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Ausgabe 24 - Dezember 2013

O’Reillys & Paddyhats

ok Of

The Spo

teenth The Thir

Lock

CDs und Platten Interviews Konzerte und Festivals

Bandportraits Medien und Literatur und vieles mehr...


Inhalt

Editorial von frakru Wie vor jeder neuen triskel-Ausgabe nimmt sich Euer Layouter vor, nicht erst alles im letzten Augenblick zu setzen. Wie immer klappt das natürlich nicht. Ebenfalls wie immer - diesmal dank 2er notwendiger Nachtsessions (davoneinmal auf der Autobahn, auf der Rückfahrt vom alljährlichen Centro-Weihnachtsbummel) - haltet Ihr diese Ausgabe dann doch pünktlich in Euren Händen. Dabei habt Ihr sicherlich schon an der Nummer 24 dieser Ausgabe gesehen, dass es triskel nun schon seit genau 2 Jahren gibt. Wir möchten dies natürlich mal wieder dazu nuzten, uns bei allen Bands, Interpreten, Veranstaltern und allen Lesern von celtic-rock für die Unterstützung zu bedanken. Wie uns die erstmalig mehr als 1.000 abgegebenen Stimmen bei der „Streams of Whiskey“-Abstimmung zeigen, sind wir auf einem guten Weg für die nächsten Jahre. Nicht mehr ganz so weit entfernt sind die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel. Deshalb wünschen wir Euch allen schon mal eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins nächste Jahr sowie viel Spaß mit dieser Ausgabe! Eure celtic-Rock Redaktion

Inhalt Album des Monats - Dezember The Spook Of The Thirteenth Lock ~ The Brutal Here......3 Konzertberichte The Irish Folk Festival, Lindenbrauerei Unna....................4 Inchequin – Abschluss der Europatournee.......................19 Altan live in Werdohl......................................................20 4. Arnsberger Irish-Celtic-Rock Night.............................26 Paddy & the Rats und O’Reillys & Paddyhats.................28 Streams of Whiskey Die Dezember Charts // mit Gewinnspiel.........................6 CDs und Platten The FullSet ~ Notes After Dark (2013)..............................7 Trasnú ~ One For The Road (2012)..................................8 Celtachor ~ Nine Waves From The Shore (2012)..............9 Roving Crows ~ Deliberate Distractions (2013)..............15 Heidi Talbot ~ Angels Without Wings (2012).................18 DROWNING THE SHAMROCK ~ Jasper Coal...........21 Brick Top Blaggers – Two Years Enough (2013)...............23 Continental – All A Man Can Do...................................24

Nobody Knows – Morgen, Kinder, ................................30 Konzerte und Festivals 15. Irish Nights Kammgarn Schaffhausen.........................8 2. Liedermacher- und Kleinkunstfestival in Seehausen....16 Interna Guido Plüschke ~ Bodhran Tutor (2 DVDs, 2013).........10 Dies und das Meine Whiskybar: Die Barrensteiner Whiskybar.............12 Musiker – Protest gegen Abmahnungen..........................25 The Story Behind The Song 100 Jahre “Danny Boy”...................................................22 Interviews Tooraloo Radio #30: MIB Himself in Arnsberg...............33 Tooraloo Radio #31: Lanze und Cuba im Talk in Arnsberg. 34 Impressum .......................................................................................35

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CDs und Platten

Album des Monats - Dezember The Spook Of The Thirteenth Lock ~ The Brutal Here And Now (2012) von daniels Manchmal weiß man gar nicht, was man da für musikalische Perlen in den Briefkasten gesteckt bekommt. Fast wäre diese aufgrund eines Schreibfehlers in der Adresse gar nicht bei mir angekommen. Zum Glück ist sie es dann aber doch. The Brutal Here and Now ist das zweite Album der aus Dublin stammenden Band The Spook Of The Thirteens Lock. Das 2012 erschienene Album ist eine Mischung aus traditioneller irischer Musik und experimentellem Rock. Im Gegensatz zum Debütalbum wurde die musikalische Bandbreite um neue, teilweise düstere Sounds mit Geigen und Cello erweitert. Der Spuk wird intensiver. Erinnerung und Geschichte verschwimmen mit Tradition und Moderne. Beispielsweise der Song The Tarantella wird auf Italienisch gesungen und im Stile des Tarantella gespielt. Sweeney’s Frenzy handelt vom Irischen König Sweeney. Die engl. Wikipedia hat dazu einen Eintrag. Bóthar Crua Iarthar (hard road west) wird in Gälisch gesungen und handelt von der Cromwellschen Belagerung von Limerick. Mearchiumhneas (Hazy remembrance) basiert auf einer alten chtistlichen Erzählung. Also das alles ist gel(i)ebte Geschichte. Nicht zu vergessen, der Song Black Diaries, über Sir Rodger Casement, der als Inspiration für Joseph Conrad’s Heart of Darkness (Herz der Finsternis) diente. Sie selbst beschreiben Ihre Musik wie folgt: The Spook play in the Irish folk tradition delving into the realms of psych, prog and post rock, making the familiar sound innovative, the ancient new, and the local sound universal. Die Songs werden wie oben angedeutet in Englisch, Irisch und Italienisch vorgetragen. Es sind Klangspiele und Sounds die den Hörer/innen teilweise den Schauer über den Rücken laufen lassen. Und das auch live: In Japan, Island und New York. Vielleicht auch mal in Deutschland? Dieses Album dürfte allen gefallen, die früher Joy Division, Bauhaus und The Mission gehört haben. Auch die Sympathisanten für Tocotronic oder Element Of Crime könnten daran gefallen finden. Die Puritanisten und Traditionalisten innerhalb der Irish-Folk Szene dürften empört die Nase rümpfen. Ein Album aus 2012 zum Album des Monats 2013 machen?

Ja, warum nicht? Es ist etwas besonderes und wir sollten und wollen uns nicht den üblichen Stress-treibenden Erscheinungen unserer Zeit aussetzen. Die Musik, die wir hören, hat die Zeit auch überdauert. The Lockout (2013) Und auf die nahe Zukunft freuen wir uns. “Lockout” wird ein neues Werk, das an den hundersten Jahrestag der Dubliner Aussperrung erinnert. Es wird Ende 2013 erstmalig gespielt und Anfang 2014 aufgenommen. Der Lockout war der größte Arbeitskampf in der irischen Geschichte. Für das Projekt verstärkt sich die Band mit einem E-Gitarren-Orchester. Wir dürfen gespannt sein. Tracklist 1. The Tarantella 2. Suffer the Wait 3. Heave the Bellows 4. Sweeney’s Frenzy 5. Black Diaries 6. Bóthar Crua Iarthar 7. Ríleanna na hIfreann 8. Mearchuimhneas 9. The Brutal Here and Now (Part I) 10. The Brutal Here and Now (Part II) 11. Shudder in the West 12. The Rattling Hell www.celtic-rock.de/2013/12/the-spook-of-the-thirteenslock-the-brutal-of-here-and-now-2012

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Konzertberichte

Konzertberichte The Irish Folk Festival, Lindenbrauerei Unna 01.11.13 von kuec Vierzig Jahre und keine Ermüdungserscheinungen: Das IFF konnte die Fans auch in seiner Jubiläumsausgabe begeistern. Die verschiedenen Temperamente, Stile und Altersgruppen, die in vier Acts an die Reihe kamen, ergänzten sich gut und blieben nicht bei rückwärtsgewandter Traditionspflege stehen. Das Motto „Voice of a Nation“ schloss auch keltisches anderer Herkunft nicht aus. Organisator Petr Pandula wies in seiner Einführung noch einmal darauf hin, dass beim IFF eben keine vorgegebene Show abgespult werde, sondern die Künstler authentisch sein könnten. Das „Kühlschiff“ des Kulturzentrums Lindenbrauerei ist ein ein angenehmer Konzertraum. Der Saal mit der Deckenform eines umgedrehten Bootes und war gut gefüllt. Ungewohnt war die genau überwachte Abtrennung zwischen den teureren Sitzplätzen vorn und den Stehplätzen hinten. Die Bühne war nicht sehr hoch, man hatte das Gefühl den MusikerInnen nahe zu sein, was der Stimmung gut tat. Am Anfang standen jedoch die leisen Töne. Dermot Byrne (Knopfakkordeon) und Floriane Blancke (Harfe) spielen beide absolut meisterhaft. Sie zeigten ein enorm facettenreiches Zusammenspiel ihrer doch recht unterschiedlichen Instrumente vom Slow Air bis zum Reel, ergänzt von einem gälischen Lied und einem französischen Walzer. Leider waren für das eher introvertierte Duo nur gut zwanzig Minuten eingeplant, ich hätte gern länger zugehört. Schön wäre gewesen, wenn die wachsamen Eingangskontrolleure darauf geachtet hätten, dass die Türen während der Stücke geschlossen blieben. Lebhafter ging es bei Declan O’Rourke zu. Der sympathische Lockenkopf

hat sich als Singer/Songwriter in Irland einen Namen gemacht. Seine Lieder sind eingängig und ansprechend, aber nicht simpel. In Time Machine ging es um die eigene Lebenszeit. Einen anderen Song schrieb er aus der Perspektive eines Auswanderers von den „Coffin Ships“ des 19. Jahrhunderts. Alles war mit tragender, warmer Stimme vorgetragen. Declan O’Rourke hat sich als Autodidakt zu einem sehr vielseitigen Gitarristen entwickelt und begleitete sich klassisch, gezupft oder mit wild geschlagenem Rhythmus. Seine schlagfertige, witzige Moderation ließ ebenfalls die Stimmung steigen. The Full Set sind eine Art auf die Bühne gebrachte Session. Während die elfenhaft lächelnd Akkordeonistin im Sitzen die Tunes fliegen ließ, brachte der Fiddler Bewegung auf die Bühne. Die Flötistin unterbrach ihr Spiel für einige Songs und bewies eine kraft- und ausdrucksvolle Singstimme. Der Bodhranspieler brillierte auch als Stepptänzer. Der Piper, der auf ihrem neuen Album zu hören ist, war auf der Tour leider nicht dabei. Alle fünf spielten rasant, aber unglaublich locker. Das Publikum ließ sich gerne zu den gewünschten Anfeuerungsrufen animieren. Ihre zweite CD kann die Power, die sie live haben, nur begrenzt einfangen. Die Technik funktionierte wie am Schnürchen, die Umbaupausen waren sehr kurz, so dass man in den rund drei Stunden Programm keinen Leerlauf hatte. Nett war, dass die Künstlerinnen in der Pause und nach der Show im Foyer für jedermann ansprechbar waren. Keine Selbstverständlichkeit. Die Zeit nach der Pause gehörte zunächst The Outside Track. Die Band hat für ihr letztes Album zu Recht Preise und viel Lob bekommen. Ihre Arrangements zeigten einen Tiefgang, den erst längere Erfahrung ermöglicht. Auch hier beeindruckte das enge Zusammenspiel, speziell bei Fiddle und Akkordeon. Das Quintett hat Mitglieder aus Schottland, Kanada und Irland, wobei der Gitarrist als Sohn einer Deutschen und eines Iren sprachlich klar im Vorteil war.

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Konzertberichte

Gesungen wurde mehrstimmig, wobei das Publikum vorsichtig mithalf. Das i-Tüpfelchen waren auch hier die Stepptanz-Einlagen. Fiddlerin und Gitarrist wechselten locker zwischen Spielen und Tanzen und müssen enorme Kondition besitzen.

www.celtic-rock.de/2013/11/irish-folk-festival-lindenbrauerei-unna-01-11-13/

Kein IFF ohne abschließende Session. Hier konnten die drei StepperInnen noch einmal brillieren. Das Publikum sollte sich erheben, so dass die „Ovationen“ ohnehin „stehende“ wurden. Obwohl grob geschätzt 300 Leute da waren, hatte man das familiäre Gefühl eines Clubkonzerts. Wahrscheinlich ein weiterer Baustein des Erfolgs. Bei der Session fiel ins Auge, dass mehr als die Hälfte der Mitwirkenden Frauen waren – ein Wert, den kein Rockfestival erreicht. Für mich ein weiteres Zeichen von Modernität. Natürlich ist die Planung für die nächste Tour bereits in der Pipeline. Die unter Vorbehalt genannten Namen lassen ein weiteres hochkarätiges Programm für 2014 erwarten. Unter diesen Bedingungen kann man dem Irish Folk Festival nur ein möglichst langes Leben wünschen.

