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Als das erste Heinerfest 1951 stattfand, war dies nicht die profane Organisation eines Volksfestes, wie es viele geben mag. Nein, das Heinerfest wurde aus einer wunderbaren Idee geboren. Sieben Jahre nachdem die Stadt in einer einzigen Nacht 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner, ihr Gesicht und fast ihre Seele im Feuersturm verloren hatte, sollten die Darmstädterinnen und Darmstädter mit ihren Gästen zum ersten Male wieder unbeschwert feiern können. Das Heinerfest ist ein Symbol des Lebenswillens dieser Stadt. Von diesem Moment an – dem 29. Juni 1951 – ist das Heinerfest untrennbar mit Darmstadt verbunden, das sich zunächst als Stadt der rauchlosen Industrie und später als Wissenschaftsstadt immer wieder seine Vision von Zukunft selbst schafft, anstatt auf andere zu warten. Insofern ist das Heinerfest auch Ausdruck eines gesunden Trotzes, der unserer Bürgerschaft eigen ist. „Jetzt erst recht!“ – und beim Heinerfest: „Kommt alle!“ Aus dem Grußwort von Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Edition Darmstadt. Band 4


60 jahre heinerfest DARMSTADT Mit einem fotografischen Remix des Jubil채ums

Fotos Christoph Rau


Alle Rechte vorbehalten © 2011 by Surface Book, Darmstadt Herausgeber Heimatverein Darmstädter Heiner e. V., www.darmstaedterheinerfest.de Projektkoordination Sabine Welsch, Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner e. V. Redaktion Sabine Welsch, Gerd Ohlhauser, Darmstadt Fotos Christoph Rau, Darmstadt, www.christoph-rau.de Bildkomposition Gerd Ohlhauser, www.surface-book.de Bildbearbeitung Lasertype GmbH, Darmstadt, www.lasertype24.de Gestaltung, Layout und Satz Nikola Schulz, Anke Meenenga, Hausgrafik, Darmstadt, www.hausgrafik.de Umschlag Gerd Ohlhauser/Hausgrafik, unter Verwendung zweier Fotos von Christoph Rau Schrift ITC Officina Gesamtherstellung Frotscher Druck GmbH, Darmstadt, www.frotscher-druck.de ISBN 978-3-939855-23-1


Mitherausgeber Birgit Adler (FRIZZ – Das Magazin für Darmstadt) | René Antonoff | Jürgen Barth | Heiko Becker (Agentur für Mediendesign Lichtenberg) | Michael Beißwenger | Dr. Ariane Bentner | Dirk Bentlin | Hanno Benz | Imogen Blechschmitt | Christian Blümel | Bertheide + Helmut Böhme | Natascha Braun (Löwenherz Design) | Peter Buhlinger | Heinrich Dieckmann | Hanno Durth (Kanzlei Kipper + Durth) | Ulli Emig | Reiner Engel | Hans Christian Ettengruber | Bernd E.R. Festner | Vera Fles-Schönegge | Wolfgang Frotscher (Frotscher Druck) | Elke Glenewinkel (Keller-Club) | Hans-Peter Gompf | Rosel Grassmann (Wilderness BodyPainting) | Annette Graumann | Marianne Henry-Perret + Klaus Rohmig (Restaurant Belleville/Jagdhofkeller) | Volker Hilarius | Thomas Hönscheid - v. der Lancken | Frank Horneff | Ives Humeau | Tommy Igiel | Matthias Itzel | Gabriele Jacobshagen | Klaus Janek | Regina + Michael Krumb | Petra + Alexander Kaffenberger | Katja König | Dr. Bernd Kretschmann | Andreas Kroitzsch | Juliane Kroitzsch | Dr. Ingeborg + Dr. Hans Joachim Landzettel | Reinhard Launer (Fotoatelier Launer) | Lutz Lehning (Lindenmayer + Lehning) | Holger Lentzen (Focus-Immobilien) | Karin und Walter Löffler | Werner Mansholt | Sybille Markgraf | Hans-Werner Mattis | Renate Meidinger | Hannes Metz | Dr. Peter Noller | Sabine Nothhaft (Gaststätte Gebhart) | Verena + Wolfgang Pankoke (P2-Pankoke Innenarchitektur) | Uwe Petry (Büro VAR) | Birgit Prasser | Gabriele Rau | Renate + Hans Jürgen Rau | Martin Rau (Fahrradstation Darmstadt) | Bastian Ripper | Ute Ritschel | Carla + Dr. Hans-Rolf Ropertz | Dr. Ellen Rössner | Sandra Russo (Darmstädter Kulturforum der Sozialdemokratie) | Bernd Salm (Salm Imbissbetriebe) | Michael Schaefer | Dietrich Schäfer | Petra Schecker | Klaus Peter Schellhaas (Landrat Darmstadt-Dieburg) | Pia + Uwe Schlegel (Restaurant Goldschmidts Park) | Antje Schmidt | Hildegard Schmidt + Elke Wolf | Peter Schmidt | Ingolf Schulze (Schulze & Assoziierte Architekten) | Karl Richard Schütz | Elke Schwinn (Café Carpe Diem) | Marco Single | Andreas Storm | Cem Tevetoglu (Stadtkulturmagazin P) | TPM Engineering Griesheim | Kirsten Uttendorf | Dr. Thomas Vogel | Ulla von Sierakowsky | Nicolas von Wilcke (Nexplan) | Susanne Wagner | Sabine Welsch (Heimatverein Darmstädter Heiner) | Klaus Wiedenroth | Werner Worm (Kulturnachrichten) | Christian Zährl | Ilonka + Wolf-Dieter Zorn | Brigitte Zypries und 3 ungenannte Mitherausgeber. Schreiben Sie Stadtgeschichte und werden Sie Mitherausgeber und Abonnent der EDITION DARMSTADT (Seite 308).

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1951 bis 2011 – 60 Jahre, 61 Heinerfeste, tausende erste Küsse, hunderttausendfaches Kinderlachen, abermillionen Besucherinnen und Besucher, unzählige Hektoliter Darmstädter Bier, Bratwürste …


GruSSworte Eva Kühne-Hörmann Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst ...Seite 10 Albert Ritter Präsident Deutscher Schaustellerbund ...Seite 12 Jochen Partsch Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt ...Seite 14 Dr. Hans-Joachim (Little) Klein Festpräsident ...Seite 16 Das Darmstädter Heinerfest und seine Macher Karussells, Kultur, Kulinarisches und viel Musik von Sabine Welsch, Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner e. V. ...Seite 18 VOR 60 JAHREN Das erste Darmstädter Heinerfest von Sabine Welsch ...Seite 24 Die Heinerfest-Präsidenten ...Seite 30 BEKENNENDE HEINER Ein Freundeskreis für das Heinerfest von Liane Palesch, langjährige Geschäftsführerin des Heinerfestausschusses ...Seite 34 ein fotografisches remix DES 60. jubiläums Fotos von Christoph Rau ...Seite 38 BILDLEGENDEn ...Seite 288 die Heinerfest-motive und ihre Gestalter ...Seite 290 die jubiläums-briefmarken mit historischen Heinerfest-Motiven ...Seite 298 PROGRAMM DES 61. HEINERFESTS vom 30. Juni bis 4. Juli 2011 ...Seite 300 SPONSOREN / ANZEIGEN ...Seite 299, 306, 307 EDITION DARMSTADT ...Seite 308 Edition surface / Surface Books ...Seite 310 DANKSAGUNG ...Seite 312


GruSSwort Eva Kühne-Hörmann Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Es ist eine Institution, ein großartiges Spektakel, eine einzigartige Großveranstaltung, die in keinem Terminkalender fehlen darf: Das Darmstädter Heinerfest begeistert heute Besucher aus aller Welt, lockt Gäste aus nah und fern in die Wissenschaftsstadt in Südhessen. Über 700.000 Besucher sprechen eine deutliche Sprache, sie machen das Heinerfest zu einem der beliebtesten Volksfeste und zum zweitgrößten Innenstadtfest in Deutschland. 60 Jahre Heinerfest stehen für eine wunderbare Erfolgsgeschichte, die ehrenamtliches Engagement aus Kunst und Kultur, Spaß und Unterhaltung zu einem attraktiven Festprogramm geformt hat. Dazu gratuliere ich allen Beteiligten, Helfern und Förderern ganz herzlich. Ihre Begeisterung kennt auch nach sechs Jahrzehnten keine Grenzen. Aus dem einstigen Begegnungsfest haben sie in den vergangenen 60 Jahren einen gewaltigen Publikumsmagneten entwickelt. Die Attraktivität des Volksfestes gründet sich auf ein vielfältiges Festprogramm, in dem neben einem breiten Freizeitangebot mit prickelnden Fahrgeschäften, Musik und Tanz über 100 Kulturveranstaltungen angeboten werden. Kulturangebote für Jung und Alt, für Familien, das Heiner Kinderfest, die Attraktionen für Gäste aus nah und fern – sie laden zu einem verlängerten Wochenende in Darmstadt ein. Internationale Künstlerinnen und Künstler, nicht nur aus den Partnerstädten Darmstadts, unterhalten die Gäste und bieten kulinarische Köstlichkeiten.


Ich möchte dem Veranstalter, dem Heimatverein Darmstädter Heiner, ganz herzlich für das großartige Engagement bei den Vorbereitungen danken und hierbei auch ausdrücklich die vielen ehrenamtlichen Helfer und Förderer mit einbeziehen, ohne die eine solche Veranstaltung gar nicht denkbar wäre. Ich wünsche, dass diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortgeschrieben wird.

