Issuu on Google+

ATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTAT

März, 2012

WERKSTATT-INFO Versteckte Defekte Was nach Zündspulendefekt aussieht, liegt oftmals an einem überalterten Stecker – der auch die Zündkerze in Mitleidenschaft gezogen haben kann. In den Zündsystemen moderner Pkw werden von der Zündspule Spannungen von bis zu 40.000 Volt erzeugt. Diese Zündspannung wird von der Zündspule zur Zündkerze übertragen – und passiert dabei den Zündkerzenstecker. Dieser kann entweder am Zündkabelsatz befestigt oder alternativ direkt auf der Zündspule montiert sein. Insbesondere bei vielen neuen Volumenfahrzeugen sitzen die Zündspulen inklusive der dazugehörigen Stecker direkt auf der Zündkerze im Zündkerzenschacht. Dort herrschen hohe Temperaturen –ohne Kühlmöglichkeit durch den Fahrtwind. Die Zündkerzenstecker bestehen aus entsprechend hochwertigen Materialien wie hochspannungsfestem Kunststoff oder Silikon. Diese Werkstoffe sind – abhängig von Zeit und Temperatur – einem gewissen Alterungsprozess unterworfen. Durch diese Alterungseinflüsse sinken die mechanischen Eigenschaften des Steckers: Die mechanische Dehnbarkeit nimmt ab, die Flexibilität des Materials verringert sich, das Material wird spröde und brüchig, Haarrisse entstehen. Die Konsequenz: Die Durchschlagsfähigkeit des Steckers verringert sich – denn der Zündfunke sucht sich von der Zündspule zur Zündkerzenmasse den Weg des geringsten Widerstands.

Der Zündkerzen-Isolator – Hinweis auf Stecker-Defekte Bei betagten und versprödeten Steckern kann es auf dem Isolator der Zündkerze zu Spannungsüberschlägen kommen. Diese Überschläge hinterlassen Spuren auf der IsolatorOberfläche – und sind daher eine wichtige Diagnosehilfe: Feine oder dunkle Einsägungen in Längsrichtung des Isolators sind ein Anzeichen für Funkenüberschläge. Daher sind in jedem Fall neben den Zündkerzen-Steckern auch die Zündkerzen auszutauschen.

Unser Tipp: Bestreichen Sie bei jedem Zündkerzenwechsel den Stecker innen mit BERU Zündkerzen-Steckerfett ZKF 01 (BERU Bestell-Nr. 0 890 300 029). Es sorgt für eine optimale elektrische Isolierung, unterbindet das Verbacken von Zündkerzenstecker und -hals, vermeidet Wassereintritt und Korrosion der Kontaktstellen und verringert die Gefahr von Steckerbeschädigungen beim Ein- und Ausbau. Bei Einzel- und Doppelfunkenzündspulen sollte bei jedem Zündkerzenwechsel möglichst auch der Stecker erneuert werden. Dies gilt umso mehr bei Zündkerzen mit tief im Motor sitzendem Isolator, da die Wärme den Weichmacher aus dem Silikon ziehen und damit die Versprödung begünstigen kann.


ATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTATT-INFO · WERKSTAT

Kurzcheck 1. Stecker in Augenschein nehmen Auf optisch sichtbare Alterserscheinungen achten

Ein versprödeter Zündkerzenstecker mit Haarrissen – beim Zusammendrücken deutlich erkennbar.

Achten Sie auf den Produktionscode/Datumsstempel im Stecker: Im Beispiel rechts: Die letzten 2 Ziffern der Jahreszahl (01 = 2001), im äußeren Bereich ergänzt vom Produktionsmonat (12 = Dezember).

Zündkerzenstecker sollten spätestens nach 10 Jahren ersetzt werden. 2. Zündkerzen-Isolator auf mögliche Spannungsüberschläge untersuchen 3. Nach dem Austausch der Zündkerzen den Stecker innen mit BERU Zündkerzensteckerfett bestreichen BERU Zündkerzen-Steckerfett: Vor dem Einschrauben der Zündkerze in den Stecker gestrichen, schützt es vor Versprödung und damit vor Hochspannungsüberschlägen.


werkstatt-info_zuendkerzenstecker