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CHRISCHONA 3/11 GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

integrieren Integration und wir Keine Frage des Geschmacks

Direktorenwechsel Fragen und Antworten zum Direktorenwechsel bei der Pilgermission | Seite 6 + 7 Generationenwechsel Wieland Müller wird Rainer Geiss an der Spitze des Chrischona-Gemeinschaftswerks Deutschland ablösen. | Seite 17 Armut hat viele Gesichter ... ... und viele Antworten. Das war Thema bei der Studienwoche tsc-intensiv am Theologischen Seminar. | Seite 20

chrischona.org


Editorial

panorama

Editorial

Inhalt

Liebe Leser

6 3 Auf ein Wort. Direktor Markus Müller 4

Leserforum / Vermischtes

Direktorenwahl 2011 6

«Ich wollte leben, was ich verkündigt habe» Interview mit Direktor Markus Müller

7

Ein Rennen, unterschiedliche Läufer. Michael Gross

8

Keine Frage des Parfüms. René Winkler

Thema 10 8

Auch die Zwischenschritte feiern. Ein Bericht aus der Vineyard Bern. Fritz Imhof

12

Integration und das Reich Gottes. Ein theologischer Beitrag. Stefan Felber

15

«Ich bin der, der integriert!» – spricht Gott. Peter Gloor Gemeinde

17

Ein Generationenwechsel. Wieland Müller wird 2012 neuer Inspektor des CGW. Dorothea Gebauer

18

Morgenrot eingeweiht: «Megaschön und coole Farben». Jennifer Randriaminahy

St. Chrischona

10 19 20

Finanzbericht: Spendentief nach ermutigendem Jahresabschluss tsc intensiv: Armut hat viele Gesichter – und Antworten. Fritz Imhof

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summer school 2011: Theater im Gottesdienst

25

Wer Hilfe brauchte, war jederzeit willkommen. Zum Abschied von Ehepaar Kürzdörfer. Jennifer Randriaminahy

28

Innovationsmesse.ch – Die Zukunft lieben.

29

Bibliothek St. Chrischona: 4500 Bücher gespendet. Stefan Felber

27 26

Gemeinde Deutschland: Ein «Eckstein» in Friedberg. Darius Kuhl

27

Schweiz: Chrischonahaus in Lenzburg eingeweiht. Manfred Kiener

27

Namibia: Stadtmission Windhoek in Aktion. Ursula Eherler

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Menschen in unseren Gemeinden Impuls

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31

Auferstanden – Hoffnung für Zeit und Ewigkeit. Claudius Buser Chrischona-Panorama 4/2011: Redaktionsschluss: 17. Juni 2011 Inserateschluss: 7. Juli 2011 Erscheinungstag: 14. August 2011 Chrischona-Panorama 5/2011: Redaktionsschluss: 19. August 2011 Inserateschluss: 15. September 2011 Erscheinungstag: 16. Oktober 2011

2

CHRISCHONA

3/2011

Integration und wir. Wie steht es um unsere «Integrationskraft»? Für René Winkler ist sie ein Gradmesser von Gemeindereife (Seite 8). Das Thema Integration fordert heraus. Nicht nur ein Land, in das Ausländer einwandern und in dem sie auch noch bleiben wollen. Es fordert mich persönlich, es fordert unsere Gemeinden heraus. Sind wir bereit, unsere Gewohnheiten und Ansprüche zurückzustellen, damit wir neue, uns fremde Menschen in unseren Kreisen aufnehmen können? Ein Schlüssel der Integration ist Dienen, schreibt Markus Müller (Seite 3). Das bestätigt der Beitrag von Fritz Imhof über die Vineyard Gemeinde in Bern (Seite 10). Ein Blick in die Bibel ist aufschlussreich: Vor dem Hintergrund der Absonderung von Gottes Volk gegenüber anderen Völkern im Alten Testament wird die «enorme Integrationsleistung» deutlich, die Jesu Tod am Kreuz ermöglicht hat, schreibt Stefan Felber (Seite 12). Wann ist eine Gemeinde denn integrativ? Für die Chrischona-Gemeinden in der französischsprachigen Westschweiz nicht leicht zu beantworten, findet Peter Gloor (Seite 13). Integration und wir? Die Studienwoche «tsc intensiv» zum Thema Armut (Seite 20) lieferte den Studenten auf St. Chrischona Antworten und Anregungen, wie man Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, helfen kann, ein Teil des Ganzen zu werden – also sie zu integrieren. Michael Gross Redaktionsleiter


Auf ein Wort auf ein wort

Dienen ist Schlüssel der Integration Direktor Dr. Markus Müller

Eigentlich sind die Meinungen gemacht. Spätestens seit Thilo Sarrazin mit seinem Buch «Deutschland schafft sich ab» haben wir es schwarz auf weiss. Angela Merkel zitierend, doppeln wir nach: Das «Experiment multikulturelle Gesellschaft» ist misslungen. Unsere Schlussfolgerung: Der Thematik rund um Migration und Integration ist mit äusserster Vorsicht und Skepsis zu begegnen! Wäre nicht am 11. März 2011 die dreifache Katastrophe über Japan hereingebrochen, wäre die Migrations- und Integrationsfrage in unseren europäischen Ländern unbestreitbar die Frage Nummer 1. Das Fatale: Die Thematik hat sich gerade angekündigt. Ihre ganze Wucht wird uns erst noch erreichen. Einige Fragen: >Ändern > unsere Predigten und Gottesdienste eigentlich etwas an unserem Umgang mit der massiv auf uns zukommenden Problematik? >Gibt > es unter uns hilfreiche Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Umgang mit anders denkenden und anders glaubenden Menschen. Und: bringen wir als Christen und als Chrischonabewegung solche Erfahrungen in unsere Gesellschaft ein? >Gibt > es angesichts des verhältnismässig hohen Bevölkerungsanteils von Menschen mit Migrationshintergrund und angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme aus Afrika für die Gemeinde Jesu etwas zu tun?

Impressum

Redaktion: Michael Gross (Redaktionsleiter), Fritz Imhof, Jennifer Randriaminahy (studentische Mitarbeiterin) Tel. +41 (0)61 64 64 557 E-Mail: medienstelle@chrischona.ch Inserate und Beilagen: Wolfgang Binninger Tel. +41 (0)61 64 64 554 E-Mail: wolfgang.binninger@chrischona.ch Layout: Sascha Grether, kyrio.de Druck: Druckerei Jakob AG, Grosshöchstetten Erscheinungsweise: sechsmal im Jahr Auflage: 12’000 Exemplare Kosten: Wir sind für einen Beitrag für die Medien­ arbeit dankbar, Richtwert ist CHF 20.– / € 13.– im Jahr. Sie können dazu den eingehefteten Einzahlungsschein verwenden.

Sicher ist: «Gemachte Meinungen» werden uns kaum weiterhelfen. Wir können nicht anders als ergebnisoffen an die genannten (und noch nicht genannten) Fragen herangehen. Einige Ahnungen und Vermutungen: >Sowohl > die Bibel als auch alte und neuere Kirchengeschichte enthalten nahezu unzählige Beispiele und Hinweise zur Frage des Umganges mit fremden, andersdenkenden und andersglaubenden Menschen; >Um > in unserer Gesellschaft als Licht und Salz wahrgenommen zu werden, ist es uns nicht erlaubt, den Glauben lediglich für unser persönliches Heil und im Hinblick auf die Steigerung unseres persönlichen Wohlergehens zu leben und zu pflegen. >Wenn > jeder Gottesdienstbesucher im Bereich von Chrischona – wir rechnen mit rund 24’000 Besuchern – ein einziges Mal im Monat mit einem einzigen Menschen mit Migrationshintergrund sprechen würde, und würden wir einmal im Jahr als einzelne Gemeinde die gemachten Erfahrungen zusammentragen und auswerten, dann hätten wir bereits einen einzigartigen Integrationsbeitrag innerhalb Europas geleistet.

Konten

Chrischona als Integrationsbewegung? Immer schon war Chrischona eine internationale Bewegung. Immer schon haben sich Menschen auf St. Chrischona bemüht, mit Menschen anderer Nationalitäten innovativ umzugehen. Immer schon haben wir Menschen aus allen Kontinenten eine Ausbildung ermöglicht. Immer schon versuchten wir, leidenschaftlich Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen zu dienen. In letzterem scheint mir das Geheimnis der Zukunft zu liegen. Dienen wird der Schlüssel der Integration sein. Vorbild ist Jesus. Nie hat er sich über den Tisch ziehen lassen. Die Füsse jedoch hat er gewaschen. //

Frankreich Pilgermission St. Chrischona CH-4126 Bettingen/Bâle Crédit Mutuel des Trois Pays, 6, Place de la Gare, F-68330 Huningue Identifikation Konto (RIB): 10278 03050, 00024007701 78

Pilgermission St. Chrischona Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200, 4126 Bettingen Postkonto 40-872-3 IBAN: CH39 0900 0000 4000 0872 3 Deutschland Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22, D-35398 Giessen Ev. Kreditgenossenschaft Kassel (BLZ 520 604 10) Konto 5851 Volksbank Mittelhessen e.G. (BLZ 513 900 00) Konto 50 237 800 Gaben an das Werk der Pilgermission können auch über die Chrischona-Stiftung weitergeleitet werden: Volksbank Mittelhessen (BLZ 513 900 00), Konto 50 50 60 02 Für Spenden aus Ländern der EU: Ev. Kreditgenossenschaft Kassel, IBAN DE74 5206 0410 0000 0058 51 Für Spenden aus dem nicht EU-Raum: SWIFT-Code: GENODEF1EK1

Südafrika und Namibia Für Leser in Südafrika und Namibia schlagen wir vor, jeweils im März eine Spende von R/N $ 100.– mit dem Vermerk ‘Chrischona-Panorama’ auf das Konto der jeweiligen Stadtmission zu überweisen. Herzlichen Dank!

3


Leserforum / St. Chrischona Zum Chrischona-Panorama 2-2011:

CHRISCHONA 2/11

«Danke für den Artikel von Markus MülTüröffner Türöffner ler: ‘Blick in die arabische Welt’. Das erinnert mich, wie in den 1970er-Jahren Dr. Klaus Bockmühl vom Zusammenbruch der kommunistischen Welt sprach, weil ein destruktives Menschenbild keine Zukunft habe. Hoffen und beten wir, dass durch den Umbruch in der arabischen Welt ‘Orte der Hoffnung’ durch das Evangelium entstehen.» Martin Schumann aus Rüsselsheim, Deutschland GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

Wie Eltern ihren Kindern den Weg zum Glauben vorspuren können

Ihre Meinung

Ihre Erfahrung zum Thema Hat Ihnen ein Beitrag im Heft gefallen? Oder regt sich Widerspruch nach der Lektüre? Haben Sie ähnliche ErfahinInteteggrratiere n d wir ion un rungen gemacht – oder ganz andere? Dann schreiben Sie uns.

CHRISC HONA 3/1 1

GEM EIN DE – MIS SIO N – THE OLO GIE

Keine Frag e

Blick in die arabische Welt Ein Ruf zu Selbstkritik und Gebet von Direktor Markus Müller | Seite 13

Senden Sie Ihre Zeilen an: Redaktion «Chrischona-Panorama» Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen medienstelle@chrischona.ch

Werdet Streitschlichter! Versöhnung ist lebenswichtig, allein Gottes Werk und unser Auftrag, schreibt Eva Förster-Geiss | Seite 16 Für «vorbildlich» befunden Revisoren prüften die Finanzen und das Interne Kontrollsystem der Pilgermission | Seite 17

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neu! Panorama digital Im Mai wurde der neue elektronische Newsletter Panorama digital zum ersten Mal erschienen. Er wird alle zwei Monate per E-Mail versendet, mit Nachrichten und Hinweisen vom Berg und aus dem Werk. Wollen auch Sie den Newsletter erhalten? Dann melden Sie sich im Internet an: www.chrischona.org/panorama-digital

16. Seniorentag auf St. Chrischona

Herzliche Freude – fröhlicher Glaube Ruth Wallmeroth

Der Nieselregen tat der Freude der «Chrischona-Senioren-Familie» keinen Abbruch. Das herzliche Grüssen und Winken beim Empfangskaffee auf dem Dorfplatz wirkte ansteckend: «Schön, dass du auch da bist» – «Auf dich habe ich mich so gefreut». Echte und begeisterte Wiedersehensfreude war spürbar!

Die gewinnende Kraft Im festlich geschmückten Saal begrüsste Direktor Markus Müller am 3. Mai rund 550 Personen. Christoph Morgner, Präses i.R. des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes in Deutschland, löste mit kurzen, humorvollen Anekdoten Schmunzeln und Lächeln aus. Schliessen sich Lachen und Gottes Wort aus? «Die Freude ist doch das Markenzeichen der Christen», erläuterte der Referent, und «im Glauben steckt gewinnende Kraft». Er ermunterte zu einem frohen, freudigen Christsein auf der Grundlage von Gottes Wort. «Fromm sein und fröhlich sein», das gehört doch zusammen und entlastet von Verkrampfungen und Blockaden.

Mehr als Spass Freude ist mehr als Spass haben. Die innere Freude bleibt, der Spass aber ist kurzlebig. Freude 4

CHRISCHONA

3/2011

in und an Jesus, das prägt und durchzieht unser ganzes Leben. Auch durch Krankheitszeiten hin bis zum Tod. Im Interview mit Inspektor Rainer Geiss (Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland) wies Christoph Morgner auf die brennenden Fragen von Jung und Alt hin: «Jede Generation ist so arm, dass sie die andere braucht, und jede Generation ist so reich, dass sie genug hat, den anderen zu geben.» Mit diesem inneren Reichtum der Freude an Jesus verliessen die Gäste den Chrischonaberg.

Grosszügige Geste der Verbundenheit Die Werksleitung der Pilgermission geniesst diesen Tag, an dem so viele Fürsprecher, Mitdenker, Interessierte vor Ort sind und freut sich darauf, am 8. Mai 2012 diese besonderen Gäste wieder auf dem Berg begrüssen zu dürfen. Überwältigend war der Spendenbetrag von CHF 42’100 – eine grosszügige Geste, die nun zur Vergrösserung des Reiches Gottes eingesetzt werden kann. //


Termine auf St. Chrischona

tsc Info

25. - 26. Juni Abschlusswochenende auf St. Chrischona Die diesjährigen Absolventen des Theologischen Seminars werden ordiniert und für ihren weiteren Dienst ausgesandt.

Starke Männer im Schlamm

Theologisches Seminar St. Chrischona

30. Juli - 6. August KGE – Die Konferenz für geistliche Erneuerung Mehr Infos auf Seite 16 und unter kge.chrischona.org 8. - 12. und/oder 15. - 19. August 2011 summer school: Lernen in Urlaubsstimmung auf St. Chrischona Mehr auf Seite 22 und unter: tsc.chrischona.ch/summerschool 10. September Innovationsmesse «Die Zukunft lieben»

Die Messe für mutige Ideen, Dienstleistungen und Produkte. Mehr Infos auf Steite 28 und unter: www.innovationsmesse.ch 15. - 16. Oktober Gemeindebesuchs-Wochenende auf St. Chrischona Eingeladen sind alle Gemeinden aus dem Chrischona-Verband zu einem erlebnisreichen Wochenende auf St. Chrischona. Lernen Sie die Pilgermission und den Berg kennen. Mehr Infos unter www.chrischona.org

28. - 30. Oktober Interessenten-Wochenende am Theologischen Seminar Infos und Anmeldung unter tsc.chrischona.ch

amzi

Theologischer Leiter gewählt Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) hat Martin Rösch zum künftigen theologischen Leiter der amzi gewählt. Martin Rösch ist Pfarrer der badischen Landeskirche und kennt die messianische Bewegung sowohl in Israel als auch in Deutschland.

Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in den Kontakten zu den Partnern in Israel sowie zu Gemeinden und Werken in der Schweiz und in Deutschland, wo er zu Vorträgen und Gottesdiensten unterwegs sein wird. Rösch wird voraussichtlich im August die Nachfolge von Hanspeter Obrist antreten, der im August 2010 ausschied und seither mit seiner Frau Annemarie 6000 Kilometer von Basel nach Jerusalem wandert. Die in Reinach bei Basel ansässige Arbeitsgemeinschaft wurde 1968 gegründet und ist Mitglied im Verband der Pilgermission St. Chrischona. Bei der amzi gab es im Jahr 2010 eine Änderung der Organisationsstruktur: Die Leitungsverantwortung wurde auf einen administrativen und einen theologischen Leiter verteilt. Administrative Leiterin ist Catherine Meerwein. // Internet: www.amzi.org

Fünf tsc-Studenten nahmen am «Fisherman’s Friend Strongmanrun 2011» teil: Micha Schoop, Tobias Frank, Tobias Mack, Simon Eiermann und Matthias Rupp. Das tsc T-Shirt haben sie kurzerhand in Anlehnung an die Grossveranstaltung umgetauft: Nicht der Schriftzug «Fisherman`s Friend», sondern «Fishers of men» (Menschenfischer) in Verbindung mit dem tsc-Logo war dort zu sehen. «Es war ein tolles Abenteuer, manchmal braucht man sowas neben dem Studienalltag», so Micha Schoop, der gleich drei weitere Freunde aus dem Thurgau mitbrachte. «Wir mussten über dutzende Baumstämme springen, unter Tarnnetzen und durch Betonröhren durchrobben. Alles mit Schlammgarantie!» Bei einer Party mit Pasta im «Viva» (Lounge der Studenten auf St. Chrischona) wurde gefeiert, wurden Photos gezeigt und von den «Heldentaten» erzählt. Schon Wochen davor hatten die fünf Studenten auf St. Chrischona gemeinsam trainiert und dabei ein cooles und gleichzeitig ernsthaftes Miteinander erlebt. Man(n) ist davon überzeugt: Nächstes Jahr wollen sie wieder dabeisein! // Dorothea Gebauer

tsc lokal: Das Theologische Seminar in der Gemeinde vor Ort Das tsc hat ein neues Angebot im Programm: «tsc lokal» – eine Art biblisch-theologische Schulung, die ein DozentenTeam des tsc in einer Gemeinde vor Ort anbietet. In diesem Frühling lief das Pilotprojekt in der Chrischona-Gemeinde Sursee: drei Seminartage zum Thema «Gott in Gemeinschaft – wir in Gemeinschaft». Die intensive Arbeitsgemeinschaft machte Teilnehmern und Dozenten viel Spass. «tsc lokal» vermittelte einen Eindruck von konkreter Theologie, die aufs Leben zielt. Die Surseer machen im nächsten Jahr mit einem Seminartag zur Vertiefung weiter. In Deutschland ist für 2012 schon eine Veranstaltung angedacht. Das Theologische Seminar möchte weitere solcher Anlässe durchführen. Die Dozenten stehen bereit. Themen und die Form von «tsc lokal» sind frei wählbar. // Horst Schaffenberger

Kostenlose Schnuppertage jederzeit Lernen Sie das Theologische Seminar doch einmal persönlich kennen. Kostenlose Schnuppertage mit einer Übernachtung und Vollpension sind jederzeit möglich. Kontakt: tsc-Sekretariat, +41 (0)61 64 64 426, tsc@chrischona.ch 5


Pilgermission Direktorenwahl 2011 Thema

«Ich wollte leben, was ich verkündigt habe» Die Leitungsämter bei der Pilgermission stehen allen fünf Jahre zur Wahl. Auch das Amt des Direktors. Dr. Markus Müller ist seit 2001 im Amt. Nach zwei Amtszeiten war für ihn Anfang dieses Jahres der Zeitpunkt gekommen, zu klären, ob eine dritte Amtszeit dran wäre. Nach Beratungen mit Leitungsteam und der Aufsichtskommission des Komitees und einem entsprechenden Votum dieses Gremiums kam Markus Müller zum Entschluss, nicht für eine dritte Wahlperiode anzutreten. Wir wollten von ihm wissen, was ihn zu dieser Entscheidung bewogen hat.

Chrischona-Panorama: Was hat Sie bewogen, die Frage an das Leitungsteam zu stellen, ob eine dritte Amtszeit hilfreich und verheissungsvoll sei? Markus Müller: Ich hatte vor allem vier Gründe, die Frage nach einer 3. Amtszeit ernsthaft zu stellen. Zum einen ist mir sehr klar, dass ein Werk wie die Pilgermission St. Chrischona nur aus einer grossen Einmütigkeit der leitenden Personen heraus geführt werden kann. Wenn es da Zweifel gab, musste das geäussert werden können. Dann habe ich eine sehr hohe Überzeugung, dass Verfügbarkeit ein unverzichtbarer Wert im Reich Gottes darstellt. Ich wollte leben, was ich verkündigt habe. Der dritte Grund bestand darin, dass ich nach 10 Jahren Direktorenamt gewisse Ermüdungserscheinungen festgestellt habe. Das hatte nicht selten eine Art Unzufriedenheit mit mir selber und Andern zur Folge. Schliesslich bin ich, das war der 4. Grund, jetzt 56 Jahre alt. Wenn ein Wechsel vollzogen werden soll, dann müsste er jetzt sein und nicht mit 61. Die Amtsperioden dauern fünf Jahre. War der Rat, von einer 3. Amtsperiode abzusehen, für Sie leicht oder schwierig? Markus Müller: Die Frage im Leitungsteam zusammen mit der Aufsichtskommission lautete, was das Werk in Zukunft braucht. Die übereinstimmende Einschätzung der beteiligten Personen – ich war selber an der Einschätzung nicht beteiligt – bestand darin, dass das Werk etwas benötigt, das nicht primär meinem Gabenprofil entspricht. Vor diesem Hintergrund habe ich die Entscheidung getroffen, nicht für eine dritte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Entsprechend habe ich das auch kommuniziert. Selbstverständlich enthält diese Einschätzung von Leitungsteam und Aufsichts-

kommission und der daraus hervorgehende Entscheid auch schmerzhafte Dimensionen. Die Herausforderung besteht darin, damit mündig umzugehen. Was werden Sie tun? Markus Müller: Das ist im Moment offen. Zusammen mit meiner Familie bin ich und sind wir auf Spurensuche. Wie schätzen Sie Ihren zehnjährigen Dienst als Direktor der Pilgermission ein? Markus Müller: Meines Erachtens ist es viel zu früh, eine solche Einschätzung vorzunehmen. Dass Dinge zusammenfinden, die zusammen gehören, war mir ein besonderes Anliegen. Beispiele: Vergangenheit und Zukunft, Freikirche und Landeskirche, Jesusliebe und Dienst an der Gesellschaft, Herz und Kopf (als Voraussetzung für nachhaltig wirkende Hände), Gemeinde und Bildung. Werke wie die Pilgermission St. Chrischona brauchen glaubensorientierte Grundorientierung, Verankerung in Werten, grosse Linien, Klarheit in den Absichten, Überzeugungen in der Art und Weise des privaten und öffentlichen Auftretens und Dienens. Für solche Klarheiten habe ich mich investiert. //

Der Wahlausschuss Hans Jörg Hauser # Komitee Präsident Markus Leiser # Komitee Vizepräsident Sr. Iris Neu # Oberin Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona und Komitee-Mitglied Wilfried Marx Komitee-Mitglied Bastin Steinberg Komitee-Mitglied Werner Schmidli Komitee-Mitglied Rainer Geiss * Inspektor Chrischona-­ Gemeinschaftswerk Deutschland Jean-Georges Gantenbein * Präsident des französischen Gemeindeverbands Vision-France Horst Schaffenberger * Seminarleiter Theologisches Seminar St. Chrischona Walter Stauffacher * Geschäftsführer der Pilgermission René Winkler * Leiter Chrischona-Gemeinden Schweiz #Aufsichtskommission des Komitees *Mitglieder des Leitungsteams

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CHRISCHONA

23/2011


© Nathanael Müller

Thema

Ein Rennen, unterschiedliche Läufer Ein Wechsel an der Spitze ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Trotzdem stehen Fragen im Raum: Steckt die Pilgermission in einer Krise? Ist ein Konflikt der Anlass für den Wechsel? Ist der jetzige Direktor nicht gut genug? Und: Wie geht es jetzt weiter?

Michael Gross

Irgendwo muss es doch einen Konflikt geben, oder? Wir wollen diese Frage vorweg klären: Nein. Anlass zu einem Leiterwechsel bei der Pilgermission ist eben gerade kein Konflikt. Leitungsteam und Aufsichtskommission sind sich einig: Die Richtung, die die Pilgermission in den vergangenen zehn Jahren eingeschlagen hat, ist richtig und muss fortgesetzt werden. Dies betrifft sowohl die Identität, den Kernauftrag und die Grundwerte des Werkes – und vor allem der 2007 begonnene Weg mit der Vision. Markus Müller ist es gelungen, zusammen mit dem Leitungsteam den Boden für die kommenden Jahre zu legen. Darin sind sich Leitungsteam und Komitee einig. Auch darin, dass das Werk der Pilgermission in der kommenden Zeit einer verstärkten konkretisierenden und Prozess gestaltenden Führung bedarf. Dies entspricht auch aus Sicht von Markus Müller weniger seinen starken Seiten. Das Leitungsteam versteht Leitung als eine Art Staffellauf: «Es gibt ein Rennen, aber unterschiedliche Läufer. Die eigentliche Leitung übt Gott aus. Für bestimmte Wegstrecken beruft er bestimmte Menschen mit bestimmten Begabungen.» Es kommt also zu einer Staffelübergabe. Wer die Staffel übernimmt und neuer Direktor wird, damit beschäftigt sich der Wahlausschuss des Komitees. Am 11. Mai tagte er zum ersten Mal und hat die nächsten Schritte eingeleitet, um Kandidaten für das Amt des Direktors zu finden. Wie findet der Wahlausschuss Kandidaten für das Amt des Direktors? «In erster Linie über Beziehungsnetze», berichtet Hans Jörg Hauser, Komitee-Präsident und Vorsitzender des Wahlausschusses. Der Ausschuss hat ein Anforderungsprofil für die Kandidatensuche zusammengestellt und die Vorstände und Leitungsgremien der Mitglieder der Pilgermission – also die Gemeindeverbände in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, die Dozenten des Theologischen Seminars sowie die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) und das Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona – um Vorschläge gebeten. Es ist die Aufgabe des Wahlausschusses, aus den Vorschlägen den richtigen Mann zu finden.

«Sobald der Wahlausschuss der Überzeugung ist, den richtigen Kandidaten gefunden zu haben, wird dieser dem Komitee zur Wahl vorgeschlagen», sagt Hans Jörg Hauser. Wann die Wahl stattfinden wird, hat der Wahlausschuss noch nicht festgelegt. «Qualität kommt vor Termin», betont der Komitee-Präsident. «Wir sind dankbar, wenn wir den neuen Direktor möglichst bald haben, aber wir werden keine Abstriche in der Sorgfalt der Abklärung machen, nur um schneller den Posten des neuen Direktors besetzen zu können.» Wie sieht das Anforderungsprofil des neuen Direktors aus? Der Wahlausschuss hat sich über diese Frage natürlich ein Bild gemacht. Festgelegt hat der Ausschuss, dass es ein ausgebildeter Theologe sein müsse. Zudem müsse er die notwendigen Voraussetzungen für die besonderen Führungsaufgaben als Direktor mitbringen. «Selbstverständlich muss er sich mit dem Werk der Pilgermission identifizieren können», so Hans Jörg Hauser. Dazu gehöre auch ein ganzes Ja zum besonderen Reden Gottes in Form der beiden Bibeltexte aus Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9 vor vier Jahren, die zu unserer Vision geworden sind. Im Zusammenhang mit dem Direktionswechsel wird Wert darauf gelegt, dass die Vision konkret wird. Das gehe nicht von heute auf morgen. An den Visionstexten hängen wichtige Themen, die das Werk in den nächsten Jahren beschäftigen, so das Leitungsteam: zum Beispiel die Sicht als Hauptamtliche, das Gemeindeverständnis oder Themen rund um das «Reich Gottes». Die Themen der Visionstexte müssten in der Ausbildung und in den Gemeinden konkretisiert werden. «Dazu braucht es Führung, Kommunikation und konkretisierende Prozessgestaltung», so der Wahlausschuss. Am 1. Juni hat sich der Wahlausschuss zum zweiten Mal getroffen. Zu dem Zeitpunkt war dieses Heft schon im Druck, weshalb wir hier keine weiteren Informationen aus dieser Sitzung weitergeben können. Sicher ist, dass der Ausschuss in seiner zweiten Sitzung Namen gesichtet und Kandidaten in die engere Wahl gezogen hat, mit denen jetzt Gespräche geführt werden. //

7


Integrationskraft Keine Frage des Parfüms Thema

Nur was reift, greift. Dieses Motto stand im vergangenen Herbst über der Schulungs- und Strategiekonferenz (SSK) der Pilgermission auf St. Chrischona. In einem Vorbereitungsmail an die Teilnehmer, also alle hauptamtlichen Mitarbeiter des Werkes, schrieb René Winkler: «Unsere Gemeindereife zeigt sich vor allem in der Integrationskraft». Was er damit meint, schreibt er hier. René Winkler

René Winkler ist Leiter der ChrischonaGemeinden Schweiz.

Nur was reift, greift. Und reif sind wir und unsere Gemeinden, wenn Ausschluss und Absonderung überwunden und wir ganz geworden sind. Menschen zu exkludieren wäre das genaue Gegenteil, sie zu separieren noch kein wirklicher Fortschritt. Integrieren ist das einzig Richtige, wenn wir es tun. Inklusion einst Fremder schliesslich ist die reife Frucht der Integration. Zu kompliziert? Ok. Dann gerne einige Erklärungen dazu. (Kursive Anmerkungen sind augenzwinkernd geschrieben!)

Exklusion (= Ausschluss) äussert sich zum Beispiel im Entschluss, nicht am Gemeinde-Wochenende teilzunehmen, wenn X auch kommt, und die Einladung in die Kleingruppe hartnäckig auszuschlagen, solange Y da rumsitzt. Exklusion äussert sich auch als Erleichterung, wenn der Penner vorbeischlurft und nicht durch die offene Tür in den Gottesdienstraum einbiegt oder uns beim Strasseneinsatz mit der Gemeinde keiner aus der Firma sieht. Exklusion und wir? Exklusion ist nur zu 5% unser Problem, denn wir sind nie offensichtlich unanständig unfreundlich und ausschliessend. Die Separation (= Absonderung) redet vorzugsweise in der dritten Person Einzahl oder Mehrzahl («die Neuen», «Sie haben angeblich noch Probleme, sich in der Gemeinde zurechtzufinden», «Ich wusste gar nicht, dass die Teenager immer noch keinen Leiter haben. Seit fünf Monaten schon nicht mehr, sagst du?»). Separation ist zuvorkommend («Guten Morgen, aber das hier ist eigentlich mein Platz»), entlastend («Familiengottesdienst? Gut, dann bleibe ich wieder mal etwas länger im Bett»), aufmerksam («Die Alten sitzen dort und wir Jungen immer da») und fördert den gabenorientierten Einsatz («Unser Jugendpastor kann sich am besten mit dem komischen Neuen unterhalten»). 8

CHRISCHONA

3/2011

Separation und wir? Separation ist nur etwa zu 15% unser Problem. Es könnte aber auch sein, dass das Problem grösser ist. Aber wir wickeln es in Humor und leben unverändert ganz gut damit. Integration (= (Wieder)Herstellung des Ganzen) ist dann, wenn es für uns selbstverständlich ist und es selbstverständlich gut ist, dass X da ist, und dass Y wirklich fehlt, wenn sie nicht da ist. Wenn Z kommt, steht ihr Stuhl immer schon bereit. Integrierten wird selbstverständlich gedient, Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt und wenn nötig auch mal Geld und unter Umständen sogar gemeinsame Ferien. Mit Selbstverständlichkeit werden Integrierte gefragt, ob sie sich bitte auf der Putzliste eintragen würden. Integration ist Herzenssache und nur zu rund 12% eine physische Angelegenheit (zu 2% eine Frage des Parfüms, zu 3% eine der Pünktlichkeit – das heisst auch Südländer haben eine echte Chance –, zu 2,5% eine Frage des Duschrhythmus, zu 0,5% eine Frage, ob die Person ein oder zwei Stühle braucht, zu 3% entscheidet sich die Integration daran, dass die Gemeinde aus mehr als zwei Personen besteht und 1% reservieren wir noch für Unvorhergesehenes). Der Rest ist Liebe in verschiedenster Form – in Formen wie Aufmerksamkeit, Zuhören, Zeit, Anteilnahme, Grosszügigkeit, Vergebung, Interesse, Demut, Offenheit, Teilen, Sterben…! Integration und wir? Menschen zu integrieren – uns selber und andere – ist für uns eigentlich kein Problem. Es fehlt uns oft einfach die Zeit. Inklusion (= Dazugehörigkeit, Einbeziehung). Inkludierte Menschen sind völlig gleichwertig. Keiner von ihnen ist mehr Gast. Keine ist mehr die Neue. Niemand von ihnen braucht mehr Spezialerklärungen – etwa Sprachunterricht in Kanaanäisch oder Stammbaumzeichnungen zu den Gemeinde-Clans – damit er auch mitbekommt und versteht, worum es geht. Die Separationssprache ist verlernt. Man teilt selbstverständlich das Leben miteinander und hat keine Mühe, den Dienst voneinander in Anspruch zu nehmen. Keiner zuckt mehr innerlich zusammen, wenn ein anderer mehr Aufmerksamkeit oder Ehre bekommt. Inkludierte kennen die Gefährdungen und Hilflosigkeiten voneinander und streiten regelmässig. Und das ohne Angst, einander zu verlieren – wie Familienmitglieder. Inklusion und wir? Mit Inklusion gibt’s kaum Probleme, denn das wollen wir selber eigentlich gar nicht.


