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GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

Mit Jesus gehen Kleine Dinge mit grosser Liebe tun Wie verrückt dürfen Christen sein? Ein Rückblick auf die SSK 2009

chrischona.org


panorama INHALT

ADRESSEN Herausgeber Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen Tel. +41 (0)61 64 64-111 Fax +41 (0)61 64 64-575 E-Mail: info@chrischona.ch Homepage: www.chrischona.org

3 Editorial 4 Leserforum 5

Nachrichten: Erneut Brandstiftung auf St. Chrischona Thema

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Kleine Dinge mit grosser Liebe tun. Von Fritz Imhof und Michael Gross

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Eindrücke von der SSK 2009

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Shane Claiborne und Christian Friedrich Spittler. Claudius Buser

Die SSK 2009: Ein Meilenstein auf dem Weg mit der Vision?

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Wie «verrückt» dürfen evangelische Christen sein? Im Gespräch mit Peter Gloor, Erwin Siefkes und Jürg Peter

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Die Visionstexte der Pilgermission

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Deutschland, Südafrika, Namibia Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22 D-35390 Giessen Tel. +49 (0)641 60 59 200 Fax +49 (0)641 60 59 210 E-Mail: chrischona.giessen@chrischona.org Homepage: www.chrischona.de Homepage: www.chrischona.co.za

St. Chrischona 14

«Jesus fordert kein bestimmtes Rollenverhalten der Frau.» Jubiläumsfeier 100 Jahre theologische Ausbildung von Frauen auf St. Chrischona. Fritz Imhof

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Hinweis: 170-Jahr-Jubiläum der Pilgermission im Jahr 2010

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Finanzbericht. Attilio Cibien

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tsc-intensiv: Die besondere Seminarwoche im Februar 2010

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Schweiz: Zur Energiebilanz unserer Dezember-Veranstaltungen. René Winkler

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Frankreich: 20 Jahre Jugendverein Le Tremplin

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Deutschland: Nachrichten aus dem Chrischona-Gemeinschaftswerk

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Mission 22

Überallhin für Gott. Fritz Deininger Gemeinde

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Den Glauben zuhause Leben. Interview mit Hans Forrer

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Christ werden und sein. Ein Gespräch mit Pastor Rainer Behrens

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Menschen in unseren Gemeinden

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Redaktionsschluss: 30. November 2009 Inserateschluss: 15. Dezember 2009 Erscheinungstag: 17. Januar 2010

Chrischona-Panorama 2/2010:

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Redaktionsschluss: 8. Januar 2010 Inserateschluss: 28. Januar 2010 Erscheinungstag: 28. Februar 2010

CHRISCHONA

8/2009

Die Pilgermission St. Chrischona (PM) ist ein internationaler christlicher Verband, der 1840 gegründet worden ist. Zur PM gehören das Theologische Seminar, Gemeindeverbände in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Südafrika und Namibia, die Literaturarbeit (Brunnen Verlag Giessen und Basel / Alpha bzw.Bibelpanorama-Buchhandlungen), ein Diakonissen-Mutterhaus und die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi). Die PM finanziert sich ausschliesslich aus Spenden und Erträgen aus Dienstleistungen. Sie ist eine internationale Bewegung auf der Basis der Evangelischen Allianz. Das Werk ist Jesus Christus und der Bibel als Wort Gottes verpflichtet. Als missionarische und dienende Bewegung stellt es sich den Herausforderungen der Zeit und hilft Menschen, ihr Leben zu gestalten.

UNSERE ANGEBOTE

Chrischona-Panorama 1/2010:

Frankreich L’Union des Églises Chrétiennes Évangéliques (UECE) 4, chemin du Dubach F-68140 Munster Tel. +33 (0)389 77 38 05 E-Mail: h.wyttenbach@infonie.fr Homepage: www.chrischona.fr

PILGERMISSION ST. CHRISCHONA

Gemeinde 18

Schweiz Geschäftsstelle Chrischona-Gemeinden Schweiz Hauentalstrasse 138 CH-8200 Schaffhausen Tel. +41 (0)52 630 20 70 Fax +41 (0)52 630 20 79 E-Mail: gemeinden.ch@chrischona.ch Homepage: www.chrischona.ch

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- Wir bieten eine modulare, praxisbezogene theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung für Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Menschen in Verantwortung und für interessierte Einzelpersonen. - Wir sind ein Kompetenzzentrum für länderspezifischen Gemeindebau und christliche Lehre. - Wir sammeln und vermitteln Wissen und Kompetenzen für Gemeindebau, Mission und Gesellschaft. - Wir bieten unsere Infrastruktur für Seminare, Konferenzen und Tagungen an. - Durch Verlage und Buchhandlungen verlegen und verbreiten wir christliche Literatur für alle Altersgruppen und Lebenslagen. - Das Diakonissen-Mutterhaus orientiert sich an der Not der Zeit. - Die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) unterstützt jüdischmessianische und arabisch-christliche Gemeinden und Institutionen in Israel und Europa.


EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser Viele Jahrhunderte zeigten Propheten den Menschen, was Gott kann und was in dieser Welt möglich ist. Was sie sahen, sagten und taten, war allerdings selten mit dem verträglich, was wir Menschen wollten. Das war früher so, das ist bis zum heutigen Tag so.

IMPRESSUM

Redaktion: Michael Gross (Redaktionsleiter), Fritz Imhof, Dorothea Gebauer (Redaktionsteam) Jennifer Randriaminahy (studentische Mitarbeiterin) Tel. +41 (0)61 64 64 557 E-Mail: medienstelle@chrischona.ch Inserate: Wolfgang Binninger Tel. +41 (0)61 64 64 554 +49 (0)171 972 55 72 E-Mail: wolfgang.binninger@chrischona.ch Layout: Sascha Grether, zielwerk.de Gestaltungskonzept: fortissimo : think visual, fortissimo.ch Druck: Druckerei Jakob AG, Grosshöchstetten Erscheinungsweise: achtmal im Jahr Auflage: 12’200 Exemplare Kosten: Wir sind für einen Beitrag für die Medien­ arbeit dankbar, Richtwert ist CHF 20.– / € 13.– im Jahr. Sie können dazu den eingehefteten Einzahlungsschein verwenden.

KONTEN

Pilgermission St. Chrischona Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200, 4126 Bettingen Postkonto 40-872-3 IBAN: CH39 0900 0000 4000 0872 3 Deutschland Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22, D-35398 Giessen Ev. Kreditgenossenschaft Kassel (BLZ 520 604 10) Konto 5851 Volksbank Mittelhessen e.G. (BLZ 513 900 00) Konto 50 237 800 Gaben an das Werk der Pilgermission können auch über die Chrischona-Stiftung weitergeleitet werden: Volksbank Mittelhessen (BLZ 513 900 00), Konto 50 50 60 02 Für Spenden aus Ländern der EU: Ev. Kreditgenossenschaft Kassel, IBAN DE74 5206 0410 0000 0058 51 Für Spenden aus dem nicht EU-Raum: SWIFT-Code: GENODEF1EK1 Frankreich Pilgermission St. Chrischona CH-4126 Bettingen/Bâle Crédit Mutuel des Trois Pays, 6, Place de la Gare, F-68330 Huningue Identifikation Konto (RIB): 10278 03050, 00024007701 78 Südafrika und Namibia Für Leser in Südafrika und Namibia schlagen wir vor, jeweils im März eine Spende von R/N $ 100.– mit dem Vermerk ‘Chrischona-Panorama’ auf das Konto der jeweiligen Stadtmission zu überweisen. Herzlichen Dank!

Auch unsere mitteleuropäische Denk- und Lebensweise belegt, dass wir dem, was Gott kann und tun möchte, wenig Raum geben. Es passiert, dass wir dieses Handeln Gottes eher verhindern und ersticken, statt es zu fördern und ihm Bahn zu schaffen. Das betrifft nicht nur unsere Gesellschaft, sondern oft auch uns Christen. Auch wir haben bestimmte Denk- und Lebensweisen, die manchmal dazu führen, dass das Reich Gottes gelähmt und gedämpft wird. Es tut unserer Kultur gut, einen Spiegel hingehalten zu bekommen. So wird uns die Möglichkeit gegeben, unser Denken und unsere Art zu leben einfach mal – bildlich gesprochen – «durchzukämmen». Äusseres Kämmen schätzen wir bekanntlich jeden Morgen sehr. Wieso also nicht ab und zu die Chance nutzen, unsere innere Schönheit zu pflegen? Gott hätte es mit dem, was er tun möchte, unter uns manchmal leichter. Shane Claiborne hat uns gut getan. Er war Gast auf unserer jährlich stattfindenden Strategie- und Schulungskonferenz. Nicht bloss, dass er unzählige «ver-rückte» Dinge tut, ist umwerfend, sondern die Haltung, in der er diese tut. Es ist seine Kultur, seine Art, mit uns umzugehen, seine Art zu fragen und seine Art, uns hilfreich zu sein, die überzeugt. Er hat uns nicht belehrt, sondern vielmehr angesteckt. Er hat uns nicht spitzfindige Fragen beantwortet, sondern sein Herz gezeigt. Er hat uns nicht gesagt, was wir besser machen sollten, sondern zur Liebe gereizt. Eine Aussage aus seinem Buch «Ich muss verrückt sein, so zu leben» mag dies verdeutlichen (296): «Protestierer gibt es überall, aber Propheten kann die Welt meiner Meinung nach unbedingt noch ein paar gebrauchen. Jene leisen Stimmen, die uns in eine andere Zukunft weisen können. … Manche von uns haben dermassen viel Zeit damit verbracht, das, wogegen wir sind, zu bekämpfen, so dass wir uns kaum noch entsinnen können, wofür wir eigentlich sind.» Shane Claiborne hat uns herausgefordert, die Konturen unseres Bildes für die Zukunft zu schärfen. Mir selbst wurde im Laufe dieser Konferenz vertieft deutlich, wozu die Pilgermission St. Chrischona da ist: Sie soll dazu beitragen, dass Gott sein Reich bauen kann, dass Hindernisse gerade in unserem eigenen Denken und Leben ausgeräumt werden, und dass aufblühen kann, was Gott sich wünscht. Propheten und prophetische Menschen verhelfen uns dazu. Ihnen sollten wir Raum geben. Ihr Wort sollten wir hören und verstehen. Bei Gott geht es mehr als um die Verwaltung von Vergangenheit, mehr als um das Praktizieren von Gewohntem, mehr als um die Pflege von dem, was schon immer richtig war. In Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9 (siehe S. 13) leuchtet etwas auf von diesem ganz Anderen. Schön, dass Shane Claiborne unaufgefordert gerade dazu eine Bibelarbeit gehalten hat. Dr. Markus Müller Direktor 3


Leserforum 6/09

GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

Chrischona-Panorama 6-2009

Ihre Meinung

Vom Hirtenprinzip lernen «Das Thema Hirte oder Manager beschäftigt mich seit Jahren. Das Berufsbild des Hirten verflüchtigt sich in unserer Gesellschaft immer mehr. Fraglich ist, ob das des Managers ein guter Ersatz ist. In diesem Jahr bekam ich das Buch ‘Das Hirtenprinzip’ geschenkt, das von einem Manager und Professor geschrieben wurde. Als Privatmann züchtet er Schafe und geht dem Hirtendienst nach. Seinen Studenten an der Wirtschaftsuniversität für Management erklärt er Menschenführung anhand von sieben Prinzipien aus dem Hirtendasein. Ein faszinierendes und hilfreiches Buch. Eigentlich sollte das jeder Prediger und Pastor gelesen haben. Interessant also, dass ein Wirtschaftswissenschaftler moderne Führung mit dem alt bekannten Bild vom Hirten inhaltlich füllt.» Heinrich Kaufmann aus Schwäbisch Gmünd Hirte oder Manager? Prediger – Ein Berufsbild verändert sich

IHRE MEINUNG ZÄHLT

Hat Ihnen ein Beitrag im Heft gefallen? Oder regt sich bei Ihnen Widerspruch nach der Lektüre? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht oder ganz andere? Dann schreiben Sie uns. Ihre Meinung ist uns wichtig.

Hören, was der Heilige Geist sagt

"Heute bin ich anders"

chrischona.org

7/09

GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE

Chrischona setzt auf Frauen

Zum Heftthema im Chrischona-Panorama 7-2009 haben wir viele Reaktionen erhalten: Biblische Argumente?

Eine geniale Idee Wohin der Weg auch führt... «Ich kann geistlich Leiten»

«Das Chrischona-Panorama liegt im Briefkasten. Ich freue mich. Schon beim ersten Durchblättern strahlt mir Isabella Mitschke entgegen. Als Student durfte ich vier Jahre unter ihrer Leitung in der Wäscherei auf Chrischona arbeiten. Ja, es stimmt. Auch sie hat uns junge Brüder durch ihre Liebe, Fürsorge und ihren Humor während des Studiums mitgeprägt. Dass das Chrischona-Panorama nicht nur über die ‘grossen’ Leute im Werk berichtet, sondern auch Isabella und Lieseli ehrt, finde ich grossartig. Die Behandlung des Themas ist meiner Meinung nach leider nicht so gut geraten. Dass Chrischona vor 100 Jahren mit der Einrichtung der Frauenbibelschule eine wegweisende Pionierrolle eingenommen hat, steht ausser Frage. Anstatt neu zu fragen, wie wir die biblische Zuordnung von Mann und Frau in unserer postmodernen Welt und unseren Gemeinden leben können, übernimmt man, meinem Eindruck nach, unreflektiert und ohne die biblischen Argumente zu bewegen, einen neuen Kurs. Jedenfalls fehlt eine biblische Erörterung des Themas im Chrischona-Panorama. Diese wäre aber für ein Werk, das sich der Bibel als Gottes Wort verpflichtet weiss, von entscheidender Bedeutung.» Markus Endlich aus Hamburg, tsc-Absolvent 1997 chrischona.org

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CHRISCHONA

8/2009

Senden Sie Ihre Zeilen an: Redaktion «Chrischona-Panorama» Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen Fax +41 (0)61 64 64 277 medienstelle@chrischona.ch

