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Sehr geehrte Damen und Herren, die Sommertour durch meinen Wahlkreis ist mittlerweile ein fester Bestandteil meines Kalenders. Ich freue mich, die ruhigere Sommerzeit zu nutzen, um Projekte zu besuchen, die ich mit angestoßen habe. Genauso wichtig ist es mir, von neuen Ideen und Initiativen zu hören oder bestehende Probleme aufzugreifen. In diesem Jahr habe ich meine dreiwöchige Tour erstmals thematisch geordnet. Mein Anliegen war es, Themen, die ich in meiner parlamentarischen Arbeit in Berlin besonders intensiv betreue, genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit geht es darum, vor Ort zu sehen, wie sich die Politikansätze in Kommunen, Kreisen, Vereinen oder Unternehmen auswirken. Im Mittelpunkt standen daher drei Themen. In der ersten Woche war dies die Zukunft des ländlichen Raums, anschließend der Themenkomplex Umwelt, Natur und Tourismus. In der dritten Woche schließlich habe ich verschiedene Wege der Elektromobilität im Alltag getestet und die Gelegenheit genutzt, vielen Interessierten neue Technologien vorzustellen. Über 800 Menschen habe ich in dieser Sommertour getroffen und mit ihnen über Politik diskutiert. Ich danke allen, die sich die Zeit genommen haben. Besonders gefreut habe ich mich über den Besuch meiner Bundestagskollegen. Viel Freude beim Lesen und Betrachten wünscht Ihnen Ihr Christian Hirte Seite 3


Themenwoche 1: Zukunft des ländlichen Raums Urbanisierung und Landflucht sind zu Modeworten in der gesellschaftlichen Debatte geworden. Dabei wird gern übersehen, dass die Hälfte der Menschen in Deutschland im ländlichen Raum wohnt. Das Dorf ist, mindestens genauso wie die Stadt, eine Erfolgsgeschichte in der europäischen Kulturgeschichte. Dennoch steht der ländliche Raum vor ganz besonderen Herausforderungen. Der demographische Wandel zeigt sich hier bereits jetzt. Die Koalition in Berlin widmet sich daher 2012 besonders intensiv diesem Thema und hat ein Thesenpapier veröffentlicht, das auch in parlamentarische Initiativen übersetzt wird. Wir wollen, dass der ländliche Raum gleiche Chancen hat und weiter Herzkammer des Zusammenlebens in unserem Land ist. Bei wichtigen gesellschaftlichen Themen wie der Energiewende sind wir dringend auf die Ressourcen der ländlichen Regionen angewiesen. Aber der ländliche Raum

ist mehr als Windmühlen- und Solarstandort, mehr als wochenendliche Sommerfrische für stadtmüde Hipster, mehr als romantischverklärter Sehnsuchtsort der Prenzlauer-Berg-Avantgarde im Bionade-Rausch. Der ländliche Raum ist Lebens-, Lern-, und Wohnort für Millionen Menschen, auf dessen Funktionieren alle angewiesen sind. Deshalb muss die Infrastruktur stimmen, deshalb braucht es kreative Ideen für Wohnen, für medizinische Versorgung, für Nahverkehr, Tourismus oder Ehrenamt. Christian Hirte setzt sich weiterhin für dieses Thema ein. Daher wurde im Rahmen der Sommertour 2012 der erste Themenschwerpunkt hierauf gelegt. Seite 4


Montag, 30. Juli 2012 Fachdialog ländlicher Raum Den Auftakt der Sommertour bildete ein Fachgespräch zum ländlichen Raum. Bürgermeister, Vertreter kommunaler Gesellschaften, des ÖPNV, der Wasserversorgung und aus den Bereichen Landwirtschaft sowie Forst diskutierten gemeinsam. Grundlage war das Arbeitspapier der Koalitionsfraktionen. Neben viel Lob für das Engagement der Unionsfraktion gab es übereinstimmend zwei Wünsche an die Politik in Land und Bund: Es braucht einfache, unbürokratische und flexible Förderinstrumente statt starrer und

einheitlicher Regeln. Und die Standards in vielen Bereichen müssen auf den Prüfstand. Denkmalschutz, Abwasser, Verkehrssicherungspflichten u.v.m. - bei geringerer Bevölkerung und weniger Fördermitteln müssen Standards gerade im ländlichen Raum gesenkt werden. Große Anerkennung gab es vor allem für die Arbeit des Wartburgkreises. Die niedrige Kreisumlage und ein leistungsfähiger Kreis sei ein riesiger Vorteil im Wettbewerb der Regionen. Am Abend machte Christian Hirte traditionell in Kirchheilingen Station. Hier ist die Stiftung Landleben ein engagiertes Beispiel für neue Wege im ländlichen Raum. Derzeit wird ein Konzept für altersgerechtes Wohnen umgesetzt. Daneben gibt es ein großes Engagement für Bildung und Infrastruktur. Seite 5


