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WEGWEISER

Moskau für Gourmets RUSSISCHE UND SOWJETISCHE KÜCHE Gastronomische Reise..................................... 2

RUSSISCHE KÜCHE

Godunov...............................12 Café Pushkin.........................14 Jar.......................................16 Metropol...............................18 Club-Restaurant ZDL..............20 Bolshoi.................................22 Sudar...................................24 Russkaja Ochota....................26 Gusjatnikoff.........................28 Tshajkovski...........................30 Chemodan.............................32 Caviarterra...........................34 Na melnitse..........................36

SOWJETISCHE KÜCHE

Antisovetskaya shashlychnaya.......................38 Dom KINO.............................40 U Pokrovskich Vorot...............42 MinSelChoz.......................... 44 Mari Vanna............................46 Omulevaya bochka.................48


MOSKAU FÜR GURMETS • Russische und sowjetische Küche

Gastronomische Reise

Das Kennenlernen eines jeden Landes wäre ohne Kennenlernen der Küche der Völker, die dieses Land besiedeln, nicht vollständig. Trotz ihrer Eigenständigkeit, ist die russische Küche international, da sie sich im Verlauf der Jahrhunderte unter dem Einfluss verschiedener Kulturen entwickelte. Aus dem Baltikum kamen die Quarkkeulchen, aus der deutschen, baltischen und jüdischen Küche übernahm sie die Speisen mit gekochtem 2

Fleisch, Fisch und Gemüsen. Einen festen Platz im gesamtrussischen Speiseangebot nehmen seit langem ukrainische Vareniki und Borschtsch ein. Erheblichen Einfluss übten auf russische Kochkunst die tatarische, polnische und französische Küche aus. Zugleich behielt die russische Küche über Jahrhunderte ihre wichtigsten Merkmale. Als eigenartige Besonderheit der traditionellen russischen Küche gilt eine riesige Vielfalt an kalten


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und heißen Vorspeisen, Liebe zu den Teigwaren: Piroggen, Pfannkuchen und dem Brot (besonders dem Schwarzbrot) und Breien, Suppen-Vielfalt. Am meisten bekannt sind in der ganzen Welt die traditionellen russischen Vorspeisen. Sie sind bei den ausländischen Gourmets derart populär geworden, dass der Begriff, der diese Speisen bezeichnet (zakuski), einen festen Platz im Wortschatz vieler ausländischer Sprachen, zum Beispiel der französischen Sprache fand. Keine andere Küche der Welt kann sich mit dem Ruhm bekleckern, eine so reiche Auswahl an verschiedenen Zakuski zu haben, wobei viele davon weltweit einmalig sind. Im XVIII. Jahrhundert waren die Vorspeisen im Bewusstsein der Russen fest mit dem Frühstück assoziiert, zu welchem die vom Vorabend übriggebliebenen und bereits ausgekühlten Speisen aufgetragen wurden. Deswegen versteht man unter Zakuski in der russischen Küche alle kalten Speisen und Eingesalzenes, einschließlich Sülze und Aspik, und erst später wurden warme Vorspeisen in diese Sparte aufgenommen. Die kalten Vorspeisen dienen der Appetitanregung vor den Hauptgerichten und passen außerdem ideal zu den traditionellen starken Getränken, in erster Linie Wodka. Zu einer der nicht wegzudenkenden

Speisen auf dem russischen Tisch gehören knackige Sauergurken und Sauerkraut, die ebenfalls zu dem wichtigsten Bestandteil von vielen komplizierten Gerichten wie Schtschi, Rassolnik, Salate gehören. Ebenfalls werden nicht selten Fischoder Fleischplatten, Stroganina und berühmte russische Delikatessen – 3


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Pfannkuchen mit rotem und schwarzem Kaviar serviert, die von verschiedenen Füllungen und Soßen ergänzt werden, sowie Kartoffel, Gemüsekaviar, süße und gesalzene Piroggen und gefüllte Teigtaschen in verschiedenen Größen und Geschmacksrichtungen, Roulets, Heimschinken, Pasteten und vieles andere. Viele warmen Vorspeisen verwandelten sich mit der Zeit in die selbständigen warmen Speisen der russischen Küche. Ein Teil davon kam auf den russischen

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Tisch aus dem Ausland, wie z.B. französisches Julienne, deutsche belegte Brötchen und ungarische Kartoffelzrazy. Zu den warmen Vorspeisen gehören auch russische Bankettspeisen, die ursprünglich auf den Tischen bei russischen Adligen erschienen. Sie sind in erster Linie auf Bewunderung und kulinarische Verpflegung einer großen Gästezahl gezielt: das sind u.a. Backferkel, gefüllte Ente oder Fisch etc. Die Wildgerichte sind in der russischen regionalen Gastronomie als warme Vorspeisen und Hauptgerichte ebenfalls unverändert vertreten. Am besten passen zu den Wildgerichten Soße und Marinade mit Kräutern und Beeren wie Moosbeere, Preiselbeere, Wacholderbeere, Stachelbeere, Vogelbeere, Holunderbeere, Johannisbeere. Einen besonderen Platz nehmen unter den traditionellen nationalen Gerichten, selbstverständlich, verschiedene Suppen und Brühen ein. Nicht ohne Grund war der


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Löffel das wichtigste Tafelzeug. Es erschien im Altrussland um 400 Jahre früher, als die Gabel. „Mit der Gabel wie mit einer Fischangel, mit dem Löffel wie mit einem Netz“ – lautete Volkssprichwort. Die meiste Verbreitung finden im russischen Menü Schtschi und Suppen mit Kräutern und Gemüsen, sowie Borschtsch, Soljanka, Rassolnik. Zu den Suppen werden in der Regel Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen aufgetragen. Ein reiches Sortiment an russischen Suppen wird durch Fischsuppe, Kaltschale mit Kwas oder Kefir und die Suppen ergänzt, die aus dem Ausland kamen, wie Bouillons, Cremesuppen, Suppen mit verschiedenen Bindemitteln wie Fleisch und Grütze, die die Verbreitung wegen der Vorliebe des russischen Volkes für warme Flüssigspeisen fanden. Einen großen Platz im Menü nahmen auch verschiedene Breien und Mehlbreien, die in Russland als rituelle Festtagskost galten. Der Brei dient oft nicht nur als Beilage, sondern auch als selbständiges

