Schweden Revisited 1996 + 2016

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Schweden Revisited 1996 + 2016

Fotobuch zum Crowdfunding-Projekt von Christoph Rau

Inhalt

Danksagungen ....................................................... Seite 4

Schweden Revisited 1996 + 2016 .......................... Seite 6

Fotografien ..................................................... Seite 8 – 54

Bildlegenden ......................................................... Seite 55

Impressum ......................................................... Rückseite

Schweden Revisited 1996 + 2016

Fotobuch zum Crowdfunding-Projekt von Christoph Rau

Gewidmet: Gabriele Rau, Renate Gruber (1928 - 2013), Sabrina Schulz und Eisel Rau

Vielen Dank an

• Gabriele Rau für die Reise 1996, die Hilfe bei Layout, Bildauswahl und Korrektorat

• die Familie von Renate Gruber für die Hasselblad-Ausrüstung

• Sabrina Schulz für die Idee zu dieser Reise, das Buch von Kurt Tucholsky und die Reisedecke

• meinen Lieblingsbruder Martin Rau für die ersten 100 Euro, die Ermutigungen und die Hilfe bei Layout und Bildauswahl

• Marion Müller für die Rollfilme

• Lutz Lehning von Lindenmayer + Lehning für das Grafikdesign bei Postkarten und Buch

• Kristof Lemp für wertvolle Hinweise von der UnterstützerSeite auf mein Crowdfunding-Projekt und für profunde Kamera- und Material-Tipps

• Kenneth L. Bobu für die amerikanischen Übersetzungen auf der Startnext-Seite

• IKEA Deutschland (Isolde Debus-Spangenberg, Nathalie Biallas) für die finanzielle Unterstützung und den Blogbeitrag im IKEA-Unternehmensblog

• Hans Hedtke für Landkarten, Bücher, Informationen, Kontakt zu Ortwin Schroeder, Not-Öre und das Volvo-Modell

• Ortwin Schroeder für die angebotene Hilfe, die Fahrt zum Schleusentreffen in Trollhättan und Doris Schroeder für die fachkundige Führung durch die Schleusen

• Michael und Holger Hedtke (Autohaus Hedtke) für den schönen weißen Volvo 245 GL, den sie mir für die Reise zur Verfügung gestellt haben und für die weitere Unterstützung

• Astrid Hagen (Autohaus Hedtke) für die freundliche und professionelle Projektbetreuung

• Aki und Charly Krieger für die Tipps und den Austausch

• Christian Ude (Stern-Apotheke) für die Reise-Apotheke

• Andreas Schlossarek für den Musikkassetten-Adapter und den Hinweis auf die “European Spallation Source” (ESS, S.14a + 14b)

• Ulrika Hammarlund für die freundliche Erlaubnis, die Baustelle der ESS zu fotografieren (S.14a + 14b)

• das Support-Team beim Crowdfunding-Portal Startnext

• Silke Heimes, Katja Lenz und Ralph Meck für das Feed-

back zum Crowdfunding

• Karl Lehr für den Hinweis auf Vingåker (seit 1980 Partnerstadt von Mühltal, S. 23 + 45d)

• Enoh Meyomesse für die Reisebegleitung bis Kiel

• Jürgen Strasser für den Wein und die Ode an H.C. Artmann in Malmö

• Dagmar Lieder (Göteborg) für die guten Tipps und für die Übersetzungen

• Uwe Hinte und die anderen netten Leute aus den Facebook-Gruppen zur Insel Fehmarn und zur Fehmarnsundbrücke, die mir bei der Suche nach der Schallplattencover-Location (S. 42) geholfen haben

• Thomas Jonsson

• Håkan, der mir das IKEA-Museum gezeigt hat und Johanna Blomqvist für den freundlichen Kontakt

• die Damen in der IKEA-Firma neben dem IKEA-Museum für die nette Hilfe und für freies WLAN

• Kurt vom Eisenbahnmuseum in Mariefred, der uns in perfektem Englisch über das Museum informierte (S. 19a)

• Anja Jansson und Roger Karlsson (Volvo Car Corporation, Göteborg) für den Fototermin mit dem neuen Volvo V90

• Johannes Breckner, Georgeta Iftode, Klaus Mai, Lisa Mattis, Benjamin Metz und Stephan Willert für die Berichterstattung vor und nach der Reise

• Klaus Mai für das hervorragende Portrait im Frizz-Magazin und die Erlaubnis, es zu verwenden

• Gerd Ohlhauser für die Einführung und stete Praxis in der Kunst und im Leid des Büchermachens (www.editiondarmstadt.de)

