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In den letzten Wochen entflammte im Internet die Debatte über den plötzlichen Kindstod (SIDS) neu. Anlass ist eine vom Londoner Statistiker Robert Carpenter viel beachtete Studie: Er errechnet, dass Babys, die im Bett ihrer Eltern schlafen, ein erhöhtes Risiko hätten, an SIDS zu sterben, auch wenn die Mutter ihr Kind stille und nicht rauche. Der deutsche Kinderarzt und Buchautor Dr. Herbert Renz-Polster und Dr. Freia De Bock haben eine Stellungnahme zu Carpenters Studie veröffentlicht, auf die sich dieser Artikel bezieht. Zum Einstieg ein Zitat aus der Spiegel online-Ausgabe vom 21.5.2013, das uns zeigt, wie Aussagen der Medien Ängste bei den Eltern schüren: “Die meisten Mütter kennen die Situation: Das Baby wacht nachts auf und will trinken. Die Mutter nimmt es zu sich, stillt, beide schlafen ein. Das passiert, weil die Übermüdung groß ist, weil die körperliche Nähe das Kind beruhigt, weil es einfach schön ist. Und es passiert, obwohl mittlerweile viele Eltern wissen, dass ihr Kind ein größeres Risiko für den plötzlichen Kindstod hat, wenn es mit ihnen in einem Bett schläft.“ Aber nun zum Hintergrund: Wie wurde die Studie gemacht? Carpenter wertet Daten aus fünf Fall-KontrollStudien unterschiedlicher Länder aus, die alle 15 – 26 Jahre alt sind. Es ist keine Meta-Analyse oder systematische Zusammenfassung. Die Epidemiologie zum plötzlichen Kindstod hat sich in der Zwischenzeit deutlich geändert, sind im Jahr 1991 in Deutschland 1285 Fälle von SIDS aufgetreten, so waren es im Jahr 2011 147 Fälle, also um 89% weniger. Carpenter rechnet mit 0,43 SIDSFällen pro 1000 Lebendgeborenen, von denen 22% im Elternbett verstorben sein sollen. Die SIDS-Rate in Deutschland ist jedoch ca. um die Hälfte niedriger und laut Vennemann 2009 treten nicht 22% sondern 14,4% der Fälle von Plötzlichem Kindstod im Elternbett auf. Somit liegt die Zahl der im Elternbett an SIDS verstorbenen Kinder um zwei Drittel niedriger als von Carpenter angenommen, nämlich bei derzeit etwa 21 statt 64 Fällen pro Jahr in Deutschland. Es ist anzunehmen, dass die Prozentzahlen der in Österreich betroffenen

Juni 13

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VSLÖ - Verband der Still- und LaktationsberaterInnen Österreichs IBCLC

SIDS in aller Munde

Co-Sleeping bringt, wie viele Studien zeigen, keine höhere SIDS-Wahrscheinlichkeit. Im Gegenteil: Betont werden die positiven Effekte. Foto: pixaby Kinder recht ähnlich sind. Bei diesen 21 deutschen Fällen muss angenommen werden, dass ein bekannter Risikofaktor vorgelegen hat (elterliches Rauchen, starker Alkohol-Genuss, Bauchlage, Formula-Ernährung). Carpenter bewertete auch solche Kinder als gestillt, die nachts mit der Flasche ernährt wurden. Bei “bedsharing” wurde nicht unterschieden, ob das Kind immer oder nur in der letzten Nacht im elterlichen Bett geschlafen hat, möglicherweise war das Kind unruhig, eine Erkältung hat sich angebahnt, die Mutter wollte in der Nacht nach der Silvesterparty nicht aufstehen..., laut Vennemann 2012 liegen hier besondere Risiken vor. Außerdem wurde nicht unterschieden zwischen dem Schlafen im elterlichen Bett oder dem Bett einer anderen Betreuungsperson, was laut Blabey 2009 das Risiko deutlich erhöhen würde. Aktuelle Empfehlungen In Deutschland werden pro Jahr etwa 675 000 Babys geboren, davon sterben tragischerweise durchschnittlich 21 im Bett der Eltern an SIDS, von diesen Fällen wird nur eine Minderheit gestillt. Rauchen, Alkohol, Drogen und andere Risiken spielen in den allermeisten Fällen eine Rolle, wieder dürften die Prozentzahlen für Österreich ähnlich sein. Wenn von “mehrfach” höherem Risiko gesprochen wird, denkt man an viele tote Babys, in Wirklichkeit handelt es sich um ein sehr seltenes Ereignis. Die meisten SIDS-Fälle treten in den ersten 6 Lebensmonaten auf und Stillen hat sich als wichtiger Schutzfak-