Gericht, insbesondere, wenn er durch Pilze, Gemüse und Gewürze ergänzt wird. Er kann auch als Dessert mit Honig, Zucker, Sirup serviert werden. Spezielle Erwähnung verdienen traditionelle russische Getränke. Sie sind fast alle einmalig in ihrer Art, man kann sie kaum in einer anderen nationalen Küche kosten. In erster Linie sind das Sbitenj, Kwas aus Brot oder Früchten, Mors, Honig, Kompott, Kräuteraufgüsse. Viele von diesen Getränken waren im traditionellen russischen Menü

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als Tischgetränke oder als nützliche und geschmacksvolle Nachspeisen anwesend. Schwarzer und grüner Tee kamen nach Russland aus China im XVII. Jahrhundert und wurden im russischen Volk derart beliebt, dass sie zu einem weiteren nationalen Getränk wurden. Die Mehrheit der Bevölkerung Russlands trinkt Tee mehrmals am Tag, nach Frühstück, Mittagessen und Abendessen oder gesondert mit Süßigkeiten oder belegten Brötchen. Das Aufblühen der russischen Küche fällt auf die XVIII–XIX. Jahrhunderte, das Zeitalter Peters des Ersten und der Festempfänge des Adels. Eben damals wurde die traditionelle russische Küche durch auserlesenste westeuropäische Rezepte bereichert und gewann an Prunk und Vielfältigkeit. Am meisten wurde die russische Küche durch die französische Küche beeinflusst. Die von reichen Großgrundbesitzern aus dem Ausland bestellten Chefköche meisterten alle gastronomischen Finessen der Zubereitung von russischen Speisen und wandelten sie schöpferisch in neue hochkulinarische Speisen um. 6

Die stürmische Entwicklung der Eisenbahn in Russland Ende des XIX. Jahrhunderts führte außerdem dazu, dass die kulinarischen Rezepte selbst aus den entferntesten und unzugänglichen Ecken des riesigen Landes Verbreitung in den hauptstädtischen Restaurants fanden. Viele regionale altertümliche Speisen wurden im Nu zu den gesamtnationalen, wie Pelmeni aus Sibirien und Ural, Kurniki aus Don, Hochwildgerichte, Kumys und viele andere kulinarische Kostbarkeiten. Der Zufluss von traditionellen Gerichten auf den russischen Tisch verstärkte sich mit dem Antritt der Sowjetmacht: auf den Tisch kamen der uzbekische Pilaw, Ljulja-Kebab, Schaschlik, die ukrainischen Borschtsch und Speck. Die Sowjetische Küche zeichnete sich nicht nur durch die nationale, sondern auch durch die soziale Vielfalt aus: für die Mitarbeiter verschiedener staatlicher Strukturen waren die auserlesensten Feinkosten in Hülle und Fülle zugänglich: schwarzer Kaviar, Störfisch, Wellfleisch, während die einfachen


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Bürger sich mit der bescheidenen Auswahl an Lebensmitteln begnügten. Dazu gehörte, um einige Favoriten zu nennen, verschiedenes Gesalzenes, Kompotte und andere eingemachte Gemüse und Früchte, „Winter“-Salate, mit gekochten Gemüsen, Eiern, Fisch oder Fleisch, die mit der beliebten MayonnaiseSoße angemacht wurden: Salate Olivier, Hering im Pelzmantel, Mimose und andere. Die Möglichkeit von allen Speisen der russischen und der sowjetischen Küche zu kosten und etwas Neues für sich zu entdecken ist heute eigenartig nicht nur für die Ausländer, die den Wunsch haben sich mit russischen Traditionen vertraut zu machen, sondern für jeden russischen Menschen. Die nach altertümlichen russischen oder traditionellen sowjetischen Rezepten zubereiteten Speisen ermöglichen den frohen Geschmack eines echten Lebens zu verspüren,

das durch seine Helle und Vielfalt beeindruckt. Die Moskauer Restaurants der russischen und sowjetischen Küche schlagen vor eine echte gastronomische Reise zu unternehmen, die Sie in die Lage versetzt, sich mit nationalen kulinarischen Spitzen vertraut zu machen und in die besondere Atmosphäre der sorgfältig durchdachten thematischen Ausstattung der Innenräume einzutauchen. Willkommen in der Welt der russischen Küche!

TRADITIONELLE GERICHTE DER RUSSISCHEN KÜCHE: Schtschi die aus Fleischbrühe zubereitete warme Suppe mit Sauerkraut und Speisewürzen. Man serviert Schtschi unbedingt mit saurer Sahne oder Rahm sowie mit

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und anderes), sowie gekochtem Fleisch oder Fisch zubereitet. Als ausgezeichnete Beilage zur Okroshka passt saure Sahne sowie gehackte Eier. Salzpiroggen oder gefüllten Teigtaschen. Schtschi wird sofort nach der Zubereitung aufgetragen. Besonders schmackhaft ist aber die „gestrige“ Schtschi, die am Vortag zubereitet wurde. Ukha die auf der Grundlage der Fischbrühe zubereitete warme Suppe. Wird aus zwei oder mehr Fischarten (mit Ausnahme der Fischsuppe mit roten Fischarten) mit gekochten Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln sowie Kräutern und Spezies (Dille, Petersilie) angerichtet. Okroshka kalte Suppe, die mit Kwas oder Kefir, sowie mit einer großen Anzahl von Gemüsen (Kartoffeln, Karotten, Radieschen, Gurken 8

Piroggen gut sättigende gebackene oder gebratene Speise aus einem gezogenen Hefeteig, Buskuit- oder einem anderen Teig mit Süß-


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oder Salzfüllung. Als Füllung für Piroggen oder Piroschki (kleine Piroggen) kann beliebiges Fleisch, Brei, Früchte, Gemüse oder andere Produkte oder ihre Kombination dienen. Bliny diese Teigtaschen aus dem flüssigen Teig, die in der geheizten Pfanne gebacken werden, besitzen unbedingt eine runde Form. Die fertigen Bliny können als selbständige Speise, ergänzt durch Soßen und Füllungen, oder aber als Bestandteil von anderen Speisen, z.B. Pirogge Kurnik, serviert werden. Pelmeni gekochte Mehlerzeugnisse aus dem Teig mit verschiedenen Fleisch- oder Fischfüllungen werden oft von Hand gemacht. Sie können mit Brühe, oder einfach gekocht, gebraten, in der Backröhre oder im russischen Ofen gebacken serviert werden. Kwas alkoholfreies Getränk, das durch Gärung von Früchten oder Brothefen erzeugt wird. Das Getränk löscht ausgezeichnet den Durst und wird auch als Grundlage für kalte Suppen, z.B. Okroshka, eingesetzt.