• Clay Ketter für die Eindrücke und Ermutigungen

• das Team vom Fotogena Bilder-Service: Thilo Hofer, Michael Hübner, Kristof Lemp, Tina Schanz, Verena Volke, Nadja Wolf

• Sebastian Keiper von Copy Watz für die scharfe Schneidemaschine und den leckeren Kaffee während der Arbeit am Klebelayout

Vielen Dank für Unterstützung beim Crowdfunding an Agentur für Mediendesign Lichtenberg, Autohaus Hedtke, Renate Axt (1934-2016), Iris Bachmann, Tanja Bergelt, Jörg Böhning, Diane Burschel, Alexa Christ, Thi-Nga DangFrommherz, Ingrid + Hans Eger, Walburga Eisenhauer, Angelika Ertl, Vera Fles-Schönegge, Uschi Friedl + Horst

Oexmann, Erika + Peter Ganßmann, Jutta + Alexander Gemeinhardt, Michael Giefer, Annette Gruber-Block, Christoph Grundmann, Gorry Gunschmann, Heike Häcke, Christine

Haller, Marcel Harke-Sinemus, Renate + Hans Hedtke, Silke

Heimes, Dagmar Heiser, Frauke Herbst, Renate Heß, Martin Heyd, Werner Hiebel, Gabriella + Ludger Hünnekens, IKEA

Deutschland, Ingrid Kolibius, Elisabeth König, Hans-Jürgen

Koos, Rolf Kruse, Jana Kunze, Karl Lehr, Kristof Lemp, Katja Lenz, Werner Longerich, Peter Lonitz, Adelheid Loretz-Krieger + Ernst Friedrich Krieger, Lucas Loritz, Eberhard Malwitz, meine Nachbarn Saskia Bauch, Maximilian Baum und Catherine Siegwald, Gerty Mohr, Roswitha Müller, Hendrik Nachtsheim, Henry Nold, Martina Noltemeier, Offizin Darmstadt, Thomas Otto, Axel Ramm, Annette Raschke, Martin Rau, Monika Rau, Hana-Lisa Redin, Jürgen Römer, Lothar Rößling, Roman Rückert, Frank Salomon, Reimar Schaal, Agathe Schiwy, Andreas Schlossarek, Beate Schuh, Oliver Schwab-Felisch, Wolfgang „Schweppes“ Schwerber, Ronald Severin, Bernhard Siller, Nabila Tahiri, Gisela Velte, Birgit von Bertrab, Larissa von Detten, Bettina Weißhaar, Klaus Wiedenroth, Heike Wielands-Strasser + Jürgen Strasser, Stefan Wunderlich, Wolf-Dieter Zorn

Vielen Dank für ihre Gastfreundschaft an

• Heike Wielands-Strasser und Jürgen Strasser in Kiel und für die vielen tollen Tipps zum schönen Kiel

• Jens Rönnau für seine kulturpädagogische Führung im Flandernbunker Kiel

• Feridun Zaimoglu

• Philine Busche und für den vorzüglichen Reiseproviant aus Ihrer Philine Boulangerie Francaise in Kiel

• Jutta und Alexander Gemeinhardt mit Esther und für die begeisternden Führungen durch Småland und Växjö

• Verena Heinrich, Enok und Smilla in Värmland und für die Erinnerungen an Dirk und Darmstadt vor über 20 Jahren

• Fanny Mark Ketter und Clay Ketter in Malmö und Staffanstorp und für die kulturellen und kulinarischen Führungen durch Malmö

Dank an die abgebildeten Personen

Ich bedanke mich bei allen Personen, die sich von mir fotografieren ließen und mit der Veröffentlichung in diesem Buch (und auf den Postkarten) einverstanden sind: Sofie aus Horndal mit den Geschwistern Stefan, Simone, Stelan und Sanna, Jenny Mark Ketter und Clay Ketter mit Fanny Lucille, Anna Sandén, Feridun Zaimoglu, Jürgen Strasser, Enoh Meyomesse, Jens Rönnau, die vier jungen Leute im “Kafé de luxe” in Vaxjö, Kurt vom Eisenbahnmuseum Mariefred, Verena und Smilla Heinrich, Ortwin Schroeder und seine Gesprächspartner beim Schleusentreffen in Trollhättan, Gabriele und Eisel Rau.

Vielen Dank für digitale Reisefotos von unterwegs an Gabriele Rau, Kristof Lemp, Jürgen Strasser, Alexander Gemeinhardt, Doris Kappen und Roberto Ettlin, Gustav Jacobsson und Per Henrik Hallberg, Anja Jansson (Volvo Car Corporation), Holger Hedtke

Und zu guter Letzt

Ganz herzlichen Dank, lieber Eisel, für diese grandiose Reise. Du bist ein sehr guter Autofahrer und ein vorzüglicher Reisegefährte.