Ein Vergleich: Eltern und Kinder

Anpassen aus Liebe

Reif sind wir und unsere Gemeinden, wenn Ausschluss und Absonderung überwunden und wir ganz geworden sind. Unsere Gemeindereife zeigt sich vor allem in der Integrationskraft. Ein Vergleich mag das verdeutlichen: Ein Ehepaar will Kinder. Eines Tages meldet sich tatsächlich ein Kind an. Die Eltern stellen sich voll auf die Geburt und ihr Kind ein, stellen ihre Wohnung und ihre Lebensgewohnheiten um, damit es dem Kind gut geht und es unter guten Bedingungen aufwächst. Eltern stecken ihre eigenen Ansprüche teilweise bis weitgehend zurück. Und es ist etwas vom Schönsten, wenn die Kinder dann selbständig ihr Leben in die Hand nehmen und Verantwortung übernehmen können. Was hat dieser Vergleich mit der Gemeinde und deren Reife zu tun? Wenn wir als Gemeinde Kinder (= Wiedergeburten/Bekehrungen) wollen, werden wir uns einerseits darum bemühen, dass es dazu kommt. Und wenn es dazu kommt, werden wir andererseits unsere Gewohnheiten anpassen und unsere eigenen Ansprüche zurückstellen, damit das Neugeborene überlebt, wachsen und erwachsen werden kann. Die Erwachsenen, also die reifen, gestandenen Christen leisten die Anpassung, nicht die unreifen Neugeborenen. Die Liebe ist flexibel und selbstlos.

Entsprechend werden wir nicht sagen können: «Wenn es jemandem passt, kann er gerne kommen und dabei sein, aber wir werden uns nicht ändern oder gar aufgeben, was wir so (auf diese Art) lieben». Wir werden uns anpassen. Im Neuen Testament können wir in der Angelegenheit ein paar Lektionen lernen. Zum Beispiel in Philipper 2,3ff: «Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil, seid bescheiden, und achtet den Anderen mehr als euch selbst…». Und in den Kapiteln 14 und 15 des Römerbriefs beschreibt Paulus, wie wir einander annehmen sollen, füreinander verantwortlich sein und uns ein Beispiel an Christus nehmen sollen, der auch nicht für sich selbst lebte. Ganz zu schweigen von Johannes 15,13: «Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt», oder 1. Korinther 13, wo der Apostel

© kyrio.de

Paulus schreibt, was das Wichtigste ist: nämlich die Liebe. Und die Liebe ist selbstlos. Wir werden uns also hier und da anpassen. Anpassen zum Beispiel an Formen der Gemeinschaft, an Kultur (z.B. Musik) und Sprache (Umgang, Verkündigung), an Lebensgewohnheiten (Gottesdienstzeiten, Freizeitgestaltung) und Finanzen (Kinder kosten Geld!). Unsere Gemeindereife zeigt sich vor allem in der Integrationskraft. Was es dazu braucht in unseren Gemeinden: Menschen, die Leben teilen (1. Thessalonischer 2,8) und Leben hingeben (Johannes 15,13). Integration ist eine Herzenssache – ich wiederhole mich hier gerne – und nur zu einem geringen Teil eine Frage des Parfüms oder der Pünktlichkeit. Der Hauptteil ist Liebe. // 9


Zwischenschritte Auch die Zwischenschritte feiern Thema

Philemon Moser begrüsst den Besucher in der gros­ sen Halle an der Paracelsusstrasse in Ostermundigen, einem Vorort von Bern. Dort führt die Vineyard-Gemeinde Bern ein Sozialzentrum, das Immigranten ganzheitliche Integrationshilfe anbietet. Der Berner Mittvierziger wirkt nicht wie ein Pastor, aber auch nicht wie ein typischer Sozialarbeiter. Er ist beides, und er betreut den wohl dynamischsten Arbeitszweig der Gemeinde. Fritz Imhof

Philemon Moser trägt ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift «Invisible Children». Das T-Shirt hat nicht direkt mit seiner Arbeit in der Lagerhalle an der Paracelsusstrasse zu tun. Er trägt es als Wertschätzung für eine christliche Arbeit, die unter diesem Namen entwurzelte Menschen – ehemalige Kindersoldaten in Uganda – betreut. Die Leitung des Werks hat trotz einem terroristischen Anschlag während der letzten Fussballweltmeisterschaft, der unter Mitarbeitenden und Betreuten viele Tote forderte, nicht aufgegeben.

Auch die Klienten, mit denen Philemon Moser zu tun hat, sind entwurzelte Menschen: Leute aus Sri Lanka, der Türkei, Somalia, Schwarzafrika, dem Kosovo, und, und .... Sie leben zwar ganz nahe und stehen den Schweizern doch so fern. Die meisten dieser Menschen kommen am Dienstagmorgen. Ein Team der Berner Vineyard-Gemeinde gibt hier kostenlos Lebensmittel, Haushaltsgeschirr und Kleidungsstücke ab. Die Vineyard Bern hat sich in rund 20 Jahren mit sozialdiakonischer Arbeit einen guten Ruf verschafft. Sie beherbergt und begleitet auch eine Immigrantengemeinde aus Afrika. Inzwischen ist daraus eine weitgehend selbständige frankophone Gemeinde hervorgegangen. Dazu ist eine englischsprachige Community gestossen, die sich ins Programm und die Gottesdienste der Gemeinde integriert. Aus beiden Gemeinden kommen Leute nach Ostermundigen: als freiwillige Helfer oder als Klienten. Immigranten ausserhalb der Gemeinde kommen als Bezüger von Sach- und Dienstleistungen – und auch als Spender solcher Leistungen. «Heute waren es rund 100 Menschen», sagt Philemon Moser beim Interview.

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© photocase.de – vandalay

Nahe und doch so ferne Nachbarn


Moser wehrt sich gegen eine künstliche Unterscheidung in eine Gemeinde- und eine Sozialarbeit der Vineyard Bern. Er sieht beides als Ausdruck des Lebens einer christlichen Gemeinde. «Wir möchten hier gemeinsam Nachfolge Christi leben, einen ganzheitlichen Lebensstil, der für Aussenstehende und Nachbarn transparent ist.» Der soziale Auftrag könne nicht vom prophetischen getrennt werden.

Sie wollten teilen Eine neue Perspektive hat sich Philemon Moser eröffnet, als eine muslimische Frau ihre Mithilfe anbot. Er erkannte, dass DaN nicht eine Einbahnstrasse bleiben muss. Etliche, die von DaN etwas bekommen haben, möchten auch etwas geben. Eine muslimische Immigrantin bot sich als freiwillige Mitarbeiterin beim Kochen für das Helferteam an. Andere bringen selbst Waren mit, die sie an Bedürftige weitergegeben wollen. Ein Geben und Nehmen ist entstanden. «Aber es darf keine Delegation dieses Auftrags an unsere Gruppe sein», betont Moser, «sondern muss Teil des Lebens der Vineyard Bern bleiben». Ein Auftrag übrigens, an dem sich auch Freiwillige aus weiteren drei Gemeinden in der Region beteiligen, die selbst kein vergleichbares Angebot führen.

Die inneren Bedürfnisse DaN will den Menschen aus dem Süden freilich nicht nur Materielles weitergeben, sondern auch Lebenshilfe und Anstösse zum Glauben und zum Handeln nach christlichen Grundsätzen. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, beginnt jeder Gang durch das Warenangebot mit einer Begegnung im Bistro bei Tee oder Kaffee. Im Gespräch werden Leute aus jedem kulturellen und religiösen Hintergrund abgeholt. Sie erfahren Interesse und erhalten Auskünfte, wie Christen mit Lebensproblemen und Fragen über Gott und die Welt umgehen. «Im Gesprächsteam arbeiten auch Leute mit, die Farsi (eine persische Sprache -Red.) oder Arabisch sprechen», sagt Moser. Da gebe es keinen Bekehrungsdruck, aber gegebenenfalls den Hinweis darauf, dass Christen auf Verletzungen durch Mitmenschen mit Vergebung reagieren. Das verhilft den Immigranten zu

Begrüssung der Neuankömmlinge im Gottesdienst der «La Vigne», einer weitgehend selbständigen Gemeinde französischsprachiger Immigranten, die aus der sozialdiakonischen Arbeit der Vineyard Bern entstanden ist.

neuen Einsichten und baut ihnen eine Brücke zum Glauben. Viele sind «Kulturmuslime», so wie es in der Schweiz viele «Kulturchristen» gebe, erklärt Moser.

Zwischenschritte ... Die von DaN-Mitarbeitenden betreuten gesprächswilligen Gäste haben einen langen Weg vor sich, wenn sie sich für unsere Kultur und den christlichen Glauben öffnen. Sie werden auf diesem Weg schrittweise begleitet. Wenn sich jemand entschliessen kann, einem Menschen eine schlechte Tat zu vergeben, ist das schon ein grosser Schritt, betont Moser. Wenn solche Entscheidungen bekannt werden, feiert sie das Team gemeinsam mit ihnen. Es gibt dazu bestimmte Rituale. Bei vielen fängt der Dienst am Nächsten im Nähatelier an, wo sie eine sinnvolle Beschäftigung finden, oder in einer der vier Alphabetisierungs- und sieben Sprachkurs-Klassen. Während vorwiegend Mütter die Schulbank drücken, erleben ihre Kinder ein auf sie zugeschnittenes Programm, zu dem auch biblische Geschichten gehören.

Verzicht auf staatliche Mittel DaN verzichtet darauf, sich bei den Behörden als Sozialwerk zu etablieren – und damit auch auf Subventionen. Die Leitenden wollen frei bleiben, auch Seelsorge zu üben und mit den Menschen über Glaubens- und Lebensfragen sprechen zu können. Sie möchten Muslimen, die dafür offen sind, die Bibel erklären und sie mit christlichen Verhaltensweisen bekannt machen. Diese Freiheit wiegt für Moser den Verzicht auf staatliche Mittel auf. «Erstaunlicherweise kennen wir keinen Mangel an freiwilligen Mitarbeitenden», freut sich Moser. Erstaunlich, denn wer hier mitarbeitet, muss handfest anpacken, sensibel für Gespräche sein und mit Überraschungen – manchmal auch Überforderung – umgehen können. Doch die Stimmung am Dienstag-

Mittagstisch nach der Gesprächsund Verteilarbeit zeigt, dass die Arbeit den Helfern Befriedigung schenkt. «Es kann aber auch vorkommen, dass sich Menschen zu stark investieren und alles weggeben, was sie können – und dann feststellen, dass die Not der Welt immer noch gleich gross ist», berichtet der DaN-Leiter beim Mittagessen. Auch die Mitarbeitenden brauchen zuweilen den (seelsorgerlichen) Dienst am Nächsten.

Zuerst das Scheitern ... Bevor Philemon Moser mit DaN starten konnte, erlebte er eine persönliches Scheitern beim Versuch, in Biel eine Vineyard-Gemeinde aufzubauen. Die schmerzliche Erfahrung führte ihn tiefer ins Gespräch mit Gott und ins Suchen nach seinem Willen. Gleichzeitig begann er, sich um Menschen in der Nachbarschaft zu kümmern, übernahm eine Vormundschaft, half Betagten bei der Steuererklärung oder Ausländern beim Verkehr mit Amtsstellen. Der weitere Weg führte schliesslich in die Arbeit in Ostermundigen – mit einem Ableger im Berner Kornhaus. Das Feuer brennt in Philemon Moser, der innerhalb des grossen «Hauses» der Vineyard Bern sichtlich seine Berufung gefunden hat. //

Philemon Moser betreut einen Arbeitszweig der Vineyard-Gemeinde Bern, der Immigranten ganzheitliche Integrationshilfe anbietet.

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Thema

Reich Gottes

Integration und das Reich Gottes

Š photocase.de – peter087

Ein theologischer Beitrag


Wäre es nicht schön, wenn in unserer Gesellschaft alle Menschen ganz gleich wären: gleich viel wert, gleich berechtigt, mit gleichen Chancen für Bildung und Beruf, und das alles unabhängig von Geld, Gesundheit, Genen und Geschichte? Stefan felber

Viele haben diese Vision, und manche gehen so weit, dass selbst die Geschlechtsunterschiede keine Rolle mehr spielen sollen. Die schlimmen Erfahrungen des Sozialismus, wo alle gleich und manche eben noch gleicher waren (Parteibonzen und Gewerkschaftsbosse mit höchsten Einkommen!) haben noch nicht dazu geführt, dass der Traum der Gleichheit ausgeträumt ist. Warum auch? Menschliche Vorstellungen von Gerechtigkeit können auf Gleichheit offenbar gar nicht verzichten. Mehr noch als unsere geschichtlichen Erfahrungen sollten wir die Bibel ein kritisches Wörtchen mitreden lassen! Zunächst einmal hat Gott ein Menschenpaar in einer wunderbaren Gleichwertigkeit und mit charakteristischen, je wunderschönen Unterschieden geschaffen. Als die Sünde überhand nahm, hat es ihm gefallen, Abraham den Leuten von Ur, Isaak dem Ismael, Jakob dem Esau, Josef seinen Brüdern, Mose anderen Möchtegernvermittlern und schliesslich Israel den Heiden vorzuziehen! Immer wieder aber stiess dieses Vorziehen («Erwählung») auf Widerspruch, ja Hass. Darum wage ich die These: Wo menschliche Vorstellungen von Gleichheit das Mass der Gerechtigkeit bilden, muss es zu Diskriminierung und Antisemitismus (d.h. Benachteiligung bes. der Juden bis hin zur Auslöschung) kommen. Wo «Egalité/Gleichheit» und «Fraternité/Brüderlichkeit» nicht von Gott her, sondern z.B. von einer sich als aufgeklärt verstehenden Vernunft definiert werden, werden die Ansprüche auf (religiöse, soziale) Besonderheiten einzelner Gruppen (Volkszugehörigkeiten, Besitzstände) nivelliert, mitunter grausam. Vielleicht ist Antisemitismus die urtümlichste Form von Diskriminierung; an ihr werden Spielarten anderer Feindschaften deutlich! Der Prophet Hesekiel führt in seiner Kritik an Israels Nachbarvölkern einiges vor, was auch zwischen anderen Völkern und Gruppen vorkommt: Da gibt es den irrationalen, emotionalen Antisemitismus der Ammoniter, die sich einfach am Leid in Israel freuten (Hesekiel 25,1–7), oder den rationalen, aufgeklärten Antisemitismus der Moabiter, die meinen, aus dem Unglück Israels den Schluss ziehen zu können, es sei nichts Besonderes um dieses Volk (25,8–10). Da

gibt es den wirtschaftlichen Antisemitismus in Tyrus, wo man sich freut, den Konkurrenten Israel endlich übertrumpft zu haben, ihn ruiniert zu sehen (26,1ff.), und nicht zu vergessen die Rachsucht Edoms, wo man es nicht verwinden konnte, dass Jakob und nicht Esau den Segen des Erstgeborenen erhielt (25,12–14).