Cholodez (Aspik) Fleischgelee, das durch Einkochen einer Kraftbrühe aus Schweinefleisch, Rindfleisch und der Knochen zugerichtet wird, oft mit Meerrettich, Senf und anderen scharfen Gewürzen serviert. Gans mit Äpfeln traditionelles Festgericht, das in Russland gewöhnlich an Weihnachten serviert wird. Die Gans wird mit geschnittenen

Medowucha stark alkoholhaltiges Getränk auf Grundlage von Bienenhonig besitzt feines Honigaroma und süße Untertöne. 9


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Äpfeln gefüllt und als Ganzes in der Backröhre über einige Stunden gebacken, wodurch das Fleisch saftig wird und auf der Zunge zergeht. Kotelett auf Kiewsche Art Eine Kotelettart aus dem Hähnchenfilet, mit einem Stück Rahmbutter gefüllt, die beim Schmoren in einer Fritteuse zergeht und flüssig wird. Im Kotelett kann ein Knochen befestigt werden, an dem man sein Kotelett halten kann. Wellfleisch Schweine- oder Wildfleisch, in einem großen Stück im Backofen oder in der Ofenröhre gebacken. Wird mit sauersüßen Beerensoßen serviert, wodurch der Geschmack des saftigen Fleisches betont wird. Gurjew Kascha süßer Brei aus dem Weizengrieß mit Zufügung von Dörrobst, Honig

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und Nüssen, – eine nahrhafte und unglaublich schmackhafte Nachspeise. Salat «Olivier» Fleischsalat nach dem altrussischen Rezept. Die Ingredienzen: gekochte Gemüse,

Grünzeug, gekochte Rinderzunge, Haselhuhnfleisch, schwarze Presskaviar, Krebsfleisch, frische Gurken, Kapern und gekochte Eier. Oft kann man den Salat in


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einer vereinfachten sowjetischen Rezeptversion verzehren, die Seeprodukte und Kaviar werden dabei fehlen. Salat «Olivier» wird traditionell mit der Fertig- oder selbstgemachten Mayonnaise abgemacht.

Auf den Fotos sind Gerichte aus Speisekarten der Restaurants «Zarskaja Ochota», «Tschaikovski», «Veterok», «Vesna», «Tatler Club dargestellt»

Vinaigrette Dieser aus der gekochten roten Beete, Kartoffeln, Karotten, Salzgurken, Zwiebeln und Sauerkraut bestehende Salat gehört zu einer Art von traditionellen russischen kalten Vorspeisen. Der Salat wird oft mit Pflanzenöl abgemacht. Hering im Pelzmantel Ein zu den UdSSR-Zeiten populärer Schichtensalat aus dem wenig gesalzenen Hering, gekochten Eiern, roter Beete, Karotten, mit Mayonnaise abgemacht. 11


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Godunov

«Godunov» – klassisches russisches Restaurant im Zentrum Moskaus. In alten Speisesälen aus dem XVII. Jahrhundert, in welchen das Restaurant untergebracht ist, behielten die Innenarchitekten den Stil der alten Zeiten, soweit es möglich war. Die Besucher des Restaurants der russischen Küche «Godunov» gelangen in die wohl mit königlicher Pracht ausgeschmückten Räume mit vergoldeten Decken, die mit der seit nun mehr als 400 12


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Jahren beibehaltenen Malerei verziert wurden, und mit echten Eichentischen und den schnörklig geschnitzten Sesseln. Selbst die Bartheke ist als ein Märchenturm gestaltet. Die Kellner tragen urrussische Bekleidung. Die Gäste werden vom musikalischen Ensemble unterhalten, das russische Volkslieder singt. Es erklingen auch herzbewegende Zigeunerromanzen. Neben dem roten und schwarzen Kaviar werden den Besuchern von «Godunov» gefüllter

Hechtkopf mit Meerrettich und Sauerkraut, Zander- und Krebssulze, gebackener Wellfleisch mit gesalzenen Milchlingen und eingemachten Preiselbeeren, archangelsker Pelmeni aus Bärenfleisch und viele andere Kostbarkeiten angeboten.

U-Bahn-Stationen: Okhotniy Ryad, Teatralnaya, Ploschtschad Revoluzii Adresse: Teatralnaya pl., 5 Telefon: (495) 698-44-80, 698-44-90 Internetseite: www.godunov.net Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische Küche Platzkapazität: 120 Durchschnittsbon: 3000 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden behindertengerecht: Wi-Fi: nicht vorhanden

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Café Pushkin

Ein Restaurant der russischen Küche für Adlige mit der rekonstruierten Atmosphäre eines alten Herrensitzes. Die Geschichte des Hauses geht bis zum Ende des XVIII. Jahrhunderts zurück, als sich ein Petersburger Amtsträger bei dem Hof von Jekaterina der II. in den Ruhestand begibt und sich in Moskau niederlässt. Später übergeht das Haus in den Besitz eines deutschen Aristokraten, der im Erdgeschoss eine Apotheke eröffnet. 14

Seinen Titel verdankt das Restaurant dem französischen Chansonnier Gilbert Becaud und seinem Lied «Natali», in welchem er über Moskau, den Roten Platz, seine Liebe zu einem russischen Mädchen und Heiße Schokolade in Café Pouchkine singt. Im Jahre 1999 wurde die poetische Fantasie zu der Wirklichkeit. Bei dem Restaurant wurde die Confiserie «Cafe Pushkin» eröffnet, deren zauberhafter Interieur an die goldenen Zeiten der Maria-Antoinette erinnert. Hier


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bietet man die schmackhaftesten Törtchen, Torten, Eclairs, Scherbetts und Schokopralinen an, die mit Namenszügen und dem handgemachten Blattgold geschmückt sind. «Cafe Pushkin» stellt sowohl altertümliche russische kulinarische Adelstraditionen, als auch das couragierte innovative Menü, in welchem sich Pirojki, Vinaigrette, Ukha und Golubtsi Seite an Seite mit Jakobsmuscheln in der Vanille-Senf-Soße, Cornwell Chicken mit Kräutern und dem Burger Pojarsky finden.

