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EXCURSION

Bulletin

Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus Association suisse du journalisme scientifique Swiss Association of Science Journalism

w w w.s ci ence- j ou r n a l is m . c h

1 | 13 JANUAR 2013 EDITORIAL

Liebe Mitglieder

Tier des Jahres 2013: Geburtshelferkröte (Foto: Pro Natura / Dave Augustin)

Chers membres Bienvenue dans l’année du crapaud accou­ cheur! Le journalisme scientifique est-il mena­ cé de disparition, tout comme cet amphibien sa­ cré animal de l’année 2013 par Pro Natura? Notre pratique comme «vrais» journalistes estelle fragilisée par une nouvelle espèce invasive: les acteurs de la communication scientifique? C’est la question qu’a posé – sans avoir utilisé cette métaphore animale un peu forcée – Beate Kittl, membre du comité de l’ASJS lors du der­ nier congrès ScienceComm. Elle a demandé moins de «direct to consumer communication» et davantage de journalisme scientifique indé­ pendant. Mais que celui-ci se fasse de plus en plus rare n’est pas seulement à imputer au manque d’argent dans les rédactions et pour les pigistes. C’est aussi la faute aux journalistes scientifiques eux-mêmes qui ne prennent pas toujours leur rôle assez au sérieux et hésitent à attaquer les puissants. Voilà une bonne résolu­ tion pour la nouvelle année... 1 | sk wj-bulletin 1/13

Willkommen zum Jahr der Geburtshelfer­ kröte! Sind wir Wissenschaftsjournalis­t­ innen und -journalisten auch so bedroht wie das von der Pro Natura zum Tier des Jahres 2013 gekürte Geschöpf? Oder ist es zumindest unsere Tätigkeit als «echte» Journalisten? Weil eine invasive Art – die Wissenschaftskommunikatoren – das ­Ter­rain erobert? Natürlich ist dieses mein Bild schief – und bösartig oben drein. Trotzdem f­orderte Vorstandsmitglied ­Beate Kittl an der letzten ScienceComm weniger Direct-­­to-­Consumer-Kommuni­ kation und mehr starken, unabhängigen und vor allem «journalistischen» Wissen­ schaftsjournalismus. Schuld an dessen Marginalisierung sei aber nicht nur das fehlende Geld in den Redaktionen und für Freie, sondern durchaus auch, dass wir selber unsere Rolle nicht immer ernst ge­ nug nehmen, dass es uns zuweilen an ge­ sunder Distanz und Skepsis fehlt. Da hät­ ten wir also einen Vorsatz fürs angebro­ chene Jahr… Die Rede von Beate Kittl lest ihr auf Seite 2. Immer mehr Journalisten tragen ihr Büro quasi auf sich, als Smartphone oder Tablet. Und darauf gibt es eine Menge von kleinen Helferchen: die sogenannten Apps. Christophe Ungar stellt unter den tausenden von Apps zum Thema Wissen­ schaft einige vor. Und dann schauen wir zurück, auf den Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012 in Berlin, auf unser aus Vorstandssicht rundum gelungenes Gesundheitsseminar zum Thema DMS-5 (die vielzitierte «Bi­ bel» der Psychiater, die 2013 vollständig überarbeitet herauskommen soll – mit dramatischen Folgen, wie einige unserer Speaker warnten) und schliesslich auf die Wissenswerte, an der es u. a. Medien­ schelte gab.

Mit Veranstaltungen des Klubs geht es be­ reits im März wieder weiter: Es steht ein Besuch am Swiss Institute of Bioinforma­ tics SIB an. Zwar haben wir in einer der letzten Nummern des Bulletins bereits ein­ mal über das SIB berichtet, aber der Be­ such vor Ort soll nun plastischer werden lassen, wie wichtig die Bioinformatik heu­ te für viele Wissenschaftszweige, von der Medikamentenentwicklung bis zur Erfor­ schung terroristischer Netzwerke, gewor­ den ist. Mit Vor- und Rückschauen ist die Band­ breite dessen, was wir im Bulletin gerne publizieren möchten, aber bei Weitem noch nicht abgedeckt. Deshalb der Aufruf an alle Klubmitglieder: Meldet euch, wenn ihr eine Geschichte fürs Bulletin habt: Recherchen, Essays, Kommentare, Polemiken, Analysen, Interviews, Arbeits­ berichte, alles ist willkommen. Für auf­ wendigere Geschichten insbesondere von freien Kolleginnen und Kollegen haben wir sogar ein kleines Bisschen Geld zur Verfügung. Mehr dazu auf Seite 14. Auf ein ertragreiches wissenschaftsjour­ nalistisches 2013 freut sich Pascal Biber

INHALT / SOM M AIRE

Editorial .................................................1 Plädoyer für echten Journalismus .............2 Science-Apps .........................................5 Tag des Wissenschaftsjournalismus ..........7 Gesundheitsseminar ................................9 Wissenswerte ......................................11 Seminair at SIB .....................................13 In eigener Sache ...................................14 News / neue Mitglieder..........................15


PLÄDOYER

Ein Plädoyer für einen «echten» Wissenschaftsjournalismus Zu folgender Rede wurde der SKWJ anlässlich der Preisverleihung des «Prix Média» von den Akademien für Wissenschaften eingeladen. Die Preisverleihung fand dieses Jahr direkt in der Höhle des Löwen statt: am Kongress der Wissenschaftskommunikatoren (ScienceComm) am 27. September 2012 in Rapperswil. Da schien es Vorstandsmitglied Beate Kittl angemessen, die alles andere als rhetorische Frage aufzuwerfen: «Wer soll über Wissenschaft berichten – wenn nicht Journalisten?» Von Beate Kittl In den vergangenen Jahren, in denen ich als freie Journalistin mein Brot verdienen musste, ist mir eines immer mehr aufgefallen: Offenbar mangelt es an Geld für den Wissenschaftsjournalismus. Das hat sich nicht nur auf meinem eigenen Bankkonto bemerkbar gemacht.

Vom Boom- zum Schrumpfressort Beate Kittl

Plaidoyer pour un «vrai» journalisme scientifique D’ASJS a été invitée à faire un discours lors de la remise du « Prix Media » des Académies Su­ isses des Sciences le 27 septembre 2012 à Rap­ perswil. Cette cérémonie s’est déroulée dans la gueule du loup, puisqu’elle a eu lieu pendant le congrès des acteurs de la communication scien­ tifique (ScienceComm). Constat : à un nombre de plus en plus réduit de journalistes scienti­ fiques et de pigistes mal payés fait désormais face une horde de porte-paroles de la science grassement payés. Ceux-ci prennent de maniè­ re insidieuse en charge le rôle du journalisme scientifique. Au lieu de faire le détour par les médias, où ils doivent affronter des questions journalistiques et des critères de sélections, ils parlent ainsi de plus en plus souvent directement aux citoyens. Beate Kittl, membre de l’ASJS, a plaidé lors de son discours pour un journalisme scientifique fort, indépendant et surtout « jour­ nalistique ». 2 | sk wj-bulletin 1/13

Damals in den 1980er- und 1990er-Jahren hat unsere Disziplin geboomt. Man stand unter dem Eindruck von Tschernobyl und der wachsenden Umweltbewegung und fand es gut, wenn es spezialisierte Journalisten gab, die der Bevölkerung solche Dinge erklärten. Doch heute tendieren die Wissenschaftsressorts in der Schweiz und auch in Deutschland wieder dazu zu schrumpfen, zusammengelegt zu werden oder ganz zu verschwinden. Sogar bei der guten alten NZZ wurde eine Stelle gestrichen, als die Wissenschafts-Chefin in Rente ging. Parallel dazu wurden die Wissenschafts-Public Relations professionalisiert. Medienstellen der Universitäten wurden ausgebaut und aufgestockt, Wissenschaftler erhalten Medientrainings. Forschung im Elfenbeinturm ist out, stattdessen wird von den Hochschulen verlangt, und zwar zu Recht, dass sie ihre Arbeit der Öffentlichkeit näher bringen, die diese ja bezahlt.

