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Ch. Links Verlag Herbst 2019

© Bundesarchiv 183-1989-1110-408 / Hanns-Peter Lochmann

30 Jahre Friedliche Revolution – 30 Jahre Ch. Links Verlag


Erste Verlagsadresse: Gethsemanestraße 11

Weithin sichtbares Verlagslogo an unserer zweiten Verlagsadresse: Zehdenicker Str. 1

20 Jahre Verlagstätigkeit in der KulturBrauerei unter dem Himmel von Berlin: Schönhauser Allee 36


Liebe Kolleginnen und Kollegen im Buchhandel, in den Bibliotheken und in den Medien! 2019 ist für uns ein ganz besonderes Jahr. Das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution in der DDR fällt zusammen mit unserem 30. Verlagsgeburtstag. Drei Wochen nachdem die Mauer gefallen war (Näheres dazu im Band »Sofort, unverzüglich«), fiel auch die Zensur und war der Weg frei zur eigenen Verlagsgründung. (Im Dezember wird es eine Verlagschronik mit Bibliografie geben.) Es folgten ISBN 978-3-96289-072-2 dramatische Monate (siehe »Finale. Das letzte Jahr der DDR«), in denen wir die ersten kritischen Bücher zum untergehenden System veröffentlichten. Das Grenzregime wurde aufgearbeitet (dazu in unserem Herbstprogramm »Faszination Freiheit« und »Die Todesopfer an der Berliner Mauer«), und das Wirken der Opposition konnte endlich offen dargestellt werden (»Seid doch laut!«). Doch obwohl nun schon 30 Jahre Bücher zum zweiten deutschen Staat erscheinen, gibt es noch immer kaum erforschte Bereiche. Dazu gehören die Geschichten jener 400 000 Menschen, die trotz der Schikanen und oft langer Wartezeiten über einen Ausreiseantrag die DDR verließen (»Ständige Ausreise«). Bei allem historischen Rückblick ist unser neues Herbstprogramm aber auch wieder von der aktuellen Politik geprägt, im Inland wie im Ausland. So beschäftigt sich Thomas Wüpper mit dem Chaos bei der Bahn (»Betriebsstörung«), und Moritz Holfelder bringt sich mit einer Streitschrift in die Debatte um eine mögliche Rückgabe von kolonial erbeuteten Museumsstücken ein (»Unser Raubgut«). Ein Journalistenteam aus sieben Ländern spürt der

Unsere Autorin Petra Köpping sowie die Autoren Peter Wensierski (links) und Roland Jahn (rechts) zu Besuch auf der Leipziger Buchmesse.

Internationale der Rechtspopulisten nach (»Angriff auf Europa«), und aus den Niederlanden erfahren wir, »Warum Feminismus gut für Männer ist«. Unser 30-jähriges Jubiläum ist auch mit einem Ortswechsel verbunden. Nachdem der Verlag zunächst in meinem Arbeitszimmer in der Berliner Gethsemanestraße gegründet worden war, logierten wir die ersten zehn Jahre in einer selbst ausgebauten Etage eines ehemaligen Baustellenlagers in der Zehdenicker Straße und waren die letzten 20 Jahre in der quirligen Kulturbrauerei im Herzen des Prenzlauer Berges untergebracht. Doch das gesamte Areal ist zwischenzeitlich – zusammen mit vielen anderen ostdeutschen Immobilien – von der Bundesregierung an einen amerikanischen Finanzinvestor verkauft worden, der nun zum Jahresende unsere Miete nahezu verdoppeln will. Daher starten wir unser nächstes Jahrzehnt im preisgünstigeren Kreuzberg, im Aufbau-Haus am Moritzplatz – und schauen vom Westen auf die ehemalige Grenzübergangsstelle nach Ost-Berlin. Dr. Christoph Links, Verlagsleiter

Editorial    3


Wie tief die Bahn wirklich in der Krise steckt Der Zug ist verspätet, überfüllt oder fällt ganz aus, Klimaanlage und Toiletten sind defekt, das Bordbistro geschlossen: Bei der Deutschen Bahn ist die Betriebsstörung zum Dauerzustand geworden. Trotz hoher Ticketpreise und öffentlicher Zuschüsse sind Fahrzeuge und Schienennetz verlottert, für die Steuerzahler droht der größte Staatskonzern ein Fass ohne Boden zu werden. Dabei brauchen wir eine funktionierende Bahn mehr denn je, wenn wir den Verkehrskollaps vermeiden und unsere Klimaziele erreichen wollen.

Der Wirtschaftsjournalist Thomas Wüpper deckt seit Jahren Missstände und Fehlentwicklungen bei der Bahn auf. Hier beschreibt er das ganze Ausmaß des Debakels und analysiert die Ursachen: Missmanagement, teure Prestigeprojekte wie Stuttgart 21, das Versagen der Politik. Und er stellt die besten Konzepte vor, um die Bahn wieder zu einem günstigen, verlässlichen Verkehrsmittel zu machen – und zu einem Motor für nachhaltige Mobilität.

»Kein Unternehmen in Deutschland (mit Ausnahme von Volkswagen vielleicht) erhitzt derzeit die Gemüter so wie die Bahn. Selbst passionierte Bahnreisende verlieren die Geduld.« Spiegel online

Thomas Wüpper Jahrgang 1961, arbeitet seit 1992 als Wirtschaftskorrespondent in Berlin. Schwerpunkte: Verkehrs- und Verbraucher­ themen, zuvor der Aufbau Ost und die skandalträchtige Treuhandanstalt. Zur Bahn hat er mehr als 1000 Artikel verfasst, unter anderem für die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, Rheinpfalz, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Kölner Stadt-Anzeiger, Hannoversche Allgemeine, Badische Zeitung und Freie Presse.

4    Politik


¡¡ Das kritische Sachbuch zum Thema

Thomas Wüpper

¡¡ Jeder zweite Deutsche fährt zumindest gelegentlich mit der Bahn

Betriebsstörung

¡¡ Mehr als jeder vierte Fernzug der Bahn war 2018 verspätet ¡¡ Der Autor hatte Zugang zu zahlreichen streng vertraulichen Informationen aus dem Unter­ nehmen

Das Chaos bei der Bahn und die überfällige Verkehrswende ca. 250 Seiten Broschur  12,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-96289-052-0 15,00 € (D)  15,50 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

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Politik    5


Wie Europas Rechte ihre Kräfte bündelt Seit 2018 recherchieren Fachjournalistinnen und -journalisten aus Deutschland, Ungarn, Polen, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz gemeinsam zu den rechten Parteien in Europa. Was verbindet diese, was trennt sie, wo lernen sie voneinander? Und welche Rolle spielt Russland als Vorbild und Förderer? Das Buch deckt auf, wie die Rechtspopulisten kooperieren, um in den Einzelstaaten ihre Agenda durchzusetzen – etwa die Verschärfung des Abtreibungsrechts –, wie sie NGOs und etablierte Medien bekämpfen und den Klimaschutz blockieren.

© DAVID ILIFF. Lizenz: CC-BY-SA 3.0 (WikiCommons)

In fast allen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Parteien auf dem Vormarsch, in manchen regieren sie sogar. Und sie arbeiten zunehmend länderübergreifend zusammen. Ihr gemeinsamer Feind: die Europäische Union, wie wir sie kennen. Nicht nur verstehen sie sich als Gegenspieler des Brüsseler Establishments, sie lehnen auch zentrale Werte des europäischen Projekts ab: Offenheit, Pluralismus, Minderheitenschutz, Multi­ lateralismus. Schon jetzt blockieren sie eine gemeinsame Migrationspolitik. Wie gefährlich ist die Rechtsfront nach den Europawahlen für die EU?

Das Europaparlament in Strasbourg, 2014.

Malene Gürgen Jahrgang 1990, ist Redakteurin im Berlin-Ressort ­der tageszeitung.

Patricia Hecht Jahrgang 1979, ist Genderredakteurin im Inland-Ressort der tageszeitung.

Nina Horaczek Jahrgang 1977, ist Chefreporterin beim Falter in Wien.

Christian Jakob Jahrgang 1979, ist Redakteur im Ressort Reportage und Recherche bei der tageszeitung.

Sabine am Orde Jahrgang 1966, ist innenpolitische Korrespondentin bei der tageszeitung.

6    Politik


¡¡ Erste Analyse des neuen Rechtsblocks im Europaparlament

Malene Gürgen  Patricia Hecht  Nina Horaczek Christian Jakob  Sabine am Orde

¡¡ Rechtspopulisten beeinflussen immer stärker die Gesetzgebung in Europa

Die Internationale der Rechtspopulisten

¡¡ Das Buch beruht auf Recherchen von die tageszeitung (Deutschland), Libération (Frankreich), Falter (Österreich), HVG (Ungarn), Gazeta Wyborcza (Polen), Internazionale (Italien) und WOZ (Schweiz)

Angriff auf Europa ca. 240 Seiten  mit Abbildungen Broschur  12,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-96289-053-7 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

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Politik    7


Warum wir den Boden nicht wie Dreck behandeln sollten Ob im eigenen Garten, unter Äckern und Feldern, Wiesen und Wäldern: Es ist der Boden, der dafür sorgt, dass wir essen, atmen und sauberes Wasser trinken können. Mehr noch: Wie wir mit der wunderbaren Welt unter unseren Füßen umgehen, ist für das Weltklima genauso entscheidend wie die Frage, womit wir unsere Autos antreiben oder wie wir unseren Strom produzieren. Und doch erfährt kaum ein Naturphänomen so viel Missachtung wie der Boden. Jedes Jahr geht er tonnenweise verloren, wird weggeschwemmt und weggeweht – ein Skandal für Umwelt und Klima.

Susanne Dohrn schildert anschaulich, welche beeindruckenden Leistungen das faszinierende Zusammenspiel von Pflanzen, Insekten, Würmern, Pilzen und anderen Mikroorganismen unter der Erde vollbringt und wie industrielle Landwirtschaft und Bodenspekulation das alles gefährden. Ein starkes Plädoyer für mehr Achtsamkeit im Umgang mit einer kostbaren und unersetzlichen Ressource.

Weltweit gehen jedes Jahr mehr als 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Erde verloren – mehr als 45 000 Tonnen pro Minute.

Susanne Dohrn Jahrgang 1955, Dr. phil., Studium der Fächer Englisch und Geschichte, freie Journalistin und Publizistin, Redakteurin, Textchefin und von 2002 bis 2009 Mitglied der Chefredaktion der SPD-Zeitung vorwärts, seit 2013 Ratsfrau der Stadt Tornesch in Schleswig-Holstein. 2017 erschien im Ch. Links Verlag ihr Buch »Das Ende der Natur. Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür« (2. Auflage 2018).

Nominiert für das Wissensbuch des Jahres 2018

978-3-86153-960-5

8    Politik


¡¡ Ein Blick in die faszinierende Welt unter unseren Füßen

Susanne Dohrn

¡¡ Wenig bekannt: Böden sind der wichtigste Speicher für Kohlendioxid und damit entscheidend für den Kampf gegen die Klimakatastrophe

Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel

¡¡ Was muss die Politik, was können wir alle tun

Der Boden ca. 240 Seiten  ca. 10 Illustrationen Broschur  12,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-96289-054-4 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

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Politik    9


Wie Männer von einer geschlechtergerechten Gesellschaft profitieren Wenige Bewegungen ziehen derzeit so viele Aggressionen auf sich wie der Feminismus. Warum eigentlich? Schließlich leiden auch Männer unter den ungerechten Geschlechterverhältnissen, die sie selbst geschaffen haben: Sie bekommen häufiger einen Herzinfarkt, begehen öfter Suizid, haben generell eine geringere Lebenserwartung. All das hat ganz wesentlich damit zu tun, dass sie sich immer noch an überkommenen Vorstellungen von Männlichkeit orientieren: möglichst viel arbeiten, Stärke und Durchsetzungsvermögen zeigen müssen.