Verwirrende Begriffe «Das Thema ist super aufbereitet und sehr hilfreich. Ich bin seit Jahren Missionar in Österreich (Tirol) und haben Frauen in der erweiterten Gemeindeleitung. Wir erleben grossen Segen im ehrvollen Miteinander, ohne die Unterschiede von Frau und Mann aufzulösen. Jedoch sind die Aussagen auf Seite 10 (Pastorin) und Seite 11 Leitlinien Pt.10 (Frauen können in die vollzeitliche Mitverantwortung für gemeindliche Aufgaben berufen werden, zwar nicht als Predigerin) verwirrend. Eine bessere Bezeichnung wäre: Co-Pastorin oder Co-Predigerin, Seelsorgerin, Jugendarbeiterin, Dia­konin, Katechetin. So würde klargestellt, dass sie nicht die letztendliche Hauptverantwortung in der Gemeinde trägt in Lehrentscheidungen und Leitungsentscheidungen. Ich meine, dass es wichtig ist, hier eine klare Unterscheidung zu wahren, um die lieben und wertvollen Frauen zu schützen – aber auch davor zu bewahren, sich über die Männer als Haupt der Ehe und Familie zu erheben. Hier kommt eine von Gott gegebene Schöpfungslinie und Ordnung sonst durcheinander und wird nicht funktionieren. Wo Frauen gut eingebunden sind und ernst genommen werden in ihrer Berufung und Gaben und nicht um ihrer Position kämpfen müssen, funktioniert die Zusammenarbeit gut und segensreich. Doch Männer in Leiterschaft anzuleiten, geht nur von Mann zu Mann.» Willi Heusser aus Imst, Tirol

Gaben der Frauen nicht verkümmern lassen «Herzlichen Dank für die mutige Ausgabe. Nebst Freude über die Entwicklung zum Thema Frau in der Gemeinde beschäftigt uns, wie wenig von der visionären Sicht von 1909 noch in vielen Gemeinden umgesetzt ist. Frauen dürfen zwar überall lehren – Kinder und Ausländer (in der Mission). Doch als Pastorinnen sind sie vielerorts immer noch nicht anerkannt, obwohl viele von ihnen die Gabe der Lehre oder der Leitung bekommen haben. Wo liegt da wohl der Unterschied, wenn nicht in einer unbiblischen Wertung der Gaben? Frauen stossen immer wieder an Grenzen, wie die Männer auch. Die Grenze der Akzeptanz wird jedoch bei Frauen häufiger erreicht. Das müsste und dürfte nicht sein. Jesus hat uns ein anderes Vorbild gegeben. Dass Frauen in Politik und Wirtschaft mehr leisten müssen, um akzeptiert zu werden, ist bekannt. Aber weshalb kopieren wir diese Ungerechtigkeit in den Gemeinden? Es braucht in den Gemeinden wieder mehr


Leserforum / St. Chrischona Erneut Brandstiftung auf St. Chrischona Gerade noch rechtzeitig bemerkten am Abend des 23. Oktober Bewohner Rauch und Feuer im Keller der Eben-Ezer-Halle auf St. Chrischona. Die Studenten der alarmierten Chrischona-Feuerwehr waren schnell vor Ort und konnten das Feuer löschen. Es war der zweite Brand seit Sommer 2008. Auch in diesem Fall geht die Kriminalpolizei von Brandstiftung aus.

Wäre der Brand wenige Minuten später entdeckt worden, hätte es schlimm enden können. Die EbenEzer-Halle besteht zum grössten Teil aus Holz. Bis die Berufsfeuerwehr eingetroffen war, hatten die Studenten der Chrischona-Feuerwehr das Feuer im Untergeschoss des Gebäudes bereits gelöscht. Das Feuer war zum Glück noch nicht auf die Holzkonstruktion übergesprungen.

Damit blieb die Pilgermission zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren vor einem Grossbrand verschont. Im Juni 2008 konnte durch rasches und mutiges Handeln von Mitarbeitern ein Brand in der Alten Landwirtschaft noch rechtzeitig gelöscht werden. Damals wie heute geht die Kriminalpolizei Basel von Brandstiftung aus. Der Brand in der Eben-Ezer-Halle ist der mittlerweile 51. Fall einer Brandstifter-Serie in der Gegend um Chrischona. Die Eben-Ezer-Halle war 1890 zum 50. Jubiläum der Pilgermission erbaut worden. Bis zur Eröffnung des Chrischona-Zentrums im Jahr 1991 war sie Festhalle für die jährlichen Konferenzen und Feiern. Im Untergeschoss wohnten bis 1992 Seminaristen. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wird nur noch sporadisch genutzt. // (MG)

Visionäre, welche die guten Ansätze, die vor 100 Jahren begonnen haben, auch in letzter Konsequenz an der Basis zum Leben erwecken. Muss eine Frau wirklich bereit sein zu akzeptieren, dass ihr männlicher Kollege bei Leitungsentscheiden das letzte Wort hat? Frauen können doch auch eigenständig gute Entscheidungen treffen. Sie haben im Laufe der Geschichte Gemeinden nicht nur geleitet, sondern auch gegründet. Und Gott hat es gesegnet. Wir können es uns schlicht nicht leisten, einen Teil der Gaben von Frauen verkümmern zu lassen. Gott schenkt Gaben zum Gebrauch! Jesus begann, den Frauen eine neue Wertschätzung zu geben. Wir dürfen in diesem Stil weitermachen und ein unverkrampftes, gabenorientiertes Miteinander der Geschlechter in Familie und Gemeinde leben.» Kurt Baltensperger für die Gemeindeleitung der Chile Grüze, Winterthur

«Warum sollte eine Frau nicht auch leiten?» «Ansprechend ist die Titelseite mit einer attraktiven, modernen Frau und dem griffigen Slogan ‘Chrischona setzt auf Frauen’. Was ich aber darin lese, macht das ansprechende Äußere zur ‘Mogel-Packung’. Die Haltung zu Frauen in gemeindeleitenden Positionen kommt rüber als ‘Ja-aber’. Die Chrischona-Leitsätze von 1993 ziehen mir förmlich die Schuhe aus. Punkt 5 erinnert an die 60er Jahre, als in Deutschland noch gesetzlich verankert war, dass eine Ehefrau ihren Mann um Erlaubnis bitten musste, wenn sie einer Berufstätigkeit nachgehen wollte. Frauen dürfen ‘beraten’ und ‘gestalten’, sollen auch ihr Bestes geben. Aber ‘leiten’? Das leider nicht. Möchte das Chrischona-Werk in Zukunft fähige Männer und Frauen im Dienst in den Gemeinden haben, müsste es diese Haltung meiner Meinung nach unbedingt überdenken! Ich glaube, dass Gott Männer und Frauen begabt hat und ihren Begabungen entsprechend beruft. Warum sollte eine Frau mit einer Leitungsgabe nicht auch leiten, sondern diese Gabe nur in ‘Fami-

lie, Haus und Nachbarschaft’ leben? In einem Wirtschaftsartikel las ich, dass Firmen mit ‘gemischt-geschlechtlichen Leitungsgremien’ erfolgreicher sind, weil Männer und Frauen unterschiedliche Arten des Leitens einbringen und sich gegenseitig ergänzen. Um was bringen wir uns im Reich Gottes, wenn wir weiterhin diesen Konkurrenz- und Ausgrenzungs-Gedanken zwischen Männern und Frauen nachhängen?» Andrea Maurer aus Alzey, Deutschland

«Biblisch gesehen gibt es kein singuläres Leiten» «Ich fand es mutig und wichtig, dass ihr der Ausbildung von Frauen ein ganzes Heft gewidmet habt. Allerdings kommt in frommen Kreisen immer wieder durch: Männer ‘können’ geistlich leiten, Frauen ‘können’ oder ‘dürfen’ nicht. Übersehen wird (trotz Ältesten- und Mitarbeiterräten in unseren Gemeinden), dass es biblisch gesehen sowieso kein singuläres Leitungsamt gibt. Leitung findet immer in Leitungsteams statt, die sich ergänzen, inspirieren, korrigieren und die Verantwortung gemeinsam tragen. Die Vorstellung, dass ein Prediger leiten ‘kann’, ist ebenso unbiblisch und kann Gemeinden geistlich-theologisch an die Wand fahren. Von der Mehrzahl der Verantwortlichen hängt es ab, nicht davon, ob ‘ein’ Mann oder ‘eine’ Frau leitet.» Joachim G. König aus Mücke-Flensungen, Deutschland 5


Thema

«Verrückt leben – die Vision sprengt den Rahmen», dieses Motto hatten sich die Organisatoren der diesjährigen Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) auf die Fahne geschrieben. Wie sollte das geschehen? Na, indem man zum Beispiel einen «schrägen Propheten» auf den ChrischonaBerg holt. Einen wie den Amerikaner Shane Claiborne – der auf den zweiten Blick gar nicht so schräg ist.

© copyright 2009 - Pilgermission St. Chrischona

Kleine Dinge mit grosser Liebe tun


VON FRITZ IMHOF UND MICHAEL GROSS

«Wer im Reich Gottes arbeitet, hat schon oft erlebt, dass Gottes Auftrag den Rahmen sprengt», sagte Ruedi Glanzmann, Regionalleiter Chrischona Schweiz und Leiter des SSK-Teams, zu Beginn der SSK. Mit Shane Claiborne hatte das Team bewusst jemanden eingeladen, der anders ist, der aus einer anderen Kultur stammt – um vor den versammelten Chrischona-Hauptamtlichen zu berichten, wie christliche Gemeinschaften und Gemeinden radikal umgekrempelt werden können. Oder wie bestehende Grenzen gesprengt werden. «Die evangelikale Welt ist gut darin, Menschen für den Glauben zu gewinnen, aber sie tut sich schwer damit, sie zu Nachfolgern Jesu zu machen.» Das ist eine Kernaussage von Shane Claiborne, dem Gründer der Gemeinschaft ‘The Simple Way’, die im Norden von Philadelphia (USA) die Potter Street Community aufgebaut hat. Claiborne ist im deutschen Sprachraum bekannt geworden durch die beiden Bücher «Ich muss verrückt sein, so zu leben» und «Jesus for President». Wer ist der Mann, der wie ein Jesus-Freak aussieht, lange verfilzte Haare trägt und seine viel zu weite Kleidung selbst zusammennäht?

Jesus beim Wort nehmen ‘The Simple Way’ geht vom Grundsatz aus: «Die biblische Botschaft ist ganz einfach, also leben wir sie einfach.» Claiborne ist überzeugt, dass gerade die junge Generation herausgefordert werden muss, Jesus beim Wort zu nehmen. Sie sollen nicht durch Unterhaltung, sondern durch die Attraktivität des Evangeliums gewonnen werden. Sie sollen ein Christentum erleben, das glaubwürdig und attraktiv ist. «Wie könnte unsere Welt aussehen, wenn wir das ernst nehmen, was Jesus gesagt hat», fragt Claiborne, «und wenn wir das Volk der königlichen Priester werden, von dem Jesus spricht?» Er ist damit nahe bei den Bibelstellen Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9, den Visionstexten der Pilgermission: die königliche Priesterschaft, die dazu berufen ist, Gebundene zu befreien, Trauernde zu trösten, ein Gnadenjahr des Herrn zu verkündigen.

Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Versöhnung Inspiriert wurde der Amerikaner von den Erfahrungen, die er bei seiner Suche nach einem authentischen Christsein bei Mutter Teresa in Kalkutta gemacht hat. Mutter Teresa habe seinen revolutionären Eifer gezügelt, erzählt Shane Claiborne: «Wir können auch kleine Dinge tun. Entscheidend ist, mit wie viel Liebe wir sie tun». Ein Schild auf der Innenseite der Haustüre zuhause in Philadelphia erinnert ihn jedes Mal daran, wenn er morgens aus dem Haus geht. Auf dem Schild steht: «Tue heute kleine Dinge mit viel Liebe. Wenn du das nicht willst, lass die Tür lieber zu.»

In Claibornes Botschaft an der SSK klingt immer ein Dreiklang mit: «Barmherzigkeit – Gerechtigkeit – Versöhnung». Er möchte das Reich Gottes als gegenwärtige Realität erkennen und mitgestalten. Christen seien daher gefordert, sich für die konkrete Verbesserung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Notsituationen einzulassen und zur Heilung von Krankem beizutragen. «Damit wir selbst heil werden», begründete dazu Claibornes Weggefährte Chris Haw. «Denn wegen unserer Selbstbezogenheit verlieren wir das Geheimnis Jesu für unser Herz.»

kleine Schritte zu tun. «Oft müssen wir uns vorantasten und sehen nur den nächsten Schritt», sagte dazu Chris Haw. Dazu gehört, sich ganz auf die Menschen einzulassen und einen Weg mit ihnen zu gehen. Das ist mehr als gegen Abtreibung und Homosexualität zu kämpfen. Dieser Weg fordert heraus, Lösungen und Wege für konkret betroffene Menschen zu finden. Eine Pflegefamilie für das Kind der Teenager-Mutter. Einen Platz in der Gemeinde für den jungen Homosexuellen, die ihn nicht ausgrenzt, sondern als einen sieht, der wie wir Heilung braucht.

