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06 1. Treffpunkt - Einführung

Vorwort Prof. Dr. Rathgeb Mediendesign studieren Vorteile eines BA-Studiums

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2. Wegbereiter - Dozenten

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Prof. Dr. Markus Ratgeb Prof. Herbert Moser Übersicht Dozenten Lunch Time Talk KurtWeidemann

00 16-18 00 20-22 24

3. Aussichtspunkt - Studium

Ausstattung der BA Bewerbung und Zulassung Austauschprogramme Prüfungen und Abschluss

26 00 00 00 28

4. Studienfahrt - Praxis/Theorie

Aufbau Studium Duales Studium

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5. Wandersleute - Studenten

30-32 00

Studentenleben Interviews

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40-42 6. Route - Projekte

Grafik Multimedia Bewegtbild Installation

7. Bergfest - Jubil채um

Jahres체bersicht Gratulanten Zukunft

44-46 48-50 52-54 56-58 00 00 00 00 00

8. Bergh체tten - Unternehmen Partnerfirma werden Ausbildungsunternehmen 9. Wanderanalyse Wirtschaftsbereich

Aussichten Statistiken

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10. Ziel - Studenten Special

Wo finde ich was? Kneipentour RV Messen/Ausstellungen

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Der Studiengang „Mediendesign“ ist die erste und bisher einzige künstlerischgestalterische Studienrichtung an einer Dualen Hochschule. Sie schließt mit dem international anerkannten Bachelor of Arts in Media Design ab. Absolventinnen und Absolventen arbeiten in der Kreation von Werbe- oder Medienagenturen, in Verlagen, in Unternehmen mit eigener Grafikabteilung oder als selbständige Designer. Die Vermittlung gestalterisch-kreativer Kompetenz steht im Zentrum des Studienplans. Die Studierenden durchlaufen dabei einen ganzheitlichen Prozess aus Konzeption, Entwurf, Realisierung und Beurteilung von Medienprodukten – sowohl in Individual-projekten als auch in arbeitsteiliger Teamarbeit. Dadurch wird neben der Fach- und Methoden- auch die Sozialkompetenz verstärkt gefördert.

Das praxisnahe Studium an der DualenHochschule bereitet optimal auf die Herausforderungen der sich ständig verändernden Medienwelt vor. Durch den dreijährigen inspirierenden Wechsel zwischen akademischem Studium und praktischer Kreativausbildung wird die – besonders in der Medienbranche wertvolle – Handlungskompetenz entwickelt. Partneruniversitäten im Ausland bieten die Möglichkeit, den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern.

Prof. Dr. Ratgeb / Studiengangsleister

Verschiedene Austauschprogramme unterstützen die Studierenden dabei. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs erwarten nach ihrem Studium hervorragende Berufsaussichten: Rund 80 % haben nach bisherigen Erfahrungen zum Zeitpunkt der Abschlussprüfungen bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben! Die Mehrzahl wird von ihren Agenturen und Ausbildungsbetrieben direkt nach dem Studium übernommen.

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Die Erstellung von Informations- und Kommunikationsmedien für ein zunehmend anspruchsvolles und reizüberflutetes Publikum erfordert neuartige Ausbildungsformen. Insbesondere im Zusammenspiel von Medien- konzeption, Gestaltung und Programmierung stößt die Ausbildung zum klassischen Kommunikationsdesigner, dessen Aufgabe war, Informationen visuell zu gestalten,an ihre Grenzen. Berufsbild Mediendesigner Der multimediale Gestalter, der Mediendesigner, muss durch eine vielseitige Ausbildung in die Lageversetzt werden, unter Verwendung neuester Werkzeuge der Hard- und Softwareentwicklung einen zukunftsweisenden Typus von Kulturprodukten zu konzipieren und zu produzieren. Dabei muss er die Fertigkeiten erwerben, Text und Bild, vor

allem aber auch Bewegtbild, Video, Animation und Sound zu einem adressatenbezogenen, benutzerfreundlichen und innovativen Gestaltungssystem zu verbinden. Erfolgsmodell Duales Studium Mit dem Konzept eines breit gefächerten Gestaltungsstudiums im partnerschaftlichen System der Dualen Hochschule, starteten


Treffpunkt / Einführung / Mediendesign studieren

wir im Jahr 2001 den Studiengang Mediendesign. Der dreijährige inspirierende Wechsel von praktischer Kreativausbildung im Unternehmen und akademischem Studium, bringt für die Absolventen Berufserfahrung und anerkannten Hochschulabschluss gleichermaßen mit sich. Für den kreativen Führungsnachwuchs, für den Handlungskompetenz mindestens genauso wichtig ist wie künstlerisches Talent, ein entscheidender Vorteil: Er lernt schon im Studium kundenorientiert zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und damit die eigenen Füh-

rungs-qualitäten zu stärken. Indiz dafür, dass ein solcher Weg Erfolg versprechend sein kann, ist die Tatsache, dass über 80% unserer Studienabgänger bereits vor der letzten Prüfung einen Arbeitsvertrag erhalten haben. Weiterhin bescheinigten uns Gut-achter der Open University London im Rahmen der jährlich stattfindenden Evaluation ausgezeichnete Studienqualität. Die Qualität unserer Partner ist unser Kapital. Wir beraten Sie gerne persönlich, helfen bei der Entscheidungsfindung und freuen uns über lebendige, kreative Zusammenarbeit.