Eva Kühne-Hörmann Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

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GruSSwort Albert Ritter Präsident Deutscher Schaustellerbund. Der Heinereffekt! Liebe Heiner! Liebe Besucher aus nah und fern! Es erfüllt mich mit großer Freude, dass auch ich schon mehrmals die wunderbare Gelegenheit hatte, das wirklich einmalige Phänomen „Heinerfest“ selbst erleben zu dürfen. Denn wer nicht selbst einmal die große Chance wahrnehmen konnte, zur krönenden fünften Jahreszeit die liebenswerten Darmstädter in ihrer schönen Heimatstadt zu besuchen, wird es sicher nicht glauben wollen, welch einzigartigen Effekt das Heinerfest auf seine Besucher ausübt. Für mich ist es ganz und gar nicht verwunderlich, dass sich nach den schrecklichen Kriegsjahren die immer positiv und humorvoll denkenden Darmstädter sich ein so wunderbares Fest der Lebensfreude geschaffen haben. Gewachsen aus kleinsten Anfängen strömen jetzt schon seit 61 Jahren immer wieder Hunderttausende von Besuchern in das Herz der Stadt, um regionaltypisch friedlich miteinander zu feiern. Es bedarf keiner Subventionen, wie etwa bei Philharmonie oder Theater, nein dieses tiefe deutsche Kulturgut finanziert sich selbst aus dem dankenswerterweise klugen Management des Heimatvereins Darmstädter Heiner und dem finanziellen Beitrag der teilnehmenden Schausteller heraus. Neben dem eigentlich unbezahlbaren, nachweislich einmaligen städtewerblichen und Standortförderungseffekt spült das Heinerfest jedes Jahr einen Euro Gewerbesteuer pro Besucher in die Stadtkasse. Dies belegt eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums. Aber der wunderbarste Effekt offenbart sich, wenn die Menschen das Heinerfestareal betreten. Man kann förmlich zuschauen, wie der Alltagsstress von den Besuchern abfällt und


sich ein Lächeln in der ganzen Seele ausbreitet. Da sitzt im Schlossgraben der Maurer neben dem Professor. Streitigkeiten des Restjahres werden beigelegt und so manche langjährige glückliche Beziehung nahm auf dem Heinerfest ihren Ursprung. Das Heinerfest ist für mich unbestritten faszinierende Stätte der Begegnung und Integration, nicht nur weil die internationalen Städtepartnerschaften gepflegt werden, sondern weil ganz einfach und natürlich nach unvergleichlich liebenswerter Heinerart auf den Straßen und Plätzen der Stadt ungeachtet der Herkunft oder des sozialen Status miteinander gefeiert wird. Das verbindet und wirkt positiv das ganze Jahr im sozialen Umgang der Menschen in der ganzen Region. Ich rufe daher alle begeisterten Besucher und vor allem die verantwortlichen Kräfte in Politik und Verwaltung auf, helfen sie alle mit, dass auch in der Zukunft die positiven Rahmenbedingungen für das Heinerfest mitten im Herzen der Stadt erhalten bleiben. Damit auch in Zukunft das Leben Ihrer schönen Stadt durch lachende Kinderaugen auf dem Heinerfest gekrönt werden kann. Ei Heiner wie!

Albert Ritter

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GruSSwort jochen partsch Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Liebe Freundinnen und Freunde des Heinerfests, 1951 bis 2011 – 60 Jahre, 61 Heinerfeste, tausende erste Küsse, hunderttausendfaches Kinderlachen, abermillionen Besucherinnen und Besucher, unzählige Hektoliter Darmstädter Bier, Bratwürste … Merken Sie etwas? Das Heinerfest – so sehr man sich auch müht – es entzieht sich der Mathematik. Zahlen beschreiben es nur unzureichend. Denn das Heinerfest ist vor allem eines – es ist Emotion. Es ist die auf fünf Tage konzentrierte Quintessenz eines Gefühls von und für unser Darmstadt. Als das erste Heinerfest 1951 stattfand, war dies nicht die profane Organisation eines Volksfestes, wie es viele geben mag. Nein, das Heinerfest wurde aus einer wunderbaren Idee geboren. Sieben Jahre nachdem die Stadt in einer einzigen Nacht 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner, ihr Gesicht und fast ihre Seele im Feuersturm verloren hatte, sollten die Darmstädterinnen und Darmstädter mit ihren Gästen zum ersten Male wieder unbeschwert feiern können. Das Heinerfest ist ein Symbol des Lebenswillens dieser Stadt. Von diesem Moment an – dem 29. Juni 1951 – ist das Heinerfest untrennbar mit Darmstadt verbunden, das sich zunächst als Stadt der rauchlosen Industrie und später als Wissenschaftsstadt immer wieder seine Vision von Zukunft selbst schafft, anstatt auf andere zu warten. Insofern ist das Heinerfest auch Ausdruck eines gesunden Trotzes, der unserer Bürgerschaft eigen ist. „Jetzt erst recht!“ – und beim Heinerfest: „Kommt alle!“ Wie beschreibt man ein Fest – eines der größten Innenstadtfeste überhaupt – das Jahr für Jahr eine an sich verkehrsumtoste City mit seiner entspannten Atmosphäre über ein Wochenende hinweg vollkommen verwandelt? Ein Fest, auf das die Bürgerschaft immer wieder aufs


Neue hinfiebert und um dessen Willen Exil-Darmstädterinnen und Darmstädter von weither anreisen? Zahlen schaffen es also nicht. Worte vielleicht schon besser. Aber eine wirklich gute Idee ist es, das Heinerfest photographisch zu dokumentieren. Dazu zählen die „großen Bilder“ ebenso wie die vielen Facetten und Details des „zweiten Blicks“, die so charakteristisch für das Heinerfest sind, das ja keineswegs nur aus dem temporären Straßenfestplatz der Innenstadt, sondern Jahr für Jahr aufs Neue aus zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet besteht. Was könnte sich dafür besser eignen als das 14,3 x 12 cm Flipbook-Format von Surface? Es ist klein und groß, kompakt und verschwenderisch vielfältig zugleich. Also genau wie das Heinerfest und unsere l(i)ebenswerte kleine Großstadt auch. Außerdem – und das ist eine weitere Ähnlichkeit zum Heinerfest – ist es ein Produkt von Eigeninitiative und bürgerschaftlichem Engagement. Ich will es nicht versäumen, mich genau dafür an dieser Stelle ausdrücklich zu bedanken. Das Heinerfest war immer am Puls der Zeit und wird es immer bleiben. Oft war es seiner Zeit sogar eine Nasenspitze voraus. Wussten Sie zum Beispiel, dass sein Name ein frühes Beispiel von Bürgerbeteiligung ist? Der Name entstammt einem Aufruf an die Bürgerschaft und das „Heinerfest“ erhielt die meisten Stimmen … Ich freue mich darauf Sie alle beim Heinerfest zu treffen!

Herzlichst, Ihr Jochen Partsch Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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GruSSwort Dr. Hans-Joachim (Little) Klein Festpräsident Darmstädter Heinerfest. Liebe Freunde des Heinerfestes, das 60. Heinerfest war wieder ein Höhepunkt in der Geschichte dieses beliebten Begegnungsfestes. Die attraktive Mischung aus Festbetrieb, kulturellem und sportlichem Rahmenprogramm ist uns allen noch in guter Erinnerung. Bei wunderbarem Sommerwetter haben die Menschen aus nah und fern zusammen gefeiert und sich fröhlich und friedlich fünf Tage lang im Herzen unserer Herz vergnügt. Vieles bleibt in Erinnerung: Dieses Buch lässt die freudigen Tage und Stunden wieder aufleben. Mit großem Einfühlungsvermögen ist ein Kunstwerk entstanden, in dessen Mittelpunkt die glücklichen großen und kleinen Besucher und Besucherinnen unseres Heinerfestes stehen. Unser herzlicher Dank gilt dem Fotografen Christoph Rau, der bei teilweise brütender Hitze die farbenfrohen, lebendigen Bilder eingefangen hat, und dem Verleger Gerd Ohlhauser, der diese Bilddokumentation ermöglichte. Mit den Heinerfestplakaten, den Biografien der Festpräsidenten und Heinerfestgrafiker von 1951 bis heute sowie dem gelungenen historischen Rückblick von Sabine Welsch ist das Buch mehr als eine Momentaufnahme: Es unterstreicht die Bedeutung und Tradition dieses großartigen Innenstadtfestes für Darmstadt und die Region. Lassen Sie sich begeistern und freuen wir uns auf die kommenden Heinerfeste.

Dr. Hans-Joachim (Little) Klein Festpräsident Darmstädter Heinerfest


Eines der größten Innenstadtfeste Deutschlands – das Darmstädter Heinerfest Foto: Uwe Keller, 2006

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Das Darmstädter Heinerfest und seine Macher Karussells, Kultur, Kulinarisches  und viel Musik. Wie immer herrscht fröhlicher Ausnahmezustand, wenn am ersten Wochenende im Juli das Darmstädter Heinerfest gefeiert wird. Mehrere hunderttausend Besucher geben sich dem heiteren Treiben rund ums Schloss, Darmstadtium und Jugendstilbad hin und feiern fünf Tage lang im Herzen der Stadt „ihr“ Heinerfest. Die Innenstadt verwandelt sich in eine bunte Verlustiermeile mit nervenkitzelnden und vergnüglichen Fahrgeschäften, mit zahlreichen Los- und Schießbuden, Knusper- und Wahrsagerhäuschen, lauschigen Wein- und Biergärten, und allerorts locken schlaraffische Vergnügungen. Alle Plätze inmitten der Stadt werden zu Live-Bühnen, Herzstück und Mittelpunkt aber ist das Darmstädter Schloss. Nur beim Heinerfest werden die Schlossbastion zum Weindorf, die Schlosshöfe zu Openair-Showbühnen, und der Herrngarten zum romantisch illuminierten Park mit allabendlichen Serenadenkonzerten und Tanzaufführungen. Alles begann vor über 60 Jahren: Im Winter 1950 – sechs Jahre nach dem vernichtenden Bombenangriff auf Darmstadt – wurde die wagemutige Idee geboren, im Trümmerfeld mitten in der Stadt ein Heimatfest zu veranstalten. „Triumph der Lebensfreude über die Tristesse der Nachkriegsjahre“ lautete die Devise jener Darmstädter, die das Heinerfest fortan ehrenamtlich organisierten. Auch heute noch wird das Heinerfest von einem Kreis engagierter, ehrenamtlich mitarbeitender Bürger, dem Heinerfestausschuss, veranstaltet. Dieser wurde 1958 umbenannt in „Heimatverein Darmstädter Heiner e. V“. Die Gründungssatzung von einst hat bis heute Gültigkeit: „Pflege Darmstädter Tradition, Veranstaltungen im Bereich geselliger Kultur, Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz im Zusammenleben der Menschen und der Verständigung unter den Völkern verschiedener Hautfarben und Religionen.“ Das erste Heinerfest (29. Juni – 2. Juli 1951) wurde zu einem Fest der Erinnerung und der