Dienstag, 31. Juli 2012 Breitband und Wirtschaftsstandort Gemeinsam mit der Firma Vodafone konnte für Eckhardtshausen eine Lösung für die Breitbandversorgung erreicht werden. Gemeinsam mit Bürgermeister Martin Trostmann und Ortsteilbürgermeisterin Heike Reißig wurde die Lösung vorgestellt. Ab Herbst 2012 wird der gesamte Ort mit der schnellen Funktechnologie LTE versorgt. Ohne Fördermittel wird damit eine flächendeckende Versorgung des Dorfes ermöglicht. Ein Besuch der Marksuhler Firma FMT schloss sich an. Mit neuen innovativen Produkten will FMT einen Beitrag für eine umweltbewusste Energienutzung leisten. So produziert FMT eine Zeitschaltuhr mit Netzwerkanschluss, die es ermöglicht, große Stromverbraucher in Unternehmen über Nacht oder außerhalb der Öffnungszeiten stromlos zu schalten und somit drastisch die Stromkosten zu senken. Am Nachmittag stand gemeinsam mit zahlreichen Wanderfreunden eine Wanderung von Schönau zum Großen Hörselberg auf dem Programm. Trotz steilem Anstieg wurden zahlreiche Gespräche geführt und die Sonnenstrahlen genossen.

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CDU-Sommerfest am 31. Juli 2012

Höhepunkt der Sommertour war das Sommerfest von CDU Wartburgkreis und CDU Eisenach am 31. Juli in Wenigenlupnitz. Christian Hirte, Vorsitzender CDU Wartburgkreis, hatte Bundesumweltminister Peter Altmaier eingeladen. Altmaier verband seinen Antrittsbesuch in Thüringen, der an diesem Tag stattfand, mit einem Besuch bei der Union. 300 Gäste aus der Region kamen, um zu hören, wie es beim Thema Energiewende weitergehen soll. Altmaier und Hirte sprachen im Vorfeld mit Demonstranten über das Thema Fracking in der Region und nahmen eine Unterschriftensammlung entgegen. Altmaier kündigte an, bis Jahresende 2012 einen Masterplan Energiewende vorzulegen. So müsse gesichert werden, dass sich nicht alle Ebenen mit ehrgeizigen Zielen unkoordiniert überbieten. Außerdem müssten drei Kernziele verfolgt werden: Klimaverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Deutschland müsse Industrieland bleiben können.

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Mittwoch, 1. August 2012 Stadtrundfahrt, Landwirtschaft und Ehrenamt Im April wurde Martin Müller zum neuen Bürgermeister in Vacha gewählt. Seit Juni im Amt, begrüßte er Christian Hirte zu einem Rundgang durch die Werrastadt, oder besser gesagt, zu einer Rundfahrt. Zahlreiche Interessierte begleiteten die Politiker auf ihrer Radtour. Martin Müller stellte während dieser kleinen Rundfahrt einige Problembereiche der Stadt dar. Das „Vachwerk“, dessen bauliche Grundsubstanz noch instand ist, äußerlich allerdings zum Teil verfällt, konnte aus Gründen des Denkmalschutzes bisher nicht saniert werden. Hier, wie auch an anderen Stellen, etwa dem ehemaligen VEB Kraftwerk, zeigte sich die Problematik hoher Standards, die gerade im ländlichen Raum nicht dauerhaft zu halten sind. Auch die alte Kemenate und das Rathaus wurden an diesem Tag besichtigt und zeigten den Sanierungsbedarf in Vacha. Es folgte eine Besichtigung eines geplanten Bürgersolarparks. Am selben Tag konnte Christian Hirte seinen Bundestagskollegen Dieter Stier im Wartburgkreis begrüßen. Der Abgeordnete aus dem Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt begleitete Hirte zu Beginn in die Agrargenossenschaft Burla. Er stand als Landwirtschaftsund Sportpolitiker den anwesenden Landwirten Rede und Antwort. Besonders der Tierschutz stand hierbei im Mittelpunkt. „Wir können keine Tierschutzgesetze machen, bis wir aufgrund der Richtlinien gar keine Lebensmittel mehr produzieren können. Hier brauchen wir mehr Sachverstand“, wünschte sich Dieter Stier. Kurz darauf ging es weiter zu einem Sport- und Ehrenamtsdialog in Tiefenort. Viele ehrenamtlich Tätige - vom Fußball- bis zum Schützenverein - kamen in gemütlicher Runde zusammen. „Ehrenamtlich engagierte Vereinsmitglieder sind das Fundament des Breitensports. Gerade im ländlichen Raum erfüllen Vereine zentrale Funktionen. Dies zu fördern ist Aufgabe der Länder“, fügte Stier abschließend hinzu.

