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Zeitschrift der Christkatholischen Kirche der Schweiz Christkatholisch 13/2012

23. Juni – 6. Juli 2012

Thema

Nr. 13 1

Christkatholisch

Systemwechsel in der Jugendarbeit Die Nationalsynode diskutierte neue Ideen und verabschiedete verdiente Mitarbeiter.

Seite 2

«Recht ohne Grenzen» Die Petition wurde in Bern eingereicht.

Seite 4

Dornröschenkirche St. Peter und Paul Bern: speziell und verkannt. Seite 5


Thema

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Die Nationalsynode führte heftige Diskussionen zu aktuellen Themen

Systemwechsel in der Jugendarbeit Die diesjährige Session der Nationalsynode der Christkatholischen Kirche fand am 8. und 9. Juni in Zürich statt. Ihre wichtigsten Beschlüsse betrafen die Ausbildung der Geistlichen sowie die Jugendarbeit. Die Renovation des Studentenheims ist abgeschlossen; der neue Internetauftritt der Kirche wird im Herbst erfolgen.

>> Standing Ovations für das Übersetzungsteam Marianne und André Laubscher Foto: jdy

Urs Stolz, Präsident der gastgebenden Kirchgemeinde Zürich, begrüsste die Delegierten und Gäste nach dem traditionellen Eröffnungsgottesdienst in der gut besuchten Augustinerkirche im Herzen der Limmatstadt. Ursula Ulrich, Synodepräsidentin 2012, eröffnete nach dem Gottesdienst die Synode.

Grussbotschaften Martin Graf, Regierungsrat des Kantons Zürich (Vorsteher des Departements für Justiz und Inneres) hielt in seiner Grussadresse ein fulminantes Plädoyer für den Abbau der Grenzen in unseren Köpfen, wo wir quer zur globalisierten und an der Oberfläche offenen und scheinbar freien Aussenwelt wieder anfangen, neue Schwellen und Vorurteile aufzubauen; gleichDer Zürcher Regierungsrat Martin Graf spricht sich gegen Grenzen aus. Foto: A Studer

Jean Drummond-Young, Chefredaktorin

<< Titelbild: Marianne und André LaubscherGerny wurden nach langen Jahren im Dienst der Kirche verabschiedet. Foto: jdy

zeitig sollten wir gegen Unfehlbarkeiten aller Art wach und kritikfähig bleiben. Revd. Peter Potter überbrachte die Grüsse der Anglikanischen Kirche der Schweiz, Kirchenratspräsident Michel Müller diejenigen der Evangelischen Landeskirche des Kantons Zürich; Dr. Benno Schnüriger begrüsste die Anwesenden im Namen der Römisch-katholischen Kirche des Kantons Zürich und Herbert Winter grüsste abschliessend im Namen des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG).

Abschied und Dank Vor dem eigentlichen Beginn der Verhandlungen im Zürcher Rathaus galt es noch Lorbeeren zu verteilen, und zwar für Marianne und André Laubscher (Neuchâtel), die während mehr als 20 Jahren unermüdlich schriftliche Übersetzungen und Dolmetscherdienste wahrgenommen hatten. Die neue Synodalratspräsidentin Manuela Petraglio-Bürgi dankte im Namen der

Editorial Lieber Leser, Liebe Leserin Denken Sie, dass die Nationalsynode nur trockene Geschäfte beredet? Was sehen Sie auf diesen Seiten? Es sind Menschen, und um Menschen in der Kirche geht es bei einer Session der Nationalsynode. Lesen Sie und überzeugen Sie sich. Um Menschen geht es auch in der Petition «Recht ohne Grenzen», die in Bern eingereicht wurde. Mit wie vielen Stimmen? Seite 4! Wie kann eine Kirche ein Dornröschen sein? Die Antwort kennt

Synode für diesen grossen Einsatz. Es gab Standing Ovations für das einzigartige Engagement von Marianne und André Laubscher, denn durch ihre Übersetzungen haben sie Brücken über die Sprachgrenzen gebaut und viel zum gegenseitigen kulturellen Verständnis zwischen den Gemeinden beigetragen. Herzlichen Dank!

Jan Straub, der neue Sigrist von St. Peter und Paul in Bern. Ab Seite 5 rezensiert Peter Hohler den neuen Kunstführer aus dessen Feder. Die Mittelseiten sind immer einen Blick wert: Die nächsten Berghüsliferien zum Beispiel finden im September statt. Allerdings mit einer neuen Gastgeberin, aber in gleichbleibender Qualität – und immer noch unverschämt günstig. Ebenfalls auf Seite 8 lädt ACAT Schweiz zu einer Gebetsnacht ein: «Eine Stimme in der Stille» für die Opfer von Folter – mit einem Hinweis, was man konkret tun kann. Doch im «Panorama» gibt es auch gute Nachrichten: gute Lektüre!

Der 2011 neu gewählte Kassier des Synodalrates, Peter Hagemann, konnte erfreulicherweise eine leicht positive Rechnung präsentieren – entgegen dem budgetierten Defizit. Die Rechnung 2011 und das Budget 2013 wurden ohne Gegenstimmen genehmigt und der Synodalrat wurde entlastet. Als Mitglied der Rekurskommission wurde neu Arthur Haefliger gewählt.

«Partner sein» Im Namen der Kommission «Partner sein» stellte die Präsidentin Nives Hagmann einen Antrag an die Synode: «Bischof und Synodalrat haben bis zur nächsten ordentlichen Synodesession die Bedürfnisse und die Einsätze der Geistlichen für gesamtkirchliche Aufgaben (Schweiz und International) für


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die Zukunft zu definieren. Ziel soll sein, dass auch in Zukunft die Geistlichen in Gremien Einsitz nehmen und mitarbeiten können.» Hintergrund dieses Anliegens ist der nicht mehr überall gewährleistete Anspruch an Geistliche, neben ihrer Haupttätigkeit für ihre Kirchgemeinde einen gewissen Teil ihrer Arbeitszeit für das Bistum, die Ökumene oder die Utrechter Union einzusetzen. Aufgrund häufiger Teilpensen sei dieses ungeschriebene Gesetz nicht mehr sichergestellt, deshalb müsse im Sinne einer Richtlinie Transparenz für diesen Anspruch geschaffen werden. Der leicht gekürzte Antrag (R. Lauber) wurde mit grosser Mehrheit angenommen und Bischof und Synodalrat zur Ausarbeitung überwiesen. Sodann wurde der Bericht «Partner sein» vorgezogen und mit Bildern der Familie Hagmann von der Projektreise nach Hongkong und den Philippinen illustriert. Die Fastensammlungen der Pfarrämter und Kirchgemeinden für «Partner sein» waren 2011 sehr erfolgreich.

Studentenheim Architekt Andreas Gilgen, von der Firma Gody Hofmann, und der jetzige Verwalter des Studentenheims Bruno Worni informierten über den gelungenen Umbau und den aktuellen Betrieb mittels einer umfangreichen Bilderpräsentation. Inzwischen sind praktisch alle Zimmer vermietet; es herrscht ein sehr guter Geist im Haus und die Bewohner zeigen viel Eigeninitiative. Bruno Worni wies auch darauf hin, dass ein Gönnerverein für das Studentenheim gegründet worden sei, dem man beitreten könne. Gesucht werde im Moment noch nach einem Ersatz für das nicht mehr stimmbare Klavier und einem Fachmann für die Instandsetzung der Gartenlaube.

Ausbildungsrichtlinien Über den Bericht einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Bischof Harald Rein, Pfr. Adrian Suter, Pfr. Klaus Wloemer und Prof. Urs von Arx, informierten Bischof Harald und Pfr. Suter. Harald Rein wies einleitend darauf hin, dass es Ziel der Kommission gewesen sei, die Fragen zu Ausbildung der Geistlichen und Mitgliedschaft im Klerus in einem einzigen Papier zu klären. Klärungsbedarf sei vor allem aus den folgenden Gründen: Es seien an verschiedenen Synodesessionen Anträge gestellt worden, welche die Ausbildung der Geistlichen betroffen hätten; durch die zahlreichen Quereinsteiger hätten sich viele Fragen neu gestellt; die Verfassung schreibe vor, dass an einer Synode (um das Gleichgewicht zu den Laiendelegierten zu halten) jeweils nur 50 Geistliche stimmberechtigt seien, inzwischen zähle die Geistlichkeit aber mehr als 50 Mitglieder. Nach den Detailerläuterungen von Pfr. Suter folgte die Diskussion, in der die Richtlinien allgemein begrüsst wurden. Zweifel wurden teilweise bezüglich der Ausbildung zum ständigen Diakonat geäussert. Es wurden auch Zweifel laut, ob mit den Anforderungen eines Bachelorstudiums nicht einer Akademisierung der Diakonatsausbildung Vorschub geleistet werde. Am meisten zu reden gab aber die Änderung der Geschäftsordnung der Nationalsynode, das heisst der Entzug des Stimmrechts bei den transitorischen Diakonen, welche die Priesterweihe anstreben. Dafür wurde argumentiert, es gäbe bereits jetzt in der Synode Mitglieder ohne Stimm-

recht (Bischof und Synodalrat). Zudem könne es sein, dass transitorische Diakone ihre Ausbildung nicht abschliessen würden. Vor allem wurde darauf hingewiesen, dass die Zahl der anwesenden Geistlichen mehr als 50 sein könnte. In diesem Fall müsste ohnehin einigen Geistlichen das Stimmrecht entzogen werden. Schliesslich wurde die Änderung der Geschäftsordnung der Synode mit grossem Mehr gutgeheissen.

Jugendarbeit Christoph Konrad, Präsident der Jugendkommission, und Synodalrat Pfr. Michael Bangert erläuterten das neue Konzept für die Kinder- und Jugendarbeit. Zentral sei dabei, so Konrad, dass das neue Konzept einen grundlegenden Systemwechsel vorsehe. Die Basis der Kinder- und Jugendarbeit sei neu wieder in der Kirchgemeinde. Diese habe die Kinder- und Jugendarbeit primär zu leisten, entweder alleine oder im Verbund mit anderen Gemeinden. Die heutige Struktur mit regionalen Jugendbetreuern soll aufgegeben werden, dafür soll ein «Kompetenz-Zentrum Jugend» als nationale Drehscheibe und Ansprechstelle gegründet werden. Seine Aufgabe sei vor allem die Information, die Koordination und die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden. Dieses Kompetenzzentrum soll aus einem/einer Kinder- und Jugendseelsorger/in, einem Sozialarbeiter/Sozialpädagogen/Pädagogen und einem Sekretariat bestehen. Es sei das Ziel, mit den gleichen Ausgaben, wie sie heute von der Gesamtkirche getätigt würden, effizienter zu arbeiten. Auf der Ebene der Gesamtkirche würde also in Zukunft nicht mehr Geld für Jugendarbeit ausgegeben als bisher. In der anschliessenden Diskussion wurde das Konzept zwar grösstenteils

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< Kai Fehringer, Miriam Friedli, Christoph Konrad und Michael Bangert erklären das neue Konzept für die Jugendarbeit. Foto: jdy


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Synode beauftrage Bischof und Synodalrat (unter Berücksichtigung der Voten der Synodalen) mit der Umsetzung des Konzeptes zu beginnen. Mit grossem Mehr obsiegte der Antrag Suter.