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Schweden Revisited 1996 + 2016

1996 bin ich mit meiner Frau nach Schweden gefahren. 2014 vermachte mir die Familie meiner verstorbenen FotografenKollegin Renate Gruber deren analoge Kamera-Ausrüstung, eine in Schweden hergestellte Hasselblad-Kamera. Eine Freundin hatte die Idee, mit einem Volvo und dieser Kamera erneut nach Schweden zu fahren. So entstand mein erstes Crowdfunding-Projekt „Schweden Revisited 1996 + 2016“: Mit einem alten Volvo, einer Hasselblad-Ausrüstung, Landkarten und Musik-Kassetten „old school“ nach Schweden fahren und wieder analog fotografieren. Das Fotobuch zu dieser Reise halten Sie in der Hand. Mein Sohn Eisel (geb. 1997) war mein Reisebegleiter.

Bei einer analogen Kamera wird das Bild auf eine lichtempfindlichen Emulsion belichtet, die auf einem schmalen Trägerstreifen hinten an der Kamera vorbeigeführt wird. 12 Bilder im Format 6 x 6 cm passen bei der Hasselblad auf einen Film, der dann in einer Dunkelkammer entwickelt wird. Die Kamera mit Objektiv, Sucher und Filmmagazin wiegt etwa 1,5 kg. Das komplette Equipment mit weiteren Objektiven, Gehäusen und Magazinen findet in einem schweren Koffer Platz. Mit einer Hasselblad habe ich das Fotografieren erlernt.

Die Erlebnisse und Fotos von 1996 waren die Blaupause für diese neue Reise. Wir waren unterwegs um neue Geschichten zu erleben. Die alte Reise und die alten Bilder waren Fäden in einem Kirmesspiel, die wir ziehen und die etwas hervorbringen oder auch nicht. Bilder beider Reisen finden Sie in diesem Buch. Nicht chronologisch und nur teilweise thematisch geordnet, oft einfach intuitiv. Ein Verzeichnis der Bildlegenden am Ende informiert über Menschen, Orte und Zeiten.

Zwei der großzügigsten Unterstützer meines Projektes waren Unternehmen mit schwedischen Wurzeln: IKEA und Volvo. Somit waren Älmhult und Göteborg anzusteuern. Die Ideengeberin zur Reise hatte mir einst Kurt Tucholskys „Schloss Gripsholm“ geschenkt, damit stand ein weiteres Reiseziel fest. Als ich meinen Sohn fragte, ob er mich begleiten würde, sagte er: Ja, das könne er sich vorstellen, aber auf keinen Fall drei Wochen lang und sein Smartphone würde er natürlich mitnehmen. Okay.

Das Ziel unserer Reise war Horndal in der Provinz Dalarnas län, von Darmstadt aus sind das auf direktem Weg etwa 17 Stunden Fahrt und 1.570 km. Im Laufe des Crowdfundings bekam ich weitere Anregungen für interessante Ziele.

Am 4. August waren wir reisefertig und verabschiedeten uns vorm Autohaus Hedtke in Weiterstadt von Freunden und von der Hedtke-Belegschaft. Michael und Holger Hedtke hatten uns für die Reise einen schönen Volvo 245 GL Kombi ausgeliehen. Der kamerunische Lyriker Enoh Meyomesse würde uns bis Kiel begleiten. In Kiel waren wir zwei Nächte bei Jürgen Strasser eingeladen, der die Arbeiten von Meyomesse ins Deutsche übersetzt. Sehr leckeres Essen, gekocht von Heike Wielands-Strasser, dabei gute Gespräche und Ideen zu einem Buch über Kiel besprochen. Jörg Rönnau führte uns durch das Mahnmal Kilian und gemeinsam besuchten wir den Schriftsteller Feridun Zaimoglu. Dann fuhren wir weiter Richtung Schweden, mit einem Fotostopp an der Fehmarnsundbrücke. Als kleiner Junge war ich mit meinem Vater dort unterwegs. Er hatte als Graphiker den Auftrag, die „Vogelfluglinie“ für den „DB-Autoreisezug“ zu bewerben. Dabei entstand ein Foto der Fehmarnsundbrücke mit zwei Menschen im Vordergrund, das auf einem Plattencover verwendet wurde (Phonogram/Rotes Kreuz: „Lieder, die uns Brücken bauen“). Der kleine Junge auf dem Plattencover, das bin ich. In Puttgarden ging es auf die Fähre nach Dänemark und weiter über die Öresundbrücke nach Schweden. In der Nähe von Växjö hatten wir eine Einladung in ein Ferienhaus am See. In Älmhult bekam ich eine exklusive Führung durch das neu eröffnete IKEA-Museum und entdeckte am Rande der Stadt ein großes Denkmal des berühmten IKEA-InbusSchlüssels.