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Streams of Whiskey

Streams of Whiskey Die Dezember Charts // mit Gewinnspiel von daniels Diesen Monat war es soweit! Erstmalig habt Ihr die 1.000 Stimmengrenze geknackt. Hoffentlich kein historischer Rekord für die Ewigkeit :-) Vielen Dank! Viel wichtiger ist aber der Rekord von Ten Pints After. 111 Stimmen, Platz 1, zweiter Song in der Hall Of Fame! Respekt! Leider war es das dann vorerst auch, da die Spielregeln besagen, nur zwei Songs von einem Album nominiert werden können. Wann kommt ein neues Album, Detlef? Violent Femmes und Irish Bastards haben es auch mit hervorragenden Ergebnissen in die Hall Of Fame geschafft. Das soll ja mal nicht unerwähnt bleiben. Euch auch Dank und vielleicht schlägt einer mal einen neuen Song vor? Ach ja. So ganz nebenbei haben wir auch noch ein Punktesystem für Teilnehmer/innen Aktivität eingeführt. Der oder diejenige, die zuerst die 100 Punkte überschreitet und mir eine Erinnerungsmal schickt, erhält ein persönliches Päckchen mit drei CDs aus unserer Gewinnspielkiste! Hier aber nun die TOP 5 aus dem November: 5. Flogging Molly – The Kilburn High Road (Rang: 7/4) (65 / 17%) 4. Georg Kaiser – Guardian Angel (NEW!) (71 / 19%) 3. The Waterboys – Fisherman’s Blues (Rang: 4/3) (85 / 23%) 2. Violent Femmes – Jesus Walking On The Water (Rang: 1/2/2/2) (88 / 24%) 1. Ten Pints After – The Rocky Road To Dublin (Rang: 2/1/3/1) (111 / 30%) Die kompletten Ergebnisse findet Ihr im Chart-Archiv. Diesen Monat neu nominiert sind: The Sheridan Band, FullSet, Trasnú, Celtachor, Roving Crows, Heidi Talbot, Jasper Coal, Brick Top Blaggers, Continental, Martin Lendt und Fleadh Alle Songs hört Ihr in unserer Radiosendung “Streams Of Whiskey” und einige der Neuerscheinungen auch in “What’s New“. Die Zeiten findet Ihr im aktuellen Sendeplan. Zu gewinnen gibt es diesen Monat auch wieder was: 1x CD, The Wakes, The Red and The Green, 2013 1x CD, Johnny Logan, The Irish Connection 2 – The Irish Soul (2013) Verlost werden die Scheiben unter allen, die bis zum 25. Dezember 2013 ihre kompletten fünf Stimmen abgegeben haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werden per E-Mail benachrichtigt. Bitte hinterlasst also eine zustellfähige Adresse in Eurem Profil. Um abzustimmen, müßt Ihr Euch hier rechts in der Sidebar zunächst registrieren. Wenn Ihr eingeloggt seid, könnt Ihr auf der Chartseite abstimmen! UND NUN AB ZUM VOTING: www.celtic-rock.de/2013/12/die-dezember-charts-mit-gewinnspiel-3/ triskel - the celtic rock & punk ezine 6


CDs und Platten

CDs und Platten The FullSet ~ Notes After Dark (2013) von kuec Die Gelegenheit ist günstig, um The FullSet live zu sehen. Die jungen Iren spielen gegenwärtig 30 Konzerte in Deutschland mit dem Irish Folk Festival, was ja bereits eine hohe Auszeichnung ist. Als ein Souvenir bietet sich ihre zweite CD an. 2011 hatten The FullSet in Irland mit ihrem Erstling Aufsehen erregt und Preise als beste Newcomer erhalten. Beim zweiten Album fällt zunächst auf, wie „dicht“ die Band ist, wie eng das Unisono – Zusammenspiel oder die improvisierten Harmonien kommen. Die rasanten Jigs und Reels strahlen Kraft, Leichtigkeit und Souveränität aus. Pipes, Akkordeon, Flute und Fiddle stehen phasenweise in kleiner Besetzung im Vordergrund und demonstrieren ihr staunenswertes Können, ohne dass der Klang dünn wirkt. Die Rhythmussektion mit Gitarre und Bodhran ist ebenfalls stark besetzt. Reels und Jigs werden schwung- und temperamentvoll vorgetragen. Auch vor ungewöhnlichen Rhythmen macht man nicht halt. Am liebsten spielt das Sextett, wie es seinem Namen entspricht, “volle Pulle”. Andererseits fliegt die Musik vorbei, ohne sich im Gedächtnis festzuhaken, so dass man nachher Mühe hat, sich an Einzelheiten zu erinnern.Was mir bei The FullSet etwas fehlt, sind Ecken und Kanten, Dinge, mit denen sie sich aus der großen Zahl technisch brillanter junger SpielerInnen aus ihrem Heimatland abheben würden. Die Songs kamen bei der Entwicklung der Band an zweiter Stelle. So sind das Übergewicht der sieben Instrumentalstücke und der Titel des Albums zu erklären, der auf die nächtlichen Aktivitäten der SessionmusikerInnen verweist. Die vier ausgewählten Lieder aus Schottland, Irland und Amerika

prägen sich gut ein. Teresa Horgan, die auch die Flöte spielt, hat eine angenehme, volle Stimme, orientiert sich aber nicht unerheblich an amerikanischen Sängerinnen. dies kommt auf dem Album stärker zum Ausdruck als live. The Roseville Fair singt sie mit Country-mäßiger Oberstimme und Stilistik. Da klingt die Texanerin Nanci Griffith, die das Lied bekannt machte, deutlich folkiger. Die wunderschöne, mit Herz gesungene Melodie von Both Sides The Tweed wird leider in ein festes Dreiertakt – Gerüst gesteckt, so dass sie nicht richtig „atmen“ kann. Schade. Knackig dagegen die schottische Ballade vom Bonnie House of Airlie, wo die Band Gas gibt. Die Herren überlassen das Singen allein ihrer Frontfrau. Bei den Liedern ist also noch etwas Luft, was Mehrstimmigkeit angeht. Man darf gespannt sein, wie sich die junge Band weiterentwickeln wird. Die Power, die The FullSet vor Publikum haben, wäre wahrscheinlich am besten mit einer Live – Aufnahme einzufangen. Trackliste 1. The Glen Road to Carrick 2. Both Sides the Tweed 3. The Green Fields of Woodford 4. Sleepy Ned of Newport 5. The Roseville Fair 6. Up & About 7. The Bonnie House of Airlie 8. Mist in the Morning 9. Reindeer Rag 10. Ned of the Hill 11. The Road to Lisdoonvarna www.celtic-rock.de/2013/11/the-fullset-notes-afterdark-2013/

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Konzerte und Platten

Konzerte und Festivals 15. Irish Nights Kammgarn Schaffhausen von frakru “Celticmusic at Kammgarn” so heisst die seit mehreren Jahren laufende Konzertreihe im Kammgarn Schaffhausen. Aus einem Festival endstanden, präsentieren die Veranstalter des Verein KiK 6 – 8 Konzerte über das Jahr verteilt. Ziel dabei ist es die verschiedenen Aspekte der keltischen Musik auf die Bühne zu bringen. Das Festival “Irish Nights” bildet jeweils den Abschluss und Höhepunkt der Konzerte. Die Irish Nights lassen die Besucher in eine andere Welt eintauchen. Dank der heimeligen Pub-Dekoration, einer Whiskey-Bar und Fish & Chips als Gaumenschmaus sowie Live-Musik von internationalen Top-Acts wähnt man sich in nördlicheren Gefilden.

An 4 Tagen werden 2 Filme aus dem irischen Filmschaffen und 7 verschiedene Bands gezeigt und präsentiert. Das Programm Mittwoch 27.11.13 Inside i’am dancing The Guard Donnerstag 28.11.13 The Henry Girls Dervish Freitag 29.11.13 Blazin’Fiddles Mànran Samstag 30.11.13 The Banjo Hearts Altan Kila w w w. c e l t i c - r o c k . d e / 2 0 1 3 / 1 1 / v e r l o sung-15-irish-nights-kammgarn-schaffhausen/

CDs und Platten Trasnú ~ One For The Road (2012) von Folkaholix ONE FOR THE ROAD ist mit seinen knapp anderthalb Jahren Alter in der Landschaft exzessiven CD-Produzierend zwar bereits ein betagter Silberling, dennoch verdient es die musikalische Raffinesse von TRASNÚ über alle Maßen – begünstigt durch die entschleunigende Beständigkeit folkloristischen Schaffens – im Grenzgebiet zwischen Folkpuristen und den üblichen Schrammelgitarreninterpreteten bedacht zu werden. Mit Rookery Of Rakish Reels eröffnet der Zehntitler seinen musischen Werdegang mit einem Set gradtaktiker Stücke und voluminösen Gitarrensaiten von Cornelius Bode. Ebd. gelangen nur selten zu vollem Ausklang und rhythmisieren durch überraschendes Abdämpfen das Begleitgeschehen

um die melodieführende Flöte. Spielend gehen die Stücke ineinander über, indes der luftsäulenführende Steffen Gabriel aus einem nicht enden wollenden Atemfundus zu schöpfen scheint. Ab dem zweiten Stück gesellt sich im trauten Unisono das Banjo Guido Plüschkes hinzu, das die trillernden Verzierungen der Flöte durch perfekt ausgespielte Pickings adäquat umsetzt. Doch das Trio überzeugt

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CDs und Platten

nicht nur durch die Einzelleistungen, sondern vielmehr durch das Miteinander. Triolische Breaks durchbrechen den intuitiven Hörgenuss, um sich nach einem kaum zwei Sekunden währendes Stell-Dich-Ein wieder in den bisherigen Hörgenuss einzufügen. Der Folgetitel, P Stands For Paddy, der fußballaffinen Folkfreunden namentlich eher in anderer Gewandung gewahr sein dürfte, erhebt sodann die Vokalleistung in den Hörfokus. Kopfstimmig tönt Plüschkes stimme, die nuanciert von seinen Kollegen umrahmt wird. Mit feinstem TerzTenor-Gesang setzen die Zweitstimmen dezidierte Akzente, indes die Gitarre in stetem Staccato durch die Strophen führt. Der echoende Gesang erfährt vermöge des Flötenspiels eine drittstimmartige Erweiterung, so dass sich Haupt- und Nebenstimmen beinahe fugenartig durch die Erzählung jagen. Mit gleichstimmiger Akkuratesse jagen sich Banjo und Knopfakkordion in bester Pogues-Melodiosität durch den Anfang von Unplanned Polkacy. Neuerlich sorgt das Gitarrenspiel für rhythmische Impulse, die zunehmen durch das Bodhrán-Spiel Plüschkes getragen werden. Auch hier überzeugt der Multi-Instrumentalist durch virtuoses Spiel. Jahrmarktsähnlich ertönt die irische Trommel zumeist als basshämmernder Ermüder, anders bei TRASNÚ, wo das Bodhrán-Spiel zur Virtuosität kultiviert wird, bescheiden in den Hintergrund tritt, subtile Tonhöhenfacetten inszeniert und sich durch die Einzelteile jedes Mal neu erfindet.

ONE FOR THE ROAD ist ein Album, das durch seine subtilen Facetten überzeugt. Freunde krachender E-Gitarren-Riffs dürften mit dem Album wohl keinen dauerhaften Frieden machen. Freunde traditioneller Klänge indes werden entzückt sein von der instrumentellen Sonderleistung, die das Trio über die volle Länge einer Dreiviertelstunde entfaltet. Keine Ermüdung nach der vierten Wiederholung des immerwährend gleich klingenden Motivs, sondern dezidierte Inszenierung traditionellen Liedgutes, die Erwartungen bewusst durchbricht, um sie hernach zu modifizieren – das ist es, was den Hörer mit TRASNÚ erwartet. Trackliste 1. Rookery Of Rakish Reels 2. P Stands For Paddy 3. Unplanned Polkacy 4. The Box Of Jigs 5. Leaving Of Liverpool 6. Enchantments Of Galway 7. Inver Jigs 8. Health To The Company 9. Swingpipes 10. From Karachi To Quebec www.celtic-rock.de/2013/11/trasnu-one-for-the-road-2012/

Celtachor ~ Nine Waves From The Shore (2012) von JensP Stephen Roche (Vocals, Irish Whistle, Bodhrán), David Quinn (Gitar), Fionn Stafford (Gitar, Irish Whistle), Oliver Deegann (Bass) und Anais Chareyre (Drums, Bodhrán) sind die Musiker der Blackened-Folk-Metal-Band Celtachor. Die 2007 ins Leben gerufene Band kommt aus Dublin/Irland. Die Dame und vier Herren haben 2012 ihr erstes Album eingespielt und möchten ihre Musik so in der Welt weiterverbreiten. Sie spielen Dark-Folk-Metal mit Leidenschaft und aus ihren Herzen. Mit Meeresrauschen beginnt das erste Stück “The Landing of Amergin”, aber man wird schnell aus der Idylle gerissen und schwere Gitarren und Drum-Rhythmen beginnen zu spielen. Hinzu kommt noch die zur Musik passende, harsche Stimme von Stephen. Nach ungefähr zwei Minuten mischt sich, für ein kurzes Miteinander, eine Irish Whistle ein. In der Mitte des Liedes erklingen Drums und Flöte für ein etwas ruhigeres, kurzes Solo. Nachdem die E-Gitarren wieder angeschlagen werden, geht es wieder zur Sache, bis es zum Ende des Titels langsamer, aber nicht weicher wird. Mit etwas über zehn Minuten ist es das zweitlängste Stück der CD!

Das ruhigste Lied des Albums ist das Instrumentalstück “Tar Éis An Sidhe”. Hier stören keine elektronischen Klänge das Werk! Es ist ein schöner akustischer Song, bei dem typische

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Instrumente der Folk-Musik zu hören sind: Gitarre, Irish Whistle und Bodhrán. Das krasse Gegenteil, zu dem ruhigen und verträumten Stück ist “Anann: Ermne`s Daughter”, Speed-Metal von der ersten Sekunde. Nur in der Mitte wurde ein kurzer, etwas ruhigerer Teil eingebaut. Die Lieder tauchen in die keltische Mythologie ein, erzählen von Legenden und Sagen. In ihren Songs erzählen sie die Geschichten und versuchen sie bildhaft widerzugeben. Sie singen über alte Könige, Krieger, Titanen, Druiden, Helden, Tapferkeit und große Schlachten, von Intrigen, Strömen von Blut und schließlich von dem süßen Geschmack der Rache. Die Mischung aus Black-Metal und traditionellen keltischen Instrumenten ist nichts Neues, aber Celtachor hat es geschafft, seinen eigenen Stil auf dem Album zu verewigen. Mich stört nur ein wenig, dass alle Lieder, bis auf das fünfte und letzte, alle gleich aufgebaut sind! Nach einem ruhigen Beginn eines einzelnen Instrumentes, mal Gitarre und dann wiederum eine Flöte oder das Bodhrán, kommen immer schwere, harte E-Gitarrenriffs, donnernde Drums und Bässe. Da wäre ein wenig Abwechslung in den Arrangements der

Stücke schön gewesen. Ein wenig Schwermut liegt in der Musik von Celtachor, hat aber das Potenzial und Charakter, um gute Musik aus diesem Genre zu bedienen und die Fans von Black-Metal werden diese Scheibe lieben. Es gibt keine Überraschungen und aus Sicht eines Metal-Fans ist es gute Musik, was auch die Hauptsache ist. Trackliste 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

