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DIE GEMEINDE LÄDT EIN.

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5 IDEEN FÜR DEIN GEBETSLEBEN

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NEUES LAND ENTDECKT MAN NUR IM GEHEN.


HeY,

wir freuen uns sehr sehr sehr (!) drauf, dir STEPS vorzustellen! Wir haben lang dran gearbeitet und finden es cool, dass du das Magazin jetzt anschauen kannst. Wir wünschen dir wirklich von ganzem Herzen, dass du damit im Glauben weiterkommst. Dass das Projekt in deinen Alltag reinkommt. STEPS soll dir nicht sagen, was du tun und lassen sollst. Wir möchten dich eher ermutigen einfach Gedanken aufzunehmen. Sieh STEPS deshalb als Inspiration für dich! Lies die Texte so, als wären sie für DICH persönlich geschrieben.

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STEPS

Gemeinde

Editorial

Dein Alltag spielt sich vielleicht auch zum großen Teil in vielen verschiedenen Medien ab. Ein witziges Video auf WhatsApp, ein neues Bild bei Instagram, ein Status, der darauf wartet, geliked zu werden. YouTube ... Dann schickt dir garantiert noch irgendjemand viel Werbung und so zu. Schwierig ist es dabei, noch auf Gott zu sehen. Aber STEPS soll genau das tun. STEPS ist nicht nur Magazin, sondern auch eine App (»365 STEPS«) und eine Website. Das ganze Projekt entstand mit dem Wunsch, dir zu dienen, dich im Glauben weiterzubringen und dich zu motivieren, damit du dich mit Gott in Verbindung setzen kannst. Das ist unser Anliegen. Und dafür nutzen wir unterschiedliche Medien.

APP (365 STEPS): Jeden Tag ein neuer Impuls, Gebetsanliegen, Mini-Bibelandacht oder eine Challenge. WeBsite (365steps.de): Inhalte aus dem Magazin. Zusätzlich: Reviews, Links, Videos, Musik, Texte. mAGAzin In der ersten Ausgabe hier geht’s um Gemeinde. Leider ist es so, dass bei uns oft nur Events zählen, die irgendwie bei uns hängenbleiben. Du wirst merken, dass »normale Gemeinde« wirklich auch viel wert ist und wirst herausgefordert dich für deine Gemeinde einzubringen.

Weil unser Motto ist, dass du über Medien im Glauben wächst, haben wir dafür »Wachstumsfaktoren« zusammengestellt. Ab Seite 18 wirst du über entscheidende Dinge bei Gebet, Bibel und Nachfolge lesen. Immer wieder wirst du auch kreative Elemente im Heft sehen, die Themen auf eine schöne Art und Weise zeigen. Ich wünsch dir total, dass du ermutigt und herausgefordert wirst, Schritte im Glauben zu tun! Für das ganze STEPS-Team, Siggi


inHAlt Wir sind die CJ

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Wir sind Nightlight

Gemeinde

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Wurzeln eines Movements

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Gemeindekind – Ein Rebell?

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Die Gemeinde lädt ein …

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Ein Traum von Gemeinde

5 Inspirationen für dein Gebetsleben

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Heilig für mich

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Deine Erfahrung mit der Bibel

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Mit Bildern für Jesus Werbung machen

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Neues Land entdeckt man nur im Gehen.

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Gemeinde kann man doch wechseln …

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Revolutionäre Liebe

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Neuaufbruch in deiner Gemeinde – mit dir

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Vorschau

STEPS

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Gemeinde

Weiterkommen

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unser anlieGen Wir wünschen uns, dass du im Glauben wächst. Schritte gehst, um weiterzukommen. Dafür leben wir, arbeiten wir, beten wir. Deswegen machen wir Freizeiten, veranstalten Events, schulen Jugendmitarbeiter und produzieren Medien. Wie STEPS. App, Webseite, Videos oder so ein Magazin. wir? Das sind 10 Menschen, verteilt in ganz Deutschland. Von Rendsburg im Norden bis Holzgerlingen im Süden, von Werne im Westen bis Görlitz im Osten. Manche kriegen Geld dafür, manche machen das aus purer Leidenschaft. Einige sind ständig auf Reisen, andere hocken meist hinter Bildschirmen. Egal wo und wie: wir wünschen uns, dass du im Glauben wächst. Jeder von uns hat das Anliegen, dass das auch rüberkommt und du das merkst.

Gemeinde

connecT Wenn du mehr von uns wissen möchtest, kannst du uns persönlich einladen. Du kannst unsere Schulungen besuchen. Du kannst uns an info@christ-online.de schreiben oder uns auf WhatsApp (0163 7006995) hinzufügen und uns schreiben: Feedback, Lob, Kritik und natürlich deine Fragen! Vielleicht sehen wir uns aber auch auf einer unserer Freizeiten. Bis denne!

das Team

ACHIM JuNG

ANDrEas sCHMIDT

CHrIsTIaN nICkO Jumi & Organisator, Manderbach

Leiter der CJ, Manderbach

oLIVEr lasT

rICHarD dENGEL

sIEGBErT krauss

tOrsTEN WITTENBurG

STEPS

Jumi, Görlitz

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Jumi & Querdenker, Werne

Jumi, Leipzig

Jumi, Holzgerlingen

STEPS, Manderbach

lOTHar JuNG

Evangelisation, Stein-Neukirch

markus BarTsCH

Jumi & Gemeindearbeiter, Rendsburg

WENkE PETEr

Verwaltung, Manderbach


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unser anlieGen Nightlight ist eine überkonfessionelle christliche Jugendinitiative mit Sitz in Wiedenest. Wir möchten auf kreative und zeitgemäße Art Jugendliche auf Jesus Christus aufmerksam machen und sie einladen, sich auf Jesus Christus einzulassen und mit ihm zu leben. Wir wünschen uns, dass Jugendliche in Kirchen und Freikirchen dem Missionsauftrag neu auf die Spur kommen und sich leidenschaftlich dafür einsetzen, dass noch viel mehr Menschen Jesus Christus als ihren Herrn annehmen. Ja, dass eine neue Welle losgestoßen wird und Jugendliche neue Möglichkeiten suchen, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. was Dafür kreieren wir sehr unterschiedliche Materialien und Medien: Flyer, Hefte, Kalender, Postkarten, Mission-Tools, Workshops– aber auch Kurzfilme und Youtube-Clips. Auf www.nightlight.de findest du unseren Shop mit einer riesigen Auswahl, um online und offline die beste Botschaft der Welt weiterzugeben.

connecT Hast du eine Frage an uns? Dann maile uns gerne an mail@nightlight.de.

Gemeinde

Immer wieder sind wir auch in Jugendgruppen und auf Events am Start, um durch Workshops für Evangelisation zu begeistern und anschließend mit den Jugendlichen das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Wir möchten gemeinsam mit Jugendgruppen neue kreative Wege suchen. Und wenn Menschen auf Jesus aufmerksam werden und mehr über ihn wissen wollen oder einfach mal für sich beten lassen wollen? Dann freut sich unser Seelsorgeteam über einen Anruf oder einer E-mail.

STEPS

unser Team

nELLI lÖWEN

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marCO mICHaLZIk


Gemeinde

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STEPS

Bilder von Gemeinde

Foto: Florian Bernhardt

Matthäus 5,14-16

»Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.«


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Wurzeln eines Movements Sag, weißt du noch, wann eine Bewegung entstand aus dieser Hand voll Nachfolger-Freunden dieses exekutierten Zimmermanns – aus der Provinz? Und wie haben die das gemacht, dass selbst die größte Weltmacht, oder Weltreich – die Botschaft nicht in Schranken weist – kein Löwe in der Lage ist, die Hoffnung zu zerreißen?

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Vielleicht, weil SEIN Geist, den er verheißt, tatsächlich kommt und bei ihnen bleibt. Oder weil das, was eigentlich »zu Ende« heißt, hier eben nicht das Ende bleibt. Tag drei, als sich der Meister zeigt und todbesiegt dem Grab entsteigt Und verleiht jedem Wort, das er sprach, jeder Silbe, die er spricht, neues Gewicht:

Und manchmal frage ich mich dann, wann kamen wir auf die Idee, aus einer Bewegung Stillstand zu machen? Bewegung zu Gott hin und auf den anderen zu. Und wenn die Bewegung nichts mehr bewegt, hat das nichts mehr mit Bewegung zu tun.

Gemeinde

»Fürchtet euch nicht! Nicht mehr lange, dann seht ihr mich nicht – mehr – Aber ihr seid Lichter, die leuchten sollen, wo Finsternis ist. Liebe leben, wo Hass dominiert und Wärme, wo dein Nächster vor Gefühlskälte friert. Wo Vergebung über Schuld triumphiert und ihr Gnade, obwohl unverdient, als Standard definiert.«

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Marco Michalzik

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Gemeindekind

Ein Rebell? STEPS: Hey Markus, danke, dass du uns ein bisschen über deine Gemeindezeit erzählst. Welche Bilder hast du vor Augen, wenn du an deine Gemeinde denkst, als du zwischen 14 und 18 Jahre alt warst? Markus: Ich hab' träge Gottesdienste vor Augen. Ernste, bedrückte Stimmung. Starre Strukturen. Alte Lieder. Predigten, die wenig mit meinem Leben zu tun hatten. Junge Familien, die gegangen sind. Sture Leute und auch viel Oberflächlichkeit. Wenig dynamische Entwicklungen.

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STEPS Gemeinde

STEPS: Wie hast du dich damals gefühlt?

Es wurde unser Motto, dass Gemeinde vom Mitmachen lebt.