Das Leben einer Kommunität und die Gemeindetradition

Ein kritischer Rückblick

«Ich spreche gerne vom dritten Weg, Menschen für Jesus und sein Reich zu interessieren», sagt Claiborne. Dies bedeutet in seinem Fall, kommunitäres Leben zu stiften. Doch radikales christliches Leben darf sich eben nicht auf diesen Raum der engen Lebensgemeinschaft beschränken. «Uns liegt daran, ein Teil der Kirche zu sein!», sagt Shane Claiborne. Dass es kein Spaziergang sein kann, das radikale Leben einer Kommunität auf die Gemeinde mit ihrer ganz eigenen Kultur und Tradition zu integrieren, ist ihm bewusst. Er weist aber auf die vielen Erneuerungsbewegungen in der Kirchengeschichte hin, welche die Kirche herausforderten, sie oft aber auch erneuern konnten, statt sie zu spalten. Erweckten Menschen rät er, in der Gruppe entschiedenes Leben zu praktizieren, sich aber auch in die Gemeinde zu integrieren. «Es gibt immer wieder die Spannung von ‘neuem Wein in alten Schläuchen’», räumt er ein. «Die Energie der neuen Gruppe kann aber als Energie in die Gemeinde zurückfliessen», so seine Erfahrung. «Und die Gruppe kann merken, dass sie auf die Erfahrung der Älteren in der Gemeinde angewiesen ist.» Claiborne rät zudem, behutsam zu bleiben und

In diesem Zusammenhang hat Direktor Markus Müller einen Tag vor Ende der Konferenz einen kritischen Rückblick auf die evangelikal-pietistische Tradition der letzten Jahrzehnte formuliert. Zwar hätten Christen in den vergangenen 60 Jahren Dinge zur Sprache gebracht, die so nicht recht sind, zum Beispiel den Schwangerschaftsabbruch. «Unter uns hat sich jedoch, und das finde ich beklagenswert, so etwas wie eine generelle Haltung des Dagegenseins ausgebildet», sagt Markus Müller. Gegen die sogenannten 68er, gegen die Ehe ohne Trauschein, gegen die Atomgegner, gegen Homosexualität. Es falle uns meistens leicht zu sagen, was schief läuft. Sehr viel ungeübter seien wir in Fragen wie wir beispielsweise mit der Bearbeitung schwieriger gesellschaftlicher Vergangenheit, mit dem Streben nach Wohlstand, mit dem Scheitern unter den Geschlechtern oder mit der Schöpfung umzugehen wollen. «Hier ahne ich echte und zukunftsträchtige Segensspuren», so der Direktor, «dazu hat uns Shane Claiborne wesentlich inspiriert.» Markus Müller verwies dabei auf ein Wort Claibornes: «Protestierer gibt es überall, die Welt könnte aber gut noch einige Propheten brauchen.» //

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Thema

SSK Eindrücke

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Mitglieder des Leitungsteams berichten über ihre Erfahrungen während der SSK – und was sie von der Konferenz für ihren Dienst und ihr Leben mitnehmen:

Attilio Cibien, Leiter Finanzen: «Ich habe mit Shane natürlich über Finanzen gesprochen. Shane arbeitet mit Leuten, die kein Geld haben. Ich arbeite mit Leuten, die vom Geist Mammon gefangen sind, und das nicht loslassen können. Wir haben uns beim Mittagessen miteinander verbrüdert und gebetet, dass er für die Armen Geld kriegt, und die Leute, die vom Geist Mammon gefangen sind, davon befreit werden.» Horst Schaffenberger, Leiter des Theologischen Seminars: «Für mich waren die Tage ein echter Höhepunkt. Die Impulse von Shane Claiborn haben in unserer Familie ein offenes Herz für Diakonie gefunden. Auf der anderen Seite habe ich mich daran erinnert, dass es am tsc in den 1990er Jahren einen Diakoniezweig gab. Ich wünsche mir, diesen in irgendeiner Form wiederbeleben zu können. Eine konkrete Form setzten wir momentan um: Wir überarbeiten unsere Studiengänge und planen neu ein Sozialpraktikum ein.» Rainer Geiss, Inspektor des Chrischona-Gemeinschaftswerks Deutschland: «Als Pilgermission fangen wir bei Fragen der Diakonie nicht bei Null an. Es passiert sehr viel in unseren Gemeinden. Ich möchte Mut machen zum Experimentieren im Bereich der Diakonie. Gefangene können sich nicht selbst befreien. Da erlebe ich eine gewisse Spannung zwischen unserer veranstaltungsorientierten Gemeindearbeit und den Menschen, die nicht zu uns kommen.»

Hans Wyttenbach, Leiter Chrischona Frankreich: «Mich haben die Aussagen in Sachen Liebe angesprochen. Was tue ich aus Liebe? Können die Leute zu mir in meine Gemeinde kommen und offen bekennen, weil sie wissen, sie sind geliebt? Ich wünsche mir, dass sich jeder von uns die Frage stellt: Was tue ich von meiner Funktion, von meiner Agende her und was tue ich aus Liebe zu Gott und den Nächsten? Ich möchte mir manchmal nicht nur von meinen Terminkalender sagen lassen, was ich zu tun habe. Aber vielleicht die Frage finden: Wen habe ich heute zu lieben?» René Winkler, Leiter ChrischonaGemeinden Schweiz: «Meine Grundbeauftragung wurde mir neu deutlich: Ich kann einige Dinge ermöglichen, kann vernetzen und Kontakte schaffen, kann Dinge zusammenbringen, Menschen ermutigen. Ich sollte das weiter mit Überzeugung tun und weniger ein schlechtes Gewissen haben, weil ich nicht alles selber machen kann. Die SSK ist ein Teil unseres Weges mit der Vision, auf dem wir miteinander unterwegs sind. Meine Erwartung war, dass sich meine Vorstellungswelten erweitern – und sie hat sich erfüllt.»

«S gelesen – hane Claibornes Bu seither ha ch habe ic be ic h vo meiner Na h begonnen, gemein r einiger Zeit chbarscha ft zu essen sam mit Menschen Maja Hefl B aus o und so die tscha i aus CH-B rugg, kam ft umzusetzen.» zum öffen tlichen Ab end auf Ch rischona.

«Ich wurde an der SSK ermutigt mit Jesus die nächsten kleinen Schritte zu gehen – in, mit und durch seine Liebe. Ich will mehr bereit sein, ertragend in den Spannungen der Widersprüche dieser Welt, Gott und den Nächsten zu lieben.» Martin Flütsch, Prediger Evangelische Freikirche Rafz

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CHRISCHONA

8/2009

hris die ane und C cher und h S i e b h ic s lge, profeti chen hat m ite «Angespro us radikaler Nachfo be, christlicher We a ie n o rL Kombinati eitsicht, praktische senheit.» gen s W la r e e G h c r e inde Zofin politis und heilig r Chrischona-Geme er in de uss, Predig Reiner Ga


Shane Claiborne und Christian Friedrich Spittler CLAUDIUS BUSER

Shane Claiborne sieht sich und seine Arbeit von einer Strömung getragen, die schon immer die tätige und zeugnishafte Nächstenliebe als Kern der christlichen Botschaft verstanden hatte. Nicht nur mit den liebevollen, aufopferungsbereiten Christen der alten Kirche, sondern auch mit Franz von Assisi und seinem kommunitären Lebensstil fühlt er sich stark verbunden. Angesichts der Nöte eines durch Revolution, Krieg, Hunger und soziale Missstände arg gebeutelten Europas packte auch den pietistisch geprägten Christian Friedrich Spittler (1782 – 1867), Gründer der Pilgermission, das Mitleid. Er war seit 1801 Mitarbeiter und später «Leiter» der Christentumsgesellschaft in Basel. Unermüdlich startete er mit Freunden zusammen aus christlicher Nächstenliebe heraus Sozialwerke unter dem Motto: «Was hilft`s, wenn wir beim warmen Ofen und einer Pfeife Tabak die Notstände unserer Zeit bejammern? Hand anlegen müssen wir, und sei es auch ganz im Kleinen.» Er hatte ein grosses Netzwerk von Kontakten zu Menschen aus verschiedensten kirchlichen Kreisen in Europa und Übersee, durch das Anlie-

gen und Ideen ausgetauscht werden konnten und Hilfsmittel flossen. Shane und Christian haben sich vom grossen Strom der Retterliebe Gottes hineintragen lassen in eine Welt, die gerade diese Liebe so dringend nötig hat. Die beiden würden sich sicher gut verstehen. Sässen sie miteinander an einem Tisch bei einem Glas Wasser würden sie gemeinsam konkrete Pläne schmieden, um den Nöten der Zeit zu begegnen. Die beiden würden ihre Herzen im Gebet vor Gott ausschütten und ihn darum bitten einzugreifen. Danach aber würden sie «kleine Schritte in grosser Liebe» tun und sich freuen an Gottes Hilfe. Claudius Buser ist Dozent für Kirchengeschichte am Theologischen Seminar.

Meilenstein auf dem Weg mit der Vision? Welche Rolle spielt die SSK für die Pilgermission als Meilenstein auf dem Weg mit ihrer Vision? Wir fragten bei Direktor Dr. Markus Müller nach:

Markus Müller: Mit den Visionstexten Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9 haben wir ein Bild von dem, was sein könnte. Dieses Bild hat an Konturen gewonnen. Shane Claiborne hat uns Mut gemacht, kleine Schritte in grosser Liebe zu tun. Meine Hoffnung ist, dass in den kommenden Monaten so etwas wie eine Explosion vieler kleiner Vorstösse in Richtung auf das stattfindet, was in Jesaja 61 beschrieben ist. Dass wir

dies als königlich-priesterliche Menschen in Hingabe an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus tun dürfen, ist ein unschätzbares Vorrecht. Es ist erstaunlich, wie oft der Prophet Jesaja davon redet, dass Gott aus einem Trümmerfeld einen schönen Garten macht. In diese Absicht hinein ist all unser Scheitern, sind alle Unsegensspuren, sind alle unheilsamen Denk- und Handlungsgewohnheiten einbezogen. Ein Garten darf zum Blühen kommen. Dazu war die vergangene SSK wieder ein Meilenstein. Viele solche Meilensteine liegen – in aller Gebrochenheit des Lebens vor der Wiederkunft Jesu – noch vor uns.

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Wie „verrückt“ evangelisch Thema

Wie «verrückt» dürfen evangelische Christen sein?

Was bleibt von der SSK, was wirkt nach? Wir sprachen darüber mit Peter Gloor, Regionalleiter ChrischonaGemeinden Schweiz, Erwin Siefkes, Regionalleiter im CGW Deutschland, und Jürg Peter, Jugendleiter der Chrischona-Gemeinden in Frankreich.

Chrischona-Panorama: Welchen Gedanken möchten Sie mitnehmen und weiter bewegen? Peter Gloor: Mich hat der Gedanke von Shane Claiborne fasziniert: Liebe ist, dass wir auch mit unterschiedlichen Überzeugungen gut miteinander zusammenleben können, ohne uns dauernd zu reiben. Das vermisse ich an manchen Orten. Jürg Peter: Mich hat die Aussage überzeugt: Wenn ein Mensch geliebt wird, öffnet er sich. Können wir diese liebende Haltung in unseren Gemeinden spürbar machen? Erwin Siefkes: Ich habe selten einen Referenten erlebt, der so demütig und unspektakulär war; der hinter seiner Botschaft zurückgetreten ist und sie doch so leidenschaftlich vertreten hat. Claiborne hat durch sein persönliches Beispiel überzeugend ausgedrückt, wie Menschen durch Verständnis und Liebe gewonnen werden. Ausserdem hat er uns die Dimension des Schöpfungsmässigen erschlossen, ohne dass er uns damit eine andere Theologie aufgedrängt hätte. Können Menschen in einer traditionellen Gemeinde verrückt sein – im Sinne von Claiborne? Siefkes: Sich auf Menschen wie Shane Claiborne einzulassen, kann uns zu einer neuen Sicht und in einen grossen Reichtum führen.

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Peter: Wenn wir neue Ideen so demütig vermitteln, wie es Claiborne getan hat, werden sich auch die Gemeinden darauf einlassen. Die Gemeinde braucht immer wieder Menschen, die mit voller Überzeugung und Hingabe für Jesus leben. Auch wenn uns die Idee als «verrückt» erscheint – wenn sie demütig eingebracht wird, wird sie auch akzeptiert. Gloor: Ja! Aber eine Gemeinde braucht auch etwas Zeit, sich zu öffnen und sich zu entwickeln. Wenn radikal Neues in einer Haltung der Liebe und Demut angepackt wird, wie Claiborne es tut, ist vieles möglich. Wer Neues in die Gemeinde hineinträgt, muss aber das Bestehende wertschätzen und das Neue im Geist der Liebe und Demut einbringen. Wir müssen auch bereit sein, «Narren um Christi Willen» zu sein. Siefkes: Wichtig ist auch, dass neue Ideen die Zeit zum Reifen haben. Es braucht den Geist der Liebe, um Menschen, die jahrzehntelang anders gelebt und gearbeitet haben, eine neue Haltung schmackhaft zu machen. Oft muss erst mal ein kleiner Schritt vorwärts genügen.

Inwiefern hat die SSK Ihre Identifikation mit St. Chrischona tangiert? Gloor: Die SSK hat Verschüttetes aus unserer Tradition wieder neu ausgegraben. Der Gründer der Pilgermission, Christian Friedrich Spittler, hat wahrscheinlich im Himmel laut Halleluja gerufen. Die gesunde Weite, die in diesen Tagen spürbar war, hat unsere Identifikation gestärkt.

Steht die Pilgermission St. Chri­ schona und ihr Theologisches Seminar heute nicht vor allem für eine solide Theologie? Gloor: Natürlich lieben die Menschen in Chrischona-Gemeinden die Sicherheit, auch die theologische Sicherheit. Claiborne ist aber nicht nur diakonisch interessiert, sondern er denkt auch theologisch. Er ist kein Vereinfacher nach dem Motto «übergib es Jesus, dann gelingt’s schon». Seine Bücher sind theologisch durchdacht. Die Grundbotschaft ist «zurück zu den Wurzeln». Siefkes: Chrischona hat auch einen Weg zurückgelegt. Ich denke an die Zeit mit Direktor Karl Albietz, als man sich stärker mit dem Heiligen


dürfen he Christen sein? Geist beschäftigte und die Angst vor der Charismatik abbaute. Chrischona hat immer wieder auch Neues zugelassen, ohne die eigene Identität zu verlieren. Die Tage mit Claiborne könnten nun wieder so was wie ein Meilenstein sein. Peter: Der französische Zweig hat seine eigene Tradition, ist aber auch offen für Neues. Verschiedene Gemeinden haben sich dem Verband in Frankreich angeschlossen, weil sie eine gewisse theologische Offenheit und Weite sahen. Sie haben dies auch an dieser Konferenz so wahrgenommen.

Sind auch in Frankreich neue diakonische Projekte möglich? Peter: Wir bauen in Volgelsheim einen Indoor-Skaterpark mit Kinderspielplatz auf. Es soll ein Begegnungszentrum mit den Menschen in der Region entstehen. Dazu kommen Bowlinghalle, Fitnesszentrum, Mehrzwecksaal, Restaurant usw. Die Christen können sich hier treffen und gemeinsam feiern. Und suchende Menschen mit ihren Problemen und Brüchen können hier Menschen begegnen, die als «Kanäle Gottes» offen für ihre Sorgen und Fragen sind. Es soll ein Ort der Barmherzigkeit und der Freiheit sein. Wir haben für das Projekt bewusst den Begriff «Liberty Planet» gewählt. Es soll auch ein Ort werden, wo man sich gerne mit Christen aus anderen Kirchen und Denominationen trifft. Siefkes: Darin kommt ein neuer Trend zum Ausdruck. Früher haben wir nur «fromme» Angebote gemacht. Die SSK bestärkt uns darin, vor allem die Bedürfnisse der Menschen ernst zu nehmen. Das heisst nicht, dass

solche Projekte jetzt gegen traditionelle Projekte ausgespielt werden sollten. Beides muss zusammen gesehen werden. Auch Familien in unseren Gemeinden brauchen Betreuungsangebote für ihre Kinder. Es braucht Räume, wo Menschen Hilfe finden, ohne dass sie angepredigt werden. In Deutschland ist zum Beispiel die «Tafel» (wo Nahrungsmittel für Bedürftige abgegeben werden – Anm. d. Red.) ein aktuelles neues Angebot von Chrischona-Gemeinden. Wir könnten unsere Gemeindehäuser vermehrt als Begegnungsräume mit spezifischen Angeboten für die Menschen der Umgebung nutzen. Dabei muss es nicht nur um praktische Hilfe gehen, sondern auch darum, Menschen persönlich zu begegnen.

