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public 1/2014

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Frühling

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www.mt-public.ch

Das Gesundheitsmagazin

Bringen Sie sich

auf Touren! Volkskrankheit Heuschnupfen Massnahmen zum Schutz und Mittel zur Linderung

ssem

Mit gro

lugf n e l l Po der n e l a K e ftmitt e H r e in d zum ! gen Auf hän

OsteoporosePrävention Schlüsselrolle von Kalzium und Vitamin D

Wenn der Job krank macht Was tun gegen Stress, Überarbeitung, Burnout?

Zeit für einen Neustart

So fühlen Sie sich auch im Klimakterium wohl in Ihrer Haut


JAHRE

BRING FARBE IN DIE WECHSELJAHRE !

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EDITORIAL

Liebe Leserin, Lieber Leser IST DER FRÜHLING SCHON DA? Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieses Magazins, leider noch nicht. Es ist zu nass, zu grau, zu brrr... ICH HOFFE, DAS HAT SICH INZWISCHEN GEÄNDERT ... ... und wenn Sie aus dem Fenster schauen, dann ist die Natur bunt und der Himmel blau. Und alles duftet nach Neubeginn. DAS IST DAS GROSSARTIGE AM FRÜHLING, Foto: pixel-artist.ch

dass er jedes Jahr wiederkommt und den Winterschlaf beendet – auch in unseren Köpfen. Wie ein gigantischer Restart-Knopf! VON DIESEM GEFÜHL DER NEUEN CHANCEN

THEO UHLIR

und der Erneuerung,

Chefredaktor

lasse ich mich immer wieder gern aufs Neue inspirieren.

Medical Tribune public

GEHT ES IHNEN GENAUSO? Dann finden Sie vielleicht auf den folgenden Seiten die eine oder andere Quelle der Inspiration. Ich wünsche Ihnen viel Spass und wertvolle Erkenntnisse bei der Lektüre der Medical Tribune public Herzlichst, Ihr ...

1/2014  Medical Tribune public

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INHALT

24

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Fehlalarm im Immunsystem

So wecken Sie Ihre Lebensgeister!

Volkskrankheit Heuschnupfen

Steckt Ihnen auch noch die winterliche Trägheit in den Knochen? Dann haben wir für Sie das richtige Rezept!

pOLLenALLeRGIe

ug Pollenfl Kalender HeuscHnupfen

JAnuAR

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MÄRZ

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Ihr Pollenkale nder zum Aufhänge n!

MAI

JunI

JuLI

Haselnuss Sauerampfer Roggen l: Grösstes Risikopotenzia Diese pollen kommen häufig vor und lösen häufig Allergien aus.

Birke

sepTeMBeR OKTOBeR Attacke der Superlative

l: Geringeres Risikopotenzia selten Allergien Diese pollen lösen entweder vor. selten aus oder sie kommen

Gräser

Was sind die ? typischen Symptome

Beifuss

und tränende Augen

n  Brennende, juckende der Augen n  schwellungen unterhalb im Mund n  Juckreiz in der nase und nase n  permanent verstopfte

Ulme

zahlreichen n  starke niesattacken mit

Was sind Pollen eigentlich?

Pappel

niesern in folge

Seltener auch: (Konjunktivitis)

von pollen bilden den Blütenstaub besitzen Blütenpflanzen. pollenkörner tz und einen einfachen chromosomensa en sind von einer widerstandsfähig dienen dazu, die Zellwand umgeben. sie (Gameten) männlichen Keimzellen empfangsgeschützt zu den weiblichen so die organen zu bringen, und folge Bestäubung und in weiterer die Befruchtung zu

Weide Platane Hafer Weizen

n  Bindehautentzündung n  Kopfschmerzen n  Antriebslosigkeit

Tragen Sie Kontaktlinsen?

gewährleisten.

Gerste

Leide ich unter Heuschnupfen? einer Gewissheit, ob sie unter Ihnen pollenallergie leiden, kann er kann sie Ihr Apotheker geben. Mittel auch gleich beraten, welche sind. am besten für sie geeignet Medical Tribune public

AuGusT

mit denen Die Zahl der Blütenpollen kommen, ist wir jedes Jahr in Berührung sich vor: Die Blüte gigantisch. Man stelle enthält rund eines einzigen Grashalms weht der vier Millionen Blütenpollen, das einem Wind über ein feld, entspricht Bombardement unvorstellbaren gerade Ausmasses! Dabei genügen pollen, um mal ein paar Dutzend Reaktion allergische bereits eine hervorzurufen.

Erle

Spitzwegerich

31

allergisch reagieren? welche pollen-Arten sie Wissen sie bereits, auf durch die pollenflug-Kalender, optimal Dann hilft Ihnen unser hängen sie ihn dort auf, zu navigieren. Am besten Heuschnupfen-saison der Küche. haben. Zum Beispiel in wo sie ihn immer im Blick

haben den Weiche Kontaktlinsen poröse nachteil, dass sie eine den poren Oberfläche besitzen. In pollen daukönnen sich mit der Zeit unbedingt erhaft festsetzen. Darum und wenn Tageslinsen verwenden. nur eines: alles nichts hilft, bleibt Zurück zur guten alten Brille!

Abb.: thinkstock

30

public 1/2014 n Medical Tribune

n 1/2014

6 News  Überstunden machen

Workaholics dumm  Sport in der

Schwangerschaft macht Babys klug  Langfristige Folgen

schwerer Kopfverletzungen Fotos: thinkstock (6), Andy Mettler (1), zVg (1) Illustration: Medical Tribune (2)

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Medical Tribune public  1/2014

 Schlagzeilen über Tragödien

machen uns traurig  Stress-Gen macht anfällig

für Herzinfarkte

8 Fit in den Frühling Tipps für einen Kickstart in die warme Jahreszeit

13 Gesund essen und abnehmen

24 So halten Sie den Heuschnupfen in Schach

News aus den Labors der Ernährungsforscher

Mit dem richtigen Wissen können Sie sich vor Pollenflug schützen

14 Leben mit Glutenoder Laktoseintoleranz

30 Pollenflug-Kalender zum Herausnehmen

2 Mio. Menschen in der Schweiz sind betroffen

Hängen Sie ihn dort auf, wo Sie ihn immer im Blick haben!

16 Haarausfall

32 Grosser Wettbewerb

Kann man etwas dagegen tun?

Stellen Sie Ihr Wissen über Pollenallergie unter Beweis!

18 Wechseljahre: Zeit für einen Neustart! So fühlen Sie sich auch im Klimakterium wohl in Ihrer Haut

33 Prävention von Osteoporose Die wichtige Rolle von Kalzium und Vitamin D


INHALT

42 Zurück zum alten Schwung! Dank zwei neuen Hüftprothesen.

33 Prävention von Osteoporose Die zentrale Rolle von Kalzium und Vitamin D.

38 Starke Abwehrkräfte Erkältungsfrei durch den Frühling.

38 Erkältungsfrei durch die Frühlingszeit

53 Ihr persönlicher Gesundheitsbegleiter

So halten Sie die Krankheitserreger am besten in Schach!

Medical Tribune präsentiert die Schweizer Gesundheits-App

42 Implantate sorgen für Lebensqualität pur

54 Tabuthema Mundgeruch

Dank Hüftprothesen zurück auf die Skipiste

Fast jeder Zweite leidet unter üblem Atem

58 Nationaler RauchstoppWettbewerb

Service

Rauchstopp einlegen und 5000 Franken gewinnen!

56 MARKTPLATZ

3

EDITORIAL

59 VORSCHAU 59 IMPRESSUM

48 Stress und Burnout Die gefährlichen Folgen chronischer Überarbeitung

48 Wenn der Job krank macht Was tun gegen Stress, Überarbeitung und Burnout?

1/2014  Medical Tribune public

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6

NEWS

Überstunden machen Workaholics dumm Wer dauernd überdurchschnittlich viel arbeitet und Überstunden schiebt, wird dümmer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Finnish Institute of Occupational Health. Die Wissenschaftler konnten in diesem Zusammenhang sogar nachweisen, dass permanente Mehrarbeit nicht nur zu einem schrumpfenden Wortschatz führt. Auch die Intelligenz nimmt im Vergleich zu Kollegen, die nur 40 Stunden pro Woche arbeiten, klar ab. Konkret: Jene, die durchschnittlich 55 Std. pro Woche arbeiten, verfügen über ein kleineres Vokabular und schneiden beim IQ-Test schlechter ab. Überstunden gehen auch aufs Herz: Neben den psychischen Beeinträchtigungen liessen sich im Rahmen der Untersuchung bei den Workaholics auch vermehrt körperliche Beschwerden feststellen – insbesondere chronischer Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Beides steht in Zusammenhang mit Stress.

8 23

Zahl der plötzlichen Kindstod-Fälle pro 100 000 Geburten, wenn die Kinder in der Wiege oder im eigenen Bettchen schlafen. Zahl der plötzlichen Kindstod-Fälle pro 100 000 Geburten, wenn die Kinder im Elternbett schlafen.

GLEICH RISKANT:

Fahren mit Kater oder betrunken

Die Auswirkungen eines Alkohol-Exzesses sind noch viel länger zu spüren, als dies im Blut nachweisbar ist. Darum Vorsicht auch am Tag nach dem Gelage! Eine Erhebung der University of West England (UK) und der Utrecht University (NL) zeigt: Ein Kater nach einer durchzechten Nacht beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit im selben Masse wie das Fahren in angetrunkenem Zustand. Diese Erkenntnis dürfte für die meisten Menschen eine grosse Überraschung sein. Wer konsequent auf Sicherheit bedacht ist, sollte nun also sein Auto nicht nur nach einem feuchtfröhlichen Fest stehen lassen, sondern auch am Tag danach.

SPort in der SchWanGerSchaFt macht babYS kluG Wenn sich die werdende mama regelmässig bewegt, hat dies einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns ihres ungeborenen. Die Resultate einer kanadischen Studie deuten sogar darauf hin, dass die gesunde Aktivität der Schwangeren auch im späteren Leben des Kindes zu einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten beiträgt. Früher wurde schwangeren Frauen dazu geraten, körperliche Aktivitäten zu meiden. Heute weiss man, dass das Gegenteil richtig ist, denn vollkommene Inaktivität erhöht bei werdenden Müttern sogar das Risiko für Komplikationen. Medical Tribune public n 1/2014


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NEWS

Unfallopfer mit Kopfverletzungen: SterberiSiko auch nach GeneSunG höher Dreimal wahrscheinlicher als die Durchschnittsbevölkerung sterben Menschen, die bei einem Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben – selbst wenn sie zunächst von der Verletzung genesen. Meist handelt es sich bei dem vorzeitigen Tod um Selbstmord oder tödliche Unfälle. Entdeckt hat das Phänomen

ein Team von britischen und schwedischen Forschern. Der genaue Grund für das erhöhte Sterberisiko ist jedoch bislang unbekannt. Die Wissenschaftler vermuten, dass durch das Trauma Teile des Gehirns beschädigt werden, die für die Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Risikobereitschaft verantwortlich sind.

Fast

300 000hweiz

Menschen in der Sc sind alkoholabhängig.

1600 m Land

Personen in unsere n sterben jährlich an de Folgen des Alkoholkonsums.

Daraus könnte ein erhöhtes Unfallrisiko resultieren. Auch Gehirnerschütterungen erhöhen Sterberisiko: Laut der Studie führen sogar einfache Gehirnerschütterungen zu einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Ablebens. Damit setzen sich neben Skifahrern auch Fussballspieler einem erhöhten

Risiko aus. Als Schädel-HirnTrauma gilt ein Schlag gegen den Kopf, der zu einem Schädelbruch, inneren Blutungen, Bewusstseinsverlust für mehr als eine Stunde oder eine Kombination dieser Symptome führt. Gehirnerschütterungen, manchmal als leichte Schädel-HirnTraumen bezeichnet, weisen diese Symptome nicht auf.

SchlaGzeilen über traGödien machen unS trauriG Bad News am Morgen bringt Kummer und Sorgen: Israelische Forscher konnten beweisen, dass Medienberichte über Katastrophen und Tragödien unsere Laune automatisch verschlechtern und sogar unsere kognitiven Fähigkeiten für den ganzen Rest des Tages einschränken können. Sind wir sehr häufig mit Negativschlagzeilen konfrontiert, schützt sich unser Gehirn durch eine Abstumpfungsreaktion: Selbst erschütternde Nachrichten lösen dann kaum mehr Emotionen aus.

Fotos: thinkstock (3), Illustrationen: thinkstock (2)

n e G s s e Str

macht anfälliger für Herzinfarkte Ein bestimmtes Gen ist schuld daran, dass seine Träger ein stark erhöhtes Risiko haben, an einem Herzanfall oder einer Herzerkrankung zu sterben. US- Wissenschaftler untersuchten eine einzelne Veränderung eines DNA-Bausteins, eines sogenannten «Buchstabens», der mit einer erhöhten Anfälligkeit für die Auswirkungen von Stress in Zusammenhang stehen soll. Es zeigte sich, dass Patienten mit dieser genetischen Veränderung innerhalb eines Beobachtungszeitraums von sieben Jahren über ein signifikant höheres Herzanfall-Risiko verfügten als Patienten ohne diese Mutation. Aufgrund ihrer Untersuchungen kommen die Forscher zu dem Schluss, dass eine personalisierte Medizin zu einer besseren psychologischen und medizinischen Versorgung bei Menschen mit einem erhöhten Risiko führen könnte. Zudem seien die Resultate ein weiterer klarer Beweis dafür, dass Stress das Herzrisiko unmittelbar erhöhen kann. 1/2014 n Medical Tribune public


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FIT IN DEN FRÜHLING

Frühling Bis zu einem Monat braucht unser Organismus, bis er sich an die frühlingshaften Temperaturen gewöhnt hat.

«Was knospet, was keimet, was duftet so lind? Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind? Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain: «Der Frühling, der Frühling,

»

der Frühling zieht ein!

Heinrich Seidel

Medical Tribune public  1/2014


KÖRPER UND GEIST

Gesunder Start in den Frühling

So wecken Sie Ihre FRÜHLINGSMÜDIGKEIT?

Steckt Ihnen auch noch die winterliche Trägheit in den Knochen? Dann haben wir hier für Sie das richtige Rezept. Wenn Sie es motiviert und konsequent anpacken, dann verhelfen Ihnen unsere Tipps zu einem regelrechten Kickstart in die warme Jahreszeit. Viel Spass! Von THEO UHLIR

Fotos: thinkstock (2), Illustrationen: thinkstock

W

Wie Wissenschaftler erst vor fünf Jahren entdeckt haben, sind bei uns modernen Menschen noch immer WinterschlafGene vorhanden. Sie sind verantwortlich dafür, dass unser Körper in der kalten Jahreszeit den Stoffwechsel drosselt. Die Folgen: Wir werden etwas träger, sind öfters müde und setzen leichter den berühmten «Winterspeck» an. Der von unseren urzeitlichen Vorfahren geerbte winterliche Sparmodus ist vermutlich auch Schuld daran, dass sich im Frühling viele Menschen matt und unkonzentriert fühlen. Die berühmte Frühjahrsmüdigkeit ist also alles andere als ein Gerücht!

SAISONALE HORMONUMSTELLUNG Wenn der Winter vorbei ist, muss sich unser Körper an die sich verändernden Umweltbedingungen anpassen. Bis zu

einem Monat braucht unser Organismus, bis er sich an die frühlingshaften Temperaturen gewöhnt hat. Zudem gerät in den ersten sonnigen und warmen Tagen unser Schlaf-Wach-Rhythmus aus den Fugen, da sich die Wechselwirkung der beiden Hormone Melatonin und Serotonin neu einpendeln muss. Die Strahlen der Frühlingssonne aktivieren die Produktion des stimmungsaufhellenden Serotonins, während gleichzeitig das Schlafhormon Melatonin noch aktiv ist.

UNSERE EMPFEHLUNG: Richten Sie jetzt Ihren Tagesablauf so gut wie möglich nach der Sonne aus: Stehen Sie mit den ersten Sonnenstrahlen auf und gehen Sie abends früher ins Bett. Nach dem Aufstehen hilft am besten eine kalte Dusche, um den Kreislauf auf Touren zu bringen. Eine Reihe weiterer Rezepte gegen die Frühlingsmüdigkeit finden Sie gleich auf der nächsten Seite!