Berichte

Christoph Janser erläutert die neue einfache Handhabung der Homepage unserer Kirche. Foto: jdy

begrüsst, es wurden aber zahlreiche Punkte, so etwa der Name «Kompetenz-Zentrum Jugend» kritisiert. Geäussert wurden auch Bedenken, die Mitarbeiter dieses Zentrums würden eigentlich nur noch koordinierende Aufgaben wahrnehmen und mehr mit den Jugendarbeitern als mit der Jugend selbst arbeiten. Bedenken wurden auch laut, ob es überhaupt in allen (vor allem in kleineren) Gemeinden

möglich sei, alleine und ohne Unterstützung von Jugendbetreuern Kinder- und Jugendarbeit zu leisten. Abschliessend wurden zwei Anträge einander gegenübergestellt. Prof. Angela Berlis stellte den Antrag, das Konzept sei auf dem Hintergrund der Synodediskussion zu überarbeiten und der nächsten Synodesession zur Beschlussfassung vorzulegen. Pfr. Adrian Suter stellte den Antrag, die

Bistumsopfer: Gisela Lauber präsentierte die Ergebnisse des Bistumsopfers 2011 (Studentenheim Bern) und erläuterte die Gründe für das nächste Bistumsopfer 2012, das für die Sanierung des Pfarrhofes in Obermumpf bestimmt ist. Diasporawerk: Nach drei Jahren ist Präsident Werner Murer zurückgetreten. Interimistisch hat Martin Bühler die Funktion des Präsidenten übernommen, mit Unterstützung von Regula Messerli aus dem Synodalrat. Medienkomitee: Das Medienkomitee stellte im Rahmen seines Berichtes die neue Website vor, deren Aufschaltung sich stark verzögert hatte. Diese soll nun am 1. Oktober online gehen. Die nächste Synode findet am 31. Mai und 1. Juni 2013 in Allschwil statt. Jürg Hagmann, Thomas Zellmeyer

Einreichung der Petition «Recht ohne Grenzen»

135 285 fordern klare Regeln 135 285 Menschen haben die Petition «Recht ohne Grenzen» unterzeichnet, die am 13. Juni dem Parlament übergeben wurde. Mit der Petition fordern die Unterzeichnenden Bundesrat und Parlament auf, dafür zu sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz Menschenrechte und Umwelt weltweit respektieren müssen. Xstrata, Glencore, aber auch Syngenta und Nestlé, Danzer, Triumph oder Holcim: Immer wieder verstossen im Ausland Tochterfirmen von Schweizer Unternehmen gegen Menschenrechte oder verschmutzen die Umwelt, ohne dass die verantwortli-

chen Mutterhäuser dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Verbindliche Regeln, die sie zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten würden, fehlen. Gerade für die Schweiz als Hochburg von Multis sind solche Regeln dringend notwendig. Die Petition «Recht ohne Grenzen», die im letzten November von einem breiten Bündnis mit über 50 Organisationen lanciert worden ist, will diese Lücke schliessen. Sie zeigt auch, wie die Schweiz ihre vom Uno-Menschenrechtsrat erteilten Hausaufgaben an-

packen soll. Vor genau einem Jahr verabschiedete der Rat einstimmig guiding principles, die festhalten, dass alle Staaten die Pflicht haben, die Menschenrechte zu schützen, auch vor Verletzungen durch die Wirtschaft. Sie heben zudem die Verantwortung der Unternehmen hervor, die Menschenrechte überall auf der Welt zu respektieren. Während die EU ihre Mitgliedstaaten bereits letzten Herbst aufforderte entsprechende Konzepte zu entwickeln, passierte in der Schweiz nichts. Tiana Moser (GLP), Anne Seydoux-Christe (CVP), Ursula Haller (BdP), Maja Ingold (EvP), Alec von Graffenried (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP) haben deshalb während der laufenden Session Vorstösse zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte deponiert. Zusammen mit der Petition sind dies starke Signale an Bern.


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Zum neuen Kunstführer von Jan Straub

Dornröschenkirche

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Randbemerkung

Die Kirche zu St. Peter und Paul in Bern wurde im «Kunstführer durch die Schweiz» als «eines der originellsten und bedeutendsten Werke der Neugotik in der Schweiz» beschrieben; nun hat sie ihren eigenen Kunstführer erhalten. Anna Chudozilov

«Sie sitzen eigentlich in einer Dornröschenkirche», sagte der Verfasser Dr. Jan Straub, als er in seinem Referat anlässlich der Präsentation des Kunstführers seine Arbeit vorstellte. Dem Betrachter der Kirche fallen nämlich sogleich die mächtigen, massiven Klötze auf, die anstelle eleganter Kapitelle auf den Doppelsäulen ruhen. In ihnen aber, so Jan Straub, «schlummern die unerlösten Knospenkapitelle, die später einmal ausgehauen werden sollten, wenn wieder genügend Geld in der Baukasse gewesen wäre». Diese noch unbehauenen Steinquader haben der Kirche den Übernamen «Klötzlikirche» eingetragen. Lange Zeit galt die neugotische Kirche beim Berner Rathaus als «hässliches kleines Entlein» neben dem prächtigen Berner Münster. Oder gar als «Leuteschreck». In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts hat die Kirchgemeinde Bern an ihrer Kirchgemeindeversammlung mit knapper Mehrheit beschlossen, ihre Kirche

St. Peter und Paul nicht abzureissen, sondern zu renovieren. Wenige Tage später stand im «Bund» zu lesen: «Ein fragwürdiges Baudenkmal bleibt der Stadt erhalten.» Man hatte eben in diesen Jahren kaum Gefühl und Verständnis für die Architektur des 19. Jahrhunderts.

Ökumenisches Verständnis Im Zusammenhang mit der Baugeschichte möchte ich zwei Glücksfälle erwähnen. Da ist einmal der prominente Bauplatz gerade gegenüber dem Rathaus von Bern. Weil ja in der Stadt Bern bis zum Einmarsch der Franzosen 1798 römisch-katholische Gottesdienste nicht erlaubt waren, mag es erstaunen, dass die reformierten Stadtbehörden gut 50 Jahre später den Katholiken in Bern diesen Bauplatz gratis angeboten haben: Als die Katholiken Berns und ihr sehr rühriger Pfarrer Antoine Baud eine Kirche bauen wollten, war Bern bereits Bundeshauptstadt und hier lebten viele Diplomaten, die katholische Staaten vertraten. Davon zeugen die beiden Seitenaltäre, welche Gaben der Kaiser Frankreichs und Österreichs waren. Der zweite Glücksfall war die Wahl der Architekten. Die Projektkommission hatte nämlich aus den 24 Projekten, die auf den international ausgeschriebenen Wettbewerb eingegangen waren, das Projekt der beiden noch sehr jungen, aber sehr innovativen Architekten Pierre Joseph Edouard Deperthes und H(enri) Maréchal aus Reims ausgewählt. Deperthes hat später in Frankreich noch zahlreiche weitere sehr bedeutende Werke geschaffen.

Investieren – oder ...? Soll ich den Moment geniessen oder doch lieber vernünftig sein und in meine (mehr oder weniger nahe) Zukunft investieren? Die Frage stellt sich im Beruf, wenn es darum geht, noch ein paar Überstunden zu machen, dafür aber für den Einsatz später belohnt zu werden. Auch bei der Aus- und Weiterbildung überlege ich: Noch eine anhängen oder das Lernen für eine Weile sein lassen? Oder auch ganz kurzfristig: Heute Abend noch Freunde treffen und einen unbeschwerten Abend geniessen oder vernünftig sein und nach Hause gehen, damit ich morgen fit bin? Um zufrieden zu bleiben, braucht es eine gute Balance. Wer immer nur für die Zukunft lebt, lässt sich einiges entgehen. Immer nur Dinge zu tun, die sich irgendwann vielleicht auszahlen werden, wird irgendwann frustrierend. Doch stets den Moment geniessen zu wollen – ohne Rücksicht auf Verluste – macht auch nicht wirklich glücklich. Jedenfalls nicht über den einen oder anderen Moment hinaus. Das richtige Gleichgewicht zu finden ist gar nicht so einfach. Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir in unserer Gesellschaft von einem Extrem in das andere pendeln: Wir arbeiten wie die Verrückten, und geben uns dann am Wochenende oder in den Ferien total dem Vergnügen hin. Ich schreibe diese Zeilen nur wenige Stunden bevor ich mich in ein Flugzeug setze, das mich weit weg vom Alltagsstress bringen wird. Und ich hoffe, dass ich mir etwas von der Gelassenheit, die sich bald einstellen wird, in den Alltag werde retten können. Anna Chudozilov

<< «Hässliches Entlein» oder «Saurierskelett»? – die Kirche zu St. Peter und Paul zeigt ein markantes Strebewerk. Foto: M. Schibig


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Eintreten der Eindruck eines kathedralhaften Innenraumes erwartet. «Hier zeigt sich nun», schreibt Jan Straub, «eine wahrhaft virtuose Kreativität des Architekten. Mit unkonventionell eingesetzten Mitteln, einem ‹falschen› Chorumgang, der nicht betreten werden kann, mit hallenartig erweiterten Seitenkapellen und einem dreischiffigen Querhaus gelingt es ihm, den Eindruck einer Weiträumigkeit zu erzeugen, die man einem Bau von letztlich eher bescheidenen Ausmassen kaum zutrauen würde.»