Bild von links: Prof. Mathias Hassenstein, Prof. Dr. Markus Rathgeb, Prof. Herbert Moser

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Gleich studieren oder erst eine Ausbildung machen? Diese Frage stellt sich bei uns nicht. An der Dualen Hochschule heißt es praxisorientiert studieren! Sie erwerben in den Unternehmen und im Studium an der Hochschule sowohl die notwendigen fachlichen Fertigkeiten, als auch ein hohes Maß an Handlungs- und Sozialkompetenz. Kreative Freiheit und Lösungsorientierung stehen bei uns in fruchtbarem Zusammenhang. Das berufsnahe Studium bereitet sie optimal auf die Herausforderungen der sich ständig verändernden Medienwelt vor. Sechs gute Gründe für ein Mediendesignstudiuman der DHBW Ravensburg 1. Kurze Studiendauer, effektives und zielgerichtetes Studium In nur 3 Jahren können Studierende bei uns einen akkreditierten, international anerkannten Bachelor-Abschluss mit 210 Credit Points erwerben. In dieser Zeit sammeln sie Erfahrungen, die ihnen einen sofortigen Berufseinstieg leicht machen. 2. Hervorragende Berufsaussichten Rund 80 % der Absolventen haben nach bisherigen Erfahrungen zum Zeitpunkt der Abschlussprüfungen bereits einen Arbeitsvertrag und bleiben meist in dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Nach einer

Studie der IBM haben Absolventen eines dualen Studiengangs im Alter zwischen Dreißig und Vierundvierzig, nicht nur mehr Sprossen auf der Karriereleiter erklommen als ihre gleichaltrigen Kommilitonen mit Fachhochschul- und Universitätsabschluss, sondern beziehen auch ein entsprechend höheres Einkommen. 3. Persönliches Studium in kleinen Gruppen Die Zahl der Studienanfänger pro Kurs ist auf max. 30 Personen begrenzt. Sie lernen ihre Kommilitonen schnell kennen, man hilft sich gegenseitig und arbeitet häufig in Teams zusammen. Studenten sind bei uns keine anonyme Masse, sondern werden als Einzelpersönlichkeiten wahrgenommen.Dazu zählt auch der kurze Weg zum Studiengangsleiter, der ihnen bei eventuellen Problemen weiter hilft.


Treffpunkt / Einführung / Vorteile BA-Studium

4. Ausgezeichnete Dozenten, Know-how auf der Höhe der Zeit

6. Studieren, verdienen und soziale Absicherung

In der Lehre setzen wir stark auf innovative Anregungen aus der gestalterischen Praxis: Neben den hauptamtlichen Professoren lehren zu einem hohen Anteil Spitzenkräfte aus der Berufspraxis. Kreativdirektoren von renommierten Medienunternehmen begleiten die Studenten bei ihrer persönlichen gestalterischen Entwicklung.

Wer ein Studium an der Dualen Hochschule absolviert, ist Studentin bzw. Student. Gleichzeitig stehen sie oder er in einem Ausbildungs- verhältnis zu einem Partnerunternehmen. Dieses zahlt eine sozialversicherungspflichtige Vergütung, die über die Studienzeit hinweg gestaffelt ist. Zum einen ist damit der Anspruch auf alle Vergünstigungen verbunden, die Studenten nun einmal haben – dazu zählt auch das Anrecht auf BaföG. Andererseits lebt man finanziell unabhängiger. Denn während „normale Studenten“ in den Semesterferien jobben, sind „DHBW-ler“ fest angestellt und ganz nebenbei sozial abgesichert.

5. Technische Ausstattung vom Feinsten Die umfangreiche technische Ausstattung des Studiengangs erlaubt den Studierenden, auf höchstem professionellen Niveau zu arbeiten.

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Ich studierte Kunst, Didaktik und Medien und lernte dabei Persönlichkeiten kennen, die meinem Leben eine entscheidende Wendung gaben. Ich würde mir wünschen, selbst einmal ein so guter Lehrer zu werden, wie es meine beiden Mentoren an der Kunstakademie Stuttgart, Sotirios Michou und Jürgen Brodwolf, für mich waren. Künstlerisches Arbeiten betrachte ich als Dialog mit visuellen Mitteln. Ich bin immer auf der Suche nach Räumen und Projekten, die mich zum Zwiegespräch einladen. Sich in einen Gedanken zu verlieren, sich auf ein Thema voll und ganz einzulassen, dessen verborgene Welt frei zu legen, und dabei andere und vor allem sich selbst kennen zu lernen, darin sehe ich meine künstlerische Leidenschaft. Jedes meiner Werke hat seine eigene Geschichte und ist eben Teil meiner Geschichte.


Wegbereiter / Dozenten / Prof. Herbert Moser

Ausstellungsprojekte, Preise und Stipendien Prof. Herbert Moser geboren am 11.01. 1962 in Tübingen Künstler, Mediendesigner und Hochschullehrer Preise und Stipendien Atelierstipendium des Rainer- Hantschke-Freundeskreises in Reutlingen Preis der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Auslandsjahresstipendium des Landes Baden-Württemberg Graduiertenstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

1991 - 92 1992 1994 1991 - 92

Ausstellungsprojekte (Auswahl) Lichtprojekt „Horizonte“, Marienkirche Reutlingen Symposion Geislingen/Steige, Klasse Brodwolf (Katalog) Symposion Singen, Klasse Brodwolf (Katalog) Galerie Geiselhart, Reutlingen Bundesbahnprojekt Stuttgart - Nürnberg - Dresden

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Bibliothekenprojekt in bedeutenden alten Bibliotheksbauten: Herzogin Anna Amalia Bibliothek,Weimar Österreichische Nationalbibliothek Wien, Prunksaal Debüt-Ausstellung, Stl. AK der Bildenden Künste S „Dialogo“, HS für Bibliotheks- und Infowesen S „Glück als Investition“, Bankhaus Bauer, Stuttgart (S) Inszenierte Fotografie, Preisträger, Rotebühlzentrum S Videofilm „Kythera“, Premiere im Heusteigtheater S

1994 - 95 1996 1997 1998 1999

Bibliografie Katalog „Herbert Moser“ anlässlich einer Ausstellung der Städtischen Galerie Albstadt Katalog „Dialogo“, Edition Cantz, Ostfildern Katalog „Glück als Investition“, anlässlich einer Skulpturenausstellung im Bankhaus Bauer

1995 1998


Dichtung oder Wahrheit – Lichtprojekt Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar Der Raumeindruck des Rokokosaales ist gekennzeichnet durch sein schalenförmiger Aufbau sowie durch eine Vielzahl von Portraitbüsten in der Galerie. Strenge Symmetrie und achsialer Aufbau wurden in die Lichtinstallation übernommen: Diaprojektoren werfen einen geschlossenen Lichtzirkel auf den Holzboden des Bibliotheksinnenraumes. Mit dem Eintreten in das Innenoval der Bibliothek überschreitet der Besucher diese

