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CHRISCHONA 5/11 GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

Gott ruhte Und Gott ruhte

René Winkler wird neuer Direktor Lesen Sie mehr über die Wahl des künftigen Direktors der Pilgermission | Seite 6 Neuer Schwung auf dem Berg 30 neue Studenten haben ihr Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona begonnen. | Seite 5 Zweiter Grundsatz: Schulden sanieren Die Serie über unseren Umgang mit Finanzen geht weiter | Seite 17 chrischona.org


Editorial

panorama

Editorial

Inhalt

Liebe Leser

6 3 Auf ein Wort. Direktor Markus Müller 4

Leserforum / Vermischtes

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30 neue Studenten am Theologischen Seminar

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Zur Wahl von René Winkler zum künftigen Direktor der Pilgermission

Direktorenwahl 2011

Thema 8

Und Gott ruhte – Das Sabbat-Prinzip. Andreas Baumann

10 8

Sechs Monate Zeit – ein Geschenk. Interview mit Pastor Paul Amacker über sein Sabbat(halb)jahr

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Wo füllt ihr eure Energietanks? Mitarbeiter erzählen

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Gehen wir über Leichen? Werner Neuer

Impuls

St. Chrischona 16

Projekt: Ein neues Dach für die Eben-Ezer-Halle

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Finanzenbericht Serie: Unser Umgang mit Finanzen

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Rückblick Innovationsmesse: Innovativ ist, was

Menschen weiterbringt. Michael Gross 10 Gemeinde 20

Deutschland: Tag für Frauen – Von Pippi Langstrumpf und Maria-Männern. Rosemarie Arnold

Graffiti für Gott – eine Gemeinde macht auf sich aufmerksam

21

Schweiz: StopArmut in der Chrischona Felben-Pfyn. Stefan Hochstrasser

23

Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland: Eine Abstimmung mit Folgen. Michael Schwantge

23 24

St. Chrischona Konferenz für geistliche Erneuerung (KGE): Eine Woche, die man nicht verpassen sollte. Gemeinde

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Menschen in unseren Gemeinden

Ich gebe zu: Es fällt mir grundsätzlich nicht schwer, auch einmal nichts zu tun. Trotzdem plagt mich dabei manchmal ein schlechtes Gewissen. Wenn ich etwa daran denke, welche dringende Arbeit ich im Büro noch nicht erledigt habe. Habe ich mir das Wochenende verdient? Gott hält mit dem «Sabbat-Prinzip» dagegen: Arbeit ist zwar wichtig, aber nicht alles. Und: Der Sabbat als Ruhetag ist nichts, was sich der Mensch erst verdient hat, sondern ein «Grundlagengeschenk» Gottes, beschreibt Andreas Baumann ab Seite 8. Aus dem SabbatGebot ist eine ganze Sabbattradition geworden. Heute spricht man auch von einer Sabbatzeit, wenn man sich zum Beispiel eine Auszeit vom Beruf nimmt. Eine solche Auszeit geniesst zurzeit Pastor Paul Amacker mit seiner Frau. Welche Erfahrungen er dabei macht, erzählt er im Interview ab Seite 10. Wir brauchen Erholungsphasen, um unsere Energietanks aufzufüllen. Auf Seite 13 erzählen drei Chrischona-Mitarbeiter, wie sie auftanken und dafür Sorge tragen, nicht «auszubrennen». Aber wie wir uns erholen, ist so unterschiedlich, wie wir Menschan halt sind. So ist beispielsweise René Winkler, der ab März 2012 neuer Direktor der Pilgermission sein wird, jemand, der sich am liebsten aktiv erholt. Mehr über René Winkler und über seine Wahl zum künftigen Direktor lesen Sie ab Seite 6. Viel Freude mit diesem Heft wünscht

20

Chrischona-Panorama 6/2011: Redaktionsschluss: 7. Oktober 2011 Inserateschluss: 27. Oktober 2011 Erscheinungstag: 4. Dezember 2011 Chrischona-Panorama 1/2012: Redaktionsschluss: 2. Dezember 2011 Inserateschluss: 8. Dezember 2011 Erscheinungstag: 5. Februar 2012

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CHRISCHONA

5/2011

Michael Gross Redaktionsleiter


Auf ein Wort auf ein wort

Einsteigen oder aussteigen? Direktor Dr. Markus Müller

«Die modernen Zeiten überfordern uns». So war es diesen Sommer zu lesen (‘Die Zeit’ vom 26.8.2011). In den vergangenen zwei Monaten sind mir weitere Reiz-, Stich- und Schlagworte in unterschiedlichen Medien aufgefallen: «Wir leben im falschen System»; wir «haben uns in einer Traumwelt eingerichtet»; mit Blick auf den «Aufstand der Jugend» quer durch die westliche und arabische Welt: Zur Zeit ist «die grösste Revolution seit 1968» im Gange; im Blick auf die Finanzturbulenzen: Die Krise verlangt von uns «über viele Jahre hinweg eine Reise entlang tödlicher Klippen … Die Finanzkrise und ihre Folgewirkungen fressen sich weiter ins Gewebe von Politik und Gesellschaft»; unsere Zeit und Wertelandschaft wird «umgepflügt». Schliesslich war die Rede vom «Täglichen Nachrichten-Tsunami von 2011» (Weltwoche vom 1.8.2011).

Impressum

Redaktionsleitung: Michael Gross Tel. +41 (0)61 64 64 557 E-Mail: markom@chrischona.ch Inserate und Beilagen: Wolfgang Binninger Tel. +41 (0)61 64 64 554 E-Mail: wolfgang.binninger@chrischona.ch Layout: kyrio.de

Spannend und spannungsreich ist sie, die Zeit, in der wir, unsere Kinder und unsere Enkel, Christen und Nicht-Christen, leben dürfen und müssen. Was braucht unsere Zeit nach den ersten bald zwölf Jahren im neuen Jahrtausend? Was lässt hoffen, dass auch die kommenden Jahre und Jahrzehnte lebenswert sind? Welche Rolle spielen Christen? Was müssen sie tun, um als Salz und Licht in dieser Welt wirkungsvoll dienen zu können? Einsteigen oder aussteigen?

Druck: Druckerei Jakob AG, Grosshöchstetten Erscheinungsweise: sechsmal im Jahr Auflage: 12’000 Exemplare Kosten: Wir sind für einen Beitrag für die Medien­ arbeit dankbar, Richtwert ist CHF 20.– / € 13.– im Jahr. Sie können dazu den eingehefteten Einzahlungsschein verwenden.

Ein Gedicht des Dichters Palladas aus dem 4. Jahrhundert lautet: «Die Welt ist eine Bühne und das Leben ein Spielzeug: Verkleide Dich und spiel Deine Rolle; doch verbanne jeden ernsthaften Gedanken – sonst droht Dir das Herz zu brechen. ... (Die heutige Welt) spricht für sich selbst. Ihr offenkundiger Verfall kündigt ihre Auflösung an. Die Bauern verlassen das Land, die Händler die See und die Soldaten das Lager; alle Ehrlichkeit im Gewerbe, alle Gerechtigkeit im Gericht, alle Solidarität in der Freundschaft, alle Geschicklichkeit in den Künsten, alle Normen der Moral – alles ist im Verschwinden begriffen.»

Konten

Das 4. Jahrhundert war die Zeit, in der sich die Gestaltungskraft des christlichen Glaubens als zukunftstauglich erwiesen hat. Mir scheint, als wären die damaligen mit den heutigen Zeiten vergleichbar. Die Chancen sind gross, dass die Salz- und Lichtwirkung der Christen für die Zukunft des Abendlandes entscheidend sein wird. Wenn einzelne Christen eine Auszeit machen, dann nicht, um irgendeiner Gefahr auszuweichen, sondern um fit zu sein für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Zu dieser Fitness gehört eine gute Ausgewogenheit von Arbeit und Ruhe, Genuss und Leistung, Alleinsein und Zusammensein, Kopf und Herz. Das vorliegende PanoramaHeft möge Sie zur Fitness im Hinblick auf die Hürden kommender Jahrzehnte inspirieren! //

Gaben an die Pilgermission können auch über die Chrischona-Stiftung weitergeleitet werden: • Volksbank Mittelhessen BLZ 513 900 00, Konto 50 50 60 02

Pilgermission St. Chrischona Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200, 4126 Bettingen • Postkonto 40-872-3 IBAN: CH39 0900 0000 4000 0872 3 Deutschland Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22, D-35398 Giessen • Ev. Kreditgenossenschaft Kassel BLZ 520 604 10, Konto 5851 • Volksbank Mittelhessen e.G. BLZ 513 900 00, Konto 50 237 800

Für Spenden aus Ländern der EU: • Ev. Kreditgenossenschaft Kassel IBAN DE74 5206 0410 0000 0058 51 Für Spenden aus dem nicht EU-Raum: • SWIFT-Code: GENODEF1EK1 Frankreich Pilgermission St. Chrischona CH-4126 Bettingen/Bâle • Crédit Mutuel des Trois Pays, 6, Place de la Gare, F-68330 Huningue Identifikation Konto (RIB): 10278 03050, 00024007701 78 Südafrika und Namibia Für Leser in Südafrika und Namibia schlagen wir vor, jeweils im März eine Spende von R/N $ 100.– mit dem Vermerk ‘Chrischona-Panorama’ auf das Konto der jeweiligen Stadtmission zu überweisen. Herzlichen Dank!

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CHRISCHONA 4/11 GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

Zum Chrischona-Panorama 4-2011: «Wir freuen uns jedes Mal, ein Chrischona-Panorama mit den vielen interessanten Leidenschaft Leidenschaftlich glauben und gut lesbaren – das heisst nicht zu langen – Beiträgen zu erhalten. Das Thema ‘Leidenschaftlich glauben’ von verschiedenen Autoren unterschiedlich, aber von allen gut geschrieben, hat uns sehr angesprochen. Was uns als Senioren eher Mühe macht, sind Beiträge, die in weisser Farbe auf dunklem Grund gedruckt sind. Besonders die Seite 27 ‘Impuls’ war auch bei gutem Licht schwer lesbar.» Christa und Roland Vögeli aus CH-Hausen Gemeinsam mehr erreichen Das Theologische Seminar St. Chrischona setzt auf Kooperationen | Seite 14

Erster Grundsatz: Gott ehren ... ... auch mit unserem Geld. Eine neue Serie über unseren Umgang mit Finanzen beginnt in diesem Heft | Seite 17 Zukunftsgestalter Ein Gespräch über die Idee und die Hintergründe der Innovationsmesse auf St. Chrischona | Seite 18

chrischona.org

Antwort der Redaktion: Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Lesbarkeit ist für eine Zeitschrift natürlich ein hoher Wert. Wir werden dies künftig in der Gestaltung besser beachten.

«King James» auf Chrischona Wie gut es sich auf dem «Berg der Inspiration» tagen, reflektieren, essen und miteinander beten lässt, erlebten an die 100 Besucher am 17. September während des Studientages rund um das 400-Jahr-Jubiläum der englischen King James-Bibel.

Ob im Sitzungszimmer, in der Kirche oder davor: Die englisch­ sprachigen Gäste empfanden den Chrischona-Berg als einen «very lovely place», einen herrlichen Ort. Aus der Schweiz, aus neun anglikanischen Kirchen und den Universitäten Zürich und Basel waren sie gekommen, um in Vorträgen, Podiumsgesprächen, Gottesdiensten eine der am meisten gelesenen Bibelübertragungen zu feiern. Dabei zählte nicht der nostalgische Blick zurück, sondern die Frage nach dem Platz des Wortes Gottes heute, im digitalen Zeitalter. Es gelte, dieses Buch immer wieder zu öffnen. «Das Gespräch über die Bibel muss öffentlich, intelligent und mutig geführt werden und so, dass es die nächste Generation versteht», war eine der Hauptaussagen des Podiums. Organisiert wurde der Studientag vom Theologischen Seminar St. Chrischona, der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel und der anglikanischen Kirche Basel. // Dorothea Gebauer

Ihre Meinung

Ihre Erfahrung zum Thema Hat Ihnen ein Beitrag im Heft gefallen? Oder regt sich Widerspruch nach der Lektüre? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht – oder ganz andere? Dann schreiben Sie uns.