Gibt es Projekte, die durch die SSK einen neuen Impuls erhalten haben? Gloor: In der Schweiz engagieren sich einige Gemeinden mit Mittagstischen für Schüler. In der Westschweiz arbeiten wir als «Eglise ouverte» (Offene Kirche), die Gemeinden sind offen für Menschen aus allen Nationen. Einige Gemeinden sind multikulturelle Gemeinden geworden, wo Menschen aus allen Kontinenten «Kirche leben». Hier werden wir auch weiter vorangehen. Peter: Wir wollen unsere Leute nicht nur für eigene Projekte einsetzen, sondern ermutigen sie auch, sich zu engagieren, wenn die politische Gemeinde Leute sucht, die sich an Projekten mit sozialem Charakter beteiligen. Ich leide manchmal darunter, dass die Gemeinden Sportclubs oder Seniorenangebote auf die Beine stellen, obwohl es solche am Ort gibt und unsere Leute nur deswegen nicht dorthin gehen, weil dort die «Welt» ist.

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Thema

Wie „verrückt“ dürfen evangelische Christen sein? Welchen «erstickenden Dingen», wie es Direktor Markus Müller an der Konferenz nannte, sagen Sie den Kampf an? Peter: Bei uns geht es wesentlich um die Angst, zum Beispiel vor anderen Denominationen, vor allem aber vor der katholischen Kirche, die viele Freikirchler in Frankreich manchmal fast panisch ängstigt. Sie fürchten oft nur schon den Kontakt mit Katholiken. Einigen gilt er fast als Verrat am Evangelium. Wir sollten aber den Dialog führen, nicht nur mit den andern Kirchen, sondern auch mit Muslimen.

Dr. Peter Gloor, Regionalleiter Gemeinden Schweiz

Inwiefern ist die SSK ein weiterer Meilenstein auf dem Weg mit der Vision? Peter: Wir ermutigen unsere Gemeindeglieder, sich auch in der Politik oder in Vereinen einzusetzen und dort «Salz» zu sein. Unsere Stadt ist dankbar, dass wir uns bei der Betreuung der Kinder in einer Asylantenunterkunft beteiligen. Ohne uns wäre die Arbeit nicht denkbar. Übrigens: Ich spielte dort mehrere Jahre den Clown! Siefkes: Auch bei uns engagieren sich Mitglieder der Gemeinde in Gesellschaft und Politik, ohne dass es immer in der Gemeinde bekannt wäre. Wir sollten solches Handeln ermutigen und wertschätzen. Einige Gemeinden setzen solche Menschen frei und segnen sie im Gottesdienst für ihren öffentlichen Dienst. Gloor: Oft wird solcher Einsatz gar nicht als eine Arbeit der Gemeinde wahrgenommen, obwohl die Mitarbeit zum Beispiel in einer Sozialbehörde aus christlicher Überzeugung getan wird. Und doch ist es ein Ausdruck dessen, was in unseren Visionstexten Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9 gesagt wird. Auch so kann man in die Gesellschaft hineinwirken. Nehmen Chrischona-Gemeinden auch neue Nöte und Herausforderungen auf? Gloor: Ich hoffe, steter Tropfen höhlt den Stein. Es geht nicht zuerst um Konzepte, so wichtig diese sind, sondern um die Haltung, in der wir unsere Arbeit tun. Und dass wir unsere Ziele und Möglichkeiten kennen. Wir wollen auch den Blick zu den andern Denominationen offen halten. Die Weite ist wesentlich. Peter: Wir fühlen uns auf dem Weg, den wir gehen, bestätigt. An anderen SSK-Konferenzen waren starke Prediger und Konzepte wichtig. Nun gehen wir mit einer Botschaft an die Herzen weiter, die uns ermutigt, unsere Herzen auch zu öffnen und neue Dinge von Herzen zu tun. 12

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Erwin Siefkes, Regionalleiter im Chrischona-Gemeinschaftswerk

Siefkes: Es geht auch um den Kampf gegen Routine und Bequemlichkeit. Gloor: Ich liebe die «ecclesia semper reformanda» – die sich immer verändernde, erneuernde Kirche. Die Veränderung kommt aber nicht von selber. Wir müssen das System immer wieder «stören» und nie eine Friedhofsruhe einkehren lassen. Es gibt keine Veränderungen ohne eine positive Unzufriedenheit. Deshalb wollen wir inspirierend-verunsichernd in die Gemeinden hineinwirken. //

Jürg Peter, Jugendleiter der Gemeinden in Frankreich

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© copyright 2009 - Pilgermission St. Chrischona

Diespreng Vision t den Rahmen Jesaja

Jesaja 61,1-3

«Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden ‘Bäume der Gerechtigkeit’, ‘Pflanzung des HERRN’, ihm zum Preise.»

1. Petrus 2,9

Pet rus

«Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.»

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St. Chrischona «Jesus fordert kein bestimmtes Rollenverhalten der Frau» Mehr als 2000 Frauen sind seit 1909 auf St. Chrischona ausgebildet worden. Am 1. November feierten 300 Frauen und Männer das 100-Jahre-Jubiläum. FRITZ IMHOF

Was einst als Pioniertat galt – eine theologische Ausbildung für Frauen –, ist heute der Normalfall, obwohl auch am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) Frauen häufiger den religionspädagogischen Ausbildungsgang belegen als Männer. Sie können aber wie ihre männlichen Kollegen den vierjährigen theologischen Kurs belegen, der mit einem Bachelor-Grad und der Ordination abschliesst.

Referentin Dorothea Gabler: «Gott weist uns Frauen nicht einfach festgelegte Plätze zu.»

Frauen zwischen Maria und Marta «Hat Gott den Frauen eine spezifische Rolle zugewiesen, die sich von der Männerrolle unterscheidet?», fragte Dorothea Gabler, Dozentin am deutschen Missionsseminar Unterweissach und Synodale der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Vor 100 Jahren sei die Antwort klar gewesen. Heute jedoch sei diese Frage durch den Einfluss des Feminismus und des Gender Mainstreaming offen. Dass in Deutschland in diesen Tagen sowohl die Kanzlerin wie auch die neue Präsidentin des EKD-Rates Frauen seien, mache die Frage umso aktueller. Um sie zu klären, griff Gabler auf die Erzählung von Maria und Marta zurück. Marta packte in der Küche an und bewirtete Jesus und seine Jünger. Maria blieb stattdessen bei Jesus und hörte ihm zu. Gabler betonte: Jesus fordert Christinnen nicht dazu auf, sich der normalen Hausarbeit und den familiären Beziehungen zu entziehen, um sich selbst zu verwirklichen. Die Geschichte zeige aber eindringlich, dass «Gott uns Frauen nicht einfach festgelegte Plätze zuweist», so Gabler. «Jesus fordert kein bestimmtes Rollenverhalten der Frauen.» Sie folgerte daraus: «Nicht wie wir Frauen Kirche und Gesellschaft prägen, ist entscheidend, son-

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dern wie wir uns von Jesus prägen lassen.» Daher sei es sinnvoll, «dass es heute nicht mehr nur geschlechtsspezifische theologische Ausbildungen für den hauptamtlichen Dienst von Frauen gibt, sondern dass die Ausbildungsgänge zunehmend gabenorientiert für beide Geschlechter zugänglich sind.»

Befreiung von Fremdherrschaft Am Vormittag sprach die Oberin des Diakonissenhauses Riehen, Sr. Doris Kellerhals, über den Lobgesang des Zacharias. Sie wies dabei darauf hin, dass der stumme Priester keine Erklärung abgab, weshalb er bis zur Geburt von Johannes dem Täufer nicht reden konnte. «Die Wunder Gottes brauchen keine Erklärung!», sagte die Oberin dazu. Zacharias sei ein Beispiel dafür,

dass Menschen des Glaubens aus der religiösen Routine herausgerissen würden, wenn Gott einen Plan mit ihnen habe. «Zacharias’ Blick war vorwärts gerichtet gewesen und seine Botschaft war eine Botschaft der Erlösung, der Befreiung von Fremdherrschaft», so Kellerhals. Erlösung ermögliche eine neue Lebensbestimmung. «Versöhnt mit unserer oft mit dunklen Anteilen verwobenen Lebensgeschichte, befreit von unseren Frustrationen, können wir Gott dienen», sagte Sr. Doris Kellerhals. «Diese Befreiung und Erlösung haben wir immer wieder zu ergreifen!» Die Jubiläumsfeier war von langer Hand unter der Leitung von tsc-Dozentin Eva Förster-Geiss und tsc-Leiter Horst Schaffenberger vorbereitet worden. Sie führten abwechselnd durch die abwechslungsreiche Feier, zu der auch ein Anspiel zur Geschichte der Frauenbibelschule, Berichte von Ehemaligen, Interviews und Videos gehörten. Direktor Markus Müller bat am Vormittag alle um Vergebung, die im Laufe der Gesichte der Frauenausbildung psychisch verletzt worden sind. Er wies aber auch in die Zukunft, denn «die Welt braucht nichts dringender als Menschen der Hoffnung.» Er ermutigte mit den Worten: «Wir wollen Menschen sein, die Dinge in die Welt setzen, über die man in 100 Jahren noch reden wird.» //


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Im Gästehaus Beth Jedidja lernte ich ein älteres Ehepaar kennen. Wie sich herausstellte, kamen die beiden ursprünglich aus Frankfurt am Main, so wie ich. Sie lebten früher genau in dem Stadtteil, in dem ich aufgewachsen war, und gingen in die gleiche Synagoge, in der ich als Kind auch war. Und noch mehr, sie kannten sogar meine Eltern. Vor Jahrzehnten waren sie nach Isra-

Von der Straße weg Von Eric Benson, Rehabilitationszentrum Beth Nitzachon, Haifa Vor einigen Wochen erhielten wir einen Anruf von einem Pastor in den Golanhöhen. Er bat uns, dem Sohn eines Gemeindemitglieds, der im Zentrum des Landes auf der Straße lebte, zu helfen. Ein paar Telefongespräche später konnte dieser verlorene Sohn wie durch ein Wunder gefunden werden und kam noch in jener Nacht in unser Haus. Später dankte er uns, dass wir ihn so schnell aus der schrecklichen Situation der Obdachlosigkeit herausgerettet hatten. S. hatte sein Leben früher schon einmal Jesus anvertraut, nun wagte er einen Neuanfang. Er sehnt sich danach, die Beziehung zu Jesus wieder zu pflegen. Bitte beten Sie für S., dass sich sein Leben verändert.

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Einblick ins jüdische Denken

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Aus der Frankfurter Synagoge Jurek Schulz, theologischer Referent, amzi Deutschland

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el ausgewandert und hatten sich eine neue Existenz aufgebaut. So war es überraschend, dass drei „alte Frankfurter“ sich nun in Haifa begegneten. In unserer Frankfurter Zeit hatten wir alle noch nicht an Jesus als den Messias geglaubt, wie wir feststellten. Umso interessanter war es, dann auch noch diese Teile unserer Lebensgeschichten auszutauschen. Das ältere Ehepaar pflegte über viele Jahrzehnte eine freundschaftliche Beziehung mit einem christlichen, nichtjüdischen Ehepaar, ebenfalls aus Frankfurt. Durch diese bekennenden Christen lernte das jüdische Ehepaar durch die Gespräche immer mehr vom Neuen Testament und dem jüdischen Messias kennen. Eines Tages schenkten sie ihnen eine Bibel, in der auch das Neue Testament enthalten war. Und dann, im fortgeschrittenen Alter, erkannte das jüdische Ehepaar, dass Jeschua der verheißene jüdische Messias ist. So staunten wir nicht schlecht und waren ergriffen von der Tatsache, dass ehemalige Frankfurter, die Mitglied der jüdischen Gemeinde dort gewesen waren, nun auch in Jesus den Messias Israels erkannten und sich in Haifa im gleichen Gästehaus trafen. Das jüdische Ehepaar ist inzwischen Mitglied einer messianisch-jüdischen Gemeinde in Israel geworden. In einem Gottesdienst konnten wir von dem Wunder dieser überraschenden Begegnung Zeugnis ablegen, so dass alle Besucher staunten und Gott dankten, wie er die Seinen führt.

Vor einiger Zeit sagte mir jemand nach einer Synagogenführung: „Bis jetzt dachte ich immer, die Juden glauben das gleiche wie wir, nur ohne Jesus.“ – Vielen Christen ergeht es ähnlich: Sie glauben, sie würden das Judentum verstehen, weil sie das Alte Testament gelesen haben. Dabei wird vergessen, dass das Judentum über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche neue Elemente aufgenommen hat. Ich fragte eine Jüdin, ob es richtig sei, dass sie erwarte, nach dem Sterben wieder auf dieser Erde in das kommende Königreich auferweckt zu werden. Sie bestätigte, dass das sehr wohl die jüdische Sichtweise sei. Doch sie persönlich könne sich das nicht so recht vorstellen, da sie nicht wisse, mit welcher irdischen Reinkarnation sich ihre Seele dann verbinden werde. Heute glauben manche Juden, dass die Seele sich zuerst durch verschiedene Leben bewähren muss, bis sie zur Auferstehung bereit ist. Einen Einblick ins jüdische und christliche Denken finden sie auf unserer Homepage (www.amzi. org), in der Gebets-E-Mail, in den YouTube-Videos (amziorg) oder in der Zeitschrift focus israel. Hanspeter Obrist Leiter der amzi – ein Werk der Pilgermission

Unterstützung von messianischen Juden und arabischen Christen info@amzi.org 0041 (0)61 712 11 38 D-79541 Lörrach, Hauinger Str. 6 BLZ 683 500 48 / Kto. 1017730 CH-4153 Reinach, Postfach amzi Postfinance Kto. 40–33695–4 Jetzt aktuell: amzi-Israelkalender 2010 (CHF 14.80 / € 8.95)


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170 Jahre Wir blicken zurück nach vorne Pilgermission St . Chrischona V rm era E iss nst ine ion alt St ung .C d hr er isc ho n

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170 Jahre Pilgermission St. Chrischona

März 2010

Montag, 8. März

Samstag, 13. März

Geburtstag 170 Jahre

Festbankett

Sonntag, 14. März Festgottesdienst

Sponsorenlauf

10.00 Uhr

18.30 – 21. 30 Uhr

10.00 – 12.00 Uhr

14.30 – 15.30 Uhr

Pressefrühstück

Festbankett

Festgottesdienst

Sponsorenlauf

Pilgermission und Campus des Theologischen Seminars kennenlernen

Hauptamtliche der Pilgermission feiern gemeinsam und erzählen einander von den Erfahrungen mit der Vision.