Bedenkliches Ungleichgewicht Zusammen führt das aber zu einer bedenklichen Entwicklung: Einer stets kleineren Zahl von Wissenschaftsredakteuren und schlecht bezahlten Freien steht ein wachsendes Heer von gut entlöhnten Wissenschafts-Kommunikatoren gegenüber. Ein Beispiel: In den Medienstellen der Hochschulen in der Romandie arbeiten zusammengezählt ungefähr 80 Personen, davon sind 17 explizit als Journalisten und Redakteure angestellt. In den welschen Medien arbeiten, verteilt auf Le Temps, Tribune de Genève, Bilan sowie Radio und Fernsehen, ungefähr 10 bis 12 Wissenschaftsredakteure.

Wo bleibt der journalistische Akt? Dies hat den Effekt, dass diese Kommunikatoren schleichend unsere Rolle übernehmen. Die Auswahl und die gesellschaftliche Einordnung von Themen ist meiner Ansicht nach der wahre journalistische Akt. Weder der Wissenschaftler selbst, der seine Arbeit zu Recht höchst wichtig findet, noch die Kommunikationsbeauftragte einer Universität hat das Interesse oder die Aufgabe, diesen journalistischen Akt zu vollbringen. Ich glaube darum, dass es an der Zeit ist, darüber nachzudenken, was dies für unsere Profession bedeutet:


«Kommunikationsabteilungen wenden sich zunehmend direkt an die Bevölkerung, ohne ­Umweg über die Medien.» �������������������������������������������������������������������������������� Was ist davon zu halten, dass die Wissenschaftsseiten der auflagenstärksten Zeitung der Schweiz nicht von Redakteuren verfasst wird, sondern vom dreiköpfigen Team einer allseits wohl bekannten Agentur, die fröhlich redaktionelle und PR-Aufträge vermischt? Ich spreche natürlich von 20 Minuten. Finanziert wird das Ganze von zwei Stiftungen, die notabene beide der Förderung der Wissenschaft dienen, nicht des Journalismus‘. ���������������������������������������������������������������������������������� Was ist davon zu halten, dass bei Télévision Suisse Romande seit 3 Jahren eine gewisse Agathe Charvet arbeitet, und zwar direkt in der Redaktion? Ihren Lohn bezahlt das Triangle Azur, der Verbund der drei Universitäten Neuenburg, Genf und Lausanne. Die Mission der Frau Charvet ist folgende: «Die Forschungsthemen der drei Institutionen des Triangle Bleu aufzuwerten (französisch: valoriser), insbesondere durch die Bereicherung der Multimedia-Plattform‚TSR découverte‘.» (Newsletter Uni Neuenburg, Oktober 2009) Was sollen wir weiter davon halten, dass auf der Wissenschaftsseite der Zeitung «24heures» die Medienstellen der Unis eine eigene Kolumne nach eigenem Gutdünken füllen dürfen? Da schreibt eine Mitarbeiterin der Kommunikationsabteilung einer Uni ein Portrait über eine Forscherin, natürlich aus der eigenen Uni. Und die EPFL darf Fragen aus der Wissenschaft gleich selbst beantworten.

Ausgebooteter Wissenschaftsjournalismus Die Rolle der Kommunikationsabteilungen ändert sich also sukzessive. Statt den Umweg über die Medien zu nehmen, wo sie sich journalistischen Fragen und Auswahlkriterien stellen müssen, wenden sie sich zunehmend direkt an die Bevölkerung. Die EPFL gibt ganz offen zu, dass sie diesen Weg wählt und ihre News lieber auf der Webseite postet als sie in Communiqués an die Medien zu verbreiten. Der Kommunikationschef der EPFL, Jerome Gross, sagte dazu im Interview mit Olivier Dessibourg: «Wenn die Medien dieses Terrain nicht mehr besetzen, müssen wir das tun.» (SKWJ-Bulletin 1/2011). Der Fachbegriff hierfür dürfte wohl Direct-to-ConsumerMarketing sein.

Nicht wichtig genug? Aber auch ich selbst bin inzwischen in dieser Welt von Sponsoring und Outsourcing gefangen. Auch ich muss mich fragen, ob ich meinen Job weiter unabhängig und ­unbeeinflusst machen kann. Denn meine Stelle und die meines welschen Kollegen werden zu zwei Dritteln von der CRUS bezahlt, der Rektorenkonferenz der S ­ chweizer Hochschulen. Zwar garantiert der Vertrag zwischen SDA und CRUS, dass meine ­Berichterstattung völlig unabhängig und allein nach journalistischen Kriterien erfolgen darf. Trotzdem empfinde ich meinem Anstellungsmodell gegenüber eine gewisse ­Resignation. Nämlich über die mangelnde Wertschätzung dem Wissenschaftsjournalismus gegenüber. Er wird offenbar immer noch nicht als wichtig genug betrachtet, um neben Inland, Ausland und Wirtschaft eine ordentliche Stellung in der Redaktion zu erhalten. Wir bleiben etwas «Ausserordentliches.» Darf ich dazu noch einmal in Erinnerung rufen, wer die Aktionäre der SDA sind: Die Schweizer Medienunternehmen. skwj-bulletin 1/13 | 3


PLÄDOYER

«Wer soll über Wissen­ schaft berichten, wenn n ­ icht Journalisten?»

Wider das Direct-to-Consumer-Marketing Ich finde aber, dass Wissenschaftsjournalismus in erster Linie Journalismus sein soll. Und zwar echter, vollwertiger Journalismus. Kein Nebenschauplatz und auch keine Direct-To-Consumer-Wissensvermittlung. Wer soll also über Wissenschaft berichten, wenn nicht Journalisten? Ich hoffe, ich spreche für die meisten in diesem Beruf, wenn ich sage: «Wir wollen einen Wissen­ schaftsjournalismus, der diesen Namen verdient.»

An der eigenen Nase nehmen Dabei müssen wir uns auch bei der eigenen Nase nehmen: Auch wir nehmen unsere Rolle nicht immer ernst genug, lassen es an gesunder Distanz und Skepsis fehlen. Oder wir scheuen uns davor, den Mächtigen auf die Füsse zu treten. Einer, der seit Jahrzehnten über den Wissenschaftsjournalismus nachdenkt und darüber schreibt, hat dazu Folgendes geschrieben: «Wenn Wissenschaftsjournalisten die Wissenschaft kritisch beobachten würden, wären sie echte Journalisten. Aber diese Tradition ist in Deutschland nicht sehr ausgeprägt.» (Winfried Göpfert, Journalist, emeritierter Professor für Wissenschaftsjournalismus, FU Berlin). Ich denke mal, dass sein Urteil für die Schweiz nicht wesentlich anders ausfallen würde. Umso erfreulicher ist es, den grossen Göpfert durch konkrete Gegenbeispiele widerlegt zu sehen. Zum Beispiel durch die beiden Medizinbeiträge, die dieses Jahr mit dem Prix Média ausgezeichnet werden: Cécile Guerin deckt in ihrem Beitrag über die brach liegende Forschung zu seltenen Krankheiten die Verbindungen und Geldflüsse zwischen öffentlicher Forschung und Pharmaindustrie auf. Und Odette Frey erfrecht sich gar zu fragen: «Medizin – nur teuer oder auch nützlich?» Würde es die Kommunikationsabteilung eines Universitätsspitals wagen oder für nötig befinden, diese Frage in den Raum zu stellen? Ich vermute nicht.