Die Kathedra

(oben) Dieser Blick aus der Vierung zeigt die Klötze auf den Doppelsäulen sowie rechts die relativ bescheidene Kathedra. (rechts) Der westliche «Katakombengang» in frühgotischen Formen, wie der gesamte Bau in vorzüglicher Quadertechnik erstellt. Fotos: M. Schibig

> Platz für die Ökumene und die Wintergottesdienste: die wohl grösste Krypta der Schweiz. Bild: E. Zahnd

Persönlich möchte ich ganz gerne noch einen dritten Glücksfall beifügen: Es ist der Autor dieses Kunstführers, Dr. Jan Straub, promovierter Kunsthistoriker, Tätigkeit in der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und im Gesundheitswesen. Nach seiner Pensionierung übernahm er die Stelle als Sakristan zu St. Peter und Paul. «Vorbilder» für den Bau von St. Peter und Paul waren Kirchenbauten der französischen Frühgotik des 12. und 13. Jahrhunderts. Besonders zu erwähnen sind die Kirche der Prämonstratenserabtei Saint-Yves in Braine und die Kathedralen von Soissons und Laon. Aus diesem Grund hat der eidgenössische Denkmalpfleger Albert Knöpfli unsere Kirche 1962 in seiner Expertise zu ihrer Erhaltenswürdigkeit als «französischen Fremdling» bezeichnet. «Vorbilder» ist hier aber bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn: «Die Neugotik wollte explizit keine Kopien von bestehenden Bauten, keine Attrappen. Sie hat sich das hohe Ziel gesetzt, die Essenz der Gotik zu erfassen und in eben diesem gotischen Geiste Neuschöpfungen zu gestalten.» So Jan Straub. Mit grosser Klarheit versteht es der Autor, uns auch schwierige Sachverhalte kirchlicher Architektur nahe zu bringen. So kommt er darauf zu sprechen, dass der Bauplatz wohl prominent, aber sehr beengt war. Wer die Kirche von aussen betrachtet, würde deshalb nie vermuten, dass ihn beim

Der Bischofsstuhl – die Kathedra – zeigt uns, dass St. Peter und Paul auch Bischofskirche ist. Nicht Kathedrale, denn der Bischof des christkatholischen Bistums der Schweiz, dessen Sitz die Bundeshauptstadt ist, geniesst entsprechend der bischöflich-synodalen Struktur der Christkatholischen Kirche «nur» Gastrecht in der Berner Pfarrkirche. Besucher erkennen auch an der übrigen Ausstattung der Kirche, dass sie sich in einem katholischen Gotteshaus befinden. Es ist daher sehr zu begrüssen, dass im Kunstführer eine kurze Darstellung der Geschichte und des Selbstverständnisses der Christkatholischen Kirche zu finden ist.

Ökumene Der ökumenische Gedanke hatte in der Christkatholischen Kirche immer einen hohen Stellenwert. Dafür ist auch die Krypta, die Unterkirche, ein lebendiges Zeugnis. Sie dient der Gemeinde als Winterkirche, beherbergt aber von jeher auch Gemeinden anderer christlicher Kirchen, die hier ihre

Gottesdienste feiern. Gegenwärtig ist die eritreisch-orthodoxe Gemeinde hier zu Gast.

Ecclesia semper reformanda et renovanda Vielleicht wäre ja die Entscheidung der Berner Kirchgemeinde in den Sechzigerjahren anders ausgefallen, wenn man zuvor schon gewusst hätte, dass die Schäden am Kirchengebäude wesentlich grösser waren als angenommen und die Renovationsarbeiten das kommende halbe Jahrhundert beanspruchen und mehrere Millionen verschlingen würden. Möglicherweise hat bei jenen Gemeindegliedern, die für einen Neubau stimmten, der Wunsch eine Rolle gespielt, eine Kirche zu bekommen, welche nicht nur baulich, sondern auch spirituell und theologisch der Gegenwart entspricht. Es geht ja bei einer Kirche


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nicht bloss um Stil und Architektur, sondern vor allem auch darum, was in dieser Kirche geschieht: um die Feier eines in Liturgie und Verkündigung zeitgemässen Gottesdienstes. Und darüber hinaus auch darum, ob die Gemeinde in die Gesellschaft hinein wirken kann und dass sie umgekehrt Impulse aus der Gesellschaft aufnimmt.

Dank Die Gemeinde hat sich mit zahlreichen Mitgliedern auch am Projekt «Kunstführer» beteiligt. Drei von ihnen möchte ich hier dankbar erwähnen: Dr. Marianne Gerny, Dr. Helene Ringgenberg und Dr. Jan Straub. Marianne Gerny ist es zu verdanken, dass der Kunstführer überhaupt zustande kam, denn sie hat das Vorhaben initiiert und die notwendige Archivarbeit geleistet. Zudem sorgt sie als Vorsitzende der Kunstkommission dafür, dass immer wieder Kunstschaffende eingeladen werden, Werke für die Kirche zu konzipieren und auszuführen.

Helene Ringgenberg hat bei der Präsentation des Kunstführers auf der neu renovierten Goll-Orgel Kompositionen aus der Zeit des Kirchenbaues gespielt und ist dafür verantwortlich, dass in unserer Kirche neben der gottesdienstlichen Musik immer wieder Chor- und Orchesterkonzerte stattfinden können. Unser Dank gilt auch dem Verfasser des Kunstführers, Jan Straub, der als Kunsthistoriker und Sakristan zu unserer Kirche St. Peter und Paul Sorge trägt.

Liebe Leserin, lieber Leser, gönnen Sie sich ein Exemplar dieses vorzüglichen Kunstführers, der für den Preis von Fr. 10.– im Sekretariat der Kirchgemeinde Bern erhältlich ist. Noch besser: Setzen Sie sich in den Zug nach Bern und machen Sie mit dem Kunstführer in der Hand einen Rundgang durch St. Peter und Paul. Oder noch einmal besser: Nehmen Sie an einer der Führungen mit Jan Straub teil, die stets im «Christkatholisch» angekündigt werden. Peter Hohler

«Systemwechsel würde die Staatskasse belasten» Leserbrief zur Medienmitteilung der Landeskirchen im Kanton Bern, 12/2012, Seite 8 Die Verfassung des Kantons Bern kennt drei christliche Landeskirchen und anerkennt die israelitischen Gemeinden als öffentlich rechtlich – von Muslimen, Hindus und Buddhisten ist nicht die Rede. Dass die Allgemeinheit gewisse Glaubensgemeinschaften unterstützt ist vertretbar, wenn damit Kultur erhalten und gefördert wird, wenn dies zur Integration von Glaubensgemeinschaften in Bezug auf das Teilen gesellschaftlicher Grundnormen dient und wenn die Auswahl der unterstützten Glaubensgemeinschaften nicht willkürlich ist. Die Argumente der Landeskirchen gegen die parlamentarische Motion, welche die Besoldung der Geistlichen durch den Staat in Frage stellt, sind

kein Versuch zu zeigen, dass die Unterstützung der Kirchen im Interesse der ganzen Gesellschaft ist. Es wird nicht erklärt, dass die Förderung einer Vielfalt aufgeklärter Glaubensgemeinschaften wichtig und wertvoll ist. Es werden nicht Wege aufgezeigt, wie das aktuelle System reformiert und gerechter werden könnte. Die Argumentation beschränkt sich auf eine als Sorge um die Staatskasse getarnte juristische Drohung: Wenn der Staat jetzt die Privilegien der Landeskirchen antastet, so müsste er die im Jahre 1802 beschlagnahmten Kirchengüter entschädigen. Statt vom historischen Rechtstitel sollten wir die Öffentlichkeit vom aktuellen Wert der Kirchen für die Allge-

meinheit überzeugen. Ich möchte Teil einer Kirche sein, welche sich für ein zeitgemässes und gerechtes Verhältnis zwischen Glaubensgemeinschaften und Staat einsetzt. Gerechtigkeit und individuelle Glaubensfreiheit bedeutet nicht, dass sich der Staat rein auf vermeintlich objektive Bereiche wie Wirtschaft oder eine wertneutrale Bildung beschränkt. Es ist an uns aufzuzeigen wann, wie und warum die Allgemeinheit in ihrem Interesse Glaubensgemeinschaften unterstützen soll und warum es besser ist, die Ausbildung und Besoldung von Geistlichen auch auf andere Glaubensrichtungen zu erweitern, statt diese zu streichen. Reto Bachmann-Gmür Bern

Blick auf die Kirche im Stadtpanorama vom gegenüberliegenden Aarehang her; links das Rathaus. Foto: E. Zahnd


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Panorama



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Unser Bistum

Schweiz

Wechsel bei den Berghüsli-Ferien

Eine Stimme in der Stille

Elsbeth und Bruno Keller leiteten im vergangenen Mai das letzte Mal die Berghüsli-Ferien. Zehnmal betreuten sie in der Zeit zwischen 2003 bis 2012 die Feriengäste aus verschiedenen Kirchgemeinden unseres Bistums. Im Namen der Gäste danke ich Elsbeth und Bruno Keller herzlich für ihre Gastfreundschaft und die feinen Menüs, die sie auf den Tisch zauberten. Es ist erfreulich, dass die Tradition der beliebten Berghüsli-Ferien weitergeführt werden kann. Die nächsten Berghüsli-Ferien finden im September 2012 statt. Frau Rösli

Maillard aus Ettingen hat sich bereit erklärt, die Betreuung zu übernehmen. Untenstehend finden Sie dazu die Ausschreibung mit Angaben zur Anmeldung. Ab 2013 ist zudem Frau Martina Felchlin Dumont aus Buchs bereit, die Feriengäste zu betreuen. Die beiden Frauen werden sich mit ihren Helfern abwechselnd gerne um die Gästeschar kümmern. Ich wünsche den neuen Betreuerinnen viele schöne Erlebnisse und viel Befriedigung. Annegreth Hagmann

Liebe Berghüsli-Feriengäste Vom 9. bis 22. September finden Berghüsli-Ferien statt. Sie haben die Möglichkeit, sich bis Ende August für eine oder zwei Wochen Berghüsli-Ferien anzumelden. Der Pensionspreis beträgt Fr. 50.– pro Tag im Einzelzimmer, oder Fr. 45.– im Doppelzimmer. Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Anmeldung!