Gerade gegen solche einengenden Rollenerwartungen und gesellschaftliche Benachteiligungen überhaupt kämpft der Feminismus, sagt Jens van Tricht. Deshalb profitieren letztlich alle davon – auch die Männer. Van Trichts Buch wirft einen frischen Blick darauf, wie Männlichkeitsvorstellungen toxisch wirken, und was Männer tun können, um sich davon zu befreien. Ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, dass jeder Mensch seine Talente und Vorlieben frei entfalten können sollte.

»Und deswegen sage ich aus vollem Herzen: Ich bin Feminist.« Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister

»Ich bewundere Jens van Tricht. Der niederländische Gründer von Emancipator weiß gar nicht, wie mutig er ist.« De Standaard

Jens van Tricht Jahrgang 1969, hat an der Universität Amsterdam Frauenund Geschlechterwissenschaften studiert und beschäftigt sich seit 25 Jahren mit dem Thema »Männer und Männlichkeit«. In den Niederlanden hat er die Organisation Emancipator ins Leben gerufen. Außerdem gehört er zu den Koordinatoren der seit 2006 bestehenden weltweiten MenEngage Alliance, die mit Jungen und Männern an der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit arbeitet.

© Jelmer de Haas

TEDx-Talk mit dem Autor auf

10    Politik

https://bit.ly/2DgjDyf


¡¡ Warum auch Männer Feministen sein sollten

Jens van Tricht

¡¡ Ein origineller Debattenbeitrag

Warum Feminismus gut für Männer ist

¡¡ Der Autor spricht Deutsch und arbeitet mit Männerorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

Aus dem Niederländischen von Christina Brunnenkamp und Isabel Hessel ca. 180 Seiten  ca. 22 Abbildungen Broschur  12,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-96289-055-1 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im September 2019

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Politik    11


Das Jahrhundertleben eines deutschjüdischen Künstlers Seine Verse kennt man bis heute: Robert Gilbert war einer der begehrtesten Liedtexter der Weimarer Republik. Er arbeitete mit Komponisten wie Friedrich Hollaender und Hanns Eisler zusammen, wurde von den Comedian Harmonists, Heinz Rühmann, Marlene Dietrich und vielen anderen interpretiert. Zugleich verfasste er hellsichtige politische Lyrik und Arbeiterkampflieder – sein »Stempellied« wurde durch Ernst Busch zum sozialistischen Klassiker. Da Gilbert Jude war und mit der KPD sympathisierte, musste er 1933 aus

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»Ein sarkastischer Poet von scharfem politischen Witz.« Die Zeit

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»Denjenigen, die um das Poetische der Kinderzeit [...] wissen und die Erinnerung an die lorbeerlose Urzeit sich nicht haben nehmen lassen [...], wird es nicht schwer fallen, in Robert Gilbert jenen Nachfahr zu entdecken, den Heine nie gehabt hat.« Hannah Arendt Christian Walther

© Arne Sattler

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Deutschland emigrieren. Nach dem Krieg kehrte er zurück, machte Kabarett mit Erich Kästner und war über lange Zeit der gefragteste Musicalübersetzer im deutschsprachigen Raum. Christian Walther schildert die Heimischwerdung eines kritischen Intellektuellen in der Welt des Populären. Zugleich nimmt er uns mit auf eine Zeitreise vom Berlin der Zwanzigerjahre über das Exil in Wien, Paris und New York bis zurück in die Unterhaltungswelt im geteilten Deutschland.

12    Biografie

Jahrgang 1956, ist freier Journalist und Vorsitzender des Journalistenverbands Berlin-Brandenburg. Seit dem Studium der Politikwissenschaft arbeitet er für Presse, Funk und Fernsehen, vor allem als Reporter für die Berliner Abendschau des rbbFernsehens. Er war Pressesprecher der Freien Universität, der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der Leibniz-Gemeinschaft. Er lebt in Berlin.


Mit einem Vorwort von Max Raabe

¡¡ Die Wiederentdeckung eines »gespaltenen Dichters«

Christian Walther

¡¡ 120. Geburtstag Robert Gilberts am ­ 29. September 2019

Robert Gilbert – Lieddichter zwischen Schlager und Weltrevolution. Eine Biografie

¡¡ Playlist bei

Mit einem Vorwort von Max Raabe

Ein Freund, ein guter Freund

ca. 300 Seiten  zahlreiche Abbildungen Festeinband mit Schutzumschlag  13,5 x 21 cm ISBN 978-3-96289-056-8 28,00 € (D)  28,80 € (A) Auslieferung im September 2019 https://spoti.fi/2KBrI6F 9 783962

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Biografie    13


Zwangsarbeit für das NS-Regime – ein lange verdrängtes Kapitel 2,75 Millionen Menschen wurden während des Zweiten Weltkriegs aus den von der Wehrmacht besetzten Ostgebieten ins Deutsche Reich verschleppt. Sie mussten in der Rüstungsindustrie, im Bergbau, in der Landwirtschaft oder als Hausangestellte arbeiten, lebten hinter Stacheldraht in primitiven Barackenlagern, durften keinen Privatkontakt zu Deutschen haben und nicht über eigenes Geld verfügen. Sie wurden gedemütigt, geschlagen und für die kleinsten Vergehen in Konzentrationslager gesteckt. An der Kleidung mussten sie den Aufnäher OST tragen. Nach ihrer Befreiung betrachtete man sie in der Sowjetunion als Verräter. Viele wurden erneut zu Zwangsarbeit genötigt, diesmal in Stalins Lagern. An einer Aufarbeitung dieses Kapitels der deutsch-russischen Geschichte

bestand jahrzehntelang wenig Interesse. Die deutsche Wirtschaft wollte sich um Entschädigungszahlungen drücken, die sowjetische Regierung versuchte die eigene Mitschuld am Schicksal der ehemaligen Zwangsarbeiter zu kaschieren. Ab Anfang der 1990er Jahre führten Mitarbeiter der Moskauer Menschenrechtsorganisation Memorial, angeregt und unterstützt durch die Heinrich-Böll-Stiftung, Interviews mit mehr als 200 ehemaligen Ostarbeitern, die zum Teil noch nie über ihre Erlebnisse gesprochen hatten. Aus diesem Mate­r ial, ergänzt durch Briefe und Erinnerungen, ist ein informatives und zugleich bewegendes Buch entstanden, das auf überzeugende Weise historische Fakten und persönliches Erleben miteinander verbindet.

Die Organisation Memorial Memorial International ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1988 aus einer breiten gesellschaftlichen Bewegung hervorging. Heute besteht Memorial aus weltweit mehr als 80 Organisationen, ihr Hauptsitz ist Moskau. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die historische Aufarbeitung der Zeit der kommunistischen Diktatur, die Einhaltung der Menschenrechte. Außerdem betreibt Memorial eine intensive Forschungs- und Aufklärungsarbeit und verfügt über eine einzigartige Sammlung von Zeugnissen und Dokumenten der Opfer der politischen Repressionen der 1920er bis 1980er Jahre. Memorial erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, darunter 2004 den Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis).

14    Zeitgeschichte


¡¡ Erstes populäres Buch zum Thema

Memorial Moskau (Hg.)

¡¡ Basiert auf mehr als 200 Interviews, zahlreichen Briefen, Dokumenten und Fotos

Für immer gezeichnet

¡¡ Erste Gesamtschau der Ereignisse, auch über die NS-Zeit hinaus

Aus dem Russischen von Christina Links und Ganna-Maria Braungardt

Die Geschichte der Ostarbeiter

Herausgegeben von Aljona Koslowa, Nikolai Michailow, Irina Ostrowskaja und Irina Scherbakowa ca. 400 Seiten  ca. 150 Abbildungen Festeinband  16,5 x 23,5 cm ISBN 978-3-96289-057-5 28,00 € (D)  28,80 € (A) Auslieferung im Oktober 2019 9

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Zeitgeschichte    15


Wie viel in unseren Museen ist illegal erworben? Im November 2018 verkündete Emmanuel Macron in Paris sein radikales Vorhaben zur Rückerstattung kolonialen Raubguts. Das schreckte auch deutsche Museumschefs auf, die in Sachen Restitution lange Zeit nur zu diffusen Absichtserklärungen bereit waren. Vor allem im Berliner Humboldt Forum, das mit den Sammlungen des Ethnologischen Museums ab Herbst 2019 einen »Dialog der Weltkulturen« installieren will, begannen hektische Aktivitäten. Nun wird auch öffentlich über den Umgang mit kolonialen Raubgütern gestritten. Moritz Holfelder hat deutsche und europäische Museen besucht und sich den Umgang mit Kulturgütern ungeklärter Provenienz angesehen. Er plädiert in seiner Streitschrift für einen offenen und differenzierten Umgang mit dem einstigen Raubgut.

¡¡ Ein umfassender Überblick zur Debatte um Raubkunst, Restitution und Post-Kolonialismus

Moritz Holfelder

Moritz Holfelder

Unser Raubgut

Jahrgang 1958, Studium der Kunstgeschichte und Publizistik in München, freier Redakteur und Kulturjournalist für den Bayerischen Rundfunk, lebt seit 2001 in München und Berlin. Zahlreiche Features, Fotoarbeiten und Buchveröffentlichungen, zuletzt eine Biografie des Filmemachers Werner Herzog. Im Ch. Links Verlag erschien: »Palast der Republik – Aufstieg und Fall eines symbolischen Gebäudes« (2008).