U-Bahn-Stationen: Tverskaya, Pushkinskaya, Chekhovskaya Adresse: Tverskoy Boulevard, 26а Telefon: (495) 739-00-33 Internetseite: www.cafe-pushkin.ru Öffnungszeit: rund um die Uhr russische Küche Platzkapazität: 300 Durchschnittsbon: 2500–4000 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Jar

Das kommt selten vor: seine Geburt verdankt das Hotel „Sovetskiy“ dem Restaurant, und nicht umgekehrt. Das legendäre „Jar“, das seit 1826 als bestes Restaurant Russlands galt, gab im Jahre 1952 das Leben dem Hotel „Sovetskaya“, das zu der Regierungsresidenz wurde. Heutzutage ist das legendäre Restaurant „Jar“ wieder zum Symbol der nationalen Küche geworden. Geschäftsleute, Schlagerstars, Politiker sind Stammgäste im Hotel „Sovetskiy“ 16

und im Restaurant „Jar“. Zu verschiedenen Zeiten waren Pierre Cardin, Marina Vladi und Wladimir Wysotsky, Mirell Mathieu, Konrad Adenauer, Indira Gandhi, Margaret Thatcher, König von Spanien JuanCarlos hier zu Gast. Das war das beliebteste Restaurant von Vassilij Stalin, dem Sohn von Iosif Stalin. Von klassischen russischen Gerichten werden Ihnen Entenfilet mit gebackenen Äpfeln und der Beerensoße, Medaillon aus Störfisch mit Zitronensoße, Beef Stroganoff


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aus Kalbsfleisch mit Steinpilzen und Kartoffelgalett, Pirogge mit Lachs, Pfannkuchen und Sauerkraut in der Rahmsoße angeboten. Die musikalischen Traditionen des legendären Restaurants werden mit der neuen farbenprächtigen Show „Faberge“ fortgesetzt – dem kostspieligen kostümierten „Revue“ über Moskau vom Anfang des XX. Jahrhunderts bis heute, die uns in die Welt der russischen Kultur, der Feste und Traditionen einführt.

U-Bahn-Stationen: Dinamo, Belorusskaya Adresse: Leningradskiy Prospekt, 32/2 Telefon: (495) 960-20-04, (903) 50835-74 Internetseite: www.yarservice.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische, europäische Küche Platzkapazität: 390 Durchschnittsbon: 4500 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Metropol

Das Restaurant „Metropol“ ist der beste Platz, um sich mit der echten russischen Küche vertraut zu machen. Traditionelle Pfannkuchen mit Kaviar, berühmte russische Schtschi und Soljanka, Speisen mit Störfisch, Sewrjuga, Fleisch, Pilze – die Rezepte für viele Speisen erben sich von einer Generation der Köche von «Metropol» auf die andere fort. Im Speisemenü wird außerdem eine breite Palette von Speisen der europäischen Küche vertreten, 18

begleitet von einer exzellenten Weinkarte. Das Restaurant ist im gleichen Alter wie das Hotel, es zählt mehr als hundert Jahre. Der Architekt A.Ericsson führte den Innenraum im neoklassischen Stil aus. Eine riesige Fensterkuppel, Wandmalerei im Stil der Gemälde von Rubens, monumentale Leuchten, ein Springbrunnen in der Saalmitte – das alles schafft eine besondere feierliche Atmosphäre. „Metropol” ist zu einer lebenden Legende geworden. Mit ihm ist


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die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verbunden. Unter seiner Gewölbe erklang die Stimme von Schaljapin, die Reden von Lenin, Bernhard Shaw bestellte hier vegetarische Gerichte, König von Spanien Juan Carlos gab einen Empfang, Michael Jackson tippte Melodien auf dem Klavier an – es ist einfach nicht möglich alle berühmten Gäste des Restaurants aufzuzählen. Hier herrscht eine menschenfreundliche Atmosphäre und man freut sich immer über die Gäste!

U-Bahn-Stationen: Teatralnaya, Ploschtschad Revoluzii Аdresse: Teatralnyj projezd, 2 Telefon: (499) 501-78-00 Internetseite: www.metropol-moscow. ru Öffnungszeit: Frühstück 07.00–10.30, Mittagessen 12.00–16.00, Abendessen 17.00–23.00 russische, europäische Küche Platzkapazität: 125 Durchschnittsbon: 3000 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Club-Restaurant ZDL

Das ehemalige Eigenhaus, in welchem sich das Restaurant befindet, wurde 1889 in den Traditionen des Architekturstils „art nouveau“ projektiert. Die Decke und der Fußboden im Kaminsaal im Erdgeschoss sind aus Eichen- und Sandelholz gefertigt. Massives Eichenmöbel, die mit Gobelin gepolsterten Stühle, antike Stilkrone, Buffet mit deutschem Porzellan, antike chinesische Vasen, Buntglasfenster, altertümliche 20

Uhr – das alles bildet die Atmosphäre des Clubs der Schriftsteller der Epoche des Silbernen Jahrhunderts. Im Saal gibt es funktionierenden Kamin mit dem Wappen des heiligen Georgiy Pobedonosez. Ein Drittel des Saals belegt die Treppe, die ohne einen einzigen Nagel gebaut wurde. Sie stützt sich auf die Säulen aus Sandelholz mit den Basreliefen von Graf und Gräfin Olsufjew. Unter der Treppe ist ein Tisch für 8 bis12 Personen aufgestellt und


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befindet sich ein Kamin. Auf der Treppe befindet sich die Empore, an der Wand hinter der Empore— der antike Lamaner Gobelin. Die Decke wird durch riesige Stilkrone geschmückt (erste Stilkrone des Moskauer Metropolitens.) Durch den Springbrunnensaal kann man in den Saal „Notizen eines Jägers“ oder in den Bunten Saal gelangen. An den Wänden des Saals sieht man Zeichnungen und Aussprüche bekannter Literaten. Danach folgt der Italienische Saal, der in Lachsfarben mit venezianischen Wandspiegeln und weißen, den Saal umlaufenden Säulen ausgeführt ist. Das Restaurant des Zentralen Hauses der Literaten besuchten seinerzeit Ronald Reagan, Indira Gandhi und Georg Busch Senior. Im Restaurant wurde eine Mehrzahl von Routs und diplomatischen Empfängen durchgeführt.

Für die Zubereitung der Gerichte der russischen Küche im ZDL ist Alexandr Popow zuständig, der in der sowjetischen Zeit die Parteileitung des Landes kulinarisch betreute und im Jahre 2005 zum Koch des Jahres gewählt wurde. Im Restaurant kann man von Gerichten der russischen Küche in der Autoreninterpretation kosten, z.B. Karpfenfilet in der Gemüsemarinade mit Nelke, geräucherte Sterletrücken mit Birne, Rentierfleisch mit Quitte in der Kirschenbeize oder Schmorbraten aus der Lammkeule.