Bodenprojektion, die sich sodann als Lichtsilhouette auf seinem Körper abzeichnet. Zwölf Portraitbüsten zieren die mittlere Galerie der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Sie stellen zumeist berühmte Persönlichkeiten des 17. und 18. Jahrhunderts dar, unter anderem Goethe, der die Bibliothek von 1797 bis 1832 geleitet hat. Auf die Mittelachse der Kopfplastiken wurde jeweils eine Lichtlinie ausgerichtet. Je nach Position des Betrachters nimmt er diese Linie als Gerade wahr, die den Kopf in zwei Hälften teilt, oder als scherenschnittartiges Lichtprofi l. (2004)


Wegbereiter / Dozenten / Prof. Herbert Moser

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Haben oder Sein – Installation im Fürstenzimmer von Schloss Achberg Projekt im Rahmen der Ausstellung „Blendwerk“ - Barocke Positionen in der zeitgenössischen Kunst. Ausstellung vom 1. August bis 17. Oktober 2010. Ausstellungseröff nung: Sonntag, 1. August 2010. Wir leben in einer Gesellschaft, die auf Eigentum, auf Haben aufgebaut ist: Wer nichts hat, ist nichts. Das Wort Profi t hat aufgehört, Gewinn für die Seele zu bedeuten, es bezeichnet stattdessen fi nanziellen Gewinn. Aus diesem Grund wird von vielen Menschen

Haben und Sein als gleichbedeutend betrachtet. Durch die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, nicht zuletzt ausgelöst durch die Finanzkrise, scheint sich hier aber ein Paradigmenwechsel abzuzeichnen. Für Jeden stellt sich irgendwann in seinem Leben die Frage, welchen Stellenwert er Erfolg, Besitz und Sicherheit beimisst, oder anders betrachtet: welchen Träumen, Sehnsüchten und Wünschen er wirklich nachstebt. Die Lichtgrafi k wird durch ein generatives Computerprogramm erzeugt. Dabei kann der Besucher via Internet oder SMS von nah und fern in Dialog mit dem Kunstwerk treten.


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Andere Zeiten. Über rasante Veränderungen und die Freiheit, nicht mit dem Strom zu schwimmen. Ein Gespräch mit dem Grafiker Kurt Weidemann. Artur: Herr Weidemann, hat unsere Zeit Stil oder kann man sie gleich in den Papierkorb werfen? Kurt Weidemann: Wir sind, was den Stil betriff t in einem Loch und schrammen mit dem Arsch an der Sohle. Unsere Zeit ist weitgehend geschichtslos. In einer kulturell hohen Blüte leben wir auch nicht gerade. Einen prägenden Zeitgeist, wie es ihn im Jugendstil gab, haben wir auch nicht. Von den 30.000 Schriften die zum Beispiel aktuell auf dem Markt sind, kann man 29.990 an der tiefsten Stelle des Ozeans versenken, ohne einen kulturellen Flurschaden anzurichten. Artur: Bis wann konnte man denn diesen führenden Zeitgeist noch finden?

Kurt Weidemann: Etwa in den 50er und 60er Jahren – mit Jean-Paul Sartre oder Simone de Beauvoir – ist noch so etwas von Zeit bestimmendem Einfl uss da gewesen. Heute haben wir nichts Vergleichbares. Wir haben nur von allem sehr viel – aber alles ohne Biss und Wirkung. Stil kann man nicht lernen. Der muss aus der Zeit geboren sein. Gegenwärtig kann es nur noch bergauf gehen. In der jungen Generation fi nde ich sehr viele interessante Leute, die nicht so weiter wollen, wie wir ihnen die Welt hinterlassen. Mit ihnen werden wir einen Umbruch im Sinne einer sozialeren Gesellschaftsordnung bekommen. Nicht allein durch eine soziale Marktwirtschaft – die machen wir gerade kaputt. Sondern durch ein anderes Wertgefühl und Gesellschaftsgefühl, als wir es heute haben.


Wegbereiter / Lunch Time Talk / Prof. Kurt Weidemann

Artur: Sie haben mit Ihrem Schriftdesign einen Stil geprägt. Woher kam Ihre Motivation, woher kamen die Ideen für Ihre Arbeit? Kurt Weidemann: Meine Grundmoti-vation ist der Begriff Freiheit. Diesen Begriff verbinde ich mit einem Erlebnis an einer besonderen Stelle hier in der Gegend: auf der Autobahnbrücke zwischen Stuttgart und Vaihingen. Ich war 27 Jahre alt, als ich nach fast zehn Jahren in Russland (Anmerkung der Redaktion: Weidemann war im Krieg und in der Gefangenschaft) auf dieser Brücke stand und eine amerikanische Militärkolonne beobachtete, die darunter im Stau stand. In einem Jeep hatten amerikanische Offi ziere und Soldaten das Radio laut aufgedreht und tanzten klatschend um ihr Fahrzeug. Da ist mir im Vergleich mit meiner preußischen Militärzeit ein Gefühl von Freiheit durch den ganzen Körper gegangen. Seit diesem Tag habe ich alles der Frage unterstellt: Was macht dich freier? Wir leben in einer Gesellschaft, in der Geld freier macht.

Aber mir ist nie nach Reichtum gewesen. Frei bist du, wenn du zum Beispiel in eine Ausstellung gehen kannst, um dir dein eigenes Bild zu machen, statt allein auf die Rezension in einer Zeitung zu vertrauen. Ideen kommen aus dem selber Hinschauen. Artur: Was braucht Design, um zu überdauern? Kurt Weidemann: Einfach zeitlose Qualität. Wie zum Beispiel das römische Alphabet, das wir seit 2000 Jahren benutzen. Mit meiner ersten Schrift habe ich lange gewartet. Dann habe ich mich aber überreden lassen und die Biblica entworfen: eine Schrift, mit der man 200 Buchstaben mehr auf eine Bibelseite bekommt als im Vergleich zur Times Antiqua. Die Biblica ist schon ein halbes Jahrhundert im Geschäft (heute unter dem Namen „ITC Weidemann“; Anmerkung der Redaktion). Unter anderem auch, weil sie ökonomisch ist. Mit ihr habe ich mir meinen Platz bei den Engeln auf Wolke sieben wohl gesichert! (lacht)

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Artur: Sie haben seit 1985 auch das Erscheinungsbild für Daimler Benz entworfen. Wie muss beispielsweise das Design eines Firmenlogos aussehen, damit es international verstanden wird?