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Donnerstag, 2. August 2012

Dorfleben und Dorfladen Am 4. Tag der Sommertour besichtigte Christian Hirte ein ganz besonderes Konzept: Krauthausen weihte in diesem Sommer sein Dorflädchen ein. Die Einzelhandelskette Tegut besitzt bereits mehrere solcher Läden in Thüringen und 15 weitere werden dieses Jahr noch folgen. Mit dem Konzept „Lädchen für alles“ wird die Idee des Tante-Emma-Ladens aufgegriffen. Kleinere Märkte auf dem Land sollen eine ortsnahe Versorgung auch in kleineren Gemeinden ermöglichen. „Das Konzept von Tegut macht Dörfer wieder attraktiver“, so Hirte. Das gleiche Konzept wurde bereits vor einem Jahr in Schönstedt umgesetzt. Hier entwickelt sich das Dorflädchen mittlerweile zum Anwohnertreff, wovon sich Christian Hirte beim 2. Termin des Tages überzeugen konnte. „Um das Dorf auch für junge Leute attraktiv zu machen, bedarf es allerdings auch einer nahen Kindertagesstätte und Schulen.“ Krauthausen und Schönstedt besitzen eigene Kindergärten, letzterer wurde kürzlich aufwendig modernisiert. Bei Kaffee und Kuchen inmitten der spielenden Kinder überzeugte sich Hirte von der Einrichtung und führte interessante Gespräche mit den Betreuern. Den Abschluss des Tages bildete ein Gespräch mit dem Vorstand der Sparkasse Unstrut-Hainich.

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Freitag, 3. August 2012 Strukturen im ländlichen Raum Beim Besuch des Medizinischen Versorungszentrums in WuthaFarnroda informierte sich Christian Hirte über die Angebote vor Ort. Gerade bei älter werdender Bevölkerung sei eine gute Versorgung mit Fachärzten in Wohnortnähe wichtig, um kleine Orte auch weiter für Menschen attraktiv zu halten. Im Wartburgkreis wurden in den vergangenen Jahren mehrere Versorgungszentren errichtet, mit denen eine flächendeckende Präsenz gewährleistet werden soll.

Es folgte eine Wanderung mit Bürgermeistern des nördlichen Wartburgkreises um den Harsberg am Rande des Hainich. Dabei ging es nicht in erster Linie um Erkundung der Natur. Stattdessen stand die Diskussion um Gemeindestrukturen im Mittelpunkt. Die Verwaltungsgenossenschaften Mihla und Creuzburg möchten fusionieren, eine Ersparnis von 100.000 Euro wäre möglich. Die SPD in Thüringen lehnte dies ab. Christian Hirte: „Dann sollte die SPD künftig bei Diskussionen über die Finanzausstattung der Kommunen schweigen.“ Den Abschluss der Themenwoche „Ländlicher Raum“ bildete ein Stammtisch mit über 30 Gästen in Oberellen. Seite 10