So kommen Sie besser aus dem Bett! Ob Sie gut aus dem Bett kommen, hängt in erster Linie von Ihren Aufstehgewohnheiten ab. Auch wenn die Verlockung gross ist, noch ein Momentchen weiterzudösen und das Aufstehen so lange wie möglich hinauszuzögern: Viel besser ist es, gleich aktiv zu werden und den Körper munter zu machen. Das heisst jedoch nicht, dass Sie wie eine Rakete aus dem Bett schiessen und direkt auf der Joggingstrecke landen müssen. Es gibt nämlich eine Reihe von aktivierenden Übungen, die Sie wunderbar noch im Bett liegend machen können – sogar mit geschlossenen Augen. Versuchen Sie es mal! Strecken Sie Beine und Arme und machen Sie sich gaaanz lang! Ziehen Sie die Knie zur Brust und halten Sie sie fest. Dann kreisen Sie leicht mit Ihren Knien in beiden Richtungen, um den Rücken zu mobilisieren. Strecken Sie Beine und Arme Richtung Decke. Schütteln Sie die Hände und die Füsse kräftig nach oben aus. Das bringt den Kreislauf auf Touren. Streichen Sie sich mehrfach mit den Fingern und/oder Handflächen über die Fusssohlen, das ist angenehm und wirkt aufmunternd.

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FIT IN DEN FRÜHLING

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KICKSTART IN DEN FRÜHLING

vertreiben Sie die Frühlingsmüdigkeit:

So

RICHTEN SIE IHREN TAGESABLAUF NACH DER SONNE AUS! Mit den ersten Sonnenstrahlen aufstehen und zeitig ins Bett. RAUS AN DIE LUFT UND ANS LICHT! Täglich mindestens 30 Minunten spazieren oder – noch besser – zügig gehen oder joggen. So fluten Sie Ihren Körper mit Sauerstoff und das Sonnenlicht kurbelt die Vitamin-D-Produktion an. Siehe auch Kasten «Frühlingssport» rechts unten. KALTES WASSER MACHT FIT! Eine tägliche kleine Kneipp-Kur wirkt wie ein Jungbrunnen – macht wach und hebt dank der Ausschüttung von Glückshormonen die Stimmung. Das Beste daran: Für einen eiskalten, vitalisierenden Knie-Guss brauchen Sie weder Bademeister noch Spezialausrüstung: der Wasserschlauch im Garten, die Duschbrause in der Wanne oder die Giesskanne auf dem Balkon genügen! Und so wird’s gemacht: Bei der kleinen Zehe beginnen, auf der Aussenseite des Beins bis zur Kniekehle hoch, dann eine Handbreit über dem Knie dreimal hin und her, anschliessend auf der Innenseite des Beins hinab. Dies mehrmals an beiden Beinen. Anschliessend die Fusssohlen begiessen. FRÜHLINGS-FOOD: Ernähren Sie sich ausgewogen und Vitaminreich. Ihr Körper braucht für den Neustart in die warme Jahreszeit eine Menge Bau- und Vitalstoffe. Nicht zu-

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letzt, um aktivierende Hormone (z.B. Serotonin) in ausreichender Menge bilden zu können. ZUCKER-STOPP: Verzichten Sie in der Umstellungsphase möglichst ganz auf Süssigkeiten. Sie führen zu raschen und starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels und machen darum eher müde als wach. VIEL TRINKEN: Eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist immer wichtig – ganz besonders, wenn Sie Ihren Stoffwechsel wieder in Schwung bringen wollen. Empfehlung: 1,5 bis 2 Liter Wasser, ungesüssten Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte.

MITTAGSSCHLÄFCHEN: 20 bis 30 Minuten «Power-Nap» geben Schwung für die zweite Tageshälfte. Aber Vorsicht: Wer länger liegen bleibt, bringt seinen Biorhythmus durcheinander! AUFRÄUMEN! Jeder Frühling bietet die Chance auf einen Neustart. Räumen Sie Ihr Umfeld und Ihren Kopf auf. Am besten fangen Sie jetzt gleich mit dem Schreibtisch an! MUSIK IST IN DER LUFT! Verstärken Sie in freien Momenten die optimistische Frühlingsstimmung mit entsprechender Musik. Lassen Sie sich davon mitreissen!

FRÜHLINGSSPORT

Wie mache ich mich topfit für die warme Jahreszeit? Ein aktiver und gesunder Lebensstil ist die beste Voraussetzung für einen guten Start in den Frühling (siehe auch Kasten «Kickstart in den Frühling»). Um sich für den Sommer so richtig fit zu machen, stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen. Doch das Wichtigste an der ganzen Übung: Keine Zeit verlieren und so rasch wie möglich beginnen, am besten heute noch!

GRUNDSÄTZLICH GILT BEI JEDEM SPORT:  Für «Normalsterbliche» ideal sind

dreimal pro Woche 30 Minuten  Wer Gewicht verlieren will, muss sei-

ne Ausdauer steigern  Sind Sie nicht mehr ganz jung und ha-

ben schon lange keinen Sport mehr getrieben? Hier ist ein vorgängiger Gesundheitscheck beim Hausarzt ratsam.


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FIT IN DEN FRÜHLING

kstock (3), Illust s: thin ratio Foto nen : th ink st oc

k

 «Je mehr, desto besser» gilt für

Sportanfänger auf keinen Fall. Beginnen Sie moderat, aber regelmässig.

GEEIGNETE SPORTARTEN: Jogging: Für alle Altersgruppen geeignet; bei Übergewicht nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Regelmässiges

Jogging

Lauftraining verbessert die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und das Gehirn wird besser mit Sauerstoff versorgt. Wichtig: Geeignete Laufschuhe besorgen. Nordic-Walking: Für ältere Menschen und Leute mit Übergewicht. Die Gelenke werden nicht so stark belastet wie beim Joggen, auch die Verletzungsgefahr ist geringer. Zudem wird dank der Stöcke auch die Muskulatur des Oberkörpers trainiert. Wichtig: Ein Kurs für die richtige Technik. Schwimmen: Für alle Alterskategorien, ideal bei Übergewicht. Krafteinsatz ist gut dosierbar, die entspannende Wirkung des Wassers beeinflusst den Trainingspuls positiv. Wichtig: Nie aufgeheizt und ohne Annetzen ins kalte Wasser springen, das kann zum Kreislaufkkollaps führen.

Velofahren

Velofahren: Vermutlich das universellste Sportgerät für alle Alterskategorien. Regelmässiges Velofahren führt schnell zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Lunge, Herz und Kreislauf. Zahlreiche Muskelpartien werden gestärkt, die Gelenke jedoch geschont. Wichtig: Velohelm tragen!

AUTSCH! DAS HAT WEHGETAN!

Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen?

Was tun bei

Die häufigsten Sportverletzungen in der warmen Jahreszeit sind Verstauchungen, meist des Knöchels, infolge eines «Vertrampens». Am meisten passiert es beim Fussball, jedoch auch häufig beim Joggen und sogar beim Wandern. Hinzu kommen Prellungen und Schürfungen als Folge von Stürzen. Die schwersten Sturzverletzungen holen sich häufig Velofahrer, insbesondere Mountain-Biker. Während beim Velofahren Sturzverletzungen durch Schutzausrüstung (Helm, Handschuhe, Protektoren) ein Stück weit eingedämmt werden können, ist die gezielte Verhinderung von Zerrungen oder Verstauchungen eher schwierig. Fest steht: Ein Teil der Verletzungen könnte duch systematisches Aufwärmen vermieden werden. Darum die Empfehlung:

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Nicht gleich Vollgas losrennen, sondern locker ins Training einsteigen.

gen pro Tag eine Wirksamkeit rund um die Uhr.

WAS TUN, WENN ES DOCH PASSIERT?

WANN ZUM ARZT? Bleibt über längere Zeit ein intensiver Schmerz und eine starke Schwellung, könnte es sich evtl. um eine Fraktur handeln. In solchen Fällen ist eine ärztliche Kontrolle angesagt.

Für sämtliche nicht ernsthaften Sportverletzungen wie Verstauchungen oder Prellungen gilt der Grundsatz: kühlen, verbinden, ruhen. Ein gutes Schmerzpflaster wie zum Beispiel Flector EP Tissugel® lindert den Schmerz und hemmt die Entzündung lokal. Nicht nur bei Verstauchungen und Prellungen, sondern auch bei Muskelzerrungen und symptomatischer Kniearthrose. Im Gegensatz zu Gels, die mehrmals täglich eingerieben werDurch systematisches den müssen, gewährleisten Aufwärmen vor zwei Pflaster-Anwendundem Sport können Verletzungen vermieden werden.


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Bewegt Menschen.


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ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT

Gemüse und Früchte

Wer auf gesunde Lebensmittel achtet, gibt pro Tag durchschnittlich ca. CHF 1.50 mehr aus. Experten der Harvard School of Public Health in Boston (USA) analysierten 27 Studien aus zehn Ländern mit hohem Einkommen. Verglichen wurden die Preise für gesunde und ungesunde Zutaten und Ernährung. Die einzelnen Bestandteile wurden beim Preis sehr genau miteinander verglichen. Die grössten Unterschiede zeigten sich beim Fleisch. Gesündere Produkte kosteten pro Portion durchschnittlich fast 30 Rappen mehr. Der Vergleich der gesamten Ernährung zeigte, dass eine gesündere Alternative durchschnittlich rund CHF 1.50 mehr pro Tag und Person kostet. Dies entspricht gut CHF 550.- pro Kopf pro Jahr – für Familien mit einem beschränkten Einkommen möglicherweise ein Hindernis, um sich gesünder zu ernähren.

lassen n e b a g n a t r Nährwe n kalt e t n e m u s n o K ben

Farbenfrohe Früchte und Gemüse wie Rüebli und Tomaten enthalten Karotinoide, die im Blutplasma als Antioxidantien wirken und das Immunsystem unterstützen – und sie lassen die Haut etwas gelblicher erscheinen, was von anderen Menschen als schöner und gesünder empfunden wird. Das hat ein Forscherteam der University of York (GB) herausgefunden. Wie die Forscher ausführen, gibt es für diese Wahrnehmung auch eine evolutionsbiologische Erklärung: Menschen mit einem höheren Karotinoid-Spiegel leiden seltener unter parasitären Erkrankungen und haben im Durchschnitt auch generell einen besseren Gesundheitsstatus.

ga d Kalorienan n u tr e w r h ä Die N er in packungen od r e lv te it sm n e en auf Leb werden von d ts n a r u a st e -R nd Fastfood eg ignoriert u tw h c li h sc n Konsumente ositiven Einp n e in e r e d e haben somit w eiten ungsgewohnh r h ä n r E ie d f hme. fluss au alorienaufna K e h c li g tä ie noch auf d and unterst m U n se ie d die inie Die Forscher, ies in erster L d n e r h fü , n e sucht hab k, dass die darauf zurüc Etiketten von Lebensmittelonsumenten K n te is e m n e d richtig erst gar nicht erden. interpretiert w

54%

DER MÄNNER GEHEN LIEBER NICHT ZUM ARZT, UM DORT KEINE UNERFREULICHEN ERGEBNISSE ZU ERFAHREN.

(4)

URER

IST EIN WENIG TE

Wer sich früchtereich ernährt, bekommt nicht nur einen schöneren Teint, sondern ist auch attraktiver.

Fotos: thinks tock

GESUNDE ERNÄHRUNG

machen sexy

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ERNäHRUNG

Gluten- und Laktoseintoleranz

Gut und gesund essen –

trotz Nahrungsmittel-Unverträg In der Schweiz leiden rund zwei Millionen Menschen an einer des Milchzuckers (Laktose) zuständig ist. Das Problem: Milchzucker kommt Nahrungsmittel-Unverträglichkeit. Am weitesten verbreitet sind heute nicht nur in Milch vor, denn Unverträglichkeiten gegenüber Milchzucker (Laktose) und die Lebensmittelindustrie gegenüber dem Getreide-Eiweiss Gluten. Zudem resetzt ihn aus technischen agieren zwei bis vier Prozent der Schweizer BevölGründen auch in andeLaktosekerung auf bestimmte Nahrungsmittel mit einer ren Nahrungsmitteln intoleranz: ein, zum Beispiel allergischen Reaktion des Immunsystems.

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Zu Beginn wollen wir gleich mal ein Missverständnis aus dem Weg räumen: Eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit und eine Nahrungsmittel-Allergie sind zwei verschiedene paar Schuhe: Bei der Nahrungsmittel-Unverträglichkeit (auch Nahrungsmittel-Intoleranz genannt) werden die Beschwerden nicht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems ausgelöst, sondern der Körper ist nicht in der Lage, gewisse Stoffe zu verdauen, weil es ihm an einem bestimmten Enzym fehlt. Die Nahrungsmittelunverträglichkeit hat also, im Gegensatz zur Nahrungsmittel-Allergie, keinen immunologischen Ursprung. Der Körper bildet hier keine Antikörper gegen vermeintliche Feinde, sondern reagiert unmittelbar mit Beschwerden – meist vor allem mit starkem Durchfall – auf bestimmte Nahrungsmittel. Das Problem liegt also im Verdauungstrakt. Glücklicherweise handelt es sich in den meisten Fällen um eine unvollständige Intoleranz, das heisst,

Können Betroffene gar keine Milchprodukte konsumieren? Nicht alle Milchprodukte enthalten gleich viel Laktose. Hartkäse und Raclettekäse sowie Butter enthalten aufgrund ihrer Herstellung keine oder nur Spuren von Laktose und können in der Regel gegessen werden.

geringe Mengen des Nahrungsmittels können ohne Probleme verzehrt werden. Nahrungsmittelunverträglichkeit ist nicht heilbar, Betroffene können allerdings Beschwerden vermeiden oder zumindest abschwächen, indem sie so gut wie möglich auf die auslösenden Nahrungsmittel verzichten.

Milchzuckerunverträglichkeit Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit (auch Laktoseintoleranz genannt), müssen auf Säugetiermilch (Kuh, Schaf, Ziege) und daraus gewonnene Produkte verzichten, denn ihr Körper ist nicht in der Lage, Milchzucker (Laktose) abzubauen. Der Grund dafür ist ein Mangel des zuständigen Verdauungsenzyms Laktase im Dünndarm, das für die Aufspaltung

Umstellung des Essverhaltens Wer von einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit betroffen ist, weiss, wie mühsam es sein kann, sich schmackhaft und bekömmlich zu ernähren. Zum Glück findet man inzwischen im Detailhandel zahlreiche Alternativprodukte. Beispielsweise das Free From und Schär Sortiment bei Coop umfasst alles, was das Herz begehrt: Milch, Joghurt, Quark, Frischkäse, Mozzarella, Glacé, Brot, Teigwaren, Pizza, süsse und salzige Snacks und sogar Bier.

Mehr Information unter: Medical Tribune public n 1/2014

 www.coop.ch/FreeFrom

in Fleischwaren und Würsten. Die Folgen: Gelangt Laktose unverdaut in den Dickdarm, beginnt sie dort zu gären und verursacht Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall. Die Verbreitung der Milchzuckerunverträglichkeit in der Bevölkerung variiert sehr stark je nach Region und Rasse: In der Schweiz sind rund 20 % davon betroffen, in Sizilien ganze 70 %, in Skandinavien lediglich 2%. In den USA sind unter den Weissen nur 15 % betroffen, bei den Mexikanern sind es 53 % und bei den Afroamerikanern ganze 80 %.

glutenunverträglichkeit (zöliakie) Bei Zöliakie muss ein Leben lang rigoros auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Also lebenslänglicher Verzicht auf: Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Emmer, Einkorn, Kamut (alte Weizenart), sowie Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) und alle daraus hergestellten Produkte. Als Ersatz können Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa (Inkareis), Esskastanienmehl oder speziell hergestelltes glutenfreies Mehl dienen.


GLUTEN- UND LAKTOSEINTOLERANZ

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Vorsicht bei verarbeiteten Lebensmitteln! Fotos: thinkstock (2)

Laktose und Gluten können auch in versteckter Form vorkommen, in LebensGlutenunverträglichkeit führt mitteln, in denen man sie nicht erwarten zu Schädigungen der Darmwürde. Typische «Verstecke» von Milchschleimhaut und der Dünnzucker sind zum Beispiel Fertigsaucen, darmzotten, weshalb verschieBeutelsuppen oder Gewürzdene Nährstoffe (Vitamine, mischungen. Mineralien, Kohlenhydrate, Fette) nur noch schlecht oder gar nicht mehr aufgenommen werden können. Heute sind weniger als 1% der Schweizer Bebekannt. Fest steht jedoch, dass die völkerung von Zöliakie betroffen. Doch Erkrankung vererbt wird (Risikogruppe Studien zeigen, dass die Häufigkeit sind Verwandte ersten und zweiten Grades). Ausserdem scheint Zöliakie häufig zunimmt. Die genauen Ursachen der Glutenunverträglichkeit sind noch nicht mit folgenden Krankheiten in Zusam-

menhang zu stehen: Diabetes mellitus Typ II, Laktoseintoleranz, Osteoporose, Schilddrüsenerkrankungen und rheumatoide Arthritis. n  n Theo Uhlir 

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GESUNDE HAARE

Fotos: thinkstock (3), wikimedia/Andrzej 22

Gegen diffusen Haarausfall kann man etwas tun! Volles, prächtiges Haar signalisiert Jugend und Gesundheit. Doch mit zunehmendem Alter nimmt die Haardichte bei fast allen Menschen unweigerlich ab, auch wenn es nicht alle gleich stark trifft. Doch wo liegen die Ursachen? Warum sind häufiger als angenommen auch Frauen betroffen? Und was kann man dagegen tun?