The Landing of Amergin The Battle of Taitin The Kingship of Bodb Dearg Sorrow Of The Dagda Tar Éis An Sidhe Conn Of The Hundred Battles Anann: Ermne`s Daughter

www.celtic-rock.de/2013/11/celtachor-nine-waves-shore-2012/

Interna Guido Plüschke ~ Bodhran Tutor (2 DVDs, 2013) von kuec „Guido Plüschke ist ein Glücksfall für Bodhrán-Schüler“, meint unsere Gastautorin Christina Först. Sie repräsentiert als Lernende gut die Zielgruppe des einzigen hauptberuflichen Bodhran – Lehrers aus Deutschland. Ihr Urteil: „Geniale Lehr-DVD!“. Im Folgenden ihre Begründung: Als Meister nicht nur des Spielens sondern auch der praxisorientierten Lehre erweist sich Guido Plüschke auf seiner Doppel-DVD Bodhrán-Tutorial. Der Untertitel „Zweistündiger Anfänger-Workshop für die irische Rahmentrommel“ ist dabei ein absolutes Understatement, was Inhalt und Zielgruppe betrifft. Den Käufer erwartet auf DVD 1 ein 120-minütiger Step by Step-Kurs, der sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene für Wochen bzw. Monate mit didaktisch perfekt aufbereitetem Wissen und Spieltechnik versorgt. Die klare Struktur und der durchdachte Aufbau ermöglichen dabei einen maßgeschneiderten Einstieg je nach Können und Vorwissen. Im Einstiegskapitel vermittelt Guido Plüschke ein grundlegendes Verständnis von Aufbau, Umgang und Sound der Rahmentrommel. Stets erzählt er spannend aus seinem schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz. Er ist kein Dogmatiker,

sondern Pragmatiker: so erfolgt die Stimmung des Ziegenfells nicht in A, wie in manchem Standard-Lehrwerk, sondern einfach „möglichst tief“, weil der irischen Musik „die Bässe fehlen“. Abkleben ist kein Muss, sondern schaltet den disharmonischen Rand aus; wer einen warmen, fetten Grundton mag, kann dies auch nachträglich selber machen. Auch bei Stickoder Technik-Wahl: Guido Plüschke polarisiert nicht, sondern stellt Alternativen nebeneinander. Die nächsten 3 Kapitel sind der Knaller und die Rettung für alle Workshop-Teilnehmer: „Halten des Sticks / Halten der Bodhrán / Der erste Schlag“. Hat man alle Aspekte vom Halten des Sticks und der Bodhran im Kopf und mit Nachfragen auch ordentlich umgesetzt, gerät beim ersten Schlag

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Interna

schnell alles aus den Fugen (Wo genau soll ich treffen und in welchem Winkel? Mist, jetzt ist die Bodhrán verrutscht – soll ich jetzt nochmal nachfragen? Dem einen Nachbarn ist der Stick entglitten, die andere Nachbarin klemmt die Trommel zu fest ein…) Mit Guidos DVD braucht sich keiner mehr durchzuwurschteln oder mit dringenden Fragen, die natürlich immer erst zuhause auftreten, bis zum Workshop im nächsten Jahr zu warten! Guido kennt nämlich die verschiedenen Spielertypen, klassischen Fehlhaltungen und sonstigen Fehlerquellen, weist darauf hin, erklärt detailliert und anschaulich und gibt nützliche Tipps zum gezielten Einüben bestimmter Fähigkeiten mit alltäglichen Hilfsmitteln (z.B. Banane und Plastikflasche – nicht was Sie denken!) Als Grund- Schlagtechnik präsentiert er den Kerry-Style, als Grundrhythmen natürlich Reel und Jig. Didaktisch wertvoll für Anfänger (Übungen 1-15) sind dabei seine Hinweise zum Klatschen/Mitwippen/Mitsprechen von Hilfswörtern. Genial auch für Fortgeschrittene, die triplet und rimshot beherrschen sollten, ist die häufige Zweiteilung des Bildschirms: bei den Erklärungen fungiert die rechte Seite als Zoom zum Bewegungsablauf, links wird die Haltung gezeigt und das jeweilige Schlagmuster eingeblendet (Übersicht und Legende im Booklet).

schen Band Garifin über die Celtic Cowboys mit Irish und American Folk über die Lighthouse Lads zu Trasnú (deren CD hier bei celtic-rock vorgestellt wurde) . Teil 2 enthält auf dieser Reise gespielte Sessions und zeigt die Bodhrán in ihrer ganzen Variationsbreite, bespielt von Guido Plüschke mit verschiedenen Sticks/Grundsounds bei Instrumental-, Gesangs- und Liltingstücken. Besondere Highlights sind dabei sein Solo, in dem er mit seiner Bodhrán ein komplettes Schlagzeug ersetzt (was ich auch bei meinem Workshop live erleben durfte, also jederzeit abrufbar!) und ein Stück mit Johnny McDonagh, seinem prägenden Bodhrán-Spieler Vorbild. Neben der Demonstration der Vielseitigkeit und Virtuosität des Instrumentes vermittelt Guido Plüschke vor allem durchgehend eine faszinierende Spielfreude und uns Schülern damit ein Lernen mit Spaß. Seine dabei aufblitzende „unnötige Clownerie“, wie Kritiker sie benennen, führt dabei nach eigener Erfahrung (und Ergebnissen der Hirnforschung :-) ) zur Steigerung von Motivation und Lerneffekten! Also dann: Hit the goat, smile and have fun! Eine absolut lohnende Investition und ein wunderbares Weihnachtsgeschenk: Uneingeschränkt und unbedingt zu empfehlen! Die DVDs sind zum Preis von 29,-€ über die Homepage von Guido Plüschke oder den Fachversandhandel zu bestellen. Unsere Gastautorin

Die Übungen begleiten seine Bandkollegen von Trasnú, Cornelius Bode und Steffen Gabriel. Struktur und Aufbau irischer Melodien werden grundlegend erläutert und so nachvollziehbar, wann welche Schlagmuster bzw. Variationen und Modulationen eingesetzt werden. Die Demo der Bassmodulation mit der linken Hand zeigt Guido anhand einer durchsichtigen Plastik-Bodhrán! Der Mensch hat wirklich an alles gedacht, was uns Schülern das Leben/Lernen leichter macht. Für Interessierte gibt es am Ende der 1. DVD die Geschichte der Bodhrán spannend erzählt aus dem Fundus seiner Magisterarbeit von 2004. DVD 2 startet mit den Colours of a butterfly, dem Roadmovie seiner Reise durch Irland; jede Station ist dabei ein Kaleidoskop aus Landschaftsbildern, Pubsessions und sehr persönlichen Erzählungen aus Kindheit, Jugend und prägenden Momenten seiner Entwicklung als Musiker. Von seinen Anfängen als Banjo- und Bouzoukispieler bei der schottisch-iri-

Plüschke 2012.

Christina Först wohnt seit 20 Jahren in Meinerzhagen (Sauerland) und betreibt dort ein kleines Sprachenstudio. Sie ist Mitbegründerin und Sängerin der Irish Folk Band Among Friends (aktuelle CD The Ferryman). Spielte lange Zeit Gitarre und seit einigen Jahren Bodhrán, überwiegend autodidaktisch. Ein Workshop in Bonn 2006, einer bei Guido

www.celtic-rock.de/2013/11/guido-plueschke-bodhran-tutor-2dvd-2012/

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Dies und das

Dies und das Meine Whiskybar: Die Barrensteiner Whiskybar von daniels Auf der Suche nach Orten in denen in unseren Gefilden keltische Lebensart in irgendeiner Weise wiederzufinden ist, trieb es mich diesmal in den Kreis Neuss. Genauer gesagt nach Grevenbroich-Barrenstein. Dort betreibt Werner Hoffrichter seit August 2010 eine Whiskybar der besonderen Art. Das örtliche Tourismuszentrum hat die Bar als einen der 55 Orte in denen man im Kreis Neuss gewesen sein sollte, ausgezeichnet. Beim Blick auf den Kalender habe ich mir für meinen Besuch den 2. November ausgesucht. Angekündigt war eine Tea-Time in schauriger Halloween Dekoration. Also etwas besonderes … Da dreht einer sein Ding, schoss es mir in den Kopf, als ich zum ersten Mal in der Bar war. Irgendwo im nirgendwo nach der Autobahnausfahrt Köln-Bocklemünd, stehe ich vor einem blau-weiß gestrichenen Tor, dass mir bereits von weitem signalisiert, hier muss es sein. Von außen relativ unspektakulär und ins Dortbild eingepasst, öffnet sich die schwere Tür. Ich weiß nicht genau, was ich erwarte, aber es wurde auch nicht erfüllt. Denn hier ist alles anders. Stilecht in schottischen Kilts begrüßen uns Werner und sein Team. Die Bar scheint gut gefüllt zu sein, ich höre lautes Murmeln. Tea-Time ist so etwas wie der offene Pub-Betrieb, denn den gibt es normalerweise nicht. Die mit 24 Plätzen maximale Belegung der Bar sagt etwas über den exklusiven und persönlichen Rahmen in dem man sich bewegt. Hier ist immer mal Platz für ein persönliches Schwätzchen. Die Kehrseite: Die Plätze sind rar und die Veranstaltungen in der Regel ausgebucht. Einfach mal vorbei gehen ist leider nicht. Die Innenausstattung Entsprechend dem angekündigten Halloween-Motto sind der Eingangsbereich und der Hof mit Totenköpfen, Gliedmaßen, Ketten und Friedhofssymbolen geschmückt, aber das ist nur Beiwerk. Eigentlich ist die ganze Bar ein einziges Sammelsurium liebevoll zusammengetragener Kleinigkeiten. Mal symbolhaft, mal mit Bezug auf das zweite Standbein (der Dudelsackunterricht), mal einfach nur Liebhaberei. Die Bar selbst hat Ihre Anfänge in einem alten Partyschuppen, der nach und nach gefüllt wurde und irgendwann die ersten Interessierten für private Feiern gewann.

Werner hat uns auch einen Blick in sein Büro werfen lassen. Schaut Euch mal in Ruhe die Fotos an. Falls jemand mal einen Whisky nach Etikett wählen möchte ;-) Die GastwirtInnen Werner Hoffrichter und seine Frau werden durch weitere Familienmitglieder und Freunde unterstützt. Neben der Bar bietet Werner Auftritte und Unterricht im Dudelsackspiel und verschiedenste Seminare an. Die Bar geht auch auf Tour und kann für Events verschiedenster Art gebucht werden. Auf der Homepage werdet Ihr viele Hinweise finden, wo Werner bereits überall aufgetreten ist. Sehr amüsant! Sohn und Tochter erweitern das Ensemble unter anderem mit Scottish Drumming. Das Programm Das Hauptgeschäft der Bar liegt im Whiskytasting. Je nach Auswahl ist man ab 39,95 EUR dabei. Exklusiver geht es immer. Manchmal, gibt es Live-Auftritte verschiedenster Künstler von irischem, über schottischem bis zu amerikanischem Folk. Aber immer nur mit maximal 24 Gästen. Die Getränkekarte Da die Bar keiner Kette angeschlossen ist und sozusagen eine freie Schankwirtschaft ist, werden mehr als 350 schottische und irische Whisk(e)ys angeboten. Da sollten für jeden und jedes Portemonnaie was zu haben sein. Die Tastings sind oft nach Whiskyserien aufgebaut und haben verschiedene Themen im Hintergrund. Aber keine Sorge, es gibt auch Biere, allerdings keine deutschen: Tennents (Glasgow): Helles Lager Bier

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Dies und das

Belhaven (Dunbar/Schottland): Ale und Stout Fullers (London): Ale, Porter und Stout sowie Guinness, Kilkenny, Strongbow-, Samuel Smith- und Aspall-Cider sowie alkoholfreie Getränke und englische Schoko-, Ginger- und Honigbiere Bei den Bieren können 0,1 Gläser geordert werden, dann kann ein eigenes kleines Biertasting ad hoc organisiert werden. Natürlich gibt es auch alle gängigen alkoholfreien Getränke wie Mineralwasser, Fanta und Cola sowie das schottische IRN BRU und Jever Fun und Erdinger alkoholfrei im Ausschank sowie diverse Tees.

Daniel: Wie bist Du zu einer Whiskybar gekommen? Plant man sowas? Werner: Das mit der Bar ergab sich zufällig. Wir kauften den Hof „mit Renovierungsstau“ in 2008 und bauten den Stall, an dem 100 Jahre gar nichts gemacht wurde, zu einem „Wohnzimmer im Pubstil“ um. Ein Dudelsackschüler fragte dann, ob er den Stall mal mieten könne, denn er sei ideal zum Feiern. Bin dann direkt zur Stadt gegangen und habe eine Nutzungsänderung und Konzession beantragt , was erstaunlicherweise ohne (grosse) Komplikationen über die Bühne ging. „Vermieten“ tue ich die Bar nun aber nicht, sondern mache eigene „Schottische Abende mit Whiskyverkostung und Live-Dudelsackmusik“, die sehr gut laufen.

Mittlerweile bietet die Bar bei allen Veranstaltungen kleines warmes Essen ohne Vorbestellung an: Schnitzel und Bockwurst mit Senf und Kartoffelsalat Folienkartoffeln mit Tzatziki und Haggis mit einer halben Folienkartoffel Und wer dann noch nicht genug hat, kann sich auch gleich ein Stückchen Fass dazu kaufen. Geerntet wird aber erst am Ende der Lagerzeit: 2021. Man muss also ein bisschen Geduld mitbringen. Die Toilletten Dazu braucht man hier nicht viel zu sagen. Alles bestens! Zu Halloween war eine Hexe zu Gast, ob sie immer da ist, kann ich nicht sagen. Anreise und weitere Infos Die Anreise ist nicht ganz leicht. Hin käme man noch mit Bahn und Bus. Am Besten fährt man aber mit dem Auto und der Fahrer nimmt das Tasting in kleinen Fläschchen mit nach Hause. Hotels in der direkten Nähe gibt es leider nicht. Alle Events und immer aktuelle Infos gibt es auf der Homepage, die Werner selbst pflegt. Sowohl auf Facebook, wie auf der eigenen Seite ist Werner immer für einen Kommentar zu haben. Fazit Die Barrensteiner Whiskybar ist Erlebnisgastronomie, die aufgrund ihrer Authenzität überzeugt. Die Crew lebt das Geschäft und hat einen direkten persönlichen Bezug zu Whisky und zur Lebensart. Einmal dabei sein ist Pflicht, auch wenn es nicht um, die Ecke ist! Zum Schluß stand Werner noch für ein paar Fragen zur Verfügung: Fünf Fragen an Werner Hoffrichter

Daniel: Wie kommst Du zu Deinen Whisk(e)ys? Werner: Die meisten Whiskys kaufe ich in Deutschland über Großhändler ein, aber bringe immer auch welche aus Schottland mit wenn ich dort bin. Daniel: Hast Du jeden Whiskey selbst probiert und weißt etwas dazu zu sagen? Werner: Das gehört zum Job! ;-) Daniel: Nun bietest Du ja auch Dudelsackspiel an, wie bist Du dazu gekommen? Werner: Unsere drei Kinder hatten alle Musikunterricht und ich suchte dann auch ein Instrument für mich. Durch einen schottischen Dudelsackspieler in der Nürnberger Fußgängerzone wurde mein Interesse das erste Mal geweckt und durch den Verzweiflungskauf einer Dudelsackplatte auf einem Trödelmarkt („irgendwas muss man hier doch kaufen“) kam dann ein Jahr später der Durchbruch und ich beschloss, das Instrument zu lernen. Machte dann auch irgendwann nebenberuflich die ersten Auftritte und gab Unterricht, um