Trauer, aber auch der ausgelassenen Freude darüber, nach jahrelanger Entbehrung endlich wieder einmal miteinander feiern zu können. Kaum jemand hätte damals geahnt, welche Erfolgsgeschichte dieses Fest einst schreiben würde, mit wie viel Witz, Einfallsreichtum und idealistischem Eifer die Organisatoren über 60 Jahre lang das Fest veranstalteten. Das Heinerfest ist ein Fest mit Tradition, aber immer auch offen für Neuerungen und Veränderungen. Stillstand war und ist angesichts des sich ständig verändernden Stadtbildes und einer stetig wachsenden Innenstadt auch gar nicht möglich. Immer wieder muss der Heinerfestausschuss auf städtebauliche Maßnahmen reagieren: Wurde das erste Heinerfest noch feierlich auf dem Marktplatz eröffnet, so musste 1954 aufgrund der Instandsetzung der zerstörten Altstadt ein Ausweichplatz gefunden werden. Das Festgelände befand sich in diesem und in den folgenden Jahren zum größten Teil am Hallenschwimmbad (heute Jugendstilbad) auf dem Mercksplatz, und die feierliche Eröffnung fand an der Stadtmauer statt. 1963 eröffnete man in der Aula des Ludwig-Georgs-Gymnasiums und ein Jahr später dann im JustusLiebig-Haus. Erst 1975 wurde das Heinerfest zum ersten Mal im Glockenbauhof des Schlosses eröffnet, wo bis heute das Eröffnungsprogramm stattfindet. Damit wurde die spröde „akademische Feier“ durch einen volkstümlicheren, folkloristischen Auftakt ersetzt. Nachdenklich betrachten wir die Fotos der Eröffnungszeremonie von einst: Der feierliche, steif anmutende Sonntagsstaat – die Damen in feinen Kleidern, die Herren mit Anzug und Krawatte – ist heute legerer Freizeitkleidung gewichen. Aber auch die Vorlieben, Geschmäcker und Moden haben sich natürlich in den letzten sechs Jahrzehnten geändert: Klassische Ouvertüren wichen Beat, Rock ‘n’ Roll, Jazz, Hiphop, Streetdance und House. Eine wichtige Zäsur war das Jahr 1985, als die HEAG-Passage zwischen 18|19 Weißem Turm und Luisenstraße in das Heinerfestgeschehen mit einbezogen wurde.


Hier feierte das erste Heinerfest-Jazz-Festival mit Gruppen aus Darmstadt und den Partnerstädten Premiere. Zehn Jahre später zog die Jazz-Szene um in den Glockenbauhof des Schlosses, im Kirchenbauhof arrangierten die findigen Organisatoren eine „Gauklerstunde“ mit Akrobaten, Zauberern und Pantomimen. Hier zog 1999 der „AlleWeltTreff“ ein, wo seitdem die Partnerstädte Hof halten und die Gäste mit Kulinarischem und Musikalischem aus ihrer Heimat verwöhnen. Das ist inzwischen der In-Treff des Heinerfestes geworden. Die Straßentheaterkünstler hingegen haben nun ihren Platz vor dem neuen Kongresszentrum Darmstadtium gefunden. Immer wieder ließ sich der Heimatverein Darmstädter Heiner e. V. Neues und Spektakuläres einfallen: Seifenkisten- und Radrennen führten quer durch die Stadt, Fallschirmspringer landeten aus bis zu 1.300 Metern Höhe im Großen Woog, oder man stach das Bier in allen drei Festzelten GLEICHZEITIG an, in der Festhalle Koch auf dem Karolinenplatz, in der Festhalle Genzmann auf dem Marktplatz und in der Festhalle Hamel auf dem Mercksplatz. Heute gibt es nur noch ein klassisches Festzelt, das Hamelzelt, das nun auf dem Karolinenplatz steht. Auch die Trinkgewohnheiten haben sich dank Promillegrenze radikal geändert. Gespannt fiebern die Besucher Jahr für Jahr den Aufführungen der Hessischen Spielgemeinschaft entgegen, die von Anfang an das Fest mit Aufführungen von Ernst Elias Niebergalls Darmstädter Lokalposse „Datterich“, Carl Zuckmayers „Fröhlichem Weinberg“ oder mit Mundartlesungen begleitete. 1981 wurde dank einer Spende des Heimatvereins Darmstädter Heiner e. V. das um drei Glocken erweiterte und gründlich überholte Glockenspiel im Schloss wieder seiner Bestimmung übergeben. 1985 veröffentlichte man zum 35. Heinerfest das leider vergriffene Koch- und Schmunzelbuch „Supp’, Gemüs’ unn Fleisch“, das in keinem Heiner-Haushalt fehlen darf. Auch die Prominenz hatte Gefallen am Heinerfest gefunden: Der Darmstädter


Schauspieler Günter Strack war ein gern gesehener Gast, und als 1988 während des Heinerfestes Szenen zur beliebten Serie „Die Drombuschs“ von Robert Stromberger gedreht wurde, ließ sich die ganze Familie Drombusch bei der Eröffnung feiern. Der Kreativität waren und sind keine Grenzen gesetzt: 1987 ließ der Heimatverein Darmstädter Heiner e. V. den 2.000 Jahre alten Darmstädter Spitz vom Weißen Turm vom Darmstädter Bildhauer Gotthelf Schlotter in Bronze gießen und veröffentlichte dazu ein vergnügliches Lesebuch. 1995 wurde an der Krone in der Schustergasse der „Ur Heiner“ – eine Bronzeplastik des Darmstädter Bildhauers Christfried Präger – feierlich durch den damaligen Oberbürgermeister Peter Benz eingeweiht, und Heinerfestpräsident Günther Metzger führte eine originäre wie originelle Woogswassertaufe durch. Im Jahr 2000 präsentierte man unter dem Motto „Hinein ins Vergnügen!“ ein heiteres Bilderbuch mit Geschichten zu 50 Jahren Heinerfest sowie eine Heinerfestschau im Schlossmuseum. Erstmals gab es eine Wasserbühne, die auf dem Herrngartenteich installiert wurde, 10 Jahre später, beim 60. Heinerfest, konnte man sich dann unter anderem – eine Reminiszenz an das erste Heinerfest – wieder bei brütender Hitze mit einem Eisbären fotografieren lassen. Und es gab wieder ein Kochbuch mit Rezepten quer durch Europa, eine „Kulinarische Reise zu Darmstadts Partnerstädten“. Heute ist das Heinerfest eines der größten Innenstadtfeste Deutschlands, und dem Heimatverein Darmstädter Heiner e. V. gelingt es – mit der Unterstützung von Sponsoren und Förderern – Jahr für Jahr nicht nur spektakuläre Fahrgeschäfte nach Darmstadt zu holen, sondern auch über 100 interessante kulturelle Veranstaltungen zum Nulltarif anzubieten. Das Besondere am Heinerfest ist zweifellos sein reiches Kulturprogramm, das hebt es heraus aus der bundesdeutschen Volksfestlandschaft, macht es einmalig und unverwechselbar: Musik20|21 fans haben heute die Wahl zwischen sechs Live-Bühnen und einem riesigen Musik-


programm. Kleine Heiner werden beim Heinerfest-Kinderfest jedes Jahr mit einem neuen Programm überrascht, Senioren treffen sich zum geselligen Beisammensein auf der Schlossbastion oder zu Lesungen der Hessischen Spielgemeinschaft, Tanzbegeisterte tanzen unterm Sternenzelt im Herrngarten. Sportliebhaber erwartet ein gigantisches Angebot an Turnieren und Events. Kulturinteressierte besuchen Heinerfest-Ausstellungen im Weißen Turm, lauschen der großen Klassik-Gala im festlich illuminierten Park oder dem Konzert des MerckSinfonieorchesters im Darmstadtium. Cineasten kommen auf ihre Kosten bei den DarmstadtFilmen im Pali-Kino des Film- und Videoclubs, der seit 1970 mit seinen Filmvorführungen einen festen Platz im Heinerfestprogramm hat. Mutige fahren in himmlischer Höhe über den Mercksplatz. Genießer betrachten gemütlich den Marktplatz von oben aus dem OktoberfestRiesenrad, und die Witze und Kapriolen der Straßentheaterkünstler haben immer ein großes Publikum. Der Kosmopolit findet im „AlleWeltTreff im Schloss“ eine internationale Szene mit Musik und Spezialitäten aus Darmstadts 15 Partnerstädten. Hier wird Völkerverständigung gelebt, es werden Freundschaften über alle Grenzen hinweg geschlossen. Krönender Abschluss des beliebten Heinerfestes war und ist das große Jubiläumsfeuerwerk am Montagabend, wo sich tausende Gäste im Herrngarten oder anderswo ein lauschiges Plätzchen suchen. 2011 wird es erstmals vom Dach des Darmstadtiums abgeschossen – wie gesagt, Stillstand ist nicht Sache des Heimatvereins Darmstädter Heiner e. V. Dessen Verdienste würdigte die HSE-Stiftung im April 2011 mit dem Luise-Büchner-Preis. Fasziniert von der einmaligen Mischung aus Volksfest und einem vielfältigen Begleitprogramm finden sich jedes Jahr rund 800.000 Besucher in Darmstadt ein, um miteinander zu feiern. Doch wichtiger als Zahlen ist sicherlich etwas ganz anderes: Das Heinerfest war und ist ein Fest der Begegnungen, des freundschaftlichen Austauschs mit Menschen aus der gan-


zen Welt, ein Fest für die ganze Familie, bei dem große und kleine Heiner gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Jeder ist willkommen, das Symbol dieses liebenswerten Festes ist deshalb ein flammendrotes Herz, in dem zu lesen ist: „Kommt alle!“. Sabine Welsch Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner e. V.