W

Wir alle verlieren täglich Haare – bis zu 100 pro Tag. Beim Waschen kann es sogar das Doppelte sein, das ist ganz normal. Denn: Nur wenn Haare ausfallen, können auch wieder neue nachwachsen. In einem Follikel (Haarbalg, der die Haarwurzel umgibt) können während eines Lebens zehn bis zwölf Haare entstehen. Die Lebensdauer eines Haars beträgt immerhin zwei bis sieben Jahre. In dieser Zeit macht es folgende drei Phasen durch: die Wachstums-, die Übergangs- und die Ruhephase. Am Ende des Zyklus fällt es aus und ein neues wächst nach – im Normalfall.

Und auch, dass ihre Dichte mit zunehmendem Alter abnimmt. Nicht nur ein Grossteil der Männer ist im Laufe des Lebens von Haarausfall betroffen, häufiger als angenommen trifft es – wenn auch aufgrund unterschiedlicher Ursachen – ebenso Frauen: Nach der Menopause leiden zwischen 20 und 30 % der weiblichen Bevölkerung an einer fortschreitenden Lichtung des Kopfhaares. Der dadurch entstehende Leidensdruck ist enorm, denn schönes Haar steht nicht nur für Attraktivität, sondern auch für Vitalität und Wohlbefinden.

FRAUEN LEIDEN BESONDERS STARK

MAN UNTERSCHEIDET MEHRERE ARTEN VON HAARAUSFALL:

Doch manchmal kommt es vor, dass ungewöhnlich viele Haare ausfallen oder zu wenige nachwachsen. Das hängt damit zusammen, dass der Haarwuchs nicht nur von den Genen abhängt, sondern auch von anderen Faktoren, beispielsweise dem Hormonhaushalt. So ist es ganz normal, dass sich Qualität und Wachstum der Haare im Laufe des Lebens verändern.

Diffuser Haarausfall  Vom diffusen Haarausfall – Ärzte nennen ihn diffuse Alopezie oder telogenes Effluvium – spricht man, wenn die Haare gleichmässig auf dem ganzen Kopf ausdünnen. Die Follikel sind an sich gesund, das Haar enthält jedoch nicht genügend Nährstoffe. Die möglichen Ursachen sind sehr

Kann häufiges Färben/Tönen zu Haarausfall führen? Unsachgemässes Färben und Tönen, aber auch Dauerwellen, heisses Föhnen und intensiver Gebrauch des Lockenstabs können die Haare angreifen. Sie werden rau und spröde und spalten sich an den Spitzen auf (Spliss). Durch solche Schäden kann die Frisur schütter wirken, obwohl die Haarwurzeln nicht betroffen sind.

Medical Tribune public  1/2014

Führt Stillen zu Haarverlust? Schuld am übermässigen Haarausfall junger Mütter ist nicht das Stillen, sondern die Hormonumstellung. Während der Schwangerschaft sorgt ein sehr hoher Östrogenspiegel für eine verlängerte Wachstumsphase der Haare und somit für volleres Haar. Nach der Geburt des Kindes fällt der Hormonpegel abrupt ab, wodurch vermehrt Haare in die Ruhephase wechseln und nach einigen Monaten ausfallen.

vielfältig. Infrage kommen Hormonschwankungen, Medikamente, Eisenmangel, S ch i l d d r ü s e n e rkrankungen, Infektionen, Beanspruchung der Haare durch chemische Stoffe (z.B. beim Färben), grosse Hitze und Umweltgifte. Auch Stress und sogar der Wechsel der Jahreszeiten stehen im Verdacht, diffusen Haarausfall zu begünstigen. Im Gegensatz zu anderen Formen tritt der diffuse Haarausfall häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Die gute Nachricht: Eine gesunde Ernährung und gute Pflege des Haars


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HAARAUSFALL

schützen vor diffusem Haarausfall. Ebenso die Einnahme spezieller Kombipräparate (siehe Kasten rechts). Androgenetischer Haarausfall  Erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Form von Haarverlust und trifft einen Grossteil der Männer. Typische Manifestationen: Geheimratsecken, Wirbel- oder Scheitelglatze. Der erblich bedingte Haarausfall entsteht, weil die Haarwurzeln auf das Steroidhormon Dihydrotestosteron (Abbauprodukt des männlichen Hormons Testosteron) empfindlich reagieren, wodurch ihre Wachstumsphase zunehmend verkürzt wird. Die Follikel schrumpfen und produzieren immer dünnere, hellere Haare bis schliesslich gar nichts mehr kommt.

aufgrund einer Autoimmunerkrankung. Die kahlen Stellen können über Jahre bestehen bleiben und dann innert Monaten wieder zuwachsen.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)  Ohne ersichtlichen Grund bilden sich plötzlich kleine oder grössere kahle Stellen auf dem Kopf oder im Bart. Ursache ist ein entzündlicher Prozess, vermutlich

 Theo Uhlir 

Was kann man gezielt gegen diffusen Haarausfall tun? Die Haarwurzel-Zellen gehören zu den teilungsaktivsten Zellen des menschlichen Körpers. Ihr Bedarf an Aufbaustoffen und Energielieferanten ist entsprechend hoch. Fehlen diese Substanzen, können die frisch gebildeten Haare dünner und brüchiger werden oder sogar ausfallen. Umgekehrt kann eine gute Versorgung dazu beitragen, Haarwurzeln und Haare von innen heraus zu stärken. Insbesondere bei diffusem Haarausfall sowie Haarstrukturschäden wirkt die Einnahme von Kombinationspräparaten mit Cystin, B-Vitaminen und Medizinalhefe (enthalten in Pantogar® aus der Apotheke) daher wie eine Aufbaukur. Während die Aminosäure Cystin als Baustoff der Haare dient, stimulieren die B-Vitamine die Bildung neuer Haarzellen. Hefe liefert wertvolle Spurenelemente und Vitamine, die für den Stoffwechsel der Haarwurzeln benötigt werden.

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Unsere Haare durchlaufen einen natürlichen Wachstumszyklus. Dadurch verlieren wir jeden Tag bis zu 80 Haare. Dies ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Durch eine kontinuierliche Erneuerung bleibt unsere Haarpracht erhalten. Jedoch können hormonelle Veränderungen, Infektionen, ungünstige Ernährung und/oder chronischer Stress die Haarwurzeln schädigen und den Wachstumszyklus stören. Wird die Versorgung der Haarwurzeln durch den Zellstoffwechsel mit Aufbau- und Nährstoffen unterbrochen oder massiv verringert, können die Haare nach zwei bis drei Monaten ausfallen. Haarschaft pantogar wirkt über die Blutbahn auf den Zellstoffwechsel ein. So ist es möglich, den Haaren und Nägeln die Aufbaustoffe, die zur Gesunderhaltung und Stärkung notwendig sind, zuzuführen. pantogar enthält Vitamine der B-Gruppe, Aminosäuren, Mineralien und Spurenelemente. Vitamine der B-Gruppe, wie Pantothensäure und Thiamin sowie p-Aminobenzoesäure sind für Kopfhaut und Haar unentbehrlich. Der Pantothensäure kommt dabei eine besonders wichtige Funktion zu. Ein Mangel kann zu verstärktem Haarausfall und frühzeitigem Ergrauen führen. ®

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FRAu uND GESuNDHEIt

So fühlen Sie sich auch im Klimakterium wohl in Ihrer Haut

Wechseljahre – Die Wechseljahre. Vielen Frauen wird angst und bang, wenn sie nur schon dieses Wort hören! Fakt ist, dass sich in den Wechseljahren (medizinisch: Klimakterium) der weibliche Hormonhaushalt zu verändern beginnt. Teils heftige Beschwerden können die Folge sein, die aber nicht einfach hingenommen werden müssen!

Medical tribune public n 1/2014

Von UrsUla BUrgherr

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Erinnern Sie sich noch an Ihre Pubertät? Die Wechseljahre äussern sich im Prinzip ganz ähnlich – nur umgekehrt. Gleich ist, dass der Hormonhaushalt starken Schwankungen und Veränderungen unterworfen ist. allmählich kann sich auch das eigene erscheinungsbild wandeln. «Die Instabilität der Hormone fängt im Alter von 35 bis 40 an und unterschreitet das hormonelle Niveau, das zur Mensblutung nötig ist, mit 52 bis 53 Jahren», fasst Dr. Reto Stoffel, Frauenarzt in Richterswil, diese für Frauen bewegende Zeit kurz zusammen.

Foto: zVg

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«DIE INStAbIlItät DER HoRMoNE FäNGt IM AltER VoN 35 bIS 40 JAHREN AN.» Dr. reto stoffel, Frauenarzt in Richterswil

Doch was genau geht in einem frauenkörper im Klimakterium vor? Dr. Stoffel, langjähriger Präsident der Zürcher


WEcHSElJAHRE

So wirken sich die Wechseljahre aus

Frühe Beschwerden (ab 35 möglich) n Zyklusprobleme: Häufigere und stärkere Blutungen n Stimmungsschwankungen

n Brustbeschwerden n Blähungen in der 2. Zyklushälfte n Unausgeglichenheit

Mit der unregelmässigen bis ausbleibenden Menstruation n Hitzeschübe (Wallungen), am Anfang vor allem nachts n Durchschlafprobleme n Stimmungsschwankungen n Herzrasen n Gewichtszunahme Zusätzliche Beschwerden 2-3 Jahre später n Haut- (Altershaar) und Haarprobleme (Altersakne, vermehrt Gesichtsbehaarung) n Trockene Haut und trockene Schleimhäute: Scheide, Blase (Reizblase), Rachen, Augen n Knochenabbau n Erhöhtes Brustkrebsrisiko

Foto: fotolia/Picture-Factory

Die Wechseljahre machen sich bei manchen frauen bereits ab dem 35. lebensjahr bemerkbar, bei anderen erst ab 50. Genetische und körperliche Faktoren wie Gewicht, Grösse, Fettverteilung und Ernährungssituation können unter Umständen genauso einen Einfluss auf den Beginn der Wechseljahre haben, wie der gesellschaftlich-wirtschaftliche Status und psychische Belastungen. Werden die Eierstöcke operativ entfernt, setzt das Klimakterium unmittelbar ein. Aber nicht bei jeder frau wirken sich die Wechseljahre gleich aus. Ein Drittel der Frauen haben sogar überhaupt keine Beschwerden!

Machen Sie den Check unter:  www.menopauseninstitut.ch

belegärztegesellschaft und Vorstandsmitglied der Gesellschaft AG brustultraschall erläutert: «Während der ersten Phase der zweiten Zyklushälfte, in der das Gelbkörperhormon gebildet wird, treten Instabilitäten ein. Mit anderen Worten: Die zweite Zyklusphase wird kürzer, es entsteht eine Östrogen-Dominanz. Deshalb verspürt ein teil der Frauen plötzlich Spannungen in der brust wie in der Schwangerschaft.» Östrogene können als aktive «stimmungsmacher» bezeichnet werden. Sie sind massgeblich für die Stabilität der Psyche verantwortlich. Die Abstände der blutungen werden kürzer, weil die Östrogene, die vorher durch das Gelbkörperhormon kompensiert wurden, nun plötzlich dominieren. Dr. Stoffel: «Mit

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Zeit für einen Neustart!

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FRAu uND GESuNDHEIt

«ScHlAFloSIGKEIt ISt IN DEN WEcHSElJAHREN EtWAS VoM ZERMüRbENDStEN.»

Die Menopause – ein Markstein Setzt die Menstruation mehr als 10 Monate aus, kann man davon ausgehen, dass die fruchtbare Phase einer Frau abgeschlossen und die Menopause eingetreten ist. Dies ist für viele Frauen ein Markstein im leben, andere bemerken den Zustand kaum. Kürzere Zyklen und stärkere blutungen betreffen etwa jede zweite Frau zwischen 35 und dem Eintritt der Menopause. «Ein Drittel aller Frauen bei mir in der Praxis sagt, die Mens komme zwar nicht mehr, sie spüre von der umstellung

Dr. regina WiDMer, Frauenärztin in Solothurn, Mitautorin Ratgeber «Wechseljahre – natürlich begleitet»

aber nicht viel. Ein Drittel hat Hitzeschübe und empfindet es als unangenehm. Damit verbunden sind Durchschlafprobleme. Das kann in eine Erschöpfungsdepression führen, wenn es andauert. Das dritte Drittel leidet unter starken beschwerden», sagt der Richterswiler Frauenarzt. Diese Erfahrung teilt Stoffels berufskollegin Dr. Regina Widmer. Die Frauenärztin mit eigener Praxis ist

Auch Männer Je älter der Mann, desto weniger Testosteron produziert sein Körper. Das Gesamttestosteron nimmt ab dem 40. Lebensjahr etwa um 1 Prozent pro Jahr ab. Ein zu niedriger testosteronspiegel kann sich negativ auf das psychische, körperliche und sexuelle Wohlbefinden auswirken. Die Folge: reizbarkeit bis zur depressiven Verstimmung, Muskelbeschwerden, schlaflosigkeit, hitzewallungen oder osteoporose. Hinzu kommt, dass das sexuelle Interesse nachlässt und die Potenz leidet. Diese Symptome lassen allerdings nicht zwingend auf einen zu niedrigen testosteronwert schliessen. ärzte empfehlen deshalb, bei entsprechenden

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spezialisiert auf Phytotherapie und leitet Kurse zu themen der Wechseljahre. Sie erläutert: «Schlafstörungen und Hitzewallungen mit Schweissausbrüchen gehören zu den häufigsten beschwerden überhaupt während den Wechseljahren. Das schränkt die lebensqualität spürbar ein!» und weiter: «Die Schlaflosigkeit ist etwas vom Zermürbendsten in den Wechseljahren. Wer gängige Schlafmittel nimmt, kann in eine Abhängigkeit geraten.» Dr. Widmer, die zusammen mit Wissenschaftsjournalistin Ruth Jahn den Ratgeber «Wechseljahre – natürlich begleitet» geschrieben hat (siehe Kasten S. 22), empfiehlt, bei Schlafproblemen im Klimakterium den Alkoholkonsum zu reduzieren, Schlafregeln zu beachten und die Schlafprobleme ernst zu nehmen. Auch etwas bewegung vor dem Schlaf kann helfen. lange vor dem bildschirm zu arbeiten ist dagegen eher ungünstig. Schlafen kann auch gelernt werden, z.b. in einem «Sounder Sleep»-

haben Wechseljahre

beschwerden den testosteronspiegel abklären zu lassen. Kommt es im Alter zu einem testosteronmangel mit entsprechenden klinischen Zeichen eines Mangels, kann ein testosteronersatz zu einer Verbesserung der Symptome führen.testosteron kann als tablette, über die Haut oder per Injektion zugeführt werden. bereits nach kurzer Zeit verbessert sich das allgemeine Wohlbefinden, ebenso die Sexualfunktionen und die libido, der Antrieb und die Knochenstabilität, sowie die Konzentrationsfähigkeit und die geistige leistungsfähigkeit. Der Einsatz von aussen zugeführtem testosteron muss allerdings gut überlegt sein. Einmal angewendet, ist der Mann auf die Fortführung der testosteronzufuhr

für den Rest des lebens angewiesen, da der Körper die Eigenproduktion des Hormons einstellt, sobald ihm testosteron von aussen zugeführt wird!

Foto: thinkstock, Abb.: thinkstock

zunehmendem Alter geht dann auch die Östrogenbildung zurück. Sobald ein gewisses Niveau unterschritten ist, kommt die Menstruation nicht mehr und blutungen bleiben schlussendlich ganz aus.»