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Dies und das

Anfang 2009 dann per Abfindung aus einem „grossen Leverkusener Unternehmen“ auszusteigen um mich damit ganz selbstständig zu machen. Daniel: Habe ich auf Deiner HP ein Foto von Heino gesehen? Zu welchen Events kann man Euch buchen? Werner: Man kann uns praktisch zu allen Events als Solist, Duo oder Trio buchen. Und Heino haben wir auf der 2000er-Millennium Kassette (!) und CD mit Dudelsack und Trommel bei „Ein Jahr vergeht / Little Drummer Boy“ begleitet.

lerien in Schottland und man muss es einfach mal probiert haben. Daniel: Dank Dir Werner. Wir wünschen Dir immer ein “volles” Haus. www.celtic-rock.de/2013/11/die-barrensteiner-whiskybar/

Daniel: Und ganz zum Schluß ein Tipp für unsere Leser/ innen, was ist Dein Lieblingsbier und welchen handelsüblichen Whisky würdest Du für einen kalten Winterabend auf dem Sofa empfehlen? Werner: Also, im Winter mag ich selbst immer die etwas kräftigeren Sachen wie Stout Biere und Whiskys von der Insel Islay, die traditionell sehr torfig und rauchig schmecken. Aber sein eigenes Lieblingsbier und seinen eigenen Lieblingswhisky findet man am besten mal bei einem Besuch in der Bar raus, denn immerhin gibt es 100 verschiedene Destil-

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CDs und Platten

CDs und Platten Roving Crows ~ Deliberate Distractions (2013) von Folkaholix Ein Jahr ist es her, seitdem ROVING CROWS zuletzt mit Bacchanalia eine Heimmusikinszenierung auf die Theken der Folkgemeinschaft gebracht und mit ihrem Gypsy-Folk überzeugt haben. Nun melden sie sich mit Deliberate Distractions zurück und lenken, dem Namen entsprechend, gehörig und in voller Absicht von allerlei ab, vor allem jedoch einem: Stiltristesse. Der Opener, Journeyman’s Blues, der vom Sturm der Küste umweht, einen Unisono-Männerchor, der sich wehmütig gen Heimat zu seufzen scheint, in bester Seemannsmanier erklingen lässt, wird der Erwartung des Ungewohnten vom ersten Vibrieren der Membranen gerecht. Indes der Chor sich in der akustischen Ferne verliert, eröffnet das Quintett den musikalischen Reigen. Die Gitarre hackt im Off-Beat, die Fiddle umspielt in freien Improvisationen und Doppelnotensehnsuchtslargo und die erste Stimme erobert sich über dem ewiglich mitschwingenden Shanty-Chor ihren rechtmäßigen Platz. Und während noch die Vokalleistungen miteinander ringen, brechen Schlagzeug und Bass, durch ihren Einsatz, die Dominanzstreitigkeiten – und räumen der stolzen Trompete ihren Platz in diesem Refugium ein. Eine illustre Anhalterin, die dem zweiten Titel ihren Namen geliehen hat, geht ebenso ins Ohrtanzbein und überzeugt, wie auch das Vorgängeralbum, vor allem durch die Symbiose technischen virtuosen Spiels und intuitiver Mitmachmusik. So umspielen sich Fiddle und Trompete im instrumentalen Intermezzo in gutbewährten Terzen, indes sich der Bass durch die Takte walkt. Markant und dennoch angenehm unaufgesetzt nuschelt sich die erste Stimme durch die Strophen, um anschließend in einem lautmalerischen “Lalalala” aufzugehen. Weather, der dritte Titel des Albums, bricht mit dem Wohlklang und der vokalen Einstimmigkeit. Psychodelisch hypnotisieren sich die Verse ins musische Gemüt, während sich die Stimme Caitlins, der einzigen Dame der Formation, echoend durch den Refrain bahnt und im geordneten Delay-Durcheinander mit den männlichen Stimmen ihre Symbiose sucht. Der vierte Track, Nancy Valentine, erobert sich den Status der Tanzbarkeit wieder zurück, verzichtet jedoch niemals auf die trauernd schluchzenden Geigenzwischenspiele. Bei R“ überzeugen die fünf Musiker durch die Kunst des bescheidenen Hintergrundgesangs und verlieren sich mit O“ neuerlich in einem melancholischen Titel.

So jagt Deliberate Distractions seine Hörer durch ein stetes Auf und Ab der musischen Gefühle, das ebenso intuitiv wie alltäglich zu sein scheint, zieht in seinen trauernden Bann, euphorisiert kurz darauf wieder zu Tanzwut und übersieht bewusst Genregrenzen zwischen Gypsy, Klezma und Irish Folk. Anders als sein Vorgänger traut sich der 2013er-Silberling jedoch an den bannenden Sog kurzer dissonanter Ausbrüche, überwindet ebendiese und kulminiert mit ungeahnter Wucht, die man einem Quintett bisweilen nicht zu unterstellen wagt, in ungehemmter Freude. Ein brillantes Album, das es schafft, die strukturelle Kraft der Ruhe zu nutzen, um dieser immer und immer wieder zu entrinnen. Trackliste 1. Journeyman’s Blues 2. The Hitchhiker 3. Weather 4. Nancy Valentine 5. Rollin’ Home 6. One Day 7. Guns 8. God On Demand 9. Big Man 10. Familiar Man www.celtic-rock.de/2013/11/roving-crows-deliberate-distractions-2013/

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Konzerte und Festivals

Konzerte und Festivals Das war das 2. Liedermacher- und Kleinkunstfestival in Seehausen von JensP Ich war spät dran und erst kurz vor 19.00 Uhr an der Wischelandhalle in Seehausen. Mein erstes „Wow“ ging mir durch den Kopf, als ich an dem Veranstaltungsort vorbeifuhr, um auf den Parkplatz zu kommen. Die Firewings standen draußen vor der Tür zur Festivalhalle und begrüßten die Besucher mit einer kleinen Feuershow. Die leuchtenden Laternen, das fallende Laub und die geschwungenen, brennenden Fächerfackeln, da wurde man schon ein wenig verzaubert! Aus nah und fern kamen die Musikbegeisterten zum 2. Liedermacher- und Kleinkunstfestival und strömten durch die Tür in die warme „Stube“. Im Foyer waren schon Bilder ausgestellt und am Eingang zum gemütlich eingerichteten Saal wurde man von Nobody Knows herzlichst begrüßt und eingelassen. Die Veranstalter haben es geschafft, aus dieser Mehrzweckhalle einen Ort zum Wohlfühlen zu machen. In der Mitte eine Bühne, die, mit Sesseln und Sofas liebevoll ausgestattet, schon Gemütlichkeit ausstrahlte. Rundherum war Kleinkunst zu bewundern und für das leibliche Wohl war auch gesorgt, dazu aber später. Eröffnet wurde der Abend durch eine kurze Ansprache der Veranstalter an die 600 Besucher des Abends. Lange hielt man sich damit nicht auf und ein Uhrgestein der Liedermacherkunst, Michael Günther, eröffnete musikalisch den Abend. Seine Stimme und eine Gitarre ist alles, was er braucht, um seine Musik den Menschen nahezubringen. Er ist eine bekannte Größe in der Liedermacherwelt und so hat er auch viele seiner Lieder vorgetragen. Die Gäste des Abends mussten auch nicht lange warten, bis er sein, vor allem in der Altmark bekanntes Lied „Sing ein Lied für mich“ sang. Dieser, aus seiner Feder stammende Song wurde durch Nobody Knows sehr bekannt und ist bei Konzerten ein fester Bestandteil des Liedermachers und der Gruppe. In der ersten musikalischen Pause kam der Auftritt von Kelvin Kalvus. 2008 belegte er bei dem Supertalent den zweiten Platz und alle waren auf seinen Show-Act gespannt. Er erfüllte alle Erwartungen und ließ die Glitzerkugeln über seinen Körper rollen und erstarren. Sein ganzer Oberkörper war Schauplatz seiner Kunst und viele fragten sich: Wie macht er das? Bis zu acht Kugeln waren in Bewegung, oder ruhten auf seinen Kopf, den Armen und Händen. Vier Kugeln ruhten auf einem Arm, ohne dass eine runterfiel. Das ist Körperbeherrschung. Die meiste Zeit waren seine „Arbeitsgeräte“ aber in Bewegung und klebten wie Magneten am Künstler. Seine Vorführung wurde mit viel Applaus vom staunenden Publikum gewürdigt.

Nachdem das Auge verwöhnt wurde, war es wieder Zeit, die Ohren zu beschäftigen und Rose & Georgi machten es sich auf der Bühne bequem. Sie spielten einen Querschnitt ihrer Musik und erzählten in ihren Liedern Geschichten. Die beiden Liedermacher spielten bei ihren Stücken viele Instrumente auf der Bühne. Es waren Gitarren, Piano und viele Blasinstrumente wie Flöten, Saxophon und Blaswandler zu hören. Sie musizieren schon einige Jahre zusammen und mit ihrer Mischung aus Musik und Literatur haben sie ein schönes Programm gespielt. Während die Bühne umgebaut wurde, traten die Firewings auf und unterhielten die Besucher des Abends. Eine Feuershow konnte nicht gezeigt werden, da es die örtlichen Begebenheiten nicht zuließen. Die gezeigte Akrobatik musste sich aber auch nicht verstecken. Es wurde mit Reifen, Kegeln und Bällen jongliert, mit dem Einrad Kunststücke gezeigt und eine Schlangenfrau hat auch nicht gefehlt. Das gesamte Programm der Firewings wurde gut verpackt. Die Herren

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Konzerte und Festivals

traten in Smoking und die Frauen in Kleidern der Zwanziger auf. Dazu hörte man Musik aus dieser Zeit, bei dem „The Charleston“ nicht fehlen durfte. Das war die beste Akrobatik-Show der Gruppe, die ich bis dahin gesehen habe. Nach der artistischen Einlage war Nobody Knows auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Durch Tabiha Harzer verstärkt, nahm die Geschwindigkeit der Musik zu und die Tanzfläche füllte sich schnell. In ihrem Programm für den Abend erklangen Lieder aus ihren Folk- und Lyrik-Konzerten, wobei mehr aus der lyrischen Ecke das Ohr verwöhnte. „Oktoberregen“, Tandaradei“ und „Sing ein Lied für mich“ sind nur einige Lieder, die sie gespielt haben. Sie haben die Stimmung zum Brodeln gebracht und nach ein paar Stücken wurde es eng auf der Tanzfläche. Ich hatte keine Chance, mich dazwischen zu mogeln, und so habe ich es wie viele andere in der Halle gemacht. Da wo man stand, hat man getanzt und in der ganzen Räumlichkeit wurde getanzt. Aus ihrer neuen Weihnachts-CD spielten Nobody Knows auch ein Titel und das war „Winterlied“, der sehr gut ankam, bestimmt auch, weil viele die CD „Morgen, Kinder, und übermorgen auch“ schon gekauft haben. Diese CD stelle ich am 28.11.2013 bei celtic-rock genauer vor! Man kann nur sagen: Ein ganz toller Auftritt von Nobody Knows! Kelvin Kalvus brachte mit dem zweiten Teil seiner Darbietung wieder Ruhe in die Halle und verzauberte alle Anwesenden mit seiner Kunst. Auch dieses Mal verfolgten die Gäste seine Jonglierkunst mit großen Augen und die Zeit verging, bis zum Auftritt der nächsten Band, rasend schnell. MartinRühmannBand hieß die letzte Band des Abends. Max Heckel unterstützte die Jungs und so standen acht Musiker auf der Bühne. Bei den ersten Klängen der Musik wurde wieder getanzt und sich zur Musik bewegt. Sie spielten sich durch ihr musikalisches Schaffen, von älteren bis neueren Liedern reichte ihre Auswahl und begeisterte das Auditorium. Es erklang schöner schneller und auch mal ruhiger, melancholischer, romantischer Liedermacher-Folk. „Keine Haie“, „Leuchtturmwärter“, „Taschenlampe“ sind nur einige Songs, die sie dargeboten haben. Nach der Musik wurde getanzt, geschunkelt, mitgesungen und die Sehnsucht nach dem Meer geweckt, das die Band so liebt! Sie waren ein schöner Abschluss des Abends und haben mich begeistert.

gen, wenn sie ihren fertig modulierten Ballon bekommen haben. Peter Dahlmann war eine Bereicherung für den Abend! Nun ging es nicht nur um Musik an dem Abend, sondern auch um Kunst und Kunsthandwerk! Einzigartiger Glasschmuck wurde von Katrin Magin gezeigt und von vielen dicht umlagert. Die Nadel haben Birgit Käfert und Mondsteinblume geschwungen und schöne Dinge sind entstanden. Holzhandwerkskunst gab es bei Tobias Dübler zu bestaunen und wie auch überall zu kaufen. Einige Bilder des Malers Peter Jabke schmückten auch ein Teil der Wand. Viele Leute standen vor dem Stand von Kerstin Schneggenburger. Sie nennt ihre Produkte „Die Scharade des Lichtes“ und hat schöne Lampen ausgestellt, die zum Teil wie Schiffe aussahen. Geht bitte auf die Internetseiten der Künstler und schaut euch dort um. Soweit es ging, habe ich alle Künstler verlinkt, ihr braucht nur auf den Link drücken. Alle Künstler stammen aus der Region. Für das leibliche Wohl wurde auch gesorgt. Es gab Nudelpfanne in verschiedenen Variationen, Kesselgulasch und Süßes, wie Muffins und Kuchen. Bei den Getränken hatte man auch eine große Auswahl an Softdrinks und Bier. Wie im letzten Jahr war auch der Stand „Alles in Gärung“ vor Ort und hat mit selbst gemachten Weinen überzeugt. Es gab kaum oder wenig Wartezeit und man wurde schnell und nett bedient. Und was mich noch überzeugt hat, sind die Preise für die Gaumenfreuden. Das 2. Liedermacher- und Kleinkunstfestival ist nun vorbei und auch für mich war es dieses Jahr das letzte Festival, aber es wird noch lange in den Köpfen der Menschen bleiben. Ich möchte mich bei den Veranstaltern bedanken, die dieses für Auge und Ohren schöne Festival ermöglicht haben. Viele sind bis zum Schluss geblieben und sind nicht eher gegangen, bis der letzte Ton gespielt wurde. Der Abend war ein voller Erfolg und insgeheim freuen sich viele Besucher des Abends auf das nächste Jahr, wenn sich wieder die Türen zum 3. Liedermacher- und Kleinkunstfestival öffnen. Ich werde auch dabei sein! www.celtic-rock.de/2013/11/das-war-das-2-liedermacher-und-kleinkunstfestival-seehausen/