Markus: Ich war frustriert und enttäuscht. Hab mich selbst abgeschirmt – zwar immer nett die Hand gegeben, aber die Leute wussten nur wenig von mir. Im Gottesdienst war ich mit meinen Gedanken abwesend. Hab mich auf den Nachmittag gefreut, entweder aufs Zocken oder einen neuen Film – das war so das Highlight. Ich kannte Gemeinde aber eben NUR so. Auf Freizeiten war es immer ganz anders. Das hat mich frustriert, und ich hab' mich gefragt: Wozu gibt’s diese Gottesdienste überhaupt? Was hat das mit meinem Leben zu tun? STEPS: Hattest du Lust deine Gemeinde aufzugeben und irgendwo anders hinzugehen? Oder komplett wegzubleiben? Markus: Ich hatte mir fest vorgenommen wegzugehen. Was ich aber nie wollte, war vom Glauben wegzukommen. Ich wusste, dass Gemeinde wichtig ist, aber mit meiner Gemeinde konnte ich nicht viel anfangen. Deshalb hatte ich mir echt vorgenommen, mit 18 oder so zu gehen. Aber es kam dann doch anders.


STEPS: Erzähle uns von dem Wendepunkt. STEPS: Was kann ein Jugendlicher in deiner Situation von damals machen? Muss man warten, bis ein guter Jugendleiter kommt?

Wir haben angefangen, in unsere Gottesdienste zu investieren. Am Anfang haben wir nur wenig Veränderung gesehen. Wir sind aber dran geblieben, haben Gespräche geführt und auch persönliche Kontakte zu schwierigen älteren Steh nicht um Gemeinde rum wie am Fußballfeld und kritiGeschwistern gehalten und gepflegt. Wir haben uns über siere deine Mannschaft wie ein Zuschauer, sondern springe Gemeinde unterhalten. Diese Investition hat aufs Feld und misch mit. Ich kann ja nur etüber Jahre eine neue Dynamik reingebracht Ich spüre einfach, dass was verändern, wenn ich mitmachen will. und eine Jugendarbeit entstehen lassen, die Gemeinde der Dreh- und innerhalb der Gemeinde sehr ausgeprägt ist. Angelpunkt für geistliches Außerdem zählt sehr viel Liebe und Geund christliches Leben ist. duld. Das klingt zwar so nach den StanSTEPS: Was bedeuten dir heute dardantworten, aber ich musste es selber Gemeinde und die Gottesdienste? lernen: Man kann Geschwister, die sich vor Veränderungen fürchten, nicht einfach so umdrehen. Deswegen braucht Markus: Wenn ich so zurückschaue, kann mir keiner erman wirklich Geduld. Bei mir waren es Jahre. Jahre, in dezählen, dass er keine örtliche Gemeinde braucht. Ich spünen sich wirklich etwas verändert hat. re einfach, dass Gemeinde der Dreh- und Angelpunkt für geistliches und christliches Leben ist. Das geht schlecht in Also noch mal kurz: Liebe, Geduld, investieren in und idenFreizeiten, bei Events und Highlights, sondern im Alltag. tifizieren mit Gemeinde. × Und das bedeutet mir das: Jesus hat sein Blut gegeben, damit Gemeinde entstehen kann. Gemeinde ist also eine tiefe Gemeinschaft. Gemeinde ist mein Lebensraum. Gemeinde ist mein größtes Hobby geworden, weil ich da meine Gaben wirklich ausleben kann. Unbeschreiblich – nur erlebbar. Aber natürlich ist jetzt nicht alles toll bei unseren Gottesdiensten. Wir sind immer noch auf dem Weg. Manches würde ich immer noch anders machen oder austauschen. Ich merke aber, dass sich vieles geändert hat: Atmosphäre, Miteinander, Tiefe, Beteiligung. Die alten Strukturen sind aufgebrochen, und wir haben echte Beziehungen und nicht nur Veranstaltungen. Wir haben echtes Gemeindeleben. Das ist ein riesengroßer Segen. Deswegen ist Gemeinde für mich total wichtig geworden.

Markus ist in einer Gemeinde groß geworden und zum Glauben gekommen. So weit, so typisch. Seine Story ist aber schon etwas ungewöhnlicher. Seine Frustration hat nicht gewonnen. Er ist ein positiver Rebell!

STEPS Gemeinde

Markus: Also sich zusammenzutun ist auf jeden Fall gut. Das Wichtigste ist für mich aber: »Investier dich, statt zu konsumieren«. Wenn du anfängst die Gemeinde vor Ort als DEINE Gemeinde zu sehen, wird Gemeinde bewegt. Du solltest dich nicht irgendwie enttäuscht und resigniert zurückziehen, sondern positiv »aufständisch« sein und auch mal was diskutieren. Such Gespräche und Beziehungen. Du zeigst damit, dass du nicht über alles meckern willst, sondern etwas anpacken möchtest. Das ist ein Unterschied und wichtig.

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Markus: Wir hatten keine Jugend und ich hatte fast niemanden in meinem Alter – keine Freunde oder so. Jemand aus der Gemeinde entschied sich aber einfach Jugendarbeit zu starten. Das hieß dann: Ich, als 15-jähriger, zusammen mit 3-4 anderen. Die Älteste war 30! Das war schon etwas krass (lacht). Der Jugendleiter hatte aber trotzdem ein Herz und wollte das machen. Es wurde unser Motto, dass Gemeinde vom Mitmachen lebt. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Gemeinde etwas umzukrempeln – schön geduldig. Es war echt dieser Jugendmitarbeiter, der in mir neue Energie entfacht hat, dass doch etwas bei Gemeinde geht.


_â Das hast du davon

Du kannst mitmischen. Für Gott. Für dich selbst. Für Menschen, die du liebst. Und für Menschen, die du noch nicht liebst.

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s gibt Leute, die gehören zwar zu Jesus, nicht aber zu einer Kirche oder Gemeinde. Für sie ist ihr Christsein eine Privatangelegenheit. Doch ein Soldat ohne Heer ist ein schlechter Soldat, oder? Was soll denn das werden, wenn einer alleine mit Sturmgepäck und bis unter die Achseln bewaffnet zu einem Manöver ausrückt? Das ist eher peinlich; weit wird der nicht kommen. Ein Soldat braucht andere Soldaten und ein Christ braucht andere Christen. Außerdem ist Gemeinde von Gott gewollt. Oft denken wir über unsere persönliche Beziehung zu Gott nach: Gott und ich. Das ist zwar richtig, aber nur eine Seite der Medaille. Der größte Teil des Neuen Testamentes ist nicht an Einzelpersonen, sondern an Gemeinden geschrieben. Gott spricht seine Leute also gerne gemeinsam an.

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Gemeinde

die Gemeinde lädt ein


Vorbilder nÜtzen dir Und du findest in deiner Gemeinde Leute, die dir im Glauben schon ein ganzes Stück voraus sind. So jemand kann für dich ein Mentor werden, jemand der dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch die Bibel kennt solche Beziehungen: zum Beispiel zwischen Mose und Josua (2. Mose 33,11; 4. Mose 27,15-23; 5. Mose 1,38) oder Elia und Elisa (2. Könige 2,1-18); im Neuen Testament zwischen Paulus und Timotheus (Apostelgeschichte 16,1-3; 1. und 2. Timotheus). Das beste Beispiel ist Jesus mit seinen Jüngern. Ein Mentor ist eine Art Trainer; jemand dem du in seinem Dienst für Gott über die Schulter schauen kannst; jemand, dem du helfen kannst, indem du kleine Aufgaben selbst übernimmst; jemand, der sich Zeit für dich nimmt und dir deine Fragen beantworten kann. Unterschätze diesen Rat nicht: Halte Ausschau nach einem Vorbild, mit dem du dich regelmäßig treffen kannst, um zu reden, zu beten und der ein guter christlicher Freund für dich wird. Solche Leute findest du in der Gemeinde. Als »Objekt« in der Gemeinde bist du im besten Sinne betroffen, beschenkt und bereichert von dem, was die Truppe

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Halte Ausschau nach einem vorbild, mit dem du dich regelmäßig treffen kannst, um zu reden, zu beten und der ein guter christlicher Freund für dich wird. solche leute findest du in der Gemeinde.

Das gemeinsame Gebet nÜtzt dir Außerdem betet man in der Gemeinde miteinander. Wenn es dort Leute gibt, die du kennst und die dich kennen – ich meine, nicht nur dein Gesicht schon mal gesehen haben, sondern dich gut kennen –, dann werden sich auch welche finden, die für dich und deine Probleme beten, zum Beispiel wenn du vor wichtigen Entscheidungen stehst. Es ist eine der Stärken von Gemeinde, dass Glaubensgeschwister Anteil aneinander nehmen und miteinander und füreinander beten.

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Die Predigten nÜtzen dir Beginnen wir mit dem Objekt. Du darfst von dem, was in der Gemeinde geschieht, profitieren, das heißt Nutzen daraus ziehen – aus den Predigten zum Beispiel. Darin werden biblische Prinzipien dargelegt, und es wird dir erklärt, was Gott

aus deinem Leben machen will. Paulus schreibt: Der Glaube kommt aus dem Hören der Botschaft ... (Römer 10,17). Damit dein Glaube am Leben bleibt, solltest du dir also regelmäßig gute Predigten anhören!