Foto: zVg

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WEcHSElJAHRE

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Diese Tipps machen es Ihnen leichter

Das bin nicht Mehr ich!

aber machen Sie, was für Sie stimmt! n Verlieren Sie die Lebensfreude nicht. n Essen Sie eiweissbetont und am Abend weniger. n Bewegen Sie sich. Warum nicht gerade jetzt einem Turn-

verein beitreten? n Untersuchen Sie Ihre Brust regelmässig selber und lassen

Sie sie einmal im Jahr mit Ultraschall untersuchen. Unter www.meinebrust.ch erfahren Sie, wie Sie Ihre Brust selber abtasten können. n Lassen Sie Ihre Knochendichte messen. n Pflegen Sie Ihren Intimbereich. n Lassen Sie Ihr Liebesleben nicht verkümmern, immerhin Foto: fotolia/Picture-Factory

stimmungslabilität, gefühlsausbrüche und erhöhte reizbarkeit sind keine seltenheit während den Hormonschwankungen im Klimakterium. «Frauen brechen in tränen aus, einfach so. Sie sagen, ‹es ist eine Katastrophe, das bin nicht mehr ich›», weiss Dr. Stoffel. Häufig beklagt werden neben Hitzeschüben und Schlafstörungen auch Gewichtszunahmen. Der Körper braucht einen gewissen Grundumsatz für Atmung, Herz und Kreislauf. Dieser geht zurück, ohne dass man es merkt. Schleichend legt man ein paar Pfunde zu. Durchschnittlich nimmt eine Frau in der Schweiz in den Wechseljahren acht Kilogramm zu. Aber es gibt auch jene, die zwei Kilo zunehmen und andere, die 20 Kilo mehr auf die Waage bringen.

n Die Ratschläge Ihrer Kolleginnen sind bestimmt gut gemeint,

müssen Sie sich beim Sex nicht mehr um die Verhütung kümmern, wenn Sie eine Schwangerschaft vermeiden wollen. n Wenn frau die Wechseljahrprobleme regelt – und das kann

man medikamentös – kommt nachher eine Phase der Ausgeglichenheit. Frauen können dann bis ins hohe Alter eine sehr schöne, dritte Lebensphase erleben!

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WEcHSElJAHRE

Wird eine tendenz zur G e w i ch t s z u n a h m e festgestellt, ist es empfehlenswert, ab 17 Uhr nur noch ganz wenig nahrung zu sich zu nehmen. Achten Sie darauf, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. trinken Sie gerne tee? Dann tragen Sie stets eine thermosflasche mit sich und trinken Sie ausreichend. Reduzieren Sie die Kalorienzufuhr und bewegen Sie sich vermehrt. «Wenn das nicht hilft, rate ich zu einer gezielten Diät. bleibt auch dann der Erfolg aus, lohnt es sich, eine spezifische Ernährungsberatung zu konsultieren. Jede frau spricht je nach stoffwechsel auf etwas anderes an», erläutert Dr. Widmer.

horMontherapie Ja oDer nein? Heute steht betroffenen Frauen eine Vielzahl von behandlungsmöglichkeiten bei Wechseljahrbeschwerden zur Verfügung. nach wie vor sehr heftig diskutiert wird die hormontherapie. Daneben gibt es aber auch Alternativen. ob man sich für eine Hormontherapie entscheidet oder es mit natürlichen

Methoden versucht, ist sehr individuell. Dr. Widmer selbst spricht sich eher für pflanzliche Methoden aus. «Es gibt schöne Produkte für die vermehrt notwendige Vagina- und Vulvapflege, die fein duften und nicht chemisch riechen. Es ist wichtig, dass man sich gerade in den Wechseljahren mehr sich selber zuwendet», so die Frauenärztin und Dozentin.

schneLLe WirkunG Der Hauptvorteil einer Hormontherapie liegt in der schnellen Wirkung auf die unangenehmen Symptome von beschwerden im Klimakterium. Dr. Stoffel erklärt das genaue Vorgehen: «Wenn man in die hormonelle behandlung einsteigt, gibt es je nach Phase Präparate, die ganz individuell zyklusbegleitend sind oder nach der Mens eingesetzt werden können. Diese Präparate enthalten Östrogene und Gelbkörperhormone, die der Körper zunehmend weniger produziert.» eine begleitende hormonbehandlung ergänzt, was der Körper nicht mehr bilden kann. letztendlich muss jede Frau selber entscheiden, was sie für sich in Anspruch nehmen will.

Buchtipp zum Thema «Wechseljahre – natürlich begleitet. Sorgenfrei trotz Wallungen und Co.» von Dr. Regina Widmer, Frauenärztin, Dozentin und Kursleiterin zu Themen der Wechseljahre, Phytotherapie und Sexualität sowie von der Wissenschaftsjournalistin Ruth Jahn. Der erste umfassende Schweizer Ratgeber, der die Erkenntnisse aus Schul- und Komplementärmedizin vereint, begleitet Frauen ganz natürlich durch die Wechseljahre. Dieses Buch erläutert, was im Körper passiert und wo die Grenzen der Selbstbehandlung liegen. Es informiert über Hormontherapie ebenso wie über geeignete natürliche Alternativen. Erfahren Sie, welche Check-ups wichtig sind und wie Sie gegen Beschwerden vorbeugen können.

Gezielte Behandlung bei trockener Vaginalschleimhaut Scheidentrockenheit tritt im Klimakterium häufig auf. Man wird trockener und enger. Das stört beim Geschlechtsverkehr und ist oftmals eine Ursache, weshalb das Sexualleben im Alter einschläft. Will man Erotik und Sex geniessen, muss frau sich nun besonders pflegen! Wichtig ist, die Scheide innen und aussen mit cremes und Ölen feucht und den Scheideneingang mit Massagen fit zu halten. Am wirksamsten ist eine lokale Hormongabe (creme oder Zäpfchen), wodurch die Schleimhaut vital und elastisch bleibt.

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Zur Anwendung in der Scheide, die prinzipiell feucht und sauer ist, werden eher feuchte und wasserbindende befeuchtungsmittel empfohlen. lassen Sie sich in der Drogerie oder Apotheke beraten, was für Sie am besten geeignet ist. Die Vulva (Schamlippen, Venushügel, Klitoris) kann mit cremes, Ölen und Fett gepflegt werden. Wer den Scheideneingang einölt, baut gleichzeitig auch einen guten bezug zum eigenen Geschlecht Abb: thinkstock

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auf. ob die Pflege ausreichend ist, merkt man oft erst beim Geschlechtsverkehr. Bei trockener Vaginalschleimhaut hilft ein gutes Vaginalgel, beispielsweise Hydro Santa®. Das hormonfreie Präparat lindert Juckreiz und brennen. Es spendet Feuchtigkeit, normalisiert den pH-Wert und hilft, einer Infektion vorzubeugen. Hydro Santa® ist rezeptfrei in Apotheken und Drogerien erhältlich. ebenfalls empfehlenswert und rezeptfrei erhältlich sind hormonfreie Vaginalzäpfchen, beispielsweise die Vaginalovuli Ialuna®. Das darin enthaltene Natriumhyaluronat unterstützt durch sein hohes Wasserbindungsvermögen die befeuchtung der Vaginalschleimhaut.


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POLLENALLERGIE

Fehlalarm im Immunsystem

So halten Sie den

Heuschnupfe in Schach

Kaum spürt die Natur den Frühling und die Pflanzen machen sich ans Bestäuben, ist es für mehr als eine Million Schweizerinnen und Schweizer aus mit der Pracht: Es wird geniest und gerotzt und die Augen tränen, was das Zeug hält. Das Phänomen heisst Heuschnupfen und kehrt alle Jahre wieder.

Welche Folgen hat der Fehlalarm im Immunsystem? Die Allergene – im Fall von Heuschnupfen die Pflanzenpollen – an sich schaden dem Körper nicht. Es ist die überschiessende Reaktion des Immunsystems, welche zu den unangenehmen und teils heftigen Symptomen führt. Bei Pollenallergikern meist Niesattacken, Fliessschnupfen (Rhinitis), verstopfte Nase, juckende und tränende Augen, Juckreiz in Gaumen, Nase und Ohren.

Was läuft im Körper eines Allergikers falsch?

Kommen Betroffene mit Allergenen in Kontakt – etwa durch Einatmen oder über die Ernährung – unterläuft ihrem Immunsystem ein verhängnisvoller Irrtum: Es glaubt, bei den harmlosen Allergenen handle es sich um gefährliche Eindringlinge, die um jeden Preis bekämpft werden müssen. Darum reagiert es mit einer starken, aber sinnlosen Gegenwehr.


Wie funktioniert eine allergische Reaktion? Der Mechanismus ist relativ kompliziert: Kommt eine betroffene Person in Kontakt mit einem spezifischen Allergen, nehmen die Fresszellen in ihrem Blut die fremden Proteine in sich auf und bilden sie an ihrer Oberfläche ab. Andere spezialisierte Zellen (T-Zellen) lesen diese Zeichen und alarmieren mit Hilfe von Botenstoffen ihre Kollegen, die B-Zellen. Diese beginnen mit der Produktion von Antikörpern, die wie ein Schlüssel zum Allergen passen. Diese Antikörper werden auf der Oberfläche sogenannter Mastzellen präsentiert, welche bei Kontakt mit dem Allergen sofort das Enzym Histamin ausschütten. Und Histamin löst schliesslich die typischen Symptome einer allergischen Reaktion aus: Muskeln ziehen sich zusammen, Gefässe erweitern sich, Schleim wird produziert.

Von Theo Uhlir

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Heuschnupfen hat in der Fachsprache viele Namen: «Saisonale allergische Rhinitis», «Pollinose», «Pollenrhinopathie» und alle diese Namen haben eines gemeinsam: Sie haben nichts mit Heu zu tun. Denn: Streng betrachtet ist die volkstümliche Bezeichnung des Leidens falsch. Denn was den Allergiker im Frühling und Sommer quält, ist nicht das Heu, sondern die Pollen lebender Pflanzen. Erstaunlich: Von den Tausenden Pflanzenarten in der Schweiz, ist gerade mal ein halbes Dutzend Gewächse für 90 Prozent aller Pollenallergie-Fälle verantwortlich: Hasel, Birke, Erle und Esche im Frühling, im Sommer Gräser und Beifuss. Die meisten Betroffenen sind gleich auf mehrere Sorten allergisch und leiden somit meist über längere Zeit, da der Pollenflug je nach Pflanzenart zu einer anderen Zeit stattfindet (siehe Seite 30/31).

Fehlgeleitete Abwehrzellen

Foto: thinkstock

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HEUScHNUPFEN

Der Heuschnupfen geht auf dieselben Vorgänge im Körper zurück wie alle anderen Allergien: Harmlose, von aussen auf den Körper einwirkende Stoffe – in diesem Fall Blütenpollen – werden vom Immunsystem für gefährliche Eindringlinge gehalten und lösen eine immunologische Reaktion aus. Es ist ein regelrechter und unter Umständen folgenschwerer Fehlalarm im Immunsystem: Um sich gegen die vermeintlich gefährlichen Partikel zu wehren, produziert der Körper auf die Allergene fokussierte Antikörper. Ist eine ausreichend grosse Anzahl der Abwehrzellen alarmiert, geht der Körper auf die Pollen los, als wären sie gefährliche Krankheitserreger. Experten vermuten, dass die irregeführten Abwehrzellen ursprünglich für die Abwehr von Parasiten zuständig waren.

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POLLENALLERGIE

So kann ich mich vor

Pollenflug schützen In der Wohnung n Lassen Sie die Fenster geschlossen, lüften Sie nur morgens ganz kurz (Stosslüften) und nur dann ausgiebig, wenn es eine ganze Weile geregnet hat. n Reinigen Sie die Wohnung regelmässig, am besten mit einem Lappen und einem Eimer Wasser. Besonders wichtig: häufiges Staubsaugen. Aber Achtung, nicht alle Staubsauger erfüllen die Kriterien für Allergiker gleich gut! Siehe Kasten «Staubsauger für Allergiker». n Verzichten Sie, wenn möglich, auf Teppiche. n Vor allem im Sommer: Spannen Sie Pollengitter vor Ihre Fenster. n Verwenden Sie nur Zimmerpflanzen, auf die Sie ganz sicher nicht allergisch reagieren. Im SchlafzImmer n Beziehen Sie Ihr Bett und Ihre Duvets so oft wie möglich neu. n Waschen Sie Ihre Haare jeden Abend vor dem Zubettgehen. n Ziehen Sie sich ausserhalb des Schlafzimmers aus und nehmen Sie ihre Tageskleider nicht mit ins Schlafzimmer. Ideal: Jeden Tag frische Kleider; so bleibt die Pollen-Konzentration in den Kleidungsstücken am geringsten. n Verwenden Sie in der Wohnung einen geeigneten Luftreiniger («Luftwäscher»), der laufend Pollen aus der Raumluft filtert. Nachts gehört der Luftreiniger ins Schlafzimmer. Im auto n Während der Fahrt bleiben die Fenster stets geschlossen. n Sie kaufen einen neuen Wagen? Unbedingt mit eingebautem Pollenfilter bestellen! n Reinigen Sie das Auto regelmässig von innen, v.a. auch mit dem Staubsauger. Medical Tribune public n 1/2014

Sport und freIzeIt Vermeiden Sie in den schlimmsten Phasen Sport und körperliche Anstrengung im Freien. Überlassen Sie auch Gartenarbeiten (z.B. Rasenmähen) wenn möglich anderen. n Geniessen Sie die Regentage! Während es regnet oder kurz danach enthält die Luft am wenigsten Pollen. Ideal für eine Runde Jogging oder einen ausgedehnten Spaziergang! n Während der schlimmsten Allergiezeit Ferien am Meer machen, in Wüstengebieten oder im Hochgebirge (ab ca. 1500 m.ü.M.) n An besonders schlimmen Tagen tut ein ausgedehnter Besuch im Hallenbad gut. Dort ist die Pollenbelastung sehr gering, was ausgesprochen entspannend wirkt. Sauna und Dampfbäder sind auch geeignet – und tun ausserdem ausgesprochen gut. n

alltag n Achten Sie auf Pollenvorhersagen in den Medien und legen Sie sich einen Pollenkalender zu (Tipp: herausnehmbarer Pollenkalender in der Mitte dieses Magazins). n Brillenträger: Reinigen Sie Gläser und Gestell täglich. Kontaktlinsenträger: Verwenden Sie wenn möglich Tageslinsen. n Tragen Sie im Freien stets eine Sonnenbrille.

Fotos: thinkstock (2)

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HEUScHNUPFEN

Neues Nasenspray lässt Allergiker hoffen Wer unter Heuschnupfen leidet, wünscht sich eine rasche und effektive Linderung seiner Symptome. Gemäss Studiendaten scheint ein neu formuliertes, verschreibungspflichtiges Nasenspray mit den beiden Komponenten Azelastin und Fluticason genau diese Wünsche zu erfüllen. Tatsache ist: Europäische Umfragen haben gezeigt, dass die meisten Pollenallergiker trotz bestehender Therapie durch ein oder mehrere Präparate nach wie vor unter Symptomen im Bereich der Nase und der Augen leiden. Das neu formulierte Nasenspray mit den Wirkstoffen Azelastin und Fluticason könnte deren Situation in Zukunft verbessern. Denn die Resultate verschiedener Studien sprechen dafür, dass das neue Nasenspray vielen Allergie-Patienten besser helfen könnte als die bisherigen Therapieoptionen.

Staubsauger

für Allergiker

ein guter Staubsauger mit der richtigen Filtertechnik ist für Pollenallergiker ein unverzichtbares Werkzeug, um das heim allergenfrei zu halten. Denn regelmässiges – in Besonders gut für den schlimmsten Phasen am Allergiker geeignet: besten tägliches – Staubsauder Dc52 cinetic gen reduziert die Pollenkonvon Dyson. Seine zentration in den eigenen vier Abluft ist reiner als Wänden erheblich. die Raumluft. Beim Staubsaugen ist darauf zu achten, dass sämtliche Flächen, auf denen sich Pollen ablagern können, bearbeitet werden. Also nicht bloss die Böden, sondern auch Treppen, Polstermöbel und allenfalls sogar die Vorhänge.

gÜteSiegel VOn Allergie SUiSSe Doch natürlich nützt das Staubsaugen nur etwas, wenn sämtliche aufgesaugten Pollen auch tatsächlich im Staubsauger bleiben und nicht wieder mit der Abluft herausgeblasen werden. Besonders gut erFo t

füllt diese Aufgabe der neue Dc52 cinetic von Dyson. Er ist perfekt für Allergiker geeignet, denn kein anderer Staubsauger hat reinere Abluft. Darum trägt der Dc52 cinetic auch o s: z V

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1/2014 n Medical Tribune public

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POLLENALLERGIE

das Gütesiegel von Allergie Suisse (aha!). Der Dc52 cinetic ist übrigens auch sonst bemerkenswert, denn er kommt nicht nur – wie alle Sauger aus dem Hause Dyson – ohne Staubbeutel aus, sondern ganz und gar ohne jede Filterreinigung

und Filterwartung. Dadurch verliert er nie an Saugkraft. Möglich macht dies die fortschrittliche Dyson cinetic Technologie: Vibrierende Zyklonenspitzen gewährleisten einen stetigen Luftstrom und verhindern so ein Festhängen des Staubs in den

Zyklonen. Von diesem technischen Fortschritt profitieren nicht nur Allergiker. Übrigens: Die luft, die beim Saugen aus dem DC52 entweicht, ist sauberer als normale raumluft. Vorsicht ist hingegen bei Produkten geboten, die angeben, einen HEPA-Filter (HEPA = High Efficiency Particulate Airfilter) zu haben, denn die meisten dieser Staubsauger erreichen im echten Einsatz gar keine HEPA-Filtration – der Dyson allerdings schon.

