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Revue de Presse 2018


Ch arles-Wes ley Hour d é - P r esse 2 0 1 8 Qu otidi en de l ’art - 3 1 a oût 2 0 1 8 décryptage / marché

L’art africain séduit timidement les collectionneurs chinois Le marché des arts d’Afrique se développe auprès d’un petit nombre de clients chinois, attirés par ses formes épurées. Mais ce commerce échappe encore au pays. Analyse, à l’occasion de la Biennale Paris (du 8 au 16 septembre) et de Parcours des mondes (du 11 au 16 septembre). Par Eléonore Théry

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Photo : © Vincent Girier Dufournier. Galerie Jacques Germain, Paris.

u Grand Palais comme à Saint-Germaindes-Prés, le marché de l’art fait sa rentrée. L’éclat de la Biennale Paris (ancienne Biennale des Antiquaires), qui ne cesse de perdre de son lustre, ne ternit pourtant pas celui du germanopratin Parcours des mondes. Ce salon des arts premiers, organisé depuis 17 ans, ne cesse de voir sa visibilité, ses acheteurs et ses transactions se développer. L’un des points forts de l’édition précédente est l’internationalisation de la clientèle, notamment sur le volet consacré aux arts africains. « Ce marché, d’abord européen et américain, est aujourd’hui totalement international. Depuis environ six ans, cette spécialité réunit des acheteurs réguliers provenant du monde entier », soutient Alexis Maggiar, nommé en juin dernier directeur européen du département des arts d’Afrique et d’Océanie de Sotheby’s France. Si l’internationalisation est de mise pour la discipline, compte-t-on des Chinois

14 /L’Hebdo du Quotidien de l’Art / numéro 1553 / 31 août 2018

Une poignée de collectionneurs emblématiques © Christie’s Images.

business directeur international pour les arts d’Asie, d’Afrique et d’Océanie chez Christie’s.

Zandé - Nzakara, Haut-Oubangui (République centrafricaine) Milieu du XIXe siècle Bois, cuir, perles, fibre végétale. H. : 59 cm.

parmi les nouveaux acheteurs ? « L’intérêt est naissant, répond Francis Belin, business directeur international pour les arts d’Asie, d’Afrique et d’Océanie chez Christie’s. Il y a une base de collectionneurs très établis, qui ont un goût pour l’art moderne européen et recherchent par exemple le lien entre le précubisme et les masques africains. Ces achats n’ont rien d’impulsifs, mais relèvent d’une grande profondeur intellectuelle, très liée à l’histoire de l’art ». En parallèle, un autre profil de collectionneurs se dessine, avec une logique plus spéculative, liée aux importants investissements chinois en Afrique. « Certains montrent un intérêt qui n’est pas strictement lié aux objets, mais plutôt à la géopolitique et l’économie », note encore Francis Belin.

« Il y a une base de collectionneurs très établis, qui ont un goût pour l’art moderne européen et recherchent par exemple le lien entre le précubisme et les masques africains. » Francis Belin,

Harpe anthropomorphe kundi

Dans cet étroit marché des arts d’Afrique – les volumes sont réduits et les pièces d’importance très rares –, ces développements n’en sont aujourd’hui qu’à leurs balbutiements. « Il y a /…


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https://www.youtube.com/watch?v=qE6vhxGUjXw


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MESSEN 7. SEPTEMBER 2018 / NR. 14 / KUNST UND AUKTIONEN

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Schamanen und fliegende Hexen Der Parcours des Mondes setzt auf Sonderausstellungen

Abb.: Martin Doustar; H. Dubois

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ei der zunehmenden Bedeutung von Auktionen und themenübergreifenden Kunstmessen muss eine Spezialmesse für Tribal Art ordentlich Alarm machen, damit nicht nur die Aficionados kommen, die sowieso immer da sind. Der Pariser „Parcours des Mondes“ versucht, dieses Ziel auf zwei Arten zu erreichen. Zum einen wurde der New Yorker Adam Lindemann als diesjähriger Ehrenpräsident gewonnen. Lindemann ist als Autor, Galerist (Venus over Manhattan), Sammler und Investor ein gut vernetzter, wichtiger Player im Kunstmarkt. Er sorgte 2016 für Aufsehen, als er bei Sotheby’s für 57 Millionen Dollar ein Werk von Jean-Michel Basquiat verkaufte. Im gleichen Jahr erwarb er eine UliFigur aus Papua-Neuguinea für den Rekordpreis von 7 Millionen Dollar. Für Lindemann hat der Markt für traditionelle außereuropäische Kunst noch Luft nach oben: KUNST UND AUKTIONEN teilte er mit, in einer sich stetig ausdehnenden Kunstwelt sei die Beziehung zwischen der modernen / zeitgenössischen Kunst und Tribal Art ein besonders interessantes Wachstumsfeld. Zum anderen reagiert die Pariser Leistungsshow mit einer Eventisierung durch Ausstellungen. 1930 wurde im Théâtre Pigalle eine Ausstellung für afrikanische und ozeanische Kunst organisiert, an der die damalige Künstlerelite von Picasso über Miró bis Matisse mitgewirkt hat. CharlesWesley Hourdé und Nicolas Rolland haben sich der faszinierenden Aufgabe gestellt, die damals gezeigten 425 Objekte – soweit es geht – zu identifizieren und aufzuspüren. Eine (unverkäufliche) Auswahl dieser historischen Exponate wird nun auf dem „Parcours des Mondes“ zu sehen sein. Noch wichtiger: 18 der 65 teilnehmenden Galeristen präsentieren eigene, monothematische Ausstellungen. Diese können nicht nur Aufmerksamkeit wecken, sondern auch das Auge des Besuchers schulen – schließlich werden ihm Vergleichsmöglichkeiten geboten. Allerdings bergen sie mit ihrer thematischen Beschränkung auch ein Risiko: Was, wenn das Thema an den Käuferinteressen vorbeigeht? Martin Doustar nimmt sich der schamanistischen alten Kunst Sibiriens an, die selten auf dem Markt erscheint (Abb. oben). Die Schau „Avant“ der Schweizer Galerie Fröhlich handelt von Objekten aus einer Zeit, bevor externe Einflüsse die kulturellen Gebräuche unterbrachen. Unter den Exponaten befindet sich eine coole Maske der Guro aus der Sammlung der Züricher Legende