170 Jahre Jubiläum der Pilgermission St. Chrischona mit Festvortrag von Prof. Dr. Peter Zimmerling:

Durch körperlichen und finanziellen Einsatz investieren wir in ein konkretes Projekt und ermöglichen die Weiterentwicklung der Pilgermission.

Einladung erfolgt gesondert

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„Der Pietismus braucht Erneuerung“

Anmeldung und Auskunft: davidvonkaenel@chrischona.ch

Anmeldung und Auskunft: davidvonkaenel@chrischona.ch

Anmeldung: reception@chrischona.ch

Werden Sie Sponsor! Anmeldung: ab 16. Januar 2010 über www.chrischona.org


St. Chrischona – Finanzbericht «Alles hat seine Zeit, und alle Dinge unter dem Himmel haben ihre Stunde.» (Prediger 3,1) ATTILIO CIBIEN, LEITER FINANZEN (CFO)

Mit diesen Zeilen melde ich mich im ChrischonaPanorama zum letzten Mal als Finanzverantwortlicher zu Wort. Acht Jahre lang konnten Sie in jedem Magazin einen Finanzbericht lesen, konnten mitverfolgen, wie es der Pilgermission im Bereich der Finanzen erging. Ich liess Sie an meinen Freuden, aber auch an meinen Sorgen teilhaben. Ihre Reaktionen und Ermutigungen als Reaktion auf die Finanzberichte haben mich immer erreicht. Oftmals habe ich mich dadurch unterstützt und bestärkt gefühlt, auch in schwierigen Situationen weiterzumachen. Es ist mir nie leicht gefallen, immer wieder darauf hinzuweisen, dass zu wenig Spendengelder eingegangen sind. Für mich stellte es eine besondere Herausforderung dar, weil ich im Herzen ein grosszügiger Mensch bin und das biblische Prinzip der Grosszügigkeit auch gerne lebe. Echos oder Anregungen aus den Gemeinden erachtete ich stets als hilfreich und spannend. Dieses Miteinander werde ich vermissen. Mir wurde grosses, spürbares Vertrauen entgegengebracht. Gemeinsam durften wir Gottes Segen erfahren und erleben, wie er das Gelingen in vielen Aufgaben schenkte. An dieser Stelle möchte ich mich für alle Gebete und Rückmeldungen, für alle Unterstützung und das in mich gesetzte Vertrauen ganz herzlich bedanken. Der Pilgermission wünsche ich, dass sie auch in Zukunft die nötigen Mittel für ihre Aufgaben erhält.

Spenden bis Oktober 2009 Bis Ende Oktober stehen wir beim Spendenbarometer CHF 511'000.- hinter dem Budget. Das heisst, dass auch im Oktober rund CHF 70'000.- zu wenig eingegangen sind. Mit einer weiteren Aktion «Kleine Spende – grosse Wirkung» hoffen wir, dieses Finanzloch stopfen zu können und auf Budgetkurs zu gelangen. Wenn wir diese Problematik aus Sicht des Haushaltsplans betrachten, ist uns bewusst, dass der Pilgermission ca. 40 Prozent der Jahresspenden jeweils im November und Dezember zufliessen. Wir befinden uns demnach in einem Endspurt. Ich hoffe und bete dafür, dass das angestrebte Ziel einer ausgeglichenen Rechnung in den verbleibenden zwei Monaten noch erreicht werden kann. Packen wir es an!

Der Bereich Darlehen gestaltet sich erfreulich, hier wurden ermutigende Zeichen gesetzt. So durften wir erneut zinslose Darlehen in der Höhe von CHF 125'000.- entgegennehmen. Wir wollen dieses Geld verantwortungsvoll einsetzen.

Schulung zu Budget- und Schuldenberater Nach der Verwalterschaftskonferenz im Sommer 2008 ist jetzt der Boden reif für die Budgetberaterschulung. Über 300 Leute meldeten sich für die ausgeschriebenen Kurse im November an. Ein zentrales An-

liegen war, den Teilnehmern aufzuzeigen wie man einen Haushaltsplan erstellt und in einem weiteren Schritt wie ein solcher nach biblischen Prinzipien und Grundsätzen aussieht. Wie muss ich vorgehen, wenn bereits Schulden vorhanden sind? Der Schuldenberaterkurs wird im Frühjahr 2010 stattfinden. Mit diesen Kursen wollen wir die Verantwortung wahrnehmen und Menschen dahingehend sensibilisieren, dass Gott von allem Eigentümer ist und wir seine Vermögensverwalter. Weitere Informationen unter www. freikirchen.ch/verwalterschaft. //

ANLAGEMÖGLICHKEIT Zinslose Darlehen: Die Möglichkeit, uns Geld zinslos zur Verfügung zu stellen, besteht weiterhin. Wir sind dankbar, wenn wir auch zukünftig mit einer solchen Unterstützung rechnen dürfen. Es macht einen wesentlichen Unterschied, ob Bankzinsen bezahlt werden müssen oder ob die eingesparten Zinszahlungen zur Amortisation verwendet werden können.

Unterstützen Sie das Projekt Morgenrot: Das unter Denkmalschutz stehende Haus Morgenrot auf St. Chrischona wird saniert. Dort sollen im Herbst 2010 die Studentinnen einziehen, die bisher im Frauenwohnhaus wohnen. So wird das neue Morgenrot den Charakter des Campus verändern, ihn beleben und ihm neuen Charme verleihen. 22'000 CHF Spenden sind bisher schon für das Projekt eingegangen. Vielen Dank dafür. Vielleicht kann dieses Projekt ja auch für Sie eine Investitionsmöglichkeit sein? Das Projekt Morgenrot im Internet: morgenrot.chrischona.org

Kontakt Patrik Senn, Darlehensverwaltung, Tel. +41 (0)61 64 64 552 Attilio Cibien, Leiter Finanzen, Tel. +41 (0)52 630 20 80 Wir beantworten Ihre Fragen gerne.

Hinweis Im nächsten Chrischona-Panorama lesen Sie mehr über Attilio Cibiens Verabschiedung als Leiter Finanzen – und wie es weitergeht. 17


Gemeinde Schweiz

Zur Energiebilanz unserer Dezember-Veranstaltungen RENÉ WINKLER

Eben jetzt, wo Sie dieses druckfrische Chrischona-Panorama in der Hand halten, beginnt die Advents- und Weihnachtszeit. Es ist die Zeit, in der fast alle Menschen in unserer Gesellschaft von Weihnachten reden – unabhängig davon, ob sie etwas von der eigentlichen Bedeutung dieses Festes wissen oder nicht. Zu keiner anderen Jahreszeit hat «unser» Kernthema so viel Öffentlichkeit wie in den kommenden vier Wochen. Darum: Nichts wie los! Diese Zeit müssen wir nutzen! Jetzt sind viele Menschen offen, sei es, weil sie es gerne feierlich und besinnlich haben oder weil sie diese Zeit persönlich als besonders belastend empfinden. Wir star-

ten also mit unseren kreativen Spezialveranstaltungen: Adventsfrühstück und Adventsbrunch, Musical, Kerzenziehen und Chlaushöck, Advents­ konzert und Adventstheater, Seniorenweihnachten, Waldweihnachten und Sonntagsschulweihnachten – und was es weiter an Gutem gibt in unseren Gemeinden. Viele unter uns – oder zumindest ziemlich viele – erbringen kreative, kulinarische, musikalische, muskuläre und sprachliche Höchstleistungen, um Menschen die Freundlichkeit und Liebe Gottes nahe zu bringen. Ich habe dazu eine wichtige und ein paar weitere Fragen: Geschieht in unseren Veranstaltungen auch wirklich das, wovon wir reden? Haben wir ein offenes Ohr und ein gast-

freundliches Herz füreinander und unverzweckte Zeit für die Menschen, die unserer Einladung gefolgt sind? Und für diejenigen, die unserer Einladung nicht gefolgt sind, weil noch niemand von uns so lange stillgestanden ist, als dass sie uns ihr Herz hätten aus-

schütten können? Wie steht es um die Energieeffizienz unserer Veranstaltungen? Bleibt noch Herzenskraft für die Menschen übrig, die Gott uns über den Weg schickt? Ich habe dazu eine Vermutung: Die Kräfte reichen zur Vorbereitung und Durchführung dieser oft bewundernswerten Veranstaltungen in der Regel noch aus, aber für die Menschen und füreinander bleibt nicht mehr viel Energie übrig. Und so werden wir zwar echt müde, aber trotz Weihnachten nicht zu Weggefährten unserer Nächsten. Ich hoffe auf einen Proteststurm und den Beweis des Gegenteils! René Winkler, Leiter Chrischona­ Gemeinden Schweiz.

Krippenfiguren-Ausstellung in Buchs

Eine Chrischona-Gemeinde hat Zeit verschenkt

Einmal mehr wird in Buchs die Adventszeit durch die Krippenfiguren-Ausstellung der Chrischona-Gemeinde bereichert. Wer aber denkt, mit Krippenfiguren würden nur weihnachtliche Szenen dargestellt, der wird überrascht sein, denn jedes Jahr geht es um ein anderes Thema. Diesmal ist es die Geschichte von Jakob und Esau. Mit den selbst angefertigten Figuren werden Szenen aus dem Leben dieser zwei Zwillingsbrüder dargestellt. Szenen, die von Unrecht, Hass und Hinterlistigkeit erzählen, aber auch von Umkehr und Versöhnung.

Unter dem Motto «Gschänkti Ziit» war die Chrischona-Gemeinde Schinznach-Dorf Anfang September im aargauischen Veltheim mit einem Stand am Herbstmarkt vertreten. Die Chrischona-Gemeinde wurde erstmals von den Organisatoren eingeladen. Da an über 80 Ständen Handwerkliches, Produkte aus der Landwirtschaft und Süsswaren angeboten wurden, kam die Gemeinde auf die Idee, etwas zu verschenken statt zu verkaufen. So verschenkte sie Zeit für Gespräche und Begegnungen – aber auch bunte Kaugummis, die man sich beim Murmelspiel ergattern konnte, und über 150 Geschenke beim «Päcklifischen» für die Kinder. Mit dieser Aktion nutzte die Gemeinde eine Chance, in der Öffentlichkeit präsent zu sein und von den Menschen wahrgenommen zu werden.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 13. Dezember. Mehr Infos unter www.chrischona-buchs.ch

(URSULA MÜLLER)

Männer ermutigen Männer «Zerbrochene Träume – Brennende Herzen», so lautet das Motto des Männertags der Chrischona-Gemeinden Schweiz am 16. Januar 2010, 8:30-15:30 Uhr, in der Chile Hegi in Winterthur. «Wir Männer wollen nicht unser Leben verträumen – wir wollen unsere Träume leben». Die Referenten sind René Winkler und Christoph Ehrat. www.chrischona.ch

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Frankreich

20 Jahre Jugendverein Le Tremplin Am 24. Oktober 2009 feierte der Jugendverein Le Tremplin im Elsass sein 20-jähriges Bestehen. Ehemalige Camper und Leiter trafen sich am 24. Oktober auf dem «Flössplatz», tauschten bis spät in den Abend Erinnerungen aus und staunten über Gottes Werk und Segen. Wir fragten Jürg Peter, Mitarbeiter von Vision France, was man sich unter «Le Tremplin» vorstellen darf.

nen Chor präsentierte Le Tremplin 1992 auf Chrischona, aber auch im Palais des Congrès in Strasbourg, das von Denis Riedinger geschriebenen Liederrepertoire «A toi soit la gloire!». Musik war und ist für den Verein immer ein Schwerpunkt. Verstärkeranlage, Mischpult und weiteres Soundmaterial verleiht Le Tremplin an die verschiedenen Gemeinden und Jugendgruppen. Musikfreizeiten für Kinder und Erwachsene gehören ebenfalls zum Angebot des Vereins. Wie viele Aktive beteiligen sich im Verein und bei den Einsätzen in den Camps und an Konzerten? Peter: Ungefähr 100 Leute helfen in der Lagerleitung, Küche, Sanität, Materialverwaltung usw. freiwillig übers ganze Jahr mit. Viele Beter aus den Gemeinden stehen hinter dem Verein. Welchen Stellenwert hat der Verein für die ChrischonaGemeinden in Frankreich? Wie ist er mit den Gemeinden vernetzt? Peter: Der Verein ist fester Bestandteil unserer Union. Er wurde von den Gemeinden gegründet und wird von ihnen getragen. Der Hauptteil der Mitarbeiter kommt aus unseren Gemeinden. Im Vereinsvorstand sitzen auch Prediger. Unsere Union setzt auf die Jugend. Ein Drittel unserer Gottesdienstbesucher ist unter 18 Jahren.

Chrischona-Panorama: Jürg Peter, wie ist Le Tremplin entstanden und was war seine ursprüngliche Aufgabe? Jürg Peter: Der Jugendverein Le Tremplin entstand 1989 im Elsass durch die Initiative von Martin Saegesser, Ernest Strupler und dem unermüdlichen Gilbert Goetz aus Colmar. Tausende von Kindern und Jugendlichen, weit über die Grenzen der Gemeinden der Union in Frankreich hinaus, konnten an Wochenenden, Freizeiten und an Grossveranstaltungen, von Jesus Christus hören. Viele haben sich entschieden, Jesus nachzufolgen, und sind heute in den Gemeinden tätig. Wieviele Einsätze leistet der Verein pro Jahr? Wie viele Menschen werden jährlich dadurch erreicht? Peter: Etwa zehn Freizeiten, im Sommer und Winter, ein Teenager-Wochenende und ein Oster-Jugendtreffen. Ausserdem bieten wir verschiedene Schulungen und Evangelisationseinsätze an. Über 500 Kinder und Jugendliche profitieren jedes Jahr von der Arbeit des Vereins Le Tremplin. Welches waren und sind die Höhepunkte der Vereinsarbeit? Peter: Das Oster-Treffen sowie die Kinderfreizeiten in den Vogesen gehören zu den Höhepunkten der Vereinsarbeit. Dazu kommen auch die Sportanlässe und die Musikarbeit. Mit einem eige-

Welches ist Ihre persönliche Motivation für diese Arbeit? Peter: Die Jugendlichen brauchen Orientierung und Vorbilder, die ihnen den Weg der Nachfolge Jesu zeigen. Die Möglichkeit, eine motivierte Mannschaft zu mobilisieren, um diese Ziele zu erreichen, macht mir echt Freude. Heute ist übrigens Philippe Hauswald Präsident des Vereins. Er arbeitet von ganzem Herzen für die Jugend. Worin bestehen Herausforderung und Vision dieses Vereins? Peter: Für die Aktiven bleibt die grösste Herausforderung, das Gleichgewicht zwischen Familie, Arbeit, Gemeinde und Verein zu wahren. Doch die Nähe der Verantwortlichen zu den Lagerleitern schafft Vertrauen und führt zu neuen Berufungen in diese Arbeit. Ich träume von Generationen, die sich für den Herrn erheben und ihre Gaben für ihn einsetzen. //

Jürg Peter ist Jugendseelsorger bei Vision France und wohnt in Volgelsheim (Elsass).