Behandlungsmöglichkeiten Wenn einem die pollen gar arg zu schaffen machen, ist der einsatz von medikamenten sinnvoll. es gibt heute eine reihe von mitteln, die die leiden der pollenallergiker wirkungsvoll lindern. Am häufigsten zum Einsatz kommen entzündungshemmende antihistaminika (auch Antiallergika genannt). Es gibt sie rezeptpflichtig, aber auch rezeptfrei. Sie reduzieren vor allem den Juck- und Niesreiz und können bedenkenlos über längere Zeit angewendet werden. Zusätzlich gibt es abschwellende nasensprays und augentropfen. Beispielsweise Aliamare®, eine hyaluron-

säurehaltige Meerwasserspülung. Sie reinigt die Nase sanft und effizient von überschüssigem Nasensekret, Pollen und Feinstaub und befeuchtet die Nasenschleimhaut. Kennzeichnend für hyaluronsäure ist ihre sehr hohe Wasserbindungsfähigkeit, wodurch sie sehr gut an den Schleimhäuten haftet und sie feucht hält. Zusätzlich unterstützt die Hyaluronsäure bei geschädigter Schleimhaut die Wundheilung. Meerwasser in isotoner (der Salzkonzentration in unserem Körper entsprechender) Form, enthält neben Kochsalz hochwertige Mineralstoffe wie Sulfate, Magnesium, Kalzium und Kalium. Diese tragen zu einer verbesserten Zellvermehrung bei und unterstützen so Wundheilungsprozesse.

Linderung Geeignete Nasensprays reinigen die Schleimhäute sanft und halten sie nachhaltig feucht.

Desensibilisierung im Winter Für besonders schwer Heuschnupfen-Geplagte kann eine Desensibilisierung (auch Immuntherapie oder Allergie-Impfung genannt) Erleichterung bringen. Sie wird nach einer allergologischen Abklärung (individuelle Feststellung sämtlicher Allergene) durchgeführt und dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Und so wird’s gemacht: Eine geringe Dosis des betreffenden Allergens wird in regelmässigen Abständen ins Fettge-

webe am Oberarm gespritzt. Dabei wird von Mal zu Mal die Dosis langsam erhöht. Auf diese Weise kann das Immunsystem so «umprogrammiert» werden, dass der Körper später bei erneutem Kontakt nicht mehr allergisch reagiert. Therapiebeginn ist ausserhalb der Pollenzeit, also im Herbst oder spätestens Frühwinter. Viele Patienten spüren bereits im ersten Frühling nach Beginn der Therapie eine Linderung der Symptome.

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HEUSCHNUPFEN

g u fl Kalender Pollen JANUAR

FEBRUAR

MÄRZ

APRIL

Erle Haselnuss Sauerampfer Roggen Spitzwegerich Birke Gräser Beifuss

Grösstes Risikopotenzial: Diese Pollen kommen häufig vor und lösen häufig Allergien aus. Geringeres Risikopotenzial: Diese Pollen lösen entweder selten Allergien aus oder sie kommen selten vor.

Ulme Pappel Weide Platane Hafer Weizen Gerste

Was sind Pollen eigentlich? Pollen bilden den Blütenstaub von Blütenpflanzen. Pollenkörner besitzen einen einfachen Chromosomensatz und sind von einer widerstandsfähigen Zellwand umgeben. Sie dienen dazu, die männlichen Keimzellen (Gameten) geschützt zu den weiblichen Empfangsorganen zu bringen, und so die Bestäubung und in weiterer Folge die Befruchtung zu gewährleisten.

Leide ich unter Heuschnupfen?

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Gewissheit, ob Sie unter einer Pollenallergie leiden, kann Ihnen Ihr Apotheker geben. Er kann Sie auch gleich beraten, welche Mittel am besten für Sie geeignet sind.

MAI


Ih Pollen r kalend er zum Aufhä ngen!

JUNI

Wissen Sie bereits, auf welche Pollen-Arten Sie allergisch reagieren? Dann hilft Ihnen unser Pollenflug-Kalender, optimal durch die Heuschnupfen-Saison zu navigieren. Am besten hängen Sie ihn dort auf, wo Sie ihn immer im Blick haben. Zum Beispiel in der Küche.

JULI

AUGUST

SEPTEMBER OKTOBER Attacke der Superlative Die Zahl der Blütenpollen mit denen wir jedes Jahr in Berührung kommen, ist gigantisch. Man stelle sich vor: Die Blüte eines einzigen Grashalms enthält rund vier Millionen Blütenpollen, weht der Wind über ein Feld, entspricht das einem Bombardement unvorstellbaren Ausmasses! Dabei genügen gerade mal ein paar Dutzend Pollen, um bereits eine allergische Reaktion hervorzurufen.

Was sind die typischen Symptome?  Brennende, juckende und tränende Augen  Schwellungen unterhalb der Augen  Juckreiz in der Nase und im Mund  permanent verstopfte Nase  starke Niesattacken mit zahlreichen

Niesern in Folge Seltener auch:  Bindehautentzündung (Konjunktivitis)  Kopfschmerzen  Antriebslosigkeit

Tragen Sie Kontaktlinsen? Weiche Kontaktlinsen haben den Nachteil, dass sie eine poröse Oberfläche besitzen. In den Poren können sich mit der Zeit Pollen dauerhaft festsetzen. Darum unbedingt Tageslinsen verwenden. Und wenn alles nichts hilft, bleibt nur eines: Zurück zur guten alten Brille!

Abb.: thinkstock

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POLLENALLERGIE

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OSTEOPOROSE

Jogging, Tanzen und Aerobic sind ideal für die Osteoporose-Prävention. Foto: thinkstock

Osteoporose-Prävention: Zentrale Rolle von ausreichender Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr

Ausreichend Bewegung und die richtigen Nährstoffe halten die Knochen in Form Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Gut 10 % der Bevölkerung sind davon betroffen. 85 % der osteoporotischen Brüche treten bei Frauen nach der Menopause auf. Ab 70 Jahren nimmt die Osteoporose bedingte Bruchhäufigkeit auch bei Männern zu. Die gute Nachricht: Eine wirksame Prävention ist möglich.

D

Die Osteoporose ist eine heimtückische Krankheit, denn sie schreitet jahrelang still, symptom- und schmerzlos voran. Betroffene werden sich ihrer Erkrankung oft erst durch spontane Brüche – meist von Wirbelkörpern oder des Oberschenkelhalses – schmerzhaft bewusst.

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GESUNDE KNOCHEN

BERECHNEN SIE IHR OSTEOPOROSE-RISIKO Auf www.rheumaliga.ch/osteoporoserisiko bietet die Schweizerische Rheumaliga einen Onlinerechner an, mit dessen Hilfe Sie berechnen können, wie stark Sie gefährdet sind. Auch die erbliche Vorbelastung wird miteinbezogen. Allen Personen, bei denen aufgrund klinischer Risikofaktoren ein erhöhtes Frakturrisiko zu erwarten ist, empfiehlt die Schweizerische Vereinigung gegen die Osteoporose eine Untersuchung beim Spezialisten (Stichwort: Messung der Knochendichte).

Dabei beginnt der Knochenabbau schon ab dem 30. Lebensjahr – bei Frauen und bei Männern. Er beträgt ca. 1 % pro Jahr. Der Grund ist ein Ungleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau zu Gunsten von Knochenabbau. Bei den Frauen kommt um das 50. Lebensjahr die Menopause dazu. Der resultierende Hormonverlust kann den alterungsbedingten Verlust an Knochenmasse beschleunigen.

OSTEOPOROSE, DIE STILLE EPIDEMIE Welche Dimensionen die OsteoporoseProblematik hat, zeigt ein Blick in die Statistik. Knochenabbau und die daraus resultierenden Komplikationen verursachen in der Schweiz dreimal mehr Krankenhausaufenthalte als Brustkrebs und eineinhalbmal mehr als alle HerzKreislauf-Erkrankungen zusammen. Selbst bei Männern sind die Folgen der Osteoporose der zweithäufigste Grund für eine Hospitalisierung, lediglich übertroffen von der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD), aber noch vor Herzinfarkten, Schlaganfällen, Diabetes Typ 2 und Herzinsuffizienz. Typische Folgen der Osteoporose sind Wirbelkörper-, Ober- und Unterarm- sowie Oberschenkelhalsbrüche. Neben dem Tod oder der potenziell starken Einschränkung von Lebensqualität und Alltagsfähigkeit der Betroffenen haben diese Verletzungen auch einen stark belastenden Einfluss auf die Angehörigen. Ein Pflegefall in der Familie kann alles über den Haufen werfen.

DIE WICHTIGSTEN RISIKOFAKTOREN Wann muss man sich Gedanken über einen drohenden Osteoporose-Bruch machen? Welches sind, nebst zunehmendem Alter ab 50 Jahren, die wichtigsten Risikofaktoren? Eine wichtige Rolle spielt die familiäre Vorbelastung. Wenn Verwandte ersten Grades einen Osteoporose bedingten Hüftbruch hatten, ist das Risiko klar erhöht. Untergewicht (also z.B. ein BMI

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OSTEOPOROSE

SCHLÜSSELROLLE VON KALZIUM UND VITAMIN D Doch es gibt auch gute Nachrichten: Mit dem richtigen Lebensstil und der geeigneten Ernährung kann man dem beschleunigten Knochenabbau entgegenwirken. Eine zentrale Rolle beim Knochenaufbau spielen Kalzium und Vitamin D. Rund 1,5 kg des essenziel-

Hier drin stecken 1000 mg Kalzium (Tagesbedarf zwischen 1000 mg und 1200 mg)  0,8 l Milch  0,8 l Joghurt  83 g Parmesan  250 g Mozzarella  1,1 kg Speisequark  24 Eier  4 kg Nudeln

(5) inkstock Fotos: th

unter 20 bei Frauen) ist ein zusätzlicher Risikofaktor. Wer Gewicht verliert, muss sich bewusst sein, dass er auch an Knochenmasse verliert. Alle weiteren Ursachen sind sogenannte sekundäre Ursachen, beispielsweise Medikamente oder Krankheiten aber auch Rauchen und übermässiger Alkoholgenuss. Übrigens: ca. drei von vier Frauen über 50 weisen bereits eine Osteoporose oder eine Osteopenie (eine Minderung der Knochendichte und Vorstufe der Osteoporose) auf. Ab dem Alter von 50 Jahren sollte man darum generell an Osteoporose-Prävention denken. Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens (Lebenszeitrisiko) eine osteoporotische Fraktur zu erleiden, beträgt in der Schweiz im Alter von 50 Jahren für die Frau 51,3 und für den Mann 20,2 %. Die Schweiz gehört damit zu den Ländern mit dem höchsten Frakturrisiko.

 1,6 kg Broccoli  500 g Sojabohnen  1,9 kg Erbsen  1 kg grüne Oliven  300 g Ölsardinen  1,1 kg Crevetten  2 l Mineralwasser mit hohem

Kalziumgehalt

len Mineralstoffs Kalzium trägt jeder von uns in seinem Körper – und zwar zu 99 % in den Knochen, denen das Kalzium ihre Härte und Belastbarkeit verleiht. Der Knochen ist auch das Speicherorgan für Kalzium. 1 % des Minerals erfüllt wichtige Aufgaben in unserem Blut, beispielsweise bei der Muskel- und Nervenfunktion, sowie bei der Blutgerinnung. Um den Spiegel an Kalzium im Blut konstant zu halten, wird das Kalzium bei Bedarf aus dem Knochen herausgelöst. Vitamin

Osteoporose-Risikogruppen Zu einer Osteoporose-Risikogruppe gehört, wer:  selten Milch, Käse und Milchprodukte verzehrt  bereits nach geringer Gewalteinwirkung eine Fraktur erlitten hat  sich weniger als dreimal wöchentlich aktiv bewegt  regelmässig Alkohol trinkt  täglich mehr als zehn Zigaretten raucht  regelmässig Medikamente einnimmt, die den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen (z.B. Cortison, Schilddrüsenhormone, Antiepileptika)  unter chronischen Durchfällen, Schilddrüsenüberfunktion, entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und chronischer Niereninsuffizienz leidet  unter Laktoseintoleranz leidet (15 bis 20 % der Gesamtbevölkerung in Europa) Ebenfalls zur Osteoporose-Risikogruppe gehören:  Frauen in der Menopause  Männer und insbesondere Frauen mit Untergewicht

D fungiert in unserem Körper als wichtiger Partner von Kalzium: Es erhöht die Kalziumaufnahme über den Darm und vermindert gleichzeitig die Ausscheidung des wertvollen Minerals über die Nieren. Damit fördert Vitamin D bei genügend hohem Kalziumgehalt im Blut den Einbau von Kalzium in die Knochen.

UNTERVERSORGUNG MIT KALZIUM WEIT VERBREITET Um Osteoporose entgegenzuwirken, ist es wichtig, seine Knochen frühzeitig und konsequent mit einer ausreichenden Menge Kalzium zu beliefern. Doch längst nicht jeder füllt seine Kalziumspeicher allein über die Nahrung ausreichend auf. Kalziumlieferant Nr. 1 sind Milch und Milchprodukte. Doch gemäss dem 5. Schweizerischen Ernährungsbericht des Bundesamts für Gesundheit trinken 38 % der hiesigen Bevölkerung gar keine Milch. Die Folge: Personen über 50 Jahren liegen im Durchschnitt 15 bis 20 % unter der empfohlenen Kalzium-Dosis von 1000mg/Tag (Quelle: Max Rubner Institut; Nationale Verzehrstudie II (D), 2008). Zwar ist eine Überdosierung von Kalzium aus verschiedenen Gründen

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GESUNDE KNOCHEN

auch nicht ideal, doch ist die Einnahme von bis zu 2500 mg Kalzium täglich laut der europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) kein Problem.

ren Belastung anzupassen – auch im fortgeschrittenen Alter. Dadurch bleibt er länger stabil. Dazu kommt, dass aktive Senioren viel beweglicher und kräftiger sind. Sie stürzen seltener und wenn sie stürzen, schützt die Muskelmasse, dass nicht gleich etwas bricht.

KALZIUM UND VITAMIN D AM BESTEN IM DOPPELPACK Der tägliche Bedarf an Kalzium lässt sich über den ausreichenden, täglichen Verzehr kalziumhaltiger Lebensmittel erreichen. Siehe Kasten «Hier drin stecken 1000 Milligramm Kalzium». Vitamin D wird von unserer Haut in Verbindung mit UV-Strahlung gebildet. Für eine ausreichende Menge Vitamin D sind ca. 30 Minuten Sonnenlicht pro Tag nötig – ohne Sonnenschutz. Vitamin D kann auch durch Einnahme von grossen Mengen an fettreichem, rohen Fisch zugeführt werden. Reicht die Zufuhr durch die Ernährung und Sonne nicht aus, empfiehlt sich die kombinierte Supplementierung mit Kalzium und Vitamin D.

AKTIVE MENSCHEN HABEN STÄRKERE KNOCHEN Eine zentrale Rolle bei der OsteoporosePrävention spielt Bewegung – neben der ausreichenden Zufuhr von Kalzium und Vitamin D -, denn aktive, sportliche Men-

Zwangsläufige Folge einer fortgeschrittenen Osteoporose: Spontane Wirbelfrakturen.

schen haben generell stärkere, widerstandsfähigere Knochen. Zwar ist es leider so, dass man einen Hormonmangel (z.B. aufgrund der Wechseljahre) nicht durch verstärkte körperliche Aktivität oder mehr Kalzium korrigieren kann. Es ist aber möglich, damit den Alterungsprozess erheblich zu verlangsamen. Denn: Ein Knochen, der regelmässig belastet wird, versucht, sich der höhe-

Mit Sport gegen Osteoporose Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Spielsportarten wie Fussball oder Tennis, Leichtathletik, Skifahren, Schlittschuhlaufen etc. Junge Erwachsene bis 35 Jahre: Fitnesstraining, Aerobic, Ausdauersportarten wie Jogging, Langlauf, Spielsportarten, Klettern usw. Mittlere Altersgruppe bis 50 Jahre: Fitnesstraining, kraftbetonte Gymnastik, Rückenschule, Ausdauersportarten wie Jogging, Walking, Wandern, Tennis, Golf u.ä.