Eine Streitschrift zur kolonialen Debatte ca. 150 Seiten  ca. 30 Abbildungen Broschur  12,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-96289-058-2 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im September 2019

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16    Politik

Auch als e book

© dpa - Fotoreport 2138779

¡¡ Eröffnung des Berliner Humboldt Forums im November 2019


Š dpa - Fotoreport 2138779

Schwerpunkt 30 Jahre Friedliche Revolution


Feiern Sie mit uns 30 Jahre Nur bei Ihrem Verlagsvertreter (S. 44):

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30 Jahre Friedliche Revolution

30 Jahre Friedliche Revolution – wir haben die Bücher

978-3-96289-059-9

30 Jahre Ch. Links Verlag »Wende«-Plakat (mit allen Covern auf der Rückseite) · Format 42 x 59,4 cm

Novitäten-Paket (groß)

978-3-96289-060-5

978-3-96289-061-2

»Das Spektrum seiner Themen, seine kulturelle Prägung, seine aufklärerische Energie erweisen den Ch. Links Verlag als freiheitsbewussten Erbnießer der Wende und des Mauerfalls. Seine Bücher erhellen Realität.« Christoph Dieckmann

www.christoph-links-verlag.de

Streifenplakat Format 30 x 63 cm

Novitäten-Paket (klein)

5 x Faszination Freiheit (9050)

3 x Faszination Freiheit (9050)

5 x Ständige Ausreise (9059)

3 x Ständige Ausreise (9059)

5 x Sofort, unverzüglich (9060)

3 x Sofort, unverzüglich (9060)

5 x Finale (9061)

3 x Finale (9061)

2 x Todesopfer an der Berliner Mauer (9062)

1 x Todesopfer an der Berliner Mauer (9062)

1 x Streifenplakat Mauerfall (95505)

2 x Streifenplakat Mauerfall (95505)

1 x Wende-Plakat (A2) (95506)

1 x Wende-Plakat (A2) (95506)

213,32 € Netto-EK · Prolit-Nr. 157-90003

125,42 € Netto-EK · Prolit-Nr. 157-90004


Friedliche Revolution! »Das Spektrum seiner Themen, seine kulturelle Prägung, seine aufklärerische Energie erweisen den Ch. Links Verlag als freiheitsbewussten Erbnießer der Wende und des Mauerfalls. Seine Bücher erhellen Realität.« Christoph Dieckmann

Backlist-Paket (groß) 1 x Ausbruch aus der Vormundschaft (9035)

3 x Was ich dir immer schon mal sagen wollte (846)

3  x Die Grenze (560)

3 x Wie war das für euch? (916)

3 x Deutschland grenzenlos (774)

1 x Der Tunnel am Checkpoint Charlie (9021)

3 x 100 Orte der DDRGeschichte (9000)

2 x Unterirdisch in die Freiheit (854)

2 x Die Berliner Mauer (858)

2 x Wege durch die Mauer (855)

5 x Mauer Pocket (649)

5 x Tunnel 57 (918)

3 x Abgesang der Stasi · CD (829)

3 x Integriert doch erst mal uns! (9009)

3 x Mauergeschichten (956)

3 x Verratene Kinder (790)

3 x Frauen in der DDR (978)

3 x Herbst der Entscheidung (775) 3 x Ost-Berlin (9013) 3 x West-Berlin (9014) 3 x Geteilte Geschichte (845)

2 x Berlin – Stadt der Revolte (988)

3 x Ostfrauen verändern die Republik (9034)

3 x Anders sein (9045)

5 x Relikte der Stasi (765)

3 x Todesstreifen (993)

2 x Streifenplakat Mauerfall (95505)

3 x Hinter Mauern (999)

2 x Wende-Plakat (A2) (95506)

688,53 € Netto-EK · Prolit-Nr. 157-90001

Backlist-Paket (klein) 2 x Die Grenze (560)

2 x Ost-Berlin (9013)

2 x Deutschland grenzenlos (774)

2 x West-Berlin (9014)

3 x 100 Orte der DDR-Geschichte (9000) 2 x Geteilte Geschichte (845) 2 x Todesstreifen (993)

5 x Relikte der Stasi (765)

2 x Herbst der Entscheidung (775) 2 x Integriert doch erst mal uns! (9009) 2 x Streifenplakat Mauerfall (95505) 2 x Wie war das für euch? (916)

1 x Wende-Plakat (A2) (95506)

242,10 € Netto-EK · Prolit-Nr. 157-90002

Alle Cover finden Sie auf den Seiten 28/29


Leben in der Zwischenzeit – von der Antragstellung bis zur Ausreise aus der DDR Fast 400 000 Menschen reisten zwischen dem Bau und dem Fall der Mauer legal aus. Nachdem die DDR die KSZE-Schlussakte von Helsinki unterzeichnet hatte, war der »Antrag auf ständige Ausreise« ab Mitte der 1970er-Jahre die mit Abstand häufigste Form, die DDR zu verlassen. Doch wer einen Ausreiseantrag gestellt und die »Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR« beantragt hatte, musste sich auf eine harte Zeit einstellen und wurde oft wie ein Verräter behandelt – nicht nur von Behörden, oft auch von Vorgesetzten, Kollegen und sogar von Nachbarn oder Familienmitgliedern. 24 Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland – darunter Henry Bernhard, Anja Maier, Peter Pragal, Gerald Praschl, Andreas Was-

sermann – erzählen die Geschichten von Menschen zwischen Antragstellung und Ausreise. Was waren die Motive für das Verlassen der DDR? Wie lebte man in der »Zwischenzeit«, wenn man sich nicht verlieben durfte oder es keinen Sinn hatte, die Wohnung zu streichen? Wie reagierten das private und das berufliche Umfeld? Wie war es, durch das Heimatdorf zu laufen, wenn der Abschied nahte?

»Wir freuen uns über jeden, der in die Bundesrepublik übersiedeln möchte und von den Behörden der DDR die Genehmigung dazu erhält.« Helmut Kohl, 15. März 1984

Jana Göbel

© Jan Wiese

Geboren 1962 in Ost-Berlin, beendete 1986 ihr Studium zur DiplomAgrarökomomin und besuchte 1991 die Deutsche Journalistenschule München. Sie ist Redakteurin in der multimedialen Investigativ-Redaktion rbb24-Recherche.

© Dora Seißinger

Matthias Meisner Jahrgang 1961, ist Redakteur und Autor beim Tagesspiegel. 2016 erhielt er den Zweiten Preis des Wächterpreises der deutschen Tagespresse. ­ Mit Heike Kleffner veröffentlichte er 2017 »Unter Sachsen – Zwischen Wut und Willkommen« im Ch. Links Verlag.

20    Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution


¡¡ 24 Porträts von Menschen, die auf legalem Weg die DDR verlassen haben

Jana Göbel  Matthias Meisner (Hg.)

¡¡ Mit Essays von Ilko-Sascha Kowalczuk, Jacqueline Boysen und Andrea Dernbach

Schwierige Wege aus der DDR

¡¡ Vorabdrucke u. a. in der tageszeitung, im Tagesspiegel, den Nürnberger Nachrichten, der Super-Illu und der Thüringer Allgemeine ¡¡ Vorberichterstattung im rbb

Ständige Ausreise ca. 240 Seiten  ca. 30 Abb. Festeinband  14 x 21 cm ISBN 978-3-96289-059-9 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im August 2019

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Auch als e book

Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution    21


Wahre Geschichten aus dem geteilten Deutschland Mitten durch Deutschland zog sich eine der am schärfsten bewachten Grenzen der Welt. 28 Jahre lang haben Menschen versucht, sie zu überwinden. Der Drang nach Freiheit beflügelte ihre Phantasie und ihren Erfindergeist. In geheimen Verstecken bastelten DDR-Bürger an kuriosen Fortbewegungsmitteln, die ihnen die Flucht ermöglichen sollten. Es entstanden Mini-Flugzeuge und sogar U-Boote. Andere konstruierten eine Seilbahn über die Mauer, flogen gekaperte Agrarmaschinen, obwohl sie es nie gelernt hatten, oder wagten sich über die zugefrorene Ostsee. Bodo Müller hat die Akteure von damals befragt. Er erzählt in 13 spannenden Reportagen ihre Flucht­ abenteuer und berichtet vom ungebrochenen Freiheitswillen, der viele zum Äußersten trieb. Zugleich

dokumentiert er in einer Übersicht mehr als ­70 dramatische Fluchtfälle zwischen 1961 und 1989.

Pressestimmen zu früheren Ausgaben

»Bodo Müllers Fluchtgeschichten (…) sind authentische, lebendige Reportagen, die den Leser fast atemlos machen.« Deutsche Welle »Mit großer Sachkenntnis und Sorgfalt hat Müller seine Geschichten recherchiert und die Handelnden von damals befragt. Herausgekommen ist ein faszinierendes Buch voller Dramatik, Spannung, aber auch Tragik.« Der Tagesspiegel

Bodo Müller Geboren 1953 im heutigen Sachsen-Anhalt, studierte Journalismus und Fotografie, war Redakteur in Halle (Saale) und Rostock. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch über die Ostsee und Inhaftierung in Rostock stellte er 1986 einen Ausreiseantrag. Der SED-Staat antwortete mit Berufsverbot, Müller schrieb und fotografierte fortan illegal für westdeutsche Magazine. Er lebt als freier Fotograf und Buchautor in Lübeck-Travemünde und arbeitet weltweit für Magazine (Reisen, Wassersport, Mode), ist Autor von zahlreichen TVReportagen und 17 Büchern.

22    Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution


¡¡ Mehr als 20 000 verkaufte Exemplare

Bodo Müller

¡¡ Nach wie vor der einzige Übersichtsband zum Thema

Faszination Freiheit Die spektakulärsten Fluchtgeschichten 7., erweiterte und aktualisierte Auflage ca. 260 Seiten  ca. 50 Abbildungen Festeinband  14 x 21 cm ISBN 978-3-96289-050-6 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im August 2019

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Auch als e book

Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution    23


Schabowskis Zettel und der Fall der Mauer Wie kam es am 9. November 1989 zur überraschenden Öffnung der Mauer? Wieso verlas das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer live im Fernsehen übertragenen internationalen Pressekonferenz eine neue Reiseregelung für DDR-Bürger, die eigentlich erst für den nächsten Tag bestimmt war? Weshalb löste sie dann noch in der Nacht einen Ansturm Zehntausender Menschen auf die Grenzübergänge und die Mauer am Brandenburger Tor aus? Was sich in der Nacht des Mauerfalls tatsächlich ereignete, warum es genau so geschah und wie die Beteiligten der Grenztruppen, des DDR-Sicherheitsapparates und die Führung im SED-Politbüro die Ereignisse erlebten und darauf reagierten, wird in diesem Buch detailliert geschildert. Die Basis sind jahrelange Recherchen zum Thema und Interviews mit Hunderten Zeitzeugen. Entstanden ist eine anschauliche Chronik, spannend wie ein Krimi.

Pressestimmen zur »Chronik des Mauerfalls«

»Hertle ist zweifellos der bestinformierte deutsche Wissenschaftler zu diesem Thema.« Das Parlament »Hertles Buch ist Zeitgeschichte auf höchstem Niveau: gut recherchiert, dabei glänzend geschrieben und sehr informativ.« Kölnische Rundschau »Hertles Chronik dieser Stunden (...) liest sich spannender als ein Roman von Stephen King.« Hannoversche Allgemeine Zeitung

Hans-Hermann Hertle

© Kroll

Jahrgang 1955, Dr. phil., Publizist und Sozialforscher, ist seit Dezember 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur Sozial- und Zeitgeschichte, Dokumentarfilme, Hörfunkfeatures. Friedrich-Wilhelm-Murnau-Kurzfilmpreis 1999, Bayerischer Fernsehpreis 2000, Grimme-Preis 2005 (»Damals in der DDR«), Politikaward 2011 und digita 2012 – Deutscher Bildungsmedien-Preis (Chronik-der-Mauer. de), Deutscher Preis für Onlinekommunikation 2015 (»Heute vor 25 Jahren – @Mauerfall89«).

24    Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution


¡¡ Das Standardwerk von Hans-Hermann Hertle – aktualisiert und stark erweitert!

Hans-Hermann Hertle

¡¡ Viele neue Interviews und bislang unveröffentlichte Dokumente

Die Chronik des Mauerfalls

Sofort, unverzüglich 13., erweiterte und aktualisierte Auflage ca. 360 Seiten  Festeinband  14 x 21 cm ISBN 978-3-96289-060-5 20,00 € (D)  20,60 € (A) Auslieferung im August 2019

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Auch als e book

Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution    25


Eine lebendige Chronik des 41. Jahres der DDR Das 41. Jahr ist zugleich das spannendste der gesamten DDR-Geschichte. Zwischen dem 7. Oktober 1989 und dem 3. Oktober 1990 überschlagen sich die Ereignisse: Das Volk stürzt die alte SEDFührung und erzwingt die Öffnung der Mauer, am Runden Tisch entsteht eine Parallelregierung, die demokratische Wahlen durchsetzt. Dabei siegt die konservative Parteienallianz für eine schnelle deut-

sche Einheit, die unter wirtschaftlichen Zwängen in nur wenigen Monaten vollzogen wird – mit Unterstützung der früheren Siegermächte. All diese Vorgänge schildern die Autoren in kompakter Form und geben dabei zugleich mit Dokumenten, Hintergrundmaterial, Zeitzeugenberichten und Porträts Einblicke in das langjährige Funktionieren des ostdeutschen Staates.