Kurt Weidemann: Die Retro-Wellen treten immer dann auf, wenn kein starker Zeitgeist da ist. Dann wird so ein wenig in der Vergangenheit geschnüff elt. Die sich folgenden Rhythmen werden immer kürzer. Gerade war noch Art Deco in und auf einmal sind die 80er Jahre dran. Was ein Oldtimer wird, oder was es morgen noch gibt, das weiß man meistens heute schon.

Kurt Weidemann: Man muss viel beachten. Zum Beispiel, dass Grün im Islam und Weiß in China nicht geht. Das ist dort die Trauerfarbe. Außerdem ist wichtig zu wissen, dass Zeichen leichter bildhaft gemerkt Artur: Denken Sie, dass man in hundert werden. Je einfacher ein Zeichen ist, desto Jahren noch über die Schriften spricht, die leichter ist es zu verstehen. Sie geprägt haben? Artur: Welche Herausforderungen stellt das Webzeitalter an Design? Kurt Weidemann: Die Einfachheit muss noch stärker dominieren. Wer mit Neuem auf den Markt will, muss sich was einfallen lassen. Die Ausbildung von Designern und Grafi kern erfordert heute mehr Intelligenz. Wahrnehmungspsychologie, Gestaltpsychologie und Soziologie müssen Designer studieren. Ich schicke meine Studenten zum Praktikum gern in eine Kneipe: zum Arbeiten hinter und vor dem Tresen. Das ist angewandte Psychologie.

Kurt Weidemann: Bei meinen Schriften hoff e ich das. Sie sind zeitlos. Ich habe nichts gemacht, was „nach mir“ aussieht, sondern etwas, was nach gut lesbarer Schrift aussieht. Ich habe keine persönlichen Eitelkeiten. Typografi e ist anonym. Ich beherrsche die Kunst, von mir selber absehen zu können. Das Interview mit Kurt Weidemann führte Peter Artur.


Wegbereiter / Lunch Time Talk / Prof. Kurt Weidemann

Schriftsystem Corporate ASE Die Corporate S wirkt modern, off en und sympathisch. Sie ist Teil des Schriftsystems Corporate ASE von Prof. Kurt Weidemann. Es ist mit seinen 3 Schriftfamilien Antiqua (Corporate A), Sans (Corporate S) und Egyptienne (Corporate E) prädestiniert für die Verwendung in einem international agieren-

den Unternehmen. Die Corporate A wird hauptsächlich von der Marke MercedesBenz benutzt, Daimler Truck Financial und Daimler Fleet Management im Geschäftsfeld Daimler Financial Services setzen unter anderem die Corporate E ein.

Logoentwicklungen: Weidemanns Logo für die Deutsche Bahn AG mit dem später vom Unternehmen hinzugesetzten Slogan (o.l.), überarbeiteter Porsche-Schriftzug unter dem Firmenwappen (l. mitte), Markenzeichen für die co op AG, (u.l.), Mercedes-Stern mit dem in Weidemanns Schrift Corporate A. gesetzten Markennamen (rechts)

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Aussichtspunkt / Studium / Ausstattung der BA

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Ausstattung / Software

Software

Die technische Ausstattung des Studiengangs sucht ihresgleichen. Mehrere Computerlabors, darunter zwei große Grafiklabors, gewährleisten, dass jeder Studierende während den Lehrveranstaltungen einen eigenen Computer- Arbeitsplatz vorfindet. Darüber hinaus stehen Gestaltungsräume, Hörfunk-, Film- und Fernsehstudios zur Verfügung, die ein professionelles Arbeiten auf höchstem Niveau ermöglichen.

Innerhalb der Theoriephasen wird schwerpunktmäßig mit folgender Software gearbeitet: Programme der Firma Adobe: Flash, Photoshop, Dreamweaver, Illustrator, Premiere, After Effects, Acrobat, InDesign, Director Sonstige: Microsoft Office, Avid, Pro Tools, Apple Final Cut, DVD Studio Pro, Cinema 4D, FontLab


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Im 1. Studienjahr werden die Grundlagen angewandten Gestaltens und visueller Kommunikation vermittelt und in der Praxis erprobt. Das 2. Studienjahr stellt konzeptionelle, systematische und strategische Aspekte des Gestaltens in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Im Hauptstudium, 3. Studienjahr, werden die Lehrinhalte der ersten beiden Studienjahre vertieft. Durch selbständiges, professionelles Arbeiten in Wahlfächern können die Studierenden entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten Kernkompetenzen in ausgewählten Designgebieten erwerben. Sechs gute Gründe für ein Mediendesignstudiuman der DHBW Ravensburg 1. Kurze Studiendauer, effektives und zielgerichtetes Studium In nur 3 Jahren können Studierende bei uns einen akkreditierten, international anerkannten Bachelor-Abschluss mit 210 Credit Points erwerben. In dieser Zeit sammeln sie Erfahrungen, die ihnen einen sofortigen Berufseinstieg leicht machen. 2. Hervorragende Berufsaussichten Rund 80 % der Absolventen haben nach bisherigen Erfahrungen zum Zeitpunkt der Abschlussprüfungen bereits einen Arbeitsvertrag und bleiben meist in dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Nach einer

Studie der IBM haben Absolventen eines dualen Studiengangs im Alter zwischen Dreißig und Vierundvierzig, nicht nur mehr Sprossen auf der Karriereleiter erklommen als ihre gleichaltrigen Kommilitonen mit Fachhochschul- und Universitätsabschluss, sondern beziehen auch ein entsprechend höheres Einkommen. 3. Persönliches Studium in kleinen Gruppen Die Zahl der Studienanfänger pro Kurs ist auf max. 30 Personen begrenzt. Sie lernen ihre Kommilitonen schnell kennen, man hilft sich gegenseitig und arbeitet häufig in Teams zusammen. Studenten sind bei uns keine anonyme Masse, sondern werden als Einzelpersönlichkeiten wahrgenommen.Dazu zählt auch der kurze Weg zum Studiengangsleiter, der ihnen bei eventuellen Problemen weiter hilft.