Anmeldung an: Rösli Maillard Schiblismattstrasse 20, 4107 Ettingen Tel. 061 721 34 49

«'s Jubiläumskafi» in Olten Bereits im dritten Jahr, und ganz speziell in diesem Jubiläumsjahr, versuchen wir in Olten unsere Stadtkirche für die Bevölkerung zu öffnen: Bei schönem Wetter sind von Mai bis Ende September jeweils am Samstag, zwischen 10 und 14 Uhr, alle herzlich eingeladen, vor der Stadtkirche einen Kaffee zu trinken und vielleicht auch ein Gipfeli oder etwas Süsses zu geniessen. Natürlich kann man auch in der Kirche einen Moment der Stille und der Besinnung verbringen. Wir freuen uns über jeden Besuch – und die Gelegenheit, über Gott und die Welt miteinander zu diskutieren. Bis bald auf der »Chilestäge»! Regula Temperli

Zum 26. Juni, dem Internationalen Tag zur Unterstützung der Opfer von Folter, lädt ACAT – Aktion der Christen für die Abschaffung von Folter und Todesstrafe – Christinnen und Christen der ganzen Welt zum Gebet für ihre gefolterten Brüder und Schwestern und zur Teilnahme an der nächtlichen Gebetswache 2012 ein. Während dieser Kampagne mobilisieren sich die Mitglieder der 32 lokalen ACATs auf vier Kontinenten, um eine lange Gebetskette zu bilden. Auf nationaler Ebene ruft ACAT-Schweiz ihre Mitglieder, die Kirchgemeinden und diverses Publikum dazu auf, sich für die Unterstützung der weltweiten Opfer von Folter zu mobilisieren und für sie einzustehen. Das Thema der Nachtwache 2012 «Eine Stimme in der Stille», nach 1 Könige 19,11–14, wurde als Unterstützung für Gebet und Meditation gewählt. Spirituelle Quellen in Form von Psalmen, Gebeten und Liedern stehen den Teilnehmenden auch auf www.naechtlichegebetswache.com zur Verfügung. Die Website, welche dieses Jahr überarbeitet wurde, begleitet die Nachtwache, informiert die Teilnehmenden und publiziert organisierte Anlässe: Dieses Jahr können an gewisse Opfer, welche ACAT auf der Seite vorstellt, Unterstützungsbotschaften verschickt werden. Die nächtliche Gebetswache vom 23. auf den 24. Juni wird dieses Jahr das siebte Mal Tausende von Christinnen und Christen auf der ganzen Welt für die Unterstützung der Opfer von Folter mobilisieren. 2011 haben ungefähr 6500 Personen an der nächtlichen Gebetswache teilgenommen und rund 300 Initiativen – von Konzerten bis zu Gruppenmeditationen – wurden erfasst. Die Website www.acat.ch bietet ebenfalls die nötigen Informationen zur Teilnahme an dieser Kampagne. ACAT Schweiz


Panorama

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Kalender

Schweiz Gute Noten für Klimatrainings

«Jüdische Stimme»

Das Thema «Klima» gehört bei «Brot für alle» seit einiger Zeit zu den strategischen Arbeitsbereichen. Besonders erfolgreich sind die Klimatrainings. Sie helfen Bauerngemeinschaften, sich gegen Dürren, Überschwemmungen und Veränderungen der Regenzeiten als Folgen der Klimaerwärmung vorzusehen und anzupassen. Die gute Bilanz bestätigt eine von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und «Brot für alle» durchgeführte Auswertung. Im Bericht wird festgehalten, dass die Partnerorganisationen im Süden besonders auf Gemeindeebene stark seien und die Bevölkerung hinsichtlich ihrer Rechte im Bereich Klima sowie Reduktion von Unwetterschäden und Klimakatastrophen sensibilisierten. Das entspricht der Ausrichtung von «Brot für alle» in Bezug auf lokale Partner. Die Arbeit zur Stärkung der lokalen Strukturen auf höhere politische Ebenen – national oder sogar supranational – zu tragen, gelingt laut Bericht noch nicht ganz.

Die «Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina» (JVJP) begrüsst die Entscheidung des Detailhändlers Migros, Produkte aus den von Israel besetzten Gebieten zu kennzeichnen. Dies teilte JVJP der Migros am 7. Juni in einem Brief mit. JVJP würde es noch mehr begrüssen, «wenn die Migros sich entscheiden könnte, Produkte aus den besetzten Gebieten gänzlich aus dem Sortiment zu nehmen». Eine korrekte Kennzeichnung sei ein erster wichtiger Schritt. Ferner möchte die Organisation zum «Ausdruck bringen, dass die kritischen Kommentare aus jüdischen Kreisen zum Beschluss des MGB (Migros-Genossenschaftsbund), wie sie zum Beispiel vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund geäussert wurden, nicht der Meinung aller Jüdinnen und Juden entspricht, und dass wir diesen Beschluss weder für antiisraelisch noch für antisemitisch halten». Kipa

«UNTERWEGS»

Berufsausbildung junger SansPapiers verbindlicher regeln

Vom Reisen und Wandern durch die Welt und zu sich selber. «Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.» Gerade rechtzeitig auf die Ferien hin erscheint das neue Heft von «Schritte ins Offene» mit vielen Geschichten aus der Literatur und dem Leben über das, was Menschen begegnen kann, wenn sie unterwegs sind. Sie gehen weg, um endlich anzukommen. Immer sind sie unterwegs: unterwegs zu sich selber, unterwegs zu den andern, unterwegs durch die Welt, unterwegs zum Tod. Davon erzählen sie, darüber lesen Sie.

Der Verordnungsentwurf zur Berufslehre jugendlicher Sans-Papiers führt zu Verbesserungen, aber auch zu Ungleichbehandlung, so die Vernehmlassungsantwort des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). Gefordert sind Verbindlichkeit und längere Fristen. Der SEK begrüsst die Stossrichtung des Gesetzgebers, Jugendlichen ohne rechtmässigen Aufenthaltsstatus eine berufliche Grundbildung zu ermöglichen. Aus Gründen der Rechts- und Chancengleichheit argumentiert der Kirchenbund in seiner Vernehmlassungsantwort an das Bundesamt für Migration (BFM) jedoch für eine eindeutigere Änderung des Gesetzes. Der Verordnungsentwurf wird durch Kann-Bestimmungen dominiert. Das führt unweigerlich zu Ungleichbehandlung. Der Kirchenbund fordert deshalb, die Kann-Bestimmungen durch verbindliche Formulierungen zu ersetzen. SEK

Liturgischer Kalender mit Schriftlesungen Geburt des Hl. Johannes des Täufers 24. Juni Der Wegbereiter von Jesus Christus Johannes der Täufer ist der einzige Heilige ausser Maria, der Mutter Jesu, dessen Geburt in der Liturgie gefeiert wird. Er steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund. Jes 49,1b–6: Gott hat mich schon im Mutterleib als Verkünder seines Wortes berufen. Apg 13,16.22–25: Johannes hat dem Volk Umkehr und Taufe gepredigt, bevor Jesus aufgetreten ist. Lk 1,5–17: Die wunderbare Geburt von Johannes. Gedächtnis der Hl. Apostel Petrus und Paulus 1. Juli Die Zeugen der frohen Botschaft Die Apostel Petrus und Paulus haben beide unter Kaiser Nero zwischen 64 und 67 das Martyrium erlitten; sie sind die Säulen der Kirche. Apg 12,1–11c: Petrus wurde wegen der Verkündigung der Botschaft Jesu ins Gefängnis geworfen und wunderbar gerettet. 2 Tim 4,7–8: Paulus hat sich mit seinem Leben für die Verkündigung eingesetzt und hofft auf die Belohnung durch Jesus Christus. Mk 8,27–33: Petrus bekennt, dass Jesus der Messias Gottes ist.

Wichtige Anlässe 23. Juni Generalkapitel der Gemeinschaft des Hl. Johannes des Täufers in Solothurn 20. – 24. August Internationale Altkatholische Theologenkonferenz in Neustadt/D

Weitere Termine Siehe www.christkath.ch Agenda Suisse romande: www.catholique-chretien.ch Christkatholische Jugend der Schweiz: www.ckjs.ch Verband Christkatholischer Frauen: www.vcf-ch.ch

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Gemeindenachrichten



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Region Basel Johannisfest mit regionalem Gottesdienst in Kaiseraugst: Erstmals begehen wir das Fest der Geburt Johannes des Täufers mit einem regionalen Gottesdienst samt vorausgehender Johannisnacht. Der Gottesdienst von Samstag, 23. Juni, um 19 Uhr in der Klosterkirche Dornach, stimmt in die Johannisnacht ein. Diese geht dann bei der christkatholischen Dorfkirche Kaiseraugst mit Feuer und Nachtwache weiter. Jede Stunde bis Sonnenaufgang gibt es eine spirituelle Anregung. Im Pfarrhaus nebenan ist Raum für Verpflegung und zum Schlafen. Ein regionaler Gottesdienst am Sonntag, um 10.15 Uhr, in dem der Chor der Predigerkirche mitwirkt, beschliesst das Fest.

Allschwil

Basel-Stadt

Gottesdienst Fr. 29. Juni 19 h, Eucharistiefeier, Patrozinium, P Christoph Bächtold, P Eugen Herzog. Patroziniumsgottesdienst Am Freitag, 29. Juni, feiern wir um 19 Uhr den Gedenktag unserer Kirchenpatrone Petrus und Paulus. Im Gottesdienst wird Pfr. Eugen Herzog die Predigt halten; er war ja lange Jahre Pfarrer in Allschwil. Nach dem Gottesdienst sind alle Gottesdienstbesucher zu einem Imbiss – je nach Wetter – in den Pfarrhof oder den Kirchgemeindesaal eingeladen. Mittagstisch Er fällt bis nach den Sommerferien aus. Erster Mittagstisch nach den Sommerferien ist am 16. August. Trauung und Taufe Am Samstag, 23. Juni, um 16 Uhr, heiraten Maciej Talarek und Angelika Wenzel aus Allschwil in Ramlinsburg und ihre beiden Kinder Tomasz und Dariusz werden getauft. Wir wünschen der Familie ein wunderschönes Fest und Gottes Segen!

Gottesdienste So. 24. Juni 10.15 h, Kaiseraugst, regionale Eucharistiefeier. So. 1. Juli 10 h, diakonaler Gottesdienst. Kollekte Die Kollekte ist im Monat Juni für das Zeitungs- und Hilfsprojekt «Suprise» bestimmt, im Monat Juli für die Aktion «Eine Kuh in Afrika» des HEKS. Regionaler Anlass Das Fest des Vorläufers Christi – Johannes der Täufer – am 24. Juni, wird in diesem Jahr zu einem besonderen regionalen Anlass; Details siehe unter «Region Basel». Am Morgen des Johannestages wird unsere Diakonin Karin Schaub im regionalen Gottesdienst die Festpredigt halten! OffenBar Die OffenBar ist am Donnerstag, 28. Juni und am 5. Juli ab 17 Uhr geöffnet. Firmausflug Die Basler Firmgruppe reiste am 16. Juni unter der Leitung von Diakon Lenz Kirchhofer, Diakonin Karin Schaub und Kirchenrätin Frederika Schmidt nach Bern. Dort wurde die Gruppe zuerst von Bischof em. Hans Gerny und Marianne Gerny durch die Bischofskirche St. Peter und Paul geführt. Anschliessend traf sich die Firmgruppe mit der JG Bern, unter der Leitung von Miriam Friedli, zum Mittagessen. Nach einem gemeinsamen Pizzaessen wanderten die beiden Gruppen schliesslich gemeinsam entlang der Aare zum Ropetech Seilpark, um in den Baumwipfel des Dälhölzlis zu klettern. Sekretariat Das Sekretariat, Tel. 061 322 43 77, E-Mail: sekretariat.basel@christkatholisch.ch, ist montags, von 15 bis 17 Uhr und mittwochs, von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Neue Website Unsere neue Website ist aufgeschaltet! Unter www.ckk-bs.ch finden Sie unsere Gottesdienstdaten und die wichtigsten Nachrichten aus dem Gemeindeleben.