Schamanen-Maske der Ewenken, Region Krasnojarsk, Sibirien, 19. Jh., H. 26 cm, angeboten von Martin Doustar

Han Coray, die bereits 1931 ausgestellt wurde und deren Preis bei 75 000 Euro liegt. Die originellste Ausstellung bietet wohl Anthony Meyer mit Südsee-Kunst aus Kokosnuss. In der Asien-Sektion mit insgesamt zehn Teilnehmern ragt „Supranatural“ von Japanese Arts mit 60 Bildern und Objekten heraus: Yūrei (Geister), Dokuro (Schädel und Skelette) und Bakemono (übernatürliche Wesen).

sche und spannungsvolle männliche Figur der Baule von der Elfenbeinküste gehört zum Besten, was die

Kunst aus Ozeanien läuft in den letzten Jahren Afrika etwas den Rang ab Dass viele Galerien ein bestimmtes Thema bespielen, bedeutet nicht, dass die anderen ein schwächeres Angebot haben. Adrian Schlag, der einzige deutsche Aussteller, offeriert Objekte aus der Sammlung des 1995 verstorbenen Helmut Zake, dem Mitbegründer des „Heidelberger Gesprächskreises von Sammlern und Ethnologen“. Aus diesem „ZakeKreis“ ging 1995 die „Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur“ hervor. Die im Parcours-Katalog abgebildete, gleichermaßen majestäti-

Messe dieses Jahr an afrikanischer Kunst zu bieten hat. Was gibt es aus Ozeanien? Dieses Sammelgebiet mit seiner kühnen und vielschichtigen Formensprache läuft in den letzten Jahren Afrika etwas den Rang ab. Mit dem Namen Voyageurs & Curieux weist Jean-Édouard Carlier explizit auf den Wunderkammercharakter seiner Galerie. Eine als Pfostenaufsatz verwendete, seltene Kokoitau (Abb. unten) von der Milne Bucht in Papua Neuguinea wurde in den Dreißigerjahren vor Ort gesammelt und landete unter anderem in der berühmten Jolika-Sammlung des Ehepaars Friede. Man muss sich in diese Figur verlieben, wie sie geradezu verschüchtert dasitzt, mit ihrem fast traurigen Gesichtsausdruck, den anatomisch nicht korrekt, künstlerisch aber umso spannender dargestellten verschränkten Armen und den nach innen gewandten Beinen. Ihre Funktion war weniger lieblich und straft den westlichen Eindruck Lügen: Sie schützte vor fliegenden Hexen. Carlier erhofft sich 80 000 Euro. Großartig sind ein Biwat-Flötenkopf bei Serge Schoffel für 650 000 Euro und eine verwitterte, aber dennoch kraftvolle 1,80 Meter große Skulptur vom Sepik in der Galerie seiner Schwester, Schoffel De Fabry. Entwistle, seit Jahrzehnten einer der exquisitesten Anbieter, verkauft geballte Power aus Tonga: eine 12,8 Zentimeter große Figur aus Pottwalzahn. Gespannt kann man auf Michael Hamson sein, der in der Regel für erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis steht. Was den Parcours außerdem attraktiv macht: Große Auktionshäuser präsentieren zur gleichen Zeit Objekte aus kommenden Versteigerungen. Lempertz kann nach der letzten, erfolgreichen Versteigerung mit breiter Brust auftreten und zeigt Highlights aus einer Sammlung mit dem Schwerpunkt Ozeanien („A Sculptor’s Eye“, 24. Oktober, Brüssel). Bei Sotheby’s wird Ozeanien ebenfalls viel Raum gegeben. Denn die Sammlung von Elizabeth Pryce, der Gründerin der Sydney Oceanic Art Society, kommt unter den Hammer (10. Oktober, Paris). Christie’s schließlich stellt Objekte aus der Kollektion des 1949 verstorbenen Belgiers Adolphe Stoclet vor (30. Oktober, Paris), darunter erstklassiges Material aus dem Kongo. Ingo Barlovic

Pfostenaufsatz-Figur „Kokoitau“, Milne Bucht, Papua Neuguinea, 19. / 20. Jh., H. 41 cm, angeboten von Voyageurs & Curieux für 80 000 €

PARIS Parcours des Mondes, Saint-Germain-des-Près, 11. – 16. September www.parcours-des-mondes.com


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