Eine Mauer um Gottes Volk im Alten Testament Hier liegt der Kern: Gott hat den Einen gegenüber dem Anderen vorgezogen, und das kann für eine Vernunft, die Gerechtigkeit mit Gleichheit verwechselt, nur anstössig sein. Ebenso wird es anstössig, wenn ein Heide eine hochgetragene Nase eines Juden bemerkt, der im Bewusstsein seines Erwähltseins den Kontakt mit Zöllnern und Sündern meidet und immerhin den Eindruck erweckt, zu denken: Wir Juden müssen ja etwas Besonderes sein, sonst hätte Gott uns nicht erwählt – statt zu erkennen, dass es eben genau anders herum ist: die Juden sind etwas Besonderes, weil Gott sie erwählt hat. So steht und wächst eine Mauer zwischen den Juden und den anderen Völkern. Der Jude Mordechai konnte dem Agagiter Haman nicht huldigen, selbst wenn es Lebensgefahr bedeutete (Esther 3) – denn er gehörte zu dem «Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet» (4. Mose 23,9); dessen «Gesetz anders ist als das anderer Völker, und sie tun nicht nach des Königs Gesetzen» (Esther 3,8). Haman setzt die Konsequenz gleich dazu: «Es ziemt dem König nicht, sie gewähren zu lassen.» Das Resultat war der Versuch eines Völkermords.

Integrationsleistung am Kreuz Erst vor dem Hintergrund dieser gegenseitigen Absonderung, die gar

nicht tiefer sein könnte und bis heute weltweit wirksam ist (nicht nur im Nahostkonflikt!), wird deutlich, wie gewaltig die Integrationsleistung ist, die durch das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus möglich wird! An dieser Stelle müsste Epheser 2,11–20 ganz abgedruckt werden! Ich hebe nur wenige Stichworte für die Gnade heraus, die an den gläubigen Heiden wirkt: Sie macht aus Ausgeschlossenen Eingeschlossene (V. 12), aus Fernen Nahe durch das Blut Christi (V. 13), aus zweien macht Christus eins, denn Er ist unser Friede (V. 14), aus getrennten Körperteilen macht Er einen Leib (V. 15+16). Beide haben nun ein und denselben Zugang zum Vater, nämlich in dem einen Heiligen Geist (V. 18), so dass Heiden nicht mehr notdürftig geduldete Gäste und Fremdlinge sind, sondern Familienangehörige: Gottes Hausgenossen (V. 19), erbaut auf dem gleichen Grund der Apostel und Propheten (V. 20). Gemeinsam bilden sie einen heiligen Tempel (V. 21), eine Wohnung Gottes im Geist (V. 22). Der Vater im Himmel hat also seinen Sohn, den wahren Menschen, als Massstab der Gerechtigkeit eingesetzt. «Alles hat er unter seine Füsse getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist» (Epheser 1,22f.). Christus, konkret: seinem Wort und nicht einem aufgeklärten Christus- oder Liebes-Prinzip untertan sein, das führt Juden und Juden, Juden und Heiden, Heiden und Heiden zusammen (Johannes 1,12f.). Für alle gilt der gleiche Massstab. «Es ist hier kein Unterschied (!) zwischen Juden und Griechen», nämlich der Massstab von Römer 10,8ff.: «‘Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.’ Dies ist das Wort vom

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Thema Glauben, das wir predigen. Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.»

Das Gravitationszentrum der Gemeinde

Mehrheitsposition heraus einmal Gesetze etabliert, die aus den guten Ordnungen Gottes gewachsen sind, so ist es um des Segens Gottes willen, der auf diesen Ordnungen liegt, falsch, diese nun wieder aufzugeben, wo sie in Frage gestellt werden. Einige machen es sich zu leicht, die Verknüpfung von Identität und Christentum abzulehnen. Man denke an die Schweizer Flagge mit dem

Hierin liegt zugleich das integrative und das bleibend desintegrative Element des Neuen Testaments bzw. der Gemeinde. Der Eintritt ist volks- und besitzunabhängig, aber bleibt vom Glauben abhängig, und der kommt aus dem «Hierin liegt zugleich das integrative und das Wort Christi (Römer 10,17). Darbleibend desintegrative Element des Neuen Testaum verbinden Christen die Taufe ments bzw. der Gemeinde. Der Eintritt ist volks- und mit einem biblischen Unterricht besitzunabhängig, aber bleibt vom Glauben abhängig, und einem persönlichen Bekenntund der kommt aus dem Wort Christi.» nis (Konfirmation), und darum Stefan Felber gibt es vor dem Abendmahl ein Bekenntnis unserer Schuld. Ohne diese nur scheinbar desintegrativen Momente fehlt der Gemeinde das Gravitationszen- Kreuz in der Mitte und frage sich, trum! Was sie für ihre Einheit sagt und tut, muss hier was mit der Mitte bei Wegnahme Mass nehmen, muss auf den Stifter der Einheit zurück- des Kreuzes passiert. Allzu leichtweisen. Plakative Schlagworte wie «Offenheit», «Ver- fertig trennen wir zwischen den lässlichkeit» oder «Beziehungskirche» allein bilden auf demokratischen und den konfessioDauer nur einen brüchigen Anker von Gemeinschaft. nellen Traditionen Europas und saBeständigkeit gibt der Herr, der mit schwachen Men- gen, solange nur unsere Gesellschen (Petrus!) eine Kirche bauen will, die nicht einmal schaftsform bejaht werde, sei alles in Ordnung. Vergessen wir nicht, von den Pforten der Hölle verschlungen werden kann. dass z.B. die demokratischen Strukturen der Schweiz aus der KreuzesKann es eine christlich-fromme nationale meditation des Bruder Klaus von Identität geben? Nach dem aus Epheser 2 Erhobenen ist dies zunächst Flüe gewachsen sind, der die alten ein Widerspruch in sich selbst. Schweizerische, deut- Eidgenossen vor dem Bürgerkrieg sche, türkische oder jüdische Christen müssen bereit bewahrt hat. Seiner aus dem Evansein, vorbehaltlos in der gleichen Gemeinde Gottes gelium erwachsenen FriedensordWort zu hören und einander anzunehmen, wie Christus nung verdanken wir ein versöhntes uns angenommen hat, zur Ehre Gottes (Römer 15,7). Miteinander, das europaweit seinesGerade diese im Kern der christlichen Religion geübte gleichen sucht. Dieser Einsiedler Toleranz wird sie befähigen, auch im politischen Be- war der geistige Vater einer Gereich Angehörige anderer Nationen und Religionen als meinschaft, die sich wegen ihres Schwures im Namen des DreieiniMenschen anzunehmen, die Gott auch liebt. Für viele Muslime hingegen ist nationale Identität gen Gottes «Eidgenossenschaft» eng mit ihrer Religion verknüpft. Ein christlicher Türke nennt. Weisheit und Kraft für sein gilt als illoyaler Staatsbürger; Christen in muslimischen Friedenswerk hat er aus dem Segen Ländern haben oft einen niedrigeren Status und müs- geschöpft, von dem wir bei Paulus lesen. Im Takt der Stundengebete sen vielfach Benachteiligungen hinnehmen. Trotz allem sollte man vorsichtig sein, eine christlich- hatte er das Leiden Jesu meditiert. fromme nationale Identität rundheraus abzulehnen. Sie Nach Jahren der Versenkung in das ist meines Erachtens als geschichtlich gewachsene Leiden Christi schrieb er 1482 an Identität zu akzeptieren. Haben Christen aus einer

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die Berner Ratsherren: «Ihr sollt das Leiden Gottes in euren Herzen tragen, denn das ist des Menschen grösster Trost an seinem letzten End.» Aus diesem Trost konnte einst zum Frieden und zu einer Ordnung des Respekts vor dem Anderen gefunden werden, für den Christus auch gelitten hat. Ob auch wir wieder davon ergriffen werden und umkehren können? Wir sollten jedenfalls nicht aufhören, daran zu erinnern, dass die europäischen säkularen Demokratien, wie es ein Verfassungsrechtler sagte, von Voraussetzungen leben, die sie selbst nicht schaffen können. Es lohnt sich, mit aller Kraft für eine soziale Ordnung einzustehen, die in solcher Meditation, solchem Schwur gründet. //

Dr. Stefan Felber ist Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona. Er unterrichtet Exegese des Alten Testaments, Biblische Theologie, Hebräische Lektüre und Geschichte Israels/ Einleitung ins Alte Testament. Sein besonderes Interesse gilt den Psalmen, dem Christuszeugnis des Alten Testaments und der Bibelübersetzung.


spricht Gott

Thema

© kyrio.de

«Ich bin der, der integriert!»

Am Anfang stand die Anfrage der Panorama-Redaktion: zum Thema Integration würde doch ein Beitrag über die besondere, mehrsprachige Situation der Chrischona-Gemeinden in der Romandie und Wallis passen. Da mein Herz (auch) für die Mehrsprachigkeit schlägt, sagte ich zu. Nach Ostern hatte ich Ferien, aber den Artikel vergessen, verdrängt, aus meinem Denken separiert. Das Gegenteil von integriert! Peter Gloor

Integrare bedeutet wiederherstellen, nach Wikipedia «Herstellung eines Ganzen». Integrieren wir? Und wenn ja, wen integrieren wir, und in was? Integrieren wir uns in die Gesellschaft? Integrieren wir die Gesellschaft in unsere Gemeinden? Werden Menschen in unsere Gemeinden integriert? Oder müssen wir den Bogen weiter spannen? Wenn ich Integration mit «Herstellung eines Ganzen» übersetze, dann kommt mir in den Sinn, dass Gott dem Volk Israel gesagt hat: «Ich bin der Herr dein Arzt!» Ich bin der, der heilt, der wieder ganz macht. Gewagte Übersetzung «Ich bin der, der integriert» Ich füge wieder zusammen, was zerbrochen, zerschlagen, kaputt ist. Mit diesem Ansatz geht es mir beim Schreiben zunehmend besser. Die Frage verändert sich, der Druck

weicht, der Horizont öffnet sich! Es geht nicht mehr so sehr darum, was wir tun oder nicht tun. Es geht nicht ums Vergleichen, auch nicht um die Frage: «Ist das richtig oder falsch?»

Es geht darum, was Gott tut! Für die, die es nicht mehr wissen: In der Westschweiz hatten wir ursprünglich Stadtmissionen, die im französischsprachigen Gebiet unter deutschsprachigen Zuzügern gearbeitet haben. Heute haben wir in dieser Region deutschsprachige Gemeinden, Gemeinden die auf Deutsch und Französisch arbeiten und auch rein französischsprachige multikulturelle Gemeinden. Es geht darum, was Gott tut – in allen Sprachen und mit Menschen aus allen Nationen!

Integrativ? Fünf Beispiele Eine kleine, sehr kleine Gemeinde im Wallis. Seit einigen Monaten findet einmal in der Woche ein Mittagstisch statt. Neuerdings kommen zwei alte Männer, um die 80 aus einem Nachbardorf an den Mittagstisch. Integrativ? Mittelgrosse deutschsprachige Gemeinde. An einem Sonntag kommt eine Mutter in den Gottesdienst. Hat das Schild Stadtmission beim Spazieren gesehen und steht am nächsten Sonntag in der Gemeinde. Integrativ? Eines Nachts, ein Brand in einem Quartier direkt gegenüber der französischsprachigen Chrischona­Gemeinde. Der Pasteur öffnet den Saal. Die Nachbarn, die teil­weise alles verloren haben, bekommen eine Notunterkunft. Integrativ? Eine kleine, stark überalterte, deutschsprachige Gemeinde muss ihr Haus verkaufen. Die Kräfte reichen nicht mehr, um das Haus zu unterhalten. Der Saal wird noch weiterhin für Gottesdienste genutzt, sie treffen sich weiterhin zu Gottesdiensten und im Hauskreis. Trotzdem, eine lange Geschichte geht ihrem Ende entgegen. Das löst Trauer und Schmerz aus, aber auch Dankbarkeit

für das was in der Vergangenheit geschehen ist. Integrativ? Eine multikulturelle, französischsprachige Gemeinde mit verschiedensten Ethnien im Gottesdienst. Auch mit Menschen, die in ihrer Heimat auf verschiedenen Seiten der Kriegsfront standen. Jetzt sitzen sie im gleichen Gottesdienst und loben Gott. Integrativ?

Integrativ? Im Grunde ja In allen Gemeinden gibt es auch Probleme, wir sind immer noch auf der Erde. Aber: Die Gemeinde Jesu ist in ihrer Grundstruktur ein inte­ gratives Gefäss. Sind wir mit der «Église ouverte» in der Westschweiz als Teil der Pilgermission St. Chrischona integrativ? Oui, bien sur! Ja, auf alle Fälle! Aber wir können uns noch verbessern und uns von Gott noch viel mehr zeigen lassen, wie wir noch integrativer werden können. Jede Gemeinde, Église und Church auf ihre einmalige und Gott verherrlichende Weise. Also, nicht vergessen: Es geht darum, was Gott tut. //

Dr. Peter Gloor ist Regionalleiter für die Region Ost der Chrischona-Gemeinden Schweiz. 15


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KGE 2011

Zuversicht Freiheit

P il

neu

Sicherheit

entdeckt

Christus

NeuHoffnung entdeckt! Vertrauen

Leben Frieden

erleben

Freude

KGE 2011 Konferenz für geistliche Erneuerung 30. Juli bis 6. August 2011 Pilgermission St. Chrischona in Bettingen bei Basel

Es gibt viel zu entdecken an der KGE 2011 Die Konferenz für geistliche Erneuerung begibt sich auf Entdeckungsreise zu den Wurzeln unseres Glaubens. Das sollten Sie nicht verpassen – kommen Sie mit!

Was erwartet Sie an der KGE 2011? Eine Woche Urlaub mit geistlichem Tiefgang: • Tägliche Bibelarbeiten mit wertvollen Impulsen • Inspirierende Seminare, vielseitiges Freizeitangebot • Erholung und Entspannung jenseits des Alltags

Die Hauptreferenten der KGE 2011 Prof. Hans-Joachim Eckstein Evangelischer Theologe und bekannter Buchautor aus Tübingen Monika Riwar Evangelische Theologin, Seelsorgerin und Beraterin aus der Schweiz Dr. Eckhard Hagedorn Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona

Spannend auch für Kinder und Jugendliche! Im Ferienlager für Kinder und Zeltlager für Jugendliche erleben die Kids und Teens ihr eigenes, spannendes Programm.