Themenwoche 2: Umwelt, Natur, Tourismus Umwelt- und Tourismuspolitik sind die Themenschwerpunkte von Christian Hirte im Deutschen Bundestag. Beides sind keine voneinander losgelösten Bereiche. Gerade die Region zwischen Wartburg und Hainich, zwischen Weltkulturerbe und Weltnaturerbe zeigt die enge Verknüpfung. Der Hainich - seit 2011 Weltnaturerbe - hat mittlerweile sogar mehr Besucher als die Wartburg. Der Wunsch, Natur, saubere Umwelt und beeindruckende Landschaft zu erleben, ist ungebrochen. Der boomende Tourismus in Deutschland zeigt auch in ländlichen naturnahen Regionen Ergebnisse. Daher ist das Themenjahr 2014 der Deutschen Zentrale für Tourismus, in dem die UNESCO-Stätten in den Blickpunkt rücken, auch für die Region zwischen Wartburg und Hainich eine große Chance. Nirgends

wird die Verbindung zwischen Natur und Kultur auf so dichtem Raum derart deutlich. Aber auch in der Rhön zeigt sich, wie eng Umwelt, Natur und Mensch miteinander verbunden sind. Die Diskussionen um das Biosphärenreservat zeigen, dass wir Verständnis für alle Seiten brauchen. Die Natur braucht Schutzräume, aber der Mensch braucht auch Raum und Möglichkeiten, seine Wünsche zu erfüllen und die Natur zu nutzen. Sei es wirtschaftlich oder touristisch. Umweltund Naturschutz sind wichtig, dürfen aber den Menschen am Ende auch nicht in seinen notwendigen Bedürfnissen verdrängen. Seite 11


Montag, 6. August 2012

Weltnatur- und Weltkulturerbe in einmaliger Kombination Im Sommer 2012 gewann die Kommunale Arbeitsgruppe Hainich-Werratal einen Tourismuswettbewerb in Thüringen. 750.000€ zusätzliche Förderung sind der Lohn für die Ideen und Vorhaben im Nationalpark. Der große touristische Erfolg der letzten Jahre soll somit noch weiter ausgebaut werden. In der Region treffen Weltnatur- und Weltkulturerbe mit Hainich und Wartburg aufeinander eine einmalige Kombination. Christian Hirte informierte sich über die Vorhaben der KAG und sprach mit den Verantwortlichen in der Umweltbildungsstätte in Kammerforst. So sollen in den kommenden Jahren vor allem die Bereiche Marketing, aber auch Digitalisierung von Wanderkarten und die Entwicklung von Apps stehen auf dem Programm. Bereits 2011 kamen mehr Besucher in den Hainich als auf die Wartburg. Die Verzahnung von beiden Angeboten ist daher aus Sicht von Christian Hirte eine große Chance. Am Abend folgte, wie in den Vorjahren, ein Gespräch mit Vertretern der Wartburg-Sparkasse. Gerade angesichts der anhaltenden Euro-Krise ist dieser regelmäßige Austausch für Christian Hirte wichtig. So wurde u.a. über die Themen Bankenaufsicht und Anlegerschutz disktuiert. Seite 12


Dienstag, 7. August 2012

Ranger-Einsatz im Nationalpark Hainich 27 Nationalparkwächter, Ranger, sind im Hainich im Einsatz. Am 7. August waren es 28 - Christian Hirte hatte sich einen Tag als Ranger vorgenommen. Die Aufgaben erstrecken sich auf die Bereiche Forst, Betreuung der Informationspunkte und Führung von Touristen am Baumkronenpfad. Beim Gang quer durch den Hainich stand zunächst die Reparatur eines Hochsitzes auf dem Programm. Zudem wurde der barrierefreie Pfad vorgestellt, der in den nächsten Jahren überarbeitet wird, um mehr Menschen das Angebot im Hainich zu ermöglichen. Weiter ging es am Informationspunkt in Kammerforst sowie an den Messstationen für Niederschläge im Hainich. Dabei wurde über verschiedene Forschungsprojekte im Hainich berichtet. Zum Abschluss erhielt der Bundestagsabgeordnete noch eine Führung auf dem Baumkronenpfad. Mit dem grandiosen Ausblick über den Hainich wurden die Mühen des Tages belohnt - nach zehn Stunden quer durch den Hainich.

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Mittwoch, 8. August 2012 Der Lutherweg wächst Auch in diesem Jahr gab es wieder die Möglichkeit, unter der Rubrik ‚Rent a Hirte‘ über den Terminkalender des Abgeordneten selbst zu bestimmen. Der Sozial und Bildungsverein Thepra mietete Christian Hirte, um ihn auf dem Gelände des Förderzentrums in Bruchstedt einzusetzen. Er half auf dem Gelände aufzuräumen und u.a. beim Rasenmähen. Daneben gab es auch Gelegenheit, über die anstehenden Projekte der Thepra um Kreis zu reden.