Studienfahrt / Praxis | Theorie / Aufbau Studium

Module und Inhalte im Überblick 1. Studienjahr

2. Studienjahr

3. Studienjahr

Praktische Ausbildung im Betrieb

Grundlagen des Gestaltens

Vertiefte Ausbildung

Praxismodul II

Praxismodul I Mediendesign I

Mediendesign II

Cross Media

Vertiefte Ausbildung I

Vertiefte Ausbildung II

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Studium an der Dualen Hochschule Projekt I

Projekt II

Projekt III

Projekt IV

Projektmanagement

Grafik-Design

Multimedia-Design

Bewegtbild-Design

Grundlagen der Gestaltung I Formgestaltung I

Typografie I

Grundlagen der Gestaltung II Farbgestaltung

Illustration

Typografie III

Typografie II Angewandte Typografie

Screentypografie

Entwurf I

Entwurf II

Entwurfsgestaltung

Cross Media

Grundlagen Animation

Screen-Design

Grundlagen der Typografie

Fotografie, Bild gestal tung

Informationstypografie

Typografische Systeme

Entwurf III

Entwurf IV

Kommunikation im Raum

Visuelle Systeme

Profilfach Entwurf I (2 aus 3)

Profilfach Entwurf II

Audio/Sound

Designkonzeption

Kampagne/Werbetext

Einführung filmisches Gestalten

3D-Visualisierung

Konzepte der Interaktion

Tongestaltung

Filmisches Gestalten

Didaktisches Design

Technik I

Technik II

Technik III

Technik IV

Animationstechniken

Zeichen- und DTP-Programme

Programmierung II

Film-/Videoschnitt

Autorenprogramme

3D-Animationstechnik

Kultur II

Digitale Bildbearbeitung

Teilnahme an Kreativwettbewerben

Freies Projekt

Formgestaltung I

Projekt V

Produktionstechnik Programmierung I

Kultur I

Wirtschaft I

Wirtschaft II

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Kalkulation und Angebot

Marketing

Theorie und Geschichte der Medien Methoden der Bildanalyse

Wirtschaft III Mitarbeiterführung

Unternehmensführung

Medienrecht

Kultur III Kunstgeschichte

Bachelorarbeit

Designgeschichte


Elementares Gestalten – Grundkurse im 1. Studienjahr Im ersten Studienjahr, Theorie- und Praxisphasen 1 und 2, werden in Basismodulen ele- mentare gestalterische Darstellungsmethoden und -techniken vermittelt und in der Praxis erprobt. Ideenfindung, Zusammenhang von Form und Inhalt, sowie Aspekte der visuellen Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Der Erwerb methodischer Kompetenzen wie beispielsweise von Krea- tivitätstechniken und der Umgang mit aktuel- len Software-Tools ergänzen den Lehrprozess. Im 1. Studienjahr werden die Grundlagen angewandten Gestaltens und visueller Kom-

munikation vermittelt und in der Praxis erprobt. Das 2. Studienjahr stellt konzeptionelle, systematische und strategische Aspekte des Gestaltens in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Im Hauptstudium, 3. Studienjahr, werden die Lehrinhalte der ersten beiden Studienjahre vertieft. Durch selbständiges, professionelles Arbeiten in Wahlfächern können die Studierenden entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten Kernkompetenzen in ausgewählten Design-gebieten erwerben.

1. Studienjahr 1. Halbjahr

2. Halbjahr

Praktische Ausbildung im Betrieb Praxismodul I Grundlagen des Gestaltens Mediendesign I

Planen, Vorbereiten und Durch führen von Entwürfen und Entwickeln von Gestaltungselementen. Anwendung und Erprobung der

Lehrinhalte und Methoden aus den Theoriephasen in der Berufspraxis. Aufgaben, Strukturen und Arbeitsabläufe der Designabteilung sowie

kennen lernen. Erwerb berufli cher und personaler Schlüsselqualifikationen. 2x3 Monate 20 CP

Studium an der Dualen Hochschule Projekt I Projektmanagement Freies künstlerisches Projekt

Grundlagen der Gestaltung I Formgestaltung I Formgestaltung II

Typografie I Grundlagen der Typografie Angewandte Typografie

Entwurf I Entwurfsgestaltung Grundlagen Animation Fotografie, Bildgestaltung

Technik I Animationstechniken Digitale Bildbearbeitung

Kulturwissenschaft I Einführung in das wiss. Arbeiten Theorie und Geschichte der Medien Methoden der Bildanalyse

Organisation und Management von Produktionen. Ideen entwickeln und praktisch erproben. 78 Präsenzstunden (2 LV) 6 CP

Projekt II Projekt Grafik-Design

Sicherheit in der Anwendung von elementaren Darstellungstechniken. Erwerb von zeichnerischen und malerischen Grundfertigkeiten.

Erfahrungs- und Qualitätsentwicklung in der künstlerischen Arbeit. Verbesserung des Form- und Farbgefühls.

Grundbegriffe der Schriftgeschichte. Stationen der Schriftentwicklung. Grundlagen der Schriftgestaltung und der Schreibkultur,

Grundlagen der Satztypografie: Kriterien zur Schriftwahl, Schrifttypen und ihre assoziative Anmutung.

Grundlegende Erfahrungen im bildnerischen Prozess. Ideenentwicklung und visuelle Botschaft. 78 Präsenzstunden (3 LV) 6 CP

Entwurf II

Einführung in die Digitale Bildbearbeitung. Grundlegende Techniken der 2-D-Animation. 52 Präsenzstunden (2 LV) 4 CP

Technik II

Fachwissenschaftliches Arbeiten, Geschichte der Medien, Grundlagen der Visuelle Kommunikation. Schulung der Reflexionsfähigkeit über Werke der Design- und Kunstgeschichte 65 Präsenzstunden (3 LV) 5 CP

Wirtschaft I

Cross Media Screen-Design

Zeichen- und DTP-Programme Produktionstechnik Programmierung I

Kalkulation und Angebot Medienrecht

LV CP

Lehrveranstaltungen Credit Points

Konzeption, Entwurf und Realisation einer druckgrafischen Veröffentlichung. 78 Präsenzstunden

6 CP

Künstlerische Eignungsprüfung am Ende des 1. Studienjahres. 65 Präsenzstunden (2 LV)

5 CP

52 Präsenzstunden (2 LV)

4 CP

Verknüpfung und Vernetzung von Medien. Mensch-ComputerInteraktion. Benutzbarkeit. 52 Präsenzstunden (2 LV) 4 CP Layout- und Zeichenprogramme, Satz-, Druck- und Materialtechnik. Grundlagen der HTML- und CSS-Programmierung. 78 Präsenzstunden (3 LV) 6 CP Betriebswirtschaftliche Grundlagen von Medienunternehmen. Medienrecht. 52 Präsenzstunden (2 LV) 4 CP