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Was kostet eine Woche KGE? Tagungsgebühr

CHF 230

Übernachtung und Vollpension (p. Pers.) DZ mit Dusche/WC CHF 649 DZ mit Dusche/WC auf Etage CHF 485 Matratzenlager, Wohnwagen oder Zelt CHF 310 Kinder- und Jugendprogramm (Vollpension) 0-4 Jahre, Kinderhort (Unterbringung bei den Eltern) gratis 5-7 Jahre, Kinderbetreuung (Unterbringung bei den Eltern) CHF 132 8-12 J., Ferienlager für Kinder CHF 216 9-17 J., Zeltlager für Teenager CHF 240 Drittes und jedes weitere Kind in Begleitung der Eltern gratis

Mehr Informationen

im Internet unter kge.chrischona.org Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200, CH-4126 Bettingen Tel.: +41 (0)61 64 64 270


Gemeinschaftswerk CGW – Wahl des Inspektors «Ein Generationenwechsel» Wieland Müller (42) wird am 1. Januar 2012 Rainer Geiss (64) an der Spitze des Chrischona-Gemeinschaftswerks Deutschland (CGW) ablösen. Die Delegiertenversammlung hat ihn am 21. Mai in Worms einmütig für das Amt des Inspektors bestätigt. Dorothea Gebauer

22 Kandidaten wurden für die Aufgabe des Inspektors vorgeschlagen. Der Wahlausschuss hat unter der Leitung von Geschäftsführer Siegfried Bledau in mehreren Sitzungen die Kandidaten bewertet. Nach vielen Gesprächen wurden drei in die engere Wahl gezogen. Wieland Müller wurde vom Wahlausschuss dem CGW-Vorstand zur Wahl vorgeschlagen. Der Vorstand legte Wieland Müller dann den Delegierten als mögliche Option vor. Die Delegiertenversammlung hat ihn einmütig bestätigt. Er erhielt 94 von 97 Stimmen. «Ich bin zu 100% mit dieser Entscheidung einverstanden», so Rainer Geiss, derzeitiger Inspektor des CGW. Ihm liege daran, dass sein Nachfolger die inhaltliche und strategische Arbeit weiterführe. Als Inspektor wird Wieland Müller Mitglied des Leitungsteams und des Komitees der Pilgermission St. Chrischona sein und sich für die Jugendmissionsarbeit im Südlichen Afrika (ESSA) verantwortlich zeichnen. Er wird Dienstvorgesetzter für die Hauptamtlichen des CGW und will die Ausbildung am Theologischen Seminar mitprägen. Auf der Agenda stehen des Weiteren die Vernetzung und Vertretung des CGW nach aussen. Laut Stellenbeschreibung soll sich Wieland Müller als «Initiator für ein wachsendes Werk» verstehen. Müller (42) wird mit seiner Frau Tabea und drei Kindern – Jonathan (15), Janina (13) und Magdalena (4) – nach rund zehn Jahren pastoraler Arbeit in Südafrika nach Giessen ziehen und seine Arbeit zum 1. Juli 2011 antreten. Als «erster Ossi» hat der gelernte Werkzeugmacher 1991 sein Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) aufgenommen. In einem christlichen Elternhaus mit zwei Brüdern in der «ExDDR» aufgewachsen und konfirmiert, hat er bereits als Jugendlicher Gruppen geleitet. «Null Chance auf Leitungsaufgaben» habe man ihm prophezeit, als er die Jugendweihe ablehnte. 1995 bis 1997 war er in Butzbach als Prediger und danach als überregionaler Jugendreferent für den ECJA (die Kinder- und Jugendarbeit des CGW) unterwegs. Seit 2002 arbeitete er als Jugendpastor in Johannesburg. Reinhard Frische, Paul Breymaier und Martin Liedholz seien prägende Mentoren und Seelsorger für ihn gewesen. Rainer Geiss (64) wird ihn innerhalb des nächsten halben Jahres in sein Amt einführen. Innerhalb seiner Dienstzeit hat Rainer Geiss unter anderem die «Projekte Ost» in Prenzlau, Schwedt und Angermünde angestossen und den deutschen Zweig der Literaturarbeit der Pilgermission ins CGW eingegliedert. Sein Kernanliegen war es, die Gemeinden in ihrer Eigenständigkeit zu fördern, ohne deshalb Freikirche zu sein. «Innere Partnerschaft auf Augenhöhe mit den Landeskirchen, in denen wir als CGW arbeiten. Ein Modell der Zukunft für Deutschland», lächelt er. Er bleibt weiterhin im Aufsichtsrat des Evangeliumsrundfunks (ERF) und weiteren Gremien – etwa für die Literaturarbeit – tätig. Noch habe er «keine Lust auf Seniorenkränzchen mit Schwarzwälder Kirschtorte». //

Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) • 69 Gemeinden in Deutschland, eine Gemeinde in Luxemburg, 7 Gemeinden im Südlichen Afrika • 6315 Mitglieder und ständige Besucher, 1236 Kinder und Jugendliche • 76 Prediger in Deutschland und 8 im Südlichen Afrika, 10 Mitarbeiter in übergemeindlichen Aufgaben • Kindertagesstätte mit 16 Mitarbeitern, Ferienhotel mit 24 Mitarbeitern • Literaturarbeit des CGW: Alpha-Buchhandlungen, Brunnen Verlag Giessen und Logistikzentrum ChrisMedia

Wieland Müller (zweiter von rechts) mit Mitarbeitern der Evangelischen Stadtmission Worms, der gastgebenden Gemeinde der Delegiertenversammlung,

Wieland Müller: spontan gefragt, spontan geantwortet Ziele für die ersten Wochen: Viele Gespräche führen, strategische Schritte ableiten. Lebenslanges Lernen: Ganz wichtig, Hört nie auf, 2011 besonders wichtig. Lieblingsvers in der Bibel: Keinen. Ich lese sie gerne fortlaufend. Karriere: Gibt es bei Gott nicht. Er hat mich zu sich hin begabt. Sozialdiakonische Erfahrung: in Elendsvierteln. Kino: Zuletzt mit meiner Frau «The king’s speech» gesehen. Schöner Film! Sport: Hilft mir. Zweimal in der Woche Fitnessstudio mit spinning wheel. Stille vor Gott: Ein wöchentlicher Kampf. Zweimal im Jahr ein Wochenende weggehen. Essen: Dieses zuzubereiten kann meine Frau sehr gut! Zum Beispiel: Pfefferlendchen in Sahnesosse. Schöpfung: Wir haben soviel Schönes anvertraut bekommen! Internationalität des Werkes: Eine riesen Chance, Geschenk von Gott. Einer, der gut führt: Ist einer, der sich von Jesus führen lässt. Das Chrischonawerk: Ich verdanke ihm alles. Team: Ein durch und durch positiver Begriff. Wenn du schnell gehen willst, gehe allein. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen. 17


St. Chrischona «Megaschön und coole Farben» Nach zwei Jahren, in denen eifrig geplant und gebaut worden ist, hat das «Baby» nun in vollem Mass das Licht der Welt erblickt: Am Gemeindebesuchstag am 15. Mai wurde das sanierte Haus Morgenrot offiziell eingeweiht. Schon im Januar sind 26 Studentinnen ins Morgenrot eingezogen. Das Leben ist nun endgültig ins alte Gemäuer zurückgekeht. Jennifer Randriaminahy

Bunt, kurz und knackig lief die Einweihung des Morgenrots ab. Zum Abschluss des Gemeindebesuchstags nahm ein kurzer Film (anzuschauen im Internet unter morgenrot.chrischona.org) die rund IAL 200 Gäste mit hinein in die Sanierungszeit der vergangenen SPEZ ONA H C IS CHR 20 Monate. Im Anschluss gaben die Menschen, die von dem t otrgenro M Umbau des Morgenrot in besonderer Weise betroffen waren, enro g r o kt: M Proje einander das Mikrofon in die Hand. Einen witzigen Auftritt hatten Karin Schindler und Simon Eiermann, Studenten des Theologischen Seminars: Sie verliehen den Handpuppen Charlie und Thorsten ihre Stimmen, lieferten auf erheiternde Art eine studentische Sichtweise des Umbaus und sprachen ein dickes Lob an all die freiwilligen Umbau-Helfer und an die tapferen männlichen Studenten aus, die beim Umzug (fast) die gesamte Schweissarbeit leisteten. Andreas Diemling, Leiter der Baukommission, überreichte einen besonderen «Schlüssel» an Dr. Horst SchafIm Mai ist zum ersten Mal ein fenberger, Leiter des Theologischen Seminars: Einen Schlüssel, Panorama SPEZIAL erschienen. Auf gebacken aus Brotteig. Anschliessend weihte Direktor Markus acht Seiten lesen Sie darin die Geschichte und HinMüller das sanierte Morgenrot im Gebet Gott. tergründe des Projekts Morgenrot: Von der Idee bis zur RealiSo manche Studentin hatte an dem Tag ihre Zimmertüre geöffnet. sierung, von Überraschungen und Entscheidungen, von den So konnten die Gäste einmal «live» in das Wohnflair hineinschnupvielen Machern, den freiwilligen Helfern und mutmachenden pern. «Megaschön. Coole Farben. Und schön hell,» findet Tabitha Unterstützern. Buser (19) aus Bubendorf. Sie kennt St. Chrischona gut und weiss auch noch, wie das Morgenrot vor der Sanierung ausgesehen hat. Sie können das Panorama SPEZIAL im Internet unter Ihr Vater ist Dozent am Theologischen Seminar, bis vor drei Jahren morgenrot.chrischona.org als PDF herunterladen. haben sie auf St. Chrischona gewohnt. Prediger Fritz Wahl und Sie schicken Ihnen ein Panorama SPEZIAL auch seine Frau Eunike sind mit einer Gruppe ihrer Chrischona-Gemeinper Post. Bestellen unter: de Grenzach zum Gemeindebesuchstag und zur Einweihung geTel. +41 (0)61 64 64 557 kommen. Sie finden, dass das Morgenrot ein gelungenes Bauwerk marketing@chrischona.ch CHF 690’000 CHF 1’500’000 geworden ist – zwischen modern und Altbau mit einem aussergewöhnlichen Flair. «Wir gönnen es den Studentinnen, dass sie jetzt ein so schönes Zuhause haben», sagen sie. 11

Mai 20

O OL HE – T ION SS MI E – IND ME GE

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Panorama SPEZIAL zum Projekt Morgenrot

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Wettbewerb bei Einweihung: Gewinner stehen fest Bei der Eröffnung des Morgenrot nahmen 40 Besucher an einem Wettbewerb teil. Es galt, ein paar Fragen zum Morgenrot zu beantworten. 24 haben die Fragen richtig beantwortet. Am 19. Mai zog Studentin Anne Grätz die drei Gewinner: Der 1. Preis (Übernachtung mit Frühstück für zwei Personen auf St. Chrischona) geht an Christian Schwalm aus Flaach, den 2. Preis (ein Verwöhnmittagessen für zwei Personen im Restaurant Waldrain auf St. Chrischona) erhält Simon Schmocker aus Homberg, und über den 3. Preis (ein Glace/Eisbecher im Restaurant Waldrain auf St. Chrischona) kann sich Heidi Weber aus Gattikon freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Bilder vom Morgenrot unter morgenrot.chrischona.org 18

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ona.org

Kosten gesamt: CHF 2’500’000 Vorhandene Mittel: CHF 1’500’000 Eingegangene Spenden: CHF 690’000 Noch benötigte Spenden: CHF 310’000

Projektkosten

CHF 310’000

Stand: Ende April 2011

Bei den Kosten haben die Projektgruppe und die Architekten eine Punktlandung hingelegt. CHF 2,5 Millionen durfte die Sanierung kosten, mehr nicht. Am Ende stehen unterm Strich 2,49 Millionen auf der Rechnung. Von den veranschlagten Gesamtkosten stammen 1,5 Millionen aus vorhandenen Mitteln. CHF 690’000 sind bisher durch Spenden und Legate zusammengekommen.


St. Chrischona Finanzen

Spendentief nach ermutigendem Jahresabschluss Patrik Senn

Die Pilgermission St. Chrischona hat das letzte Jahr mit einem Gewinn von CHF 237’000 abgeschlossen. Nach einem schwierigen Start ins Jahr 2010 dürfen wir mit grosser Dankbarkeit und Freude dieses gute Ergebnis präsentieren. Allen Spendern und Darlehensgebern sei herzlich für ihr grosses Engagement gedankt! Die zusammengefassten Zahlen finden Sie im Jahresbericht 2010 (liegt dieser Ausgabe bei und ist als PDF verfügbar im Internet unter www.chrischona.org). Im Jahresbericht wird übrigens auch das hohe Kostenbewusstsein des Werkes deutlich: Die betrieblichen Kosten blieben rund 3.7% unter dem Budget! Deutlich weniger Freude bereiten die ersten Spendenergebnisse aus dem laufenden Jahr: im Monat April erhielt die

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Pilgermission nur 47% der budgetierten Spenden. Gegenüber dem Vorjahr – in dem die Pilgermission von einer grossen Solidaritätswelle profitieren durfte – beträgt der Rückstand sogar 70%. Damit reiht sich der April in die Serie der ersten drei Monate ein, die ebenfalls deutlich unter den Erwartungen blieben. Summiert man die bisher im Jahr 2011 gesamthaft eingegangenen Spenden und Legate, so ergibt sich ein Rückstand auf das Budget von 49%. Es ist also nur knapp die Hälfte der eingeplanten Gaben eingegangen. Der Fehlbetrag beläuft sich seit Jahresbeginn inzwischen auf rund CHF 570’000. Es ist unser dringendes Anliegen, diesen Fehlbetrag nicht weiter anwachsen zu lassen. Nur so ist die Kontinuität unserer zahlreichen Aufgaben weiter möglich. Ein starkes Zeichen haben unsere Freunde am Seniorentag vom

3. Mai gesetzt: sie legten CHF 42’000 in Franken und Euro zusammen. Das ist uns eine gros­ se Ermutigung! Die Pilgermission hat in den letzten zehn Jahren eine erfolgreiche Entschuldungs-Strategie verfolgt: Ziel war es, jährlich 0.5 Mio. Schulden abzutragen. Das ist bisher gut gelungen, auch dank der Grosszügigkeit einzelner Darlehensgeber, die dem Werk ihre Darlehen erlassen haben. So konnte die Nettoverschuldung von 20.5 Mio. im Jahr 2001 auf 8.6 Mio. im Jahr 2010 mehr als halbiert werden. Diese offensichtlich sehr gesegnete Entschuldungs-Strategie möchten wir fortsetzen. Das ist aber nur möglich, wenn sich der Spendeneingang innerhalb der Erfahrungswerte bewegt, die wir – mit Abstrichen – für das laufende Jahr übernommen haben.

Monatliche Spenden 2011

Neben der Entschuldung sind auch immer wieder grössere und kleinere Darlehen zur Rückzahlung fällig. Dieses Jahr sind es unter dem Strich rund CHF 1.47 Mio. Damit diese Rückzahlungen nicht einfach auf Kosten unserer flüssigen Mittel gehen, wären wir froh, wenn wir einen Teil der zurückbezahlten Darlehen durch neue Darlehen ersetzen könnten. Wenn Sie die Pilgermission mit einem Darlehen unterstützen möchten, kontaktieren Sie doch bitte Gerhard Wagner, Tel: +41 (0)61 646 45 51. Herzlichen Dank dafür! Patrik Senn, Controller i.V. von Walter Stauffacher, Geschäftsführer

P.S.: Aktuell ist die Pilgermission dank insgesamt 401 einzelnen Darlehen frei von Bankschulden!

Spendenstand Ende April Fehlbetrag gegenüber Budget Ende April

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St. Chrischona Chrischona - tsc

Armut hat viele Gesichter – und Antworten Mehr als drei Milliarden Menschen gelten als arm, das sind fast die Hälfte aller Menschen auf der Welt. Armut ist auch im reichen Westen nicht zu übersehen – und doch wird sie oft übersehen. Das betrifft nicht nur Immigranten und Sozialhilfebezüger, sondern auch einsame alte, invalide und kranke Menschen. Wie können Christen darauf reagieren? Fritz Imhof

Als Katholik kann Zucconi auch dem Almosengeben viel abgewinnen. «Es ist eine Gelegenheit, um einem Menschen bewusst in die Augen zu sehen», so der Sant’Egidio-Verantwortliche. Oder um gar Cesare Zucconi einen Freund zu gewinnen. Für Mitglieder des Ordens gehört es dazu, einen armen Menschen als Freund zu haben. Dass die Gabe vom Empfänger missbraucht werden könnte, wiegt für ihn leichter als das Risiko, einem wirklich Bedürftigen nichts gegeben zu haben.

Systembedingte Armut ... Das Ausmass der inneren und äusseren Armut in der Schweiz wird sichtbar, wenn man die Zahlen von Sozialhilfe- oder Sozialversicherungsempfängern und Arbeitssuchenden addiert. Ihre Zahl erreicht in der Schweiz bald eine Million – bei 3.5 Mio. Vollzeitstellen. «Es ist das Gefühl, nicht gebraucht zu werden, das viele dieser Menschen entmutigt und zu dauerhaft Abhängigen macht», sagte dazu der christliche Sozialunternehmer (Social Enterpreneur) Robert Roth. Viele davon seien Opfer der wirtschaftlichen Dynamik. So hätten Schweizer Unternehmen seit 1990 im Ausland 1,5 Mio. Arbeitsplätze geschaffen, im Inland aber nur 300’000. Das bedeutet gegenüber 1990 eine Zunahme von 5%, während die Bevölkerung im gleichen Zeitraum um 16% gewachsen ist. Von den gut drei Milliarden Armen dieser Welt sind allein 854 Mio. Menschen Analphabeten. 325 Mio. Kinder werden nicht eingeschult und haben eine ungewisse Zukunft. Diese Zahlen nannte der Leiter des Büros für Aussenbeziehungen der katholischen Gemeinschaft «Sant’Egidio», Cesare Zucconi, am 12. April auf St. Chrischona. Der promovierte Politologe sprach an der Vertiefungswoche des Theologischen Seminars St. Chrischona «tsc intensiv» als Vertreter einer Gemeinschaft, die aus Sorge um die Armen in der Agglomeration Rom um 1968 als Laienbewegung durch Studierende und Schüler gegründet wurde.