Senden Sie Ihre Zeilen an: Redaktion «Chrischona-Panorama» Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen markom@chrischona.ch

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Panorama digital Im Mai ist der neue elektronische Newsletter Panorama digital zum ersten Mal erschienen. Er wird alle zwei Monate per E-Mail versendet, mit Nachrichten und Hinweisen vom Berg und aus dem Werk. Wollen auch Sie den Newsletter erhalten? Dann melden Sie sich im Internet an: www.chrischona.org/panorama-digital

Termine auf St. Chrischona 28.-30. Oktober Interessenten-Wochenende am Theologischen Seminar Infos und Anmeldung unter tsc.chrischona.ch 6.-10. November

Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) Infos im Internet: ssk.chrischona.org 24. November

19.30 Uhr | Grosser Saal St. Chrischona Benefiz-Konzert für das Theologische Seminar St. Chrischona

Klassisches Konzert mit Alexandre Dubach (Schweiz) an der Violine, Sebastyén Nyírö (USA) am Klavier und der Sängerin Eva Csapá. Eintritt ist frei, eine Kollekte wird erhoben. Vorschau 2012: 24.-26. Februar 2012

Interessenten-Wochenende am Theologischen Seminar Infos und Anmeldung unter tsc.chrischona.ch 28. Juli - 4. August 2012 KGE – Die Konferenz für geistliche Erneuerung Podiums-Gespräch (von links): Dr. Stefan Schweyer, STH Basel, Dr. Goeffrey Rowell, anglikanischer Bischof, Dr. Robin Stockitt, Pastor der anglikanischen Kirche Freiburg, und Dr. Stefan Felber, Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona.

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Thema: Scheitern erlaubt. Bei Gott brauchst du kein Held zu sein. Referenten: Dr. Andreas Loos und Christina Brudereck Mehr Infos auf S. 24 und im Internet unter kge.chrischona.org


tsc Info

Theologisches Seminar St. Chrischona

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc)

30 neue Studenten bringen neuen Schwung auf den Berg Das neue Studienjahr hat begonnen. «Es herrscht eine gute und fröhliche Atmosphäre auf dem Campus», sagt Seminarleiter Dr. Horst Schaffenberger. Die neuen Studenten bringen motivierenden Schwung in die Studien- und Lebensgemeinschaft auf St. Chrischona. Mit 30 neuen Studenten startete am Montag, 29. August, das neue Studienjahr. 20 studieren in den Bachelor-Studiengängen Theologie und Gemeindepädagodik, 10 besuchen den tsc-Jahreskurs. Insgesamt studieren zurzeit mehr als 120 junge Leute am Theologischen Seminar St. Chrischona.

Freuen sich auf ein Jahr St. Chrischona: Die zehn Teilnehmer des tsc-Jahreskurses 2011/2012.

Neue Klassenfotos der tsc-Studenten finden sich im Internet:

tsc.chrischona.ch > Interaktiv > Postkarten Willkommen geheissen wurden auch 12 Studenten, die aus ihrem Praxisstudienjahr zurückkehrten. Ein Jahr lang sammelten sie praktische Erfahrungen in Gemeinde und Mission in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Südafrika oder in Kambodscha. Berichte aus den Praktika kann man im Internet nachlesen:

tsc.chrischona.ch > Campus > Studenten

Die «Erstis» in den Bachelor-Studiengängen Theologie und Gemeindepädagogik (eine Studentin fehlt auf dem Foto).

Eine bunte und fröhliche Gruppe: Die Studenten am Theologischen Seminar St. Chrischona.

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Pilgermission Direktorenwahl 2011 Sonderseite

Das Komitee der Pilgermission hat seine Wahl getroffen: Am 24. September bestätigte es einstimmig die Berufung von René Winkler, dem jetzigen Leiter der Chrischona-Gemeinden Schweiz, als Nachfolger von Dr. Markus Müller im Amt des Direktors der Pilgermission St. Chrischona. Er wird im März 2012 sein neues Amt antreten. Michael Gross

«Die Nachfolgefrage hat sich schneller geklärt, als ich gedacht habe», sagt Komitee-Präsident Hans Jörg Hauser. Nachdem Anfang dieses Jahres klar war, dass Markus Müller nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen würde, berief das Komitee einen Wahlausschuss, der die Aufgabe hatte, dem Komitee eine Wahlempfehlung abzugeben. Der Ausschuss nahm seine Arbeit am 11. Mai auf. Mit Unterstützung der Länderleitungen und Mitgliedervereine der Pilgermission wurden rund 20 Namen möglicher Kandidaten zusammengetragen. «Aus dieser Liste fragten wir drei Personen an, ob sie sich einem Berufungsverfahren stellen würden», erzählt Hans Jörg Hauser. Mit allen drei Kandidaten wurden intensive Gespräche geführt. Nach insgesamt fünf Sitzungen hatte sich das Gremium am 16. August für René Winkler entschieden. René Winkler war nicht überrascht, dass auch sein Name auf der Liste der möglichen Kandidaten auftauchte. «Aufgrund der Kriterien, die der Wahlausschuss in einem Anforderungsprofil definierte, rechnete ich damit, dass man mich als eine mögliche Option prüfen würde», sagt er. Als Mitglied des Leitungsteams sass er auch im Wahlausschuss. Er trat aus dem Gremium aus als klar war, dass sein Name ins Spiel kam.

schaftswerk im Kanton Bern. Als Jugendlicher machte er zunächst eine Ausbildung zum Betriebssekretär bei der Post. «1981 bat ich Jesus, dass er mir, falls er mich doch auf den Weg in den vollzeitlichen Dienst schicken wolle, dies unmissverständlich klarmache», erzählt er. Das geschah dann schon ein halbes Jahr später: Sein Entschluss, sich am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) zu bewerben, bestätigten die Verantwortlichen seiner damaligen Gemeinde in Zürich eindeutig – und auch seine damalige Freundin Monika hatte von Gott die Gewissheit, sich auf diesen gemeinsamen Weg und Dienst einzulassen. 1986 heiratete die gelernte Krankenschwester Monika den damals gerade frisch gebackenen Chrischona-Absolventen René.

Puzzleteile fügen sich zusammen

Der Blick nach vorne

René Winkler und seine Frau Monika hatte sich schon im Vorfeld viele Neue Herausforderungen interessieGedanken gemacht: «Weil wir mit einer näheren Eignungsprüfung rechne- ren und reizen René Winkler: «Ich ten, haben wir Freunde, die uns schon lange im Gebet begleiten, zum hö- fokussiere mich in der Regel mehr renden Beten eingeladen. Dazu gehörten auch der Ältestenrat unserer auf das, was vor mir liegt, als dass Gemeinde und unsere Kleingruppe.» Viele Puzzleteile hatten sich für das Ehepaar Winkler zu einem Bild zusammengefügt, das sehr eindeutig in diese Richtung wies. «Monika und ich haben überraschenderweise innerlich einen tiefen Frieden im Hinblick auf die neuen Aufgaben – obwohl wir viele Herausforderungen und Überforderungen schon sehr konkret vor Augen sehen», erzählt René Winkler. Es war beiden klar, dass sie sich nur mit einem gemeinsamen «Ja» darauf einlassen konnten. «Dieses gemeinsame Ja hatten wir innerlich schon vor dem Gespräch mit dem Wahlausschuss.» So ein gemeinsames Ja stand schon am Beginn ihrer BezieRené Winkler (51) absolvierte eine Lehre zum Betriebssekretär bei der hung: Nicht nur das Ja füreinander Post und arbeitete ein Jahr in dem Beruf, bevor er von 1982-1986 am Theoals Paar, sondern auch die gemeinlogische Seminar St. Chrischona (tsc) studierte. 1986 heiratete er Monika, same Überzeugung für die Berusie haben heute drei erwachsene Kinder: Stefan (23), David (20) und Fabifung in den vollzeitlichen Dienst. enne (18). Nach seinem Studium am tsc war er Prediger in den ChrischonaDas Gemeindeleben kennt René Gemeinden Steckborn (1986-1995) und Muttenz (1995-2001). Seit 2001 ist Winkler von Kind an. Sein Vater war er Leiter der Chrischona-Gemeinden Schweiz. Am 24. September wählte Prediger im Evangelischen Gemeinihn das Komitee der Pilgermission einstimmig zum künftigen Direktor.

zur person

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© Nathanael Müller

annend, es sehr sp «Ich fand ichen Beru der geistl t a h u den Weg z a n. D uverfolge e g fung mitz r u Sp üller eine aMarkus M geistert d e b r h se in b h legt. Ic fen ist. lles gelau von, w ie a eine volle k ler hat m René Win ung.» Unterstütz n zinger, Renate Ka itglied Komiteem Oben: Komitee-Präsident Hans Jörg Hauser gratuliert René und Monika Winkler zur Wahl. Rechts oben: René Winkler beantwortet Fragen in der Komitee-Sitzung. Rechts unten: Applaus nach der Wahl.

ich bedaure, was bisher war und ich jetzt weniger oder nicht mehr haben werde.» Es sind weniger die Aufgaben, die er ungern zurück lässt, als vielmehr die Menschen, mit denen er gemeinsam unterwegs war. Besonders freut er sich auf die Zusammenarbeit im Leitungsteam, das sich in den vergangenen Monaten stark verändert hat und noch weiter verändern wird. «Da kommt viel Unterschiedlichkeit, Kreativität und Leidenschaft zusammen – das ist sehr vielversprechend.» Und er freut sich auf die Kontakte mit den Studenten und Dozenten am Theologischen Seminar: «Ich möchte mithelfen, die Studenten und Studentinnen zu fördern, zu prägen und ihnen Perspektiven für ihr Leben und ihren Dienst im Reich Gottes zu erschliessen.» René Winkler wird seine Aufgaben als Leiter der Chrischona-Gemeinden Schweiz Ende des Jahres abgeben. Bis zu seinem Dienstantritt auf St. Chrischona im März möchte er ein klares Bild entworfen haben, wie er seine Aufgabe als Direktor gestalten möchte und welches die grossen Linien und Themen sind, auf die er sich konzentrieren möchte. //

René wINKLER pERSÖNLICH:

Die Pilgermission St. Chrischona ist ... von Jesus gewollt und dazu bestimmt, mit ihren besonderen Talenten zu wuchern. Ich habe eine Schwäche für ... hohe Qualität. In meiner Freizeit ... muss was laufen. Ich bin jemand, der sich aktiv erholt beim Velofahren, Musizieren, Campieren, Skifahren … Mein Lieblingsvers in der Bibel ist ... Johannes 15,16. Eeigentlich habe ich nicht nur einen Lieblingsvers, nur hat dieser Vers, den ich zu meiner Ordination erhalten habe und der wenige Wochen später der Text unserer Traupredigt war, jetzt gerade wieder eine besondere Bedeutung. Einer, der gut führt ... ist nahbar, führbar und immer noch am lernen. Mein Lieblingsgericht ... Tarte flambée ist eines von vielen. Arbeiten ist eine Form ... wie ich meine Liebe zu Jesus und meine Leidenschaft für das Reich Gottes ausdrücken kann. Ich habe den Traum ... dass unsere Studenten schon während ihrer Ausbildung am tsc mehrmals miterleben, wie Jesus sie persönlich braucht, um Menschen zum Glauben und in die Jüngerschaft zu führen. Ich träume davon, dass sie den Berg mutig und mit der grossen Sehnsucht verlassen, Jesus weiter zu dienen – koste es, was es wolle. Und natürlich träume ich auch davon, dass unsere Gemeinden so stark wachsen, dass sie die Herausforderungen nur gemeinsam mit den andern Gemeinden am Ort und in der Umgebung einigermassen meistern können.

«Ich unters tütze die Wahl von allem aus René Win zwei Grün k ler vor den: Er h gangenen at bereits zehn Jahre in den vern wesentl dass das W ich mitge erk heute h o lf en, da steht, durch sein wo es steh e gute Ve t. U ra n d nkerung in Gemeinde den Chrisc n Schweiz honaist der Zu res Werke sammenh s, insbeso alt unsendere in d Ausbildun en Kernbe g und Gem re ichen e inde, ents tigt und g cheidend efördert.» b egünsDr. Marku s Müller, D irektor

Nähe den s nächster u a t, a nh c e ar sehr sp das Vorr e n. Da s w «Ich hatte lg o rrf e n v u u chaft te ess mitz senmutters Wahlproz is » n o t. e k b ia e D G in im in der h weiterh c nend. Wir us u a a h r er le tt k u sen-M ené Win is R n o n k e ia tz D ü st ber in Ir is Neu, O glied Schwester omiteemit K d n u a n o h St. Chri sc

«Wir in Fra nk reich m üssen imm finden, w er w ieder ie w ir uns Wege mit der P zieren. M ilgermissi it René W o n id in entifik ler habe heit, dass n w ir die es weiterg G e w e issht. Verbun ander geh denheit u t immer ü n te b re er Person inInformell en. Neben en ist es n dem atürlich w Leitung d ichtig, da ahinterste ss auch die ht, dass B Frank reic eziehunge h gek nüp n mit ft w erden.» Gilbert Go etz , Komit eemitglied

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Das Sabbat-Prinzip

Thema

Und Gott ruhte

Wir leben heute umgeben von müden und gehetzten Menschen – und oft sind wir es selbst. «Burnout» ist zur Volkskrankheit geworden. Haben wir etwa verlernt, wie man lebt? Ein Blick ins erste Kapitel der Bibel kann da eine grosse Hilfe sein. Denn hier lassen sich wichtige Prinzipien für unser Leben entdecken. Es ist heilsam, wenn wir den Regeln und dem Rhythmus folgen, die Gott von Anfang an in seine Schöpfung gelegt hat. Eines dieser Ur-Prinzipien der Schöpfung ist der Sabbat: Was aber hat es damit auf sich? Andreas Baumann

«So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tag seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.» (1. Mose 2,1-4)

Etwas durch Ruhe vollenden – Eine neue Art zu denken und Projekte zu planen Gott hat in sechs Tagen Himmel und Erde geschaffen. Trotzdem heisst es: «Gott vollendete am siebenten Tag seine Werke.» Obwohl Gott nach sechs Tagen bereits alles gemacht hatte, war sein Werk doch noch nicht «vollendet». Das geschah erst, indem er ruhte. Offenbar ist bei Gott eine Arbeit erst dann vollendet, wenn die nötige Regeneration vorgenommen und das Ergebnis der Arbeit dankbar gefeiert wurde. Das ist eine völlig neue Art zu denken und Projekte zu planen; sind wir doch gewohnt, meist von einem Projekt gleich zum nächsten zu hecheln.