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Vor 60 JaHren das erste darmstädter Heinerfest. Sechs Jahre nach dem verheerenden Bombenangriff im September 1944 begannen im Sommer 1950 die ersten Planungen für ein Darmstädter Heimatfest. Nach jahrelanger Entbehrung sollte endlich einmal wieder fröhlich miteinander gefeiert und an die traditionsreiche Geschichte der Stadt vor dem Krieg erinnert werden. Der „Verkehrs- und Verschönerungsverein Darmstadt“ übernahm die Aufgabe, das Darmstädter Volksfest zu organisieren. Ein Aufruf erging an die Bürger, Vorschläge für die Namensgebung und den Ort des neuen Heimatfestes zu machen. Neben „Ludwigsfest“, „Datterichfest“, „Fest beim langen Lui“, „Worschtweckfest“, „Fest der Stadt im Walde“ oder „Darmstadt lebt und arbeitet.“, stimmte die Mehrzahl für „Heinerfest“, das fortan im Zentrum rund um das Schloss immer am ersten Wochenende im Juli gefeiert werden sollte. In zahlreichen Sitzungen beriet der fast 50-köpfige Festausschuss über den Ablauf des allseits mit Spannung erwarteten Heimatfestes. Der Phantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt: Die Seeschlacht auf dem Woog zwischen den Kriegsschiffen „Darmstadt“ und „Bessungen“ fiel dann allerdings genauso ins Wasser wie der Balkon- und Vorgartenwettbewerb. Von der Festkappe, mit der man ursprünglich werben wollte, wurde ebenfalls Abstand genommen und auch der Ochs am Der Eisbär als Maskottchen des ersten Heiner- Spieß – ein Traum eines jeden hungrigen Darmstädters in jenen Tagen des Mangels – fests und das erste Heinerfestplakat konnte beim ersten Heinerfest noch nicht auf mit dem Datterich von Hartmuth Pfeil


dem Marktplatz gebraten werden. Viele Ideen wurden jedoch – trotz großer Schwierigkeiten – realisiert und das Programm des ersten Heinerfestes konnte sich durchaus sehen lassen. Bei schönem Sommerwetter startete das erste Heinerfest am Freitag, dem 29. Juni 1951 um 20.30 Uhr, mit einem Großen Serenadenkonzert am Marktbrunnen, aus dem Wein floss. Das Orchester Paul Bänisch spielte Werke Darmstädter Komponisten, alle Darmstädter Chöre beteiligten sich mit über 900 Sängern, ein 40-Mann-Blasorchester verbreitete Feststimmung, und die Darmstädter Sportvereine zeigten ihr Können. Wer an diesem ersten Heinerfestabend durch die Straßen rund ums Schloss schlenderte oder das Angebot der Internationalen Luftwerbung „Aero“ wahrnahm und zum Preis Heinerfesttreiben vor dem zerstörten Schloss von 25 DM über Darmstadt flog, der sah nicht Foto: Georg Kreim nur die durch den Krieg verursachten Wunden der Trümmerstadt. Er konnte überall auch den unbändigen Aufbauwillen der Darmstädter Bürger entdecken, deren ungebrochener Optimismus sich beispielsweise in einem Heinerfest-Triumphbogen – gebastelt aus Holzstangen eines Baugerüstes – manifestierte. Noch 24 Stunden vor Beginn des Heinerfestes, so berichtet das Darmstädter Echo am 30. Juni 1951, „fraß sich ein riesenbagger mit gierigem Appetit in die Mauerreste eines zerstörten Hauses, warf in Eile den Bissen auf die startbereiten Lastwagen, und ab gings durch die Mitte ... Der 24|25 Leiter der städtischen Trümmerbeseitigung zeigte den Einwohnern, was eine Harke


ist. Der Schweiß rann in ehrlichen Strömen, es gab keine Arbeiterstandbilder zu sehen, und der olle Bismarck schaute sehr verwundert in die Gegend ...“ Die Festgestalter wussten sich zu helfen und improvisierten: Unter dem Motto „Grün ist die Hoffnung – und Grün ist Trumpf“ bekam die geschundene Stadt ein Festgewand: Alte Backsteinkästen bepflanzte man mit farbenfrohen Blumen, Trümmer wurden beseitigt oder zumindest mit Tannen- und Birkengrün bedeckt, so die Order des „Trümmer- und Verschönerungsamtes“. Man spannte riesige Girlanden aus Zweigen und Blumen über Gehwege und Straßen und schmückte die Stadt mit blau-weißen Fähnchen. Solchermaßen herausgeputzt wurde dann auf dem Marktplatz am Samstagmorgen um 10.00 Uhr das erste Heinerfest offiziell eröffnet. Eine Festouvertüre erklang, der damalige Oberbürgermeister Dr. Ludwig Engel gedachte mit einer Schweigeminute den Toten Oberbürgermeister Dr. Ludwig Engel eröffnet des 11. Septembers 1944 und lobte den Aufeines der ersten Darmstädter Heinerfeste bauwillen der Bevölkerung: „Überall spüren wir den neuen Geist ... Dieses Darmstädter Heinerfest soll uns alle umschlingen, Darmstädter, Bessunger, Arheilger und Eberstädter, Einheimische und Zug’raaste, alte und junge Heiner, um stolz zu sein auf diese Stadt, die Darmstadt heißt, die nie untergegangen ist und die wir mehr denn je liebhaben.“ (Darmstädter Echo, 2.7.1951). Stolz verkündete der Oberbürgermeister, dass Darmstadt endlich wieder Großstadt sei. Der 100.000 Einwohner Darmstadts wurde mit einem Tusch begrüßt. Es war


der 21 Tage alte Heiner Wilfried Münster, dem der Stadtrat und erste Festpräsident Julius reiber eine komplette Babyaustattung, ein Sparbuch über 300 DM, ein Fahrrad und einen Schulranzen überreichte. Die HEAG versprach – sollte der Bart einmal sprießen – für einen rasierapparat zu sorgen. Beglückt nahmen die Eltern des Jungen die Geschenke entgegen. Erstmals wurde der Heinerfestmarsch von Der 100.000 Heiner, der Darmstadt Christian Lorenz aufgeführt und das von Wil- zur Großstadt machte helm Etzold anlässlich des ersten Heinerfestes komponierte Heinerlied gesungen, dessen refrain „Darmstadt, du sollst leben...“ von allen begeistert mitgesungen wurde. Im Anschluss erklang das Glockenspiel im Schlosshof, allerdings von der Schallplatte, da der Glockenturm ebenfalls fast gänzlich zerstört war. Ballonwettfliegen, Sportdarbietungen sowie von robert Stromberger und Hans Herter, alias Mickedormel, vorgetragene Mundartgedichte rundeten das Samstagsprogramm ab. Die Hessische Spielgemeinschaft zeigte Szenen aus Ernst Elias Niebergalls „Datterich“ im Schlosshof. Bis heute ist die 1925 gegründete „Hessische Spielgemeinschaft“, die sich durch die Bemühungen um ein Darmstädter Volksfest seit 1950 wieder zusammenfand, mit einer Aufführung während der Heinerfesttage vertreten. Während der gesamten Festdauer war unter den Schlossarkaden die Puppenbühne von Hanns 26|27 Hildenbrandt zu sehen, dessen „Heinerle“, als typischer Darmstädter Kasper, Klein


und Groß bis 1973 entzückte. Angeregt von den Organisatoren fanden heimatkundliche Ausstellungen, Tanz- und Turnvorführungen statt, und die Spielschar der Volkshochschule Darmstadt-Eberstadt zeigte: „Wie Liebig noch en Heiner woar“. Der Darmstädter Einzelhandel, ohne dessen tatkräftige Unterstützung die ersten Heinerfeste nicht zustande gekommen wären, veranstaltete einen Schaufensterwettbewerb und initiierte erstmals einen verkaufsoffenen Sonntag. Wer allerdings die kuriose Idee hatte, dass man sich mitten im Hochsommer mit einem Eisbären fotografieren lassen konnte, ist heute nicht mehr zu ermitteln. Aus ganz Hessen reisten Schausteller mit ihren Wohnwagen an und schlugen einfache Bretterbuden auf. Attraktionen vor 60 Jahren waren Spielwarenstände und Eisbuden, eine Experimentalschau, ein Flohzirkus, ein Affentheater, eine Alpen- und raupenbahn und Darbietungen von Liliputanern. Begeistert … im Festzelt berichtete das Darmstädter Echo am 30. Juni 1951: „... aus Marktplatz, Friedensplatz und Theaterplatz wurde ein einzigartiger Jahrmarkt der Sensationen – ein buntes, bezauberndes Bild der Fröhlichkeit und des leichten Lebens“. Eine dieser Sensationen war das so genannte Motorbootrennen auf dem Friedensplatz. In einer umfunktionierten Autoscooterbahn dümpelten keineswegs rasant, sondern eher gemächlich kleine Boote, die eigentlich Autos waren, dahin. Ertrinken konnte dabei übrigens niemand, da die Wassertiefe maximal 20 cm betrug. Damit hat der Heinerfestausschuss den „Woog ins Festgelände“ geholt – wie es im


Darmstädter Echo hieß. Es gelang den Organisatoren wahrhaftig scheinbar Unmögliches möglich zu machen, ja sie schufen auf dem Marktplatz wahrhaft paradiesische Zustände: Hier floss aus dem Marktbrunnen erstmals Wein, und auch die Schlossbastion wurde bereits beim ersten Heinerfest in ein Weindorf verwandelt. Am Heinerfest-Sonntag führte die Tanzschule Bäulke den „Tanz im Wandel der Zeiten“ in Das Heinerfest erstmals in Farbe, Originalkostümen auf und am Montag, an Foto: Stadtarchiv Darmstadt dem alle Schulen geschlossen blieben, begann bereits um 8.00 Uhr das Kinderfest mit „Sackhibbe, Worschtschnabbe und Eierlaafe“. Die Erwachsenen vergnügten sich derweil – allerdings erst ab 11.00 Uhr – beim Frühschoppen, der bis heute fester Bestandteil des Heinerfestes ist. Einer der wichtigsten Programmpunkte des ersten Heinerfestes war jedoch zweifellos das Eintreffen der vom Festausschuss eingeladenen evakuierten Darmstädter. Am HeinerfestMontag um 14.00 Uhr wurden 900 Evakuierte auf der rathausterrasse mit einer Ansprache von Julius reiber empfangen. Ein großer organisatorischer Aufwand war diesem Ereignis vorausgegangen: Mit Bussen, Bahn und Privatautos wurden die geladenen Gäste in ihren neuen Wohnorten abgeholt. Eine gemeinsame Bewirtung im Festzelt erwies sich als undurchführbar, da nicht genügend Geschirr zur Verfügung stand. Deshalb erhielt jeder der 900 28|29 Evakuierten vier Bons im Wert von je 0,50 DM, die überall auf dem Festgelände


eingereicht werden konnten – ein Vorläufer unserer heutigen Heinerfest-Wertmarken. Umsonst war der Kuchen, den die Bäckerei Bormuth stiftete. Krönender Abschluss des ersten Heinerfestes war das große Feuerwerk um 22.00 Uhr, das bis heute das Finale des Heinerfestes bildet. Alle waren sich damals einig: Das erste Heinerfest war ein Riesenerfolg gewesen. Tausende besuchten das Fest und feierten ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Das 12-seitige Festprogramm war im Nu vergriffen, ebenso die 50.000 Festabzeichen für je fünfzig Pfennige. Euphorisch resümierte die Schaustellerzeitung „Komet“ am 30. Juli 1951: „Nun hat auch Darmstadt sein Heimatfest, das erste ‘Heiner’-Fest, hinter sich und, um es gleich zu sagen, es hat eingeschlagen! Das Wetter war vom ersten Tag an bis zum Schluss großartig. Die vorgesehenen 50.000 Abzeichen haben nicht gereicht und außer aus der Stadt und der näheren Umgebung kamen Tausende von Besuchern mit Sonderzügen. Bis nach Hamburg, Nürnberg und in die Pfalz erstreckte sich die Anziehungskraft dieses Festes …“ Sabine Welsch Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner e. V.