... und ein Gegenmodell Diese Entwicklung verlangt laut Roth einen neuen unternehmerischen Ansatz. Er hat ihn mit dem Modell «Job Factory» in Basel umgesetzt. Er will damit eine unmenschliche Entwicklung, welche immer mehr Menschen aufs Abstellgleis und schliesslich in Depressionen und Süchte führt, mit einem

Primat des Herzens «Es ist der Primat des Herzens, den die Christen leben müssen. Man kann das Herz nicht verschliessen, nur weil man keine Lösung hat.» So lautete einer der Kernsätze Cesare Zucconis, der sich vor Studierenden und Gästen leidenschaftlich und bedingungslos dafür einsetzte, den Dienst an den Armen ins Zentrum christlichen Handelns zu stellen. «Die Liebe zu den Armen ist der Beginn einer menschlicheren Welt», so der Sprecher von Sant’Egidio. Zu den Armen zählt er nicht nur Immigranten, sozial Benachteiligte und Sozialhilfeempfänger, sondern auch viele alte und kranke Menschen, die unter Einsamkeit leiden. Somit sei die Armut auch in den reichen Ländern des Westens allgegenwärtig.

Der Bettler, mein Freund Auch Bettler sind in den Städten wieder zum Alltag geworden, wie auch immer die Notlage und die Motivation der Einzelnen aussieht. 20

CHRISCHONA

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Gegenmodell aufhalten. Die Job Factory will in den wachsenden «Riss» zwischen der Arbeitswelt und dem immer grösser werdenden Sozialbereich treten. Sie will möglichst vielen Menschen die Gelegenheit geben, wieder Anschluss im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Junge Leute mit schlechtem Schulabschluss oder sozialen Problemen sollten erfahren, dass sie gebraucht werden, betonte


Thema Theologisches Seminar St. Chrischona

Roth, der 2005 für sein Modell vom World Economic Forum WEF zum Sozialunternehmer des Jahres ausgezeichnet worden ist. Heute erwirtschaftet die Job Factory Basel mit 130 Jugendlichen, betreut von 70 Angestellten, einen jährlichen Umsatz von 14 Mio. Franken. Roth kämpft dafür, dass sich immer Robert Roth mehr Unternehmer über die sozialen und volkswirtschaftlichen Folgen bewusst werden, wenn Menschen, die zur Sicherung ihrer Existenz auf Erwerb angewiesen sind, nicht in den normalen Arbeitsmarkt integriert werden können. Das Modell Job Factory finde grosses Interesse – auch international –, sagt Roth, dennoch gebe es noch zu wenig Nachahmer unter den Unternehmern. //

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Reichhaltige tsc intensiv-Woche «... den Armen und Elenden die frohe B(r)otschaft bringen! – Die Armut als theologische und gesellschaftliche Herausforderung», so lautete das Thema der tsc intensiv-Woche vom 11.-15. April auf St. Chrischona. Neben den beiden erwähnten Referenten sprachen tsc-Dozent Dr. Eckhard Hagedorn und der Schweizer Pfarrer Dr. Jürg Luchsinger über «Armut aus theologischer Perspektive». In Workshops wurde das Thema vertieft. Die Referenten äusserten sich auch an einem von Direktor Markus Müller geleiteten Podiumsgespräch (siehe dazu den Bericht auf tsc.chrischona.ch/tscintensiv).

Das sagen Studenten über das Thema bei tsc-intensiv: Tobias Mack, 1. Jahrgang BATh «Ich finde es extrem cool, dass das Thema Armut behandelt wurde. Ich musste aber mit Erschrecken feststellen, wie viel bei dem Thema in Gemeinden falsch läuft, wie egoistisch ich selbst oft bin, und dass wir Christen eine grosse Verantwortung an dieser Stelle haben. Wir müssen unseren Blick von uns selbst weg und in Nächstenliebe auf die Menschen richten. Nun stellt sich mir die Frage, was ich konkret tun kann, insbesondere auch schon in den nächsten vier Jahren auf St. Chrischona.» Anita Spöhel, 3. Jahrgang BACE: «Die tsc-intensiv-Woche fordert mich persönlich sehr heraus: Zum einen weckt sie in mir ganz neu ein Anliegen und eine Hoffnung, gleichzeitig spüre ich aber auch die Grenzen und eine gewisse Machtlosigkeit. Ein Gedanke, der mir von der Woche bleibt, ist der, dass wir den Armen auf Augenhöhe begegnen und ihnen ‘einen Namen geben’ sollen. Es geht darum, ‘1:1-Beziehungen’ einzugehen.» Matthias Rupp, 1. Jahrgang BATh: «Mir ist bewusst geworden, dass wir armen Menschen Würde geben und sie eingliedern müssen. Sie sollen spüren, dass sie gebraucht werden. So eine tsc-intensiv-Woche ist motivierend, sie gibt einem einen guten Überblick und viele Ideen, und man möchte am liebsten sofort etwas machen, aber die Frage bleibt: Wo ist mein Platz in dem Ganzen?» Naemi Wolfschläger, tsc Jahreskurs: «Besonders gut war, von Personen aus vielschichtigen Perspektiven konkrete Angebote aufgezeigt zu bekommen, wie wir in unseren Ländern vor Ort aktiv werden können. Ich möchte viel mehr auch über die innere Armut der Menschen nachdenken.»

Mehr: tsc.chrischona.ch/tscintensiv 21


St. Chrischona Chrischona - tsc Theologisches Seminar St. Chrischona Sekretariat Chrischonarain 200 4126 Bettingen Tel.: +41 (0)61 64 64 426 tsc@chrischona.ch sum tsc.chrischona.ch m

summer school 2011

Theater im Gottesdienst

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Theater im Gottesdienst hat eine lange Tradition. Historische Quellen weisen auf erste Aufführungen bereits im 10. Jahrhundert hin. Diese stellten im Gottesdienst die Ostergeschichte dar. Heute ist das Anspiel in vielen besonderen Gottesdiensten ein beliebtes Gestaltungselement. Aber wie entwickle ich ein kurzes Theaterstück oder Anspiel? Was bedeutet Dramaturgie? Wie erarbeite ich mit den Spielern Bühnenpräsenz? Was bedeutet die Wortkulisse? Und wie bringt man Qualität auf die kirchliche Theaterbühne? Antworten auf solche Fragen stehen in diesem Seminar im Mittelpunkt. Als Dozentin konnte Bettina Förster gewonnen werden. Die Kölner Journalistin studierte Germanistik und Theaterwissenschaften und schreibt eine Doktorarbeit über das christliche Theater der Nachkriegszeit. //

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Das Programm zur summer school 2011 Das Theologische Seminar St. Chrischona bietet seit Jahren neben den klassischen Studiengängen auch kürzere Angebote zur Weiterbildung an. Die summer school – sinngemäss: Lernen im Sommer – richtet sich an Christen, die für sich persönlich und ihre Aufgaben in Familie, Gemeinde oder Beruf etwas lernen wollen. Sie besteht aus verschiedenen einwöchigen Unterrichts-Modulen, die unabhängig voneinander besucht werden können. Auch in diesem Jahr stehen wieder interessante Themen zur Auswahl:

Woche 1: 8. bis 12. August 2011 • Paulus: Theologie, Strategie und Spuren des grossen Völkerapostels (mit Karl Albietz) • Ich leide Gott, und du? Wenn Gottes Liebe zur Debatte steht (mit Andreas Loos) • Psychologie (mit Ruth E. Kohli)

Inserat

Woche 2: 15. bis 19. August 2011 • Gott ist nicht harmlos. «Kleine» Propheten mit grosser Wirkung. Von Hosea bis Maleachi (mit Raymond Timm) • Seelsorge (mit Christoph Ehrat) • Spiel- und Theaterpädagogik (mit Bettina Förster) Die summer school will aber nicht nur Weiterbildung sein, sondern soll auch zur Erholung beitragen. Der Campus des Theologischen Seminars auf St. Chrischona und die Region Basel bieten dazu im August vielfältige Möglichkeiten. Die summer school ist also eine ideale Kombination aus Weiterbildung und Urlaub. //

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CHRISCHONA

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An der diesjährigen summer school am tsc wird das Modul «Spiel- und Theaterpädagogik» angeboten. Es richtet sich an Studierende, aber auch an Ehrenamtliche, die in gottesdienstlichen Veranstaltungen Theater spielen und ihre Theaterarbeit weiter professionalisieren möchten. Ebenso an Leute, die eine Theaterarbeit in der Gemeinde gründen möchten.


Inserate

Wagst du es auch? Wagst du es auch? Interessentenwochenende 28.-30. Oktober 2011

Theologisches Seminar St. Chrischona

Theologiestudium für Gemeinde & Mission

www.familynetwork. ch

Infos unter tsc.chrischona.ch

mehr: tsc.chrischona.ch Interessentenwochenende 28. - 30. Oktober 2011

familynetwork.ch ist ein Verein von sozialpädagogisch begleiteten Pflegefamilien auf christlicher Basis. Unsere Familien bieten vorübergehend oder langfristig Betreuungsplätze für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen an. Der Wunsch nach ganz normalen Familien, welche emotional verletzte Kinder und Jugendliche aufnehmen ist gross, darum suchen wir Familienplätze im Kanton Zürich und Umgebung. familynetwork.ch bietet den aufgenommenen Familien neben einer professionellen Begleitung durch unsere Mitarbeitenden auch eine Anstellung und interessante Weiterbildungsmöglichkeiten. Über dieses herausfordernde Engagement und die Zusammenarbeit mit dem Verein familynetwork.ch berichten Pflegeeltern und ein Mitarbeiter unserer Fachstelle am Infoabend vom 7. Juli 2011 in der Evangelisch Reformierten Kirche Kloten (Kirchgasse 30, 8302 Kloten / Beginn 19:30 Uhr). Anmeldung via Anmeldetalon oder info@familynetwork.ch familynetwork.ch Luzernerstrasse 23 4665 Oftringen 062/798 11 33

ANMELDE-TALON

Theologisches Seminar St. Chrischona

ANMELDE-TALON

INFO-ABEND 7. Juli 2011 Name Vorname Strasse, Nr. PLZ, Ort Telefon

E-Mail Gerne nehme ich/nehmen wir am Info-Abend vom 7. Juli 2011 in Kloten teil. Anzahl Personen:

info@familynetwork.ch

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Inserate

Wir sind eine wachsende evangelische Freikirche in Rapperswil-Jona mit über 20 Angestellten. Wir leben den evangelistischen Auftrag, Beziehungen und gabenorientierte Mitarbeit mit Begeisterung. Für die Betreuung unserer Liegenschaft an der Glärnischstrasse 7 suchen wir eine/-n technisch versierte/-n und erfahrene/-n

Hauswart/-in (100%) Ihre Hauptaufgaben Sie organisieren und leiten den Reinigungsdienst mit 1 - 2 Teilzeitangestellten. Sie führen selber Reinigungs-, Wartungs-, Unterhalts- und Montagearbeiten sowie Reparaturen durch oder betreuen bei Bedarf Handwerker. Sie sind für die Vorbereitung der Räume von Veranstaltungen zuständig. Sie sorgen für Ordnung im und ums Haus (Parkplätze inbegriffen) und sind die erste Ansprechperson für alle Gebäudefragen. Ihr Profil Sie haben Erfahrung oder eine Ausbildung im Unterhalt einer Liegenschaft. Ihr handwerkliches Geschick, Ihre Zuverlässigkeit und Flexibilität haben Sie bereits erfolgreich bewiesen. Sie freuen sich darauf, sich in den Bau einer Gemeinde für Gott zu investieren und in vielen Kontakten stets freundlich, fröhlich und fleissig zu bleiben. Sie sind bereit, am Wochenende zu arbeiten und in der näheren Umgebung von Rapperswil-Jona zu wohnen. Ihre Zukunft Nach kurzer Einführung arbeiten Sie sich selbstständig ein. Es erwartet Sie eine vielseitige und anspruchsvolle Leitungsaufgabe in einem erprobten, motivierten Team und in einem modernen und sozial engagierten Umfeld mit Entwicklungsmöglichkeiten und Spielraum.

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St. Chrischona Wer Hilfe brauchte, war jederzeit willkommen Nach sieben Jahre ehrenamtlicher Arbeit auf St. Chrischona haben Hannelore und Diethelm Kürzdörfer im Mai den Berg verlassen, um näher bei ihren Kindern zu wohnen. Beide sind Anfang 70 und stehen kurz vor der goldenen Hochzeit. Ein Überraschungs-Abschiedsfest machte deutlich, wie sehr sie die Berggemeinschaft bereicherte – es gab stehende Ovationen von den versammelten Studenten, Dozenten und Mitarbeitern. Für viele Studenten wurden sie zu «Ersatzeltern». Jennifer R andriaminahy

Angefangen hat alles damit, dass vor gut zehn Jahren Hauseltern für die damals neun Wochen dauernde Kurzbibelschule gesucht wurden. Hannelore und Diethelm Kürzdörfer übernahmen diese wochenweise Aufgabe und zogen später ganz auf den Berg. Als junge Frau arbeitete Hannelore im pädagogischen Bereich mit schwer erziehbaren Jungen. Diethelm war lange Jahre für das Daimler-Werk tätig und auf seinen Dienstreisen in über 60 Ländern. Als ihre Wege sich kreuzten und die beiden heirateten, kauften sie sich nach einigen Jahren ein Haus in der Nähe von Esslingen, das für viele junge Leute im Ort zum offenen Haus wurde – nicht selten war ihr Wohnzimmer überfüllt. Schon damals dürfte ihnen eine Qualität zugute gekommen sein, die auch die Studenten auf St. Chrischona erlebt haben und schätzen: Wo Kürzdörfers eine Gruppe begleiten, entsteht eine Atmo-

Singen aus vollen Kehlen: Der Dozenten-Chor bei der Abschiedsfeier von Hannelore und Diethelm Kürzdörfer.

sphäre der Zusammengehörigkeit, in der die einzelnen Personen sich wohlfühlen. Beide strahlen eine Wärme aus, die Willkommensein vermittelt. Hannelore verwöhnt ihre Gäste mit Leckereien, und Diethelm ist ein begnadeter Erzähler – ihre Art der Gastfreundlichkeit ist nicht in Worte zu fassen, man fühlt sich einfach ernst- und angenommen. «Wenn wir Lebensgruppe hatten, war es immer etwas Besonderes, in das Wohnzimmer zu kommen. Es war alles liebevoll gerichtet. Die beiden haben immer gehört, was die Leute brauchen, sie haben einfach diesen Blick für alles», berichtet eine Studentin, die zur Lebensgruppe der Kürzdörfers gehörte. «Wenn man Hilfe brauchte – egal, welcher Art –, konnte man jederzeit zu ihnen kommen, sie haben immer mitangepackt. Besonders stark finde ich das Wissen, von ihnen umbetet zu sein, und dass sie immer nachgefragt haben, wenn wir in der Lebensgruppe etwas erzählt hatten.» An ihrem Kühlschrank hingen die Fotolisten der Studentenschaft. Sie beteten für alle – auch für die, mit denen sie persönlich nichts zu tun hatten. Man kann gar nicht alle Funktionen, die Hannelore und Diethelm in ihren Chrischona-Jahren innehatten, erwähnen: Ob in der Malerwerkstatt, als Verantwortliche für die Kurzbibelschule, als Pädagogik-Dozentin oder als Parkanweiser, in der Seelsorge, für Taxidiens-

te, Arztfahrten, Krankenhausbesuche und vieles mehr. Sie packten mit an, wo Not am Mann war. Wieviel Wertschätzung die Berggemeinschaft den beiden entgegenbringt, wurde an der Überraschungs-Verabschiedung am 14. April deutlich, an der alle gemeinsam für die beiden spontan das Lied «Geh unter der Gnade» sangen. Und damit sie auch mal wieder kommen, schenkten ihnen die Betriebe aus St. Chrischona «Gastrecht auf Lebenszeit» //

«Bei Kürzdörfers konnte man nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch ein offenes Herz mit ganz viel Liebe und Wärme finden. Sie haben dem Berg gut getan und waren eine Wohltat für ihr Umfeld, das sie mit sehr wachen Augen und betendem Herzen wahrgenommen haben.» Elke Schlabach, Direktionsassistentin «Kürzdörfers in drei Worten? Gastfreundlich, interessiert, weitherzig.» Cornelia Drodofsky, tsc-Studentin «Wenn man eine halbe Stunde bei Kürzdörfers auf dem Sofa gesessen hat, dann geht es einem schon viel besser – egal wie der Tag vorher gelaufen ist.» Dr. Eckhard Hagedorn, Dozent «Dass Hannelore und Diethelm gehen, hinterlässt eine Riesenlücke, die gerade nicht zu füllen ist.» Dr. Horst Schaffenberger, Seminarleiter

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Gemeinde Deutschland

Ein Eckstein in Friedberg Die Gemeinde (griech. «ekklesia») besteht aus Menschen, die aus der Welt «herausgerufen» sind, um in der Welt Verantwortung zu übernehmen. Dieser Auftrag wird in Friedberg mit dem Begegnungsort «Eckstein» umgesetzt. Darius Kuhl

Seit dem 1. Mai 2010 betreibt die Evangelische Allianz in Friedberg und Bad Nauheim (Hessen) den «Eckstein», einen Begegnungsort mitten in der Friedberger Innenstadt. Der kleine Laden mit Café-Flair direkt an der Hauptgeschäftsstrasse wurde von verschiedenen christlichen Gemeinden gemietet und bietet 16 Sitzplätze an. Mit dem Lokal verfolgen die Gemeinden das Ziel, für die Menschen des Ortes da zu sein, einen Begegnungsraum anzubieten, wo man im Alltag miteinander ins Gespräch kommt. Ganz einfach. Geboren wurde die Idee nach einer lokalen zweiwöchigen ProChrist-Veranstaltung, welche die Gemeinden motivierte, nicht stehen zu bleiben, sondern weitere konkrete Schritte zu tun. Rund 30 Mitarbeiter im Alter von 20 bis 50 Jahren aus den verschiedenen Gemeinden beteiligen sich ehrenamtlich. Zwei Personen erwarten die Menschen, die einfach mal kommen und da sind. An Spezialabenden werden Themen behandelt, zum Beispiel mit dem «Polittalk».

