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CHF 2,50

Schwerpunkt

Spitzenleistung Editorial

Neue Wege gehen Spies Hecker

Ganz ohne Glanz Marketing

Spuren im Netz Color Inside

Kalt erwischt? Poolpartner

D端senjet

spies hecker-branchenmagazin

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Inhalt Editorial Neue Wege gehen

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CH Coatings Interview Klare Standpunkte

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CH Coatings Leistungen Wir sind für Sie da!

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Neue Wege gehen Impressum Herausgeber: Spies Hecker Muttenzer-Str. 105 4133 Pratteln Tel.: 061 826 96 96 Fax: 061 821 82 36 www.spieshecker.ch

CH Coatings Team Mensch Marke

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CH Coatings Kunden Ihre Meinung zählt

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Im Gespräch Trendsetter der Branche

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info-sh-ch@ che.spieshecker.com Verantwortlich

Spies Hecker Neue Kooperation Ganz ohne Glanz

für den Inhalt: Beatrice Weiss Redaktion und Layout: Mediaservice – Agentur für PR, Redaktion und

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Als neuer Schweizer Importeur CH Coatings AG bieten wir Ihnen in Zukunft noch mehr Flexibilität, Produktvielfalt und Service.

Christian Simmert

Marketing Spuren im Netz

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Tel.: +49 (21 31) 1 25 66-30 redaktion@color-news.com Bildnachweis: Mediaservice, Fotolia.com: Bergfee (S. 2), Hubert Körner (S. 3), blackmate (S. 12),

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Wolfrum (S. 18), Manfred

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Poolpartner, Mercedes Benz, GM Anzeigen:

CUI Strategisch denken, Kosten senken

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Industrie Hightech am Berg

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Mediaservice – Agentur für PR, Redaktion und Kommunikation GmbH Robert Bergmann Weingartstraße 41 D 41464 Neuss Tel.: +49 (21 31) 1 25 66-30 Fax: +49 (21 31) 1 25 66-39 anzeigen@color-news.com

:: Branchengipfel 10. – 12. Juni 2010

Der Schweizer Lackmarkt hat sich deutlich verändert. Denn Spies Hecker geht künftig mit der CH Coatings AG neue Wege. Die starke Lackmarke wird nun von uns als neu gegründetem Schweizer Importeur vertrieben. Damit sind wir für die Herausforderungen der Zukunft noch besser aufgestellt.

Andy Kay (S. 16), Richard Ament (S. 22), Spies Hecker,

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das bleibt unser Prinzip.

Kommunikation GmbH

D 41464 Neuss

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Poolpartner Effektive Wellenlänge Düsenjet

Näher dran,

Weingartstraße 41

Schwerpunkt Spitzenleistung

Color Inside Kalt erwischt?

Editorial

MARKTTRENDS: MODERNE TECHNIK UND ERFOLGREICHES GESCHÄFT Technische, strategische und betriebswirtschaftliche Entwicklungen – bei Spies Hecker zeigen führende Werkstattausrüster neue Technologien, geben Experten konkrete Tipps. Drei Tage Branchengipfel: Am Donnerstag treffen sich die Poolpartner und diskutieren aktuelle Markttrends. Die CUI-Betriebe beraten am Freitag über ihre Marktstrategien. Am Abend bestimmt König Fussball das Programm, mit der Live-Übertragung des WM-Spiels Uruguay – Frankreich in lockerer Atmosphäre. Der Samstag steht ganz im Zeichen der Poolpartner-Messe. Hier erleben Sie moderne Technik für den effizienten Betrieb. Mehr Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie in Kürze.

Wir, das sind Ihnen sehr vertraute Menschen. Denn das neue Unternehmen besteht aus dem erfahrenen Team, das Sie bereits seit Jahren als Lacklieferant für die Autoreparatur-, Nutzfahrzeugund Industrielackierung kennen. Alles aus einer Hand Die CH Coatings AG setzt auf Kontinuität und Innovation. Aussendienst, Technischer Service und die Mitarbeiter der Zentrale in Pratteln haben sich gemeinsam entschieden, Ihnen künftig sehr kundenorientierte Lösungen zu bieten. Mit der Unabhängigkeit und Flexibilität als eigenständiger Importeur. Unser Denken und Handeln wird deshalb noch stärker auf Ihre Anforderungen ausgerichtet sein. Das bedeutet konkret: bei uns erhalten Sie künftig alles aus einer Hand. Produktsysteme, Servicekonzepte, Zubehör, Training und Marketing – CH Coatings liefert Ihnen Material, Ausrüstung und Know-how. Präzise abgestimmt auf die Herausforderungen und Trends des Schweizer Marktes. Damit erhalten Sie schnell und zuverlässig die Lösungen, die Sie in Ihrem Carrosserie- und Lackierbetrieb brauchen, um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben.

Positive Signale Ein Prinzip, für das wir in zahlreichen Gesprächen bereits viel Zustimmung erhalten haben. Die Idee vom „All-in-one-Lieferanten“ sieht der VSCI-Zentralpräsident Hans-Peter Schneider im ColorNews Interview genauso positiv wie andere führende Branchenvertreter und Betriebe. In dieser Ausgabe erfahren Sie, was der Markt von uns erwartet und welche Konzepte wir Ihnen als Kunden ganz konkret bieten. Starten wir gemeinsam in die Zukunft! Als Ihr Partner stehen wir fest an Ihrer Seite und engagieren uns nun noch stärker für Sie. Mit unserer ganzen Kompetenz, mit effizienten Strukturen und mit persönlicher Beratung. Denn die Basis unserer Zusammenarbeit bleibt unsere enge, vertraute Partnerschaft. Daran knüpfen wir an und entwickeln neue Strategien, mit denen wir gemeinsam in die Zukunft starten. Wir freuen uns sehr auf die Fortsetzung unserer Partnerschaft mit frischen Impulsen durch unseren Neuanfang. Lassen Sie uns die Chancen zusammen nutzen. Offen und engagiert, mutig und konstruktiv. Mit herzlichen Grüssen

Selcuk Özgül, Geschäftsführer CH Coatings AG

Selcuk Özgül

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CH Coatings Interview

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Klare Standpunkte

Wir sind für Sie da! die Betriebe vor allem auf schlanke Strukturen und effiziente Prozesse an. Denn die Optimierung der Kosten rückt stärker in den Mittelpunkt. Eine echte Herausforderung für die Werkstatt, denn gleichzeitig steigt der Investitionsbedarf durch fortschreitende technische Entwicklung. Thomas Melzer: Wir erkennen auch in anderen europäischen Ländern eine ähnliche Entwicklung, wie sie Selcuk Özgül beschreibt. In Zukunft wird deshalb im Reparaturbetrieb die Sicherung der Profitabilität ein bedeutende Rolle spielen.

Selcuk Özgül und Thomas Melzer über die Zukunft des Lackmarktes und die Marktposition von Spies Hecker. CH Coatings hat den Vertrieb von Spies Hecker in der Schweiz übernommen, warum? Thomas Melzer: Spies Hecker Produkte wurden in der Schweiz bis 1984 über einen Importeur vertrieben. Jetzt knüpfen wir zum richtigen Zeitpunkt an diese erfolgreiche Geschichte an. Das Team in Pratteln wollte eigenständiger sein. Wir haben daher entschieden, den Vertrieb in vertrauten Händen zu belassen. Das sorgt für Kontinuität. Selcuk Özgül: Die Verbundenheit mit der Marke Spies Hecker ist über Jahrzehnte gewachsen und bei uns sehr stark verwurzelt. Wir schlagen jetzt ein neues Kapitel der Zusammenarbeit auf. Darauf freuen wir uns sehr. Spies Hecker Geschäftsführer Thomas Melzer aus Deutschland und Selcuk Özgül, CH Coatings AG Geschäftsführer

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Wo sehen Sie die Herausforderungen für Carrosserie- und Lackierbetriebe? Selcuk Özgül: Der Schweizer Markt hat eine ganz eigene Dynamik. In Zukunft werden wir Veränderungen wie eine stärkere Lenkung von Unfallschäden durch Versicherer sehen. Hier kommt es für

CH Coatings Leistungen

Wie kann der Reparaturbetrieb dauerhaft profitabel arbeiten? Thomas Melzer: Ein professionelles Management wird immer wichtiger. Denn nur wer seine Kosten kennt, den Stundenverrechnungssatz kalkuliert und seine Abläufe optimiert, bleibt wettbewerbsfähig. Auch die aktive Kundenakquisition trägt dazu bei, profitabler zu arbeiten. Wichtig sind allerdings nicht nur die Auslastung, sondern vor allem gute Konditionen. Der Mix aus Privatkunden, Versicherern, aber auch Leasing- und Flottengeschäft schafft ausserdem mehr Unabhängigkeit. Welche Unterstützung können Ihre Kunden nutzen, um auf Erfolgskurs zu bleiben? Selcuk Özgül: Mit Colors Unlimited International (CUI) bieten wir wirksame betriebswirtschaftliche Instrumente und gezieltes Marketing. Darüber hinaus verfügen unsere Kunden über effiziente Produktsysteme, mit denen sich neue Geschäftsfelder erschliessen lassen. Egal ob im Bereich Spot Repair durch moderne UV-Technologie oder in der Nutzfahrzeug- und Industrielackierung – wir stellen innovative Lösungen aus einer Hand bereit. Was plant Spies Hecker für die Zukunft? Thomas Melzer: Erst einmal freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit CH Coatings. Natürlich wollen wir unsere Position als eine der führenden Lackmarke im Schweizer Markt weiter ausbauen. Auch deshalb setzen wir in Zukunft auf Innovationen wie die Weiterentwicklung unserer erfolgreichen Wasserbasistechnologie. Vielen Dank für das Gespräch!