Studienfahrt / Praxis | Theorie / Aufbau Studium

Mediendesign an der DHBW Ravensburg

2. Studienjahr 3. Halbjahr

4. Halbjahr

Praktische Ausbildung im Betrieb Praxismodul II Mediendesign II Cross Media

Nach entsprechender Einweisung überschaubare Aufgabenstellungen und Projekte bearbeiten, am Tagesgeschäft mitwirken, selbst-

ständig noch fehlende Fachkenntnisse ergänzen. Arbeitsergebnisse schriftlich/mündlich darlegen und auswerten, dabei mögliche

unterschiedliche Fachmeinungen berücksichtigen. 2x3 Monate

20 CP

Studium an der Dualen Hochschule Projekt III Projekt Multimedia-Design

Grundlagen der Gestaltung II Farbgestaltung Illustration

Typografie II Screentypografie Informationstypografie

Entwurf III Kommunikation im Raum Einführung filmisches Gestalten

Technik III Programmierung II Autorenprogramme

Wirtschaft II Marketing

LV CP

Konzeption, Gestaltung und Umsetzung eines MultimediaProjektes. 91 Präsenzstunden

Projekt IV

7 CP

Vertiefung farbgestalterischer Kenntnisse und Fertigkeiten. Grundlagen der Illustration. Weiterentwicklung des gestalte-

rischen Ausdrucksvermögens. Visualisierung von Textinhalten und Thematiken mit den Möglichkeiten grafischer Darstellungsmedien

Einsatz von Schrift in digitalen Medien und in Informationsmedi en. Eigenschaften, Möglichkeiten und Grenzen der Screentypogra -

fie. Medienspezifische Strukturie rung und Organisation von Typo grafie. Arten der Symbolisierung und Konfiguration. Integration

Ausstellungsdesign und Live Kommunikation. Dramaturgie und Storyboarding. 65 Präsenzstunden (2 LV)

Gestaltung eines Werbespots, On-Air-Designs, Image- oder Animationsfilms. 91 Präsenzstunden 7 CP

Projekt Bewegtbild-Design

Entwurf IV Visuelle Systeme

5 CP

Audio/Sound 3D-Visualisierung

Programmierung von Informationssystemen. Multimediale Autorentools und Programmsprachen. 65 Präsenzstunden (2 LV) 5 CP

Technik IV

Hauptgebiete des Marketings, Strategischen und operativen Marketingplanung. 39 Präsenzstunden 3 CP

Kulturwissenschaft II

Lehrveranstaltungen Credit Points

Film-/Videoschnitt 3D-Animationstechnik

Wahrnehmungstheorie Philosophische Ästhetik

und Entwurfsverfahren.

52 Präsenzstunden (2 LV) -

4 CP

grafischer Elemente.

52 Präsenzstunden (2 LV)

4 CP

Ordnungsprinzipien grafischer Systeme, Soundintegration, Grundlagen der 3-D-Gestaltung. 78 Präsenzstunden (3 LV) 6 CP Cutting und Editing. Postproduktion. Schnittprogramme. Modelling und Objektanimation. 65 Präsenzstunden (2 LV) 5 CP Theorie der Wahrnehmung aus physiologischer, psychologischer und medientheoretischer Sicht. Historische und theoretische Bereiche von Ästhetik. Geschichte der philosophischen Ästhetik. 52 Präsenzstunden (2 LV) 4 CP

Crossmediales Gestalten – Orientierungskurse im 2. Studienjahr Im ersten Studienjahr, Theorie- und Praxisphasen 1 und 2, werden in Basismodulen ele- mentare gestalterische Darstellungsmethoden und -techniken vermittelt und in der Praxis erprobt. Ideenfindung, Zusammenhang von Form und Inhalt, sowie Aspekte der visuellen Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Der Erwerb methodischer Kompetenzen wie beispielsweise von Krea- tivitätstechniken und der Umgang mit aktuel- len Software-Tools ergänzen den Lehrprozess. Im 1. Studienjahr werden die Grundlagen angewandten Gestaltens und visueller Kom- munikation vermittelt und in der Praxis erprobt. Das 2. Studienjahr stellt konzeptionelle,

systematische und strategische Aspekte des Gestaltens in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Im Hauptstudium, 3. Studienjahr, werden die Lehrinhalte der ersten beiden Studienjahre vertieft. Durch selbständiges, professionelles Arbeiten in Wahlfächern können die Studierenden entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten Kernkompetenzen in ausgewählten Design-gebieten erwerben, sie dann auch ihre jeweiligen und -techniken vermittelt und in der Praxis erprobt. Ideenfindung, Zusammenhang von Form und Inhalt, sowie Aspekte der visuellen Kommunikation stehen im Mittelpunkt.

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Wandersleute / Studenten / Studentenleben

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Gleich studieren oder erst eine Ausbildung machen? Diese Frage stellt sich bei uns nicht. An der Dualen Hochschule heißt es praxisorientiert studieren! Sie erwerben in den Unternehmen und im Studium an der Hochschule sowohl die notwendigen fachlichen Fertigkeiten,

als auch ein hohes Maß an Handlungs- und Sozialkompetenz. Kreative Freiheit und Lösungsorientierung stehen bei uns in fruchtbarem Zusammenhang. Das berufsnahe Studium bereitet sie optimal auf die Herausforderungen der sich ständig verändernden Medienwelt vor.


