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StartPlus Eine Mittelstandsinitiative f체r den Fachkr채ftenachwuchs


Erfolg sichern mit StartPlus Wer in die Ausbildung investiert, investiert in die Zukunft des eigenen Unternehmens. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt die strategische Nachwuchssicherung zunehmend an Bedeutung. Die Suche nach jungen Erwachsenen, die die Zukunft des Betriebes mitgestalten, erfordert ein stärkeres Engagement der Personalverantwortlichen. Sie müssen sich neues Potential erschließen, um als attraktiver Arbeitgeber motivierte und fähige neue Mitarbeiter zu gewinnen. Entsprechende Förderprogramme werden schon längst in großen Unternehmen erfolgreich durchgeführt. Mit der Mittelstandsinitiative StartPlus können nun auch kleine und mittlere Unternehmen diese Herausforderung annehmen. Mit StartPlus machen Sie junge Erwachsene fit für die Ausbildung in Ihrem Betrieb. Sie passen die Qualifizierungsmaßnahmen flexibel an die Anforderungen in Ihrem Betrieb und an die Fähigkeiten des jugendlichen Teilnehmers an. Wie Sie Ihren Fachkräftenachwuchs optimal auf die berufliche Zukunft vorbereiten, erfahren Sie hier.


Chancen geben Der Reifenhersteller Michelin hat in der Pilotphase von StartPlus zwei Jugendliche aufgenommen, die seitdem jeden Tag ihre praktischen Fertigkeiten und ihr Engagement zeigen. Werkleiter Cyrille Beau erklärt, warum er StartPlus unterstützt: „Wir wollen jungen Leuten, die motiviert sind, eine Chance geben. Zum einen folgen wir damit unseren Unternehmenswerten und der Verantwortung für unser regionales Umfeld. Zum anderen werden wir zukünftig einen steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften haben, die unsere immer komplexeren Hightech-Anlagen bedienen und warten können. Das Programm StartPlus bietet hierfür eine optimale Ergänzung zu unserer traditionellen Ausbildung.“ Die beiden Teilnehmer des StartPlus-Programms werden 2012

Die beiden StartPlus-Teilnehmer am Praxisplatz bei Michelin

eine Ausbildung bei Michelin in Bad Kreuznach beginnen. Für sie wurde eigens der Ausbildungsgang Maschinen- und Anlagenführer eingerichtet.

„Entscheidend war für uns, dass die jungen Leute ihre Aufgaben mit Herz und Seele angehen und gute Leistungen zeigen.“ Herbert Sklarzyk, Personalleiter bei Michelin

In Riesenschritten zum Erfolg „Es ist unglaublich, wie sich Jugendliche in Riesenschritten entwickeln. Zu Anfang war unser Teilnehmer introvertiert, regelrecht schüchtern. Vielleicht hat es auch an Selbstbewusstsein gemangelt. Während der Arbeit an den Anlagen hat sich das sehr schnell gebessert. Wir konnten ihn in den ganz normalen Alltag der Azubis einbinden, auch weil er technische Fähigkeiten und eine gewisse Eigenständigkeit mitgebracht hat. Gut an StartPlus ist, dass auf die Belange der Unternehmen und die der Teilnehmer eingegangen wird. Unser Praktikant erhält im Wechsel zur Schichtarbeit Blockunterricht, dessen Terminierung und Lehrinhalte wir jederzeit abstimmen können. Röchling gibt jungen Menschen gerne eine Chance – sie müssen sie nur wahrnehmen.“ So klingt das Resümee von Thorsten Schuch, Ausbildungsleiter bei Röchling Automotive in Worms. Röchling beteiligte sich bereits an anderen Fördermaßnahmen und stellt jetzt auch drei Praxisplätze für StartPlus bereit. Ein Jugendlicher ist seit mehreren Monaten im Programm und hat sein Ziel erreicht. Noch 2012 wird er eine Lehre als Maschinen- und Anlagenführer beginnen.


Das Beste herausholen Die Erfolgsgeschichte von StartPlus setzt sich in der Eifel fort: Ute Poncelet, Personalreferentin Gebrüder Rhodius GmbH & Co. KG, berichtet über ihre Erfahrungen mit StartPlus bei Rhodius.