Es braucht «echte Journalisten» Und genau darum plädiere ich für einen starken, unabhängigen und vor allem «journalistischen» Wissenschaftsjournalismus. Denn ich bin der Auffassung, dass Medienstellen kein akzeptabler Ersatz sind für die Arbeit «echter» Journalisten – egal ob diese in einer Zeitungsredaktion, beim öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen oder bei einer Nachrichtenagentur arbeiten. Denn sie sind es, die gesellschaftlich brisante Themen in Medizin, Forschung oder Umwelt kritisch auswählen, aufarbeiten und einordnen und dies gegebenenfalls auch gegen die vorherrschende Lehr- oder politische Meinung tun.

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MULTIMÉDIA

De la science dans sa poche Une recherche avec le mot «science» dans l’AppStore d’Apple et vous obtiendrez plus de 3500 occurrences. Des milliers d’applications destinées aux smartphones et tablettes de la marque. En voici une première sélection. Par Christophe Ungar

Informations

Science, Nature, Cell Alerts, PloS, PNAS (téléchargement gratuit) Les grandes revues scientifiques ont leur «application». Ces logiciels sont cependant avant tout des portails pour accéder et rechercher des articles dans leurs journaux imprimés. Si la recherche et la lecture des abstracts sont gratuits, l’accès à l’article en entier nécessite fréquemment une inscription payante comme c’est le cas sur le web en accédant depuis un ordinateur. Rien de très original donc. Certaines applications comme «Science» offrent toutefois des revues de presse régulières – et gratuites – de l’actualité scientifique. D’autres comme «PNAS», des podcasts audio. Wired News (téléchargement gratuit) Voici la version smartphone/tablette du célèbre journal techno-utopiste américain. En matière de contenu, rien de plus que sur le web; mais une mise en page spécialement adaptée aux écrans tactiles. Lecture facilitée par exemple par des tailles de typographie personnalisées. Des podcasts audio hebdomadaires et un flux Twitter viennent compléter les articles. Science&Vie (téléchargement gratuit) Portail vers les versions en ligne du célèbre mensuel français de vulgarisation scientifique. Possibilité de rechercher d’anciens numéros grâce à leur Une, mais l’accès au journal en question est payant. 4 CHF pour le télécharger entièrement. Lecture difficile sur un petit écran.

Données intéressantes, amusantes Arctic watch (téléchargement gratuit pour accès partiel) Cette application vous indique en temps réel la zone de glace (en million de km2) qui recouvre l’océan arctique. Cette valeur est ensuite facilement comparable à la surface moyenne calculée entre 1978 et 2008. Les données proviennent de la NOAA (National Oceanic and Atmospheric Association). Avec 1 CHF vous obtiendrez les mêmes informations pour l’Antarctique. Epicentral (téléchargement gratuit) En un coup d’oeil, survol planétaire en temps réel des tremblements de terre (>2 sur l’échelle de Richter). Les données sont fournies par l’USGS (U.S Geological Survey). Facile à comprendre et à manipuler. La visualisation des séismes sur une mappemonde permet de réaliser aisément où se situent les zones à risque.

Wissenschaft im Hosensack Gibt man im AppStore von Apple das Stichwort «science» ein, so erscheinen mehr als 3500 ­Treffer. Christophe Ungar hat eine erste kleine Auswahl nützlicher, interessanter oder auch un­ terhaltsamer Apps zusammengetragen. Wer wei­ tere für Wissenschaftsjournalisten unentbehr­ liche Apps kennt, ist gebeten, diese für eine ­nächste Auswahl an christophe.ungar@rts.ch zu schicken. skwj-bulletin 1/13 | 5


MULTIMÉDIA

Moon globe (téléchargement gratuit) Décrochez la lune pour la scruter dans votre téléphone. Cette application permet de visualiser notre satellite sous toutes ses coutures. Zoomez dans les cratères; partez à la découverte des chaines montagneuses. On se lasse vite mais c’est moins cher qu’un billet de fusée.

Pratique Pi Cube Lite (téléchargement gratuit pour version légère) Cette application transforme votre smartphone ou tablette en calculatrice pouvant résoudre des équations complexes. Grâce à l’écran tactile et à un fonctionnement très intuitif, Pi Cube permet d’afficher le logarithme d’une racine cubique sans brûler trop de neurones. La version payante (10 CHF) permet d’éviter la publicité à l’écran, et facilite entre autres l’exportation et l’envoi des calculs, équations ainsi effectués. Audio Class Note (téléchargement gratuit) Il existe certes un dictaphone sur les nouveaux iPhones, mais cette application permet un enregistrement sonore de qualité, avec une organisation et une façon de répertorier les sons spécialement taillée pour les cours et les enseignements du type universitaire.

Humour xkcd (téléchargement gratuit) Un nouveau cartoon régulièrement, pour rire de la vie, de l’amour, de la science et de l’amour de la science. Imaginés et dessinés par Randall Mun­roe, un jeune informaticien américain, ces petits sketchs sont des traits de crayons rapides et efficaces. Avec une agréable touche de sarcasme. Pas trivial à lire sur un petit écran mais délicieux en zoomant.

Vous en avez d’autres? Des applications pour d’autres marques de téléphones, de tablettes? N’hésitez pas à nous envoyer vos propositions pour de nouvelles sélections: christophe.ungar@rts.ch

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TAG DES WISSENSCHAF TSJOURNALISMUS 2012

Der Wissenschaftsjournalismus auf dem Seziertisch Unter dem Titel «Lebensläufe im Wissenschaftsjournalismus» gab es am 26. Oktober in Berlin am vierten Tag des Wissenschaftsjournalismus viel Interessantes zu hören, ein wenig tatsächlich über verschiedene Berufskarrieren, die zu oder vom Wissenschaftsjournalismus weg führten, einiges über den Wert der Recherche und viel darüber, ob die Social Media gerade daran sind, den Wissen­ schaftsjournalismus umzukrempeln. Hängengeblieben sind weniger die Themen selbst als wie über sie diskutiert wurde. Hie und da war ein kleines bisschen Ratlosigkeit zu spüren. Von Pascal Biber Einen ganzen Tag lang mit rund 200 anderen Wissenschaftsjournalisten über das eigene Metier nachdenken, in unmittelbarer Nähe des wunderbaren Berliner Botanischen Gartens, klang verlockend. Und es stellte sich durchaus als lehrreich heraus. Für all jene, die sich detaillierter interessieren: Die Sessions sind integral auf Video nachzuschauen auf www.tdw12.de