Ein Gebot Gottes, nicht ununterbrochen zu arbeiten Wenigen ist wohl bewusst, welch hohen Stellenwert Gott selbst diesem Prinzip gegeben hat: Der Sabbat wurde immerhin Teil der Zehn Gebote (2. Mose 20; 2. Mose 31; 5. Mose 5). Er steht damit neben Geboten wie: «Du sollst nicht töten», «Du sollst nicht ehebrechen» oder «Du sollst nicht stehlen». Jedem ist klar, dass die Missachtung dieser Gebote Unheil in unser menschliches Leben bringt. Nicht anders ist es beim Sabbat­ gebot. Und immerhin hat sich die Idee eines wöchentlichen Ruhetages durch die Geschichte hindurch bewährt und hat bis heute in vielen Völkern und Ländern Eingang gefunden. Es scheint zutiefst einem grundlegenden menschlichen Bedürfnis in uns allen zu entsprechen.

Ein Prinzip, das dem Menschen entspricht Viele haben die Erfahrung schon gemacht, dass man nach einer Pause, einem freien Tag oder gar einem Urlaub, plötzlich wieder viel konzentrierter und kreativer zur Sache gehen kann. Sinnvolle Pausen schaden deshalb unserer Effektivität nicht, ganz im Gegenteil. 8

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Warum aber fällt es uns dann trotzdem manchmal so schwer, uns Ruhe zu gönnen? Vielleicht ist es die Tatsache, dass auch nach einer intensiven Arbeitswoche auf meinem Schreibtisch immer noch Arbeit liegt. Und eine leise Stimme mir sagt: «Dies und jenes müsste doch unbedingt noch erledigt werden …». Gott hatte es da ja gut: Er hatte seine Arbeit nach sechs Tagen geschafft. Viele von uns aber stehen in Aufgaben, bei denen man letztlich nie ganz fertig wird. Und so bleibt die Frage: «Habe ich genug geschafft, um mir jetzt guten Gewissens eine Ruhepause zu nehmen?»

Nichts, was wir uns verdienen müssen Für Gott war der Sabbat der siebte Tag. Die Menschen allerdings wurden erst am Tag vorher geschaffen. Und sofort hatten sie den gewaltigen Auftrag bekommen, sich die Schöpfung Untertan zu machen. Eine Welt voller Arbeit lag vor ihnen. Doch als sie am ersten Morgen aufstanden, war Sabbat – ein Tag der Ruhe. Der Sabbat war also nicht etwas, was sie sich mit Übererfüllung ihrer Pflichten erst verdienen mussten. Er war vielmehr ein Grundlagengeschenk Gottes an den Menschen. Sicher hat Gott es so gewollt und eingerichtet, dass unser Leben zum grossen Teil aus Arbeit besteht. Trotzdem ist es von der Schöpfungsgeschichte her völlig unangebracht, sich ständig zu hinterfragen, ob wir es uns denn – angesichts des vielen, was noch zu tun wäre – auch erlauben dürften, die Arbeit auch einmal ruhen zu lassen.

Ein in Gott selbst verwurzeltes Prinzip Gott hat den Sabbat auch nicht als ein Zugeständnis an die menschliche Schwachheit gedacht. So nach dem Motto: «Leider» kann der Mensch nicht dauerhaft Höchstleistung bringen, also gebe ich ihm lieber eine Pause, damit er letztlich dauerhaft mehr Leistung bringen kann. Wer so denkt, für den ist das Ideal der Mensch als «immer produzierende Maschine» und die Effektivität der höchste Wert. Der Sabbat aber ist das genaue Gegenteil: Er ist die radikale Durchbrechung


zum weiterdenken > Wie kann der Sonntag für mich / für uns als Familie zum Tag der Ruhe und Regeneration werden? unseres rein menschlichen Effektivitätsdenkens. Stellen wir uns doch einmal die einfache Frage: Wer war der Erste in der Bibel, der geruht hat? Es war Gott selbst! Hatte Gott es wirklich nötig zu ruhen? Stand der Allmächtige vielleicht kurz vor dem «Burnout»? Sicher nicht. Trotzdem nahm Gott sich den Tag der Ruhe. Für alle Zeiten hat er damit klar gemacht: Arbeit ist wichtig, aber nicht alles. Und uns spricht er damit immer wieder zu: «Du bist mehr als deine Arbeit! Ich habe geruht und deshalb darfst auch du ruhen!» Wenn Gott selbst geruht hat, kann das auf seine Nachfolger, die sich ihm zum Vorbild nehmen, nicht ohne Auswirkung bleiben. Wer Gott ähnlicher werden will, sollte deshalb beides: Lernen tüchtig zu arbeiten und lernen zu ruhen.

> Wie kann ein Rahmen dafür geschaffen werden? > Welche anderen Rhythmen / Gewohnheiten der Ruhe kann ich einführen? > Wodurch / wie kann der Sonntag für mich zum besonderen «Tag mit Gott» werden? > Welche anderen Rhythmen / Gewohnheiten der «Rückbindung meines Lebens an Gott» habe ich (z.B. ein stiller Tag oder Ähnliches) oder wie kann ich sie entwickeln? > Wo kann ich im Laufe des Tages Pausen einlegen? Wie kann ich sie gestalten, um mir auch hier zu vergegenwärtigen, dass Gott da ist?

© WestPic - fotolia.com

Ein Tag, der Gott gehört Sieht man den Sabbat aber nur unter dem allgemeinen Aspekt der Ruhe, geht man am eigentlichen vorbei. Ausdrücklich heisst es: «Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn.» Der Sabbat steht unter dem besonderen Segen Gottes. Er hat diesen Tag geheiligt, also für sich ausgesondert. Das bedeutet, dass dieser Tag in besonderer Weise Gott gehört, und dass wir ihm deshalb diesen Tag widmen sollen. Es soll ein Tag sein, an dem wir uns auf ihn ausrichten und uns immer wieder neu daran erinnern: Nicht wir sind die grossen Macher. Gott ist der Schöpfer (2. Mose 20,11) – alles kommt von ihm. Und er ist der Retter (5. Mose 5,15) – er allein kann helfen. Er soll Fundament und Zentrum meines Lebens sein.

Eine Tradition, die sich in Jesus erfüllt Äusserst interessant ist nun, dass Jesus sich zu Beginn seiner öffentlichen Wirksamkeit selbst ausdrücklich in diese alttestamentliche Sabbat- und Erlassjahr-Tradition stellte (Lukas 4,16-21). Er machte damit deutlich, dass sich in ihm die Verheissung erfüllt, dass Gott diese zerrissene Welt retten und den Menschen Erlösung bringen will. Und tatsächlich: Nur bei Jesus und in dem Heilswerk, das durch sein Leben, Sterben und durch seine Auferstehung gewirkt wurde, können wir wirklich Ruhe finden (vgl. Matthäus 11,28-30). Und so war es letztlich nur folgerichtig, dass die Jünger bald begannen, den Tag der Auferstehung Jesu, also den Sonntag, als den «neuen Sabbat» zu feiern.

Ein Rastplatz auf dem Weg zum Ziel Mehr als ein Tag Mit dem Sabbat hat Gott uns einen regelmässigen Rhythmus der Rückbindung unseres Lebens an ihn gegeben. Darüber hinaus kann es jedoch auch sinnvoll sein, weitere Zeiten einzuplanen, um zur Ruhe und Neuausrichtung unseres Lebens zu kommen: Etwa durch eine regelmässige Stille am Morgen oder vielleicht durch einen stillen Tag am Ende eines Jahres. Schon im alten Israel gab es neben dem Sabbat als wöchentlichem Ruhetag eine ganze darauf aufbauende Sabbattradition: z.B. das Sabbatjahr (2. Mose 23,10-13) oder nach 7 Sabbatjahren schliesslich das Gnaden- und Erlassjahr (3. Mose 25,2-4.8-12, vgl. Jes aja 61,1-4). Immer waren dabei beide Elemente verbunden: Der Aspekt der Ruhe und der Wohltat für Gottes Schöpfung, als auch die Erinnerung und Ausrichtung auf Gott.

An diesem Tag feierten sie ihre Gottesdienste und erinnerten sich gegenseitig daran, was Jesus Christus für sie bedeutet. Hier kamen sie zur Ruhe und richteten ihr Leben neu auf ihn aus. So wurden sie wieder gestärkt für den Kampf, in den sie gestellt waren. Auch wir sind noch nicht am Ziel angekommen und stehen mitten in den Spannungen des Lebens. Und genau dafür schenkt Gott uns den Sabbat: Als einen Rastplatz, an dem wir durchatmen und auftanken können. Wo wir uns neu ausrichten können und dann – neu gestärkt an Körper, Seele und Geist – wieder mutig aufbrechen auf die nächste Etappe hin zum Ziel. //

Andreas Baumann (42) lebt mit seiner Frau und drei Kindern im Grossraum Frankfurt. Der promovierte Missionswissenschaftler studierte auch am Theologischen Seminar St. Chrischona (1989-1993). Nach mehreren Jahren als Gemeindepastor wechselte er 2006 in die Leitung des «Christlicher Hilfsbund im Orient e.V.»

In diesem Jahr erschien im Francke-Verlag sein Buch «Das Genesis Prinzip». www.genesis-prinzip.de

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Sabbatjahr Sechs Monate Zeit – ein Geschenk Thema

Wenn Paul Amacker morgens aus dem Fenster schaut, blickt er hinunter auf den Heidsee, der zwischen Valbella und Lenzerheide liegt, eingerahmt von Berggipfeln der Graubündner Alpen. Seit Mai geniesst er mit seiner Frau Margrit Tag für Tag diese Aussicht. Einen traumhaft schönen Ort haben sie sich ausgesucht für ihr Sabbathalbjahr.