Eines der Themenschwerpunkte von Christian Hirte ist die Reformationsdekade. Mittlerweile ist ca. die Hälfte der Dekade abgelaufen und an vielen Stellen ist eine bemerkenswerte Dynamik entstanden. U.a. wachsen die Teilstrecken des Lutherweges, der zahlreiche Orte mit Bezug zur Reformation in Mitteldeutschland verbinden soll. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind bereits einige Teilstrecken eröffnet. In diesem Jahr wurde eine Strecke zwischen Möhra und Eisenach freigegeben, ebenso vom Glasbachgrund in Schweina nach Schmalkalden. Eine Gruppe von 60 Wanderern machte sich auf den Weg, um mit Christian Hirte ein Stück dieses neuen Weges nach Schmalkalden zu erwandern.

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Donnerstag, 9. August 2012

Tourismus, Landwirtschaft , Umwelt: Thüringer Rhön mit Dr. Max Lehmer Am 9. August stand die Rhön im Mittelpunkt. Hirte konnte seinen bayerischen Bundestagskollegen Dr. Max Lehmer begrüßen, der sich Zeit nahm, gemeinsam mit Christian Hirte verschiedene Stationen zu besuchen. Beim Rhönforum ging es zunächst um Fragen der touristischen Vermarktung. Insbesondere die Verknüpfung von Natur und Tourismus bietet der Rhön große Chancen. In Gerstengrund besichtigten die Abgeordneten die 2012 neu geweihte Kirche. Anschließend folgte ein Besuch der Point-Alpha-Stiftung sowie der Gedenkstätte an der früheren Grenze - dem heißesten Ort im Kalten Krieg. Von dort führte eine Wanderung nach Spahl, Geisas Bürgermeister Martin Henkel begleitete die Gruppe. In Spahl stand am Abend ein Landwirtschaftsstammtisch auf dem Programm. Max Lehmer, selbst Landwirt, nahm dabei zu vielen Fragen Stellung. Das knappste Gut der Erde der Erde sei die Fläche - daher brauche es einen fairen Ausgleich aller Interessen.

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Freitag, 10. August 2012 Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Wartburgkreis im Fokus Im Eisenacher Lutherhaus informierte sich Christian Hirte - gemeinsam mit Max Lehmer - über Konzeption und Zeitplan einer neuen Dauerausstellung sowie die geplante Erweiterung. Der Bund beteiligt sich mit Mitteln aus dem Haushaltstitel „Reformationsjubiläum“ an dem Projekt. 2015 soll alles fertiggestellt sein. Nach Max Lehmer folgte der nächste Bundestagskollege von Christian Hirte seiner Einladung zur Sommertour. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Soziales, Dr. Ralf Brauksiepe, besuchte mit Hirte Barchfeld. Mit Bürgermeister Ralph Groß ging es zunächst zur Firma Werrablitz. Zahlreiche Unternehmer der Werrastadt kamen zum Fachgespräch über das Thema Fachkräftebedarf. Gerade in Barchfeld mit der starken Industrie- und Gewerbedichte wird das Thema immer wichtiger. Im Anschluss folgte eine Diskussion mit Bildungsträgern und Arbeitsvermittlern über die Erfahrungen der neu geregelten arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Christian Hirte besuchte zum Tagesausklang auf Bitten der der Bürgerinitiative B62 die Gemeinde Immelborn. Die BI drängte dabei auf einen Termin mit dem Straßenverkehrsamt, um die Lärmbelastung durch die letzte Straßensanierung zu senken. Seite 16


Samstag, 11. August 2012 Brunch mit Jungen Union in der ältesten Vogelschutzwarte Deutschlands Gemeinsam mit der Jungen Union Unstrut-Hainich wurde in den ehrwürdigen Gemäuern in Seebach gebruncht. Jonas Urbach, Kreisvorsitzender der Jungen Union, hieß seine Mitglieder und viele weitere Gäste willkommen. Hirte und Urbach standen beim geselligen Brunch allen Rede und Antwort. Vom Euro über Fracking bis hin zur Haushaltssituation im Unstrut-Hainich-Kreis wurde angeregt diskutiert. „Mich freut es, welches Engagement die Junge Union Unstrut Hainich vor Ort zeigt. Das ist ein Beleg dafür, dass Politik nicht an der Jugend vorbeigeht. Die Verdopplung der Mitgliederzahl in den letzten drei Jahren zeigt dies eindrucksvoll“, so Hirte. Der Kreisverband der Jungen Union war im vergangenen Jahr mit seinem Wachstum einer der erfolgreichsten Verbände Deutschlands. Dem Brunch folgte eine Besichtigung der Vogelschutzwarte.