Baselland Gottesdienste Sa. 23. Juni 10 h, Dornach, Kloster-Gottesdienst. So. 24. Juni 10.15 h, Kaiseraugst, regionaler Gottesdienst. Mi. 27. Juni 9.15 h, Sissach, ökumenische Frauen-Andacht. Fr. 29. Juni 19 h, Allschwil, PatroziniumsGottesdienst. So. 1. Juli 17 h, Kaiseraugst, Abendgebet. Johannisfest in Kaiseraugst Bitte den Hinweis unter «Region Basel» beachten. Abwesenheit Pfr. Viktor Jungo ist vom 2. bis 8. Juli in den Ferien. Die Vertretung übernimmt Pfr. Christoph Bächtold, Tel. 061 483 92 25.

Birsigtal Gottesdienste und Anlässe Siehe unter Allschwil und «Region Basel».

Laufen Gottesdienste So. 23. Juni 19 h, Klosterkirche Dornach, Eucharistiefeier, P Denise Wyss. So. 24. Juni 10.15 h, Kaiseraugst, regionaler Gottesdienst. So. 1. Juli 10 h, Eucharistiefeier, P Viktor Jungo. Feuersegnung Nach der Sommersonnenwende werden die Tage wieder kürzer. Im Gottesdienst vom 23. Juni geht es um das Motto des Johannes, der von Jesus sagt: «Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.» Wir segnen in diesem Gottesdienst das Feuer zum Zeichen, dass das Licht Christi in uns zunehmen soll. Wer mag, kann etwas auf Zettelchen schreiben, dass er gerne loslassen und Gott übergeben möchte. Es kann dann ins Feuer geworfen werden. Es besteht die Möglichkeit, dieses Feuer mit Hilfe von Windlichtern mit nach Hause zu nehmen. Das Feuer wird nach dem Gottesdienst nach Kaiseraugst gebracht, wo eine Gebetsnacht stattfindet. Information Im regionalen Gottesdienst in Kaiseraugst werde ich nicht mitwirken. An diesem Vormittag leite ich in Wallbach und in Obermumpf zwei Jahresgedächtnisgottesdienste. Am 1. Juli feiern wir in Obermumpf Patrozinium und meinen Abschied als Pfarrverweserin. Zmorgentreff Am 27. Juni, von 9.15 bis 10.30 Uhr im christkatholischen Kirchgemeindehaus. Pfrn. Denise Wyss

Region Fricktal Oberstufen-Schlussevent Freitag, 29. Juni, von 18.30 bis 20.30 Uhr, Schlussevent, neu in Kirchgemeindehaus Möhlin. Beachtet bitte die Einladungskarte.

Kaiseraugst Gottesdienste Sa. 23. Juni 21 h, Gebetsnacht, P Viktor Jungo.


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So. 24. Juni 10.15 h, regionaler Gottesdienst der Kirchgemeinde Baselland. So. 1. Juli 17 h, Vesper, P Viktor Jungo. So. 8. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier mit Taufe. Johannisfest in Kaiseraugst Bitte Hinweis unter «Region Basel» beachten. Sie sind herzlich zum Mitfeiern eingeladen. Taufe Im Gottesdienst vom 8. Juli wird Mia Jaccard getauft. Wir wünschen der jungen Familie alles Gute und Gottes Segen.

Magden-Olsberg Gottesdienste So. 24. Juni 9.30 h, Magden, Taufe, Eucharistie. So. 1. Juli 10 h, Möhlin, Abschiedsgottesdienst von Pfr. Herzog. Taufe Am Sonntag, 24. Juni, wird Valentina, Tochter von Omar Abreu Arias Stocker und Barbara Stocker, Hellikon, hier in Magden getauft. Trauung Am Samstag, 30. Juni, wird die Ehe von Matthew und Sarah Mc Caskey kirchlich eingesegnet; Beginn 14 Uhr. Abholdienst Karin Pfenninger, Tel. 061 841 12 29. Abschied Am Sonntag, 1. Juli, verabschiedet sich Pfr. Eugen Herzog in der Eucharistiefeier zu St. Leodegar in Möhlin. Pfarrer Herzog war seit der Gründung «Verband Christkatholische Kirche im Fricktal» Präsident des Pastoralteams und hat aktiv bei den verschiedenen regionalen Veranstaltungen mitgewirkt, besonders bei der Gestaltung des regionalen christkatholischen Religionsunterrichts für die Oberstufe und die regionale Vorbereitung für Firmung und Erstkommunion. Für die Gesamtkirche hat er in Möhlin verschiedene Lernvikare mit praktischen Übungen in die Christkatholische Kirche eingeführt. Wir wünschen ihm alles Gute in seinem wohlverdienten Ruhestand. In Magden findet an dem Sonntag kein Gottesdienst statt. In Memoriam Am 24. Mai starb im 91. Lebensjahr Fridolin Lützelschwab-Hodel. Viele Jahre hat er die Reben der Kirchgemeinde gepflegt und dazu geschaut, dass uns ein guter Tropfen zur Verfügung stand. Überhaupt war er bis zu seinem Hinschied überall im Dorf präsent und wollte noch einige Projekte realisieren. Wir danken ihm für seinen Einsatz für die Gemeinde, den er still und im Hintergrund geleistet hat, und entbieten der Familie unser herzliches Beileid.

Neue Mailadresse von Pfr. Teunis Wijker Bitte merken: teuniswijker@hotmail.ch – auf die bluewin-Adresse kommt nichts mehr an.

Möhlin Gottesdienste So. 24. Juni 10 h, Kirche, Weltgottesdienst. So. 1. Juli 10 h, Kirche, Abschiedsgottesdienst P Eugen Herzog mit B Harald Rein. Daryeel (somalisch) bedeutet Betreuung Im zweiten der drei «Weltgottesdienste» der drei Kirchen in Möhlin feiern wir die Geburt von Johannes, dem «Vorläufer von Jesus». Wie Jesus betonte Johannes eindrücklich den Anbruch des Reiches Gottes. Wir wollen uns mit Somaliern solidarisieren, die vor Ort mittellose Opfer und Hilfesuchende betreuen. Ein Projektverantwortlicher bringt uns neuste Nachrichten. Dank- und Abschiedsgottesdienst Die Kirchenpflege lädt am 1. Juli zum feierlichen Abschied von Pfr. Eugen Herzog und seiner Frau Lydia ein. Als Gäste aus der örtlichen Ökumene heissen wir insbesondere Pfr. Werner Baumann und Pfrn. Nadine Hassler Bütschi willkommen. Der Gemischte Chor und der Oboist Fréderic Hijémli wirken mit. Lassen Sie sich beim Apéro vor der Kirche überraschen! Pfr. Eugen Herzog ist noch bis Ende Juli 2012 in unserer Gemeinde im Amt. Das Pfarrehepaar zieht dann in seine «alte» Heimat, nach Luzern. Chorreise Am Pfingstdienstag reisten 19 Chormitglieder nach Trier, dem Studienort des Reiseleiters Pfr. Kai Fehringer. Sie besichtigten am ersten Tag den imposanten Dom, wo verschiedene architektonische Stilepochen zu bestaunen sind, und am nächsten Morgen die Stadtbibliothek, wo sie einige Schätze aus der bedeutenden Handschriftensammlung bewundern konnten. Der Höhepunkt des Nachmittags war die Begegnung mit Kapellmeister Klaus Fischbach, von dem der Chor schon viele Gesangsstücke vorgetragen hat. Der letzte Tag begann in der Krypta des Doms mit einem bewegenden Gottesdienst; der Pfarrer und der Chor waren ja dabei! Im Namen des Gemischten Chores sei hier Pfr. Fehringer für die interessante und eindrückliche Reise ein ganz herzlicher Dank ausgesprochen. Voranzeige Am Sonntag, 15. Juli, ist der erste von drei gemeinsamen Sommergottesdiensten. Bestattung Peter Reimann ist am Pfingstsonntag im 63. Lebensjahr plötzlich von Gott heimgeholt

worden. Wir entbieten den Angehörigen unser herzliches Beileid. Homepage www.christkath.ch/moehlin

Obermumpf-Wallbach Gottesdienste. So. 24. Juni 9.30 h, Wallbach, Eucharistiefeier. So. 24. Juni 11 h, Obermumpf, Eucharistiefeier. So. 1. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier, Patrozinium. Jahrzeit-Gedächtnisgottesdienste In den Gottesdiensten vom 24. Juni in Obermumpf und Wallbach gedenken wir der in der zweiten Jahreshälfte verstorbenen Gemeindeglieder der vergangenen fünf Jahre. In Obermumpf: Paula Stocker-Müller, Irma Stocker-Müller, Bertha Vogel-Stocker, Alice Stocker-Frei, Kurt Müller, Anna Müller-Stocker, Lotti Müller-Roth und Elisabeth Heid-Stocker. In Wallbach: Linus Amman-Kaufmann, Ernst Kaufmann-Gersbach, Kurt Markus KimFreiermuth, Walter Stolz, Elisabeth Ott, Willi Wunderlin und Lidia Kaufmann. Patrozinium und Abschied Am 1. Juli feiern wir das Patrozinium von Peter und Paul in Obermumpf. Dies wird der letzte Gottesdienst in meiner Amtszeit als Pfarrverweserin in der Kirche Obermumpf sein. Musikalisch wird die Feier von unserem Kirchenchor umrahmt. Anschliessend sind alle herzlich zu einem Apéro in und um den Pfarrhof eingeladen. Voranzeige Am Sonntag, 8. Juli, um 9.30 Uhr, leite ich meine letzte Eucharistiefeier als Pfarrverweserin in Wallbach. Anschliessend gehen wir zu einem Abschieds-Apéro ins Restaurant «Fabriggli». Pfrn. Denise Wyss

Rheinfelden Gottesdienste: So. 24. Juni 9.30 h, Eucharistiefeier. So. 1. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier. Mitten im Leben Im Gottesdienst vom 1. Juli wird Prof. Dr. Dr. François Vouga die Ansprache halten. François Vouga ist Professor für Neues Testament und lebt in Rheinfelden/Baden. Gemeinsam mit Pfarrer Peter Grüter veranstaltet er zweimal pro Jahr eine theologische Werkstatt für Diskussionsfreudige. Cäcilia Wir proben am 25. Juni, um 20 Uhr im Kirchgemeindehaus. Danach gehen wir in die

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Sommerpause. Die erst Probe nach den Sommerferien findet am 13. August statt. Musik zum Feierabend Am Dienstag, 3. Juli, spielt Eveline Jansen, Utrecht, an der grossen Orgel. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, die Kollekte ist für die Restaurierungsarbeiten der St. Martinskirche bestimmt. Sie sind herzlich willkommen. Solsberg-Festival Am Freitag, 29. Juni, findet in der Stadtkirche im Rahmen des Solsberg-Festivals ein Konzert statt. Details entnehmen Sie bitte der Tagespresse. Fahrdienst Wenn Sie nicht mehr so mobil sind und trotzdem gerne die Gottesdienste oder andere Anlässe der Kirchgemeinde besuchen wollen, dann melden Sie sich auf dem Pfarramt, Tel. 061 831 50 13.