Michael Gross

Das Haus in Valbella gehört Feunden. Die Amackers Sicher fordert es eine Gemeinde, den Pastor und seine Frau ein halbes dürfen darin kostenfrei wohnen. Dafür erneuert Paul Jahr zu entbehren. den mit Steinplatten ausgelegten Vorplatz. Eine will- Amacker: Von Anfang an haben wir klar kommuniziert, was das bedeutet. kommene körperliche Abwechslung für den 59-Jähri- Wir haben deutlich gemacht, dass es ein Opfer ist, das die Gemeinde gen, der in dieser sechsmonatigen Auszeit an einem bringt, und es nicht einfach sein wird. Wir haben detailliert aufgeschrieBuch schreibt. Seit elf Jahren ist er Pastor in der ben, wie wir denken, das zu lösen. Wir listeten alle Arbeiten auf, die wir Chrischona-Gemeinde Amriswil im Thurgau. Zuvor in der Gemeinde hatten. Zwei Seiten lang ist die Liste geworden. Vieles war er zehn Jahre lang Pastor in Kanada. Dort hatte er bleibt an Christian und dem Praktikanten hängen, manche Dienste konnauch mit einer Doktorarbeit zum Thema «Nachhaltige ten nicht ersetzen werden. Verkündigung» begonnen. In der Schweiz hat er sie nicht weiterschreiben können, also entstand die Idee, Diese Zeit verlangt der Gemeinde Opfer ab. Profitiert sie auch davon? ein Buch über das Thema zu schreiAmacker: Zeiten, die etwas schwieben. Aber als Pastor so nebenbei ein riger sind, sind sehr oft SegenszeiBuch zu schreiben, lag nicht drin. ten. Zeiten, die Gott gebraucht, um So kam es zur Idee der Sabbatzeit. einem den Horizont zu erweitern. «Ich habe gemerkt, wie viel Adrenalin in Die Gemeinde in Amriswil und sein Ein positiver Aspekt für die Gemeinmeinem Leben steckt. Die ersten Wochen Pastoren-Kollege Christian Stricker de besteht darin, dass sie sieht, was waren wie ein Entzug. Ein halbes Jahr müssen noch bis November auf Paul bei einem Pastor noch alles nebenkeine Verpflichtungen – daran muss man und Margrit verzichten. Wir besuchbei läuft, weil für diese Aufgaben sich erst einmal gewöhnen.» ten sie in Valbella und sprachen mit während der Sabbatzeit Ersatz gePaul Amacker über die Sabbatzeit. braucht wird. Ein zweiter positiver Aspekt ist, dass dadurch, dass jetzt Chrischona-Panorama: Was sagten die Gemeinde die Arbeit auf mehreren Schultern verteilt wird, noch mehr Menschen in und Ihr Kollege zu der Idee einer Sabbatzeit? den Dienst hineingenommen werden. Ich will mich nicht beklagen, verstePaul Amacker: Zuerst sprach ich mit Christian über hen Sie mich richtig. Viele Aufgaben werden wir sicher wieder übernehmeinen Wunsch nach einer sechsmonatigen Sabbatzeit. men, wenn wir zurück sind. Versuch es doch mit drei Monaten, sagte er. Aber mir war klar: Wenn ich aussteige, dann für ein halbes Jahr, Wie sehr fehlt Ihnen die Gemeinde? nicht kürzer. Da sagte er, er stehe dahinter. Ich schrieb Amacker: Da muss ich ehrlich sein: Eigentlich nicht. Weil ich im Moment ein Konzept, wie ich mir Ablauf und Finanzierung der ganz anders gepolt bin. Grundsätzlich fehlt mir die Gemeinde immer, weil Sabbatzeit vorstellte. Die Leitung der Chrischona-Ge- mein Herz für sie schlägt. Das Sabbathalbjar ist eine Zwischenzeit, ohne meinden Schweiz prüfte es und gab ihr OK. Und Sitzungen, ohne Verpflichtungen. Aber es brauchte fast einen Monat, bis schliesslich stand auch die Gemeindeleitung einstim- ich wirklich zur Ruhe kommen konnte. Ich habe gemerkt, wie viel Adrenamig dahinter. Als Pastor hat man 14 Tage und 1000 lin in meinem Leben steckt. Die ersten Wochen waren wie ein Entzug. Ein Franken im Jahr Anspruch auf Weiterbildung. Ich halbes Jahr keine Verpflichtungen – daran muss man sich erst einmal gekonnte zwei Jahre rückwirkend und zwei Jahre im Vo- wöhnen. raus meine Weiterbildungszeit in Anspruch nehmen, zusammen mit den Ferien kamen wir auf viereinhalb Ist es wichtig, dass man in der Sabbatzeit ein Ziel verfolgt? Monate. Die restlichen eineinhalb Monate sind unbe- Amacker: Es war von Anfang an klar, dass ich nicht in den Tag hinein lezahlter Urlaub. ben will. Im Konzept, das wir der Gemeindeleitung vorlegten, hatten wir

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umschrieben, was das Ziel sein sollte, wie viel ich am Tag studiere und welche Projekte ich verwirklichen wollte. Aber auch mit dem guten Ratschlag der Gemeindeleitung: Du bist nicht verpflichtet, das Buch fertig zu schreiben; du arbeitest daran, das ist auch alles. Worauf sollte man bei einer Sabbatzeit achten? Amacker: Es ist nicht hilfreich, wenn eine Sabbatzeit bloss eine Verschiebung von Aktivitäten ist. Sie sollte wirklich etwas anderes sein. Sabbat bedeutet ja, ich stoppe das normale Arbeiten und nehme mir eine Zeit mit Gott. Für mich ist die Sabbatzeit sehr wichtig, um mit Gott in einer anderen Art Beziehung stehen zu können. Dafür braucht man einen Ort, an dem das möglich ist. Eine längere Sabbatzeit zuhause im gewohnten Umfeld zu verbringen, funktioniert meiner Meinung nach nicht. Und es ist gut, wenn man nicht planlos oder ziellos in eine Sabbatzeit geht. Wobei sich mein Ziel im Laufe der Sabbatzeit auch verändert hat. Zunächst wollte ich ein theologisch-wissenschaftliches Buch schreiben, eine Doktorarbeit in Buchform. Die erste Krise hatte ich schon am Anfang, als ich versuchte, genauer zu umschreiben,

was ich jetzt mache. Ich merkte, ich bin nicht motiviert, ein solches Buch zu schreiben. Das Thema bleibt, aber ich schreibe jetzt ein eher autobiographisches Buch. In einer Sabbatzeit muss man auch flexibel sein. Man erlebt auch Höhen und Tiefen. Gab es andere Krisen? Amacker: Man muss es aushalten, mit sich allein auszukommen. Man hat ja sonst immer was zu tun, zu entscheiden. Auf einmal ist man mit sich allein. Das ist gar nicht so einfach. Man wird mit Dingen konfrontiert, vor denen man am liebsten in die Aktivität des Alltags fliehen würde. Auch in der Sabbatzeit kann man diesen entfliehen, wenn man will. Das schöne aber ist: Man hat die Zeit, sich der Sache zu stellen. Werden Sie verändert nach Amriswil zurückkehren? Amacker: Ich werde zurückkommen wie ich eben zurückkomme. Da wird Veränderung sein, aber vielleicht nicht die, die man erwartet. Die eigenen Erwartungen und die der anderen musste ich ablegen, Gott geben und sagen: Ich bin für ein halbes Jahr freigestellt und will mich bewusst nicht von irgendwelchen Erwartungen in die Knechtschaft nehmen lassen. In mir spüre ich Veränderung. Die persönliche Beziehung zu Gott ist für mich tiefer geworden und wird hoffentlich auch so bleiben. Ich bin mir wohl bewusst, dass manches wieder anders wird, der Zugzwang des Alltags mich einholen wird. Trotzdem wird manches anders.

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Thema Ein Grund für eine Sabbatzeit kann auch sein, dass man nach ein paar Jahren im Job ausgebrannt, kraftlos ist, und man durch eine Sabbatzeit wieder Kraft und Motivation schöpfen möchte. Ist es bei Ihnen so? Amacker: Bei mir ist das überhaupt nicht der Fall. Ich würde das trennen. Wenn man kraftlos, unmotiviert oder gar ausgebrannt ist, braucht man eine andere Art von Auszeit. Dann braucht man Begleitung. In diesem Fall würde ich niemanden alleine losziehen lassen, denn das könnte für denjenigen gerade Gift sein. Eine Sabbatzeit, in der man sich aus einer gesunden Haltung heraus neu orientiert, kann aber ein Schlüssel sein, um Burnouts zu vermeiden. Die bräuchte es gar nicht. Ein Burnout ist ja ein ständiges Überfordertsein. In einer Sabbatzeit kann ich mich neu orientieren, neu Mut fassen, bestimmte Dinge anzugehen. Es ist sicher gut, auch das in Begleitung zu tun und nicht der einsame Krieger zu sein. Ich treffe mich auch hier regelmässig mit meinem Seelsorger.

Links: Paul Amacker sitzt während des Sabbathalbjahrs so gut wie jeden Tag am Schreibtisch. Dort arbeitet er an einem Buch. Rechts: Ausgleich vom Schreiben und Studieren: Paul erneuert den mit Steinplatten ausgelegten Platz vor dem Haus in Valbella.

Jahr einen Pastor-Appreciation-Day. Einmal im Jahr überlegte sich die Gemeinde, wie sie dem Pastor dankt.

«Es ist nicht hilfreich, wenn eine Sabbatzeit bloss eine Verschiebung von Aktivitäten ist. Sie sollte wirklich etwas anderes sein.»

Die Gemeinde ermöglicht Ihnen ein Sabbathalbjahr. Wie ist es bei Menschen, die sich in der Gemeinde ehrenamtlich engagieren – da wäre es doch auch notwendig, dass eine Gemeinde darauf achtet, dass der eine oder andere sich in dem Dienst für die Gemeinde nicht überfordert. Amacker: Diese Gefahr besteht. Im Ältestenrat in Amriswil möchten wir so planen, dass wir genug Leiter haben, damit wir zwischendurch einem Leiter eine Sabbatzeit geben können oder ein Ältester ein Jahr lang sein Amt ablegen kann. Aber ohne, dass er gleich den Abschied nehmen muss und man ihn dann plötzlich nicht mehr in der Gemeinde antrifft. Das würde vielen helfen, zur Ruhe zu kommen und sich neu zu orientieren. Ich sage jetzt vielleicht etwas Gefährliches: Ich empfinde, dass in der Schweiz und vielleicht auch in Deutschland die Dankbarkeit füreinander nicht wirklich zum Tragen kommt. Über Erwartungen und Enttäuschungen redet man eher. Unsere Gemeinden leiden oft, weil wir verlernt haben, einander zu danken und jemandem zum Beispiel eine Sabbatzeit zu gönnen. Diese Sabbatzeit empfinde ich als einen riesigen Dank von unserer Gemeinde in Amriswil. Und es motiviert mich, der Gemeinde weiter zu dienen. Man könnte Meilen vorwärts kommen, wenn man einander mehr in diesem Sinne hilft. In Kanada zum Beispiel gab es jedes

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Das betrifft sicher auch ehrenamtliche Mitarbeiter… Amacker: Richtig. In Kanada habe ich damit begonnen, in persönlichen Briefen Gemeindemitgliedern zu danken, dass es sie gibt und sie da sind. Ich habe Leute getroffen, bei denen mein Brief am Kühlschrank heftete. Sie merkten, dass ich an sie denke und schätze, was sie tun. Dafür möchte ich mir mehr Zeit nehmen, wenn ich zurück bin. Das ist ein Ergebnis dieser Sabbatzeit. Während des Buchschreibens ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, Dankbarkeit zu zeigen. Im Buch wird dies auch ein wichtiger Teil sein. Ich bin gespannt auf Ihr Buch. Wann wird es erscheinen? Amacker: Das Schreiben ist gut für mich, ich verarbeite in dem Buch viele Erlebnisse und Erfahrungen. Ob es je gedruckt wird, ist völlig offen. Zum Schluss: Was ist Ihr bisher schönstes Erlebnis in der Sabbatzeit? Amacker: Das Schönste in diesem Sabbathalbjahr ist das Sabbathalbjahr. Jeden Morgen aufstehen zu können und zu sagen: Gott, ich danke dir, dass ich diese Zeit so geniessen kann. Das ist das Schönste. //

zur person Paul Amacker (59) ist seit 2000 Pastor in der Chrischona-Gmeinde Amriswil. Er ist seit 1975 mit Margrit verheiratet, sie haben zwei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Der gelernte Bauschlosser besuchte von 19751978 die Bibelschule Walzenhausen und war in der Gemiendeaufbauarbeit in Österreich und der Schweiz aktiv. 1983 ging er als Lehrer zurück an die Bibelschule Walzenhausen und wurde später deren Leiter. 1990 wanderte die Familie Amacker nach Kanada aus. Dort studierte Paul nochmal, machte den Master in Theologie und war als Pastor tätig.


Mitarbeiter erzählen Wo füllt ihr eure Energietanks? Wie und wo füllst du deine Energietanks? Gibt es einen Ort, an dem du dich aus dem Alltag ausklinkst? Und was würdest du Menschen empfehlen, die sich darum sorgen, das Feuer und die Motivation im Beruf, in der Gemeinde oder im Glauben nicht zu verlieren? Das fragten wir drei Mitarbeiter der Pilgermission auf St. Chrischona. Hier ihre Antworten:

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Josefine Freidl (52), Leiterin Hauswirtschaft:

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Die Gründe dafür, dass Menschen ausbrennen, sind so verschieden wie die Menschen selber. In meiner Verwandtschaft ist das Thema «Burnout» schon seit einigen Jahren präsent, wir haben als Familie schon grosse Sorgen durchlebt. Marianne Karwohl hat in einem ihrer Bücher geschrieben: «Ein Problem lösen kann auch heissen, sich von einem Problem zu lösen.» Mein Beruf ist für mich Berufung. Ich weiss, dass Gott mich hier an diesen Platz gestellt hat. Mit diesem Wissen und meinen Gaben übernehme ich die Verantwortung, mit Mitarbeitern und Aufgaben gewissenhaft umzugehen. Aber ich weiss und habe schon oft erlebt, dass Gott über allem steht. Manche Probleme, oft hin und her gewälzt und doch keine gute Lösung gefunden, haben sich auf eine Art und Weise gelöst, dass ich wusste: Das war nicht mein Verdienst, da hat Gott eingegriffen. Diese Erfahrungen ermutigen mich, zu mei-

Michael Bissegger (32), Koch: Um meine Tanks zu füllen, nehme ich mir immer wieder kleine «Oasen in meinem Alltag», um mich neu auszurichten. Solch eine Oase kann der Sport sein – ich gehe regelmässig klettern – oder eine 15-Minuten-Pause, in der ich mich hinlege. Diese Zeiten brauche ich, um mich innerlich regenerieren zu können. Geistlich tanke ich auf, indem ich mich darauf besinne, dass Gott mich bedingungslos liebt und ich angenommen bin.