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Themenwoche 3: Woche der Elektromobilität Im Koordinationskreis Elektromobilität beschäftigen sich Bundestagsabgeordnete, unter ihnen Christian Hirte, mit unterschiedlichen Aspekten der Technik. Ob aus Umwelt- oder Forschungsperspektive, ob wirtschaftliche Fragen oder Anforderungen an Verkehrsinfrastruktur - die Diskussionspunkte sind vielfältig. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung lautet, bis 2020 die Zahl von 1 Million Elektrofahrzeugen in Deutschland zu erreichen. Die Sommertour nutzte Christian Hirte, um einige Formen der E-Mobilität in der Praxis zu testen. Vom Opel Ampera, der Elektround Benzinmotor kombiniert, über Modelle wie den Renault Fluence und Nissan Leaf, ein Freizeitmodell wie den Renault Twizzy bis hin zu einem leistungsstarken E-Bike der Firma smart. „Die Technik allein ist beeindruckend. Viele Dinge sind aus meiner Sicht sehr gut praxistauglich. Klar ist aber auch, dass Elektromobilität derzeit noch nicht für alle bezahlbar ist und vor allem eine passende Infrastruktur fehlt“, so Hirte nach einer Woche. Die neugierigen, staunenden und interessierten Blicke aller Gesprächspartner, die Hirte mit den E-Mobilen begegneten, machten aber auch deutlich, dass es eine große Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber der Technik gibt - was nicht jede technische Neuerung in diesen Tagen von sich behaupten kann.

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Montag, 13. August 2012

Tag des Mauerbaus am heißesten Ort im Kalten Krieg Am geschichtsträchtigen Datum des 13. August traf sich die Senioren Union des Wartburgkreises und der Stadt Eisenach zusammen mit Christian Hirte, dem Generalsekretär der Thüringer CDU Dr. Mario Voigt und dem Bürgermeister der Stadt Geisa Martin Henkel am Point Alpha bei Geisa. Im Laufe der lockeren Gesprächsrunde wurde immer wieder die Bedeutung dieses Tages hervorgehoben. Am 13. August 1961 wurde in Berlin mit dem endgültigen Verschließen der deutsch-deutschen Grenze begonnen. Alle Teilnehmer betonten, die Erinnerung an die Untaten der DDR-Diktatur wach zu halten. Am Abend machte Christian Hirte Station in Kaltennordheim. Zu einem Stammtisch in der Gaststätte „Zur Einkehr“ waren Interessierte aus dem Feldatal und der Hohen Rhön gekommen. Die Diskussion drehte sich vor allem um eine mögliche Zusammenschließung der Verwaltungsgemeinschaften Oberes Feldatal und Hohe Rhön. Die Forderung nach einer engeren Zusammenarbeit der Gemeinden begründeten die Anwesenden mit einem historisch gewachsenen Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Rhön. Eine Fusion würde jedoch die derzeitigen Kreisgrenzen berühren, sodass aus Sicht Hirtes hier keine kurzfristige Lösung möglich sei. Seite 19


Dienstag, 14. August 2012

Im Brennpunkt: Fracking Zur Einweihung der neuen Brücke über die Werra waren zahlreiche Radfahrer erschienen, denn für sie ist diese Brücke gebaut wurden. Mittels Fördermittel des Konjunkturpakets II konnte die neue Brücke finanziert werden. Damit konnte im Wartburgkreis eine weitere Lücke der Radwege geschlossen werden. Neben Landrat Reinhard Krebs, als Auftraggeber des Kreises, war auch Christian Hirte als Gast mit dabei. Mit der frisch gewählten Bürgermeisterin von Seebach, Maritta Nagel, traf sich Christian Hirte im Anschluss. Am Abend folgte in Oberdorla ein Gespräch mit der Bürgerinitiative „Kein Fracking“ aus dem Unstrut-Hainich-Kreis. Seit mehreren Monaten wird in der Region intensiv über das Thema diskutiert. „Der Mensch und die sensible Natur dürfen nicht leiden. Aber ein generelles Verbot von Fracking halte ich nicht für sinnvoll. Wir wissen nicht, ob wir in einigen Jahrzehnten eventuell eine ganz andere Einschätzung vornehmen“, so Hirte. Zudem warb er dafür, die laufenden Studien abzuwarten.