Das neue Buch der Autoren von »Chronik der Wende«, »Bilderchronik der Wende. Erlebnisse aus der Zeit des Umbruchs 1989/90« und »Am Ziel vorbei. Die deutsche Einheit – Eine Zwischenbilanz«

Hannes Bahrmann Jahrgang 1952, Studium der Geschichte und Lateinamerikawissenschaften in Rostock; danach Journalist bei Rundfunk, Zeitungen und Nachrichtenagenturen; seit 1984 regelmäßige Reisen nach Kuba und Nicaragua; Autor zahlreicher Sachbücher zur Geschichte Mittelamerikas und der DDR-Politik.

Christoph Links Jahrgang 1954, geboren in Caputh/Potsdam, Studium der Philosophie und Lateinamerikanistik in Berlin und Leipzig, 1980 bis 1986 Lateinamerika-Redakteur der Berliner Zeitung, 1986 bis 1989 Assistent der Geschäftsleitung im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, Dezember 1989 Gründung des Ch. Links Verlages mit dem Schwerpunkt Politik und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts; zahlreiche Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen sowie Herausgaben zur Literatur- und Zeitgeschichte.

26    Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution


¡¡ DDR-Geschichte komprimiert

Hannes Bahrmann  Christoph Links

¡¡ Enthält eine Chronik der Ereignisse, Porträts, Zeitzeugenberichte, Hintergrunddokumenta­ tionen und jede Menge DDR-Witze

Finale.

¡¡ Durchgängig illustriert mit Fotografien von Andreas Kämper

Das letzte Jahr der DDR Mit Fotos von Andreas Kämper ca. 270 Seiten  ca. 30 Abbildungen Festeinband  14 x 21 cm ISBN 978-3-96289-061-2 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im August 2019

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Auch als e book

Zeitgeschichte – 30 Jahre Friedliche Revolution    27


Unsere erfolgreiche Backlist zu

Jürgen Ritter hat in den 1980er Jahren die Sperranlagen an der deutsch-deutschen Grenze sowie in und um Berlin in Zehntausenden von Bildern dokumentiert. An gleicher Stelle hat er nach der Deutschen Einheit die landschaftlichen und baulichen Veränderungen bis in unsere Tage fotografisch festgehalten. Die besten alten und neuen Aufnahmen, Bilder von damals und heute, sind im Buch gegenübergestellt, so dass der Leser einen deutlichen Eindruck vom Wandel erhält, der seither stattgefunden hat. Begleitend skizziert Peter Joachim Lapp die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Veränderungen, die seit dem Mauer- und Grenzfall von 1989 eingetreten sind. Eine einzigartige Dokumentation des Wandels im Grenzgebiet.

Ritter · Lapp

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Die innerdeutsche Grenze hat über Jahrzehnte Landschaften, Dörfer und Familien zerschnitten. Über 1.393 Kilometer zog sich ein teilweise verminter Sperrstreifen von der Ostseeküste bis nach Bayern. Zehntausende Menschen waren in ihrem täglichen Leben unmittelbar davon betroffen. Jürgen Ritter (Fotos) und Peter Joachim Lapp (Text) legen eine präzise recherchierte Dokumentation dieser erschreckend perfekten Sperranlage vor. Sie informieren nur über die technischen EinJürgen Ritter ·nicht Peter Joachim Lapp zelheiten und die militärischen Konzepte, sondern berichten auch von jenen Menschen, denen diese Grenze zum tödlichen Verhängnis wurde. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer politischen Geschichte, die vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zu den Versuchen einer juristischen Aufarbeitung nach der deutschen Vereinigung reicht. Der Band dokumentiert die Veränderungen der letzten Jahre und behandelt zugleich Möglichkeiten Bilder der deutsch-deutschen Grenze einer angemessenen historischen Aufarbeitung.

DEUTSCHLAND GRENZENLOS

Die Grenze Ein deutsches Bauwerk

Damals und heute

8. aktualisierte Auflage

8., aktualisierte Auflage

ISBN 978-3-86153-774-8

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Ehemaliger Grenzverlauf bei Waddekath (Sachsen-Anhalt), 1986 und 2010.

Jürgen Ritter Peter Joachim Lapp

Jürgen Ritter • Peter J. Lapp Die Grenze

DEUTSCHLAND GRENZENLOS

Geschichte in Bild und Text

ISBN 978-3-86153-560-7

www.orte-deutscher-geschichte.de www.christoph-links-verlag.de

9 783861 535607

978-3-96289-000-1

www.orte-deutscher-geschichte.de www.christoph-links-verlag.de

978-3-86153-560-7

978-3-86153-774-8

Leipzig im Herbst 1989: Der 17-jährige Abiturient Daniel, Sohn staatstreuer Eltern, soll sich – um studieren zu können – zu drei Jahren Armeedienst verpflichten. Er überwirft sich mit seinem Vater, haut von zu Hause ab, taucht in die Bürgerbewegungsszene ein, verliebt sich in eine der Akteurinnen und gerät immer tiefer in den Sog der Ereignisse der Friedlichen Revolution, die die DDR grundlegend verändern sollte. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Erwachen politischen Bewusstseins in stürmischen Zeiten.

Herbst der Entscheidung

Graphic Novels PM Hoffmann / Bernd Lindner

Eine Geschichte aus der Friedlichen Revolution 1989

ISBN 978-3-86153-775-5

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www.christoph-links-verlag.de

978-3-86153-993-3

978-3-86153-999-5

978-3-96289-045-2

Edition Berliner Unterwelten

978-3-96289-021-6

978-3-86153-854-7

28    30 Jahre Friedliche Revolution – Backlist

978-3-86153-855-4

978-3-86153-775-5


30 Jahren Friedliche Revolution Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer

Maria Nooke (Hg.) Mauergeschichten von Flucht und Fluchthilfe

Wie gingen die Berliner ab August 1961 mit dem Willkürakt des Mauerbaus um? Was bedeutete die Teilung Berlins für sie persönlich, und wie versuchten sie, die daraus folgenden Probleme zu lösen? In diesem Band, der auf eine Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte Berliner Mauer zurückgeht, erzählen Menschen aus Ost und West von ihren Erlebnissen und den damit verbundenen Gefahren: Ein ehemals überzeugter FDJ-Sekretär begründet seine Fahnenflucht als Grenzer und erzählt, wie ihn die Stasi im Westen verfolgte; zwei Liebespaare beschreiben die abenteuerlichen Wege, auf denen sie trotz undurchlässiger Grenze zusammenfanden; und Fluchthelfer erläutern, wie sie Tunnel bauten für Freunde und Verwandte. Die Geschichten geben Einblicke, wie die Mauer in Lebensplanungen eingriff und wie es immer wieder glückte, das Grenzregime zu unterwandern.

Die Berliner Mauer

Maria Nooke (Hg.)

Mauergeschichten von Flucht und Fluchthilfe Begegnung mit Zeitzeugen

ISBN 978-3-86153-956-8

www.stiftung-berliner-mauer.de www.christoph-links-verlag.de

Ch. Links Verlag 9

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VERÖFFENTLICHUNGEN DER STIFTUNG BERLINER MAUER

978-3-86153-858-5

978-3-86153-956-8

978-3-86153-918-6

Aus unserem allgemeinen Programm Judith C. ENDERS Mandy SCHULZE Bianca ELY(Hg.)

Petra Köpping

Integriert doch erst mal uns!

WIE

war das für

EUCH?

Eine Streitschrift für den Osten

Die Dritte Generation Ost im Gespräch mit ihren Eltern

Ch. Links Verlag

Ch. Links Verlag

978-3-96289-034-6

978-3-96289-009-4

978-3-96289-9035-3

978-3-86153-916-2

978-3-86153-846-2

Anna Kaminsky

FRAUEN in der DDR

Ingolf Kern Stefan Locke

GETEILTE GESCHICHTE 25 deutsch-deutsche Orte und was aus ihnen wurde

Ch. Links Verlag

Ch. Links Verlag

978-3-86153-978-0

978-3-86153-988-9

978-3-96289-013-1

978-3-96289-014-8

978-3-86153-845-5

Unser großer Bestseller im kleinen Format 978-3-86153-649-9 978-3-86153-650-5

30 Jahre Friedliche Revolution – Backlist    29


»Mit diesem Buch bekommen die vielen Mauertoten endlich ein Gesicht.« Deutschlandradio Kultur Wie viele Menschen kamen zwischen 1961 und 1989 tatsächlich ums Leben? Wer waren diese Menschen? Wie kamen sie zu Tode? Wie wurde mit den Familienangehörigen und dem Freundeskreis der Toten umgegangen? Welche öffentlichen und politischen Reaktionen lösten die Todesfälle in Ost und West aus? Welche Konsequenzen hatte das DDR-Grenzregime für die Schützen sowie die militärischen und politischen Befehlsgeber nach 1990? Wie wird der Todesopfer seither gedacht? Das Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Die Autorinnen und Autoren dokumentieren die Lebensgeschichten und Todesumstände der Mauertoten und ordnen sie in den zeitgeschichtlichen Kontext ein.

»Trotz erschütternder Details kommt das Buch ohne Pathos aus, hütet sich vor Kommentaren oder Mutmaßungen, lässt Fakten sprechen, legt sauber alle Quellen offen und beugt sich keiner ideologischen Diskussion.« stern.de

Hans-Hermann Hertle

Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961 – 1989

Jahrgang 1955, Dr. phil., Publizist und Sozialforscher, ist seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur Sozial- und Zeitgeschichte, Dokumentarfilme, Hörfunkfeature.

528 Seiten  112 Abbildungen Festeinband mit Schutzumschlag  16,5 x 23,5 cm ISBN 978-3-96289-062-9 25,00 € (D)  25,70 € (A) Auslieferung im August 2018

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30    Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer

Maria Nooke

© Tobia Nooke

Ein biographisches Handbuch 3., überarbeitete und erweiterte Auflage in neuer Ausstattung

© Kroll

Hans-Hermann Hertle  Maria Nooke (Hg.)

Jahrgang 1958, Dr. phil., religionspädagogische Tätigkeit, nach 1989 Studium der Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften, ist seit 2017 Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Viele Veröffentlichungen zu Nationalsozialismus, Teilungsgeschichte und DDR-Opposition.


Eine Spurensuche in Ost und West

¡¡ 28. August 2019: 125 Jahre Berliner Versöhnungskirche

Am 28. Januar 1985 sackte auf dem Grenzstreifen an der Bernauer Straße in Berlin der Turm der Versöhnungskirche in sich zusammen. 24 Jahre lang hatte sie mitten in Berlin von der Mauer eingeschlossen im Todesstreifen gestanden. Die West-Berliner Versöhnungsgemeinde hatte damals auf die längst verfallene Kirche verzichtet, um den Bau eines Gemeindezentrums im Ost-Berliner Neubaugebiet Hohen­ schönhausen zu ermöglichen – bis heute ein umstrittener »Deal«. Hans-Jürgen Röder greift auf bisherige Darstellungen, aber auch auf Erinnerungen von Zeitzeugen zurück. Zur Sprache kommen das Verhältnis von Staat und Kirche in der DDR wie auch die Beziehungen zwischen den beiden Kirchenregionen in Berlin und Brandenburg.