(5) Fotos: thinkstock

Ältere und alte Menschen: Fitnesstraining, kraftbetonte Gymnastik und Rückenschule unter Anleitung, Ausdauersportarten wie Jogging, NordicWalking und Wandern, Tennis, Golf, dem Alter angepasste Spielsportarten wie Volleyball oder Prellball, Fitnesstraining für Seniorinnen und Senioren einschliesslich Fallübungen.

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BEWEGUNG IN DEN ALLTAG EINBAUEN!

Jogging, Tanzen und Aerobic sind ideal, aber auch Nordic-Walking und Wandern haben einen positiven Effekt. Beim Schwimmen und Radfahren werden die Knochen dagegen zu wenig durchgeschüttelt, um grosse Wirkung zu erzielen. Einzelne Kraftakte bringen nichts. Viel wichtiger ist der Einbau von Bewegung in den ganz normalen Alltag. Beispielsweise kann man es sich zur Gewohnheit machen, immer bis in den zweiten Stock die Treppe zu nehmen und erst dann den Lift. Oder man geht zu Fuss einkaufen. Wenn es sehr weit ist, kann man ja zwei Tramstationen vorher aussteigen und ein paar Schritte bis zum Geschäft gehen. Das ist nicht nur gut gegen Osteoporose, sondern auch ein ausgezeichnetes Training für Herz und Kreislauf.  Theo Uhlir 


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TIPPS VON DER APOTHEKERIN

Erkältungsfrei durch die Frühlingszeit

So halten Sie die

Krankheitserreger

in Schach! Endlich ist die kalte Winterzeit vorbei!

Von MONIKA LENZER, Apothekerin

I

Im Frühling erfreuen uns zwar die ersten warmen Sonnenstrahlen, doch insgesamt ist das Wetter in dieser Jahreszeit noch recht wechselhaft. Es gibt immer wieder Tage, an denen Wind und Kälte unsere schützenden Schleimhäute angreifen. Zudem sind die Batterien unseres Immunsystems nach einem langen Winter erst einmal leer. Krankheitserreger haben so ein leichtes Spiel. Doch was genau ist eine Erkältung überhaupt? Hierbei handelt es sich um eine akute Infektion der oberen Atemwege, die in der Regel durch Viren verursacht wird. Mit 25 bis 30 Prozent sind Rhinoviren die häufigsten Übeltäter. Sie zählen zu den klassischen Erregern des einfachen Schnupfens, können jedoch auch

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Erkrankungen der tiefen Atemwege auslösen – dies trifft vor allem bei Kindern zu. Insgesamt sind über 200 verschiedene Erkältungsviren bekannt – dazu zählen Respiratory-Syncytial-Viren, Coronaviren und Parainfluenzaviren.

GRIPPE AUF DEM VORMARSCH Hiervon abzugrenzen ist die echte Grippe, auch Influenza genannt. Es handelt sich ebenfalls um einen viralen Infekt, doch anders als bei der normalen Erkältung treten die Symptome ganz plötzlich, schlagartig auf. Kennzeichnend sind starke Kopf- und Gliederschmerzen, totale Abgeschlagenheit und hohes Fieber. Die Beschwerden lassen innerhalb von drei bis sieben Tagen langsam nach, doch quälender Husten und Mattigkeit können noch einige Wochen anhalten. Insbesondere bei Risikopatienten ist es empfehlenswert,

Foto: zVg

Viele Menschen denken nun, dass auch die Erkältungszeit vorüber ist. Doch zu früh gefreut – gerade im Frühling werden viele Leute nochmals von einem grippalen Infekt heimgesucht. Wieso eigentlich?

«BEI ERKÄLTUNG ODER GRIPPE WERDEN PRIMÄR DIE BESCHWERDEN BEKÄMPFT.» MONIKA LENZER Apothekerin

dass sie in den ersten 48 Stunden nach dem Auftreten der Krankheitsanzeichen ein Virustatikum einnehmen. Dadurch wird die Vermehrung der Viren im Körper gebremst. Die beste Vorsorgemassnahme ist jedoch eine Grippeimpfung, vorzugsweise im Herbst. Gefürchtet sind vor allem Influenza-A-Viren, die für grosse Grippewellen verantwortlich sind. So waren Influenza-A-Viren vom Subtyp H1N1 für die spanische Grippe im Jahr 1918 verantwortlich. Weltweit kostete sie rund 20 bis 50 Millionen Menschen das Leben.


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WIEDER FREI DURCHATMEN Bei einer Erkältung oder Grippe werden in erster Linie die Beschwerden bekämpft. So gibt es bei Halsschmerzen eine riesige Palette an Lutschtabletten, Gurgellösungen oder Sprays mit desinfizierenden, antibakteriellen und schmerzlindernden Wirkstoffen. Kurz gesagt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Bei sehr starken Halsschmerzen hilft die Einnahme von entzündungshemmendem Ibuprofen. Dies lindert gleichzeitig

• Schlaf ist die beste Medizin

Kopf- und Gliederschmerzen und senkt allfälliges Fieber. Zudem sind Wadenwickel ein bekanntes Hausmittel, um erhöhte Körpertemperaturen zu senken. Zum Thema Schnupfen steht im Handbuch der populären Arzneiwissenschaften aus dem Jahr 1803: «Man will auch dadurch den Schnupfen augenblicklich gelindert haben, dass man die nackten Füsse in die dichteren Strahlen eines Brennspiegels halten liess.» Heutzutage gibt es sicherlich bessere Methoden, um eine verstopfte Nase zu befreien. An oberster Stelle steht der kurzfristige Ge-

brauch abschwellender Nasensprays, die jedoch austrocknend sein können. Am besten werden sie daher im Wechsel mit einem befeuchtenden Meerwasserspray eingesetzt.

BALSAM FÜR DIE BRONCHIEN Sind die Nasennebenhöhlen verschleimt, bieten sich Präparate mit Acetylcystein an. Damit wird auch zähes Sekret auf den Bronchien gelöst, was das Abhusten erleichtert. Generell gilt: Schleim-

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TIPPS VON DER APOTHEKERIN

HEILSAME DÜFTE

Gegen Erkältung ist ein Kraut gewachsen Heilpflanze

Anwendungsgebiet

Echinacea

Stärkung des Immunsystems

Isländisches Moos

Heiserkeit

Salbeiblätter

Desinfizierender Tee zum Gurgeln

Thymiankraut

Verschleimter Husten

Weidenrinde

Kopfschmerzen und Fieber

Holunderblüten

Schweisstreibend bei fieberhaften Erkältungskrankheiten

befreiende Arzneimittel sollten ihre Wirkung am besten untertags entfalten. Hustenstillende Medikamente mit Codein oder Dextromethorphan sind hingegen vor allem zur Nacht empfehlenswert – dies beruhigt gereizte Lungen für einen guten Schlaf. Viele Menschen nehmen übrigens gerne Kombipräparate mit mehreren Inhaltsstoffen ein. Dies ist vor allem dann praktisch, wenn verschiedene Beschwerden gleichzeitig auftreten und wir im Alltag funktionieren müssen. Noch ein Wort zu den Antibiotika: Bei rein viralen Erkrankung sind Antibiotika wirkungslos. Und doch kommen sie

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Fotos: thinkstock (3)

manchmal zum Einsatz – dann nämlich, wenn das Immunsystem durch einen viralen Infekt sehr stark geschwächt ist. Krankmachende Bakterien können nun im Körper leicht die Oberhand gewinnen.

Bei einer Erkältung hat sich die Aromatherapie in Form von Erkältungsbädern, Inhalationslösungen und Brustsalben bewährt. Wichtig ist jedoch, dass qualitativ hochwertige ätherische Öle verwendet werden. Etwa im Krankenzimmer kann eine Duftlampe mit einigen Tropfen Myrtenöl aufgestellt werden. Es ist eine sanfte Alternative zu Eukalyptus- und Teebaumöl, weshalb es sich bei Schwangeren, Kindern und zarten, gebrechlichen Menschen eignet. Es löst festsitzenden Schleim und klärt die Zimmerluft. Die Myrte symbolisiert Reinheit und Unschuld – sie wird daher auch als Blume der Braut bezeichnet. Bereits römische Jungfrauen steckten sich Myrtenzweige bei ihrer Hochzeit ins Haar. Um schneller wieder auf die Beine zu kommen, ist es zudem sinnvoll, das Immunsystem zu stärken. Pflanzliche Immunstimulanzien oder hochdosierte Vitaminpräparate fördern unsere Abwehrkräfte. Sie können natürlich auch dabei helfen, um überhaupt erst gar nicht krank zu werden. So starten Sie gut gewappnet in den Frühling!

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HÜFTARTHROSE

Implantate sorgen für Lebensqualität pur

Dank zwei Hüft-Prothesen

zurück zum alten Schwun Für Werner Baltensperger (57) gibt es nichts Schöneres, als die schneebedeckten Berge im Bündnerland hinunterzugleiten. Von Saisonanfang bis -ende verbringt der Versicherungsspezialist jede freie Minute mit seiner Familie auf den Skipisten in Davos. Dass er dazu wieder in der Lage ist, hat er zwei künstlichen Hüft-Gelenken zu verdanken. Noch vor knapp drei Jahren waren seine Schmerzen in den Hüften so stark, dass er nur noch mit Schmerzmedikamenten arbeiten konnte.

Von JUDITH SETZ

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«Wann genau die Schmerzen in den Hüften angefangen haben, kann ich nicht genau sagen», erzählt Werner Baltensperger. «Das Ganze war eher ein schleichender Prozess. Mit der Zeit hat sich meine Beweglichkeit immer stärker eingeschränkt. Und irgendwann haben meine Kinder zu mir gesagt: ‹Papi, du läufst wie ein Pinguin›.» Wenn er längere Zeit stehen musste, blockierte sich nach einiger Zeit jene Hüfte, auf der das Hauptgewicht lag. Also musste er jeweils das Gewicht auf das andere Bein verlagern, bis auch dort die Hüfte blockierte. «Und so ging es immer hin und her. Ich wechselte vom einen Bein aufs andere und

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wieder zurück, damit sich die betroffene Hüfte wieder deblockieren konnte. Auch das Einsteigen ins Auto wurde immer schwieriger, ich musste mich regelrecht hineinwürgen und die Hüften schmerzten dabei sehr. Lag ich im Bett auf dem Rücken, konnte ich meine Beine nicht mehr seitwärts ablegen. Kurz, ich wurde immer unbeweglicher.»

BeiDe hüftgelenke liefen knochen auf knochen Mitte 2010 war es dann so weit. Er, der ansonsten nie zum Arzt ging, sah nur noch eine Möglichkeit: «Die Schmerzen waren so unerträglich geworden, dass ich nur noch mit Medikamenten arbeiten konnte», erinnert sich Werner Baltensperger. «Also suchte ich mei-

«Nach nur einem halben Tag auf der Piste war es wieder wie früher!» Werner Baltensperger (57).

nen Hausarzt auf.» Ein Röntgenbild der Hüften schuf Klarheit: Werner Baltensperger hatte auf beiden Seiten HüftArthrose (Coxarthrose) im Endstadium. Der Gelenkknorpel, welcher den Gelenken als Gleitfläche dient und damit eine reibungsfreie Bewegung ermöglicht,


KÜNSTLICHE HÜFTGELENKE

Hinein ins Vergnügen! Dank zwei Hüft-Prothesen kann Werner Baltensperger wieder schwungvoll die Pisten runterflitzen.

Fotos: Andy M ettler

(2), Abb.: zVg

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HÜFTARTHROSE

Arthrose Definition: Arthrose ist eine Abnutzung des Gelenkknorpels. Dieser sorgt beim gesunden Gelenk für einen reibungslosen Bewegungsablauf, da er die Knochenenden umhüllt und dank seiner glatten Oberfläche die Gelenke reibungslos gleiten lässt. Ist er nun abgenutzt, hat dies Folgen für Knochen und Weichteile am betroffenen Gelenk. Es kann zu Verformungen des Gelenks, zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen. Ursachen: n Alter n Überbelastung (Sport, Beruf, Übergewicht) n Unfall n Entzündliche Grunderkrankung  Die erbliche Veranlagung spielt dabei eine grosse Rolle Arten: Betroffen können sämtliche Gelenke sein; am häufigsten tritt die Arthrose an den Knie-, Hüft- und Fingergelenken auf.

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«HEUTE WERDEN DIE MEISTEN KÜNSTLICHEN GELENKE ZEMENTFREI EINGESETZT.» DR. MED. LUKAS SCHATZMANN, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie in Olten.

hüftgelenk aus titan «Ich fühlte mich sofort gut beraten», betont Werner Baltensperger. «Anhand eines Modells wurde mir erklärt, wie so ein künstliches Gelenk aussieht und wie es eingesetzt wird.» «Im Fall von Herrn Baltensperger kam nur noch der komplette Ersatz der beiden Hüftgelenke infrage», erklärt Dr. Schatzmann. «Der Knorpel war bereits so stark geschädigt, dass gelenkerhaltende Massnahmen keinen Sinn mehr machten. Der

geschädigte Hüftkopf musste entfernt und durch einen künstlichen ersetzt werden.» Zusätzlich wird im Beckenknochen eine künstliche Pfanne eingesetzt, in welcher wiederum der künstliche Hüftkopf gleiten kann. «Während man früher Knochenzement für die Befestigung benötigte, werden heutzutage die meisten künstlichen Gelenke zementfrei eingesetzt, wodurch der Knochen an das Kunstgelenk direkt anwachsen und sich integrieren kann», so Dr. Schatzmann. «Es ist die spezielle Oberflächeneigenschaft des aus Titan angefertigten Implantats, die es ermöglicht, dass der Knochen direkt an die Prothesenoberfläche anwächst.»

erster spitalaufenthalt iM leBen Da die Schmerzen kaum mehr auszuhalten waren, wurden sodann baldmöglichst die Operationstermine festgelegt. «Ich hätte ja am liebsten beide Gelenke auf einmal einsetzen lassen. Dr. Schatzmann riet mir jedoch wegen des erhöhten Komplikationsrisikos davon

Seit seiner beidseitigen Hüft-OP verbringt Werner Baltensperger wieder viel Zeit auf der Piste mit seiner Tochter Selina (10).

ettler Foto: Andy M

war durch die Arthrose stark abgenutzt. Dadurch liefen die Gelenke direkt Knochen auf Knochen, was starke Schmerzen verursachte. Das Röntgenbild zeigte dementsprechend auch zwei total zerfranste Hüftgelenke. «Selbst für mich als Laien war es sofort gut sichtbar», sagt Werner Baltensperger. Bei dieser starken Abnutzung war klar, dass es für konservative Therapiemethoden wie Physiotherapie bereits zu spät war. Aus diesem Grund überwies ihn sein Hausarzt an den Spezialisten, Dr. med. Lukas Schatzmann, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, in Olten.

Foto: zVg

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KÜNSTLICHE HÜFTGELENKE

Bei fortgeschrittener Arthrose: n Allgemeiner Bewegungsschmerz n Ruheschmerz (kann auch dauerhaft sein) n Fehlstellungen (z.B. O- oder X-Beine) n Steifheit der Gelenke n Eingeschränkte Beweglichkeit

ab und so vereinbarten wir zwei Termine im Abstand von einem Monat.» Am Vorabend des 6. Dezember 2010 war es soweit und Werner Baltensperger rückte ins Spital ein. «Ich war ziemlich nervös. Dies war mein erster Spitalaufenthalt überhaupt und ich wusste nicht genau, was da auf mich zukommt», erinnert er sich. «Entsprechend schlecht schlief ich. Ich wachte immer wieder auf und fragte mich, was mich wohl am Morgen erwarten würde.»

aM gleichen aBenD wieDer auf Den Beinen Nach der etwas unruhigen Nacht wurde er am nächsten Tag um 6 Uhr früh geweckt und für die Operation vorbereitet. Angekommen im Operationssaal wurden die Beine und das Becken mit einer Teilnarkose (Spinalanästhesie) betäubt. «Dadurch war ich die ganze Zeit bei Bewusstsein und konnte mich auch mit dem Arzt unterhalten. Zugegebenermassen war es zeitweise ein wenig laut, als die Chirurgen mittels Bohren und Fräsen das neue Gelenk eingesetzt haben. Aber ehrlich gesagt fand ich die Ländlermusik, die im Hintergrund lief, fast noch schlimmer», erinnert sich Werner Baltensper-

laufen, laufen, laufen Nach der Operation war vor allem eines angesagt: Laufen, laufen, laufen. «Die Physiotherapeutin brachte mir Sachen bei wie Aufstehen aus dem Bett, Hinsetzen, Treppensteigen und dann war vor allem Eigenleistung angesagt. Ich lief Kilometer um Kilometer. Immer wenn ich in der Nacht nicht schlafen konnte, stand ich auf und ging den Gang rauf und runter», erinnert sich Werner Baltensperger. Nach knapp acht Tagen durfte er bereits wieder nach Hause. Und auch ausserhalb des Spitals ging das Laufen weiter. Er, der Ski-Fan, flitzte für einmal in Davos

Foto: Andy M ettler

Im Anfangsstadium der Arthrose: n Anlaufschmerz am Morgen n Belastungsschmerz, z.B. nach Sport n Ermüdungsschmerz, z.B. beim Stehen

ger und lacht. Nach knapp einer Stunde konnte er den Operationssaal schon wieder verlassen. Und am Abend hiess es dann bereits aufstehen: Mit Stöcken bewaffnet machte er die ersten vorsichtigen Schritte.