Einfach mal losgehen, dann passiert auch etwas Laut Christoph Roth, dem Prediger der Evangelischen Stadtmission Friedberg, läuft die Arbeit erstaunlich gut. Das Angebot werde genutzt und auch auf politischer Ebene wahrgenommen. Zwei Leute seien durch «Eckstein» bereits zum «Alpha-Kurs» gekommen, weitere seien mit Personen der Gemeinden in Kontakt, und als Nebenprodukt werde die Einheit auf Allianz-Ebene, die sehr gut funktionierte, gestärkt. Christoph Roth: «Die schönste Erkenntnis in all dem: Man muss einfach mal losgehen, dann passiert auch etwas!» Kontaktperson für weiterführende Fragen: Christoph Roth Prediger der Ev. Stadtmission Friedberg Tel. +49 (0)6031 5836

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Schweiz: Chrischona-Gemeinde Lenzburg weihte ihr neues Chrischonahaus ein

«Wir wollen das Beste der Stadt suchen» Mit einem Behörden- und Medienempfang, einem Tag der offenen Tür, einem Festgottesdienst am 1. Mai, einer Kultur- und Begegnungswoche und einem Flohmarkt weihte die ChrischonaGemeinde Lenzburg ihr neues Chrischonahaus ein. Mit dem drei Millionen Franken teuren Bau wagten die 90 Mitglieder einen grossen Schritt in die Zukunft.

der alten Liegenschaft zusammen gekommen. Das neue Haus bietet im Saal gegen 200 Sitzplätze, ein Foyer für den Kirchenkaffee, einen Jugend- und Gemeinschaftsraum für Mittagessen, Nebenräume für Büros, Seelsorge, Kinderbetreuung und Übersetzungen. // www.chrischona-lenzburg.de

Manfred Kiener

Die Lenzburger Stadträtin Dr. Heidi Berner (EVP) schilderte am Behördenempfang, wie die guten Beziehungen zwischen der Chrischona-Gemeinde und der Stadt Lenzburg Früchte tragen: So ist in der alten Kapelle mit Pastorenwohnung neu das Familienzentrum der Stadt entstanden. Den Erlös des Flohmarkts vom 7. Mai spendete die Chrischona-Gemeinde Lenzburg der Trägerschaft dieses Familienzentrums. Pastor Ernst Leuenberger stellte die Gemeinde als evangelische Freikirche den Behörden vor und erklärte: «Wir wollen mithelfen, das Beste der Stadt zu suchen.» So verteilt sie unter anderem drei Mal pro Woche Lebensmittel mit der «Schweizer Tafel» an 20 bedürftige Personen und Familien. Dirk van der Willik, Pastor der Freien Christengemeinde, überbrachte die Glückwünsche der Sektion Lenzburg der Evangelischen Allianz. René Winkler, Leiter Chrischona-Gemeinden Schweiz, gratulierte den Lenzburger Christen und sagte: «Wer aufbricht, der riskiert zu scheitern.» Er könne aber auch gewinnen. Als Christen könnten wir uns sowohl im Erfolg wie auch im Desaster unseres Lebens dafür entscheiden, Jesus Christus und Gott den Vater zu ehren. Architekt Werner Schmitter aus Aarau dankte den Mitgliedern der Baukommission für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihnen einen vergoldeten Schlüssel zur Erinnerung. Die Chrischona-Gemeinde Lenzburg zählt 90 Mitglieder, weitere Besucher und Freunde und 50 Kinder und Jugendliche. Der Zustrom junger Familien bewog die Gemeinde zum Kauf des Flender-Areals von der Firma Siemens. Von den über drei Millionen Franken sind bisher 60 Prozent durch Eigenleistungen, Spenden und den Verkauf

Kinderspass am Tag der offenen Tür vom 30. April: Das neue Chrischonahaus in Lenzburg (blau) mit dem Foyeranbau (grün). (Fotos: Manfred Kiener)

Ruedi Büechi verteilte als Leiter der Baukommission im Festgottesdienst je einen Schlüssel an Vertreter aller Altersstufen der Gemeinde. Diese legten den Schlüssel symbolisch Gott hin. Rechts vorne Pastor Ernst Leuenberger.

Namibia

Stadtmission Windhoek in Aktion Fast 30 Mitglieder der Evangelischen Stadtmission Windhoek trafen sich zu einer Putzaktion am Wasserreservoir in Olympia, einem Stadtteil der Namibischen Hauptstadt Windhoek. Dort waren Schmierereien angebracht worden. Nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung und mit entsprechender Farbe wurden diese Verunreinigungen überstrichen. Vandalismus entspricht nicht biblischen Prinzipien. Um hier ein Zeichen zu setzen und «der Stadt Gutes zu tun» (nach Jeremia 29,7), wurde diese Aktion durchgeführt. Allen, die mit Hand anlegten, hat die Arbeit Spass gemacht. // Ursula Eherler Auf zur Putzaktion: Mitarbieter der Stadtmission Windhoek in Namibia machen sich bereit, um der Stadt Gutes zu tun.

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St. Chrischona Innovationsmesse am 10. September 2011

Die Messe für mutige Ideen, Dienstleistungen und Produkte Warum diese Messe? Wir wollen in der Regio Basiliensis eine Netzwerk-Plattform schaffen und Geburtshilfe für Ideen und Projekte leisten, die Hoffnung für die Zukunft stiften. Dabei wollen wir etablierte Denkweisen verändern, Visionen und Ressourcen teilen, sowie gute Erfahrungen zugänglich machen. Das geschieht über Begegnungen, über interessante Redner auf dem Podium und über die Möglichkeiten, sich von wunderschöner Landschaft und ihrem Ambiente inspirieren zu lassen.

Welchen Nutzen hat sie für Aussteller und Besucher? • Ausgezeichnete Möglichkeit zum Networking: Vernetzen Sie sich mit anderen innovativen Unternehmen und treffen Sie potentielle Neukunden. • Gewinnen Sie Neukunden: Sie finden ein werteorientiertes, aufgeschlossenes Publikum an der Messe. • Bieten Sie Ihren Kunden ein wertschätzendes emotionales Erlebnis, das positiv mit Ihnen in Verbindung gebracht wird: Laden Sie Ihre Kunden an die Innovationsmesse ein. • Profitieren Sie an kostenlosen Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen vom Knowhow anderer Innovationsträger. • Wirken Sie als «Inspirator» für andere und lassen Sie sich von anderen inspirieren: Teilen Sie Ihre Vision, Ihre Geschäftsidee! • Diskutieren Sie mit Gleichgesinnten über zukunftsorientiertes, verantwortliches Handeln. • Entspannen Sie sich bei hochkarätigem Jazz und ansprechenden kulinarischen Angeboten in einer motivierenden Atmosphäre. Kontakt Patrik Senn, Projektleiter (patrik.senn@chrischona.ch) Dorothea Gebauer, Projektmitglied und Pressesprecherin Pilgermssion St. Chrischona (Dorothea.gebauer@chrischona.ch)

10. September 2011 | 9-24 Uhr

Inspiriert durch das Buch: «Trends 2016 – Die Zukunft lieben» Europa muss entscheiden, welche Zukunft es will!

Wie tickt Mitteleuropa? «Trends 2016» fragt nach den Entwicklungslinien der letzten sechzig Jahre und reflektiert selbstkritisch, wie gross der Einfluss der Christen war. Haben sie die Bereiche Ehe und Familie, Arbeit und Beruf, Wirtschaft und Staat so geprägt, dass diese eine neue Dekade mutig angehen können? Im zweiten bis vierten Jahrhundert haben Christen umwälzende Entwicklungen eingeleitet. Ist diese Kraft vorhanden, um die nächsten zehn, zwanzig oder dreissig Jahre innovativ zu gestalten? Das Europa, das sich selbst als christliches Abendland bezeichnete, muss sein Selbstverständnis neu klären und zu neuer Wirksamkeit finden, so Dr. Markus Müller, Direktor der Pilgermission, in seinem Buch «Trends 2016 - Die Zukunft lieben». Markus Müller: Trends 2016. Die Zukunft lieben ca. 320 Seiten | CHF 26,80 / € 14,95 (D) / € 15,40 (A) Brunnen Verlag Basel | ISBN 978-3-7655-1450-0

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CHRISCHONA

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Inserat

2011 – Israel-Herbstreisen Interessante Rundreise mit vielseitigem Programm vom Golan bis nach Eilat 23. Oktober – 6. November Badewoche in Eilat 2. – 13. November mit Andachten von Henri Vaucher, Jerusalem Prospekt: VEREINIGUNG PRO ISRAEL Postfach, 3607 Thun Tel. 033 335 41 84, info@proisrael.ch www.vereinigungproisrael.ch


St. Chrischona Bibliothek und Archiv St. Chrischona

4500 Bücher gespendet Anfang April 2011: ein seltener Anlass für die Mitarbeiter unserer Bibliothek. Sonst werden Bücher meist in kleinen Mengen gespendet. Diesmal jedoch kamen über 4500 wertvolle Bücher aus dem Nachlass des Heidelberger Theologieprofessors Peter Brunner zu uns. Stefan Felber

Die Bücher aus dem Nachlass von Peter Brunner ergänzen den vorhandenen Bestand besonders in den Bereichen Dogmatik und Philosophie. Während etwa zwei Jahren wurden für diesen Neuzugang Dutzende Regale angeschafft, und in viel Kleinarbeit wurden die Bücher sortiert und aufgestellt. Damit hält das Theologische Seminar nun über 75.000 Bände in ihrer Bibliothek vor. Davon sind über 70.000 über den Internet-Katalog http://bibliothek.chrischona.ch erschlossen; die Neuzugänge sollen nach und nach auch dort erscheinen. Sie sind allerdings schon in einer eigenen Datei elektronisch erfasst.

4500 wertvolle Bücher aus dem Nachlass des Heidelberger Theologieprofessors Peter Brunner stehen nun in der Bibliothek und im Archiv auf St. Chrischona.

Das Archiv auf St. Chrischona enthält neben der Peter-BrunnerBibliothek ausserdem das «Erich-Schick-Archiv» sowie das «KlausBockmühl-Archiv». Leiter der Bibliothekskommission ist Dr. Stefan Felber, Verwalter ist Goffried Burger, ausserdem arbeiten Dr. Werner Neuer sowie studentische Hilfskräfte mit. //

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ung Noch ein letzter Hinweis zur Farbendeut frau scheint wichtig und angebracht. Die Jung Maria, vom Besuch des Engels überrascht, trägt ebenfalls die Zeichen von Verheißung und Erfüllung an sich. Matthias Grünewald Gewand. malt sie gekleidet in ein tiefgrünes Alten Sie ist noch ganz eine Jungfrau des Bundes. Doch durch ihre volle Bereitschaft, die Herausforderung Gottes anzunehmen ihre und zu erleben, versinnbildlicht durch sich ihre nach oben gewandten Hände, tut davon Kleidung auf und die Innenseite zeigt sich in Rot. g t auf ihr, die Erfüllun Die Verheißung lieg verist im Kommen. Das Ja zur Verheißung

langt nach deren Vollendung. der Erde Der Herr des Himmels und vollbringt es. «Was sein erbarmungsvoller Rat schon in der Ewigkeit zu unserm Heil beschlossen hat, vollführt er in der Zeit.» Nach Heinrich Cornelius Hecker

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Alfred Goetz ist seit Jahrzehnten anerkannter Führer des Isenheimer Altars im «Unterlinden-Museum» in Colmar (Elsass/Frankreich) und profunder und geschätzter Kenner dieses Wandelaltars von Matthias Grünewald. In eindrücklicher Weise weiß der heute 81-Jährige dieses großartige Kunstwerk zu interpretieren und dessen Botschaft in kunsthistorischer und theologischer Sicht zu aktualisieren.

Alfred Goetz

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Advent ist Sehnsucht und Stille. Advent ist Rufen in Not. Advent ist Licht in der Hülle. 3 0f Gott! Advent ist Warten au

(1699–1743)

Der gottgeweihte Mensch lebt in der

turengruppe

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Die Skulp

k Meisterwer eg in das . Wie ver den Einsti Sie bildet Matthias Grünewald aus Holz die s tzereien, des Maler en und so diese Schni miert wurd stehen wir d, polychro gefertigt sin lten? viel beinha Bildnerkannter ein a ’Orlier (um n Hagenau, von Jean d Nikolaus vo Antoniterf im Auftrag hauer, schu des Vorstehers des altar, der , 1425–1491) Isenheim, den Hoch 251–356) zu dler (um Klosters dem Einsie eAntonius rde. in bildet di ht wu Schre r, gewei itzten der Ägypte sem geschn In die . Antonius, trale Figur en Kaufmannsfamilie. ser die zen s entschie einer reich esus Christu Reichtum entstammte r sich für J er auf allen Nachdem e verzichtete zog in die ägyptische . den hatte, ührte s und inde f hause iedlergeme seines Vater s. er eine Eins r des Mönchstum Wüste, wo ründe wie ein er er Beg t Er gilt als d Hochaltar thron in. Prächtig Auf dem er einem Baldach ben sind st unt t herausgeho Kirchenfür der und elegan gelockte Haar, n geschnitzt das htszüge, hattierunge vielerlei Sc toritätsperseine Gesic art, das in e wahre Au wallende B . wand – ein ter-Ordens in fallende Ge des Antoni Ordensstab son, Patron echten hält er den s, dem Tau, In seiner R ischen Buchstaben r Linken die griech nd in seine Form eines zes, u s Kreu Zeichen de der n. Symbole Ordensregel erkennen wir die s den Stier, ihm listen. Link Über Menschen hen Evange vier biblisc den Adler über dem Zeugen der Vorzeit enden . in der Mitte den Löwen Chor der musizier auf echts diesem und r Maler Über Engel lässt der des Alten und jubelnden einige Zeugen goldenen Säulen 18 eten. Testaments auftr ganz links auf erkennen wir, des Alten Mit Sicherheit den Mittler hindurch der Säule stehend, vertrat viele Jahre Er hält Bundes: Mose Gott. en lebendig dem Doch sein Volk vor in seinen Händen. AT, die Gesetzestafeln nen im Institutio anderen keitswie durch alle nur eine Vorläufig gen so hatte das Gesetz orderun und der klaren F funktion. Auf Gr ganz gerecht denen niemand hen daran des Gesetzes, urden alle Mensc werden konnte, w schreibt: «Denn wenn schuldig. Jakobus Gesetz hält und sündigt am ganzen jemand das ganze Gebot, der ist einziges ein gegen (Jakobus 2,10). Gesetz schuldig» «Das Gesetz schreibt so: Johannes Gnade und gegeben; die eworden» ist durch Mose h Jesus Christus g Wahrheit ist durc ein (Johannes 1,17). t, dass das Gesetz Damit ist ausgesagauf das Vollkommene, ist strenger Hinweis erschienen ist. Jesus das Gesetz das nur in Christus es bezeugt, dass icht lösen Einmal mehr ist roblem n eugen auf Sündenp ir bei den beiden Z das menschliche r 3,24 steht: Wen vermuten w wie es in Galate len? ister [oder konnte, sondern Zuchtme den mittleren Säu es sich um unser annehmen, dass «So ist das Gesetz auf Christus hin, damit Wir dürfen und Hesekiel Jeremia (rechts) rden.» Pädagoge] gewesen die Propheten bereits im auben gerecht wü sondern Jesaja wurde , wir durch den Gl el (links) handelt. kann nie genügen in Jesus g durch den Eng ündigun Das Gesetz die Gemälde der Ank der «großen der Erfüllung, . Dem vierten fordert nach in der Gabriel erwähnt werden wir noch gegeben wurde. Propheten», Daniel, ne begegnen. Auferstehungssze

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Adonia-Junior-Tour Sommer 2011

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Die Ostergeschichte einmal ganz anders! Sie beginnt mit der Auferstehung. Im Zentrum steht dann die Begegnung der beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Schliesslich zeigt sich Jesus allen Jüngern neu! Erleben Sie die Kinder mit ihrer erfrischenden Art auf der Bühne. Ein MusicalEvent für die ganze Familie.