U-Bahn-Stationen: Krasnopresnenskaya, Barrikadnaya Adresse: ul. Povarskaya, 50 Telefon: (495) 691-15-15, 651-81-91 Internetseite: www.cdlrestaurant.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische, italienische Küche Platzkapazität: 400 Durchschnittsbon: 2500–3000 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Bolshoi

Die Ästhetik des Restaurants «Bolshoi» bereitet Vergnügen den Genießern der Künste. Alles hat hier eine besondere Bedeutung: zwei geräumige Saale im klassischen Stil, Sammlung von Arbeiten der zeitgenössischen Kunstmaler und Bildhauer, elegantes Prunkmöbel von Ralph Lauren. Das in Elfenbein gehaltene Große Saal des Restaurants mit Säulen ist idealer Platz für vertrauliche Gespräche, Arbeitsessen, 22

Gastmahl. Der in den Zitronen, – Krem- Schokoladefarben gehaltene Innenraum des kleinen Saals passt mit der strengen Vornehmheit der Massivwänden aus Holz in dunkel bordeaux und mit dem weichen Abblendlicht zusammen. An der Zubereitung von Speisen arbeitet ein professionelles Team unter der Leitung des Chef-Kochs des Restaurants Kamel Benmamar, das den Gästen russische Haute Cuisine anbietet: Fischsulze aus Lachs und Stör, traditionelles


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Holodetz aus Ochsenschwänzen, das Gesalzene nach alten Rezepten, Hausenkaviar mit saurer Sahne und dünnen Pfannkuchen, Salat «Olivier» vom Chef-Koch des Restaurants mit gegrilltem Hähnchenfilet.

U-Bahn-Stationen: Kuznetskiy Most, Teatralnaya, Оkhotniy Ryad Adresse: ul. Petrovka 3/6, Bau. 2 Telefon: (495) 789-86-52 Internetseite: www.novikovgroup. ru/2/16/77 Öffnungszeit: ab 12.00 bis zum letzten Gast Russische, französische Küche Platzkapazität: 150 Durchschnittsbon: 3500 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Sudar

Im Restaurant „Sudar“ wird die Atmosphäre des russischen Edelsitzes Ende des XVIII. – Anfang des XIX. Jahrhunderts rekonstruiert. Die Innenräume des Restaurants sind mit behutsam aufbewahrten alten Haushalts- und Kunstgegenständen gefüllt. Die Besucher werden in zwei Sälen, für 20—25 Plätze und für 80—100 Plätze und in einem separaten VIPSaal für 16 Personen empfangen. Jeder Saal ist in einem besonderen Stil ausgeführt. Für lauschige 24


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Mahlzeit am Kamin, inmitten der alten Foliobände passt die Bibliothek des Senors. Das Mittagessen, Geschäftsgespräch, Abendessen oder die Familienfeier können in dem mit alten Familienfotos, Zeichnungen und Sammlung der Schmetterlinge geschmückten Zimmer der Senora oder in dem gemütlichen CouchSaal, umringt von der Sammlung der alten Uhren und Porträts, durchgeführt werden. Das Restaurant «Sudar» unterhält russische Adelsküche. Der

Pfannkuchenpirogge «Po-zarski» (auf Zarenart) vom Chef-Koch, die Nudelsuppe mit Wachtelei, gefüllter Hecht in SahnePfefferminz-Soße, Lammfleisch vom Kohlegrill im Rotwein, die im Milchrahm geschmorten Hähnchenbeuschel mit Steinpilzen, himmlische KaramellÄpfel – diese und andere Gerichte des Restaurants werden nach Rezepten aus alten Kochbüchern zubereitet.

U-Bahn-Stationen: Kutuzovskaya, Park Pobedy Adresse: Kutuzovsky Prospekt, 36а Telefon: (495) 210-16-19, (915) 18830-00 Internetseite: www.sudar.ru Öffnungszeit: ab 12.00 bis zum letzten Gast russische Küche, Autorenküche Platzkapazität: 180 Durchschnittsbon: 3000 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Russkaya Ochota

Die drei sich innenräumlich unterscheidenden Restaurantssäle: Bankettsaal, Saal für Jagdbeute, sowie der VIPSaal stellen vor den Gästen keine leichte Auswahl für das Festessen. Das innenarchitektonische Thema des Hauses ist, natürlich, die alte russische Jagd. Gerade deswegen sieht man auf seinen Wänden zahlreiche Trophäen. In den Sälen gibt es zahlreiche Holzbüffets mit Kristallglaskaraffen für Wodka und Jagdaccessoires in den Regalen. 26

Kein Wunder, dass ein großer Teil des Speiseangebotes aus echten kulinarischen Kostbarkeiten aus Wild besteht, z.B. „das in Honig mit Himbeerwein gebratene Hasenleber“, „Zunge des Rentiers mit Käse-Trüffelsoße“ oder „Rehfilet mit eingemachten Äpfeln und Pflaumen“. Hier befinden sich auch die nach den längst vergessenen Rezepten der russischen Küche zubereiteten Gerichte wie Perepetschina aus Stör und Pfannkuchen. Das eine


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oder das andere Wild wird, je nach Jagdsaison, mit eigenartiger Soße und Beilage für jede Fleischart aufgetragen. Musik live und Animation für Kinder betragen angenehme Ergänzungen zu dem auserlesenen Menü.

U-Bahn-Station: Smolenskaya Adresse: ul. Smolenskaya, 5 (Hotel «Zolotoe Koltso», Erdgeschoss) Telefon: (495) 725-03-53/54 Internetseite: www.rusokhota.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 (Bankette ab 12.00 bis zum letzten Gast) russische Küche Platzkapazität: 120 Durchschnittsbon: ab 1500 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: bei dem Hotel «Zolotoe Koltso» Wi-Fi: nicht vorhanden

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Gusjatnikoff

Restaurant „Gusjatnikoff“ bietet traditionelle russische Küche in Innenräumen der alten städtischen Adelssitzen des XVIII. und des XIX. Jahrhunderts in der Nähe des Taganskaya Platzes. Im Erdgeschoss werden die Gäste in den VIP-Kabinetts mit klassischem Billardzimmer, orientalischem Raucherzimmer und Appartements für Abendmahle empfangen. Im Festsaal, der sich im ersten Stock befindet, ist die Inneneinrichtung der alten imperatorischen Zimmer 28