Vergessen möchte ich auch nicht den Zauberer und Ballonkünstler Peter Dahlmann, der wieder für unterhaltsame Momente sorgte. Er ging den ganzen Abend durch die Location, von Tisch zu Tisch und verzauberte die Gäste. Mit seinen flinken Händen bastelte er die verschiedensten Objekte aus Ballons: Aliens, Hund, Katze, Eichhörnchen, bis zu einer Angel mit Fisch. Dort wo er war, hat sich schnell eine Traube von Menschen um ihn gebildet und es wurde viel gelacht. Vor allem bei den Kindern sah man ein Strahlen in den Autriskel - the celtic rock & punk ezine 17


CDs und Platten

CDs und Platten Heidi Talbot ~ Angels Without Wings (2012) von kuec Heidi Talbot beeindruckt nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit den sehr persönlichen Songs. Für Angels Without Wings hat sie außerdem eine Reihe toller Gastmusiker zusammengeholt, die das Album mit ihr gemeinsam in die internationale Spitzenklasse heben. Die irische Sängerin begann als Mitglied eines Kirchenchors im County Kildare. In Dublin erhielt sie eine Gesangs-Ausbildung und ging mit 18 nach New York. Dort trat sie der renommierten Irish trad.- Gruppe “Cherish the Ladies” bei. Im Jahr 2008 kam ihr Durchbruch als Solosängerin. Inzwischen hat sie geheiratet, ein Baby bekommen und ist nach Schottland gezogen. Daher wurde ihr fünftes Soloalbum in Glasgow aufgenommen. Es ist ihrer Familie gewidmet. Ihr Ehemann ist der Fiddler und Produzent John McCusker, der mit gemeinsamen Freunden einen intensiven akustischen Sound gestaltete. Heidi selbst spielt Harmonium und Ukulele. Während viele irische Sängerinnen Country-Manierismen kopieren, hat sie dem widerstanden und singt mit einer folkig – klaren Stimme ausdrucksvoll und schnörkellos. Das eigene Schreiben von Songs ist noch relativ neu für sie. Man spürt sofort, dass die Lieder, die mit ihrem Freundeskreis entstanden sind, ihr viel bedeuten. Häufig geht es um Beziehungen, um Liebe, Einsamkeit, die Stürme des Lebens. Die Texte sind alle handschriftlich in im Booklet verzeichnet, was schlecht zu lesen ist, aber den persönlichen Eindruck unterstreicht. Heidi zeigt sich sensibel, manchmal kindlich-mädchenhaft, verkörpert aber immer auch die Kraft, Widrigkeiten zu überwinden. Die lange Liste der GastmusikerInnen enthält große Namen wie Mike McGoldrick (Concert Flute), Jerry Douglas (Dobro) oder Mark Knopfler (Gitarre). Genau, der von den Dire Straits. Die Soli sind ein Genuss, niemand drängt sich vor, alle geben ihr Bestes für ein stimmiges Gesamtbild. Wirklich grandios sind jedoch die Songs mit den verschiedenen DuettpartnerInnen. Etwa Wine and Roses mit Tim O’Brien, der wie Heidi T. in der irischen wie in der amerikanischen Musik zu Hause ist, oder When the Roses Come Again, wo Julie Fowlis mitsingt. Vielleicht noch intensiver Dearest Johnny mit Karine Polwart, das ich zunächst für eine traditionelle Ballade hielt. Herzzerreißend traurig The Loneliest mit Louis Abbott. Mir fallen wenig vergleichbare Duos mit solch intensiver Ausstrahlung ein, und hier sind gleich mehrere zur Auswahl. Ich fühle mich an Richard und Linda

Thompson in ihren besten Zeiten erinnert. Manchen Songs hört man sofort an, dass Heidi Talbot in Amerika gelebt hat. Nostalgisch – sehnsüchtig wirkt der New Cajun Waltz, flott und humorvoll Will I Ever Get To Sleep? in dem Stil, den man heute „ Americana“ nennt. allein das Titelstück geht mir etwas sehr ins Sentimentale. Die Arrangements haben so viel Seele, wie Musik nur unter Menschen haben kann, die eine enge, positive Beziehung zueinander haben. Das Album wurde im Studio soweit möglich „wie live“ eingespielt, um einen Band-Sound zu erzielen. Es bietet daher Hörvergnügen aus einem Guss. Heidi Talbot gehört für mich nach diesem Album zu den ganz Großen, von denen man noch einiges hören wird. Gerne auch live in Germany. Trackliste 1. Angels Without Wings 2. Wine & Roses 3. Dearest Johnny 4. Button Up 5. The Loneliest 6. New Cajun Waltz 7. Will I Ever Get To Sleep? 8. When The Roses Come Again 9. I’m Not Sorry 10. My Sister The Moon 11. Arcardia www.celtic-rock.de/2013/11/heidi-talbot-angels-without-wings-2012/

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Konzertberichte

Konzertberichte Inchequin – Abschluss der Europatournee in Bad Münstereifel von Hubert J Eine Riesen Party auf engstem Raum. Anders kann man den Abend mit Inchequin bei den Irlandfreunden in Bad Münstereifel nicht bezeichnen. Mit dem Titel „Son Kez“ hatte sich die irische Folk Rock Band Inchequin für die Teilnahme am Europäischen Song Contest 2013 in Malmö qualifizieren wollen. Beim der letzten Vorentscheidung in Irland konnte sich dann überraschend der irische Popsänger Ryan Dolan für den Wettbewerb qualifizieren. Für die Band Inchequin war diese Niederlage aber eher ein Gewinn. Durch viele Fernsehauftritte, im irischen und im türkischen Fernsehen, ist der Bekanntheitsgrad der Band nun weit über den Ruf des irischen Folk Rock Genres hinausgewachsen. Seit vielen Jahren kommen Sinead Bradley und Hugh O’Neill mit ihrer Musik nach Deutschland und erfreuen sich dort eines riesigen Fankreises. Ganz besonders ist ihre Beziehung nach Bad Münstereifel. In dem schönen Eifelstädtchen haben die beiden nicht nur viele Fans, sondern auch eine Menge langjähriger Freunde. Der plötzliche internationale Ruhm hat Inchequin nicht davon abgehalten, wie gewohnt, ihre jährliche Konzertreise durch Schweden, Dänemark und Deutschland bei den Irlandfreunden in Bad Münstereifel zu beenden. Gemeinsam mit ihren Fans, vielen Gästen von auswärts und langjährigen Freunden haben Inchequin im Hotel zur Post die Erfolge der letzten Zeit gefeiert. Schon vor dem Konzert war die Stimmung im Stammlokal der Irlandfreunde auf einem bemerkenswerten Höhepunkt. Begleitet von der hervorragenden Bewirtung durch Mano und sein Team, die ihre Gäste schon Stunden vor dem Beginn des Konzertes mit guten Essen und Guinness versorgt haben, hat sich die Magie des Abends bis spät in die Nacht gehalten. Die Arbeit dieses anscheinend immer entspannten

und freundlichen Teams war echt bewundernswert. Im relativ kleinen Lokal haben sich 140 bis 150 Gäste getummelt. Da war schon Stunden vor Beginn des Konzertes nicht mehr an einen Sitzplatz zu denken. Viele neue Kontakte und Freundschaften sind am Rande der Veranstaltung entstanden. Auch wurden neue Gigs für Inchequin und andere Musiker, die sich unter den Gästen befanden, ausgemacht. Ein ganz besonderes Highlight für die Fans von Celtic Rock de wurde ebenfalls an diesem Abend entzündet: „Inchequin wird beim bekannten Keltic Festival im Schloss Hohenlimburg dabei sein.“ Die Band wird dort Mai 2015 mit voller Besetzung zu einem Konzert anreisen, auf das sich der große Fankreis in Deutschland jetzt schon freuen darf. Diese Information gab uns der Veranstalter Rick Field, der ebenfalls mit Mitgliedern seines Keltic – Clans angereist war. Es waren auch noch weitere Gäste aus der Ferne mit von der Partie, die beim Abschlusskonzert der Europatournee dabei sein wollten. Die weiteste Anreise hatte dabei wohl ein Gast aus dem fernen Mexico. Auch aus dem näheren Ausland haben sich Inchequin – Fans eingefunden. Zum Beispiel aus Wales und Frankreich. Sogar aus dem irischen Cork ist eine Freundin der Band extra für dieses Konzert angereist. Bei so hochkarätigem Besuch war es jetzt eigentlich kein Wunder mehr, dass sich die nach dem Konzert spontan entstandene Session bis weit in den folgenden Morgen zog. www.celtic-rock.de/2013/11/inchequin-abschluss-der-europatournee-bad-muenstereifel/

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Konzertberichte

Altan live in Werdohl 15.11.13 von kuec Aus dem kalten sauerländischen November kommend, trat man vor dem Eingang der St. Michaels – Kirche in ein tunnelähnliches Festzelt und damit wie bei Harry Potter in eine andere Welt. Licht, Wärme, fröhliche Stimmung, ein freundliches Team beim Getränkeverkauf, großes Gedränge. Die irische Spitzengruppe Altan hatte so viele Menschen angezogen, dass der Kirchenraum bereits 45 Minuten vor Beginn des Konzerts gut gefüllt war. Der Platz um den Altartisch war zu einer großen Bühne erweitert worden. Geschickt platzierte Strahler tauchten das neogotische Deckengewölbe in stimmungsvolles Licht, was es leicht machte, sich gedanklich in andere Sphären zu versetzen. Die Begrüßung durch einen leibhaftigen Mönch ließ aber keinen Zweifel daran, dass das Gotteshaus nur für einen Abend in eine „keltische Kathedrale“ verwandelt war und sonst der katholischen Gemeinde dient. Der pünktliche Beginn um 19.30 ließ vermuten, dass es keine Nachtschicht werden würde. Eine freundliche Konzession an das Alter der meisten vor und auf der Bühne. Die Band hatte sofort die gebannte Aufmerksamkeit und wurde mit großem Beifall begrüßt. „Wie geht’s?“ Mit wenigen Worten war sofort eine Verbindung zum Publikum hergestellt. Zwischen vier dunkel gekleideten Herren war Mairéad Ní Mhaonaigh in ihrem knallroten Kleid bereits optisch der Mittelpunkt. Die Frontfrau von Altan ist immer noch eine der besten irischen Folksängerinnen. Sie beeindruckte gleichermaßen mit ihrem klaren, immer noch kraftvollen Sopran und ihrem rasanten Fiddlespiel. Den Kern der Gruppe bildet sie zusammen mit dem anderen Fiddler Ciarán Curran. Die Betonung der Geigenmusik ist ein Merkmal ihrer Herkunft aus Donegal, das traditionell musikalisch enge Beziehungen zu Schottland unterhält. Der Akkordeonist Martin Tourish als Jüngster im Bunde schien den Auftritt, seiner Mimik nach zu urteilen, sehr zu genießen. Das Unisono etwa bei den Reels war so eng, dass kaum noch einzelne Spieler auszumachen waren. Ciaran Tourish an der Cittern und Gitarrist Dáithí Sproule bildeten mit den Zupfinstrumenten die Außenflügel, waren aber von meinem Platz aus schlecht zu hören. Ihr raffinierter Zupf-

Stil jenseits schlichter Akkorde war zur Frühzeit der Gruppe in den Achtzigern sehr innovativ und ist immer noch eine Freude anzuhören. Altan gehören zu der Handvoll wirklich legendärer irischer Folkgruppen. Sie orientieren sich sehr klar nicht nur an ihrer nationalen, sondern regionalen Herkunft, ohne ihren Stil über die bald dreißig Jahre ihres Bestehens wesentlich verändert zu haben. Durch ihre Beständigkeit konnten sie weltweit zu Botschaftern der Grünen Insel werden. Mit ihren zahlreichen Veröffentlichungen haben sie oft Gold- und Platinstatus erreicht. Trotzdem fehlte jegliches Star-Gehabe. Natürlich fehlte am Freitag die Werbung für ihr jüngstes Album The Poison Glen nicht. Ein Höhepunkt war das einzige in Englisch gesungene Lied, The Blackest Crow. Dáithí Sproule, dessen Soloalbum wir bereits vorgestellt haben, steuerte eine alte gälische Ballade bei. Die besinnliche Stimmung wurde immer wieder mit temporeichen Tunes kontrastiert. Sie kamen schnell, druckvoll und mit Spielfreude. Altans Donegal-Stil hat weniger Ecken und Kanten als bei den Altvorderen, ist fließender geworden. Die Power des Bogenstrichs ist geblieben. Großartig, wie die beiden Fiddles, mal synchron, mal im Oktavabstand, gemeinsam Tempo machten. Der Sound in der Kirche war sehr hallig, was den Songs wie den Tunes mehr Nachdruck gab. Das Publikum zeigte sich sehr angetan und applaudierte im Stehen, was mit drei Zugaben belohnt wurde. Die Irlandfreunde Werdohl dürften mit dem Besuch von rund 400 Personen gut zufrieden gewesen sein. Aus den lebhaften Gesprächen während der ausführlichen Pause war zu schließen, dass überwiegend ganz normale Werdohler und wenig reisende Musikfans gekommen waren. So ist Irish Folk genau wie im Ursprungsland: Gemeinschaft stiftend. PS. Seit Kurzem sind Videos von der Urbesetzung im Netz, mit dem 1994 verstorbenen Frankie Kennedy:

www.celtic-rock.de/2013/11/altan-live-werdohl-15-11-13/

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CDs und Platten

CDs und Platten DROWNING THE SHAMROCK ~ Jasper Coal (2013) von Hubert J Guter alter Folk Rock im Stil von Flogging Molly, The Pogues und Dropkick Murphys beeinflusst die Musik von Jasper Coal. Mit der neuen CD Drowning the Shamrock haben Jeremy Bums, Ian Hoppe, Miggy Martinez , Ryan Morrison, Kevin Nicholson und Matt Parrish noch einmal deutliche Akzente gesetzt. Die Musik auf dem Silberling fordert vom ersten Augenblick an zum Tanzen auf. Die Band wurde im Jahr 2004 am St. Patricks Day von Matt Parrish gegründet und hat nun bereits ihr drittes Album mit keltischer Rockmusik veröffentlicht. Der Name Jasper Coal stammt aus einem Songtext und spiegelt den Innhalt der Stücke der Band wieder, deren Musik zu einem großen Teil aus Shantys, Rebelsongs und Trinkliedern besteht. Die meisten dieser Songs sammelte Bandgründer Matt Parrish in seiner Heimat, der Industriestadt Birmingham – Alabama, USA. Wenn es im ersten Stück „Step it out Mary“ noch ums unfreiwillige Verheiraten in Irland geht, mit dem die Eltern in der Regel ihren Einfluss und Wohlstand vermehren wollten, geht es in anderen Stücken um Aufstände, Kriege und die traditionelle Schwarzbrennerei in den Bergen Connemaras. Mit dem Titel Drowning the Shamrock wollen Jasper Coal nicht vom Untergang des irischen Kleeblattes singen, sondern mit bodenständigen Themen zeigen, dass die Kelten ihre Kultur auch ins ferne Amerika übertragen konnten. Dort bilden die Folk-Rock und Folk-Punk-Szene eine weitere Brücke zwischen der neuen und der alten Welt und deren Kulturen. Besonders deutlich wird dies im letzten Stück, in dem sich die Band mit dem guten alten Parting Glass verabschiedet. Im Raum Alabama stürmen Jasper Coal schon seit einiger Zeit die Charts und sind aus der dortigen Celtic Rock Szene nicht mehr wegzudenken. Auch hier bei uns sollten sie einen würdigen Platz in der keltischen Roch Musik erhalten. Drowning the Shamrock ist hierfür ein guter Anfang. Dieses Werk ist eine CD, die man immer wieder hören kann, ohne dass sie auch nur einen Augenblick langweilig wird.