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Du gehörst dazu Deine Zugehörigkeit zur Gemeinde hat zwei Aspekte. Um das näher zu erklären, lass mich zwei Begriffe gebrauchen, die du aus dem Deutschunterricht kennst. In einem Satz spielen außer dem Verb normalerweise Subjekt und Objekt eine Rolle. Von dem Subjekt geht eine Handlung aus, während das Objekt von einer Handlung betroffen ist. In der Gemeinde kommen dir beide Rollen zu. Als Objekt kannst du von anderen profitieren und als Subjekt etwas zum Ganzen beitragen.


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der Glaubensgeschwister um dich herum bereit hält. Nun zu dir als »Subjekt« der Gemeinde:

der anderen erzählen konnte, hatte sich mit diesem kleinen Gestüt einen Traum erfüllt. Zur Ausstattung dort gehörte eine sogenannte Führanlage, ein riesiSei anderen zum Nutzen! ges waagerecht angebrachtes Rad, ähnIn den Gottesdiensten sitzen überlich einem Karussell, an dem man zwiwiegend Leute mit Nehmerqualitäten. schen zwei und vier Pferde einspannen Dagegen ist auch erst einmal nichts konnte. Die Anlage bezweckte, dass die einzuwenden. Aber dabei soll es nicht Tiere ausreichend Bewegung bekamen bleiben. Der Sinn einer Predigt ist nicht: – sozusagen ein Fitnessgerät für Pferde. anschließend aufstehen, ins Freie gehen Die Pferde wurden an dem Rad festgeund das war’s! Das, was du in der Premacht und losgeschickt. Der Rest ging digt gehört hast, will umgesetzt werden. ganz von alleine; ein Pferd führte das Normalerweise will eine Predigt motiandere. Da es unwahrscheinlich war, vieren, das heißt in Bewegung bringen. dass alle zur gleichen Zeit auf die Idee kamen anzuhalten, liefen sie so lange Wenn du Teil der Gemeinde bist, dann (30-60 Minuten) im Kreis, bis Herr Rösdarfst du auch deinen Teil beitragen, ser eingriff und sie in den Stall zurückso dass die Gemeinde etwas von dir führte. Das Gemeindeleben ist natürlich hat. Das Gleiche tausendmal aufregenWenn du Teil der Gemeinde bist, gilt auch für den der als das stupide Imdann darfst du auch deinen Teil Jugendkreis einer Kreis-Laufen in einem beitragen, so dass die Gemeinde Gemeinde; ideal ist, »Pferdekarussell« – etwas von dir hat. wenn das, was da klar! Doch auch in geschieht, nicht nur für dich, sondern der Gemeinde soll einer den anderen zum Teil auch von dir gemacht wird. mitziehen. Mal bist du derjenige, der zieht, mal der, der gezogen wird. Unsere Errettung hat von Seiten Gottes ein klar definiertes Ziel: Wir sind geretWährend meines Zivildienstes hatte tet, um ihm zu dienen (s. Lukas 1,73-75; sich Matthias bekehrt; mit ihm hatte ich 1. Thessalonicher 1,9b; Hebräer 9,14a). schon als Kind auf der Straße gespielt. Natürlich heißt das nicht, dass wir uns Aber erst als er Christ geworden war, zu Tode arbeiten müssen, sobald wir wurden wir Freunde; wir haben vieles uns für die Jesusnachfolge entschieden miteinander geteilt, viel miteinander gehaben. Die Aufgaben, die Gott uns gibt, betet und gemeinsam Gott gedient. Auch machen Sinn und stellen innerlich zuals er bereits verheiratet war, haben wir frieden. Denn es stimmt, was der Phiuns zu dritt regelmäßig frühmorgens losoph Blaise Pascal feststellte: »Nichts zum Beten getroffen. In unserem Dienst ist so unerträglich für den Menschen, für Gott war es so, dass immer einer den als sich in einer vollkommenen Ruhe anderen mitzog. Es gab Zeiten, da war zu befinden, ohne Leidenschaft, ohne ich entmutigt und Matthias musste mich Geschäfte, ohne Zerstreuung, ohne Bewieder aufrichten, und es gab Zeiten, da schäftigung. Er wird dann sein Nichts war Matthias frustriert und ich konnte fühlen, seine Preisgegebenheit, seine ihm neu Mut machen. Ich kann mich Unzulänglichkeit, seine Abhängigkeit, nicht erinnern, dass wir einmal beide seine Ohnmacht und seine Leere.« gleichzeitig »down« waren. Einer zieht den anderen Früher fuhr ich bei uns im Dorf regelmäßig an einem Pferdezuchtbetrieb vorbei. Herr Rösser, ein netter, redseliger Rentner, der dir eine Pferdegeschichte nach

Wir brauchen einander – übrigens auch über die Generationsgrenzen hinweg. In unserer Zeit findet Kommunikation leider häufig nur unter Gleichaltrigen statt. Doch gerade im Miteinander

von Jugendlichen, Senioren und denen mittleren Alters liegen große Chancen der Ergänzung. Für eine lebendige und stabile Gemeinde gilt: Alt und Jung gibt Schwung und Jung und Alt gibt Halt. Vier und ein Kennzeichen einer Gemeinde Schauen wir uns eine Bibelstelle an, die von den ersten Anfängen der Kirche spricht: »Sie alle widmeten sich eifrig dem, was für sie als Gemeinde wichtig war: Sie ließen sich von den Aposteln unterweisen, sie hielten in gegenseitiger Liebe zusammen, sie feierten das Mahl des Herrn, und sie beteten gemeinsam« (Apostelgeschichte 2,42). Zunächst sind es vier Kennzeichen, die den Gottesdienst der ersten Christen beschreiben: Sie ließen sich von den Aposteln unterweisen. Die systematische Belehrung anhand der Bibel ist für die Seele eines Christen wie eine ausgewogene Ernährung für den Körper. Sie hielten in gegenseitiger Liebe zusammen. Jeder Mensch sehnt sich nach echter Gemeinschaft und Liebe. Bei Christen erfüllt sich diese Sehnsucht vor allem in der Gemeinde. Sie feierten das Mahl des Herrn. Bei diesem Mahl denken Christen an Jesus und erinnern sich an ihre Errettung. Deshalb hat Jesus das Abendmahl eingesetzt (vgl. Lukas 22,19-20). Sie beteten gemeinsam. Gemeinde ist horizontal auf Gemeinschaft ausgerichtet, auf die Verbindung zu deinen Brüdern und Schwestern im Glauben. Und sie ist vertikal auf unsere Verbindung zu Gott ausgerichtet. Das zuletzt Genannte ist übrigens nicht das Letzte im Sinne von das Geringste oder Unwichtigste. Last but not least: Gebet. Denn mein Haus wird ein Bethaus genannt werden ... (Jesaja 56,7), sagt Gott. Großartige geistliche Aufbrüche sind möglich, wenn Menschen vor Gott kommen und beten!


Die Gute Nachricht Verbreiten Damit sind wir bei dem fünften Kennzeichen von Gemeinde. Die Apostelgeschichte sagt von der ersten Gemeinde auch: Sie verkündigten die Botschaft Gottes ohne Furcht (Kapitel 4,31). Die ersten Christen – zum Großteil waren sie Jesus noch persönlich begegnet – konnten nicht verschweigen, was sie gesehen und gehört hatten (Vers 20). Wo immer sich Gelegenheiten ergaben, zeichneten sie sich durch »gute Werke« aus und sagten das Evangelium weiter, sei es in Form von Predigten, Privatgesprächen oder »Postwurfsendungen«. Wenn Apostelgeschichte 4,42 Gemeinde beschreibt, dann genauso auch andere Verse wie etwa Kapitel 8,4: Die über das Land zerstreuten Christen zogen umher und verkündeten die Botschaft Gottes. Die Begeisterung von Jesus hatte damals im gesamten Mittelmeerraum unübersehbare Wellen geschlagen. Wer den missionarischen Auftrag einer Gemeinde unerwähnt lässt, hat die Apostelgeschichte nicht verstanden.

das ideal einer Gemeinde Gottes werden wir auf erden niemals erreichen, doch das, was der »komponist« will, ist unsere »Aufführung«.

Der Evangelist Luis Palau drückte diesen Aspekt einmal in einem deftigen Bild aus. »Die Gemeinde«, sagte er, »ist wie Mist. Wenn man ihn aufhäuft, verpestet er die ganze Umgebung; verteilt man ihn, düngt er die Welt.« Ob wir den Blick nach außen richten, entscheidet mit über das Funktionieren oder Nichtfunktionieren einer Gemeinde.

Wenn ich zum Gottesdienst gehe, ist es wie nach Hause zu kommen. Dieses schöne Gefühl wünsche ich jedem Christen.

Markus Wäsch war viele Jahre Jugendreferent der Christlichen Jugendpflege e. V. und arbeitet als Prediger und Evangelist. Außerdem schreibt er Bücher und unterrichtet Bibelschüler.

STEPS

_â Meine Motivation

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Der Komponist Igor Strawinski schrieb einmal ein Stück, das eine schwierige Passage für die Violine enthielt. Nach mehreren Wochen des Übens kam der Geiger zu Strawinski und bekannte ihm, dass er das Stück nicht spielen könne. Er hatte sein Bestes gegeben, aber er hielt die Passage für zu schwierig, wenn nicht sogar unspielbar. Strawinski erwiderte: »Das verstehe ich. Was ich erreichen wollte, ist der Klang eines Menschen, der es zu spielen versucht.« Vielleicht hat Gott mit der Gemeinde etwas Ähnliches im Sinn. Das Ideal einer Gemeinde Gottes werden wir auf Erden niemals erreichen, doch das, was der »Komponist« will, ist unsere »Aufführung«. Und die ist der einzige Weg, auf dem Menschen, die Gott noch nicht kennen, seine Klänge hören können. ×

Gemeinde

Nicht PerfeKt Eine Illusion muss ich dir allerdings nehmen: Die perfekte Gemeinde gibt es nicht. So wenig wie einzelne Menschen, aus denen Gemeinde besteht, vollkommen sind, genauso wenig sind ganze Gemeinden vollkommen! Manch einer hatte Idealvorstellungen, als er sich einer Gemeinde angeschlossen hatte und ist enttäuscht worden; der erste Eindruck war fantastisch, doch auf den zweiten Blick sah manches ernüchternd menschlich aus. Menschen sind nun einmal nicht so wie Gott.