Die Heinerfest-Präsidenten Julius Reiber (1883 – 1960) Lehrer, später Rektor, 1919 – 1931 Mitglied des hessischen Landtags. Aufgrund seiner demokratischen Gesinnung und der Aufrechterhaltung seiner Verbindung zu Politikern der Linken wie Wilhelm Leuschner wurde er 1933 von der NS-Regierung seines Amtes enthoben. Während der Zeit des Nationalsozialismus schlug er sich mit diversen Aushilfsjobs durch. Nach Ende des Krieges Berufung in die Stadtverwaltung durch Ludwig Metzger. 1946 Bürgermeister von Darmstadt. 1952 – 1956 Stadtverordnetenvorsteher. Träger des Großen Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Heinerfestpräsident von 1951 – 1958. Prof. Dr. Ludwig Schmitt (1900 – 1977) 1942 – 1966 Leiter der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt in Darmstadt. Seine Forschung fand nicht nur bei der deutschen Landwirtschaft Anerkennung, im In- und Ausland erwarb er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, u. a. die Goldene Verdienstmedaille des Hessischen Landwirtschaftsministeriums. Heinerfestpräsident von 1959 – 1977.

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Otto Schmitt (1921 – 1995) Seit 1945 Angestellter der Lohn- und Gehaltsabteilung der Stadtwerke Darmstadt, die 1950 in die Südhessische Gas und Wasser AG umgewandelt wurden. Seit 1947 im Betriebsrat der Südhessischen tätig, seit 1960 Leiter der Personalabteilung, seit 1971 Direktor. 1952 – 1970 Stadtverordneter, 1954 – 1970 Fraktionsvorsitzender der SPD, 1963 – 1970 Stadtverordnetenvorsteher. Zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten: u. a. 1950 – 1968 Amtsrichter, bis 1977 Leiter des Kreisverbandes des Roten Kreuzes, 1967 – 1982 Vorsitzender der Hessischen Spielgemeinschaft e.  V. Seit 1982 Ehrenvorsitzender der Spielgemeinschaft, seit 1960 Mitglied im Heimatverein Darmstädter Heiner e. V., Heinerfestpräsident 1978 – 1992, seit 1993 Ehrenpräsident. Auf seine Initiative hin wurde der Spitz vom Weißen Turm in Bronze gegossen, die Grundsteinmedaille vom Glockenturm des Schlosses neu geprägt und ein Darmstädter Kochbuch „Supp‘, Gemüs‘ und Fleisch“ herausgegeben. Günther Metzger (1933) Rechtsanwalt und Notar. Politische Arbeit seit 1964: Gemeindevertreter in Traisa, Kreistagsabgeordneter des Landkreises Darmstadt-Dieburg, 1969 – 1976 Bundestagsabgeordneter, Stellvertretender Vorsitzender der SPD- Bundestagsfraktion. 1981 – 1993 Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt. Zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten und Mitglied karitativer Organisationen, u.a. Kuratoriumsmitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Deutschen Poleninstituts. Heinerfestpräsident 1992 – 2009. Dank seines Strebens nach Völkerverständigung wurden die Partnerstädte stärker in das Kulturprogramm des Heinerfestes mit eingebunden.


Dr. Hans-Joachim Klein (1942) Gewann zahlreiche Deutsche Schwimmmeisterschaften und stellte mehrere Weltrekorde auf. Teilnahme bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom. 1964 drei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio. 1965 Sportler des Jahres. 1962 Studium (Industrial Engineering) in Los Angeles an der University of Southern California, 1963 – 1969 Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Hochschule Darmstadt. 1972 Promotion. Von 1969 – 1985 war Klein am Hessischen Verkehrs- und Wirtschaftsministerium tätig. Von 1985 – 1997 Landrat im Kreis Darmstadt-Dieburg. 1997 – 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft. 2001 – 2008 Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft. 2008 kehrte er nach Darmstadt zurück und wurde zum Bekennenden Heiner gekürt. Heinerfestpräsident seit 2009.

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Bekennende Heiner Ein Freundeskreis für das Heinerfest. Es war 2005, als ich die Idee entwickelte, das Heinerfest mit einem Freundeskreis zu umgeben. Ein Fest braucht Freunde, Liebhaber, Verteidiger, die für die gute Sache einstehen. Und es ist eine gute und ehrenhafte Sache für einen Verein, Persönlichkeiten auszuzeichnen, die im Laufe der Jahre dazu ihren Beitrag geleistet haben und ihre Liebe zu Darmstadt und dem Heinerfest dokumentiert haben. 1951 wurde das erste Heinerfest gefeiert, mitten in der aufgeräumten Trümmerstadt. Die Initiatoren waren Persönlichkeiten aus dem Einzelhandel, der Verwaltung, der Gastronomie und Menschen, die sich um eine neue Stadtkultur bemühten. Das Heinerfest wurde ins Leben gerufen, um die zerstörte, geschundene Stadt wieder zu beleben, um die im ganzen Umland Versprengten, Ausgebombten, Wohnungslosen zurückzuholen, um zu zeigen, dass Darmstadt lebt, dass hier der Mittelpunkt der Region ist, dass es wieder eine Perspektive gibt. Es war ein Fanal des Lebenswillens in einer sehr schwierigen Zeit. Das Heinerfest hatte von Anfang an eine große Akzeptanz, und alle Bemühungen der Organisatoren wurden unterstützt. Die Gründerväter haben uns inzwischen fast alle verlassen. Der Heinerfestausschuss, also die Aktiven, die heute das Fest machen, achten sorgsam darauf, dass das Fest in der Tradition gewahrt bleibt, aber dass es auch den Wünschen und Bedürfnissen der heutigen Zeit gerecht wird. Die gute Signalwirkung des Heinerfestes gilt wie eh und je, und der Heinerfestausschuss ist natürlich stolz darauf, dass das Signal auf die jungen Menschen übergesprungen ist. Auch für die Jugend von heute ist das Heinerfest ein Fixpunkt im Jahresablauf, der in den Köpfen und im Kalender seinen festen Platz hat. Dass unsere Stadt so ist wie sie ist, haben wir vielen positiven Umständen und Entwicklungen zu verdanken. Dass es eine Stadt der Wissenschaften, der Künste, der kritischen Auseinandersetzung und der Weltoffenheit ist, dafür sind herausragende Persönlichkeiten verant-


wortlich. Um dies auch an den heitersten Tagen des Jahres zu akzentuieren, habe ich dem Heinerfestausschuss vorgeschlagen, diesen Freundeskreis für das Fest ins Leben zu rufen. Die Bezeichnung „Bekennender Heiner“ scheint mir ein gutes Signum für das Fest und für unsere Stadt. Seit 2006 wird die Auszeichnung vergeben, in jedem Jahr wird der Freundeskreis um einen „Bekennenden Heiner“ bereichert. Diese Persönlichkeit wird in den Mittelpunkt gestellt, wird geehrt und bedankt für die Liebe zu dieser Stadt, für ihren Bekennermut, zur Spezies der HEINER zu gehören. Der Freundeskreis der „Bekennenden Heiner“ soll auch Mitbewahrer sein für den Geist und den Sinn des Festes. Die „Bekennenden Heiner“ müssen nicht unbedingt mit Woogswasser getauft sein, es können auch Persönlichkeiten sein, die durch ihr Tun, ihre Aussage, Initiative oder Profession und Ausstrahlung ihre Verbundenheit mit unserer Stadt bekunden. Es sollen gescheite, lebenskluge Menschen sein, die das Profil unserer Stadt mit prägen – nach innen und nach außen. Die Reihe der bisher Geehrten beschreibt gut Sinn und Absicht der Würdigung: 2006 Der erste „Bekennende Heiner“ war der Autor, Regisseur und Schauspieler Robert Stromberger, der ein Heiner durch und durch war und der Darmstadt immer ins Spiel und in seine Spiele gebracht hat. 2007 Der zweite war Helmut Markwort, Chefredakteur des Focus-Magazins und leidenschaftlicher Dummbach-Darsteller bei Datterich-Aufführungen in seiner Heimatstadt. 2008 Der dritte war Dr. Hans-Joachim Klein, Darmstädter Schwimm-Olympiasieger und ehemaliger Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg (heute ist er Heinerfestpräsident). 2009 Der vierte war der Schauspieler Sebastian Koch, der von 1986 – 1990 als ganz junger Mann ein Engagement am Darmstädter Staatstheater hatte und seitdem regelmäßiger 34|35 Heinerfestgast ist.


Robert Stromberger

Helmut Markwort

Dr. Hans-Joachim Klein

2010 ehrten wir gleich zwei Persönlichkeiten des Darmstädter Geschäfts- und Geisteslebens, das Ehepaar Carla und Dr. Hans-Rolf Ropertz, die durch ihr lebenslanges Wirken für Darmstadt herausragende Akzente gesetzt haben. 2011 wird der Rechtsanwalt und Notar Hansfred Glenz im Zentrum stehen. Er ist einer der Gründer der Aktion Theaterfoyer, die er bis heute betreut und mit der er dem neuen Staatstheater die Jugend ins Haus geholt hat. Er ist zeitlebens engagierter und kundiger Theaterfreund, Kellerklubhüter, Rotkreuzvorständler und treuer Heinerfestbesucher, was ihm sogar eine denkmalähnliche Ortsbezeichnung auf dem Festgelände eingebracht hat, den GlenzCorner.