E-Mail: libertyplanet.peter@gmail.com www.visionfrance.net 19


Gemeinde Deutschland

Nachrichten aus dem Chrischona-Gemeinschaftswerk Gemeinde in Prenzlau jetzt neu Evangelische Stadtmission In Prenzlau gibt es seit Anfang August die Evangelische Stadtmission Prenzlau, die im Sinne einer assoziierten Mitgliedschaft im CGW Projektstatus hat. Dieser wird nach zwei Jahren überprüft. Die Gemeinde mit ihrem Prediger Stefan Krehl war bisher dem Landeskirchlichen Gemeinschaftsverband Vorpommern angschlossen. «Seitens des CGW wollen wir helfen, eine Gemeinde zu entwickeln, die mit dem baseCamp zusammen arbeitet und verzahnt ist», sagt Regionalleiter Jos Tromp. Gleichzeitig müsse die Evangelische Stadtmission Prenzlau eine eigene Grösse werden, die auch alleine leben kann. Eine neue Gemeindeleitung ist berufen und eingesetzt

worden. Ausserdem soll in diesem Jahr im baseCamp der Werkstattbereich fertiggestellt werden. www.basecamp-prenzlau.de

Krankenhausseelsorge: Neuer Arbeitszweig Seit 1. November arbeitet Susanne Schmidt als Krankenhausseelsorgerin im Frankfurter Krankenhaus «Bürgerhospital». Damit hat das CGW einen neuen Arbeitszweig eröffnet, berichtet Inspektor Rainer Geiss. «Wir haben mit der Klinikleitung einen Anstellungsvertrag ausgearbeitet, der zum Inhalt hat, dass Susanne Schmidt in unserer Dienstgemeinschaft bleibt und wir ihr auch als Begleitung zur Verfügung stehen», berichtet Rainer Geiss. Susanne Schmidt war zuvor Mitarbeiterin im Gemeindebezirk Heinebach. //

TERMINE 21. Februar 2010

Männertag in der Volkshalle in Linden-Leihgestern Thema: «Ein Freund, ein guter Freund». Referent Hans-Peter Royer wird über Männerfreundschaften sprechen. Der österreichische Skilehrer und Bergführer ist stellvertretender Leiter der internationalen Fackelträger-Bewegung.

18. - 21. März 2010

Impulsetage in Gießen-Wieseck Vom 18. - 21. März 2010 finden wieder die Impulsetage in Gießen-Wieseck statt. Die Organisatoren sind froh, dass sie Roland Werner als Referenten gewinnen konnten. Er wird vor allem über die postmodernen Herausforderungen in der Gemeinde und in der Gesellschaft sprechen. Im nächsten Jahr wird auch der Gottesdienst in Gießen-Wieseck stattfinden. Wie schon 2009 werden die Impulsetage mit einem musikalischen Leckerbissen starten. Ausserdem wird das Musical «Noch einmal Kapernaun» aufgeführt, unter der Leitung von Regina Köther.

Brunnen Verlag Basel

Designer-Stiefel und andere Katastrophen In der Gewissheit, ihren arbeitnehmerischen Pflichten bestens nachgekommen zu sein, stolziert die 31-jährige Cassidy Cantrell in ihren schicken neuen Valentino-Stiefeln durchs Büro, um ihr aktuelles Projekt abzugeben. Sie ist sich sicher, dass sie einen spektakulären Eindruck hinterlassen wird. Und dass sie dadurch endlich den lang erwarteten Schritt auf der Karriereleiter in ihrer Marketingfirma besiegeln kann. Aber als die nackte Realität über Cassies Erwartungen hereinbricht, merkt sie, dass sich ihre modischen Stiefelchen keineswegs zum Klinkenputzen bei der Jobsuche eignen. Und schon gar nicht dazu, ihren betrügerischen Ex-Freund mit einem Tritt aus ihrem Leben zu befördern. Mit ramponiertem Selbstbewusstsein schleppt Cassie sich in ihre Heimatstadt, ein Ski-Resort, zurück. Und staunt nicht schlecht: Ihre gerade 20

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noch Trübsal blasende Mutter hat sich in eine umwerfende 54-jährige Schönheit verändert, deren plötzlich blühendes Sozialleben Cassies mangelnde romantische Aussichten nur noch düsterer erscheinen lassen. Was braucht Cassie also, um wieder auf die Beine zu kommen und sich erneut ins Leben zu stürzen? Dieser freche und urkomische Roman begleitet Cassies holprige Reise durch die Wildnis der Romantik, der Karriere und der Spiritualität. // Melody Carlson Designer-Stiefel und andere Katastrophen 336 Seiten CHF 26,80 / € 14,95 (D)/ € 15,40 (A) ISBN: 978-3-7655-1447-0 Brunnen Verlag Basel


Campus für Christus Schweiz

Geistliche Bewegungen auslösen Mitarbeiter

Arbeitszweige Agape international

Entwicklungshilfe – Notleidenden ganzheitlich helfen

Alphalive

Der Alphalivekurs – eine Entdeckungsreise in den christlichen Glauben

Athletes in Action

Sportlerbewegung – Sport Camps, Training und Sportlerbetreuung

campus generation ministry

Die kommende Generation für Jesus gewinnen

CAMPUS live

Studentenbewegung – zukünftige Verantwortungsträger fördern

Campus per Cristo

Die italienischsprachige Arbeit von Campus für Christus Schweiz

Unsere Vision ist es, überall in der Schweiz geistliche Bewegungen entstehen zu lassen, damit jeder jemand persönlich kennt, der Jesus nachfolgt.

Campus pour Christ

Die westschweizer Arbeit von Campus für Christus Schweiz

CDK

Christen im Dienst an Kranken – Impulse für Mitarbeitende im Gesundheitswesen

Auf der Basis unseres Mottos «Gottes Liebe in Bewegung» engagieren wir uns seit über 30 Jahren in verschiedenen Arbeitszweigen, damit geistliche Ströme in Form von Menschen, Know-how und Ressourcen in die Schweiz und ins Ausland fliessen, um überall Gottes Liebe ganzheitlich bekannt zu machen. Unsere Prioritäten sind: – Schule und Universität – Beruf und Gesellschaft – Familie und Gemeinde – Ausland

CgH

Christlich ganzheitliche Heilkunde

Christliches Zeugnis

Die Zeitschrift von Campus für Christus – Horizont erweiternd, herausfordernd, ermutigend

Crescendo

Internationale Bewegung christlicher Berufsmusiker für Klassik und Jazz

CROWNLife

Biblische Verwalterschaft – finanzielle Freiheit leben

Explo

Die Konferenz für ein ansteckendes Christsein im Alltag

Evangelistische Dienste

Denkanstösse für ein erfülltes Leben

FamilyLife

Ehe und Familie mit Vision – Ehewochenden, Ehekurs, Ehevorbereitung

Frauenfrühstück

Frühstücks-Treffen von Frauen für Frauen

History‘s Handful

Wir leben und fördern die Kultur der Grosszügigkeit zum Wohl der Menschen

Internet Ministry

Gott kennenlernen auf www.gottkennen.ch

Jesus-Film-Projekt

Jesus in 95 Sprachen bekannt machen

Koinonia

Ihr Partner für Führungsaufgaben, Organisations- und Persönlichkeitsentwicklung

Leadership Link

Der Beraterpool von Campus für Christus

Schülertreff

Die christliche Schülerbewegung an den Oberstufen

Youthalpha

Der evangelistische Glaubensgrundkurs für Jugendliche

Vision

Profil Campus für Christus ist eine konfessionell unabhängige Missions- und Schulungsbewegung mit rund zwanzig in der Evangelisation, Erwachsenenbildung, Diakonie und Mission tätigen Arbeitszweigen. Ziel ist mitzuhelfen, dem Missionsauftrag Jesu Christi in unserer Zeit ganzheitlich und gesellschaftsrelevant Folge zu leisten. Campus für Christus dient dem Leib Christi (Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften) darin, Evangelisation und Jüngerschaft zu leben und weiterzugeben. Durch Ausbildung und praktische missionarische Sendung werden Menschen angeleitet, verbindlich Jesus nachzufolgen, die Kraft und Liebe des Heiligen Geist zu erfahren und das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat weiter zu tragen.

Kontakt Campus für Christus Josefstrasse 206 • CH-8005 Zürich Tel. 044 274 84 84 • Fax 044 274 84 83 info@cfc.ch • www.cfc.ch


Miss

Mission Überallhin für Gott Das gehört für Christen selbstverständlich zu ihrem Leben in der Nachfolge Jesu – zumindest in der Theorie. Wenn es aber mit Konsequenzen verbunden ist, dann sieht es oft anders aus. Bereit zu sein, für Gott überallhin zu gehen, war für Fritz und Marianne Deininger nicht immer eine leichte Entscheidung. Sie haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, Gott zu folgen – auch wenn man eigene Wünsche und Pläne aufgeben muss. FRITZ DEININGER

«Wir ziehen nicht nach Betong in Südthailand», war unsere Reaktion auf den Vorschlag der Feldleitung 1981, als wir noch im Sprachstudium in Bangkok waren. Wir sollten in dieser Kleinstadt an der Grenze zu Malaysia mit einer kanadischen Missionarsfamilie ein Team bilden. In jener Zeit kontrollierten Rebellen die Gegend um Betong. In der Stadt selbst war man sicher. Doch ausserhalb der Stadtgrenze konnte man sich meist nicht frei bewegen. Besitzer von Gummiplantagen und Transportunternehmen mussten Schutzgeld bezahlen, damit sie sich frei bewegen konnten. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren keine öffentlichen Verkehrsmittel von Betong in die 140 Kilometer entfernte Provinzstadt. Wie konnten wir da als Familie überleben? War es nicht zu riskant, dort zu wohnen? Hinzu kam die tragische Geschichte von der Entführung zweier Missionarinnen, die vor unserer Ausreise nach Thailand die Gemüter bewegte. Minka und Margret waren Krankenschwestern in einem Ort in Südthailand. Auf ihrem Weg in die Klinik wurden sie im April 1974 entführt. Verhandlungen mit den Entführern waren nicht erfolgreich. Einige Monate später wurden die Leichen der Missionarinnen gefunden. Die dramatische Geschichte der Entführung wurde als Buch mit dem Titel «Überallhin für Gott» veröffentlicht. Als Missionar ist man sich bewusst, dass die Missionsgesellschaft kein Lösegeld bezahlt. Uns drängte sich die Frage auf: Kann das der Preis sein, den man bezahlen muss, wenn man bereit ist, überallhin für Gott zu gehen?

Friede im Herzen trotz Schusswechsel in den Wäldern Es war keine leichte Entscheidung, und es war für uns schwer zu erkennen, ob Gottes Weg uns nach Betong führt. In dieser Zeit der Entscheidungsfindung stand im Losungsbuch: «Doch ich will, spricht der Herr, eine feurige Mauer rings um sie her sein und will mich herrlich darin erweisen» (Sacharja 2,9). Diese Zusage gilt zwar Jerusalem. In unserer Situation hat uns der Vers aber ermutigt, Gott zu vertrauen, dass er uns bewahren wird. Als wir der Feldleitung eine positive Antwort gaben, zog tiefer Friede in unsere Herzen ein. Dieser Friede gab uns dann die Gewissheit, am rechten Platz zu sein. So hatten wir keine Angst, wenn wir in unserem Haus Schüsse aus den Wäldern um Betong herum hörten. Dort bekämpften sich Soldaten und Rebellen. Wir wussten uns geborgen in Gott, auch wenn wir hörten, dass Menschen von den Rebellen umgebracht wurden. Gewalt erzeugt Gegengewalt, das war zu jener Zeit in Thailand

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offensichtlich. Je häufiger das Militär versuchte, die Rebellen mit Waffengewalt zu besiegen, desto mehr verschrieben sich jene dem Kampf. Heute kann man die Tunnelanlagen – natürlich gegen Eintrittsgeld – besichtigen, in die sich die Rebellen in bedrängten Zeiten zurückgezogen hatten. Wie wurde der Kampf beendet? Die Regierung bot den Rebellen Straffreiheit an, wenn sie den bewaffneten Kampf beenden würden. Ihnen wurde sogar zugesagt, sich Häuser bauen und sich wie andere Bürger niederlassen zu können. Das bewirkte eine Kehrtwende. Plötzlich gab es keinen Feind mehr, gegen den es sich zu kämpfen lohnte. Nach dieser Wende kamen etliche der Rebellen zum Glauben an Jesus Christus.

oder andere Anschläge verübt wurden. Wir waren uns gewiss, dass Gott uns dorthin berufen hatte. Bis heute müssen die Menschen in Südthailand mit der Gefahr leben. Auch für Christen ist es eine grosse Herausforderung, im Süden Thailands ihren Platz zu sehen. Erstaunlich ist, dass sie den Mut haben, ihren Glauben zu bezeugen und andere in die Nachfolge Jesu einzuladen. Gott baut seine Gemeinde inmitten eines terroristischen Umfelds. Das macht zuversichtlich. Überallhin für Gott – das ist nicht immer einfach. Manchmal muss man eigene Vorstellungen aufgegeben. Eines ist aber gewiss: Gottes Weg zu gehen führt zu Erfahrungen, die uns reifen und wachsen lassen. //

Spuren im Leben Die Zeit in Betong, unser erster Abschnitt als Missionare, war für uns eine bereichernde Erfahrung. Wir haben die Stadt mit ihren Menschen lieben gelernt. Fast an jeder Strassenecke konnten wir Gottes Wort ungehindert bezeugen. Die Gemeinde dort ist gewachsen und steht heute unter einheimischer Leitung. Die Bereitschaft, Gott zu folgen, hat tiefe Spuren in unserem Leben hinterlassen. Wir haben in Betong für unseren Dienst als Missionare viel gelernt. Es war gleichzeitig die Vorbereitung für die weiteren Jahre an anderen Orten in Südthailand. Extremistische Gruppen sorgten seit vielen Jahren für Unruhe. Uns hat es nach den Erfahrungen in Betong nicht in Panik versetzt, wenn Bombenanschläge verübt, die Zugverbindung attackiert

Fritz und Marianne Deininger waren von 1981 bis 2008 als Missionare in Thailand. Zuletzt war Dr. Fritz Deininger mehrere Jahre Dozent und Studienleiter am Bangkok Bible Seminary. Seit vergangenem Jahr ist er Leiter der Missionsstelle bei der Pilgermission.