WegenstettenHellikon-Zuzgen Gottesdienste So. 24. Juni 9.30 h, Magden, Taufe, Eucharistiefeier. So. 1. Juli 9.30 h, Hellikon, Eucharistie. Taufe In Absprache mit der Familie wird am Sonntag, 24. Juni, Valentina, Tochter von Omar Abreu Arias Stocker und Barbara Stocker, in St. Martin, Magden, getauft. Abschied Am Sonntag, 1. Juli, verabschiedet sich Pfr. Eugen Herzog von Möhlin in der Eucharistiefeier (10 Uhr) zu St. Leodegar. Siehe auch unter Möhlin sowie Magden-Olsberg. Auch unsere Gemeindeglieder sind herzlich zu diesem Gottesdienst eingeladen.

Aarau Olten Luzern Berggottesdienst Am 24. Juni, um 10.30 Uhr, feiern die christkatholischen Kirchgemeinden Region Olten, Zofingen, Aarau und Schönenwerd-Niedergösgen wieder einen Berggottesdienst auf dem Born. Er wird von Pfr. Klaus Heinrich Neuhoff, Pfr. Hans Metzger und Diakon Olivier Vogt geleitet. Die Predigt hält Pfr. Dr. Adrian Suter. Bitte bringen Sie für das anschliessende Picknick einen Lunch mit: etwas zum Grillieren und Getränke. Der Männerverein Olten wird das Grillfeuer bereitstellen und offeriert den Kaffee. Eine Wegbeschreibung zum Born ist im Sekretariat erhältlich. Bei zweifelhafter Witterung gibt Telefon Nr. 1600, Rubrik 1, am Morgen Auskunft, ebenso unsere Website www.christkatholisch-olten.ch. Gottesdienst und Bräteln finden dann in/bei der Christuskirche Hägendorf statt.

Aarau Gottesdienst/Berggottesdienst So. 24. Juni 10.30 h, Born bei Kappel, regionaler Berggottesdienst, siehe «Region». Sonntag, 1. Juli An diesem Sonntag haben Sie verschiedene Möglichkeiten, einen Gottesdienst in einer Nachbargemeinde zu besuchen. In Starrkirch werden Pfarrer Neuhoff und Diakon Olivier Vogt verabschiedet. In Zofingen und in Schönenwerd finden ökumenische Gottesdienste im Freien statt. Aber auch bei den Gemeinden Baden-Brugg-Wettingen und Luzern finden Sie interessante Angebote. Wählen Sie und feiern Sie mit. Pfr. Hans Metzger

Baden-Brugg-Wettingen Gottesdienste So. 24. Juni 11 h, Klosterpark, Eucharistiefeier (Familiengottesdienst).

So. 24. Juni 18 h, kirchenmusikalische Vesper. So. 1. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier. So. 1. Juli 17.15 h, Clarakapelle Bremgarten, Eucharistiefeier. Familiengottesdienst im Klosterpark Zum Semesterabschluss laden wir ein zum Open-Air Gottesdienst, der von den Unterrichtsschülern vorbereitet und musikalisch von der Jugendmusikgruppe «Attention», unter der Leitung von Stephan Johanus, mitgestaltet wird. Anschliessend bräteln auf dem Grillplatz bei der Mensa. Bei Schlechtwetter ist der Gottesdienst zur selben Zeit in der Marienkapelle, das Essen in der Cafeteria der Mensa. Grillgut bitte mitbringen, Getränke sind vorhanden; bräteln und essen ist bei jedem Wetter möglich. Kirchenmusikalische Vesper Wir laden herzlich ein zum geistlichen Konzert mit Orgelmusik und dem Kammerchor Bad Säckingen am 24. Juni, um 18 Uhr in der Klosterkirche! Der Kammerchor, unter der Leitung von Wolfgang Haller, singt Werke des Barock und der Romantik mit

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Sologesang der Sopranistin Beate Spaltner. Die Orgelwerke interpretiert Stephan Kreutz. Herzliche Einladung! Pfr. Wolfgang Kunicki Kirchgemeindeversammlung Beginn am Sonntag, den 1. Juli, nach dem Gottesdienst – also um 10.45 Uhr – im Brudersaal. Die Einladungen mit der Traktandenliste und den dazugehörenden Unterlagen wurden den Stimmberechtigten rechtzeitig zugestellt. Hansjörg Frank Kirchgemeindepräsident

Gemeinde Region Olten Gottesdienste So. 24. Juni 10.30 h, Born bei Kappel, Eucharistiefeier, P Neuhoff, D Vogt. So. 1. Juli 9.30 h, Starrkirch, Abschiedsgottesdienst, P Neuhoff, D Vogt. Altersheime Christkatholische Gottesdienste Fr. 29. Juni 10 h, «Bornblick» Olten. Di. 3. Juli 10.15 h, «Ruttiger» Olten. Fr. 6. Juli 10.15 h, «Stadtpark» Olten. Berggottesdienst Am 24. Juni auf dem Born; siehe Region «Aarau Olten Luzern». Patrozinium und Abschiedsgottesdienst Für Olivier Vogt ist es der letzte Gottesdienst in unserer Kirchgemeinde. Der festliche Gottesdienst zum Patrozinium von Starrkirch, Peter und Paul, wird von verschiedenen Musikerinnen und Musikern, darunter dem Trompeter Simon Menin, der Organistin Christina Kunz-Hohler und dem Regio-Chor, unter der Leitung von Isabel Schau, mitgestaltet. Aus der Kantate «Jauchzet Gott» von Johann Sebastian Bach erklingt der Eingangssatz für Sopran, Trompete und Orgel. Im Anschluss an den Gottesdienst wird ein Apéro serviert, zu dem alle Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher herzlich eingeladen sind. Regio-Chor Für den Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Neuhoff und Diakon Vogt in Starrkirch probt der regionale Chor noch einmal am 25. Juni, 19.30 Uhr im Pfarrsäli Starrkirch. Vorprobe am 1. Juli, um 9 Uhr. Taizé-Gebet Am Donnerstag, 28. Juni, 18 Uhr in der St.-Martins-Kirche Olten; anschliessend Tee. «'s Jubiläumskafi» Immer am Samstag, zwischen 10 und 14 Uhr vor der Kirche; siehe Seite 8. Religionsunterricht Am 30. Juni, von 9 bis 11.45 Uhr im Kirchgemeindehaus Olten.


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Zyt ha fürenand – ässe mitenand Ökumenisches Mittagessen am Dienstag, 3. Juli, ab 11.30 Uhr im Johannessaal der evangelisch-reformierten Kirche Trimbach. Elternabend Am Dienstag, 3. Juli, sind die Eltern der Religionskinder um 19.30 Uhr zum Elternabend ins christkatholische Kirchgemeindehaus Olten eingeladen. Pfarrer K. H. Neuhoff

Luzern Gottesdienste So. 24. Juni 9.30 h, Eucharistiefeier mit Taufe. So. 1. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier. Taufe Am Sonntag, 24. Juni, wird Lorenz Hürlimann, Sohn von Denise und Urs Hürlimann aus Hünenberg, getauft. Der Gottesdienst wird von Emma Buckland (Geige) und Moritz Kellner (Cello) musikalisch begleitet. Wir heissen Lorenz als neue Mitglieder unserer Gemeinde herzlich willkommen und wünschen seiner Familie alles Gute. Anschliessend sind alle zum Apéro im Gemeindesaal eingeladen. Ausflug Religionsunterricht Am Mittwoch, 27. Juni, um 14 Uhr, treffen sich die Kinder der Gruppen A und B zum gemeinsamen Ausflug. Details folgen in einer separaten Einladung. Seitenblicke Am Donnerstag, den 28. Juni, um 16 Uhr, berichtet Pfarrer Ioan L. Jebelean von seiner Reise nach Medellin, Kolumbien, und vom Hilfsprojekt für Strassenkinder, das er dort besucht hat.