¡¡ Das Schicksal der Kirche, die 24 Jahre lang im Todesstreifen stand

Hans-Jürgen Röder

Hans-Jürgen Röder

Versöhnung im Schatten der Mauer

Jahrgang 1946, flüchtete 1954 mit seinen Eltern aus Suhl (Thüringen) in die Bundesrepublik; Studium der Geschichte, Politik und Publizistik in Göttingen, Hamburg und Berlin; ab 1975 Redakteur der West-­ Berliner Zeitschrift Kirche im Sozialismus; 1979 bis 1989 epd-Korrespondent in der DDR; Aufbau des epd-Landesdienstes Ost, den er bis zu seinem Ruhestand 2011 als Chefredakteur und Geschäftsführer leitete; 2009 Mitgründer der Stiftung Friedliche Revolution in Leipzig.

Die Berliner Versöhnungskirche im Kalten Krieg ca. 150 Seiten  ca. 45 Abbildungen Broschur  19,5 x 21,5 cm ISBN 978-3-96289-063-6 15,00 € (D)  15,50 € (A) Auslieferung im August 2019

9 783962

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Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer    31


»Maria-Mutter-Gottes-Genossen« in der SED? Das Eichsfeld war ein politisches Ausnahmegebiet in der DDR, das die SED-Diktatur vor besondere Herausforderungen stellte, ja bis an den Rand der Verzweiflung trieb. Um die Einflusssphäre der katholischen Kirche zurückzudrängen und in der industriearmen Region die soziale, wirtschaftliche, aber auch kulturelle Infrastruktur auszubauen, beschloss die Partei 1959 den »Eichsfeldplan«. Aus der katholischen Hochburg sollte eine sozialistische Industrie­region werden. Christian Stöber bilanziert die Eichsfeldpolitik der SED, aber auch die gesellschaftlichen Reaktionen und Wechselwirkungen – und zeigt, wie sich das katholische Milieu mit missmutiger Anpassung, Eigensinn und weltanschaulicher Verweigerung gegenüber den staatsparteilichen Drangsalierungen und Repressionen erfolgreich zu behaupten wusste.

Christian Stöber

Christian Stöber

Rosenkranzkommunismus

Jahrgang 1987, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-­ Universität Marburg, Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung, seit 2017 pädagogischer und wissenschaftlicher Leiter des Grenzmuseums Schifflersgrund in Thüringen.

Die SED-Diktatur und das katholische Milieu im Eichsfeld 1945–1989 ca. 400 Seiten  ca. 13 Abbildungen Broschur  14,8 x 21 cm ISBN 978-3-96289-064-3 40,00 € (D)  41,20 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

9 783962

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32    Forschungen zur DDR-Gesellschaft


»Jung, weiblich, feindlich-negativ« Im März 1982 verabschiedete die Volkskammer der DDR ein Gesetz, das die Einbeziehung von Frauen in die allgemeine Wehrpflicht vorsah. Sieben Frauen – Bärbel Bohley, Irena Kukutz, Katja Havemann, Karin Teichert, Bettina Rathenow, Almut Ilsen und Ulrike Poppe – formulierten eine Eingabe und schickten diese, unterschrieben von ca. 130 weiteren Frauen aus Berlin und Halle (Saale), im Oktober 1982 an Partei- und Staatschef Erich Honecker. Die Aktion gilt als Gründungsakt der »Frauen für den Frieden«. Nach mehr als 35 Jahren halten 18 ehemalige Mitglieder der Oppositionsgruppe eine lebendige Rückschau auf gemeinsame Aktivitäten und individuelle Schlüsselerlebnisse. Sie erzählen von Aktionen und Diskussionen, über grenzüberschreitende Kontakte und ihre Konflikte mit der Stasi. Und sie resümieren, wie sich die Zeit bis 1989 auf ihre Biografien auswirkte, als sie Dinge wagten und taten, die sie noch kurze Zeit zuvor für unmöglich gehalten hatten.

¡¡ Erste umfassende Veröffentlichung zur Geschichte der Ost-Berliner Initiativgruppe »Frauen für den Frieden« ¡¡ Eine der am längsten existierenden Oppositionsgruppen in der DDR Almut Ilsen

Seid doch laut!

Jahrgang 1950, Chemikerin und Fotografin, war 1982 Mitbegründerin und Mitglied der Ost-Berliner Oppositionsgruppe »Frauen für den Frieden«.

ca. 272 Seiten · ca. 40 Abbildungen · ca. 20 Dokumente Broschur · 14,8 x 21 cm ISBN 978-3-96289-065-0 30,00 € (D) · 30,90 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

9 783962

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Ruth Leiserowitz © Gintautas Berž

Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin

© Tobia Nooke

Almut Ilsen · Ruth Leiserowitz (Hg.)

Jahrgang 1958, Bibliotheks- und Verlags­ angestellte, Übersetzerin, Historikerin, seit 2009 stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Warschau, war seit 1982 Mitglied der »Frauen für den Frieden«.

Forschungen zur DDR-Gesellschaft    33


Ein Länderporträt

Benelux

Ein Länderporträt

Porträt einer Region

Ch. Links Verlag

Ch. Links Verlag

England Ein Länderporträt

Abbildungen: Umschlag vorn: Elefant im Verkehr auf einer Hauptstraße der Stadt Jaipur. © Vick Fisher/Alamy Umschlag hinten: Ein Fahrer betet für sein neues Taxi am Tempel der Göttin Kali, Kalkutta 2010. © Joerg Boethling, www.visualindia.de Umschlagklappe vorn: © Joerg Boethling, www.visualindia.de Umschlagklappe hinten: © Philipp Eyer

Ch. Links Verlag

978-3-86153-901-8

studierte Germanistik, Journalistik Psychologie, absolDie Vielfältigkeit Indiens ist fast schon ein Klischee. Ein und Land die Henri-Nannen-Journalistenschule der Widersprüche, das vierte changiert zwischen Kastenwesen und arbeitete als Redakteurin bei Stern und Hörzu. Seit 2002 ist sie als und Demokratie, zwischen Götterglaube und High-Tech, Journalistin in Indonesien tätig, zuerst bei der Tageszeitung blanker Armut und neuerTheWirtschaftskraft mit glitzernden Jakarta Post, später als freie Korrespondentin von Shopping-Malls. Bernardweltreporter.net Imhasly lebt für seit Jahrzehnten in deutsche Medien wie Stern, Die Zeit, Indien und kann wie kaum ein Zweiter Subkontinent Financial Times undvom taz. Heute lebt sie mit ihrem indonesischen ihren zwei Kindern in Jogjakarta auf erzählen, etwa, indem er von Mann der und indischen »HochzeitsJava und unterstützt dort40 unter anderem die Kulturproindustrie« mit einem Jahresumsatz von circa Milliarden desnicht Goethe-Instituts. US-Dollar berichtet odergramme von der zu unterschätzenden Rolle der indischen Mythologie in der aktuellen Politik. Ein Länderporträt, das die großen Unterschiede Indiens berücksichtigt und alle gesellschaftlichen Bereiche behandelt. ISBN 978-3-86153-822-6

9

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Abbildungen / Umschlag: Vorderseite: Stephan Pramme Rückseite: Stephan Pramme (Strand von Tel Aviv) Klappe vorn: picture-alliance / dpa Klappe hinten: Sharon Back

ISBN 978-3-86153-714-4

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3., aktualisierte Auflage www.laenderportraet.de www.christoph-links-verlag.de

978-3-96289-051-3

Indonesien ist ein Land mit unzähligen Facetten, in dem sich rund 300 verschiedene Völker auf mehr als 17 500 Inseln verteilen. Die viertgrößte Bevölkerung der Welt ist zu knapp 90 Prozent muslimisch, lebt aber in einer säkularen Demokratie. Zehn Luxuslimousinen in einem Vier-Personen-Haushalt sind genauso alltäglich wie eine zwölfköpfige

Familie, die in einer kleinen Bambushütte wohnt. Mehr als 100 Prozent BERNARD IMHASLY

der Bevölkerung besitzen statistisch gesehen ein Handy, aber nicht einmal ein Viertel hat Zugang zum Internet. Christina Schott gibt einen spannenden Einblick in die Lebenswelten Indonesiens, die faszinierenden wie die besorgniserregenden. Neben den historischen und politischen Fakten macht sie vor allem die

Ein Länderporträt

sozialen und kulturellen Befindlichkeiten verständlich, die im Alltag der Indonesier eine wichtige Rolle spielen. ISBN 978-3-86153-823-3

Ch. Links Verlag 9

978-3-86153-994-0

783861

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www.laenderportraet.de www.christoph-links-verlag.de

9

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538240

www.laenderportraet.de www.christoph-links-verlag.de

978-3-86153-935-3

 NICOLA GLASS

978-3-86153-824-0

Hinter der Bühne eines Ketoprek-Theaters, Jogjakarta

Indonesien

Am Set einer Bollywood-Filmproduktion in einem Studio in der Filmcity Goregoan, Mumbai 2003

Ein Länderporträt  Ch. Links Verlag

978-3-86153-823-3

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

RUTH KINET

Israel

CHRISTIAN TAGSOLD Jahrgang 1971, Studium der Japanologie, Neueren und Japan – kaum ein Land wirkt so exotisch und doch vertraut: Neuesten Geschichte sowie Soziologie in Erlangen und Wir denken an ultraschnelle Züge, die vor majestätischer Tsu (Japan), 2000 Promotion, Betreuer der japanischen Fuji-Kulisse durch das Land rasen, an Tempel, Pagoden und Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft modernste Technik. 2006 und der Frauen-WM 2011, seit 2013 Professor Christian Tagsold zeigt ein Land, das vielschichtig und uns für Modernes Japan an der Heinrich-Heine-UniversitätEin israelischer Polizist in Hebron (Westjordanland) gibt palästinenist,Rande als sich lässt. Er erzählt von der alternDüsseldorf. sischen Kindern die Hand.oft Diesenäher tragen am einer ahnen Demonstration im Februar 2005 das Bild von Arafat (1929 – 2004) die denJassir Gesellschaft, demdurch langen Straßen.

Ein Länderporträt Ch. Links Verlag

Abbildungen: Cover: Bigstock / Lucian Milasan Klappe vorn: Shutterstock / Adulej (oben); iStockphoto / Cristian Baitg (unten) Klappe hinten: privat Rückseite: Shutterstock / Craig Hanson

978-3-86153-714-4

Schatten des Zweiten Weltkriegs und dem oft nicht einfachen Leben nach dem großen Wirtschaftscrash vor zwei Jahrzehnten; von einem Land, das mehr ist als die stereotype Gegenüberstellung von Tradition und Moderne.