tor herausgestellt [Hauck 2011]. Laut Blabey 2009 ließen sich heute fast alle Fälle von SIDS durch Ausschluss der Risikofaktoren vermeiden. Es gibt vielleicht tatsächlich Fälle, wo Eltern alles richtig machen, deren Kinder trotzdem betroffen sind, ob dies mit dem Schlafort zu tun hat, kann die Wissenschaft aber nicht beantworten. Ob die Schlussfolgerungen Carpenters zur positiven Entwicklung beitragen, lässt sich bezweifeln, denn wenn die Kinder nachts aus dem Elternbett verbannt werden, ist die Gefahr größer, dass auf der Couch oder einem Polstersessel gestillt wird, mit dem Risiko, dass die Mutter dort einschläft, was das SIDS-Risiko erhöht und außerdem wird vielleicht aus praktischen Gründen früher abgestillt und das Stillen als Schutzfaktor fällt weg. Für viele Eltern ist es üblich das Kind zu sich ins Bett zu nehmen, sie erleichtern sich damit den Alltag und die Beziehung zum Baby wird unterstützt. Wir sollten sehr achtsam mit unseren Worten und Einschätzungen sein, um viele gut eingespielte Eltern-Baby-Nächte nicht aus dem Häuschen zu bringen! Der Studie ist hier zu finden: http://bmjopen.bmj.com/content/3/5/ e002299.full.pdf+html, Kritik von Dr. Herbert RenzPolster: http://www.stillkinder.de/ pdf/e_letter_BMJ_open_Begleitbrief_dt_090613.pdf Spiegel online-Ausgabe: http:// w w w. s p i e g e l . d e / g e s u n d h e i t / schwangerschaft/ploetzlicher-kindstod-schlafen-im-bett-der-elternerhoeht-das-risiko-a-900984.html Gudrun Füreder


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Eine IBCLC stellt sich vor: Gudrun Böhm „Ärzteseminar Stillen“ – eine Vorankündigung für eine Fortbildungsveranstaltung hängt an der Tür zu meinem TurnusarztDienstzimmer. Klingt eigentlich ganz interessant: Ich bin in der 14. Woche schwanger, und mein Stillwissen beschränkt sich auf …. Ja, auf was eigentlich? Bei einer Turnusärzte-Fortbildung zum Thema Stillen habe ich zu Beginn fast alle Fragen falsch beantwortet. Woher soll ich auch wissen, dass wunde Brustwarzen nicht von zu langem und häufigem Stillen, sondern am häufigsten von einer falschen Stillposition kommen? Also fahre ich kurze Zeit später mit einer Kollegin – ebenfalls schwanger – zum Ärzteseminar nach Linz. Dort sprechen Frauen wie Anne-Marie Kern und Dr. Barbara Bednar begeistert übers Stillen und machen Werbung für die Ausbildung zur IBCLC (noch nie gehört!). Dort lernt man ALLES inklusive Kommunikation, und das kann ich als Ärztin ja wohl bestens brauchen! Ich bin begeistert: Meine Frage, wie das mit den Marillenknödeln (meine Lieblingsspeise, auf die ich nur ungern verzichten möchte!) und den Blähungen beim Kind sei, wurde beantwortet, und ich gehe mit dem Gedanken aus dem Seminar, in diese Richtung weitermachen zu wollen. Still-Wissen passt perfekt zu meinem Vorhaben, Gynäkologin zu werden! Meine Tochter kommt per ungeplanter Sectio zur Welt, bekommt Glucose, schreit in den ersten Tagen vor allem abends sehr viel , wird zugefüttert („ein großes Baby braucht ja einfach mehr?!“) und wird von Mami zu Hause vor und nach fast jeder Mahlzeit gewogen. Und weil alles andere einfach keine Option ist, stillen wir in den ersten Wochen beinahe durchgehend. Schlussendlich funktioniert es ganz problemlos! Im ersten Stillseminar in Salzburg sitze ich als junge, stillende Mutter und wundere mich, wie meine Tochter diese ersten Tage überhaupt überleben konnte – was da alles schief gelaufen ist! Mein Sohn kommt drei Jahre später zur Welt, da bin ich bereits IBCLC und habe schon 13 Monate Stillerfahrung.