Sebastian Koch

Carla und Dr. Hans-Rolf Ropertz

Hansfred Glenz

Als Erinnerungsgabe erhalten die „Bekennenden Heiner“ ein Metallrelief mit der Heinerfigur unseres Darmstädter Grafik-Professors Helmut Lortz, der über viele Jahre für uns und mit uns die Heinerfestbroschüre gestaltet und den kleinen Heiner und anderes Personal für die Festwerbung geschaffen hat. Er hätte der erste „Bekennende Heiner“ sein sollen, aber sein Alter hat dies nicht mehr zugelassen. 2007 ist er gestorben. Das Heinerfest holt ihn in jedem Jahr in unsere freundliche Erinnerung zurück. Liane Palesch langjährige Geschäftsführerin des Heinerfestausschusses

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bildlegenden. 38-41 Aufbau des Oktoberfest-Riesenrads auf dem Marktplatz | 42-45 Vor der Stadtkirche | 46-49 Feierliche Eröffnung im Glockenbauhof des Schlosses | 50 Festpräsident Hans-Joachim Klein bei der Eröffnung | 51 Dieter E. Hübner, Vorsitzender des „Förderverein Darmstädter Heiner“ moderiert die Eröffnungsfeier mit dem Eisbären, dem Maskottchen des ersten Heinerfests | 52 Erna und Günther Künstle, der von Silke Lautenschläger (Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) den Hessischen Verdienstorden am Bande in Anerkennung seines Engagements und Einsatzes für das Darmstädter Heinerfest erhält, dahinter Hans-Joachim Klein | 53 Liane Palesch ehrt die „Bekennenden Heiner” Carla und Dr. Hans-Rolf Ropertz | 54/55 Gäste aus der Partnerstadt Freiberg | 56/57 Beim AlleWeltTreff im Schlosshof | 58/59 Wellenflieger auf dem Karolinenpatz | 68-73 Geisterbahn auf dem Mercksplatz | 74/75 Portraitmaler | 76/77 Straßenmusikant | 78-83 Riesenschaukel, Schlossgraben | 84/85 Berg- und Talbahn Happy Sailor | 86-89 Forum Straßentheater | 90-93 Spiegelung im Darmstadtium | 94-99 Auf dem Karolinenplatz | 100-103 Losgeschäft auf der Landgraf-Georg-Straße | 104/105 Losgeschäft vor dem Schloss (Friedensplatz) | 106-115 Happy Sailor vor dem Mollerbau auf dem Karolinenplatz | 116-119 Am Hessischen Landesmuseum | 120-125 Auf der Landgraf-Georg-Straße | 126/127 Günter Wilfrid und Ingrid Grupe in ihrer Gambling-Hall | 128/129 Eine Institution des Heinerfests: Salm‘s Imbiss-Pavillon | 130/131 Glock Candy-Factory am Weißen Turm gegenüber dem Schloss | 132-143 Schlemmerwege | 144-146 Spezialitäten aus den Partnerstädten | 147 Peter und Elisabeth Heil aus Gyönk (Ungarn) | 148/149 Sabine Welsch, Organisatorin und Geschäftsführerin des Heinerfests, Roswitha Müller, Reiner Engel, Jörg Retzlaff und Imanta Molter vom „Dreamteam”, der Mannschaft hinter dem Heinerfest, und die Festzeltwirtin Inge Hamel | 150-153 Schlossbastion | 154/155 Parforce-Hof im Schloss


| 156-167 Auf der Landgraf-Georg-Straße und dem Mercksplatz | 168-177 Circus Waldoni auf dem Luisenplatz | 178/179 Der Lange Ludwig in Heinerfest-Beflaggung | 180/181 Wunderbare Spiegelungen | 182/183 Kinderkarussell auf dem Luisenplatz (Detail) | 184-187 Auto-Scooter für Kleine und Große | 188-191 Top-Spin auf dem Mercksplatz | 192-195 XXLFliegen vorm Mollerbau auf dem Karolinenplatz | 196-199 Schleudersitze auf dem Mercksplatz | 200/201 Kassenhäuschen | 202/203 Piratenbar am Kiosk vor dem Weißen Turm | 204/205 Donikkls Kinderbelustigung auf der Bühne vor dem Herrngartencafé | 206/207 Ulli Emig bläst Luftballons auf | 208-217 Heinerfest-Oberflächen | 218/219 Das Darmstädter „Hofbräu“ | 220/221 Am Reiterdenkmal von Großherzog Ludwig IV. auf dem Friedensplatz | 222-227 Landgraf-Georg-Straße und Mercksplatz | 228/229 Siegesfeier nach Fussball-Weltmeisterschaftsspiel im Hamel-Zelt | 230-235 Im und vorm Hamel-Zelt | 236-243 Public Viewing der Fußball-WM vorm Historischen Rathaus | 244/245 Zwischen Marktplatz und Schloss | 246 Marktplatz | 247 Vor dem Renaissancebau des Historischen Rathauses | 248-251 Musikszenen | 252-257 Hip Hop- und Streetdance-Festival vorm Herrngarten-Café | 258/259 Philharmonie Merck im Darmstadtium | 260/261 Im Herrngarten | 262/263 Feuerwerker der Firma Beisel im Herrngarten | 264/265 Lampionhängung im Herrngarten | 266-269 Vor dem Feuerwerk im Herrngarten | 270-275 Das Abschluss-Feuerwerk | 276-283 Nächtlicher Abbau |284/285 Spätheimkehrer | 286/287 Abgeräumt

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die Heinerfest-motive und ihre Gestalter

1951/52

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Hartmuth Pfeil Der 1893 in Höchst am Main geborene Zeichner und Werbegrafiker Hartmuth Pfeil war der erste Illustrator des Heinerfestes. Als Motiv für die beiden Heinerfestplakate 1951/52 wählte er das Schlitzohr Datterich aus der beliebten Darmstädter Lokalposse von Ernst Elias Niebergall. Berühmt wurde Pfeil für die Figur des Pimm, der zum Urbild des Nachkriegs-Darmstädters wurde. Immer hungrig, mit einem viel zu großen geflickten Anzug, schlich der dürre Lulatsch Pimm mit seinem Hündchen Butzje durch die Trümmerstadt, in der 1951 das erste Heinerfest gefeiert wurde.


1956

Das erstmals 1956 benutzte Motiv wurde bis 1968 mit leichten Variationen immer wieder verwendet.

1960

Das Heinerfestmotiv 1969 – 1979 ging aus einem unter Studenten der Fachhochschule Darmstadt ausgeschriebenen Wettbewerb hervor, den Berthold Schradin gewann: Der Weiße Turm ragt lächelnd aus einem Meer von Luftballons. 290|291


Claudius Posch Die 80er Jahre wurden das Jahrzehnt des Grafikers und Künstlers Claudius Posch. Er drückte der traurigen Gestalt des Pimm ein überschäumendes Glas Bier in die eine und einen roten Luftballon in die andere Hand und machte ihn so zu einem fröhlichen Heiner, der sich gerne in das Festgetümmel stürzte.


Posch hat sich einen Namen gemacht durch viele Buchillustrationen, Gestaltungen von Plakaten und Signets. Wer kennt beispielsweise nicht die Illustration zum „Dippegucker“ im Darmstädter Echo oder die „Emma“ der Goldenen Krone? 292|293


Helmut Lortz Mit Beginn der 90er Jahre war Helmut Lortz der Gestalter des Heinerfests. Er entwarf mit wenigen Strichen eine ganze Heinerfestfamilie. Seine minimalistischen Zeichnungen sind allgegenwärtig: Das Signet für die Berliner Funkausstellung, das er vor über 30 Jahren entworfen hat, die zahllosen scheinbar flüchtig hingeworfenen Zeichnungen Darmstädter Stadtansichten oder die poetischen Landschaftsbilder. Zusammen mit Wilhelm Loth erhielt Lortz 1955 den ersten Darmstädter Kunstpreis, vier Jahre später wurde er Professor für angewandte und experimentelle Grafik an der Hochschule der Künste Berlin. Sein kleiner Heiner mit der Ballonmütze in Begleitung der fröhlich bezopften Freundin treiben – auch nach seinem Tod – weiterhin ihre Kapriolen auf den Heinerfestplakaten.


die jubil채ums-briefmarken

Weiterhin erh채ltlich: die Jubil채umsbriefmarken mit den Motiven vom Anfang des Heinerfests bis heute.


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Besuch am Reiterdenkmal auf dem Frieden splatz

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VeranStaLtunGSProGramm deS 61. HeinerfeStS vom 30. Juni bis 4. Juli 2011 di 21. Juni 19:00 Ludwigsplatz 34. darmstädter Stadtlauf presented by Merck Sa 25. Juni 10:00 - 18:00 TEC Darmstadt internationales 3. Heinerfest-Hockeyturnier | 11:00 Glockenbauhof Schloss Präsentation des Heinerfestbuchs und der ausstellung  „60 Jahre darmstädter Heinerfest“ mit fotos von christoph rau | 15:30 Altes Pädagog Lesung in darmstädter mundart So 26. Juni 6:00 - 18:00 Großer Woog 7. merck Heinerman-triathlon mi 29. Juni 18:00 Weißer Turm eröffnung der ausstellung „darmstadts augen im all:  Satellitenreise  um  die  erde“ | 19:00 Justus-Liebig-Haus Lesung:  „drumb,  drumb,  drumb! un do is noch e ganzer Hut voll drimb!“  do 30. Juni 15:00 - 23:00 Vor der Galeria Kaufhof Heinerfest-radio | 16:00 - 20:00 Weißer Turm „darmstadts augen im all: Satellitenreise um die erde“ | 18:00 Glockenbauhof Schloss festliche eröffnung des 61. darmstädter Heinerfestes | ab 18:00 der Lange Ludwig ist für Besucher geöffnet | 18:00 Eingang Prinz-Georg-Garten 4. Heiner-KuBB turnier | 20:00 Festhalle Hamel die filsbacher | 20:00 - 21:30 AlleWeltTreff Schloss en Haufe Leit | 20:30 carreesommer mit Live musik | 21:00 - 01:00 Glockenbauhof Schloss roy Hammer & die Pralinees Deutsche Schlager „Mitten ins Gesicht“ | 21:00 Goldene Krone, Heinerfestbühne Blueshotel rhythm-and Blues-Band | 22:00 - 01:00 AlleWeltTreff Schloss dicke fische Akustik, rock und Pop fr 1. JuLi 10:00 - 17:00 Glockenbauhof Schloss fotoausstellung: 60 Jahre darmstädter Heinerfest | 10:30 Oberwaldhaus Seniorinnen und Senioren wandern zum Heinerfest | 14:00 - 16:00 Galeria Kaufhof Kinderwelt Space for Kids Weltraum-Bastelstation | 14:30 - 15:00 Pavillon Herrngarten Kinderschminken | 15:00 - 16:00 Pavillon Herrngarten the Bombastics Ein rockigmusikalischclowneskes Spektakel für die ganze Familie | 15:00 - 23:00 Vor der Galeria Kaufhof Heinerfest-radio | 16:00 - 16:45 AlleWeltTreff Schloss musik aus den Partnerstädten | 16:00 - 17:00 ESOC-Stage, Weißer Turm Space for Kids Weltraum-Quiz für Kinder und Jugendliche | 16:00 - 20:00 Weißer Turm „darmstadts augen im all: Satellitenreise um die erde“ | 17:30 - 19:00