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Chris: Was machst du Dienstags, wenn Montag ein schlechter Tag war und wie schaut Dein Alltag während der Theoriephase in Ravensburg aus? Maike: „Musch kuhl bloibe.“ Ganz ehrlich: Meistens erinnere ich mich nicht mehr an den Montag wenn Dienstag ist und da während der Theoriephase der Montag sowieso in Dienstag übergeht und ich Montags meistens nicht weiß, dass Montag ist, weiß ich auch Dienstags nicht, dass Dienstag ist und vorher Montag war. Wir sind Nachtstudenten. Chris: Wieso muss man um Windows zu beenden eigentlich ins Start-Menue gehen und welche Studieninhalte haben Dich bis jetzt am meisten inspiriert? Simon: Wer ist eigentlich Windows? Das Atelier er-innert in der Regel eher an einen monochromen Obstkorb – alles voll mit Äpfeln. Am meisten Inspiration bekommen wir alle durch unsere Kommelitonen - denn Feedback bei Gruppenarbeiten ist besser als alle ShowCase-Blogs dieser Welt. Chris: Ist eine volle Harddisk schwerer als eine leere und wo hast du dir deine Ziele für dieses Studium gesetzt? Colin: Wenn man eine Festplatte kauft, ist diese immer verpackt und das mit gutem Grund – leere Harddisks wiegen nichts und wenn man sie nicht schwer einpackt, fliegen sie davon. Die Ziele habe ich mir zu Hause gesetzt, bei einer guten Tasse Kaffee, weil man sobald man einen Schritt zurück tritt eine ganz andere Perspektive bekommt.


Wandersleute / Studenten / Interviews

Chris: Weshalb trinken Schwaben ihre Milch immer in dem Geschäft in dem sie sie gekauft haben und was hast Du in den letzten zwei Semstern besonders zu schätzen gewusst? Matze: Gemeinsame Kompetenzen teilen – da hier viele verschiedene Studenten in unterschiedlichen Einsatzgebieten ausgebildet werden und sich hier alle unter die Arme greifen, haben wir hier die einzigartige Chance nicht nur in der Vorlesung von den Dozenten zu lernen, sondern auch voneinander. Wie mein Englischlehrer schon zu sagen pflegte: „Ihr befruchtet euch alle gegenseitig.“ und apropo Milch - die ist schon leer. Chris: Wenn eine halbe Glatze 300 Haare hat, wieviel hat dann eine Ganze und was hat Dich bewogen Mediendesign in Ravensburg dual zu studieren? Niklas: Ehrlich gesagt habe ich es noch nie gewagt zu zählen. Die Einzige Vermutung die ich zu dem Thema angestellt habe ist dass das Studium die Nummer bei meinem Haupthaare sicherlich am Ende auf nicht mehr als drei bis vier Haare reduziert haben wird. - Schaue ich mir die Nachtschichten und Deadlines an sieht es momentan so aus als ob ich Recht behalten werde. Nichts desto trotz ist das Studium das ein oder andere Haar wert, was man für dicke Projekte und 3 Monate Kreativspielplatz auf der Strecke lässt. Da Ravensburg der einzige Ort ist ist an dem das in der Form möglich ist komme ich aus Hamburg jedes mal hier runter geeiert. Ein finanziell gesichertes Studium mit praktisch beliebigem Kreativ-Traumjob ist ein starkes Argument für den Studiengang, den Haarverlust und die Autostunden.

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Grafik

Bewusst-sign.* – Hanna Martus Mein Zimmer – Niko Hornig

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THE LESSON – Kai Heuser jagdsaison.net – André Apel, Kim Hensler

Bewegtbild WEISSSCHWARZ – Marcel Olek Tagesraum – Pavel Frielingsdorf Installation

120 | 3.5 – Niklas Paul Gedankensprung – Katharina Lanz

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n wische z n g i s s De r. inande wusste e e t i b s M g n ichem wortu enschl Verant m d n ie u tus Ökolog in: Hanna Mar er Gestalt

Für Hanna Martus ist nachhaltiges Design keine idealistische Weltrettungutopie. Ganz real geht es ihr um die bewußte Refl exion gestalterischen Handelns innerhalb der Gesellschaft. Gestalter senden Impulse, für die sie selbst verantwortlich sind. Dabei ist die Kreation und Vermittlung von reeller Normalität und einem gesunden Menschen- und Weltbild wünschenswert – frei von disneylandartigen Traumwelten und “Mein Haus, mein Auto, mein Boot”-Mentalitäten. Nachhaltiges Design will informieren und Meinungen zeigen. Es will für Probleme sensibilisieren, um die Menschen zu mündigen Bürgern zu erziehen. Es will optimieren und materiellen und geistigen Müll reduzieren. Verantwortungsvolles Design setzt zwei Dinge voraus: Bewusstsein und Wissen. Ersteres ist der Entschluss zum Aufbruch auf eine Reise. Zweiteres das riesige Gebirge, das sich vor einem auftut und das es zu durchqueren gilt.

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Hanna Martus will keineswegs die unendlichen Wissensberge im Detail wiedergeben, sondern Plateaus schaff en – Ausblickspunkte, von denen aus man in die weiten Täler blicken und sich so seinen ganz eigenen Weg durch das Gebirge erspähen kann. Eine kartographische Anordnung von Textausschnitten aus Büchern und Essays mit praktischer Falkfaltung erlaubt einen groben Überblick und gleichzeitig über Querverlinkungen und Quellverweise den tieferen Einstieg nach eigenem Ermessen.

Fakten Semester: Kurs: Web-Code: Format:

1 / Bachelorarbeit WM08A #5d5f51 Größe, Form


Route / Projekte / Grafik / Bewusst-sign.*

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er m aum m i Z chen R i t n n e f i f im Ö Me vatheit zur Pri n o i t n e terv Eine In : Niko Hornig er Gestalt

Grundidee des Interventionsprojektes war es, die Bedeutung und den Blick auf bestimmte Plätze im öffentlichen Raum zu ändern; die Selbstverständlichkeit der Rückzugsmöglichkeit für unsere Grundbedürfnisse, Schlafen und Essen zu hinterfragen. Im Zentrum stand der Kontrast zwischen dem was wir unter Privatshäre verstehen und dem, wie Obdachlose mit diesem Mangel an Privatheit ihr Leben verbringen müssen. Zur Umsetzung dieser Thematik wurde ein Tageslichtprojektor auf einen Schubkarren montiert. Mithilfe eines Stromaggregates gelang die nötige Mobilität. Bilder aus der Ikea-Website als Standards für „Allerweltsküchen und Schlafzimmern“ dienten als Bildwelt für die Projektion.

Mit diesen Ikonen der zeitgenössischen Wohngesellschaft wurde die Bedeutung „privater Rückzugsorte“ im öffentlichen Raum hinterfragt und, im wahrsten Sinne des Wortes, „ans Licht“ gebracht. Unter den Brücken entstanden so nicht nur emotional aufgeladene, sondern auch sozial dichte Betrachtungswinkel.