Produktsysteme, Zubehör und Know-how. CH Coatings bietet Handwerk und Industrie passende Lösungen aus einer Hand.

Wer heute eine Lösung sucht, braucht einen Ansprechpartner, der alles regelt. Schnell, flexibel, kompetent. Deshalb heisst das Prinzip bei CH Coatings: one stop. In Pratteln stehen daher die Kunden im Mittelpunkt – mit ihren unterschiedlichsten Anforderungen. „Wir nehmen die Perspektive unserer Kunden ein und lösen Probleme individuell“, betont Salvatore Malomo, Verkaufsleiter Reparaturlacke. Auch Thomas Wyss, verantwortlich für Industrie- und Nutzfahrzeuglacke, unterstreicht: „Die Herausforderung liegt in der Entwicklung massgeschneiderter Konzepte, die sich effizient umsetzen lassen und ein hohes Qualitätsniveau sicherstellen.“ Produkte und Zubehör Autoreparatur, Nutzfahrzeuge und Industrie – bei der neuen CH Coatings AG sind nun alle Lackbereiche unter einem Dach vereint. „Damit liefern wir Produktsysteme und Zubehör für jeden Geschäftsbereich der Schweizer Branche“, hebt Geschäftsführer Selcuk Özgül hervor. „Carrossiers, Lackierwerkstätten sowie Industriebetriebe profitieren damit von unserer umfassenden Kompetenz.“ Als Schweizer Importeur bietet CH Coatings exklusiv die Produktsysteme von Spies Hecker sowie CoatingSolutions für die Industriebeschichtung mit Nasslacken und Pulver an. Auch Verbrauchsmaterial vom Schleifpapier bis hin zur Filtermaske und technische Werkstattausstattung wie Hebebühnen zählen zum Sortiment. Alles abgestimmt auf Einsatzbereiche, Produktsysteme und Anforderungen der Kunden.

Training und Color-Service „Lösung aus einer Hand, das bedeutet für uns auch die intensive Vermittlung von fachlichem Know-how“, unterstreicht der Technische Leiter Volker Wistorf. „Denn nur wenn der Anwender die Verarbeitung der Produkte tatsächlich beherrscht, lässt sich rationell und hochwertig lackieren.“ Für ihn ist der Color-Service einer der wichtigsten Bausteine: „Hier beweisen wir Tag für Tag, dass wir unsere Kunden zuverlässig, schnell und präzise unterstützen.“ Persönliche Beratung Ob Prozessoptimierung, technische Lösungen, betriebswirtschaftliches Management oder Marketing – der Aussendienst und die Mitarbeiter der Zentrale beraten immer ganz persönlich. „Eine unserer Stärken war in der Vergangenheit die enge Partnerschaft mit unseren Kunden“, stellt Selcuk Özgül klar und ist sich sicher: „Das wird auch in Zukunft unser Markenzeichen bleiben.“ :: Produktsysteme

Volker Wistorf, Technischer Leiter CH Coatings AG

•• Autoreparatur: Mit Spies Hecker Permahyd steht Lackierbetrieben ein modernes und umweltbewusstes Wasserbasislacksystem zur Verfügung. •• Nutzfahrzeuge: Spies Hecker Permafleet bietet eine optimale Lösung für die Kfz-Reparaturlackierung. •• Industrie: Bei Kleinserien und Beschichtungen für das produzierende Gewerbe nutzen Lackierbetriebe Spies Hecker Permaflex. CoatingSolutions bietet Lack-Lösungen für die professionelle Industrielackierung

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CH Coatings Team

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Mensch Marke

CH Coatings Kunden

Ihre Meinung zählt Stimmungen und Statements aus dem Markt. Was die Branche von CH Coatings erwartet.

Direkter Draht zum Experten Nur ein Schritt über den Flur – und schon steht man am Schreibtisch vom Technischen Leiter Volker Wistorf. Er ist ein gefragter Mann und ständig auf Draht. Denn hier laufen alle technischen Fäden zusammen. Kundenwünsche, Aussendienst, Training Center oder Techniker – er koordiniert, organisiert und klärt knifflige Fragen. „Die Aufgaben sind sehr vielseitig, eine Herausforderung, die ich gerne persönlich annehme“, lächelt der 42-jährige Deutsche, der bereits seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz lebt. Sein Motto: „Alles lässt sich lösen.“

„Wir setzen weiterhin auf die sehr gute Produktqualität und den starken Service.“ Hanspeter Gehri, Gehri Carrosserie und Spritzwerk GmbH, Pfäffikon

„Gerade in speziellen Fällen wie bei Restaurationen setzen wir auf technische Unterstützung. Die persönliche Beratung unterstützt uns bei Farbtonformeln und Lackaufbau. Nach wie vor zählen wir auf die hohe Qualität der Produkte. Mit CH Coatings führen wir die gute Zusammenarbeit fort und sind gespannt, welche Lösungen uns das Team bietet.“

„Die Kommunikation wird noch direkter und es gibt sicher neue Impulse.“ Donat Bergamin, Kennys Autocenter AG, Wettingen

Hoch motiviert, stark engagiert. Das Team von CH Coatings bringt vollen Einsatz für die Kunden. Mustapha Amieur

Bei Giovanna Spataro klingelt das Telefon nur kurz, dann meldet sich die freundliche Stimme der Zentrale. Bestellungen, Anfragen oder einfach schnelle Hilfe – sie kennt den richtigen Ansprechpartner und kümmert sich direkt um eine Lösung. „In Pratteln gehen wir kurze Wege, jeder Kollege ist persönlich ansprechbar und nimmt sich der Probleme an“, lautet das Credo in der oberen Etage des hellen Bürokomplexes an der Muttenzer Strasse.

Salvatore Malomo

Beatrice Weiss und Maya Bitterli

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Im Büro gleich nebenan organisiert Maya Bitterli vom Marketing und Einkauf das Tagesgeschäft. Telefon, Handy und Laptop zählen zu ihren ständigen Begleitern. Gemeinsam mit Beatrice Weiss feilt sie am Markenbild von CH Coatings. Sie entwickelt Werbemassnahmen und kommuniziert intensiv mit den Kunden. „Wir halten enge Verbindung zum Markt, sprechen persönlich mit Carrosserie- und Lackierwerkstätten, damit wir die Stimmung der Branche treffen und erfolgreich werben.“

Immer schön flexibel bleiben Entscheidungen treffen die Mitarbeiter der Zentrale Tag für Tag. Im Sinne ihrer Kunden. Auch im „Finanzzentrum“ bei Mustapha Amieur und Alexandra Mösch. Hier schlägt das Herz für Zahlen und Controlling. Doch dabei behalten die Finanzexperten die Realität des Werkstattgeschäftes immer im Blick. Ihr Prinzip: „Wir handeln unbürokratisch und stimmen unsere Prozesse auf die Abläufe in den Carrosserie- und Lackierbetrieben ab, um den administrativen Aufwand zu verringern.“ Hand in Hand Keine Frage, in Pratteln ist alles auf Teamwork eingestellt. Dynamisch, auch im Meeting. Gegenüber vom Büro der Finanzabteilung liegt der Besprechungsraum. Hier sitzen Selcuk Özgül, Salvatore Malomo und Thomas Wyss. Sonnenstrahlen fallen auf den runden Tisch, der Beamer surrt, an der Wand Anzeigenmotive der aktuellen Spies Hecker Kampagne. Geschäftsführer und Verkaufsleiter diskutieren die Verzahnung der Geschäftsbereiche. „Unsere neue Stärke sind übergreifende Konzepte, von der Unfallreparatur über Nutzfahrzeug bis Industrie“, stellt Selcuk Özgül in der Runde klar. Salvatore Malomo nimmt den Stift, geht zum Chart und skizziert seine Ideen. Das offene Gespräch, das klare Wort bestimmen die konstruktive Atmosphäre. Thomas Wyss: „Bei CH Coatings finden wir uns alle wieder, da spürt jeder von uns Tag für Tag die Aufbruchstimmung.“ Ein Gefühl, das auch Giovanna Spataro teilt, wenn sie den nächsten Telefonanruf in der Zentrale entgegennimmt.