Foto: zVg

Symptome

Werner Baltenspergers Röntgenbild nach der zweiten Operation. Gut sichtbar sind die beiden künstlichen Hüftgelenke.

Diagnose und Behandlung der Hüftarthrose Diagnose: n Untersuchung der betroffenen Gelenke durch den Arzt. Die Röntgenaufnahme gibt Aufschluss über den Gelenkspalt und über allfällige Knochenveränderungen. Behandlung: n Solange die Beschwerden erträglich sind, kann mit einer Operation abgewartet werden. Im Vordergrund stehen konservative Therapiemethoden wie Reduktion der Belastung durch Gewichtsabnahme, Anpassung der sportlichen Aktivitäten, Physiotherapie etc. n Bei erfolglosen konservativen Massnahmen und entsprechend hohem Leidensdruck: Ersatz des erkrankten Gelenkes durch eine Totalprothese.

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HÜFTARTHROSE

nicht die Pisten runter, sondern lief stundenlang durchs und ums Dorf.

Alltäglicher Eingriff

Direkt von Davos ins spital für Zweitoperation Im neuen Jahr war es dann soweit und Werner Baltensperger rückte am 2. Januar 2011 direkt von Davos ins Spital ein. «Da war ich bereits ohne Stöcke unterwegs», erzählt Werner Baltensperger stolz. Da er dieses Mal wusste, was auf ihn zukommt, war er schon weniger nervös. Einzig die Teilnarkose habe ihm etwas Kopfzerbrechen bereitet. Aber auch bei der zweiten Operation verlief alles gut. «Allerdings habe ich dann gemerkt, dass die beiden Operationstermine wohl schon etwas nahe beieinander gelegen haben», sagt Werner Baltensperger. So konnte er am Abend des Operationstages einfach nicht aufstehen. «Das hat mich extrem frustriert», erinnert er sich. «Ich war so wütend auf mich selber!» Ab dem nächsten Tag ging es jedoch schlagartig bergauf und bald lief er schon wieder den Gang rauf und runter.

stunDenlang Den Berg rauf unD runter «Schon vor dem ersten Operationstermin hatte ich Dr. Schatzmann mitgeteilt, dass ich für den 28. Februar Skiferien gebucht habe», schmunzelt Werner Baltensperger. Das Ziel war also klar. Bis dann wollte er soweit fit sein, dass

Abb.: zVg (2)

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In der Schweiz werden jedes Jahr rund 21 000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Diese bestehen aus hochleistungsfähigen Metall-Legierungen, Kunststoff oder Keramik und haben inzwischen eine hohe Lebensdauer.

er vom Orthopäden die Erlaubnis bekommt, wieder Ski zu fahren. «In den Wochen nach der zweiten Operation habe ich mich weiterhin viel bewegt», erzählt Werner Baltensperger. Anfang Februar verbrachte er einige Tage im Allgäu bei Kollegen. «Dort bin ich dann stundenlang den Berg rauf und runter gelaufen. Und das bereits ohne Stöcke. Dabei bin ich auch an der Weltcup-Piste von Ofterschwang vorbeigekommen und ich war zwei- oder dreimal kurz davor, mir Skier zu mieten», gesteht Werner Baltensperger.

enDlich wieDer aB auf Die piste! Dies hat er aber natürlich nicht getan, sondern den Kontroll-Termin am 22. Februar abgewartet. Dr. Schatzmann

untersuchte ihn gründlich, röntgte die neuen Gelenke und gab ihm schliesslich wieder grünes Licht für die Piste. Am 28. Februar 2011 war es dann soweit und Werner Baltensperger stand endlich wieder auf der Piste in Davos. «Die ersten paar Meter waren jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig», erinnert er sich. «Zuerst fuhr ich vorsichtig eine Schrägfahrt. Als ich eine Rechtskurve machen wollte, gab ich zwar im Kopf den Befehl, dieser kam aber in den Füssen nicht an. Irgendwie war ich noch blockiert.» Nachdem er jedoch diese innere Blockade überwunden hatte, ging es einwandfrei – und nach nur einem halben Tag auf der Piste war es wieder wie früher. «Schmerzfrei, wohlgemerkt!».

leBensqualität pur

Operation n In der Schweiz werden jährlich rund 21 000 künstliche Hüft-Gelenke im-

plantiert n Die Operation erfolgt entweder unter Vollnarkose oder Teilnarkose (spinal

oder peridural) n Operationszeit: ca. eine Stunde

Ablauf Operation: n Entfernung des geschädigten Hüftkopfs n Ausfräsung der Pfanne, damit die Metallschale und die Innenschale des Implantats in den Knochen eingesetzt werden können n Einsetzen des Prothesenschafts in den Oberschenkelknochen und Aufsetzen des künstlichen Kopfs n Anschliessend Einrenken des Gelenks n Überprüfung des stabilen Gelenkspiels und der Beinlänge n Verschluss der Wunde

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Heute flitzt er wieder die Pisten mit seiner Frau und seinen Kindern, Dario (15) und Selina (10), herunter. «Im Nachhinein denke ich, dass ich die Operation schon viel früher hätte machen sollen», sagt Werner Baltensperger. «Ich hatte schon Jahre vor der Operation konstant Schmerzen, nicht nur beim SkiFahren, sondern auch im Alltag. Gegen den Schluss konnte ich keinen CarverSchwung mehr machen, sondern bin nur noch mehr oder weniger gerutscht. Heute geht es mir blendend. Meine neuen Hüften bedeuten für mich vor allem eines: Lebensqualität pur!»


NEWS

Paarbeziehung macht Menschen FAULER Wer in einer Beziehung lebt, treibt weniger Sport als zuvor. Das haben deutsche Wissenschaftler nachgewiesen. Haben Sie ein paar Pfund mehr auf den Rippen, seit Sie verheiratet sind oder in einer festen Beziehung leben? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen. Eine aktuelle deutsche Studie zeigt klar: Das Leben in einer Beziehung führt dazu, dass Menschen weniger Sport treiben. Besonders, wenn die Partner sich eine Wohnung teilen – und erst recht, wenn sie auch noch verheiratet sind. Diese Ergebnisse sprechen für die so genannte Heiratsmarkt-Hypothese der Soziologen. Demnach lässt die sportliche Aktivität von Männern und Frauen umso stärker nach, je stabiler eine Beziehung ist. Allerdings: Bei Männern über 50 verschwindet der Effekt allmählich wieder. Die Forscher vermuten, das könne daran liegen, dass die Frauen sich dann stärker um die Gesundheit des Partners sorgen und ihn eher motivieren, Sport zu treiben. Umgekehrt scheint das nicht der Fall zu sein: Bei Frauen führt die Ehe bis ins hohe Alter dazu, dass sie weniger Sport treiben.

ABTREIBUNGEN ERHÖHEN BRUSTKREBS-RISIKO Je mehr Abtreibungen eine Frau in ihrem Leben vornehmen lässt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eines Tages an Brustkrebs erkrankt. Das haben chinesische Wissenschaftler am Tianjin Medical University Cancer Institute and Hospital herausgefunden. Die im renommierten Journal Cancer Causes & Control veröffentlichte Studie zeigt sehr deutliche Zahlen: Bereits mit einem einzigen Schwangerschaftsabbruch steigt das Brustkrebs-Risiko um 44 %, nach zwei Abbrüchen bereits um 76 % und nach drei dann um 89 %. Das Epidemiologen-Team wählte China wegen seiner hohen Rate von Abtreibungen für seine Erhebung aus, die aufgrund der mit Zwang durchgesetzten Ein-Kind-Politik der Regierung erfolgen.

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INTERVIEW

Was tun gegen Stress, Ü

Wenn d

kran

Arbeit gehört zu unserem Leben wie Essen, Trinken und Schlafen. Doch wenn daraus anhaltende Überarbeitung wird, kann das schwerwiegende Folgen haben. Dr. Joe Hättenschwiler, Chefarzt des Zentrums für Angst- und Depressionsbehandlung Zürich, erklärt im Interview, wann Stress schadet und wie man das verhindern kann.

Interview: ANDREA FISCHER Medical Tribune public: Überarbeitung und Burnout werden oft gleichgesetzt. Wo ist der Unterschied? Dr. Joe Hättenschwiler: Beides wird tatsächlich oft verwechselt, denn zwischen Überarbeitung und Burnout gibt

Fotos: thinkstock (3)

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MENTALE GESUNDHEIT

, Überarbeitung und Burnout?

der

JOB Foto: zVg

nk macht «ZWISCHEN ÜBERARBEITUNG UND BURNOUT GIBT ES KEINE KLARE TRENNLINIE.» DR. JOE HÄTTENSCHWILER Chefarzt des Zentrums für Angstund Depressionsbehandlung Zürich ZADZ

es keine klare Trennlinie. Überarbeitung ist ein normales Phänomen in Phasen, in denen man besonders viel zu tun hat und sich keine Pausen gönnt. Mit einer kurzen Auszeit von wenigen Tagen kann man sich wieder gut erholen.

Doch wenn Überarbeitung zu einem Dauerzustand wird und man zu wenig Rücksicht auf sich selber nimmt, kann sich daraus ein Burnout (siehe Kasten rechts) entwickeln. Wann und ob das kippt, hat mit verschiedenen Faktoren zu tun und hängt auch von der Belastbarkeit jedes Einzelnen ab. Je mehr Probleme hinzukommen, am Arbeitsplatz oder privat, desto rascher kann ein Burnout auftreten. Wie kann man eine ernstzunehmende Überarbeitung rechtzeitig erkennen? Als Erstes tritt meistens Müdigkeit auf, die sich auch mit Schlafen nicht bessert. In der Regel verschlechtert sich die Qualität des Schlafs. Man ist nervöser, gereizter und empfindlicher als sonst. Überarbeitung kann auch den Appetit verändern. Die einen mögen nicht mehr essen, die anderen essen eher zu viel. Typische Anzeichen sind im Weiteren Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme. Man braucht immer länger, um dieselbe Menge an Arbeit zu bewältigen.

Burnout – wenn der Akku nicht mehr lädt Von Burnout (ausgebrannt sein) spricht man bei anhaltender körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung aufgrund beruflicher oder privater Überlastung. Man hat das Gefühl, nichts mehr zu schaffen. Oft führt das zu Gleichgültigkeit gegenüber der Arbeit und Mitmenschen.

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STRESS UND BURNOUT

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50

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Bewegung und gesunde Ernährung als Wundermittel Bei Stress werden bestimmte Hormone wie Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Durch Bewegung werden diese wieder abgebaut und andere entspannungsfördernde Hormone ausgeschüttet. Bewegung hilft also gleich doppelt dabei, Stress abzubauen und zu entspannen! Ganz essenziell ist auch eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung.

nen, statt sich in den Freizeitstress zu stürzen.

Wie kann man das vermeiden? Die Arbeitsmenge lässt sich oft nicht kurzfristig ändern. Ein Freund von mir sagt jeweils: «Have a look at the circle of influence». Konkret: Trete einen Moment kürzer und überprüfe deine beruflichen, privaten und persönlichen Belastungen. Und dann konzentriere dich zuerst auf die Dinge, die du beeinflussen kannst. Und frage dich: Wo und wie kann ich entspannen? Hilft ein gutes Essen oder ein Treffen mit Freunden? Genügend Schlaf und Bewegung sind besonders wichtig. Wir schlafen heute bis zu eineinhalb Stunden weniger als noch vor 50 Jahren. Weniger Schlaf bedeutet automatisch weniger Erholungszeit und das ist fatal. Deshalb sollte man wenigstens am Wochenende richtig ausspan-

«Oft wollen wir StressSymptome nicht wahrnehmen. Überfordert zu sein, entspricht nicht unserem Selbstbild. Uns fehlt die Kultur des ‹akzeptierten› Scheiterns.»

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Viele Menschen schwören auf eine Zigarette oder ein Feierabendbier, um sich zu entspannen... Viele Raucher rauchen bei Stress mehr als sonst. Das liegt daran, dass Nikotin angst- und spannungslösend wirkt. Das Gleiche gilt für Alkohol. Viele merken, dass Alkohol ihnen beim Entspannen hilft. Ein Glas Wein mit Genuss getrunken ist in Ordnung – aber eben eines und nicht zehn. Auf lange Sicht schaden solche Substanzen jedoch mehr, als sie nützen. Gegen Hausmittelchen wie Beruhigungstees oder Baldriantropfen ist aber nichts einzuwenden. Warum gelingt es so vielen Menschen nicht, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen? Uns fehlt die Kultur des «akzeptierten» Scheiterns. Darum werden die ersten

Warnsignale gern übersehen. Am Anfang gibt es viel Begeisterung, man macht Überstunden, verzichtet auf Erholungsphasen und lebt nur noch für den Job. Das alles führt unwiderruflich zu den oben erwähnten Symptomen. Dennoch will man es oft nicht wahrhaben. Überfordert zu sein entspricht nicht unserem Selbstbild. Dabei wäre es sinnvoll, ehrlich zu sich zu sein und die «Handbremse» zu ziehen, sobald man merkt, dass man sich im Hamsterrad dreht. Die Schwierigkeit ist aber leider die gleiche wie mit dem Bremsbelag beim Auto: Man merkt erst im allerletzten Moment, dass er vollständig abgefahren ist. Was sollen und können Familie, Freunde und Arbeitskollegen tun, wenn jemand dringend kürzer treten sollte? Nicht jeder reagiert gleich auf Bemerkungen des Umfeldes. Es ist wichtig, dass man Betroffene vorsichtig darauf aufmerksam macht und sie zum Beispiel fragt: «Findest du nicht, dass du anders reagierst als sonst?» Man kann auch einen Brief schreiben und sagen, dass man sich Sorgen macht. Natürlich muss man sehr behutsam vorgehen, damit die Aktion nicht kontraproduktiv ist. Überarbeitung entsteht ja letztlich durch Stress. Ist der nicht auch notwendig? Stress ist lebensnotwendig und damit etwas Gutes und Normales. Er mobilisiert den Körper bei Gefahr oder bei besonderen Anforderungen. Ohne ihn könnten wir vieles nicht schaffen. Stress ist also grundsätzlich positiv. Aber


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STRESS UND BURNOUT

wenn er nicht mehr nachlässt oder wiederholt in zu kurzen Abständen auftritt, kann er dem Körper und der Psyche schaden. Ist Langeweile nicht ebenso belastend wie Stress? In diesem Fall verwendet man den Begriff «Boreout». Langeweile im Job kann zwar ebenfalls sehr zusetzen, aber das ist etwas ganz anderes als das Gefühl, alles nicht mehr zu schaffen. Sie führt zu Unzufriedenheit und Leere. Positive Herausforderungen sind im Leben sehr wichtig. Leider trennen viele Menschen die Arbeit von ihrem restlichen Leben. Sie erleben sie als schlecht und als etwas, das sie daran hindert, bessere Dinge zu tun. Das ist völlig falsch. Arbeit gehörte schon immer zu uns Menschen. Sie gibt dem Leben einen Sinn und sollte eine Quelle der Befriedigung sein. Einen sehr grossen Einfluss darauf hat unter anderem unsere Einstellung dazu. Welche Behandlung hilft, wenn jemand in ein Burnout rutscht? Generell spielt die Umstellung des Lebensrhythmus hin zu mehr Erholung und Bewegung eine wichtige Rolle. Die Behandlung hängt davon ab, wie weit das Burnout schon fortgeschritten ist und ob

Sanfte Hilfe in stressigen Zeiten Wenn am Arbeitsplatz mal wieder alles gefordert ist, können diese Hausmittelchen helfen, körperliche und geistige Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und Reizbarkeit zu lindern:  Beruhigungstees  Rosenwurz (Rhodiola rosea)  Baldriantropfen  Pflanzliche Entspannungsdragees Dabei sind auch Rituale wichtig, wie beispielsweise sich Zeit zu nehmen für einen Tee oder ein entspannendes Bad.

bereits Begleit- oder Folgekrankheiten aufgetreten sind. Es gibt diverse Stadien von Überarbeitung, beginnendem Burnout bis hin zu einer schweren Depression. Darum ist es so wichtig, Warnsignale möglichst früh zu erkennen und ernstzunehmen. Da als erste Anzeichen

Fotos: thinkstock (2)

«Wenn Überarbeitung zu einem Dauerzustand wird und man zu wenig Rücksicht auf sich selber nimmt, kann sich daraus ein Burnout entwickeln.»

meist körperliche Symptome auftreten, sollte man es nicht verpassen, als erstes eine gute ärztliche Abklärung von Körper und Psyche vorzunehmen. Oft ist es notwendig, zu Beginn auch Medikamente gegen allfällige Schlafstörungen und depressive Verstimmungen oder Ängste einzunehmen. Wenn immer möglich, sollte eine Krankschreibung verhindert werden. Ist sie unumgänglich, dann sollte sie nur kurz sein. Betroffene sollten möglichst rasch wieder teilzeitig in den Job einsteigen, da die Entfremdung von Arbeitsplatz und Kollegen oft zusätzliche Probleme schafft. Einmal Burnout, nie mehr Burnout? Leider ist dem nicht so. Menschen, die einmal richtig ausgebrannt waren, sind künftig sehr anfällig, erneut in ein Burnout zu geraten. – Ausser, man kann die Arbeitssituation und so genannt dysfunktionale Verhaltensmuster durch ein Coaching längerfristig ändern. Wer genau gleich weiterfährt, riskiert in Windeseile einen Rückfall.