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1 / Freie Arbeit WM08A #5d5f51 Größe, Form


Route / Projekte / Grafik / Mein Zimmer

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Lektionen sind in Listenansicht oder auf der Piste auszuwählen. Umfangreiche und individuelle konfigurierbare Informationstools zu Schwierigkeitsgrad, Stars der Szene, angesagte Marken sowie die integrierte Sound Engine machen die Snowboardstunde zu einem amüsanten Erlebnis. So gehts!

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ESSON

Fakten Semester: Kurs: Web-Code: Format:

3 / Multimedia WM04B #5d5f51 Größe, Form


Route / Projekte / Multimedia / THE LESSON

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eag it Werb m n e t den signstu Kim Hensler e D t e verbind : André Apel, er Gestalt

www.jagdsaison.net verbindet Designstudenten (Print, Multimedia, Film) mit Werbeagenturen. Dabei werden monatliche Preise verliehen, ausgewählte Arbeiten vorgestellt, Wunschtalenten bearbeitet und Kooperationen initiiert. Für alle die auf der Jagd sind...

bietet es Service für Agenturen zum Erleichtern der Kontaktaufnahme. Dabei steht das Erscheinungsbild nicht soweit im Die visuelle Kultur von jagdsaison. net bietet vor allem jungen Designer Spielraum für Identifi kation.

Ziel der Arbeit ist ein Internet-Portal zu schaff en, mit dem sich Jungdesigner und Agenturen auseinander setzten. Dies verpfl ichtet zum einen zur detailierten - sowohl informativ, als auch emotionalen - Präsentation der jungen Talente und zum anderen

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Route / Projekte / Multimedia / jagdsaison.net

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spe h Teila c r u d t m führ Der Fil rcel Olek a Autor: M

Der Film führt den Betrachter durch Teilaspekte des räumlichen Seins, durch physische Gefangenschaft, die mentale Flucht in den nicht greifbaren Raum der Gedanken und der Träume und schließlich zu sich selbst. Obwohl realer und virtueller Raum nicht unterschiedlicher sein könnten so sind sie doch untrennbar miteinander verbunden, sind gegenseitiger Sinnstifter, sind schwarz und weiss, weiss und schwarz ... Die Seele geht auf eine Reise, In beiden Räumen manifestieren sich sowohl geistige als auch körperliche „Freiheit“. Unabhängigkeit von Raumgefügen ist unmöglich. Raum ist total. Er lässt sich nur transformieren, niemals abbauen. Raum ist überall. Es gibt keine

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uneingeschränkte Freiheit. Raum ist das totalitäre System aus dem es kein Entrinnen gibt. Vermeintliche Freiheit findet nur nach den Regeln des Raumes statt. Der Raum ist Gesetz.

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Route / Projekte / Bewegtbild / WEISSSCHWARZ

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scha usst er w e b n .U t Raum dern wir ihn. s i g a T erän Jeder n und v sdorf e t h c i n ling ver avel Frie P : r o t u A

Tagesraum hält diese Momente fest und versucht das Gefühl sowie Verständnis für Raum zu schärfen, das außerhalb des vier-WändeDenkens liegt. Physischer Raum kann viele Formen haben. Die eigenen vier Wände. Ein Kühlschrank. Sogar das Wasser in der Pfütze ist Raum. Der Zug leert sich nach der Endstation. Ein Mensch stirbt. Er fehlt. Lebensraum verändert sich.

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Route / Projekte / Bewegtbild / Tagesraum

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ng - Wirku m u a hen - R Mensc Niklas Paul r: Künstle

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Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen dieselbe Idee gehabt, ihn beobachtet und abgewartet, um ihn nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter

ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen? Er konnte die Aufforderung stehen zu bleiben schon hören. Fakten Semester: Kurs: Web-Code: Format:

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Route / Projekte / Installation / 120/3.5

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ng u r p s n ke

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Der Gedankensprung ist die Kulisse für einen Dialog zwischen dem wahren Ich und einer falschen Maske, die der Gesellschaft präsentiert wird. Was dahinter steckt kann überraschend, erschreckend, beängstigend oder gar leblos sein. Welche Gedanken der Mensch nach außen trägt und was er preisgibt, ist ihm selbst überlassen. Was passiert, wenn diese Externalisierung des Inneren sich wirklich in zwei Gesichtern zeigt, die miteinander interagieren oder koexistieren? Das Sichtbarmachen der Gedankensprünge, des von Frege umschriebenen „dritte[n] Reich[es]“, wird fotografisch festgehalten und mit Textfragmenten aus dem Gedicht „Erkenntnis“ von Thekla Lingen frei kombiniert. Durch die Fragmentierung des Gedichtes in einzelne Wörter, wird es aus dem Zusammenhang gerissen und gleichzeitig in einen neuen, größeren gestellt. Dieser bietet dem Betrachter

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Spielraum, eigene Brücken zwischen Text und Bild zu schlagen. Die Spiegel geben dem Zuschauer die Möglichkeit die dargestellte Fragestellung auf seine eigene emotionale Maskerade zu übertragen. Die zwei Ichs ver- schmelzen als Doppelgesichtigkeit oder spalten sich in gegensätzliche Emotionen. Die falsche Maske, die sich bereits wie heißes Wachs über das Gesicht gelegt hat und dann heruntergerissen wird, visualisiert den finalen Gedanken- sprung. Doch welches Gesicht kommt dahinter zum Vorschein

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Route / Projekte / Installation / Gedankensprung

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Impressum

10° Wanderung Ausgabe 1, März 2011, Auflage 1000

Website

www.zehngradwanderung.de

Herausgeber

DHBW Ravensburg Staatliche Hochschule Studiengang Mediendesign Oberamteigasse 4 88214 Ravensburg

Gestaltung Konzeption

Christiane Heß

Redaktion, Bild, Text

DHBW Ravensburg

Schrift

Akzidenz-Grotesk BQ (Hermann Berthold) Walbaum MT Std (Justus Erich Walbaum)

Ich bedanke mich

Mein Dank gilt meinen Kommilitonen, für Ihre ehrliche und fachliche Meinung zu meinem Konzept und dem dazu ent- standenen Buch.


ISBN 978-3-123-4-12349-3951 10ยบ Wanderung

MUSTER

9 783123 412349 3951

10° Wanderung  

Jahrbuch 2011 | DHBW Ravensburg | Mediendesign

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