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Manfred Wolf (49), Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona: Ich versuche möglichst die Balance zu halten zwischen Anspannung und Entspannung, arbeitsreichen Zeiten und Erholungsphasen. Mein Ziel ist dabei, die Zeit gut zu planen und die zu erwartenden Herausforderungen hinsichtlich ihrer Intensität zu erkennen. Dadurch möchte ich vermeiden, dass die gefühlte Anzeige meines Energietanks plötzlich auf Reserve steht. Wichtig ist mir das Bewahren von schönen Erfahrungen und ermutigenden Erlebnissen. Die Erinnerung an solche «Edelsteinmomente» hilft mir, spannungsreiche und anstrengende Zeiten besser zu bewältigen. Vom Alltag ausklinken und erholen kann ich mich am besten gemeinsam mit meiner Familie in einem Umfeld, in dem meine Familie und ich so willkommen sind, wie wir einfach sind.

nen Grenzen zu stehen und auch einmal nein zu sagen oder Hilfe anzunehmen. Ich versuche auch abzuschätzen, wo ich Aufgaben weitergeben kann. Ich übe das Loslassen, was mir nicht immer leicht fällt. Ich bin Perfektionistin und versuche manchem mit Humor zu begegnen. Mir ist wichtig, dass ich aufmerksam durch den Tag gehe und mir Gottes Gegenwart und Grösse bewusst ist. In der Natur kann ich gut abschalten. Meist gehe ich mit den Nordic Walking-Stöcken los, höre Anbetungslieder oder geniesse die Ruhe und halte Zwiesprache mit Gott. Das hilft mir, den Kopf wieder frei zu bekommen und mich und mein Tun im richtigen Verhältnis zu sehen. Zeit mit meinem Ehemann, unseren Kindern und dem Enkelkind oder Freunden zu verbringen, gute Gespräche führen und gemeinsame Unternehmungen bilden einen wichtigen Lebensbereich neben meiner Arbeit. //

Damit man nicht ausbrennt und die Motivation beispielsweise für den Beruf nicht verliert, ist es wichtig, einen Prozess gehen zu wollen, bei dem man den emotionalen Stress im Innern immer mehr abbauen kann. Gerade in unserer leistungsorientierter Gesellschaft müssen wir lernen, uns selber wahrzunehmen – um zu erkennen, was uns gut tut und was nicht. Wenn dies geschieht, kann man sich besser abgrenzen, um wieder mit neuer Kraft den Alltag angehen zu können. //

Ich halte es für wichtig, dass ich mir meiner eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst bin. Ein Leben in andauernder Überforderung schadet nicht nur mir selbst, sondern betrifft auch stark die Menschen in meinem Umfeld. Wichtig ist der Mut einmal «Nein» zu sagen, sich abzugrenzen und es nicht jedem Recht machen zu wollen. Es bewährt sich auf Dauer nicht, wenn ich mich für jeden und jedes verantwortlich fühle. Dazu versuche ich Prioritäten zu setzen: Was ist wirklich wichtig, und was drängt sich einfach nur auf? Es bewährt sich Beratung in Anspruch zu nehmen, um eine Aussensicht in die Planung des Alltags einzubeziehen und um Korrekturen vornehmen zu können. //

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Apostelgeschichte live Hatim und Renate Jiryis leiten eine arabische Gemeinde im Norden Israels. Bei einem Gemeindewochenende mit 130 Teilnehmern erlebten sie Gottes mächtiges Wirken. Zwei Frauen wurden von Ohrenleiden mit damit verbundenem Schwindel und Schlafstörungen geheilt. Ein Ehepaar und ihre Tochter, die zum ersten Mal mit dabei waren, vertrauten ihr Leben Jesus an. Ein Höhepunkt war die Taufe von zwei Frauen am Samstagabend im Schwimmbecken des Hotels. Am Abreisetag wurde die Schlussversammlung unterbrochen, weil jemand in den Saal stürzte und rief: „R. ist vom Balkon gestürzt und liegt auf der Strasse!“ Die ganze Gemeinde lief nach draussen. Tatsächlich hatte sich der Sohn des neubekehrten Ehepaares, ein überzeugter Atheist, vom Balkon des dritten Stockwerks gestürzt. Eine gläubige Frau war als Erste am Unfallort. Sie beruhigte die Leute, kniete sich auf der Strasse neben dem bewusstlosen Körper nieder und betete. Der Puls war nur noch schwach zu spüren, doch die ganze Gemeinde ging in den Versammlungssaal zurück und rief Gott an. Dann las der Pastor aus Apg. 20,7-12 vor (bitte nachlesen!). Die Gläubigen sangen Anbetungslieder, gaben Zeugnis über Gottes Tun und brachen das Brot – und der Puls von R. (so bezeugte der Vater) schlug wieder stark, bevor die Ambulanz eintraf. Im Krankenhaus angekommen, konnte der Arzt nicht glauben, dass dieser junge Mann vom dritten Stock heruntergefallen war und noch lebte. Er hatte sich „nur“ das Becken und einen Arm gebrochen.

Professoren die Zeitschrift „Friede über Israel“ überreicht und empfohlen. Damals wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Jesus und das jüdische Volk zusammen gehören, dass Menschen aus diesem Volk in ihm ihren Messias erkennen – wenn auch bislang erst eine Minderheit. Diese messianische Bewegung habe ich inzwischen in Israel und anderen Ländern bei vielen Begegnungen kennen gelernt. Als Pfarrer der badischen Landeskirche war es mir ein Anliegen, dass Christen diese Bewegung wahrnehmen und wertschätzen – durch persönliche Begegnungen mit Gästen in der Gemeinde und auch vor Ort in Israel. Nun bin ich zum theologischen Leiter der amzi berufen worden und darf mich ganz diesem Anliegen widmen. Nicht vergessen will ich dabei die arabischen Christen in Israel und in den palästinensischen Gebieten. Sie haben einen schweren Stand mitten in den Auseinandersetzungen des sich zuspitzenden Nahost-Konflikts.

fentlichen Veranstaltungen vom aktuellen Geschehen im Nahen Osten und über die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens. Die Schriften des Neuen Testaments stammen überwiegend von Jesus-Nachfolgern aus dem jüdischen Volk und sind durch und durch geprägt von hebräischem Denken. Neugierig geworden? Ich freue mich über Einladungen zu Vorträgen und Predigten.

Wir brauchen einander

Unterstützung von messianischen Juden und arabischen Christen

Bei einem Gebetstag von einigen Hundert messianischen Juden und arabischen Christen in Nazareth gab der jüdisch-messianische Pastor Israel Harel einen interessanten Gedankenanstoss weiter: „Gott machte keinen Fehler, als er Juden und Araber gemeinsam in dieses Land stellte. Wie Mann und Frau sehr verschieden sind, aber vor Gott den gleichen Wert haben und sich ergänzen können, so brauchen wir, Juden und Araber, einander, um uns gegenseitig zu ergänzen. Jedes der beiden Völker hält den Schlüssel zur Heilung des anderen in der Hand. Welch grosse Kraft geht davon aus, wenn beide zusammen dem Herrn dienen und somit ihrem Land Heilung bringen.“

Martin Rösch, theolog. Leiter der amzi

Herzliche Einladung zum Einsetzungsgottesdienst von Martin Rösch als theologischer Leiter der amzi So 23. Oktober 2011, 10.00 Uhr, auf St. Chrischona

amzi, Hauinger Str. 6, D-79541 Lörrach BLZ 683 500 48 / Kto. 1017730 amzi, Postfach, CH-4153 Reinach BL 1 Postfinance Kto. 40–33695–4 info@amzi.org 0041 (0)61 712 11 38 Zeitschrift focus israel       per E-Mail     per Post Gebets-E-Mail

 wöchentlich     monatlich

      amzi Israelkalender 2012 (CHF 14.80 / € 8.95) Name: Strasse: PLZ/Ort: E-Mail:


Impuls

Impuls

Gehen wir über Leichen? «… wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut.» (Jesaja 1,15b) Das Gerichtswort, das der Prophet Jesaja dem Volk Israel im Auftrag Gottes weitergibt, ist ein erschreckendes Wort: Obwohl viele Israeliten Gott im Gebet anrufen, bleibt Gott stumm. Der Grund: «denn eure Hände sind voll Blut.» Offenbar war die Ehrfurcht vor Gott und seinen Geboten im Volk Gottes so geschwunden, dass auch der Respekt vor den Mitmenschen und ihren Rechten verloren gegangen war: Die Menschen lebten ihren Egoismus aus und gingen dabei buchstäblich «über Leichen». Die Würde des Menschen, ja sogar sein Leben wurde mit Füssen getreten. Wenn die Gebote Gottes so schamlos missachtet werden, werden Frömmigkeit und Gebet zur Farce, ja sogar zu einer Beleidigung Gottes.

© photocase.de – Hannele

Ich muss bei diesem Jesajawort immer an unsere heutigen Wohlstandsgesellschaften denken: Wir leben in Mitteleuropa in einem nie da gewesenen Wohlstand. Doch dieser Wohlstand ist teuer erkauft: Er ist Frucht einer rücksichtslosen «Selbstverwirklichung» auf Kosten anderer. Es ist uns meist nicht bewusst, dass die zum Lebenskonzept vieler Menschen gewordene Selbstverwirklichung hohe Opfer fordert! In den Ländern Mitteleuropas werden jährlich Zehntausende und Hunderttausende von ungeborenen Kindern auf dem Altar der Selbstverwirklichung geopfert: Sie stehen den Lebensentwürfen ihrer Mütter und Väter im Weg und müssen die Ablehnung ihrer Eltern mit dem Leben bezahlen. Besonders traurig ist dabei das Schweigen vieler Christen: Es sind allzu wenige, die noch öffentlich ihre Stimme für die ungeborenen Kinder erheben. Beim «Marsch für das Lebens», der am 18. September wieder in Berlin und Zürich stattfand, waren es gerade 2200 (Berlin) bzw. 1500 Christen (Zürich), die für die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens eintraten und dafür in Kauf nahmen, dass ihnen von Gegendemonstranten blinder Hass und (in Zürich) sogar Gewalt entgegenschlug! Diesen wenigen Demonstranten stehen die Millionen Bürger entgegen, die sich an den rechtstaatlich und demokratisch (in der Schweiz sogar durch Volksabstimmung) sanktionierten Kindermord «gewöhnt» haben und verstummt sind. Auch in den christlichen Gottesdiensten wird dieser Opfer nicht gedacht, weil auch die Christen sich weitgehend daran gewöhnt haben, dass jährlich ein beträchtlicher Teil der nachwachsenden Generation getötet wird. Doch was sollen wir tun? Die Botschaft des Propheten Jesaja ist eindeutig: Ein radikales (d.h. an die Wurzel gehendes) Umdenken ist angesagt: «Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen Augen, lasst ab vom Bösen!» (Jesaja 1,16). Der leichtfertige Umgang mit der Sünde soll einer neuen Ehrfurcht vor Gott und seinen heiligen Geboten weichen, damit ein neuer Respekt vor der Würde und dem Lebensrecht eines jeden Menschen entsteht und eine neue, leidenschaftliche Hinwendung zu dem Gott, der es nur gut mit uns Menschen meint und uns in Jesus Christus Vergebung und einen Neuanfang schenken will. Dieser Gott wartet darauf, dass wir seiner Einladung folgen: «So kommt denn …, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiss werden!» (Jesaja 1,18)

Dr. Werner Neuer ist Dozent für systematische Theologie am Theologischen Seminar St. Chrischona


Projektspende

St. Chrischona

Ein neues Dach für die Eben-Ezer-Halle

Zur Geschichte der Eben-Ezer-Halle Claudius Buser

Dieser massive Holzbau wurde 1890 zum 50. Jubiläum der Pilgermission als Konferenzhalle mit Empore erbaut und diente mit den rund 500 Sitzplätzen bis 1992 als Konferenz- und Versammlungsraum. Hier wurden über 100 Jahre lang die «Brüder» ordiniert und zum Dienst eingesegnet. Bis in die 1990er Jahre wohnten im Untergeschoss Brüder in sehr einfachen Zimmern. In der ersten Zeit wurde ein Vorraum als erste «Kaffeehalle» benutzt. Heute ist das Gebäude innen und aussen denkmalgeschützt und renovationsbedürftig, daher nur selten in Gebrauch. Der Name geht auf den Bibelvers aus 1. Samuel 7,12 zurück: «Da nahm Samuel einen Stein und setzte ihn zwischen Mizpa und Sen und hiess ihn Eben-Ezer und sprach: Bis hierher hat uns der Herr geholfen.» Schon 1885 wurde die Idee aus der Mitte der ehemaligen Seminaristen bei der Julikonferenz geboren, dass doch die früheren Zöglinge (heute spricht man von Absolventen oder Alumnis) Geld zusammen legen sollten, damit man eine grosse Halle habe, um die Versammlungen im Sommer nicht mehr im Freien durchführen zu müssen. Man könne auch die Wäsche darin aufhängen. Drei Jahre später wurde dieser Gedanke nochmals dem Komitee vorgelegt. Dies freute sich, dass aus den Kreisen der früheren Absolventen so eine Idee kam und stimmte zu, falls die nötigen Mittel bis 1889 zusammen wären. Im Juli 1889 waren so 18’500 Franken zusammen. Nun wurde rasch gehandelt. Schon im August wurde das Untergeschoss in Angriff genommen und am 7. März 1890 konnte der Dachstuhl aufgerichtet werden. Man baute die Halle aber nicht nur für 500 Leute, sondern für 2’000. Im Untergeschoss war ein grosser Keller, daneben ein breiter Gang, der bei Festen zur Essensausgabe gedacht war und rasch als Kaffeehalle eingerichtet werden konnte. Im Norden befanden sich sieben grosse Gastzimmer mit den Namen: Bethel, Salem, Emmaus, Bethanien, Mizpa, Elim und Sunem. Mit speziellen Spenden konnten die Zimmer eingerichtet werden. Auf den ersten Sonntag im Juli 1890 war das Gebäude fertig. //

Einzigartig: Ein Gebäude solcher Konstruktion gibt es nur noch ein oder zwei weitere Male in der Schweiz – deshalb steht es auch unter Denkmalschutz.