„Rhodius steht für die Übernahme von Verantwortung und Fürsorge. Die Nachwuchsförderung gehört für mich definitiv dazu. Im StartPlus-Programm können wir Jugendlichen eine berufliche Orientierung anbieten und sie fördern, bis sie die Ausbildungsreife erlangt haben.“ Wolfgang Teichmann, Geschäftsführer von Rhodius

Geschäftsführer Wolfgang Teichmann und Personalreferentin Ute Poncelet (v.r.n.l.)

„Seit Oktober 2011 haben wir einen Projektteilnehmer, der trotz mittlerer Reife keinen Ausbildungsplatz gefunden hatte. Wir haben so einen sehr höflichen und freundlichen jungen Menschen kennen gelernt. Besonders freut uns, dass er durch das Programm bei Rhodius einen neuen Sinn in seiner Lebensplanung gefunden hat. Das motiviert ihn und holt das Beste aus ihm heraus. Natürlich war die Anpassung seines Arbeitsplans an die externen Maßnahmen ein größerer Aufwand als die Betreuung eines normalen Azubis. Aber unser Teilnehmer soll bei Rhodius die Förderung bekommen, die er braucht. Um seine große Schwäche in Mathematik auszugleichen, haben wir für ihn Intensivunterricht organisiert. Das war zunächst eine Herausforderung, denn wir mussten erst eine passende Bildungseinrichtung finden. Auch den Umfang der Fördermaßnahmen haben wir, mit Unterstützung des Arbeitgeberverbandes Chemie, neu bestimmt. Für solche Fragen finden wir zusammen mit unserem Bildungspartner, dem CJD – Christliches Jugenddorfwerk Deutschland e.V. – immer pragmatische Antworten. Da hilft es, dass die Kooperation mit dem CJD sehr gut läuft. Die Investitionen haben sich gelohnt: Abgesehen von der externen Schulung durchläuft unser Teilnehmer wie ein Azubi im kaufmännischen Bereich alle Stationen von der EDV bis zum Export. Wir sind froh, ihm die Chance gegeben zu haben und können uns gut vorstellen, ihn zu übernehmen. Ich würde mir wünschen, dass StartPlus langfristig Erfolg hat.“


Individuell auf KMUs zugeschnitten Die Mittelstandsinitiative StartPlus eröffnet Chemieunternehmen neue Möglichkeiten der Nachwuchssicherung. Das Programm fördert KMUs, die jungen Menschen zur Ausbildungsreife verhelfen wollen. Die Betriebe führen interessierte Jugendliche an verschiedene Berufe heran und bieten ihnen einen praktischen Einblick in den Arbeitsalltag. Vom Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI) erhalten sie umfangreiche finanzielle und organisatorische Unterstützung.

Nachwuchsförderung der Chemieverbände • Seit 2000 fördern die Chemie-Sozialpartner junge Erwachsene bis zu einem Lebensalter von 25 Jahren, die noch nicht ausreichend qualifiziert sind, mit dem Programm „Start in den Beruf“ • Die Aktion hat bisher über 2.200 Jugendliche bundesweit gefördert, von denen knapp 70% direkt im Anschluss eine Ausbildungsstelle gefunden haben • Die Chemie-Sozialpartner haben im Tarifabschluss 2011 vereinbart, das Programm durch die Mittelstandsinitiative StartPlus auszubauen • 2011 entfielen 134 der angebotenen 1.463 Ausbildungsplätze in RheinlandPfalz auf Fördermaßnahmen

Unternehmen, die sich für benachteiligte Jugendliche engagieren, werden nicht nur ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Sie geben potentiellen neuen Mitarbeitern die Chance auf den Berufseinstieg und tragen somit mittel- und langfristig zur Zukunft des Unternehmens bei.

Eine neue Perspektive für junge Menschen StartPlus wendet sich an junge Erwachsene, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Durch qualifizierende Maßnahmen werden sie auf den Berufseinstieg vorbereitet. Die schulische und sozialpädagogische Betreuung kann in Kooperation mit einem externen Bildungspartner geleistet werden. Zusammen mit dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland e.V. (CJD) als Bildungspartner sind die ersten Programme erfolgreich angelaufen. Das CJD übernimmt am jeweiligen Standort die sozialpädagogische Betreuung und ist für die Umsetzung der schulischen Qualifizierungsmaßnahmen verantwortlich. Dies ermöglicht eine optimale Verbindung von beruflicher Praxis, theoretischer Wissensvermittlung und pädagogischer Betreuung. Im Anschluss an die Maßnahme können die Teilnehmer bei entsprechender Motivation und Eignung als Azubis übernommen werden.