„In Zukunft wird der Kostendruck bei der Unfallreparatur zunehmen. Deshalb verbessern wir unsere Werkstattabläufe weiter. Wenn wir mit moderner Lacktechnologie Zeit sparen und günstiger arbeiten, wäre das ein Wettbewerbsvorteil. CH Coatings liefert hier bestimmt neue Impulse. Davon sind wir überzeugt.“

„Die persönliche Beratung ist uns besonders wichtig. Gerade bei der Optimierung von Prozessen.“ Roger Steimann, CS R. Steimann AG, Bachenbülach

„Wir gehen davon aus, dass durch die Übernahme Abläufe und Service noch flexibler werden. Die Qualität der Produkte stimmt, viel mehr jedoch ist uns die persönliche Verbindung wichtig. Denn wir fühlen uns bei der Marke Spies Hecker wohl. Probleme werden schnell gelöst und die Atmosphäre ist fast familiär. Hoffentlich bleibt das so.“

„Kompetent, zuverlässig und weitsichtig. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Partnerschaft.“ Marcel Strub, Quality Manager bei CWA Constructions, Olten

„Die Beschichtung unserer Produkte erfordert absolute Witterungsbeständigkeit. Eigenschaften, die von Spies Hecker und CoatingSolutions immer erfüllt wurden. Optimale Lösungen erwarten wir auch in Zukunft. Dabei kommt es uns weiterhin auf die kompetente Beratung an, die Umweltaspekte berücksichtigt und frühzeitig Informationen zu neuen Technologien gibt.“

„Die Lackierung von Nutzfahrzeugen erfordert spezielle Produkte. Hier finden wir ein starkes Sortiment.“ Willi Obrist, Peter Winterthur Fahrzeugbau AG, Winterthur

„Hoher Festkörperanteil, Füll- und Deckkraft sind bei uns entscheidende Produkteigenschaften für robuste Oberflächen oder grobe Strukturen. Gerade an Kanten, Umgriffen und Schweissnähten muss der Lackaufbau stimmen. Wir setzen CoatingSolutions Percotop und Spies Hecker Grundierung ein – und sind begeistert. Hohe Qualität und Materialersparnis passen.“

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Im Gespräch

Das Programm für die sichere Vormaterialien-Applikation

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Trendsetter der Branche

Das Dream Team!

VSCI-Zentralpräsident Hans-Peter Schneider im Gespräch mit Selcuk Özgül über Chancen für den Markt. schäftsbeziehung und Präferenzen entscheidet der Betrieb alleine darüber, wie sein Konzept aussieht. Jedes Unternehmen sollte sich im Markt aufgrund seiner Möglichkeiten und regionalen Gegebenheiten positionieren. Nichts zu unternehmen wäre fahrlässig. Ziele setzen und die Zukunft aktiv selbst gestalten, darauf kommt es jetzt an. Welche Unterstützung brauchen die Betriebe? Gerade im Hinblick auf die technischen Herausforderungen benötigen wir immer stärker Lösungen aus einer Hand. Das heisst: einen Ansprechpartner, der zum Beispiel im Bereich Color über Produktsysteme, Zubehör, Know-how und Training verfügt. Damit kann der Betrieb effizienter arbeiten, sein Fachwissen ständig auf dem aktuellsten Stand halten und gleichzeitig eine hohe Reparaturqualität sicherstellen. Die Grundvoraussetzungen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Wo sehen Sie Veränderungen im Markt? Nach wie vor ist die Kundenzufriedenheit nach der Reparatur von Unfallschäden bei uns in der Schweiz sehr hoch. Denn die Carrossiers leisten einen hervorragenden Job. Damit das auch in Zukunft so bleibt, werden die Betriebe jedoch verstärkt investieren müssen. Immer mehr Fahrzeugelektronik, neue Instandsetzungstechniken oder die wachsende Anzahl von Serienfarbtönen mit ständig wechselnden Effekten erfordern mehr Know-how und innovatives technisches Equipment. Entscheidend für freie Carrossiers wird künftig die Weiterbildung sein. Wer seine Mitarbeiter ständig qualifiziert, kann Chancen besser nutzen. Was bedeutet für Sie Fairplay? Dieses Prinzip ist der Erfolgsmotor unserer Branche. Gerade in der Zusammenarbeit mit Markengaragen oder Versicherern ist das faire Geschäft die Basis für jeden Carrossier. Denn nur wenn die Konditionen stimmen, können die Fachbetriebe leistungsstarken Service und eine zufriedenstellende Reparaturqualität bieten. Kann der Carrossier schon heute Strategien entwickeln, um morgen erfolgreich zu sein? Der Betriebsinhaber sollte sich heute mehr denn je die Frage stellen, wo er im Markt in Zukunft stehen will. Je nach Betriebsausrichtung, Ge-

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Wie beurteilen Sie vor diesem Hintergrund den Start von CH Coatings? Die Entwicklung ist sehr positiv. Denn gerade die Nähe zum Markt von CH Coatings und die neue Unabhängigkeit wird der Branche insgesamt nutzen. Wichtig ist, dass der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Flexible Lösungen und eine schnelle Unterstützung bringen den Carrossier weiter, gerade in der Coloristik. Worauf kommt es Ihnen dabei besonders an? Die Farbtonfindung und Lackreparatur wird durch zahlreiche Nuancen und neue Effekte wie Mattoder Drei-Schicht-Lackierungen immer komplexer. Deshalb wächst die Bedeutung aufeinander abgestimmter Produktsysteme und Lacktechnologien. Fachbetriebe, die einen Lieferanten nutzen, können ihre Fehlerquellen minimieren, da Produkte, Technik und Zubehör zueinander passen. Das bringt mehr Prozesssicherheit und erleichtert die Arbeit. Dies gilt insbesondere für das digitale Color-Management, das auf die jeweiligen Lackprodukte abgestimmt ist. Die Bedeutung dieser modernen Technologie wird übrigens weiter wachsen, denn durch das steigende Kostenbewusstsein bei Versicherern kommt es künftig verstärkt auf den optimalen Reparaturweg an. Vielen Dank für das Gespräch!

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Spies Hecker

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Neue Kooperation

Spies Hecker

Ganz ohne Glanz

Produkte, Training, Service und eine starke Partnerschaft – der Automobilhersteller General Motors vertraut bei der Unfallreparatur auch in der Schweiz auf Spies Hecker.

Mattlackierungen liegen im Trend. Die Spies Hecker Reparaturlösung: das Additiv Permasolid Matt Komponente MA 110.

Für mehr Effizienz im Schweizer Opel-Werkstattnetz: GM Suisse SA und Spies Hecker haben eine neue Zusammenarbeit vereinbart. Der Automobilhersteller GM hat einen europäischen Rahmenvertrag mit dem Lackhersteller geschlossen, der zum 1. Februar 2010 auch für den Schweizer Markt umgesetzt wurde. Dies umfasst den Einsatz moderner Lacksysteme sowie praxisorientiertes Training und die persönliche Beratung der Werkstätten durch Spies Hecker Experten vor Ort. Individuelle Schulungen Konkret heisst das für autorisierte Opel-Servicepartner: individuelle Schulungen der Spies Hecker Experten mit Schwerpunkten wie Applikations-

techniken und Color-Management vermitteln den Partnern ihr Profiwissen rund um die Reparaturlackierung. Mit fachlichem, technischem und betriebswirtschaftlichem Know-how schafft Spies Hecker die Basis für optimale Reparaturprozesse. Damit sind Opel-Partner für die Zukunft der Lackinstandsetzung noch besser aufgestellt. Das Ziel der Kooperation Starker Service und hohe Produktqualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort – das ist das Ziel der Kooperation zwischen GM und Spies Hecker in der Schweiz. Denn wirtschaftliche Lacksysteme und gezielte Unterstützung bringen mehr Erfolg im Unfallreparaturgeschäft. Partnerschaft mit Zukunft „Die Partnerschaft mit GM Suisse SA bekräftigt unsere langjährige Partnerschaft mit der Automobilindustrie“, unterstreicht Spies Hecker Country Brand Manager Selcuk Özgül. „Wir bieten dem gesamten Opel-Werkstattnetz die ganze Fachkompetenz unserer Spezialisten und auf die Marken abgestimmte Reparaturlacktechnologie. Damit leisten wir einen Beitrag zur Steigerung von Instandsetzungsqualität und Produktivität der Partnerbetriebe.“ Mehr Informationen über den Reparaturlackhersteller Spies Hecker Schweiz erhalten Sie im Internet unter www.spieshecker.ch.