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

978-3-86153-741-0

ITB Berlin Buch Award Die besondere ReiseführerReihe

CHRISTIAN TAGSOLD

 MARTIN SPECHT

Kolumbien

Japan

Ein Länderporträt

Ein Länderporträt

2., aktualisierte Auflage ISBN 978-3-86153-835-6

9

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538356

www.laenderportraet.de www.christoph-links-verlag.de

978-3-86153-902-5

Ch. Links Verlag

978-3-86153-835-6

Auf dem Fischmarkt von Yokohama (oben); rituelle Reinigung vor dem Sensoˉ-ji, dem ältesten und bedeutendsten buddhistischen Tempel in Tokio (unten)

978-3-86153-836-3

Ch. Links Verlag

978-3-96289-018-6

ITB Berlin Buch Award: Die besondere ReiseführerReihe

JOHANNES DIETERICH

Neuseeland

Südafrika

Ein Länderporträt

Ein Länderporträt

Ch. Links Verlag

Ch. Links Verlag

978-3-86153-851-6

978-3-96289-049-0

978-3-86153-880-6

978-3-96289-048-3

RALF LEONHARD

HANS-JÖRG SCHMIDT

Tschechien

Zentralamerika

Ein Länderporträt

Ein Länderporträt

Porträt einer Region

Ch. Links Verlag

Ch. Links Verlag

Ch. Links Verlag

978-3-86153-936-0

978-3-86153-945-2

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

Thailand

978-3-96289-019-3

Ch. Links Verlag

 CHRISTINA SCHOT T

INGRID KÖLLE

ITB Berlin Buch Award Die besondere ReiseführerReihe

Ein Länderporträt

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

978-3-86153-667-3

CLAUDIA KNAUER

Dänemark

Ein Länderporträt

978-3-86153-822-6

Japan

Israels vielschichtigen Konflikte im Innern sind kaum noch zu verstehen, der Friedensprozess existiert nur noch in den Wunschfantasien westlicher Politiker, und die politische Rhetorik beschwört das Gefühl, Israel stehe allein gegen den Rest der Welt. Der Graben des Unverständnisses zwischen Israel und seinen Nachbarn und Verbündeten vertieft sich zusehends. Ruth Kinet erforscht die israelische Gesellschaft mit einem empathischen Blick. Sie beschreibt Israel aus der Innensicht und fragt, was die Menschen in diesem Land bewegt. Die Autorin nimmt den Leser mit in den israelischen Alltag und ermöglicht Einblicke in die Lebensthemen und das Lebensgefühl der Israelis.

Israel

RUTH KINET geboren 1972, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie in Augsburg und Berlin, Promotion über das koloniale Unternehmen Belgiens im Kongo. Sie lebte von 2007 bis 2012 in Tel Aviv und berichtete als Korrespondentin des Netzwerks weltreporter.net für Hörfunk- und Fernsehsender, Zeitungen und Zeitschriften aus Israel und den palästinensischen Gebieten. Heute lebt sie als freie Journalistin in Berlin.

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

Indien

Abbildungen: Umschlag vorn und Seite 3: Reisfeld auf Java © Nora Scheidler, Jogjakarta Umschlag hinten: Kembasari Markt in Denpasar, Bali 2007 © picture-alliance/ZB www.laenderportraet.de Umschlagklappe vorn: © Budi N.D. Dharmawan, Jogjakarta Umschlagklappe hinten: privat www.christoph-links-verlag.de

Ein Länderporträt

978-3-86153-866-0

Indien

HOLGER EHLING

ISBN 978-3-86153-824-0

Ch. Links Verlag

978-3-96289-042-1

CHRISTINA SCHOT T

BERNARD IMHASLY

Ein Länderporträt

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

Ein Länderporträt

978-3-86153-919-3

Jahrgang 1946, besuchte Indien zum ersten Mal vor 45 Jahren und lebt inzwischen seit 30 Jahren dort, zuerst als Schweizer Diplomat, dann als Südasien-Korrespondent der NZZ. Er schrieb auch für die taz und das Handelsblatt. Imhasly studierte Linguistik und Ethnologie an der Universität Zürich. Als Diplomat diente er in Genf, London und Delhi. Bernard Imhasly ist verheiratet mit Rashna Gandhy; sie haben eine Tochter und leben in der Nähe von Mumbai.

China

Abbildungen: Umschlag vorn und Seite 3: Der Yachthafen Norrekas in Rønne auf der Insel Bornholm, Aufnahme von 2007. © picture alliance/HAFEN­FOTOS.DE Umschlag hinten: Caféhygge in Aarhus. © Henrik Bentsen/visitdenmark.dk Umschlagklappe vorn: © Ditte Isager /visitdenmark.dk Umschlagklappe hinten: © Karin Riggelsen

Ein Länderporträt ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

Die Dänen gehören nach dem World Happiness Report der UNO zu den glücklichsten Menschen der Welt. Dazu tragen unter anderem ein komfortables Sozialsystem, eine ausgeglichene Einkommensstruktur sowie ein ausgeprägter Sinn für Gemeinsamkeiten bei. Doch machte die rigide AuslänMARCUS HERNIG derpolitik im letzten Jahrzehnt deutlich, dass in Dänemark durchaus gesellschaftliche Spannungen bestehen. Claudia Knauer berichtet über den dänischen Film ebenso kenntnisreich wie über die vom Kompromiss bestimmte Politik. Die Deutsch-Dänin erklärt aber auch unterhaltsam, warum etwa »gemütlich« (hyggelig) ein so wichtiger Begriff ist und der Hotdog-Stand (Pølsevogn) eine Institution.

Dänemark

Belgien

978-3-86153-969-8

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

CLAUDIA KNAUER Jahrgang 1961, studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Öffentliches Recht und zog 1997 mit Mann und Sohn nach Dänemark, wo ihre Tochter geboren wurde. Sie arbeitete rund 18 Jahre als Journalistin beim Nord­ schleswiger – der deutschen Tageszeitung in Dänemark. Seit Januar 2015 ist Claudia Knauer als Büchereidirektorin im Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig tätig und widmet sich so der Verbindung von deutscher und dänischer Kultur.

UTE SCHÜRINGS

 BERND MÜLLENDER

978-3-96289-043-8

((Foto))

Indonesien

ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere ReiseführerReihe

ITB Berlin Buch Award Die besondere ReiseführerReihe

978-3-86153-903-2

978-3-86153-881-3

978-3-86153-917-9

Alle Länderporträts mit Karte und Basisdaten als Klappenbroschur  12,5 x 20,5 cm  18,00 € (D)  18,50 € (A)

978-3-86153-995-7 Auch als e book

Ein typischer dänischer Hotdog­Stand (Pølsevogn)


7000 Inseln zwischen südchinesischem Meer und Pazifik Die Philippinen sind ein Archipel aus 7000 Inseln mit einer schnell wachsenden Bevölkerung. Die derzeit 106 Millionen Bewohner verständigen sich in 180 Sprachen und Dialekten. In beinahe 400 Jahren Fremdbestimmung haben Spanier und Amerikaner die Kultur des Landes stark geprägt, mehr als 80 Prozent der Menschen sind katholisch. Die faszinierende Natur des Landes ist von Raubbau und Klimawandel bedroht. Seit 2016 macht Präsident Duterte mit seinem mörderischen Drogenkrieg international Schlagzeilen. Hilja Müller beschreibt die Kontraste, die die Inselwelt prägen: Es geht um Naturkatastrophen, korrupte Politiker, unterdrückte Minderheiten, die mächtige katholische Kirche und das Elend in den Slums. Doch auch die einzigartige Schönheit des Inselstaates und die Warmherzigkeit seiner Bewohner werden in diesem vielschichtigen Porträt empathisch geschildert.

¡¡ Ein einfühlsames und kenntnisreiches Porträt der Menschen und ihrer Kultur

¡¡ Hilja Müller berichtet seit 10 Jahren von den Philippinen und ist eine erfahrene Reisebuchautorin

Hilja Müller

Hilja Müller

Philippinen

Studierte Germanistik, Politik und Neue Medien. 2002 zog die Redakteurin nach Asien, wo sie seither als freie Journalistin des Korrespondentennetzwerks Weltreporter aus Tokio und Peking, vor allem aber aus Manila berichtet; Schwerpunkte sind Gesellschaft, Umwelt und Politik. Ihre Artikel erscheinen in der Zeit, taz, Le Monde Diplomatique, Zürcher Sonntagszeitung, Der Standard oder Fluter. Sie ist die Autorin des Marco-Polo-Reiseführers Philippinen und hat mehrere Jahre den Tokio-Band betreut.

Ein Länderporträt ca. 200 Seiten  1 Karte Klappenbroschur  12,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-96289-066-7 18,00 € (D)  18,50 € (A) Auslieferung im September 2019

9 783962

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Auch als e book

Länderporträts    35


lich Freipässe erkämpft hat, und zum

mit seinen Folgen für die Literatur.

t der neuen Reihe bildet das Lebens-

Vorgestellt werden unveröffentlichte

statt«, Fundsachen aus den Archiven Dichter, Schriftsteller, Bildhauer und

f diese Weise will die Reihe zum Fo-

Grass-Forschung werden. Alle Bände

unte Stimmenvielfalt aus, wozu auch ektiven gehören.

www.christoph-links-verlag.de

Freipass Schriften der Günter und Ute Grass Stiftung ISBN 978-3-86153-827-1 Band 1

en soll für die Behandlung wichtiger ltur des 20. und 21. Jahrhunderts. Es

schwerpunkte ins Zentrum gerückt – ellerin Irmtraud Morgner (1933 –1990),

Freipass

Schriften der Günter und Ute Grass Stiftung Band 1 Ch. Links Verlag

Band 1 296 Seiten  18 Abbildungen 25,00 € (D)  25,70 € (A)

Freipass ISBN 978-3-86153-929-2

»Das Treffen in Telgte«

tiftung startet mit diesem Band ein

Forum für Literatur, Bildende Kunst und Politik Band 2 Ch. Links Verlag

Die Günter und Ute Grass Stiftung startet mit diesem Band ein Periodikum, das Raum bieten soll für die Behandlung wichtiger Fragen der Literatur und Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Es werden wechselnde Themenschwerpunkte ins Zentrum gerückt – im ersten Band zur Schriftstellerin Irmtraud Morgner (1933–1990), die sich in der DDR wortwörtlich Freipässe erkämpft hat, und zum NSA-Überwachungsskandal mit seinen Folgen für die Literatur. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Lebenswerk von Günter Grass. Vorgestellt werden unveröffentlichte Originaltexte »aus der Werkstatt«, Fund­ sachen aus den Archiven und Untersuchungen zum Dichter, Schriftsteller, Bildhauer und politisch aktiven Bürger.

Im Zentrum steht das Lebenswerk des Schriftstellers und engagierten Zeitgenossen Heinrich Böll – 2017 wäre er 100 Jahre alt geworden. Darüber hinaus setzen sich namhafte Autoren wie Terézia Mora, Thomas Weiss und Sherko Fatah auf ihre ganz persönliche Art mit dem anhaltend aktuellen Thema »Flucht und Vertreibung« auseinander. Ergänzt wird der vielstimmige Band erneut durch Beiträge zur gegenwärtigen Grass-Forschung, Archivexpeditionen und bislang unveröffentlichte Grass-Arbeiten aus seiner Düsseldorfer Studienzeit. Als Bonusmaterial liegen dem Buch zwei CDs bei, auf denen die Original-Nobelpreisreden von Heinrich Böll und Günter Grass zu hören sind.