Unser nächstes Ziel war Mariefred. Kurt Tucholskys „Schloss Gripsholm“ steht hier und die älteste Museums-Eisenbahn Schwedens fährt ihre Runden. Auf Eisels Wunsch machten wir einen Abstecher nach Stockholm zu einer Rathausführung, einer italienischen Pizza und einem Blick aufs königliche Schloss, bevor wir weiter nach Horndal fuhren, unserem Ziel von 1996. Hier war die Magie von vor 20 Jahren verblasst, niemand erwartete uns: Erinnerungen können verschieden sein. „ Our memories are not the same as yours“ hatte ich als Antwort auf eine Kontaktanfrage bekommen.

Auf dem weiteren Weg nach Värmland kamen wir zufällig nach Ludvika, in die Bar „Tant Selmas“, wo bei unserer Ankunft zwei hervorragende Blues-Gitarristen ihr Konzert begannen: Mojo Moon (www.mojomoon.se). Ein unvergesslicher Abend.

Unser nächstes Ziel war Munkfors in Värmland. Dort lebt eine ehemalige Darmstädterin, die mit ihrem Mann vor 20 Jahren nach Schweden ausgewandert war. An zwei wunderschönen, herzlichen Tagen viel über Schweden und über Deutschland gelernt.

In Göteborg fotografierten wir den 245er neben dem brandneuen Volvo V90. Nachmittags folge ich einer Einladung nach Trollhättan zu einem Oldtimertreffen und bekomme eine interessante Führung durch die alten Schleusenanlagen.

In Malmö waren wir bei Jenny Mark Ketter und Clay Ketter eingeladen, die ich 1996 mit Fanny, ihrem ersten Kind fotografiert hatte. Fanny ist nun die älteste der drei Töchter, studiert Kunst und arbeitet als Schauspielerin. Ich erzähle, dass IKEA Deutschland meine Reise unterstützt und es stellt sich heraus, dass Fanny Ketter (S. 36) eine der Hauptrollen in der norwegischen IKEA-Komödie „Kill Billy“ spielt.

Fehmarnsundbrücke. Erstaunt sind wir über die AutobahnRaserei in Deutschland, Eisel glaubt nicht, dass es wirklich alle so eilig haben können. Einmal noch übernachten wir in der „Pension Volvo“ und am nächsten Tag sind wir nach 4.007 km Fahrt und drei Wochen Reise wieder in Darmstadt. Der Volvo hat seinem Namen (volvo, lat.= ich rolle) alle Ehre gemacht und außer Benzin nur eine Sicherung und einen neuen Scheibenwischer benötigt.

Es war eine tolle Reise und es ist wunderbar, wieder zu Hause zu sein. Eisel ist bis zum Schluss dabei geblieben. Am Anfang war es für mich schwer, von der Vielfalt an Kommunikationskanälen, die ich für das Crowdfunding bedienen musste (Webseite, Facebook, Flickr, Twitter, Fotocommunity, Instagram, Pinterest, Startnext, Notebook, Smartphone, Excel, WhatsApp, Presse, Post, E-Mail, Telefon), herunterzuschalten auf den Blick durch die Autoscheibe und die Mattscheibe der Kamera, auf die Landkarte und das Gespräch mit meinem Mitfahrer. Auf einem einsamen Parkplatz in Schweden ein Sandwich, einen Tee und ein Buch rausholen und im Campingstuhl lesen, das war wunderbar.

“Ich mag mich nicht dem Materialismus verschachern, aber ich fühl mich wohl in einem Auto. Einfach fahren, bewegen, dahinrollen, weggleiten von einem Ort. Nicht so sehr irgendwohin, aber irgendwoweg, sich wegbewegen, schnell fahren, während man bestimmte Songs hört. Mit anderen Wagen auf der Straße sein und sich vorstellen, wer drinsitzt und wohin sie wollen.” schreibt James Simon Kunen in „Erdbeer Manifest, Notizen zur Columbia Revolte“ (Darmstadt, März Verlag, 1969).

Christoph Rau, November 2016

Nach einer weiteren Nacht in Malmö machen wir uns auf den Heimweg über die Öresundbrücke, die Fähre und die

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