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In Zukunft werden Lackierbetriebe bei der Reparaturinstandsetzung immer öfter auf matte Serienlackierungen treffen können. Denn die individuelle Fahrzeugoptik wird im Automobilhandel künftig noch stärker zum Verkaufsargument. Eine echte Herausforderung für die Werkstatt. „Neue Sonderserien mit Speziallackierungen und neue Effekte können ein besonderes Reparaturvorgehen erfordern“, stellt Torsten Stahlberg, Leitung Technischer Service der Spies Hecker GmbH, klar. „Damit die Mattlackierung fachgerecht wiederhergestellt wird, müssen passende Produktsysteme zum Einsatz kommen.“ Matteffekt im Klarlack „Ein aktuelles Beispiel ist Mercedes Benz mit dem Sondermodell CLS Grand Edition und der matten Serienlackierung designo magno platin. Mit dem neuen Permasolid Matt Komponente MA 110 bieten wir eine passende Produktlösung, um die Lackinstandsetzung zu ermöglichen“, heisst es beim Kölner Reparaturlackhersteller. Das Additiv wird mit dem Permasolid HS Klarlack 8030 im Gewichtsverhältnis 75/25 Prozent bzw. 70/30 Prozent ausgemischt. „Damit erhält der Lackierer einen bestmöglichen und homogenen Mattierungseffekt“, unterstreicht Torsten Stahlberg. „Eine spezielle System-Information beschreibt die Reparaturlackierung und liefert konkrete Hinweise für den Anwender bei Teil- und Ganzlackierungen.“ Damit erhält der Lackierer eine ausführliche Anleitung zur fachgerechten Reparatur und erzielt bei der Instandsetzung von Mattoptik die jeweiligen niedrigen Glanzgrade. Grundsätzlich erfordert die Reparatur von mattierten Serienlackierungen besondere Sorgfalt und ein abgestimmtes Produktsystem. Mercedes Benz hat daher Spachtel, Grundierung, Füller,

Elastifizierung, Decklack und Mattierung von Spies Hecker für die Lackinstandsetzung freigegeben.

:: Produktfreigabe mercedes benz •• Spachtel Raderal Feinspachtel 0911 Raderal IR Premium Spachtel 2035 Raderal Füllgrund 3508 •• Grundierung Priomat 1:1 Elastic Haftfüller 3300 Priomat Elastic Haftgrund 3304 lasierend Priomat Wash Primer 4075 Priomat 1K Wash Primer 4085 Permafleet EP Grundierfüller 4017 (Spray Max) Permasolid EP Grundierfüller 4500 •• Füller Permasolid HS Premium Füller 5310 Permasolid HS Vario Füller 8590 •• Elastifizierung Permasolid Elastic Additiv 9050 (für alle Permasolid® 2K Acryl-Füller bei Kunststoffteilen) •• Decklack Permahyd Basislack Serie 280/285 Permasolid HS Klarlack 8030 •• Mattierung Permasolid Matt Komponente MA 110

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Schwerpunkt

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Spitzenleistung

Schwerpunkt

„Es ist Zeit zu handeln. Der wirtschaftliche Schaden bei einer Reklamationsquote von fünf bis zehn Prozent liegt bei durchschnittlich ca. CHF 11.500 pro Mitarbeiter im Jahr.“ Michael Zülch, Geschäftsführer zülchconsulting gmbh

konsequenten Zeiterfassung wird die Qualität der Arbeit überhaupt erst messbar.“ Damit legt das Unternehmen neben der Auftragsplanung den zweiten Grundstein für die betriebswirtschaftliche Kontrolle der Reparaturarbeiten. Denn die Bewertung der Qualität misst sich an dem Anteil betriebsinterner Beanstandungen und Kundenreklamationen an den insgesamt geleisteten produktiven Stunden der Mitarbeiter. „Das Beseitigen von Fehlern kostet Arbeitszeit, die nicht entlohnt wird“, begründet der Geschäftsführer von zülchconsulting seinen Standpunkt. Ein Rechenbeispiel: „Liegt die Reklamationsquote zwischen fünf und zehn Prozent, bei jährlich 220 geleisteten Arbeitstagen pro Mitarbeiter, verliert der Betrieb elf bis 22 Arbeitstage im Jahr.“ Den wirtschaftlichen Schaden beziffert Michael Zülch auf durchschnittlich ca. CHF 11.500.

Jeden Tag ein bisschen besser? Nehmen Sie die Herausforderung an. Wie der Lackierbetrieb ein optimales Arbeitsergebnis erzielt und seine Qualität effektiver checkt.

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Lackierer sind Perfektionisten. Sie lieben die Genauigkeit, sind kreativ und erst zufrieden, wenn das Finish wirklich glänzt. Eigentlich. Denn der Arbeitsalltag in der Werkstatt sieht oft anders aus. Denn die Wirklichkeit in Schweizer Lackierkabinen wird mehr und mehr durch steigenden Kostendruck und hohes Arbeitstempo bestimmt. Eine Herausforderung für jeden Betrieb.

ist plausibel: „Nur wer sauber plant, kann die Arbeitsqualität auch kontrollieren und dauerhaft garantieren.“ Konkret bedeutet das: realistische Zeiten für den Reparaturprozess und Auslastung der Werkstatt kalkulieren und den Ablauf für alle Mitarbeiter nachvollziehbar festlegen. Das ist die Voraussetzung für eine funktionierende Qualitätssicherung.

Gut geplant − von Anfang an Wo bleibt hier die Qualität? Wie kann der Betriebsinhaber sicherstellen, dass auch bei hoher Auslastung das Leistungs- und Arbeitsergebnis spitze sind? „Die Qualität der Arbeit entscheidet sich schon bei der Auftragsplanung“, weiss Volker Wistorf. Die Erfahrung vom Leiter Technischer Service

Zeit ist alles, oder nichts? Eine Meinung, die auch Michael Zülch vertritt. „Wer weniger nacharbeiten und die Fehlerquote senken will, braucht eine Qualitätssicherung, die auch bei hoher Arbeitsbelastung zuverlässig funktioniert“, ist der Berater für Carrosserie- und Lackierbetriebe überzeugt. Er fügt hinzu: „Mit einer

Qualitätscheck Schritt für Schritt Ein Verlust, der durch konsequente Qualitätskontrolle vermieden werden kann. Doch wie organisiert der Lackierbetrieb diesen Prozess? „Grundsätzlich sehen wir im Arbeitsablauf drei wichtige Stationen für den Qualitätscheck“, betont Volker Wistorf. Das bedeutet für die Praxis: „Bei der Übergabe von der Carrosserieabteilung an die Lackiererei, nach Fertigstellung der Vorarbeiten und zuletzt bei der Endkontrolle im Finish.“ Wer an diesen Stellen kontrolliert, entdeckt Fehler frühzeitig und kann sie mit vergleichsweise geringerem Aufwand beseitigen. Denn werden Qualitätsmängel erst bei der Auslieferung entdeckt, ist es oft zu spät. Eine Neulackierung ist teuer und es kommt zu kurzfristigen Verzögerungen, die für den Kunden spürbar werden. „Wenn fehlerhafte Spachtelarbeiten schon vor dem Lackieren erkannt und ausgeschliffen werden, dann reduzieren sich Aufwand und Kosten für die Beseitigung deutlich.“ Besonders wichtig ist jedoch die „Eingangskontrolle“ bei reinen Lackieraufträgen, an denen bereits Carrosseriearbeiten ausgeführt wurden. Hier sollte der Betrieb besonders genau kontrollieren und Mängel bei der form- und konturgerechten Übergabe durch Auftraggeber dokumentieren.

für eine wirksame Kontrolle. „Deshalb sorgt ein Qualitätsprotokoll für klare Regeln und die Umsetzung der Qualitätskontrolle“, heisst der Rat. Wie das funktioniert? Ganz einfach. Auf einem Formular zeichnet der Mitarbeiter in der Vorbereitung die einwandfreie Qualität seiner Arbeit ab. Bei der Übergabe checkt der Lackierer noch einmal die Reparaturstelle und dokumentiert die Kontrolle im Protokoll. Die Endabnahme im Finish führt dann der Werkstattmeister durch. Das Motto lautet: vier Augen sehen einfach mehr. Motiviertes Arbeiten für beste Ergebnisse „Jeder Mitarbeiter sollte ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein zeigen und Eigenverantwortung für seine Arbeit übernehmen“, unterstreicht Michael Zülch. Dabei spielt die richtige Motivation eine Schlüsselrolle. „Wenn der Inhaber oder Werkstattmeister dem Team verdeutlicht, wie wichtig die Qualität für den Erfolg des Betriebes ist, lässt sich die Reklamationsquote reduzieren.“ Deshalb sollte der Unternehmer Qualität thematisieren. Das Qualitätsprotokoll und die Anzahl der Garantiearbeiten helfen bei der Auswertung der tatsächlichen Arbeitsleistung und dienen der Argumentation im Betrieb.