AlleWeltTreff Schloss Musik aus den Partnerstädten, Klakson aus Brecia | ab 18:00 Der Lange Ludwig ist für Besucher geöffnet | 18:00 - 20:00 Pali Kino Film- und Videoclub Darmstadt stellt sich vor Darmstadt im Film der Mitglieder | 18:30 - 23:00 Vorplatz darmstadtium 4. Forum Straßentheater, mit Gauklern, Jongleuren und Komödianten | 19:00 - 22:00 Glockenbauhof Schloss Mickys Finest Oldies | 19:30 - 22:00 AlleWeltTreff Schloss Magic Soul Sisters | 19:30 Rollsportstadion „Rollende Sterne“ traditionelle Heinerfest-Rollkunstgala | 19:30 - 20:00 Pavillon im festlich beleuchteten Herrngarten Sommerliche Klänge im Park | 20:00 Festhalle Hamel Bizzl- Dance Night | 20:30 Carreesommer mit Live Musik | 20:30 - 22:30 Pavillon im festlich beleuchteten Herrngarten Internationale Serenade im Park mit Octopus aus Troyes, Pyssanka aus der Ukraine, Klakson aus Brescia | 21:00 Goldene Krone, Heinerfestbühne The Barbers | 22:30 - 01:00 AlleWeltTreff Schlos Sissi A. – The Creedence Revived The Authentic Sound of CCR | 23:00 - 02:00 Glockenbauhof Schloss Teresa Kästel & The Prestigious-Band Sa 2. Juli 09:00 - 18:00 Sporthalle Georg-Büchner-Schule 27. Internationales Degen-Marathon-Turnier für Herren + 18. Internationales Damen-Degen-Marathon-Turnier |10:00 - 17:00 Glockenbauhof Schloss Fotoausstellung: 60 Jahre Darmstädter Heinerfest | 10:00 Windhundrennbahn Darmstädter Windhundfesttage + Windhundausstellung | 10:00 - 11:30 Ostbahnhof Darmstadt Heinerfestspaziergang Wanderclub „Falke 1916 Darmstadt“ | 10:00 Stadion am Bürgerpark American-Flag-Football-Turnier | 11:00 - 19:00 Sportzentrum Orpheum Großes Heinerfest-Kegelturnier | 11:00 Festhalle Hamel 14. Großer Sportler-Frühschoppen | 11:00 - 19:00 Rollsportstadion „Am Orpheum“ 44. Internationales Rollhockey-Turnier um den Heinerfestpokal 2011 | 14:00 - 17:00 Hinkelsturm Besichtigung des Altstadtmuseums | ab 14:00 Der Lange Ludwig ist für Besucher geöffnet | 14:00 – 19:30 Abendgymnasium 20. Schachturnier um den Heinerfestpokal 2011 | 15:00 - 23:00 Vor der Galeria Kaufhof Heinerfest-Radio | 15:00 Marktplatzbrunnen Altstadtrundgang mit Museum Hinkelsturm | 15:00 Sportgelände TG 75 Heinerfestpokal 2011 – 36 Jahre Rugby in Darmstadt | 15:00 Festhalle Hamel Pezi + Partner Die Darmstädter Orginale | 15:00 - 15:30 AlleWeltTreff Schloss ukrainische Volkstanzgruppe Pyssanka aus unserer Partnerstadt Ushgorod | 16:00 - 17:00 Pavillon Herrngarten Jazzy James | 16:00 - 17:00 Musikpavillon Orangeriegarten Red Wine im Rahmen der Promenadenkonzertreihe der Stadt Darmstadt | 16:00 - 17:00 AlleWeltTreff Schloss König Alfonso und der verrückte Obstkarren für Kinder | 16:00 - 20:00 Weißer Turm Darmstadts Augen im All: Satellitenreise um die Erde | 17:30 - 21:30 Glockenbauhof Schloss Get Ready | 17:30 - 19:00 AlleWeltTreff Schloss Musik aus den Partnerstädten, KLAKSON aus Brecia | 18:00 - 20:00 Pali Kino Darmstadt im Film Kurzfilme (Neuzugänge) aus dem umfangreichen Darmstadt-Filmarchiv des FVC | 18:00 - 00:00 Große Tanzbühne im Herrngarten Großes Streetdance Festival mit After-Show-Party, professionelle Hip-Hopper, Street- und Breakdancer präsentieren alle Facetten des New Style Dancing | 18:30 - 23:00 Vorplatz darmstadtium 4. Forum Straßentheater zum Heinerfest Mit Gauklern, Jongleuren und Komödianten | 19:30 - 21:30 AlleWeltTreff Schloss Havanna Coastline – der Groove

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der Karibik | 20:00 Schlossbastion/Weinzelt der Winzergenossenschaft Bergstrasse Dämmerschoppen mit der Kolpingfamilie Darmstadt | 20:00 Festhalle Hamel Die SmoKingZ Partyband | 20:30 Carreesommer mit Live Musik | 21:00 Goldene Krone Heinerfestbühne Tink! | 21:30 - 02:00 Glockenbauhof Schloss Hot Stuff Europas erfolgreichste Discoband und Partyband Nr.1, Musik der Siebziger und Achtziger Jahre | 22:00 - 01:00 AlleWeltTreff Schloss The Cashback Five Die Johnny-Cash-Cover Band So 3. Juli 9:00 - 18:00 Sporthalle Georg-Büchner-Schule 27. Internationales Degen-Marathon-Turnier für Herren und 18. Internationales Damen-Degen-Marathon-Turnier | 9:00 - 16:00 Klubgelände Siedlung Tann Agility-Heinerfest-Cup 2011 Geschicklichkeitsturnier für Hunde aller Rassen | 9:00 - 15:00 Rollsportstadion „Am Orpheum“ 44. Internationales RollhockeyTurnier um den Heinerfestpokal 2011 | 10:00 - 17:00 Glockenbauhof Schloss Fotoausstellung: 60 Jahre Darmstädter Heinerfest | 10:00 - 19:30 Sportzentrum Orpheum Großes Heinerfest-Kegelturnier | 10:00 - 17:00 Abendgymnasium 20. Schachturnier um den Heinerfestpokal 2011 | 10:00 Windhundrennbahn Darmstädter Windhundfesttage Nationales Windhundrennen mit Verkaufständen rund um den Hund | 10:00 Siedlung Tann Zuchtschau für Teckel aller Haararten und Größen | 10:00 Friedensplatz, Reiterdenkmal Ludwig IV Altstadt-Grenzgang Hartmut Endner und Jürgen Cloos | 11:00 Darmstadt Shop Führung: Darmstadt zum Kennenlernen | 11:00 Eingang Porzellanschlösschen Darmstadts schönste Seiten Führung mit Nikolaus Heiss | 11:00 Stadtkirche Gospelgottesdienst zum Heinerfest | 11:00 darmstadtium Abschlusskonzert „Orchesterwerkstatt 2011“ | 11:00 - 12:00 Pavillon Herrngarten Dolphins + Stars | 11:00 - 12:00 Musikpavillon Orangeriegarten Musikverein Pfungstadt im Rahmen der Promenadenkonzertreihe der Stadt Darmstadt | 11:00 Festhalle Hamel „midde-drinn“ – Frühschoppen | 13:00 Museum Künstlerkolonie Führung durch das Museum Künstlerkolonie | 14:00 - 17:00 Hinkelsturm Besichtigung des Altstadtmuseums | ab 14:00  Der Lange Ludwig ist für Besucher geöffnet | 14:00 Festhalle Hamel Pezi + Partner Die Darmstädter Orginale | 14:30 Weinzelt auf der Rampe zur Schlossbastion Treffen von Jung und Alt | 14:30 Aladin im Schloss Eingang Landesmuseum, Kinderüberraschungen aus 1000+1 Nacht | 15:00 - 23:00 Vor der Galeria Kaufhof Heinerfest-Radio | 15:00 - 15:30 AlleWeltTreff Schloss Tanz der kleinen Sommerhäschen Kinder der russischen Sonntagsschule tanzen russische Tänze | 15:00 Eingang Schloss, gegenüber Marktplatz Pflanzenwelten und Badelandschaften Führung | 15:00 - 18:00 Am Berseker neben dem Heinershop Echo Foto-Station Heinerfest Erinnerung zum Mitnehmen | 16:00 - 16:30 AlleWeltTreff Schloss StreetdanceKids Streetdance-Kids Performance mit Hiphoppern von 7 - 15 Jahren | 16:00 - 20:00 Weißer Turm Darmstadts Augen im All: Satellitenreise um die Erde | 17:30 - 19:30 AlleWeltTreff Schloss Flamenco – Olé Tanzwerkstatt Darmstadt | 18:00 - 20:30 Glockenbauhof im Schloss En Haufe Leit | 18:00 - 20:00 Pali Kino „Mein Bruder und ich“ Spielfilm des verstorbenen Darmstädter Regisseurs und Filmemachers Robert Stromberger (1930 - 2009) | 18:30 - 23:00 Vorplatz darmstadtium 4. Forum Straßentheater zum Heinerfest Mit Gauklern, Jongleuren und Komödianten | 19:00 Festhalle Hamel Gerd Landes und Band Party-Schlager,