Band 2 328 Seiten  48 Abbildungen  2 CDs 25,00 € (D)  25,70 € (A)

ISBN 978-3-86153-992-6

paß geben, damit sie laufe ...«

Band 3 360 Seiten  37 Abbildungen 25,00 € (D)  25,70 € (A)

Das Jahr 1968 stand europaweit für Hoffnungen, herbe Enttäuschungen und wegweisende Gesellschaftsimpulse. Fünfzig Jahre nach dem »Prager Frühling«, den Aufständen in Paris und der Studentenbewegung in Deutschland wird eine aktuelle Zwischenbilanz gezogen: Worum ging es damals, was wurde erreicht, und welche Lehren kann man aus den Ereignissen ziehen? Eine Historikerin, Schriftsteller und Zeitzeugen wie Heinrich Böll, Walter Höllerer und Johano Strasser werfen einen Blick zurück und nach vorn – ­illustriert mit aufschlussreichen Fotos und Plakaten. Darüber hinaus beschäftigt sich der dritte Freipass mit dem Bildenden Künstler, Nazi-Gegner und Pazifisten Otto Pankok (1893–1966) und natürlich mit dem Lebenswerk des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass.

36    Literarische Publizistik


Das neue Grass-Jahrbuch würdigt den großen Zeichner Horst Janssen Horst Janssen war einer »der ganz Großen«, so Günter Grass, vielleicht der bedeutendste Zeichner des 20. Jahrhunderts. Am 31. August wäre Janssen 90 Jahre alt geworden. Ihm ist der erste Themenschwerpunkt des vierten FreipassBandes gewidmet. Es folgen Diskussionsbeiträge zur internationalen Grass-Rezeption und zur Grass-Forschung, die sich u. a. mit Theodor Fontane, Eva Figes und Nicolas Born im Hinblick auf ihr Verhältnis zum Lebenswerk des großen Danzigers beschäftigen. Und in der politischen Rubrik »Zunge zeigen« wird ausführlich einer der größten Problemkomplexe unserer Zeit behandelt: der Rechtspopulismus und seine Folgen für unsere Gesellschaft aus der Sicht von Dagmar Leupold, Robert Menasse, Norbert Niemann, ­Kathrin Röggla und anderen.

¡¡ Beiträge mit z.T. unveröffentlichtem Archivmaterial zum 90. Geburtstag des Künstlers Horst Janssen und zum Lebenswerk von Günter Grass ¡¡ Reich illustrierte Texte zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes

¡¡ Mit Exklusivbeiträgen von bekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern

Volker Neuhaus  Per Øhrgaard Jörg-Philipp Thomsa (Hg.)

Günter und Ute Grass Stiftung

Forum für Literatur, Bildende Kunst und Politik Band 4: Horst Janssen und Günter Grass Schriften der Günter und Ute Grass Stiftung Redaktion: Dieter Stolz ca. 300 Seiten  zahlreiche farbige Abbildungen Festeinband  17 x 24 cm ISBN 978-3-96289-067-4 20,00 € (D)  20,60 € (A) Auslieferung im August 2019

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© Hans Grunert

Freipass

Die 2011 gegründete Stiftung mit Sitz in Lübeck verfolgt den Zweck, Kunst, Kultur und Bildung sowie Wissenschaft und Forschung zu fördern. Zudem übernimmt sie die Betreuung des künstlerischen und schriftstellerischen Nachlasses von Günter Grass und unterstützt dessen wissenschaftliche Aufarbeitung.

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Literarische Publizistik    37


Unsere Erfolgstitel zum Ostseeraum

ock und Lübeck gelegen, errichteten die Nazis in den dreißiger deutschen Reiches. Hitler, Göring und Mussolini ließen sich hier tkrieg vorführen. enten die einstigen Kasernen und Offizierswohnungen Tausenmee einzog und über vier Jahrzehnte eine Militärbasis betrieb, Spionageposten der Funkaufklärung gehörten. ufte Areal, auf dem komfortable Ferienanlagen entstehen solle Militärstadt und das angrenzende Naturschutzgebiet können

Die verbotene Halbinsel Wustrow

Rostock · Zadniček

An der Ostküste Rügens, zwischen Sassnitz und Binz, sollte auf Befehl Adolf Hitlers ein gigantisches Seebad der NS-Organisation »Kraft durch Freude« entstehen. Geplant für 20 000 Menschen, entwickelte sich dieses Gelände schnell zur größten Baustelle des Reiches. Der Rohbau war bis 1939 errichtet, doch zur Vollendung kam es nicht mehr. Nach Kriegsende nutzte die DDR-Volksarmee das Areal für sich, es wurde militärisches Sperrgebiet. Nach 1990 kamen mit den staunenden Urlaubern auch die Immobilienunternehmer. Das große Streiten begann.

Flakschule ∙ Militärbasis ∙ Spionagevorposten

Jürgen Rostock (Text) und Franz Zadniček (Bilder) rekonstruieren die Geschichte dieses beinahe vergessenen Großprojektes der NS-Zeit und beschreiben die Entwicklung in Prora bis in die Gegenwart hinein.

Jürgen Rostock

Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom gilt vielen als die Wiege der Raumfahrt. 1942 startete hier erstmals eine Flüssigkeitsrakete, die den Weltraum erreichte, aber eindeutig als Fernwaffe konzipiert

Franz Zadniček war.

PARADIES RUINEN Das KdF-Seebad der Zwanzigtausend

Die Autoren dokumentieren die Entwicklung der V 1 und V 2 in den militärischen Versuchsanstalten, die sowjetische Besatzungszeit in den ersten Nachkriegsjahren und den Ausbau Peenemündes als Flottenbasis und Jagdfliegerstandort der Nationalen Volksarmee. Sie verfolgen dabei auch die aktuellen Entwicklungen in der Denkmallandschaft auf Rügen Peenemünde und die Diskussionen um die künftige Nutzung des teilweise noch immer gesperrten Geländes. Das Standardwerk in 7. Auflage!

Volkhard Bode Gerhard Kaiser

RAKETENSPUREN

Paradiesruinen

Edelgard und Klaus Feiler

Edelgard und Klaus Feiler

Die verbotene Halbinsel Wustrow

345-Umschlag_7_Aufl_Druck:345-Umschlag 14.01.11 10:48 Seite 1

RAKETENSPUREN Waffenschmiede und Militärstandort Peenemünde

www.christoph-links-verlag.de www.orte-deutscher-geschichte.de

orie des Geländes über Jahre in Archiven und Gesprächen mit gte Geschichte der verbotenen Halbinsel erstmalig vor und pränzigartige historische Fotos.

ISBN 978-3-86153-414-3

ISBN 978-3-86153-345-0

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Ch. Links

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9 783861 534143

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10., aktualisierte Auflage

978-3-86153-323-8 • 20,00 €

Ch.Links Verlag

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15 mm

978-3-86153-345-0 • 20,00 € Martin Kaule

MecklenburgVorpommern

Wolfgang Klietz

Ostseefähren im Kalten Krieg

1933–1945

Der historische Reiseführer

978-3-86153982-7 • 18,00 €

Rüstung auf dem Prüfstand

Historisch-Technisches Museum Peenemünde (Hg.)

NS-Großanlagen und Tourismus Chancen und Grenzen der Vermarktung von Orten des Nationalsozialismus Ch. Links Verlag Die Großraketen von Peenemünde wurden ursprünglich in Kummersdorf entwickelt, südlich von Berlin. Dort befand sich seit 1875 das größte deutsche Erprobungszentrum für neue Waffen, es war ein Schnittpunkt von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Militär. Vor dem Umzug 1937 nach Peenemünde entwickelten Ingenieure dort erste Triebwerke für Flüssigkeitsraketen. Das Projekt war Teil des deutschen Rüstungssystems, das während des Zweiten Weltkrieges bis ins Extrem getrieben wurde. Hier entstanden die Waffen für den Totalen Krieg.

Philipp Aumann

Rüstung auf dem Prüfstand Kummersdorf, Peenemünde und die totale Mobilmachung Ch. Links Verlag

Philipp Aumann

978-3-86153-976-6 • 20,00 €

978-3-86153-673-4 • 30,00 €

978-3-86153853-0 • 15,00 €

Der Begleitband zur Sonderausstellung im Historisch-Technischen Museum Peenemünde dokumentiert die nahezu vergessene Geschichte von Kummersdorf. Mit zahlreichen historischen und heutigen Fotos werden die damaligen Arbeitsorte und die überlieferten Fundstücke der Erprobungen in Kummersdorf und Peenemünde gezeigt sowie in ihren historischen Kontext eingeordnet.

ISBN 978-3-86153-864-6

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www.orte-der-geschichte.de www.christoph-links-verlag.de

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Vom Raketenzentrum zur Denkmal-Landschaft

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ORTE DER GESCHICHTE

Prora

bei Bestellung einer Partie 22/20 (gemischte Partie möglich!)

Geschichte und Gegenwart des »KdF-Seebads Rügen«

Als »Seebad der 20 000« sollte der etwa fünf Kilometer lange Bau auf Rügen in die Geschichte eingehen. Doch die größenwahnsinnigen Pläne der NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« und ihres Chefs Robert Ley wurden nie ganz verwirklicht. In der DDR baute die Nationale Volksarmee die Anlage um und nutzte sie für ihre Zwecke. Heute steht ein Großteil des »Kolosses von Prora« leer. Die verschiedenen Epochen der Nutzung des gewaltigen Baus werden in Bild und Text anschaulich und kompakt geschildert. CH. LINKS VERLAG

Die Geschichte Peenemündes ist vielschichtig. Das ehemalige Hochtechnologie- und Rüstungszentrum der Nationalsozialisten hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten zu einem wichtigen Touristenziel an der Ostseeküste gewandelt. Das Gelände, auf dem die ersten Fernwaffen der Welt entwickelt wurden und das während des Kalten Krieges von der Nationalen Volksarmee der DDR genutzt wurde, ist heute in Teilen wieder zugänglich und zu einer Denkmal-Landschaft umgestaltet worden. Das vorliegende Buch beschreibt in kompakter Form die wechselhafte Geschichte der Region und gibt wertvolle Hinweise für einen Besuch des Areals.

ORTE DER GESCHICHTE

Peenemünde

– Prora –

– Peenemünde – ORTE DER GESCHICHTE

ORTE DER GESCHICHTE

Insel Usedom 1933 – 1945

538646

978-3-86153-877-6 • 20,00 €

ORTE DER GESCHICHTE

978-3-86153-926-1 • 20,00 €

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Prolit-Nr. 157-95515 CH. LINKS VERLAG

30.01.14 15:10

978-3-86153-767-0 5,00 €


Erinnerung am authentischen Ort Am 3. Oktober 1942 streifte eine von Peenemünde gestartete V2-Rakete als erstes Geschoss die Grenze zum Weltraum. Die Rakete diente damals der Vorbereitung einer neuartigen Waffe im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde dieses Ereignis jedoch zum Beginn der Raumfahrtgeschichte umgedeutet. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde reflektiert seit 1991 die Bedeutung des im Krieg Geschehenen vor Ort. Der Begleitband zur gleichnamigen Sonderausstellung, die bis Januar 2020 zu sehen ist, zeigt den öffentlichen Umgang mit dem NS-Rüstungsstandort seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart und die Rolle des Museums darin. Der Katalog wird durch drei weiterführende Aufsätze ergänzt.

¡¡ Wie sollte technische Innovation im Rahmen eines Vernichtungskrieges bewertet werden? ¡¡ Die bewegte Erinnerungsgeschichte des ehemaligen Rüstungsstandorts

Historisch-Technisches Museum Peenemünde (Hg.)