Schönenwerd-Niedergösgen Gottesdienste So. 24. Juni 10 h, auf dem Born, regionaler Gottesdienst. So. 1. Juli 10 h, Bühl Schönenwerd, ökumenischer Gottesdienst. Do. 5. Juli 19 h, Niedergösgen, Vesper. Berggottesdienst Am 24. Juni auf dem Born; siehe Region «Aarau Olten Luzern». Jugendfest und Kulturwoche Von Freitag, 29. Juni bis Sonntag, 1. Juli findet in Schönenwerd auf dem Bühl das Jugendfest statt und von Montag, 2. Juli bis Freitag, 6. Juli ist ebenfalls auf dem Bühl Kulturwoche. Wir freuen uns, den Platz vor unserer Kirche der Öffentlichkeit als Festplatz zur Verfügung zu stellen. Die drei Kir-

chen beteiligen sich am Sonntag, 1. Juli mit einem ökumenischen Gottesdienst um 10 Uhr auf dem Bühl – bei schlechtem Wetter in der Stiftskirche. Die Musikgesellschaft Schönenwerd wirkt mit. Das Detailprogramm der Kulturwoche finden Sie auf unserer Homepage unter www.schoenenwerd.ch. Altersstube Am Donnerstag, 28. Juni, macht die Altersstube einen Ausflug mit gemeinsamem Mittagessen. Es werden persönliche Einladungen verschickt. Pfr. Adrian Suter

Zofingen Gottesdienst So. 1. Juli 10 h, Heitereplatz Zofingen, ökumenischer Gottesdienst. Heitere-Gottesdienst Zum Gottesdienst auf dem Heitereplatz mit dem Thema «Mut tut gut» laden die drei Landeskirchen und die Evangelisch-methodistische Kirche Zofingen herzlich ein. Musikalisch wird die Feier durch die Stadtmusik Zofingen begleitet; anschliessend offerieren wir Ihnen einen Apéro. Abfahrtszeiten Bus: 9.20 Uhr Milchhüsli Mühlethal, 9.30 Uhr römisch-katholische Kirche Zofingen, 9.35 Uhr Thutplatz, 9.40 Uhr Altersheim «Tanner». Rückfahrt ab 11.40 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Stadtkirche statt. Information ab 8 Uhr unter Telefonnummer 1600. Verweilen mit Mozart Sie sind am Montag, den 2. Juli, um 18 Uhr herzlich zu Wort und Musik über «Die grosse Reise der Familie Mozart» von Christina Kunz Hohler (Cembalistin) in den Mozartraum, Landhausstrasse 5, Aarburg eingeladen. Reservation sind unter Tel. 062 791 18 36 möglich. Ihre Priesterin M. Dellagiacoma

Gratulationen zum 75. Geburtstag Hans Rudolf Schön-Müller, Trimbach am 25. Juni Erich Erne, Thun am 26. Juni Hans Gerny-Schild, Bern am 26. Juni Elsbeth Ceresola-Gremper, Magden am 27. Juni zum 80. Geburtstag Sieglinde Vögeli-Gürtler, Allschwil am 26. Juni zum 85. Geburtstag Klara Beer, Biel am 25. Juni zum 90. Geburtstag Elsa Leemann-Brogli, Rheinfelden am 25. Juni Franz Schneider-Lützelschwab, Magden am 26. Juni zum 91. Geburtstag Theodor Enzmann-Kiefer, Wil/SG am 23. Juni Johanna Weber-Mösch, Möhlin am 24. Juni Hans Stalder-Meier, Magden am 3. Juli zum 94. Geburtstag Dora Steudler-Gisi, Köniz am 23. Juni zum 95. Geburtstag Isabelle Mahrer, Rheinfelden am 1. Juli Johanna Zumbühl-Rudin, Luzern am 4. Juli zum 99. Geburtstag Otto Hauser-Torre, Therwil am 30. Juni

Bern Solothurn Bern Gottesdienste So. 24. Juni 9.30 h, Eucharistiefeier, P Peter Hagmann. Mi. 27. Juni 18.30 h, Abendmesse, P Christoph Schuler. So. 1. Juli 10 h, Patrozinium, Eucharistiefeier, B Hans Gerny, P Christoph Schuler. So. 1. Juli 10 h, Kindergottesdienst mit R. Hofer. Mi. 4. Juli 18.30 h, Abendmesse, P Peter Hagmann.

Patrozinium In diesem Festgottesdienst hält Pfarrer Christoph Schuler die Predigt. Der erweiterte Kirchenchor, unter der Leitung von Helene Ringgenberg, singt eine Messe von Louis Vierne (1870–1937). An den Orgeln: Christine Brechbühl und Christoph Bächtold. In diesem Gottesdienst werden neue Christkatholiken und Christkatholikinnen begrüsst und verschiedene verabschiedet, die sich nach einem grossen Engagement in unserer Kirche nun anderem zuwenden möchten.

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Als Gäste heissen wir Pfarrer Dr. Jerzy Bajorek mit einer Gruppe aus Bielsko-Biala, Polen, und den Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten, Herrn Hansruedi Spichiger, der im Juli pensioniert wird, willkommen. Um 11.30 Uhr wird der die neue Broschüre mit Projekten von kunst@stpeterundpaul präsentiert; anschliessend Apéro. Um 12 Uhr ist Mittagessen, gekocht von Oaleed Safar, Diakon Patrick Zillig und Team. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Um 13 Uhr ertönen feierliche Klänge auf der Goll-Orgel durch Ewa Bak, Organistin an der Kathedrale St. Michael von Bielsko-Biala. Orgelkonzert Am 1. Juli, um 17 Uhr durch Ewa Bak, mit Werken aus der Romantik (von Claussmann bis Franck). Eintritt frei, Kollekte. Als Christ glauben – aber wie? Gruppe 2: 28. Juni, 19.30 Uhr, Kirchgemeindehaus. Freiburg Gottesdienst Sa. 30. Juni 19 h, Eucharistiefeier, P Christoph Schuler.

Biel Gottesdienste So. 24. Juni 9.30 h, Eucharistiefeier, P Peter Feenstra. Sa. 30. Juni 18 h, Kirchgemeindehaus, Tischeucharistie. So. 1. Juli 9.30 h, Saint-Imier, Eucharistie. Do. 5. Juli 19 h, meditatives Abendgebet. Kirchgemeindeversammlung Anlässlich der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom 30. Mai traten vier Kirchgemeinderäte zurück. Erfreulicherweise konnten sie durch drei neue Mitglieder ersetzt werden. Das neu zusammengesetzte Gremium besteht nun aus vier Ratsmitgliedern und kann seine Aufgaben wie bisher wahrnehmen. Das Präsidium ist zurzeit noch vakant. Pfr. Nassouh Toutoungi

Grenchen Gottesdienst So. 1. Juli 9.30 h, Festgottesdienst zum Patrozinium Peter und Paul, P Klaus Wloemer. Religionsunterricht Am Donnerstag, den 28. Juni, um 16.50 Uhr, treffen sich die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse beim historischen Museum in Grenchen zur Abschlussveranstaltung des Unterrichts im zu Ende gehenden Schuljahr.

Am Samstag, den 30. Juni, reisen wir zum Schuljahresschluss mit den ab zehnjährigen Schülerinnen und Schülern und Jugendlichen zur Sommerrodelbahn nach Langenbruck. Treffpunkt am Bahnhof Solothurn: 9.40 Uhr. Abschied Leonore Röthlisberger ist im Alter von fast 90 Jahren verstorben. Gott nehme sie in sein Reich auf und tröste ihre Angehörigen! Christkatholische Mitfahrzentrale Bitte rufen Sie am Vorabend bis 19 Uhr bei René Meier, Tel. 079 333 63 93, an, wenn Sie zum Gottesdienst abgeholt werden wollen. Öffnungszeiten Pfarrbüro Montags, in der Regel von 14 bis 16 Uhr sowie auf telefonische Voranmeldung Pfv. Klaus Wloemer, Pr. Petr Jan Vinš

Solothurn Gottesdienste So. 24. Juni 9.30 h, Eucharistiefeier, P Klaus Wloemer; Kindergottesdienst, Katrin Gloor. So. 1. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier, P Petr Jan Vinš. Mi. 4. Juli, 18 h, Abendgebet, P Klaus Wloemer. Zu den Gottesdiensten Am 24. Juni singt unsere Schola im Gottesdienst die Messe von Hans Leicht. Am gleichen Sonntag findet der zweite Kindergottesdienst mit Katrin Gloor für zirka 3- bis 8-Jährigen statt. Herzliche Einladung! Taufe Am 24. Juni wird Soraya Studer aus Solothurn getauft. Wir wünschen ihr Gottes Segen und der Familie einen schönen Festtag! Religionsunterricht Am Donnerstag, den 28. Juni, um 16.20 Uhr, treffen sich die Schülerinnen und Schüler der

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1. bis 6. Klasse im Bahnhof Solothurn (oder um 16.50 Uhr beim Historischen Museum in Grenchen) zur Abschlussveranstaltung des Unterrichts im zu Ende gehenden Schuljahr. Am Samstag, den 30. Juni, reisen wir zum Schuljahresschluss mit den ab zehnjährigen Schülerinnen und Schülern zur Sommerrodelbahn nach Langenbruck. Treffpunkt um 9.40 Uhr am Bahnhof Solothurn. Sitzung des Kirchgemeinderats 26. Juni, 9.30 Uhr im Kirchgemeindehaus. Kirchgemeindeversammlung Am Mittwoch, 27. Juni, findet um 20 Uhr im Kirchgemeindehaus die ordentliche Frühjahrs-Kirchgemeindeversammlung statt. Die Traktanden sind im letzten «Christkatholisch» publiziert worden. An dieser Sitzung wird unser scheidender Präsident, Urs Niggli, offiziell verabschiedet. Abschied Am 3. Juni ist René Corneille im Alter von 94 Jahren verstorben. Gott nehme ihn in sein Reich auf und tröste seinen Angehörigen! Pfr. K. Wloemer, Prn. Sarah Böhm

Thun Gottesdienst So. 24. Juni 10 h, Berghüsli-Familiengottesdienst, P Christoph Schuler, D Antje Kirchhofer, Kt Ursula Oesch. Kollekte Sie wird für die Flüchtlingshilfe gespendet. Heiligenschwendi: Berghüsli-Gottesdienst Ab 10 Uhr offerieren wir Ihnen Kaffee. Die Feier, von den Kindern mitgestaltet, fängt zirka um 10.30 Uhr an, Werner Brechbühl spielt Gitarre. Anschliessend können Sie Grilladen geniessen. Andrea Cantaluppi

Zürich Ostschweiz Tessin St. Gallen Gottesdienste So. 24. Juni 17.15 h, Eucharistiefeier mit Kirchenchor; Umtrunk. Mi. 27. Juni 18.45 h, Vesper. So. 1. Juli 9.30 h, Eucharistiefeier; Kaffee. Autofahrdienst Blitz Karl Merz, Telefon 071 277 91 58, fährt am 24. Juni; für 1. Juli beim Pfarramt fragen. Rufen Sie bitte bis 8 Uhr an, wenn Sie abgeholt werden möchten. Gottesdienstzeiten Mit dem 1. Juli beginnt die neue Zeit mit einheitlichem Gottesdienstbeginn, wie wir es an der Kirchgemeindeversammlung beschlossen

haben. Von jetzt an gilt am Sonntagmorgen grundsätzlich 9.30 Uhr. Bei Abendgottesdiensten ist 17.30 Uhr die Regel. Pfr. Daniel Konrad

Schaffhausen Gottesdienst So. 24. Juni 9.30 h, Eucharistiefeier, P Martin Bühler. Frauenverein Wir machen bis 5. September Sommerpause.
 Unterricht
 Die Familien erhalten zu Beginn der Sommerferien den Plan für das neue Schuljahr.


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Wir wünschen allen Schulkindern und ihren Familien schöne und erholsame Sommerferien!