Mit StartPlus ein Förderer werden Ein Interview mit Maximilian Kern, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie, Ansprechpartner für die Mittelstandsinitiative StartPlus

Wie schätzen Sie die Situation auf dem Bewerbermarkt ein? Wir haben keine andere Möglichkeit, als Jugendliche unterschiedlichster schulischer Qualifikationen und Fähigkeiten für den Ausbildungsmarkt zu erschließen. Man kann es sich nicht mehr erlauben, ganze Gruppen von jungen Menschen von der Ausbildung auszuschließen, weil sie nicht auf Anhieb die Anforderungen erfüllen können. Darüber hinaus verkleinert sich die klassische Bewerbergruppe für eine duale Ausbildung durch den Trend zu höheren Schulabschlüssen und beruflichen Qualifikationen. Das heißt, wir müssen uns intensiver um Jugendliche bemühen, die bisher wenige Chancen auf einen Ausbildungsplatz hatten.

Warum sollten auch KMUs in noch nicht ausbildungsreife Jugendliche investieren? Vor allem aus zwei Gründen. Sie erhöhen ihr Bewerberpotential und erschließen sich neue Zielgruppen. Unternehmen, die sich im Nachwuchsbereich und der Ausbildung engagieren, sind für die relevante Zielgruppe attraktiver. Vor allem die kleineren Unternehmen können dank StartPlus an Nachwuchsförderungsprogrammen teilnehmen, die ihnen vorher faktisch verschlossen waren.

Und wenn ein StartPlus-Teilnehmer im Betrieb ist? Die jungen Erwachsenen müssen sich dann beweisen. Die Unternehmen haben Zeit, die Fähigkeiten und Motivation der Teilnehmer einzuschätzen. Sie haben dann die Option, ihnen im Anschluss an die Maßnahmen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Sie können sich dann sicher sein, loyale und einsatzfreudige Azubis für sich gewonnen zu haben.

Mehr Infos zur Ausbildungsförderung www.chemie-rp.de/berufsausbildung/startplus/ www.uci-wiesbaden.de


Das gemeinsame Ziel: Ausbildungsreife Das Prinzip von StartPlus beruht auf einer Kooperation von Unternehmen, Unterstützungsverein und Bildungspartner. Gemeinsam begleiten sie junge Menschen auf dem Weg zum Ziel Ausbildungsreife.

Antrag stellen Das ausbildungsberechtigte Unternehmen stellt einen Antrag zur Förderung an den Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI). Der UCI übernimmt während des gesamten Programms die Kosten für die Qualifizierungsmaßnahmen und die sozialpädagogische Betreuung. Auch die monatliche tarifliche Integrationsvergütung der Jugendlichen trägt der UCI.

Praxisplatz einrichten Der Betrieb stellt einen oder mehrere Praxisplätze für drei bis zwölf Monate bereit. In dieser Zeit lernen die Teilnehmer verschiedene betriebliche Bereiche kennen.

Vertrag unterzeichnen Förderungsdauer, Praxisplatz und Qualifizierungsmaßnahmen werden zusammen mit den Unternehmen und den Jugendlichen individuell angepasst und vertraglich festgehalten.

Betreuung gestalten Die betriebliche Betreuung erfolgt im Unternehmen, die pädagogische und schulische Begleitung ist in der Regel außerbetrieblich über einen externen Bildungspartner organisiert.


Impressum Herausgeber

Fotos

Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz e.V.

Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA, Bad Kreuznach

BahnhofstraĂ&#x;e 48, 67059 Ludwigshafen

GebrĂźder Rhodius GmbH & Co. KG

Telefon 06 21-5 20 56-0 Telefax 06 21-5 20 56-20

Druck

info@chemie-rp.de

prints + forms GmbH & Co. KG, Mannheim

www.chemie-rp.de Auflage Redaktion

400

Stefanie Lenze

Stand Juni 2012

Gestaltung magenta kommunikation, design und neue medien gmbh & co. kg, Mannheim

StartPlus - Förderung junger Erwachsener in der chemischen Industrie  

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