Alles perfekt: rasche, schöne Geburt, Bonding im Kreiszimmer, perfektes Stillerlebnis für 18 Monate. Und nicht ein einziger Milliliter Säuglingsnahrung – kodexkonform eben, wie es sich für eine IBCLC gehört…! Am Ball des Stillwissens bleiben Seit 2010 betätige ich mich im VSLÖ-Vorstand. Dass mich Barbara Bednar - eine der Ausschlaggebenden für meine Entscheidung, IBCLC zu werden - fragte, ob ich als Nachfolgerin ihre Position im Vorstand einnehmen wolle, war für mich eine Ehre. Und das ist es immer noch: Es macht Spaß, mit anderen Frauen, die etwas bewegen möchten, Veranstaltungen zu organisieren. Und es ist eine tolle Chance, sich zu vernetzen und am Ball des Stillwissens zu bleiben! Mittlerweile arbeite ich an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz. Und es freut mich, dass ich auch aufgrund meiner Zusatzqualifikation IBCLC eingestellt wurde. Ich versuche, mein Stillwissen einzubringen und so zu einem guten Gelingen bei der Zertifizierung zum „Babyfriendly Hospital“ beizutragen.

Schön wäre es, wenn es mir gelänge, die Begeisterung für upto-date Stillberatung weiterzugeben. Evidence-based und am neuesten Erkenntnisstand sollten wir im medizinischen Bereich ja sowieso ständig arbeiten, aber nur selten wird man so unmittelbar und echt für seine Arbeit belohnt: eine glückliche Mutter und ein zufriedenes Baby! Was gibt es Schöneres? In meinem Haus in Gramastetten (10 km nördlich von Linz) führe ich eine kleine Ordination für Allgemeinmedizin, in der ich vor allem Stillberatung, Akupunktur und Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen anbiete. Es freut mich besonders, wenn IBCLC-Kolleginnen Mütter zu mir schicken, wenn es um Medikamentenverordnungen oder medizinische Probleme geht. Sehr wichtig ist für mich der interdisziplinäre Austausch, bei dem jeder vom anderen profitieren kann. Nur so können wir stillende Mütter professionell und kompetent begleiten! Link zur WebSite von Gudrun.

Weltstillwoche `13 Das Thema ist diesmal „Stillen unterstützen - Mütter in den Mittelpunkt“. Laut Schritt 10 von „Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen“ von WHO und UNICEF sollen Spitäler, Entbindungsstationen, Neugeborenenabteilungen, Arzt- und Hebammenpraxen Stillgrupen gründen und fördern, ebenso wie Aktivitäten der Vereinen und Gruppen unterstützen, die sich für das Stillen einsetzen. Mütter sollen ermuntert werden, sich an diese Gruppen zu wenden. Die gegenseitige Unterstützung in diesen Gruppen ist ein wichtiges Element in der Stillförderung. IBCLCs können für diese Gruppe aktuelle Informationen evidenced based biete bzw. Unsicherheiten durch einfühlsame Beratung abfedern. Auch für diese wichtige Unterstützungstätigkeit sollten öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Welche Aktionen wird es in Eurer Region geben? Sagt dem VSLÖ Bescheid: info@stillen.at