Rock-Evergreens, allgemeine Unterhaltungs- und Stimmungsmusik | 20:00 - 22:00 AlleWeltTreff Schloss Ina Boo und Band | 20:30 Carreesommer mit Live Musik | 20:30 - 23:00 Glockenbauhof Schloss Simon Holliday | 20:30 Pavillon im festlich beleuchteten Herrngarten Sommernacht-Serenade gespielt von Sinfonetta Darmstadt mit Werken von A. Vivaldi bis Johann Strauss, unter der Leitung von Martin Lukas Meister | 21:00 Goldene Krone, Heinerfestbühne Uli Partheil’s Western Circus „Open Country Style“ | 22:30 AlleWeltTreff Schloss Schlagershow mit Aram Lufft, die Kult-Veranstaltung des StudentInnenkellers im Schloss mo 4. Juli 11:00 Festhalle Hamel, Traditioneller Frühschoppen mit den Wolperdingern und Comedy mit Woody Feldmann – der wichtige Treffpunkt, bei dem die Darmstädter Heiner sozusagen unter sich sind. | 11:00 Schlossbastion Stammtisch des Ehrenamts für Darmstadt e.V. | 11:00 – 15:00 Heinerfestgelände Kinder – Kinder! Alle Karussells für Kinder bis 140 cm zum halben Preis | 12:00 – 15:45 Glockenbauhof Schloss The SilverBalls Große Hits bekannter Künstler aus allen Jahrzehnten der Musikgeschichte werden in ein feines Gewand aus Rock ’n‘ Roll, Rockabilly und Countrybilly gehüllt | ab 14:00 Der Lange Ludwig ist für Besucher geöffnet | 14:00 - 18:00 Heinerfestgelände Kinder – Kinder! Jochen, der Elefant besucht zum ersten Mal das Heinerfest | 14:00 - 16:00 In der Galeria Kaufhof Kinderwelt Space for Kids Weltraum-Bastelstation für Kinder von 5 - 10 Jahren. | 15:00 - 23:00 Vor der Galeria Kaufhof Heinerfest-Radio | 15:00 - 15:30 AlleWeltTreff Schloss Pyssanka farbenprächtige Folklore aus unserer ukrainischen Partnerstadt Ushgord | 15:00 Kapellplatz, Ruine Stadtkirche Beseelt statt profitabel – Der Wiederaufbau in Darmstadt | 16:00 – 17:00 ESOC-Stage Weißer Turm Space for Kids Weltraum-Quiz für Kinder und Jugendliche von 7 - 15 Jahren | 16:00 - 20:00 Weißer Turm Darmstadts Augen im All: Satellitenreise um die Erde | 16:30 - 20:15 Glockenbauhof Schloss Jigger Jam Grooviger Partyspaß und beste Unterhaltung | 17:00 – 19:00 AlleWeltTreff Schloss Cameroonian‘s Show Farbenpächtige Show mit der „Association of Cameroonian Students of Darmstadt“ | 18:00 Festhalle Hamel Die SmoKingZ Partyband | 18:30 – 21:30 Vorplatz darmstadtium 4. Forum Straßentheater zum Heinerfest Mit Gauklern, Jongleuren und Komödianten | 20:15 – 01:00 AlleWeltTreff Schloss Abschlussparty mit den Schlosskeller DJs | 20:30 Carreesommer mit Live Musik | 20:30 – 22:00 Pavillon im festlich beleuchteten Herrngarten Southern Sounds mit dem Esoc Chor, unter Leitung von James Schar | 21:00 – 00:30 Glockenbauhof Schloss Abba-Explosion | 21:00 Goldene Krone, Heinerfestbühne Rollin‘ Rockclub | 21:45 – 22:30 Vom Schlossgraben zum darmstadtium Marching Devils trommeln das Merck-Feuerwerk ein | 22:30 darmstadtium Großes Merck-Feuerwerk – Das Merck-Feuerwerk wird erstmals vom Dach des damstadtiums gezündet.

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Herrngarten Live-Bühne im Herrngarten

XXL

Octopussy

Pirates Adventure

WC

Kinder-Scooter

Friedensplatz

WC

Etagenkarussell

P

Live-Bühne AlleWeltTreff

Kinderkarussell

Luisencenter

WC

Marktplatz

Riesenrad

Grafenstr.

P

Wilhelminenpassage

Merck-Feuerwerk

DRK Station

Looping The Loop

Nessy

Live-Bühne Glockenbauhof

Hochfreuhaus

P

P

Darmstadtium

Aqua Labyrinth

Schloss

Heinerfestradio

Luisenplatz

Straßentheater

WC

Kinderkarussell DRK Station

Wellenflieger Live-Bühne

Karolinenplatz

Cyber Space

Festzelt W. Hamel

Take-Off

P

Liebighaus

Live-Bühne Goldene Krone

Auto S

M

Kinderkarussell

Circus-Circus

Geister

Live-Bühne Carree

P

Ludwigs-


St

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P

Stiftstr.

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Let`s rocket

Scooter

Mercksplatz

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Achterbahn

Ponybahn Musik-Express


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ScHreiBen  Sie  StadtGeScHicHte.  Jetzt  mitherausgeber  und  abonnent  der  edition  darmStadt werden. Angesichts des Elends öffentlicher Kulturförderung (FAZ: „Kultur ohne Geld“) organisiert Surface Book mit der EDITION DArMSTADT Kulturförderung von unten. Jeweils etwa 300-seitige Flipbooks im Format 14,3 x 12 cm über ebenso bekannte wie bislang übersehene Darmstädter Kulturgüter sollen deren Wahrnehmung und Nachfrage stärken und so die kulturelle Vielfalt, den Erlebniswert, die Attraktivität und die Bekanntheit unserer Stadt fördern. Auch Sie können das Projekt unterstützen und Mitherausgeber werden, indem Sie die EDITION DArMSTADT abonnieren. daS aBonnement beinhaltet vier in loser reihenfolge erscheinende ca. 300-seitige Flipbooks mit ca. 250 Fotoseiten im Querformat 14,3 x 12 cm und kostet Sie 40,- EUr inkl.

edition darmStadt Flipbooks 14,3 x 12 cm ca. 300 Seiten mit über 250 farbigen Fotoseiten

Abonnement unter www.surface-book.de und www.edition-darmstadt.de

Band 104, 2011 Mit einem fotografischen remix des Jubiläums 2010 Hg. Heimatverein Darmstädter Heiner e.V.

Band 103, 2011 300 Jahre Theatertradition 1711 – 2011 Hg. Staatstheater Darmstadt


MwSt. + Versand. Darüber hinaus erhalten Sie jedes zusätzliche Exemplar der EDITION DArMSTADT zum Vorzugspreis von 10,- EUr inkl. MwSt. + Versand (Buchhandelspreis 12,80 EUr). Das Abonnement wird über vier Ausgaben abgeschlossen und verlängert sich danach automatisch um jeweils vier weitere Ausgaben, wenn Sie es nicht spätestens einen Monat nach Erhalt der vierten Ausgabe kündigen. Die rechnung wird Ihnen jeweils mit der ersten von vier Ausgaben zugestellt. Bei Abschluss des Abonnements erhalten Sie ein Exemplar „American Surfaces LAS VEGAS“ gratis. weitere themen sind Andy Warhol in Darmstadt (1971 und 1980) | Weltnaturerbe Grube Messel | Vivarium Darmstadt | Internationale Waldkunst Darmstadt | Wissenschaftsstadt Darmstadt | Architektenstadt Darmstadt | u.v.a.m.

Band 102, 2010 175 Jahre Deutsche Eisenbahnen Hg. Eisenbahnmuseum DarmstadtKranichstein

Band 101, 2009 25 Jahre Kunst Archiv Darmstadt Hg. Kunst Archiv Darmstadt

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edition Surface  Flipbooks 14,3 x 12 cm ca. 200 Seiten mit über 160 farbigen Fotoseiten

Band 004, 2010 Die Architektur der Gruppe 7

Band Volume 003, 2009 Die Innenarchitektur von romana Olms Interior Design by romana Olms

THE INTErNATIONAL SUrFACE YEArBOOK 2011 Vom Material zur Oberfläche From Material to Surface 226 Seiten pages, 2011

rESOPAL STATT MATErIAL The International resopal review rESOPAL MOrE THAN MATErIAL 224 Seiten pages, 2008

Surface BooKS  Großformat Large Format 23 x 30 cm Softcover deutsch english durchgehend farbig bebildert all illustrations in colour

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Band Volume 002, 2009 Vom Ersetzen zum Übersetzen From Substitution to Transformation

Band Volume 001, 2009 Das Haus Breitenbach in Lorsch von H2S architekten The Breitenbach House in Lorsch by H2S architekten

Band 000, 2008 Kamera: Gerd Ohlhauser Schnitt: Shau Chung Shin Kritik: Gert Selle

dr. julius | ap NEUE KONKrETE + ArCHITEKTUr The New Concrete and Architecture 88 Seiten pages, 2011

JUPP GAUCHEL rhythm & Greens 128 Seiten pages, 2010

DIETEr BALZEr 2004–2008 + Hardcover 144 Seiten pages, 2008

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DANKSAGUNG. Herausgeber und Surface Book bedanken sich bei den Autoren und allen, die zur Realisierung des Buches beigetragen haben. Der Fotograf bedankt sich bei allen Personen, die durch ihre Mithilfe bei den Vorbereitungen oder durch ihr Einverständnis fotografiert zu werden, zu diesem Buch beigetragen haben: Jürgen Aßmus, Alexander Bauer, Rainer Bauer und die Künstler vom Forum Straßentheater, Olaf Böttcher, Ulli Emig, Lukas Forster, Louis Frömming, Ingeborg, Heinrich, Michael und Thomas Glock, Ingrid und Günter Wilfrid Grupe, Jürgen Haas, Inge Hamel, Heinrich Hausmann, Sina Heckhaus, Klaus Jelitte, Lars Kiel, Karl Erich Krepper, Günther Künstle, Werner Kumpf, Lutz Lehning, Maja und Silke Lindenmayer, Lea Malauschek, Bernd Milde, Sara Morkramer, Luis Moreno und Familie, Roswitha Müller, Eisel Rau, Timon Ruhemann, Elke, Karl-Heinz, Bernd und Sofienne Alessandro Salm, Peter Schmidt, Roland Stephan, Tanja Trilling, Jürgen Unterköfler, Seghid Weldai, Matthias Woernle, Anna aus der Wunderbar, Peter von Dzerzawa (Tanzschule Motionz) und die Mitwirkenden am Street Dance Festival, die Artisten vom Circus Waldoni, die Schausteller und Fahrgeschäfte, die Mitarbeiter des EAD (Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Darmstadt). Besonderen Dank an alle freundlichen Heinerfest-Mitarbeiter und -Besucher, die ihr mündliches Einverständnis zum Fotografieren gaben, deren Namen aber nicht festgehalten wurden. Melden Sie sich beim Verlag, wenn Sie ungenannt im Buch vorkommen, wir würden Ihren Namen in der nächsten Auflage nennen. Für ihre freundliche Unterstützung danken wir: Bratwurst Glöckle, Gastronomiebetriebe Christine Hausmann, Darmstadt Darmstadtium, Wissenschaft Kongresse, Darmstadt Echo Zeitungen GmbH, Darmstadt Imbiss-Pavillon Salm, Darmstadt

60 JAHRE HEINERFEST DARMSTADT  

Mit einem fotografischen Remix des Jubiläums, Herausgeber Heimatverein Darmstädter Heiner e.V., Fotos: Christoph Rau, Flipbook 14,3 x 12 cm,...