Zürich Gottesdienste Sa. 23. Juni 17 h, Lazariterkirche Gfenn, ökumenische Liturgie, P Lars Simpson. So. 24. Juni 9.30 h, Christuskirche, diakonaler Gottesdienst, D Ulrike Henkenmeier. So. 24. Juni 10 h, Augustinerkirche, Eucharistiefeier, P Frank Bangerter, D Melanie Handschuh. Mi. 27. Juni 10 h, Altersheim «Im Ris», Eucharistiefeier, P Lars Simpson. So. 1. Juli 10.30 h, Christuskirche, Familiengottesdienst, Unterrichtsteam, Kirchenchor. So. 1. Juli 10 h, Augustinerkirche, Eucharistiefeier, P Niklaus Reinhart. Johannis im Gfenn Ökumenisches Mittsommerfest von 17 bis 22 Uhr in und bei der Lazariterkirche im Gfenn bei Dübendorf zum Thema «Wendezeit» mit den Referenten Romi Staub, Toni Gunzinger, Willi Anderau. Bringen Sie ein Picknick mit; Getränkeverkauf an Ort. Anreise: Bus 760 ab Bhf. Stettbach oder Bhf. Dübendorf. Familiengottesdienst in der Christuskirche Nach dem Gottesdienst bleiben wir zum Grillieren beisammen. Bitte Grillgut selbst mitbringen; Getränke stehen zur Verfügung. Auch der Flohmarkt des Frauenvereins Zürich-Oerlikon ist für Interessierte geöffnet. Kirchgemeindeversammlung Dienstag, 26. Juni im Kirchgemeindehaus «zur Münz». Imbiss von 18.15 bis 19.15 Uhr; um 19.15 Uhr beginnt die Kirchgemeindeversammlung. Die Akten können auf Voranmeldung vom 20. bis 26. Juni beim Sekretariat eingesehen werden. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchgemeinde Zürich, die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und handlungsfähig sind Quiet City: «Fagott it!» Freitag, 29. Juni, um 18.30 Uhr in der Augustinerkirche mit Florenz Jenny (Fagott), Roland Doldt (Trompete/Flügelhorn) und André Briel (Orgel). Werke von Telemann, von Weber, Gershwin und anderen. Eintritt frei, Kollekte.

Gemeindenachrichten Seniorenausflug ins Aeugstertal Am 27. Juni laden wir alle Seniorinnen und Senioren auf eine Zeitreise ins Spielzeugmuseum «Pegasus small world» ein. Treffen um 9 Uhr am Busparkplatz Sihlquai beim Hauptbahnhof. Ausflug nach Appenzell und St. Gallen Wir besammeln uns am Donnerstag, den 28. Juni, um 8.45 Uhr beim Treffpunkt des Zürcher Hauptbahnhofs, oder steigen um 9.37 Uhr in Winterthur ein (vorderster Wagen). Lösen Sie bitte Ihr Billett (Appenzell retour, über St. Gallen) selbst. Frauenverein Zürich-Oerlikon Freitag, 29. Juni, von 10 bis 15 Uhr Floh- und Büchermarkt rund um die Christuskirche. Erlös zugunsten des Jugendhauses «Mörlialp» für Tische und Stühle im Esszimmer. Wir danken und freuen uns auf Ihre Unterstützung. Spenden sind auch willkommen auf PK 80-8808-0, Basarkonto Frauenverein Zürich-Oerlikon. Rosmarie Hertig Aus unserer Mitte Elisabeth Oberle aus Winterthur verstarb am 29. Mai im Alter von 87 Jahren. Wir entbieten den Angehörigen herzliches Beileid. «Haltestille» Bahnhofstrasse Jeden Donnerstag, von 12.15 bis 12.45 Uhr in der Augustinerkirche. «Offenes Ohr» in der Augustinerkirche Jeden Donnerstag, von 17 bis 19 Uhr, ist jemand zum Gespräch für Sie da. Offene Christuskirche Jeden Samstag, von 12 bis 14 Uhr.

Winterthur Gottesdienst So. 1. Juli 11 h, Platz zwischen den Turnhallen Lind, Albanifest-Gottesdienst.
 Albanifest-Gottesdienst Auch dieses Jahr feiern die Winterthurer Kirchen einen Gottesdienst mit «Albanimahl» für Gross und Klein (mit Kinderprogramm) auf der Wiese zwischen den Turnhallen Lind, oder bei Regen im Kirchgemeindehaus, Liebestrasse 3. Für alle, die ein Instrument spielen: gemeinsames Musizieren ab 10 Uhr. Gemeindeausflug Samstag, 23. Juni nach Thun. Frauenchränzli Wir treffen uns am Montag, 2. Juli, um 14 Uhr im Kafistübli der St. Michaelskapelle.

Tessin Vorschau: Sommergottesdienst Am 7. Juli feiern wir im Garten des Ehepaars Hüsejnow in Origlio Gottesdienst. Wir treffen uns um 14.30 Uhr beim Parkplatz der Scuola Steiner in Origlio. Anschliessend geniessen wir den Sommerabend mit Grillieren und Picknick, das Sie selber mitbringen; Getränke stehen zur Verfügung. Bei schlechter Witterung treffen wir uns um 17.30 Uhr wie gewohnt in der anglikanischen Kirche in Lugano. In Zweifelsfällen und für Transportmöglichkeit rufen Sie mich an, Tel. 079 639 86 60. Ihre Priesterin Marlies Dellagiacoma

Région Suisse Romande Horaires des messes Genève, Saint-Germain Di 1er juillet à 10 h: messe Lausanne, Sainte-Marie du Servan Di 24 juin à 17 h: messe Neuchâtel, Saint-Jean-Baptiste Di 24 juin à 10 h: messe des familles et fête de la Saint-Jean

Grand-Lancy, Trinité Di 24 juin à 10 h: messe Saint-Imier, Saint-Paul Di 1er juillet à 9 h 30: messe La Chaux-de-Fonds, Saint-Pierre Di 1er juillet à 9 h 45: messe Pour en savoir plus: www.catholique-chretien.ch

Impressum Christkatholisch 135. Jahrgang; erscheint 14-täglich, ISSN 1664-1027 (Print), ISSN 1664-1035 (Internet) Herausgeberin: Christkatholische Kirche der Schweiz – www.christkath.ch Redaktion: Frau Jean Drummond-Young (jdy), Oberdorfstrasse 16, 8408 Winterthur, Tel. 052 222 38 35; Franz Osswald (of). E-Mail Redaktion: redaktion@christkatholisch.ch Redaktionskommission: Clemens Ackermann; Frank Bangerter; Anna Chudozilov; Alois Schmelzer. Redaktionsschluss: Nummer 14 (7. – 20. Juli), Freitag, 22. Juni, 12 Uhr; Nummer 15-16 (21. Juli – 17. August), Freitag, 6. Juli, 12 Uhr. Druck und Spedition, Adressänderungen und Abonnementsverwaltung: W. Gassmann AG, Längfeldweg 135, 2501 Biel, Telefon 032 344 82 15, uwaelti@gassmann.ch. Abonnementspreis: In- und Ausland sFr. 39.–, Geschenk- und Einzelabonnemente: Michael Böhm, Bäreggstrasse 33, 4900 Langenthal, verwaltung.kirchenblatt@christkatholisch.ch

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Johannes der Täufer

Bibelwort Unser Auftrag

Als ich noch im Schoss meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt. Jes 49,1b

Johannes der Täufer: Detail eines Glasfensters von Louis Comfort Tiffany in Arlington Street Church (Boston/USA).

AZA

2501 Biel Adressberichtigung melden

Foto: John Stephen Dwyer

Erstes Zeugnis einer Verehrung Johannes ist eine ägyptische Handschrift aus der Mitte des 4. Jahrhunderts, wo Johannes in Zusammenhang mit Epiphanias genannt ist. Das Datum seines Gedenktages wurde entsprechend der Angaben des Lukasevangeliums (1,34–36) im Westen vom liturgischen Datum der Geburt Jesu her errechnet: drei Monate nach Mariä Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten. So ergab sich das (antike) Datum der Sommersonnenwende, der 24. Juni als längster Tag des Jahres und altes keltisches Sonnenwendfest – Tag des Sieges der Sonne und des Lichtes über Dunkelheit und Tod; dies war begründet auch in Johannes' Hinweis auf Jesus:

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«Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.» (Joh 3,30) Der Termin ist erstmals in einem afrikanischen Schriftstück Ende des 4. Jahrhunderts, dann durch Augustinus für Afrika bezeugt und mit der Sonnwende in Verbindung gebracht. Das Brauchtum am Johannestag ist weniger aus seiner Person als aus dem Datum geboren: Johannes- oder Sonnwendfeuer werden fast über ganz Europa an diesem Tag abgebrannt; das vor allem auf Bergen stattfindende Feuer ist ein altes Symbol für die Sonne und damit für Christus. Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen und Hagelschäden abwehren. «Ökumenisches Heiligenlexikon»

Die Legende erzählt, dass Franz von Assisi eines Tages nach einer langen Zeit der inneren Unruhe im zerfallenen Kirchlein von San Damiano betete und dabei den Gekreuzigten sagen hörte: «Franziskus, siehst du nicht, dass mein Haus in Verfall gerät? Geh also hin und stelle es mir wieder her!» Franziskus verstand diesen Auftrag zunächst wörtlich und fügte Stein auf Stein. Erst später realisierte er, dass er mit lebendigen Steinen das Haus der Kirche aufbauen und erneuern musste. Jeder Mensch hat eine ganz einmalige Aufgabe für sein Leben bekommen, die nur er erfüllen kann. Der Theologe Karl Rahner sagte einmal: «Jeder Mensch ist ein einmaliger Ruf Gottes in der Welt.» Jesus wird auch heute dort lebendig, wo sich Menschen von Gott ansprechen und in Dienst nehmen lassen, wo die Frage in ihnen lebendig wird: Was willst du, dass ich tun und aus meinem Leben machen soll? Jeder und jede von uns hat Aufgaben zu erfüllen und Verantwortung zu übernehmen. Jesus Christus erledigt diese nicht für uns. Vielmehr rüstet er uns mit der Kraft des Heiligen Geistes aus, dass wir uns an die Arbeit machen können. Dass wir das Gespräch führen, das schon lange nötig ist. Dass wir die Hand zur Versöhnung reichen. Der Lebensauftrag für Franziskus lautete: «Stelle mein Haus wieder her!» Es gibt verschiedene Häuser, an denen auch wir bauen müssen, die ständiger Erneuerung bedürfen: das Haus unserer Ehe und Familie, vielleicht auch das Haus der Kirche. Mit jedem Ruf Gottes ist ein Auftrag für die Gemeinschaft verbunden, in der wir leben. Priesterin Marlies Dellagiacoma


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