine haus verfügt insgeGrobschätzung von 4 samt über 21 KlasMio. Franken erwähnt senzimmer sowie Roland Tremp worden, die in direkWerkstätten, Netem Zusammenhang benräume, Turnhallen und Aussensportanla- mit dem Konzept Oberstufe gen. Die notwendige Erweite- Chur stehe. Diese Kostenschätrung bedingt einen Neubau mit zung basierte auf Erfahrungself zusätzlichen Klassenzim- werten und dem damaligen mern inklusive Nebenräumen. Wissensstand. Die DetailplaNotwendig sind zudem eine nung wie auch die genaue KosAnpassung bei den Aussen- tenberechnung für die Erweitesportanlagen und die Umnut- rung des Schulhauses Giacozung einiger Räume im beste- metti konnten erst gestützt auf henden Schulhaus. Vorgesehen die Resultate des Projektwett-

bewerbes erfolgen. Massgebend für den Mehraufwand sind im Wesentlichen die notwendigen Anpassungen an die bestehenden Bauten und an die Sportanlagen sowie ein zusätzlicher Informatikraum. Der Vorteil dieses aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Projektes liegt darin, dass der Erweiterungsbau betrieblich für die Schule und wirtschaftlich für den Unterhalt sehr gut abschneidet. Wohl entstehen im jetzigen Zeitpunkt einige Mehrkosten, dafür bleibt aber der Bereich in Richtung Parkplatz frei. Aufgrund dieser Sachlage kann dort mittel- bis langfristig die Option für eine weitere bauliche Nutzung offen gehalten werden. Es lohnt sich eindeutig, zum Projekt «Erweiterung Oberstufenschulhaus Giacometti» Ja zu sagen. Stadtrat Roland Tremp ist Vorsteher des Departements 3, zu dem unter anderem auch der Bereich Hochbau gehört.

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