Schadenbegrenzung lautet also das Prinzip, bevor der Kunde reklamiert. Dort, wo ein Fehler entstanden ist, sollte er auch behoben werden. Oft liegen Theorie und Praxis allerdings weit auseinander. Denn im Werkstattalltag fehlt eben doch die Zeit

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Pistolen (alle zwei Wochen) sichert das Qualitätsniveau. In der Vorbereitung zählt die sorgfältige Arbeitsplatzorganisation dazu. Die saubere und präzise Ausführung der Reparaturarbeiten sind eigentlich selbstverständlich. Allerdings: eine Ursache für Qualitätsprobleme bleibt nach wie vor die Reinigung. Deshalb gilt hier besondere Sorgfalt: das rückstandslose Reinigen der Reparaturstelle und der angrenzenden Randzone sind Pflicht und schützen oft vor teuren Nacharbeiten. Wie der Mitarbeiter im Detail kontrolliert und wo die häufigsten Ursachen für Qualitätsverluste liegen, hat der Kölner Lackhersteller auf der nächsten Seite zusammengestellt. Volker Wistorf: „Hier finden Sie wichtige Hinweise und Praxistipps, die den Lackierer weiterbringen.“

„Wer weniger nacharbeiten und die Fehlerquote senken will, braucht eine strukturierte Qualitätssicherung, die auch bei hoher Arbeitsbelastung zuverlässig läuft.“ Volker Wistorf, Technischer Leiter CH Coatings AG

Ein Weg zur Optimierung ist die Schaffung von Anreizen zur Steigerung des Qualitätsniveaus. Im Klartext: die Einführung einer erfolgsabhängigen Qualitätsprämie, von der jeder Mitarbeiter profitiert. Michael Zülch: „Die Höhe der Prämie bemisst sich an der Fehlerquote im Betrieb. Ist das Arbeitsergebnis zufriedenstellend, wird der Bonus ausgezahlt.“ Bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück, gleicht die Prämie den entstandenen Schaden aus. Die Zeiterfassung und Berechnung der Reklamationsquote schaffen für den Betriebsinhaber und die Mitarbeiter Transparenz für die Entscheidung. Sorgfalt und Sauberkeit sind das A und O Tag für Tag mehr Qualität, das fordert jeden Mitarbeiter. Auch bei der Wartung und Pflege der Werkzeuge oder Betriebsmittel kommt es auf regelmässige Kontrolle an. „Häufig sind Verunreinigungen oder Defekte an Arbeitsgeräten die Ursache für Qualitätsverluste“, lautet der Hinweis des Spies Hecker Experten. Volker Wistorf weiter: „Jeder im Team sollte zudem für seinen Arbeitsbereich verantwortlich sein. Das bedeutet für die Kabine regelmässige Kontrolle der Filteranlagen und beinhaltet auch den Check des Druckluftsystems.“ Auch die Erstellung eines Spritzbildes der

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Qualität als Marketing „Ist die Reklamationsquote im Betrieb besonders niedrig, sprechen Sie darüber“, findet Michael Zülch. Denn ein hohes fachliches Niveau mit einem ausgeprägten Qualitätsbewusstsein ist das beste Markenzeichen einer Werkstatt. „Billig können viele, vom Wettbewerb hebt sich gerade der leistungsstarke Betrieb ab.“ Als Dokumentation der einwandfreien Reparatur lässt sich bei der Fahrzeugübergabe auch das Qualitätsprotokoll einsetzen. „Damit überzeugen Sie den Kunden glaubwürdig und er empfiehlt Ihren Betrieb sicher weiter.“ Ein weiterer Aspekt: Immer öfter werden Garantien und Gütesiegel als Werbemassnahme eingesetzt oder Qualität und Service werden von Testkäufern gecheckt. Dieser Trend nimmt gerade bei Werkstattsystemen, Versicherern und Schadensteuerern zu. Nur mit einer strukturierten Qualitätskontrolle lässt sich dann noch punkten. Kundenzufriedenheit als Erfolgsfaktor Fazit: Wer Spitzenleistung bringen will, braucht starke Nerven, viel Organisationstalent und Ausdauer. Denn die Optimierung des Arbeitsergebnisses bleibt eine sportliche Aufgabe für Chef und Mitarbeiter. Qualität bedeutet heute aber vor allem eines: Kundenzufriedenheit. Egal ob bei Privatkunden, gewerblichen Flotten oder Leasinggesellschaften. Fast eine Binsenweisheit, es kommt auf zufriedenstellende Ergebnisse nach der Unfallreparatur an. Neu hingegen ist das Reporting. Das bedeutet: Im Schadenmanagement und auch bei Versicherern werden Reklamationen genau erfasst und ausgewertet. Gut, wenn ein Lackierbetrieb vor der Übergabe des instand gesetzten Fahrzeugs selbst den Qualitätscheck durchführt und so in der Bewertung seiner Leasing- und Versicherungskunden glänzen kann.

Schwerpunkt

:: Tipps für die Praxis Wer ein hohes Qualitätsniveau im Betrieb erreichen und halten will, muss ständig optimieren. Die Herausforderung liegt dabei im Detail. Qualität in Farbe: die wichtigsten Aspekte bei der Farbtonbestimmung. • Vollständige Farbinformationen von der Auftragsannahme bis zum Lackierer (korrekte Übermittlung von Codierung, Sonderfarbtönen, Mattlackierung etc.) • Musterblecherstellung durch den reparierenden Lackierer, Vergleich bei Tageslicht (Beachten Sie die regelmässige Pflege des Musterblecharchives.) Entscheidend: Ordnung und Sauberkeit im Mischraum (regelmässige Waagenwartung) • • Richtige Kalibrierung des Farbtonmessgerätes ColorDialog spectro Arbeitsvorbereitung, Grundierung, Füller: Worauf Sie wirklich achten sollten. • Überprüfung, Eingangskontrolle und Dokumentation bei form- und konturgerechter Übergabe durch Carrosserieabteilung, Autohaus oder Händler • Kontrolle Untergrund: porenfreier Spachtelauftrag, kein Auftrag auf Altlackierung, optische Überprüfung der Festigkeit und von Übervernetzung (zu viel Härterzugabe) • Einsatz von Kontrollschwarzpulver, Fehlerstellen fein nachschleifen. • Grundierung: Anwendungstechnische Informationen (ATI), speziell Schichtstärke und bei 2K Primern Topfzeiten beachten sowie Ablüftzeiten einhalten. • Füllern: Schichtstärke und Spritzgänge einhalten (ATI), bei der Trocknung darf die Temperatur nicht unter 15 °C fallen. • Exzenter, Schleifteller, Körnung oder Schleifklotz – auf die richtige Auswahl des Schleifmittels kommt es an. Tipp: keine 100er Körnung überspringen. • Qualitätskontrolle nach den Vorarbeiten durch Überprüfung des Arbeitsergebnisses Läuft alles richtig in der Spritzkabine? • Abkleben und Vorreinigung ausserhalb der Kabine, das vermeidet Schmutzeintrag. • Bereits bei der Endreinigung in der Kabine vor dem Lackieren das Ablüftsystem einschalten. Damit reduziert der Betrieb Staubeinschlüsse, so lässt sich auch die Stabilität der Maskierung prüfen. • Druckluft: ausreichende Kompressorkapazität, Dreifachfiltrierung (Bronze-, Fein- und Aktivkohlefilter), ein Kältetrockner reduziert Luftfeuchtigkeit. • Mehr Qualitätssicherheit durch Reparaturlackierung mit einem Produktsystem – Spachtel, Füller, Grundierung sind dann optimal auf Deck- und Klarlack abgestimmt. • Kontrolle Deckvermögen: Aufbringen eines schwarz-weissen Kontrollstreifens an unauffälliger Fahrzeugstelle oder Musterblech auf der Maskierung. • Wasserbasislack ausreichend ablüften und zeitlichen Abstand (ATI) bis zum forcierten Ablüften für die Effektausbildung einhalten.

