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OBEN STeirisch

Land –

Leute

Die vielfältigen Landschaften der Ober­ steiermark mit ihren oft widersprüch­ lichen Gegensätzen haben einen ganz besonderen Menschenschlag hervor­ gebracht: der Heimat und dem Brauch­ tum verbunden, die Traditionen lebend, dazu bescheiden, fleißig und von einer natürlichen Herzlichkeit. Dem in Filmen oft gezeigten Klischee nach sind es ker­ nige Buam (Förster) und schöne Madln (Sennerin). Auch das stimmt. Denn der gegenwärtig bekannteste Steirerbua ist Arnold Schwarzenegger, und unter den schönsten Frauen der Welt finden sich als Miss World die Steirerinnen Eva Rueber-Staier und Ulla Weigerstorfer.

Als einer der bedeutendsten Förderer des Landes gilt aber der „Steirische Prinz“ Erzherzog Johann, der auch heu­ te noch eine fast mythische Verehrung erfährt. Er legte bereits im 19. Jahrhun­

Der Mensch gestaltet die Natur, aber die Natur prägt den Menschen.

dert in vielen Bereichen jenen Grund­ stock, auf den heute noch aufgebaut wird. Sei es in Form der ersten Agrar­ akademie, die dem Berufsstand der Bauern neue Perspektiven gab, und von der überall im Land Schulungen abgehalten wurden, wie eine Land­ wirtschaft effizienter betrieben und ertragreicher geführt werden kann.

gesehen wird. Der Steireranzug hatte sein Vorbild in der Tracht der Jäger im Salzkammergut, in der Eisenwurzen und im Mürzer Oberland. Es flossen aber auch verschiedene Elemente mili­ tärischer Uniformen ein. Der Erzherzog schätzte besonders die Schlichtheit und Zweckmäßigkeit des „grauen Rocks“, der bis heute ein beliebtes, gern getragenes Kleidungsstück ist.

Nahe Mariazell baute er den Brandhof, ein altes Bauerngut, zu einem landwirt­ schaftlichen Mustergut aus. Auch das Grazer Joanneum, das ursprünglich als naturwissenschaftliche Hochschule ge­ plant war, und die Montanuniversität in Leoben gehen in ihren Grundzügen auf Erzherzog Johann zurück. Nicht zuletzt machte Erzherzog Johann den Steirer­ anzug populär und legte den Grund­ stein für ein Kleidungsstück, das heute noch als Symbol steirischer Identität

In der Ära Erzherzog Johanns ­brachte es auch der Bauernbub Peter ­Rosegger mit seinen vom steirischen Volkstum geprägten Erzählungen als Schrift­steller zu literarischem Welt­ ruhm. Heute gibt es eine Vielzahl steirischer Schriftsteller und Dichter. Höchste Ehren erfuhr zuletzt die in Mürzzuschlag beheimatete Elfriede Jelinek anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur.

Wenn’s um meine Heimat geht, ist nur eine Bank meine Bank.

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OBEN Magazin - Lebensraum  
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