Ein Traum von Gemeinde _â Das hast du davon

Ich träume von Gemeinde …

Du bekommst hier eine Idee von der Schönheit der Gemeinde.

… in der Menschen im Glauben weiterkommen und in ihrer Persönlichkeit wachsen.

… in der das Abendmahl nicht als stumpfe Tradition gefeiert wird, sondern immer wieder neu Leben enrhält.

Gemeinde STEPS 14

… in der Gemeinde nicht gleichbedeutend mit Gottesdienst oder Event ist, sondern: gelebte Gemeinschaft, die geprägt ist von Wärme, Zuwendung und Barmherzigkeit.

… in der Menschen begeistert von Jesus Christus sind und er die Mitte der Gottesdienste ist.

… in der Unterschiede nicht mehr trennen:: Altersgrenzen, Geschmacksgrenzen oder Macken.

… in der sich nicht jeder nur um seine Clique dreht.

… in der rund um die Uhr gebetet wird oder Gebetszeiten die am besten besuchten Versammlungen sind.

… die Jesus Christus als Retter und Helfer erlebt hat.

… in der Sprechen über Gott kein Programmpunkt, sondern Normalität ist.

… in der man einander mit Gaben des Heiligen Geistes dient.

…… in der Menschen wissen, was sie glauben und davon überzeugt und begeistert reden können.

… in der es Leidenschaft gibt von Gott weiterzusagen und Menschen ihn dadurch erkennen und ihr Leben zu IHM hinwenden.

… in der Menschen miteinander Gott anbeten. Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen.

… in der sich liebevoll umeinander gekümmert wird und Vergebung wirklich gelebt wird.

… in der nicht schlecht übereinander gesprochen wird.

_â Meine Motivation Ich möchte, dass du merkst, dass Gemeinde wirklich bedeutend ist.

siegbert krauss hat bisher erst einmal wirklich von Gemeinde geträumt.


Bilder von Gemeinde

Foto: Florian Bernhardt

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Foto: Florian Bernhardt


Weiterkommen WAC H S E N

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STEPS Weiterkommen

Bibelspiration Nachfolge 21 ERhört Gemeinsam Weitersagen Gott & Du

Unser großer Wunsch mit STEPS ist, dass Jugendliche in ganz Deutschland durch Medien im Glauben wachsen. Für dich bedeutet das, dass du ganz persönlich im Glauben weiterkommst. Dafür haben wir Glaubenswachstumsfaktoren formuliert, die dich im Glauben weiterbringen. In jeder Ausgabe wollen wir dir einfach zwei bis drei Kategorien vorschlagen, durch die du im Glauben wächst. Zusätzlich gibt es diese Punkt noch auf unserer Webseite 365steps.de. Mit der Zusatzkategorie »Medien und mehr«!


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Inspiration en fÜr dein Geb ets leben vier

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Vorbilder inspirieren. Das tun sie auch bei Gebet. Ich hab' mich an Menschen orientiert, die echte Beter sind. Aus meinem Bekanntenkreis oder an Missionaren, die ich kenne. Du kannst auch Bücher lesen, die Beter näher beschreiben. Von ihnen wirst du inspiriert.

Wenn ich mit dem Ziel lebe, dass Gott durch mich für andere erlebbar wird, mache ich automatisch schon Gebetserfahrungen. Darüber könnte ich ein Buch schreiben.

Ich nutze die Zeit auf meinen alltäglichen Wegen zum Gebet, bspw. morgens auf der Fahrt zur Arbeitsstelle.

Ich gehe mit Jesus spazieren. Meer, Wald, Berg, Wiese – genieße meine Umgebung in der ich bin und werde dadurch zusätzlich noch durch das Gebet zu IHM beschenkt.

Wenn meine Konzentration zum Gebet nachlässt, bete ich laut. Wenn ich laut bete, bin ich viel eher dabei und die Gedanken springen nicht von einem Thema zum anderen.

Weiterkommen

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_â Meine Motivation

Erlebnisse von Jesus zu erzählen und IHN an jedem Tag neu zu erfahren.

Evy liebt es immer wieder neue Abenteuer mit Jesus zu erleben.

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G e h o B e n .

rüher in der Schule hatte ich einen Freund, der oft Gummibärchen dabei hatte. Die grünen haben ihm am besten geschmeckt. Diese hat er sich aufgehoben. Beiseitegelegt. Abgesondert. Er sagte: »Ey, ihr könnt alle anderen haben, aber nicht die grünen. Die sind mir heilig.«

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Der Bibeltext aus 2. Mose 28-30 beschreibt viele Elemente, die Gott heilig sind. Es sind Gottes Anweisungen an Mose. Mose ist grade vierzig Tage auf dem Berg Sinai. Gott sagt ihm, wie die Stiftshütte gebaut werden muss und noch einiges mehr: Zum Beispiel beschreibt Gott, wie die Kleidung des Hohenpriesters und dessen Brusttasche aussehen soll. In 2. Mose 30 gibt er Mose genaue Anweisungen für einen Altar. Auch wenn das jetzt vielleicht schwierig wird: Ich möchte dich herausfordern, kurz mit mir über die Bedeutung eines Altars nachzudenken. In manchen Kirchen und Gemeindehäusern findet man einen Altar, in andern fehlt dieser. Vor einigen Wochen war eine Schulklasse zur Besichtigung in unserem Gemeindehaus. Auf dem Lehrplan der Schule ging es um religiöse Architektur und Einrichtungen. Die Schüler sollten Kirchen und Gemeinden untersuchen. Nachdem die Klasse die katholische und die evangelische Kirche besichtigt hatten, stürmten die Schüler voller Erwartung in die Räume unserer

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Evangelisch-freikirchlichen-Gemeinde Haiger. Jeder Schüler hatte ein Arbeitsblatt erhalten auf dem einige Aufgaben standen. Die Schüler sollten sich »heilige Elemente« und die Architektur des Raumes ansehen. Die Lehrerin bat mich, erst mal nichts zu sagen. Der erste Eindruck sollte zählen. Die Fragen auf dem Blatt waren in etwa: Wo befindet sich der Altar? Wo das Kreuz? Wo die Christus- bzw. Maria-Statue? Usw. Die Schüler verteilten sich im Gemeindesaal und suchten nach den Dingen. Schon nach kurzer Zeit rief dann ein Schüler: »Hier is ja nix!« Ein anderer fügte hinzu: »Ich hab nur Striche auf meinem Arbeitsblatt, ich kann nichts finden.« Nach einiger Zeit wurden die Schüler zusammengerufen.

STEPS

Weiterkommen

heiliG fÜr Ür mich!

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B e i s e i T e G e l e G T .

Und nun musste ich ihnen erklären, warum wir keinen Altar in unserem Gemeindehaus haben. Braucht man einen Altar oder nicht? Hat ein Altar für Christen eine Bedeutung, oder nicht? Wenn wir einen Altar haben, dann

brauchen wir eine Begründung dafür. Wenn nicht, müssen wir ebenfalls sagen können, warum wir keinen Altar haben. Gott spricht in seinen Anweisungen an Mose über einen hochheiligen Altar. Ist ein Altar im Gemeindehaus heilig oder ist er das nicht? Eigentlich geht’s darum: Sind Gegenstände überhaupt heilig? Die Schüler saßen voller Erwartung vor mir und erwarteten eine Antwort.

_â Meine Motivation Ich möchte deine Prioritätenliste hinterfragen und dich herausfordern, Jesus den ersten Platz zu geben.

Vor einem Predigttermin ist David so sehr mit dem Inhalt beschäftigt, dass er des Öfteren Deo und Haarspray vertauscht.


_â Das hast du davon

Es geht hier um Dinge, die du nicht mit anderen teilen würdest. Dinge, die du nur für dich nimmst; die dir heilig sind. Das, was du nicht brauchst, kann gerne auch von anderen genommen werden, aber nicht das, was dir lieb und teuer ist. »Okay… es wird herausfordernd!«

heiliG fÜr mich! d i e s e

G o T T e s l i c h

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Weiterkommen

Die Anweisungen an Mose für den Bau der Stiftshütte zeigen, dass Gott Dinge für sich bestimmt – also durch die äußere Form. Der Rauchopferaltar, der Brandopferaltar, der goldene Leuchter und die Bundeslade sind geheiligte Dinge, die Gott für seinen Gottesdienst angeordnet hat. Durch diese Dinge sollte Gottes Heiligkeit deutlich werden. Menschen konnten nur durch die Reinigungs- und Opfervorschriften über den Hohepriester mit Gott in Kontakt treten.