:: Checkliste für die Endkontrolle Mit dem Qualitätsprotokoll legt der Lackierbetrieb Standards zur Sicherung des Arbeitsergebnisses während des Reparaturprozesses fest. Von der Carrosserieabteilung über die Arbeitsvorbereitung bis zur Lackierung. Bei der Endkontrolle checkt der Werkstattmeister, ob die Fertigstellung einwandfrei ist. Folgende Punkte sind dabei besonders wichtig:

• Optische Kontrolle auf Fehlstellen, Effektausbildung, Farbgebung, Glanz • Finish prüfen, Fläche ggf. mit Silikonentferner noch einmal reinigen. • Check und Vervollständigen des Qualitätsprotokolls • Überprüfung Fahrzeugreinigung (innen und aussen) • Auslegen von Werbemitteln, Imagebroschüren o. Ä.

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Marketing

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Spuren im Netz

siacarbon – je härter, desto effizienter. Messbarer Zeitgewinn ist bares Geld Äusserst schnelle Bearbeitung von harten Oberflächen dank modernster DiamantTechnologie. Weniger Arbeitsunterbrüche durch die Optimierung der Schleif- und Arbeitsprozesse. Die Scheiben lassen sich einfach und schnell auf dem Stützteller positionieren.

Internetchat, Blog & Co. Immer öfter berichten Kunden

Markant reduzierter Materialaufwand Durch die extrem hohen Standzeiten mit sehr geringem Zusetzen wird der Schleifmittelverbrauch deutlich gesenkt.

über ihre Werkstatterfahrung im World Wide Web. Kennen Sie eigentlich die Berichte über Ihren Betrieb?

„Die beste Werbung ist die Empfehlung eines Kunden“ – diese Erfahrung können viele Unternehmer Tag für Tag bestätigen. Eine hohe Kundenzufriedenheit ist das grösste Kapital der Werkstatt. Doch was früher im Gespräch unter Freunden und Bekannten Thema war, verlagert sich zunehmend ins Internet. In Chat-Foren oder Blogs kommentieren Werkstattkunden die Leistung von Betrieben. Im digitalen Zeitalter wächst die Anzahl sogenannter Bewertungsportale für Produkte, Dienstleistungen und Firmen. Immer mehr Menschen orientieren sich daran – auch bei der Werkstattauswahl. Checken Sie die Lage im Netz Oft wissen die Betriebe kaum, was über ihr Unternehmen im Internet zu lesen ist. Deshalb rät Karin Frick, Konsumforscherin vom Gottlieb Duttweiler Institut aus der Schweiz: „Checken Sie regelmässig das Netz nach Berichten über Ihr Unternehmen. Dabei sollte die Werkstatt vor allem negative Kundenäusserungen im Blick behalten.“ Grundsätzlich gilt: wer mit einer Leistung unzufrieden ist, reklamiert in der Regel zunächst im Betrieb. „Eine Beschwerde im Internetportal erfolgt meistens erst danach“, erklärt die Expertin. „Erst wenn der Kunde mit seiner Kritik in der Werkstatt kein Gehör findet, klickt er Bewertungsforen im Internet an.“ Auf Interneteinträge sachlich antworten Dann heisst es, schnell zu handeln und Schadenbegrenzung zu betreiben. „Nehmen Sie direkten

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Weitere Vorteile – Ausgezeichnete Leistung auf harten Werkstoffen – Gleichmässig, mattiertes Schleifbild – Ganzflächige Staubabsaugung – Keine Bindung an Lochsysteme – Konstante Abtragswerte – Angenehmes Schleifgefühl – Minimalstes Risiko für Kantendurchschliffe – Trocken und feucht einsetzbar

Kontakt zum Kunden auf und kommentieren Sie den Interneteintrag aus Ihrer Sicht.“ Besonders wichtig: die Kritik sollte ernst genommen werden und die Antwort im Blog oder Chat sachlich sein. Das schafft bei anderen Lesern Sympathien. „Zeigen Sie bei Ihrer Gegendarstellung Lösungen auf, damit die Internetuser sehen, dass der Betrieb kundenorientiert arbeitet.“ Klartext bei falschen Vorwürfen Ist die Beschwerde nicht gerechtfertigt, stellen Sie dies richtig – freundlich, korrekt. Karin Frick: „Wie im persönlichen Gespräch in der Werkstatt lautet auch hier die Devise: wer stichhaltige Argumente bringt, gewinnt.“ Auch rechtliche Aspekte sind zu beachten. „Meinungsäusserung und Tatsachenbehauptung sind erlaubt, Verleumdung und Lüge verboten!“ Handelt es sich um subjektive Äusserungen oder ist der Wahrheitsgehalt einer Behauptung objektiv prüfbar, muss die Werkstatt Kritik akzeptieren. „Bei falschen Vorwürfen und Beleidigungen können Sie beim Portalbetreiber das Löschen des Eintrags verlangen“, betont Karin Frick. „In jedem Fall sollte der Betriebsinhaber gelassen reagieren und die positiven Spuren im Netz vielleicht zur Eigenwerbung nutzen.“ :: Kfz-BewertungsPortale im Web •• www.4yourcar.ch •• www.autos.ch •• www.neuhier.ch

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ColorNews 01.10

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Kalt erwischt?

gesetzt werden, es besteht keine Korrekturmöglichkeit. Anlageflächen müssen daher sauber gerichtet und Materialflächen exakt vorbereitet werden. Benötigt der Betrieb Spezialwerkzeug? Michael Zierau: Erforderlich sind eine von BMW neu entwickelte Nietzange, Hohlnieten sowie ein Nietverlängerungsaufsatz und Stanznieten. Nur dann können Standardreparaturen fachgerecht ausgeführt werden. Mehrmarkenbetriebe und freie Werkstätten können die Nietzange über die Eurogarant Autoservice AG beziehen. Hier wurde ein komplettes Paket aufgrund der neuen Reparaturvorgaben zusammengestellt. Beim Kleber benötigt der Carrosseriebauer eine elektrisch betriebene Kartuschenpresse, da der Klebstoff sehr zähflüssig ist. Für die Dachreparatur ist ein spezielles Spannset notwendig. Wie sollen Carrosseriebetriebe vorgehen, die keine speziellen Schulungen absolviert haben? Michael Zierau: Bis zum 31. März 2010 akzeptierte BMW noch die Reparatur nach herkömmlicher Methode. Wir empfehlen allen Betrieben dringend eine Schulung. Entweder beim Hersteller

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BMW oder allgemeingültige Lehrgänge zur Klebetechnik, wie sie vom ZKF in Kooperation mit dem Ktd angeboten werden. Alle Werkstätten, die nach alter Methode instand setzen wollen, benötigen für ihre Kalkulation die alten Reparaturzeiten. Hierfür hat die Interessengemeinschaft Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) eine entsprechende Liste veröffentlicht. Deutlich muss ich jedoch darauf hinweisen, dass die alte Reparaturmethode nicht mehr den Herstellervorgaben entspricht. Mit Ablauf der Frist sind Konflikte vorprogrammiert. Wird sich diese Reparaturvorgabe auch bei anderen Herstellern durchsetzen? Michael Zierau: Alle Automobilhersteller beobachten die aktuelle Entwicklung sehr aufmerksam. Ich gehe davon aus, dass es zu Veränderungen bei weiteren Marken kommt. Kurt Gilch: Das ist auch unsere Überzeugung. Entsprechende Reparaturversuche, gerade bei deutschen Herstellern, laufen bereits. Deshalb sollten sich alle Carrosseriebetriebe intensiv mit dem Reparaturverfahren auseinandersetzen und ihre Mitarbeiter darin schulen. Vielen Dank für das Gespräch!

Heute schon genietet und geklebt? Im Kaltfügen sehen ZKF und Ktd neue Herausforderungen für den Carrosseriebetrieb.