Kontakt Dr. Fritz Deininger Chrischonarain 200 4126 Bettingen Tel.: +41 61 64 64 547 fritz.deininger@chrischona.ch mission.chrischona.org


sion

Mission

Inserate Wir sind eine lebendig wachsende evangelische Freikirche in der Nähe von Zürich mit über 12 Angestellten. Wir leben den evangelistischen Auftrag, Beziehungen und gabenorientierte Mitarbeit mit Begeisterung. Für die Führung und Weiterentwicklung unserer Kinderarbeit (7 bis 12 Jährige) suchen wir eine kommunikationsstarke Persönlichkeit (Mann oder Frau) als kompetenten und selbstständigen

Bereichsleiter Kids (80-100%) Evang. Freikirche Ihre Hauptaufgaben Sie führen rund 80 ehrenamtliche hochmotivierte MitarbeiterInnen und tragen die Hauptverantwortung für den sonntäglichen Kindergottesdienst in zeitgemässer Infrastruktur und Ausrichtung. Sie entwickeln die Kinderarbeit in engem Teamwork mit dem Leiter „Jugend + Familie“ und Ihren Teamleitern weiter. Sie verfassen Konzepte, Lehrmittel und Programme, fördern und coachen Ihre Mitarbeiter und leiten Veranstaltungen und Camps. Ihr Profil Sie sind begeistert von Jesus und von Kindern. Sie haben Erfahrung im Umgang mit Schulkindern, idealerweise eine pädagogische Aus- und theologische Weiterbildung sowie einige Jahre Berufserfahrung. Sie sind oder waren in leitender Funktion in einer kirchlichen Kinderarbeit und haben erfolgreich Kinderlager organisiert und geleitet. Ihre Familie unterstützt Ihr Engagement für Kinder und Gemeinde mit Herz und Sinn. Vielleicht spielen Sie ein Instrument?

Gottes Wort in den Strassen der Stadt verkündet: hier hält ein Mitarbeiter eine sogenannte Tafelpredigt.

Ihre Zukunft Sie erwartet nach gründlicher Einarbeitung eine anspruchsvolle, vielfältige und erfüllende Führungsaufgabe in einem erprobten und motivierten Team in einem modernen, dynamischen und sozial engagierten Umfeld mit Entwicklungsmöglichkeiten und viel Spielraum.

Christen im Dienst an Kranken

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Mittwoch, 17. Februar 2010

Marianne Deininger im Kindergottesdienst in Betong

Besucht die Kranken

Ihr nächster Schritt Senden Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Foto, Zeugnissen und Diplomen an bewerbung.freikirche@gmx.ch oder per Post an den Verlag unter Chiffre CP8_09_1. Vorabklärungen telefonisch unter +41 (0)41 211 15 90 von Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr. Wir werden Ihre Bewerbung vertraulich behandeln.

Aus den Wäldern um die südthailändische Stadt Betong hörten die Deiningers manchmal Schüsse, wenn sich die Regierungssoldaten und Rebellen bekämpften.

Tagesseminar mit Pfrn. Monika Riwar Freie Christengemeinde, Aarau

Besucht die Kranken «Der Besuch am Krankenbett kann zu einer belastenden Aufgabe werden, weil man mit der eigenen Ohnmacht konfrontiert wird und diese aushalten muss.» Prof. Dr. Ralf Dziewas Das Seminar gibt hilfreiches Handwerkzeug für die wichtige Aufgabe am Krankenbett. www.cdkschweiz.ch Tel/Fax 031 771 12 14


Inserat

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St. Chrischona – tsc «tsc intensiv»

Die besondere Seminarwoche

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Seit zwei Jahren findet am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) jeweils im Frühjahr eine besondere Woche mit dem Namen «tsc intensiv» statt. «tsc intensiv» stellt sich jeweils einem bestimmten Thema und versucht dieses von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Vom 15.-19. Februar 2010 findet wieder so eine Woche statt unter dem Titel «Wie feiern wir Gottesdienst? Zwischen Tradition und Erlebniskultur». Im Zentrum steht die Frage, was Gottesdienst biblisch und theologisch bedeutet. Weiss man dies, stellt sich unweigerlich die Anfrage an Form, Gestaltung und Inhalt unserer Gottesdienste. Vieles ist traditionell gewachsen und gilt als Norm. Doch was gehört nun wirklich zum «Herz» des Gottesdienstes? Gibt es alternative Formen, die die Menschen heutzutage besser erreichen? Was braucht ein Gottesdienst, damit er menschengerecht und gottgerecht ist? Das «tsc intensiv» sucht Antworten auf diese Fragen. In Vorträgen, Seminaren und Praxisworkshops wird die gesamte Studiengemeinschaft an diesem Thema arbeiten. Interessierte sind zu dieser Veranstaltungswoche herzlich eingeladen und können auch an einzelnen Einheiten teilnehmen. // Weitere Informationen unter tsc.chrischona.ch/tscintensiv

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«Im Gottesdienst steht die Gemeinde unter der besonderen Verheissung der Gegenwart Gottes. Deshalb ist der Gottesdienst nicht nur ein Treffen von Menschen, sondern immer auch Begegnung mit dem Auferstandenen. Dies macht das Wesen des Gottesdienstes aus.» Dr. Horst Schaffenberger, Seminarleiter «Es gibt einen alten Traum, in unseren Gottesdiensten möge nichts anderes geschehen, ‘als dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang.’ Sind unsere Gottesdienste schlicht genug, dass man Gott hören kann? Sind unsere Gottesdienste aufwendig genug, dass viele sich beteiligen können?» Daniel Geiss, Prediger St. Chrischona und Dozent für Homiletik

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«Glauben zuhause leben» heisst eine Initiative, die in den Chrischona-Gemeinden der Schweiz – und anderswo – Kreise zieht. Die Idee dahinter: Eltern sollen angeleitet und motiviert werden, den Glauben zuhause mit ihren Kindern ganz praktisch zu leben. Wir sprachen darüber mit Hans Forrer, dem Verantwortlichen für die Arbeit unter Kindern in den Chrischona-Gemeinden Schweiz.

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Chrischona-Panorama: Warum ist das Zuhause so wichtig? In den Gemeinden gibt es heutzutage viele und gute Angebote für Kinder und Jugendliche. Hans Forrer: Neuere Umfragen haben auf eindrückliche Weise bestätigt: Den grössten Einfluss auf das geistliche Leben von Kindern aus christlichen Familien haben die Eltern. Christian Zwicky hat 2007 im Rahmen seiner Diplomarbeit am Theologischen Seminar St. Chrischona über tausend Personen befragt. Er fragte beispielsweise, wer denn die entscheidenden Impulse gegeben haben, dass sich die Befragten entschlossen hatten, bewusst mit Jesus zu leben. Die Plätze eins und zwei belegen Mutter und Vater, vor Freizeiten, Sonntagsschule, Pastor und Jungschar. Die Gemeinden dürfen die Angebote für Kinder und Jugendliche auf keinen Fall schmälern. Aber wir sollten vermehrt Eltern in ihrem Bestreben unterstützen, die eigenen Kinder geistlich zu fördern. Welche Tipps geben Sie Familien, damit sie den Glauben zuhause und im Alltag besser leben und vorleben können? Hans Forrer: Zunächst einmal sind Vorbilder gefragt. Können Kinder beobachten, wie ihre Eltern mit Jesus leben und auf Gott vertrauen in kleinen und grossen Fragen des Alltages und des ganzen Lebens? Ich ermutige Eltern dazu, mit ihren Kindern regelmässige Zeiten mit Bibellesen, Beten und Segnen zu verbringen. Aber ohne Druck aufzubauen, und die Form kann ganz einfach bleiben.


Was kann eine Gemeinde tun, damit der Glaube zuhause gelebt werden kann? Hans Forrer: In den meisten Gemeinden und Gemeindeleitungen herrschte die leider oftmals falsche Meinung, dass in christlichen Elternhäusern schon alles seinen guten Lauf nehme mit der geistlichen Erziehung der Kinder. Über weite Strecken war dieses Thema tabu, man fragte nicht nach – oder traute sich nicht

tauschrunde, zu der alle eingeladen sind, die mit diesem Thema schon unterwegs sind. // Die Fragen stellte Michael Gross

HINTERGRUND Die Idee dieser Form von Elternunterstützung kam von Mark Holmen von der Ventura Missionary Church in Ventura, USA. Er war 2007 im Rahmen einer Konferenz als Referent in Winterthur. Schon einige Jahre zuvor hat er diese Idee in seiner eigenen Gemeinde ausprobiert. Mark Holmen selbst hat die Impulse für ‘Glauben zuhause leben’ seinerseits auch in anderen Gemeinden bekommen und dann ausgebaut.

TERMINE Am 4. März 2010 findet die nächste Austauschrunde in der Schweiz im Raum Zürich statt. Infos und Anmeldung unter www.glaubezuhauseleben.ch Am 4. April 2010 findet in Gießen eine Tageskonferenz von Willow-Creek mit Mark Holmen statt. Infos unter: www.willowcreek.de zu fragen. Eltern untereinander wollten sich schliesslich nicht gegenseitig blossstellen. Manche trösteten sich noch damit, dass die Gemeinde ja ein gutes Programm für die Kinder biete, und dass das schon gut komme. Tatsache ist aber, dass manche Eltern trotz der unzähligen Erziehungsbücher unsicher sind, wie und was sie in Zusammenhang mit dem Glauben zuhause tun sollen oder nicht. Wer sonst, wenn nicht die Gemeinde kann diese Unterstützung leisten und anbieten? Für die Gemeindearbeit breitet sich hier ein weites Feld mit grossem Potential aus. Die Gemeinde könnte beispielsweise regelmässig «Eltern-Impulse» anbieten, die verständlich, regelmässig umsetzbar und schnell lernbar sind. Welche konkreten Angebote macht «Glauben zuhause leben»? Hans Forrer: ‘Glauben zuhause leben’ ist keine Organstation, es ist eigentlich eine Idee, ein Projekt oder eine Bewegung, die in den verschiedenen Gemeinden in Ansätzen mehr oder weniger umgesetzt wird. Es soll auch kein neuer Arbeitsbereich für die Gemeinde werden. Vielmehr birgt die Idee von ‘Glauben zuhause leben’ eine neue Sichtweise, die in allen Bereichen der Gemeinde Einzug halten sollte. Eigentlich müsste dieses Thema in allen Altersgruppen lanciert werden und könnte ‘Glauben im Alltag leben’ heissen. Im Internet haben wir unter www.glaubezuhauseleben.ch eine Seite eingerichtet, auf der Ideen ausgetauscht werden und Gemeinden, die schon mit dem Thema unterwegs sind, Mitteilungen veröffentlichen. Zudem gibt es in der Schweiz eine Aus-

KONTAKT

Hans Forrer Gärnischstrasse 7 8640 Rapperswil Tel.: +41 (0)55 263 17 80 E-Mail: hans.forrer@chrischona.ch www.glaubezuhauseleben.ch

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Gemeinde Christ werden und sein Rainer Behrens, Pastor der Chrischona-Gemeinde Kreuzlingen und promovierter Neutestamentler, hat das Buch «Warum Christ sein Sinn macht» des englischen Theologen Tom Wright übersetzt. Er empfiehlt es als Basis für Gesprächsguppen. Wir wollten mehr darüber wissen.

Chrischona-Panorama: Herr Behrens, was hat Sie auf die Spuren von Tom Wright gebracht?a Rainer Behrens: Im Vorfeld meiner Dissertation in England habe ich mich mit verschiedenen Themen beschäftigt. Dabei bin ich auf Tom Wright gestossen. Ich sah, dass er einer der wenigen Theologen ist, die wissenschaftliche Arbeit auf hohem Niveau mit einer tiefen Frömmigkeit und Gemeindebezogenheit verbinden. Er ist in der wissenschaftlichen Welt up to date, leistet wesentliche Beiträge zur historischen Jesusforschung und zur Paulusforschung und arbeitet mit einem Ansatz, der sich erkenntnistheoretisch und hermeneutisch sehen lassen kann. Er betreibt Theologie, die nicht langweilt, sondern spannend und positiv provokant ist. Was fasziniert Sie besonders an ihm? Behrens: Das Faszinierende ist, dass seine Wissenschaftlichkeit kein Hindernis für den Glauben ist, denn aus seiner akademischen Arbeit heraus entstehen auch allgemein verständliche Bücher mit Niveau, die den Glauben sehr herausfordernd befruchten und auf eine gelungene Weise Denken und Glauben verbinden.

fung bis Neuschöpfung. Es geht ihm um eine umfassende Entdeckung der gesamten biblischen Botschaft. Er möchte Christen aus individualistischen Engführungen befreien, ohne das Evangelium zu verkürzen. Zugespitzt würde er sagen: In der Bibel dreht sich alles um Gott und seine Story mit der Welt. Wir sind natürlich ein Teil dieser Story, aber letztlich geht es eben um Gott. Er ist die Sonne, um die wir uns drehen (sollten), nicht umgekehrt. ‘Story’ ist dabei nicht abwertend gemeint. Dass die biblischen Ereignisse geschichtlich sind, ist bei Wright grundlegend. Aber: Die Story, die über die historischen Ereignisse erzählt wird, gibt den Ereignissen erst ihre wahre Bedeutung. Es geht ihm um die wahre Geschichte Gottes mit den Menschen. Welche Nische sprechen seine Bücher an? Behrens: Die Nische liegt im Bereich von denkwilligen Christen, die auf der Suche nach Büchern und Autoren sind, die Glauben und Wissen miteinander vereinbaren. Wer C. S. Lewis liebt, wird auch bei Wright voll auf seine Kosten kommen. Oder für die jüngeren Leser: Leute wie Erwin McManus, Michael Frost und Alan Hirsch haben viel von Wright gelernt. Wright inspiriert eine ziemliche Bandbreite von Lesern.