Wissenschafts-PR und unbezahlte Praktikumsplätze Ein paar Aperçus seien herausgegriffen: Die erste Podiumsdiskussion stand unter dem Titel «Traum- oder Lebensab­schnitt­s­­­job? Ganz normale und gänzlich andere Wissenschaftsjournalisten-Karrieren». Wer hier Systematik erwartete, wurde enttäuscht. Doch wer ein paar erfolgreiche Beispiele des Ein- oder Ausstiegs in den bzw. aus dem Wissenschaftsjournalismus vor Augen geführt haben wollte, kam durchaus auf seine Kosten. Interessant beispielsweise, wie der gestandene Spiegel-Wissenschaftsredakteur und stellvertretende Ressortleiter «Zukunft», Jürgen Scriba, seine Zukunft eines Tages eher in der Medienkunst sah als im Wissenschaftsjournalismus, trotz seiner bilderbuchartigen Karriere vom Physiker zum Wissenschaftsjournalisten. Interessant auch, wie stark sich Peter Kuchenbuch nach drei Jahren Wechsel von der Financial Times Deutschland in die PR noch für diesen Schritt zu rechtfertigen müssen glaubte. Bedenklich schliesslich, dass das in grossen Teilen aus Studierenden des Dortmunder WissenschaftsjournalismusStudiengangs bestehende Publikum sehr frustriert schien, frustriert über die Aussicht, für die nächsten paar Jahre nichts als

unbezahlte Praktikumsplätze ergattern zu können.

Uneinigkeit bei Social Media Auch die zweite Podiumsdiskussion war lehrreich. «Wie Social Media den Wissenschaftsjournalismus umkrempeln» war der Titel. Doch in der Diskussion herrschte grosse Konfusion. Sprach man nun über Social-Media-Kanäle als Recherche-In­ strument, als Themenlieferanten, als Informationsquelle? Oder darüber, wie Wissenschaftsjournalisten in Social Media mit eigenem Content präsent sein sollten? Während ersteres eigentlich eine müssige Diskussion ist, waren sich die Podiums­ teilnehmer bei zweiterem alles andere als einig. Während Wissenschaftskommunikatoren Social Media zunehmend als direkten Draht zum Publikum entdecken («Social Media können dabei helfen, die Wissenschaftskommunikation freier, neutraler und transparenter zu machen», sagte Marco Trovatello, Social-Media-Manager beim Deutschen Zentrum für Luftund Raumfahrt), taten sich die Journalisten eher schwer mit einer Antwort.

Nur Selbstvermarktung? Dienen Social Media nur der Selbst­ vermarktung, während die eigentliche Arbeit weiterhin auf den klassischen ­ ­Kanälen läuft? Und wenn nicht, wer soll für den Social-Media-Wissenschafts­ journa­lismus bezahlen? Mit Crowd­foun­ ding versucht es beispielsweise der freie Wissen­schafts-und Technikjournalist Tho­ mas Reintjes. Bisher hat er jedoch erst seine Crowdfounding-Plattform gecrowdfoundet, keine journalistische Arbeit. Der «Natur»-Chefredakteur Jan Berndorff

Peter Kuchenbuch (Pressesprecher der Securvita Krankenkasse), Markus Lehmkuhl (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU-Berlin und am Forschungszentrum Jülich), und Moderator Ralf Krauter (Foto: Anja Grams)

Le journalisme scientifique sur la table de dissection «Parcours de vie dans le journalisme scienti­ fique»: c’est sous ce thème que s’est tenu à Ber­ lin le 26 octobre 2012 la quatrième Journée du journalisme scientifique. Les contenus furent intéressants: diverses carrières qui mènent au journalisme scientifique, où qu’ouvre cette pro­ fession; aspects liés à la valeur de la recherche d’informations; bouleversements, avérés ou non, du journalisme scientifique par les nou­ veaux médias sociaux. Finalement, c’était moins les thèmes eux-mêmes qui se sont avérés intéressants que la manière dont les partici­ pants en ont discuté. Ici et là on avait l’impres­ sion de sentir un peu d’impuissance. skwj-bulletin 1/13 | 7


TAG DES WISSENSCHAF TSJOURNALISMUS 2012

hingegen scheint Social Media noch nicht für unentbehrlich zu halten, sagte er doch: «Ich twittere nicht, ich habe keinen Blog und bin nicht auf Facebook. Aber interessant find ich Social Media schon». Dezidiert kritisch hingegen war Kathrin Zinkant, frühere Ressortleiterin Wissenschaft beim «Freitag» und neu Ressortleiterin LifeSciences beim neuen, deutschen New Scientist: «Social Media haben den Wissenschaftsjournalismus längst nicht umgekrempelt, eher haben sie zu einem Verlust an Qualität beigetragen.»

«Social Media haben den

alltäglichen Wissenschaftsgeschichten. Aber auch dazu braucht es natürlich minimale Ressourcen, und die sind immer weniger vorhanden. Fazit des Tages: Der Wissenschaftsjournalismus sucht gerade seinen Platz, sucht vor allem das liebe Geld, ohne das er sich mit dem Sich-neu-erfinden schwer tut.

Wenigstens ein bisschen Recherche

Wissenschaftsjournalismus längst nicht umgekrempelt.

»

In der letzten Session schliesslich ging es um «Das InvestigaTief – wie viel ist gründliche Recherche noch wert?». Während der dreifache Grimme-Preisträger und Ex-WDRler Gert Mohnheim den jungen Journalisten Angst einjagte mit den Bedrohungen, denen man mit investigativer Recherche ausgesetzt sei, forderte Kathrin Zinkant (mit Recht, wie ich finde): Es brauche im Wissenschaftsjournalismus nicht zwingend immer die grosse, gefährliche investigative Recherche zu sein, sie sei schon froh, wenn überhaupt anständig recherchiert werde, auch in den kleinen,

Jan Berndorff («Natur»), Kathrin Zinkant (New Scientist) und Alexander Gerber (Innokomm) (Foto: Anja Grams)

Elevator Pitch Die Organisatoren des «Tag des Wissenschaftsjournalismus» hatten sich auch einen kleinen Wettbewerb ausgedacht. Studierende und junge Wissenschaftsjournalisten sollten für einen sogenannten «Elevator Pitch» Ideen und Visionen für den Wissenschaftsjournalismus der Zukunft einreichen. Zwanzig Ideen gingen ein, davon wurden elf vor Plenum vorgestellt, darunter eine Spielshow um Forschungsgeld, ein Erklär-VideoWiki oder ein ScienceAppvisor. Den Publikumspreis holte Jens Crueger mit einer Idee zur journalistischen Umsetzung von Augmented Reality. Eine Jury aus gestandenen Wissenschaftsjournalisten kürte für den eigentlichen Elevator Pitch folgende Ideen: 1. Preis: Roland Fischer/Pascal Biber für ihr Projekt eines WissenschaftssatireBlogs (dessen Umsetzung auch der SKWJ finanziell unterstützt; mehr Informationen unter wissenschaft@gmx.ch) 2. Preis: Haluka Maier-Borst für die Idee einer Hintergrundwissensplattform «1tiefer.de» 3. Preis: Philipp Hummel für eine App für wissenschaftshistorische ­Stadtrundgänge «Walks of Science»