Bildungsangebote dialogorientiert vorbereiten und umsetzen

Lernen wird nach wie vor oft als Reiz-Reaktion-Muster wahrgenommen: Eine Person hat Wissen, das an andere vermittelt wird. Dieses löst dann bei diesen nicht nur Erkenntnis und im besten Fall - vorher erwartetes - Handeln aus. Zum Glück orientieren sich inzwischen immer mehr Bildungsinstitutionen und Lehrende am konstruktivistischen oder konnektivistischen Ansatz: Lernen ist ein schon von der Konzeption an gemeinsam ausgerichteter und gestalteter Prozess, bei dem „Partizipation“ nicht nur ein wohl klingendes Wort in konzeptiven Ansätzen ist. Ernst genommen, mehr noch gefördert wird, dass Teilnehmende auch ihr Wissen, ihre Sichtweisen einbringen sowie dass Ergebnisse auch gemeinsam entwickelt werden. „Realität“ wird dabei als Konstrukt angesehen, das auch immer wieder kritisch durchleuchtet und hinterfragt wird - gerade beim Stillen geht es ja um viele Mythen und Klischeevorstellungen bzw. um Werbebilder von „gesunden Babys“. Co-Creation bei der Planung Der Begriff kommt eigentlich aus dem Bereich der Entwicklung von Produkten oder Ideen, wobei nicht nur MitarbeiterInnen sondern auch KundInnen aktiv in das Finden und (Weiter) Entwickeln von Ideen einbezogen werden: Welche Themen beschäftigen aktuell die MitarbeiterInnen im Haus? Welche Situationen scheinen sich scheinbar unabänderlich dauernd zu wiederholen, obwohl alle deutlich erkennen, dass sie nicht optimal sind oder mehr noch zu großen Belastungen und Beinahe-Fehlern führen? Welche Studien werden derzeit medial diskutiert oder wie steht es insgesamt um das „Bild“ der Stillenden in der Gesellschaft? Es gilt solche und andere Fragen zu stel-

len, gemeinsam z. B. in „Ideenworkshops“ zu ventilieren, darauf zu achten, welche Schwerpunkte so entstehen. Dabei können und sollen auch Ideen für Methodik, Vortragende, Orte, Art der Ausschreibung gemeinsam besprochen werden. Es geht also darum, nicht nur allein oder in kleinen Teams zu beschließen, was für andere gut und (w)richtig sein könnte. Grundprinzip Dialog Natürlich sind Fachwissen und gut aufbereitete Materialien bzw. bis ins Detail ausgetüftelte Curricula und Abläufe wichtig. Gleichzeitig sollte auch Platz eingeräumt werden, um eben auf ganz Aktuelles, auf Stimmungen, Unverständnis, Widerstand, Fragen, Kritik reagieren zu können. Und für „Orte“, um Wissensinhalte gemeinsam zu suchen, zu bewerten, neu zu strukturieren, mit eigenen Erfahrungen zu verknüpfen. Also auch Platz, um Visionen und Konzepte zu entwickeln, den so wichtigen Transfer in den Alltag sicher zu stellen. Vorträge, ununterbrochene PowerPoint-Präsentationen, fix und fertige Plakate und Vorgaben - all dies und mehr können und sollen Elemente sein, gleichzeitig gilt es eben auch auf Methoden zurückzugreifen, die Dialog, gemeinsames Lernen ermöglichen. Zum Beispiel jede Form von Einzel-, Tandem-, Triaden-, Kleingruppenarbeit; Diskussionen, Rollenspiele oder natürlich auch Methoden aus der Angewandten Improvisation (u. a. Impro-