8. THE FOGGY DEW 9. JOHNNIE COPE 10. THE PARTING GLASS Jasper Coal sind: Jeremy Burns = bass, banjo, vocals Ian Hoppe = guitar, vocals Miggy Martinez = drums Ryan Morrison = bagpipes, whistle, vocals Kevin Nicholson = fiddle, vocals Matt Parrish = lead vocals, whistle www.celtic-rock.de/2013/11/drowning-the-chamrock-jasper-coal-2013/

Trackliste 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

STEP I OUT MARY JAMIE RAEBURNLOGO_Jasper Coal CROOKED JACK THE AN DRO SET GATHER UP THE POTS YE YACOBITES BY NAME BIG JIG SET triskel - the celtic rock & punk ezine 21


The Story Behind The Song

The Story Behind The Song 100 Jahre “Danny Boy” von kuec Graffiti in Dublin 2012Vom irischen Fernsehen wurde kürzlich der hundertste Geburtstag dieses Schmachtfetzens mit einer Dokumentation gewürdigt. Alles, was über diesen „typisch irischen Fake“ zu sagen wäre, hat der hoch geschätzte Ralf Sotscheck in seiner Kolumne am 18.11.2013 in der ebenfalls hoch geschätzten taz zusammengefasst. Titel: „Hundert Jahre sind genug.“ Mir bleibt, die Bebilderung und den Songtext hinzuzufügen.

Oh, Danny boy, the pipes, the pipes are calling From glen to glen, and down the mountain side The summer’s gone, and all the roses falling ‘Tis you, ’tis you must go and I must bide. But come ye back when summer’s in the meadow Or when the valley’s hushed and white with snow ‘Tis I’ll be there in sunshine or in shadow Oh, Danny boy, oh Danny boy, I love you so! And when ye come, and all the flow’rs are dying If I am dead, as dead I well may be Ye’ll come and find the place where I am lying And kneel and say an Ave there for me. And I shall hear, though soft you tread above me And all my grave will warmer, sweeter be For you will bend and tell me that you love me, And I shall sleep in peace until you come to me. Wir reden hier wieder von der La Paloma – Liga meist aufgenommener Songs weltweit. Auch dazu Infos auf Danny Boy’s eigener, deutscher wikipedia – Seite. Ein detailreicher Aufsatz auf Englisch steht bei der BBC. Herzlichen Dank an R.S. für seine inspirierenden Zeilen.

www.celtic-rock.de/2013/11/danny-boy/

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CDs und Platten Brick Top Blaggers – Two Years Enough (2013) von cuba64 Ich habe mich gewundert, als ich die Platte das erste mal durchgehört habe. Ist das die gleiche Band, deren Debüt von 2011 ich in meiner Sammlung stehen habe? Das durchaus solide war, aber für einen Fan aus der Celticecke keine wirklichen Überraschungen bereit hielt? Ja, zweifellos. Aber die neue Platte ist anders. Besser?! Nun – das liegt wohl an der Richtung der Genreecke aus der man kommt. Ich finde Brick Top Blaggers haben eine gewaltige, positive Verwandlung durchgemacht. Von Irland geht ein großer Reiz aus. Zumindest für Besucher dieser Seite. Und wer sich der Insel nicht nur folkloristisch, sondern auch soziokulturell nähert, kommt um die lange Tradition der Konflikte, die in den Troubles mündeten nicht rum. Ihren Platz findet die Thematik in endlos vielen Liedern, die die Brick+Top+Blaggers++promo+2irische Diaspora besingen oder das Rebellentum gegen die englische Krone. Mit viel Pathos und Gefühl besingen die Iren ihre Vergangenheit – nah oder fern.Leider wiederholen sich im Celticpunkt/folk/ rock die immer gleichen Titel in diesem Bereich. Und wenn man irgendwann The Irish Brigade und Spirit of Freedom durch hat, fragt man sich: wie geht´s weiter? So geht es zumindest mir. Die Antwort findet man auf Two Years Enough. Die Songs beschäftigen sich mit dem Weg in die irische Unabhängigkeit von 1921 in jeder Facette ohne den Hörer auszugrenzen. Denn auch der kann sich mittragen lassen, den Pathos und die Energie heraus ziehen. Zwischen den Zeilen sind auch Interpretationsansätze für das Jetzt verpackt. Brick Top Blaggers haben neue/alte Rebellensongs geschaffen. Lyrisch und Musikalisch fließt das alles gut ineinander. Die Musik unterstütz die geschaffene Atmosphäre. Sie lädt zum Tanzen, Singen und Saufen ein. Nach wie vor gibt es sieben Bandmitglieder, allerdings hat sich das Line-up geändert und mit Phoebe ist die Geige zurück gekehrt. Hier ist viel passiert. Viel mehr will ich über die

Musik gar nicht sagen. Wer meine Rezensionen kennt, weiß was ich mag. Und Two Years Enough hat das Potential in meine Jahrestopten zu kommen. Diese Platte hat meine Kaufempfehlung! Trackliste 1. Plastic Paddy 2. Quitters never win 3. Two Years Enough 4. The Rising 5. Spancil Hill 6. The Burning of Bridget Cleary 7. The Battle of Stirling Bridge 8. Coffin Ships 9. Eastern Promise 10. Walk the Plank again 11. Love by Attrition 12. Witness to my own wake 13. American Dream www.celtic-rock.de/2013/11/brick-top-blaggers-two-yearsenough-2013/

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Continental – All A Man Can Do von Roisin Dubh Continental ist die Band von Bostons’s Punk-Rock Urgestein Rick Barton und dessen Sohn Stephen. Nachdem Rick bei den Dropkick Murphy und Everybody Out! großartiges geleistet hat liegen die Erwartungen an Continentals Debüt „All A Man Can Do“ natürlich sehr hoch. Die Titel des Albums sind durchweg sehr eingängig, mal mehr Folk, mal mehr Rock, und hier und da sind auch eindeutige Punk Einflüsse zu erkennen. Eigentlich alles sehr abwechslungsreich und dennoch langweilig. Der Funke will einfach nicht richtig überspringen. Liegt es an den zu großen Erwartungen meinerseits oder an der zu starken Absicht der Band einen Hit zu landen? Ich kann es nicht genau sagen. Es liegt auf keine Fall daran, dass die einzelnen Songs schlecht wären; im Gegenteil ich kann mir vorstellen, dass sie live richtig gut abgehen. Nur mit diesem Studioalbum schafft es die Band einfach nicht mich mit zu nehmen. Mit Downtown Lounge und Wrecking Ball gelingt ihnen das noch am ehesten. Continental touren derzeit ausgiebig durch Europa Touren so kann man sich glücklicherweise ganz leicht ein Bild machen wie die Titel live funktionieren. Und auch hier habe ich wieder große Erwartungen. 10.11. GER – Freiburg @ KTS 12.11. UK – London @ Macbeth 13.11. UK – Southampton @ Joiners 14.11. UK – Hastings @ The Tubman 15.11. UK – Norwich @ The Stanley Arms 16.11. UK – Warrington @ Friars Court 17.11. UK – Kendal @ Bootleggers 18.11. UK – Exeter @ The Cavern 19.11. UK – Kingston Upon Thames – Fighting Cocks 20.11. BEL – Antwerpen @ Trix 21.11. GER – Düssseldorf @ The Tube 22.11. GER – Berlin @ White Trash 23.11. GER – Altenburg @ Finnegans 24.11. GER – Münster @ Baracke 25.11. GER – Hamburg @ Hafenklang 26.11. GER – Bremen @ Römer 27.11. GER – Kiel @ Schaubude 28.11. DK – Kolding @Kulturlogen 29.11. SWE – Stockholm – tba. 30.11. SWE – Göteborg @ Showdown 01.12. DK – Copenhagen @ Underwerket 02.12. GER – Hannover @ Bei Chez Heinz 03.12. GER – Dresden @ Chemiefabrik 04.12. CZ – Prag @ Cross Club

02: Shine 03: Downtown Lounge 04: Red 05: All A Man Can Do 06: Hey Baby 07: Into View 08: Let Me Know 09: Wide Open Space 10: Dogfight 11: Time 12: Wrecking Ball 13: Hold Me 14: No Reservation 15: Monday Morning www.celtic-rock.de/2013/11/continental-man-can/

Trackliste 01: Curious Spell triskel - the celtic rock & punk ezine 24


Dies und das

Dies und das Musiker – Protest gegen Abmahnungen von kuec Eigentlich sollte es sich langsam rumgesprochen haben: eingescannte Zeitungsartikel haben auf Webseiten nix zu suchen. Natürlich ist es für jede Band verlockend, die Jubelarien der Lokalpresse in voller Länge auf die eigene Seite zu setzen. Es leuchtet jedoch ein, dass hier ein klarer Urheberrechtsverstoß vorliegt. Was ist aber, wenn man nur Auszüge zitiert? Oder wenn man die Zustimmung des Journalisten eingeholt hat? Sinnvoller ist oft tatsächlich der ganze Artikel, da sich Auszüge leicht manipulieren lassen, indem man kritische Sätze einfach weglässt. Fakt ist, dass sich eine Gruppe von Anwälten schwerpunktmäßig damit beschäftigt, Abmahnungen zu verschicken. Gefordert werden erhebliche Beträge. Nicht nur der Bereich Musik ist betroffen, ebenso Literatur, Kleinkunst usw. Dabei geht es eher um ein äußerst lukratives Geschäftsmodell als um die Wahrung von Rechten. Üblich scheint zu sein, dass man mit dem Abmahn-Anwalt in Kontakt tritt und still und leise einen günstigeren Preis aushandelt. In der Folk- und Chansonszene regt sich jetzt Widerstand, der darüber hinaus Kreise zieht. Die Autorin und Sängerin Scarlett O‘ sollte für die mehrjährige Verwendung eines Pressetextes über 16.000€ bezahlen. Dabei hatte sie vorher mündlich das Einverständnis des Journalisten eingeholt, und der betroffene Zeitungsverlag distanziert sich ausdrücklich von der Abmahnung. Sie schreibt auf ihrer Webseite: „Wenn öffentlich etwas über mich verbreitet wird, muss mir gestattet sein, dies genauso öffentlich zu dokumentieren, sowohl mit als auch ganz ohne Kommentar. Ich betrachte das als Teil meiner Persönlichkeitsrechte…“ Gleichfalls weigert sich ihr Kollege Michael Zachcial, einer Zahlungsaufforderung Folge zu leisten. Beide lassen es auf ein Gerichtsverfahren ankommen. Dabei geht es ihnen ums Prinzip. Sie verweisen darauf, wie wichtig positive Kritiken für die Außendarstellung von KünstlerInnen sind. Mit einem Offenen Brief und einer Unterschriftensammlung for-

dern sie: „Wir, die Unterzeichner, treten dafür ein, dass Künstler und Kulturvereine Artikel aus der Tagespresse sowie Hörfunk und TV – Beiträge, in denen über ihre Arbeit berichtet wird, vollständig oder in Auszügen auf ihren Webseiten genehmigungsfrei dokumentieren dürfen. Die Quelle ist hierbei anzugeben und möglichst zu verlinken. Wir ersuchen die Urheber und Rechteinhaber hiermit, dies unabhängig von der Gesetzeslage zu unterstützen, zu tolerieren und das auch öffentlich bekannt zu geben.“ Zu den Erstunterzeichnern gehören Axel Prahl, Hannes Wader und Barbara Thalheim. Kultur für alle – Aber dürfen die Musiker hinterher die Kritik veröffentlichen? Ein guter Punkt der obigen Forderung für mich ist, dass sich jeder selbst Gedanken über ein faires Verhalten machen sollte. Schädlich wäre, wenn es den Abzockern gelänge, einen Keil zwischen Presse und KünstlerInnen zu treiben. Beide haben zwar unterschiedliche Interessen, sind aber auf ein lebendiges kulturelles Umfeld angewiesen. Und dies ist abseits des kommerziellen Mainstream ohnehin gefährdet. Wer mitdiskutieren möchte, findet dazu ein Forum bei facebook, das die Verfasser des Offenen Briefes eingerichtet haben. Man könnte argumentieren, dass sich das Problem mit dem Aussterben gedruckter Lokalzeitungen in zehn Jahren erledigt haben wird. Eine Neuregelung des Urheberrechts und auch der GEMA – Problematik wird aber mit der immer umfassenderen Bedeutung des Internets ständig dringender. www.celtic-rock.de/2013/11/musiker-protest-wegen-abmahnungen/

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Konzertberichte 4. Arnsberger Irish-Celtic-Rock Night mit Mr. Irish Bastard von cuba64 Das Jahr ist schnell rum gegangen. Und so haben daniels und ich wieder das Auto voll gepackt und sind in Richtung Arnsberg aufgebrochen. Denn zum vierten Mal fand dort die Irish-Celtic-Rock-Night statt. Wieder ausverkauft und mit Mr. Irish Bastard hochkarätig besetzt. Wenn man den Veranstaltungsraum von außen sieht, denkt man eher an bierselige, deutsche Gemütlichkeit. Bierselig trifft es zwar, aber ansonsten war auch dieses Jahr die Bude gerammelt voll. Das Publikum war wild gemischt und es befanden sich relativ viele Rockträger im Publikum (kein Wunder bei zwei Whiskys aufs Haus), dafür gab es weniger MC-Kuttenträger.