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SEMINAIRE SANTÉ

Bataille aux frontières de la santé mentale Des millions de personnes pourraient sombrer dans la folie d’un seul coup. Parce qu’après tout, qu’est-ce que la santé mentale? C’est une question de définition. Et la définition est sur le point de changer. La cinquième révision du Manuel diagnostique et statistique américains des troubles mentaux (DSM) – la bible du domaine – devrait être publiée en mai 2013. Les critiques accusent l’Association de psychiatrie américaine (APA), éditrice du manuel, de convertir les heurts du quotidien en maladie. Transformant le deuil prolongé d’un proche en «épisode dépressif majeur», ou les accès de colère infantile répétés en «désordre de dérégulation dit d’humeur explosive». Invités par l’Association suisse du journalisme scientifique (ASJS)* à Balsthal (SO), plusieurs spécialistes de ce sujet épineux se sont interrogés, les 15 et 16 novembre 2012, sur le bien-fondé de ces révisions et sur leurs conséquences. Par Lucia Silling Allen Frances, professeur émérite de psychiatrie à la Duke University de Durham, en Caroline du Nord (Etats-Unis), et membre de la task force des DSM-III, IIIR et IV, s’alarme devant l’inflation des diagnostics. «Une étude récente indique que 83% des enfants américains remplissent les critères liés à un diagnostic du DSMIV avant d’avoir 21 ans», illustre-t-il. Rétrospectivement, il estime qu’il aurait mieux valu en rester au DSM-III, datant de 1980: «Avec le DSM-IV, en 1994, nous avons créé, ou du moins contribué à créer plusieurs épidémies.» Il cite l’autisme, dont les cas ont été multipliés par vingt après une modification de la définition, mais aussi, aux Etats-Unis, à cause de l’établissement d’un lien entre le diagnostic et le droit à des services scolaires spécialisés. Ou encore, le doublement des cas de troubles bipolaires chez l’adulte, où l’effet de la nouvelle définition s’est combiné avec un marketing particulièrement intense de l’industrie pharmaceutique.

Marché de plusieurs milliards de dollars par année C’est ce dernier point qui préoccupe le plus Christropher Lane, historien des idées à la Northwestern University de Chicago, et auteur de plusieurs livres critiques sur le DSM: «En 1997, l’administration Clinton et le Congrès ont décidé que les Etats-Unis rejoindraient la Nouvelle-Zélande dans le club des seules ­nations industriellement avancées à permettre la publicité pour des produits ­pharmaceutiques directement auprès du

consommateur – un scénario qui a, sans surprise, mené à la diffusion des conditions psychiatriques que ces produits étaient justement censés traiter.» Allen Frances ajoute, à ce propos, qu’un patient qui se rend chez le docteur en demandant un médicament en particulier possède 17 fois plus de chances de l’obtenir. Aux Etats-Unis, le marché des neuroleptiques pèse 16 milliards de dollars par année, celui des antidépresseurs 11 milliards.

«Des décisions terribles prises honnêtement.» Christopher Lane critique aussi l’influence qu’exerce l’industrie sur les spécialistes du domaine, notamment via le financement de leurs recherches, ou par le subventionnement de la participation des chercheurs à certains congrès. La task force du DSM-5 a cherché à limiter cette influence, en stipulant qu’aucun de ses membres ne doit avoir de lien financier dépassant 10  000 dollars par année avec les compagnies pharmaceutiques.

Influence subliminale Allen Frances défend ses anciens collègues: «Si influence il y a, elle est subliminale. Je connais ces gens, ils sont intègres. Ils prennent des décisions terribles, mais ils le font honnêtement. Ils pensent qu’ils font ce qu’il y a de mieux. Ils ne mesurent juste pas les conséquences. Même de

Kampf um die Definition psychischer Krankheit Das Gesundheitsseminar zum Thema «DSM-5» am 15. / 16. November 2012 in Balsthal (SO) fand reges Interesse: Rund sechzig Klub-Mit­ glieder lauschten den Vorträgen, die von Skep­ sis gegenüber der Neuauflage der «Bibel der Psychiatrie» geprägt waren. Zu Gast war einer der prominentesten Kritiker: Allen Frances, ehemaliges Mitglied der Task Force der voran­ gehenden Revisionen. Er fürchtet eine Verviel­ fachung gestellter Diagnosen, was hauptsäch­ lich der Pharmaindustrie diene. Ideenge­ schicht­ler Christopher Lane griff die Pharma­ firmen noch direkter an, für den Einfluss, den sie auf Experten auf dem Gebiet der psychis­ chen Krankheiten ausübten. Der Psychiatrie­ professor Wulf Rössler von der Uni Zürich sei­ nerseits warnte vor der Stigmatisierung, die eine Diagnose für einen vermeintlichen Patien­ ten bedeuten könne, und Norman Sartorius warnte vor unnötigen Anpassungen, die sowie­ so Jahrzehnte brauchten, bis sie wirklich umge­ setzt würden. Der Revision gegenüber am po­ sitivsten eingestellt war Psychiatrieprofessor Werner Strik. Die Helvetische Skepsis ge­ genüber der Psychiatrie werde zudem den Ein­ fluss der Revision in der Schweiz relativieren. skwj-bulletin 1/13 | 9


SEMINAIRE SANTÉ

­ etits changements peuvent affecter des p millions de personnes. Si, en étant très conservateurs lors de la quatrième révision, nous avons créé toutes ces épidémies, cela sera bien pire après la cinquième, qui est bien plus aventureuse. Le DSM-5 va médicaliser les stress, soucis et déceptions de la vie de tous les jours.»

Attention à la stigmatisation

Photo: A. von Kieckenbusch-Gück

L’extension des diagnostics n’est toutefois pas toujours une mauvaise chose, notamment si cela permet de traiter des personnes qui en ont besoin, mais se trouvaient auparavant au-dessous du seuil défini, estime Wulf Rössler, professeur de psychiatrie sociale et clinique à l’Université de Zurich. Mais l’enseignant met en garde contre la stigmatisation qui accompagne le diagnostic: «Avant, vous êtes peut-être quelqu’un de bizarre, mais après, vous êtes malade mentalement, et cela change votre vie pour toujours.» Allen Frances insiste, pour sa part, sur le poids des effets secondaires de traitements administrés sans fondement. C’est l’apparition du «psychosis risk syndrome» dans le nouveau manuel – soit un ­diagnostic anticipant, chez un jeune, le possible développement de troubles psychotiques – qui l’a fait redescendre dans l’arène, alors qu’il profitait tranquillement de sa retraite sur la côte californienne. «J’étais à un cocktail chez un vieil ami qui dirige les travaux du DSM-5 sur la schizophrénie, et je l’entends dire combien cette idée est bonne, comment elle va être utile pour prendre en charge les patients plus tôt. Mais il ne pensait qu’à la manière dont lui pourrait s’en servir, à bon escient, pas à comment ce diagnostic pourrait être mal utilisé par d’autres.» Le feu nourri de critiques, lié au risque de médicalisation de personnes n’ayant pas besoin de traitement, a finalement eu raison de ce nouveau syndrome, qui a été retiré du projet du texte au printemps dernier.

