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S p e c ial

M e d i en

Happy Birthday, zipfelmütziger Bücherwichtel! 60 Jahre Pixi-Bücher

S

ie sind quadratisch, bunt und so klein, dass sie in jede Hosentasche passen. Jedes Buch ist vierfarbig illustriert, hat 24 Seiten und einen Spiel- oder Basteltipp auf der Rückseite. Sie werden gesammelt, geliebt und vererbt, seit drei Generationen sind sie in jedem deutschen

V on M a r i on K l ö tze r „ 

Kinderzimmer zu finden. Und das Beste daran: Egal, ob es auf Reisen oder nur zum nächsten Spielplatz geht – mit einem Stapel davon hat man Schmökerstoff für viele Stunden im Gepäck. Richtig, hier ist die Rede von Pixi-Büchern, den großartigen Minis aus dem Carlsen-Verlag, die jetzt ihren 60. Geburtstag feiern. Als Verleger Per Hjald Carlsen 1954 das erste Mini-Bilderbuch „Miezekatzen“ im handlichen Zehn-auf-zehn-ZentimeterFormat auf den Markt brachte, war sein Plan so schlicht wie anspruchsvoll: Hochwertige Bilderbücher zu kleinstem Preis wollte er anbieten, am besten regelmäßig und mit großer thematischer Bandbreite. 50 Pfennig kostete eines

der Büchlein mit dem abwischbaren Umschlag, heute sind es 99 Cent. Pixi-Bücher nannte Carlsen seine neue Serie, nach dem englischen Waldkobold Pixy, der seit Jahrhunderten seine Streiche treibt. Seine Idee schrieb schon bald Erfolgsgeschichte: Allein in Deutschland wurden bisher mehr als 460 Millionen Pixi-Bücher verkauft. Jährlich erscheinen 60 neue Titel, mehr als 2000 sind es insgesamt. Wurden anfänglich ausschließlich Lizenztitel aus dem Ausland verlegt, kamen mit der Zeit immer mehr Eigenproduktionen dazu. Heute sind neben Newcomern vor allem berühmte Kinderbuch-Autoren und Illustratoren im Programm, übersetzt wird mittlerweile in vierzehn Sprachen. Dabei bieten Pixi-Bücher bis heute eine ungeheurer Vielfalt: Neben Klassikern und Serienhelden wie der seefahrende Bärenjunge Petzi, Elefant Barbar oder Conni gibt es illustrierte Gedichte, Abenteuer-, Fantasieund Alltagsgeschichten. Und so bietet eine Schachtel voller Pixis einen Reichtum an Stilen, Erzählstrategien und Inhalten. Da ist für jede Interessens- und Gemütslage was dabei, und weil die kleinen Bücher

so perfekt in zwei Kinderhände passen, beginnt nicht selten mit einem Pixi-Buch die erste Liebe zum Lesen. Zusätzlich startete 2008 die Mini-Sachbuchreihe „Pixi-Wissen“, außerdem gibt es unkaputtbare Baby Pixis und etliche Sonderproduktionen, mit denen Unternehmen, Berufsverbände und staatliche Projekte spielerisch Informationen vermitteln. Seit 1982 schmückt der Pixi-Wichtel jedes Exemplar: Erst stark stilisiert aus der Feder von Eva Wenzel-Bürger, seit 2003 als pfiffiger Waldkobold mit Schwanz und roter Zipfelkappe von Dorothea Tust. In Lebensgröße hält er in vielen Buchhandlungen die gefüllte Pixi-Schüssel, die kleinste Ausgabe ist nicht größer als eine Centmünze und gleich zehnmal im Miniaturwunderland der Hamburger Speicherstadt zu finden. Haben zur 200. Serie im April 2011 prominente Mütter und Väter Pixi-Geschichten geschrieben, so versammelt das Jubiläumsprogramm jetzt große Namen der Kinder- und Jugendliteratur: Acht Geschichten von Andreas Steinhöfel, Kirsten Boie, Peter Härtling, Isabel Abedi, Cornelia Funke, Ursula Wölfel, Paul Maar und James Krüss – ausdrucksstark in Szene gesetzt von bekannten Illustratoren wie Karsten Teich, Kerstin Meyer oder Jörg Mühle.

Illustrationen: © Carlsen Verlag

Verlosung !

3 Sets der Pixi-Reihe „Große Auto ren gratulie ren Pixi“. Schick t eine E-Mai l mit dem Betref f „Pixi“ an gewinns piel@ findefuchs.de

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www.findefuchs.de

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findefuchs  

Ausgabe Oktober/November 2014

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