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NEWS

60%

macht Zu die Frau Schluss

Das klassische Klischee vom Mann, der die Frau sitzen lässt, gilt nicht mehr. Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass heute ca. 60% der Trennungen von den Partnerinnen initiiert und durchgezogen werden. Damit ist klar: Nicht nur bei den Scheidungs-Anträgen sind die Frauen vorne, auch generell geht die Initiative zur Auflösung von Partnerschaften – sowohl Lebensgemeinschaften als auch Ehen – von ihnen aus. Während in fast 60% der Fälle die Frau die treibende Kraft hinter einer Trennung ist, kann sich nur knapp ein Viertel der Männer dazu durchringen, eine Trennung in die Wege zu leiten. Selbst wenn Männer eine andere Frau kennengelernt haben, wollen sie sich in der Regel nicht von ihrer bestehenden Partnerin trennen. Die Hälfte der Männer kann sogar eher einen zweiten Mann an der Seite ihrer Frau ertragen und möchte um sie kämpfen, als eine Trennung zu akzeptieren.

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Fotos: thinkstock (3)

BIONISCHE HAND gibt Amputierten Gefühl zurück Wissenschaftler aus der Schweiz, Italien und Deutschland haben eine bionische Hand geschaffen, die Patienten mit Amputationen das Gefühl in den Fingern zurückgibt. Der erste Patient, der mit der neuartigen Prothese ausgestattet wurde, ist laut einem Bericht mit dem Ergebnis des Eingriffs sehr zufrieden. Bei Tests gelang es ihm sogar, die Form und Konsistenz von Objekten zu bestimmen, die er aufhob. Laut Silvestro Micera von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne ist es damit erstmals gelungen, einem Patienten mit einer Prothese ein wirkliches Gefühl in der Hand in Echtzeit wiederzugeben. Der wissenschaftliche Fortschritt liegt nicht in der Hand selbst, sondern in der Elektronik und der Software, die das Feedback an das Gehirn ermöglichen. Die Wissenschaftler rüsteten die künstliche Hand mit Sensoren aus, die Informationen über Berührungen entdecken und messen können. Mit Hilfe von Computeralgorithmen wurden elektrische Signale in Impulse umgewandelt, die von den Nerven erkannt werden können.

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MUNDHYGIENE

Was kann man gegen Mundgeruch tun?

Schlechter Atem Mundgeruch ist ein sehr lästiges Problem – sowohl für den Betroffenen als auch für sein Umfeld. Dabei ist es ein sehr häufiges Problem: Fast 50 % aller Menschen leiden zeitweilig oder dauernd unter üblem Atem. Zum Glück sind ernsthafte Ursachen nur sehr selten. Die gute Nachricht: Gegen schlechten Atem kann man etwas tun! Die Entstehung von Mundgeruch – Fachleute nennen ihn Halitose – ist heute wissenschaftlich gut erforscht. Entgegen der volkstümlichen Meinung entsteht übler Atem in über 90 % der Fälle nicht im Magen, sondern im Mund oder Rachen. Schuld sind dort lebende anaerobe (ohne Sauerstoff auskommende) Bakterien, die Proteine (Eiweisse) aus Nahrungsresten oder abgestorbenen Zellen unseres eigenen Gewebes abbauen. Bei diesem «Verdauungsprozess» entstehen zuerst Aminosäuren (Bausteine der Proteine), die dann ebenfalls abgebaut werden, wobei übelriechende schwefelhaltige Gase freigesetzt werden.

Fotos: thinkstock (3)

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BEGEHRTER LEBENSRAUM VON BAKTERIEN In vielen Fällen wird Halitose durch Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis) und zu geringem Spei-

Die häufigsten Ursachen Die Gründe, warum die Gestank produzierenden Bakterien in unserem Mund manchmal die Oberhand gewinnen, sind unterschiedlich. Die häufigsten Ursachen sind:      

schlechte Mundhygiene Parodontitis (siehe oben) Stress proteinreiche (fleischlastige) Ernährung Verwendung bestimmter Medikamente bestimmte systemische Erkrankungen (z.B. Diabetes)

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chelfluss ausgelöst. Die allerhäufigste Quelle von Mundgeruch ist jedoch der Zungenrücken. Seine stark gefurchte, zerklüftete Mikrostruktur bietet anaeroben Bakterien hervorragende Lebensbedingungen und sehr viel Lebensraum. Tatsache ist: Rund zwei Drittel aller im Mund befindlichen Bakterien sind auf dem Zungenrücken angesiedelt. Dabei beherbergt der bakterielle Zungenbelag dieselben Keime, die auch an der Entstehung von Gingivitis und Parodontitis beteiligt sind.

ZU GERINGER SPEICHELFLUSS MACHT ALLES NOCH SCHLIMMER Bakteriell bedingter Mundgeruch wird durch verminderten Speichelfluss begünstigt. Denn Speichel hat eine wichtige Spülfunktion und hilft, Nahrungsreste aus der Mundhöhle zu entfernen. Zudem kann er übelriechende Gase binden und hat sogar eine leicht antibakterielle Wirkung. Ein zu trockener Mund ist also ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von schlechtem Atem. Einige mögliche Ursachen für Mundtrockenheit:  Speichelfluss reduzierende Medikamente (z.B. Antidepressiva, Schlafmittel, Antihistaminika, blutdrucksenkende und harntreibende Arzneien, Appetitzügler u.a.)


FRISCHER ATEM

m

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entsteht in der Mundhöhle

 Erkrankungen der Speicheldrüsen  Chronische Entzündungen im Bereich

Rachen und Kiefer  In seltenen Fällen bestimmte schwe-

re Erkrankungen

WAS KANN MAN GEGEN MUNDGERUCH TUN? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die übermässige Ausbreitung der Mundgeruch produzierenden Bakterien zu verhindern. Grundlage ist eine möglichst optimale Mundhygiene – also regelmässiges und gründliches Zähneputzen, allenfalls ergänzt durch den Einsatz einer Munddusche. Damit wird

nicht zuletzt Zahnfleischproblemen vorgebeugt, die ebenfalls häufig zu üblem Atem beitragen. Zudem empfehlen manche Experten, beim Zähneputzen auch gleich die Zunge zu bürsten (braucht etwas Überwindung) oder einen speziellen Zungenschaber (Bild links) einzusetzen.

SPÜLUNG MIT CHEMISCHEM TRICK Mundgeruch, der keine behandlungsbedürftige medizinische Ursache (z.B. chronische Entzündung der Kieferhöhle oder der Gaumenmandeln) hat, kann auch sehr gut mit einer geeigneten Mundspülung bekämpft werden. Aller-

dings erfüllen nicht alle Mundwasser ihren Zweck gleich gut. Eine echte Beseitigung des Mundgeruchs über längere Zeit wird nur mit Hilfe einer Spülung erreicht, die die stinkenden schwefelhaltigen Komponenten auf chemischem Wege neutralisiert bzw. in geruchlose Komponenten umwandelt. «CB12» von Meda Pharma erzielt diesen Effekt mit Hilfe von Zinkacetat (Zinkionen bilden geruchlose, nicht lösliche Sulfide) und Chlorhexidin. Letzteres hilft bei der erwünschten Reaktion von Zink mit Schwefel, zudem haftet es auf Zunge, Mundschleimhaut und Zähnen, was für eine Langzeitwirkung sorgt.  Theo Uhlir 

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Rauchstopp einlegen und 5000 Franken gewinnen! Aufgepasst: Anfang Juni startet der diesjährige nationale Rauchstopp-Wettbewerb. Schaffen Sie es, einen ganzen Monat die Finger von den Glimmstängeln zu lassen? Falls ja, dann haben Sie jetzt die Chance, bares Geld einzustreichen! Zu gewinnen sind einmal 5000 und zehnmal 500 Franken. Aber wie schafft man einen so plötzlichen Rauchstopp? Tipp von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz: Beobachten Sie in den nächsten Wochen ihre Rauchgewohnheiten, indem Sie jeweils einen Zettel um das Zigarettenpäckchen wickeln und darauf bei jeder neuen Zigarette die Uhrzeit notieren. So lernen Sie rasch etwas über Ihre Gewohnheiten: Zünden Sie sich schon kurz nach dem Aufstehen die erste Zigarette an? Wie häufig greifen Sie tagsüber zur Zigaret-

E-ZigarEttE ist auch schädlich Aktuellen Erkentnissen von Forschern der New York University zufolge atmen Raucher elektronischer Zigaretten eine Vielzahl von krebserregenden Giftstoffen ein. Da die Konsumenten aufgrund des lieblichen, leichten Geschmacks dazu tendieren, häufiger Züge zu nehmen als bei einer herkömmlichen Zigarette, werden sowohl höhere Dosen an Nikotin als auch an Schadstoffen in den Körper aufgenommen. Diese Erkenntnisse stehen im Widerspruch zur verbreiteten Annahme, E-Zigaretten seinen «gesünder» als andere Tabakwaren. Medical Tribune public n 1/2014

tenpackung? Rauchen Sie abends am meisten? Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen, indem Sie sich eine Strategie ausdenken, mit Hilfe welcher Aktivität oder welchen Kniffs Sie den routinemässigen Griff zur Zigarette jeweils ersetzen könnten. Melden Sie sich noch heute an! Entweder auf www.at-schweiz.ch oder fordern Sie unter Tel. 031 599 10 20 eine Anmeldekarte an. Einzige Bedingung für die Teilnahme: Eine Rauchpause vom 2. bis 30. Juni 2014.

Hintergrund des Rauchstopp-Wettbe we

rbs:

Experten haben heraus gefunden, dass ein Wettbewerb mit einer fix vorgegebenen Rauch pause für viele Raucherinnen und Raucher ein entscheidender Anrei z sein kann, das Rauchen eines Tages ganz aufzugeben.

Rauchstopplinie 0848 000 181 Weitere Tipps und Tricks, wie Sie die vierwöchige Rauchpause am besten durchhalten können, kennen die Beraterinnen und Berater der Rauchstopplinie. Übrigens: Für Albanisch, Portugiesisch, Serbisch/Kroatisch, Spanisch und Türkisch gibt es je eine eigene Nummer (zu finden auf www. at-schweiz.ch).

Rauchen

Ursache für immer mehr schwere Krankheiten Zigarettenkonsum ist stark schädlich und wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte sogar noch gefährlicher: Raucher haben heute ein höheres Lungenkrebs-Risiko als vor 50 Jahren, obwohl sie weniger Zigaretten konsumieren. Diese alarmierende Erkenntnis steht in einem aktuellen Bericht des obersten Amtsarztes der USA, Boris Lushniak. Mögliche Gründe für die zunehmende Giftigkeit seien die veränderte Herstellungsweise und chemische Zusätze der Glimmstängel. Rauchern droht heute auch Sehverlust, Diabetes, Impotenz sowie mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Formen von Krebs. Seit 1964 erstmals der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs nachgewiesen wurde, verlängert sich die Liste kontinuierlich. So weiss man heute, dass Rauchen unter anderem auch zu Tuberkulose, rheumatoider Arthritis, Gesichtsentstellungen bei Babys und Schwangerschaften ausserhalb der Gebärmutter führen kann.

Foto : thin ksto ck

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VORSCHAU

DIE EN M E H T ächsten

Achtung, fertig, raus! Die warme Jahreszeit ist geradezu prädestiniert für lustvolle und gesunde Aktivitäten unter freiem Himmel. Nutzen Sie die Gelegenheit!

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Gesundheit auf Reisen Ferienzeit ist Reisezeit. Damit Sie und Ihre Familie einen unbeschwerten Urlaub geniessen können, gilt es – je nach Region – ein paar Regeln zu beachten. Und mit der richtig bestückten Reiseapotheke sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet.

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Wer sich am Strand nicht an die Spielregeln hält, holt sich rasch eine gefährliche Überdosis UVStrahlung. Die zehn wichtigsten Tipps.

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Kann ich Bein zeigen?

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Ständige Korrespondenten: Andrea Fischer Schulthess, Alex Kühn, Ursula Burgherr, Claudia Marinka Mikusik Creative Director: Anette Klein Layout: Andrea Schmuck, Mira Vetter Herstellung: Olivier Kilchherr

© 2014 Medical Tribune

Leitung Marketing und Vertrieb: Daniela Uhl

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Geschäftsleiter: Oliver Kramer Verlagsleiter: Dr. med. Theo Constanda Chefredaktor: Theo Uhlir Lektorat: Esther Breger

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Adresse: swissprofessionalmedia AG Grosspeterstrasse 23, Postfach, CH-4002 Basel Tel.: 058 958 96 00, Fax 058 958 96 60 Medical Tribune-Online: www.medical-tribune.ch E-Mail: kontakt@medical-tribune.ch Druck: Konradin Druck GmbH, Kohlhammerstrasse 1-15, D-70771 Leinfelden-Echterdingen Bankverbindung: Postcheck Basel, Kto.-Nr. 40-27 104-5 Bezugsbedingungen: Jahresabonnement CHF 19.90 (inkl. Porto und MwSt.) Das Abonnement kann mit einer Frist von vier Wochen zum Jahresende schriftlich gekündigt werden. www.medical-tribune.ch Mit der Einsendung eines Manuskriptes erklärt sich der Urheber damit einverstanden, dass sein Beitrag ganz oder teilweise in allen Ausgaben, Sonderproduktionen und elektronischen Medien der Medical Tribune Group und der verbundenen Verlage veröffentlicht werden kann. ISSN 1661-3635

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Reizdarm?

Blähungen, Durchfall, Schmerzen oder Verstopfung ungen vor. Die genauen Ursachen für die Beschwerden sind allerdings nicht vollständig geklärt. Prof. Langhorst: «Reizdarm-Syndrom ist ein komplexes Beschwerdebild. Bei manchen Patienten spielen Veränderungen der Darmbewegung oder eine herabgesetzte Schmerzschwelle im Darm eine Rolle. Bei anderen wird ein Zusammenhang mit Immunreaktionen oder psychischen Faktoren vermutet.» Fragen Sie Ihren Bauch - Behandlung des Reizdarms Eine vollständige Heilung des Reizdarm-Syndroms gibt es noch nicht. Eine Therapie zielt deshalb darauf ab, die vorherrschenden Beschwerden zu lindern. Doch das braucht seine Zeit und erfordert Geduld von den Betroffenen. Eine Kur mit der neuen Luvos-Heilerde «Reizdarm Granulat» über drei bis sechs Wochen normalisiert die Magen-Darm-Tätigkeit und lindert die typischen Symptome - natürlich und effektiv.

Funktionelle Magen-Darm- Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität Anhaltende Blähungen, Durchfall, Schmerzen oder Verstopfung - all diese Beschwerden sind für die Betroffenen mehr als unangenehm, quälend oder sogar peinlich. Mehr Frauen betroffen Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr tritt das Reizdarm-Syndrom häufig zum ersten Mal auf. Unter den Erkrankten sind deutlich mehr Frauen als Männer zu finden. Der Krankheitsprozess erstreckt sich meist über Monate, Jahre oder ein ganzes Leben lang. Die Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität enorm. Ursachen für das Reizdarm-Syndrom unklar Hinter der Diagnose Reizdarm-Syndrom verbirgt sich eine gestörte Funktion des Verdauungstraktes, d.h., es liegen keine organischen Veränder-

Gratismuster unter:

www.ReizdarmHILFE.info


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