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Komplett aus Holz: die besondere Konstruktion der Eben-Ezer-Halle.

Für tausende von Chrischona-Studenten war und ist die Eben-Ezer-Halle auf St. Chrischona ein Stück ihrer Geschichte. In dieser Halle wurden sie ordiniert und zum Dienst eingesegnet oder haben sogar in einem der Zimmer im Untergeschoss gewohnt. Seit geraumer Zeit ist klar, dass das Dach saniert werden muss. An einigen Stellen regnet es sogar schon herein. Die Dachkonstruktion nimmt Schaden. Um diesen Zerfallsprozess aufzuhalten und das Dach zu sanieren, brauchen wir Unterstützung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf CHF 150’000. Das Gebäude ist ein eingetragenes Denkmal. Ein höchst schützenswertes Objekt, findet die Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt und beteiligt sich mit 15 Prozent an den Kosten. Wollen auch Sie dazu beitragen, dass die Eben-Ezer-Halle wieder mit gutem Gewissen genutzt werden kann? Dann unterstützen Sie dieses Projekt und benutzen Sie dafür den hier eingehefteten Einzahlungsschein. Herzlichen Dank!

Das Wasser, das duch das undichte Dach gelangt, hinterlässt seine Spuren.


St. Chrischona Unser Umgang mit Finanzen An dieser Stelle soll die in der letzten Ausgabe begonnene Serie zum Umgang mit Finanzen fortgesetzt werden. Die Pilgermission äussert sich nicht zum ersten Mal zu diesem Thema. Bereits im Jahr 2007 wurden in der Broschüre «Chrischona – Gut mit den zukünftigen Herausforderungen umgehen» einzelne Themen im Umgang mit Geld besprochen. Sie sollen hier in Erinnerung gerufen und aktuell dargestellt werden.

Zweiter Grundsatz: Schuldensanierung Wir wollen die Schulden des Werkes abbauen, weil wir überzeugt sind, dass Gott das segnet. Schulden geben dem Geld seine Macht, indem sie den Schuldner vom Gläubiger abhängig machen. Der Gläubiger hat Macht über den Schuldner; er kann Ansprüche stellen. Das schränkt die Handlungsfreiheit ein. Ja, es kann im Extremfall zu einer völligen Unfreiheit führen. Nun hat uns Gott aber zur Freiheit berufen, nicht zu neuer Knechtschaft (Galater 5,1). Finanzi-

elle Freiheit hat insofern immer auch eine geistliche Komponente. Es geht um die Freiheit «für Gott» und somit um Verfügbarkeit für ihn. Diese darf nicht eingeschränkt werden durch Schulden. Es geht aber auch um eine Vorbildfunktion der Pilgermission St. Chrischona. Was es bedeutet, wenn Länder, aber auch Private sich überschulden, sieht man in den Medien aktuell zur Genüge. Dass es dem Werk möglich war, die eigenen Schulden von CHF 20.5 Mio. im Jahr 2001 auf CHF 8.6 Mio. per Ende 2010 zu reduzieren, stimmt uns dankbar gegenüber Gott. Es ist aber auch die Frucht von Menschen, die bereit waren, hier Verantwortung zu übernehmen und manchmal auch unpopuläre Entscheide zu treffen. Damit war und ist es weiterhin möglich, die Pilgermission auf den Weg zur finanziellen Freiheit zu führen. // Patrik Senn, Controller Kontakt: patrik.senn@chrischona.ch

Aktuelle Spendensituation Die positive Nachricht: Aufgrund zweier Legate in Höhe von insgesamt CHF 108’000 wurde das monatliche Spendenbudget im August um CHF 33’000 übertroffen. Die negative Nachricht: insgesamt liegen wir per Ende August immer noch 24% unter dem Budget. Konkret fehlen uns aktuell CHF 530’000. Von den für das gesamte Jahr budgetierten 3,9 Millionen Gaben haben wir per Ende August 1,67 Millionen (Spenden und Legate) erhalten (siehe Grafik). Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich und freuen uns, auch weiterhin auf Ihre Solidarität und Unterstützung im Gebet als auch finanziell zählen zu dürfen.

CHF

Budgetprozess beginnt Zurzeit erarbeiten wir das Budgets für das nächste Jahr. Die Eckdaten dafür wurden vom Leitungsteam festgelegt. Nun sind alle Kostenstellenleiter dabei, die Erträge und Kosten ihres Bereichs zu planen. Die Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zu finden, zwischen sinkenden Spendenerträgen, stagnierenden Studienerträgen, der Möglichkeit neue Erträge zu generieren und auf der anderen Seite den Aufwand, soweit möglich, nicht zu vergrös­ sern. // Walter Stauffacher, Geschäftsführer

Monatliche Spenden 2011

Spendenstand Ende August Fehlbetrag gegenüber Budget Ende August

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St. Chrischona Innovativ ist, was Menschen weiterbringt Wir brauchen die Zukunft nicht zu fürchten oder zu verdrängen – wir können sie lieben. Das Motto «Die Zukunft lieben» stand über der ersten Innovationsmesse, die am 10. September auf St. Chrischona stattfand. 20 Aussteller präsentierten ihre Projekte und Produkte. Die Messe zog mit 80 Besuchern weniger Menschen an, als erwartet. Bei der Messe war vor allem vernetzen angesagt. Der grosse Saal im Chrischona-Zentrum wurde zu einem Ort, an dem sich Menschen mit Ideen begegneten, an dem man sich Gedanken machte darüber, wie man die Zukunft positiv gestalten kann. Denn die Zukunft lieben heisst, sie zu gestalten. Und was ist daran innovativ? Michael Gross

Innovation kommt von «Novum», dem lateinischen Wort für etwas Neues, erklärte Direktor Dr. Markus Müller, Schirmherr der Messe, zu Beginn des Tages: Neues wird hinein verpflanzt in Bestehendes. «Die grösste Innovation dieser Weltgeschichte war Jesus», sagte er, «der in diese Welt kam, um unsere Beziehung zum Schöpfer, dem Vater im Himmel, wieder herzustellen.» Trotzdem sei Innovation nicht gerade ein Lieblingswort von uns Christen, zumindest in den letzten Jahrzehnten. So wird der Pietismus als eher bewahrend und der Tradition behaftet wahrgenommen; Podiumsgespr äch (von lische Sc links): hule Lörr dabei war der Pietismus in den Anfängen sehr innovativ, be- (Che ach), Rob Dir ek tor Dr. Mar ku fr edakeu er t Roth s Müller, r ‘Die Obe (‘ Michael rb adische’ ) job factor y’ B asel B asler (F tonte Markus Müller. So war beispielsweise Christian Friedrich ), Moder und W ill y ator G uido reie Evange Surbeck (C Neidinger he fr edak to Spittler, der Gründer der Pilgermission, äusserst innovativ. r ‘Telebas el’). Markus Müller: «Spittler verfügte über drei Fähigkeiten: Er erfasste ­K inder investiert». die Bedürftigkeit der Zeit, schmiedete dementsprechend Pläne und Er wisse aber auch, dass Innovatioblieb hartnäckig bis zur Vollendung derselben.» nen an Personen gebunden seien – die Herausforderung bestehe darin, dass wenn diese Personen abtreten, innovative Ideen nicht nur bürokratisch weiterverwaltet werden, sondern weiterhin Die Grundmotivation ist entscheidend Spittler war innovativ in dem Sinne, wie es die Veranstalter der Neues entstehen kann. Robert Roth, der in der ‘job factory’ in Basel Messe verstehen. «Innovativ ist, was Menschen weiterbringt», sagt 300 Jugendliche begleitet, ist der Meinung, dass es «Menschen Projektleiter Patrik Senn, «also zum Beispiel was Gerechtigkeit braucht, die einfach verantwortlich handeln». Seine Forderung für schafft, was Freiheit stärkt, was Menschen hilft.» Die Grundmotiva- die Gestaltung der Zukunft: «Gründet Unternehmen nach vernünftion ist entscheidend. Das war auch Tenor bei einer Podiumsdiskus- tigen Massstäben – ganz einfach.» sion mit Persönlichkeiten aus der Region Basel: Willy Surbeck, Chefredakteur von Telebasel, als Jugendlicher in Neugierig geworden einer Chrischona-Gemeinde aufgewachsen, sagte: «Die Menschen Der Tenor: Die Zukunft lieben ist eine Grundhaltung, wie wir mit der sollen etwas davon haben, dass ich unternehmerisch tätig bin». Für Zukunft umgehen. Und es gilt, in vielen kleinen Schritten Visionen Michael Basler, Geschäftsführer der Freien Evangelischen Schule umzusetzen. Im Raum Basel – der ‘Regio Basiliensis’ – will die InnoLörrach, sei für die Zukunft das Beste, «wenn man alles in die vationmesse eine Plattform sein, um Menschen zusammenzubringen und sie in diesem Anliegen zu stärken. «Es war enorm, wie neugierig man aufeinander war, die Vision und Dienstleistung des anderen kennenlernen und teilen wollte», sagte Dorothea Gebauer, Mediensprecherin der Pilgermission und Mitglied der Projektgruppe. Die Idee, St. Chrischona zu einem regionalen InnovationszentDas Presseecho auf die Innovationsmesse können Sie rum zu machen, habe durchaus Zukunft. «Viele Aussteller haben nachlesen unter: angebissen und wollen mit uns weiter gehen», sagte Dorothea Gewww.innovationsmesse.ch bauer. «Man ist neugierig geworden, was hier auf dem ChrischonaBerg so alles geht.» //

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Chrischona-Gemeinden Schweiz Wahl des neuen Leiters am 19. November

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Nach der Wahl von René Winkler zum neuen Direktor der Pilgermission muss der Verein Chrischona-Gemeinden Schweiz einen neuen Leiter wählen. Der Vorstand hat diese Frage bereits intensiv bearbeitet und informierte an den Mitarbeiterkonferenzen vom 8. und 13. September über das Vorgehen und seinen Kandidaten. Die Wahl des neuen Leiters wird in der Delegiertenversammlung vom 19. November stattfinden. Dieser wird sein Amt voraussichtlich im Januar antreten. Info: Im nächsten Chrischon-Panorama wissen wir mehr und werden den neuen Leiter der Chrischona-Gemeinden Schweiz vorstellen.