Pourquoi persister à réviser

* Une soixantaine de membres de l’ASJS ont participé à ce colloque, qui a ensuite donné lieu à plusieurs articles dans la presse, dont c­ elui-ci. 10 | sk wj-bulletin 1/13

Si chaque nouvelle version du manuel engendre tant de problèmes, pourquoi persister à le réviser? Parmi les spécialistes présents à Balsthal, aucun ne voit de raison valable. Norman Sartorius, ancien directeur de la division santé mentale de

l’Organisation mondiale de la santé, a participé aussi bien aux travaux sur le DSM qu’à son pendant international, la Classification internationale statistique des maladies (ICD), qui englobe l’ensemble des pathologies. «Cela prend environ 20 ans pour qu’une classification soit pleinement utilisée. C’est pourquoi il ne faudrait faire de révision que lorsqu’il y a des changements significatifs. Si, par exemple, on découvrait que la schizophrénie et le diabète ont des origines communes.» A son avis, il serait plus judicieux de procéder à des ajustements graduels. Un point de vue partagé par Allen Frances, pour qui les révisions sont en grande partie motivées par le fait que chaque nouvelle édition est un best-seller: «L’APA a des besoins budgétaires. Si le DSM-5 n’est pas un succès, elle sera en déficit.» Werner Strik, directeur de l’Hôpital psychiatrique de Berne, est le plus optimiste. Dans les mains d’un bon psychiatre, le DSM-5 sera peut-être un bon outil, espère-t-il. Il estime en outre que si, sur le long terme, le nouveau manuel aura un pouvoir normateur au niveau international, son emprise sur le grand public suisse devrait être atténuée par la méfiance des Helvètes vis-à-vis des diagnostics psychiatriques, des psychotropes et des psychiatres en général.

Photo: A. von Kieckenbusch-Gück

Cet article a été publié dans Le Temps du 20 novembre 2012


WISSENSWERTE 2012

«Die Prioritäten auf den Wissenschaftsredaktionen sind falsch» Die deutschsprachigen Journalisten haben bei der Berichterstattung zu den umstrittenen H5N1-Experimenten versagt, kritisierte Medienforscher Markus Lehmkuhl an den diesjährigen Wissenswerten in Bremen. Von Felix Straumann Sie gehörten 2012 zu den meistdiskutierten Themen unter Wissenschaftsjournalisten: Die Vogelgrippe-Experimente zweier Forschungsgruppen aus den Niederlanden und den USA. Heikel schienen insbesondere die Versuche der Rotterdamer Forscher, die inzwischen vom Fachblatt «Science» publiziert wurden. Sie hatten im Labor durch wenige und relativ einfach auszuführende Eingriffe einen hochansteckenden H5N1-Grippevirus erzeugt. Es

«Mitnichten einer der

­allergefährlichsten Viren.

»

sei «wahrscheinlich einer der allergefährlichsten Viren», sagte Gruppenleiter Ron Fouchier vor etwas mehr als einem Jahr einem Journalisten. Eine Aussage, die sich später als stark übertrieben herausstellte.

«Gradios verpennt» Darüber geredet wurde viel, berichtet weniger. Markus Lehmkuhl, Medienforscher am Forschungszentrum Jülich und an der Freien Universität Berlin, findet gar, die Wissenschaftsjournalisten im deutschsprachigen Raum hätten das Thema «grandios verpennt». Während in den englischsprachigen Medien die Experimente und auch die umstrittene Publikation der Resultate intensiv diskutiert wurden, kam in Deutschland und der Schweiz die ­Debatte kaum in Gang. Dies sei nicht unbedingt aus Unfähigkeit geschehen, glaubt Markus Lehmkuhl. Er ortet vielmehr einen generellen Widerwillen, ausserhalb der üblichen, irgendwie zufälligen Berichterstattung zu Studien hinter die Ergebnisse zu blicken und Prozesse des Wissenschaftsbetriebs zu thematisieren. Dies sei nicht nur bei den H5N1-Versuchen der Fall gewesen. «Die Prioritäten auf den Wissen-

schaftsredaktionen sind falsch», kritisiert Lehmkuhl. «Mit der heutigen Berichterstattung marginalisiert sich der Wissenschaftsjournalismus selber.»

Alarmistische Aussagen Markus Lehmkuhl übte diese Kritik verschie­dentlich, im vergangenen Jahr auch in einem Beitrag von wpk-­Quarterly, dem Magazin der deutschen Journalistenverbands Wissenschaftspressekonferenz WPK, welches er selbst als Chefredaktor leitet. An den letzten Wissenswerten in Bremen durfte ich ein hochkarätiges Podium leiten, auf dem Lehmkuhl seine ­Argumente zur Diskussion stellte. Die ­anderen Podiumsteilnehmer teilten die Medienschelte Lehmkuhls nicht. Der Wissenschaftsjournalist Martin Enserink, der in «Science» die H5N1-Versuche als einer der ersten bekannt machte, attestierte seinen Kollegen, dass sie ihr Bestes getan hätten. Weil die Studien noch unter Verschluss waren, kannten die Journalisten den Inhalt nur vom Hörensagen und mussten sich auf die Einschätzungen von Forschern verlassen. Für Enserink war klar, dass Ron Fouchier das eigentliche Problem war: Er übertrieb die Gefährlichkeit seiner Experimente bewusst. In den Niederlanden hatte der Virologe offenbar bereits davor einen entsprechenden Ruf gehabt, da er sich schon während der Schweinegrippepandemie zu alarmistischen Aussagen hatte hinreissen lassen. Dies sei mit ein Grund gewesen, warum auch in den niederländischen Medien erst verzögert eine Debatte in Gang gekommen sei, sagte Enserink.

Mehr öffentliche Diskussion Wolf-Michael Catenhusen, stellvertretender Vorsitzender des deutschen Ethikrats und ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, begrüsste gar die entspannte Reaktion der

«Mit der heutigen Bericht­ erstattung marginalisiert sich der Wissenschaftsjour­ nalismus selber.

»

«Les priorités dans les rédactions scientifiques sont fausses!» Markus Lehmkuhl, chercheur dans le domaine des médias, a déclaré lors du congrès «Wissens­ werte» à Brème, que les journalistes de langue allemande ont complètement raté leur devoir d’information concernant les expériences très critiquées manipulant le fameux virus H5N1. Le journaliste scientifique Martin Enserink, l’un des premiers à mettre en lumière les expériences H5N1 dans «Science», le contredit cependant. Ce dernier atteste à ses collègues qu’ils ont fait de leur mieux. Puisque les études scientifiques étaient encore sous embargo, les journalistes ne connaissaient le contenu que par ouïe dire et de­ vaient donc se fier aux estimations des cher­ cheurs. skwj-bulletin 1/13 | 11


WISSENSWERTE 2012

Medien in Deutschland. Er sei froh, dass das Thema nicht so sehr hochgekocht wurde wie in den USA. Insbesondere die Gefahr von Bioterrorismus werde dort massiv überbewertet. Catenhusen ist zurzeit an einem Bericht des Ethikrates beteiligt, der von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. Dieser soll klären, in­ wieweit in Deutschland Sicherheitsmass­ nahmen ausreichen, um gefährliche Virenexperimente zu kontrollieren. Podiumsteilnehmer Stephan Becker, Professor am Institut für Virologie an der PhilippsUniversität Marburg, freute sich nicht besonders über die Aussicht auf eine mögli-

«Drama und Gruseln» nicht für solche Themen interessiere, sagte der Virologe. Damit dürfte er nicht so falsch liegen. Während die einen diskutieren, handeln andere: Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, hat in den USA das Gesundheitsministerium vor, die Finanzierung von gefährlichen Virenexperimenten noch restriktiver zu gestalten.