Im vergleich zum letzten Jahr, waren wir dieses Jahr überpünktlich und wurden auch herzlich empfangen. Lanzes wichtigster Punkt war, uns mit allem Wichtigen zu versorgen: Bier, Whisky und Essen. Also haben wir unsere Reserven aufgefüllt und uns parallel mit allen Infos für den Abend und darüber hinaus versorgen lassen. So erfuhren wir, das es ein Revival von Lady Godiva am 20.04.2014 in Herdringen geben wird. Auch war ich sehr neugierig, wie sich Muirsheen Durkin entwickelt hat und was aus ihren Plänen geworden ist. Klar war schon beim Soundcheck, dass sich einiges getan hat. Die Besetzung hat sich geändert. Man könnte sagen, “… and friends” trifft es nicht mehr ganz. Die Stelle des zweiten Gitarristen ist inzwischen fest besetzt und auch die Piper sind ein fester Bestandteil der Gruppe geworden, was die Bühnenshow interessanter und die Songs stärker macht. Kentop erzählte uns letztes Jahr, dass Last Order in erster Linie als Demo aufgenommen worden war, um aus dem Haus zu kommen. Dieser Plan scheint aufzugehen, so spielen Muirsheen Durkin auf immer mehr Festivals. Die Maschine läuft also an. Bleibt also noch die Frage, was auf der musikalischen

Seite passiert ist. Letztes Jahr habe ich mir gewünscht, dass die Band der musikalischen Qualität der einzelnen Mitgliedern gerecht wird und neue, eigene Musik machen wird. Neue Songs hat es zwar gegeben, aber waren es keine selbst geschriebenen. Und Lanze bestätigte, darauf angesprochen, dass zum Schreiben und Komponieren der Band im Moment nicht genug Zeit bleibt. Muirsheen Durkin ist also eine der professionellsten Hobbybands in deutschen Landen. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, das sich das einmal ändern wird. Die Vorraussetzungen waren also geschaffen für ein gutes Konzert und wir waren gespannt, wie sich der weitere Abend entwickeln würde. Druckvoll war der Opener und druckvoll ging es weiter. Musikalisch bleiben Muirsheen Durkin hochwertig und auch die Piper, die vor allem bei den neueren Songs ihre Auftritte hatten, fügen sich gut in das Gesamtbild. Leider hatte der Tontechniker nicht seinen besten Abend, denn abgesehen von Mac Ruenkers Mic, waren die anderen Vocals leider schlecht zu hören und so ließen Muirsheen Durkin ihren größten Schatz ungehoben: die Vocals von Sonja, deren basslastige Stimme Seltenheitswert besitzt. Nach einer kleinen Zwischeneinlage von Ninive Highlander Pipes and Drums starteten dann Mr. Irish Bastard schnell und laut in ihr Set. Auch hier eine Menge Tempo und wer sie kennt, weiss mit welcher Bühnenpräsenz sie aufwarten. Dafür bekam der Bastard dann auch viel Liebe aus dem Publikum, dass soff, sang und pogte, was das Zeug hielt. In der Zwischenzeit mussten wir dann noch ein wenig arbeiten und unsere Interviews machen. Zumindest alle, an denen Mr. Irish Bastard nicht beteiligt war. “Gelungen” ist die brave Umschreibung für diesen Abend, der fließend in die After-Show-Nacht überging. Aber wie so oft, an der Backstagetür endet der Bericht… – www.celtic-rock.de/2013/11/4-arnsberger-irish-celtic-rocknight-mit-mr-irish-bastards/

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Paddy & the Rats und O’Reillys & Paddyhats, Gevelsberg 23.11.2013 von kuec Die O’Reillys und ihre Freunde hatten sich richtig ins Zeug gelegt und schafften wie versprochen einen denkwürdigen Abend. Die 3. Irish Folk Punk Party in der Sportalm brachte zwei Bands auf die Bühne, die sich gut ergänzten und die Stimmung vier Stunden lang hoch hielten. Mit viel Liebe zum Detail hatte man in dem sportlichen Zweckbau ein „irisches“ Ambiente gestaltet. Vor der Halle wurden die Besucherscharen von einem Dudelsackspieler begrüßt, auf der Bühne sorgte Lucinde Hahne mit ihrer blauen Harfe für eine besinnliche Einstimmung. Unmengen von Luftballons, Fahnen und sogar die Strickmützen des Getränketeams ließen die irischen Farben hoch leben, zu essen gab‘ s leckere selbst-kreierte Pasteten, und an Getränkenachschub verschiedenster Form war in der Halle und im gemütlichen Kneipenbereich davor kein Mangel. Bühne, Licht und Ton waren von der Sorte „Musikers Traum“, alles lief wie am Schnürchen. Der Besuch übertraf die Vorjahreszahlen, etwa 500 Gäste ließen sich bis zum großen Finale in Stimmung bringen.

Seit ich die O’Reillys & Paddyhats vor zwei Jahren zuletzt im Bergfelder Hof sah, hat sich die Band mächtig gemausert. Das Sextett ist weiter zusammengewachsen, die Bühnenpräsentation überzeugte mit einer Reihe schöner Ideen, z.B. den beiden Fahnenschwenkern. Wenn dann noch die eigenen Songs vom Publikum mitgesungen und sogar eingefordert werden, ist das die beste Bestätigung. Vom Shamrock Thief bis zu We are The O’Reillys…gab es keine Durchhänger. Vor der Bühne wurde gehopst, Arme reckten sich und die Kehlen ließen immer wieder das „Oh-hoo-hoho“ hören. Als Gaststar trat „Ian McFlannigan“ auf, vermutlich ein irischer Cousin der Blues Brothers. Am Retro – Mikro und mit der Mundharmonika zog er die Blicke auf seine beeindruckende Erscheinung. “Dr. Bones“ tauschte für einen Song mit Sean, der dafür das Schlagzeug übernahm. Flexibilität war auch beim Zugaben-Set gefragt. Zum großen Finale kamen für einen Wild Rover die ungarischen Kollegen mit auf die Bühne. Sean O’Reilly zeigte sich überwältigt und lud gleich für eine Neuauflage der Party 2014 ein. Ist notiert… Fotos: Marc Dobrick www.celtic-rock.de/2013/11/3-irish-punk-rock-party-gevelsberg/

Die Gastband war zu einem musikalischen Wiedersehen extra aus Ungarn gekommen. Die Story, wie die Gevelsberger im März in Moskau auf Paddy and the Rats trafen, hat Sean O’Reilly in einem unnachahmlichen Reisetagebuch für uns aufgeschrieben. Der damalige Gastgeber Sean/ Ivan war mit seiner Frau ebenfalls angereist. Die Ungarn legten zu Beginn gleich eine halbe Stunde mit hohem Tempo vor. Im Mittelteil zeigte ein akustischer Set ihre individuellen Qualitäten, bevor es danach noch einmal richtig zur Sache ging. Paddy and the Rats überzeugten mit einem charismatischen Sänger, sehr fitten Instrumentalisten und einer lebendigen Präsentation. Die selbst geschriebenen Songs gingen gut ins Ohr. In der Pause berichtete uns Paddy, dass das dritte Album aufgenommen sei. In diesen Tagen wird ein Video dazu gefilmt, und die Band freut sich auf gemeinsame Gigs in Ungarn mit The Moorings aus Frankreich. Im Dezember wird außerdem der 5. Geburtstag der Band gefeiert. triskel - the celtic rock & punk ezine 28


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CDs und Platten

CDs und Platten Nobody Knows – Morgen, Kinder, und übermorgen auch (2013) / Weihnachts-CD mit Interview von JensP Sonntag ist der erste Advent und eigentlich beginnt die „ruhige“ Zeit des Jahres. In dieser besinnlichen Vorweihnachtszeit hasten aber viele Menschen durch die Straßen und Geschäfte, auf der Suche nach Geschenken und dergleichen. Pünktlich zur Advents- und Weihnachtszeit erschien von Nobody Knows, durch Tabiha Harzer unterstützt, ein Weihnachtsalbum, mit Herbst-, Winter- und vor allem Weihnachtsliedern, welches ich heute vorstellen möchte und das auch ein schönes Geschenk ist. Eigentlich braucht es nur wenige Worte, um dieses Album zu beschreiben: Nobody Knows ist wieder eine großartige CD gelungen, qualitativ sehr hochwertig, tolle, zur Weihnachtszeit passende Musik und ein Muss für jeden Nobody-Knowsund Folk-Fan. Das würde aber die viele Arbeit der Künstler und dieser Musik nicht gerecht werden! Deshalb möchte ich mehr Worte schreiben, um diesem Meisterwerk zu huldigen. Das Intro der CD hat mich sofort verzaubert und in Gedanken saß ich in der „guten Stube“ und es kam mir alles vertraut vor. Man hört eine Uhr ticken, die Kaffeetafel wird gedeckt und was gehört noch zum Weihnachtsfest? Musik! Kurz wird die Geige gestimmt und zaghaft beginnt sie mit einem Banjo und einer Gitarre das Lied Kling, Glöckchen, klingelingelinig zu spielen. Nach einer Minute verstummt die Musik für einen Moment, das Stück bekommt mehr Volumen und mit vereinten Kräften spielt die Band die Melodie nochmals. Max singt dazu eine Mischung aus dem traditionellen und eigenen Text. Ein sehr schöner Opener des Albums. Genauso fröhlich, wie das erste Stück gespielt wird, geht es beim zweiten Lied Winterlied weiter. Musik und Text sind von Max Heckel und die Band hat beim Einspielen kräftig geholfen. Ein schneller, fröhlicher Sound und ein lustiger Text bestimmen das Stück, wobei instrumental eine Mundharmonika oft im Vordergrund steht und durchweg deutlich Schellen zu hören sind, die natürlich zum Fest passen. Das Album enthält noch zwei weitere vollständig eigene Lieder – Text und Musik. Im fröhlich musizierten Titel Weihnachtliches Idyll geht es im Text um all die Dinge, die Weihnachten passieren können: Der angebrannte Braten, die Verwandtschaft, die nicht kommen kann, kein Schnee zum Fest und natürlich um Kerzenschein, Geschenke und das fröhliche singen unter dem Tannenbaum. Der Weihnachtsmann „repariert“ aber zum Ende des Liedes das Fest. Die Sehnsucht nach dem Frühling ist Thema in Outro

(Wo Schmetterlinge tanzen)! Ein schönes langsames Stück, das die Ruhe, Dunkelheit und Trostlosigkeit des Winters beschreibt. Der Wunsch nach dem Frühling, den grünen Wiesen und Feldern, den Schmetterlingen und der warmen Sonne kommt in dem Text zum Ausdruck. Dazu wird eine wunderbare Melodie gespielt. Bei Oh, Tannenbaum und Schneeflöckchen hat sich Nobody Knows etwas Besonderes einfallen lassen. Beim ersten Stück singt ab der Mitte des Liedes Thor und das mit einer Parodie auf die plattdeutsche Sprache. Schneeflöckchen beginnt textlich, wie es jeder kennt und zum Ende hin wurde ein eigener Text eingebaut und dieser wird gerappt. Das ist so gut arrangiert worden, als ob es schon immer so war. Zwei englisch-sprachige Songs sind auch zu hören, Jingle Bell Rock und Sleeping Maggie. Auf den Weihnachtskonzerten der Band ist Jingle Bell Rock ein fester Bestandteil des Abends und ebenso gut fügt sich das zweite Lied wunderbar in die Titelliste ein.

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CDs und Platten

Erwähnen möchte ich auch noch Oh, du fröhliche und Guten Abend. Die Texte wurden nicht verändert und sind jedem bekannt. Die Musik wurde nach Art von Nobody Knows aufgepeppt und eingespielt. Besonders gut gelungen ist es bei Guten Abend, schön Abend. Es ist eines meiner Weihnachts-Lieblingslieder und die Musik wurde besonders voluminös aufgenommen. Neben Gitarre, Banjo, Schlagzeug, Geige, Bass und Schellen sind auch Blasinstrumente: Querflöte und Posaune zu hören. Beide Lieder laden zum Mitsingen ein, in voller Vorfreude auf das Fest. Als Bonustitel befindet sich Oktoberregen auf der CD. Dieses schöne Stück beendet die Silberscheibe und ist ein wunderbarer Abschluss. Abschluss ist aber das falsche Wort, denn ich würde wetten, dass das Weihnachtsalbum gleich noch mal angehört wird! Ich habe es schon erwähnt: Für mich ist es ein Meisterwerk und ich habe es mir schon oft angehört. Mich begeistert die Leichtigkeit und Unbeschwertheit der Musik, die Fröhlichkeit und Vorfreude beim Erklingen der Lieder. Nobody Knows verzaubern einen mit dem Album. Man genießt die fröhliche Musik, lauscht den Texten und schnell ist man in Gedanken bei den vielen vergangenen Weihnachtstagen. Traditionelle Lieder wurden neu arrangiert, zum Teil mit eigenen Texten versehen, oder mit eingefügt. Der Einsatz der Schellen in der Musik macht die CD sehr festlich und passt wie die Faust auf das Auge. Es ist etwas Großartiges entstanden! Ein verspieltes Cover mit einer Strichzeichnung und die Verpackung im rechteckigen Format sind auch sehr gut gelungen. Dieses Album ist nicht das übliche Geplänkel, das man aus dem Radio und Fernsehen kennt. Es hat nichts mit dem Rock, Pop, Schlager und Chormusik zu tun, dass aus den Lautsprechern erklingt. Folk-Musik ist die Hauptrichtung der Musik in der aber bei einigen Liedern Einflüsse von Country-, Swing- und Blues/Jazz-Musik zu hören sind und auch gerappt wird. Nobody Knows haben auf der CD ihre Musik verewigt und das ist genau die Musik, die man von ihnen kennt. Es ist ein Muss für jeden Folk- und Nobody-Knows-Fan. Dieses hochwertige Album mit seinem schönen und ausführlichen Booklet sollte in keiner Sammlung fehlen. Nobody Knows haben viel Energie und Zeit investiert und das zu hören: Sehr hohe Qualität beim Produzieren des Albums. Max Heckel von Nobody Knows hat mir noch ein paar Fragen beantwortet. Max, danke dass Du Dir die Zeit nimmst, um mir ein paar Fragen zu beantworten! Ich antworte mal nicht mit der derzeit virulent grassierenden