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»Nehmen wir mal an, einer von euch hat heute Geburtstag. Wie kann ich erfahren, ohne dass es mir jemand sagt, dass hier ein Geburtstagskind sitzt?« Ich hoffte, dass die Schüler dadurch den Unterschied zwischen Form und Inhalt checken würden. Wenn ein Schüler Geburtstag hat, wird man das an dem Alter, nicht der äußeren Form festmachen können. Hat ein Schüler eine Geburtstagskrone oder einen Geburtstagskuchen mit Kerzen den Tag über bei sich, ist der Fall klar. Wenn er aber nichts bei sich hat, gibt es doch eine Möglichkeit zu erfahren, dass es ein glückliches Geburtstagkind ist. Man sieht es durch seine Ausstrahlung und die innere Freude, die an einem so besonderen Tag deutlich wird. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.


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Am Kreuz von Golgatha aber wurde das Lamm Gottes geschlachtet, Jesus Christus, Gottes Sohn. Sein vergossenes Blut hat auch uns heilig und rein gemacht. Wir können jetzt ohne Umwege direkt mit dem Vater im Himmel Kontakt aufnehmen. Gott der Vater hat durch seinen Sohn uns Christen ausgesondert. Und uns so zu etwas Besonderem gemacht. Er will dich haben. Mich haben. Uns haben. Keine materiellen Dinge – keine äußere Form. Sondern dein Herz. ER liebt uns und teilt uns mit keinem anderen. Wir gehören ihm. Wir sind sozusagen seine grünen Gummibärchen.

Was sind deine grünen Gummibärchen? Wenn du diese Dinge für dich selbst behältst, dann wirst du sie auch nicht mit Gott teilen. Was ist das bei dir? Das sind Sachen, die dir schmecken. Sogar unglaublich gut. Zu gut, um sie abzugeben. Einen guten Ruf zu genießen ist schön, bin ich aber bereit ihn Gott zu geben? Anerkennung durch Sport und Fitness zu bekommen ist schön, aber bin ich bereit sie zu opfern? Jesus Christus hat sein Leben für dich gegeben. Ich möchte dich ermutigen, ihm dein Leben zu geben. Das ist Nachfolge, auch im 21. Jahrhundert. i c h

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B e n ?

Ich frag mich häufig, ob ich dann auch bereit bin, mich ihm ganz hinzugeben? Ich weiß: Er will mich ganz haben. Aber weihe ich ihm alles oder behalte ich immer Dinge für mich? Sind mir irgendwelche Dinge heilig – so wichtig, dass ich die mit keinem teilen will?

Wenn du dich ihm ganz hingibst, wird er durch seinen Geist in dein Leben kommen. Er wird anfangen, dich umzugestalten. Er wird den Schmutz der grünen Gummibärchen wegmachen. Er wird dich gebrauchen und dich an den Platz stellen, den er für dich vorgesehen hat. Ein innerer Frieden und eine unaussprechliche Freude werden dein Leben bestimmen. Im Alten Testament hat Gott den Altar und die anderen Gegenstände in der Stiftshütte für sich abgesondert. Im Neuen Testament hat Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung den Dienst in der Stiftshütte erfüllt, sodass Gott nun uns Menschen für sich heiligt. Unglaublich, aber wahr! Lässt du dich auf ihn ein? ×

Meine 3 Schritte

1. // Achte in den kommenden Tagen mal darauf, welche Dinge für dich mehr als gut sind. Wovon könntest du dich niemals trennen? 2. // Wie würdest du reagieren, wenn man dir diese Dinge nehmen würde? 3. // Frage dich, ob Jesus Christus immer noch den ersten Platz in deinem Leben hat.


Wenn man

sich mit dem

THEMA

LIEBE

in der

:

Bibel

beschaftigt, dann ist man so davon

DURCHDRUNGEN, dass man danach

GOTTES sprechen

Dwight Lyman Moody

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KANN.

Foto: Jonas Tacke

:

nur noch uber die Liebe


Im Glauben weiterkommen kannst du durch »Bibelspiration«. Das ist Inspiration aus der Bibel oder Inspiration zum Bibellesen. Bei diesen Impulsen wollen wir dich einladen und ermutigen, deinen Glauben auf die Aussagen der Bibel zu stellen. Wir glauben, dass Gott redet, wenn du die Bibel aufschlägst und liest. Gott selbst gibt dir die richtigen Gedankenanstöße, wenn du dir Zeit für die Bibel nimmst. Wie viel Zeit das dann ist, liegt natürlich bei dir, und wir können dir da nichts vorschreiben. Es wäre aber unser riesen Herzenswunsch, wenn du dir dafür Zeit freischaufeln würdest.

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Was die Bibel für einige Menschen bedeutet kannst du auf der nächsten Seite lesen. Wie würdest du aktuell so deinen Umgang mit der Bibel beschreiben? Dafür kannst du dir selbst drei Fragen beantworten: »Was würde dir fehlen, wenn du keine Bibellesen würdest?«, »Was ist deine Herausforderung am Bibellesen?« »Was ist dein bester Zugang zum Bibellesen?«


»Beim Bibellesen komme ich zur Ruhe. Auch wenn mich vieles andere am Tag aus der Ruhe bringt, hat Hektik und Stress hier keinen Platz. Diese Zeit lasse ich mir nicht nehmen, da Gott sonst immer mehr in den Hintergrund meines Alltags geraten würde. Mir ist es wichtig, immer am selben Ort und nach demselben Plan die Bibel zu lesen, um nicht abgelenkt zu werden und mich ganz auf Gottes Wort zu konzentrieren.«

»Endlich nicht nur an der Oberfläche kratzen, das mitnehmen, was man versteht, und den Rest links liegen lassen. Wenn ich die Aussage des Textes in der Tiefe verstehe, sind das erhellende Momente. Die Bibel redet zu mir, ich muss mir nichts mehr »rausziehen«. Echt genial!«

»Früher hab ich die Bibel ohne System gelesen und mir nur markiert, was mir grad aufgefallen ist. Seit ungefähr eineinhalb Jahren unterstreiche ich mir Dinge in unterschiedlichen Farben. Zum Beispiel alles über Gott in gelb. Ich bin beeindruckt, wie viel Gott uns in der Bibel über sich zeigt und dass ich ihn jeden Tag besser kennenlernen darf! Leider stelle ich im Stress des Alltags Bibellesen oft hinten an. Dabei merke ich aber, wie sehr mir diese Zeit fehlt. Wenn ich mir dann Zeit nehme, spüre ich jedes Mal Gottes Nähe. Er schenkt mir seine Ruhe und seinen Frieden. Ich sehe, dass er mir keinen Fehler nachträgt und sich jede Minute lohnt, die ich mit ihm verbringe.«

siGGi, 28

lukAs, 26

»Die Bibel ist, wenn ich mal ehrlich bin, die einzige Quelle, die mir zeigt, wie Gott ist. Ohne Bibel kann ich da nur raten und vermuten. Ich hab beim Lesen lange immer nur eine Bibelübersetzung benutzt und entdecke jetzt grade viel Neues in anderen Übersetzungen. Und ja… das ist für mich echt auch ein neuer Zugang und ein neues Erlebnis, Bibel zu lesen. Bekannte Dinge klingen dann auf einmal neu und begeistern mich.«

»Wenn ich mich intensiv mit einem Bibeltext auseinandersetze, werden mir Zusammenhänge klarer und coole Details fallen mir auf. Wenn ich mir etwas mehr Zeit für einen Bibeltext nehme, dann macht der Bibeltext auch am meisten Spaß. Im besten Fall spricht JESUS direkt in mein Leben.«

Weiterkommen

JoAnA, 17

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mArkus, 26

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Amelie, 19


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Hebräer 3,6

Foto: Jonas Tacke


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»Ich will in Gleichnissen reden und verkündige so, was seit Erschaffung der Welt verborgen war.« [Matthäus 13,35]

Wir Nachtlichter wollen euch durch diese Rubrik motivieren und inspirieren, kreativ Werbung für Jesus zu machen. Und passende Momente zu nutzen, um mit Menschen über die beste Botschaft der Welt ins Gespräch zu kommen.

ch liebe Geschichten. Eigentlich egal in welcher Form. Ich lese gerne Bücher, gehe fast genauso gerne ins Kino und Hörbücher sind meine treuen Begleiter auf langen Autofahrten. Ich glaube, so sind wir einfach drauf. Wir mögen Geschichten. Wir verlieren uns gerne in Handlungen, in unerwarteten Wendungen, Schicksalen und Heldentaten.