«Die Biosicherheit ist hierzulande schon ziemlich reguliert.» che Verschärfung der Auflagen: «Die Biosicherheit ist hierzulande schon ziemlich reguliert.» Er wünsche sich mehr Diskussionen in der Öffentlichkeit zur Biosicherheit statt in Gremien. Allerdings glaube er, dass sich die Bevölkerung jenseits von

H5N1(Foto: Jan Rathke)

Wissenswerte standen auf der Kippe Die neunte Ausgabe der Wissenswerte fand vom 26. bis 28. November 2012 statt. Die Konferenz für Wissenschaftsjournalismus stand lange auf der Kippe, denn das bisherige Finanzierungskonzept der auf vier Jahre befristeten «Initiative Wissenschaftsjournalismus» lief im vergangenen Jahr aus. Doch nun helfen die fünf grössten Wissenschaftsorganisationen Deutschlands (DFG, MPG, Fraunhofer-Gesellschaft, HelmholtzGemeinschaft und Leibniz-Gemeinschaft) die international beachtete dreitägige Konferenz am Leben zu erhalten. Weitere Unterstützer sind weiterhin der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, BASF SE, Sanofi Pasteur MSD, der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und der Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten (VMWJ). Die Programmplanung erfolgte neu als Kooperation zwischen dem Journalistenverband Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) und dem Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund. Neben dem Netzwerken gab es für alle etwas zu hören und sehen: Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Themen wie «Der Kampf um die Gen-Mais-Studie – und was wir daraus lernen können», «Wie evidenzbasiert ist die Energiewende?» oder «Pitch the Editor: Wie bringe ich mein Thema in Tageszeitungen?». Prominente Referenten waren dieses Jahr Dennis Meadows (Autor von «Grenzen des Wachstums» aus dem Jahr 1972) sowie Stefan Klein (Verfasser von verschiedenen Wissenschaftsbestsellern). Daneben gab es eine Fachausstellung von Industrie, Interessengruppen, Hochschulen und Förderinstitutionen sowie Exkursionen und ausgefüllte Abendprogramme, unter anderem mit einem Scienceslam. 12 | sk wj-bulletin 1/13


SAVE THE DATE

Seminar at the Swiss Institute of Bioinformatics Switzerland is famous for its chocolate and watches but its expertise is also appreciated worldwide in another field: bioinformatics. Hardly known by the public at large, this field is indispensable to life science research. It can also help forecast foodwebs, social networks and even the structures of international conflicts and terrorist networks. The SIB and the Swiss Association of Science Journalism (SASJ) are organizing a seminaire to members of the later. Par Irène Perovsek Switzerland has the advantage to gather all bioinformatics expertise in one coordinated organisation—the SIB Swiss Institute of Bioinformatics. Worldwide leader in protein knowledge with Swiss-Prot the database used by scientists for more than 25 years, SIB just started neXtProt, a new protein knowledge platform exclusively dealing with human proteins and which is about to take the same successful path as Swiss-Prot. Medical progress also relies on bioinformatics as for example in the drug modelling area. SwissDock, a docking tool developed by SIB, allows researchers to model targeted drugs for more efficient treatments against cancer. Well aware that the future of medicine might lie in a more global approach of a patient to allow for more targeted and efficient therapies, SIB has decided to proactively develop clinical bioinformatics in Switzerland and just started a new special project in this field. SIB, which celebrates this year its 15th anniversary, and SASJ invite you to have an insight into its current projects. SIB has developed numerous tools and information supports to explain life science and bioinformatics to the public at large—such as chro­ mosomewalk.ch which just went online—and which can be very helpful to journalists having the same challenge as us: make science accessible to all.

When: 5th March 2013 Where: Swiss Institute of Bioinformatics, Lausanne

Programm 9:40 10’ talk / 10’ discussion

SIB Swiss Institute of Bioinformatics—15 years of endless booming

Prof. Ron Appel SIB executive Director

10:00

Clinical bioinformatics

Prof. Jacques Beckmann Leader Special Project “Clinical Bioinformatics”

SwissDock: Swiss precision in drug modelling is also an asset in the fight against cancer

Vincent Zoete Molecular Modeling group

10’ talk / 10’ discussion

10:20 25’ workshop 10’ discussion

10:55

Coffee Break

11:15

Uncovering and forecasting foodwebs, ­social and even terrorist networks

Prof. Christian Mazza Group Leader Biomathematics and Computational Biology

neXtProt—A new protein knowledge platform exclusively dealing with human ­proteins

Prof. Amos Bairoch Group Leader CALIPHO—Computer and Laboratory ­Investigation of Proteins of Human Origin

Chromosomewalk.ch and other tools available to make bioinformatics and life sciences accessible to the general public

Marie-Claude Blatter

10’ talk / 10’ discussion

12:25

Stehlunch

15’ talk / 10’ discussion

11:40 10’ talk / 15’ discussion

12:05

Registration: irene.perovsek@isb-sib.ch

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IN EIGENER SACHE

Fürs Bulletin schreiben Das Bulletin des SKWJ soll mehr bieten als nur Ankündigungen und Rückblicke von Klubveranstaltungen. Recherchen, Essays, Kommentare, Polemiken, Analysen, Interviews, Arbeitsberichte, das alles soll Platz haben. Alle Klubmitglieder sind herzlich eingeladen mitzuschreiben. Ein Blick in die letzten Bulletins zeigt: Es schreiben hauptsächlich Vorstandsmitglieder und einige wenige andere Klubmitglieder – nicht von ungefähr, denn Schreiben fürs Bulletin war bisher ausschliesslich ehrenamtlich. Auch so kann es sich aber lohnen, die Hintergründe einer wichtigen Geschichte für die Kolleginnen und Kollegen zu beleuchten, wie es Marcel Hänggi mit seinem sehr aufschlussreichen Beitrag über das Öffentlichkeitsprinzip im Wissenschaftsjournalismus in der letzten Nummer getan hat. Für neue Kolleginnen und Kollegen ist es vielleicht auch die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Oder lassen sich die Notizen zu einer Konferenz ohne viel Aufwand in einen kurzen Bericht giessen? Das Bulletin wird lebendiger, vielfältiger, wenn viele mitschreiben. Neu ist: Der Bulletinredaktion stehen ab sofort maximal 1500 Franken pro Jahr aus dem Recherchefonds zur Verfügung, um vornehmlich freien Autorinnen und Autoren eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen zu können für aufwändiger recherchierte Geschichten, für Geschichten also, die über einen ­Veranstaltungsbericht u.ä. hinausgehen. Das wurde an der letzten GV auf Antrag des Vorstands entschieden. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind herzlich eingeladen, sich sowohl für solche minimal entschädigte wie auch für andere Artikel beim Bulletinredaktor (siehe jeweils Impressum des Bulletins, z. Z. pascal.biber@srf.ch) zu melden.

Écrire pour le bulletin Le bulletin de l’ASJS se devrait d’offrir des contenus autres que de simples annonces ou retours sur les manifestations de notre associations. Enquêtes, essais, commentaires, polémiques, analyses, interviews: tout cela devrait trouver sa place dans notre publication. Tous les membres sont cordialement invités à mettre la main à la pâte.