1-1 1-1 2-1 2-1 2-2 2-2 2-3 2-3 2-4 2-4 3-1 3-1 3-2 3-2 3-3 3-3 3-4 3-4 4-1 4-1 4-2 4-2 4-3 4-3 5-1 5-1 5-2 5-2 6-1 6-1 6-2 6-2

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Hölstein Kölliken Brittnau Pieterlen Berlingen Oberhofen-Lengwil Burgdorf Schwanden/Sigriswil Triesenberg FL Wil SG Neuenkirch LU Vordemwald Wald ZH Wallisellen Köniz Thun Thusis Schiers Sarmenstorf Stüsslingen Winterthur Uitikon Täuffelen Münsingen Rheinfelden Niederbipp Hagenbuch Winterthur Ottenbach Gelterkinden Effretikon Hettlingen

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08.07. 09.07. 15.07. 16.07. 15.07. 16.07. 15.07. 16.07. 15.07. 16.07. 22.07. 23.07. 22.07. 23.07. 22.07. 23.07. 22.07. 23.07. 29.07. 30.07. 29.07. 30.07. 29.07. 30.07. 05.08. 06.08. 05.08. 06.08. 12.08. 13.08. 12.08. 13.08.

19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30 19:30 14:30

Rübmatthalle, Gassenbachweg 13 Mehrzweckhalle, Bergstrasse Mehrzweckhalle, Dorfstr. Mehrzweckhalle, Hauptstrasse Unterseehalle, Bahnhofplatz Mehrzweckhalle, Hauptstr. 7 Aula Gsteighof, Pestalozzistr. 73 Mehrzweckgebäude, Haltenstrasse Hotel Kulm, Dorfzentrum, Jonaboden Freie Christengemeinde, Zentrum Speer, Speerstr. 18a Kath. Pfarreiheim, Bergstr. 6 Gemeindesaal, Langenthalerstr. 21 Schwert-Saal, Restaurant Schwert, Bahnhofstr. 12 Gemeindesaal b. Doktorhaus, a. Winterthurerstr. 31 Aula Oberstufenzentrum, Schwarzenburgstr. 319/321 KKThun Mehrzweckhalle, Rosenrollweg Turnhalle der Evang. Mittelschule EMS, Tersierstrasse Mehrzweckhalle, Schilligasse Mehrzweckhalle, Staffelackerweg Zentrum Arche, Heinrich-Bosshardstr. 2 Üdiker-Huus, Zürcherstr. 61 Aula Oberstufenzentrum, Burgerstr. 5 Schlossgutsaal, Schlossstr. 8 Bahnhofsaal, Bahnhofstr. Räberhus, Hintergasse 5 Schulhaus im Fürstengraben, Schneitbergstr. 3 Zentrum Arche, Heinrich-Bosshardstr. 2 Gemeindesaal, Schulrain 12 Mehrzweckhalle, Turnhallenstr. 18 Stadthaussaal, «Effimärt», Märtplatz 23 Mehrzweckhalle, Schulstr.

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Impuls

Auferst anden – Hoffnung für Zeit und Ewigkeit Auferstanden – Hoffnung für Zeit und Ewigkeit Impuls

Wir haben kein Mausoleum, keinen einbalsamierten Religionsstifter. Wir haben einen lebendigen Herrn. Er ist auferstanden. Der Tod hat ihn nicht halten können. Welch ein Geschenk! Da kommt eine unüberwindliche Hoffnung in unser Leben. Eines Nachts im Jahre 1741 schlurft ein älterer Mann in sich versunken durch die dunklen Strassen Londons. Es ist Georg Friedrich Händel, der grosse Musiker. Hoffnung und Verzweiflung streiten in ihm. Der schöpferische Funke scheint erloschen. Er ist noch keine sechzig und fühlt sich sehr alt und lebensmüde. Er fühlte sich verlassen. Plötzlich bleibt er vor den Umrissen einer Kirche stehen. Warum lebe

«Die Tore des Himmels haben sich über mir geöffnet», sagt er zu seinem Diener. 24 Tage schreibt Händel praktisch ohne einen Unterbruch. Dann sinkt er erschöpft aufs Bett. Vor ihm liegt der fertige «Messias».

ich noch, wenn es mir nicht vergönnt ist, zu schaffen? Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Als er in seine armselige Wohnung zurückkehrt, fällt sein Blick auf ein Paket: «Ein geistliches Oratorium». Er knurrte über den zweitrangigen Dichter, der es ihm zugeschickt hat und besonders über den Satz im Begleitschreiben: «Der Herr gab den Auftrag». Es passt ihm nicht, religiösen Stoff erhalten zu haben. Gleichgültig blättert er im Text. Da springt ihm eine Stelle in die Augen: «Er ist verachtet und verschmäht von den Menschen ... Er schaute sich um, ob nicht

einer Mitleid mit ihm hätte; aber da war niemand noch fand er einen, der ihn stärkte.» Mit zunehmender Ergriffenheit liest er weiter: «Er vertraute Gott und Gott liess seine Seele nicht in die Hölle fahren ... Er wird dir Ruhe geben.» Händel liest weiter: «Ich weiss, dass mein Erlöser lebt, frohlocke, freue dich, Halleluja.» Neue Hoffnung kommt in Händel auf. Wunderbare Klänge überstürzen sich in ihm. Der Funke einer lebendigen Hoffnung hat in ihm gezündet. Mit unglaublicher Schnelligkeit beginnt er zu schreiben. Seite um Seite füllt er mit Noten. Am nächsten Morgen findet ihn sein Diener über den Schreibtisch gebeugt. Händel isst nichts. Er schreibt und schreibt. Zwischendurch springt er auf

Gott schenkt im auferstandenen Herrn eine Hoffnung, die lebensmüden Menschen neue Horizonte eröffnen kann, neue Perspektiven weckt und sie zu Zeugen seines Reiches macht. Die Geschichte über die Entstehung des Messias stammt aus dem Buch «Sternstunden der Menschheit» von Stefan Zweig. Claudius Buser Dozent für Missions- und Kirchengeschichte am Theologischen Seminar St. Chrischona

© photocase.de – DWerner

«Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den HERRN sahen.» Johannes 20,19-20

und stürzt ans Cembalo, läuft auf und ab, fuchtelt mit den Armen in der Luft und singt aus voller Kehle: «Halleluja, Halleluja».


Gemeinde Menschen in unseren Gemeinden Geburten CH-Amriswil: 5. April: Joas Bösch CH-Bauma: 26. März: Silvan Raphael Zangerl 27. März: Yleynah Delila Fakhech CH-Lenzburg: 19. April: Loris Müller CH-Liestal: 21. Feb.: Melvin Luc Lehner 11. März: Mateo Maël Vogt D-Oppenheim: 15. März: Robin Noah Heres 7. Mai: Julius Wilk CH-Romanshorn: 18. März: Joel und Samuel Felleiter 28. März: Noa Malou Erni 30. April: Chaya Elana Altwegg D-Schaffhausen: 30. März: Tina Lucy Schellenberg 9. April: Vivienne Andrea Schaad CH-Steckborn: 21. März: Elodie Spalinger 26. März: Matthias Noah Egli CH-Winterthur: 4. März: Lenni Ben Büchi 4. März: Jerome Aaron Bonini 26. März: Tarja Hämmerle 18. Geburtstag CH-Bauma: 6. Juli: Lucas Schmutz CH-Beringen: 8. Juli: Rahel Hallauer CH-Felben-Pfyn: 31. Mai: Lukas Müller CH-Lenzburg: 22. Juni: Sonja Furter CH-Muttenz: 27. Juli: Fabienne Winkler D-Oppenheim: 27. Juli: Anke Stephan D-Pohlheim/Dorf Güll: 17. Juni: Alica Grieb CH-Reinach AG: 18. Mai: Benjamin Buchser 20. Mai: Micha Bolliger CH-Rorbas: 15. Juni: Layron Dominik 32

CHRISCHONA

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D-Schaffahsuen: 29. Juli: Sara Bächtold 4. Aug.: Raquel Viana 6. Aug.: Annika Hächler D-Sontheim/Brenz: 23. Juni: Elisa Leng CH-Weinfelden: 22. Juni: Stephanie Reber 25. Juli: Samuel Curiger 80. Geburtstag D-Altheim/Alb: 6. Juni: Anna Miller CH-Andelfingen: 19. Juni: Hanni Neukom 21. Juni: Emmi Jakob CH-Gränichen 26. Juni: Lydia Hassler CH Kirchleerau-Reitnau: 11. Juni: Ruth Hunziker 19. Juli: Sr. Ruth Härdi D-Nidda: 4. Aug.: Reinhold Bach D-Schaffhausen: 26. Juni: Margrit Neukom CH-Schöftland-Rued: 29. Juni: Ernst Mauch CH-Stammheim: 24. Juni: Fritz Moser CH-Weinfelden: 14. Juli: Martha Bolliger 90. Geburtstag CH Kirchleerau-Reitnau: 6. Juni: Hilda Hauselmann CH-Lenzburg: 24. Juli: Hanni Widmer CH-Muttenz: 8. Juli: Charles Classen CH-Schöftland-Rued: 5. Aug.: Virginia Sandmeier CH-Unterkulm: 30. Juni: Hulda Mosimann CH-Zürich: 19. Juli: Martha Heuberger Hochzeiten D-Altheim/Alb: 12. März: Bastian und Manuela Fink CH-Amriswil: 18. Juni: Rahel Widmer und Werner von Känel CH-Bauma: 20. August: Nina Schindler und Benjamin Welsby

D-Butzbach: 2. Juli: Elisabeth Messerschmidt und Tobias Lenhardt CH-Lenzburg: 4. Juni: Nathalie Häfeli und Joel Büchli 4. Juni: Daniela Gaurus und Christian Siffert CH-Muttenz: 11. Juni: Tanja Wehner und Josif Ilin CH-Romanshorn: 11. Juni: Rebekka Stäubli und Andreas Egloff 9. Juli: Kathrin Bernhard und Stefan Schindler 23. Juli: Jasmin Erne und Simon Schori CH-Schöftland-Rued: 18. Juni: Andrea Frei und Christian Hunziker D-Sontheim/Brenz: 16. Juli: Xaver Brodbeck und Marion Kümmel 30. Juli: Christian Martin und Sara Werner CH-Zürich: 2. Juli: Sabrine Fontijn und Simon Schaad

Todesfälle 31. März: Sr. Ruth Birk (80), D-Lörrach 7. Mai: Sr. Hilda Straub (95), F-Hoerdt

Adressänderungen Diese Adressänderungen betreffen Absolventen des Theo­ logischen Seminars St. Chri­ schona und Mitarbeiter der Pilgermission. Wir sind dankbar, wenn Sie uns Adress- und MailÄnderungen mitteilen. Bitte senden Sie diese an: pmc_admin@chrischona.ch Johanna Breymaier Schillerstrasse 17 D-75387 Neubulach Albrecht und Martha Flückiger Mühlestrasse 29 CH-8487 Rämismühle

Unser Herz freut sich des HERRN, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Psalm 33,21

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Hotel und Restaurant Schöntal in Filisur

„Erholung für Körper und Geist – damit die Seele lächeln kann!“ Die Eisenbahn ist wie ein Symbol für unser Leben: Man sitzt ruhig und bewegt sich doch schnell vorwärts! (Wolfgang Korruhn) Der Glacier-Express (gemäss Eigenwerbung der „langsamste Express“ der Welt) macht immer Halt in Filisur. In diesem schmucken und zugleich interessanten Berg- und Bahndorf muss die schnelle Reise unbedingt unterbrochen werden, um bei Erica und Marcus Pfister einen Besuch zu machen. Nachdem das Ehepaar jahrelang im Tessin die Casa Lumino und dann die Küche in der Casa Moscia geleitet haben, sind sie in ihre Bündner Heimat zurück gekehrt und führen nun in Filisur das Hotel und Restaurant Schöntal. Wer von seinen Ferien mehr erwartet als nur ein Bett zum Schlafen und das Frühstück am Morgen, kann sich im Hotel Schöntal mitten in faszinierender Natur und fernab von Stress und Hektik erholen und entspannen. Als Einzelgast kann der Alltag hinter sich gelassen werden, als Familie gibt es spannende Abenteuer zu erleben oder als Gruppe wird das eigene Programm gestaltet. Das Hotel Schöntal in Filisur ist die einzigartige Ferienadresse für Bahn- und Wanderfreunde. Da gibt es ganz besondere und wohltuende Momente und es gilt: „Schön. Schöner. Hotel Schöntal!“

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Anmeldung: Hotel Restaurant Schöntal Erica und Marcus Pfister-Aebli Hauptstrasse 160 7477 Filisur Telefon +41 (0)81 404 21 72 Fax +41 (0)81 404 24 04 Mobil +41 (0)78 713 06 29 www.schoental.ch info@schoental.ch http://www.facebook.com/hotelschoental

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Pilgermission St. Chrischona

Marktplatz

Pilgermission St. Chrischona

Reisen

Die Pilgermission St. Chrischona (PM) ist ein internationaler christlicher Verband, der 1840 gegründet worden ist. Zur PM gehören das Theologische Seminar, Gemeindeverbände in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Südafrika und Namibia, die Literaturarbeit (Brunnen Verlag Giessen und Basel / Alpha bzw.Bibelpanorama-Buchhandlungen), die Schwesternschaft des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona und die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi). Die PM finanziert sich ausschliesslich aus Spenden und Erträgen aus Dienstleistungen. Sie ist eine internationale Bewegung auf der Basis der Evangelischen Allianz. Das Werk ist Jesus Christus und der Bibel als Wort Gottes verpflichtet. Als missionarische und dienende Bewegung stellt es sich den Herausforderungen der Zeit und hilft Menschen, ihr Leben zu gestalten.

Unsere Angebote - Wir bieten eine modulare, praxisbezogene theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung für Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Menschen in Verantwortung und für interessierte Einzelpersonen. - Wir sind ein Kompetenzzentrum für länderspezifischen Gemeindebau und christliche Lehre. - Wir sammeln und vermitteln Wissen und Kompetenzen für Gemeindebau, Mission und Gesellschaft. - Wir bieten unsere Infrastruktur für Seminare, Konferenzen und Tagungen an. - Durch Verlage und Buchhandlungen verlegen und verbreiten wir christliche Literatur für alle Altersgruppen und Lebenslagen. - Die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) unterstützt jüdischmessianische und arabisch-christliche Gemeinden und Institutionen in Israel und Europa.

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29. / 30. August 2011

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Schwerkranke und sterbende Menschen begleiten

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Seminar mit Pfrn. Monika Riwar Seminarzentrum Ländli, Oberägeri

Mit Krankheit, Tod und Trauer umgehen lernen Ein Seminar, das Ihnen hilft, Sprach- und Hilflosigkeit zu überwinden, wenn es darum geht, Menschen auf dem Sterbebett oder in schwerer Krankheit kompetent zu begleiten. www.cdkschweiz.ch • Telefon 031 771 12 14


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Gefäss

«... die Gemeinde Jesu ist in ihrer Grundstruktur ein integratives Gefäss.» sagt Peter Gloor auf Seite 15

chrischona.org


Panorama 3/2011: Integration und wir