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mit dem Originalparkett aus dem XIX. Jahrhundert rekonstruiert, Gipsbüsten und prachtvolle Möbelstücke zurechtgestellt. Die zusätzlichen Arbeitszimmer im ersten Stock bieten einen idealen Platz für Familienfeier oder Geschäftsgespräche. Im Untergeschoss gibt es einen Saal mit Karaoke-Bar. Spezialität des Restaurants – Gänsebraten, gefüllt mit AntonovÄpfeln. Außerdem werden den Gästen Rassolnik mit Beuschel und Vatruschkas, Entenkotelett im Samtpaniermehl, eingemachte Birkenpilze und Edelreizker, Milchlinge mit saurer Sahne, Fleischdelikatessen und vieles andere angeboten. Jagdfreunde können Speisen aus ihrer Jagdbeute bestellen. Als Dessert stehen auf der Speiseliste Scharlotka, Eclairs, offene Piroggen, Vareniki mit verschiedenen Füllungen. U-Bahn-Stationen: Marxistkaya, Taganskaya Adresse: ul. Alexandra Solshenizyna, 2а Telefon: (495) 632-75-58 Internetseite: www. gusyatnikoff.ru Öffnungszeit: rund um die Uhr russische, europäische Küche Platzkapazität: 200 Durchschnittsbon: 3500–4000 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Tshaikovski

Im P.I.Tshaikovski-Konzertsaal der Moskauer akademischen Philharmonie eröffnete seine Pforten das neue Restaurant “Tshaikovski” von Arkadiy Novikov. Das Haus bietet frischestes Gebäck, verschiedene Frühstücke und schöpferische Mittagessen aus dem demokratischen Speiseangebot der russischen und europäischen Küche. Der Innenraum ist im klassischen Stil ausgeführt. Die Säulen, Marmor, Holz und Wandspiegel, 30


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gemütliche Leder- und Samtsessel, geheimnisvolle Wandleuchten erschaffen die Atmosphäre der klassischen Kunst. Maßstäbe im Restaurant «Tshaikovski» setzt die Küche. Zur Speisenauswahl stehen Borschtsch mit Rindfleisch, Ukha mit den mit Lachs und Zander gefüllten Piroggen, Sauerampfer-Suppe. Die Liste der Hauptgerichte beinhaltet nahrhafte Posharskije Koteletten, gedünstete Rindbacken mit dem

abgedämpften Graupenbrei, gekochte Rinderzunge mit Kartoffelpüree, der in der saure Sahne-Soße gebackene Zander. Das Hauptsaal der Konfisserie „Tshaikovski“ ist mit der Lobby Lounge der Philharmonie verbunden. Die Tische und VIP-Zonen des ersten Stockes kreisen die Rotunde um. Aus den Panoramafenstern bietet sich eine Aussicht auf den Mayakovsky-Platz.

U-Bahn-Stationen: Mayakovskaya, Tverskaya, Pushkinskaya Adresse: Triumfalnaya pl., 4/31 Telefon: (495) 699-91-14 (495) 699-92-41 Internetseite: www.novikovgroup. ru/2/64/549 Öffnungszeit: 10.00–24.00 russische, europäische, italienische Küche Platzkapazität: 420 Durchschnittsbon: 1200 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden behindertengerecht: Wi-Fi: kostenlos

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Chemodan

Dieses Haus ist das gemeinsame Projekt des berühmten russischen Schauspielers Oleg Menschikov und des krasnojarsker Restaurantbetreibers Dmitrij Stepanov. Die prunkvolle herrliche Raumgestaltung im Retro-Stil mit zahlreichen echten Antiquitäten, wie Altleuchten, Uhren, Spiegeln, macht es dem Speisezimmer eines russischen Adligen Ende des XIX. Jahrhunderts ähnlich. Im Geiste damaliger Zeit ist auch 32

das Speiseangebot von Bar – Restaurant gehalten, in welchem die nach den eigenartigen alten Rezepten aus allen Ecken Sibiriens zubereiteten Gerichte aus Fisch und Wild gesammelt sind. Fisch und Wild werden zum Tisch durch erfahrene russische Jäger und Fischer geliefert, die ihr Gewerbe von Generation zu Generation treiben. Außerdem kann man hier von autorisierten Gerichten aus der sibirischen Küche in einer


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neuen, modernen Ausführung kosten, z.B., „Tagesschtschi mit Maralfleisch und Steinpilzen“, „Torte Mannik mit Erdbeersoße“ oder „nordeuropäische Pelmeni mit Wachtelfleisch“. Das Menü wird, selbstverständlich, durch starke Luxusgetränke eigener Produktion ergänzt: ein echter Erofeitsch (Kreuterbrand, dessen Rezept seit den Zeiten Peter des Ersten strengstens geheim gehalten wurde), Ratafien und Fruchtliköre. Häufige Gäste im Restaurant sind die Stars des einheimischen Kinos. Zeitweise werden Meisterklassen in der Zubereitung der Gerichte russischer Küche abgehalten.

U-Bahn-Stationen: Arbatskaya, Kropotkinskaya Adresse: Gogolevskiy Boulevard, 25, str. 1 Telefon: (495) 695-38-19 Internetseite: www.chemodan-msk.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische, sibirische Küche Platzkapazität: 70 Durchschnittsbon: 2000 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Caviarterra

Die Name des Restaurants „Caviarterra“ besteht aus zwei Worten: caviar – Kaviar – Visitenkarte der russischen Küche, und terra – Erde. In der Tat, «Caviarterra» – das ist die ganze Welt, gefüllt von lebhalten Farben der Innenausstattung, starkem Aroma der traditionellen russischen Delikatessen und dem Ambiente des nationalen Kolorits. Im Speisenangebot werden Gerichte der russischen und europäischen Küche vertreten. Bei 34

den kalten Vorspeisen ist es alles, worauf das russische Festessen stolz sein kann: gemischte Platte mit russischen Fischdelikatessen: kaltgeräucherter Lachs, Fleisch des Fernost-Krebses, Törtchen mit rotem Kaviar; gemischte Platte mit Fleischdelikatessen, u.a. gekochte Kalbszunge, geräuchertes Hirschfleisch und Schinken auf Bauernart mit Ajika, Meerrettich und Senf, hausgemachtes Speck mit dem warmen Borodino-Röstbrot und mit Senf, Heringsfilet mit


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Zwiebel, Diele und Brühkartoffeln, Steinpilze mit Zwiebel und Butter. Der echte Geschmack Russlands, ihr Reichtum bildet die Vielfältigkeit der vorgestellten Kaviarsorten. Hausenkaviar,

Störkaviar, roter Lachskaviar, Sevrugakaviar “Imperskaya” wird mit traditionellen Zutaten, Pfannkuchen und traditionellen beschlagenen Wodkagläschen serviert.