Sie sind umgezogen? Sie haben eine neue E-Mail-Adresse? Bitte melden Sie dies an sekretariat@science-journalism.ch Vous avez demenagé? Vous avez une nouvelle adresse electronique? Veuillez le communiquer à sekretariat@science-journalism.ch

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Souvent, seuls les représentants du comité ainsi que quelques autres membres écrivent pour le bulletin. Ceci de manière bénévole. Or même ainsi, il est peut être profitable à tous pour l’un d’entre nous de mettre en lumière, pour ses collègues, les coulisses d’une enquête importante, comme Marcel Hänggi l’a fait dans le dernier numéro dans un ­article consacré au principe de transparence dans le journalisme scientifique. Et pour de nouveaux membres ou des journalistes depuis peu dans la profession, c’est peutêtre aussi l’occasion de se rendre visible. Synthétiser par exemple sans trop d’investissement dans un article quelques notes prises lors d’une conférence: le bulletin n’en devient que plus vivant, plus «multifacettes», lorsqu’il contient plusieurs signatures. Voici la nouveauté: les responsables du bulletin ont désormais au maximum 1500 francs à leur disposition (provenant de fonds de soutien aux projets), pour pouvoir payer par une petite rémunération des contributions, en priorité oeuvres de journalistes libres, pour des articles relativement fouillés qui dépassent notamment le simple récit d’une manifestation. Pour rappel, ce nouveau mode de fonctionnement a été décidé lors de la dernière assemblée sur proposition du comité. Les membres de l’ASJS ainsi intéressés à participer (contre rémunération ou non) à la rédaction du bulletin sont invités à faire leurs propositions à son responsable (voir impressum. Pour l’heure: pascal.biber@srf.ch).


NEUE MITGLIEDER / NEWS

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Nouveaux membres Membres ordinaires Titulaire d’un certificat d’études supérieures d’ethnologie de l’université de Neuchâtel, Michel Cerutti travaille au sein de la RTS depuis 1997. Ancien présentateur du 19 h 00 des régions et des éditions de fin de semaine du Téléjournal, il a également co-signé plusieurs reportages pour le magazine 36,9 et collabore depuis 2007 à la rubrique sciences du département de l’Actualité.

Nach dem Studium der angewandten Mathematik in Mailand, promovierte Valentina Rossetti 2012 an der Universität ­Zürich im Bereich Evolutionsbiologie. Seitdem ist sie als Forscherin und Koordinatorin eines Doktoratsprogramms an der Universität Zürich angestellt. Neben der Grundforschung ist sie für die Wissenschaftskommunikationsprojekte und die Medienkommunikation des Forschungsprogramms verantwortlich.

Prix média

Né en 1966, Mario Fossati a grandi sur la Côte vaudoise. Après une licence en Sciences Politiques obtenue à l’Université de Genève, il effectue son stage de journalisme au sein de la RTS. Par la suite, il collaborera à différents magazines (Télescope, Check Up, Temps Présent) avant d’assumer, durant 8 ans, la production de l’émission A Bon Entendeur. Depuis 2006, il coproduit le magazine de santé 36.9°, tout en y réalisant des reportages.

Stellenkarussell

Odette Frey (Medizin) für die KontextSendung «Medizin – nur teuer oder auch nützlich?» auf DRS 2.

Ausserordentliche Mitglieder Etel Keller ist an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon für die Redaktion und das Publishing der wissenschaftlichen Publikationen verantwortlich und zudem Mitglied der Redaktionskommission der Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse. Sie absolvierte an der ETH den Master of Science in Agronomie und bildete sich an der Universität Austral, Buenos Aires, im Rahmen eines Masters in Unternehmenskommunikation weiter.

Christian Heuss, Ex-Vorstandsmitglied, hat die Leitung der Fachredaktion Wissenschaft von Schweizer Radio und Fernsehen SRF abgegeben und ist seit Anfang Jahr Leiter Kommunikation beim Swiss Tropical and Public Health Institute. ­Neuer Chef der Wissenschaftsredaktion von SRF ist Thomas Häusler. Die SRFWissenschaftsredaktion Redaktion ebenfalls verlassen hat Patrik Tschudin, nun freier Journalist. Ihn ersetzt Vorstandsmitglied Hanna Wick, die nach acht Jahren die NZZ verlässt. Auf Hanna folgt bei der NZZ die deutsche Physikerin Helga Rietz, die neben ihrem Doktorat schon für verschiedene Medien frei gearbeitet hat.

Fleur Daugey (sciences naturelles) pour «Les filles de l’air », paru dans «La Salamandre». Sabine Bitter und An Lac Truong Dinh (Geistes- und Sozialwissenschaften) für «Fremdenlegionär und Deserteur: Das kurze Leben des Emil Selhofer» in der Sendung «Passage2» auf DRS 2.

Cécile Guerin (médecine) pour «Maladies rares: du laboratoire au traitement», dans l’émission «Impatience», RTS, la 1ère. Olivier Dessibourg (sciences techniques) pour «Le jour où les robots penseront», paru dans «Le Temps», cahier spécial sur les frontières de l’intelligence. This Wachter (Technische Wissenschaften) für «Othmar Ammann, ein historisches Porträt» auf DRS 4 News.

Monika Kugemann ist Mediensprecherin am Inselspital, Universitätsspital Bern. Nach einem Master in Journalismus der Point Park University, PA, USA, promovierte sie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen / Nürnberg im Bereich Kultur und Medien. Ihre Berufserfahrung im Kommunikationsbereich schliesst die Vereinten Nationen (UNRISD) sowie die Universität Basel (International Affairs) ein.

www.annahartmann.net

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www. sc ience -j ournalis m. c h

Bulletin 1 | 13 JANUAR 2013

Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus Association suisse du journalisme scientifique Swiss Association of Science Journalism

P.P. CH-8021 Zürich

Pascal Biber Wissenschaftsredaktor Schweizer Radio und Fernsehen SRF Novarastrasse 2 4002 Basel 061 365 35 69 pascal.biber@srf.ch

Natalie Bougeard Secrétariat romand Journaliste scientifique Radio Télévision Suisse RTS 40 avenue du Temple 1010 Lausanne 058 236 36 36 natalie.bougeard@rts.ch

Felix Straumann Redaktor Wissen Tages-Anzeiger Werdstrasse 21 8021 Zürich 044 248 44 11 felix.straumann@tages-anzeiger.ch

Fabio Bergamin Deutschsprachiges Sekretariat und Kassier Wissenschaftsredaktor ETH Zürich Algisserstrasse 10A 8500 Frauenfeld 052 720 72 92 sekretariat@science-journalism.ch

Adressänderungen: Bitte an das Sekretariat

Impressum Bulletin des SKWJ Redaktion: Pascal Biber Layout: Ritz & Häfliger, Basel Druck: Sihldruck AG, 8021 Zürich

Hanna Wick Wissenschaftsredaktorin Schweizer Radio und Fernsehen SRF Novarastrasse 2 4002 Basel 061 365 35 58 hanna.wick@srf.ch

Christophe Ungar Journaliste scientifique Radio Télévision Suisse RTS 20 Quai Ernest Ansermet 1211 Genève - 8 022 708 94 07 christophe.ungar@rts.ch

Beate Kittl Wissenschaftsjournalistin Schweizerische Depeschenagentur sda Länggassstrasse 7 3001 Bern 031 309 38 48 bkittl@gmx.ch

Olivier Dessibourg Président et délégué EUSJA Journaliste scientifique LE TEMPS Rte de la Conversion 310 1093 La Conversion 021 311 35 70 olivier.dessibourg@letemps.ch

Der Vorstand


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