theater, Werkzeuge von Augusto Boal, storytelling, ressourcen- und lösungsorientierte Werkzeuge...). Das bedeutet weiters, dass Feedback aktiv gefördert wird, nicht erst mit dem Rückmeldebogen am Ende erfolgt. Und natürlich, dass diese Impulse ernst genommen werden, zur Weiterentwicklung von Bildungsangeboten führen. Lernen durch Lehren Ein ganz wichtiger Aspekt von lebensnahem Lehren und Lernen ist, dass Teilnehmende dabei unterstützt werden Geschichten, Hintergründe, Abläufe, Aktuelles in den eigenen Arbeits- und Lebensbereichen nicht nur aktiv wahrzunehmen, sondern Elemente von diesen Welten für die anderen aufzubereiten. Das bedeutet, dass Theorie möglichst schnell auch mit realen Erlebnisse kombiniert wird, mit der Suche nach Informationen und Wissenden - die es in allen Feldern gibt - einhergeht. Impulse kommen also nicht nur von Lehrenden sondern auch aus diesen Erfahrungen. Wichtige verschiedene Werkzeuge können dabei sein Texte, Audioaufnahmen, Fotos, Videos, Interviews, Projektvorstellungen... Christian F. Freisleben-Teutscher

Veranstaltungstipp

Kraftvoll, lebendig, ungewöhnlich: Improtools für Seminare, Lehrveranstaltungen, Projekte, Sa 28. 9., 9.30 - 17, Linz http://www.improweise.at/ bildung_iw_seminar_kraftvoll.html

Interaktive Methoden fördern Dialogorientierung.

Foto: cfreisleben

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In der Stillförderung spielen gute und professionelle Bildungsangebote sowohl für KollegInnen im „eigenen“ Spital oder in der Region sowie direkt für Mütter und Väter eine wichtige Rolle. Hier finden sich einige Tipps, wie solche Angebote auch aus didaktischer und gruppendynamischer Sicht gelingen können.


Termine 15. & 16. 11.: Stillkongress Wien 28. 2. 14: Fachtagung Wien: Schlafen – Das unruhige Stillkind 31.3. – 3. 4. 2014: CERPS und Schifahren im Kaunertal Angebote des Europäischen Institutes für Stillen und Laktation: Basisseminare: Wien: 11. /12. 10., 18. /19. 10., 8. /9. 11. Innsbruck: 2. / 3. 10., 19. /20. 11., 10. /11. 12. Deutschlandsberg: 15. - 17. 1., 19. 21. 3. 2014 Grundlagenseminar: Salzburg: 21. – 24. 10. 2014 Ärzteseminar Wien AKH 13.5. Krankenhausschulungen: Nach Bedarf: Ein- / Mehrtägig, BFHI Schulung, Ärzteschulung... Anmeldung und Information: Anne Marie Kern, Tel: 02236-72336 annemarie.kern@stillen-institut.com 25. und 26. April 2014 ELACTA Stillkongress „Growing Together“ Kopenhagen (24. 4.: Vorkongress)

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www.stillen.at Einstieg für den internen Bereich: Log-In stillen, Password lachs. Die Rückmeldungen auf die elektronische Version der IBCLCintern waren fast ausschließlich positiv. Besonders geschätzt sind die interaktiven Links im pdf, die einfach angeklickt werden können. Wir sind sehr an der Weiterentwicklung dieses Mediums interessiert und bitten um Rückmeldungen. Noch ein Hinweis: Auch die IBCLC-intern verdanken ihre Existenz dem unermüdlichen enhrenamtlichen Einsatz einiger engagierter ehrenamtlicher IBCLCs. Diese sind sehr dankbar für Menschen, die bei Infosuche, Recherche, Finden und Ansprechen von AutorInnen oder auch beim Schreiben unterstützen! Wer hier oder zum StillMail oder den VSLÖnews beitragen kann: Bitte melden info@stillen.at! Auch auf der WebSite werden sich ab sofort mehr Informationen zum Thema „VSLÖ unterstützen“ sowie freiwilliges Engagement für den VSLÖ und damit die Sache der Stillförderung finden. Bitte auch weiterleiten - Danke!