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Gemeinde Deutschland

Tag für Frauen: Von Pippi Langstrumpf und Maria-Männern Knapp 420 Besucherinnen kamen am 18. September zum «Tag für Frauen», veranstaltet vom Chrischona-Gemeinschaftswerk (CGW) und der Evangelischen Stadtmission Giessen, in die Kongresshalle nach Giessen. Die Referentin Christina Brudereck und der Pianist Benjamin Seidel «beflügelten» die Frauen. Rosemarie Arnold

In ihrem Erzählvortrag am Vormittag mit dem Titel «Mut, Mutter, am Muttesten» berichtete die aus Essen stammende Theologin und Autorin Christina Brudereck von bekannten und unbekannten Frauen, die auf ihre Art Geschichte schrieben und sie selbst sehr geprägt haben, darunter auch ihre beiden Grossmütter. «Grossmutter Wilhelmine hatte ihren Mann, zwei Kinder und ihr Augenlicht verloren, aber nie den Glauben und das Vertrauen auf Gott», sagte sie. Jeder Mensch schreibe Geschichte, auch wenn nicht jeder berühmt werde. Wichtig sei dabei, dem Auftrag zu folgen, den Gott einem aufs Herz lege. Sie verwies auf Frauengestalten der Bibel wie Esther, die mutig gegen einen König aufbegehrten, und Maria, die Gottes Auftrag annahm, die Mutter Jesu zu werden. Das Konzertprogramm «Ich habe einen Traum» führte am Nachmittag das Thema des Tages weiter. Als Duo «2Flügel» trat Christina Brudereck gemeinsam mit dem Pianisten Benjamin Seipel auf. Im Wechsel mit den musikalischen Beiträgen las sie in einer ihr einzigartigen Sprache Texte über Menschen, die sich Gewalt und Unterdrückung nicht beugten, sondern wirkungsvoll Zeichen für Gerechtigkeit setzten. Sophie Scholl und ihr Bruder beugten sich nicht der Nazidiktatur, ebenso wenig wie Dietrich Bonhoeffer. Auch von indi-

schen Frauen, die lebend verbrannt werden, weil sie nur Töchter geboren haben, erzählt Christina Brudereck. Und von «Maria-Männern»: Männer wie der Komponist Karl Maria von Weber oder der Dichter Rainer Maria Rilke, die Maria heissen und «Maria nicht nur im Namen, sondern auch Jesus unterm Herzen tragen». Und von Pippi Langstrumpf sollen wir lernen «uns die Welt zu machen, wie sie uns gefällt», und nicht nur brav und gehorsam zu sein wie deren Freundin Annika. Nach anhaltendem Beifall gab es noch eine Zugabe zum FrauenLiebligsthema «Idealgewicht». «Warum Bewegung? Dafür gibt es doch Ritter Sport», stellte Christina Brudereck fest, «mein Idealgewicht ist Gleichgewicht». Oder glauben Sie, dass es ein Zufall ist, dass Schokolade sich auf Gnade reimt? //

Graffiti für Gott – eine Gemeinde macht auf sich aufmerksam

Die Stadtmission in Rüsselsheim liess durch einen Graffitikünstler zwei Garagen an einer Kreuzung mit dem Motto der Gemeinde bemalen: Gott ist näher als du denkst. Die Gemeinde mit etwa 40 Gottesdienstbesuchern will damit mehr auffallen. Ihr Gemeindehaus liegt etwas versteckt in einer Sackgasse. Am 4. September feierte die Gemeinde ausserdem ihr erstes Strassenfest, um auch die Nachbarn dazu einzuladen. Das schöne Wetter hielt leider nur bis 14 Uhr an, danach setzte strömender Regen ein, gerade als eine Kurzandacht beginnen sollte. Das Programm wurde kurzerhand im Haus der Stadtmission fortgesetzt. Das Positive daran: So lernten die Gäste dann gleich auch die Gemeinderäume kennen. // 20

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Schweiz

StopArmut in der Chrischona Felben-Pfyn «Jesus war sehr viel mehr für die materiell Armen da, als mir bewusst war», so die Rückmeldung einer Teilnehmerin von ‘Just People? – Der StopArmut-Kurs’ in der Chrischona-Gemeinde Felben-Pfyn. Pastor Elias Vogel erfuhr von der Kampagne StopArmut 2015 via Rundbrief der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Jedes Jahr ruft diese Kampagne im Oktober dazu auf, einen StopArmut-Sonntag durchzuführen. Stefan Hochstrasser

In der Chrischona Felben-Pfyn führte dieser Aufruf zu einer zweiteiligen Predigtserie: Elias Vogel thematisierte einerseits die globale Armut und andererseits die lokale Armut. Ein Gemeindeglied, das in Frauenfeld eine Gassenküche initiierte, gab zudem Einblick in ihre Arbeit. Gottesdienste zu dieser Thematik hätten allerdings nur einen beschränkten Einfluss, so Elias Vogel. Wichtig sei es, über die grosse Armutsproblematik diskutieren zu können – und vor allem: konkrete Schritte zu unternehmen. So folgten auf die Predigtserie verschiedene Aktivitäten innerhalb der Gemeinde. Zunächst beteiligte sich die Gemeinde an der sogenannten «Handabdruck-Aktion» der Kampagne StopArmut 2015. 8000 farbige Handabdrücke in der ganzen Schweiz waren ein Zeichen dafür, die weltweite Armutsproblematik anpacken zu wollen. Ausserdem wurden die Gemeindeglieder ermutigt, eine Woche lang nur von Reis und Wasser zu leben. Einerseits bekam man dabei zu spüren, was für viele Menschen dieser Welt jahraus jahrein bittere Realität ist. Andererseits wurde das dabei gesparte Geld gespendet.

Von der Theorie zur Praxis Der ‘Just People?-Kurs’ war ein weiteres Angebot. Zwei Kleingruppen absolvierten diesen sechsteiligen Kurs. «Dieser Kurs schafft eine gute Grundlage, bevor man sich konkreten Lösungsansätzen zuwendet», sagt Elias Vogel. Die Diskussionen waren kontrovers und anregend. Es sei den Entwicklern des Kurses gelungen, einem ernsten Thema gerecht zu werden, ohne den Humor zu vergessen.

So haben sich die Kursteilnehmer etwa bei der sogenannte «Anleitung zum Untätigsein», in der alle möglichen Argumente gegen ein Engagement in der Armutsbekämpfung aufgelistet sind, ertappen lassen. Ziel des Just People?-Kurses ist es, am Ende als Kursgruppe aktiv zu werden. So gestalteten die Kleingruppen in der Chrischona Felben-Pfyn einerseits einen weiteren Gottesdienst zum Thema. Andererseits wurde die Aktion «Hilfe für dich» ins Leben gerufen. Gemeindeglieder wollen dabei den alltäglichen Nöten ihrer Mitmenschen aktiv begegnen. Sowohl wer Hilfe braucht, kann sich melden, als auch wer Hilfe anbieten will. Weitere Auswirkungen des Kurses waren, dass sich die Teilnehmer intensiv mit ihren Konsumgewohnheiten auseinandersetzten. Barmherzigkeit gegenüber den Armen zeigt sich nämlich auch in einem Supermarkt: Etwa im Kaufen von Produkten aus fairem Handel. Insgesamt differenzierte sich das Missionsverständnis bei einigen Kursteilnehmenden: Gottes Mission ist ganzheitlich. Sie zeigt sich in der Zuwendung zum Menschen, in Tat und Wort. Nicht zuletzt ist denn auch die Armutsbekämpfung ein wichtiger Bestandteil christlicher Mission: In nicht weniger als 2000 Bibelstellen wird deutlich, dass Gott auf Seiten der Armen und Unterdrückten steht. // Stefan Hochstrasser (30) ist reformierter Pfarrer im Kanton Thurgau und freiwilliger Mitarbeiter von StopArmut 2015.

mehr? Just People? – Der StopArmut-Kurs Der Just People?-Kurs sensibilisiert für die Themen Armut und Gerechtigkeit und bietet in sechs Kurseinheiten viele konkrete Handlungsimpulse. Das multifunktionale Kursbuch enthält alle Kursinhalte (ausgearbeitete Referate und Arbeitsblätter) für die Teilnehmer, Vertiefungsartikel zu einzelnen Themen und eine Anleitung für Kursleiter. Der Kurs kann von Kirchen, Hauskreisen und anderen christlichen Gruppierungen und Organisationen eigenständig durchgeführt werden.

«Just People? – Der StopArmut-Kurs», Zürich, StopArmut 2015. Ringordner, 209 Seiten, CHF 25.00. Bestellung unter www.just-people.net

Die Gemeinde beteiligte sich auch an der sogenannten «Handabdruck-Aktion» der Kampagne StoppArmut 2015. Die Handabdrücke sind ein Zeichen dafür, das Problem der weltweiten Armut anpacken zu wollen.

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NEU


Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland

Quelle: wikimedia

Eine Abstimmung mit Folgen

Der Berliner Mediziner Matthias Bloechle brachte den Stein ins Rollen. Er führte illegal drei PIDs durch und erstattete Selbstanzeige. Nach seinem Freispuch im Juli 2010 war eine gesetzliche Regelung der PID unumgänglich. Es wurden drei Gesetzentwürfe erarbeitet. Am 7. Juli stimmte der Deutsche Bundestag dem liberalsten zu, das künftig die PID «eingeschränkt erlaubt». Michael Schwantge

Was ist die Präimplantationsdiagnostik (PID)? Kurzgefasst: Ein medizinisches Verfahren, bei dem ein Baby im Frühstadium seines Lebens (als Embryo) auf Auffälligkeiten im Erbgut untersucht wird. Dazu ist eine «künstliche Befruchtung» notwendig. Hierbei werden männliche Samenzellen und eine weibliche Eizelle in der Petrischale im Labor zusammengeführt. Nach erfolgter Befruchtung kann eine PID erfolgen. Das Erbgut des Embryos wird auf Auffälligkeiten untersucht, die zu Behinderungen führen. Da immer mehrere Embryonen künstlich gezeugt werden, können die Mediziner quasi auswählen, welcher Embryo der Frau eingesetzt und welcher vernichtet wird.

seinem Schöpfer selbst unantastbare Würde zugesprochen. Die PID vergreift sich am menschlichen Leben und damit am Schöpfer des Lebens selbst. Die gesetzliche Zulassung der PID in Deutschland ist ein weiterer Weg, den die «Kultur des Todes» beschreitet. Ist dieses Verfahren einmal legalisiert, wird es auf Dauer kein Halten mehr geben. Die PID wird in den Köpfen vieler so normal werden, wie die Abtreibung für viele längst ist. Der Blick in die Vergangenheit medizinischer Entwicklungen und in die Praxis anderer Länder zeigt: Es gibt keinerlei Grund zu der Annahme, dass die (hoffentlich) anfangs eng gesetzten Grenzen einer Zulassung der PID nicht in den nächsten Jahren ausgeweitet werden. Doch bei allen düsteren Aussichten gibt es einen Grund, weiterhin für das Leben einzustehen: Jesus Christus! Der Sohn Gottes hat sich am Kreuz mit allen Krankheiten, Schmerzen und Leiden der Menschen identifiziert und das Urteil über jedes betroffene Paar, jeden Menschen mit Behinderung und jedes Selektionsopfer gesprochen: Geliebt und würdig zu leben! Deswegen: «Öffne deinen Mund für den Stummen, für den Rechtsanspruch aller Schwachen!» (Sprüche 31,8). //

Wie ist die PID zu bewerten? Bei der PID muss sich der Mensch seine Lizenz zum Leben quasi verdienen, indem er einen Qualitätstest bestehen muss. Aufgrund seines Gesundheitszustandes wird er gewählt oder verworfen. Im Klartext heisst das: Hier wird selektiert. Mediziner unterscheiden nach subjektiven Massstäben über lebenswertes und lebensunwertes Leben. Die Tötung menschlichen Lebens wird bei der PID nicht nur in Kauf genommen, sondern ist bewusst eingeplant. Natürlich gibt es «Gendefekte», bei denen die PID für betroffene Paare ein Hoffnungsschimmer darstellt. Aber, so schmerzlich es für Betroffene sein mag: Der verständliche Wunsch nach einem Kind lässt sich durch PID nur realisieren, wenn die willkürliche Unterscheidung zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben akzeptiert und der als lebensunwert befundene Embryo getötet wird. Dieses selektieren von Embryonen aber kann keine ethische Zustimmung finden. Der Mensch ist Mensch, ob innerhalb oder ausserhalb des Mutterleibes. Er ist geschaffen als Ebenbild Gottes, ob mit oder ohne Behinderung. Und als Gottes Ebenbild ist ihm von

Zur Person

Michael Schwantge (28) ist Gemeinschaftspastor in der ChrischonaGemeinde Gambach in Hessen. Der gelernte Krankenpfleger studierte von 2004-2009 am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Er ist verheiratet mit Annalena, sie haben einen Sohn. In seiner Abschlussarbeit am tsc befasste er sich mit der Frage der «künstlichen Befruchtung» aus der Sicht christlicher Ethik.