Das Historisch-Technische Museum Peenemünde

Krieg oder Raumfahrt?

eröffnete am 9. Mai 1991 und vermittelt die Entstehung und den Untergang der Heeresversuchsanstalt und der Erprobungsstelle der NS-Luftwaffe in Peenemünde. Das seinerzeit errichtete Kohlekraftwerk blieb als einziger Bau der Versuchsanstalten erhalten und ist heute Sitz des Museums, das jährlich ­ca. 160 000 Besucher zählt. Für die denkmalpflegerischen Leistungen bei der Sanierung des Kraftwerks wurde das Museum 2013 mit dem Europa Nostra Award ausgezeichnet.

Peenemünde in der öffentlichen Erinnerung seit 1945 ca. 200 Seiten  ca. 80 Abbildungen Broschur  17 x 24 cm ISBN 978-3-96289-068-1 20,00 € (D)  20,60 € (A) Auslieferung im Juni 2019

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Geschichte in Bild und Text    39


Ein Soldat in der DDR und im vereinten Deutschland Jeweils etwa zwei Jahrzehnte diente Udo Beßer in der Nationalen Volksarmee der DDR und in der Bundeswehr. In diesem Buch bietet er Einblicke in den Dienst in beiden deutschen Nachkriegsarmeen. Er beschreibt die harte Ausbildung zum Offizier und seine Tätigkeit als Stabsoffizier in Pionierbautruppenteilen der NVA ebenso wie die Probleme während seines ersten Auslandseinsatzes als Berufssoldat der Bundeswehr in Bosnien-Herzegowina 1998. Der studierte Bauingenieur verbindet seine Erlebnisse mit einer Vielzahl historischer Fakten über den Einsatz von NVA-Soldaten in der DDRVolkswirtschaft und zur militärischen Infrastrukturentwicklung im Osten Deutschlands nach 1990.

¡¡ Band 27 der Reihe »Militärgeschichte der DDR«

Udo Beßer

Udo Beßer

Vom Soldatsein

Jahrgang 1950, Diplombauingenieur, 1968 bis 1990 Berufssoldat in der NVA, zuletzt Bataillonskommandeur und Oberstleutnant, danach Bundeswehr, 2008 Pensionierung als Oberstleutnant. Veröffentlichungen u. a. »Das Militär­ erholungswesen in der DDR. Erholungsheime, Ferienlager, Kureinrichtungen« (Berlin 2012).

Offizier in zwei deutschen Nachkriegsarmeen Mit einer Einführung von Rüdiger Wenzke ca. 300 Seiten  ca. 50 Abbildungen Festeinband  14,8 x 21 cm ISBN 978-3-96289-069-8 35,00 € (D)  36,00 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

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40    Militärgeschichte der DDR, Band 27


Neue Reihe zur deutschdeutschen Militärgeschichte Der erste in der Reihe »Deutsch-deutsche Militärgeschichte« erscheinende Band versammelt zahlreiche bislang unveröffentlichte Dokumente zur Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Sie stammen aus den Verteidigungsministerien, den Streitkräften, Protestbewegungen oder auch aus privater Hand. Mit dieser breiten Basis wird die Geschichte des deutschen Militärs während des Ost-West-Konflikts in ihren politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Dimensionen erstmals umfassend in Quellen präsentiert. Die insgesamt 217 Dokumente beleuchten sowohl die Binnenperspektive des Militärs als auch die internationale Einbindung beider deutscher Staaten. Auf diese Weise macht der Band die Bedeutung des Militärischen in der deutsch-deutschen Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur deutschen Vereinigung erschließbar.

¡¡ Erste gemeinsame deutsche Militärgeschichts­ reihe nach 1945

Christoph Nübel (Hg.)

Christoph Nübel

Dokumente zur deutschen Militär­ geschichte 1945 – 1990

Jahrgang 1982, Dr. phil., Wissenschaftlicher Oberrat am Zentrum für Militär­ geschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam; 2011 bis 2016 wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin; Werner-Hahlweg-Preis 2012, WilhelmDeist-Preis 2008. Veröffentlichungen u. a. zur deutschen Militärgeschichte, zu historischen Räumen und Otto von Bismarck.

Bundesrepublik und DDR im Ost-West-Konflikt Herausgegeben vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ca. 1000 Seiten  217 Dokumente Festeinband  14,8 x 21 cm ISBN 978-3-96289-070-4 80,00 € (D)  82,30 € (A) Auslieferung im September 2019

9 783962

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Deutsch-deutsche Militärgeschichte    41


Edition Berliner Unterwelten – Neuausgaben Dietmar Arnold  Sven Felix Kellerhoff

Unterirdisch in die Freiheit Die Fluchttunnel von Berlin 2., aktualisierte Auflage  ca. 480 Seiten  ca. 385 Abbildungen Broschur  16 x 23 cm ISBN 978-3-86153-854-7 20,00 € (D)  20,60 € (A) Auslieferung im August 2019

Die beiden Autoren, exzellente Kenner der Berliner Stadtgeschichte, legen die erste gründlich recherchierte Gesamtdarstellung der Berliner Fluchttunnel vor. Sie haben Zeitzeugen und Beteiligte befragt, die einschlägigen Akten der Stasi ausgewertet und sämtliche Tunnel dokumentiert, darunter bislang unbekannte. Karten und viele Fotografien ergänzen das Buch, das sich einem der dramatischsten Kapitel in der Geschichte der deutschen Teilung widmet. Burkhart Veigel

Wege durch die Mauer Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West 5., aktualisierte und erweiterte Auflage ca. 550 Seiten  ca. 240 Abbildungen Broschur  16 x 23 cm ISBN 978-3-86153-855-4 20,00 € (D)  20,60 € (A) Auslieferung im August 2019

Beim Bau der Mauer war Burkhart Veigel 23 Jahre alt, MedizinStudent an der FU Berlin, wissensdurstig und musikbegeistert. Dann wurde er zu einem der erfolgreichsten Fluchthelfer durch die Mauer in Berlin. Etwa 650 Menschen verhalf er zu einem Leben ohne Stasi-Spitzel und vorgegebene Denkschablonen. Mit Pässen brachte er täglich bis zu zehn Flüchtlinge in die Freiheit, trickste die Grenzkontrollen mit Doppelgängern aus, baute das Armaturenbrett eines Cadillac zum Versteck um, grub an einem Tunnel mit und setzte auch Alliierte bei seinen Fluchtaktionen ein. Die Spitzel und Häscher der Stasi bedrohten Burkhart Veigel immer wieder. Er entkam zwei Entführungsversuchen und besiegte die Stasi auf seine Weise: mit humanitärer Hilfe für die eingesperrten Menschen in der DDR. Burkhart Veigel hat für dieses Buch etwa 100 Flüchtlinge, Fluchthelfer und andere Beteiligte interviewt. Außerdem hat er die Stasi-Akten einiger hochkarätiger Spitzel erforscht. Entstanden ist ein eindringliches, authentisches Werk, das die Geschichte der Fluchthilfe minutiös aufarbeitet, das aber auch die Methoden der Stasi und ihrer Spitzel aufzeigt.

42    Edition Berliner Unterwelten


Alltag, Gewalt und Strafrecht in der ČS(S)R und der DDR Rowdytum, ein Begriff, der im russischen Zarenreich für die Ungezogenheit niederer Schichten stand, bezeichnet heute vor allem die Gewaltexzesse von Fußballfans. In der Sowjetunion und im übrigen Ostblock war Rowdytum viel mehr: ein Sinnbild abweichenden Verhaltens, eine unscharf definierte Straftat, ein willkürliches Stigma, das jeden treffen konnte. Matěj Kotalík erforscht das Rowdytum grenzübergreifend und verfolgt dessen Geobiografie von der Sowjetunion in die ČS(S)R und in die DDR, von 1956 bis 1989. Seine Bilanz ist ambivalent. Ungeachtet sowjetischer Impulse war der entsprechende Straftatbestand durch eigene Rechtstraditionen beider Länder geprägt. Als Alltagserscheinung markierte Rowdytum die Grenzen des gesellschaftlich Akzeptablen, die in den 1960er Jahren zugleich neu verhandelt wurden. Die Polizeigewalt gegen Außenseiter wandelte sich in einer individualisierten Gesellschaft zunehmend zum Streitpunkt zwischen dem Staat und seinen Bürgern.

Matěj Kotalík

Matěj Kotalík

Rowdytum im Staatssozialismus

Jahrgang 1984, geboren in Prag, Studium der Geschichte in Prag, Wien und Berlin, Archivar im Nationalen Filmarchiv in Prag, Promotionsstudium der Geschichte, zunächst an der Freien Universität Berlin, anschließend an der Universität Potsdam und Doktorand am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. 2018 verteidigte er seine Dissertation an der Universität Potsdam und arbeitet seit 2015 beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Berlin.

Ein Feindbild aus der Sowjetunion ca. 400 Seiten Broschur  14,8 x 21 cm ISBN 978-3-96289-071-1 50,00 € (D)  51,40 € (A) Auslieferung im Oktober 2019

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ZZF-Reihe: Kommunismus und Gesellschaft, Band 10    43


Unsere Vertreterinnen und Vertreter – Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Baden-Württemberg Tilmann Eberhardt Ludwigstraße 93 70197 Stuttgart Telefon (0711) 615 28 20 Fax  (0711) 615 31 01 tilmann.eberhardt@googlemail.com

Bayern Cornelia und Stefan Beyerle Riesengebirgstraße 31 a 93057 Regensburg Telefon (0941) 467 093 70 Fax (0941) 467 093 71 buero@beyerle.bayern / www.beyerle.bayern

Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern Carina Opitz Berliner Verlagsvertretungen Liselotte-Herrmann-Straße 2 10407 Berlin Telefon (030) 421 22 45 Fax   (030) 421 22 46 berliner-verlagsvertretungen@t-online.de

Bremen, Bremerhaven, Niedersachsen (außer PLZ-Gebiete 21 und 27) Jürgen vom Hoff Berliner Verlagsvertretungen Liselotte-Herrmann-Straße 2 10407 Berlin Telefon (030) 421 22 45 Fax   (030) 421 22 46 berliner-verlagsvertretungen@t-online.de

Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg Michael Schikowski Eckernförder Straße 16 51065 Köln Telefon (0221) 608 70 38 Fax (0221) 92 428 232 schikowski@immerschoensachlich.de

Nordrhein-Westfalen Monika und David Leifels Moltkestraße 10, 58089 Hagen Telefon (02331) 33 04 96 Fax (02331) 33 65 59 buch-leifels@t-online.de

Hessen, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt Lothar Bader Verlagsvertretungen Gertrud-Caspari-Straße 1 01109 Dresden Telefon (0351) 317 90 50 Fax (035955) 77 9 18 info@lotharbader.de

Schleswig-Holstein, Hamburg, Nieder-­­ sachsen (PLZ-Gebiete 21 und 27) Martin Goldberg Berliner Verlagsvertretungen Liselotte-Herrmann-Straße 2 10407 Berlin Telefon (030) 421 22 45 Fax   (030) 421 22 46 berliner-verlagsvertretungen@t-online.de

Auslieferung Deutschland Prolit Verlagsauslieferung Siemensstraße 16 35463 Fernwald

Auslieferung Schweiz AVA Verlagsauslieferung Centralweg 16 CH-8910 Affoltern a.  A. Telefon (044) 762 42 50 Fax (044) 762 42 10 avainfo@ava.ch

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Ch. Links Vorschau Herbst 2019  

2019 ist für uns ein ganz besonderes Jahr. Das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution in der DDR fällt zusammen mit unserem 30. Verl...

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