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Marco Michalzik

Darum finde ich es auch so großartig zu sehen, wie Jesus im Neuen Testament seine Botschaft(en) kommuniziert. Einen Großteil seiner »Predigten« verpackt er nämlich genau so – in Geschichten. In

Geschichten, die an Schauplätzen spielen, die seine Zuhörer alle kannten. Die Protagonisten seiner Drehbücher waren jedem schon mal begegnet und taten dann doch oft Dinge, über die sich die Zuhörer wundern mussten: Ein verachteter Ausländer wird zum Vorbild für Nächstenliebe (Lukas 10,30-36). Ein Vater schmeißt eine Willkommensparty für seinen nichtsnutzigen Sohn, der die Familienehre in den Dreck getreten und einen Großteil des Vermögens verprasst hatte (Lukas 15, 11-32). Arme und Ausgegrenzte werden zu einer königlichen Hochzeitsfeier eingeladen (Lukas 14, 16-24). Und ständig geht es in den Geschichten um Dinge, die verloren gingen und wieder gefunden werden – oft verbunden mit einem Opfer, das der Suchende bringen muss (Lukas 15,1-10; Matthäus 13,44-45;). Jesus erzählt kreative Geschichten, die zu seiner Zielgruppe passen und die immer darauf abzielen, dass seine Zuhörer sich darin wiederfinden können (Lukas 20,19). Seine Geschichten sind voller Wahrheit, Tiefgang, teilweise auch Witz und Schärfe. Oft stellt er damit das Gottesbild der Zuhörer auf den Kopf oder zumindest in Frage und hält ihnen den Spiegel vor, was ihr eigenes Leben angeht. Von der Geschichte berührt, verärgert oder manchmal auch verwirrt, fragen selbst die Freunde von Jesus das eine oder andere Mal nach einer Erklärung der Geschichte. Jesus gebrauchte viele solcher Gleichnisse, um den Menschen die Botschaft Gottes verständlich zu machen (Markus 4,33). Wir Nachtlichter lieben Geschichten. So sind wir einfach drauf. Und darum wollen wir Geschichten erzählen. Und da das heute eher bei Youtube, Vimeo oder auf der Leinwand und nicht mehr am Lagerfeuer passiert, erzählen wir »Gleichnisse« in Filmen und Clips. Damit die Botschaft von der grandiosen Liebe Gottes dorthin kommt, wo sie hin muss: zu den Menschen. ×


mit Bildern für Jesus Werbung machen

du bist seit einigen monaten bei uns Filmemacher. Was begeistert dich an kurzfilmen? Einen Kurzfilm kann man sich mal zwischendurch auf dem Smartphone anschauen. Es kostet nicht viel Zeit und trotzdem bekommt man eine coole Story. Kurzfilme haben den Vorteil, dass ich als Filmemacher nicht jahrelang an einem Projekt arbeite, sondern kürzere Projektzeiten habe. So kann ich viele Ideen umsetzen. Mit meinen Kurzfilmen will ich nicht plumpe, christliche Messages rüberbringen. Ich verpacke die christlichen Messages so im Film, dass die Leute erst beim Nachdenken merken, dass ihnen gerade eine christliche Message um den Kopf geflogen ist. Das bringt einfach mehr. die Filme kann man über filme.nightlight.de sehen und es gibt die auch auf dvd. Warum? Die DVD hat noch einige Features: Ein Making-of, das ein wenig die Hintergründe des Filmes erläutert und auch Fragen zum Weiterdenken, die man prima mit einer Kleingruppe oder auch alleine durcharbeiten kann. Außerdem ist es einfach cool, wenn man den Film als Hardware in der Hand halten kann und man benötigt kein Internet, um sie zum Beispiel im Jugendkreis zu zeigen.

imPuls zum Weiterdenken

Immer wieder bist du im Gespräch mit Freunden und Klassenkameraden, für die Jesus keine Bedeutung hat. Welches Bild könntest du verwenden, um ihnen das Evangelium auf verständliche Weise näher zu bringen? Der Glaube wird greifbarer für deine Freunde, wenn du mehr Bilder im Gespräch über den Glauben gebrauchst und weniger mit Worthülsen und Plattitüden um dich wirfst! Jesus selbst ist mit seinen Gleichnissen ein faszinierendes Vorbild! Weiterkommen

Samuel Michalzik ist unser Filmemacher. Hier liest du ein kurzes Interview mit ihm.

Was planst du in der nächsten zeit?

Bis zum nächsten Mal! Eure Nachtlichter Marco Michalzik, Nelli Löwen und Samuel Michalzik

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Also: Angucken lohnt sich! Alle Filme von uns kannst du auf filme.nightlight.de sehen! Wenn du regelmäßig Infos von uns bekommen oder die Filme auf DVD bestellen willst, melde dich gerne per Mail an mail@nightlight.de. Freuen uns, von dir zu hören!

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Zu dem zuletzt releasten Film Backstage I wird es noch einen zweiten Film geben, der zur gleichen Zeit spielt. Der erzählt die Story aus der Sichtweise eines anderen Protagonisten. Parallel dazu arbeite ich an dem Drehbuch »Reset«. Da geht es um Neuanfänge im Leben. Mehr wird noch nicht verraten. ;)


Weiterkommen STEPS 30

n l e d m n u G e

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u e s n d T c K T n

Warum es sich lohnt, träume ernst zu nehmen.

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_â Das hast du davon

Die Vision Inzwischen ist es mehr als sechs Jahre her. Aber ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Ich sitze am Ostermontag 2009 auf einem Klappstuhl in der Festveranstaltung zum 100-jährigen Jahresfest des Diakonissenmutterhauses Hensoltshöhe.

und als gereifte Persönlichkeiten – sensibel für menschliche Nöte – in Studium und Beruf weitergehen.

»Das ist Seligkeit, wenn ein armes Leben ist IHM ganz geweiht«, singen hunderte von Schwestern – und man spürt, dass das mehr ist als ein Lied. Das ist ein Lebensstil. Auf einmal bekomme ich eine Vision vor Augen, ein Gedanke – mehr noch: ein klares Bild tut sich vor meinem geistigen Auge auf: 50 Jugendliche stehen vorne auf der Bühne der Halle und singen oder drücken aus: »Mein Leben ist Jesus geweiht!« Und diese Vision brennt sich in mein Herz ein.

So ließen wir alles hinter uns und zogen als »Wir-unterwegs-Gemeinschaft« im Sommer 2013 nach Uffenheim und haben im Sommer 2014 mit diesem verrückten Projekt begonnen unter dem Motto: »Lebenstraum – starte Gottes Abenteuer mit dir!«

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Inzwischen leben wir schon seit einigen Monaten mit unserem Team und dem ersten Lebenstraum-Jahrgang unter einem Dach. Wir leben, lernen, streiten, diskutieren, erleben und wagen neue Schritte. Mal sehen, was Gott noch so alles mit uns vorhat …

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Nach einigen Gesprächen mit Entscheidungsträgern aus christlichen Werken, entwickelte sich das Projekt Lebenstraum – ein Jahr der Orientierung für junge Erwachsene: 10-20 Teilnehmer, die ein Jahr lang persönn a n lich und geistlich herK l o P f T ausgefordert werden. Es n n s i e gibt einen Dreiklang von n , s i n d theologischen und lea f T benspraktischen Worka n G e n . shops, persönlichem Mentoring und sozialem Projekt, das jeder Teilnehmer selbst plant, durchführt und reflektiert. Das Ziel des Jahres ist, dass junge Leute Feuer für Jesus fangen

Schritte in neues Land Manchmal reibe ich mir die Augen und kann es selbst nicht so recht glauben, wie das alles geworden und gewachsen ist. Wir sind Schritt für Schritt weitergegangen. Wir haben an Türen geklopft – und wenn sie aufgingen, sind wir zaghaft durchgegangen. Wir haben erlebt, was Johannes Falk auf seiner CD »Pilgerreise« singt: »Den Weg zu Dir erkennt man nur im Gehen. Wer liegen bleibt, ahnt nicht, was er verpasst. Neues Land entdeckt man nicht im Stehen. Nur wer sich aufmacht, bekommt schon hier einen Vorgeschmack.«

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Das ProJeKt Zuhause angekommen, erzähle ich meiner Frau Hanna davon. Sie wird auch von der Vision gepackt und wir erinnern uns daran, dass wir bereits acht Jahre zuvor über eine Wohngemeinschaft mit jungen Erwachsenen nachgedacht haben.

Die »Wir-unterwegs-Gemeinschaft« lebt nach dem 80/20-Prinzip. Wir arbeiten 80% in einem normalen Beruf und 20% der Zeit ehrenamtlich im Projekt.

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Die Geschichte einer Vision, die auch dich inspirieren kann. Es geht darum, den Traum zu leben, den Gott in uns hineingelegt hat.


Der Traum, den Gott in mein Leben legt Je länger ich mit Gott unterwegs bin, desto mehr bin ich der Überzeugung, dass Gott in jeden Menschen einen Traum hineingelegt hat. Einen Lebenstraum, den es gilt, herauszufinden, ihm nachzuspüren, ihn zu nähren und zu bewegen, damit er aufblüht und zu einem großen oder kleinen Baum heranwächst.

1. //

Meine 3 Schritte

Spüre dem nach, was Gott dir gegeben hat: deine Begabungen/dein Umfeld/ die Menschen, die dich prägten/die Höhen und Tiefen deines Lebens.

2. // Frage dich: Wie könnte meine Lebenslinie weiterlaufen, was könnte Gott mit mir und meinem Leben vorhaben? Nimm dir dafür viel Zeit mit Gott. Das LebenstraumMitarbeiter-Team.

e s d a r e T w d a r s o n d a r

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G o T G e G

Vielleicht hast du den Eindruck, dass deine Möglichkeiten und Fähigkeiten zu klein und gering sind, als dass Gott etwas Schönes draus machen kann. Aber bei Jesus ist es genau umgekehrt – er will gerade aus dem Kleinen etwas Schönes werden lassen: »Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf G e h T n i c h T seinen Acker säte; das u m , d a s s ist das kleinste unter a s G r o s s e s allen Samenkörnern; a u s w i r d – wenn es aber gewachd e r n e s G e h T sen ist, so ist es größer u m , d a s s als alle Kräuter und T d i e e h r e wird ein Baum, sodass e B e n w i r d . die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.« (Matthäus 13,31-32). Aus dem Kleinen und Unscheinbaren will Gott etwas machen – und von dem, was dort aufwächst, werden andere gesegnet. Was für eine ermutigende Zusage. Es geht nicht darum, dass etwas Großes daraus wird – sondern es geht darum, dass Gott die Ehre gegeben wird. Also: Sei gespannt und spüre dem Traum nach, den Gott in dein Leben hineingelegt hat … und lass dich überraschen! ×

3. // Sei sensibel dafür, was Gott dir aufs Herz legt. Spüre diesem Traum nach, sprich mit ein paar ausgewählten Personen darüber. Bete. Und dann klopfe an Türen und schau, was sich dahinter befindet.