Sie empfehlen, mit dem Buch in der Gemeinde und in Gruppen zu arbeiten. Ist das Konzept von Wright mit dem Alpha-Kurs vergleichbar? Behrens: Das Buch heisst auf Englisch «Simply Christian». (Einfach Christ). Das deutet Einfachheit an. Wer das Buch liest, merkt Was ist ein wichtiges Kennzeichen seines Ansatzes? Behrens: Wright vertritt eine schöne und weite Sicht des Evan- aber, dass es ein wenig anspruchvoller ist als das Alphalive Kursgeliums. Er liest die Bibel als ‘Story’, als Geschichte von Schöp- buch. Es geht nicht um eine Konkurrenz zu Alphalive, sondern um eine vertiefende Darstellung des Glaubens aus einem Inserat anderen Blickwinkel. Das Buch spricht eher eine Zielgruppe an, die gerne auch mal quer denkt. Gesprächskreise über 15. bis 21. Februar 2010  das Buch können gut auch über Hotel Meielisalp, Thunersee  längere Zeiträume gehen. Interessierte Christen und NichtDas Buch vermittelt:  christen können sich dabei • den Glauben auf gut durchdachte Weise  über die Zeit näher kennen ler• wie die Story der Bibel die Sehnsüchte   nen. Wenn in so einer Buch   des Menschen in Lebensaufträge verwandelt  gruppe dann Menschen zu Nachfolgern Jesu werden und Die Woche bietet:  dann vielleicht sogar ein neuer • Einführungen in N. T. Wrights Denken  • Gesprächsrunden zu den Hauptthemen  Hauskreis entsteht, hätte das • Zeit zum Lesen, Beten, Denken, Erholen  Buch seinen Sinn voll erfüllt. • Tipps zur Rolle des Buches in der Gemeinde  Prediger, Pastoren und Pfarrer kennen ja ihre Leute und wisLeitung und Gestaltung der Woche:  sen am Besten, wer mit dieser Pastor Dr. Rainer Behrens, Buchübersetzer  Art von Buch abgeholt werden Bianca Behrens, didaktische Leitung  kann. //

DIE BUCHWOCHE

Weitere Informationen und Anmeldung:  www.chrischona‐kreuzlingen.ch

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CHRISCHONA

8/2009

Die Fragen stellte Fritz Imhof


Inserate

2010 – Solidaritätsreisen nach Israel Interessante Rundreisen mit vielseitigem Programm 26. April – 10. Mai und 11. – 25. Oktober Badewochen im sonnigen Israel 10. – 17. Mai und 20. – 31. Oktober 21. Pro Israel-Freizeit mit Henri Vaucher, Jerusalem 28. Februar – 7. März im Hotel Paladina, Pura/TI Auskünfte und Prospekt durch PRO ISRAEL, Abteilung Biblische Reisen, Postfach, CH-3607 Thun Tel. 033 335 41 84 / Fax 033 335 41 85 buewerthmueller@bluewin.ch

Ferien 2010

mit Pastor Kurt Wenger

Insel Kreta

29. Mai – 12. Juni. Traumferien mit vielen Sport- und Ausflugsmöglichkeiten. Prächtiger Strand und Pool

ÜBER DAS BUCH Warum Christ sein Sinn macht – ein Überblick Das Buch präsentiert den Glauben auf frische, herausfordernde und oft überraschende Weise. Es gliedert sich in drei Teile: Der erste Teil holt die Leser bei den Sehnsüchten ab, die wohl jeder Mensch kennt: Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Spiritualität, Beziehungen und nach dem Schönen und Guten. Wright zeigt, dass diese Sehnsüchte in unserem Leben oft nur bruchstückhaft gestillt werden. Sie führen nicht direkt zu Gott, aber sie sind wie Echos einer Stimme, deren Besitzer man gerne kennen lernen würde.

Flusskreuzfahrt auf der Seine

6. – 13. Juli. Durch die Normandie von Paris bis Honfleur. Mit dabei Ch. und S. Reichenbach sowie Hans Müller, Sänger/Musiker

See Genezareth

3. – 17. Okt. im Kibbuz Ginossar. Ideal auch für Familien. Herrliche Ferien mit vielen fakultativen Tagesausflügen Prospekte: Kurt Wenger, Hauptstr. 20, 5013 Niedergösgen Tel. 062 849 93 90, Fax 849 93 92 mail@wengerkurt.ch Veranstalter: Kultour Ferienreisen AG, Winterthur

Der zweite Teil argumentiert: Der Besitzer der Stimme ist der Gott der Bibel. Wer die Story der Bibel von Schöpfung bis Neuschöpfung liest, lernt diesen Gott kennen: Den Gott, der in der Welt am Werk ist. Der zunächst Israel erwählt und beauftragt. Der dann in Jesus seine erlösende und erneuernde Herrschaft anbrechen lässt. Der seitdem durch den Heiligen Geist Menschen ergreift und so seine Herrschaft weltweit ausbreitet. Der dritte Teil zeigt: Wer Jesus nachfolgt, kann eine echte Spiritualität entwickeln. Diese wird in sechs Kapiteln entfaltet: Gottesdienst/Anbetung, Gebet und Bibel, Glauben und Dazugehören sowie Anbruch der neuen Schöpfung. Wright formuliert dabei oft bewusst ungewohnt.

Eine Kostprobe Es geht beim christlichen Glauben letztlich nicht darum, «in den Himmel zu kommen, wenn man stirbt». Das biblische Ziel ist das Leben nach dem Leben nach dem Tod: das Auferstehungsleben in der neuen Schöpfung, in der Himmel und Erde auf neue Weise zusammenspielen, eine Vision, die dem Leben schon hier und jetzt wichtige Impulse gibt. Das Buch schliesst mit einem Leitfaden für Gesprächsgruppen. Darin wird jedes Kapitel ganz knapp zusammengefasst. Offene Fragen laden ein, über das Buch in einer Gruppe von interessierten Menschen zu reden.

Missionarskinder unterrichten in Peru oder Bolivien Dringend gesucht:

Lehrer und Lehrerinnen für die Primar- und Oberstufe

Beziehungen zählen mehr als viel geleistete Arbeit

Tel: 071 888 71 22 / E-Mail: info@indicamino. 29


KINDERHANDEL

Gemeinde Menschen in unseren Gemeinden Geburten 10. Juli: Tanjalina Klara Widmer, CH-Schaffhausen 31. Aug.: Lee David Hofer, CH-Rämismühle 31. Aug.: Lydia Toggenburger, CH-Wald 31. Aug.: Salome Schaffner, CH-Schaffhausen 1. Sept.: Joscheva Liechti, CH-Liestal 5. Sept.: Ilana Brammertz, CH-Romanshorn 6. Sept.: Janina Joy Elmer, CH-Wald 14. Sept.: Rina Forrer, CH-Romanshorn 16. Sept.: Sara von Allmen, CH-Interlaken 17. Sept.: Timea Damaris Santo, CH-Steckborn 19. Sept.: Nicole Külling, CH-Hallau 24. Sept.: Victoria Grace Sachs, D-Meersburg 3. Okt.: Josefine Lea Kaiser, D-Neukirchen-Hauptschwenda

9. Okt.: Salome Noemi Mäder, CH-Wald 12. Okt.: Josua Lütolf, CH-Bauma 18. Okt.: Elisha Neela Kunz, CH-Schaffhausen

18. Geburtstag 17. Nov.: Christian Hächler, CH-Schaffhausen 29. Nov.: Tabea Ott, CH-Schinznach-Dorf 29. Nov.: Rosanna Orlando, CH-Lenzburg 10. Dez.: Matthias Schoch, CH-Adetswil 16. Dez.: Michael Krüger, CH-Lenzburg 19. Dez.: Andrina Schlegel, CH-Schaffhausen 21. Dez.: Leonie Degen, CH-Wila 21. Dez.: Roman Meier, CH-Adliswil-Langnau 22. Dez.: Benjamin Heimlicher, CH-Kleinandelfingen

101. Geburtstag 19. Nov.: Fritz Meyer, CH-Muttenz

Ein ehemaliger Komitee-Präsident wird 80

CHRISCHONA

8/2009

105. Geburtstag 22. Dez.: Lilly Weber, CH-Adliswil-Langnau

90. Geburtstag 20. Nov.: Gerhild Gehring, CH-Schaffhausen 14. Dez.: Claire Saam, CH-Muttenz 19. Dezember: Mirjam Müller, CH-Schaffhausen 6. Jan. 2010: Paula Zwingli, CH-Ebnat-Kappel

Der ehemalige Präsident des Komitees der Pilgermission St. Chrischona, Ernst Hasler aus Gränichen im Kanton Aargau, feiert am 9. Dezember seinen 80. Geburtstag. Der gelernte Stahlbauschlosser und spätere Technische Experte amtierte von 1986 bis 1995 mit grossem Engagement und verantwortungsvoller Liebe. Nach den Höhepunkten und Schwerpunkten während seiner Amtszeit befragt, meint er: «Das Eintreffen der Baubewilligung für das Chrischona-Zentrum gehört zu den bewegendsten Glaubenserfahrungen und Gebetserhörungen.» Eine besondere Herausforderung war ausserdem, jedes Jahr zwischen Frühjahr und Sommer aus den Bewerbungen jeweils jene Kandidaten zu bestimmen, die am Theologischen Seminar aufgenommen werden sollten. «Das ging nur mit viel Gebet und Flehen!», sagt er. Zu seiner Zeit entschied noch das Komitee über die Aufnahmen am tsc, heute muss sich das Komitee nicht mehr darum kümmern. Sein Wunsch für die Pilgermission heute: Dass das Werk weiter bestehen und wachsen kann an Freude, Ausstrahlungskraft und missionarischem Wirken, damit Menschen Jesus als ihren Erlöser erleben. Die Pilgermission gratuliert dem Jubilar sehr herzlich und wünscht ihm, seiner Frau Lydia und der Familie einen frohen Festtag und Gottes Segen für die Zukunft.

30

102. Geburtstag 4. Dez.: Rösli Moeri, CH-Zürich (Bethel)

80. Geburtstag 9. Dez.: Ernst Hasler, CH-Gränichen 17. Dez.: Greti Bolli, CH-Felben-Pfyn

Herzlichen Glückwunsch

(RUTH WALLMEROTH)

OPFER BEFREIEN

28. Dez.: Markus Wohlrab, D-Altheim 28. Dez.: Lukas Imboden, CH-Schaffhausen 30. Dez.: Lisa Schwager, CH-Stammheim

Inserat

Goldene Hochzeit 6. Feb. 2010: Gottlieb und Lydia Werner-Wittwer, CH-Neftenbach Todesfälle 29. Mai: Irma Karsten (72), Frau von Siegfried Karsten (tsc-Absolvent 1957), D-Eisenach 28. Juli: Schwester Paula Hungerbühler (96), CH-Zürich


Ihr Marktplatz-Inserat im Chrischona-Panorama ?

Marktplatz

Inserateschluss Ausgabe 8: 3. Nov. 09 Preis pro Druckzeile ca. 23 Zeichen einschliesslich Leerzeichen CHF 4.50 / € 3,–

REISEN

B n B «Jura & 3 Lacs» Übernachten Frühstück, CHF 49 - CHF 52 / 6 Gästezimmer, Maison Stadtmission, Edith & Hanspeter Mundschin, Musées 37, CH-La Chaux-de-Fonds Tel. +41 (0)32 913 13 40 hanspetermundschin@ bluewin.ch Israel - Erlebnisreise 26.04.-05.05.2010 Sehr preisgünstig mit spannenden Begegnungen. Bade-Kurreise ans Tote Meer 05.-16./10.05.10 Namibia-Südafrikareise 30.08.-16.09.10 Prospekte beim Reiseleiter: Ueli Stettler Tel. +41 (0)79 765 82 90 ueli.stettler@gmx.ch oder bei www.kultour.ch Tel. +41 (0)52 235 10 00

HIE

R

FÜR DAS ALTER

Anordnungen für den Todesfall Ein hilfreiches Dossier, um die letzten Dinge zu regeln. Bestellen und Infos bei: Richard Stäheli Tel. +41 (0)79 302 65 47 oder info@perilife.ch

GESUNDHEIT

Abnehmen und Entgiften auf natürliche Art. Auch Ihr Immunsystem wird gestärkt. Begleitung durch: Edith Hechler Tel. +41 (0)43 810 45 90 www.barleylife.de

Wie oft darf Ihr Inserat erscheinen? bei 3-maligem Erscheinen 5%Wir Rabatt bitten um Veröffentlichung folge bei 5-maligem Erscheinen 10% Rabatt Größe: 45 x 70 mm bei 8-maligem Erscheinen 20% Rabatt Ihren Text schicken Sie bitte an: Kommunikation&Medien St. Chrischona «Marktplatz» Chrischonarain 200, CH-4126 Bettingen wolfgang.binninger@chrischona.ch

Mit freundlichen Grüßen

BIETEN

besser läbe - Magazin gratis in CH für 1/2 Jahr. Info und Bestellung: textlive@laendli.ch oder www.textlive.ch Vermerk: CP-Aktion

HOHEGRETE Ihr Gästehaus zu allen Jahreszeiten: • Einzelerholung, Bibelfreizeiten • Frühjahr, Sommer, Herbst und Weihnachten • Gruppenreisen bis 300 Personen z.B. Gemeinde-, Kinder, Jugend-, Familien-, Frauen-, Männer- und Seniorenfreizeiten • Sport - und Gymnastikhalle, Hallenschwimmbad, Spielplätze, Fußballplatz, Sandwärmeliege, ebene Wanderwege, Park mit Ruhebänken • Günstige Vollpension- und Selbstversorgerpreise

Konferenz und Freizeitstätte Bibel- und Erholungsheim Hohegrete 57589 Pracht/Westerwald-Sieg Tel.: (02682) 9528-0 Fax: -22 e-mail: hohegrete@t-online.de

Mediadaten unter: panorama.chrischona.org

Stefan Gysel Saxer Schweizer Winzer des Jahres 2009

Lieber Stefan, liebe Nadine, liebes aagne-Team

Zum Titel «Schweizer Winzer des Jahres 2009» gratuliere ich euch ganz herzlich. Diese Auszeichnung hilft der gesamten Schaffhauser und Ostschweizer Weinwirtschaft. Bankverbindung: Volksba Es ist zudem unbezahlbare Werbung für Hallau und das Schaffhauser Blauburgunderland. HRB 20631 Amtsgeri Eure tollen Weine sind ein ausdrucksstarker Lobpreis für Gott, denn ihr habt die euch anvertrauten Gaben jahrelang bestens eingesetzt! Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit und lasse mich durch euer Beispiel «reizen zu guten Werken» (Hebr. 10,24)! Peter Rahm, Geschäftsführer, Rimuss- und Weinkellerei Rahm AG


der nächste Schritt

«Ich wurde an der SSK ermutigt mit Jesus die nächsten kleinen Schritte zu gehen – in, mit und durch seine Liebe. Ich will mehr bereit sein, ertragend in den Spannungen der Widersprüche dieser Welt, Gott und den Nächsten zu lieben.» Martin Flütsch, Prediger Evangelische Freikirche Rafz

chrischona.org

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