Floskel „Dafür nicht“, sondern mit: Sehr gern und immer wieder, Jens! In den letzten Jahren, vor allem nach euren legendären Weihnachtskonzerten habe ich immer wieder Stimmen gehört, die sagten: Wie schön wäre es, wenn Nobody Knows ein Weihnachtsalbum produzieren würden! Wie ist es nun dazu gekommen? Das Problematische an saisonalen Alben ist eben, dass sie nur innerhalb einer bestimmten Zeit verkauft werden. Ein Album zu produzieren ist aufwendig und langwierig, so dass wir uns lange die Frage gestellt haben, ob es sinnvoll ist, ein Album zu produzieren, dass man, wenn alles gut läuft, an zwei Monaten im Jahr verkaufen kann. Natürlich muss sich eine solche Produktion auch immer rechnen, aber wir haben dennoch den Sprung ins kalte Wasser gewagt und hoffen nun, dass das sogenannte Weihnachtsgeschäft nicht abbricht, zumal ja unsere Weihnachtskonzertsaison erst ab Dezember eröffnet wird. Ausschlaggebend war sicherlich auch, dass uns so viele Leute nach den Konzerten gebeten haben, wir mögen dem Wunsch nach einer heimischen NK-Weihnachts-CD nachkommen. Nun bin ich guter Dinge, dass das Publikum unserer Konzerte nicht nur die NK-typische Weihnachtsstimmung mit nach Hause nimmt, sondern auch etwas, das sie daran erinnern kann. Dieses Album ist eine Mischung aus Herbst- und Winterliedern, aber dennoch mit dem Schwerpunkt für Weihnachtssongs. Wie seid ihr zu dieser Zusammenstellung der Lieder gekommen? Wir haben uns nicht zusammengesetzt und entschieden, dass 23% aller Lieder zeitlos sein muss, damit die 43% Weihnachtslieder auch zur Geltung kommen. Vielmehr ist Einiges spontan entschieden worden, was immer sehr durch die jeweiligen Präferenzen des Musikers, der grade im Studio war, beeinflusst wurde. Dass am Ende doch auch nicht-weihnachtliche Lieder mit auf dem Silberling gelandet sind, ist dem glücklichen Zusammenspiel von persönlichen Neigungen und Zufällen geschuldet. Dass bspw. „Schneeflöckchen“ heute so klingt, wie es klingt, liegt daran, dass ich auf dem Weg ins Studio im Radio einen Rapp gehört habe. Daraufhin habe ich mich entschieden, dass Stück eben nicht als klassische oder folkige Version aufzunehmen, sondern eben als gediegenes Stück, das viel Platz für kultivierten Textunsinn lässt. Die Verpackung der CD ist rechteckig und etwas ungewöhnlich. Das Cover zeigt ein kleines Mädchen mit Hund vor einem großen Weihnachtsbaum in einer kindlichen Zeichnung. Das Booklet ist ein Augenschmaus, fröhlich, bunt und umfangreich gestaltet. Warum habt ihr euch auch bei der Verpackung und dem Büchlein so

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CDs und Platten

große Mühe gegeben? Die Entscheidungen um das Cover sind bei diesem Album eines eigenen Kapitels würdig, weil wir uns sehr lange Zeit auf kein Motiv einigen konnten. Als wir uns dann auf ein Motiv geeinigt hatten, haben wir festgestellt, dass ebd. auf einem quadratischen Cover gar nicht richtig wirkt, also haben wir uns zu guter Letzt für das DVD-Format entschieden. Damit einher geht auch der Umstand, dass wir auf diesem Wege genug Platz hatten, das knallbunte Booklet mit vielen Reimen, Anekdoten und Bildern zu versehen. Ich habe eine gewisse Affinität zu Booklets und bin daher sehr glücklich, dass man, wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, sehr viel in diesem Heft finden kann. Das eigentliche Frontmotiv hat Thor, unser Bassist, gezeichnet. Dass der Weihnachtsbaum eben mehr ist als nur ein Weihnachtsbaum – schaut man sich nämlich die Spitze an, so sieht man dort die Wirbel eines Kontrabasses – ist langen und bisweilen konstruktiven Streitgesprächen zu verdanken. Auf dem Weg zum fertigen Cover haben wir also alle einige Haare gelassen, sind nun aber mit dem Resultat kollektiv zufrieden. So muss das sein. An dieser Stelle möchte ich unbedingt Ronny Harbich danken, der das Cover für uns bearbeitet hat. Ich bin, was technische Dinge angeht, – sagen wir – zurückgeblieben. Bei der Arbeit mit Ronny konnte ich immer wieder eigene Impulse einbringen, indes er das Mögliche immer frei und kreativ umgesetzt hat. Schlussletztlich also ein Cover, das einem Suchbild gleicht, weil die Fülle der Details sich u.a. in den ca. 150 Arbeitsstunden Ronnys widerspiegelt. Eigene Stücke, eigene Texte zu bekannten weihnachtlichen Melodien und eingebaute, zusätzliche Textpassagen, es wir gerappt und das norddeutsche Platt ist in einer Parodie zu hören. Wie sind die Ideen dafür entstanden? Einiges war spontan, Vieles aber auch nicht. Die Plattdeutsche Version von „Oh, Tannenbaum“ hat Thor bspw. zum letzten Weihnachtskonzert mitgebracht, um den altehrwürdigen Lied ein wenig neuen Anstrich zu verpassen. Und weil allein die Texttransformation dafür als nicht ausreichend befunden wurde, habe ich halt noch einen Instrumentalzwischenteil geschrieben, der stilistische aus dem Bereich Gypsy-Folk stammt. Es hätte aber ebenso etwas Spanisches werden können. Als ich an diesem Titel gearbeitet habe, war mir einfach nach Zigeunermusik (Pardon, für diesen Ausdruck). Der Schneeflöckchen-Rapp hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, weil mir die Reime ausgegangen sind. Gott sei Dank lässt sich im Studio schummeln, weil ich den Text als Ganzversion bestimmt nicht aufgenommen gekriegt hätte.

So konnte ich die einzelnen Passagen splitten – was man auf der Aufnahme nicht hört. Dass Bekanntes in vielerlei Hinsicht weiterverarbeitet wurde, liegt wohl am generellen Schaffensanspruch von NK. Natürlich hat tradiertes Musikgut etwas, das dazu geführt hat, dass es nicht vergessen wurde. Das heißt aber nicht eo ipso, dass die Lieder so gut sind, wie sie überliefert sind. So waren uns viele Stücke einfach nur ein Anlass, kompositorisch und lyrisch tätig zu werden, was am Ende zur Symbiose aus Bekanntem und Unbekanntem geführt hat. Das hat nichts mit Modernisierungsdrang zu tun, wiewohl man selbigen hier und da vielleicht rauszuhören meint. Auf dem Album erklingen nicht nur traditionelle Lieder, ihr habt auch eigene Kompositionen eingespielt und auf den Datenträger verewigt. Fällt es euch leicht, Texte zu schreiben und die Musik dazu zu komponieren? Wie sind eure Stücke entstanden? „Leicht fallen“ klingt so sehr nach „Begabung“ à la „man muss nichts dafür tun“. In dieser Interpretation ist es uns nicht leicht gefallen. Ich kann aber auch nicht sagen, dass wir tagelang an einem Stück gesessen haben und analytisch probiert haben, welcher Akkord hier moduliert werden könnte und welcher Taktbruch dort für eine prosodische Einheit sorgen könnte. Wir machen zugängliche / intuitive Musik – und so entsteht auch vieles. „Morgen, Kinder“ habe ich bspw. als etwas befremdlich empfunden: Welches Kind ist denn unendlich dankbar, dass seine Eltern die Stube schön herrichten? Welches Kind wartet denn gern auf den 24.12.? Ich für meinen Teil habe das nicht leiden können. Ich wurde dann raus geschickt – spielen, damit die Zeit schneller vergeht. Und genau das wollte ich auch in meinen zwei Strophen von „Morgen, Kinder“ wiederfinden: Es ist die Ungeduld, die die Vorfreude dominiert. Es ist nicht das vorfreudige Harren, sondern das ungeduldige durch-den-Türschlitz-Gucken, das die Weihnacht ausmacht. Und weil eben nicht alles so rosig ist, wie es der ursprüngliche Text suggerieren mag (der im Übrigen in Dur erklingt), sondern durchaus auch die Nerven gespannt sind, habe ich meinen Textanteil in ein ungeduldiges Moll verpackt. Es ist also immer eine Mischung aus Intuition, bewusster Komposition, aber auch glücklichen Zufällen, wenn wir bspw. bei einer unserer wenigen Proben mal ein wenig in eine Session verfallen. Tabiha Harzer hat musikalisch und gesanglich bei der Produktion der CD mitgeholfen. Sie steht immer wieder bei Konzerten mit auf der Bühne und fügt sich wunderbar in das Gesamtbild – Nobody Knows – ein. Wird sie einmal festes Mitglied der Band oder bleibt sie Gastmusiker? Tabi wird auch weiterhin Gastmusikerin bleiben. Bei den Weihnachtskonzerten wird sie mit uns auftreten, aber das

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macht bspw. Dietrich Eichenberg auch schon seit Jahren. An beide möchte ich hier meinen Dank aussprechen, weil sie uneigennützig und mit viel Sinn fürs Detail bei unseren Konzerten mitwirken und das Album “Morgen, Kinder, und übermorgen auch“ zu dem gemacht haben, was es heute ist. Dietrich wikt ja dann und wann auch bei Folk-Auftritten mit, Tabi wird wahrscheinlich eher fürs Lyrische mit uns die Bretter der Welt entern. Zudem wird sie ab 2014 auch mit dem Trio Chapeau zu hören sein – dazu aber später vielleicht mehr … Was gibt es Neues bei Nobody Knows? Habt ihr in der Zukunft geplant, oder gibt es neue Projekte? Projekte gibt es immer, denn Stillstand bedeutet den Tod. Am 30.08.2014 wird es bspw. wieder das Festival „Folk! in die Nacht“ geben. Außerdem sind wir im Frühjahr des nächsten Jahres wieder im Studio, auf dass endlich wieder ein Folk-Studio-Album rauskommt. Wir produzieren jedes Jahr eine CD: 2013 das Weihnachtsalbum, 2012 das Lyrikalbum, 2011 Live-DVD und –CD, usw.! Nun ist es wieder mal an der Zeit im Studio ein Folk-Album zu machen! Außerdem wird es 2014 auch ein Projekt zwischen Nobody Knows und dem Theater der Altmark geben, das im Juni Premiere feiert. Darauf bin ich schon sehr gespannt, weil wir seit Jahren immer nur mit Blickkontakt Arrangements entstehen lassen. Bei einem solchen Projekt werden wir wohl nicht umhinkommen, uns an feste Absprachen (den Ablauf betreffend) zu halten. Und dann gibt es da noch Gedanken für dies und

jenes … denn alle Routine ist der Todfeind des Kreativen. Ein bisschen jedenfalls. Danke für deine Antworten! An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Max Heckel, für die Beantwortung der Fragen und die Zeit, die er sich genommen hat, bedanken! Ich wünsche allen eine besinnliche, fröhliche Adventszeit und kauft die CD! Trackliste 1. Intro 2. Winterlied 3. Oh, du fröhliche 4. Oh, Tannenbaum 5. Schneeflöckchen 6. Morgen, Kinder 7. Jingle Bell Rock 8. Ach, bittrer Winter 9. Guten Abend 10. Weihnachtliches Idyll 11. Sleeping Maggie 12. Outro 13. Bonustitel (Oktoberregen) www.celtic-rock.de/2013/11/nobody-knows-morgen-kinder-und-uebermorgen-auch-2013-weihnachts-cd-mit-interview/

Interviews Tooraloo Radio #30: MIB Himself in Arnsberg von daniels Vorgestern gab es bereits einen Bericht und die Fotostrecken. Wie angekündigt bekamen wir auch zwei der Stars des Abends vor das Mikrofon. Am 23. November im Rahmen der 4 Arnsberger Irish Folk Rock Night im GVU Heim hatten wir die Gelegenheit mit MIB Himself und Thomas Lanzerath (Muirsheen Durkin and Friends) zu sprechen. Mr. Irish Bastard gibt einen Ausblick auf das neue Album, spricht über die dunklen Seiten des Lebens und diverse Reiseerfahrungen. Anläßlich unser Christmas-Show verlosen wir außerdem ein Bierchen mit Mr. Irish Bastard Himself am 8. März 2014 im SO36 in Berlin. Alles weitere Im Interview. Also gut zuhören. Wie immer gibt es die Interviews und Musik von Mr. Irish triskel - the celtic rock & punk ezine 33


Interviews

Bastard und Muirsheen Durkin in unserer Radiosendung Tooraloo Radio.

www.celtic-rock.de/2013/11/tooraloo-radio-30-mib-himself-in-arnsberg/

Tooraloo Radio #31: Lanze und Cuba im Talk in Arnsberg von cuba64 Folge 3 aus Arnsberg: Lanze von Muirsheen Durkin gab uns auch ein kleines Interview. Dort verriet er, welche Ziele aus dem letzten Jahr verwirklicht wurden und wie ihre weiteren Pläne aussehen. Wer wissen will, was sich auf dem nächsten Album abspielt und warum es für die Band nicht einfach ist, eigene Kompositionen zu schreiben, der ist hier genau richtig. Darüber hinaus lässt Lanze tief in seine Sammlerseele blicken und verrät euch, welche Celticplatten eine besondere Bedeutung für ihn haben. Wie immer gibt es die Interviews und Musik von Mr. Irish Bastard und Muirsheen Durkin in unserer Radiosendung Tooraloo Radio. www.celtic-rock.de/2013/11/tooraloo-radio-31-lanze-undcuba-im-talk-arnsberg/

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Die n채chste Ausgabe von

triskel the celtic-rock & punk ezine erscheint am

Samstag den 11.01.2014 auf www.celtic-rock.de

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