Mehr dazu im Internet unter www.michael-schwantge.de

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Konferenz für geistliche Erneuerung (KGE) Eine Woche, die man nicht verpassen sollte 240 Gäste aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich – darunter 50 Kinder und Jugendliche – begaben sich bei der KGE 2011 auf Entdeckungsreise. Und es gab viel zu entdecken bei dieser «Freizeitwoche mit geistlichem Tiefgang» im August auf St. Chrischona. Michael Gross

«Neu entdeckt», so lautete das Motto der traditionsreichen Konferenz für geistliche Erneuerung (KGE) in diesem Jahr. In täglichen Bibelstudien nahmen die Referenten die Teilnehmer mit auf eine Entdeckungsreise zu den Wurzeln des christlichen Glaubens. Eine Neuentdeckung des Glaubens war zum Beispiel nach dem Tübinger Theologie-Professor Hans Joachim Eckstein: «Wir sind Menschen, nicht Gott». Als Christen würden wir Gott in unserer Frömmigkeit manchmal klein machen. Doch Glauben bedeute in erster Linie: vertrauen und sich beschenken lassen. «Das fällt uns Menschen schwer, sind

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wir doch lieber Macher», so Eckstein. Bei Pfarrerin Monika Riwar galt es, die Heimat neu zu entdecken – aber nicht etwa die irdische, sondern die himmlische. Und bei Dr. Eckhard Hagedorn, Dozent am Theologischen Seminar, gab es ein Paulus-Prinzip zu entdecken: Obwohl Paulus’ Fachausdruck für Gemeindearbeit «Mühe» laute, beginnt er in jedem seiner Briefe (bis auf eine Ausnahme) damit, dass er für die Gemeinde dankte, der er gerade schrieb. Paulus dankt, weil er bei der Gründung der Gemeinde gesehen hat, wie Gott am Werk ist.

So erleben Teilnehmer die KGE Die Konferenz für geistliche Erneuerung macht ihrem Namen jedes Jahr wieder alle Ehre. Die Teilnehmer nehmen für sie wichtige Impulse mit in ihren Alltag. Für manche ist diese Woche eine «geistliche Oasenzeit», eine Ferienwoche, bei der man mal wieder so richtig Auftanken kann. «Ich bin mir neu bewusst geworden, wie unbeschreiblich und unermesslich gross Gottes Liebe zu mir ist», sagte ein Teilnehmer am Ende der Woche. Eine andere Teilnehmerin sagte: «Vieles, was wir eigentlich wissen (müssten), ist während der KGE neu aufgetaucht». Die Gemeinschaft an der KGE ist auch etwas Besonders. «Toll finde ich die bedingungslose Gemeinschaft untereinander, egal aus welcher Geim meinde oder aus welchem Land man Sie nen n ö k kommt», sagte ein KGE2011 KG E Gast. r e an d ören. h nten e r e f g an r Re ona.or e d h n hrisc tudie Ausblick KGE 2012 ibels er kge.c B e Di unt «Scheitern erlaubt – Bei Gott t e n Inter brauchst du kein Held zu sein». Unter diesem Motto findet die nächste KGE vom 28. Juli bis 4. August 2012 auf St. Chrischona statt. Die Referenten: Dr. Andreas Loos und Christina Brudereck. Andreas Loos unterrichtet am Theologischen Seminar St. Chrischona. Sein Herz schlägt höher für die bunte Gemeinschaft auf St. Chrischona, ernsthafte Theologie und heilsame Lehre. Christina Brudereck lebt in einer Kommunität im Ruhrgebiet, verbindet Theologie und Lyrik, spricht und reimt, reist, schreibt und initiiert Projekte für religiös Kreative. //

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CH-Reinach BL: 9. Aug.: Sarah Teubert CH-Romanshorn: 19. Juli: Stefanie Schröder 7. Aug.: Ben Liron Schröder 14. Aug.: Noah David Dick CH-Rorbas-FreiensteinTeufen: 26. Juli: Melody Carrie Grace Lenzlinger CH-Schaffhausen: 16. Aug.: Jana Haller CH-Schleitheim: 31. Juli: Adam Vladimir Huber D-Sontheim: 30. Juni: Luca Pasch 7. Aug.: Leni Bosch CH-Stammheim: 16. Juli: Sen Girsberger 18. Geburtstag CH-Amriswil: 30. Okt.: Benjamin Stäheli 30. Nov.: Rahel Knechtle CH-Andelfingen: 20. Okt.: Nicola Hartmann CH-Bauma: 2. Nov.: Elias Scheibling D-Friedberg: 19. Nov.: Achim Ditz CH-Hallau: 24. Okt.: Emanuel Müller CH-Interlaken: 24. Sept.: Micha Bettler CH-Reinach AG: 19. Sept.: Barbara Bolliger CH-Steckborn: 14. Nov.: Carole Bulant CH-Weinfelden: 21. Nov.: Ramona Siegfried CH-Ziefen: 29. Okt.: Dominic Weber CH-Zürich: 8. Nov.: Joas Maag 80. Geburtstag CH-Amriswil: 18. Nov.: Dora Seydel CH-Andelfingen: 25. Okt.: Fritz Neukom D-Butzbach: 22. Okt.: Wili Jäger 19. Nov.: Inge Schmidt CH-Gossau ZH: 30. Nov.: Hanna Zumstein

CH-Hallau: 8. Nov.: Hedi Surbeck CH-Lenzburg: 4. Nov.: Frieda Maurer CH-Meilen: 22. Nov.: Jürg Wettstein CH-Rämismühle: 15. Sept.: Armin Bohli 24. Nov: Fritz Werren CH-Zürich: 10. Nov.: Hans Steudler 90. Geburtstag CH-Amriswil: 6. Okt.: Dora Martin CH-Schaffhausen: 24. Okt.: Esther Kägi CH-Steckborn: 15. Okt.: Hans Jost CH-Zürich: 29. Nov.: Werner Bruderer 29. Nov.: Klara Werner 100. Geburtstag D-Zwingenberg: 22. Nov.: Maria Arnold 103. Geburtstag CH-Muttenz: 19. Nov.: Fritz Meyer Hochzeiten CH-Amriswil: 13. Aug.: Franziska Knechtle und Joel Schär 3. Sept.: Jolanda Kugler und Daniel Blaser CH-Beringen: 24. Sept.: Prisca Pauciullo und Jörg Widmer CH-Hallau: 27. Aug.: Marlen Brühlmann und Roman Weber CH-Liestal: 17. Sept.: Jennifer Karrer und Markus Ramsauer CH-Reinach AG: 15. Okt.: Anna-Lena Haller und Markus Mosimann D-Sontheim: 5. Nov.: Dorothea Oechsle und Markus Kanzinger CH-Zürich: 10. Sept.: Sandy Morf und Dani Stoll

Zu Geburt, Geburtstag und Hochzeit gratulieren wir recht herzlich mit Psalm 121,2-3:

Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird nicht zulassen, dass dein Fuss wanke. Dein Hüter schlummert nicht.

Goldene Hochzeit D-Marburg: 5. Aug.: Otto und Lydia Goy

Todesfälle 15. Juli: Alice Etter (87), CH-Pfäffikon ZH, tsc-Absolventin von 1949 17. Juli: Erwin Paul NüssliRüegger (75), CH-Unterägeri, tsc-Absolvent von 1961 23. Aug.: Werner Sidler (90), CH-Steffisburg, tsc-Absolvent von 1949 14. Sept.: Werner Alexander Wagen (96), CH-Männedorf, tsc-Absolvent von 1941

Adressänderungen Diese Adressänderungen betreffen Absolventen des Theo­ logischen Seminars St. Chri­ schona und Mitarbeiter der Pilgermission. Wir sind dankbar, wenn Sie uns Adress- und MailÄnderungen mitteilen. Bitte senden Sie diese an: pmc_admin@chrischona.ch Helmut und Annetraut Volz Gansbuckel 14, D-72213 Altensteig-Walddorf Markus und Kathrin Mosch Brahmsstrasse 6 D-31303 Burgdorf


SONNTAG DER VERFOLGTEN KIRCHE 13. November 2011

Wir solidarisieren uns mit den wegen ihres Glaubens verfolgten Menschen. Machen Sie mit!

www.verfolgung.ch Adressen der tsc-Absolventen 2011 Daniela Akert Hochstrasse 132 CH-8330 Pfäffikon ZH Richard Deutsch Kirchengasse 9 AT-7423 Pinkafeld Cornelia Drodofsky Marktstrasse 33 D-71111 Waldenbuch Matze und Kristina Koch Schafstrasse 15/2 D-71394 Kernen i. R. Darius Kuhl Am Flensunger Hof 2 D-35325 Mücke Claudia Landgraf Bauernfreiheit 21 D-99974 Mühlhausen Nathanael Müller Altlandenbergstrasse 40 CH-8494 Bauma

SEA, Josefstrasse 32, 8005 Zürich, Tel. 043 344 72 00, svk@each.ch

Anita Spöhel Distelstrasse 12 CH-8570 Weinfelden Tabita Tanusaputra Potsdamer Strasse 1 D-35440 Linden Jiri und Nicole Vales Itramenstrasse 5 CH-3818 Grindelwald Stefanie Walter Klaus 18/8 AT-4564 Klaus an der Pyhrnbahn Anne (geb. Grätz) und Godehard Weber Dorfstrasse 35 D-79219 Staufen-Grunern Elke Bader-Riedel Ina-Seidel-Weg 32/2 D-73732 Esslingen Manuel Bleiker Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen

Christoph Heinemann Schleusenstrasse 55 D-15569 Woltersdorf Andrea Krauth Chrischonaweg 52 CH-4125 Riehen Hanna Lederer Goldbacherstrasse 12 D-74635 Kupferzell Melissa Marti Irchelstrasse 7a CH-8462 Rheinau Thomas Riedel Ina-Seidel-Weg 32/2 D-73732 Esslingen Debora Röthlisberger Lilienweg 4 CH-3072 Ostermundigen

Elisabeth Rüggeberg Stettengasse 27 D-79540 Lörrach Andreas und Esther Schanz Grüner Winkel 4 D-17291 Prenzlau Michael Soldner Messbacher Strasse 126 D-08527 Plauen Lucas Tschopp Neuwiesenstrasse 5 CH-8304 Wallisellen David und Rebecca von Känel Müssmattstrasse 22 D-79618 Rheinfelden Esther Zenger Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen

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Pilgermission St. Chrischona

Pilgermission St. Chrischona

Die Pilgermission St. Chrischona ist ein internationaler christlicher Verband mit Sitz in Bettingen bei Basel. Zum Verband gehören das Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) inklusive der Evangelischen Stadtmission im Südlichen Afrika (ESSA) und der Literaturarbeit (Brunnen Giessen / Alpha), die Chrischona Gemeinden Schweiz, der französische Gemeindeverband Vision-France, die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi), die Schwesternschaft des Diakonissen Mutterhauses St. Chrischona (DMH) und die Literaturarbeit Schweiz (Brunnen Basel / Bibelpanorama). Die rund 200 Chrischona Gemeinden evangelisch-landeskirchlicher und freikirchlicher Prägung werden derzeit von etwa 20’000 Menschen besucht. Kernauftrag der Pilgermission St. Chrischona ist die Bildungsarbeit am Theologischen Seminar. Derzeit sind auf Chrischona über 120 Studierende eingeschrieben. Sie studieren Theologie oder Gemeindepädagogik oder besuchen den Jahreskurs. Die Bachelor-Abschlüsse sind von der Middlesex University in London (GB) akkreditiert. Unsere Absolventen arbeiten in den unterschiedlichsten kirchlichen und freikirchlichen Werken und in der weltweiten Mission.

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Adressen Herausgeber Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen Tel. +41 (0)61 64 64 111 Fax +41 (0)61 64 64 277 E-Mail: info@chrischona.ch Homepage: www.chrischona.org

Schweiz Geschäftsstelle Chrischona-Gemeinden Schweiz Hauentalstrasse 138, Postfach 3, CH-8200 Schaffhausen Tel. +41 (0)52 630 20 70 Fax +41 (0)52 630 20 79 E-Mail: gemeinden.ch@chrischona.ch Homepage: www.chrischona.ch Deutschland, Südafrika, Namibia Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22 D-35390 Giessen Tel. +49 (0)641 60 59 200 Fax +49 (0)641 60 59 210 E-Mail: chrischona.giessen@chrischona.org Homepage: www.chrischona.de Homepage: www.chrischona.co.za Frankreich Vision-France Une Union d’Églises Protestantes Évangéliques 6-8, rue Maire Teutsch F-67160 Wissembourg Tel. +33 (0)3 88 94 02 61 E-Mail: vision.france@gmx.fr Homepage: www.vision-france.net TextLive-Klein-Inserat CP 2011 68 x 13,5.indd 1

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Neben dem Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) zieht das Konferenzzentrum jährlich rund zehntausend Gäste zu Seminaren, Konferenzen oder Tagungen an. Zusammen mit vielen weiteren Besuchern lassen sie sich auf dem höchsten Punkt des Kantons Basel-Stadt durch die Ruhe und Aussicht inspirieren.

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vollendet

«Obwohl Gott nach sechs Tagen bereits alles gemacht hatte, war sein Werk noch nicht vollendet. Das geschah erst, indem er am siebten Tag ruhte. Offenbar ist bei Gott eine Arbeit erst dann vollendet, wenn die nötige Regeneration vorgenommen und das Ergebnis der Arbeit dankbar gefeiert wurde.» schreibt Andreas Baumann auf Seite 8

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Panorama 5/2011: Und Gott ruhte