U-Bahn-Stationen: Okhotniy Ryad, Ploschtschad Revoluzii Adresse: ul. Tverskaya, 3 Telefon: (495) 225-88-88 Internetseite: www.ritzcarltonmoscow. ru Öffnungszeit: 07.00–23.00 russische, europäische Küche Platzkapazität: 105 Durchschnittsbon: 2500 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: Tiefgarage gegen Zahlung behindertengerecht: Wi-Fi: gegen Zahlung

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Na melnitse

Die Innengestaltung dieses Restaurants ist vom Landkolorit geprägt: Hier sehen Sie das Rad der Wassermühle und das Fischerboot, das als Tisch dient, den Kupfersamowar und das Spinnrad, mit einem Wort, ein echtes Museum des russischen Dorfes, das zu besuchen nicht weniger interessant ist, als Kreml. Man kann hier von echten, nach den alten, in Dörfern gesammelten Rezepten zubereiteten russischen Delikatessen kosten: gekochte 36

Krebse, Sterlett, schwarzen und roten Kaviar sowie allmöglichen Leckereien und Eingemachtes aus eigenen Kellern des Hauses. Menü des Restaurants schließt auch Gerichte ein, die unter Einsatz von Farmlebensmitteln zubereitet werden, z.B., „Salat vom Franzosen Olivier nach dem Rezept des obengenannten Koches, der in das Kaufmännisches Club persönlich von Mischa Chludow eingeladen wurde, um endlich das Geheimnis seiner Popularität zu entschlüsseln“,


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„Bauernvareniki aus Quark“ oder „Haushähnchen Tabaka, aus der Getreidemast“. Renommierstück des Hauses sind seine Spezialitäten – starke Branntweine und alkoholfreie Getränke – von Kwas bis Birkensaft.

U-Bahn-Stationen: Krasnye Vorota, Chistye Prudy Adresse: ul. Sadovaja-Spasskaya, 24 Telefon: (495) 625-88-90, 625-87-53 Internetseite: www.namelnitse.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische Küche, Bauernküche Platzkapazität: 90 Durchschnittsbon: 1500–2500 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Antisovetskaya shashlychnaya

Ende 60-er Jahre wurde in der Grillbar an der Leningradskoye Chaussee vorzügliche Satsivi, weiche lange heiße Lawaschs und Grünzeug, sowie das Hauptspezialität der damaligen Zeit – Hähnchen Tabaka serviert, die dem Haus die Ehre einbrachten. Die Gerichte wurden mit Weinen „Gurdjaani“ oder „Aligote“ begleitet. Die Grillbar trug keinen offiziellen Namen, aber alle kannten sie als «Antisovetskaya». Der Grund bestand aber nicht nur 38


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in der territorialen „Opposition“ zu dem Hotel „Sovetskaya“ auf der anderen Seite des Leningradskij Prospekt. Der Name war dem Dissidentengeist, dem Ruhm des Hauses zu verdanken, das von denkenden Intellektuellen gerne besucht wurde. Gegenwärtig verflechtet sich das Sowjetische mit dem Antisowjetischen, da es nicht möglich ist die Epoche exakt in zwei Ideologien aufzuteilen.

Man erinnert sich hier an die Tanzmusik und an Lieder aus sowjetischen Filmen der siebziger Jahre. Und die hiesige Atmosphäre trägt leichtes Beigeschmack der Nostalgie.

U-Bahn-Station: Belorusskaya Adresse: Leningradskiy Prospekt, 23 Telefon: (495) 923-30-23 Internetseite: www.asovetskaya.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische, europäische, kaukasische Küche Platzkapazität: 60 Durchschnittsbon: 1000–1500 Rubel eigene Parkplätze: vorhanden behindertengerecht: Wi-Fi: kostenlos

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Dom KINO

Das Restaurant „Dom KINO“ erwartet immer gerne jene Gäste, die den Wunsch haben, leckeres Mittags- und Abendessen zu bekommen oder einfach die Erholung suchen. Dieser Platz ist so recht nach dem Herzen denen, die sich in die Atmosphäre der 80-er – 90-er versinken möchten! Das Restaurant befindet sich im Gebäude des Verbandes von Kinematographisten der RF, das die Atmosphäre der vergangenen Jahre ideal behält. Hier erwartet die 40


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Besucher eine echte Führung in der sowjetischen Küche. Man bietet ihnen populärste und beliebteste Speisen der sowjetischen Zeit: der mit Mayonnaise angemachte Salat „Stolichnyj“ aus Hähnchenbrust, Kartoffeln, Grünerbsen, Salzgurken und Eiern, Eier mit Kaviar, gekochte Rinderzunge mit Meerrettich, sowie die Hits des sowjetischen Festessens – Salat „Mimose“ aus Ketalachs, Eier, Käse mit Mayonnaise, Kotelett auf Kiewsche Art, Kohlrouladen, Koteletten aus Rind- und Schweinefleisch.

U-Bahn-Station: Belorusskaya Adresse: ul. Wasiljevskaya, 13 (4. Stock) Telefon: (499) 251-83-20 Internetseite: www.restaurant-domkino.ru Öffnungszeit: 12.00–23.00 russische, europäische, georgische Küche Platzkapazität: 120 Durchschnittsbon: 1200 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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U Pokrovskich vorot

Im Café – Restaurant wurde die Innenausstattung mit einem Blick in die sowjetische Lebensweise in den 50-er Jahren des XX. Jahrhunderts, genauer gesagt die Innenansicht der Wohnung – des Schauplatzes der lyrischen Komödie von Michail Kosakow „Pokrovskie vorota“ genauestens rekonstruiert. Man sieht hier eine Menge von interessanten Gegenständen aus jener Epoche: Domino, Schlittschuh, Schi, Schwarzweißfotos, eine 42

Nähmaschine. Das Restaurant liegt inmitten der Hauptstadt in der Umgebung von Eigenheimen und Boulevards und ist ideal für jene Besucher, die in Nostalgie nach den Sowjetzeiten verfallen oder einfach leckeres, nahrhaftes Mittagessen bekommen möchten. Das Speiseangebot beinhaltet traditionelle russische Speisen – Borschtsch, Skobljanka, Pfannkuchen und Plinsen mit verschiedenen Füllungen, erfrischendes Mors und sogar


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Grießbrei. Donnerstags klingt im Cafe-Restaurant Livemusik. Hauptattraktion des Hauses sind verschiedene Aktionen, die

beinahe täglich durchgeführt werden und den Besuchern Ermäßigungen und Bonusse garantieren.