VSLÖ Stillkongress: Wien, 15. & 16. 11. Der diesjährige Stillkongress spannt in seinen Vorträgen einen breiten Bogen an Themen. Astrid Holubowsky und Eva Böhm werden sich dem A – Z in der Betreuung von zu früh geborenen Familien zuwenden. Gute Beratung zum Abpumpen und Aufrechterhaltung der Muttermilchmenge nehmen einen ebenso bedeutsamen Teil ein wie Zusammenführung der Familie und Bindungsaufbau in schwierigen Situationen. Dass Stillen den Beziehungsaufbau und die Mitregulation erleichtern kann, darüber wird Frau Dr. Haug-Schnabl aus der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie in Kandern (D) referieren. Welche Auswirkungen haben die Gabe von Opioiden in Form einer PDA auf das Stillen und die Stilldauer? Welche Unterstützung brauchen Mutter und Kind in den ersten Tagen nach der Geburt? Diese Fragen wird Brigitte Benkert, Dipl. Pflegefachfrau BscN und IBCLC anhand des Ergebnisse einer Literaturrecherche beantworten. Verschiedene medizinische Probleme, die das Stillen erschweren, werden ebenso thematisiert wie die Frage, ob Stillen über

das erste Lebensjahr hinaus überhaupt sinnvoll ist. Welche wunderbaren Chancen uns die Natur mit dem Stillen bietet, das wird Frau Dr. Cramer, IBCLC aus Iserlohen (D) zusammenfassen. Und mit dem aktuellen Bericht von BFHI (Baby-Friendly-Hospital Initiative) Österreich wird noch einmal die Bedeutung von guter Begleitung der jungen Familien in den ersten Lebenstagen veranschaulicht. Für alle Vorträge ist die wissenschaftliche Grundlage Basis und neueste Erkenntnisse werden eingebaut! Der Kongress richtet sich an Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, Stillberaterinnen, Lehrende für Gesundheits- und Krankenpflege, Mutter-Elternberaterinnen, Ernährungsberaterinnen, Logopädinnen und andere Gesundheitsberufe, die mit Babys und Müttern/Eltern arbeiten. Nähere Informationen finden Sie auf unserer WebSite www.stillen.at Auf Ihr Kommen freut sich das (ehrenamtliche) Organisationsteam des VSLÖ! Eva Bogensperger

VSLÖ-Mitglieder werben Mitglieder Ein ganz wesentliches strukturelles und finanzielles Standbein des VSLÖ sind Mitglieder. Erfreulicherweise finden sich unter den aktuell über 300 auch Personen, die keine IBCLCs sind, sondern solche, die Stillförderung und die Arbeit des VSLÖ dazu aus verschiedensten Motiven heraus fördern wollen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 80 Euro im Jahr, wobei hier nicht nur die Zusendung der VSLÖnews und IBCLCintern inkludiert ist, sondern auch ein Abonnement der kürzlich völlig neu gestalteten „Laktation & Stillen“. Der VSLÖ erhält momentan keine öffentlichen Förderungen (wer dazu Ideen & Anregungen hat: sehr gerne an info@ stillen.at). Auf der Einnahmenseite stehen Teilnahmegebühren und Aussteller- bzw. Sponsorenbeiträge wie dem o.a. Kongress und für Inserate (hier sind wir ebenso sehr dankbar für Anregungen, wer hier noch gefragt werden kann!).

Die Mitgliedschaft geht über den finanziellen Aspekt hinaus: Es geht auch um einen Rückhalt für die Idee der Stillförderung, für jene, die oft viele Stunden ehrenamtlich investieren, damit Medien wie diese, Veranstaltungen, öffentliche Aktionen und Stellungnahmen überhaupt möglich werden (ach ja: freiwillige Mitarbeit ist natürlich auch sehr gerne willkommen). Jetzt mehr Mitglieder Bitte geht in Eurem Umfeld auf die Suche nach Menschen, denen die Stillförderung ein Anliegen ist - diese können wie gesagt aus allen beruflichen Bereichen kommen. Wer es so bis Dezember schafft, 3 neue Mitglieder zu gewinnen wird mit einem Gutschein belohnt, der bei einer beliebigen Weiterbildung einlösbar ist... und natürlich dem Erlebnis, dass sich Beharrlichkeit und engagiertes, selbstbewusstes Auftreten auszahlt. Gerne willkommen sind auch Berichte über Eure Erlebnisse an info@stillen.at! Danke für das Engagement im vornhinein!

ibclc intern Sommer 2013  
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