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Mittwoch, 15. August 2012 e-mobil unterwegs Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der E-Mobilität. Christian Hirte führte mehrere Gespräche zu diesem Thema. Da er seit Montag immer wieder elektrisch angetriebene Fahrzeuge nutzte, konnte er eigene Erfahrungen im Umgang mit solchen Fahrzeugen teilen. Gesprächspartner war unter anderem der Bad Salzunger Bürgermeister Klaus Bohl, mit dem natürlich auch wichtige Themen der Stadt Bad Salzungen - etwa zu Energiefragen - ausgetauscht wurden. Den Abschluss des Tages bildete ein Grillfest, an dem sowohl die Junge Union der Wartburgregion als auch die Senioren Union teilnahmen. Hier konnte in lockerer Atmosphäre der Austausch mit dem Abgeordneten gesucht werden.

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Donnerstag, 16. August 2012 ‚Autotag‘ und ‚Rent a Hirte‘ bei Salzunger Tafel BMW hat in seinem Werk in Krauthausen zuletzt einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Maschinen und für einen Umbau des Werks investiert. Der auf Werkzeugbau ausgerichtete Betrieb fertigt auch Blechteile für die Karosserie von Rolls Royce und Mini sowie für BMW-Motorräder. Christian Hirte konnte sich in einer Werksführung ein gutes Bild von der Arbeit vor Ort machen. Besonders engagiert ist BMW in der Ausbildung neuer Mitarbeiter und auch in einigen Partnerschaften mit Schulen der Umgebung. 2012 feiert BMW sein 20-jähriges Jubiläum in der Region, in der das Unternehmen einst einmal mit dem Automobilbau begonnen hatte. Anschließend gab es eine Neuauflage der Aktion ‚Rent a Hirte‘. Bei der Salzunger Tafel wurde der Abgeordnete zur Essensausgabe eingesetzt. Zwei Stunden verteilte Hirte an der Wursttheke Waren für Bedürftige. Zuvor nutzte Hirte die Gelegenheit, um mit den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ins Gespräch zu kommen. Im Autohaus Hess fand am Abend ein Dialog zur E-Mobilität statt, an dem zahlreiche Gäste teilnahmen. Christian Hirte konnte hier erneut seine Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen mitteilen und zeigte sein besonderes Interesse am Thema als Mitglied des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages.

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Freitag, 17. August 2012 Vom Pfarrerfrühstück zum Abschlussfest Zum wiederholten Mal lud Christian Hirte zu einem Pfarrerfrühstück ins Kloster Volkenroda ein. Unterstützt wurde Christian Hirte durch die beiden Landtagsabgeordneten Annette Lehmann und Elke Holzapfel. Anschließend ging es nach Herbsleben. Anlass war u.a. die zurückliegende Wahl von Reinhard Mascher zum Bürgermeister. Für die Kirche brachte Lehmann Lottomittel mit. Es folgte ein Abstecher in die Marktkirche nach Bad Langensalza. Hirte hatte sich bei Kulturstaatsminister Bernd Neumann für eine Förderung mit Mitteln des Denkmalschutzprogramms Ost eingesetzt. 120.000 Euro gab es vom Bund: „Schön, dass bei Staatsminister Neumann die Kultur auch in der Fläche ihren Platz hat“, so Hirte. In Heyerode, beim Eichsfelder Fleischer, erfolgte am Abend das Abschlussfest der Sommertour. Zusätzlich zu den Grillspezialitäten gab es für die Gäste auch eine Hausführung durch die Fleischerei. Das Autohaus Schade hatte e-bikes und einen Elektrosmart mit zum Abschlussfest gebracht, die ausgiebig getestet wurden.

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Konzept, Idee, Layout: Sebastian Klopfleisch Redaktion: Christian Hirte, Alexandra Ender, Sebastian Klopfleisch, Christian Knorn, Daniel Petzold, Ron Schumann, Marion Theile Bilder: Büro Christian Hirte © Büro Christian Hirte MdB

Tagebuch Sommertour 2012  

Die Sommertour 2012 führte Christian Hirte wieder 3 Wochen durch Eisenach, den Wartburgkreis sowie den Unstrut-Hainich-Kreis. Mit 3 Themenwo...