U-Bahn-Stationen: Chistye Prudy, Kitay-Gorod Adresse: ul. Pokrovka, 19 Telefon: (495) 917-39-85, 621-43-40 Internetseite: www.pokrovskievorota. ru Öffnungszeit: 11.00–23.00 russische Küche Platzkapazität: 150 Durchschnittsbon: 2500 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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MinSelChoz

Obwohl das Restaurant „MinSelChoz“ mitten im Herzen Moskaus, in der Nähe von Kreml, an der Petrovka-Strasse liegt – ist das ein echtes Kleindorf im Zentrum von Megapolis, wo man sich in die Atmosphäre eines Bauernmarktes versinken und Gerichte aus frischesten ökologisch reinen Lebensmitteln auskosten kann. Die Hauptbesonderheit von „MinSelChoz“ besteht darin, dass ausschließlich die in den ökologisch reinen Gebieten Russlands 44

und der Welt hochgebrachten Farmprodukte bei der Zubereitung von Speisen verbraucht werden. Der Küchenchef Sergej Batukow arbeitet gewissenhaft, er bemüht sich Vitamine und Nutzstoffe in den Nahrungsmitteln maximal zu behalten. Die Küche im Restaurant ist wirklich häuslich: knackige Erbsensuppe mit Raucherwaren, Manty mit Hammelfleisch, Zander mit Kartoffelpüree, Kaninchenkeule mit


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Weißbohnenragout, gefüllte Krasnodar-Paprika und Hausmachernudeln werden viele an den von Kindheit an bekannten Geschmack erinnern. In der Speisekarte ist auch eine breite Auswahl an warmen Speisen aus Fleisch und Fisch, eine Vielzahl von Vorspeisen und Delikatessen; zartester Speck, heißgeräucherter Stör, Räucherschinken, Schaschlyk, Kebabs und Gemüse „mit Dunst“ vertreten, die gut mit den pikant schmeckenden hausgemachten Soßen zusammenpassen. Die

Bestandteile für die Spezialität des Restaurants – den Erdbeerkuchen werden vom Restaurantinhaber und in Nebenbeschäftigung dem Farmer Arkadiy Nowikow geliefert.

U-Bahn-Stationen: Kuznetskiy Most, Ochotniy Rjad, Teatralnaja Adresse: ul. Petrovka, 5 Telefon: (495) 775-19-69 Internetseite: www.novikovgroup. ru/2/66/464 Öffnungszeit: Montag bis Freitag 9.00–24.00, Samstag und Sonntag 11.00–24.00 häusliche Küche Platzkapazität: 197 Durchschnittsbon: 900 Rubel Sommerterrasse: vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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Mari Vаnna

“Mari Vanna“ – gemütliches Hausrestaurant, gestylt als eine Wohnung mit der interessanten Geschichte, wo man wohnte, wohnt und wohnen wird. Zu der Innenausstattung des Hauses gehören Haushaltsgegenstände – Blumen in Töpfen, Fotos und Porträts mit der Familiengeschichte, Schirmlampen, Spiegeln und weiße Tischdecken. Auf den Spitzendeckchen stehen Kristallschalen mit Bretteln, Lebkuchen und Vanille46


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Zwiebäcken, die Suppe wird in den Suppenterrinen serviert, Salate werden zugelegt. „Mari Vanna“ ist ideale Stelle für Geschäftsfrühstücke, Mittagessen, Abendessen im Familienkreis, Festmahle und gesellige Beisammensein. Morgens bietet „Mari Vanna“ frisches Gebäck, rosige Quarkpfannkuchen, Apfelfladen mit Honigjogurt und fluffiges Omelette. Zum Mittagessen gibt es herzhaften Borschtsch und geschmorten gedünsteten

Entenfuß mit Buchweizen. Die Speisekarte enthält reiches Angebot an Eingemachtem: gesalzener Hering mit Kartoffeln, knusprige Gurken, Salat „Olivier“, Sulze, geröstete Scheiben aus Borodinskij Brot mit Lachs. Als Hauptgericht werden Ihnen Bratkartoffeln auf der zischenden brotzelnden Pfanne, Hammelhaxe mit Püree und Gemüsesalat, Eisfisch mit Rosmarin, Buletten mit Püree angeboten. Zum Nachtisch wird „Napoleon“-Torte serviert.

U-Bahn-Stationen: Tverskaya, Pushkinskaya, Chekhovskaya Adresse: Spiridonevskij per., 10а Telefon: (495) 650-65-00, (916) 451-46-54 Internetseite: www.marivanna.ru Öffnungszeit: 9.00–24.00 russische Küche Platzkapazität: 50 Durchschnittsbon: 2000 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: nicht vorhanden

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Omulevaya bochka Die Fischer glauben, wer das Fass findet, in welchem ein Fisch schwimmt, der wird vom Glück und Reichtum begleitet. In Moskau braucht man nach „Omulevaya bochka“ nicht lange suchen – es befindet sich direkt im Zentrum der Hauptstadt. Die Innenausstattung des Restaurants ist in besten europäischen Traditionen ausgeführt, die durch russische Schmuckelemente: prächtige goldene Wandmalerei und Naturholz ergänzt werden. Im Speisenangebot der gastronomischen Einrichtung sind die nach den erlesenen Rezepten der Taiga-Küche zubereiteten Kostbarkeiten und Geschenke des reinsten und schönsten Baikal-Sees vertreten. Im Ganzen vertritt das Menü die russischeuropäische Fusion: eine Mischung U-Bahn-Stationen: Kitay-Gorod, Chistye Prudy, Kurskaya Adresse: ul. Pokrovka, 33\22, str. 1 Telefon: (495) 624-40-71 Internetseite: www.omulrest.ru Öffnungszeit: 12.00–24.00 russische, europäische, sibirische Küche Platzkapazität: 60 Durchschnittsbon: 1500 Rubel Sommerterrasse: nicht vorhanden eigene Parkplätze: nicht vorhanden Wi-Fi: kostenlos

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aus besten nationalen Traditionen und seltsame Verbindungen von Lebensmitteln und Gewürzen, die die Küche des Hauses einzigartig machen. Nur hier kann man vom gebratenen oder geräucherten Omul oder der Maräne aus Baikal kosten. Die echten Gourmets werden auch der auserlesenen und seltenen Delikatesse – dem Omulkaviar tüchtig zusprechen. Die „gargedünsteten handgemachten sibirischen Pelmeni mit saurer Sahne“, Salat nach Art des Hauses aus dem luftgetrockneten Rentierfleisch, die Zunge, der Farn mit der sibirischen Einlage und dem Grünzeug „O Bochka“, „Baikal-Fischjuschka“ und andere Menüperle ergänzen die Liste der Speisen. Die angemessenen Preise sind ein weiterer Vorzug des Hauses.

Moskau für Gourmets