_â Meine Motivation Gott hat mir eine Leidenschaft aufs Herz gelegt: Menschen zu fördern, zu begleiten, zu coachen, herauszufordern – damit das aufblüht, was in ihnen steckt.

Stephan Münch liebt Jesus, seine Familie, spannende Thriller und seinen VW-Bus. KONTAKT Stephan Münch Lebenstraum Am Bahnhof 4 97215 Uffenheim mail@deinlebenstraum.com


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1. Petrus 2,5


Gemeinde Kann man doch wechseln...

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ie Predigten sind eigentlich ganz gut, aber ansonsten sind die Gottesdienste immer so langweilig.« »Eigentlich bin ich nur wegen meinen Freunden hier, kaum zu glauben, dass ich bei der anstrengenden Predigt nicht eingeschlafen bin.« »Die Musik ist ja ganz nett, aber sonst ...«

Kennst du solche Gedanken? Ich kenne sie. So oft hat mich schon irgendwas an meiner Gemeinde so genervt, dass ich überlegt habe, woanders hin zu wechseln. Das Problem ist aber, dass wir in einer Zeit leben, in der es tausende geistliche Gemeinschaften mit unendlich vielen Ausrichtungen gibt. Gemeinschaften mit speziell ausgerichteten Gottesdiensten für Familien oder Motorradfahrer, mit riesigen Events für Jugendliche oder langen Lobpreisgottesdiensten. Da fragt man sich schon, wo man eigentlich überhaupt hingehört und hin will.

Diese riesige Menge an Versionen von Kirche, Gemeinde und Gottesdienst bringt uns leider zu dem modernen Trend, Rosinenpicker zu werden.

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Diese riesige Menge an Versionen von Kirche, Gemeinde und Gottesdienst bringt uns leider zu dem modernen Trend, Rosinenpicker zu werden. Das bedeutet, dass wir dazu neigen, uns nur die angenehmen Sachen einer Gemeinschaft herauszusuchen. Wenn uns dann etwas nicht passt, wechseln wir schnell woanders hin. Wie beim Fernsehprogramm, denn nur auf das, was mir Spaß macht, lasse ich mich ein. Aber so funktionieren leider (oder zum Glück?) Gemeinden und Kirchen nicht. Diese bedeuten nämlich nicht einfach nur Bespaßung und Annehmlichkeiten. Gott hat sich Gemeinschaft viel mehr wie in einer Familie vorgestellt. Und jeder von uns weiß, dass es in einer Familie nie rund läuft. Irgendwer kriegt sich immer mit irgendwem in die Wolle. Aber Familie bleibt Familie.

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_â Das hast du davon

Mut und Weisheit dich zu hinterfragen, deinen Platz zu finden und diesen zu leben und zu verteidigen.

Tobias Durau aus Hückeswagen hat Auf und Abs in seiner Gemeinde erlebt, aber ist froh geblieben zu sein.

Ich persönlich habe zwei große Fragen, die ich mir immer stelle, wenn ich unzufrieden bin und mich frage, wozu und warum ich gerade in dieser Gemeinde bin. Vielleicht helfen dir diese Fragen ja auch.


2. Frage Auf wen hört meine Gemeinde/Kirche? Ich hab gesehen, dass die Meinung eines einzelnen Menschen manchmal wichtiger ist als die Botschaft der Bibel. Manchmal ist auch überhaupt keine Bereitschaft da, den Glauben zu hinterfragen. Wenn Pastor X das sagt oder Y das beschlossen hat, dann hat das Gültigkeit und dem ist

Abschließend rate ich dir einfach auf die kleinen Sachen zu sehen. Es ist nicht wichtig, wie fett die Gottesdienste sind, wie cool der Jugendleiter oder wie chillig der Prediger ist. Es kommt darauf an, ob du ernst genommen wirst, ehrlicher Teil der Familie bist und deine Beziehung zu Gott effektiv vertiefen kannst. Und wenn du all das kannst, dann ist es bedeutungslos, wie Hammer die Musik ist, denn du bist zuhause. Und: »Zuhause ist es immer noch am schönsten.«×

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Oder bin ich nur ein Kunde, der unterhalten, beraten, begleitet, abgestellt und bedient wird, aber nie Anteil am Geschehen hat? Dann frage ich mich, ob es nicht Zeit ist, etwas zu verändern. Vielleicht indem man einfach mal dieses Muster durchbricht und seine Ideen und Vorstellungen einbringt. Das hilft oft mehr als einfach mal schnell ne neue Gemeinschaft zu suchen.

nicht zu widersprechen. Versteh mich nicht falsch. Ich bin überzeugt, dass eine Gemeinde/Kirche eine Richtung vorgeben muss, in die man sich bewegt. Da ist es auch legitim, dass X oder Y was sagen oder beschließen. Es ist aber total wichtig, dass diese Meinung auf der Bibel begründet ist und nicht über der Bibel steht. Gott fordert seine Autorität gegenüber uns ein und nicht die Autorität von uns gegenüber von Pastoren und Ältesten. Ehre die Leute deiner Gemeinschaft, aber suche immer nach der Wahrheit der Bibel. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir dieses Thema neu in Angriff nehmen.

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1. Frage Welche Rolle habe ich in der Gemeinschaft? Bin ich ein Familienmitglied, das angenommen wird, wie es ist und für das man ein offenes Ohr hat? Wenn das so ist, dann will ich doch da bleiben. Auch wenn es manchmal ziemlich anstrengend ist.

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Es kommt darauf an, ob du ernst genommen wirst, ehrlicher Teil der Familie bist und deine Beziehung zu Gott effektiv vertiefen kannst.


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is heute beeindruckt es mich, dass Andreas in meiner alten Gemeinde ein Zuhause gefunden hat. Andreas ist Schrotthändler und wohnte seit vielen Jahren vor Ort. Er war um die vierzig, trug immer eine blaue Latzhose, lief sowohl im Winter als auch im Sommer barfuss in Crocs rum und hatte seine e m e i n d e d a r f Haare als Pferdei n K r a n k e n h a u s schwanz gebunden. e i n , i n d e m Er fuhr einen alten e n s c h e n w i e d e r Golf I, bei dem man e i l w e r d e n . dachte, er würde aus allen Nähten platzen. Innen und auch auf dem Heckträger war die Karre immer voll. Irgendwann kam er mit einem Freund von mir zu uns in die Gemeinde. Allein schon von seinem Erscheinungsbild fiel Andreas direkt auf. Er war irgendwie anders. Während sich die anderen Gottesdienstbesucher für den Gottesdienst schick gemacht hatten, sah Andreas jede Woche gleich aus.

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Ich kann mir vorstellen, dass gerade in der Begegnung mit Andreas meine Geschwister und auch ich uns entscheiden mussten, ihn willkommen zu heißen und bewusst aufzunehmen. Und wie toll: Er hat Jesus in dieser Zeit gefunden und hat sich taufen gelassen. Jetzt ist er schon seit vielen Jahren Gemeindemitglied und engagiert sich in der Gemeinde. Auch wenn es nicht immer einfach ist und auch wenn man sich immer wieder neu dafür entscheiden muss, so konnte er hier wirklich ein geistliches Zuhause finden. Gemeinde? Ort zum Heilwerden! Als ich aus beruflichen Gründen umgezogen bin und bei der Aufnahme in meine neue Gemeinde gefragt wurde, wie ich mir die perfekte Gemeinde vorstelle, antwortete ich ohne lange nachzudenken: »Gemeinde sollte ein Ort sein, wo Menschen angenommen und wertgeschätzt und geliebt sind. Gemeinde darf ein Krankenhaus sein, in dem Menschen wieder heil werden.« Egal wie viel wir in Gemeinden über die Liebe Gottes predigen und auch uns ernsthaft damit auseinandersetzen: Es bleibt für jeden einzelnen Christen persönlich herausfordernd. Denn jeder Jesusnachfolger muss die Entscheidung treffen, Menschen mit Gottes Liebe zu begegnen, damit Gottes Lie-


_â Das hast du davon

Du wirst ermutigt, revolutionär zu lieben und damit Türöffner zum Glauben für gemeindeferne Menschen zu sein.

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Die Challenge: Liebe! Aber wie viel Liebe haben wir in petto, wenn uns Menschen begegnen, die kein Stück sind wie wir? Die vielleicht nur ein Brocken deutsche Worte auf Lager haben? Die nichts mit Kirche am Hut haben und die Kirche in den Dreck ziehen? Die homosexuell sind? Die ständig wechselnde Beziehungen haben?

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be fließen kann. Das ist in vielen Fällen nicht unser Problem, schließlich umgeben wir uns doch zu einem sehr großen Teil unserer Freizeit mit Menschen, die fast immer genauso ticken wie wir. Die exakt dieselben Glaubensüberzeugungen haben wie wir. Die auch mit Jesus unterwegs sind und ihm ihr Leben hingegeben haben. Die auch in christlichen Elternhäusern geboren sind und deshalb »ganz fromm« unterwegs sind. Die uns auch schon vom Kleidungsstil sehr ähnlich sind. Da braucht es doch keine große Anstrengung, den anderen lieben zu können. Oder?