Michael Zierau, Referatsleiter Technik Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF)

Kurt Gilch, Leitung Technische Dokumentation und Training Ktd GmbH

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BMW hat das Nieten und Kleben bei der Unfallinstandsetzung wiederentdeckt. Ist das Neuland? Michael Zierau: Das Kaltfügen ist zwar seit Jahren etabliert, in diesem Umfang aber neu. Bei BMW wird in 80 Prozent der Reparaturfälle künftig genietet und geklebt. Bisher beschränkte sich diese Instandsetzungstechnik nur auf wenige Carrosseriebereiche wie zum Beispiel auf den Kofferraumboden oder die Radläufe. Jetzt sind auch andere Abschnitte betroffen. Von der Seite- und Rückwand über den Längsträger bis hin zur Stirnwand und Dach. Das ist für die Werkstatt Neuland.

es gravierende Veränderungen. Bei der Abschnittsreparatur am vorderen Längsträger hält sich der Zeitverlust noch in Grenzen. Wird jedoch die Seitenwand zum Beispiel beim 3er (E90) ersetzt, reduziert sich die Arbeitszeit um neun Stunden. Auch bei Reparaturen an Tür oder Dach sind zwei Stunden weniger kalkuliert. Der Grund: durch das Niet-Klebe-Verfahren wird viel Rüstzeit eingespart, ausserdem reduziert sich der Montageaufwand durch das Kaltfügen. So werden Fahrzeugteile wie Tank, Airbag oder auch der Motor bei der Unfallreparatur nicht mehr demontiert.

Welche Modelle werden künftig im Niet-KlebeVerfahren instand gesetzt? Michael Zierau: Das neue Verfahren gilt für alle Modelle, Typen und Serien, die BMW derzeit und künftig produziert. Bereits im Dezember 2009 sind nahezu alle Reparaturvorgaben umgestellt worden. Mit der Folge, dass sich die Arbeitszeitwerte und Ersatzteillisten in den Kalkulationsprogrammen stark verändert haben. Das muss ab sofort bei der Reparatur berücksichtigt werden.

Was ändert sich für den Reparaturbetrieb aus technischer Sicht konkret? Kurt Gilch: Was die Reparaturtechnik angeht, lässt sich feststellen: grundsätzlich ist nieten und kleben nicht schwieriger als schweissen. Klare Veränderungen sehen wir bei der Qualität der Vorarbeiten auf dem Untergrund. Hier muss künftig präziser gearbeitet werden, denn die Haltbarkeit der Klebeverbindung erfordert rückstandslose Anlagefläche. Anders als beim Schweissen kommt es bei der geklebten Reparaturstelle schon beim ersten Mal auf eine exakte Ausführung an. Klebeflächen können nicht noch einmal oder zusätzlich

Das bedeutet weniger Zeit für die Reparatur? Michael Zierau: Richtig. In einigen Bereichen gibt

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Effektive Wellenlänge

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Düsenjet Die Entwicklung geht weiter Eine neue Generation Infrarot-Strahler verbessert jetzt die Trocknung in der Arbeitsvorbereitung und im Finish noch weiter. „Mit der neuen IRT Hyperion Serie haben wir die Energieeffizienz durch den Einsatz goldbelegter Freiformreflektoren gesteigert“, erklärt Kenneth Lundin, Produktmanager Hedson Technologie IRT Systems. Das Ergebnis: „Die verbesserte Wärmeverteilung sorgt für eine gleichmässige Temperatur, so dass in derselben Trockungszeit eine 20 Prozent grössere Reparaturfläche behandelt werden kann.“ Dabei wird das Objekt direkt aufgeheizt, ohne dass sich die Umgebungsluft erwärmt.

Moderne Infrarot-Strahler reduzieren Ihre Kosten und optimieren den Prozess. Lackierbetriebe gehören zu den Unternehmen, die besonders viel Energie verbrauchen. Neben Lüftung und Heizung in der Kabine zählt vor allem die Trocknung zu den Kostentreibern. Gerade das Hochfahren des Trockners zum Trocknen einzelner Carrosserieteile geht ins Geld. Experten rechnen mit bis zu CHF 11,50 pro Betriebsstunde. Bei stetig steigenden Energie-Preisen lohnt sich also der genaue Blick auf den Trocknungsprozess.

Ganz flexibel: IRT Hyperion als Handlampe.

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Wie lassen sich die Energie-Kosten senken? „Mit einem sinnvollen Prozessablauf und dem Einsatz von IR-Strahlern kann die Lackierwerkstatt ihre Stromkosten reduzieren“, weiss Spies Hecker Spezialist Wolfgang Feyrer. Denn im Vergleich zur konvektiven Trocknung einzelner Carrosserieteile fällt der Energieverbrauch um nahezu 70 Prozent geringer aus. „Bei einer Betriebsstunde des IRTrockners kalkulieren wir ca. CHF 2,15 Energiekosten. Zusätzlich muss der Aufwand für die technische Lüftung einbezogen werden.“ Ein erheblicher Kostenvorteil für die Werkstatt.

Auch die vollautomatische elektronische Steuerung von IRT Hyperion soll zu einer schnelleren und prozesssicheren Trocknung führen. „Wichtige Parameter wie Objektabstand, Temperatur, Trocknungszeit und Temperatursteigerung lassen sich präzise einstellen“, beschreibt der IRT-Experte die Funktionen. „Dadurch erhält der Lackierer mehr Prozesssicherheit und stellt ein optimales Arbeitsergebnis sicher.“ Die Neuentwicklung ist flexibel einsetzbar: Neben der Trocknung von Spachtel und Füller mit dem Kassettengerät auf einem mobilen Grundgestell kann der neue IR-Strahler auch als Schienensystem in der Kabine verwendet werden. Die Handlampe sorgt für eine Trocknung an schwer zugänglichen Fahrzeugstellen. Kenneth Lundin: „Damit können Lackierer die moderne, energieeffiziente Infrarot-Technik in allen Bereichen der Unfallreparatur nutzen.“ :: IR-Trocknungszeiten Material Minuten Spachtel 2–3 Füller 3–7 Grundierung 5–8 Wasserbasislack 2–4 Decklack 6 – 10 Klarlack 5 – 10 Füller auf Kunststoff 7 – 10 Decklack auf Kunststoff 15 – 18 Klarlack auf Kunststoff 15 – 18 Die aufgeführten Zeiten beziehen sich auf die IRT Hyperion PcAuto-Serie. Quelle: IRT

Im Spritznebel steckt viel Potential. Wer seine Materialeffizienz steigern will, braucht die richtige Applikationstechnik und sollte bewusst mit Primer, Füller oder Lack umgehen. Overspray, Schütt und Schwund oder einfach unbrauchbare Restmengen − Bezeichnungen für Materialverluste im Lackierbetrieb gibt es viele. Doch kaum ein Kostenfaktor ist so schwer zu beziffern, wie der wirtschaftliche Schaden, der hier entsteht. Denn an zu vielen Stellen im Lackierprozess kann Material verloren gehen. Mischen und Materialauftrag mit Augenmass Schon beim Ausmischen des Basislackes ist deshalb Präzision und eine gute Einschätzung gefragt. Wie viel Material wird für den Auftrag tatsächlich benötigt? Der bewusste Umgang und das auftragsbezogene Ansetzen der Produkte reduzieren den Verbrauch. Auch durch die rechtzeitige Beachtung von Topfzeiten und die regelmässige Kontrolle der Bestände lassen sich Restmengen vermeiden oder minimieren. Eine besonders hohe Materialeffizienz erzielt der Lackierer jedoch durch den Einsatz der richtigen Spritzpistole. Ein kapitaler Fehler ist das Füllern

mit einer ausgedienten Decklackpistole. Der Hersteller SATA warnt: „Nur die spezielle Düse der Füllerpistole ist auf das hochviskose Vormaterial abgestimmt. Beim Auftrag mit Farbspritzdüsen muss der Füller verdünnt werden, wodurch es dann zu einer hohen Farbnebelentwicklung kommt, die einen grossen Abdeckaufwand und viele Spritzgänge erfordert.“ Grundsätzlich ist bei einem hohen Auftragswirkungsgrad der Oversprayanteil geringer. Früher lag die Übertragungsrate bei Spritzpistolen lediglich bei bis zu 40 Prozent. Heute bringen moderne RP- und HVLP-Druckluftzerstäuber mehr als 65 Prozent des Materials dorthin, wo es hingehört: auf die Carrosserie. „Die Einsparung in Franken und Rappen ist nur schwer einzuschätzen“, heisst es bei SATA in Kornwestheim. Dennoch lohnt es sich, eine moderne Applikationstechnik einzusetzen und den Materialumgang in der Werkstatt zu prüfen. Damit der Lackierbetrieb das Potential der Produkte vollständig nutzen kann.

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CUI

ColorNews 01.10

AudaPad Web – «Alles online, oder was?»