Auch wenn wir uns niemals mit Jesus Christus messen können, da er ja eben Gott und Mensch war und wir nur Menschen sind, so ist er uns in Sachen Nächstenliebe ein unübertreffliches Vorbild. Er spricht die Einladung an alle Menschen aus, die müde und erschöpft sind: Unabhängig davon, welche moralischen Wertmaßstäbe sie haben und was sie ausmacht. Er sagt: »Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken (Matthäus 11,28).« Alle Menschen sind damit gemeint! Jesus begegnete Menschen immer unvoreingenommen und angstfrei; mit grenzenloser Liebe. Auch wenn sie menschlich gesehen ihr Leben gegen die Wand gefahren hatten. Da ist die Ehebrecherin, die in flagranti beim Ehebruch erwischt und zu ihm geschleppt worden ist (Johannes 8,1 –11). Oder der Zöllner Zachäus (Lukas 19), der ohne rot zu werden jahrelang Menschen übern Tisch gezogen hat. Oder die Frau am Jakobsbrunnen, die bereits eine Strichliste ihrer persönlichen Scheidungsfälle führen konnte (Johannes 4).

Weiterkommen

Die durch Drogen vor der Realität m e n s c h e n a u s h a l flüchten? Wie viel Liebe haben wir T e n , d i e a n d e r s für diese Menschen übrig? Können s i n d a l s w i r � wir Begegnungen mit Menschen aushalten, die anders sind als wir? Oder knicken wir ein und ziehen uns lieber zurück, weil‘s uns persönlich zu sehr beansprucht und unser Leben in Frage stellt, weil‘s uns Angst macht und vor große Fragen stellt?


Jeder Mensch hat denselben Wert! Wie würden wir diesen Menschen begegnen? Wie unvoreingenommen uns mit ihnen unterhalten? Vielleicht würden wir uns zusammenreißen und mit einem Lächeln ganz nett christlich »Hallo« sagen. Doch d o c h w Ü r d e n w i würden wir tatT a T s Ä c h l i c h a u sächlich auch unh e r Z f Ü r d i e s e ser Herz für diese Ö f f n e n u n d s i e Person öffnen und i n u n s e r e m l e B sie wirklich in unw i l l K o m m e n h e i serem Leben willi n u n s e r e G e m e kommen heißen? In unsere Gemeinde? In unsere Jugendstunde? In unser Zuhause? Was würde passieren, wenn wir Gottes Liebe mit geöffneten Armen weitergeben würden?

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P e r s o n w i r K l i c h e n s s e n i n d e ?

Ich wünsche mir für uns, die Jesus lieben, dass wir uns immer wieder der Challenge stellen, unseren Nächsten mit Respekt und Wertschätzung und Liebe zu begegnen. Ganz unabhängig davon, wie viele Unterschiede oder Gemeinsamkeiten im Raum stehen. Jeder Mensch ist ein Kunstwerk Gottes: einzigartig, wertvoll und geliebt. Und deswegen auch wert, als solches wahrgenommen und gesehen zu werden.

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Also: Sind wir bereit, Menschen endlich zu lieben? ×

Meine 3 Schritte

1. // denk doch mal eine Woche lang über deine Begegnungen mit menschen nach. Wo liebst du und wo grenzt du aus?

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Ich erkenne immer ein Stück mehr, wie grenzenlos Gottes Liebe mir gegenüber ist. Mit dieser Liebe will ich jedem Menschen begegnen.

2. // Bete diese Woche täglich, dass du in der nächstenliebe wachsen kannst. das zu tun und Gott zu lieben ist das größte Gebot Gottes. 3. //

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_â Meine Motivation

lass liebe praktisch werden. Gehe bewusst auf neue menschen in deiner Gemeinde zu, und gib ihnen das Gefühl und das Wissen, in deiner Gemeinde willkommen zu sein.

Nelli Löwen ist immer wieder geflasht, wie sehr Gott sie liebt und will das nicht für sich behalten. Sie ist Redakteurin bei Nightlight und schreibt gerade an ihrem neuen Buch für junge Singlemädels.


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MATTHÃ&#x201E;US


Neuaufbruch in deiner Gemeinde – mit dir

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lothar schreibt dir acht tipps, wie du GArAntiert zu einem besseren miteinander von älteren und Jüngeren in deiner Gemeinde beitragen kannst. er profitiert dabei von seinen erfahrungen im umgang mit den verschiedensten Gemeinden, seinem Herz für junge menschen und davon, dass er sich jahrelang Bibelstellen über das thema genau angeschaut hat.

1. resPekt Bete für die Ältesten deiner Gemeinde, achte ihre Autorität und begegne ihnen mit Respekt.

2. BeGeGnunGen Schaffe Raum für Begegnungen! Du kannst bspw. ein Seniorenkaffee gemeinsam mit Freunden oder deiner Jugend gestalten. Lass dir von Älteren erzählen, wie sie Gemeinde als Jugendliche erlebt haben. Hör nach, was ihnen damals schwergefallen ist und was sie in ihrem Glauben weitergebracht hat. Erzähl ihnen, wie du Gemeinde erlebst, was dich ermutigt und was dir schwerfällt. Sei dabei ehrlich. Bitte sie, für dich zu beten.


4. Unterstützung

3. DANKE Bedank dich immer wieder bei Älteren. Sag »Danke« für das, was du positiv erlebst: für eine gute Predigt, für Gebetsunterstützung, für die Ältestendienste, für die Treue im Besuch der Gemeindestunden, für das finanzielle Tragen der Gemeinde, für ihre Erfahrung, für praktische Hilfe, u.v.a.m.

se ungerechtfertigt) kritisierst oder angegriffen wirst, dann geh nicht in die Verteidigungshaltung und schieß nicht zurück. Sag, dass du darüber nachdenken willst. Erzähl deine Negativ-Situationen nicht weiter. Rede nicht schlecht über die betreffende Person. Such dir eine (nicht mehr) Person deines Vertrauens. Erzähl ihr, was dir passiert ist. Bringt die Situation und dein Verletztsein gemeinsam im Gebet vor Gott. Vergib der betreffenden Person und bitte Gott, dass er dir ganz viel Liebe für sie schenkt. Wenn dir Fehlverhalten von dir bewusst wird, dann bitte Gott und die betreffende Person um Vergebung.

6. Positiv Denken Gewöhne dich nicht an negatives Denken. Wer sich dran gewöhnt hat, negativ über seine Gemeinde zu denken, kann ihr nicht mehr helfen. Wenn du erlebst, wie sich unter der jungen Generationen negatives Denken über die Gemeinde breitmacht, dann erinnere daran, dass negatives Denken Sünde ist. Gott sagt: »Seid dankbar in allen Dingen.« Eine Gemeinde, für die

du dankbar bist, kannst du mit Liebe und Geduld positiv verändern.

8. Evangelisieren Überlege, wie du in deiner Stadt oder Dorf das Evangelium weitersagen und Menschen mit Gottes Liebe dienen kannst. Erzähl den älteren Geschwistern davon und bitte sie um Gebetsunterstützung. Versorge sie mit konkreten, namentlichen Gebetsanliegen und erzähl ihnen von deinen Gebetserhörungen. Darüber werden sie sich

Weiterkommen

Wenn du von Älteren (möglicherwei-

Gott hat dir Gaben gegeben mit denen du seiner Gemeinde dienen kannst. Denk nach, wie das praktisch aussehen kann. Du könntest andere einladen und dann gemeinsam für geistliche Erneuerung bei euch persönlich und in der Gemeinde beten. Du könntest in Jüngerschaft investieren, indem du dich mit Jüngeren oder Gleichaltrigen zum Bibellesen triffst oder ihr gemeinsam einen Bibelkurs macht. Gemeinde findet ja nicht nur sonntags statt, sondern indem Gemeinschaft in geistlichen Beziehungen im Alltag gelebt wird.

echt freuen. × STEPS

5. V ergeben

7. Bezie hungen

Lothar Jung kommt viel rum in verschiedenen Gemeinden in ganz Deutschland.

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Unterstütze »Musik & Gesang« in deiner Gemeinde. Bring dich mit deinen musikalischen Gaben ein, aber zeig Verständnis dafür, dass Musik auch schnell zum Reizthema werden kann. Sei weise dabei, wie viel Neues du ausprobieren musst. Verzichte auf Sachen, die nur Aufregung bringen. Sprich eine Sprache der Liebe, auch bei Musik. Besuch ältere Geschwister zu Hause und sing mit ihnen Lieder, die sie aus ihrer Sonntagschulzeit kennen.


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Worum geht’s beim nächsten Mal? redaktion Siegbert Krauss E-Mail: s.krauss@christ-online.de Nelli Löwen E-Mail: nelli@nightlight.de

druck WIRmachenDRUCK GmbH, Mühlbachstr. 7, 71522 Backnang redaktionsanschrift Christliche Jugendpflege e.V. Kirchstraße 4, 35685 Dillenburg Tel.: 02771/3206706

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»Hilfe, ich hab zu viele Möglichkeiten, was ich machen soll!« Umgang mit Angst vor der Zukunft Was hilft die Zukunft klarer zu sehen. Mit Perspektive Ewigkeit leben

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Gestaltung Anita Muntean

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� Gemeinsam � Gott & Du � Basics �

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Autoren Tobias Durau, Evy Haber, David Kröker, Lothar Jung, Stephan Münch, Nelli Löwen, Marco Michalzik, Markus Wäsch

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redaktionskreis Rebekka Dittus, Mara Duisenberg, Tobias Durau, Cedric Heinrich, Achim Hubener, Lothar Jung, Oliver Last, Salome Meyer, Christian Nicko, Jelena Simmer

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STEPS GEHT JEDEN TAG WEITER AUF DEINEM SMARTPHONE. JEDEN TAG EIN STÜCK NÄHER ZU GOTT. UNSER TRAUM IM GLAUBEN LEBEN WACHSEN

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