Strategisch denken, Kosten senken

bes nachhaltig senken. Das Wissen von CUI zahlt sich in der Praxis aus. Denn die Partner profitieren unmittelbar und können ihren Betrieb rechtzeitig optimieren.

Wirksame Instrumente gegen Kostendruck – CUI bietet eine moderne Unternehmensführung. Starker Partner Management Marketing Technik

Der Umsatz ist stabil, doch die Kosten laufen Ihnen davon? Es ist höchste Zeit für eine gründliche Analyse der aktuellen Betriebsentwicklung – bevor die Bilanz Schaden nimmt. Soll und Haben gehören auf den Prüfstand. Mit den Bausteinen des Spies Hecker Know-how-Programms Colors Unlimited International (CUI) lässt sich Ihr Unternehmen effektiver führen. 1. Behalten Sie den Überblick Finanzen, Einnahmen und Ausgaben oder Steuern: Bei den CUI-Seminaren stehen die wichtigsten Aufgaben des Managements im Lackier- und Carrosseriebetrieb auf der Agenda. Ergänzt wird das Angebot um die Bereiche Marketing und Kundenbindung. Die Referenten bieten neben der Vermittlung von fundiertem betriebswirtschaftlichem Fachwissen vor allem konkrete Tipps, die Betriebsinhaber direkt im Unternehmen umsetzen können. Hier erfahren Sie etwa, wie Sie betriebliche Kennzahlen gekonnt zur Unternehmensführung einsetzen oder die Steuerlast Ihres Betrie-

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2. Neue Potentiale nutzen Ein weiterer wichtiger Baustein ist der genaue Blick auf die Kundenstruktur. Die Kombination aus Einzugsgebiets- und Kundenpotentialanalyse zeigt Ihnen konkret, mit welchen Kunden Sie heute wie viel Umsatz erzielen und wo Ihre Potentiale schlummern. So können Sie Ihr Werbebudget effizienter einsetzen und erfolgreicher akquirieren. Zudem zeigt CUI Ihnen, wie Sie überzeugender mit verschiedenen Kundengruppen kommunizieren und Ihre Mitarbeiter motivieren. Das Ergebnis: Sie nutzen neue Potentiale, verbessern Ihren Umsatz und schaffen mehr Kundenzufriedenheit. 3. Der Zeit voraus Auch bei der Optimierung von Unternehmensstrukturen unterstützt CUI seine Partner. Die detaillierte Betriebsanalyse mit individueller Beratung durch externe Experten zeigt Stärken und Schwächen auf. Werkstatt und Büro werden so noch effizienter organisiert. Der Grundsatz lautet: CUI trägt dazu bei, dass der Lackier- und Carrosseriebetrieb noch wettbewerbsfähiger wird. Mit den Instrumenten für das Management stellen sich die Partner besser auf, können den Kostendruck früh erkennen und flexibler gegensteuern.

Effiziente Fahrzeug-Schadenabwicklung im Internet Moderne Web-Lösung: Daten stets auf dem aktuellsten Stand

Multi-Zugang auf die Schadenfälle

Keine lokale Software-Installation und Updates

Beliebige Anlagen können angehängt werden (PDF, Bilder etc.)

Hohe Transparenz und Übersichtlichkeit der Schadenfälle

Weiterverwendung der Daten für andere AudaNet-Lösungen

Kostensenkung durch aufeinander abgestimmte Prozesse

Präzise Fahrzeugidentifikation

Datenaustausch mit Partnern in der AudatexSchaden-Community

Transparente Kosten dank «Pay-per-Use»: keine Kosten bei Nichtgebrauch.

Präzise Fahrzeugidentifikation

Die Fahrzeugidentifikation via Chassis-Nummer (VIN-Nummer), TypenscheinNummer, Stammnummer, Kontrollschild oder Text-Suchbaum ermöglicht die eindeutige Bestimmung des Fahrzeuges mit den entsprechenden Ausstattungen. Audatex (Schweiz) GmbH Alte Winterthurerstrasse 14a CH-8304 Wallisellen Service Desk +41 844 844 117 Fax +41 43 444 20 30 E-Mail: kontakt@audatex.ch www.audatex.ch www.solerainc.com

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SprayMax Lackspraydosen vervollständigen das 1K und 2K LackRepair System. Für die professionelle Kleinschadenreparatur. Für alle Lackschichten und alle Fahrzeugtypen.

1K FillClean für Wasserbasislacke, Lösemittelbasislacke und 2K FillClean, 2K HS Decklacke oder andere Lösemittelbasislacke.

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:: nutzen sie CUI •• Branchenspezifische Seminare •• Betriebs-Informations-System •• Experten-Beratung, Anwalt-Hotline •• Management-Handbuch •• DEKRA-Zertifizierung •• Vorbereitung ISO-Zertifizierung Mehr Informationen erhalten Sie beim Spies Hecker Kundenberater oder im Service-Center unter der Rufnummer 061 826 96 66.

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Industrie

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Hightech am Berg

World-Class Surface Finishing

CWA Constructions SA setzt bei der Lackierung von Gondeln auf Lösungen aus Pratteln.

Anspruchsvolle Optik, hoher Korrosionsschutz und einfache Reparaturfähigkeit – Anforderungen, die bei den Bergbahn-Gondeln und Skytrains der Schweizer CWA Constructions SA entscheidend sind. Denn in rauer Umgebung trotzen die Kabinen jeder Witterung. „Ein speziell aufeinander abgestimmtes Lacksystem, welches aus besonders hohen UV-stabilen 2K-Nass-Lacken und Acryl-Pulverlacken besteht, garantiert eine hohe Farbverbindlichkeit und Witterungsschutz“, erklärt Thomas Wyss, Verkaufsleiter für Nutzfahrzeug und Industrielacke bei CH Coatings AG. „Die individuelle Lösung wurde exakt auf die Anforderungen unseres Kunden angepasst.“

Thomas Wyss, Verkaufsleiter für Nutzfahrzeuge und Industrielacke

Exklusiv, stabil und einfach starke Farben Seit 1939 baut das eidgenössische Traditionsunternehmen CWA in Aarburg und seit 1980 am heutigen Standort in Olten Gondeln für Pendel- oder Umlaufbahnen und futuristische Shuttle-Wagons. Rund 1.000 bis 1.500 Kabinen verlassen Jahr für Jahr das moderne Werk. Das streng geheime Designstudio im Alpenland ist die Ideenschmiede und Geburtsstätte jeder Kabine. Zehn erfahrene Ingenieure und versierte Maschinenbauer erstellen an modernen CAD-Computern die virtuelle 3-D-Vorlage für die spätere Produktion. Stimmt die Statik, passt das Design, besorgt die Arbeitsvorbereitung das notwendige Material. Sicherheitsscheiben aus Polycarbonat, spezielle Bauteile und viel Alu-Werkstoff stehen auf der Ein-

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kaufsliste. Das Material dehnt sich bei den extremen Temperaturunterschieden gleichmässig aus und ist sehr beständig. Just in time werden die Bauteile in die 8.000 m² grosse Produktionshalle geliefert. Hier befinden sich Herstellung, Lackierabteilung und Endmontage. Hier entstehen das Gerippe der Gondel und die Türen. Der Lackauftrag erfolgt in der rund 16 x 5 x 6 Meter grossen Lackierkabine. Sie fasst auch die Carrosserien der Standseilbahnen. Doch vor dem Farbauftrag steht eine komplette Wäsche an. Dann wird alles geschliffen, nochmals gewaschen, gespachtelt, nachgeschliffen und gereinigt – die Grundlage der optimalen Haftung. Präziser Lackauftrag Jetzt sind endlich die Lackierer an der Reihe. Von innen nach aussen arbeitet sich das Team voran. Über Kopf und in jede Ecke verteilen sie das Lackmaterial. Zunächst wird ein spezieller Washprimer als Korrosionsschutz aufgetragen. Ist der Nassin-Nass-Füller appliziert, lackieren die Spezialisten in zwei Schichten den 2K-Lack. Nach einer Stunde Trocknung bei 60 °C, glänzt die Aussenhaut wie ein Bergkristall. Ist die Farbe getrocknet, wird die Gondel montiert. Panoramascheiben, automatische Türen, Skikästen und gepolsterte Sitzbänke. In der Endmontage findet alles zusammen. Ein letzter gründlicher Check des technischen Büros – und die 300 Kilogramm schwere Kabine folgt dem Ruf des Berges.

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Spies Hecker – näher dran.

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Schweizer ColorNews 01_2010  

Magazine of CH Coatings AG